[0001] Die Erfindung betrifft eine LED-Leuchteinheit sowie einen Möbelboden, insbesondere
einen Küchenmöbelboden mit einer derartigen LED-Leuchteinheit.
[0002] Mit LED's bestückte Leuchten werden zunehmend für die unterschiedlichsten Beleuchtungssituationen
aufgrund des niedrigen Energieverbrauchs der LED's eingesetzt. Je nach Ausgestaltung
strahlen LED's Lichtspektren mit unterschiedlichen Farbtemperaturen ab. Diese werden
teilweise als warmweiss oder auch als kaltweiss etc. bezeichnet. Neben weißen LED's
gibt es auch farbige LED's. Weiterhin sind Steuereinrichtungen bekannt, die durch
Mischen verschiedenfarbiger LED's nahezu beliebige farbliche Gesamt- Emissionsspektren
einer mit unterschiedlichen LED's bestücken Leuchte erzeugen können. Derartige Steuereinheiten
sind jedoch üblicherweise aufwändig und damit kostenintensiv.
[0003] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine LED-Leuchteinheit
anzugeben, bei der kostengünstig eine Mischung erfolgen kann.
[0004] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch eine LED-Leuchteinheit mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
enthalten.
[0005] Eine derartige Leuchteinheit wird dabei speziell bei einem Möbelboden, insbesondere
einem Küchen-Möbelboden beispielsweise zur Beleuchtung einer Arbeitsfläche eingesetzt.
[0006] Die LED-Leuchteinheit umfasst dabei ein Leuchtengehäuse, in dem zumindest ein Leuchtmittel
angeordnet ist, wobei das zumindest eine Leuchtmittel eine erste Gruppe von LED's
mit einer ersten Farbtemperatur und weiterhin eine zweite Gruppe von LED's mit einer
zweiten, von der ersten verschiedenen Farbtemperatur aufweist. Weiterhin ist eine
einfache Schalteinheit im Leuchtengehäuse integriert, über die wahlweise entweder
die erste oder die zweite Gruppe von LED's zuschaltbar ist. Vorzugsweise ist die Schalteinheit
derart ausgelegt, dass lediglich entweder die erste oder die zweite Gruppe zuschaltbar
ist. Alternativ können auch beide Gruppen von LED's zugeschaltet werden.
[0007] Durch diese Maßnahme ist eine besonders einfache und damit kostengünstige LED-Leuchteinheit
geschaffen, welche vorzugsweise zwischen genau 2 Farbtemperaturen umschaltbar ist.
Bei den beiden Farbtemperaturen handelt es sich dabei insbesondere um warmweißes sowie
kaltweißes Licht. Diese Ausgestaltung beruht insbesondere auf der Überlegung, dass
beispielsweise bei der Beleuchtung von Arbeitsflächen im Küchenbereich regelmäßig
ein möglichst helles, kaltweißes Arbeitslicht mit ausreichender Beleuchtungsstärke
gewünscht ist, dass gleichzeitig jedoch andererseits häufig, speziell bei offenen
Küchen, eine Ambiente-Beleuchtung gewünscht ist. Durch die einfach gestaltete LED-Leuchteinheit
mit dem Umschalten zwischen warmweissen Licht und kaltweissen Licht, lässt sich daher
zwischen Arbeitsbeleuchtung und Ambiente-Beleuchtung umschalten.
[0008] Ein wesentlicher Aspekt ist vorliegend auch darin zu sehen, dass auf aufwendige Steuerungsmaßnahmen,
beispielsweise eine Ansteuerung beispielsweise zur Einstellung der Intensität der
unterschiedlichen LED's zum Erzeugen einer Mischtemperatur, gerade verzichtet wird.
Die Schalteinheit erlaubt lediglich ein einfaches Umschalten zwischen den beiden Farbtemperaturen,
die durch die LED's der beiden Gruppen vorgegebenen ist. Die LED's einer jeweiligen
Gruppe sind dabei jeweils identisch ausgebildet.
[0009] Grundsätzlich bestünde auch die Möglichkeit, durch Zuschalten beider Gruppen eine
Mischtemperatur einzustellen, die sich automatisch durch das Zuschalten der beiden
Gruppen ergibt. Vorzugsweise lässt sich jedoch entweder lediglich die erste Gruppe
oder alternativ lediglich die zweite Gruppe anschalten.
