[0001] Die Erfindung betrifft eine Instrumentenhalterung und ein Verfahren zur flüssigkeitsfreien
Instrumentenkühlung, insbesondere für die Anwendung im Hochtemperaturbereich, sowie
ein System beziehungsweise eine Anordnung zur flüssigkeitsfreien Innenraumüberwachung
von Hochtemperatursystemen.
[0002] Für die Überwachung und Beobachtung des Innenraums von Hochtemperatursystemen, wie
insbesondere Industrieöfen, Brennern oder Thermoprozessräumen sind bei Betriebstemperaturen
von mehr als 900°C besondere Anforderungen an die Temperaturbeständigkeit der Überwachungsinstrumente
zu stellen. So ist es erforderlich, dass Sensoren und Kameras, die üblicherweise an
Lanzen stirnseitig fixiert in den betreffenden Hochtemperaturbereich geführt werden
oder in dem betreffenden Bereich angeordnet sind, gekühlt werden müssen, um nicht
beschädigt zu werden. Bislang wird die Kühlung solcher Lanzen mit einem mehrwandigen,
flüssigkeitsgekühlten Schutzgehäuse realisiert, das eine stirnseitige Ausblicköffnung
für ein Überwachungs- oder Beobachtungsinstrument aufweist. Es hat sich jedoch gezeigt,
dass die Akzeptanz für den Einsatz von flüssigkeitsgekühlten, insbesondere wassergekühlten
Systemen gering ist, da bei solchen Systemen ein Risiko für einen Wassereintritt in
das Hochtemperatursystem besteht, wodurch Schäden verursacht werden können. Gefordert
wird daher eine Möglichkeit zur flüssigkeitsfreien Kühlung von Instrumenten zur Überwachung
und Beobachtung des Innenraums von Hochtemperatursystemen, wie insbesondere Öfen,
Brennern und Thermoprozessräumen.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Möglichkeiten zur flüssigkeitsfreien
Kühlung von Instrumenten zur Überwachung und Beobachtung des Innenraums von Hochtemperatursystemen
vorzuschlagen.
[0004] Die Aufgabe wird durch eine Instrumentenhalterung zur flüssigkeitsfreien Instrumentenkühlung
mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1, einem System zur flüssigkeitsfreien Innenraumüberwachung
von Hochtemperatursystemen gemäß Patentanspruch 14 und einem Verfahren zur flüssigkeitsfreien
Instrumentenkühlung gemäß Anspruch 20 gelöst. Weiterbildungen sind in den jeweils
abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0005] Die erfindungsgemäße Instrumentenhalterung zur flüssigkeitsfreien Instrumentenkühlung
umfasst ein Schutzgehäuse, das zumindest doppelwandig ausgebildet ist, eine Einlassöffnung
für Kühlgas, mindestens einen Strömungskanal für Kühlgas und mindestens eine Auslassöffnung
für Kühlgas. Weiterhin umfasst die erfindungsgemäße Instrumentenhalterung ein in einem
Strömungskanal für Kühlgas anordenbares Instrumentengehäuse mit einer Einlassöffnung
für ein Spülgas, einen Strömungskanal für Spülgas, mindestens einer Auslassöffnung
für Spülgas, eine Ausblicköffnung für ein Instrument und Befestigungsmittel zur Befestigung
eines Instruments in dem Instrumentengehäuse. Durch den Strömungskanal für ein Kühlgas
ist es möglich, den Wärmeeintrag beim Einsatz im Hochtemperatursystem mit einer Kühlgasströmung
abzuführen, ohne dass eine Flüssigkeitskühlung erforderlich ist. Vorteilhafterweise
ist das Instrumentengehäuse, in dem Instrumente, wie Kameras oder Sensoren zur Überwachung
und Beobachtung des Innenraums von Hochtemperatursystemen befestigt werden können,
in dem Strömungskanal für Kühlgas angeordnet, so dass ein Kühlgasstrom das Instrumentengehäuse
umströmen kann und dabei Umgebungswärme verdrängt.
[0006] Im Sinne der Erfindung sind unter Hochtemperatursystemen Öfen, wie Glasschmelzöfen
oder Aluminiumschmelzöfen, Brenner oder Thermoprozessräume zu verstehen, deren Innentemperaturen
beziehungsweise Betriebstemperaturen oberhalb von 900 °C liegen. Dies soll nicht ausschließen,
dass die erfindungsgemäße Instrumentenhalterung auch bei niedrigeren Temperaturen
vorteilhaft zur Kühlung von Instrumenten zur Überwachung und Beobachtung des Innenraums
von Hochtemperatursystemen eingesetzt werden kann.
