[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrohydraulische Maschine, insbesondere eine elektrohydraulische
Motor-Pumpen-Einheit, zum Fördern von Hydraulikfluid in einem Hydrauliksystem mit
wenigstens einem integrierten Sensor.
Hintergrund
[0002] Unter einer elektrohydraulischen Maschine wird hier eine Maschine verstanden, die
eine Pumpeneinheit, eine Antriebseinheit und eine zugehörige Steuereinheit aufweist,
kurz als "Power Pack" und im Folgenden als "Motor-Pumpen-Einheit (MPE)" bezeichnet
wird. In einer MPE können verschiedene hydraulische Pumpentypen für die Pumpeneinheit
und unterschiedliche Elektromotoren für die Antriebseinheit verwendet werden. Zunächst
ist eine MPE primär dazu bestimmt, elektrische Energie in hydraulische Energie umzuwandeln.
Anwendungsgebiete für MPEs sind beispielsweise moderne Elektroautomobile, mobile Arbeitsmaschinen
und ganz allgemein der Industriesektor. MPEs können abhängig vom verwendeten Elektromotor
auch in einem Gene ratorbetrieb betrieben werden, sodass hydraulische Energie aus
dem hydraulischen Kreis in elektrische Energie gewandelt werden kann, d.h., MPEs,
die sowohl in einem Motorbetrieb als auch in einem Generatorbetrieb arbeiten können,
sind ebenfalls bekannt.
[0003] Beispielsweise wird bisher in Anwendungen im Automotivbereich Druck in hydraulischen
Hochdrucksystemen typischerweise durch eine an den Verbrennungsmotor angekoppelte
Hydraulikpumpe erzeugt. Dies ist bei Hybrid- oder Elektrofahrzeuge nicht mehr möglich,
da ein Verbrennungsmotor entweder nicht ständig läuft bzw. fehlt. Daher werden zukünftig
hydraulische Drücke durch autarke elektrohydraulische Einheiten, wie es eine MPE ist,
erzeugt. Mit MPEs, die auch in einem Generatorbetrieb betrieben werden können, kann
Energie aus dem hydraulischen Kreis als elektrische Energie ins Bordnetz zu rückgespeist
werden. Speziell für den Automotivbereich bestehen besondere Anforderungen an MPEs,
wie z. B. sehr kompakte, platz- und Gewicht sparende Bauweise, hoher Wirkungsgrad,
hohe Lebensdauer unter Dauerbetrieb, integrierte Bauweise, Wartungsfreiheit und Ähnliches.
[0004] Beispielsweise zeigt
DE 102 54 670 A1 eine kompakte Anordnung zwischen Motor und Pumpengehäuse.
DE 10 2014 103 959 A1 und die
DE 10 2014 103 958 A1 beschreiben jeweils eine Motor-Pumpen-Einheit für den Einsatz in Fahrwerksystemen
von Kraftfahrzeugen, wobei der Motor und die Pumpe kompakt ineinander integriert sind.
[0005] Der im Hydrauliksystem vorherrschende Druck kann über einen Drucksensor erfasst und
als Ist-Zustandsgröße an die elektronische Steuereinheit der MPE zur weiteren Verwendung
gemeldet werden. Zur Druckerfassung ist üblicherweise ein Drucksensor in der Regel
in einem Ventilblock oder einem Adapterstück innerhalb des hydraulischen Leitungsnetzes
vorgesehen. Um den Drucksensor elektrisch zu versorgen und um ein Druckmesssignal
zur elektronischen Ansteuereinheit zu übertragen, ist er üblicherweise über eine elektrische
Verkabelung oder einen Kabelbaum mit der elektronischen Ansteuereinheit elektrisch
verbunden.
[0006] Bei Anwendungen im Fahrzeugaußenbereich, z. B. im Unterbodenbereich, müssen die Drucksensoren
sowie deren mechanische und elektrische Einbindung entsprechend vor Korrosion und
gegen mechanische Einwirkungen wie beispielsweise Steinschlag geschützt werden.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es bekannte MPEs hinsichtlich der Bereitstellung von Sensorsignalen
an der Steuerungs- oder Regelungseinrichtung einer MPE zu verbessern.
[0008] Die Aufgabe wird jeweils mit den jeweiligen Merkmalen eines der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Weitere Ausführungsbeispiele und vorteilhafte Weiterbildungen sind in den
sich jeweils anschließenden Unteransprüchen definiert. Dabei gelten Merkmale und Details,
die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen MPE beschrieben sind, selbstverständlich
auch im Zusammenhang mit einem Hydrauliksystem mit der erfindungsgemäßen MPE und jeweils
umgekehrt. Daher wird bezüglich der Offenbarung der einzelnen Aspekte wechselseitig
Bezug genommen.
[0009] Der Kerngedanke der Erfindung liegt in einer konstruktiven Integration we nigstens
eines Sensors, beispielsweise eines Drucksensors, direkt in die MPE, bevorzugt in
das Pumpengehäuse. Damit kann das Sensorsignal bereits bei der Herstellung der MPE
an einer Steuereinheit oder Regeleinheit der MPE be reitgestellt und auch bereits
zusammen mit der MPE getestet werden.
[0010] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft somit eine elektrohydraulische Motor-Pumpen-Einheit,
MPE, mit einer Pumpe zum Fördern eines Hydraulikfluides in einem Hydrauliksystem,
einem mit der Pumpe zum Antreiben gekoppelten Elektromotor, einer mit dem Elektromotor
gekoppelten und zur Ansteuerung des Elektromotors eingerichteten Steuerung und einem
Gehäuse. Erfindungs gemäß weißt die MPE wenigstens einen in eine in das Gehäuse integrierte
Sensoraufnahme angeordneten und mit der Steuerung elektrisch verbundenen Sensor auf.
[0011] Es sei angemerkt, dass die Steuerung zur Ansteuerung des Elektromotors der MPE auch
so konfiguriert sein kann, dass der Elektromotor und damit die angetriebene Pumpe
im Sinne einer Regelung bezüglich einer oder mehrerer Zielgrößen unter Berücksichtigung
einer oder mehrerer Zustandsgrößen ge regelt werden kann. Der Begriff Steuerung ist
damit nicht als die Funktionalität "Regelung" ausschließend zu verstehen. Vielmehr
erfasst hier "Steuerung" sowohl das Beeinflussen einer Zielgröße ohne aber auch mit
Rückkopplung.
[0012] Bevorzugt ist der wenigstens eine Sensornach außen durch das Gehäuse oder ein entsprechendes
Gehäuseteil der MPE gegenüber der Außenwelt ab geschirmt. Damit kann der Sensor durch
das Gehäuse gegen Umwelteinflüsse geschützt werden. Auch ist der Sensor so von außen
nicht mehr sichtbar.
[0013] Der mindestens eine Sensor kann beispielsweise ein Drucksensor sein, der mit einem
im Betrieb der MPE geförderten Fluid in drucksensorischen Kontakt steht. Dazu kann
der Drucksensor beispielsweise an einem Fluidanschluss der MPE mit dem geförderten
Fluid in drucksensorischen Kontakt stehen.
[0014] Die Pumpe kann eine Innenzahnradpumpe sein. Innenzahnradpumpen sind beispielsweise
aus der
DE 43 38 875 A1 oder der
EP 1 192 375 A1 bekannt und arbeiten nach dem Verdrängungsprinzip. Im Wesentlichen besteht eine Innenzahnradpumpe
aus drei Bauteilen, einem Pumpengehäuse, einem angetriebenen Antriebszahnrad (Ritzel)
mit Außenzähnen, einem mit dem Antriebszahnrad verzahnten Zahnradring (Hohlrad) mit
Innenzähnen und einem gehäusefest integrierten sichelförmigen Füllstück (Sichel),
das bevorzugt symmetrisch zu einer Mittelebene zwischen dem Ritzel und dem Hohlrad
geformt ist und mit den Zähnen des Ritzels und des Hohlrads Zahnkammern bildet. Das
Ritzel und das Hohlrad laufen exzentrisch, wobei das zu fördernde Fluid im Wesentlichen
in den Zahnkammern gefördert wird. Die axiale Ausdehnung der Sichel stimmt mit der
axialen Ausdehnung des Ritzels und des Hohlrads überein. Zur axialen Abdichtung ist
zwischen den Zahnrädern und dem Pumpengehäuse auf jeder Seite eine Axialdruckplatte
angeordnet, die jeweils von einem zwischen der Axialdruckplatte und dem Pumpengehäuse
erzeugtem Axialdruckfeld axial gegen Ritzel und Hohlrad gedrückt wird. Die Axialdruckplatten
haben Bohrungen, die von einer Antriebswelle für das Ritzel durchdrungen werden, und
sind dadurch in einer Ebene senkrecht zu den Achsen der Zahnräder angeordnet. Ein
Axialdruckfeld ist entweder in einer Ausnehmung in dem Pumpengehäuse oder gehäuseseitig
in der Axialdruckplatte gebildet und im Vergleich zur Sichel halbsichelförmig, sodass
das Axialdruckfeld sich jeweils nur auf einer Seite der Mittelebene der Sichel erstreckt.