[0010] Durch die Integration der Schalteinheit in das Leuchtengehäuse braucht die Leuchteinheit
lediglich an eine Stromversorgung angeschlossen zu werden. Der Anschluss erfolgt vorzugsweise
über eine lediglich zweiadrige-Versorgungsleitung, wie dies heutzutage bei Einbauleuchten
für Küchenmöbel oder auch bei anderen Möbeln der Fall ist. Hierdurch ist eine einfache
Installation ermöglicht. Die Schalteinheit dient allgemein zum Ein-/Ausschalten der
LED-Leuchteinheit sowie zum bedarfsweisen Umschalten zwischen den beiden Gruppen durch
den Benutzer im normalen Alltag.
[0011] Unter Leuchtmittel wird vorliegend entsprechend dem allgemeinen Sprachgebrauch eine
Einheit mit typischerweise mehreren LED's verstanden, wobei die Einheit in der Regel
einen Sockel aufweist, mit dem sie in einen entsprechenden Anschlusssockel einsteckbar
oder auch einschraubbar ist. Alternativ kann es sich bei dem Leuchtmittel auch um
einen sogenannten LED-Stripe handeln. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Leuchtmittel
um sogenannte Strahler mit einem Steck- oder Stiftsockel, beispielsweise einem GU10-Sockel,
einen G9-Sockel oder auch ein GU5.3-Sockel. Diese als Strahler ausgebildeten Leuchtmittel
weisen typischerweise einen (MR16-) Reflektor auf.
[0012] Unter Leuchteinheit wird allgemein die Kombination des Leuchtergehäuses mit zumindest
einem derartigen Leuchtmittel inklusive der erforderlichen elektrischen Anschlusskomponenten
für das Leuchtmittel verstanden. Im einfachsten Fall handelt es sich bei dem Leuchtengehäuse
um einen Rahmen, beispielsweise Einbaurahmen für eine Einbauleuchte (Einbaustrahler).
Bevorzugt handelt es sich bei dem Leuchtengehäuse jedoch um ein Gehäuse für eine Aufbau-Montage,
beispielsweise an der Unterseite eines Bodens eines Schrankes oder eines Regalbrettes.
[0013] Zur Betätigung der Schalteinheit ist vorzugsweise im Leuchtengehäuse ein manuell
betätigbarer Schalter integriert. Bei diesem handelt es sich speziell um einen mechanisch
betätigbaren Schalter, alternativ auch um einen berührungslos betätigbaren Schalter,
beispielsweise um einen optischen Schalter. Optische Schalter sind grundsätzlich bekannt,
sie weisen üblicherweise selbst eine Lichtquelle (LED) auf. Sobald ein Gegenstand
vor diesen optischen Schalter gelangt, beispielsweise ein Finger, erfasst ein Sensor
(Photodiode) das reflektierte Licht und schaltet.
[0014] Im Hinblick auf den manuell betätigbaren Schalter ist vorzugsweise lediglich ein
Schaltelement im Leuchtengehäuse integriert, welches mehrere, insbesondere genau drei
Schaltstellungen aufweist. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass beispielsweise
für jede Gruppe ein einfacher Ein-/Ausschalter integriert ist.
[0015] Alternativ zu dem im Leuchtengehäuse integrierten Schalter kann auch eine (Funk-)
Fernbedienung vorgesehen sein, über die ein entsprechender Steuerimpuls an die im
Leuchtengehäuse integrierte Schalteinheit übermittelt wird.
[0016] In besonders zweckdienlicher Ausgestaltung ist die erste Gruppe mit dem warmweissen
Licht für eine geringere Beleuchtungsstärke im Vergleich zu der zweiten Gruppe ausgebildet.
Diese Maßnahme beruht auf der grundsätzlichen Überlegung, dass die eine Gruppe mit
dem kaltweissen Licht für eine ausreichende Helligkeit einer Arbeitsfläche dienen
soll, wohingegen die zweite Gruppe mit dem warmweissen Licht lediglich für eine Ambiente-Beleuchtung
sorgen soll. Dies wird in einfacher Weise bereits durch eine entsprechende Ausgestaltung
des Leuchtmittels selbst, also hardwaretechnisch verwirklicht. Eine spezielle Steuereinheit,
wie beispielsweise ein Dimmer ist nicht erforderlich und vorzugsweise auch nicht vorgesehen.
