[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements, welches
die Schritte Bereitstellen eines Substrats, das ein die Dicke des Substrats variierendes
Wasserzeichen und eine laserstrahlungssensitive Substanz aufweist, und Bestrahlen
eines Abschnitts des Substrats, welcher mit dem Wasserzeichen überlappt, mit bestimmter
Strahlung umfasst.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Sicherheitselement, das ein Substrat mit einem
die Dicke des Substrats variierenden Wasserzeichen und eine laserstrahlungssensitive
Substanz umfasst.
[0003] Ferner betrifft die Erfindung ein Sicherheitselement, das mit dem oben beschriebenen
Verfahren hergestellt wird, und ein Wertdokument, welches ein solches Sicherheitselement
umfasst.
[0004] Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit sind Wasserzeichen und Graustufenbilder bekannt.
Die
EP 2817155 B1 schlägt vor, ein Graustufenbild dadurch zu erzeugen, dass eine laserstrahlungssensitive
Schicht durch ein Wasserzeichen hindurch bestrahlt wird. Durch die Bestrahlung ändert
die laserstrahlungssensitive Schicht die Farbe an den Stellen, an denen die Laserstrahlung
auftrifft. Da die laserstrahlungssensitive Schicht durch das Wasserzeichen hindurch
bestrahlt wird, entsteht ein zu dem Wasserzeichen identisches Halbton- oder Graustufenbild,
das zusätzlich exakt im Register zu dem Wasserzeichen steht.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Sicherheitsmerkmal, ein Wertdokument und ein Verfahren
zum Herstellen eines Sicherheitselements anzugeben, wobei das Sicherheitselement ebenfalls
ein Wasserzeichen und ein dazu passendes Halbton- oder Graustufenbild aufweist, dessen
Herstellung besonders einfach ist.
[0006] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements gelöst,
welches die folgenden Schritte umfasst: Bereitstellen eines Substrats, welches ein
eine Dicke des Substrats variierendes Wasserzeichen und eine laserstrahlungssensitive
Substanz aufweist; und Bestrahlen eines Abschnittes des Substrats, welcher mit dem
Wasserzeichen überlappt, mit bestimmter Strahlung; wobei die laserstrahlungssensitive
Substanz über die Dicke in einem Volumen des Substrats verteilt ist, sodass ein Farbeffekt
im Register zu dem Wasserzeichen erzeugt wird; und wobei die aufgrund des Wasserzeichens
variierende Dicke eine lokal variierende Stärke des Farbeffekts erzeugt.
[0007] Vorteil der Erfindung ist, dass der erzeugte Farbeffekt untrennbar mit dem Substrat
verbunden ist, sodass Manipulationen ohne Beschädigungen, wie beispielsweise durch
Ablösung der in der
EP 2817155 B1 beschriebenen laserstrahlungssensitiven Schicht, nicht möglich sind. Darüber hinaus
steht auch hier das durch den Farbeffekt erzeugte Bild exakt im Register zum Wasserzeichen,
sodass sich ein Fälschungssicherheitsniveau ähnlich dem in der
EP 2817155 B1 beschriebenen Level ergibt. Dies ergibt sich dadurch, dass die laserstrahlungssensitive
Substanz in dem Substrat verteilt angeordnet ist. Durch Aufbringen der bestimmten
Strahlung und deren Wechselwirkung mit der laserstrahlungssensitiven Substanz wird
das Substrat eingefärbt. In einem Teilvolumen des Substrats wird der Farbeffekt umso
stärker, je dicker das Substrat an der entsprechenden Stelle ist, da dort im Mittel
mehr laserstrahlungssensitive Substanz zur Färbung des Substrats vorhanden ist als
bei einer vergleichbaren Stelle mit geringerer Dicke des Substrats. Je mehr laserstrahlungssensitive
Substanz zur Färbung des Substrats angeregt wurde, desto stärker ist der dadurch erzeugte
Farbeffekt. Dies bedeutet, dass sich an in Durchsicht hellen Stellen des Wasserzeichens,
also an Stellen mit einer geringen Dicke des Substrats, ein geringerer Farbeffekt
als an dunklen Stellen des Wasserzeichens ergibt, da dort die Dicke des Substrats
größer ist. In Aufsicht ist somit ein aufgrund des Farbeffekts erzeugtes Bild erkennbar,
das die gleichen Farbstufen oder Graustufen wie das Wasserzeichen aufweist und exakt
im Register zu dem Wasserzeichen steht. Darüber hinaus ist das Wasserzeichen aufgrund
des Farbeffekts in Durchsicht eingefärbt.
