[0001] Die Erfindung betrifft eine Düsenvorrichtung mit einem Düsenkopf zur Verdüsung eines
Fluids oder eines Fluid-Gemischs, nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] In der Strangführungsvorrichtung einer Brammen- oder Dünnbrammenstranggießanlage
werden zur Kühlung des Strangs in der Regel Einstoff- und/oder Mehrstoffdüsen, insbesondere
Zweistoffdüsen, eingesetzt. Die Strangführungsvorrichtung besteht aus einer Reihe
von Segmenten, deren Anzahl von den jeweiligen Anforderungen an den Strang bestimmt
wird. Vorzugsweise zwischen jedem Segment und jeder Rolle, also in jedem Zwischenraum
einer Strangführungsvorrichtung, werden die vorstehend genannten Düsen zur Kühlung
des Strangs eingesetzt.
[0003] Einstoffdüsen werden üblicherweise mit Wasser betrieben. Demgegenüber werden Zweistoffdüsen
im Allgemeinen mit einem Gemisch aus komprimierter Luft und Wasser betrieben. Einstoffdüsen
zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Wesentlichen durch einen Düsenkopf, das heißt
ein Mundstück, dargestellt werden, welches am Ende einer Sekundärwasser führenden
Rohrleitung aufgebracht ist. Zweistoffdüsen sind zwischen Mischkörper und Düsenkopf
mit einer Rohrleitung versehen, die je nach Anforderung unterschiedlich lang sein
kann. Im Grenzfall kann der Mischkörper auch direkt mit dem Düsenkopf bzw. Mundstück
verbunden sein.
[0004] Den vorstehend genannten Düsenvarianten ist gemeinsam, dass ein Fluid- bzw. ein Fluid-Gemisch
durch den Düsenkopf geführt wird. In dem Düsenkopf wird das Fluid bzw. das Fluid-Gemisch
derart aufbereitet, dass durch dessen Austrittsöffnung ein definierter Sprühstrahl
entsteht, der dann dem zu kühlenden Strang in der Strangführungsvorrichtung zugeführt
wird.
[0005] In Bezug auf einen Düsenkopf der vorstehend genannten Düsentypen besteht ein Nachteil
dahingehend, dass sich an der Außenoberfläche Verschmutzungen in Folge von in der
Atmosphäre vorhandenen Verunreinigungen ablagern können. Weil in einem solchen Fall
auch eine Austrittsöffnung des Düsenkopfes, aus dem das Kühlmedium in Form eines Fluids
oder eines Fluid-Gemisches austritt, betroffen ist, kommt es meist zu einem fehlerhaften
Sprühbild oder gar zu einem vollständigen Verstopfen der Düse, so dass entweder ein
vollständiger Austausch der Düse oder zumindest eine aufwendige Reinigung erforderlich
ist.
[0006] Nach dem Stand der Technik ist es zur Vermeidung des soeben genannten Nachteils bekannt,
dass eine Außenoberfläche eines Düsenkopfes, insbesondere angrenzend an die darin
ausgebildete Austrittsöffnung, mit einer speziellen Beschichtung versehen wird, die
das Anhaften von in der Atmosphäre befindlichen Verunreinigungen verhindern soll.
Gleichwohl sind solche Beschichtungen kostspielig, und können die Ausbildung von Verunreinigungen
an der Außenoberfläche des Düsenkopfes nicht gänzlich unterbinden. Alternativ oder
ergänzend zur Ausbildung einer Beschichtung an der Außenoberfläche des Düsenkopfes
können auch Reinigungsprogramme für die Düsen in deren eingebauten Zustand durchgeführt
werden. Solche Reinigungsprogramme lösen das Problem von anhaftenden Verunreinigungen
an der Außenoberfläche eines Düsenkopfes jedoch ebenfalls nur unzureichend.
[0007] Entsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Düsenvorrichtung zu schaffen,
die gegen ein Anhaften von Ablagerungen an einer Außenoberfläche des zugehörigen Düsenkopfes
in Folge von in der Atmosphäre vorhandenen Verunreinigungen weniger anfällig ist und
dadurch auch eine erhöhte Lebensdauer aufweist.