Insgesamt lassen sich daher die beiden Gruppen lediglich entweder ein- oder ausschalten.
Eine Leistungsreduzierung, beispielsweise zum Dimmen oder auch zum Mischen von Farbtemperaturen
ist gerade nicht vorgesehen.
[0017] Zweckdienlicherweise teilt sich die Leuchtstärke auf die beiden Gruppen an LED's
in einem Verhältnis von 80 : 20 bis etwa 60 : 40 auf. Vorzugsweise wird ein Verhältnis
von 70 : 30 der Beleuchtungsstärke des kaltweissen Lichts im Vergleich zum warmweissen
Licht eingestellt. Das kaltweiße Licht weißt daher etwa die 1, 5 bis 4-fache und insbesondere
etwa die 2- bis 3-fache Beleuchtungsstärke im Vergleich zu der erste Gruppe mit den
warmweissen LED's auf.
[0018] Bei den warmweissen LED'S handelt es sich dabei insbesondere um LED'S, deren Farbtemperatur
bei 2.500 K bis 3.500 K und insbesondere bei etwa 3.000 K liegt. Bei den kaltweissen
LED's handelt es sich um LED's, bei denen die Farbtemperatur vorzugsweise im Bereich
zwischen 3.500 K bis 4.500 K und insbesondere bei 4.000 K liegt.
[0019] Im Sinne einer ausreichenden Arbeitsplatz-Beleuchtung weist die zweite Gruppe der
kaltweissen LED's eine Leuchtstärke vorzugsweise im Bereich zwischen 400 Lux und 600
Lux auf. Unter Beleuchtungsstärke wird dabei nach allgemeiner Definition eine Lichtstromdichte
verstanden, die auf ein Objekt trifft. Vorliegend werden die angegebenen Beleuchtungsstärken
auf einer beleuchteten Fläche in 0,5 m Entfernung vom Leuchtmittel erreicht, wobei
die Fläche innerhalb eines Strahlkegels vorzugsweise homogen ausgeleuchtet ist. Jedes
einzelne Leuchtmittel der Leuchteinheit weist vorzugsweise die angegebene Beleuchtungsstärke
auf.
[0020] Die Einstellung der unterschiedlichen Beleuchtungsstärken der beiden Gruppen erfolgt
gemäß einer ersten Ausführungsvariante vorzugsweise durch eine unterschiedliche Anzahl
der LED's einer jeweiligen Gruppe. Vorzugsweise wird die unterschiedliche Beleuchtungsstärke
dabei ausschließlich durch die unterschiedliche Anzahl der LED's einer Gruppe eingestellt.
Speziell weist eine jeweilige LED eine zumindest weitgehend identische Beleuchtungsstärke
auf (zumindest im Rahmen von +/- 10%), unabhängig von der Farbtemperatur der jeweiligen
LED. Die einzelnen LED's weisen daher vorzugsweise auch die gleiche elektrische Leistung
auf. Die unterschiedliche Beleuchtungsstärke wird also lediglich dadurch eingestellt,
dass die Anzahl der kaltweissen LED's größer als die der warmweissen LED's je Leuchtmittel
ist. Aufgrund der zumindest im Wesentlichen gleichen Leistung der individuellen LED's,
liegt das Verhältnis der Anzahl der LED's in den oben angegebenen Bereichen, also
von 80 : 20 bis 60 : 40 und vorzugsweise im Bereich von etwa 70 : 30.
[0021] Alternativ oder auch ergänzend zu der Einstellung über die unterschiedliche Anzahl
der LED's ist ein (zusätzlicher) Verbraucher innerhalb eines Versorgungsstrangs für
die warmweissen LED'S integriert. Dieser Verbraucher, insbesondere ein elektrischer
Widerstand, ist dabei derart ausgebildet, dass für die warmweissen LED's insgesamt
eine geringere elektrische Leistung zur Verfügung steht im Vergleich zu den kaltweissen
LED's. Hierbei wird zunächst von einer gleichen Anzahl von LED's für die erste und
zweite Gruppe ausgegangen, wobei wiederum die einzelnen individuellen LED's insbesondere
jeweils eine zumindest weitgehend gleiche Beleuchtungsstärke und elektrische Leistung
aufweisen. Durch den zusätzlichen Verbraucher oder auch einen größeren Verbraucher
im Vergleich zum Versorgungsstrang der kaltweissen LED's wird daher im Falle der Zuschaltung
der warmweissen LED's ein höherer Anteil der elektrischen Energie in dem Verbraucher
verbraucht.
