[0001] Die zu Grunde liegende Erfindung betrifft eine Umformmaschine, insbesondere Schmiedehammer,
sowie ein Verfahren zum Steuern einer entsprechenden Umformmaschine.
[0002] Zum Antrieb von Umformmaschinen wie Schmiedehämmern sind unterschiedliche Antriebskonzepte
bekannt. Beispielsweise ist es aus dem gattungsgemäßen Stand der Technik
DE 20 2014 104 509 U1 bekannt, dass Schmiedehämmer mit elektrischen Linearmotoren betrieben werden können.
[0003] Ferner beschreibt die
DE 20 2014 104 509 U1, ein Schmiedehammer, zur umformenden Bearbeitung von Werkstücken, umfassend ein Schlagwerkzeug
und einen mit dem Schlagwerkzeug gekoppelten und zum Antrieb des Schlagwerkzeugs ausgebildeten
hydraulischen Linearantrieb mit einem Hydraulikkreis umfassend einen Druckspeicher,
einen über ein Wegeventilbaugruppe dem Druckspeicher fluidtechnisch nachgeschalteten
Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder, und umfassend des Weiteren eine
zumindest zur Steuerung der Wegeventilbaugruppe ausgelegte Steuereinheit.
[0004] Die
EP 0 116 024 B1 beschreibt im Zusammenhang mit hydraulischen Maschinen die Verwendung eines Druckspeichers
und Hydraulikmotors zum Betrieb von Hydraulikzylindern. Die
EP 0 116 024 B1 beschreibt ferner, dass im hydraulischem System beim Betrieb von hydraulischen Maschinen
gespeicherte elastische Energie durch einen fluidtechnisch parallel zur Hydraulikpumpe
geschalteten Hydraulikgenerator in elektrische Energie umgewandelt werden kann, wobei
zur Erzeugung der elektrischen Energie der Hydraulikgenerator mit dem Hydraulikkreis
verbunden wird.
[0005] Die bekannten Umformmaschinen, insbesondere Schmiedehämmer, lassen durchaus Raum
für Verbesserungen und Variationen im Hinblick auf Antrieb, Energieeffizienz und erreichbare
Arbeitsgeschwindigkeiten.
[0006] Insoweit kann eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung insbesondere darin gesehen
werden, die bekannten Umformmaschinen, insbesondere im Hinblick auf Antrieb, Energieeffizienz
und/oder erreichbare Arbeitsgeschwindigkeiten, weiterzubilden und/oder zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß insbesondere gelöst durch Ausgestaltungen entsprechend
der Merkmale nach Patentanspruch 1 und 8. Weitere Ausgestaltungen, Weiterbildungen
und Varianten ergeben sich insbesondere aus den abhängigen Ansprüchen sowie aus der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
[0008] Die Umformmaschine gemäß der Ausgestaltung nach Patentanspruch 1 umfasst ein Schlagwerkzeug,
beispielsweise ein Ober-, Untergesenk und/oder Bären, welches z.B. als solches als
Umformwerkzeug ausgebildet sein kann, oder ein Umformwerkzeug aufweisen kann, und/oder
eine Schnittstelle zur Aufnahme, insbesondere Befestigung, eines Umformwerkzeugs aufweisen
kann.
[0009] Die Umformmaschine umfasst ferner einen zum Antrieb des Schlagwerkzeugs ausgebildeten
und zum Zwecke des Antriebs des Schlagwerkzeugs mit diesem gekoppelten hydraulischen
Linearantrieb. Unter einem hydraulischen Linearantrieb sollen im Sinne dieser Anmeldung
Antriebe verstanden werden, welche insbesondere dazu ausgebildet sind, hydraulische
Energie in kinetische Energie einer Linearbewegung umzuwandeln. Beispielsweise kann
der hydraulische Linearantrieb einen durch ein Hydraulikfluid angetriebenen und als
Linearmotor wirkenden Hydraulikzylinder umfassen. Bei einer hierin vorgeschlagenen
Lösung wird als Hydraulikzylinder ein Differentialzylinder vorgeschlagen, welcher
beispielsweise einen in einem Zylinderrohr geführten Kolben mit einer einseitig davon
sich erstreckenden Kolbenstange aufweisen kann, an welcher das Schlagwerkzeug, insbesondere
der Bär, festgelegt sein kann. Angemerkt soll an dieser Stelle werden, dass sich die
Erfindung auch auf beliebige Hydraulikzylinder anwendbar ist.
[0010] Ein an einer von der Kolbenstange abgewandten Seite des Kolbens des Hydraulikzylinders
ausgebildeter oder in Betriebszuständen sich ausbildender erster Fluidraum wird üblicherweise,
und insbesondre im Sinne der zu Grunde liegenden Erfindung als Kolbenraum bezeichnet.
Üblicherweise, und im Sinne der zu Grunde liegenden Erfindung wird ein in einem Betriebszustand
des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, zwischen Kolben und Zylinderrohr
ausgebildeter zweiter Fluidraum durch welchen sich die Kolbenstange erstreckt, oder
durch welchen sich die Kolbenstange erstrecken kann, als Ringraum bezeichnet.
[0011] Der hydraulische Linearantrieb umfasst einen Hydraulikkreis mit einer servomotorischen
Hydropumpe, d.h. eine zu dessen Betrieb mit einem motorisch betriebenen Servomotor
gekoppelte Hydraulikpumpe. Die servomotorische Hydropumpe ist derart eingerichtet,
dass Pumpendrehzahl bzw. Pumpenleistung durch den Servomotor gesteuert werden kann/können.
[0012] Die servomotorische Hydropumpe ist erfindungsgemäß unter Verwendung der hierin vorgeschlagenen
Wegeventilbaugruppe als unidirektionale servomotorische Hydropumpe eingerichtet und
in den Hydraulikkreis integriert. Unter dem Begriff unidirektional soll im Hinblick
auf die Hydropumpe insbesondere verstanden werden, dass im Betrieb der Umformmaschine
Hydraulikfluid stets in gleicher Flussrichtung durch die Pumpe fließt, bzw. dass die
Hydropumpe in jeweils einem oder mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitszyklen des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, mit der gleichen Pumpenrichtung oder Drehrichtung
betrieben wird. Die unidirektionale Flussrichtung bzw. Pumprichtung kann insbesondere
definiert sein durch eine Flussrichtung von einem, insbesondere zentralen, Hydrauliktank
zum Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder, insbesondere zum Kolbenraum
oder zum Ringraum des Differentialzylinders.
[0013] Durch eine fluidtechnisch unidirektionale Hydropumpe können insbesondere vorteilhafte
Steuerzeiten für die dem Hydrauliksystem zur Verfügung gestellten bzw. die vom Hydrauliksystem
erforderlichen Volumenströme erreicht werden.
[0014] Bei der Hydraulikpumpe kann es sich insbesondere um eine Konstantpumpe, d.h. eine
Hydraulikpumpe mit konstantem Verdrängungsvolumen, handeln.
[0015] Durch die hierin vorgeschlagene servomotorische Hydropumpe können Volumenstrom und/oder
Druck des Hydraulikfluids im Hydraulikkreis vergleichsweise präzise und schnell an
jeweilige Erfordernisse angepasst und entsprechend eingestellt werden. Letzteres ist
insbesondere für die bei Schmiedehämmern auftretenden vergleichsweise hohen Kolbengeschwindigkeiten
und Kolbenbeschleunigungen von entscheidendem Vorteil. Insbesondere können Pumpendrehzahl
oder Hydraulikleistung der Hydropumpe unter Einhaltung vergleichsweise kurzer Steuerzeiten
an die während eines Schmiedezyklus aufeinanderfolgenden Bewegungsphasen optimal angepasst
und den jeweiligen Anforderungen entsprechend eingestellt werden.
[0016] Durch eine entsprechend genaue und zeitlich präzise Steuerung des Hydraulickreises
kann ferner das Bewegungsprofil des Kolbens, beispielsweise die Geschwindigkeit, insbesondere
die unmittelbar vor Auftreffen des Bären oder Werkzeugs auf ein Werkstück erreichte
Endgeschwindigkeit, vergleichsweise genau eingestellt bzw. gesteuert werden. Das wirkt
sich letztendlich vorteilhaft auf das erreichbare Schmiede- oder Umformergebnis aus,
und es kann vorteilhafter Weise ein energieeffizienter Betrieb erreicht werden.
[0017] Insbesondere bei Schmiedehämmern kann die Hydraulikpumpe des hydraulische Lineartriebs
ausgelegt sein für vergleichsweise hohe Volumenströme von beispielsweise 100 l/min
bis 500 l/min oder mehr. Insbesondere können bei noch größeren Volumenströmen mehrere
fluidtechnisch parallel geschaltete Hydraulikpumpen verwendet werden. Ein Druckbereich,
in welchen die Hydraulikpumpen arbeiten, sprich ein Hydraulikpumpendruck, kann im
Bereich zwischen 190 - 220 bar liegen.
[0018] Wie bereits erwähnt, umfasst der hydraulische Lineartrieb einen hydraulisch arbeitenden
oder hydraulisch betreibbaren Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder,
insbesondere einen doppeltwirkenden Hydraulikzylinder mit einseitig des Kolbens sich
erstreckender Kolbenstange. Der Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder,
oder allgemeinformuliert der hydraulische Linearmotor, ist fluidtechnisch mit einer
Wegeventilbaugruppe, d.h. eine Baugruppe umfassend zumindest ein, insbesondere direkt
gesteuertes oder vorgesteuertes, Wegeventil, verbunden, und über die Wegeventilbaugruppe
der Hydropumpe fluidtechnisch nachgeschaltet angeordnet. Das bedeutet, dass der Hydraulikzylinder,
insbesondere Differentialzylinder, durch die Hydropumpe im Betrieb mit Hydraulikfluid
beaufschlagt werden kann.
[0019] Über die Wegeventilbaugruppe verbunden soll insbesondere bedeuten, dass der ein erster
Fluidraum, z.B. der Kolbenraum des Differentialzylinders, in einer Schaltstellung
eines (Wege-)Ventils oder einer (Wege-)Ventilgruppe mit Hydraulikfluid versorgt oder
beaufschlagt werden kann, in einer anderen Schaltstellung vom Differentialzylinder
getrennt sein kann, und/oder in einer wieder anderen Schaltstellung mit einem zweiten
Fluidraum, z.B. dem Ringraum des Differentialzylinders, fluidtechnisch verschaltet
sein kann. Insbesondere soll erwähnt werden, dass die Wegeventilbaugruppe zwei, z.B.
genau zwei, Schaltstellungen aufweisen kann, wobei in einer ersten Schaltstellung
die Hydropumpe mit dem ersten Fluidraum, insbesondere Kolbenraum, und in einer zweiten
Schaltstellung mit dem zweiten Fluidraum, insbesondere Ringraum des Differentialzylinders,
verbunden ist. Weitere bzw. detailliertere Ausführungen zur Verschaltung ergeben sich
auch aus weiter unten beschriebenen Ausführungen.
[0020] Der Hydraulikkreis umfasst ferner einen servomotorischen Hydrogenerator, d.h. einen
mit einem generatorisch arbeitenden Servomotor gekoppelten Hydromotor. Der Hydrogenerator
kann beispielswiese für Volumenströme im Bereich von 300l/min ausgelegt sein. Bei
höheren Volumenströmen können mehrere fluidtechnisch parallel geschaltete Hydrogeneratoren
bzw. Hydromotoren verwendet werden.
[0021] Der servomotorische Hydrogenerator ist insbesondere derart ausgebildet und in den
Hydraulikkreis geschaltet, dass bei Beaufschlagung mit Hydraulikfluid bei ordnungsgemäßem
Betrieb der Umformmaschine generatorisch arbeiten, d.h. aus hydraulischer Energie
elektrische Energie erzeugen. Dabei kann der Hydromotor aus hydraulischer Energie
mechanische Arbeit zum Antrieb des generatorisch arbeitenden Servomotors, sprich Servogenerators,
erzeugen, wobei der Servogenerator die mechanische Energie in elektrische Energie
umwandeln kann.
[0022] Der servomotorische Hydrogenerator ist erfindungsgemäß unter Verwendung der hierin
vorgeschlagenen Wegeventilbaugruppe als unidirektionaler servomotorische Hydrogenerator
eingerichtet und in den Hydraulikkreis integriert. Zum Begriff unidirektional wird
auf obige Ausführungen verwiesen. Insbesondere soll im Hinblick auf den Hydrogenerator
darunter verstanden werden, dass im Betrieb der Umformmaschine Hydraulikfluid stets
in gleicher Flussrichtung durch die den Hydromotor fließt, bzw. dass der Hydromotor
in jeweils einem oder mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitszyklen des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, mit der gleichen Drehrichtung bzw. Flussrichtung
des Hydraulikfluids betrieben wird. Die unidirektionale Flussrichtung bzw. Drehrichtung
kann insbesondere definiert sein durch eine Flussrichtung vom Hydraulikzylinder, insbesondere
Differentialzylinder, insbesondere Kolbenraum oder zum Ringraum, zu einem, beispielsweise
zentralen, Hydrauliktank des Hydrauliksystems.
[0023] Es ist vorgesehen, dass der Hydrogenerator über die Wegeventilbaugruppe dem Hydraulikzylinder,
insbesondere Differentialzylinder, fluidtechnisch nachgeschaltet ist. Insgesamt können
so fluidtechnische Verschaltungen von Hydropumpe, Hydraulikzylinder, insbesondere
Differentialzylinder, und Hydrogenerator erreicht werden, in welchen Hydropumpe, Differentialzylinder
und Hydrogenerator in Wesentlichen stets oder in einem oder mehreren vorgegebenen
Zeitabschnitten während eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
in Reihe geschaltet sind, was bedeuten soll, dass in einen Fluidraum des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, einfließendes Hydraulikfluid stets durch die Hydropumpe
bereitgestellt wird, und vom Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder,
abfließendes Hydraulikfluid stets über den Hydrogenerator abgeführt wird.
[0024] Durch die Verwendung und Einbindung des servomotorischen Hydrogenerators ist es möglich,
dem vom Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder, abfließenden Hydraulikfluid
entsprechend der jeweiligen Ansteuerung des generatorisch arbeitenden Servomotors
des Hydrogenerators, hydraulische Energie zu entziehen. Insbesondere kann durch eine
entsprechende Drehmomentregelung des generatorisch arbeitenden Servomotors der Hydrogenerator
als hydraulische Bremse für den Kolben des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
betrieben werden. Insbesondere ist es möglich, den Kolben, und damit das Schlagwerkzeug
aktiv zu bremsen.
[0025] Damit ist es mit der hierin vorgeschlagenen Anordnung und hydraulischen Verschaltung
von Hydromotor und Hydrogenerator möglich, den Kolben im Wesentlichen zu jedem Zeitpunkt
während des Arbeitszyklus durch entsprechende Steuerung aktiv zu beschleunigen und
aktiv zu bremsen, ohne dass eine Umsteuerung, d.h. Drehrichtungsumkehr an Hydropumpe
oder Hydrogenerator erforderlich wäre. Insbesondere letzteres wirkt sich vorteilhaft
auf die Energieeffizienz und die erreichbare Steuerungsgenauigkeit und -geschwindigkeit
aus, und kann letztendlich auch zu Verbesserungen in der Umformqualität führen.
[0026] Abgesehen davon, dass der Hydrogenerator als aktive hydraulische Bremse für den Kolben
eingesetzt werden kann, kann der Hydrogenerator auch zur Energierückgewinnung verwendet
werden, dadurch, dass überflüssige elastische Energie aus dem Hydrauliksystem durch
entsprechende Steuerung des Hydrogenerators entzogen wird.
[0027] Die Umformmaschine umfasst des Weiteren zumindest eine zur, insbesondere zumindest
abschnittsweise oder zeitlich überlappend gleichzeitigen, Steuerung zumindest der
Hydropumpe, des Hydrogenerators und der Wegeventilbaugruppe ausgelegte und ausgebildete
Steuereinheit.
[0028] Insbesondere ist es durch entsprechende Ansteuerung der Wegeventilbaugruppe mittels
der Steuereinheit möglich Hydropumpe, Hydrogenerator und Wegeventilbaugruppe, über
einen gesamten Arbeitszyklus des Differentialzylinders hinweg oder zumindest über
einen wesentlichen Teil des Arbeitszyklus in Reihe zu schalten, so dass eine definierte
und vergleichsweise genaue Bewegungssteuerung des Hydraulikzylinders, insbesondere
Differentialzylinders, durch hydraulische Kopplung des Hydraulikzylinders, insbesondere
Differentialzylinders, an die Hydropumpe erreicht werden kann. Gleichzeitig bzw. parallel
dazu kann, insbesondere über den gesamten Arbeitszyklus hinweg, im Hydrauliksystem
bzw. Hydraulikkreis gespeicherte oder erzeugte elastische oder hydraulische Energie
durch entsprechende Steuerung des Hydrogenerators in elektrische Energie umgewandelt
werden.
[0029] Es zeigt sich, dass durch die hierin vorgeschlagene fluidtechnische Verschaltung
von Hydropumpe, Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinder, und Hydrogenerator
ein gleichzeitiger Betrieb von Hydropumpe und Hydrogenerator umgesetzt werden kann,
mit vorteilhaften Auswirkungen auf Steuerungspräzision und Energieeffizienz der Umformmaschine.
[0030] Insbesondere bei Schmiedehämmern mit vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten, von
z.B. 2m/s bis 5m/s, und vergleichsweise hohen Beschleunigungen am Schlagwerkzeug,
kann durch die hierin vorgeschlagene Hydropumpe und den Hydrogenerator und die hierin
vorgeschlagene hydraulische Verschaltung der Hydropumpe und des Hydrogenerators über
den gesamten Arbeitszyklus hinweg eine im Wesentlichen durchgehende Bewegungssteuerung
erreicht werden, was für präzise Schmiedeergebnisse von entscheidendem Vorteil ist,
während gleichzeitig im Vergleich zu herkömmlichen Schmiedehämmern ein vergleichsweise
energieeffizienter Betrieb möglich ist.
[0031] In Ausgestaltungen kann die Steuereinheit derart eingerichtet sein, dass zumindest
zeitweise während einer Arbeitsbewegung oder eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, die Wegeventilbaugruppe so angesteuert ist, bzw.
die Schaltstellung der Wegeventilbaugruppe so eingestellt ist, dass die Hydropumpe
mit dem ersten Fluidraum des Hydraulikzylinders, insbesondere Kolbenraum, und der
Hydrogenerator mit einem zweiten Fluidraum des Hydraulikzylinders, insbesondere Ringraum
des Differentialzylinders, fluidtechnisch verbunden sind. Im Hinblick auf die Begriffe
Kolbenraum und Ringraum wird auf die obigen Ausführungen verwiesen, die entsprechend
gelten.
[0032] Die Steuereinheit kann ferner dazu eingerichtet sein, dass zumindest zeitweise während
einer Rückholbewegung, d.h. einer der Arbeitsbewegung entgegengesetzten Bewegung,
des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, die Wegeventilbaugruppe
so angesteuert ist, dass die Hydropumpe mit dem zweiten Fluidraum des Hydraulikzylinders,
insbesondere Ringraum, und der Hydrogenerator mit dem ersten Fluidraum des Hydraulikzylinders,
insbesondere Kolbenraum des Differentialzylinders, fluidtechnisch verbunden sind.
