[0001] Die Erfindung betrifft eine Kippbegrenzungseinrichtung zum Begrenzen einer Kippbewegung
eines Stuhls.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner einen Stuhl mit einer Sitzfläche, einer Rückenlehne
und vorderen sowie hinteren Stuhlbeinen, die jeweils ein freies von der Sitzfläche
des Stuhls abgewandtes Abstellende zum Abstellen auf dem Boden aufweisen, wobei die
hinteren Stuhlbeine in einer Seitenansicht an der Seite der Sitzfläche angeordnet
sind, die mit der Rückenlehne verbunden ist.
[0003] Ein Stuhl der eingangs genannten Art ist aus der ständigen Praxis bekannt. Stühle
des täglichen Gerbauchs weisen üblicherweise vier Stuhlbeine auf, die an einem Ende
mit einer Sitzfläche verbunden sind, auf welcher sich ein Nutzer setzen kann. Mit
ihrer von der Sitzfläche abgewandten Seite kontaktieren die Stuhlbeine in der Regel
den Boden, auf dem der Stuhl abgestellt wird. Hiervon zu unterscheiden sind Schaukelstühle
mit bogenförmigen Abstellfüßen, Bürostühle oder dergleichen.
[0004] Aus der Schweizer Patentschrift der
CH 196124 ist eine Vorrichtung zur Kippbegrenzung von Flachschleifwippen bekannt. Die
DE 3603884 betrifft einen Kippstuhl mit einem um etwa 90 Grad schwenkbaren Kipptisch.
[0005] Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass viele Nutzer eines Stuhls
von Zeit zu Zeit auf dem Stuhl wippen oder kippeln, um einem natürlichen Bewegungsdrang
nachzugeben. Dies gilt vor allem für Kinder. Beim Wippen mit dem eingangs genannten
Stuhl wird der Stuhl von einer Ausgangsstellung, in welcher alle vier Stuhlbeine den
Boden unmittelbar berühren, in eine Wippstellung überführt, in der nur noch zwei der
vier Stuhlbeine bis zum Boden reichen, während die beiden anderen frei schwebend mit
Abstand zum Boden gehalten sind. Hierbei lassen sich Stürze mit Verletzungen im Gefolge
nicht immer sicher vermeiden.
[0006] In dem Domicil Kompetenzzentrum Demenz Bethlehemacker wurde festgestellt, dass ein
solches Wippen auch vielen Erwachsenen Spaß macht. Dies gilt insbesondere für erwachsene
Personen mit Gehirnerkrankungen, wie beispielsweise Menschen mit einer mittleren bis
schweren Demenz. Ein Sturz kann jedoch gerade bei Erwachsenen schlimme Folgen haben.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kippbegrenzungseinrichtung und einen Stuhl der
eingangs genannten Art bereitzustellen, mit denen Stürze beim Wippen sicher vermieden
werden können.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe ausgehend von der eingangs genannten Kippbegrenzungseinrichtung
dadurch, dass diese wenigstens zwei Befestigungselemente zur Befestigung an dem Stuhl,
einen drehbar von den Befestigungselementen gehaltenen Schwenkträger, wenigstens ein
Abstützbein, das drehfest mit dem Schwenkträger verbunden und an seinem von dem Schwenkträger
abgewandten Fußende mit einem Versatzhilfsmittel ausgerüstet ist, und Schwenkbegrenzungsmittel
aufweist, die zur Begrenzung der Schwenkbewegung des Schwenkträgers eingerichtet sind.
[0009] Ausgehend von dem eingangs genannten Stuhl löst die Erfindung die Aufgabe dadurch,
dass der Stuhl über eine solche Kippbegrenzungseinrichtung verfügt.
[0010] Erfindungsgemäß ist eine Kippbegrenzungseinrichtung geschaffen, die mit ihren Befestigungselementen
an dem Stuhl, insbesondere jeweils an einem Stuhlbein befestigt werden kann. Die Befestigungselemente
weisen ein Schwenk- oder Drehlager auf, in dem ein Schwenkträger schwenkbar gelagert
ist. Mit anderen Worten halten die Befestigungselemente den sich zwischen ihnen erstreckenden
Schwenkträger drehbar an den beiden hinteren Stuhlbeinen. Der Schwenkträger ist weiterhin
drehfest mit einem Abstützbein verbunden, das beim Wippen mit dem Stuhl ausschwenkt.