[0007] Der Begriff Instrument steht im Sinne der Erfindung für eine Vielzahl von Geräten,
die zur Beobachtung oder Überwachung des Innenraums von Hochtemperatursystemen eingesetzt
werden können und dabei gekühlt werden müssen.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Instrumentenhalterung
kann das Schutzgehäuse mit einem äußeren Rohr und mindestens einem inneren Rohr gebildet
sein. Dabei können das äußere und das innere Rohr so angeordnet sein, dass zwischen
dem äußeren Rohr und dem mindestens einen inneren Rohr ein Strömungskanal für Kühlgas
gebildet ist. Bei dieser fertigungstechnisch vorteilhaften Ausführungsform wird das
doppelwandige Schutzgehäuse durch zwei ineinander angeordnete Rohre gebildet, wobei
das äußere Rohr eine Stirnseite des mindestens einen inneren Rohrs an der Auslassöffnung
für Kühlgas überragen kann. Dadurch bildet das äußere Rohr einen erweiterten Schutzschild
gegenüber der Umgebungswärme beim Einsatz im Hochtemperatursystem. Es kann auch vorgesehen
sein, dass das Schutzgehäuse mit mehreren inneren Rohren gebildet ist, die jeweils
kleinere Außendurchmesser ausweisen und daher so angeordnet werden können, dass zwischen
ihnen jeweils ein Strömungskanal für Kühlgas gebildet ist. Dabei kann es weiterhin
vorgesehen sein, dass ein Innenrohr die Stirnseite eines Innenrohrs mit kleinerem
Außendurchmesser überragt, um eine Schutzwirkung gegenüber der Umgebungswärme zu erreichen.
[0009] Grundsätzlich ist die Form des Schutzgehäuses nicht auf eine runde Form beschränkt.
Es können auch weitere Formen vorgesehen sein, die beispielsweise an eine Öffnung
in einer Wand eines Hochtemperatursystems angepasst sind.
[0010] Zum Schutz vor Strahlungswärme ist das Instrumentengehäuse weiter im Inneren des
Schutzgehäuses angeordnet, so dass das Schutzgehäuse das Instrumentengehäuse überragt,
ohne dass die Ausblicköffnung für ein Instrument überdeckt ist. Vorzugsweise kann
die Position des Instrumentengehäuses im Schutzgehäuse verändert werden, um den Sichtbereich
für ein Instrument zur Beobachtung des Innenraums zu verändern. Eine Änderung der
Position des Instrumentengehäuses kann aber auch von Vorteil sein, um das Instrument
vor zu hoher thermischer Belastung zu schützen. In diesem Fall kann das Instrumentengehäuse
tiefer in dem Schutzgehäuse positioniert werden.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Instrumentenhalterung
kann es vorgesehen sein, dass zwischen dem Instrumentengehäuse und dem Schutzgehäuse
ein Strömungskanal für Kühlgas gebildet ist, so dass das Instrumentengehäuse vollständig
von einem Kühlgasstrom umströmt werden kann. Dabei kann es weiterhin vorgesehen sein,
dass eine Innenwand des Schutzgehäuses zumindest eine mit einem Strömungskanal für
Kühlgas korrespondierende Durchbrechung aufweist. Eine solche im Innenrohr des Schutzgehäuses
ausgebildete Durchbrechung gewährleistet eine Versorgung mit Kühlgas für den weiteren
zwischen dem Instrumentengehäuse und dem Schutzgehäuse gebildeten Strömungskanal.
Vorteilhafterweise können dadurch mehrere Strömungskanäle für Kühlgas bereitgestellt
werden, ohne dass weitere Einlassöffnungen für Kühlgas erforderlich sind. Dies hat
weiterhin einen konstruktiven Vorteil, da die Instrumentenhalterung weniger sperrig
ausgeführt werden kann.
[0012] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Instrumentenhalterung
können die Auslassöffnung für Kühlgas, die Auslassöffnung für Spülgas und die Ausblicköffnung
für ein Instrument auf einer einer Hochtemperatur zugewandten Seite der Instrumentenhalterung
angeordnet sein. Bei dieser Ausführungsform sind alle Auslassöffnungen für Kühlgas
und Spülgas in Blickrichtung eines im Instrumentengehäuse angeordneten Instruments
angeordnet, so dass die Gase für die Kühlung und Spülung beim Einsatz im Hochtemperatursystem
in das Innere des Hochtemperatursystems abgeleitet werden können. Vorteilhafterweise
wird das im Inneren ausströmende Gas eingesetzt, um eine verbesserte Sicht in Ausblickrichtung
für ein Instrument zu ermöglichen.