Jedes Axialdruckfeld ist, beispielsweise über einer Bohrung in der Axialdruckplatte
je nach Förderrichtung der Pumpe mit dem Saugraum oder Druckraum der Pumpe verbunden.
Zwischen den beiden Axialdruckfeldern an einer Axialdruckplatte besteht keine Verbindung,
d. h., je nach Förderrichtung der Pumpe wird in einem Axialdruckfeld der Axialdruckplatten
der von der Pumpe erzeugte Hochdruck aufgebaut.
[0015] Wenn die Pumpe als eine Innenzahnradpumpe ausgeführt ist, kann der mindestens eine
Drucksensor an einem Axialdruckfeld der Pumpe mit dem geförderten Fluid in drucksensorischen
Kontakt stehen.
[0016] Es sei angemerkt, dass ein Drucksensor über eine Rückschlagventil-Verschaltung immer
mit dem jeweils hochdruckführenden Druckfeld der Pumpe verbunden sein kann; damit
kann erreicht werden, dass ein Drucksensor auch bei einer MPE mit zwei Förderrichtungen,
insbesondere einer Mehr-Quadranten-MPE immer den aktuellen Hochdruck erfasst.
[0017] Bei dem Fluid kann es sich beispielsweise um ein Hydraulikfluid, d.h. Hydrauliköl
handeln.
[0018] Die Sensoraufnahme ist bevorzugt integraler Bestandteil einer das Gehäuse der MPE
bildenden Strukturen. Die Sensoraufnahme befindet sich bevorzugt in einen Bereich
des Gehäuses, in dem sich keine Funktionsteile der MPE be finden. Damit wird der Bauraum
der MPE durch die Integration des Sensors nicht wesentlich verändert, besonders nicht
vergrößert.
[0019] Unter "Gehäuse" wird hier zunächst der Teil der MPE verstanden, der die Funktionskomponenten,
wie z. B. die Pumpe, den Elektromotor, die Steuerung, den Sensor usw., der MPE schützend
"einhaust" und hält. Der Begriff "Gehäuse" ist im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung nicht lediglich als auf die von außen sichtbare Hülle der MPE beschränkt
zu verste hen. Der Begriff "Gehäuse" erfasst hier ausdrücklich auch solche im Inneren
der MPE liegende Strukturen, wie beispielsweise Innenwände, Verstrebungen etc. sowie
Flanschteile zur Verbindung zweier Funktionseinheiten oder von zwei Teilen einer Funktionseinheit,
die integral zu den die Hülle der MPE bildenden Bestandteilen der MPE sind oder damit
verbunden sind und/oder Funktionselemente der Funktionseinheiten der MPE aufnehmen,
umhüllen oder zumindest halten. Daher ist der Sensor erfindungsgemäß in der Sensoraufnahme
als integraler Bestandteil des Gehäuses der MPE in das Gehäuse der MPE integriert.
[0020] Wie bereits angemerkt, ist der Sensor durch seine Anordnung in der Sensoraufnahme
im Gehäuse der MPE von außen nicht sichtbar, insbesondere von außen nicht zugänglich.
Damit ist der Sensor durch das Gehäuse der MPE op timal gegen Umwelteinflüsse geschützt.
[0021] Der wenigstens eine Sensor kann ein Drucksensor sein, der zur Erfassung des Drucks
im durch die Pumpe fließenden Fluid an einem druckseitigen Fluidanschluss der Pumpe
oder einem saugseitigen Fluidanschluss der Pumpe in das Gehäuse der MPE integriert
sein. Wenn die Pumpe eine Innenzahnradpumpe ist, kann der Drucksensor zur Erfassung
des Drucks im durch die Pumpe flie ßenden Fluid an einem druckseitigen Axialdruckfeld
der Pumpe oder einem saugseitigen Axialdruckfeld der Pumpe mit dem Fluid, ggf. über
eine Hilfsbohrung, in drucksensorischem Kontakt stehen.
[0022] In einer bevorzugten Ausführung sind zwei Drucksensoren zur Druckerfassung vorgesehen,
wobei dann jeweils einer an einem druckseitigen und einer an einem saugseitigen Hydraulikanschluss
der Pumpe oder auch in einem Axialdruckfeld der Pumpe als Innenzahnradpumpe in das
Gehäuse der MPE integriert ist. Jedenfalls ist entsprechend für die zwei Drucksensoren
jeweils eine erfindungsgemäße Sensoraufnahme in das Gehäuse der MPE integriert.
[0023] Falls die MPE Fluid in zwei Richtungen fördern bzw. aufnehmen kann, erfassen die
beiden Drucksensoren entsprechend abwechselnd den saugseitigen oder den druckseitigen
Druck im Fluid. Wie an anderer Stelle bereits ange merkt, kann ein Drucksensor auch
über eine Rückschlagventil-Verschaltung so mit beiden Fluidanschlüssen oder bei einer
Innenzahnradpumpe mit den Axialdruckfeldern der Pumpe verbunden sein, sodass der Drucksensor
immer mit dem hochdruckführenden Druckfeld verbunden ist; damit erfasst der Druck
sensor an der MPE immer den aktuellen Hochdruck.
[0024] Die MPE kann auch als Mehrquadranten-Maschinen eingerichtet sein, d.h., als Motor
und Generator betreibbar sein.
[0025] Bei einem Drucksensor kann es sich je nach dem zugrunde liegenden physikalischen
Prinzip um einen piezoresistiven oder piezoelektrischen Drucksensor, ein Hallelement,
einen kapazitiven oder induktiven Drucksensor handeln.
[0026] Die Sensoraufnahme kann im Gehäuse so konfiguriert sein, dass eine Druckerfassungsfläche
des Drucksensors direkt oder über eine Hilfsbohrung den Druck im Fluid an einem Fluidanschluss
oder ggf. an einem Axialdruckfeld erfassen kann.
[0027] Zur Druckerfassung besitzt der Drucksensor eine Druckerfassungsfläche, mit der der
Drucksensor im Betrieb der MPE mit dem durch die Pumpe fließenden Fluid mit dem das
Fluid führenden Inneren eines der Fluidanschlüsse der MPE direkt oder über eine Hilfsbohrung,
welche das Innere des Fluidanschlusses mit der Sensoraufnahme verbindet, in Kontakt
steht.
[0028] Das Gehäuse besteht wenigstens aus einem Pumpengehäuseteil, in dem Funktionsteile
der Pumpe aufgenommen sind. Die Sensoraufnahme ist bevorzugt ein struktureller Bestandteil
des Pumpengehäuseteils.
[0029] Das Gehäuse der MPE kann aus mehreren Gehäuseteilen bestehen, die zusammen die Hülle
der MPE definieren. Die Gehäuseteile sind dann neben dem Pumpengehäuseteil zur Aufnahme
der Funktionselemente der Pumpe, ein Motorgehäuseteil zur Aufnahme der Funktionselemente
des Elektromotors und ein Steuergehäuse zur Aufnahme der Komponenten der Steuerung.
[0030] Das Pumpengehäuseteil, das Motorgehäuseteil und das Steuergehäuseteil können jeweils
einteilig oder mehrteilig sein.
[0031] Die einzelnen Gehäuseteile können Flansche zur Verbindung zweier Funktionseinheiten
oder zweier Gehäuseteile einer Funktionseinheit aufweisen. Bei spielsweise kann das
Pumpengehäuseteil einen motorseitigen Pumpenflansch zur Verbindung mit einem Motorgehäuse,
in dem sich der Elektromotor be findet, aufweisen.
[0032] Der Pumpengehäuseteil definiert in seinem Inneren den Raum zur Aufnahme der Funktionsteile
der Pumpe für die Förderung des Hydraulikfluides und zur antriebsmäßigen Kopplung
mit dem Elektromotor.