[0008] Die Begriffe "Farbe", "Färbung" und "Farbeffekt" beziehen sich auch auf unbunte Effekte,
also z. B. Halbton-, Graustufen- oder Schwarz/Weiß-Bilder.
[0009] Das Sicherheitselement kann ein Datenträger, wie beispielsweise ein Sicherheitsfaden,
ein Etikett, ein Transferelement oder ein Sicherheitsdruck sein. Das Substrat kann
als ein beliebiges dünnflächiges Element ausgestaltet sein, in welches ein die Dicke
des Substrats variierendes Wasserzeichen einbringbar ist. Beispielsweise kann das
Substrat ein Papier, insbesondere ein Baumwollpapier, sein. Das Papier kann einen
Anteil x Polymermaterial im Bereich von 0 < x < 100 Gew.-%, bevorzugt 5 < x < 20 Gew.-%,
enthalten. Darüber hinaus kann das Substrat ein Papierfolienverbund oder ein Folienverbund
sein, bei dem das Substrat zwischen zwei Folienlagen eingebettet ist. Das Material
des Substrats ist optional in Bereichen, in denen kein Wasserzeichen vorgesehen ist,
opak, wobei unter opak in Sinne dieser Anmeldung ein Material verstanden wird, welches
maximal 5 %, insbesondere maximal 2 %, des sichtbaren Lichts durchlässt.
[0010] Das Wasserzeichen, das für das Sicherheitselement dieser Erfindung verwendet wird,
ist in Durchsicht durch eine Variation der Dicke des Substrats erkennbar. Das Wasserzeichen
kann bei der Herstellung des Substrats, durch Prägen des Substrats während oder nach
der Herstellung des Substrats oder durch lokale Ablation, insbesondere Laserablation
oder Fräsen, erzeugt werden. Aufgrund der variierenden Dicke des Substrats ergibt
sich ein sich änderndes Volumen pro Flächeneinheit einer Oberfläche des Substrats.
[0011] Die zur Bestrahlung eines Abschnitt des Substrats verwendete bestimmte Strahlung
weist insbesondere eine solche Wellenlänge, Intensität, Fluenz oder Polarisation auf,
sodass sich ein Farbeffekt in dem Substrat einstellt, das heißt, sich das Substrat
einfärbt. Die bestimmte Strahlung kann durch einen einzigen Strahl aufgebracht werden.
Optional ist die Intensität der Strahlung über Ausdehnung des Strahls konstant. In
einer Weiterbildung kann die Ausdehnung des Strahls durch optische Elemente geformt
werden, sodass der Farbeffekt einen bestimmten Umriss aufweist, welcher als ein weiteres
Sicherheitsmerkmal dienen kann. Darüber hinaus ist es möglich, dass der Abschnitt
des Substrats durch Scannen eines Strahls mit im Vergleich zur Flächenausdehnung des
Abschnitts kleiner Ausdehnung, insbesondere eines Laserstrahls, bearbeitet wird.
[0012] Der Abschnitt des Substrats kann jeder beliebige Bereich des Substrats sein. Es ist
jedoch zur Erzeugung eines variierenden Farbeffekts vorgesehen, dass der Abschnitt
mit dem Wasserzeichen überlappt; bei keiner Überlappung des Abschnitts mit dem Wasserzeichen
stellt sich bei einer Bestrahlung mit konstanter Intensität auf einen Bereich des
Substrats mit homogener Dicke ein konstanter Farbeffekt ein. Das Material des Substrats
ist bevorzugt derart ausgestaltet, dass es mit zunehmender Dicke opaker wird, d. h.
immer weniger einfallende Strahlung transmittiert wird, und bei geringer Dicke transluzent
erscheint. Bei Substraten mit einer im Vergleich zu einer Eindringtiefe der bestimmten
Strahlung in das Substrat großen Dicke kann es sein, dass nur eine der Oberfläche
des Substrats nahe Randschicht des Substrats verfärbt wird. Es ist bevorzugt, dass
sich die Dicke des Substrats aufgrund des Wasserzeichens derart ändert, dass die durch
die bestimmte Strahlung verfärbte Randschicht des Substrats in ihrer Dicke variiert
wird.