[0013] Für Anwendungen, bei denen ein übermäßiger Gaseintrag in das Innere des Hochtemperatursystems
unerwünscht ist, kann es vorgesehen sein, dass die Auslassöffnung für Kühlgas auf
einer einer Hochtemperatur abgewandten Seite der Instrumentenhalterung angeordnet
ist. Zweckentsprechend kann der Strömungskanal für Kühlgas derart gebildet sein, dass
verbrauchtes Kühlgas auf einer Niedrigtemperaturseite in die Umgebung abgeführt oder
zur weiteren Verwendung bereitgestellt wird.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Instrumentenhalterung
können mehrere der Auslassöffnungen für Spülgas um die Ausblicköffnung für ein Instrument
zur Innenraumüberwachung angeordnet sein. Zweckmäßigerweise können die Einlassöffnung
für Kühlgas, die Einlassöffnung für Spülgas und zumindest einen Anschluss zur signaltechnischen
beziehungsweise elektrischen Verbindung mit einem Instrument auf einer der Hochtemperatur
abgewandten Seite der Instrumentenhalterung angeordnet sein.
[0015] Das Schutzgehäuse ist zweckmäßigerweise aus einem temperaturbeständigen Material
gebildet. Denkbar sind Keramiken, Verbundmaterialien oder Metalllegierungen, die einen
hohen Schmelzpunkt aufweisen. Als besonders vorteilhaft haben sich Edelstahllegierungen
erwiesen. So kann das Schutzgehäuse vorzugsweise aus einer Edelstahllegierung gebildet
sein. Besonders bevorzugt kann das Schutzgehäuse aus der Edelstahllegierung der Sorte
1.4301 gebildet sein.
[0016] Das Instrumentengehäuse kann ebenfalls aus einer temperaturbeständigen Edelstahllegierung
gebildet sein. Um eine Gewichtsreduzierung der Instrumentenhalterung zu erreichen,
können Teile des Instrumentengehäuses aus Aluminium gebildet sein. Vorzugsweise sind
Teile der Befestigungsmittel zur Befestigung des Instrumentes im Instrumentengehäuse
aus Aluminium gebildet. Weiterhin kann es auch vorgesehen sein, dass das Instrumentengehäuse
eine Führung für Instrumente, insbesondere eine Kameraführung aufweist, mit der eine
Kamera innerhalb des Instrumentengehäuses verschoben werden kann.
[0017] Zur Befestigung und/oder Fixierung der Instrumentenhalterung in oder an einer Wandöffnung
eines Hochtemperatursystems kann die Instrumentenhalterung eine Befestigungsvorrichtung
aufweisen. Dabei kann die Befestigungsvorrichtung eine Führung aufweisen, in der das
Schutzgehäuse verschiebbar geführt ist. Durch die Führung kann die Eindringtiefe des
Schutzgehäuses in das Hochtemperatursystem beeinflusst werden. Vorteilhafterweise
kann das Schutzgehäuse gleitend verschoben werden, so dass die Eindringtiefe in den
Innenraum eines Hochtemperatursystems variiert werden kann, um den Wärmeeintrag durch
Wärmestrahlung möglichst gering zu halten. Die Befestigungsvorrichtung kann so ausgeführt
sein, dass sie mit der Wand eines Hochtemperatursystems verschraubt werden kann.
[0018] Für die Bestimmung der Temperaturverteilung im/am Schutzgehäuse und im/am Instrumentengehäuse
können an verschiedenen Positionen in oder am Instrumentengehäuse Thermometer beziehungsweise
Temperatursensoren angeordnet sein. Die von den Thermometern oder Temperatursensoren
bereitgestellten Daten können zur Regelung der Gasströme für die Kühlung und/oder
die Spülung eingesetzt werden.
[0019] Die Erfindung umfasst weiterhin ein System zur flüssigkeitsfreien Innenraumüberwachung
von Hochtemperatursystemen mit einer Instrumentenhalterung gemäß der vorhergehenden
Beschreibung.
[0020] Das erfindungsgemäße System umfasst ein Instrument, das von der Instrumentenhalterung
gehalten ist, eine Kontrolleinrichtung zur Verarbeitung von Signalen des Instruments
und einer Versorgungseinrichtung zum Bereitstellen eines Gasstroms an die Instrumentenhalterung.
Unter einem Instrument ist zweckmäßigerweise eine Einrichtung beziehungsweise ein
Messgerät zu verstehen, das Signale physikalischer und/oder chemischer Vorgänge erfassen
kann. Vorzugsweise kann eine Kamera, ein Pyrometer oder eine Kombination aus Kamera
und Pyrometer als Instrument eingesetzt werden.
[0021] Vorzugsweise kann die Versorgungseinrichtung einen Druckregler aufweisen, mit dem
der Druck des Gasstroms vorzugsweise im Bereich von 0,1 bar bis 8,5 bar einstellbar
ist. Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass die Versorgungseinrichtung einen Durchflussmesser
aufweist, mit dem der Volumenstrom des Gasstroms bestimmbar ist. Zweckmäßigerweise
können der Druckregler und der Durchflussmesser für eine bedarfsgerechte Einstellung
des zur Kühlung der Kamera und der Instrumentenhalterung erforderlichen Volumenstroms
eines Gases eingesetzt werden. Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass die Versorgungseinrichtung
zur automatischen Steuerung und/oder Regelung des Gasstromes eingerichtet ist, wobei
die Versorgungseinrichtung beispielsweise auf Temperaturdaten zugreift, die von Temperatursensoren
der Instrumentenhalterung bereitgestellt werden.