[0008] Die obige Aufgabe wird durch eine Düsenvorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0009] Eine Düsenvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung umfasst einen Düsenkopf, durch
den ein Fluid oder ein Fluid-Gemisch ausgetragen bzw. verdüst werden kann. Hierzu
ist in dem Düsenkopf insbesondere an dessen Stirnseite eine Austrittsöffnung ausgebildet,
durch die ein Fluid oder eine Fluid-Mischung aus dem Düsenkopf an die Umgebung ausgeleitet
werden kann. Die Düsenvorrichtung umfasst weiter zumindest ein an den Düsenkopf angeschlossenes
Rohrelement, durch das ein Fluid oder ein Fluid-Gemisch an den Düsenkopf zugeführt
wird. An einer Außenoberfläche des Düsenkopfes, insbesondere in einem vorbestimmten
Abstand zu der darin ausgebildeten Austrittsöffnung, sind Störmittel vorgesehen, derart,
dass Atmosphäre, die an der Außenoberfläche des Düsenkopfes im Bereich der Störmittel
vorbeiströmt, verwirbelt wird.
[0010] Im Betrieb einer Düsenvorrichtung verursacht das Fluid bzw. Medium, welches durch
eine Austrittsöffnung des Düsenkopfes nach außen an die Umgebung ausgeleitet bzw.
ausgestoßen wird, im Bereich dieser Austrittsöffnung einen Unterdruck, durch den die
umgebende Atmosphäre angesogen wird. Dies hat zur Folge, dass vermehrt Atmosphäre
und darin enthaltene Verunreinigungen an einer Außenoberfläche des Düsenkopfes entlangströmen,
wobei sich dann diese Verunreinigungen an der Außenoberfläche des Düsenkopfes ablagern
können.
[0011] Der Erfindung liegt die wesentliche Erkenntnis zugrunde, dass die an der Außenoberfläche
des Düsenkopfes vorgesehenen Störmittel zu einer gezielten Veränderung der Oberfläche
des Düsenkopfes führen, und es hierdurch möglich ist, dass die Atmosphäre, welche
an der Außenoberfläche des Düsenkopfes im Bereich dieser Störmittel vorbeiströmt,
geeignet verwirbelt wird. Dieser Effekt ist unabhängig von der Düsenform bzw. des
Düsentyps der erfindungsgemäßen Düsenvorrichtung. In Folge dessen lagern sich in der
Atmosphäre enthaltene Verunreinigungen zumindest weniger oder gar nicht an der Außenoberfläche
des Düsenkopfes ab. Jedenfalls wird durch die Störmittel gewährleistet, dass sich
eine mögliche Ablagerung dieser Verunreinigungen lediglich in solchen Bereichen der
Außenoberfläche des Düsenkopfes bildet, die nicht an die Austrittsöffnung angrenzen
und somit auch nicht das Sprühbild der Düsenvorrichtung verändern bzw. beeinträchtigen.
[0012] Die Erfindung eignet sich zur Verwendung bei Düsenköpfen, mit denen ein Fluid z.B.
in Form einer Flüssigkeit oder eines Gases, oder eine Fluid-Mischung aus diesen beiden
Medien, aus einer darin ausgebildeten Austrittsöffnung ausgeleitet bzw. ausgespritzt
werden, um dadurch ein Kühlmedium gezielt zu verdüsen.
[0013] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Störmittel an der Außenoberfläche
des Düsenkopfes in Form von zumindest einer Vertiefung oder in Form von zumindest
einer Erhebung, die von der Außenoberfläche des Düsenkopfs abragt, ausgebildet sein.
Die Vertiefung oder die Erhebung können z.B. ringförmig oder polygonförmig ausgebildet
sein, und umschließen dabei die Austrittsöffnung des Düsenkopfes. Hierdurch ist gewährleistet,
dass Atmosphäre, welche an der Außenoberfläche des Düsenkopfes vorbeiströmt, geeignet
verwirbelt wird und es dadurch nicht zu einer Anhaftung von Verunreinigungen unmittelbar
angrenzend zur Austrittsöffnung kommt. Somit wird eine nicht gewünschte Beeinträchtigung
des Sprühbildes der Düsenvorrichtung wirkungsvoll verhindert.