[0033] Das Innere des Pumpengehäuseteils kann auf der dem motorseitigen Pumpenflansch axial
gegenüberliegende Seiten der Pumpe mit einem Pumpende ckel verschlossen sein. Alternativ
kann der Pumpengehäuseteil ein Ende des Gehäuses der MPE bildet. Bevorzugt wird der
Pumpengehäuseteil dann motorseitig mit einem pumpenseitigen Motorflansch eines Motorgehäuses
axial verschlossen.
[0034] Zur antriebsmäßigen Kopplung mit dem Elektromotor kann die Pumpe beispielsweise über
eine durch den Motorflansch geführte Antriebswelle mit dem Elektromotor verbunden
sein.
[0035] Der saugseitige und der druckseitige Fluidanschluss können sich jeweils ent weder
am Pumpengehäuseteil oder am Pumpendeckel befinden. Bevorzugt befinden sich die beiden
Fluidanschlüsse am Pumpendeckel. Dabei können die Fluidanschlüsse so im Pumpendeckel
ausgeführt sein, dass die Sensorfläche des Drucksensors direkt im Betrieb der MPE
mit dem Fluid in Kontakt steht. Alternativ kann im Pumpendeckel eine Hilfsbohrung
vorgesehen sein, die zwischen dem Inneren eines Fluidanschlusses (oder ggf. eines
Axialdruck felds) und der Sensorfläche des Drucksensors im Betrieb der MPE eine kommunizierende
Verbindung mit dem Fluid herstellt.
[0036] In einer ersten Variante kann die Sensoraufnahme orthogonal zu einer durch den Elektromotor
und die Pumpe definierten Längsachse der MPE verlaufen.
[0037] Bei dieser ersten Variante der Sensoraufnahme kann die Sensoraufnahme radial zur
Längsachse der MPE im Pumpengehäuseteil oder Pumpengehäusedeckel, beispielsweise als
Sackloch, so integriert sein, dass ein offenes Ende der Sensoraufnahme mittels des
Steuergehäuseteils der Steuerung bei zusammengefügter MPE verschlossen ist. Am dem
offenen Ende gegenüberliegenden Ende ist die Sensoraufnahme direkt oder über die Hilfsbohrung
mit dem Inneren eines der Fluidanschlüsse (oder ggf. eines Axialdruckfelds) verbunden.
[0038] Das Steuergehäuse kann in der ersten Variante entsprechend mit Bezug auf die durch
die Pumpe und den Elektromotor definierte Längsachse der MPE radial seitlich zumindest
mit dem Pumpengehäuseteil verbunden und kann auch mit dem Motorgehäuseteil verbunden
sein. Zur elektrischen Verbindung der elektrischen Anschlüsse des Sensors mit der
Steuerung können diese direkt oder über dazwischenliegende Verbindungsmittel mit Kontaktpunkten
an einer Schaltung der Steuerung in federbelasteten oder gesteckten Kontakt stehen.
[0039] In einer zweiten Variante kann die Sensoraufnahme koaxial zu der durch den Elektromotor
und die Pumpe definierten Längsachse durch das Pumpengehäuseteil verlaufen.
[0040] In dieser zweiten Variante verläuft die Sensoraufnahme axial im, beispielsweise als
Durchgangsloch, durch das Pumpengehäuseteil. An einem ersten offenen Ende kann die
Sensoraufnahme dann mittels des Pumpendeckels verschlossen sein. Zur Abdichtung kann
zwischen dem Pumpendeckel, dem Pumpengehäuseteil und dem Sensor eine Dichtung vorgesehen
sein. Bevorzugt kann es eine O-Ring-Dichtung sein. Bevorzugt ist der Sensor aus der
Richtung des Pumpendeckels in die Sensoraufnahme so eingefügt, dass seine drucksensitive
Sensorfläche in Richtung des Pumpendeckels ausgerichtet ist.
[0041] Besonders bevorzugt weisen der Sensor und die Sensoraufnahme formschlüssig zusammenwirkende
Elemente, beispielsweise ein Vorsprung am Sensor und eine Kante an der Sensoraufnahme,
auf, die so aufeinander abgestimmt sind, dass der in die Sensoraufnahme eingesetzte
Sensor ähnlich wie eine Patrone in einem Patronenlager festgelegt ist. Im Falle des
Drucksensors wird der Drucksensor, dadurch, dass der Drucksensor im Betrieb der MPE
mit dem Druck im Hydraulikfluid beaufschlagt wird, zusätzlich sicher in der Sensoraufnahme
festgelegt.
[0042] In einer alternativen Ausführung oder zusätzlich zur vorstehend beschriebe nen Ausführung
kann der Sensor auch ein Außengewinde aufweisen und die Sensoraufnahme ein entsprechendes
Innengewinde aufweisen, sodass der Sensor in die Sensoraufnahme eingeschraubt werden
kann.
[0043] Zur Abdichtung kann zwischen dem Pumpendeckel, dem Pumpengehäuseteil und dem Sensor
eine Dichtung, beispielsweise eine O-Ring-Dichtung, vorgesehen sein.
[0044] In der zweiten Variante kann das zweite offene Ende der Sensoraufnahme mit einem
Durchgangsloch in einem pumpenseitigen Motorflansch überlagert sein, um auf dieser
Seite befindliche elektrische Anschlüsse des Sensors zu kontaktieren. Wenn der Pumpengehäuseteil
einen motorseitigen Pumpenflansch aufweist, sind bereits aufgrund der Sensoraufnahme
in Form eines Durchgangslochs die elektrischen Anschlüsse des Sensors kontaktierbar.
Bei dieser Ausführung ist das Steuergehäuse der Steuerung bevorzugt axial mit dem
Motorgehäuse an dem der Pumpe gegenüberliegenden Ende des Motorgehäuses über einen
steuerungsseitigen Motorflansch oder einen motorseitigen Steuerungsgehäuseflansch
verbunden.
[0045] Zur elektrischen Verbindung des Sensors mit der Steuerung sind noch zu erläuternde
Verbindungsmittel vorgesehen, welche die elektrischen Kontakte des Sensors durch das
Motorgehäuse hindurch mit entsprechenden elektrischen Kontakten an einer Schaltung
der Steuerung im Steuergehäuse federbelastet oder gesteckt elektrisch verbinden.
[0046] Die Steuerung ist bevorzugt zum Steuern (oder Regeln) des Elektromotors und zur Versorgung
des Sensors mit Energie und zur Abfrage eines vom Sensor bereitgestellten Sensorsignals,
beispielsweise einem Drucksignal, eingerichtet.
[0047] Die MPE kann für den Sensor eine elektrische Kontaktbrücke aufweisen, wobei die Kontaktbrücke
axial durch den Elektromotor verläuft und elektrische Anschlüsse des Sensors und zugehörige
elektrische Anschlüsse der Steuerung verbindet.
[0048] In einer bevorzugten Ausführung besteht die elektrische Kontaktbrücke aus in Längsrichtung
der MPE verlaufenden formstabilen Elementen mit integrierten elektrischen Leiterbahnen.
Die Leiterbahnen können aus Kontaktblechen ge formt sein und mit einem elektrisch
isolierenden Kunststoffmaterial umspritzt oder vergossen sein.
[0049] Bevorzugt sind die Leiterbahnen so geformt, dass die Leiterbahnen pumpenseitig erste
Kontakte für die elektrischen Anschlüsse des Sensors und steuerungsseitig zweite Kontakte
für die elektrischen Anschlüsse an der Steuerung bilden. Die Leiterbahnen können beispielsweise
L-förmig geformt sein und sensorseitig entsprechende Kontaktflächen für federnde Kontaktstifte
am zugeordneten Sensor und steuerungsseitig entsprechende Steckkontakte für eine Steckverbindung
mit einem Stecker der Steuerung oder mit einem in eine Leiterplatte der Steuerung
angeordneten Steckkontakt aufweisen.
[0050] Über die elektrischen Kontaktbrücken, d. h. die Leiterbahnen, wird der Sensor von
der Steuerung mit der notwendigen elektrischen Leistung versorgt (ge speist) und das
vom Sensor erzeugte Sensorsignal, zur Steuerung geführt oder von dieser abgefragt.
[0051] Beispielsweise kann ein Sensor ein Drucksensor sein, der drei elektrische Kontakte
aufweist. Entsprechend weist eine Kontaktbrücke dann drei Leiterbahnen auf. Mittels
der Kontaktbrücken erfolgt die elektrische Anbindung des Drucksensors an die Steuereinheit
innerhalb des Motorgehäuses und ist dadurch gegen Umwelteinflüsse geschützt und von
außen nicht sichtbar. Das an der Messstelle, proportional zum dort im Fluid vorherrschenden
Druck, erzeugte elektrische Drucksignal wird vom Drucksensor über die Kontaktbrücke
an die Steuereinheit weitergeleitet.