[0022] Grundsätzlich lassen sich diese beiden Ausführungsvarianten mit dem speziellen Verbraucher
einerseits und mit der unterschiedlichen Anzahl der LED's andererseits kombinieren.
[0023] Allgemein sind die einzelnen LED's einer jeweiligen Gruppe über der Fläche des Leuchtmittels
gleichmäßig verteilt angeordnet, um für beide Beleuchtungsfälle, einerseits Arbeitslicht
und andererseits Ambiente-Beleuchtung, eine gleichmäßige, homogene Ausleuchtung der
bestrahlten Fläche mit dem jeweiligen Licht zu gewährleisten.
[0024] Die einzelnen LED's der beiden Gruppen sind dabei typischerweise auf einer gemeinsamen
Platine des Leuchtmittels angeordnet. Jedes Leuchtmittel weist daher jeweils beide
Gruppen auf.
[0025] In bevorzugter Ausgestaltung ist die Leuchteinheit als eine Einbauleuchte ausgebildet.
Diese weist dabei typischerweise einen Anschlusssockel für das Leuchtmittel, beispielsweise
ein LED-Leuchtmittel mit Stecksockel auf, welches üblicherweise von einem Einbaurahmen
oder auch einer Einbaublende umgeben ist. Der Schalter ist in diesem Fall beispielsweise
in dem Einbaurahmen, insbesondere der Einbaublende integriert. Alternativ zu der Einbauleuchte
ist die Leuchteinheit als Aufbauleuchte, speziell als Aufbaustrahler, ausgebildet.
[0026] Eine jeweilige Leuchteinheit weist vorzugsweise jeweils genau ein Leuchtmittel auf.
Alternativ kann eine Leuchteinheit auch mehrere Leuchtelemente aufweisen, wobei dann
für die Gesamtheit der Leuchtelemente nur eine Schalteinheit vorgesehen ist.
[0027] Speziell bei der Anordnung der Leuchteinheit in einem Möbelboden, speziell eines
Küchenmöbels, werden Versorgungsleitungen zu den Einbau-Leuchteinheiten üblicherweise
über kleine Bohrungen innerhalb des Bodens geführt. Um die Standardbohrungen, die
typischerweise 8 mm betragen, weiterhin benutzen zu können, ist in bevorzugter Ausgestaltung
eine lediglich zweiadrige Versorgungsleitung für die LED-Leuchteinheit vorgesehen.
Durch eine geeignete Verschaltung werden die beiden Gruppen von LED's angesteuert.
[0028] Zweckdienlicherweise ist hierbei vorgesehen, dass die Schalteinheit lediglich die
zuvor erwähnten drei Schaltstellungen aufweist, sodass also die Leuchteinheit ohne
Weiteres an die lediglich zweiadrige Versorgungsleitung anschließbar ist. Die Schalteinheit
weist also lediglich die Schaltstellungen "Aus", "Warmweiss ein", "Kaltweiss ein"
auf. Vorzugsweise ist die Schalteinheit hierbei als zweipoliger Wechselschalter mit
Nullstellung ausgebildet. Bei diesem sind jeweils zwei Schaltkontakte mit jeweils
dem positiven und dem negativen Bezugspotential einer Gleichstromquelle verbunden.
Weiterhin weist der Schalter zwei Schaltelemente auf, die über die Schaltkontakte
mit den mit den beiden Bezugspotentialen verbunden werden können, wobei die Polung
zwischen den Schaltkontakten je nach Schaltstellung wechsel. Die beiden Gruppen sind
jeweils zwischen die beiden Schaltelemente eingebunden, wobei die LED's der beiden
Gruppen je nach Schalterstellung mit unterschiedlicher Polung beaufschlagt werden,
sodass also entweder die eine Gruppe oder die andere Gruppe in Durchflussrichtung
der einzelnen LED's geschaltet ist.