[0022] Entsprechend der Ausgestaltung der Instrumentenhalterung kann die Versorgungseinrichtung
einen Kühlgasstrom und einen Spülgasstrom an den Instrumentenhalter bereitstellen,
wobei der Kühlgasstrom und der Spülgasstrom voneinander unabhängig regelbar sind.
[0023] Für die Bereitstellung des Gasstromes zur Kühlung und/oder zur Spülung kann die Versorgungseinrichtung
mit einer Gasquelle verbunden sein oder eine Einrichtung aufweisen, die ein Gasvolumen,
wie beispielsweise Flaschengas bereitstellt. Bei einer besonders einfachen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems wird als Gasquelle Umgebungsluft verwendet, so dass
die Versorgungseinrichtung mit einem bestehenden Druckluftnetz verbunden werden kann
oder Druckluft über einen Kompressor bereitgestellt wird, der Bestandteil der Versorgungseinrichtung
sein kann. Denkbar ist weiterhin, dass zur Kühlung und/oder Spülung erforderliche
Gasströme mit einem Gebläse bereitgestellt werden.
[0024] Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass zum Kühlen und Spülen unterschiedliche
Gase, wie beispielsweise Inertgase verwendet werden. Entsprechend kann die Versorgungseinrichtung
mehrere Anschlüsse für Gasquellen aufweisen. Denkbar ist auch eine Aufnahmevorrichtung
für Gasflaschen in einem Gehäuse der Versorgungseinrichtung.
[0025] Um das Risiko des Eintrags von Flüssigkeit in ein Hochtemperatursystem gering zu
halten, kann die Versorgungseinrichtung einen Flüssigkeitsabscheider beziehungsweise
Wasserabscheider aufweisen, mit dem Flüssigkeit/Wasser aus den eingesetzten Gasen
zur Kühlung und/oder Spülung abgeschieden werden können.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems können die
Kontrolleinrichtung zur Verarbeitung von Kamerasignalen und die Versorgungseinrichtung
zum Bereitstellen eines Gasstroms in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sein.
[0027] Zum Verbinden der Versorgungseinrichtung mit der Instrumentenhalterung können hitzebeständige
Schlauchleitungen verwendet werden, die mit Überwurfverschraubungen befestigt werden.
[0028] Weiterhin umfasst die Erfindung ein Verfahren zur flüssigkeitsfreien Instrumentenkühlung
mit einer vorstehend beschriebenen Instrumentenhalterung oder einem System zur flüssigkeitsfreien
Innenraumüberwachung von Hochtemperatursystemen, wobei zum Kühlen eines von der Instrumentenhalterung
gehaltenen Instruments ein Volumenstrom für ein Kühlgas und/oder ein Volumenstrom
für ein Spülgas in Abhängigkeit von einer Temperatur des Instruments, einer Temperatur
der Instrumentenhalterung und/oder einer Umgebungstemperatur der Instrumentenhalterung
an die Instrumentenhalterung bereitgestellt wird.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der
Volumenstrom für ein Kühlgas und/oder für ein Spülgas in Abhängigkeit von der Temperatur
des Instruments, einer Temperatur der Instrumentenhalterung und/oder einer Umgebungstemperatur
der Instrumentenhalterung geregelt. Dabei können Temperaturdaten berücksichtigt werden,
die von den Temperatursensoren der Instrumentenhalterung bereitgestellt werden.
[0030] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann als
Kühlgas und/oder Spülgas Luft eingesetzt werden. Für bestimmte Anwendungen kann es
jedoch auch vorgesehen sein, dass als Kühlgas und/oder Spülgas ein Inertgas, wie Stickstoff
oder ein Edelgas eingesetzt wird.
[0031] Vorzugsweise kann ein Kühlgasdruck und/oder ein Spülgasdruck im Bereich von 0,1 bar
bis 8,5 bar eingestellt werden. Besonders bevorzugt wird ein Spülgasdruck von 1 bar
und ein Kühlgasdruck von mindestens 0,5 bar eingestellt.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann ein Gesamtvolumenstrom für Kühlgas und Spülgas von mindestens 0,6 m
3/min eingestellt werden. Üblicherweise beträgt die Temperatur des bereitgestellten
Kühlgases 20 °C bis 30 °C. Vorteilhafterweise kann bei einem Momentandurchfluss von
0,6 m
3/min durch die Instrumentenhalterung bei einer Umgebungstemperatur im Hochtemperatursystem
von 1700 °C eine dauerhafte Kühlung eines von der Instrumentenhalterung gehaltenen
Instruments auf eine Temperatur erreicht werden, die 55 °C nicht übersteigt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile von Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf
die zugehörigen Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematisch perspektivische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels einer
Instrumentenhalterung für eine flüssigkeitsfreie Kühlung mit Befestigungsvorrichtung
für den Einsatz in einem Hochtemperatursystem
- Fig. 2:
- eine weitere Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels einer Instrumentenhalterung
zur flüssigkeitsfreien Instrumentenkühlung
[0033] Wiederkehrende Merkmale sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0034] Die Figur 1 zeigt eine schematisch perspektivische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels
einer Instrumentenhalterung 1 mit Befestigungsvorrichtung 11 für den Einsatz in einem
Hochtemperatursystem.