[0052] In einer Weiterbildung der MPE weist die Steuerung eine Datenschnittstelle zu einem
Kommunikationsbus, insbesondere einem CAN-Bus oder Feld-Bus oder dergleichen, auf
und ist eingerichtet, das seitens des wenigstens einen Sensors erfasste Sensorsignal
bzw. ein dem Sensorsignal entsprechendes Datenwort auf den Kommunikationsbus bereitzustellen.
[0053] In besonders bevorzugten Ausführungen der MPE sind mindestens zwei Drucksensoren
in das Gehäuse der MPE integriert, wobei ein erster Drucksensor zur Erfassung des
Drucks im Fluid an einem ersten Fluidanschluss der Pumpe und ein zweiter Drucksensor
zur Erfassung des Drucks im Fluid an einem zweiten Fluidanschluss der Pumpe drucksensorisch
mit dem Fluid in Kontakt stehen. Wie bereits an anderen Stellen beschrieben, können
die Drucksensoren auch an entsprechenden Axialdruckfeldern der Pumpe druck sensorisch
mit dem Fluid in Kontakt steht, wenn die Pumpe eine Innenzahnradpumpe ist. Falls die
MPE eine Mehr-Quadranten-Maschinen ist, stehen die beiden Drucksensoren entsprechend
der aktuellen Förderrichtung wechselnd mit dem saugseitigen oder dem druckseitigen
Fluidanschluss in drucksensorischer Verbindung.
[0054] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Fluidsystem, welches Fluidleitungen
und eine an die Fluidleitungen angeschlossene MPE gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung
mit wenigstens einem integrierten Sensor in Form eines Drucksensors umfasst. Bei dem
Fluid kann es sich beispielsweise um ein Hydraulikfluid handeln. Ein solches Hydrauliksystem
kann beispielsweise Bestandteil eines Kraftfahrzeugs, einer Arbeitsmaschine etc. sein.
[0055] Eine erfindungsgemäß verbesserte MPE bietet in dem eingangs geschilderten Szenario
mit einer MPE in einem Hydrauliksystem und separaten Drucksenso ren zur Erfassung
des Drucks im Hydraulikfluid zahlreiche Vorteile:
Zunächst ist eine Gefahr der Beschädigung eines nun nicht mehr extern angeordneten
Drucksensors ausgeschlossen. Durch die robuste und geschützte Integration des Drucksensors
in das Gehäuse der MPE ist dieser vor Korrosion und mechanischer Beschädigung geschützt.
Damit ist besonders eine Verwendung von Sensoren ohne besondere mechanische Schutzmaßnahmen
gegen Korrosion oder Beschädigung möglich.
[0056] Der Montageaufwand eines Gesamtsystems vereinfacht sich in mehreren Punkten: Der
oder die Drucksensoren müssen nicht mehr mechanisch im Hydrauliksystem adaptiert werden.
Da die Sensoren bereits bei der Integration in die MPE elektrisch abgestimmt (z. B.
Offset-Korrektur) werden können, ist dies später im Gesamtsystem nicht mehr notwendig.
Es ist kein extra Bauraum für den Drucksensor notwendig. Die MPE ist kompakter und
das Packaging ist besser für den Einsatz in Kraftfahrzeugen geeignet. Der Aufwand
der elektrischen Anbindung eines oder mehrerer Drucksensoren im System, z.B. Kabelbaumverlegung
usw. entfällt. Da es keine externe Anbindung der Drucksensoren mehr bedarf, sind die
üblichen potenziellen Fehler in Kabel bäumen, wie Kabelbruch, Abreißen, Korrosion
von Kontaktstellen ausgeschlossen. Der Wegfall der elektrischen Anbindung reduziert
den Montage aufwand entsprechend. Da keine Drucksensoren installiert werden müssen,
ist ein Vertauschen elektrischer Anschlüsse, z.B. durch Fehlsteckung, ausgeschlossen.
[0057] Die Steuerung der MPE besitzt aufgrund des integrierten Drucksensors ein "eigenes"
Drucksignal, d. h. eine Rückführung der Ist-Zustandsgröße, damit kann die Steuerung
den Elektromotor als Antrieb der Pumpe, beispielsweise zur Meidung von Druckpulsationen
im Hydraulikfluid, regeln. Damit wird kein zusätzlicher Drucksensor im System mehr
benötigt. Die Steuerung kann über entsprechende Schnittstellen, wie z. B. zum CAN-Bus,
die oder das MPEintern erfasste(n) Drucksignal(e) an weitere Steuergeräte mitteilen.
[0058] Da der Drucksensor und die MPE durch die Integration des Drucksensors in die MPE
quasi zwangsgekoppelt sind, werden beide entsprechend zusammen geprüft. D. h., bei
der Herstellung und EOL-Prüfung der MPE wird diese bereits mit den zugehörigen Drucksensoren
geprüft.
[0059] Die vorstehenden Vorteile, die anhand eines Drucksensors als ein Ausführungsbeispiel
für einen in die MPE integrierten Sensor erläutert wurden, lassen sich auch für andere
Sensoren entsprechend verwirklich.
[0060] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhafte Ausführungen
der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und
in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein. Ebenso können die vorstehend genannten und
die hier weiter ausgeführten Merkmale jeweils für sich oder zu mehreren in beliebiger
Kombination Verwendung finden. Funktionsähnliche oder identische Bauteile oder Komponenten
sind teilweise mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die in der Beschreibung der Ausführungsbeispiele
verwendeten Begriffe "links", "rechts", "oben" und "unten" beziehen sich auf die Zeichnungen
in einer Ausrichtung mit normal lesbarer Figurenbezeichnung bzw. normal lesbaren Bezugszeichen.
Die gezeigte und beschriebene Ausführung ist nicht als abschließend zu verstehen,
sondern hat beispielhaften Charakter zur Erläuterung der Erfindung. Die detaillierte
Beschreibung dient primär der Information des Fachmanns, daher werden bei der Beschreibung
bekannte Schaltungen, Strukturen und Verfahren nicht im Detail gezeigt oder erläutert
um das Verständnis der vorliegenden Beschreibung nicht zu erschweren. Nachfolgend
wird die Erfindung beispielhaft anhand der begleitenden Zeichnungen beschrieben. Darin
zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung der integralen Anordnung eines Drucksensors in
einer MPE gemäß einer ersten Ausführung;
- Figur 2
- eine schematische Schnittdarstellung der integralen Anordnung eines Drucksensors in
einer MPE gemäß einer alternativen Aus führung;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht einer MPE gemäß der ersten Aus führung;
- Figur 4
- die perspektivische Ansicht der MPE der Figur 3 mit ausgeblendetem Pumpengehäuseteil;
- Figur 5
- die perspektivische Darstellung der MPE der Figur 4 mit weiter ausgeblendetem Motorgehäuseteil;
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht der MPE der Figuren 3-5 ohne elektronische Ansteuereinheit
und ohne Motorgehäuse;
- Figur 7
- eine Schnittdarstellung der MPE der Figuren 3-6;
- Figur 8
- eine perspektivische Darstellung MPE der Figur 3 ohne elektronische Ansteuereinheit
und damit Sicht auf die Schnittstelle zwischen Motoreinheit und elektronische Ansteuereinheit.
[0061] Bei den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen handelt es sich bei dem
in eine MPE integrierten Sensor um einen Drucksensor. Dies soll je doch nicht als
eine Beschränkung der hier vorgeschlagenen Integration eines Sensors in eine MPE auf
Drucksensoren verstanden werden. Vielmehr können auch andere Sensoren in der hier
vorgeschlagenen Weise vorteilhaft in eine MPE integriert werden.
[0062] Die Figuren 1 und 2 zeigen zunächst jeweils eine schematische Schnittdarstellung
mit einer integralen Anordnung eines Drucksensors in einer elektrohydraulischen Motor-Pumpen-Einheit,
MPE 1, 2 gemäß einer ersten und gemäß einer alternativen Ausführung.
[0063] Die MPE 1 der Figur 1 und die MPE 2 der Figur 2 bestehen im Wesentlichen aus drei
Funktionseinheiten: einer Pumpeneinheit 100 mit einer Pumpe 10 zum Fördern eines Hydraulikfluides
in einem Hydrauliksystem HS; einer mit der Pumpeneinheit 100 zum Antreiben der Pumpe
10 gekoppelten Antriebseinheit 200 mit einem Elektromotor 20; und einer mit der Antriebseinheit
200 gekoppelten und zur Ansteuerung oder Regelung des Elektromotors 20 eingerichteten
Steuereinheit 300 mit einer Steuerung 30.
