[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen verschiebbaren Radfreiheber an einer Hebebühne
zum Anheben von Kraftfahrzeugen und eine Hebebühne mit einem solchen Radfreiheber.
Über einen Radfreiheber ist es dabei möglich, ein Fahrzeug anzuheben, um die Räder
des Fahrzeugs frei zu heben.
[0002] Ein Radfreiheber ist beispielsweise in der
DE 10 2013 219 471 A1 beschrieben. Der Radfreiheber ist dabei auch auf einer Hebevorrichtung fixiert. Der
Radfreiheber kann dabei in eine angehobene Position und in eine eingefahrene Position
bewegt werden. Zum Entlasten der Räder eines Fahrzeugs, welches auf der Hebevorrichtung
positioniert ist, können die Radfreiheber in die angehobene Position versetzt werden,
um so die Räder des Fahrzeugs zu entlasten. Das Anheben des Radfreihebers erfolgt
dabei über einen Hydraulikaktuator, welcher fest mit der Hebevorrichtung verbunden
ist.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Radfreiheber bereitzustellen,
um insbesondere einen Radfreiheber so auszubilden, dass eine Vielzahl von verschiedenen
Fahrzeugen angehoben werden kann und somit die Flexibilität des Radfreihebers erhöht
wird. Zudem ist es eine Aufgabe, eine Hebebühne mit einem Radfreiheber derart auszugestalten,
dass ein flexibler Einsatz für verschiedene Fahrzeuge möglich wird. Die Aufgaben der
Erfindung werden gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Bevorzugte Weiterentwicklungen
der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen beschrieben.
[0004] Der Radfreiheber für eine Hebebühne zum Anheben von Kraftfahrzeugen kann mit einem
Lastaufnahmeelement, welches eine Auflagefläche zur Aufnahme einer Last aufweist,
ausgestattet sein. Zudem können Stützelemente, welche mit dem Lastaufnahmeelement
in Verbindung stehen, vorgesehen sein. Der Radfreiheber kann zudem zumindest ein Lagerelement
aufweisen. Die Stützelemente können das Lastaufnahmeelement abstützen und das Lastaufnahmeelement
kann zumindest von einer ersten Position in eine zweite Position bewegbar sein, wobei
das Lagerelement dazu eingerichtet ist, den Radfreiheber beweglich entlang einer Fahrfläche
einer Hebebühne zu lagern. Durch diese Ausgestaltung ist es möglich, dass das Lastaufnahmeelement,
welches mit dem anzuhebenden Fahrzeug kontaktiert wird, und welches über die Stützelemente
abgestützt wird, durch Verwendung des Lagerelements beweglich entlang der Fahrfläche
der Hebebühne verfahren werden können. Somit ist es möglich, Fahrzeuge mit verschiedenen
Anhebepunkten über den Radfreiheber anzuheben. Abhängig von der Position der Hebepunkte
des Fahrzeugs, kann der Radfreiheber entlang der Lagerelemente zu den Hebepunkten
bewegt werden, so dass ein Anheben des Fahrzeugs erfolgen kann. Der Radfreiheber ist
dabei besonders geeignet für eine Hebebühne gemäß
DE 10 2009 002 613 A1.
[0005] Der Radfreiheber kann ein Lastaufnahmeelement umfassen, das eine Platte ist und Stützelemente
umfassen, die einander gegenüberliegend an der Platte angeordnet sind. Um einen besonders
flexiblen Radfreiheber bereitzustellen, kann die Kontaktierung über das Lastaufnahmeelement
mit dem Fahrzeug erfolgen, wobei das Lastaufnahmeelement eine Platte ist und somit,
anders als bei kugelförmigen Lastaufnahmeelementen, eine Vielzahl von verschiedenen
Lastangriffspunkten von verschiedenen Fahrzeugen kontaktierbar sind. Der Radfreiheber
kann somit flexibel für verschiedene Arten von Fahrzeugen eingesetzt werden. Da die
Stützelemente einander gegenüberliegend an der Platte angeordnet sind, um die Platte,
welches das Lastaufnahmeelement ist, abzustützen, bzw. dessen aufgenommenen Kräfte
zu übertragen, kann das Lastaufnahmeelement direkt über der Fahrfläche der Hebebühne
positioniert werden, ohne dass die Fahrfläche der Hebebühne selbst umgestaltet werden
müsste, so dass ein Überfahren der Fahrplatte vom Fahrzeug problemlos möglich ist.
Dies ist insbesondere möglich, wenn die Stützelemente einander gegenüberliegend am
Lastaufnahmeelement angeordnet sind und seitlich über das Lagerelement an der Fahrfläche
befestigt sind.
[0006] Der Radfreiheber kann eine Führung aufweisen, welche im Bereich einer Fahrfläche
einer Hebebühne fixierbar ist und das Lagerelement entlang der Führung beweglich gelagert
ist. Durch Fixieren einer Führung an den Fahrflächen oder im Bereich der Fahrflächen
der Hebebühne, ist es möglich den Radfreiheber über die Lagerelemente entlang der
Führung zu bewegen. Somit kann der Radfreiheber entlang der Führungen an der Fahrfläche
entlang verschoben werden. Das Vorsehen der Führung an einer Fahrfläche der Hebebühne
hat zudem den Vorteil, dass bei mehrspurigen Fahrzeugen die Radfreiheber voneinander
unabhängig bewegt werden können.
[0007] Die Führung kann eine Schiene sein. Eine besonders robuste Realisierungsmöglichkeit
der Führung ist eine Schiene, in der das Lagerelement eingreift. Somit kann der Radfreiheber
über das Lagerelement entlang der Schiene, welche im Bereich der Fahrfläche (insbesondere
an gegenüberliegenden Seiten) der Hebebühne fixiert ist, verschoben werden. Die Schiene
kann mit einer Seitenfläche der Fahrfläche der Hebebühne fest verbunden sein.