[0014] Zweckmäßigerweise sind die Störmittel an der Außenoberfläche des Düsenkopfs in einem
vorbestimmten Abstand zu der Austrittsöffnung angeordnet. Hierdurch wird gewährleistet,
dass bei einer Verwirbelung von an der Außenoberfläche des Düsenkopfs vorbeiströmenden
Atmosphäre die darin enthaltenen Verunreinigungen entweder gar nicht an der Austrittsöffnung
abgelagert werden, oder ggf. nur in Bereichen der Außenoberfläche des Düsenkopfs anhaften,
welche Bereiche ausreichend von der Austrittsöffnung beabstandet sind, so dass das
aus der Austrittsöffnung ausgeleitete Fluid und somit das Sprühbild der Düsenvorrichtung
nicht von diesen Ablagerungen beeinträchtigt werden.
[0015] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung sind die Störmittel in Form einer Mehrzahl
von Erhebungen oder Vertiefungen ausgebildet, zweckmäßigerweise derart, dass diese
Erhebungen bzw. Vertiefungen an der Außenoberfläche des Düsenkopfs gleichmäßig zueinander
beabstandet sind. Somit bilden diese Erhebungen bzw. Vertiefungen ein "definiertes
Gebiet", in dem die Verwirbelung der Atmosphäre gezielt verursacht wird, um dadurch
eine Ablagerung von Verunreinigungen zumindest unmittelbar angrenzend an die Austrittsöffnung
zu verhindern. Bei bestimmten Anwendungen der Erfindung kann es auch von Vorteil sein,
dass die Erhebungen (oder die Vertiefungen) nicht in gleichmäßigem Abstand zueinander
angeordnet sind, z.B. in Abhängigkeit der Geschwindigkeit, mit der Fluid aus der Austrittsöffnung
des Düsenkopfes ausgestoßen wird, und der daraus resultierenden Sogwirkung für die
Atmosphäre angrenzend zur Austrittsöffnung.
[0016] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann die Erhebung bzw. können die Erhebungen
in Verbindung mit der Außenoberfläche des Düsenkopfes einstückig ausgebildet sein.
Hiermit ist der Vorteil eines vereinfachten Herstellungsprozesses für den Düsenkopf
verbunden, weil ein aufwendiges Anbringen bzw. Verbinden der einzelnen Erhebungen
mit der Außenoberfläche des Düsenkopfes, z.B. durch Löten, Kleben oder Verschweißen,
entfällt. Zudem führt dies zu einer verbesserten Stabilität des Düsenkopfes und der
daran ausgebildeten Erhebungen, wodurch die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Düsenvorrichtung
erhöht wird.
[0017] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Erhebungen zu einer Baugruppe
zusammengefasst sein, derart, dass diese Baugruppe als solche an der Außenoberfläche
des Düsenkopfs angebracht werden kann. Dies führt zu den Vorteilen, dass die Baugruppe,
d.h. die Gesamtheit aller Erhebungen, von dem Düsenkopf demontiert und ausgetauscht
werden kann, falls es daran zu einer Ablagerung von Verunreinigungen gekommen sein
sollte. Ferner ist die Herstellung der Erhebungen wesentlich vereinfacht, weil diese
erst dann, wenn sie zu einer Baugruppe zusammengefasst worden sind, an der Außenumfangsfläche
des Düsenkopfes angebracht werden.
[0018] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können die Erhebungen stabförmig
ausgebildet sein, derart, dass diese Erhebungen insbesondere lotrecht von der Außenoberfläche
des Düsenkopfes abragen. Alternativ hierzu ist es auch möglich, dass die stabförmigen
Erhebungen schräg von der Außenoberfläche des Düsenkopfes abragen. Bedingt durch die
Erstreckung der Erhebungen in ihrer Längsrichtung wird hierdurch erreicht, dass Atmosphäre
nicht nur unmittelbar in der Grenzschicht zur Außenoberfläche des Düsenkopfes, sondern
auch in Schichten oberhalb davon gezielt verwirbelt wird, wodurch eine Ablagerung
von Verunreinigungen noch besser verhindert wird.