[0033] Insbesondere kann die Steuereinheit derart eingerichtet sein dass diese die Wegeventilbaugruppe
derart steuert, dass die Hydropumpe in sequentiell aufeinander folgenden, insbesondere
unmittelbar aufeinanderfolgenden, Abschnitten eines Arbeitszyklus des Differentialzylinders
abwechselnd mit erstem Fluidraum, insbesondere Kolbenraum, und zweitem Fluidraum,
insbesondere Ringraum, verbunden wird bzw. ist. Entsprechend kann der Hydrogenerator
korrespondierend abwechselnd mit zweitem Fluidraum, insbesondere Ringraum, und erstem
Fluidraum, insbesondere Kolbenraum, verbunden sein.
[0034] Insbesondere mit einer derartigen Steuerung und alternierenden Verschaltung der Hydropumpe
und des Hydrogenerators kann der Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder,
und insbesondere das Schlagwerkzeug, mit kontinuierlich erfolgender Bewegungssteuerung
zwischen den Umkehrpunkten des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
und insbesondere auch im Bereich der Umkehrpunkte, kombiniert mit Energierückgewinnung
über den Hydraulikgenerator betrieben werden.
[0035] In Ausgestaltungen kann die Wegeventilbaugruppe ein 4/2 Wegeventil umfassen.
[0036] In Ausgestaltungen kann die Wegeventilbaugruppe insbesondere vier einzelne, in einer
Brückenschaltung fluidtechnisch miteinander verbundene Hydraulikventile umfassen.
Eine Brückenschaltung kann insbesondere eine Ringschaltung von beispielsweise vier
Hydraulikventilen mit zwischengeschalteten Anschlussstellen verstanden werden. Beispielsweise
kann eine solche Brückenschaltung durch Parallelschaltung jeweils zweier in Serie
geschalteter Hydraulikventile umgesetzt sein.
[0037] In Ausgestaltungen kann der Hydraulikkreis zumindest ein Nachsaugventil umfassen,
welches fluidtechnisch mit einer Nachsaugquelle, beispielsweise einem Hydraulikfluid-Reservoir,
-behälter; oder-tank, einerseits und mit zumindest einem Fluidraum, insbesondere dem
Kolbenraum und/oder Ringraum, des Differentialzylinders andererseits verbunden ist.
[0038] Die fluidtechnische Anbindung des Nachsaugventils kann insbesondere derart ausgebildet
sein, dass ein in dem zumindest einen Fluidraum beim Betrieb des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, entstehender Unterdruck durch Nachsaugen von Hydraulikfluid
über das Nachsaugventil ausgeglichen werden kann. Entsprechende Unterdrücke können
bei einem Schmiedehammer beispielsweise im Ringraum beim Rückprall des Schlagwerkzeugs,
und/oder wenn in einem Betriebszustand die der Volumenvergrößerung des Kolbenraums
größer ist als das von der Hydropumpe bereitgestellte Volumen an Hydraulikfluid. Letzteres
kann beispielsweise auftreten, wenn der von der Hydropumpe erzeugte Volumenstrom zurückbleibt
bzw. kleiner ist oder wird als die durch Vergrößerung des Kolbenraums bewirkte Volumenänderung
des Kolbenraums, was beispielsweise bei nach anfänglicher Beschleunigung des Kolbens
in Richtung Werkstück zur Einregelung der jeweils erforderlichen Geschwindigkeit des
Schlagwerkzeugs der Fall sein kann.
[0039] Bei dem Nachsaugventil kann es sich beispielsweise um ein nach Art eines Rückschlagventils
ausgebildetes Hydraulikventil, insbesondere einseitig automatisch sperrendes Ventil
handeln. Das Nachsaugventil kann beispielsweise für Volumenströme in der Größenordnung
zwischen 150 l/min bis 10.000 l/min ausgelegt sein. Die jeweilige Auslegung des Nachsaugventils
ist unter anderem Abhängig vom jeweiligen Hubvolumen und den jeweils auftretenden
Kolbengeschwindigkeiten.
[0040] In Ausgestaltungen kann die Steuereinheit eingerichtet sein zur Steuerung der Pumpendrehzahl
der Hydropumpe derart, dass die Hydraulikpumpe während des Betriebs, insbesondere
während eines oder mehrerer aufeinanderfolgender Arbeitszyklen, stets zumindest mit
einer von Null verschiedenen Mindestdrehzahl betrieben wird. Das soll insbesondere
bedeuten, dass die Hydraulikpumpe derart angesteuert wird, dass die Pumpendrehzahl
nicht unter einem von Null verschiedenen Grenzwert liegt. Das kann insbesondere erreicht
werden durch die hierin vorgeschlagene hydraulische Verschaltung der Komponenten des
Hydraulikkreises in Kombination mit der hierin vorgeschlagenen Verwendung einer servomotorischen
Hydropumpe.
[0041] In Ausgestaltungen kann die Steuereinheit derart ausgebildet und eingerichtet, sein,
dass diese die Hydropumpe derart steuert, bzw. derart steuern kann, dass diese während
des Betriebs, insbesondere eines Arbeitsabschnitts eines oder mehrerer Arbeitszyklen
Hydraulikzylinders, insbesondere des Differentialzylinders, zumindest mit einer von
Null verschiedenen Mindestdrehzahl betrieben wird.
[0042] Insbesondere kann die Steuereinheit so eingerichtet sein, dass die Hydraulikpumpe
während einer oder mehrerer unmittelbar aufeinanderfolgender Arbeitszyklen stets zumindest
mit der Mindestdrehzahl betrieben wird. Das bedeutet insbesondere, dass in einer entsprechenden
Betriebsweise die Mindestdrehzahl die untere Grenze für die Drehzahl der Hydropumpe
darstellt. Die Hydraulikpumpe wird bei entsprechendem Betrieb also nicht komplett
gestoppt, sondern kontinuierlich mit betrieben, was Vorteile im Hinblick auf Energieeffizienz
und Genauigkeit der Einstellung der Geschwindigkeit, insbesondere Endgeschwindigkeit,
des Schmiedewerkzeugs mit sich bringen kann.
[0043] In Ausgestaltungen kann die Steuereinheit derart eingerichtet sein, dass die Hydraulikpumpe
zunächst mit der Mindestdrehzahl aktiviert ist bzw. wird, und anschließend die Pumpendrehzahl
in einem Arbeitsbereich eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
zunächst von der Mindestdrehzahl auf eine Maximaldrehzahl erhöht wird. In einem anschließenden
Arbeitsabschnitt kann die Pumpendrehzahl von der Maximaldrehzahl auf die Mindestdrehzahl
erniedrigt werden, insbesondere derart, dass die Mindestdrehzahl in einem Umkehrpunkt
des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, erreicht ist oder vorliegt.
Vorzugsweise handelt es sich beim dem Umkehrpunkt um den dem Einwirkungsbereich des
Schlagwerkzeugs zugewandten Umkehrpunkt des Kolbens des Hydraulikzylinders, insbesondere
Differentialzylinders.
[0044] Gemäß Ausgestaltungen kann die Zunahme der Pumpendrehzahl der Hydropumpe bzw. die
Reduktion der Pumpendrehzahl der Hydropumpe entsprechend einer linearen Funktion der
Zeit erfolgen. Insbesondere kann die Steuereinheit in Ausgestaltungen derart eingerichtet
sein, dass die Maximaldrehzahl vor Erreichen oder im Zeitpunkt des Auftreffens des
Schlagwerkzeugs auf ein im Arbeitsbereich positioniertes Werkstück erreicht wird bzw.
ist.
[0045] Zum Erreichen einer vorgegebenen Endgeschwindigkeit des Schlagwerkzeugs kann in Ausgestaltungen
vorgesehen sein, dass ab dem Erreichen der Maximaldrehzahl die Pumpendrehzahl der
Hydraulikpumpe verringert wird, so dass unter Einwirkung der im Hydraulikkreis herrschenden
hydraulischen Kräfte und gegebenenfalls der auf das Schlagwerkzeug wirkenden Schwerkraft
die bzw. eine vorgegebene Endgeschwindigkeit im oder kurz oder unmittelbar vor dem
Umkehrpunkt, oder Umformpunkt, bzw. im oder kurz oder unmittelbar vor dem Umkehrpunkt
des Umformpunkts, erreicht ist. Zur Einstellung der Endgeschwindigkeit kann auch der
Hydrogenerator als hydraulische Bremse betrieben werden, um den Kolben aktiv abzubremsen.
[0046] Insbesondere aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass durch entsprechende Steuerung
der Hydropumpe und des Hydrogenerators der Bewegungsablauf, insbesondere die Endgeschwindigkeit,
des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, und damit des Schlagwerkzeugs
in den durch den Gesamtaufbau der Umformmaschine gegebenen Grenzen vergleichsweise
flexibel variieren und genau einstellen lässt. Insbesondere kann durch eine geeignete
Steuerung der Pumpendrehzahl der Hydropumpe, gegebenenfalls unter zusätzlicher Verwendung
geeigneter Sensoren zur Messung von Position und/oder Geschwindigkeit des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, oder des Schlagwerkzeugs, und/oder Sensoren zur
Messung einer oder mehrerer im Hydrauliksystem herrschenden Drücke, eine vergleichsweise
genaue und zuverlässige Einstellung der Auftreffgeschwindigkeit bzw. Endgeschwindigkeit
des Schlagwerkzeugs erreicht werden.
[0047] Entsprechend der vorgenannten Ausführungen kann die Umformmaschine, beispielsweise
mit der Steuereinheit zusammenwirkende, Sensoren aufweisen, welche dazu ausgebildet
sind, die Position des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, und/oder
des Schlagwerkzeugs zu ermitteln. Ferner können Sensoren zur Messung des Drucks im
Hydraulikkreis, beispielsweise in einer in den ersten Fluidraum, insbesondere Kolbenraum,
mündenden Leitung und oder in einer in den zweiten Fluidraum, insbesondere Ringraum,
mündenden Leitung, angebracht sein. Die Sensoren können mit der Steuereinheit gekoppelt
sein, so dass von den Sensoren an die Steuereinheit übermittelte Werte für Drücke
und/oder Position des Schlagwerkzeugs oder Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
zur Steuerung der Hydropumpe und/oder des Hydrogenerators verwendet werden können.
Bevorzugt werden die Drücke und/oder Positionen von der Steuereinheit verarbeitet
und zur Steuerung der Hydropumpe und/oder des Hydrogenerators derart verwendet, dass
das Schlagwerkzeug im oder kurz oder unmittelbar vor dem Auftreffpunkt die jeweils
erforderliche Endgeschwindigkeit aufweist.
[0048] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass während einer Rückholbewegung, d.h.
einer der vorgenannten Arbeitsbewegung entgegengesetzten Arbeitsbewegung, des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, das heißt während eines Bewegungsabschnitts, in
welchem sich der Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder, bzw. das Schlagwerkzeug
nach erfolgter Umformung vom Werkstück entfernt, die Hydropumpe mit der Mindestdrehzahl
betrieben wird, d.h. dass die Pumpendrehzahl der Hydropumpe in diesem Bewegungsabschnitt
auf die Mindestdrehzahl eingestellt ist bzw. wird. Insbesondere kann der Betrieb mit
der Mindestdrehzahl verwendet werden, den Bären zu beschleunigen, und, im Falle einer
Oberdruck-Umformmaschine, den Bären nach oben zu fahren.
[0049] In weiteren Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass die Steuereinheit mit Sensoren
zur Messung der Geschwindigkeit des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
bzw. Schlagwerkzeugs verbunden ist, das heißt, dass die Umfangmaschine entsprechende
Geschwindigkeitssensoren umfassen kann, und ermittelte Geschwindigkeitsdaten von der
Steuereinheit zur Steuerung bzw. Regelung der Hydropumpe und/oder des Hydrogenerators
verwendet werden, um die Endgeschwindigkeit auf einen vorgegebenen Wert einzuregeln.
[0050] Insbesondere unter Verwendung der hierin vorgeschlagenen Sensoren in Kombination
mit den hierin servogesteuerten Komponenten, sprich der Hydropumpe und des Hydrogenerators,
ist es beispielsweise möglich die Endgeschwindigkeit des Schlagwerkzeugs im Auftreffpunkt
entsprechend des jeweils erforderlichen Wert aufweist. Beispielsweise können im Wesentlichen
ohne großen Aufwand in aufeinanderfolgenden Arbeitszyklen verschiedene Endgeschwindigkeit
eingestellt werden.
[0051] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass ein Ausgangspunkt zum Start eines Umform-
oder Schmiedevorgangs, insbesondere ein Ausgangspunkt von dem aus der Kolben oder
Bär in Richtung des Umformbereichs beschleunigt wird, in Abhängigkeit der jeweils
gewünschten, erforderlichen bzw. vorgegebenen Endgeschwindigkeit, korrespondierend
zur jeweils gewünschten, erforderlichen bzw. vorgegebenen Energie, insbesondere Umformenergie,
in Abhängigkeit der in Bewegungsrichtung des Kolbens gemessenen Höhe des umzuformenden
Werkstücks , und/oder in Abhängigkeit des jeweiligen Umformwegs korrespondierend z.B.
zur Stauchung oder Umformung des Werkstücks parallel zur Bewegungsrichtung des Kolbens
eingestellt wird.
[0052] Bei dem Ausgangspunkt, von dem aus die Beschleunigung des Bären erfolgt, kann es
sich insbesondere um einen vom Umformbereich abgewandten Umkehrpunkt handeln, bei
einer Oberdruckumformmaschine beispielsweise um einen oberen Totpunkt des Kolbens
oder Bären.
[0053] Eine, wie insbesondere vorweg beschriebene und in Ausgestaltungen mögliche, variable
Einstellung des Ausgangspunktes oder Ausgangshubs von dem aus die Beschleunigung des
Kolbens bzw. Schlagwerkzeug, Bären oder Gesenks erfolgt, ermöglicht insbesondere eine
optimale Einstellung des Bewegungsablaufs des Kolbens oder Bären usw.. Ferner ist
es möglich, den Hub, beispielsweise den oberen Totpunkt des Kolbens, variabel einzustellen,
so dass beispielsweise verbesserte Umform- oder Schmiedezyklen, oder Umform- oder
Schmiedefrequenzen erreicht werden können.
[0054] Insbesondere ist es in Ausgestaltungen möglich, dass die Steuereinheit derart ausgelegt
ist, dass der vom Schlagwerkzeug während eines Schmiedezyklus zurückgelegte Weg, bzw.
korrespondierende Hübe, minimal ist/sind. Beispielsweise kann die Steuereinheit derart
ausgelegt und eingerichtet sein, dass verschiedene Hübe, z.B. ein minimal notwendiger
Hub zur Erreichung einer im Umformbetrieb zeitlich nachfolgenden, gewünschten oder
vorgegebenen Endgeschwindigkeit oder Umformenergie, durch gezieltes anfahren unterschiedlieher
Umkehrpunkte, beispielsweise oberer Totpunkte des Kolbens, realisiert werden.
[0055] Insbesondere ist es durch Verwendung variabler Hübe des Kolbens möglich, Umformzeiten
zu optimieren, und den Bewegungsablauf in Abhängigkeit der jeweils gewünschten Endgeschwindigkeit,
Umformenergie, in Abhängigkeit der in Bewegungsrichtung des Kolbens gemessenen Höhe
des umzuformenden Werkstücks , und/oder in Abhängigkeit des jeweiligen Umformwegs
korrespondierend z.B. zur Stauchung oder Umformung des Werkstücks parallel zur Bewegungsrichtung.
[0056] In Ausgestaltungen kann die Steuereinheit dazu eingerichtet und ausgebildet sein,
anhand eines Ausgangspunkts, insbesondere oberen Totpunkts, eines vorangehenden Umformzyklus,
z.B. eines Startpunkts des Kolbens oder Bären oder Gesenks zum Beginn eines vorausgehenden
Umformzyklus, insbesondere unmittelbar vorausgehenden Umformzyklus, einen weiteren
Ausgangspunkt, insbesondere oberen Totpunkt, eines nachfolgenden, vorzugsweise unmittelbar
nachfolgenden, Umformzyklus zu ermitteln.
[0057] Insbesondere kann die Steuereinheit dazu ausgelegt sein, auf Grundlage von ersten
Steuerdaten zur Bewegungssteuerung z.B. des Kolbens, Bären oder Gesenks eines ersten
Umformvorgangs, zweite Steuerdaten zur Bewegungssteuerung z.B. des Kolbens, Bären
oder Gesenks eines zweiten Umformvorgangs zu ermitteln. Dabei kann der zweite Umformvorgang
zeitlich unmittelbar auf den ersten Umformvorgang folgen. Vorteilhafterweise können
durch eine solche Steuerung der Umformvorgänge, insbesondere aufeinanderfolgender
Umformvorgänge, optimierte Umformzeiten erreicht werden. Die zweiten Steuerdaten können
auf Grundlage der ersten Steuerdaten und der für den zeitlich darauffolgenden Umformvorgang
vorgegebenen Randbedingungen aus den ersten Steuerdaten ermittelt werden.
[0058] In Ausgestaltungen kann beispielsweise vorgesehen sein, dass eine Schlagenergie,
z.B. Umformenergie, eines zuletzt gefahrenen Hubs dazu verwendet wird, die Startposition
des Kolbens auf Grundlage einer darauffolgend erforderlichen Schlagenergie von der
Steuereinheit oder Steuerung errechnet, insbesondere automatisch ermittelt wird. Beispielsweise
kann die Startposition in Abhängigkeit der jeweiligen Höhe des umzuformenden Werkstücks,
eingestellt werden.
[0059] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass die Position, insbesondere Ausgangsposition,
des Kolbens, oder Bären, oder Gesenks, zum Beginn oder in einen definierten Zeitpunkt
während eines Umform- oder Schmiedezyklus ermittelt und/oder dazu verwendet wird als
Berechnungsgrundlage zur Ermittlung einer Ausgangsposition von Kolben, Bären oder
Gesenk und/oder von Betriebsparametern zur Bewegungssteuerung von Kolben, Bär und/oder
Gesenk während oder für einen zeitlich darauffolgenden Umform- oder Schmiedevorgang.
[0060] In Ausgestaltungen kann die Steuereinheit derart eingerichtet und ausgebildet sein,
dass diese die Hydraulikpumpe so steuert bzw. steuern kann, dass eine maximale Vorschubgeschwindigkeit
des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, oder des Schlagwerkzeugs
im Bereich zwischen 1,5m/s bis 6m/s, insbesondere bei etwa 1,5m/s oder 5m/s, oder
zwischen 4,8 m/s und 5,5 m/s liegt, und dass bevorzugt eine maximale Rückholgeschwindigkeit
des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, im Bereich zwischen 1,5m/s
und 2,5m/s, bevorzugt bei 2m/s, insbesondere zwischen 1,8 m/s und 2,1m/s liegt.