[0008] Der Radfreiheber kann einen Aktuator zum Anheben und Absenken der Auflagerflächen
aufweisen. Somit ist es möglich, den Radfreiheber einerseits flexibel zu positionieren
und andererseits die für das Anheben und Absenken notwendigen Kräfte direkt über einen
Aktuator, welcher am Radfreiheber angebracht ist, zu erzeugen. Vorteilhaft kann der
Aktuator zudem mitbewegbar mit dem Radfreiheber sein, entlang der Fahrfläche.
[0009] Der Radfreiheber kann erste und zweite Stützelemente aufweisen und erste und zweite
Lagerelemente, welche voneinander beabstandet sind. Die Stützelemente können jeweils
mit dem Lastaufnahmeelement und dem ersten oder zweiten Lagerelement des Radfreihebers
in Verbindung stehen. Durch diese vorteilhafte Art und Weise der Lagerung des Radfreihebers
über zwei Bereiche, in denen die Stützelemente mit den jeweiligen Lagerelementen angeordnet
sind, ist es möglich, das Lastaufnahmeelement mit der Auflagerfläche an zwei verschiedenen
Seiten zu lagern, so dass auch Momente durch den Radfreiheber aufgenommen werden können.
Somit wird durch diese Ausgestaltung ein flexibler Radfreiheber bereitgestellt, welcher
auch ein nötiges Maß an Robustheit aufweist. Insbesondere können die Lagerelemente
in jeweiligen Schienen an den gegenüberliegenden länglichen Seiten der Fahrfläche
fixiert sein und über die den Lagerelementen zugeordneten Stützelementen kann die
Kontaktierung des Lastaufnahmeelements erfolgen, welches bevorzugt auch an zwei gegenüberliegenden
Seiten mit den Stützelementen kontaktiert ist. Durch diese Ausgestaltung wird eine
Auflagefläche erreicht, welche sich über die Fahrfläche der Hebebühne bewegen kann
entlang der Längsrichtung der Fahrfläche.
[0010] Die Lagerelemente können entlang von Lagerschienen einer Hebebühne anbringbar sein
und somit wird ein besonders flexibler und einfacher Radfreiheber realisiert.
[0011] Die Stützelemente können Scherenhebel aufweisen und die Scherenhebel können einen
Scherenheber bilden. Zum Abheben und Absenken der Auflagerfläche kann der Scherenheber
durch einen Aktuator betätigt werden. Durch die Ausgestaltung der Stützelemente als
Scherenheber, ist es möglich, mit dem Radfreiheber auch Fahrzeuge mit höheren Gewichten
anzuheben, so dass der Radfreiheber noch flexibler einsetzbar ist.
[0012] Der Radfreiheber kann bei einer einzelnen Fahrfläche an einer Hebebühne befestigbar
sein zum Anheben von einspurigen Kraftfahrzeugen.
[0013] Die Lagerelemente des Radfreihebers können einander gegenüberliegend an Führungen
angebracht sein. Durch das Anbringen an gegenüberliegenden Führungen, ist die Bereitstellung
eines flexiblen Radfreihebers, welcher auch eine hohe Stabilität aufweist, möglich.
Insbesondere können dadurch Momente besser aufgenommen werden, als bei einfacher Lagerung
an einer einzigen Führung.
[0014] Die Lagerelemente des Radfreihebers können Rollen sein zum Eingreifen in die Führungsfläche
(insbesondere Schienen) an einer Hebebühne. Durch diese Ausgestaltung ist es auf einfache
Weise möglich, den Radfreiheber entlang der Führungsflächen der Hebebühne zu verschieben,
wobei vorteilhaft die Führungsflächen entlang der Fahrflächen der Hebebühne vorliegen.
[0015] Der Radfreiheber kann von einer ersten Position in eine zweite Position bewegt werden
und umgekehrt. Die erste Position ist dabei ein eingefahrener Zustand des Lastaufnahmeelements,
wobei das Lastaufnahmeelement eine überfahrbare Fahrplatte ist. Das Lastaufnahmeelement
als überfahrbare Fahrplatte ist derart ausgestaltet, dass im eingefahrenen Zustand
die Fahrplatte von einem Reifen eines Kraftfahrzeugs überfahrbar an einer Fahrfläche
einer Hebebühne angeordnet werden kann. Der Radfreiheber kann somit problemlos überfahren
werden, was einen besonders flexiblen Einsatz des Radfreihebers ermöglicht, wenn dieser
an einer Fahrfläche einer Hebebühne angebracht ist. Das Ausgestalten als überfahrbare
Fahrplatte ermöglicht zudem ein Überfahren dieser Platte mit einem Fahrzeug, so dass
hier gefordert ist, dass die Stärke der Platte eine bestimmte Dicke nicht überschreitet
(insbesondere ist die Dicke der Platte kleiner als 15 cm), bei der ein Überfahren
nicht mehr möglich wäre.
[0016] Der Radfreiheber kann entlang zweier voneinander unterschiedlicher Achsen beweglich
sein. Entlang einer ersten Achse kann der Radfreiheber zwischen der ersten Position
und der zweiten Position bewegbar sein, zum Anheben der Auflagerfläche bzw. zum Absenken
der Auflagerfläche. Entlang der zweiten Achse kann der Radfreiheber verschieblich
angeordnet sein, wobei diese Achse bevorzugt entlang der Fahrfläche einer Hebebühne
angeordnet ist. Bevorzugt kann die erste Achse orthogonal auf die zweite Achse sein.