[0019] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Störmittel in Form eines
mattenförmigen Elements ausgebildet sein, das z.B. aus Drahtgeflecht und/oder aus
Filzmaterial hergestellt ist. Dieses mattenförmige Element kann flächig auf der Außenoberfläche
des Düsenkopfs aufgebracht sein. Hierdurch ist gewährleistet, dass an der gesamten
Außenoberfläche des Düsenkopfes, insbesondere an dessen Stirnseite bzw. angrenzend
zur darin ausgebildeten Austrittsöffnung, dann ein Anhaften bzw. Ablagern von Verunreinigungen
nicht möglich ist bzw. allenfalls an dem mattenförmigen Element auftritt.
[0020] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Baugruppe, in der die Mehrzahl
von Erhebungen zusammengefasst sind, bzw. das Mattenelement mit der Außenoberfläche
des Düsenkopfs formschlüssig verbunden sein. Hierdurch ist es möglich, die Baugruppe
bzw. das Mattenelement in einfacher Weise und insbesondere rückstandsfrei, vorzugsweise
auch ohne die Notwendigkeit zur Verwendung eines besonderen Werkzeugs, von der Außenoberfläche
zu demontieren und entsprechend auszutauschen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil,
wenn sich Verunreinigungen bereits an der Baugruppe bzw. dem Mattenelement abgelagert
haben. Durch einen Austausch lediglich der Baugruppe bzw. des Mattenelements ist es
nämlich nicht erforderlich, die ganze Düsenvorrichtung von einer zugehörigen Maschineneinrichtung
oder dergleichen zu demontieren.
[0021] In Bezug auf die obigen Ausführungsformen darf darauf hingewiesen werden, dass auch
eine Kombination der genannten verschiedenen Formen der Störmittel möglich ist, z.B.
ein "Mix" aus Erhebungen, Vertiefungen und Mattenelementen.
[0022] Die vorliegende Erfindung führt zu folgenden Vorteilen:
- Verminderte Ablagerung von in der Atmosphäre vorhandenen Verunreinigungen an einer
Außenoberfläche des Düsenkopfes; und/oder
- Gezielte Ablagerung von Verunreinigungen an der Außenoberfläche des Düsenkopfes lediglich
in solchen Bereichen, in denen diese Ablagerungen weniger stören und insbesondere
das Sprühbild der Düsenvorrichtung nicht beeinträchtigen; und/oder
- Erhöhung der Lebensdauer der Düsenvorrichtung; und/oder
- Verringerung von Wartungskosten.
[0023] Im Allgemeinen eignet sich die Erfindung zur Verwendung bei Kühlsystemen mit Düsenköpfen,
aus denen ein Kühlmedium in Form eines Fluids oder einer Fluid-Mischung ausgeleitet
bzw. ausgespritzt wird. Im konkreten Fall kann die vorliegende Erfindung bei einer
Stranggießanlage zum Einsatz kommen, in Entsprechung des Gegenstands von Anspruch
15. Ergänzend oder alternativ ist es auch möglich, eine Düsenvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung bei anderen Anlagen einzusetzen.
[0024] Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer schematisch vereinfachten
Zeichnung im Detail beschrieben. Es zeigen:
- Fig.1 1
- eine prinzipiell stark vereinfachte Querschnittsansicht eines Düsenkopfs einer erfindungsgemäßen
Düsenvorrichtung, und
- Fig. 2 - 8
- jeweils verschiedene Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Düsenvorrichtung, nämlich
jeweils in einer Draufsicht (a) und in einer Seitenansicht (b) eines zugehörigen Düsenkopfes.
[0025] Nachstehend sind verschiedene Ausführungsformen für eine Düsenvorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung erläutert. Diesbezüglich darf darauf hingewiesen werden, dass
die Düsenvorrichtung in der Zeichnung prinzipiell stark vereinfacht und insbesondere
nicht maßstabsgetreu dargestellt ist.