[0013] In einer Weiterbildung wird zur Erzeugung des Farbeffekts als Substrat ein Papier
verwendet und die laserstrahlungssensitive Substanz absorbiert die bestimmte Strahlung
unter Erzeugung von Wärme derart, dass das Papier karbonisiert wird. Eine Variante
der Karbonisierung besteht in der thermischen Zersetzung von Kohlenwasserstoffen,
welche in dem Papier enthalten sind. Die in dem Papier enthaltenen Stoffe und das
Papier selbst können auch Strahlung unter Erzeugung von Wärme absorbieren, jedoch
ist es bevorzugt, dass zusätzlich bei der herkömmlichen Herstellung des verwendeten
Papiers die laserstrahlungssensitive Substanz hinzugegeben wird, sodass sich die Absorption
der bestimmten Strahlung erhöht und somit lokal eine derartige Wärme erzeugt wird,
dass die Karbonisierung des Papiers induziert wird.
[0014] Ein Beispiel für die laserstrahlungssensitive Substanz ist Titandioxid (TiO
2). Die laserstrahlungssensitive Substanz wird optional derart in dem Papier verteilt,
dass sich eine homogene Verfärbung des Papiers aufgrund der Einstrahlung der bestimmten
Strahlung ergibt. Durch die Karbonisierung wird das Papier in einer Variante schwarz
oder schwärzlich verfärbt; je mehr laserstrahlungssensitive Substanz in dem Papier
vorhanden ist und je stärker die Fluenz und/ oder die Dauer der Bestrahlung auf einem
vorgegebenen Ort ist, desto dunkler verfärbt sich das Papier an der entsprechenden
Stelle. Durch die Variation dieser Parameter können Graustufen in dem Papier erzeugt
werden. Die variierende Dicke sorgt bei homogener Bestrahlung zu einer der Dicke des
Substrats entsprechenden Verfärbung des Substrats.
[0015] In einer anderen Variante wird zu Erzeugung des Farbeffekts als laserstrahlungssensitive
Substanz ein laserstrahlungssensitiver Farbstoff verwendet. Dieser ändert beim Einfallen
der bestimmten Strahlung seine Farbe. Beispielsweise ist der laserstrahlungssensitive
Farbstoff vor dessen Aktivierung farblos, d. h. das Papier besitzt seine natürliche
Farbe, und färbt sich, beispielsweise blau, rot oder grün, ein, wenn das Substrat
mit der bestimmten Strahlung bestrahlt wird. Laserstrahlungssensitive Farbstoffe mit
den oben genannten Eigenschaften sind aus dem Stand der Technik bekannt. Darüber hinaus
können auch laserstrahlungssensitive Farbstoffe verwendet werden, die in einer ersten
Stufe mit Bestrahlung von Laserstrahlung einer ersten Wellenlänge aktiviert werden
und in einer zweiten Stufe mit Bestrahlung von Laserstrahlung mit einer zweiten Wellenlänge
eingefärbt werden. Darüber hinaus kann eine weitere Verfärbung in einer dritten Stufe
mit Laserstrahlung der dritten Stufe erzeugt werden. Solch ein Farbstoff wird beispielsweise
in der
EP 2528742 B1 beschrieben, welche hiermit in die Offenbarung miteinbezogen wird. Mit Hilfe dieses
Farbstoffs lassen sich nicht nur Graustufen, sondern auch Farbeffekte mit unterschiedlichen
Farben erzeugen und somit Farbbilder generieren. Ferner können laserstrahlungssensitive
Farbstoffe verwendet werden, welche nach Bestrahlung mit der bestimmten Strahlung
im Ultravioletten oder Infraroten sichtbar sind. Solche Sicherheitsmerkmale sind dann
nur mit Hilfe technischer Geräte erkennbar.
[0016] Die Einbringung der laserstrahlungssensitiven Substanz kann in einer Variante dadurch
erfolgen, dass die laserstrahlungssensitive Substanz bei der Herstellung des Substrats
mit dessen Ausgangsprodukten vermischt wird. Wird beispielsweise als Substrat Papier
verwendet, kann die laserstrahlungssensitive Substanz beim Stoffauflauf im Trog einer
Papiermaschine zugegeben werden. Das Hinzufügen der laserstrahlungssensitiven Substanz
kann in jedem Verfahrensschritt beim Herstellen des Substrats erfolgen; dies bedeutet,
dass die laserstrahlungssensitive Substanz zugegeben wird, ehe das Substrat fertiggestellt
ist.