[0017] Zur Erleichterung der Überfahrt eines Fahrzeugs kann das Lastaufnahmeelement keilförmige
Endabschnitte aufweisen. Die Dicke der Platte kann in den keilförmigen Endbereichen
stetig abnehmen, so dass eine gleichmäßige Überfahrt eines Fahrzeugreifens über das
Lastaufnahmeelement ermöglicht wird.
[0018] Das Lastaufnahmeelement kann zudem verlängerbar ausgestaltet sein (die Länge des
Lastaufnahmeelements kann veränderlich gestaltet sein). Dazu kann das Lastaufnahmeelement
Auszüge aufweisen, welche eine Vergrößerung der Auflagerfläche ermöglichen.
[0019] Das Lastaufnahmeelement kann als Aufnahmeplatte ausgestaltet sein, deren Breite im
Wesentlichen der Breite der Fahrfläche der Hebebühne entspricht. Somit kann die Fahrfläche
auch von Fahrzeugen mit nur dünnem Reifenquerschnitt problemlos überfahren werden,
da die Aufnahmeplatte die gleiche Breite wie die Fahrfläche aufweist.
[0020] Die Lagerelemente können als Teil einer Gleitlagerung ausgestaltet sein. Dadurch
ist es möglich, dass die Lagerelemente entlang einer Führung, welche beispielsweise
als Gegenstück der Gleitlagerung ausgestaltet ist, entlanggleiten können. Dies gewährleistet
ein einfaches und flexibles Verschieben des Radfreihebers.
[0021] Aufnahmeelemente zur Aufnahme einer Spindel an den Stützelementen können vorgesehen
sein. Die Stützelemente können einander gegenüberliegend am Lastaufnahmeelement angeordnet
sein und die Stützelemente können jeweils obere und untere Scherenhebel aufweisen
zur Ausbildung eines Doppelscherenhebers. Dadurch kann ein flexibler Radfreiheber
bereitgestellt werden, welcher besonders robust ist. Über die Spindel kann ein Bewegen
des Radfreihebers entlang der Fahrfläche einer Hebebühne bewirkt werden. Die Lagerung
des Radfreihebers erfolgt dabei über die Lagerelemente. Über die Aufnahme der Spindel
ist es zudem möglich, den Radfreiheber in die erste Position bzw. in die zweite Position
zu bringen. Somit ist es möglich über die Spindel sowohl das Ausfahren und Einfahren
des Radfreihebers, als auch die Längsposition des Radfreihebers anzusteuern.
[0022] Eine Hebebühne zum Anheben von Lasten und insbesondere Kraftfahrzeugen, kann eine
Fahrfläche zum Aufnehmen einer Last aufweisen, ein Hubelement zum Anheben und Absenken
der Fahrfläche und einen entlang der Fahrfläche verschieblichen Radfreiheber, wie
er zuvor beschrieben wurde. Durch eine solche Hebebühne kann ein flexibler und schneller
Einsatz der Hebebühne ermöglicht werden.
[0023] Die Hebebühne kann zwei Fahrflächen aufweisen, wobei an jeder Fahrfläche jeweils
ein verschieblicher Radfreiheber angeordnet sein kann, wobei die Radfreiheber unabhängig
voneinander verschieblich sein können. Durch diese besonders vorteilhafte Anordnung
wird eine besonders hohe Flexibilität erreicht, da mit einer solchen Anordnung auch
Fahrzeuge mit asymmetrischen Anhebepunkten problemlos vom Radfreiheber freigehoben
werden können.
[0024] Die Auflagerfläche kann mit Granulat beschichtet sein. Dies ermöglicht ein sicheres
und einfaches Anheben bzw. Kontaktieren mit dem Fahrzeug.
[0025] Das Lastaufnahmeelement kann ausziehbare Verlängerungen aufweisen zur Verlängerung
der Auflagerfläche. Bevorzugt lassen sich die Auszugsplatten stufenlos ausziehen.
[0026] Der Radfreiheber kann zudem für eine mobile Hebebühne vorgesehen sein. Dies ermöglicht
ein sehr flexibles Aufstellen der Hebebühne in der Werkstatt bzw. ein temporäres Einrichten
eines weiteren Arbeitsplatzes in Spitzenzeiten.
[0027] Der Radfreiheber kann als in der Fahrfläche der Hebebühne integrierter Scherenheber
ausgestaltet sein. Dies ermöglicht einen besonders kompakten Aufbau und einen flexiblen
Einsatz der Hebebühne.
[0028] Zudem kann die Hebebühne als Kraftfahrzeugprüfsystem bzw. als Teil davon ausgestaltet
sein. Ein Kraftfahrzeugprüfsystem kann eine erste Hebevorrichtung zum Anheben eines
Kraftfahrzeugs aufweisen und eine Rollenprüfeinrichtung, die zumindest eine positionierbare
bzw. eine verfahrbare Rolle aufweisen kann. Ferner kann ein zu prüfendes Fahrzeug
mittels der ersten Hebevorrichtung zumindest soweit anhebbar sein, dass Räder des
Kraftfahrzeugs zumindest teilweise entlastet sein können. Eine Rolle kann derart positionierbar
sein, dass sie in den Kontakt mit zumindest einem der entlasteten Räder des Kraftfahrzeugs
bringbar sein kann. Durch Bereitstellung der ersten Hebevorrichtung (=Radfreiheber),
ist somit eine Analyse des Kraftfahrzeugs im Kraftfahrzeugprüfsystem möglich. Durch
Ausgestaltung des Radfreihebers als verschiebbarer Radfreiheber, wie bereits beschrieben,
lässt sich die Flexibilität des Kraftfahrzeugprüfsystems weiter erhöhen, da verschiedenste
Arten von Fahrzeugen überprüft werden können. Die Hebeeinrichtung kann derart eingerichtet
sein, dass ein Kraftfahrzeug derart von dem Werkstattboden oder einem Grubenboden
angehoben werden kann, dass die Räder zumindest teilweise von dem Eigengewicht des
Kraftfahrzeugs entlastet sind. Die Hebeeinrichtung ist für bevorzugt eine Scherenhebebühne,
eine Hubstempelbühne oder eine Säulenhebebühne.