[0029] In bevorzugter Weiterbildung ist die LED-Leuchteinheit mit der integrierten Schalteinheit
als eine Master-Leuchteinheit ausgebildet, welche mit weiteren Slave-Leuchteinheiten
über eine Verbindungsleitung seriell verbindbar ist. Die Slave-Leuchteinheiten weisen
ebenfalls jeweils zumindest ein Leuchtmittel mit den zwei Gruppen an LED's mit unterschiedlicher
Farbtemperatur auf. Jedoch weist lediglich die Master-Leuchteinheit die Schalteinheit
auf. Hierdurch wird in einfacher Weise eine Skalierbarkeit des Gesamtleuchten-System
erreicht, indem einfach mehrere einfache Leuchteinheiten seriell hintereinander angeordnet
werden, die jedoch gemeinsam über die Master-Leuchteinheit schaltbar sind.
[0030] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert.
Diese zeigen in vereinfachten Darstellungen:
- FIG 1
- eine Aufsicht auf eine Leuchteinheit,
- FIG 2
- eine Gruppe von seriell angeordneten Leuchteinheiten mit einer Master-Leuchteinheit
und mehreren Slave-Leuchteinheiten,
- FIG 3
- ein vereinfachtes Schaltbild gemäß einer ersten Variante sowie
- FIG 4
- ein vereinfachtes Schaltbild gemäß einer zweiten Variante.
[0031] Die Figur 1 zeigt in schematischer, stark vereinfachter Darstellung eine Aufsicht
auf eine Leuchteinheit 2. Diese umfasst ein Leuchtengehäuse 2, in dem eine erste Gruppe
4 von ersten LED's 6 sowie eine zweite Gruppe 8 von zweiten LED's 10 angeordnet sind.
Die beiden Gruppen 4, 8 werden über eine Schalteinheit 12 entweder zu- oder abgeschaltet.
Die Schalteinheit 12 weist dabei einen gemeinsamen manuell betätigbaren Schalter 14
auf. Die gesamte Leuchteinheit 2 wird von einer Versorgungsleitung 18 mit Energie
versorgt. Bei der Versorgungsleitung 18 handelt es sich insbesondere um eine zwei-adrige
Versorgungsleitung 18. Über die Versorgungsleitung 18 erfolgt der Anschluss der Leuchteinheit
2 vorzugsweise an das übliche Haushalts-Stromnetz (230V Wechselspannung).
[0032] Bei den ersten LED's 6 handelt es sich um LED's, die ein Lichtspektrum mit einer
ersten Farbtemperatur von vorzugsweise etwa 3000 K abgeben. Bei den zweiten LED's
10 handelt es ich um LED's, die ein Spektrum mit einer Farbtemperatur von vorzugsweise
4000 K abgeben. Mittels des Schalters 14 kann zwischen den beiden Gruppen und damit
zwischen einer Arbeitsbeleuchtung und einer Ambientebeleuchtung umgeschalten werden.
[0033] Bei der Ausführungsvariante gemäß der Figur 1 weist die Leuchteinheit 2 ein Leuchtengehäuse
20 auf, welches beispielsweise als eine einfache, flachbauende Platte, insbesondere
Metallplatte, ausgebildet ist. Diese weist einzelne Fenster für die einzelnen LED's
6, 10 auf. Die einzelnen LED's 6, 10 sind hierbei Teil eines in der Figur 1 nicht
näher dargestellten Leuchtmittels, welches beispielsweise als eine Trägerplatine mit
den darauf angebrachten LED's 6, 10 sowie weiteren erforderlichen elektronischen Bauteilen
ausgebildet ist.
[0034] Bei der Ausführungsvariante gemäß der Figur 2 ist eine Gruppe von Leuchteinheiten
2 in Aufsicht dargestellt. Die links-außen dargestellte Leuchteinheit 2 bildet dabei
eine Master-Leuchteinheit mit der integrierten Schalteinheit 12 und dem im Leuchtengehäuse
20 integrierten Schalter 14. Über Verbindungsleitungen 22 sind die weiteren Leuchteinheiten
angeschlossen, bei denen es sich um sogenannte Slave-Leuchteinheiten 24 handelt. Im
Unterschied zu der Master-Leuchteinheit 2 weisen diese keine Schalteinheit 12 und
keinen Schalter 14 auf.
[0035] Eine jeweilige Leuchteinheit 2, 24 weist vorliegend jeweils genau ein Leuchtmittel
26 auf, welches beispielsweise als ein Strahler mit Stecksockel ausgebildet ist. Die
Leuchteinheiten 2, 24 gemäß Figur 2 ebenso wie die Leuchteinheit 2 gemäß Figur 1 sind
üblicherweise als Aufbau-Leuchteinheiten ausgebildet.