[0017] Eine weitere Möglichkeit, die laserstrahlungssensitive Substanz in das Substrat einzubringen,
ist die laserstrahlungssensitive Substanz mit einer Flüssigkeit zu vermischen, mit
welcher das Substrat getränkt wird. Optional wird das Substrat derart mit der Flüssigkeit
getränkt, dass die laserstrahlungssensitive Substanz gleichmäßig in dem Substrat verteilt
ist. Es ist jedoch auch möglich, dass sich ein Gradient hinsichtlich der Verteilung
der laserstrahlungssensitiven Substanz aufgrund des Tränkens in dem Substrat einstellt;
die Dichte der laserstrahlungssensitiven Substanz ist somit an einer Oberfläche des
Substrats höher als in der Mitte oder an der gegenüberliegenden Seite des Substrats.
Ein Gradient in der Dichte der laserstrahlungssensitiven Substanz ist jedoch dann
ohne großen Einfluss, wenn die Änderung der Dichte in den Bereichen, in denen sich
die Dicke des Substrats ändert, gering ist. Beispielsweise wird die laserstrahlungssensitive
Substanz einem Leim zugesetzt, welcher auf das Substrat aufgebracht wird.
[0018] Um die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements weiter zu erhöhen, ist es bevorzugt,
dass die bestimmte Strahlung lediglich auf eine Vorderseite des Substrats derart aufgebracht
wird, dass der Farbeffekt in Aufsicht auf die Vorderseite stärker als in Aufsicht
auf eine Rückseite des Substrats ist. Aufgrund einer gewissen Opazität des Substrats
oder dadurch, dass sich die Opazität des Substrats aufgrund des Farbeffekts erhöht,
ist es bei geeigneter Wahl der Fluenz und/ oder Dauer der Bestrahlung mit der bestimmten
Strahlung möglich, den Farbeffekt auf der Vorderseite stärker auszugestalten als auf
der Rückseite des Substrats. Dies ist darin begründet, dass eine Fluenz der bestimmten
Strahlung in einer zu der Vorderseite des Substrats benachbarten Schicht stärker als
in zu einer Rückseite des Substrats benachbarten Schicht ist. Somit ist der erzeugte
Farbeffekt in der Schicht nahe der Vorderseite höher als in der Schicht nahe der Rückseite.
Folglich ist in Aufsicht auf die Vorderseite der Farbeffekt stärker als in Aufsicht
auf die Rückseite. Auf der Vorder- und Rückseite ist jeweils ein Bild erkennbar, welches
identisch mit dem Graustufenverlauf des Wasserzeichens ist und mit dem Wasserzeichen
in perfekter Passerung steht, da beide Seiten des Substrats mit derselben Bestrahlung
bestrahlt werden. Vorder- und Rückseite können auch als erste und zweite Seite verstanden
werden; sie bezeichnen somit keine bestimmte Seite des Sicherheitselements, sondern
lediglich zwei sich gegenüberliegende Seiten des Substrats.
[0019] Es ist jedoch auch möglich, das Material des Substrats, die laserstrahlungssensitive
Substanz, die Fluenz der bestimmten Strahlung und/ oder die Bestrahlungsdauer mit
der bestimmten Strahlung derart zu wählen, dass das Substrat gleichmäßig entlang seiner
Dicke gefärbt wird. Der auf diese Weise erzeugte Farbeffekt ist somit in Aufsicht
auf die Vorderseite und auf die Rückseite identisch.
[0020] Zur Erzeugung eines weiteren Sicherheitsmerkmals ist es in einer Weiterbildung vorgesehen,
dass eine Fluenz und/ oder eine Bestrahlungsdauer der aufgebrachten bestimmten Strahlung
über das Substrat in einem Muster derart variiert wird, dass das Muster aufgrund der
Stärke des in dem Substrat hervorgehenden Farbeffekts in Aufsicht erkennbar ist. Durch
die lokale Erhöhung der Fluenz und/ oder der Bestrahlungsdauer wird ein stärkerer
Farbeffekt erzeugt, da entweder mehr laserstrahlungssensitive Substanz zu dem Farbeffekt
beiträgt oder die Verfärbung stärker ist. Durch Variation dieser Bestrahlungsparameter
lässt sich somit eine Variation der Verfärbung des Substrats erzeugen.