[0026] Fig. 1 zeigt eine seitliche Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Düsenvorrichtung
1, die einen Düsenkopf 10 aufweist. An einer Stirnseite 12 des Düsenkopfes 10 ist
eine Austrittsöffnung 14 ausgebildet. An den Düsenkopf 10 ist ein Rohrelement 16 angeschlossen,
durch das ein Fluid, zum Beispiel eine Flüssigkeit oder ein Gas, oder eine aus diesen
Medien gebildete Fluid-Mischung an die Austrittsöffnung 14 zugeführt wird. Somit ist
es möglich, dass ein Fluid, oder ein Fluid-Gemisch, durch die Austrittsöffnung 14
an die Umgebung U ausgeleitet und hierdurch geeignet verdüst werden. Eine solche Verdüsung
des Fluids an die Umgebung U ist in der Darstellung von Fig. 1 vereinfacht durch Pfeile
F veranschaulicht.
[0027] An einer Außenoberfläche 16 des Düsenkopfs 10 sind Störmittel S vorgesehen. Diese
Störmittel S bewirken, dass Atmosphäre, die an der Außenoberfläche 18 des Düsenkopfs
10 vorbeiströmt, geeignet für verwirbelt wird, so dass in der Atmosphäre enthaltene
Verunreinigungen sich nicht an der Außenoberfläche 18 im Bereich der Austrittsöffnung
14 ablagern.
[0028] Nachstehend sind verschiedene mögliche Ausbildungen der Störmittel S unter Bezugnahme
auf die Fig. 2 bis 7 im Detail erläutert, wobei in diesen Figuren mit (a) jeweils
eine Draufsicht auf eine stirnseitige Außenoberfläche 18 des Düsenkopfes 10, und mit
(b) jeweils eine vereinfachte Seitenansicht des Düsenkopfes 10 gezeigt sind.
[0029] Die Störmittel können in Form einer ringförmigen Vertiefung 20 ausgebildet sein,
wobei die Austrittsöffnung 14 von dieser ringförmigen Vertiefung 20 umschlossen wird
(Fig. 2). Alternativ hierzu können die Störmittel in Form einer ringförmigen Erhebung
22 ausgebildet sein, wobei die Austrittsöffnung 14 von dieser ringförmigen Erhebung
22 umschlossen wird (Fig. 3). In ähnlicher Weise kann die Erhebung auch in Form eines
polygonförmigen Stegs 23 ausgebildet sein (Fig. 4). Jedenfalls wird durch die Vertiefung
20 bzw. die Erhebung 22, 23 die vorstehend genannte Verwirbelung der an der Außenoberfläche
18 vorbeiströmenden Atmosphäre bewirkt, um eine Ablagerung von Verunreinigungen jedenfalls
an der Austrittsöffnung 14 oder in deren Nähe zu verhindern.
[0030] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform können die Störmittel auch in Form
von stabförmigen Erhebungen 24 ausgebildet sein. Fig. 5 verdeutlicht, dass eine Mehrzahl
von solchen stabförmigen Erhebungen 24 insbesondere in gleichem Abstand zueinander
an der Außenoberfläche 18 des Düsenkopfes 10 vorgesehen sind. Im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind die stabförmigen Erhebungen 24 dahingehend zu verstehen, dass diese
eine Längserstreckung aufweisen und von der Außenoberfläche 18 des Düsenkopfes 10
im Wesentlichen lotrecht abragen können.
[0031] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform können die Störmittel auch in Form
von Buckeln 26 ausgebildet sein (Fig. 6). Eine Mehrzahl von solchen Buckeln 26 sind
-in gleicher Weise wie die stabförmigen Erhebungen 24 - in gleichem Abstand zueinander
an der Außenoberfläche 18 des Düsenkopfes 10 vorgesehen.