[0035] Im vorliegend dargestellten Beispiel ist die rechte Seite A der Instrumentenhalterung
1 die den hohen Temperaturen zugewandte Seite, die nachfolgend als Hochtemperaturseite
bezeichnet wird. Die der Hochtemperaturseite abgewandte Seite B kann auch als Niedrigtemperaturseite
bezeichnet werden.
[0036] Die Instrumentenhalterung 1 weist ein mit dem Bezugszeichen 2 gekennzeichnetes doppelwandiges
Schutzgehäuse auf, das mit einem äußeren Edelstahlrohr 2.1 und einem inneren Edelstahlrohr
2.2 gebildet ist. Auf der Umgebungstemperaturseite B weist das Schutzgehäuse 2 eine
Einlassöffnung 3 für Kühlgas auf. Zwischen dem äußeren Edelstahlrohr 2.1 und dem inneren
Edelstahlrohr 2.2 ist ein Strömungskanal 4.1 gebildet, der eine Auslassöffnung für
Kühlgas 5.1 auf der Hochtemperaturseite aufweist. Weiterhin weist das Schutzgehäuse
2 eine mit dem Strömungskanal 4.1 korrespondierende Durchbrechung 3.1 im Edelstahlrohr
2.2 auf. Dabei ist die Durchbrechung 3.1 koaxial zur Mittelachse der Einlassöffnung
3 ausgebildet, so dass in die Einlassöffnung 3 eingeführtes Kühlgas durch die Durchbrechung
3.1 in den mit dem Bezugszeichen 4.2 gekennzeichneten Strömungskanal gelangen kann.
Der Strömungskanal 4.2 weist eine Auslassöffnung 5.2 für Kühlgas auf, durch die ein
Kühlgas in den Hochtemperaturbereich in das Innere eines Hochtemperatursystems abgeleitet
werden kann. Folglich kann ein in die Einlassöffnung 3 eingeleitetes Kühlgas durch
die Strömungskanäle 4.1 und 4.2 strömen und dabei einen auf das Schutzgehäuse 2 wirkenden
Wärmeintrag abführen.
[0037] Im vorliegenden Beispiel ist das äußere Edelstahlrohr 2.1 länger als das innere Edelstahlrohr
2.2 ausgebildet, so dass das äußere Edelstahlrohr 2.1 die Stirnseite des inneren Edelstahlrohrs
2.2 an der Auslassöffnung 5.1 überragt.
[0038] Mit dem Bezugszeichen 6 ist ein Instrumentengehäuse gekennzeichnet, das in dem Strömungskanal
4.2 des Schutzgehäuses 2 angeordnet ist. Das Instrumentengehäuse 6 weist eine Einlassöffnung
7 für ein Spülgas, einen Strömungskanal 8 für Spülgas und mehrere kreisförmig angeordnete
Auslassöffnungen (nicht gezeigt) auf, die in der Stirnfläche des Instrumentengehäuses
6 auf der Hochtemperaturseite ausgebildet sind. Ebenfalls in der Stirnfläche des Instrumentengehäuses
6 ist eine Ausblicköffnung 9 für ein Instrument (nicht gezeigt) zur Beobachtung und
Überwachung des Innenraums eines Hochtemperatursystems ausgebildet. Weiterhin weist
das Instrumentengehäuse 6 Befestigungsmittel zur Befestigung eines Instruments auf,
wobei es sich im vorliegenden Beispiel um eine aus Aluminium gebildete Führungsstange
10 handelt, die zur Befestigung einer Kamera (nicht gezeigt) vorgesehen ist. Nicht
gezeigt ist eine Anschlussmöglichkeit zur signaltechnischen und/oder elektrischen
Verbindung einer Kamera. Vorzugsweise ist eine solche Anschlussmöglichkeit auf der
Niedrigtemperaturseite an einem Ende des Instrumentengehäuses 6 vorgesehen.
[0039] Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Instrumentengehäuse 6 beweglich
in dem Schutzgehäuse 2 angeordnet, so dass die Postion des Instrumentengehäuses 6
variiert werden kann. So kann die Position des Instrumentengehäuses 6 bei besonders
hohen Temperaturen entsprechend geändert werden, um die Schutzschildwirkung des Schutzgehäuses
2 besser auszunutzen.