[0021] Das dabei verwendete Muster kann beispielsweise ein Schriftzug, ein Zeichen, ein
Buchstabe oder dergleichen sein. Beispielsweise wird die bestimmte Strahlung mit einer
ersten Fluenz flächig aufgebracht und im Bereich des Musters eine zweite, stärkere
Fluenz auf das Substrat aufgebracht, sodass sich im Bereich des Musters das Substrat
dunkler verfärbt. Zum Erzeugen des Musters kann die bestimmte Strahlung scannend über
das Substrat geführt werden, wobei durch Veränderung der Scangeschwindigkeit die Bestrahlungsdauer
an einem bestimmten Ort erhöht werden kann, und durch Variation der Intensität oder
durch Veränderung der Fokussierung der bestimmten Strahlung die Fluenz der bestimmten
Strahlung variiert werden kann. Alternativ kann ein Diodenlaser mit einer Zeile aus
Laserlichtquellen verwendet werden.
[0022] Die Variation der Bestrahlungsparameter kann auch derart sein, dass sich Graustufen,
d. h. verschieden starke Verfärbungen, unabhängig von dem Wasserzeichen in dem Substrat
erzeugen lassen. Auf diese Weise ist es möglich, Graustufenbilder in dem Substrat
zu erzeugen. Dieses Graustufenbild kann mit dem Wasserzeichen überlagert sein. Optional
ist es möglich, dass sich das Wasserzeichen und das Graustufenbild zu einem Gesamtbild
ergänzen.
[0023] Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit des Sicherheitselements ist es in einer Weiterbildung
vorgesehen, dass die bestimmte Strahlung lediglich über einem Teilbereich des Wasserzeichens
aufgebracht wird. Beispielsweise wird nur die Hälfte des Wasserzeichens mit der bestimmten
Strahlung bestrahlt. Ferner ist es möglich, dass Ausschnitte des Wasserzeichens gezielt
bestrahlt werden, sodass bestimmte Merkmale des Wasserzeichens in Durchsicht farbig
hervortreten oder sich beim Wechsel von Aufsicht zu Durchsicht die farbigen Bereiche
des Substrats durch das Wasserzeichen zu einem Gesamtbild ergänzen. Ferner ist es
möglich, dass die bestimmte Strahlung flächig aufgebracht wird, wobei die eingefärbte
Fläche nur teilweise mit dem Wasserzeichen überlappt. All die beschriebenen Varianten
haben gemeinsam, dass der aufgebrachte Farbeffekt durch die variierende Dicke aufgrund
des Wasserzeichens variiert ist und exakt im Register mit dem Wasserzeichen steht.
Dabei sind, wie beschrieben, auch Farbbilder möglich.
[0024] In einer Weiterbildung zur Erhöhung der Fälschungssicherheit des Sicherheitselements
ist es vorgesehen, dass wenigstens auf das gesamte Wasserzeichen die bestimmte Strahlung
aufgebracht wird. Bei dieser Ausführungsform ist das Graustufenbild des Wasserzeichens
in Durchsicht und in Aufsicht durch den hervorgehobenen Farbeffekt erkennbar. Darüber
hinaus kann der Umriss der eingefärbten Fläche des Substrats als eine Kontur einer
Person, eines Tieres oder eines Gegenstands gewählt werden. Ferner kann der Umriss
der eingefärbten Fläche eine geometrische Form, beispielsweise ein Viereck, ein Dreieck
oder dergleichen aufweisen.
[0025] Die Aufgabe wird ferner durch ein Sicherheitselement gelöst, welches ein Substrat
umfasst, das ein eine Dicke des Substrats variierendes Wasserzeichen und eine laserstrahlungssensitive
Substanz aufweist. Die laserstrahlungssensitive Substanz ist über die Dicke in einem
Volumen des Substrats verteilt. Ein Abschnitt des Substrats, welcher mit dem Wasserzeichen
überlappt, ist wenigstens in einer Schicht unterhalb einer Vorderseite des Substrats
aufgrund der laserstrahlungssensitiven Substanz eingefärbt, sodass die aufgrund des
Wasserzeichens variierende Dicke eine lokal variierende Stärke der Verfärbung im Register
zu dem Wasserzeichen erzeugt.