[0029] Der Radfreiheber kann auf einer zweiten Hebevorrichtung angeordnet sein, wobei die
zweite Hebevorrichtung zumindest eine Fahrfläche zum Aufnehmen des zu prüfenden Kraftfahrzeugs
und zumindest einem Hubmittel zum Anheben der Fahrfläche aufweist. Die zweite Hebevorrichtung
ist dabei bevorzugt eine Scherenhebebühne, die auf den Fahrflächen montierte Radfreiheber
aufweist. Rollen zur Durchführung von Funktionsprüfungen können bevorzugt an einer
Oberfläche der Fahrflächen hin zu den Rädern verfahrbar sein.
[0030] Die Hebebühne zum Anheben von Kraftfahrzeugen kann zwei Hubelemente umfassen, wobei
jedes Hubelement mindestens einen sich kreuzenden und an seinem Kreuzungspunkt über
ein Schwenklager verbundenen Scherenhebel aufweisen kann, welcher unten zumindest
mit einem Schenkel an einer Bodenbefestigung schwenkbar gelagert ist und oben über
weitere Hebel ein Trageelement zur Aufnahme der Last trägt. Jedes Hubelement kann
zumindest einen hydraulischen Zylinder aufweisen, welcher derart mit dem Scherenhebel
zusammenwirkend angeordnet ist, dass mittels des hydraulischen Zylinders der Scherenhebel
nach oben und nach unten verschwenkbar ist. Die Hebebühne kann zumindest eine elektrische
Hydraulikpumpe umfassen, welche mit mindestens einem hydraulischen Zylinder derart
verbunden ist, dass der hydraulische Zylinder durch die Hydraulikpumpe wahlweise mit
Druck beaufschlagt wird und dadurch aus- und einfahrbar ist.
[0031] Mit anderen Worten kann eine Hebevorrichtung bereitgestellt werden zum Heben von
Gegenständen, wie beispielsweise Fahrzeugen mit zumindest einer Haupthubeinheit, zumindest
einer Zusatzhubeinheit, wobei die Zusatzhubeinheit derart an der Haupthubeinheit angeordnet
ist, dass mit der Zusatzhubeinheit eine Haupthubhöhe der Hebebühne auf eine Gesamthubhöhe
verlängerbar ist. Eine Steuereinheit zur Steuerung der Haupthubeinheit und der Zusatzhubeinheit,
ermöglicht über entsprechende Stellglieder ein Umschalten von der Haupthubeinheit
zur Zusatzhubeinheit. Die Zusatzhubeinheit kann dabei ein Radfreiheber sein, wie er
oben beschrieben ist. Weiterhin kann eine Messeinheit vorgesehen sein, mit der die
Gesamthubhöhe, die sich aus der Summe der Haupthubhöhe der Haupthubeinheit und der
Hubhöhe der Zusatzhubeinheit ergibt, gemeinsam erfassbar ist. Somit wird eine flexibel
einsetzbare Hebevorrichtung bereitgestellt.
[0032] Die Hubeinheiten können hydraulisch und/oder elektrisch betätigt werden.
[0033] Die Lagerelemente können als Linearführungen ausgestaltet sein, welche an der Fahrschiene
der Hebebühne befestigt sind. Die besonders vorteilhaften Laufeigenschaften der Linearführung
ermöglichen ein flexibles und schnelles Bewegen des Radfreihebers an die gewünschte
Stelle der Fahrfläche der Hebebühne. Die Linearführung kann dabei eine Profilschienenführung
mit einer Kugelkette sein. Alternativ ist auch eine Profilschienenführung mit Rollenkette
oder eine vollkugelige Linearführung möglich. Die Stützelemente können zudem über
eine Führungskette entlang der Fahrfläche der Hebebühne bewegt werden. Die Lagerung
erfolgt dabei wiederum über die Lagerelemente.
[0034] Die Radfreiheber können zudem automatisch in die nötige Position bewegt werden, basierend
auf der Angabe der Fahrzeugdaten in eine Steuereinheit. Somit ist ein automatisches
Positionieren der Radfreiheber ermöglicht.
[0035] Ein Verfahren zum Positionieren eines zuvor beschriebenen Radfreihebers kann die
Schritte umfassen: Eingabe (Erfassung) der Fahrzeugdaten in eine Steuervorrichtung
zum Ansteuern der Radfreiheber; automatische (eigenständige) Positionierung der Radfreiheber
basierend auf den eingegebenen Fahrzeugdaten. Dies ermöglicht ein besonders effizientes
Ansteuern.
[0036] Eine vorteilhafte Hebebühne kann an jeder Fahrfläche zwei verschiebbare Radfreiheber
(wie oben beschrieben) aufweisen, um einen besonders flexibler Einsatz der Hebebühne
zu ermöglichen.
[0037] Vorteilhafte Ausgestaltungen und weitere Details der vorliegenden Erfindung werden
im Folgenden anhand verschiedener Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die schematischen
Figuren beschrieben.