Unter dem Begriff Ausschwenken ist hier gemeint, dass in einer Seitenansicht sich
der zwischen dem Abstützbein und dem Befestigungselement bezüglich des Schwenkträgers
aufgespannte Winkel vergrößert. Genauer formuliert vergrößert sich ein Schwenkwinkel,
der von dem gedachten Lot des Drehlagers, also einer virtuellen senkrecht zum Boden
verlaufenden Achse, und der Längsachse des Abstützbeins bezüglich des Drehlagers aufgespannt
wird. Durch die drehfeste Verbindung zwischen Schwenkträger und Abstützbein wird eine
Drehung des Schenkträgers zwangsläufig in eine Drehbewegung des oder der Abstützbeine
überführt.
[0011] Darüber hinaus sind im Rahmen der Erfindung Schwenkbegrenzungsmittel vorgesehen,
die zur Begrenzung der Schwenkbewegung des Schwenkträgers in wenigstens einer Richtung
eingerichtet sind. Die Begrenzung der Schwenkbewegung erfolgt beispielsweise durch
die Begrenzung der maximalen Ausschwenkbewegung des Abstützbeins. Auf diese Weise
ist auch der Winkel, den das Stuhlbein in einer Seitenansicht beim Wippen mit dem
Boden aufspannt, begrenzt und somit ein Sturz, also ein Umkippen des Stuhls nach hinten,
verhindert. Im Rahmen der Erfindung können die Nutzer somit Wippen, ohne das die Gefahr
eines Sturzes besteht. Hierdurch wird das Aufsichtspersonal, also Eltern oder Krankenpfleger,
deutlich entlastet, wobei die Nutzer ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen können.
[0012] Als Versatzhilfsmittel im Sinne der Erfindung kommt beispielsweise eine Gleitbeschichtung
des Fußendes des Abstützbeins in Betracht. Die Gleitbeschichtung setzt die Reibung
zwischen Fußende und Boden so weit herab, dass dem Nutzer beim Sitzen ein sicheres
Gleiten mit dem Stuhl ermöglicht ist. Als Gleitbeschichtung kommt beispielsweise ein
geeigneter Stoffbezug oder dergleichen in Betracht.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist das Versatzhilfsmittel eine Rolle.
Bei der Nutzung des Stuhls rollt die Rolle des Fußendes auf dem Boden ab und verringert
so den Reibwiderstand. Dies gilt auch bei einer Kippbewegung oder beim Wippen. In
der maximal ausgelenkten Stellung, in welcher die Schwenkbegrenzungsmittel ein weiteres
Ausschwenken des Abstützbeins verhindern, ermöglichen die Rollen, dass der Nutzer
auch in dieser maximalen Schwenkstellung, den Stuhl mit Hilfe seiner Füße verschieben
kann. Dies kann für ein die Gesundheit förderndes Wohlgefühl sorgen.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind zwei Abstützbeine vorgesehen. Die Verwendung
von zwei Abstützbeinen erhöht die Sturzsicherheit, wobei die Herstellkosten nur geringfügig
erhöht sind.
[0015] Vorteilhafterweise umfassen die Schwenkbegrenzungsmittel eine Ausschwenkbegrenzung
und eine Einschwenkbegrenzung, wobei die Ausschwenkbegrenzung einen maximalen und
die Einschwenkbegrenzung einen minimalen Schwenkwinkel festlegen, der in einer Seitenansicht
von einer Längsachse des Abstützbeins und einem gedachten von dem Drehlager des Schwenkträgers
aus gefällten Lost bezüglich des besagten Drehlagers aufgespannt wird. Die Einschwenkbegrenzung
begrenzt somit die Bewegung des Abstützbeins zum Stuhlbein hin. Der oben definierte
minimale Schwenkwinkel ist vorteilhafterweise größer als 5 Grad. Ein vollständiges
Einschwenken und somit eine Parallelstellung zwischen Abstützbein und hinterem Stuhlbein
ist gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung vermieden. Jedes Abstützbein bleibt
somit auf Grund der Einschwenkbegrenzung immer ein wenig ausgeschwenkt. Zerlegt man
die beim Wippen von dem Schwenkträger über das Abstützbein in das Versatzhilfsmittel
eingeleitete Kraft in eine lotrechte oder mit anderen Worten senkrechte Kraftkomponente
und eine rechtwinklig dazu verlaufende horizontale Kraftkomponente, kann man die Wirkung
der Einschwenkbegrenzung auch so beschreiben, dass diese dafür sorgt, dass in jeder
Stellung des Stuhls, also auch in der Sitzstellung des Stuhls, durch das Belasten
der Rückenlehne nach hinten zum Starten des Wippens, immer eine horizontale Kraftkomponente
in die Versatzhilfsmittel eingeleitet wird und dieses in die gewünschte Wipprichtung
bewegt. Die Einschwenkbegrenzung stellt somit sicher, dass die Abstützbeine beim Rückwärtswippen
ausschwenken und nicht verkeilen oder gar in Richtung Stuhlbeins bewegt werden.