[0040] Das Bezugszeichen 11 kennzeichnet eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung der
Instrumentenhalterung 1 an einer Wandöffnung eines Hochtemperatursystems (nicht gezeigt).
Im vorliegenden Beispiel handelt es sich bei der Befestigungsvorrichtung um eine Stahlplatte
mit einer Führung 12 zum Halten und Führen des Schutzgehäuses 2. Die Führung 12 ermöglicht
eine Veränderung der Einschubposition des Schutzgehäuses 2, so dass die Positionierung
der Instrumentenhalterung 1 in der Wand eines Hochtemperatursystems angepasst werden
kann. Weiterhin weist die Befestigungsvorrichtung 11 Löcher 11.1 auf, durch die die
Befestigungsvorrichtung 11 mittels Schrauben oder Bolzen an einer Wandöffnung eines
Hochtemperatursystems (nicht gezeigt) befestigt werden kann.
[0041] Die Figur 2 zeigt eine weitere Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels einer
Instrumentenhalterung 1 für den Einsatz in einem Hochtemperatursystem. Im Unterschied
zu dem in Figur 1 gezeigten Beispiel ist die Instrumentenhalterung 1 ohne die Befestigungsvorrichtung
11 dargestellt. Die gezeigte Instrumentenhalterung 1 weist im vorliegenden Beispiel
eine Gesamtlänge von 453 mm und einen Durchmesser von 60 mm (gemessen am Außendurchmesser
des Schutzgehäuses 2) auf. Das äußere Edelstahlrohr 2.1 des Schutzgehäuses 2 ist 310
mm lang und weist eine Wandstärke von 1,5 mm auf, so dass sich wegen des Außendurchmessers
von 60 mm ein Innendurchmesser von 57 mm ergibt. Die Einlassöffnung für Kühlgas 3
ist in einem Abstand von 29,35 mm vom rechten Rand der Instrumentenhalterung 1 angeordnet
und weist einen Öffnungsdurchmesser von 18 mm auf. Das innere Edelstahlrohr 2.2 ist
mit 300 mm kürzer als das äußere Edelstahlrohr 2.1 ausgebildet und weist einen Außendurchmesser
von 45 mm bei einer Wandstärke von 1,5 mm auf. Weiterhin weist das innere Edelstahlrohr
2.2 zwei Durchbrechungen 3.1 auf, die hinsichtlich ihrer Lage und Dimensionierung
der Einlassöffnung 3 entsprechen. Das im Strömungskanal 4.1 angeordnete Instrumentengehäuse
6 ist 315 mm lang und weist einen Durchmesser von 22 mm auf. Die linksseitige Stirnfläche
des Instrumentengehäuses 6, die dem Inneren des Hochtemperatursystems zugewandt ist,
weist eine Dicke von 2 mm auf. Der Durchmesser der in der Stirnfläche des Instrumentengehäuses
6 ausgebildeten Ausblicköffnung 9 beträgt 6 mm. Die durch die Ausblicköffnung 9 hervorgerufene
Querschnittverringerung des Strömungskanals für Spülgas 8 trägt zu einer Verwirbelung
eines ausströmenden Spülgases bei, wodurch eine bessere Kühlung erreicht wird. In
einem Abstand von jeweils 8 mm zur Ausblicköffnung 9 sind zwölf Auslassöffnungen 8.1
für Spülgas kreisförmig um die Ausblicköffnung 9 ausgebildet. Jede Auslassöffnung
8.1 weist einen Durchmesser von 1 mm auf. Die Spülöffnungen 8.1 verhindern ein Verschmutzen
der Stirnfläche des Instrumentengehäuses 6 beziehungsweise der darin ausgebildeten
Ausblicköffnung 9.
[0042] In einem Abstand von 20 mm zum rechten Rand des Instrumentengehäuses 6 ist der Spülgasanschluss
7 angeordnet, der einen Öffnungsdurchmesser von 11 mm aufweist. Nicht gezeigt sind
weitere Öffnungen zur Anordnung von Sensoren zur Temperaturüberwachung der Instrumentenhalterung
1.
[0043] Zur Befestigung einer Kamera (nicht gezeigt) ist ein Aluminiumrohr 10 vorgesehen,
das in das Instrumentengehäuse 6 eingeführt ist. Das Aluminiumrohr 10 ist 271 mm lang
und hat einen Durchmesser von 18 mm. Auf der linken Seite ist ein metrisches Feingewinde
M15 x 1 auf einer Tiefe von 10 mm eingeschnitten. Auf der rechten Seite ist ein metrisches
Gewinde M15 x 1,5 auf einer Tiefe von 12 mm eingeschnitten. Weiterhin weist das Aluminiumrohr
10 zwei Langlöcher 10.1 und 10.2 auf.