[0026] Die in Zusammenhang mit dem Verfahren zur Herstellung des Sicherheitsmerkmals dargelegten
Weiterbildungen, Varianten und Vorteile gelten für das Sicherheitselement analog.
[0027] Die Aufgabe wird außerdem durch ein Sicherheitselement, das nach dem Verfahren, so
wie es oben beschrieben wurde, hergestellt ist und durch ein Wertdokument gelöst,
das ein Sicherheitselement, so wie es oben beschrieben wurde, umfasst.
[0028] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen. Es zeigen:
- Fig. 1a und 1b
- eine Durchsicht durch ein Wertdokument gemäß einer ersten und zweiten Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine Durchsicht durch das Wertdokument gemäß der Ausführungsform von Fig.1a bevor
der Farbeffekt aufgebracht wurde;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Wertdokument gemäß Fig. 1a;
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung durch das Wertdokument entlang der Linie I -I von Fig. 1a;
und
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung gemäß einer weiteren Ausführungsform des Wertdokuments.
[0029] Fig. 1a zeigt einen Ausschnitt eines Wertdokuments 10. Das Wertdokument 10 ist beispielsweise
eine Banknote und umfasst ein Sicherheitselement 12. Das Sicherheitselement 12 weist
ein Substrat 14, ein Wasserzeichen 16 und ein Halbton- oder Graustufenbild 18 auf.
Das Substrat 14 kann aus Papier, insbesondere aus Baumwollpapier, hergestellt sein
und bildet für das Wertdokument 10 und das Sicherheitselement 12 eine einstückige
Einheit. In dem Substrat 14 ist, vorzugsweise gleichmäßig, eine laserstrahlungssensitive
Substanz verteilt, die auf Grund ihrer geringen Größe in Fig. 1 nicht dargestellt
ist. Die laserstrahlungssensitive Substanz kann eine bestimmte Strahlung unter Erzeugung
von Wärme absorbieren, sodass das Substrat 14 karbonisiert wird und sich damit dunkel
verfärbt. Die laserstrahlungssensitive Substanz kann beispielsweise Titandioxid (TiO
2) sein. Darüber hinaus kann die laserstrahlungssensitive Substanz einen laserstrahlungssensitiven
Farbstoff oder Pigmente aufweisen, der sich bei Bestrahlung mit der bestimmten Strahlung
verfärbt.
[0030] Das Wasserzeichen 16 wird in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform durch
zwei Rechtecke mit in Durchsicht unterschiedlicher Helligkeit gebildet. Dies ist insbesondere
in Fig. 2 ersichtlich, in der das Halbton- oder Graustufenbild 18 noch nicht vorgesehen
ist. Das Wasserzeichen 16 kann beispielsweise durch Prägen vor oder nach der Herstellung
des Substrats 14 oder durch Laserablation oder durch Fräsen eingebracht werden. Wie
dies insbesondere in Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, weist das Substrat 14 im Bereich
des Wasserzeichens 16 eine geringere Dicke d1 auf als im Bereich des Substrats 14,
in dem kein Wasserzeichen 16 vorgesehen ist; dort hat das Substrat 14 die Dicke d2.
Das in Durchsicht erkennbare Wasserzeichen 16 ergibt sich durch eine veränderte Dicke
des Substrats 14, wodurch die Transluzenz des Substrats 14 lokal verändert wird. Das
Wasserzeichen 16 kann neben der in Fig. 2 gezeigten zweistufigen Ausbildung mit einer
rechteckigen Kontur jede Form- und Dickenvariation, wie es aus dem Stand der Technik
bekannt ist, aufweisen.
[0031] Zu Erzeugung des Halbton- oder Graustufenbilds 18 wird auf einen in Fig. 3 gezeigten
Abschnitt 20 des Substrats 14 die bestimmte Strahlung homogen aufgebracht. Der Abschnitt
20 überlappt teilweise, in Fig. 3 die linken, weniger dicht schraffierten Bereiche,
mit dem Wasserzeichen 16. Aufgrund der bestimmten Strahlung verfärbt sich das Substrat
14. Je nach Dicke d1, d2 des Substrats 14 in dem Abschnitt 20 ist das Volumen pro
Fläche einer Vorderseite des Sicherheitselements 12, das eingefärbt wird, unterschiedlich.