[0032] In Bezug auf die Ausführungsformen nach den Fig. 5 und 6 versteht sich, dass an der
Außenoberfläche 18 des Düsenkopfs 10 sowohl die stabförmigen Erhebungen 24 als auch
die Buckel 26 vorgesehen sein können. Dies ist vereinfacht in der Darstellung von
Fig. 1 angedeutet.
[0033] Ergänzend wird in Bezug auf die stabförmigen Erhebungen 24 bzw. die Buckel 26 darauf
hingewiesen, dass diese auch in Form einer Baugruppe zusammengefasst sein können.
Bei der Produktion der Düsenvorrichtung 1 werden die stabförmigen Erhebungen 24 bzw.
die Buckel 26 zunächst als Baugruppe hergestellt, und anschließend dann - als zusammengefasste
Baugruppe -an der Außenoberfläche 18 des Düsenkopfes 10 geeignet angebracht bzw. befestigt.
Beispielsweise ist es möglich, die stabförmigen Erhebungen 24 bzw. die Buckel 26 auf
einer Basisplatte auszubilden, wobei diese Basisplatte dann an der Außenoberfläche
18 des Düsenkopfes 10 angebracht wird.
[0034] Bei einer weiteren Ausführungsform, in Fig. 7 dargestellt, sind die Störmittel S
in Form einer Mehrzahl von kreisförmigen Vertiefungen 21 ausgebildet, die jeweils
in der Außenoberfläche 18 des Düsenkopfes 10 vorgesehen bzw. darin eingebracht sind.
[0035] Für alle der vorstehend genannten Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 7 wird darauf
hingewiesen, dass hierbei die Störmittel jeweils in einem vorbestimmten Abstand zu
der Austrittsöffnung 14 angeordnet sind. Dieser vorbestimmte Abstand der Störmittel
S zu der Austrittsöffnung 14 ist in der Darstellung von Fig. 1 beispielhaft gezeigt
und mit "A" bezeichnet. Diesbezüglich versteht sich, dass der vorbestimmte Abstand
A auch bei den Ausführungsformen gemäß der Fig. 2 bis 4 vorliegen kann. Der vorbestimmte
Abstand A gewährleistet, dass die in der Atmosphäre enthaltenen Verunreinigungen an
der Außenoberfläche 18 nicht unmittelbar im Bereich der Austrittsöffnung 14 abgelagert
werden , sondern ggf. nur in Bereichen der Außenoberfläche 18 anhaften, wo eine Wechselwirkung
mit der Austrittsöffnung 14 und somit eine Beeinträchtigung des Sprühbildes der Düsenvorrichtung
1 nicht eintritt.
[0036] Schließlich ist es nach einer weiteren Ausführungsform (Fig. 8) möglich, dass die
Störmittel in Form eines mattenförmigen Elements 28 ausgebildet sind, dass z.B. aus
Drahtgeflecht oder Filzmaterial hergestellt ist. Nach dieser Ausführungsform ist es
zweckmäßig, dass das mattenförmige Element 28 derart an dem Düsenkopf 10 angebracht
wird, dass dessen Außenoberfläche 18 von dem mattenförmigen Element 28 vollständig
abgedeckt ist. Somit wird verhindert, dass Verunreinigungen, die in der Atmosphäre
enthalten sind, sich unmittelbar auf der Außenoberfläche 18 des Düsenkopfes ablagern
können. Falls es zu einer Ablagerung dieser Verunreinigungen an dem mattenförmigen
Element 28 komme sollte, kann dieses bei Bedarf und in einfacher Weise von der Außenoberfläche
18 demontiert werden, und gegen ein "frisches" Mattenelement ausgetauscht werden.