[0044] Die verhältnismäßig kompakte Bauform der Instrumentenhalterung 1 sowie die Möglichkeit
zur Veränderung der Eindringtiefe in den Hochtemperaturbereich eines Hochtemperatursystems
hat den Vorteil, dass der durch Wärmestrahlung verursachte Wärmeeintrag in die Instrumentenhalterung
1 verringert werden kann. Vorzugsweise wird die Eindringtiefe stets so eingestellt,
dass sich das Schutzgehäuse 2 in einem Wandbereich einer feuerfesten Ausmauerung eines
Hochtemperatursystems befindet. Dies ermöglicht eine flüssigkeitsfreie Kühlung von
Instrumenten mit einem Kühlgasstrom, der mit Umgebungsluft bereitgestellt werden kann.
[0045] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems zur Innenraumüberwachung von
Hochtemperatursystemen, wie beispielsweise Öfen, insbesondere Schmelzöfen, Brennern
oder Thermoprozesskammern mit Betriebstemperaturen oberhalb von 900 °C, umfasst eine
Instrumentenhalterung 1 gemäß der Figur 1. Weiterhin umfasst das System eine Kamera,
die von der Instrumentenhalterung 1 gehalten ist und eine Kontrolleinrichtung zur
Verarbeitung von Kamerasignalen. Zweckmäßigerweise kann die Kontrolleinrichtung auch
eine Anzeigeeinheit zur Visualisierung von Kamerasignalen aufweisen. Zur signaltechnischen
und/oder elektrischen Verbindung der Kontrolleinrichtung mit der Kamera können temperaturbeständige
Verbindungskabel verwendet werden. Gemäß einer Ausführungsvariante kann auch eine
drahtlose Übertragung von Kamerasignalen via Funk vorgesehen sein. Als Kamera kann
beispielsweise eine Digitalkamera oder eine Wärmebildkamera eingesetzt werden.
[0046] Weiterhin umfasst das System zur flüssigkeitsfreien Innenraumüberwachung von Hochtemperatursystemen
eine Versorgungseinrichtung zum Bereitstellen eines Gasstroms an die Instrumentenhalterung
1. Als Gasquelle dient dabei Umgebungsluft, wobei die Versorgungseinrichtung auch
Anschlüsse für externe Gasquellen aufweisen kann. Weiterhin weist die Versorgungseinrichtung
Druckregler und Durchflussmesser auf, die dazu eingesetzt werden können, den Volumenstrom
von mindestens zwei Gasströmen unabhängig voneinander zu steuern oder zu regeln. Dabei
können die Volumenströme für Kühlgas oder Spülgas in Abhängigkeit von Temperaturdaten
geregelt werden, die von Temperatursensoren der Instrumentenhalterung 1 bereitgestellt
werden. So kann der Volumenstrom erhöht werden, wenn an den Temperatursensoren der
Instrumentenhalterung 1 ein Temperaturanstieg detektiert wird. Mit Flüssigkeitsabscheidern
wird verhindert, dass mit dem Gasstrom Flüssigkeit in das Innere eines Hochtemperatursystems
gelangt.
[0047] Vorzugsweise sind die Versorgungseinrichtung und die Kontrolleinrichtung zur Verarbeitung
von Kamerasignalen in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht.
[0048] Mit dem erfindungsgemäßen System kann bei einer Umgebungstemperatur im Hochtemperaturbereich
bis 1700 °C eine dauerhafte Instrumentenkühlung des Instruments auf eine Temperatur
erreicht werden, die 100 °C nicht übersteigt. Eine entsprechende Kühlung wird bei
einem Spülgasdruck von mindestens 1 bar und einem Kühlgasdruck von mindestens 0,5
bar erreicht, wobei der Momentandurchfluss mindestens 0,6 m
3/min betragen muss. Als Gasquelle kann Umgebungsluft eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Instrumentenhalterung
- 2
- Schutzgehäuse
- 2.1
- Äußeres Rohr
- 2.2
- Inneres Rohr
- 3
- Einlassöffnung für Kühlgas
- 3.1
- Durchbrechung
- 4.1
- Äußerer Strömungskanal für Kühlgas
- 4.2
- Innerer Strömungskanal für Kühlgas
- 5.1
- Auslassöffnung für Kühlgas äußerer Strömungskanal
- 5.2
- Auslassöffnung für Kühlgas innerer Strömungskanal
- 6
- Instrumentengehäuse
- 7
- Einlassöffnung für Spülgas
- 8
- Strömungskanal für Spülgas
- 8.1
- Auslassöffnung für Spülgas
- 9
- Ausblicköffnung
- 10
- Befestigungsmittel/Aluminiumrohr
- 10.1/10.2
- Langloch
- 11
- Befestigungsvorrichtung
- 11.1
- Löcher
- 12
- Führung
- A
- Hochtemperaturseite
- B
- Umgebungstemperaturseite
1. Instrumentenhalterung (1) zur flüssigkeitsfreien Instrumentenkühlung, umfassend:
ein zumindest doppelwandiges Schutzgehäuse (2) mit
- einer Einlassöffnung für Kühlgas (3)
- mindestens einem Strömungskanal für Kühlgas (4.1/4.2), und
- mindestens einer Auslassöffnung für Kühlgas (5.1/5.2), und
ein in einem Strömungskanal für Kühlgas (4.1/4.2) anordenbares Instrumentengehäuse
(6), mit
- einer Einlassöffnung für Spülgas(7)
- einem Strömungskanal für Spülgas (8)
- mindestens einer Auslassöffnung für Spülgas (8.1),
- einer Ausblicköffnung (9) für ein Instrument und
- Befestigungsmittel (10) zur Befestigung eines Instruments im Instrumentengehäuse
(6).