[0061] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass der Volumenstrom bei Bremsvorgängen
in die eine oder andere Bewegungsrichtung des Kolbens, d.h. bei der Vor- oder Zurückbewegung
des Kolbens, im Falle einer Oberdruck-Umformmaschine bei einer Auf- und Abbewegung
des Kolbens, etwa gleich sind. Jedoch kann der Volumenstrom in Abhängigkeit von Kolbendurchmesser,
Stangendurchmesser, Kolbengeschwindigkeit und anderen variieren, oder in Abhängigkeit
dieser Größen eingestellt sein. Insbesondere bei etwa gleichen Bedingungen der Hin-
und Herbewegung kann die Rückgewinnung von Energie mittels des Hydrogenerators optimiert
werden, und insgesamt ein Energiesparender Betrieb erreicht werden.
[0062] In Ausgestaltungen kann die Umformmaschine des Weiteren einen Energiespeicher umfassen,
welcher zum Zwecke der Einspeisung von durch den Hydrogenerator erzeugter elektrischer
Energie mit dem Hydrogenerator verbunden ist. Auf diese Weise kann die durch den Hydrogenerator
erzeugte, bzw. die aus der hydraulischen Energie des Hydraulikkreises durch den Hydrogenerator
erzeugte, elektrische Energie zwischengespeichert werden, und in einem darauf folgenden
Arbeitszyklus oder Arbeitsabschnitt der Umformerschiene als elektrische Energie wieder
zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise zum Betrieb der Hydropumpe. Abgesehen
davon ist es auch möglich, dass die vom Hydrogenerator erzeugte elektrische Energie
in ein mit der Umformmaschine verbundenes Stromnetz, oder Kraft-Wärme-Netz eingespeist
wird.
[0063] Es zeigt sich, dass durch die hierin vorgeschlagene spezifische Kombination der hierin
vorgeschlagenen Hydraulikkomponenten, insbesondere Hydromotor, Hydrogenerator und
Wegeventilbaugruppe und deren Verschaltung, eine besonders genaue und exakte Steuerung
der Umformmaschine, insbesondere des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
bzw. Schlagwerkzeugs der Umformmaschine, ermöglicht wird bzw. ist, wobei gleichzeitig
durch einen wie hierin vorgeschlagenen Hydraulikkreis ein vergleichsweise energieeffizienter
Betrieb der Umformmaschine ermöglicht wird.
[0064] Nach Patentanspruch 8 ist ein Verfahren zur Steuerung eines Arbeitszyklus einer Umformmaschine
vorgesehen. Bei der Umformmaschine handelt es sich um einen Schmiedehammer.
[0065] Bei dem hierin vorgeschlagenen Verfahren ist vorgesehen, dass ein mit einem Schlagwerkzeug
gekoppelter Hydraulikzylinder, insbesondere Differentialzylinder, durch eine über
einen Hydraulikkreis und eine dem Hydraulikzylinder fluidtechnisch vorgeschaltete
Wegeventilbaugruppe fluidtechnisch gekoppelte, servomotorische Hydropumpe eines hydraulischen
Linearantriebs durch Zufuhr von Hydraulikfluid angetrieben wird. Insbesondere kann
ein Antrieb des Hydraulikzylinders durch Beaufschlagung eines Fluidraums, insbesondere
des Kolbenraums bzw. Ringraums des Differentialzylinders, erfolgen.
[0066] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass, insbesondere wenn die Hydropumpe mit einem
Fluidraum des Hydraulikzylinders, z.B. Kolbenraum oder Fluidraum des Differentialzylinders,
fluidtechnisch verbunden ist, von einem weiteren Fluidraum des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, abfließendes Hydraulikfluid, z.B. das vom zweiten
Fluidraum, insbesondere Ringraum, oder ersten Fluidraum, insbesondere Kolbenraum,
abfließende Hydraulikfluid, über die Wegeventilbaugruppe an einen in den Hydraulikkreis
der Wegeventilbaugruppe fluidtechnisch nachgeschalteten, servomotorischen Hydrogenerator
geleitet wird.
[0067] Insbesondere soll das bedeuten, dass die Hydropumpe an einen Fluidraum fluidtechnisch
gekoppelt ist, und dabei, zumindest in einem Abschnitt des Arbeitszyklus, insbesondere
zeitgleich, der Hydrogenerator an den weiteren Fluidraum gekoppelt ist.
[0068] Damit ist zumindest in den Abschnitten, in welchen beide Fluidräume mit Hydropumpe
oder Hydrogenerator gekoppelt, insbesondere fluidtechnisch verbunden sind, die duale
Steuerung des Hydraulikkreises möglich, was bedeuten soll, dass der Hydraulikkreis
insbesondere durch gleichzeitige Ansteuerung von Hydropumpe und Hydrogenerator beeinflusst
werden kann oder beeinflussbar ist.
[0069] Insbesondere aus der Möglichkeit zur dualen Steuerung des Hydraulikkreises einerseits
über die Hydropumpe und andererseits über den Hydrogenerator kann der Hydraulikzylinder,
insbesondere Differentialzylinder, vergleichsweise genau und zuverlässig gesteuert
werden, wodurch insbesondere verbesserte Schmiedeergebnisse erhalten werden können.
[0070] Insbesondere auf diese Weise kann erreicht werden, dass Hydromotor und Hydrogenerator
während des gesamten Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
zur Verfügung stehen, und getrennt oder gleichzeitig betrieben werden können, wodurch
eine vergleichsweise exakte Steuerung des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
bei gleichzeitig energieeffizientem Betrieb erreicht werden kann. Wegen weiteren Vorteilen
und vorteilhaften Wirkungen wird auf die obigen Ausführungen verwiesen, die entsprechend
gelten.
[0071] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass während einer Arbeitsbewegung, insbesondere
Vorschubbewegung in Richtung des Arbeitsbereichs oder Umformbereichs des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, die Wegeventilbaugruppe so angesteuert wird, dass
die Hydropumpe mit dem ersten Fluidraum, insbesondere dem Kolbenraum, und der Hydrogenerator
mit dem zweiten Fluidraum, insbesondere Ringraum des Differentialzylinders, fluidtechnisch
verbunden sind.
[0072] In weiteren Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass zumindest zeitweise während
einer Rückholbewegung des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
d.h. während einer vom Arbeitsbereich oder Arbeitspunkt des Hydraulikzylinders, insbesondere
Differentialzylinders, oder Schlagwerkzeugs weg gerichteten Bewegung des Hydraulikzylinders
oder Schlagwerkzeugs, die Wegeventilbaugruppe so angesteuert ist oder wird, dass die
Hydropumpe mit dem zweiten Fluidraum, insbesondere Ringraum, und der Hydrogenerator
mit dem ersten Ringraum, insbesondere Kolbenraum, des Differentialzylinders fluidtechnisch
verbunden sind. Wegen Vorteilen und vorteilhaften Wirkungen und/oder weiteren Einzelheiten
der hier vorgeschlagenen Betriebsweise wird insbesondere auch auf die obigen Ausführungen
verwiesen, die entsprechend Anwendung finden.
[0073] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass die Hydropumpe durch die Steuereinheit
derart gesteuert wird, dass die Hydropumpe während des Betriebs oberhalb bzw. zumindest
mit einer von Null verschiedenen Mindestdrehzahl betrieben wird.
[0074] Insbesondere kann in Ausgestaltungen die Pumpendrehzahl in einem Arbeitsabschnitt
eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, zunächst
von der Mindestdrehzahl auf eine Maximaldrehzahl erhöht und anschließend von der Maximaldrehzahl
auf die Mindestdrehzahl erniedrigt werden, beispielsweise derart, dass in dem Arbeitsbereich
des Schlagwerkzeugs zugewandten Umkehrpunkt des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
oder Kolbens die Mindestdrehzahl erreicht ist oder vorliegt.
[0075] Die Steuerung der Pumpendrehzahl kann beispielsweise nach einer vorgegebenen Funktion
der Zeit und/oder der Position des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders,
erfolgen, beispielsweise entsprechend eines linearen Zusammenhangs mit der Zeit. Jedoch
ist mit dem hierin vorgeschlagenen Hydrauliksystem auch eine Steuerung unter Verwendung
von zumindest teilweise nichtlinearen Zusammenhängen möglich.
[0076] In Ausgestaltungen kann während eines Rückholabschnitts des Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, die Pumpendrehzahl auf die Mindestdrehzahl eingestellt
oder eingeregelt werden.
[0077] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass zur Beschleunigung des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, d.h. des Kolbens des Hydraulikzylinders, insbesondere
Differentialzylinders, in Richtung eines einem Umform- oder Arbeitsbereich der Umformmaschine,
d.h. des Hydraulikzylinders bzw. Differentialzylinders oder Schlagwerkzeugs, zugeordneten
ersten Umkehrpunkts die Pumpendrehzahl der Hydropumpe von der Mindestdrehzahl, insbesondere
in linearer Abhängigkeit von der Zeit, auf die Maximaldrehzahl erhöht wird, derart,
dass die Maximaldrehzahl vor Erreichen eines dem Umformbereich zugeordneten ersten
Umkehrpunkts des Hydraulikzylinders, insbesondere Differentialzylinders, erreicht
wird bzw. ist.
[0078] Ferner kann in Ausgestaltungen vorgesehen sein, dass die Steuerung derart erfolgt,
dass die Pumpendrehzahl der Hydropumpe, d.h. die Drehzahl des Hydraulikpumpe der Hydropumpe,
nach Erreichen der Maximaldrehzahl derart verringert wird, insbesondere in einem linearen
Zusammenhang mit der Zeit, dass die Mindestdrehzahl bei oder mit Erreichen des ersten
Umkehrpunkts erreicht wird oder eingestellt ist. Wegen Vorteilen oder vorteilhaften
Wirkungen entsprechender Ausgestaltungen wird auf obige Ausführungen verwiesen.
[0079] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass einhergehend mit Erreichen des dem
Umformbereich der Umformmaschine zugeordneten ersten Umkehrpunkts oder bei Erreichen
der einer vorgegebenen Geschwindigkeit des Bären bzw. des Kolbens die Wegeventilbaugruppe
derart gesteuert wird, dass ein Druckausgang der Hydropumpe mit dem zweiten Fluidraum
des Hydraulikzylinders, insbesondere Ringraum des Hydraulikzylinders, insbesondere
Differentialzylinders, fluidtechnisch verbunden wird bzw. ist, und dass ein Druckeingang
des Hydrogenerators mit dem ersten Fluidraum des Hydraulikzylinders, insbesondere
Kolbenraum des Differentialzylinders, fluidtechnisch verbunden wird bzw. ist.
[0080] Insbesondere bei solchen Ausgestaltungen kann eine im Hydrauliksystem der Umformmaschine
gespeicherte, erzeugte und/oder entstehende elastische Energie, insbesondere im Hydraulikfluid
gespeicherte potentielle Energie, beispielsweise durch Dekompression des Hydraulikfluids
bzw. des Hydrauliksystems, über den Hydrogenerator in elektrische Energie oder eine
andere sekundäre Energieform umgewandelt werden, und beispielsweise in darauffolgenden
Arbeitszyklen der Umformmaschine zugeführt werden. Ergänzend wird in diesem Zusammenhang
auf die Ausführungen weiter oben verwiesen, die entsprechend gelten.
[0081] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass ein durch Rückprall des Hydraulikzylinders,
insbesondere Differentialzylinders, bzw. Schlagwerkzeugs im ersten Umkehrpunkt erzeugter
Unterdruck im zweiten Fluidraum, insbesondere Ringraum, durch zumindest ein Nachsaugventil
ausgeglichen wird, welches einerseits mit dem zweiten Fluidraum und andererseits einem
Hydraulikbehälter fluidtechnisch verbunden ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass
ein durch den Rückprall im ersten Fluidraum, insbesondere Kolbenraum, erzeugter Überdruck,
bzw. eine im Hydraulikkreis erzeugte elastische Energie durch Dekompression über den
bzw. vom Hydrogenerator in eine sekundäre Energieform, beispielsweise elektrische
Energie, gewandelt und vorzugsweise in einem Zwischenspeicher gespeichert wird. Wegen
Vorteilen und vorteilhaften Wirkungen wird insbesondere auf die Ausführungen weiter
oben sowie weiter unten verwiesen, die entsprechend gelten.
[0082] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass einhergehend mit, oder bei, oder unmittelbar
vor, Erreichen eines vom Umformbereich der Umformmaschine abgewandten zweiten Umkehrpunktes
des Hydraulikzylinders, insbesondere des Differentialzylinders, die Wegeventilbaugruppe
derart angesteuert wird, dass ein Druckausgang der Hydropumpe mit dem ersten Fluidraum,
insbesondere Kolbenraum, fluidtechnisch verbunden wird oder ist, und ein Druckeingang
des Hydrogenerators mit dem zweiten Fluidraum, insbesondere Ringraum des Differentialzylinders,
fluidtechnisch verbunden wird oder ist.
[0083] Insbesondere kann in Ausgestaltungen vorgesehen sein, dass während einer Umsteuerung
des Druckausgangs der Hydropumpe und des Druckeingangs des Hydrogenerators gegebenenfalls
auftretende Druckschwankungen im Hydrauliksystem durch ein oder mehrere entsprechend
in den Hydraulikkreis geschaltete Nachsaugventile ausgeglichen werden. Mit anderen
Worten, es können Nachsaugventile vorgesehen sein, derart dass etwaige Druckschwankungen
im Hydrauliksystem, insbesondere zur Vermeidung von Druckspitzen, ausgeglichen werden
können.
[0084] Vorteilhafter Weise ist in Ausgestaltungen vorgesehen, dass die Bewegungssteuerung
des Kolbens, Bären und/oder Gesenks durch die Steuereinheit in oder im Bereich der
beiden Umkehrpunkte des Kolbens, abgesehen des lediglich im umformenden Umkehrpunkt
auftretenden Rückpralls, in etwa bzw. im Wesentlichen in gleicher Weise durchgeführt
wird. Das bedeutet insbesondere, dass, abgesehen von der zeitlichen Spanne, in welcher
ein Rückprall auf das Hydrauliksystem wirkt, in beiden Umkehrpunkten, ggf. Schwerkraftbereinigt,
eine im Wesentlichen gleiche Bewegungssteuerung angewandt werden kann.
[0085] In Ausgestaltungen kann vorgesehen sein, dass mehrere aufeinanderfolgende Arbeitszyklen
nach einer der oben beschriebenen Ausgestaltungen gesteuert wird/werden, wobei die
Hydropumpe und der Hydrogenerator während der Arbeitszyklen durchgehend in gleicher
Drehrichtung, d.h. ohne Drehrichtungsumkehr, betrieben werden, und/oder wobei die
Hydropumpe über die mehreren Arbeitszyklen hinweg zumindest mit der von Null verschiedenen
Mindestdrehzahl betrieben wird, und/oder wobei in einem Arbeitszyklus und/oder Teilarbeitszyklus
durch den Hydrogenerator erzeugte Sekundärenergie, beispielsweise elektrische Energie,
in einem darauffolgenden Arbeitszyklus und/oder Teilarbeitszyklus der Umformmaschine,
insbesondere der Hydropumpe, zugeführt wird. Insbesondere auf diese Weise kann eine
vorteilhafte Energieeffizienz erreicht werden.
[0086] Aus den obigen und vorangehenden Ausführungen wird insbesondere deutlich, dass mit
der hierin vorgeschlagenen Umformmaschine und dem hierin vorgeschlagenen Verfahren
zur Steuerung der Umformmaschine die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst
wird.
[0087] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der anhängenden Figuren
näher beschrieben. Es zeigen:
- FIG. 1
- eine schematische Darstellung des Aufbaus eines gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung
ausgebildeten Schmiedehammers;
- FIG. 2
- den Schmiedehammer nach FIG. 1 in einem ersten Betriebszustand;
- FIG. 3
- den Schmiedehammer nach FIG. 1 in einem zweiten Betriebszustand;
- FIG. 4
- den Schmiedehammer nach FIG. 1 in einem dritten Betriebszustand; und
- FIG. 5
- ein Arbeitsdiagramm betreffend Betriebs- und Steuergrößen des Schmiedehammers.
[0088] FIG. 1 zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaus eines gemäß einer Ausgestaltung
der Erfindung ausgebildeten Oberdruck Schmiedehammers 1.
[0089] Komponenten des Schmiedehammers 1 werden nachfolgend anhand der FIG. 1 näher beschrieben,
wobei Funktion und Betriebsweise des Schmiedehammers 1 insbesondere im Zusammenhang
mit FIG. 2 bis 5 näher erläutert werden.
[0090] Der Schmiedehammer 1 umfasst ein (nicht dargestelltes) Gestell, an welchem ein Differentialzylinder
2 festgelegt ist. Am Gestell ist ferner ein Untergesenk 3 mit einem daran lösbar angebrachten
Unterwerkzeug 4 befestigt.
[0091] An einem in einem Zylinderrohr 5 des Differentialzylinders 2 längsverschiebbar geführten
Kolben 6 ist eine sich einseitig vom Kolben 6 erstreckende Kolbenstange 7 angebracht.
[0092] An einem vom Kolben 6 entfernt gelegenen Ende der Kolbenstange 7 ist ein als Bär
8 , d.h. Schmiedebär, ausgebildetes Obergesenk befestigt, welches mit dem Kolben 6
einhergehend in Längsrichtung des Zylinderrohrs 5 hin- und her bewegt werden kann.
[0093] Der Bewegungsfreiheitsgrad des Kolbens 6 bzw. Bären 8 ist in FIG. 1 anhand eines
Doppelpfeils schematisch dargestellt. Im vorliegenden Fall ist der Schmiedehammer
1 als ein Vertikalschmiedehammer ausgebildet, was bedeuten soll, dass im ordnungsgemäßen
Betriebszustand eine Bewegung des Bären 8 bzw. eines daran lösbar befestigten Oberwerkzeugs
9 in vertikaler Richtung von oben nach unten und umgekehrt erfolgt.
[0094] Im Beispiel der FIG. 1 ist der Schmiedehammer 1 in einem Arbeitszustand gezeigt,
in welchem das Oberwerkzeug 9 am Unterwerkzeug 4 anliegt, korrespondierend zu einem
ersten Umkehrpunkt U1 des Bären 8 bzw. Oberwerkzeugs 9.
[0095] Der Schmiedehammer 1 weist einen den Differentialzylinder 2 umfassenden Hydraulikkreis
auf, mit einer, oder je nach Bedarf mehreren, servomotorischen Hydropumpen 27, welche
einen über einen Servomotor 10 gesteuerte Hydraulikpumpe 11 umfasst, deren Druckseite
12 mit einem 4/2 Wegeventil 13 und deren Saugseite 14 mit einem Hydrauliktank 15 fluidtechnisch
verbunden sind.
[0096] Der Hydraulikkreis umfasst ferner einen Hydrogenerator 16 dessen Eingangsseite 17
mit dem Wegeventil 13 verbunden ist, und dessen Ausgangsseite 18 mit dem Hydrauliktank
15 fluidtechnisch verbunden ist.
[0097] Die Umformmaschine 1 umfasst des weitere eine Steuereinheit 19, welche ausgebildet
ist, und mit entsprechenden Steuerleitungen versehen ist, so dass die Komponenten
des Schmiedehammers 1, insbesondre Wegeventil 13, Hydropumpe 27, und Hydrogenerator
16, und ggf. weitere Komponenten gesteuert werden können.