[0064] Die Steuerung 30 ist zum Steuern (oder Regeln) des Elektromotors 20 und zur Versorgung
des Drucksensors 70 mit Energie und zur Abfrage eines vom Drucksensor 70 bereitgestellten
Drucksignals eingerichtet. Bei dem Drucksensor 70 kann es sich je nach dem zugrunde
liegenden physikalischen Prinzip um einen piezoresistiven oder piezoelektrischen Drucksensor,
ein Hallelement, einen kapazitiven oder induktiven Drucksensor handeln; grundsätzlich
sind auch andere hier nicht genannte oder zukünftige physikalische Prinzipien zur
Druckmessung für einen in die MPE zu integrierenden Sensor denkbar.
[0065] Die Pumpe 10, der Elektromotor 20 und die Steuerung 30 werden von einem Gehäuse 50
der jeweiligen MPE 1, 2 eingehaust. Wie eingangs bereits erläutert wird hier unter
"Gehäuse 50" der Teil der MPE 1, 2 verstanden, der die Pumpe 10, den Elektromotor
20, die Steuerung 30 usw. der MPE 1, 2 schützend aufnimmt, umgibt und hält. Das Merkmal
"Gehäuse 50" ist im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung nicht als auf die
von außen sichtbare Hülle der MPE 1, 2 beschränkt zu verstehen. Das Merkmal "Gehäuse
50" erfasst auch im Inneren der MPE 1, 2 liegende Strukturen, die integral zu den
die Hülle der MPE bildenden Bestandteilen sind oder damit verbunden sind. Im Inneren
der MPE 1, 2 liegende Strukturen können beispielsweise Innenwände, Verstrebungen etc.,
aber auch Flanschteile zur Verbindung zweier Funktionseinheiten oder von zwei Teilen
einer mehrteiligen Funktionseinheit sein. D. h., das Gehäuse 50 wird von solchen Teilen
der MPE 1, 2 gebildet, die Funktionselemente der Funktionseinheiten 100, 200, 300
der MPE aufnehmen, umhüllen oder zumindest halten.
[0066] Das Gehäuse 50 der MPE 1, 2 besteht aus mehreren Gehäuseteilen 51, 52, 53, die zusammen
das Gehäuse 50 der MPE 1, 2 bilden. In den Varianten der Figuren 1 und 2 sind die
Gehäuseteile ein Pumpengehäuse 51 zur Aufnahme der Funktionskomponenten der Pumpe
10, ein Motorgehäuse 52 zur Aufnahme der Funktionskomponenten des Elektromotors 20
und ein Steuergehäuse 53 zur Aufnahme der Komponenten der Steuerung 30.
[0067] Grundsätzlich kann wenigstens ein Gehäuseteil (Pumpengehäuse 51, das Motorgehäuse
52 und das Steuergehäuse 53) einteilig oder mehrteilig sein. In den Ausführungen der
Figuren 1 und 2 ist das Pumpengehäuse 51 zweiteilig ausgeführt und weist einen Gehäusedeckel
51 a und ein Pumpengehäuseteil 51 b auf.
[0068] Es sei angemerkt, dass das Pumpengehäuse 51 nur das Pumpengehäuseteil 51 b aufweisen
kann, welches dann ein Ende des Gehäuses 50 der MPE 1, 2 bildet. In diesem Fall kann
das Pumpengehäuseteil 51 b dann motorseitig mit einem pumpenseitigen Motorflansch
des Motorgehäuses 52 axial verschlossen sein.
[0069] Der Pumpengehäuseteil 51 b definiert in seinem Inneren den Raum zur Auf nahme der
Funktionsteile der Pumpe 10 für die Förderung des Hydraulikfluides und zur antriebsmäßigen
Kopplung mit dem Elektromotor 20. Die Pumpe 10 ist über eine durch einen motorseitigen
Pumpenflansch geführte Antriebswelle W mit dem Elektromotor 20 gekoppelt.
[0070] In beiden Ausführungen ist wenigsten ein Drucksensor 70 in das Gehäuse 50 der MPE
1, 2 integriert, indem der Drucksensor 70in einer in das Gehäuse 50 integrierten Sensoraufnahme
80 angeordnet ist. Dadurch ist der Drucksensor 70 nach außen durch das Gehäuse 50
bei montierter MPE 1, 2 unzugänglich und somit gegen Umwelteinflüsse abgeschirmt.
Die Sensoraufnahme 80 ist ein integraler Bestandteil des Gehäuses 50 der MPE 1, 2.
Somit ist der in der Sensoraufnahme 80 befindliche Drucksensor 70 in das Gehäuse 50
der MPE 1, 2 integriert.
[0071] In der Ausführung der Figur 1 ist der Drucksensor 70 über eine Kontaktbrücke 90 durch
die Motoreinheit 200 hindurch mit der Steuerung 30 elektrisch verbunden. In der Ausführung
der Figur 2 ist der Drucksensor 70 direkt mit der benachbart zum Drucksensor 70 angeordneten
Steuerung 30 elektrisch verbunden.
[0072] Der in der Sensoraufnahme 80 befindliche Drucksensor 70 steht mit dem im Betrieb
der MPE 1, 2 vermittels der Pumpe 10 geförderten Hydraulikfluid an einem Hydraulikanschluss
41 der MPE 1, 2 in drucksensorischen Kontakt, um den dort im Hydraulikfluid vorhandenen
Hydraulikdruck zu erfassen. Zur Druckerfassung besitzt der Drucksensor 70 eine Druckerfassungsfläche
73, über die der Drucksensor 70 im Betrieb der MPE 1, 2 mit dem durch die Pumpe 10
fließenden Hydraulikfluid mit dem das Hydraulikfluid führenden Inneren eines der Hydraulikanschlüsse
40 der MPE 1, 2 über eine Hilfsbohrung 85, welche das Innere des Hydraulikanschlusses
41 mit der Sensorauf nahme 80 verbindet, in Kontakt steht.
[0073] Zwischen Pumpendeckel 51 a und Pumpengehäuseteil 51 b oder, falls das Pumpengehäuse
nur aus dem Pumpengehäuseteil 51 b besteht, zwischen Pumpengehäuseteil 51 b und dem
Drucksensor 70 ist eine in der Figur 1 nicht gezeigte Dichtung angeordnet, um die
Sensoraufnahme 80 gegenüber dem Hydraulikfluid abzudichten.
[0074] Wenn die Pumpe 10 eine Verdrängerpumpe in Form einer Innenzahnradpumpe ist, kann
der Drucksensor 70 alternativ direkt oder über eine Hilfsbohrung mit einem Axialdruckfeld
der Pump in drucksensorischen Kontaktstehen.
[0075] In der schematischen Schnittdarstellung der Figur 1 ist eine MPE-integrale Anordnung
eines Drucksensors 70 gemäß der ersten Ausführung gezeigt. Dabei verläuft die Sensoraufnahme
80 koaxial zu einer durch den Elektromotor 20 und die Pumpe 10 definierten Längsachse
LA der MPE 1 durch das Pumpengehäuseteil 51 b. Die Sensoraufnahme 80 verläuft axial
als Durchgangsloch durch das Pumpengehäuseteil 51 b und ist somit in das Pumpengehäuseteil
51 b integriert.
[0076] An einem ersten offenen Ende 81 ist die Sensoraufnahme 80 mittels des Pumpendeckels
51 a verschlossen. Der Drucksensor 70 ist aus der Richtung des Pumpendeckels 51 a
in die Sensoraufnahme 80 ähnlich wie eine Patrone in einem Patronenlager so eingefügt,
dass seine drucksensitive Sensorfläche 73 in Richtung des Pumpendeckels 51 a ausgerichtet
ist. Alternativ kann der Druck sensor 70 auch über entsprechende Gewinde am Sensor
und an der Sensoraufnahme in das Pumpengehäuseteil 51 b eingeschraubt sein. Am Pumpendeckel
51 a befinden sich zwei Hydraulikanschlüsse 41, 42 der Pumpe 10. Im Pumpendeckel 51
a ist eine Hilfsbohrung 85 vorgesehen, über die zwischen einer Sensorfläche des Drucksensors
70 im Betrieb der MPE 1 mit dem Hydraulikfluid am Hydraulikanschluss 41 ein drucksensorischer
Kontakt hergestellt ist.