[0037] Zum Austauschen einer Baugruppe von Erhebungen 24 oder eines mattenförmigen Elements
28 ist es zweckmäßig, wenn die Baugruppe bzw. das mattenförmige Element 28 formschlüssig
mit der Außenoberfläche 18 verbunden sind. Für ein bedarfsweises Demontieren der Baugruppe
bzw. des mattenförmigen Elements 28 genügt dann in einfacher Weise ein Lösen dieser
formschlüssigen Verbindung.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Düsenvorrichtung
- 10
- Düsenkopf
- 12
- Stirnseite (des Düsenkopfs)
- 14
- Austrittsöffnung
- 16
- Rohrelement
- 18
- Außenoberfläche
- 20
- Ringförmige Vertiefung
- 21
- Kreisförmige Vertiefung
- 22
- Erhebung
- 24
- stabförmige Erhebung
- 26
- Buckel
- 28
- mattenförmiges Element
- A
- vorbestimmter Abstand der Störmittel S zur Austrittsöffnung 14
- F
- Fluid
- L
- Längsachse (der Düsenvorrichtung)
- S
- Störmittel
- U
- Umgebung
1. Düsenvorrichtung (1), umfassend
einen Düsenkopf (10) zur Verdüsung eines Fluids oder eines Fluid-Gemischs, wobei in
dem Düsenkopf (10) insbesondere an dessen Stirnseite (12) eine Austrittsöffnung (14)
ausgebildet ist, durch die ein Fluid (F) oder eine Fluid-Mischung aus dem Düsenkopf
(10) an die Umgebung (U) ausleitbar ist, und
zumindest ein an den Düsenkopf (10) angeschlossenes Rohrelement (16), durch das ein
Fluid (F) oder ein Fluidgemisch an den Düsenkopf (10) zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10) insbesondere in einem vorbestimmten
Abstand (A) zur Austrittsöffnung (14) Störmittel (S) vorgesehen sind, derart, dass
Atmosphäre, die an der Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10) im Bereich der Störmittel
(S) vorbeiströmt, verwirbelt wird.
2. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Störmittel (S) in Form von zumindest einer Vertiefung (20, 21) ausgebildet sind.
3. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung ringförmig (20) ausgebildet ist, wobei die Austrittsöffnung (14) von
der ringförmigen Vertiefung (20) umschlossen wird.
4. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Störmittel (S) in Form einer Mehrzahl von Vertiefungen (21) ausgebildet sind,
vorzugsweise, dass die Vertiefungen (21) an der Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs
(10) gleichmäßig zueinander beabstandet sind.
5. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Störmittel (S) in Form von zumindest einer Erhebung (22, 23, 24, 26) ausgebildet
sind, die von der Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10) abragt.
6. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung in einer Ebene parallel zur Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10)
ringförmig (22) oder polygonförmig (23) ausgebildet ist, wobei die Austrittsöffnung
(14) von der ring- oder polygonförmigen Erhebung (22, 23) umschlossen wird.
7. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Störmittel (S) in Form einer Mehrzahl von Erhebungen ausgebildet sind, vorzugsweise,
dass die Erhebungen an der Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10) gleichmäßig zueinander
beabstandet sind.
8. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (24) bzw. die Erhebungen (24) stabförmig ausgebildet ist bzw. sind.
9. Düsenvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung bzw. die Erhebungen (22, 23, 24, 26) in Verbindung mit der Außenoberfläche
(18) des Düsenkopfs (10) einstückig ausgebildet ist bzw. sind.
10. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (22, 23, 24, 26) zu einer Baugruppe zusammengefasst sind, derart,
dass diese Baugruppe als solche an der Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10) anbringbar
ist, vorzugsweise, dass die Baugruppe austauschbar ist.
11. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Störmittel (S) in Form eines mattenförmigen Elements (28) ausgebildet sind, das
auf der Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10) angebracht ist.
12. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das mattenförmige Element (28) von der Außenoberfläche (18) des Düsenkopfs (10) demontierbar
und somit austauschbar ist.
13. Düsenvorrichtung (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mattenförmige Element (28) aus Drahtgeflecht und/oder aus Filzmaterial hergestellt
ist.
14. Düsenvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Baugruppe bzw. das mattenförmige Element (28) mit der Außenoberfläche (18) des
Düsenkopfs (10) formschlüssig verbindbar ist.
15. Stranggießanlage zum Führen eines gegossenen Strangs nach Verlassen einer Kokille,
umfassend
Kühlmittel, durch die der gegossene Strang gekühlt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kühlmittel zumindest eine Düsenvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
14 umfassen.