[0098] Die Steuereinheit 19 kann mit diversen Sensoren zur Erfassung von Betriebsparametern
des Schmiedehammers 1 ausgestaltet sein. Beispielsweise kann der Schmiedehammer 1
einen oder mehrere Drucksensoren 20 aufweisen, mit welchen beispielsweise ein in einem
Kolbenraum 21 des Differentialzylinders 2 und/oder ein in einem Ringraum 22 des Differentialzylinders
2 beim Betrieb des Schmiedehammers 1 herrschender Druck erfasst werden kann, welcher
beispielsweise durch die Steuereinheit 19 zur Steuerung des Schmiedehammers 1, insbesondere
des Differentialzylinders 2 und/oder der Hydropumpe 27 und/oder des Hydrogenerators
16 verwendet werden kann.
[0099] Der Hydrogenerator 16 umfasst einen, oder je nach Bedarf mehrere, Hydromotoren 28
und einen mit dem Hydromotor 28 antriebsmechanisch gekoppelten Servogenerator 29,
d.h. einen generatorisch betriebenen Servomotor.
[0100] Die Hydropumpe 27 und der Hydrogenerator 16 können anhand des Servomotors 10 und
des Servogenerators 29 gesteuert werden, und sind zu diesem Zwecke über entsprechende
Steuerleitungen mit der die Steuereinheit 19 verbunden. Insbesondere können die Hydropumpe
27 und der Hydrogenerator in Drehzahl und/oder Drehmoment gesteuert werden, beispielsweise
derart dass eine zur Einstellung und/oder Erreichung einer vorgegebenen oder gewünschten
Endgeschwindigkeit des Bären 9 durch erreicht wird. Insbesondere können die Hydropumpe
27 und der Hydrogenerator 16 so gesteuert werden, dass der Bär 9 oder Kolben 6 einem
vorgegebenen Bewegungsablauf folgt, wobei Hydropumpe 27 und Hydrogenerator 16 die
jeweils erforderliche hydraulische Antriebsleistung oder Bremsleistung zur Verfügung
stellen.
[0101] Der Schmiedehammer 1 kann des Weiteren einen Positions- und/oder Geschwindigkeitssensor
23 umfassen, mit welchem durch die Steuereinheit 19 eine Position und/oder Geschwindigkeit
des Bären 8 bzw. des Kolbens 6 ermittelt werden kann, wobei entsprechende Positions-
und/oder Geschwindigkeitsdaten zur Steuerung des Hydraulikkreises, insbesondere der
Hydropumpe 27 und/oder des Hydrogenerators 16 und/oder des Wegeventils 13, verwendet
werden können, beispielsweise zur Steuerung oder Einstellung einer jeweils gewünschten
Endgeschwindigkeit oder Auftreffgeschwindigkeit des Differentialzylinders 2.
[0102] Der im Zusammenhang mit den Figuren gezeigte Schmiedehammer 1 umfasst des Weiteren
einen Energiespeicher 24 in welchen durch den Hydrogenerator 16, beispielsweise durch
Umwandlung von hydraulischer Energie, insbesondere elastischer Energie, aus dem Hydraulikkreis
erzeugte Sekundärenergie, beispielsweise in Form elektrischer Energie, gespeichert
werden kann. Zur Lade- und Entladesteuerung kann der Energiespeicher 24 mit der Steuereinheit
19 verbunden sein. Insbesondere kann der Energiespeicher 24 und die zugehörige Steuerung
so aufeinander abgestimmt sein, dass aus einem oder mehreren vorrangehenden Arbeitszyklen
des Schmiedehammers 1 rückgewonnene Energie zum Betrieb des Schmiedehammers 1, beispielsweise
der Hydropumpe 27, in nachfolgenden Arbeitszyklen verwendet oder abgerufen wird.
[0103] Der Kolbenraum 21 und der Ringraum 22 des Differentialzylinders 2 sind zum Ausgleich
von im Hydrauliksystem etwaig auftretenden Unterdrücken über Nachsaugventile 25 mit
dem Hydrauliktank 15 derart fluidtechnisch verbunden, dass Hydraulikflüssigkeit 30
über die Nachsaugventile 25 im Falle eines Unterdrucks aus den Hydrauliktank 15 angesaugt
und so ins Hydrauliksystem eingebracht werden kann.
[0104] Insbesondere können der Kolbenraum 21 und Ringraum 22 jeweils über ein Nachsaugventil
25 fluidtechnisch mit dem Hydrauliktank 15, oder einer Hydraulikfluidquelle, verbunden
sein, so dass im Falle eines Unterdrucks Hydraulikfluid durch eine vom Unterdruck
verursachte Saugwirkung in den Kolbenraum 21 oder Ringraum 22 gesaugt wird.
[0105] Bei den Nachsaugventilen 25 kann es sich beispielsweise um federbelastete Rückschlagventile,
oder andere gleichartige Ventile handeln, welche einen Iediglich unidirektionalen
Fluss von Hydraulikfluid in Richtung vom Hydrauliktank 15 zum Kolbenraum 21 oder Ringraum
22 zulassen, in entgegengesetzter Richtung jedoch sperren.
[0106] Eine beispielhafte Betriebsweise des Schmiedehammers 1 auf Grundlage der oben beschriebenen
Komponenten wird nachfolgend anhand der FIG. 2 bis FIG. 5 beschrieben, welche den
Schmiedehammer 1 in unterschiedlichen Betriebszuständen zeigen.
[0107] FIG. 2 zeigt den Schmiedehammer 1 in einen Betriebszustand, in welchem die Hydropumpe
27 und das Wegeventil 13 von der Steuereinheit 19 derart gesteuert sind, dass der
Kolben 6 des Differentialzylinders 2 in Richtung des Unterwerkzeugs 4 zum Zwecke der
Bearbeitung eines Werkstücks 26 beschleunigt oder bewegt wird.
[0108] Das Wegeventil 13 ist in vorliegendem Ausführungsbeispiel als 4/2 Wegeventil ausgeführt,
und in dem in FIG. 1 gezeigten Betriebszustand so geschalten, dass ein erster Anschluss
A1, der fluidtechnisch mit der der Druckseite 12 der Hydraulikpumpe 11 verbunden ist,
auf einen zweiten Anschluss A2 durchgeschalten ist, welcher fluidtechnisch mit dem
Kolbenraum 21 verbunden ist. Auf diese Weise kann Hydraulikfluid 30 durch entsprechende
Steuerung des Servomotors 10 durch die Hydraulikpumpe 11 vom Hydrauliktank 15 in den
Kolbenraum 21 gepumpt werden, um so den Hub des Kolbens 6 zu vergrößern und eine hydraulische
Beschleunigungskraft auf den Kolben 6 zu übertragen.
[0109] Ferner ist in dem in FIG. 1 gezeigten Betriebszustand, in welchem der Kolben 6 beschleunigt,
bzw. in Richtung des Unterwerkzeugs 4 bewegt wird, ein dritter Anschluss A3 des Wegeventils
13 fluidtechnisch mit dem Ringraum 22 verbunden, und durchgeschalten auf einen vierten
Anschluss A4 des Wegeventils 13, welcher fluidtechnisch mit dem Hydrogenerator 16,
genauer mit der Eingangsseite 17 des Hydromotors 28, verbunden ist.
[0110] Da der Schmiedehammer 1 im vorliegenden Beispiel als Oberdruck Schmiedehammer 1 mit
einem oben liegenden Differentialzylinder 2 ausgebildet ist, tragen zur Beschleunigung
des Bären 8 in Richtung des Unterwerkzeugs 4 neben den durch die Hydropumpe 27 und
den Hydrogenerator 16 erzeugten hydraulischen Kräfte noch die Gewichtskräfte der bewegten
Masse, insbesondere von Bär 8, Kolbenstange 7, Kolben 6, Oberwerkzeug 9 usw., bei.
[0111] Bei einem Unterdruck Schmiedehammer oder Unterdruck-Schmiedebären, auf welchen die
vorliegende Erfindung ebenfalls anwendbar ist, wirken die Gewichtskräfte bei der Beschleunigung
des Bären in Richtung des zu bearbeitenden Werkstücks der hydraulischen Kraft entgegen,
was durch das hierin vorgeschlagene hydraulische System ebenfalls steuerungstechnisch
erfasst werden kann. Bei einer Kombination Oberdruck und Unterdruck Schmiedehammer
können sowohl Oberdruck als auch Unterdruck Schmiedehammer mit dem hierin vorgeschlagenen
Verfahren gesteuert werden und einen entsprechenden Aufbau aufweisen.
[0112] Zurückkommend auf den in FIG. 1 gezeigten Zustand wird weiter ausgeführt, dass in
dem gezeigten Betriebszustand der Bär 8 durch die Hydropumpe 27 derart mit Hydraulikfluid
30 beaufschlagt wird, und der Hydrogenerator 16, sofern erforderlich, dem hydraulischen
System hydraulische Energie entzieht und insoweit als hydraulische Bremse wirkt ,
dass das Oberwerkzeug 9 beim Auftreffen auf das zu bearbeitende Werkstück 26 eine
jeweils gewünschte Auftreffgeschwindigkeit bzw. Endgeschwindigkeit aufweist, und entsprechend
eine jeweils gewünschte bzw. vorgegebene Umformenergie an das Werkstück abgegeben
werden kann.
[0113] Zur Steuerung der Beschleunigung und Einstellung der Geschwindigkeit des Bären 8
kann die Steuereinheit 19 einen oder mehrere Positions- und/oder Geschwindigkeitssensoren
23 auswerten, und anhand der dadurch erhaltenen Daten, beispielsweise anhand der ermittelten
tatsächlichen Geschwindigkeit des Bären 8, oder entsprechend des Oberwerkzeugs 9 oder
des Kolbens 6, die Hydropumpe 28 und/oder den Hydrogenerator 16 derart steuern dass
die gewünschte Endgeschwindigkeit erreicht wird.
[0114] Während der Bewegung des Bären 8 bzw. Kolbens 6 in Richtung des Werkstücks 26 oder
Unterwerkzeugs 4 fließt, entsprechend des von der Hydraulikpumpe 11 erzeugen Volumenstroms,
Hydraulikfluid 30 in den Kolbenraum 21. Gleichzeitig wird im Ringraum 22 befindliches
Hydraulikfluid 30 aus dem Ringraum 22 verdrängt, welches über das Wegeventil 13 und
den Hydrogenerator 16 in den Hydrauliktank 15 rückgeführt wird.
[0115] Indem in der Rückführleitung der Hydrogenerator 16 eingeschalten ist, kann beispielsweise
im Hydrauliksystem gespeicherte elastische Energie dem hydraulischen System entzogen
und in elektrische Energie umgewandelt werden. Die elektrische Energie kann wiederum
im Energiespeicher zwischengespeichert und dem Schmiedehammer 1 in darauffolgenden
Arbeitszyklen, oder auch unmittelbar bereitgestellt werden. Im hydraulischen System
gespeicherte elastische Energie kann beispielsweise durch Dekompression des Hydraulikfluids
30 freigesetzt werden.
[0116] Ferner kann durch entsprechende Steuerung des Hydrogenerators 16, d.h. des Servogenerators
29, dem Hydraulikkreis hydraulische Energie dadurch entzogen werden, indem beispielsweise
das Drehmoment des Servogenerators 29 erhöht wird, so dass kinetische Energie des
durch den Hydromotor 28 fließenden Hydraulikfluids in elektrische Energie umgewandelt
wird. Letzteres führt insgesamt zu einer Bremswirkung, so dass die bewegte Masse,
insbesondere Kolben 6, Bär 8 usw., gezielt abgebremst werden kann.
[0117] Das bedeutet, dass der Hydrogenerator 16 in dem hier vorgeschlagenen Hydrauliksystem
als hydrofluidische Bremse zur Erzeugung einer Bremswirkung für die bewegte Masse,
insbesondere den Bären 8, betrieben werden kann. Beispielsweise kann die hydrofluidische
Bremswirkung zu Zwecken der Einstellung einer jeweils erforderlichen Endgeschwindigkeit
bei der Bewegung in Richtung des ersten Umkehrpunkts U1 und/oder zur Abbremsung der
bewegten Masse bei der Bewegung in Richtung des zweiten Umkehrpunkts U2, z.B. im Bereich
des oberen zweiten Umkehrpunkts unter entsprechender Steuerung des Hydrogenerators
16 eingesetzt werden.
[0118] Mit der hierin vorgeschlagenen Lösung sind Hydropumpe 27 und Hydrogenerator 16 im
Wesentlichen während des gesamten Arbeitszyklus jederzeit gleichzeitig betreibbar
sind, wobei die Hydropumpe 27 die Erzeugung einer (positiven) Beschleunigungskraft,
und der Hydrogenerator 16 die Erzeugung einer entgegengesetzten Bremskraft ermöglichen.
Insbesondere dadurch kann eine vergleichsweise exakte und präzise Steuerung des Bewegungsablaufs
z.B. des Bären 9, im Wesentlichen, d.h. z.B. abgesehen von Zeitabschnitten in welchen
das Wegeventil 13 umgesteuert wird, während des gesamten Arbeitszyklus des Schmiedehammers
1 erreicht werden.
[0119] Etwaige, im Hydrauliksystem, d.h. hydraulischen System, kolbenraumseitig auftretende
Unterdrücke können bei dem gezeigten Schmiedehammer 1 insbesondere dadurch ausgeglichen
werden, dass Hydraulikfluid 30 über das fluidtechnisch mit dem Kolbenraum 21 und dem
Hydrauliktank 15 verbundenes Nachsaugventil 25 nachfließen kann.
[0120] Unterdrücke im kolbenraumseitigen Teil des Hydrauliksystems können beispielsweise
auftreten, wenn während der Beschleunigung des Bären 8 die durch die Hydropumpe 27
erzeugte Volumenstrom an Hydraulikfluid 30 hinter der durch Vergrößerung des Kolbenraums
21 hervorgerufenen Volumenänderung zurückbleibt. Letzteres kann beispielsweise auftreten
wenn die Volumenänderung des Kolbenraums 21 verursacht durch die beschleunigende Wirkung
der Schwerkraft größer ist als der von der Hydropumpe 27 bereitgestellte Volumenstrom
an Hydraulikfluid 30.
[0121] Beispielsweise kann nach Ablauf einer vorgegebenen Beschleunigungszeit oder -phase,
d.h. am oder nach dem Ende der hydraulischen Füllzeit des Kolbens, der Volumenstrom
der Hydraulikpumpe reduziert werden, so dass der Kolben die jeweils vorgegebene Endgeschwindigkeit
erreicht.
[0122] In beispielhaften Betriebsabläufen kann die zur Bewegung des Bären 8 von einem vom
Unterwerkzeug 4 entfernt gelegenen zweiten Umkehrpunkt U2 des Kolbens 6 oder des Bären
8 zum ersten Umkehrpunkt U1 benötigte Zeit etwa 200 ms (Millisekunden) betragen.
[0123] Im Hinblick auf die bei Schmiedehämmern durchaus erheblichen zu bewegenden Massen
bis hin zu mehreren Tonnen und vergleichsweise hohen Endgeschwindigkeiten, sind entsprechend
hohe Hydraulikleistungen erforderlich, welche zudem in vergleichsweise kurzer Zeit
und darüber hinaus mit hoher Genauigkeit eingeregelt und gesteuert werden müssen.
[0124] Darüber hinaus treten bei Schmiedehämmern vergleichsweise hohe Volumenströme an Hydraulikfluid
und vergleichsweise hohe Strömungsgeschwindigkeiten im Hydraulikkreis auf, welche
zur Sicherstellung eines sicheren und zuverlässigen Betriebs entsprechend gesteuert
werden müssen.
[0125] Insbesondere diese vorgenannten Aufgaben und Herausforderungen können mit der hierin
vorgeschlagenen und beschriebenen Umformmaschine, insbesondere dem hierin vorgeschlagenen
Hydrauliksystem, gelöst werden.
[0126] FIG. 3 zeigt den Schmiedehammer 1 in einem Betriebszustand, in welchem der Bär 8
im ersten Umkehrpunkt U1, d.h. vorliegend dem unteren Umkehrpunkt, ist. Indem der
Bär 8, insbesondere das Oberwerkzeug 9 auf das Werkstück 26 auftrifft, wird die jeweils
bewegte Masse, umfassend insbesondere die Masse des Bären 8, des Oberwerkzeugs 9,
des Kolbens 6, der Kolbenstange 7, abgebremst, wobei die Bewegungsenergie in Umformenergie
in das Werkstück 26 zu dessen Umformung eingebracht wird.
[0127] Insbesondere durch das hierin vorgeschlagene Hydrauliksystem mit während des Arbeitszyklus
gleichzeitig betreibbarer Hydropumpe 27 und Hydrogenerator 16 ist es möglich, die
Endgeschwindigkeit des Bären 8 vergleichsweise genau einzustellen, so dass vorteilhafte
Schmiedeergebnisse erhalten werden können.
[0128] Unmittelbar anschließend an oder im Bereich des Auftreffens des Oberwerkzeugs 9 auf
das Werkstück 26 kann an der abgebremsten Masse ein insbesondere in Abhängigkeit des
Materials des Werkstücks mehr oder weniger ausgeprägter 26 Rückprall auftreten, der
eine Beschleunigung in einer vom Unterwerkzeug 4 weg gerichteten Richtung mit sich
bringt. Auftreffen und Rückprall können beispielsweise in einem Zeitbereich von 0,5
ms bis 20 ms stattfinden.
[0129] Durch den Rückprall wird insbesondere der Kolben 6 vom ersten Umkehrpunkt U1 schlagartig
in Richtung des zweiten Umkehrpunkts U2 bewegt. Dadurch entsteht einerseits im Kolbenraum
21 für das darin befindliche Hydraulikfluid eine Verdrängungswirkung, und andererseits
entstehen im Ringraum 22 bzw. im entstehenden Ringraum 22 ein Unterdruck und korrespondierend
dazu eine Sogwirkung.
[0130] Um den im Hydrauliksystem geänderten Bedingungen im Bereich des Aufpralls und/oder
ersten Umkehrpunkts Rechnung zu tragen wird das Wegeventil 13 durch die Steuereinheit
19 entsprechend gesteuert, insbesondere derart, dass der dritte Anschluss A3 fluidtechnisch
mit dem ersten Anschluss A1 verbunden ist, und dass der zweite Anschluss A2 mit dem
vierten Anschluss A4 des Wegeventils 13 verbunden ist. Dadurch werden der der Kolbenraum
21 fluidtechnisch mit dem Hydrogenerator 16, und der Ringraum 22 fluidtechnisch mit
der Druckseite 12 der Hydraulikpumpe 11 verbunden. Eine entsprechende Umsteuerung
des Wegeventils 23 kann zeitlich auch schon vor dem ersten Umkehrpunkt U1 erfolgen,
beispielsweise in dem Zeitpunkt, in dem der Bär 9 die gewünschte Endgeschwindigkeit
aufweist. Beispielsweise kann ein Umschalten des Wegeventils 23 zu einem Zeitpunkt
erfolgen, in welchem die jeweils gewünschte Endgeschwindigkeit erreicht, und ein ggf.
erforderliches Abbremsen oder Abbremsvorgang des Kolbens 6 oder Bären 8 abgeschlossen
ist. Der Abbremsvorgang kann beispielsweise im Endbereich der Bewegung des Bären 8
in Richtung des Umformbereichs bzw. in Richtung des Werkstücks 26 erfolgen. Das Ende
des Abbremsvorgangs kann zeitlich vor dem Auftreffzeitpunkt des Bären 8 im Arbeitsbereich
liegen. Insoweit kann ein Umschalten des Wegeventils 23 zeitlich, insbesondere kurz
vor dem Auftreffzeitpunkt erfolgen, insbesondere derart dass die jeweils erforderliche
Schaltstellung des Wegeventils 23 zumindest im Auftreffzeitpunkt vorliegt.