[0036] Anhand der Figuren 3, 4 werden zwei unterschiedliche Schaltungsvarianten zur Einstellung
von unterschiedlichen Beleuchtungsstärken einerseits für die erste Gruppe 4 der warmweissen
LED's und andererseits für die zweite Gruppe 8 der kaltweissen LED's dargestellt.
[0037] Die einzelnen LED's 6, 10 sind beispielsweise auf einer hier nicht näher dargestellten
Platine des Leuchtmittels 26 integriert. Über zwei Anschlusskontakte 28a, 28b sind
die beiden Gruppen 4, 8 mittels des Schalters 14 mit einer Gleichstromversorgung 19
verbunden.
[0038] Bevorzugt weist die Leuchteinheit 2 einen integrierten Transformator auf, über den
die über die Versorgungsleitung 18 bereitgestellte Wechselspannung in Gleichspannung
mit geeigneter Spannung umgewandelt wird.
[0039] Der Schalter 14 ist als zweipoliger Wechselschalter mit Nullstellung ausgebildet.
Hierzu weist der Schalter 14 zwei erste Schaltkontakte 30 auf, die jeweils mit dem
positiven Bezugspotential verbunden ist sowie zwei zweite Anschlusskontakte 32, die
jeweils mit dem negativen Bezugspotential verbunden sind. Der Schalter 14 weist weiterhin
zwei auf, die jeweils mit den Anschlusskontakten 28a bzw. 28b verbunden sind. Die
Schaltelemente 34a, 34b lassen sich zwischen einer Nullstellung (wie in den Figuren
3, 4 gezeigt) sowie einer ersten und zweiten Schaltstellung bringen. Bei der ersten
Schaltstellung (Auslenkung nach links) liegt der erste Anschlusskontakt 28a auf positivem
und der zweite Anschlusskontakt 28b auf negativem Bezugspotential. In der zweiten
Schaltstellung (Auslenkung der Schaltelemente 34 nach rechts) liegt eine umgekehrte
Polarität vor.
[0040] Die beiden Gruppen 4, 8 sind derart mit den beiden Anschlusskontakten 28a, 28b verbunden,
dass die LED's 6, 10 einer jeweiligen Gruppe 4, 8 bei der ersten und der zweiten Schaltstellung
abwechselnd in Durchflussrichtung bzw. in Sperrrichtung beaufschlagt sind, so dass
also jeweils lediglich eine Gruppe 4, 8 zugeschaltet ist.
[0041] In der Ausführungsvariante gemäß der Figur 3 ist die Anzahl der LED's 6, 10 der beiden
Gruppen 4, 8 jeweils identisch. Die Gruppen 4, 8 sind in den Ausführungsbeispielen
in Untergruppen zu jeweils drei in Serie geschaltete LED's zusammengefasst, wobei
wiederum mehrere Untergruppen parallel zueinander geschaltet sind. Eine jeweilige
Untergruppe weist jeweils einen Widerstand R1, R2 als Verbraucher auf. Die Widerstände
R1, R2 einer jeweiligen Untergruppe sind dabei jeweils typischerweise identisch. Zum
Einstellen der unterschiedlichen Leuchtstärken ist nunmehr vorgesehen, dass die Widerstände
R1 der ersten Gruppe 4 größer als die Widerstände R2 der zweiten Gruppe 8 der kaltweissen
LED's 10 sind. Dadurch steht also insgesamt für die ersten LED's 6 eine geringere
Leistung zur Verfügung als für die zweiten LED's 10. Dadurch werden die unterschiedlichen
Leuchtstärken der beiden Gruppen 4, 8 eingestellt.
[0042] Bei der Ausführungsvariante gemäß der Figur 4 wird dies durch eine unterschiedliche
Anzahl an LED's 6, 10 erreicht. Die LED's weisen dabei insbesondere die gleich oder
weitgehend gleiche elektrische Leistung auf. Die Widerstände R1, R2 sind vorzugsweise
ebenfalls gleich.