- Figur 1:
- zeig ein Beispiel der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2:
- zeigt die Radfreiheber in einer verschobenen Position bei einem weiteren Radstand;
- Figur 3:
- zeigt eine mögliche Ausgestaltung des Radfreihebers;
- Figur 4:
- zeigt eine weitere Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung;
- Figur 5:
- zeigt die Radfreiheber in einer verschobenen Position.
[0038] In Figur 1 sind verschiebliche Radfreiheber dargestellt, welche beispielsweise an
einer Doppelscherenhebebühne vorgesehen sind. Die Doppelscherenhebebühne weist eine
längliche Fahrfläche 11 (Fahrbahn) auf, auf der das anzuhebende Fahrzeug mit den Reifen
R1, R2 platziert wird. In der Ansicht in Figur 1 ist lediglich eine Seite der Hebebühne
dargestellt, um eine übersichtlichere Darstellung zu ermöglichen. Zum Anheben von
zweispurigen Fahrzeugen weist die Hebebühne somit auch noch eine weitere Fahrbahn
11 auf, welche die weiteren Räder des Fahrzeugs aufnimmt.
[0039] Die Doppelscherenhebebühne kann jedoch auch als einfache Scherenhebebühne ausgestaltet
sein. Die Radfreiheber 2, welche die Auflagerfläche 21 und das Lastaufnahmeelement
20 umfassen, sind über der Fahrfläche 11 angeordnet. Der Radfreiheber 2 wird durch
den Motor M angetrieben. In der dargestellten Ausführungsform umfasst jeder Radfreiheber
zwei Motoren M (Antriebe), ohne dass eine mechanische Koppelung zwischen den zwei
Radfreihebern vorliegt. Sie sind somit unabhängig voneinander verschieblich.
[0040] Die Synchronisation der Radfreiheber zueinander erfolgt vorzugsweise über einen Inkrementalgeber.
Die Radfreiheber sind zudem frei entlang der gesamten Länge der Fahrtfläche (entlang
der Führungsschiene) verschiebbar. Vorteilhaft können die Radfreiheber 2 auch mit
Aufnahmen und Auszügen versehen werden, um fahrzeugspezifische Anforderungen flexibel
zu erfüllen.
[0041] Die Antriebe der Radfreiheber 2 sind beidseitig an den Fahrflächen 11 angebracht.
Das Verschieben der Radfreiheber 2 erfolgt entlang der Lagerschiene L1, welche einseitig
oder bevorzugt beidseitig an der Fahrfläche 11 vorliegt. Das Fixieren der Radfreiheber
2 an der Fahrfläche 11 kann manuell durch mechanisches Fixieren oder automatisch erfolgen.
Auch ein automatisches Fixieren durch die Eigenlast des Fahrzeugs ist möglich, durch
die resultierende Haltekraft auf der Fahrfläche 11. Die Lagerung der Führung (Auflagerollen)
kann bevorzugt derart gestaltet sein, dass diese bei Belastung nachgibt und dadurch
ein Fahren/Gleiten entlang der Führung nicht mehr möglich ist, da der Radfreiheber
2 auf der Fahrfläche aufliegt.
[0042] Die Lagerung des Radfreihebers 2 erfolgt über die Lagerschiene L1 und den Lagerblock
L2. Der Radfreiheber 2 kann entlang der Lagerschiene L1 bewegt werden, wobei die Kräfte,
die über die Auflagerfläche in den Radfreiheber 2 aufgenommen werden, über die Lagerschiene
L1 und den Lagerblock L2 an die Hebebühne weitergegeben werden.
[0043] Die Doppelscherenhebebühne weist einen unteren Scherenhebelmechanismus und einen
oberen Scherenhebelmechanismus auf. Die Verwendung einer solchen Doppelscherenhebebühne
ist besonders vorteilhaft bei sehr schweren Fahrzeugen, wie beispielsweise Lastkraftwagen.
Das auf der Doppelscherenhebebühne platzierte Fahrzeug mit den Reifen R1, R2 kann
über die beiden Radfreiheber 2 angehoben werden. Abhängig von der Position der Kontaktierungspunkte
des Fahrzeugs, ist es möglich die Radfreiheber entlang der Fahrbahn 11 (Fahrflächen)
der Doppelscherenhebebühne zu bewegen.
[0044] Zum Anheben des Fahrzeugs kann einerseits die Doppelscherenhebebühne angehoben werden
und weiter zum Freiheben der Räder des Fahrzeugs (der Räder R1, R2) können die Radfreiheber
2 über die Spindel angesteuert werden, so dass ein Anheben des Fahrzeugkörpers möglich
wird und die Räder des Fahrzeugs R1, R2 freigehoben werden können. Dies ermöglicht
ein Prüfen der freigehobenen Räder, wobei gleichzeitig der Bereich unter dem Fahrzeug
frei zugänglich ist, da über die Doppelscherenhebebühne auch das gesamte Fahrzeug
angehoben ist, so dass für Arbeiten am Fahrzeug auch der Bereich direkt unter dem
Fahrzeug genutzt werden kann. Somit ist eine besonders effiziente, schnelle und flexible
Inspektion sämtlicher Systeme des Fahrzeugs möglich.
[0045] Zum sicheren Anheben der Fahrflächen 11 kann eine automatische Gleichlaufsteuerung
verwendet werden, wobei zusätzlich eine automatische Abrollsicherung vorgesehen werden
kann, inklusive Signaltonsteuerung. Die Radfreiheber 2 sind in der Fahrfläche integrierte
Scherenheber, welche im eingefahrenen Zustand auch vom Fahrzeug überfahren werden
können. An der Doppelscherenhebebühne kann zudem ein Achsspieltester mit absetzbaren
Backen vorgesehen sein. Der Achsspieltester kann dabei hydraulisch betätigt werden
und die Längs- und Querbewegungen können synchron, gegenläufig, sowie einzeln bewegt
werden. Auch der Achsspieltester ist dabei überfahrbar ausgestaltet.