[0131] Generell kann die Steuerung des Wegeventils 23 derart erfolgen, dass Steuervorgänge,
insbesondere unter Berücksichtigung etwaiger Systemträgheiten oder Schaltzeiten, zeitlich
vorversetzt derart eingeleitet werden, dass die für einen gewissen Zeitpunkt erforderliche
Schaltstellung des Wegeventils 23 im jeweiligen Zeitpunkt sicher erreicht ist.
[0132] In der Schaltstellung des Wegeventils 13, welche in dem Betriebszustand der FIG.
4 gezeigt ist, kann durch die Verdrängungswirkung aus dem Kolbenraum 21 verdrängtes
Hydraulikfluid 30 über den Hydrogenerator 16 in den Hydrauliktank 15 abgeleitet werden.
Insbesondere kann z.B. die mit dem Rückprall im Hydrauliksystem erzeugte und durch
Dekompression des Hydrauliksystems frei werdende elastische Energie vom Hydrogenerator
16 in elektrische Energie gewandelt werden, wobei der Hydrogenerator 16 über den Servogenerator
29 entsprechend gesteuert wird, so dass dieser vom Hydromotor 28 angetrieben die elastische
Energie zumindest teilweise in elektrische Energie umwandeln kann.
[0133] Die elektrische Energie kann in dem mit dem Servogenerator 29 elektrisch verbundenen
Energiespeicher 24 gespeichert werden und z.B. für nachfolgende Arbeitszyklen zum
elektrischen Antreiben der Hydropumpe 27 u.a. verwendet werden.
[0134] Ferner kann durch die fluidtechnische Verbindung von Hydropumpe 27 und Ringraum 22
dem Ringraum 22 Hydraulikfluid 30 zugeführt werden, um zumindest teilweise das durch
die Bewegung des Kolbens in Richtung des zweiten Umkehrpunkts U2 im Ringraum 22 erforderliche
Hydraulikfluid bereitzustellen bzw. den Ringraum 22 entsprechend der Bewegung des
Kolbens 6 zumindest teilweise mit Hydraulikfluid 30 zu versorgen.
[0135] Aufgrund der beim Rückprall auftretenden vergleichsweise hohen Beschleunigungen kann
es vorkommen, dass die durch die Bewegung des Kolbens 6 in Richtung des zweiten Umkehrpunkts
U2 verursachte Volumenänderung des Ringraums 22 größer ist als der von der Hydropumpe
27 gelieferte Volumenstrom. In dieser Situation kann ringraumseitig trotz aktiver
Hydropumpe 27 ein Unterdruck bzw. eine Sogwirkung, entstehen, der/die gemäß der hierin
vorgeschlagenen Lösung durch das ringraumseitige Nachsaugventil 25 ausgeglichen werden
kann. Durch das ringraumseitige Nachsaugventil 25 ist der Ringraum 22 fluidtechnisch
mit dem Hydrauliktank 15 verbunden, so dass durch die Sogwirkung bedingt Hydraulikfluid
30 vom Hydrauliktank 15 in den Ringraum 22 nachfließen kann.
[0136] Das bzw. die Nachsaugventile 25, können, wie bereits erwähnt, als Rückschlagventile
ausgebildet sein, und bieten die Möglichkeit, Unterdruckspitzen im Hydrauliksystem
aufzufangen, ohne dass es hierzu einer vollumfänglichen Steuerung des Hydrauliksystems
durch die Steuereinheit 19 bedarf.
[0137] Insbesondere ist es zum Ausgleich von Unterdruckspitzen, oder generell Unterdrücken,
nicht erforderlich, die Hydropumpe 27, beispielsweise im Bereich des Rückpralls, entsprechend
mit erhöhter Drehzahl und entsprechend hoher Förderleistung zu betreiben. Stattdessen
kann nach Umsteuern des Wegeventils 13 entsprechend der Konfiguration nach FIG. 4,
bei welcher die Hydropumpe 27 fluidtechnisch mit dem Ringraum 22 und der Hydrogenerator
16 fluidtechnisch mit dem Kolbenraum 21 verbunden sind, die Hydropumpe 27 durch die
Steuereinheit 19 beispielsweise mit einer Mindestdrehzahl bzw. Mindestfördermenge
betrieben werden, die erforderlich ist um den Kolben 6, nach Abklingen des Rückpralls,
mit der jeweils gewünschten Geschwindigkeit zum zweiten Umkehrpunkt U2 zu bewegen.
Auf diese Weise kann insbesondere der Steuerungsaufwand reduziert werden.
[0138] Die Bewegung des Kolbens 6 vom ersten U1 zum zweiten Umkehrpunkt U2 kann in beispielhaften
Arbeitszyklen z.B. in etwa 500 ms erfolgen.
[0139] Bei Erreichen oder in einem Zeitraum vor Erreichen des zweiten Umkehrpunkts U2 kann
die Steuereinheit 19 den Hydraulikkreis, insbesondere Wegeventil 13 und Hydropumpe
27 und Hydrogenerator 16, derart steuern, dass der Kolben 6 mitsamt der mit diesem
verbundenen bewegten Masse abgebremst wird. Der Abbremsvorgang kann in beispielhaften
Arbeitszyklen z.B. in einer Zeitspanne von ca. 100 ms erfolgen.
[0140] Zur Abbremsung des Kolbens 6 und der damit bewegten Masse im Bereich des zweiten
Umkehrpunkts U2 kann die Steuereinheit 19 den Hydrogenerator 16 derart ansteuern,
dass dem vom Kolbenraum 21 rückströmenden Hydraulikfluid durch den Hydrogenerator
16 hydraulische Energie entzogen wird, so dass der Hydrogenerator 16 als hydrofluidische
Bremse wirkt.
[0141] Gleichzeitig kann, sofern nicht bereits geschehen, die Hydropumpe 27 so gesteuert
werden, dass deren Fördermenge reduziert wird oder ist, beispielsweise derart, dass
die Hydropumpe 27 mit der Mindestdrehzahl betrieben wird.
[0142] Bei der Abbremsung wirkt bei einem Oberdruck betriebenen Schmiedehammer entsprechend
der Figuren die auf die bewegte Masse wirkende Schwerkraft zusätzlich bremsend für
die Bewegung in Richtung des zweiten Umkehrpunkts U2.
[0143] Zur Abbremsung im Bereich des zweiten Umkehrpunkts U2 wird, ggf. unter Verwendung
von sensorbasiert erfassten Positions- und/oder Geschwindigkeitsdaten des Bären 8,
das Hydrauliksystem jedenfalls so gesteuert, dass der Bär 8 im zweiten Umkehrpunkt
U2 vollständig abgebremst ist. Lediglich der Vollständigkeit wird angemerkt, dass
im ersten Umkehrpunkt U1 die Abbremsung der bewegten Masse durch den Schmiedevorgang
als solchen erfolgt, wobei jedoch im ersten Umkehrpunkt U1 Effekte wie Rückprall durch
geeignete Steuerung des Hydrauliksystems aufzufangen oder zu bewältigen sind.
[0144] Nach dem Abbremsen im zweiten Umkehrpunkt U2 kann die Steuereinheit 19 das Hydrauliksystem
entsprechend des vorweg beschriebenen Ablaufschemas zur Ausführung eines weiteren
Arbeitszyklus steuern. Dabei kann die Steuereinheit 19 das Wegeventil 13 derart steuern,
dass die Hydropumpe 27, wie in FIG. 2 gezeigt, fluidtechnisch wieder mit dem Kolbenraum
21 und der Hydrogenerator 16 fluidtechnisch wieder mit dem Ringraum 22 verbunden ist.
[0145] Sofern in einem nachfolgenden Arbeitszyklus etwa eine von einem vorausgehenden Arbeitszyklus
verschiedene Auftreffgeschwindigkeit erforderlich ist, können die Hydropumpe 27 und
der Hydrogenerator 16 bei der Beschleunigung der bewegten Masse, und ggf. bei der
Abbremsung der bewegten Masse zur Einstellung der gegebenen Auftreffgeschwindigkeit
entsprechend gesteuert werden.
[0146] Hierbei soll angemerkt werden, dass eine Veränderung oder Variation der Auftreffgeschwindigkeit
mit dem hierin vorgeschlagenen Hydrauliksystem und der hierin vorgeschlagenen Verschaltung
der Hydropumpe 27, des Wegeventils 13 und des Hydrogenerators 16 und der damit verbundenen
Steuerung 19 vergleichsweise einfach bewerkstelligt werden kann. Insbesondere kann
mit dem hierin vorgeschlagenen System auf veränderte Randbedingungen vergleichsweise
flexibel reagiert werden durch entsprechende Veränderung der Steuerung, ggf. unter
zusätzlicher Auswertung von Druck-, Positions-, oder Geschwindigkeitssensoren.
[0147] FIG. 5 zeigt ein Arbeitsdiagramm betreffend Betriebs- und Steuergrößen des Schmiedehammers
1, wobei insgesamt fünf Kurven dargestellt sind, wobei eine erste Drehzahlkurve D1
die zeitliche Abhängigkeit bzw. den zeitlichen Verlauf der Drehzahl der Hydraulikpumpe
11 beschreibt. Eine zweite Drehzahlkurve D2 beschreibt die zeitliche Abhängigkeit
bzw. den zeitlichen Verlauf der Drehzahl des Hydrogenerators 16.
[0148] Eine erste Drehmomentkurve M1 beschreibt die zeitliche Abhängigkeit bzw. den zeitlichen
Verlauf des Drehmoments der Hydraulikpumpe 11, und eine zweite Drehmomentkurve M2
zeigt die zeitliche Abhängigkeit bzw. den zeitlichen Verlauf des Drehmoments des Hydrogenerators
16.
[0149] Eine Bewegungskurve B beschreibt die zeitliche Abhängigkeit bzw. den zeitlichen Verlauf
des Hubs des Kolbens 6 oder Bären 8. Gemäß der Bewegungskurve B bewegt sich der Kolben
vom zweiten Umkehrpunkt U2 aus zum ersten Umkehrpunkt U1, und dann wieder zurück zum
ersten Umkehrpunkt U1.
[0150] In dem beispielhaft gezeigten Bewegungsablauf nach Bewegungskurve B befindet sich
der Kolben 6 bzw. Bär 8, entsprechend dem Start eines Arbeitszyklus, in einem Startzeitpunkt
t0 bei t = 0 im zweiten Umkehrpunkt U2. Vom zweiten Umkehrpunkt U2 aus wird der Bär
8 bzw. Kolben 6 beschleunigt in Richtung des ersten Umkehrpunktes U1, wobei das Wegeventil
13 derart gesteuert wird, dass die Hydropumpe 27 fluidtechnisch verbunden ist mit
dem Kolbenraum 21. Der Hydrogenerator 16 ist in diesem Betriebszustand fluidtechnisch
verbunden mit dem Ringraum 22.
[0151] Zur Beschleunigung wird das Pumpendrehmoment der Hydropumpe 27 und damit die ins
Hydrauliksystem übertragbare Leistung entsprechend einer vergleichsweise steilen Flanke
erhöht, in der vorliegend beispielhaften Kurve nach FIG. 5 bis auf etwa 1100Nm.
[0152] Mit steigender Geschwindigkeit des Bären 8 sinkt das zur Beschleunigung des Bären
9 erforderliche Drehmoment, nicht zuletzt weil auch die Schwerkraft der bewegten Masse
zur Beschleunigung beiträgt. Der Bär 8, und die bewegte Masse wird bis zu einem ersten
Zeitpunkt t1, der vor einem zweiten Zeitpunkt t2 liegt, in welchem der Bär 8 den ersten
Umkehrpunkt U1 erreicht, beschleunigt.
[0153] Einhergehend mit zunehmender Geschwindigkeit des Bären 8 bzw. Kolbens 6 steigt die
Drehzahl der Hydropumpe 27 von der Mindestdrehzahl Dmin bis zur Maximaldrehzahl Dmax
korrespondierend zu der durch die Bewegung des Kolbens 6 verursachten Volumenänderung
des Kolbenraums 21. Im gleichen Zeitraum zwischen t0 und t1 wird Hydraulikfluid 30,
bei steigendem Volumenstrom, aus dem Ringraum 21 verdrängt, wobei einhergehend mit
dem steigenden Volumenstrom die Drehzahl des Hydrogenerators 16, d.h. die Drehzahl
des Hydromotors 28 des Hydrogenerators 16, steigt.
[0154] Im Zeitraum zwischen dem ersten Zeitpunkt t1 und dem Auftreffpunkt, der im Diagramm
im Wesentlichen dem ersten Umkehrpunkt U1 zugeordneten zweiten Zeitpunkt t2 entspricht,
sprich im Zeitraum zwischen dem Ende der Beschleunigungsphase und dem Auftreffzeitpunkt,
kann optional noch eine Einstellung der jeweiligen Endgeschwindigkeit erfolgen.
[0155] Zur Einstellung der Geschwindigkeit kann das Wegeventil 13 so umgesteuert werden,
dass die Hydropumpe 27 mit dem Ringraum 22 und der Hydrogenerator 16 mit dem Kolbenraum
21 verbunden ist. Dabei kann, wie beispielhaft im Diagramm gezeigt ist, das Drehmoment
des Hydrogenerators 16 im Zeitraum zwischen t1 und t2 erhöht werden, was insbesondere
bedeutet, dass dem in den Kolbenraum fließenden Hydraulikfluid Energie entzogen wird,
was letztendlich den Volumenstrom zum Kolbenraum 21 bremst, wodurch für den Bären
9 eine bremsende Wirkung erzeugt werden kann. D.h. der Hydrogenerator 16 wirkt in
diesem Zeitraum als hydrofluidische Bremse, um gegebenenfalls einer weiteren Beschleunigung
des Bären 8 nach Erreichen der Endgeschwindigkeit zu entgegenzuwirken.
[0156] Die Drehzahl des Hydrogenerators 16 ist in dem genannten Zeitpunkt zwischen t1 und
t2 etwa konstant (siehe Kurve D2). Vor dem Zeitpunkt t1, im Beispiel der FIG. 5 im
Zeitintervall zwischen t0 und t1, kann die Drehzahl des Hydrogenerators 16 auf die
zum generatorischen Betrieb erforderliche Drehzahl eingestellt, insbesondere hochgefahren
werden.
[0157] Das Drehmoment des Hydrogenerators 16 (siehe Kurve M2) steigt bis zum zweiten Zeitpunkt
t2 an, was z.B. bedeuten kann, dass der Hydrogenerator 16 dem hydraulischen System
tatsächlich hydraulische Energie entzieht.
[0158] Im Hinblick auf die in FIG. 5 gezeigten beispielhaft angegebenen Verläufe von Drehmoment
und Drehzahl des Hydromotors 28 und Hydrogenerators 16 soll bemerkt werden, dass der
jeweils tatsächliche Verlauf der Kurven in Abhängigkeit des jeweiligen Hydrauliksystems
abweichen kann. Beispielsweise kann der Verlauf von Drehzahl und/oder Drehmoment gegenüber
den Zeitpunkten t0 bis t4 zeitlich versetzt sein, was beispielsweise durch unterschiedliche
Massenträgheiten und/oder Fluidträgheiten des Hydraulikfluids und/oder von Komponenten
des Hydrauliksystems bedingt sein kann. Beispielsweise kann die Erhöhung der Drehzahl
des Hydrogenerators 16 vor dem Zeitpunkt t1 auf die zum generatorischen Betrieb erforderliche
oder geeignete Drehzahl auch anderweitig als durch den in FIG. 5 gezeigten Verlauf
erreicht werden. Mit anderen Worten können Drehzahl und Drehmoment von Hydromotor
und/oder Hydrogenerator von unterschiedlichen Schmiedehämmern in Abhängigkeit der
jeweiligen Auslegung und Dimensionierung insbesondere des Hydrauliksystems von dem
in FIG. 5 gezeigten Verlauf abweichen.
[0159] Zeitgleich wird in dem Zeitraum zwischen t1 und t2 die Hydropumpe 27 derart gesteuert,
dass die Drehzahl auf die Mindestdrehzahl Dmin sinkt wobei das Drehmoment ab dem Erreichen
der Endgeschwindigkeit ansteigt.
[0160] Hierbei soll erwähnt werden, dass Drehzahl und Drehmoment der Hydropumpe 27 derart
eingestellt werden, dass ab dem zweiten Zeitpunkt t2 der Kolben mit einer vorgegebenen
Rückholgeschwindigkeit, beispielsweise 2m/s, vom ersten Umkehrpunkt U1 in Richtung
des zweiten Umkehrpunkts U2 bewegt werden kann.
[0161] Ab dem zweiten Zeitpunkt t2 wird die Hydropumpe 27 entsprechend dem in FIG. 5 gezeigten
beispielhaften Verlauf entsprechend der zuvor eingestellten Mindestdrehzahl Mmin und
dem entsprechenden Drehmoment betrieben, und Bär 8 bzw. Kolben 6 werden vom ersten
Umkehrpunkt U1 zum zweiten Umkehrpunkt U2 bewegt. Damit der Hydrogenerator 16 für
die Rückholbewegung nicht als hydraulische Bremse wirkt, und bremsend auf die Hydropumpe
27 wirkt, wird nach dem zweiten Zeitraum das Drehmoment des Hydrogenerators 16 auf
Null reduziert. Die Drehzahl des Hydrogenerators 16, d.h. des Hydromotors 28, resultiert
in diesem Zeitraum insbesondere aus dem Volumenstrom des aus dem Kolbenraum 21 verdrängten
Hydraulikfluids 30.
[0162] Die Rückholbewegung des Kolbens 6 wird ab einem dritten Zeitpunkt t3 verlangsamt,
derart, dass der Kolben 6 samt der damit verbundenen bewegten Masse im zweiten Umkehrpunkt
U2 abgebremst ist, und der Arbeitszyklus von neuem durchlaufen werden kann.
[0163] Zum Abbremsen wird das Drehmoment des Hydrogenerators 16 erhöht, so dass dieser als
hydraulische Bremse zur Abbremsung der in Richtung des zweiten Umkehrpunkts U2 sich
bewegenden Masse wirkt. Einhergehend damit wird das Drehmoment der Hydropumpe 27 verringert,
was ebenfalls zu einer Verlangsamung der Rückholbewegung führt. Durch diese Maßnahmen
und der wirkenden Schwerkraft wird die sich bewegende Masse bis zu einem vierten Zeitpunkt
t4, der das Ende des Arbeitszyklus definiert, vollständig abgebremst.