[0016] Die Ausschwenkbegrenzung begrenzt hingegen das maximale Ausschwenken des Abstützbeins.
Ist die Kippbegrenzungseinrichtung an einem Stuhl montiert, verhindert die Ausschwenkbegrenzung
eine zu große Rückwärtsbewegung der Rückenlehne, so dass Stürze beim Wippen vermieden
sind. In der maximal ausgeschwenkten Stellung, gewährleisten somit die hinteren Stuhlbeine
und jedes Abstützbein einen sicheren Stand des Stuhls. Selbst in dieser Stellung ermöglichen
die Versatzhilfsmittel, dass ein Nutzer den Stuhl verschieben kann.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Ausschwenkbegrenzung
eine sich in einer Längsrichtung erstreckende Ausschwenkbegrenzungstange auf, die
mit ihrem Anlenkende drehbar an einem Befestigungselement befestigt ist und ein Langloch
aufweist, wobei sich ein fest mit einem zugeordneten Abstützbein verbundener Anschlagbolzen
durch das Langloch hindurch erstreckt. Das Langloch ist so dimensioniert, dass das
Abstützbein sich mit seinem Anschlagbolzen frei in dem Langloch bewegen kann bis der
Anschlagbolzen an dem hinteren Ende des Langlochs anschlägt und ein weiteres Ausschwenken
des Abstützbeins verhindert. Dadurch ist ein maximaler Schwenkwinkel festgelegt. Dabei
ist auch die Ausschwenkbegrenzungsstange drehbar in dem jeweils zugeordneten Befestigungselement
gelagert, wodurch sich die Lage und Ausrichtung des Langlochs je nach Wippstellung
verändern kann.
[0018] Die Einschwenkbegrenzung umfasst vorteilhafterweise wenigstens einen an einem Befestigungselement
ausgebildeten Anschlag, an dem ein fest mit einem zugeordneten Abstützbein verbundener
Anschlagbolzen bei Erreichen des minimalen Schwenkwinkels anschlägt.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung sind zwei Abstützbeine vorgesehen, die an
zwei voneinander abgewandten Bereichen des Schwenkträgers angeordnet sind. Gemäß dieser
Ausführung der Erfindung sind lediglich zwei Abstützbeine vorgesehen, die an voneinander
abgewandten Enden des Schwenkträgers angeordnet sind. Die Abstützbeine weisen somit
einen möglichst großen Abstand voneinander auf, so dass eine hohe Stabilität bereitgestellt
ist. Dabei bleibt die Konstruktion der Kippbegrenzungseinrichtung einfach und daher
kostengünstig.
[0020] Gemäß einer diesbezüglichen zweckmäßigen Weiterentwicklung sind die Abstützbeine
so an den Befestigungselementen gehalten, dass die Abstützbeine sich in der befestigten
Stellung direkt hinter den hinteren Stuhlbeinen erstrecken. Jedes hintere Stuhlbein
liegt somit nach der Montage der Befestigungselemente in einer Ebene mit einem Abstützbein.
Hierdurch ist die Stabilität und Sturzsicherheit noch weiter erhöht.
[0021] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Stuhls ist jedes
Befestigungselement fest an einem hinteren Stuhlbein montiert. Das Befestigungselement
ist beispielsweise ein ebenes Montageblech, das in einer Seitenansicht das Stuhlbein
nach hinten, also in Richtung der Rückwärtsschwenkbewegung, überragt. In dem das Stuhlbein
überragenden Halteabschnitt ist beispielsweise ein Drehlager in Gestalt einer einfachen
Durchgangsbohrung ausgebildet, durch welche sich der Schwenkträger mit einem seiner
freien Enden erstreckt. Dabei weist das freie Ende des Schwenkträgers beispielsweise
ein Außengewinde auf, in welches eine Mutter eingreift, die ein Herausgleiten des
Schwenkträgers aus der Durchgangsbohrung des Tragabschnitts verhindert.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Stuhls sind die Befestigungselemente
so montiert, dass die Abstützbeine in jeder Kippstellung des Stuhls mit ihrem Fußende
den Boden kontaktieren. Gemäß dieser vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kommt
zu einem ständigen Kontakt zwischen Abstützbein und Boden, so dass für ein maximales
Maß an Sicherheit gesorgt ist.