[0046] Die Fahrflächen der Doppelhebebühne haben eine Gitterberostung. Bevorzugt ist die
Auflagerfläche 21 des Radfreihebers 2 pulverbeschichtet und/oder spritzverzinkt. Der
Radfreiheber kann zudem Verlängerungsplatten aufweisen, um eine vergrößerbare Kontaktfläche
zum Fahrzeug bereitzustellen.
[0047] Die Scherenhebebühne mit Fahrflächen und Radfreiheber kann insbesondere bei Prüfstellen
und Fahrzeugvermessungsarbeitsplätzen vorteilhaft eingesetzt werden. Die Schiebeplatten
der Hebebühne können sich bevorzugt um +/- 5° verdrehen und sich seitlich um +/- 50
mm verschieben lassen. Mit den Radfreihebern 2 kann das gesamte Fahrzeug auf der Hebebühne
angehoben werden. Dadurch wird eine Achsvermessung durch Anheben des Fahrzeugs an
den Federbeinen möglich, ohne dass die Räder ausfedern. Die Hebebühne kann zudem mit
einem Achsspieltester ausgestalten sein, welcher bevorzugt als hydraulischer Achsspieltester
ausgestaltet ist. Auszugsplatten der Auflagerfläche 21 lassen sich bevorzugt stufenlos
ausfahren. Über die Radfreiheber 2 kann das gesamte Fahrzeug auf der Hebebühne angehoben
werden.
[0048] Die Auflagerflächen 21 des Radfreihebers können zusätzlich Auffahrrampen zum Erleichtern
der Überfahrt des Fahrzeugs aufweisen. Die Oberfläche der Fahrflächen ist dabei bevorzugt
granulatbeschichtet.
[0049] In Figur 2 ist die Anordnung gemäß Figur 1 nochmals dargestellt, wobei die Radfreiheber
2 verschoben sind. Der erste Radfreiheber 2 ist dabei entlang der Fahrfläche 11 verschoben.
Durch das Verschieben der Radfreiheber 2 kann somit der gewünschte Angriffspunkt am
Fahrzeug durch den Radfreiheber kontaktiert werden, so dass das Fahrzeug flexibel
und einfach freigehoben werden kann. Mit der dargestellten Anordnung kann ein Fahrzeug
mit weitem Radstand angehoben/freigehoben werden.
[0050] Die Hebebühne, an der die Radfreiheber 2 vorgesehen sind, kann dabei als mobile Hebebühne
oder auch als in der Werkstatt fest eingebaute Hebebühne ausgestaltet sein.
[0051] Die Führung der Radfreiheber 2 entlang der Fahrfläche der Hebebühne ist jedoch nicht
auf die in Figuren 1 und 2 gezeigte Ausführungsform beschränkt. Die Art und Weise
der Lagerung über die Lagerelemente der Radfreiheber kann dabei verschiedene Formen
annehmen. Insbesondere ist es möglich, eine Lagerschiene an der Oberfläche der Fahrfläche
zu positionieren und eine weitere an der gegenüberliegenden Seite der Fahrfläche 11,
so dass der Radfreiheber 2 entlang einer solchen Schienengestaltung verschoben werden
kann. Das Eingreifen des Radfreihebers 2 in diese Schienen kann dabei auch dadurch
erfolgen, dass die Lagerelemente Rollen aufweisen, welche entlang den Führungsschienen
entlang gerollt werden können. Der Aktuator zum Anheben und Senken des Radfreihebers
2 über die Stützelemente kann entweder fest mit der Hebebühne verbunden sein, oder
direkt am Radfreiheber mitbeweglich angeordnet sein. Das Aktuieren bzw. Anheben des
Lastaufnahmeelements mit der Auflagerfläche 21 des Radfreihebers 2 kann dabei hydraulisch,
elektrisch oder elektrohydraulisch durch einen entsprechenden Aktuator durchgeführt
werden.
[0052] In Figur 3 ist ein Teil des Radfreihebers 2 im Detail dargestellt. Die Kontaktierung
des Radfreihebers 2 zu dem jeweiligen Fahrzeug bzw. dem Aufnahmepunkt am jeweiligen
Fahrzeug erfolgt über die Auflagerfläche 21. Im vorliegenden Beispiel ist die Auflagerfläche
21 als Teil des Lastaufnahmeelements 20 die Oberseite eines Abschnitts einer Fahrplatte
11. Die plattenförmige Ausgestaltung des Lastaufnahmeelements als Teil einer Fahrplatte
ermöglicht im eingefahrenen Zustand des Radfreihebers 2 ein problemloses Überfahren
des Lastaufnahmeelements durch das Fahrzeug, so dass ein flexibles und einfaches Einsetzen
des Radfreihebers 2 ermöglicht wird. Die Dicke des Lastaufnahmeelements 20, welches
als Platte ausgestaltet ist, liegt dabei bevorzugt im Bereich zwischen 1,5 und 30
mm. Das Lastaufnahmeelement 20 ist zudem an die Breite der Fahrfläche angepasst. Die
Platte des Lastaufnahmeelements 20 hat somit dieselbe Länge wie die Breite einer Fahrfläche
11. Dadurch wird ein erleichtertes Überfahren des Lastaufnahmeelements 20 im eingefahrenen
Zustand des Radfreihebers 2 ermöglicht.