Aufgrund des unterschiedlichen eingefärbten Volumens ergibt sich eine unterschiedlich
starke Verfärbung des Substrats 14 in dem Abschnitt 20, wie dies in Fig. 3 durch die
unterschiedlich dichte Schraffur zu erkennen ist. Hat das Substrat 14 die Dicke d2
- die größte Dicke - ergibt sich dort die dunkelste Verfärbung, wie dies durch die
Schraffuren angedeutet ist. Hat das Substrat 14 die gegenüber der Dicke d2 geringere
Dicke d1, ergibt sich eine weniger starke Färbung. Ist die Dicke des Substrats 14
dünner als die Dicke d1, ergibt sich eine noch hellere Verfärbung. Ein Teil des Wasserzeichens
16 ist somit in Aufsicht durch die Verfärbung hervorgerufene Farbe in dem Halbton-
oder Graustufenbild 18 erkennbar, wie dies in Fig. 3 erkennbar ist. Das Halbton- oder
Graustufenbild 18 kann in seiner Form beliebig ausgestaltet sein. In Fig. 1a gezeigten
Variante bedeckt das Halbton- oder Graustufenbild 18 nur einen Teil des Wasserzeichens
16.
[0032] In der in Fig. 1a gezeigten Durchsicht ist das Wasserzeichen 16 und das Halbton-
oder Graustufenbild 18 erkennbar. Das Wasserzeichen 16 ist im Bereich des Abschnitts
20 eingefärbt, wobei sich die Verfärbung nach der Dicke des Substrats 14 an der jeweiligen
Stelle richtet; in Fig. 1a sind die unterschiedlichen Schattierungen durch die Dichte
der Schraffuren schematisch dargestellt.
[0033] Eine weitere Ausführungsform des Wertdokuments 10 und damit des Sicherheitselements
12 ist in Fig. 1b gezeigt. Das Sicherheitselement 12 stimmt mit dem Sicherheitselement
12 in Fig. 1a überein, nur dass zusätzlich ein Muster 22 eingebracht wurde. Dieses
Muster 22 zeigt den Umriss eines Halbmondes, kann jedoch auch jede andere Form, wie
beispielsweise einen Schriftzug, einen Buchstaben oder eine Zahl, umfassen. Das Muster
22 entsteht dadurch, dass die Fluenz der bestimmten Strahlung oder die Verweildauer
der bestimmten Strahlung in dem Bereich des Musters 22 größer ist, sodass sich das
Substrat 14 im Bereich des Musters 22 stärker verfärbt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Verfärbung derart stark, dass die Dicke des Substrats 14 keinen Einfluss auf
die Verfärbung des Substrats 14 hat. Das Muster 22 ist somit über dem Wasserzeichen
16, d. h. bei dem Substrat 14 mit der Dicke d1, gleich verfärbt wie bei dem Substrat
14 mit der Dicke d2. Es ist jedoch auch möglich, dass die Fluenz und die Bestrahlungsdauer
derart gewählt werden, dass das Muster 22 gegenüber dem übrigen eingefärbten Bereich
einen stärkeren Farbeffekt zeigt, jedoch gleichzeitig eine Variation des Farbeffekts
abhängig von der Dicke des Substrats 14 zeigt.
[0034] Die Fluenz und/ oder die Bestrahlungsdauer der bestimmten Bestrahlung können/kann
so gewählt werden, dass, wie in Fig. 4 gezeigt, das Substrat 14 in dem Abschnitt 20,
in dem die bestimmte Strahlung eingestrahlt wurde, gleichmäßig eingefärbt ist. Jedoch
können/kann die Fluenz und/oder die Bestrahlungsdauer derart gewählt werden, dass
sich je nach Tiefe in dem Substrat 14 unterschiedliche Verfärbungen des Substrats
14 einstellen, wie dies schematisch in Fig. 5 gezeigt ist. Dies liegt darin begründet,
dass das Substrat 14 eine eigene Opazität haben kann oder aufgrund der bereits eingefärbten
laserstrahlungssensitiven Substanz sich die Opazität des Substrats 14 erhöht, wodurch
die Verfärbung auf der Seite des Substrats 14, auf der die Strahlung eintritt, stärker
ist als auf der gegenüberliegenden Seite des Substrats 14. Auf diese Weise kann das
Halbton- oder Graustufenbild 18 auf einer Vorderseite des Substrats 14 dunkler eingefärbt
sein als auf einer Rückseite des Substrats 14. Dies stellt ein weiteres Sicherheitsmerkmal
des Sicherheitselements 12 dar.