[0164] Auf den vierten Zeitpunkt kann ein weiterer, entsprechend des vorweg beschriebenen
Arbeitszyklus ausgeführter Arbeitszyklus folgen, wobei nach Umsteuerung des Wegeventils
13 bei der die Hydropumpe 27 wieder mit dem Kolbenraum 21 und der Hydrogenerator 16
wieder mit dem Ringraum 22 verbunden werden.
[0165] Insgesamt zeigt sich, dass mittels des vorgeschlagenen Hydrauliksystems eine vergleichsweise
genaue Steuerung von Hydromotor 28 und Hydrogenerator 16 möglich ist, derart, dass
der Bär 8 entsprechend eines jeweils vorgegebenen Bewegungsablaufs und Bewegungs-
und Geschwindigkeitsverlaufs gesteuert werden kann, und gleichzeitig im hydraulischen
System anfallende Verlustenergie in Nutzenergie gewandelt werden kann. Es können durch
die hierin vorgeschlagene Steuerung und den vorgeschlagenen Aufbau des hydraulischen
Systems des Schmiedehammers vergleichsweise genaue und energieeffiziente Arbeitszyklen
für den Differentialzylinder 2 und Schmiedehammer 1 umgesetzt werden.
[0166] Insbesondere durch die Möglichkeit des gleichzeitigen Betriebs von Hydropumpe 27
und Hydrogenerator 16 kann eine vergleichsweise genaue und zuverlässige Einstellung
des Bewegungsablaufs und der Geschwindigkeit, insbesondere Endgeschwindigkeit bzw.
Auftreffgeschwindigkeit, des Bären 9 erreicht werden.
[0167] Eine Entlastung und Vereinfachung der Steuerung der hierin vorgeschlagenen Anordnung
aus Hydropumpe, Hydrogenerator und Wegeventil kann z.B. durch die Nachsaugventile
25 erreicht werden, die sozusagen automatisch, etwaige Unterdruckzustände und Druckspitzen,
beispielsweise hydraulische Schläge auf Kolben, Hydropumpe, Hydrogenerator und/oder
Wegeventilbaugruppe, im hydraulischen System ausgleichen können. Letzteres wirkt sich
nicht nur vorteilhaft auf den Steuerungsaufwand, sondern es kann gleichzeitig auch
ein vergleichsweise verschleißarmer Betrieb erreicht werden.
Bezugszeichenliste
[0168]
- 1
- Schmiedehammer
- 2
- Differentialzylinder
- 3
- Untergesenk
- 4
- Unterwerkzeug
- 5
- Zylinderrohr
- 6
- Kolben
- 7
- Kolbenstange
- 8
- Bär
- 9
- Oberwerkzeug
- 10
- Servomotor
- 11
- Hydraulikpumpe
- 12
- Druckseite
- 13
- Wegeventil
- 14
- Saugseite
- 15
- Hydrauliktank
- 16
- Hydrogenerator
- 17
- Eingangsseite
- 18
- Ausgangsseite
- 19
- Steuereinheit
- 20
- Drucksensor
- 21
- Kolbenraum
- 22
- Ringraum
- 23
- Positions- oder Geschwindigkeitssensor
- 24
- Energiespeicher
- 25
- Nachsaugventil
- 26
- Werkstück
- 27
- servomotorische Hydropumpe
- 28
- Hydromotor
- 29
- Servogenerator
- 30
- Hydraulikflüssigkeit
- U1
- erster Umkehrpunkt
- U2
- zweiter Umkehrpunkt
- A1 - A4
- erster bis vierter Anschluss
- D1, D2
- Drehzahlkurve
- M1, M2
- Drehmomentkurve
- B
- Bewegungskurve
- t0
- Startzeitpunkt
- t1 - t4
- erster bis vierter Zeitpunkt
- Dmin
- Mindestdrehzahl
- Dmax
- Maximaldrehzahl
1. Schmiedehammer (1) zur umformenden Bearbeitung von Werkstücken (26), umfassend ein
Schlagwerkzeug (8, 9) und einen mit dem Schlagwerkzeug (8, 9) gekoppelten und zum
Antrieb des Schlagwerkzeugs (8, 9) ausgebildeten hydraulischen Linearantrieb (2, 13,
16, 19, 27) mit einem Hydraulikkreis umfassend eine servomotorische Hydropumpe (27),
einen über eine Wegeventilbaugruppe (13) der Hydropumpe (27) fluidtechnisch nachgeschalteten
Hydraulikzylinder (2), insbesondere Differentialzylinder (2), und einen über die Wegeventilbaugruppe
(13) dem Hydraulikzylinder (2) fluidtechnisch nachgeschalteten servomotorischen Hydrogenerator
(16), und umfassend des Weiteren eine zumindest zur Steuerung (19) der Hydropumpe
(27), des Hydrogenerators (16) und der Wegeventilbaugruppe (13) ausgelegte Steuereinheit
(19), wobei die Hydropumpe (27) unter Verwendung der Wegeventilbaugruppe (13) als
unidirektionale servomotorische Hydropumpe (27) eingerichtet und in den Hydraulikkreis
integriert ist und wobei der servomotorische Hydrogenerator (16) unter Verwendung
der Wegeventilbaugruppe (13) als unidirektionaler servomotorischer Hydrogenerator
(16) eingerichtet und in den Hydraulikkreis integriert ist.
2. Schmiedehammer (1) nach Anspruch 1, wobei die Steuereinheit (19) derart eingerichtet
ist, dass zumindest zeitweise während einer Arbeitsbewegung des Hydraulikzylinders
(2) die Wegeventilbaugruppe (13) so angesteuert ist, dass die Hydropumpe (27) mit
einem ersten Fluidraum (21), insbesondere Kolbenraum (21), und der Hydrogenerator
(16) mit einem zweiten Fluidraum, insbesondere Ringraum (22), des Hydraulikzylinders
(2), fluidtechnisch verbunden sind, und dass zumindest zeitweise während einer Rückholbewegung
des Hydraulikzylinders (2) die Wegeventilbaugruppe (13) so angesteuert ist, dass die
Hydropumpe (27) mit dem zweiten Fluidraum (22) und der Hydrogenerator (16) mit dem
ersten Fluidraum (21) des Hydraulikzylinders (2) fluidtechnisch verbunden sind, und/oder
wobei die Steuereinheit (19) derart eingerichtet ist, dass die Hydropumpe (27) in
sequentiell aufeinander folgenden, insbesondere unmittelbar aufeinanderfolgenden,
Abschnitten eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders (2) abwechselnd mit einem bzw.
dem ersten Fluidraum (21) und zweiten Fluidraum (22) des Hydraulikzylinders (2) verbunden
ist, wobei optional der Hydrogenerator (16) korrespondierend abwechselnd mit dem zweitem
Fluidraum (22) und dem erstem Fluidraum (21) verbunden ist.
3. Schmiedehammer (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Wegeventilbaugruppe (13) ein
4/2 Wegeventil (13) umfasst, oder wobei die Wegeventilbaugruppe zumindest vier einzelne,
in einer Brückenschaltung fluidtechnisch miteinander verbundene Hydraulikventile umfasst,
wobei die Brückenschaltung optional als eine Ringschaltung von vier Hydraulikventilen
mit zwischengeschalteten Anschlussstellen ausgebildet ist, weiter optional als Parallelschaltung
jeweils zweier in Serie geschalteter Hydraulikventile umgesetzt ist,
und/oder
wobei der Hydraulikkreis mehrere fluidtechnisch parallel geschaltete Hydropumpen (27)
und/oder der Hydraulikkreis mehrere fluidtechnisch parallel geschaltete Hydrogeneratoren
(16) umfasst/umfassen.
4. Schmiedehammer (1) nach einem Anspruch 1 oder 2, oder 3 wenn abhängig von Anspruch
2, wobei der Hydraulikkreis zumindest ein Nachsaugventil (25) umfasst, welches fluidtechnisch
mit einer Nachsaugquelle (15) einerseits und mit zumindest einem Fluidraum (21, 22)
des Hydraulikzylinders (2), insbesondere dem Kolbenraum (21) und/oder Ringraum (22),
andererseits verbunden ist, wobei die fluidtechnische Anbindung des Nachsaugventils
(25) optional derart ausgebildet ist, dass ein in dem zumindest einen Fluidraum (21,
22) beim Betrieb des Hydraulikzylinders (2), insbesondere Differentialzylinders (2),
entstehender Unterdruck durch Nachsaugen von Hydraulikfluid über das Nachsaugventil
(25) ausgleichbar ist.
5. Schmiedehammer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Steuereinheit (19)
eingerichtet ist zur Steuerung der Pumpendrehzahl der Hydropumpe (27) derart, dass
diese während des Betriebs zumindest mit einer von Null verschiedenen Mindestdrehzahl
(Dmin) betrieben wird, wobei die Pumpendrehzahl in einem Arbeitsbereich eines Arbeitszyklus
des Hydraulikzylinders (2) vorzugsweise zunächst von der Mindestdrehzahl (Dmin) auf
eine Maximaldrehzahl (Dmax) erhöht und anschließend von der Maximaldrehzahl (Dmax)
auf die Mindestdrehzahl (Dmin) erniedrigt wird, wobei optional die Steuereinheit (19)
derart eingerichtet ist, dass die Hydraulikpumpe (27) während mehrerer unmittelbar
aufeinanderfolgender Arbeitszyklen stets zumindest mit der Mindestdrehzahl (Dmin)
betrieben wird, wobei weiter optional
die Steuereinheit (19) derart eingerichtet ist, dass die Hydraulikpumpe (27) zunächst
mit der Mindestdrehzahl (Dmin) aktiviert ist, und anschließend die Pumpendrehzahl
in einem Arbeitsbereich eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders (2) zunächst von
der Mindestdrehzahl (Dmin) auf eine Maximaldrehzahl (Dmax) erhöht wird, und weiter
optional in einem anschließenden Arbeitsabschnitt die Pumpendrehzahl von der Maximaldrehzahl
(Dmax) auf die Mindestdrehzahl (Dmin) erniedrigt wird, insbesondere derart, dass die
Mindestdrehzahl (Dmin) in einem Umkehrpunkt des Hydraulikzylinders (2) erreicht ist,
wobei weiter optional die Zunahme der Pumpendrehzahl der Hydraulikpumpe (27) entsprechend
einer linearen Funktion der Zeit erfolgt, wobei weiter optional die Steuereinheit
(19) derart eingerichtet ist, dass bei Erreichen einer vorgegebenen Endgeschwindigkeit
des Schlagwerkzeugs (8, 9) ab dem Erreichen der Maximaldrehzahl (Dmax) die Pumpendrehzahl
der Hydraulikpumpe (27) verringert wird, so dass unter Einwirkung der im Hydraulikkreis
herrschenden hydraulischen Kräfte, und gegebenenfalls der auf das Schlagwerkzeug (8,
9) wirkenden Schwerkraft die vorgegebene Endgeschwindigkeit im oder kurz oder unmittelbar
vor dem Umkehrpunkt, oder Umformpunkt, oder im oder kurz oder unmittelbar vor dem
Umkehrpunkt des Umformpunkts, erreicht ist, wobei optional zur Einstellung der Endgeschwindigkeit
der Hydrogenerator (16) als hydraulische Bremse betrieben wird, um den Hydraulikkolben
(2) aktiv abzubremsen.
6. Schmiedehammer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Steuereinheit (19)
derart zur Steuerung der Hydropumpe (27) ausgebildet und eingerichtet ist, dass eine
maximale Vorschubgeschwindigkeit des Differentialzylinders (2) im Bereich zwischen
1,0 bis 6m/s liegt, und/oder wobei die Steuereinheit (19) derart eingerichtet ist,
dass ein Ausgangspunkt zum Start eines Umform- oder Schmiedevorgangs in Abhängigkeit
einer jeweils erforderlichen Endgeschwindigkeit in Abhängigkeit der in Bewegungsrichtung
des Hydraulikkolbens (2) gemessenen Höhe des umzuformenden Werkstücks (26), und/oder
wobei die Steuereinheit derart eingerichtet ist, dass der vom Schlagwerkzeug (8, 9)
während eines Schmiedezyklus zurückgelegte Weg minimal ist, und/oder wobei die Steuereinheit
(19) derart eingerichtet ist, dass eine Schlagenergie eines zuletzt gefahrenen Hubs
dazu verwendet wird, die Startposition des Hydraulikkolbens (2) auf Grundlage einer
darauffolgend erforderlichen Schlagenergie zu errechnen, wobei die die Startposition
optional in Abhängigkeit der jeweiligen Höhe des umzuformenden Werkstücks (26) eingestellt
wird, und/oder wobei die Steuereinheit (19) derart eingerichtet ist, dass eine Position,
insbesondere Ausgangsposition, des Hydraulikkolbens (2) zum Beginn oder in einen definierten
Zeitpunkt während eines Umform- oder Schmiedezyklus ermittelt und als Berechnungsgrundlage
zur Ermittlung einer Ausgangsposition des Hydraulikkolbens (2) und/oder von Betriebsparametern
zur Bewegungssteuerung des Hydraulikkolbens (2) für einen zeitlich darauffolgenden
Umform- oder Schmiedevorgang verwendet wird.
7. Schmiedehammer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend des Weiteren einen
Energiespeicher (24), welcher zum Zwecke der Einspeisung von durch den Hydrogenerator
(16) erzeugter elektrischer Energie mit dem Hydrogenerator (16) verbunden ist.
8. Verfahren zur Steuerung eines Arbeitszyklus eines Schmiedehammers (1), wobei ein mit
einem Schlagwerkzeug (8, 9) gekoppelter Hydraulikzylinder (2), insbesondere Differentialzylinder
(2), durch eine über einen Hydraulikkreis und eine dem Hydraulikzylinder (2) fluidtechnisch
vorgeschaltete Wegeventilbaugruppe (13) fluidtechnisch gekoppelte, servomotorische
Hydropumpe (27) eines hydraulischen Linearantriebs (2, 13, 16, 19, 27) durch Zufuhr
von Hydraulikfluid (30) angetrieben wird, wobei dabei vom Differentialzylinder (2)
abfließendes Hydraulikfluid (30) über die Wegeventilbaugruppe (13) an einen in den
Hydraulickreis der Wegeventilbaugruppe (13) fluidtechnisch nachgeschalteten servomotorischen
Hydrogenerator (16) geleitet wird, wobei die Hydropumpe (27) unter Verwendung der
Wegeventilbaugruppe (13) als unidirektionale servomotorische Hydropumpe (27) betrieben
wird und wobei der servomotorische Hydrogenerator (16) unter Verwendung der Wegeventilbaugruppe
(13) als unidirektionaler servomotorischer Hydrogenerator (16) betrieben wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei zumindest zeitweise während einer Arbeitsbewegung
des Hydraulikzylinders (2), die Wegeventilbaugruppe (13) so angesteuert wird, dass
die Hydropumpe (27) mit einem ersten Fluidraum (21) des Hydraulikzylinders (2), insbesondere
Kolbenraum (21), und der Hydrogenerator (16) mit einem zweiten Fluidraum (22) des
Hydraulikzylinders (2), insbesondere Ringraum (22), fluidtechnisch verbunden sind,
und dass zumindest zeitweise während einer darauffolgenden Rückholbewegung des Hydraulikzylinders
(2) die Wegeventilbaugruppe (13) so angesteuert ist/wird, dass die Hydropumpe (27)
mit dem zweiten Fluidraum (22), insbesondere Ringraum (22), und der Hydrogenerator
(16) mit dem ersten Fluidraum (21), insbesondere Kolbenraum (21), des Hydraulikzylinders
(2) fluidtechnisch verbunden sind, und/oder wobei die Hydropumpe (27) in sequentiell
aufeinander folgenden, insbesondere unmittelbar aufeinanderfolgenden, Abschnitten
eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders (2) abwechselnd mit einem bzw. dem ersten
Fluidraum (21) und zweiten Fluidraum (22) des Hydraulikzylinders (2) verbunden ist,
wobei optional der Hydrogenerator (16) korrespondierend abwechselnd mit dem zweitem
Fluidraum (22) und dem erstem Fluidraum (21) verbunden ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, die Hydropumpe (27) durch die Steuereinheit
(19) derart gesteuert wird, dass die Hydropumpe (27) während des Betriebs zumindest
mit einer von Null verschiedenen Mindestdrehzahl (Dmin) betrieben wird, wobei die
Pumpendrehzahl in einem Arbeitsabschnitt eines Arbeitszyklus des Differentialzylinders
(2) vorzugsweise zunächst von der Mindestdrehzahl (Dmin) auf eine Maximaldrehzahl
(Dmax) erhöht und anschließend von der Maximaldrehzahl (Dmax) auf die Mindestdrehzahl
(Dmin) erniedrigt wird, und wobei bevorzugt während eines Rückholabschnitts des Arbeitszyklus
die Pumpendrehzahl auf die Mindestdrehzahl (Dmin) eingestellt oder eingeregelt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei zur Beschleunigung eines Kolbens
(6) des Hydraulikzylinders (2) in Richtung eines einem Umformbereich (4) des Schmiedehammers
(1) zugeordneten ersten Umkehrpunkts (U1) die Pumpendrehzahl der Hydropumpe (27) von
einer bzw. der Mindestdrehzahl (Dmin), insbesondere in linearer Abhängigkeit von der
Zeit, auf eine bzw. die Maximaldrehzahl (Dmax) erhöht wird, derart, dass die Maximaldrehzahl
(Dmax) vor Erreichen eines dem Umformbereich (4) zugeordneten ersten Umkehrpunkts
(U1) des Hydraulikzylinders (2), erreicht wird, wobei die Pumpendrehzahl der Hydropumpe
(27) nach Erreichen der Maximaldrehzahl (Dmax) bevorzugt derart verringert wird, insbesondere
in einem linearen Zusammenhang mit der Zeit, dass die Mindestdrehzahl (Dmin) bei oder
mit Erreichen des ersten Umkehrpunkts (U1) erreicht wird , wobei die Hydraulikpumpe
(27) während mehrerer unmittelbar aufeinanderfolgender Arbeitszyklen stets zumindest
mit der Mindestdrehzahl (Dmin) betrieben wird, wobei weiter optional die Hydraulikpumpe
(27) zunächst mit der Mindestdrehzahl (Dmin) aktiviert wird, und anschließend die
Pumpendrehzahl in einem Arbeitsbereich eines Arbeitszyklus des Hydraulikzylinders
(2) zunächst von der Mindestdrehzahl (Dmin) auf eine Maximaldrehzahl (Dmax) erhöht
wird, und weiter optional in einem anschließenden Arbeitsabschnitt die Pumpendrehzahl
von der Maximaldrehzahl (Dmax) auf die Mindestdrehzahl (Dmin) erniedrigt wird, insbesondere
derart, dass die Mindestdrehzahl (Dmin) in einem Umkehrpunkt des Hydraulikzylinders
(2) erreicht ist, wobei weiter optional bei Erreichen einer vorgegebenen Endgeschwindigkeit
des Schlagwerkzeugs (8, 9) ab dem Erreichen der Maximaldrehzahl (Dmax) die Pumpendrehzahl
der Hydraulikpumpe (27) verringert wird, so dass unter Einwirkung der im Hydraulikkreis
herrschenden hydraulischen Kräfte, und gegebenenfalls der auf das Schlagwerkzeug (8,
9) wirkenden Schwerkraft die vorgegebene Endgeschwindigkeit im oder kurz oder unmittelbar
vor dem Umkehrpunkt, oder Umformpunkt, oder im oder kurz oder unmittelbar vor dem
Umkehrpunkt des Umformpunkts, erreicht ist, wobei optional zur Einstellung der Endgeschwindigkeit
der Hydrogenerator (16) als hydraulische Bremse betrieben wird, um den Hydraulikkolben
(2) aktiv abzubremsen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei einhergehend mit Erreichen eines
oder des einem Umformbereich (4) des Schmiedehammers (1) zugeordneten ersten Umkehrpunkts
(U1) oder bei Erreichen der einer vorgegebenen Geschwindigkeit des Bären (9) die Wegeventilbaugruppe
(13) derart angesteuert wird, dass ein Druckausgang (12) der Hydropumpe (27) mit einem,
wenn abhängig von Anspruch 9 mit dem, zweiten Fluidraum (22) des Hydraulikzylinders
(2), insbesondere Ringraum (22) des Differentialzylinders (2), fluidtechnisch verbunden
wird, und ein Druckeingang (17) des Hydrogenerators (16) mit einem, wenn abhängig
von Anspruch 9 mit dem, ersten Fluidraum (21) des Hydraulikzylinders (2), insbesondere
Kolbenraum (21) des Differentialzylinders (2), fluidtechnisch verbunden wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12 wenn abhängig von Anspruch 9 oder einem auf Anspruch 9
rückbezogenen Anspruch, wobei ein durch Rückprall im ersten Umkehrpunkt (U1) erzeugter
Unterdruck im zweiten Fluidraum (22), insbesondere Ringraum (22), durch über ein einerseits
mit dem zweiten Fluidraum (22) und andererseits einem Hydraulikbehälter (15) fluidtechnisch
verbundenes Nachsaugventil (25) ausgeglichen wird, und, bevorzugt, ein durch den Rückprall
im Hydraulikkreis erzeugte elastische Energie durch Dekompression vom Hydrogenerator
(16) in elektrische Energie gewandelt, und bevorzugt in einem Zwischenspeicher (24)
gespeichert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 13, wobei einhergehend mit Erreichen eines
vom Umformbereich (4) des Schmiedehammers (1) abgewandten zweiten Umkehrpunktes (U2)
des Hydraulikzylinders (2) die Wegeventilbaugruppe (13) derart angesteuert wird, dass
ein Druckausgang (12) der Hydropumpe (2) mit einem, oder wenn abhängig von Anspruch
9 oder einem auf Anspruch 9 rückbezogenen Anspruch mit dem, ersten Fluidraum (21)
des Hydraulikzylinders (2), insbesondere Kolbenraum (21) des Differentialzylinders
(2), fluidtechnisch verbunden wird, und ein Druckeingang (17) des Hydrogenerators
(16) mit einem, oder wenn abhängig von Anspruch 9 oder einem auf Anspruch 9 rückbezogenen
Anspruch mit dem, zweiten Fluidraum (22) des Hydraulikzylinders (2), insbesondere
Ringraum (22) des Differentialzylinders (2), fluidtechnisch verbunden wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, wobei ein Ausgangspunkt zum Start eines
Umform- oder Schmiedevorgangs in Abhängigkeit einer jeweils erforderlichen Endgeschwindigkeit
in Abhängigkeit der in Bewegungsrichtung des Hydraulikkolbens (2) gemessenen Höhe
des umzuformenden Werkstücks (26), und/oder wobei der vom Schlagwerkzeug (8, 9) während
eines Schmiedezyklus zurückgelegte Weg minimal ist.