[0053] Zum Anheben des Lastaufnahmeelements 20 wird dieses über die oberen Scherenhebel
24a, 24b und den oberen Scherenhebeln an der gegenüberliegenden Seite des Lastaufnahmeelements
20 aktuiert. Durch diesen Scherenhebelmechanismus wird ein Anheben des Lastaufnahmeelements
20 ermöglicht. Die Kraftangriffspunkte des Lastaufnahmeelements gegenüber den Stützelementen
(Scherenhebeln) ist dabei im Bereich der Kanten der rechteckigen Form des Lastaufnahmeelements
20 vorgesehen. Da das Lastaufnahmeelement 20 als Lastaufnahmeplatte vorgesehen ist,
welche an den Ecken mit den Scherenhebeln verbunden ist, ist es zudem möglich, auch
Momente und Querkräfte aufzunehmen. Das Lastaufnahmeelement 20, welches als Lastaufnahmeplatte
ausgestaltet ist, wird somit über vier Lagerpunkte, welche an den Ecken der Lastaufnahmeplatte
angeordnet sind, mit den Stützelementen verbunden.
[0054] Die Stützelemente, welche die oberen Scherenhebel 24a, 24b umfassen, sind in der
Ausführungsform, wie sie in Figur 3 dargestellt ist, beweglich (bevorzugt über einen
Verbindungsbolzen) mit dem Lastaufnahmeelement 20 verbunden. Durch diese bewegliche
Verbindung ist es möglich, einen Scherenheber auszubilden, welcher über die oberen
Scherenhebel 24a und 24b das Lastaufnahmeelement 20 mit der Auflagerfläche 21 anheben
kann. Über die unteren Scherenhebel 25a, 25b, 25c, 25d, ist ein Abstützen des Radfreihebers
2 gegenüber dem Stützelement 26a und 26 b möglich, welche jeweils mit einer Lagerschiene
an der Fahrfläche der Hebebühne verbunden sind. Zudem erlauben die Stützelemente 26a,
26b ein Gleiten entlang der Lagerschienen. Zwischen dem ersten Scherenheber (oberer
Scherenheber), welcher durch die oberen Scherenhebel 24a und 24b gebildet wird und
dem zweiten Scherenheber (unteren Scherenheber) der durch die unteren Scherenhebel
25a und 25b gebildet wird, sind die Aufnahmeelemente 22a, 22b, 22c angeordnet. Die
Aufnahmeelemente 22a, 22b, 22c lagern die Scherenhebel beweglich um eine jeweilige
Drehachse. Die Aufnahmeelemente können zudem zueinander und voneinander weg bewegt
werden. Die Aufnahmeelemente weisen eine Gewindebohrung auf, durch welche eine Spindel
durchgeführt werden kann, so dass durch Verdrehung der Spindel 12 (durch den Motor
M) die Position der Aufnahmeelemente veränderbar ist. Dies kann einerseits dazu genutzt
werden, um den gesamten Radfreiheber 2 entlang der Lagerschienen (entlang der Fahrfläche
der Hebebühne zu bewegen) und zudem können die Aufnahmeelemente derart ausgestaltet
sein, dass durch die Ansteuerung der Spindel 12 ein Ausfahren und Einfahren des oberen
Scherenhebers und des unteren Scherenhebers derart bewirkt wird, dass der Radfreiheber
2 ein Anheben des Fahrzeugs bzw. ein Absenken des Fahrzeugs bewirkt. Dies wird durch
entsprechende Ausgestaltung der Aufnahmeelemente 22a, 22b, 22c erreicht, welche einstellbar
sind, sodass in das Gewinde der Spindel 12 eingegriffen werden kann oder nicht, je
nach Einstellung (siehe Ausführungsform der Figuren 4 und 5).
[0055] Die Ausgestaltung des Radfreihebers 2 mit Hilfe der oberen Scherenhebel und unteren
Scherenhebel und den Stützelementen ist jedoch nur ein Beispiel einer möglichen Ausgestaltung.
Insbesondere kann das Lastaufnahmeelement auch direkt an hydraulischen Zylindern beispielsweise
gelagert werden, welche das Anheben und Absenken des Lastaufnahmeelements 20 erlauben.
Wie bereits erwähnt, kann die Führung auch über Rollen, welche entlang einer Schiene
rollen, erreicht werden, wobei die Schiene entlang der Fahrfläche der Hebebühne angeordnet
ist.
[0056] Vorteilhaft ist das Anbringen von Hebemechanismen und Lagerungen an gegenüberliegenden
Seiten des Lastaufnahmeelements 20, da dadurch eine hohe Querkraft bzw. auch Momente
aufgenommen werden können. Die Stützelemente 26a und 26b greifen dabei in die jeweiligen
Schienen, welche beidseitig an der Fahrfläche der Hebebühne angeordnet sind, ein.
Die Stützelemente können dabei auch als Rollen ausgestaltet sein, oder auch als Linearführungen,
welche entlang der Schienen der Hebebühne entlang bewegt werden können.
[0057] In den Figuren 4 und 5 ist ein weiteres Beispiel der Erfindung dargestellt. Die Radfreiheber
2 sind dabei derart ausgestaltet, dass gemeinsam ein Antrieb pro Seite der Fahrfläche
verwendet wird, also insgesamt nur zwei Antriebe. Die erste Seite der Fahrfläche 11
weist somit einen ersten Antrieb auf, welcher über eine Spindel 12 mit dem ersten
und zweiten Radfreiheber in Verbindung steht. Die zweite Seite der Fahrfläche 11 (gegenüberliegende
Seite) weist einen zweiten Antrieb auf, welcher wiederum über eine Spindel mit dem
ersten und zweiten Radfreiheber in Verbindung steht. Somit werden nur zwei Antriebe
für die Radfreiheber an der Fahrfläche benötigt, während im Beispiel gemäß Figur 1
pro Radfreiheber zwei Antriebe (also insgesamt vier) vorgesehen sind. Der Aufbau kann
somit vereinfacht werden, und durch Ansteuern der Antriebe können die Radfreiheber
automatisch in die vorgegebene Position, welche vom anzuhebenden Fahrzeugtyp abhängig
ist, bewegt werden.