[0077] Ein zweites offenes Ende 82 der Sensoraufnahme 80 kann mit einem Durch gangsloch
in einem pumpenseitigen Motorflansch überlagert sein, um auf dieser Seite befindliche
elektrische Anschlüsse des Drucksensors 70 zu kontaktieren. Wenn der Pumpengehäuseteil
51 b einen motorseitigen Pumpenflansch aufweist, sind bereits aufgrund der Sensoraufnahme
80 in Form des Durchgangslochs die elektrischen Anschlüsse des Drucksensors 70 kontaktierbar.
[0078] Bei der Ausführung der Figur 1 ist das Steuergehäuse 53 der Steuereinheit 300 bevorzugt
axial mit dem Motorgehäuse 52 an dem der Pumpeneinheit 100 gegenüberliegenden Ende
des Motorgehäuses 52 über einen steuerungsseitigen Motorflansch oder einen motorseitigen
Steuergehäuseflansch verbunden.
[0079] Zur elektrischen Verbindung des Drucksensors 70 mit der Steuerung 30 sind Kontaktbrücken
90 als Verbindungsmittel vorgesehen, welche durch das Motorgehäuse 52 hindurch zwischen
elektrischen Kontakte des Drucksensors 70 und entsprechenden elektrischen Kontakten
an einer Leiterplatte 31 der Steuerung 30 im Steuergehäuse 53 eine elektrische Verbindung
herstellen.
[0080] In der schematischen Schnittdarstellung der Figur 2 ist eine MPE-integrale Anordnung
eines Drucksensors 70 gemäß einer alternativen Ausführung ge zeigt. Dabei verläuft
die Sensoraufnahme 80 orthogonal zu der durch den Elektromotor 20 und die Pumpe 10
definierten Längsachse LA der MPE 2 im Pumpengehäuseteil 51 b.
[0081] Die Sensoraufnahme 80 ist radial zur Längsachse der MPE 2 im Pumpengehäuseteil 51
b als Sackloch so integriert, dass ein offenes Ende 82 der Sensoraufnahme 80 mittels
des Steuergehäuseteils 53 der Steuerung 30 bei zusammengefügter MPE 2 verschlossen
ist. Am dem offenen Ende 82 gegenüberliegenden Ende 81 ist die Sensoraufnahme 80 über
die Hilfsbohrung 85 mit dem Inneren des Hydraulikanschlusses 41 verbunden. Auch hier
kann der Drucksensor 70 über entsprechende Gewinde am Sensor 70 und an der Seinsoraufnahme
80 in das Pumpengehäuseteil 51 b eingeschraubt sein.
[0082] Auch in dieser Ausführung ist zur Abdichtung der Sensoraufnahme 80 zwischen Drucksensor
70 und Pumpengehäuseteil 51 b eine in der Figur 2 nicht gezeigte Dichtung angeordnet,
um die Sensoraufnahme 80 gegenüber dem Hydraulikfluid abzudichten.
[0083] Auch in dieser Ausführung kann, wenn die Pumpe 10 eine Verdrängerpumpe in Form einer
Innenzahnradpumpe ist, der Drucksensor 70 alternativ direkt oder über eine Hilfsbohrung
mit einem Axialdruckfeld der Pumpe in drucksensorischen Kontakt stehen.
[0084] Das Steuergehäuse 53 ist in dieser Ausführung entsprechend mit Bezug auf die durch
die Pumpe 10 und den Elektromotor 20 definierte Längsachse LA der MPE 2 radial seitlich
zumindest mit dem Pumpengehäuseteil 51 b und mit dem Motorgehäuseteil 52 verbunden.
[0085] Zur funktionalen elektrischen Verbindung der elektrischen Anschlüsse des Drucksensors
70 mit der Steuerung 30 können diese in der zweiten Ausführung direkt oder ebenfalls
über dazwischenliegende Verbindungsmittel mit Kontaktpunkten an einer Leiterplatte
der Steuerung 30 in einem bevorzugt federbelasteten oder gesteckten elektrischen Kontakt
stehen.
[0086] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Figuren 3 bis 8 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
einer MPE 1 im Detail erläutert, die im Wesentlichen der Ausführung in der Figur 1
entspricht.
[0087] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht der MPE 1. DieMPE 1 besteht aus der Pumpeneinheit
100 mit einer Pumpe 10 zum Fördern eines Hydraulikfluides in einem Hydrauliksystem,
einem mit der Pumpeneinheit 100 zum Antreiben der Pumpe 10 gekoppelten Motoreinheit
200, einer mit der Motoreinheit 200 gekoppelten und zur Ansteuerung des Elektromotors
eingerichteten Steuereinheit 300. Alle Funktionseinheiten sind von einem Gehäuse 50
der MPE 1 umhüllt.
[0088] Das Gehäuse 50 wird von mehreren Gehäuseteilen gebildet, nämlich dem Pumpengehäuse
51, dem Motorgehäuse 52 und dem Steuerungsgehäuse 53. Das Pumpengehäuse 51 ist zweiteilig
ausgeführt und besteht aus einem Pumpendeckel 51 a und einem Pumpengehäuseteil 51
b. An dem Pumpendeckel 51 a befinden sich zwei Hydraulikanschlüsse 41, 42 der Pumpeneinheit
100.
[0089] Figur 4 zeigt die perspektivische Ansicht der MPE 1 der Figur 3 mit ausgeblendetem
Pumpengehäuseteil 51 b. In der Figur 4 sind nun im Vergleich zur Figur 3 die im Gehäuse
50, nämlich im Pumpengehäuseteil 51 b, angeordneten, nach außen durch das Gehäuse
50 abgeschirmten und mit der Steuereinheit 300 elektrisch verbundenen zwei Drucksensoren
71, 72 zu erkennen. Durch die Ausblendung des Pumpengehäuseteils 51 b ist gut zu erkennen,
dass der Pumpengehäuseteil 51 b in seinem Inneren den Raum zur Aufnahme der Funktionsteile
der Pumpe 10 für die Förderung des Hydraulikfluides und zur antriebsmäßigen Kopplung
mit dem Elektromotor 20 bildet.
[0090] Die Pumpe ist als Innenzahnradpumpe ausgeführt, damit sind im Pumpengehäuseteil 51
b im Wesentlichen angeordnet: ein angetriebenes Ritzel mit Außenzähnen, ein mit dem
Ritzel verzahnter Zahnradring mit Innenzähnen und ein gehäusefest integriertes, sichelförmigen
Füllstück, das symmetrisch zu einer Mittelebene zwischen dem Ritzel und dem Zahnradring
geformt ist und mit den Zähnen des Ritzels und des Hohlrads Zahnkammern bildet.
[0091] Die Pumpe 10 ist über eine durch den motorseitigen Pumpenflansch 51 c (Figur 6) geführte
Antriebswelle mit dem Elektromotor 20 zum Antreiben des Ritzels der Pumpe 10 gekoppelt.
[0092] Zur axialen Abdichtung ist zwischen den Zahnrädern und dem Pumpengehäuseteil 51 b
auf einer Seite und dem Pumpendeckel 51 a auf der anderen Seite jeweils eine (nicht
gezeigte) Axialdruckplatte angeordnet, die jeweils von einem zwischen der Axialdruckplatte
und dem Pumpengehäuseteil 51 b oder Pumpendeckel 51 a erzeugten Axialdruckfeldes axial
gegen Ritzel und Zahnradring gedrückt wird. Die Axialdruckplatten haben Bohrungen,
die von einer Antriebswelle für das Ritzel durchdrungen werden, und sind dadurch in
einer Ebene senkrecht zu den Achsen der Zahnräder angeordnet. Ein Axialdruckfeld ist
entweder in einer Ausnehmung in dem Pumpengehäuseteil 51 b oder Pumpendeckel 51 a
oder gehäuseseitig in der jeweiligen Axialdruckplatte gebildet und im Vergleich zur
(nicht gezeigten) Sichel halbsichelförmig, sodass das Axialdruckfeld sich jeweils
nur auf einer Seite der Mittelebene der Sichel erstreckt.
[0093] Jedes Axialdruckfeld ist, beispielsweise über einer Bohrung in der Axialdruckplatte
je nach Förderrichtung der Pumpe mit dem Saugraum oder Druckraum der Pumpe 10 verbunden.
Zwischen den beiden Axialdruckfeldern an einer Axialdruckplatte besteht keine Verbindung,
d. h., je nach Förderrichtung der Pumpe wird in einem Axialdruckfeld der Axialdruckplatten
der von der Pumpe erzeugte Hochdruck und in dem anderen Axialdruckfeld der Saugdruck
aufgebaut.