[0035] Der in Fig. 5 gezeigte stufige Verlauf der Verfärbung in Abhängigkeit von der Dicke
des Substrats 14 kann jedoch auch graduell sein. Darüber hinaus kann sich ein wie
in Fig. 5 gezeigter Verlauf der Verfärbung abhängig von der Dicke auch dadurch einstellen,
dass das Substrat 14 mit einer Flüssigkeit, welche die laserstrahlungssensitive Substanz
enthält, getränkt wird. Hier ist es möglich, dass sich die Dichte der laserstrahlungssensitiven
Substanz abhängig von der Dicke d1, d2 einstellt, da durch die Tränkung die Dichte
der laserstrahlungssensitiven Substanz nicht homogen ist, sondern von einem Abstand
zu der Oberfläche abhängt. Wird das Substrat 14 mit - auch in seiner Dicke - homogener
bestimmter Strahlung bestrahlt, stellt sich aufgrund der sich ändernden Dichte der
laserstrahlungssensitiven Substanz der in Fig. 5 schematisch angedeutete Verfärbungsverlauf
ein.
1. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements (12), umfassend die Schritte:
- Bereitstellen eines Substrats (14), welches ein eine Dicke (d1, d2) des Substrats
(14) variierendes Wasserzeichen (16) und eine laserstrahlungssensitive Substanz aufweist,
und
- Bestrahlen eines Abschnitts (20) des Substrats (14), welcher mit dem Wasserzeichen
(16) überlappt, mit bestimmter Strahlung,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die laserstrahlungssensitive Substanz über die Dicke (d1, d2) in einem Volumen des
Substrats (14) verteilt ist, so dass ein Farbeffekt im Register zu dem Wasserzeichen
(16) erzeugt wird, wobei die aufgrund des Wasserzeichens (16) variierende Dicke (d1,
d2) eine lokal variierende Stärke des Farbeffekts erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Substrat (14) ein Papier verwendet wird und die laserstrahlungssensitive Substanz
die bestimmte Strahlung unter Erzeugung von Wärme derart absorbiert, dass das Papier
karbonisiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als laserstrahlungssensitive Substanz ein laserstrahlungssensitiver Farbstoff verwendet
wird.
4. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die laserstrahlungssensitive Substanz bei der Herstellung des Substrats (14) mit
dessen Ausgangsprodukten vermischt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die laserstrahlungssensitive Substanz mit einer Flüssigkeit vermischt wird, mit welcher
das Substrat getränkt wird.
6. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bestimmte Strahlung lediglich auf eine Vorderseite des Substrats (14) derart
aufgebracht wird, dass der Farbeffekt in Aufsicht auf die Vorderseite stärker als
in Aufsicht auf eine Rückseite des Substrats (14) ist.
7. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fluenz und/ oder eine Bestrahlungsdauer der aufgebrachten bestimmten Strahlung
über das Substrat (14) in einem Muster derart variiert wird, dass das Muster aufgrund
der Stärke des in dem Substrat (14) hervorgerufenen Farbeffekts in Aufsicht erkennbar
ist.
8. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bestimmte Strahlung lediglich über einem Teilbereich des Wasserzeichens (16)
aufgebracht wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf das gesamte Wasserzeichen (16) die bestimmte Strahlung aufgebracht wird.
10. Sicherheitselement, umfassend
- ein Substrat (14), welches ein eine Dicke (d1, d2) des Substrats (14) variierendes
Wasserzeichen (16) und eine laserstrahlungssensitive Substanz aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die laserstrahlungssensitive Substanz über die Dicke (d1, d2) in einem Volumen des
Substrats (14) verteilt ist und
- ein Abschnitt (20) des Substrats (14), welcher mit dem Wasserzeichen (16) überlappt,
wenigstens in einer Schicht unterhalb einer Vorderseite des Substrats (14) aufgrund
der laserstrahlungssensitiven Substanz eingefärbt ist, so dass die aufgrund des Wasserzeichens
(16) variierende Dicke (d1, d2) eine lokal variierende Stärke der Verfärbung im Register
zu dem Wasserzeichen (16) erzeugt.
11. Sicherheitselement, das nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 9 hergestellt
ist.
12. Wertdokument, umfassend ein Sicherheitselement (12) gemäß Anspruch 10 oder 11.