[0023] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf
die Figuren der Zeichnung, wobei gleiche Bezugszeichen auf gleich wirkende Bauteile
verweisen und wobei
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kippbegrenzungseinrichtung in Normalstellung
und
- Figur 2
- die Kippbegrenzungseinrichtung von Figur 1 in einer maximal ausgelenkten Stellung
zeigen.
[0024] Figur 1 zeigt die Kippbegrenzungseinrichtung 1 gemäß der vorliegenden Erfindung in
einer perspektivischen Darstellung. Es ist erkennbar, dass die Kippbegrenzungseinrichtung
1 zwei Befestigungselemente 2 aufweist, die jeweils an einem hinteren Stuhlbein 3
eines nicht vollständig dargestellten Stuhls montiert sind. Dabei ist jedes Befestigungselement
2 als flaches Blech ausgebildet, das mit Befestigungsmitteln 4 wie beispielsweise
Schrauben oder Nieten fest mit dem hinteren Stuhlbein 3 verbunden ist. In einer Seitenansicht
überragt jedes Befestigungselement 2 das Stuhlbein 3 nach hinten, also in Richtung
einer Rückwärtskippbewegung hin, so dass das hintere Stuhlbein 3 von einem Halteabschnitt
5 eines jeden Befestigungselements 2 in Rückwärtsrichtung überragt ist. In dem Halteabschnitt
5 ist an seinem oberen Ende eine Durchgangsbohrung 17 als Drehlager eingebracht, durch
das das freie Ende eines Schwenkträgers 6 hindurch ragt, der sich in einer Querrichtung
erstreckt. Das besagte freie Ende ist mit einem Außengewinde versehen, das in ein
Innengewinde einer Überwurfmutter 7 eingreift. Die Überwurfmutter 7 ist nur so fest
aufgeschraubt, dass ein Herausgleiten des Schwenkträgers 6 aus dem Befestigungsabschnitt
5 in Querrichtung zwar vermieden, ein Vorwärts- und Rückwärtsschwenken des Schwenkträgers
6 in dem Drehlager 17 jedoch ermöglicht ist.
[0025] Ferner ist ein Abstützbein 8 erkennbar, das mit seinem Befestigungsende 9 fest mit
dem Schwenkträger 6 verbunden ist. An seinem vom Befestigungsende 9 abgewandten Fußende
10 ist jedes Abstützbein 8 mit einer Rolle 11 ausgerüstet. Die Rolle 11 steht unabhängig
von der Kippstellung des Stuhls in ständigem Kontakt mit einem Boden 20, so dass das
Abstützbein 8 beim Wippen fortwährend auf dem Boden 20 abrollt und somit den gewünschten
Sturzschutz bereitstellt. Als Ausschwenkbegrenzung ist eine Ausschwenkbegrenzungsstange
12 vorgesehen, die sich in einer Längsrichtung erstreckt. Die Ausschwenkbegrenzungsstange
12 ist mit ihrem Anlenkende 13 drehbar in dem jeweils zugeordneten Befestigungselement
2 und insbesondere dessen Halteabschnitt 5 gelagert. Darüber hinaus verfügt die Ausschwenkbegrenzungsstange
12 an ihrer vom Befestigungsende 13 abgewandten Seite über ein Langloch 14, durch
das sich ein Anschlagbolzen 15 erstreckt, der fest mit dem Abstützbein 8 verbunden
ist. Eine Sicherungsmutter 16 schützt vor dem Herausgleiten des Anschlagbolzens 15
aus dem Langloch 14 in Querrichtung, wobei jedoch ein Verschieben des Anschlagbolzens
15 in dem Langloch 14 ermöglicht ist. Der Anschlagbolzen 15 überragt in der besagten
Querrichtung das Befestigungselement 2, so dass ein minimaler Schwenkwinkel definiert
ist, der in einer Seitenansicht von einer figürlich nicht dargestellten Längsachse
des Abstützbeins 8 und einem vom Drehlager 17 aus gefällten Lot, also einer senkrecht
zum Boden 20 verlaufenden Achse, bezüglich des besagten Drehlagers 17 aufgespannt
wird. Mit anderen Worten ist das Abstützbein 8 niemals parallel zum hinteren Stuhlbein
3 ausgerichtet, so dass beim Wippen immer eine horizontale Kraftkomponente in das
Fußende 10 eingeleitet wird. Ein Verklemmen des Abstützfußes 8 ist auf diese Weise
vermieden. Anschlagbozen 15 und Befestigungsabschnitt bilden somit eine Einschwenkbegrenzung
aus.