[0094] Bei der Pumpe 10 in Form einer Innenzahnradpumpe stehen die Drucksensoren 71, 72
jeweils an einem der beiden pumpengehäuseteilseitigen Axialdruckfelder der Pumpe mit
dem geförderten Hydraulikfluid in drucksensorischen Kontakt. Der an dem jeweiligen
Axialdruckfeld erfasste Druck ent spricht jeweils dem saugseitigen oder dem druckseitigen
Druck im Hydraulikfluid. Damit sind in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel zwei
Drucksensoren 71, 72 in das Gehäuse 50 der MPE 1 integriert. Ein erster der Drucksensoren
71 ist zur Erfassung des Drucks im Hydraulikfluid an einem Ersten 41 der Hydraulikanschlüsse
40 und ein Zweiter der Drucksensor 72 zur Erfassung des Drucks im Hydraulikfluid an
einem zweiten 42 der Hydraulikanschlüsse 40 eingerichtet. Die MPE 1 ist als Mehrquadranten-Maschinen
ausgelegt und dementsprechend erfassen die Drucksensoren 71, 72 entsprechend einer
aktuellen Flussrichtung des Hydraulikfluides jeweils den saugseitigen oder den druckseitigen
Hydraulikdruck.
[0095] Figur 5 zeigt die perspektivische Darstellung der MPE 1 der Figuren 3 und 4, wobei
im Vergleich zur Figur 4 zusätzlich auch das Motorgehäuseteil 52 ausgeblendet ist.
Hier ist gut zu erkennen, dass das Innere des Pumpengehäuseteils 51 b auf der dem
motorseitigen Pumpenflansch 51 c (Figur 6) axial gegenüberliegende Seiten der Pumpeneinheit
100 mit dem Pumpendeckel 51 a verschlossen ist.
[0096] Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht der elektrohydraulischen Motor-Pumpen-Einheit
(MPE) der Figuren 3-5 ohne Steuereinheit 300 und ohne Motorgehäuse 52. In der Figur
6 ist zusätzlich zu den Darstellungen der Figuren 3 bis 5 gut zu erkennen, dass das
Pumpengehäuseteil 51 b einen motorseitigen Pumpenflansch 51 c zur Verbindung mit dem
Motorgehäuse 52, in dem sich der Elektromotor 20 befindet, aufweist.
[0097] Die Figuren 5 und 6 zeigen die Kontraktbrücken 91, 92 zur elektrischen Verbindung
des Drucksensors 70 mit der Steuereinheit 300. Die Kontaktbrücken 91, 92 verlaufen
axial durch die Motoreinheit 200 und verbinden elektrische Anschlüsse 74', 75' des
Drucksensors 70 und zugehörige elektrische Anschlüsse 32 der Steuerung 30.
[0098] Die elektrischen Kontaktbrücken 91, 92 sind längliche formstabile Elemente mit integrierten
elektrischen Leiterbahnen 93. Die Leiterbahnen 93 sind je weils aus Kontaktblech gestanzt,
anschließend umgeformt, und dann mit einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial
umspritzt oder vergossen worden.
[0099] Die Leiterbahnen 93 sind in der gezeigten Ausführung L-förmig umgeformt worden, sodass
die Leiterbahnen 93 pumpenseitig erste Kontakte 93a', 93b', 93c' für zugeordnete elektrische
Anschlüsse 73', 74', 75', 73", 74", 75" eines der Drucksensoren 71, 72 und steuerungsseitig
zweite Kontakte 93a", 93b", 93c" für elektrische Anschlüsse 32 an der Steuerung 30
aufweisen.
[0100] Vermittels der elektrischen Kontaktbrücken 91, 92, d.h. die jeweiligen Leiterbahnen
93, werden die Drucksensoren 71, 72 von der Steuerung 30 mit der notwendigen elektrischen
Leistung gespeist und das vom jeweiligen Druck sensor 71, 72 an dem ihm zugeordneten
Hydraulikanschluss 41, 42 proportional zum vorherrschenden Druck erzeugte elektrische
Drucksignal von der Steuerung 30 abgefragt.
[0101] Dadurch, dass die elektrische Anbindung der Drucksensoren 71, 72 an die Steuerung
30 durch das und somit innerhalb des Motorgehäuses 52 erfolgt, ist die elektrische
Anbindung der Drucksensoren 71, 72 wie die Drucksenso ren 71, 72 selbst durch das
Gehäuse 50 gegen Umwelteinflüsse geschützt und ebenfalls von außen nicht sichtbar.
[0102] Figur 7 zeigt eine Schnittdarstellung durch die MPE der Figuren 3-6. In der Figur
7 ist gut zu erkennen, dass das Gehäuse 50 der MPE 1 das Pumpengehäuseteil 51 b aufweist,
in dem Funktionsteile der Pumpe 10 gehalten und eingehaust sind, und besonders, dass
die Sensoraufnahme 80 struktureller Bestandteil des Pumpengehäuseteils 51 b ist. Die
Sensoraufnahme 80 verläuft koaxial zu der durch die Motoreinheit 200 und die Pumpeneinheit
100 definierten Längsachse LA als Durchgangsloch durch das Pumpengehäuseteil 51 b.
[0103] Der Drucksensor 70 steht mit dem im Betrieb der MPE 1 geförderten Hydraulikfluid
an einem der Hydraulikanschlüsse 41, 42 der MPE 1 über eine in Figur 7 nicht gezeigte
Hilfsbohrung in drucksensorischen Kontakt. Die Sensoraufnahme 80 ist im Pumpengehäuseteil
51 b so konfiguriert, dass eine Druckerfassungsfläche des Drucksensors 70 über die
nicht dargestellte Hilfsbohrung den Druck im Hydraulikfluid an einem der Hydraulikanschlüsse
41, 42 erfassen kann.
[0104] An einem ersten offenen Ende 81 ist die Sensoraufnahme 80 mittels des Pumpendeckels
51 a verschlossen. Der Drucksensor 70 ist aus der Richtung des Pumpendeckels 51 a
in die Sensoraufnahme 80 so eingefügt, dass seine drucksensitive Sensorfläche 73 in
Richtung des Pumpendeckels 51 b ausgerichtet ist.
[0105] Der Drucksensor 70 und die Sensoraufnahme 80 weisen formschlüssig zusammenwirkende
Elemente auf, beispielsweise einen umlaufenden Vorsprung am Drucksensor 70 und eine
entsprechende umlaufende Kante an der Sensoraufnahme 80. Vorsprung und Kante sind
so aufeinander abgestimmt, dass der in die Sensoraufnahme 80 eingesetzte Drucksensor
70 ähnlich wie eine Patrone in einem Patronenlager festgelegt ist. Zur Abdichtung
der Sensorauf nahme 80 gegenüber dem Hydraulikfluid ist eine in der Figur 7 nicht
näher gezeigte O-Ring-Dichtung vorgesehen.
[0106] Am Pumpendeckel 51 a befinden sich die Hydraulikanschlüsse 40 der Pumpe 10. Die Hydraulikanschlüsse
40 und die Sensoraufnahme 80 können so gestaltet sein, dass die Sensorfläche 73 des
Drucksensors 70 direkt im Betrieb der MPE 1 mit dem Hydraulikfluid am zugeordneten
Hydraulikanschluss 40 in Kontakt steht. Im Ausführungsbeispiel der Figuren 3 bis 8
ist im Pumpende ckel eine in der Figur 7 nicht gezeigte Hilfsbohrung vorgesehen, über
die die Sensorfläche 73 des Drucksensors 70 im Betrieb der MPE 1 mit dem Hydraulikfluid
am zugeordneten Hydraulikanschluss 40 in Kontakt steht. Dadurch, dass der Drucksensor
70 im Betrieb der MPE 1 mit dem Druck im Hydraulikfluid belastet wird, wird der Drucksensor
70 zusätzlich sicher in der Sensoraufnahme 80 festgelegt.
[0107] Dadurch, dass in dieser Ausführung der Pumpengehäuseteil 51 a den motorseitigen Pumpenflansch
51 c aufweist, sind bereits aufgrund der Sensorauf nahme 80 in Form des Durchgangslochs
die elektrischen Anschlüsse des Drucksensors 70 durch die Kontaktbrücken 91, 92 kontaktierbar.