16. Verfahren zur Steuerung eines Schmiedehammers (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei mehrere aufeinanderfolgende Arbeitszyklen entsprechend einem Verfahren nach
einem der Ansprüche 8 bis 15 gesteuert wird/werden, wobei die Hydropumpe (27) über
die mehreren Arbeitszyklen hinweg zumindest mit einer von Null verschiedenen Mindestdrehzahl
betrieben wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei in einem Arbeitszyklus durch den Hydrogenerator
(16) erzeugte Sekundärenergie in einem darauffolgenden Arbeitszyklus des Schmiedehammers
(1) zugeführt wird und/oder wobei eine Schlagenergie eines zuletzt gefahrenen Hubs
dazu verwendet wird, die Startposition des Hydraulikkolbens (2) auf Grundlage einer
darauffolgend erforderlichen Schlagenergie zu errechnen, und/oder wobei eine Position,
insbesondere Ausgangsposition, des Hydraulikkolbens (2) zum Beginn oder in einen definierten
Zeitpunkt während eines Umform- oder Schmiedezyklus ermittelt und als Berechnungsgrundlage
zur Ermittlung einer Ausgangsposition des Hydraulikkolbens (2) und/oder von Betriebsparametern
zur Bewegungssteuerung des Hydraulikkolbens (2) für einen zeitlich darauffolgenden
Umform- oder Schmiedevorgang verwendet wird.
1. Forging hammer (1) for shaping workpieces (26), comprising a striking tool (8, 9)
and a hydraulic linear drive (2, 13, 16, 19, 27) that is coupled to the striking tool
(8, 9) and is designed to drive the striking tool (8, 9), said linear drive having
a hydraulic circuit comprising a servomotor-driven hydro pump (27), a hydraulic cylinder
(2), in particular a differential cylinder (2), which is fluidically connected downstream
to the hydro pump (27) via a directional valve assembly (13), and a servomotor-driven
hydro generator (16) which is fluidically connected downstream to the hydraulic cylinder
(2) via the directional valve assembly (13), and further comprising a control unit
(19) which is designed to at least control (19) the hydro pump (27), the hydro generator
(16) and the directional valve assembly (13), wherein the hydro pump (27), using the
directional valve assembly (13), is configured as a unidirectional servomotor-driven
hydro pump (27) and is integrated into the hydraulic circuit, and wherein the servomotor-driven
hydro generator (16), using the directional valve assembly (13), is configured as
a unidirectional servomotor-driven hydro generator (16) and is integrated into the
hydraulic circuit.
2. Forging hammer (1) according to claim 1, wherein the control unit (19) is configured
such that the directional valve assembly (13) is actuated at least temporarily during
a working movement of the hydraulic cylinder (2) such that the hydro pump (27) is
fluidically connected to a first fluid chamber (21), in particular a piston chamber
(21), and the hydro generator (16) is fluidically connected to a second fluid chamber,
in particular an annular chamber (22), of the hydraulic cylinder (2), and such that
the directional valve assembly (13) is actuated at least temporarily during a return
movement of the hydraulic cylinder (2) such that the hydro pump (27) is fluidically
connected to the second fluid chamber (22) and the hydro generator (16) is fluidically
connected to the first fluid chamber (21) of the hydraulic cylinder (2), and/or
wherein the control unit (19) is configured such that the hydro pump (27) is alternately
connected to a or the first fluid chamber (21) and to the second fluid chamber (22)
of the hydraulic cylinder (2) in sequentially successive, in particular immediately
successive, portions of a working cycle of the hydraulic cylinder (2), wherein optionally
the hydro generator (16) is correspondingly alternately connected to the second fluid
chamber (22) and to the first fluid chamber (21).
3. Forging hammer (1) according to either claim 1 or claim 2, wherein the directional
valve assembly (13) comprises a 4/2 way valve (13), or wherein the directional valve
assembly comprises at least four individual hydraulic valves that are fluidically
connected in a bridge circuit, wherein the bridge circuit is optionally designed as
a polygonal circuit of four hydraulic valves having intermediate connection points,
is also optionally implemented as a parallel circuit of in each case two hydraulic
valves that are connected in series,
and/or
wherein the hydraulic circuit comprises a plurality of hydro pumps (27) that are fluidically
connected in parallel and/or the hydraulic circuit comprises a plurality of hydro
generators (16) that are fluidically connected in parallel.
4. Forging hammer (1) according to either claim 1 or claim 2, or to claim 3 if dependent
on claim 2, wherein the hydraulic circuit comprises at least one feeder valve (25)
which is fluidically connected on one side to a feeding source (15) and on the other
side to at least one fluid chamber (21, 22) of the hydraulic cylinder (2), in particular
to the piston chamber (21) and/or annular chamber (22), the fluidic connection of
the suction valve (25) optionally being designed such that a negative pressure that
arises in the at least one fluid chamber (21, 22) during operation of the hydraulic
cylinder (2), in particular the differential cylinder (2), can be compensated for
by feeding in hydraulic fluid by means of the feeder valve (25).
5. Forging hammer (1) according to any of claims 1 to 4, wherein the control unit (19)
is configured to control the pump speed of the hydro pump (27) such that, during operation,
said hydro pump is operated at least at a minimum speed (Dmin) that differs from zero,
wherein the pump speed in a working region of a working cycle of the hydraulic cylinder
(2) is preferably first increased from the minimum speed (Dmin) to a maximum speed
(Dmax) and is subsequently decreased from the maximum speed (Dmax) to the minimum
speed (Dmin), wherein the control unit (19) is optionally configured such that the
hydro pump (27) is always operated at least at the minimum speed (Dmin) during a plurality
of immediately successive working cycles, wherein
the control unit (19) is also optionally configured such that the hydro pump (27)
is first activated at the minimum speed (Dmin), and subsequently the pump speed in
a working region of a working cycle of the hydraulic cylinder (2) is first increased
from the minimum speed (Dmin) to a maximum speed (Dmax), and the pump speed is also
optionally decreased from the maximum speed (Dmax) to the minimum speed (Dmin) in
a subsequent working portion, in particular such that the minimum speed (Dmin) is
achieved in a reversal point of the hydraulic cylinder (2), wherein the pump speed
of the hydro pump (27) is also optionally increased correspondingly with a linear
function of time, wherein the control unit (19) is also optionally configured such
that, when a predetermined final speed of the striking tool (8, 9) has been reached,
starting from when the maximum speed (Dmax) has been reached, the pump speed of the
hydro pump (27) is reduced such that, under the influence of the hydraulic forces
prevailing in the hydraulic circuit and, if applicable, the force of gravity acting
on the striking tool (8, 9), the predetermined final speed is achieved in or shortly
before or immediately before the reversal point, or shaping point, or in or shortly
before or immediately before the reversal point of the shaping point, wherein, in
order to set the final speed, the hydro generator (16) is optionally operated as a
hydraulic brake in order to actively brake the hydraulic piston (2).
6. Forging hammer (1) according to any of claims 1 to 5, wherein the control unit (19)
is designed and configured to control the hydro pump (27) such that a maximum feeding
speed of the differential cylinder (2) is in the range of between 1.0 to 6 m/s, and/or
wherein the control unit (19) is configured such that a starting point for starting
a shaping or forging process depending on a final speed that is required in each case,
depending on the height of the workpiece (26) to be shaped, which height is measured
in the direction of movement of the hydraulic piston (2), and/or wherein the control
unit is configured such that the distance covered by the striking tool (8, 9) during
a forging cycle is minimal, and/or wherein the control unit (19) is configured such
that striking energy of a previously driven stroke is used to calculate the starting
position of the hydraulic piston (2) on the basis of subsequently required striking
energy, wherein the starting position is optionally set depending on the particular
height of the workpiece (26) to be shaped, and/or the control unit (19) is configured
such that a position, in particular the starting position, of the hydraulic piston
(2) at the beginning or at a defined point in time is determined during a shaping
or forging cycle and is used as a calculation basis for determining a starting position
of the hydraulic piston (2) and/or for operating parameters for controlling the movement
of the hydraulic piston (2) for a chronologically subsequent shaping or forging process.
7. Forging hammer (1) according to any of claims 1 to 6, further comprising an energy
storage means (24) which is connected to the hydro generator (16) for the purpose
of feeding electrical energy generated by the hydro generator (16).
8. Method for controlling a working cycle of a forging hammer (1), wherein a hydraulic
cylinder (2), in particular a differential cylinder (2), that is coupled to a striking
tool (8, 9) is driven by the supply of hydraulic fluid (30) by means of a servomotor-driven
hydro pump (27) of a hydraulic linear drive (2, 13, 16, 19, 27), which hydro pump
is fluidically coupled via a hydraulic circuit and a directional valve assembly (13)
that is fluidically connected upstream to the hydraulic cylinder (2), wherein hydraulic
fluid (30) that flows out from the differential cylinder (2) is conveyed, via the
directional valve assembly (13), to a servomotor-driven hydro generator (16) that
is fluidically connected downstream into the hydraulic circuit of the directional
valve assembly (13), wherein the hydro pump (27), using the directional valve assembly
(13), is operated as a unidirectional servomotor-driven hydro pump (27) and wherein
the servomotor-driven hydro generator (16), using the directional valve assembly (13),
is operated as a unidirectional servomotor-driven hydro generator (16).
9. Method according to claim 8, wherein, at least temporarily during a working movement
of the hydraulic cylinder (2) the directional valve assembly (13) is actuated such
that the hydro pump (27) is fluidically connected to a first fluid chamber (21) of
the hydraulic cylinder (2), in particular a piston chamber (21), and the hydro generator
(16) is fluidically connected to a second fluid chamber (22) of the hydraulic cylinder
(2), in particular an annular chamber (22), and such that, at least temporarily during
a subsequent return movement of the hydraulic cylinder (2), the directional valve
assembly (13) is actuated such that the hydro pump (27) is fluidically connected to
the second fluid chamber (22), in particular the annular chamber (22), and the hydro
generator (16) is fluidically connected to the first fluid chamber (21), in particular
the piston chamber (21), of the hydraulic cylinder (2), and/or wherein, in sequentially
successive, in particular immediately successive, portions of a working cycle of the
hydraulic cylinder (2), the hydro pump (27) is alternately connected to a or the first
fluid chamber (21) and second fluid chamber (22) of the hydraulic cylinder (2), wherein
the hydro generator (16) is optionally correspondingly alternately connected to the
second fluid chamber (22) and the first fluid chamber (21).
10. Method according to either claim 8 or claim 9, the hydro pump (27) is controlled by
the control unit (19) such that, during operation, the hydro pump (27) is operated
at least at a minimum speed (Dmin) that differs from zero, wherein the pump speed
in a working portion of a working cycle of the differential cylinder (2) is preferably
first increased from the minimum speed (Dmin) to a maximum speed (Dmax) and then decreased
from the maximum speed (Dmax) to the minimum speed (Dmin), and wherein, preferably
during a return portion of the working cycle, the pump speed is set or adjusted to
the minimum speed (Dmin).
11. Method according to any of claims 8 to 10, wherein, in order to accelerate a piston
(6) of the hydraulic cylinder (2) in the direction of a first reversal point (U1)
that is associated with the shaping region (4) of the forging hammer (1), the pump
speed of the hydro pump (27) is increased from a or the minimum speed (Dmin), in particular
in a linear dependence on time, to a or the maximum speed (Dmax) such that the maximum
speed (Dmax) is achieved before reaching a first reversal point (U1) that is associated
with the shaping region (4) of the hydraulic cylinder (2), wherein the pump speed
of the hydro pump (27) is preferably reduced after the maximum speed (Dmax) has been
reached, in particular in a linear relationship with time, such that the minimum speed
(Dmin) is achieved when the first reversal point (U1) has been reached, wherein the
hydro pump (27) is always operated at least at the minimum speed (Dmin) during a plurality
of immediately successive working cycles, wherein the hydro pump (27) is also optionally
activated first at the minimum speed (Dmin), and then the pump speed in a working
region of a working cycle of the hydraulic cylinder (2) is increased from the minimum
speed (Dmin) to a maximum speed (Dmax), and also optionally, in a subsequent working
portion, the pump speed is decreased from the maximum speed (Dmax) to the minimum
speed (Dmin), in particular such that the minimum speed (Dmin) is achieved in a reversal
point of the hydraulic cylinder (2), wherein, when a predetermined final speed of
the striking tool (8, 9) has been reached, starting from when the maximum speed (Dmax)
has been achieved, the pump speed of the hydro pump (27) is also optionally reduced
such that the predetermined final speed is achieved in or shortly before or immediately
before the reversal point, or shaping point, or in or shortly before or immediately
before the reversal point of the shaping point under the influence of the hydraulic
forces prevailing in the hydraulic circuit, and, if applicable, the force of gravity
acting on the striking tool (8, 9), wherein, in order to set the final speed, the
hydro generator (16) is optionally operated as a hydraulic brake in order to actively
brake the hydraulic piston (2).
12. Method according to any of claims 8 to 11, wherein, when a or the first reversal point
(U1) of the forging hammer (1) that is associated with a shaping region (4) has been
reached, or when a predetermined speed of the rams (9) has been reached, the directional
valve assembly (13) is actuated such that a pressure outlet (12) of the hydro pump
(27) is fluidically connected to a or, if dependent on claim 9, to the second fluid
chamber (22) of the hydraulic cylinder (2), in particular an annular chamber (22)
of the differential cylinder (2), and a pressure inlet (17) of the hydro generator
(16) is fluidically connected to a or, if dependent on claim 9, to the first fluid
chamber (21) of the hydraulic cylinder (2), in particular the piston chamber (21)
of the differential cylinder (2).
13. Method according to claim 12 if dependent on claim 9 or a claim referring back to
claim 9, wherein a negative pressure that is generated by rebound in the first reversal
point (U1) is compensated for in the second fluid chamber (22), in particular the
annular chamber (22), by means of a feeder valve (25) that is fluidically connected
on one side to the second fluid chamber (22) and on the other side to a hydraulic
tank (15), and, preferably, elastic energy generated by the rebound in the hydraulic
circuit is converted into electrical energy by means of decompression by the hydro
generator (16), and is preferably stored in an intermediate storage means (24).
14. Method according to either claim 8 or claim 13, wherein, when a second reversal point
(U2) of the hydraulic cylinder (2) that is remote from the shaping region (4) of the
forging hammer (1) has been reached, the directional valve assembly (13) is actuated
such that a pressure outlet (12) of the hydro pump (2) is fluidically connected to
a or, if dependent on claim 9 or a claim referring back to claim 9, to the first fluid
chamber (21) of the hydraulic cylinder (2), in particular the piston chamber (21)
of the differential cylinder (2), and a pressure inlet (17) of the hydro generator
(16) is fluidically connected to a or, if dependent on claim 9 or a claim referring
back to claim 9, to the second fluid chamber (22) of the hydraulic cylinder (2), in
particular the annular chamber (22) of the differential cylinder (2).
15. Method according to any of claims 8 to 14, wherein a starting point for starting a
shaping or forging process depending on a required final speed, depending on the height
of the workpiece (26) to be shaped, which height is measured in the direction of movement
of the hydraulic piston (2), and/or wherein the distance covered by the striking tool
(8, 9) during a forging cycle is minimal.
16. Method for controlling a forging hammer (1) according to any of claims 1 to 7, wherein
a plurality of successive working cycles is/are controlled according to a method according
to any of claims 8 to 15, wherein the hydro pump (27) is operated at least over the
plurality of working cycles at a minimum speed that differs from zero.