[0026] Figur 2 zeigt die Kippbegrenzungseinrichtung 1 gemäß Figur 1 in einer maximal ausgelenkten
Stellung, in welcher der Anschlagbolzen 15 an dem Ende des Langloches 14 anschlägt.
Der Anschlagbolzen 15 bildet mit dem Langloch 14 daher eine Ausschwenkbegrenzung aus,
die einen maximalen Schwenkwinkel festlegt, der natürlich ebenfalls zwischen der besagten
Längsachse des Abstützbeins 8 und dem vom Drehlager 17 aus gefällten Lot bezüglich
des besagten Drehlagers 17 aufgespannt wird. Mit anderen Worten ist das Wippen mit
dem Stuhl auf einen maximalen Schwenkwinkel begrenzt. In dieser in Figur 2 gezeigten
Stellung ermöglichen die Rollen 11 ein weiteres Verschieben des Stuhls.
[0027] Auf diese Weise kann der Nutzer seinem Bewegungsdrang nachgehen, ohne dass eine Sturzgefahr
besteht. Dies sorgt für Spaß, ist sicher und gesund und entlastet gleichzeitig möglicherweise
vorhandenes Aufsichtspersonal.
1. Kippbegrenzungseinrichtung (1) zum Begrenzen einer Kippbewegung eines Stuhles mit
- wenigstens zwei Befestigungselementen (2) zur Befestigung an dem Stuhl,
- einem drehbar von den Befestigungselementen (2) gehaltenen Schwenkträger (6),
- wenigstens einem Abstützbein (8), das drehfest mit dem Schwenkträger (6) verbunden
und an seinem von dem Schwenkträger (6) abgewandten Fußende (10) mit einem Versatzhilfsmittel
(11) ausgerüstet ist, und Schwenkbegrenzungsmitteln (2, 14, 15), die zur Begrenzung
der Schwenkbewegung des Schwenkträgers (6) eingerichtet sind.
2. Kippbegrenzungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versatzhilfsmittel eine Rolle (11) ist.
3. Kippbegrenzungseinrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Abstützbeine (8) vorgesehen sind.
4. Kippbegrenzungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbegrenzungsmittel eine Ausschwenkbegrenzung (14, 15) und eine Einschwenkbegrenzung
(2, 15) umfassen, wobei die Ausschwenkbegrenzung (14, 15) einen maximalen und die
Einschwenkbegrenzung (2, 15) einen minimalen Schwenkwinkel festlegen, der in einer
Seitenansicht von einer Längsachse des jeweiligen Abstützbeins 8 und von einem Drehlager
(17) des Schwenkträgers (6) im jeweiligen Befestigungsabschnitt (2) aus gefälltem
Lot bezüglich des besagten Drehlagers (17) aufgespannt wird.
5. Kippbegrenzungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschwenkbegrenzung (14, 16) eine sich in eine Längsrichtung erstreckende Ausschwenkbegrenzungsstange
(12) umfasst, die mit ihrem Anlenkende (13) drehbar an einem Befestigungselement befestigt
(2) ist und ein Langloch (14) aufweist, wobei sich ein fest mit einem zugeordneten
Abstützbein (8) verbundener Anschlagbolzen (15) durch das Langloch (14) hindurch erstreckt.
6. Kippbegrenzungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschwenkbegrenzung wenigstens einen an einem Befestigungselement (2) ausgebildeten
Anschlag aufweist, an dem ein fest mit einem zugeordneten Abstützbein (8) verbundener
Anschlagbolzen (15) bei Erreichen des minimalen Schwenkwinkels anschlägt.
7. Kippbegrenzungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Abstützbeine (8) vorgesehen sind, die an voneinander abgewandten Endbereichen
des Schwenkträgers (6) angeordnet sind.
8. Stuhl mit einer Sitzfläche, einer Rückenlehne und vorderen sowie hinteren Stuhlbeinen
(3), die jeweils ein freies von der Sitzfläche des Stuhls abgewandtes Abstellende
zum Abstellen auf den Boden (20) aufweisen, wobei die hinteren Stuhlbeine (3) in einer
Seitenansicht an der Seite der Sitzfläche angeordnet sind, die mit der Rückenlehne
verbunden ist, gekennzeichnet durch eine Kippbegrenzungseinrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Stuhl nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Befestigungselement (2) fest an einem hinteren Stuhlbein (3) montiert ist.
10. Stuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (2) so montiert sind, dass die Abstützbeine (8) in jeder
Kippstellung des Stuhls mit ihrem Versatzhilfsmittel (11) den Boden (20) kontaktieren.