[0001] Die Erfindung betrifft eine Hinterfütterungsvorrichtung zur Hinterfütterung einer
Zarge sowie eine Umfassungszarge mit einstellbarer Maulweite. Außerdem betrifft die
Erfindung Verwendungen einer solchen Hinterfütterungsvorrichtung und ein Verfahren
zur Montage einer solchen Umfassungszarge.
[0002] Zargen werden in Leibungen eines Mauerwerks eingesetzt und dienen zur Halterung eines
Türblatts. Herkömmliche Zargen weisen gewöhnlich wenigstens drei Zargenholme (im Folgenden
auch Zargenstäbe genannt) auf, die miteinander in Verbindung stehen. Zargen sind meist
aus Holzwerkstoffen oder Metall, wie zum Beispiel Stahl gebildet. Auf diese Stahl-
oder Metallzargen wird nachfolgend das Hauptaugenmerk gerichtet.
[0003] Zum Einbau bekannter Zargen werden diese zunächst in einer Leibung eines Mauerwerks
positioniert. Anschließend wird die Zarge mittels geeigneter Befestigungselemente,
insbesondere Schraubbefestiger, mit dem Mauerwerk verbunden. Damit die Zarge während
der Montage ihre Position beibehält, wird in vielen Fällen zwischen dem Mauerwerk
und der Zarge ein Abstandshalteelement eingebracht. Oft ist es schwierig, ein Abstandshalteelement
zwischen dem Zargenholm und der Mauerleibung einzubringen, insbesondere wenn der Abstand
zwischen dem Zargenholm und der Mauerleibung sehr gering ist.
[0004] Aus der
DE 10 2014 116 290 A1 ist eine Umfassungszarge aus Metall mit einstellbarer Maulweite bekannt, die mit
einem ersten als Metallprofilteil ausgebildeten Zargenteilstab und einem zweiten als
Metallprofilteil ausgebildeten Zargenteilstab versehen ist, wobei die Zargenteilstäbe
zur Umfassung eines Wandbereichs ausgebildet sind und zur Einstellung einer Maulweite
verschiebbar zueinander aneinander angreifen. Die Befestigung der Zarge erfolgt über
einen schräg gestellten Schraube-Dübel-Befestiger, mittels eines Befestigungswinkels
oder durch Einschäumen mittels Montageschaum. Die Umfassungszarge zeichnet sich neben
einem einfachen Aufbau und einer ästhetischen Optik dadurch aus, dass eine trockene
Befestigung ohne nachträgliche Mörtelarbeiten oder Mauerarbeiten möglich ist.
[0005] Aus der
EP 2 213 825 B1 ist eine Zarge mit einteiligen Zargenholmen mit einer im Abstand einstellbaren Hinterfütterungsvorrichtung
bekannt, welche Einstellkeile aufweist. Aus der
EP 2 196 613 B1 ist ein einteiliger Zargenholm, eine damit versehbare Zarge sowie ein Verfahren zur
Befestigung eines derartigen Zargenholms bekannt, bei der eine Befestigung von einer
Vorderseite der Zarge aus mittels Befestigern erfolgen kann. Aus der
EP 2 290 186 B1 ist ein einteiliger Zargenholm, eine Zargenbefestigungsvorrichtung und eine damit
versehene Zarge bekannt, bei der eine Hinterfütterungsvorrichtung mehrere Abstandshalterelemente
aufweist. Eine weitere Hinterfütterungsvorrichtung für einteilige Zargenholme ist
aus der
EP 2 333 221 B1 bekannt. Die Zargen nach dem Stand der Technik nach der
EP 2 213 825 B1, der
EP 2 196 613 B1 und der
EP 2 290 186 B1 können ebenfalls trocken, ohne nachträgliche Mörtelarbeiten oder Mauerarbeiten montiert
werden.
[0006] Ausgehend von dem Stand der Technik nach der
DE 10 2014 116 290 A1 ist es Aufgabe der Erfindung, eine Umfassungszarge mit einstellbarer Maulweite derart
zu verbessern, dass sie auch als Zarge für Feuerschutztüren einsetzbar ist. Ausgehend
von dem Stand der Technik nach der
EP 2 213 825 B1, der
EP 2 196 613 B1 und der
EP 2 290 186 B1 ist es Aufgabe der Erfindung, eine vereinfachte Großserienherstellung von Zargen
zu schaffen, die für ganz unterschiedliche bauliche Gegebenheiten geeignet sind.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt schafft die Erfindung eine Hinterfütterungsvorrichtung
zur Hinterfütterung einer Umfassungszarge mit einstellbarer Maulweite, welche Umfassungszarge
einen ersten Zargenteilstab und einen zweiten Zargenteilstab aufweist, wobei die Zargenteilstäbe
zur Umfassung eines eine Bauwerksöffnung berandenden Wandbereichs ausgebildet sind
und zur Einstellung einer Maulweite verschiebbar aneinander angreifen, wobei die Hinterfütterungsvorrichtung
wenigstens ein Abstandshalteelement umfasst, das eine Öffnung zum Durchgreifen eines
Befestigers, mittels dem der erste Zargenteilstab an dem Wandbereich zu befestigen
ist, aufweist und zur Aufrechterhaltung eines Abstandes zwischen dem ersten Zargenteilstab
und dem Wandbereich ausgebildet ist, wobei an dem Abstandshalterelement oder an wenigstens
einem von mehreren Abstandshalterelementen jeweils eine Klemmlasche ausgebildet ist,
die zum verschiebbaren Festklemmen eines Flansches des zweiten Zargenteilstabes an
dem ersten Zargenteilstab ausgebildet ist.