2. Instrumentenhalterung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (2) mit einem äußeren Rohr (2.1) und mindestens einem inneren Rohr
(2.2) gebildet ist, die so angeordnet sind, dass zwischen dem äußeren Rohr (2.1) und
dem mindestens einen inneren Rohr (2.2) ein Strömungskanal für Kühlgas (4.1) gebildet
ist.
3. Instrumentenhalterung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Rohr (2.1) eine Stirnseite des mindestens einen inneren Rohrs (2.2) an
der Auslassöffnung für Kühlgas (5.1) überragt.
4. Instrumentenhalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgehäuse (2) das Instrumentengehäuse (6) überragt.
5. Instrumentenhalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Instrumentengehäuse (6) derart angeordnet ist, dass zwischen dem Instrumentengehäuse
(6) und dem Schutzgehäuse (2) ein Strömungskanal für Kühlgas (4.2) gebildet ist.
6. Instrumentenhalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenwand des Schutzgehäuses (2) zumindest eine mit einem Strömungskanal für
Kühlgas (4.1) korrespondierende Durchbrechung (3.1) aufweist.
7. Instrumentenhalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung für Kühlgas (5.1/5.2) die Auslassöffnung für Spülgas (8.1) und
die Ausblicköffnung (8) für ein Instrument auf einer einer Hochtemperatur zugewandten
Seite (A) der Instrumentenhalterung (1) angeordnet sind.
8. Instrumentenhalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung für Kühlgas (5.1/5.2) auf einer einer Hochtemperatur abgewandten
Seite (A) der Instrumentenhalterung (1) angeordnet ist.
9. Instrumentenhalterung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung für Kühlgas (3), die Einlassöffnung für Spülgas (7) und zumindest
ein Anschluss für ein Instrument auf einer Hochtemperatur abgewandten Seite (B) der
Instrumentenhalterung (2) angeordnet sind.
10. System zur flüssigkeitsfreien Innenraumüberwachung von Hochtemperatursystemen mit
einer Instrumentenhalterung nach den Ansprüchen 1 bis 13, umfassend ein Instrument,
das von der Instrumentenhalterung (1) gehalten ist, einer Kontrolleinrichtung zur
Verarbeitung von Signalen des Instruments und einer Versorgungseinrichtung zum Bereitstellen
eines Gasstroms an die Instrumentenhalterung (1).
11. System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung einen Durchflussmesser aufweist, mit dem der Volumenstrom
des Gasstroms bestimmbar ist.
12. System nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung einen Kühlgasstrom und einen Spülgasstrom an den Instrumentenhalter
(1) bereitstellt, wobei der Kühlgasstrom und der Spülgasstrom voneinander unabhängig
regelbar sind.
13. Verfahren zur flüssigkeitsfreien Instrumentenkühlung mit einer Instrumentenhalterung
(1) nach den Ansprüchen 1 bis 13 oder einem System nach den Ansprüchen 14 bis 19,
wobei zum Kühlen eines von der Instrumentenhalterung (1) gehaltenen Instruments ein
Volumenstrom für ein Kühlgas und/oder für ein Spülgas in Abhängigkeit von einer Temperatur
des Instruments, einer Temperatur der Instrumentenhalterung (1) und/oder einer Umgebungstemperatur
der Instrumentenhalterung (1) an die Instrumentenhalterung bereitgestellt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom für ein Kühlgas und/oder für ein Spülgas in Abhängigkeit von einer
Temperatur des Instruments, einer Temperatur der Instrumentenhalterung (1) und/oder
einer Umgebungstemperatur der Instrumentenhalterung (1) geregelt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Kühlgas und/oder Spülgas Luft und/oder ein Inertgas eingesetzt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kühlgasdruck und/oder ein Spülgasdruck im Bereich von 0,1 bar bis 8,5 bar eingestellt
wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass einen Gesamtvolumenstrom für Kühlgas und Spülgas von mindestens 0,6 m3/min eingestellt wird.