Alternativ könnte das zweite offene Ende 82 der Sensoraufnahme 80 mit einem Durchgangsloch
in einem pumpenseitigen Motorflansch zur Deckung gebracht werden, sodass die auf dieser
Seite befindlichen elektrischen Anschlüsse des Drucksensors 70 wieder mittels der
Kontaktbrücken 91, 92 kontaktierbar sind.
[0108] Das Steuergehäuse 53 der Steuereinheit 300 mit der Steuerung 30 ist axial mit dem
Motorgehäuse 52 an dem der Pumpeneinheit 100 gegenüberliegenden Ende des Motorgehäuses
52 über einen steuerungsseitigen Motorflansch 52c (Figur 8) verbunden. Alternativ
könnte die Verbindung auch über einen motorseitigen Steuerungsgehäuseflansch hergestellt
werden.
[0109] Figur 8 zeigt eine perspektivische Darstellung der Figur 3 ohne elektronische Ansteuereinheit
und Sicht auf die Schnittstelle zwischen Motoreinheit und elektronische Ansteuereinheit.
Neben den bereits erläuterten Gehäuseteilen Pumpendeckel 51 a, Pumpengehäuseteil 51
b, Motorgehäuseteil 52 ist in der Figur 8 durch die Ausblendung der Steuereinheit
300 gut der steuerungsseitige Motorgehäuseflansch 52c zu erkennen. Im Motorgehäuseflansch
52c befinden sich erste Durchgangsöffnungen, durch die elektrische Anschlüsse 21,
22, 23 der Wicklungen des Elektromotors 20 geführt sind, und zweite Durchgangsöffnungen,
durch welche die steuerungsseitigen zweiten Kontakte 93a", 93b", 93c" der Kontaktbrücken
für elektrische Anschlüsse 32 an der Steuerung 30.
[0110] Abschließend sei angemerkt, dass die Steuereinheit 300 eine in den Figuren nicht
dargestellte Datenschnittstelle zu Anbindung an einem Kommunikationsbus, beispielsweise
einen CAN-Bus oder Feld-Bus oder dergleichen, aufweist und neben anderen Kommunikationszwecken
eingerichtet ist, die seitens der beiden Drucksensoren 71, 72 erfassten Hydraulikdrücke
auf dem Kommunikationsbus bereitzustellen.
1. Elektrohydraulische Motor-Pumpen-Einheit (1), MPE, mit einer Pumpe (10) zum Fördern
eines Fluides, einem mit der Pumpe (10) zum Antreiben gekoppelten Elektromotor (20),
einer mit dem Elektromotor (20) gekoppelten und zur Ansteuerung des Elektromotors
(20) eingerichteten Steuerung (30) und einem Gehäuse (50),
gekennzeichnet durch wenigstens einen in einer in das Gehäuse (50) integrierten Sensoraufnahme (80) angeordneten
und mit der Steuerung (30) elektrisch verbundenen Sensor (70, 71, 72).
2. MPE (1) nach Anspruch 1, wobei der wenigstens eine Sensor (70, 71, 72) nach außen
durch das Gehäuse (50) abgeschirmt ist.
3. MPE (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei mindestens ein Sensor (70, 71, 72) ein Drucksensor
(70, 71, 72) ist, der mit dem im Betrieb der MPE (1) geförderten Fluid an einem Fluidanschluss
(40, 41, 42) der MPE (1) in drucksensorischen Kontakt steht.
4. MPE (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Pumpe (10) eine Innenradzahnpumpe
ist und mindestens ein Sensor (70, 71, 72) ein Drucksensor (70, 71, 72) ist, wobei
der mindestens eine Drucksensor (70, 71, 72) in einem Axialdruckfeld der Pumpe (10)
mit dem Fluid in drucksensorischen Kontakt steht.
5. MPE (1) nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Sensoraufnahme (80) im Gehäuse (50) so konfiguriert
ist, dass eine Druckerfassungsfläche des Druck sensors (70, 71, 72) direkt oder über
eine Hilfsbohrung (85) den Druck im Fluid an erfassen kann.
6. MPE (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Gehäuse (50) ein Pumpengehäuseteil
(51 b) aufweist, in dem Funktionsteile der Pumpe (10) aufgenommen sind, und wobei
die Sensoraufnahme (80) ein struktureller Bestandteil des Pumpengehäuseteils (51 b)
ist.
7. MPE (1) nach Anspruch 6, wobei das Pumpengehäuseteil (51 b) einen motorseitigen Pumpenflansch
(51 c) zur Verbindung mit einem Motorgehäuse (52), in dem sich der Elektromotor (20)
befindet, aufweist.
8. MPE (1) nach Anspruch 7, wobei das Innere des Pumpengehäuseteils (51 b) auf der dem
motorseitigen Pumpenflansch (51 c) axial gegenüberliegenden Seite der Pumpe (10) mit
einem Pumpendeckel (51 a) verschlossen ist.
9. MPE (1) nach Anspruch 6, wobei der Pumpengehäuseteil (51 b) ein Ende des Gehäuses
(50) der MPE (1) bildet, und wobei der Pumpengehäuseteil (51 b) motorseitig mit einem
pumpenseitigen Motorflansch eines Motorgehäuses (52) axial verschlossen ist.
10. MPE (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei sich soweit rückbezogen auf Anspruch
7 oder 8 ein saugseitiger und ein druckseitiger Fluidanschluss (40, 41, 42) jeweils
entweder am Pumpengehäuseteil (51 b) oder am Pumpendeckel (51 a) befinden, und wobei
sich soweit rückbezogen auf Anspruch 9 der saugseitige und der druckseitige Fluidanschluss
(40, 41, 42) am Pumpengehäuseteil (51 b) befinden.
11. MPE (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Sensoraufnahme (80) orthogonal
zu einer durch den Elektromotor (20) und die Pumpe (10) definierten Längsachse der
MPE (1) verläuft.
12. MPE (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Sensoraufnahme (80) koaxial zu
einer durch den Elektromotor (20) und die Pumpe (10) definierten Längsachse (LA) durch
das Pumpengehäuseteil (51 b) verläuft.
13. MPE (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die MPE (1) für den Drucksensor (70,
71, 72) eine elektrische Kontaktbrücke (90, 91, 92) aufweist, wobei die Kontaktbrücke
(90, 91, 92) axial durch den Elektromotor (20) verläuft und elektrische Anschlüsse
(73', 74', 75', 73", 74", 75") des Drucksensors (70, 71, 72) und zugehörige elektrische
Anschlüsse der Steuerung (30) verbindet.
14. MPE (1) nach Anspruch 13, wobei die elektrische Kontaktbrücke (90, 91, 92) aus in
Längsrichtung der MPE (1) verlaufenden formstabilen Elementen mit integrierten elektrischen
Leiterbahnen (93), insbesondere Kontaktble che, gebildet ist, welche mit einem elektrisch
isolierenden Kunststoffmaterial umspritzt oder vergossen sind und so, bevorzugt L-förmig,
geformt sind, dass die Leiterbahnen (93) pumpenseitig erste Kontakte (94, 94a', 94b',
94c') für, bevorzugt federnde, elektrische Anschlüsse (73', 74', 75', 73", 74", 75")
des Drucksensors (70, 71, 72) und steuerungsseitig zweite Kontakte (95, 95a", 95b",
95c") für die elektrischen Anschlüsse (32, 32a, 32b, 32c) an der Steuerung (30) bilden.
15. MPE (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Steuerung (30) eine Datenschnittstelle
zu einem Kommunikationsbus, insbesondere einem CAN-Bus oder Feld-Bus oder dergleichen,
aufweist und eingerichtet ist, die seitens des wenigstens einem Drucksensor (70, 71,
72) erfassten Fluiddrucks auf den Kommunikationsbus bereitzustellen.
16. MPE (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei wenigstens zwei Drucksensoren (70,
71, 72) in das Gehäuse (50) der MPE (1) integriert sind, wobei ein erster Drucksensor
(70, 71, 72) zur Erfassung des Drucks im Fluid an einem ersten Fluidanschluss (40,
41, 42) der Pumpe (10) und ein zweiter Drucksensor (70, 71, 72) zur Erfassung des
Drucks im Fluid an einem zweiten Fluidanschluss (40, 41, 42) der Pumpe (10), falls
die MPE (1) eine Mehr-Quadranten-Maschinen ist, entsprechend wechselnd, in Druck sensorischer
Ver bindung steht.
17. Hydrauliksystem (HS), umfassend Hydraulikleitungen (HL) und eine an die Hydraulikleitungen
(HL) angeschlossene MPE (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16 mit wenigstens einem
integrierten Drucksensor.