[0058] Die Antriebe (Motoren M) übertragen eine Drehbewegung auf eine Keilwelle, welche
durchgängig entlang der gesamten Fahrfläche verläuft. Über Keilwellenmuttern wird
die Drehbewegung auf ein gegenläufiges Bewegungsgewinde übertragen, wodurch der Hub
des Radfreihebers eingeleitet wird. Die Radfreiheber sind zudem auf der Keilwelle
frei verschiebbar.
[0059] Vorliegende Merkmale, Komponenten und spezifische Details können ausgetauscht und/oder
kombiniert werden, um weitere Ausführungsformen zu erstellen in Abhängigkeit des geforderten
Verwendungszwecks. Etwaige Modifikationen, die im Bereich des Wissens des Fachmannes
liegen, werden mit der vorliegenden Beschreibung implizit offenbart.
1. Radfreiheber für eine Hebebühne zum Anheben von Kraftfahrzeugen, mit
- einem Lastaufnahmeelement (20) welches eine Auflagefläche (21) zur Aufnahme einer
Last aufweist,
- Stützelementen (25a, 25b, 25c) welche mit dem Lastaufnahmeelement (20) in Verbindung
stehen, und
- zumindest einem Lagerelement,
wobei die Stützelemente (25a, 25b, 25c) das Lastaufnahmeelement (20) abstützen, und
das Lastaufnahmeelement (20) zumindest von einer ersten Position in eine zweite Position
bewegbar ist und wobei das Lagerelement dazu eingerichtet ist den Radfreiheber (2)
beweglich entlang einer Fahrfläche einer Hebebühne zu lagern.
2. Radfreiheber nach Anspruch 1, wobei das Lastaufnahmeelement eine Platte ist und die
Stützelemente (25a, 25b, 25c) einander gegenüberliegend an der Platte angeordnet sind.
3. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Radfreiheber eine
Führung aufweist welche im Bereich einer Fahrfläche einer Hebebühne fixierbar ist
und das Lagerelement entlang der Führung beweglich gelagert ist.
4. Radfreiheber nach Anspruch 3, wobei die Führung eine Schiene ist.
5. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Radfreiheber einen
Aktuator zum Anheben und Absenken der Auflagerfläche (21) aufweist.
6. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit ersten und zweiten Stützelementen
(25a, 25b, 25c) und
ersten und zweiten Lagerelementen welche voneinander beabstandet angeordnet sind,
wobei
die Stützelemente (25a, 25b, 25c) jeweils mit dem Lastaufnahmeelement (20) und dem
ersten oder zweiten Lagerelement des Radfreihebers (2) in Verbindung stehen.
7. Radfreiheber nach einem der Ansprüche 1, 2, 5, oder 6, wobei die Lagerelemente entlang
von Lagerschienen einer Hebebühne anbringbar sind.
8. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stützelemente (25a,
25b, 25c) Scherenhebel aufweisen und die Scherenhebel einen Scherenheber bilden, wobei
zum Anheben und Absenken der Auflagefläche (21) der Scherenheber durch einen Aktuator
betätigt wird.
9. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Radfreiheber bei einer
einzelnen Fahrfläche einer Hebebühne befestigbar ist, zum Anheben von einspurigen
Kraftfahrzeugen.
10. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lagerelemente des
Radfreihebers (2) einander gegenüberliegend an Führungen angebracht sind.
11. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lagerelemente des
Radfreihebers (2) Rollen sind, zum Eingreifen in Führungsflächen an einer Hebebühne.
12. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Position ein
eingefahrener Zustand des Lastaufnahmeelements (20) ist und wobei das Lastaufnahmeelement
(20) eine überfahrbare Fahrplatte ist derart, dass im eingefahrenen Zustand die Fahrplatte
von einem Reifen eines Kraftfahrzeugs überfahrbar an einer Fahrfläche einer Hebebühne
angeordnet werden kann.
13. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lagerelemente als
Teil einer Gleitlagerung ausgestaltet sind.
14. Radfreiheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Aufnahmeelemente (22a,
22b, 22c) zur Aufnahme einer Spindel an den Stützelementen (25a, 25b, 25c) vorgesehen
sind und die Stützelemente (25a, 25b, 25c) einander gegenüberliegend am Lastaufnahmeelement
(20) angeordnet sind und die Stützelemente (25a, 25b, 25c) jeweils obere und untere
Scherenhebel aufweisen, zur Ausbildung eines Doppelscherenhebers.
15. Hebebühne zum Anheben von Lasten, insbesondere Kraftfahrzeugen, mit einer Fahrfläche
zum Aufnehmen einer Last,
einem Hubelement zum Anheben und Absenken der Fahrfläche, und
einen entlang der Fahrfläche verschieblichen Radfreiheber (2) gemäß zumindest einem
der vorhergehenden Ansprüche.
16. Hebebühne nach Anspruch 15, wobei die Hebebühne zwei Fahrflächen aufweist und an jeder
Fahrfläche jeweils ein verschieblicher Radfreiheber (2) angeordnet ist, wobei die
Radfreiheber (2) unabhängig voneinander verschieblich sind.