17. Method according to claim 16, wherein secondary energy generated in a working cycle
by the hydro generator (16) is supplied in a subsequent working cycle of the forging
hammer (1) and/or wherein striking energy of a previously driven stroke is used to
calculate the starting position of the hydraulic piston (2) on the basis of subsequently
required striking energy, and/or wherein a position, in particular a starting position,
of the hydraulic piston (2) is determined at the beginning or at a defined point in
time during a shaping or forging cycle and is used as a calculation basis for determining
a starting position of the hydraulic piston (2) and/or for operating parameters for
controlling the movement of the hydraulic piston (2) for a chronologically subsequent
shaping or forging process.
1. Marteau pilon (1) pour l'usinage par formage de pièces (26), comprenant un outil de
percussion (8, 9) et un entraînement linéaire hydraulique (2, 13, 16, 19, 27) couplé
à l'outil de percussion (8, 9) et réalisé de manière à entraîner l'outil de percussion
(8, 9), pourvu d'un circuit hydraulique comprenant une pompe hydraulique (27) à servomoteur,
un vérin hydraulique (2) monté fluidiquement en aval de la pompe hydraulique (27)
au moyen d'un module distributeur (13), notamment un vérin différentiel (2), et un
hydrogénérateur (16) à servomoteur, monté fluidiquement en aval du vérin hydraulique
(2) au moyen du module distributeur (13), et comprenant par ailleurs une unité de
commande (19) conçue au moins pour la commande (19) de la pompe hydraulique (27),
de l'hydrogénérateur (16) et du module distributeur (13), dans lequel la pompe hydraulique
(27) est conçue comme une pompe hydraulique (27) à servomoteur unidirectionnelle utilisant
le module distributeur (13) et est intégrée dans le circuit hydraulique, et dans lequel
l'hydrogénérateur (16) à servomoteur est conçu comme un hydrogénérateur (16) à servomoteur
unidirectionnel utilisant le module distributeur (13) et est intégré dans le circuit
hydraulique.
2. Marteau pilon (1) selon la revendication 1, dans lequel l'unité de commande (19) est
conçue de telle manière qu'au moins temporairement, pendant un mouvement de travail
du vérin hydraulique (2), le module distributeur (13) est commandé de telle manière
que la pompe hydraulique (27) est reliée fluidiquement à une première chambre de fluide
(21), en particulier à la chambre de piston (21), et que l'hydrogénérateur (16) est
relié fluidiquement à une seconde chambre de fluide, en particulier à une chambre
annulaire (22), du vérin hydraulique (2), et qu'au moins temporairement, pendant un
mouvement de rappel du vérin hydraulique (2), le module distributeur (13) est commandé
de telle manière que la pompe hydraulique (27) est reliée fluidiquement à la seconde
chambre de fluide (22) et que l'hydrogénérateur (16) est relié fluidiquement à la
première chambre de fluide (21) du vérin hydraulique (2), et/ou dans lequel l'unité
de commande (19) est conçue de telle manière que la pompe hydraulique (27) est reliée
alternativement à une ou à la première chambre de fluide (21) et à la seconde chambre
de fluide (22) du vérin hydraulique (2) dans des sections séquentiellement successives,
en particulier directement successives, d'un cycle de travail du vérin hydraulique
(2), dans lequel, éventuellement, l'hydrogénérateur (16) est relié alternativement
de manière correspondante à la seconde chambre de fluide (22) et à la première chambre
de fluide (21).
3. Marteau pilon (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le module distributeur
(13) comprend un distributeur 4/2 (13), ou dans lequel le module distributeur comprend
au moins quatre soupapes hydrauliques individuelles qui sont reliées fluidiquement
les unes aux autres dans un circuit en pont, dans lequel le circuit en pont est éventuellement
réalisé sous la forme d'un circuit annulaire de quatre soupapes hydrauliques comportant
des points de liaison intermédiaires, et est en outre éventuellement réalisé sous
la forme d'un circuit parallèle de respectivement deux soupapes hydrauliques montées
en série,
et/ou
dans lequel le circuit hydraulique comprend plusieurs pompes hydrauliques (27) montées
fluidiquement en parallèle et/ou le circuit hydraulique comprend plusieurs hydrogénérateurs
(16) montées fluidiquement en parallèle.
4. Marteau pilon (1) selon la revendication 1 ou 2, ou 3 lorsqu'elle dépend de la revendication
2, dans lequel le circuit hydraulique comprend au moins une soupape de ré-aspiration
(25) qui est reliée fluidiquement à une source de ré-aspiration (15) d'un côté et
à au moins une chambre de fluide (21, 22) du vérin hydraulique (2), en particulier
à la chambre de piston (21) et/ou à la chambre annulaire (22) de l'autre côté, dans
lequel la liaison fluidique de la soupape de ré-aspiration (25) est éventuellement
réalisée de telle manière qu'une dépression se produisant dans l'au moins une chambre
de fluide (21, 22) lors du fonctionnement du vérin hydraulique (2), en particulier
du vérin différentiel (2), puisse être compensée par la ré-aspiration du fluide hydraulique
au moyen de la soupape de ré-aspiration (25).
5. Marteau pilon (1) selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel l'unité de commande
(19) est conçue pour commander la vitesse de la pompe hydraulique (27) de telle manière
que, lors du fonctionnement, ladite pompe hydraulique fonctionne au moins à une vitesse
minimale (Dmin) différente de zéro, dans lequel la vitesse de la pompe dans une plage
de travail d'un cycle de travail du vérin hydraulique (2) augmente d'abord de préférence
passant de la vitesse minimale (Dmin) à une vitesse maximale (Dmax) et ensuite diminue
passant de la vitesse maximale (Dmax) à la vitesse minimale (Dmin), dans lequel l'unité
de commande (19) est éventuellement conçue de telle manière que la pompe hydraulique
(27) fonctionne toujours au moins à la vitesse minimale (Dmin) pendant plusieurs cycles
de travail directement successifs, dans lequel en outre éventuellement
l'unité de commande (19) est conçue de telle manière que la pompe hydraulique (27)
est d'abord activée à la vitesse minimale (Dmin), puis la vitesse de la pompe dans
une plage de travail d'un cycle de travail du vérin hydraulique (2) augmente d'abord
passant de la vitesse minimale (Dmin) à une vitesse maximale (Dmax), et en outre,
éventuellement, dans une section de travail suivante, la vitesse de la pompe diminue
passant de la vitesse maximale (Dmax) à la vitesse minimale (Dmin), en particulier
de telle manière que la vitesse minimale (Dmin) est atteinte à un point d'inversion
du vérin hydraulique (2), dans lequel en outre, éventuellement, la vitesse de la pompe
hydraulique (27) est augmentéet selon une fonction linéaire du temps, dans lequel,
en outre éventuellement, l'unité de commande (19) est conçue de telle manière que,
lorsqu'une vitesse finale prédéfinie de l'outil de percussion (8, 9) est atteinte,
à partir du moment où la vitesse maximale (Dmax) est atteinte, la vitesse de la pompe
hydraulique (27) diminue de telle manière que, sous l'action des forces hydrauliques
régnant dans le circuit hydraulique, et le cas échéant, de la force de gravité agissant
sur l'outil de percussion (8, 9), la vitesse finale prédéfinie est atteinte au point
d'inversion ou peu ou immédiatement avant celui-ci, ou au point de formage ou peu
ou immédiatement avant celui-ci, ou au point d'inversion du point de formage ou peu
ou immédiatement avant celui-ci, dans lequel, éventuellement pour régler la vitesse
finale, l'hydrogénérateur (16) fonctionne comme un frein hydraulique pour freiner
activement le piston hydraulique (2).
6. Marteau pilon (1) selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel l'unité de commande
(19) est conçue et configurée pour commander la pompe hydraulique (27) de telle manière
qu'une vitesse d'avancement maximale du vérin différentiel (2) soit comprise entre
1,0 et 6 m/s, et/ou dans lequel l'unité de commande (19) est conçue de telle manière
qu'un point de départ pour le lancement d'un processus de formage ou de forgeage en
fonction d'une vitesse finale respectivement nécessaire en fonction de la hauteur
de la pièce (26) à former mesurée dans le sens de mouvement du piston hydraulique
(2), et/ou dans lequel l'unité de commande est conçue de telle manière que la distance
parcourue par l'outil de percussion (8, 9) pendant un cycle de forgeage soit minimale,
et/ou dans lequel l'unité de commande (19) est configurée de telle manière que la
position de départ du piston hydraulique (2) soit calculée à l'aide d'une énergie
de percussion d'au moins une course parcourue sur la base d'une énergie de percussion
nécessaire ultérieurement, dans lequel la position de départ est réglée éventuellement
en fonction de la hauteur respective de la pièce (26) à former, et/ou dans lequel
l'unité de commande (19) est conçue de telle manière qu'une position, en particulier
la position initiale, du piston hydraulique (2) est déterminée au début ou à un instant
défini pendant un cycle de formage ou de forgeage et sert de base de calcul pour la
détermination d'une position initiale du piston hydraulique (2) et/ou des paramètres
de fonctionnement pour la commande de mouvement du piston hydraulique (2) pour un
processus de formage ou de forgeage suivant dans le temps.
7. Marteau pilon (1) selon l'une des revendications 1 à 6, comprenant en outre un accumulateur
d'énergie (24) relié à l'hydrogénérateur (16) aux fins de l'alimentation en énergie
électrique générée par l'hydrogénérateur (16).
8. Procédé de commande d'un cycle de travail d'un marteau pilon (1), dans lequel un vérin
hydraulique (2) couplé à un outil de percussion (8, 9), en particulier un vérin différentiel
(2), est entraîné par alimentation en fluide hydraulique (30) par une pompe hydraulique
(27) à servomoteur d'un entraînement linéaire hydraulique (2, 13, 16, 19, 27) couplée
fluidiquement au moyen d'un circuit hydraudlique et d'un module distributeur (13)
monté fluidiquement en aval du vérin hydraulique (2), dans lequel le fluide hydraulique
(30) s'écoulant ainsi du vérin différentiel (2) est conduit au moyen du module distributeur
(13) vers un hydrogénérateur (16) à servomoteur monté fluidiquement en aval du module
distributeur (13) dans le circuit hydraulique, dans lequel la pompe hydraulique (27)
fonctionne comme une pompe hydraulique (27) à servomoteur unidirectionnelle en utilisant
le module distributeur (13), et dans lequel l'hydrogénérateur (16) à servomoteur fonctionne
comme un hydrogénérateur (16) à servomoteur unidirectionnel en utilisant le module
distributeur (13).
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel, au moins temporairement pendant un
mouvement de travail du vérin hydraulique (2), le module distributeur (13) est commandé
de telle manière que la pompe hydraulique (27) est reliée fluidiquement à une première
chambre de fluide (21) du vérin hydraulique (2), en particulier à la chambre de piston
(21), et que l'hydrogénérateur (16) est relié fluidiquement à une seconde chambre
de fluide (22) du vérin hydraulique (2), en particulier à la chambre annulaire (22),
et qu'au moins temporairement, pendant un mouvement de rappel suivant du vérin hydraulique
(2), le module distributeur (13) est commandé de telle manière que la pompe hydraulique
(27) est reliée fluidiquement à la seconde chambre de fluide (22), en particulier
à la chambre annulaire (22), et que l'hydrogénérateur (16) est relié fluidiquement
à la première chambre de fluide (21), en particulier à la chambre de piston (21),
du vérin hydraulique (2), et/ou dans lequel la pompe hydraulique (27) est reliée alternativement
à une ou à la première chambre de fluide (21) et à la seconde chambre de fluide (22)
du vérin hydraulique (2) dans des sections séquentiellement successives, en particulier
directement successives d'un cycle de travail du vérin hydraulique (2), dans lequel,
éventuellement, l'hydrogénérateur (16) est relié alternativement de manière correspondante
à la seconde chambre de fluide (22) et à la première chambre de fluide (21).
10. Procédé selon l'une des revendications 8 ou 9, la pompe hydraulique (27) est commandée
par l'unité de commande (19) de telle manière que la pompe hydraulique (27) fonctionne,
pendant le fonctionnement, au moins à une vitesse minimale (Dmin) différente de zéro,
dans lequel la vitesse de la pompe dans une section de travail d'un cycle de travail
du vérin différentiel (2) augmente d'abord de préférence passant de la vitesse minimale
(Dmin) à une vitesse maximale (Dmax) et ensuite diminue passant de la vitesse maximale
(Dmax) à la vitesse minimale (Dmin), et dans lequel la vitesse de la pompe est de
préférence réglée ou ajustée à la vitesse minimale (Dmin) pendant une section de rappel
du cycle de travail.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, dans lequel, pour accélérer un piston
(6) du vérin hydraulique (2) en direction d'un premier point d'inversion (U1) associé
à une zone de formage (4) du marteau pilon (1), la vitesse de la pompe hydraulique
(27) augmente, passant d'une ou de la vitesse minimale (Dmin), en particulier selon
une fonction linéaire du temps, à une ou à la vitesse minimale (Dmin), en particulier
en dépendance linéaire du temps, à une ou à la vitesse maximale (Dmax), de telle manière
que la vitesse maximale (Dmax) soit atteinte avant qu'un premier point d'inversion
(U1) du vérin hydraulique (2) associé à la zone de formage (4) soit atteint, dans
lequel la vitesse de la pompe hydraulique (27) diminue de préférence après que la
vitesse maximale (Dmax) a été atteinte , en particulier en relation linéaire avec
le temps, de telle manière que la vitesse minimale (Dmin) soit atteinte lors ou par
l'atteinte du premier point d'inversion (U1), dans lequel la pompe hydraulique (27)
fonctionne toujours au moins à la vitesse minimale (Dmin) pendant plusieurs cycles
de travail directement successifs, dans lequel en outre, éventuellement, la pompe
hydraulique (27) est d'abord activée à la vitesse minimale (Dmin), et ensuite la vitesse
de la pompe dans une plage de travail d'un cycle de travail du vérin hydraulique (2)
augmente d'abord passant de la vitesse minimale (Dmin) à une vitesse maximale (Dmax),
et en outre, éventuellement, dans une section de travail suivante, la vitesse de la
pompe diminue passant de la vitesse maximale (Dmax) à la vitesse minimale (Dmin),
en particulier de telle manière que la vitesse minimale (Dmin) est atteinte à un point
d'inversion du vérin hydraulique (2), dans lequel en outre, éventuellement, lorsqu'une
vitesse finale prédéfinie de l'outil de percussion (8, 9) est atteinte, la vitesse
de la pompe hydraulique (27) diminue à partir de l'instant où la vitesse maximale
(Dmax) est atteinte, de sorte que, sous l'action des forces hydrauliques régnant dans
le circuit hydraulique, et éventuellement de la force de gravité agissant sur l'outil
de percussion (8, 9), la vitesse finale prédéfinie est atteinte au point d'inversion
ou peu ou immédiatement avant celui-ci, ou au point de formage ou peu ou immédiatement
avant celui-ci, ou au point d'inversion du point de formage, ou peu ou immédiatement
avant celui-ci, dans lequel, éventuellement pour régler la vitesse finale, l'hydrogénérateur
(16) fonctionne comme un frein hydraulique pour freiner activement le piston hydraulique
(2).
12. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11, dans lequel, lorsqu'un ou le premier
point d'inversion (U1) associé à une ou l'une zone de formage (4) du marteau pilon
(1) est atteint ou lorsqu'une vitesse prédéfinie du coulisseau (9) est atteinte, le
module distributeur (13) est commandé de telle manière qu'une sortie de pression (12)
dela pompe hydraulique (27) est reliée fluidiquement à une seconde chambre de fluide,
lorsqu'elle dépend de la revendication 9, à la seconde chambre de fluide (22) du vérin
hydraulique (2), en particulier la chambre annulaire (22) du vérin différentiel (2),
et une entrée de pression (17) de l'hydrogénérateur (16) est reliée fluidiquement
à une première chambre de fluide, lorsqu'elle dépend de la revendication 9, à la première
chambre de fluide (21) du vérin hydraulique (2), en particulier à la chambre de piston
(21) du vérin différentiel (2).
13. Procédé selon la revendication 12, lorsqu'elle dépend de la revendication 9 ou d'une
revendication rattachée à la revendication 9, dans lequel une dépression générée par
le rebondissement au premier point d'inversion (U1) dans la seconde chambre de fluide
(22), en particulier dans la chambre annulaire (22), est compensée au moyen d'une
soupape de ré-aspiration (25) reliée fluidiquement d'un côté à la seconde chambre
de fluide (22) et de l'autre côté à un réservoir hydraulique (15), et, de préférence,
une énergie élastique générée par le rebondissement dans le circuit hydraulique est
convertie en énergie électrique par décompression par l'hydrogénérateur (16) et est
de préférence stockée dans un accumulateur intermédiaire (24).
14. Procédé selon l'une des revendications 8 ou 13, dans lequel, lorsqu'un second point
d'inversion (U2) du vérin hydraulique (2), opposé à la zone de formage (4) du marteau
pilon (1) est atteint, le module distributeur (13) est commandé de telle manière qu'une
sortie de pression (12) de la pompe hydraulique (2) est reliée fluidiquement à une
première chambre de fluide, ou lorsqu'elle dépend de la revendication 9 ou d'une revendication
rattachée à la revendication 9 à la première chambre de fluide (21) du vérin hydraulique
(2), en particulier à la chambre de piston (21) du vérin différentiel (2), et une
entrée de pression (17) de l'hydrogénérateur (16) est reliée fluidiquement à une chambre
de fluide, ou lorsqu'elle dépend de la revendication 9 ou d'une revendication rattachée
à la revendication 9, à la seconde chambre de fluide (22) du vérin hydraulique (2),
en particulier à la chambre annulaire (22) du vérin différentiel (2).
15. Procédé selon l'une des revendications 8 à 14, dans lequel un point de départ pour
le lancement d'un processus de formage ou de forgeage en fonction d'une vitesse finale
respectivement nécessaire en fonction de la hauteur de la pièce (26) à former mesurée
dans le sens de mouvement du piston hydraulique (2), et/ou dans lequel la distance
parcourue par l'outil de percussion (8, 9) pendant un cycle de forgeage est minimale.
16. Procédé de commande d'un marteau pilon (1) selon l'une des revendications 1 à 7, dans
lequel plusieurs cycles de travail successifs sont commandés selon un procédé selon
l'une des revendications 8 à 15, dans lequel la pompe hydraulique (27) fonctionne
au moins à une vitesse minimale différente de zéro pendant la pluralité de cycles
de travail.
17. Procédé selon la revendication 16, dans lequel de l'énergie secondaire générée dans
un cycle de travail par l'hydrogénérateur (16) est fournie dans un cycle de travail
suivant du marteau pilon (1), et/ou dans lequel une énergie de percussion d'au moins
une course parcourue est utilisée pour calculer la position initiale du piston hydraulique
(2) sur la base d'une énergie de percussion nécessaire ultérieurement, et/ou dans
lequel une position, en particulier la position initiale, du piston hydraulique (2)
est déterminée au début ou à un instant défini pendant un cycle de formage ou de forgeage
et sert de base de calcul pour la détermination d'une position initiale du piston
hydraulique (2) et/ou des paramètres de fonctionnement pour la commande de mouvement
du piston hydraulique (2) pour un processus de formage ou de forgeage suivant dans
le temps.