[0043] In beiden Varianten liegt grundsätzlich an jeweils einer Gruppe 4, 8 die gesamte
Versorgungsspannung an. Weiterhin sind in den beiden Ausführungsbeispielen einer jeden
Gruppe 4,8 jeweils noch eine (optionale) Sperrdiode 36 zugeordnet.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 2
- Leuchteinheit
- 4
- erste LED-Gruppe
- 6
- LED's
- 8
- zweite LED-Gruppe
- 10
- LED's
- 12
- Schalteinheit
- 14
- Schalter
- 18
- Versorgungsleitung
- 20
- Leuchtengehäuse
- 22
- Verbindungsleitung
- 24
- Slave-Leuchteinheit
- 26
- Leuchtmittel
- 28a,
- b Anschlusskontakte
- 30,32
- Schaltkontakte
- 34a, b
- Schaltelement
- 36
- Sperrdiode
- R1, R2
- Widerstand
1. LED-Leuchteinheit mit einem Leuchtengehäuse und mit zumindest einem darin angeordneten
Leuchtmittel mit einer ersten Gruppe von LEDs mit einer ersten Farbtemperatur und
mit einer zweiten Gruppe von LEDs mit einer zweiten, von der ersten verschiedenen
Farbtemperatur sowie mit einer im Leuchtengehäuse integrierten Schalteinheit, über
die wahlweise die erste oder die zweite Gruppe zuschaltbar ist.
2. LED-Leuchteinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, bei im Leuchtengehäuse ein manuell
betätigbarer Schalter integriert ist.
3. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die erste Gruppe
für eine geringere Beleuchtungsstärke als die zweite Gruppe ausgebildet ist.
4. LED-Leuchteinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, bei der die Leuchtstärke sich
in einem Bereich von 80: 20 bis 60:40 auf die beiden Gruppen von LEDs aufteilt, insbesondere
im Bereich von 70:30.
5. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die erste Gruppe
von LEDs warmweißes Licht abgibt und die erste Farbtemperatur bei 2500K bis 3500K
und insbesondere bei 3000K liegt und bei der die zweite Gruppe von LEDs kaltweises
Licht abgibt und die zweite Farbtemperatur bei 3500 bis 4500K und insbesondere bei
4000K liegt.
6. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die zweite Gruppe
von LEDs eine Leuchtstärke im Bereich von 400 bis 600 Lux aufweist.
7. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die unterschiedliche
Beleuchtungsstärke der beiden Gruppen durch eine unterschiedliche Anzahl der LEDs
einer jeweiligen Gruppe eingestellt wird.
8. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der eine jeweilige
Gruppe an einem ersten bzw. zweiten Versorgungsstrang angeschlossen ist, wobei in
dem ersten Versorgungsstrang für die erste Gruppe mit der geringeren Leuchtstärke
ein Verbraucher integriert ist, der derart ausgebildet ist, dass - im Vergleich zu
der zweiten Gruppe mit der höheren Leuchtstärke -für die LEDs der ersten Gruppe eine
geringere Leistung zur Verfügung steht.
9. LED-Leuchteinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, bei der es sich bei dem Verbraucher
um zumindest einen Widerstand handelt, der seriell zu den LEDs im Versorgungsstrang
angeordnet ist
10. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die beiden Gruppen
auf einer gemeinsamen Platine des Leuchtmittels angeordnet sind.
11. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die als Einbauleuchte oder
als Aufbauleuchte, speziell als Einbaustrahler oder als Aufbaustrahler ausgebildet
ist.
12. LED-Leuchteinheit einem der vorhergehenden Ansprüche, die mit einer lediglich zweiadrigen
Versorgungsleitung versorgt wird.
13. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Schalteinheit
lediglich drei Schaltstellungen aufweist, so dass zwischen den beiden Gruppen umschaltbar
oder alle LEDs ausschaltbar sind.
14. LED-Leuchteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die als Master-Leuchteinheit
ausgebildet ist und mit weiteren Slave-Leuchteinheiten über eine Verbindungsleitung
verbindbar ist, wobei jede Slave-Leuchteinheit jeweils zumindest ein Leuchtmittel
mit zwei Gruppen an LEDs mit unterschiedlicher Farbtemperaturen ausweist, und wobei
lediglich die Master-Leuchteinheit die Schalteinheit aufweist.
15. Möbelboden, insbesondere Küchenmöbelboden, mit einer LED-Leuchteinheit nach einem
der vorhergehenden Ansprüche zur Beleuchtung einer Arbeitsfläche.