[0010] Es ist bevorzugt, dass die Klemmlasche an einem ersten Ende des Abstandshalteelements
ausgebildet ist, wobei das Abstandshalteelement an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden
zweiten Ende eine Umbiegung aufweist, so dass das Abstandshalteelement an dem zweiten
Ende mehrlagig ausgebildet ist.
[0011] Es ist bevorzugt, dass ein zu dem ersten Ende hin gerichteter Endbereich der Umbiegung
als Anschlag für den Flansch ausgebildet ist.
[0012] Es ist bevorzugt, dass ein erster Schenkel der Umbiegung, an dem die Klemmlasche
ausgebildet ist, länger ist als der zweite Schenkel.
[0013] Es ist bevorzugt, dass der die Klemmlasche bildende Bereich des ersten Schenkels
im unbelasteten Zustand auf die Seite des zweiten Schenkels hin schräg verläuft.
[0014] Es ist bevorzugt, dass die Öffnung an einer Seite des Abstandshalteelements offen
ist, so dass das Abstandshalteelement auf einen Schaft des an dem ersten Zargenteilstab
vorbefestigten Befestigers aufschiebbar ist.
[0015] Es ist bevorzugt, dass die Öffnung als Langloch ausgebildet ist.
[0016] Es ist bevorzugt, dass die Klemmlasche an einem ersten Ende des Abstandshalteelements
ausgebildet ist, wobei die Öffnung an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten
Ende ausgebildet ist.
[0017] Es ist bevorzugt, dass die Klemmlasche an einem ersten Ende des Abstandshalteelements
ausgebildet ist, wobei das Abstandshalteelement an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden
zweiten Ende einen Anti-Verkippungsanschlag aufweisen, der bei Benutzung an einer
Innenseite des ersten Zargenteilstabes anschlägt, um einem Verkippen des Abstandshalters
um den Befestiger herum entgegenzuwirken.
[0018] Es ist bevorzugt, dass an einem freien Ende der Klemmlasche eine Einführschräge ausgebildet
ist.
[0019] Gemäß einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung eine Umfassungszarge mit einstellbarer
Maulweite, umfassend einen ersten Zargenteilstab und zweiten Zargenteilstab, wobei
die Zargenteilstäbe zur Umfassung eines eine Bauwerksöffnung berandenden Wandbereichs
ausgebildet sind und zur Einstellung einer Maulweite verschiebbar zueinander aneinander
angreifen, und weiter umfassend eine Hinterfütterungsvorrichtung nach einer der voranstehenden
Ausgestaltungen.
[0020] Es ist bevorzugt, dass an einem Eckbereich der Umfassungszarge eine Stufe ausgebildet
ist, deren erste Stufenflanke durch den ersten Zargenteilstab und deren zweite Stufenflanke
durch den zweiten Zargenteilstab gebildet ist.
[0021] Es ist bevorzugt, dass die Umfassungszarge als Umfassungszarge für Feuerschutztüren
ausgebildet ist.
[0022] Es ist bevorzugt, dass die Zarge eine Umfassungszarge nach einer der voranstehenden
Ausgestaltungen ist.
[0023] Es ist bevorzugt, dass die Zarge eine Umfassungszarge mit einstellbarer Maulweite
ist, die einen ersten Zargenteilstab und zweiten Zargenteilstab aufweist, wobei die
Zargenteilstäbe zur Umfassung eines eine Bauwerksöffnung berandenden Wandbereichs
ausgebildet sind und zur Einstellung einer Maulweite verschiebbar zueinander aneinander
angreifen und dass die Feuerschutztür weiter einen Satz von Befestigern und eine Hinterfütterungsvorrichtung
nach einer der zuvor erläuterten Ausgestaltungen aufweist.
[0024] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung betrifft eine Umfassungszarge aus Metall
mit einstellbarer Maulweite, mit einem ersten als Metallprofilteil ausgebildeten Zargenteilstab
und einem zweiten als Metallprofilteil ausgebildeten Zargenteilstab, wobei die Zargenteilstäbe
zur Umfassung eines Wandbereichs ausgebildet sind und zur Einstellung einer Maulweite
verschiebbar zueinander aneinander angreifen.
[0025] Es ist bevorzugt, dass an einem Eckbereich der Umfassungszarge eine Stufe ausgebildet
ist, deren erste Stufenflanke durch den ersten Zargenteilstab und deren zweite Stufenflanke
durch den zweiten Zargenteilstab gebildet ist.
[0026] Erfindungsgemäß sind die Zargenteilstäbe durch eine Klemmverbindung miteinander verbunden.
Die Klemmverbindung ist zumindest zum Teil durch Abstandshalteelemente gebildet, die
zur Hinterfütterung der Zarge dienen.
[0027] Es ist bevorzugt, dass die Klemmverbindung im Bereich der durch die Stufenflanken
gebildeten Stufenecke angeordnet ist.
[0028] Es ist bevorzugt, dass der erste Zargenteilstab unter Zwischenfügung eines Abstandshalteelements
an dem Wandbereich zu befestigen ist, wobei das Abstandshalteelement oder wenigstens
eines von mehreren Abstandshalteelementen (z.B. eines pro Befestigungsstelle oder
eines an mehreren von einer größeren Anzahl von Befestigungsstellen) eine Klemmlasche
hat, die ein erstes Klemmteil oder eine erste Klemmbacke der Klemmverbindung bildet.
[0029] Es ist bevorzugt, dass die Klemmverbindung eine durch eine Lasche eines Abstandshalteelements
gebildete erste Klemmbacke und eine durch einen Profilbereich des ersten Zargenteilstabs
zweite Klemmbacke aufweist, so dass zwischen den Klemmbacken eine schlitzförmige Aufnahme
für einen Einsteckbereich des zweiten Zargenteilstabs gebildet ist.
[0030] Eine bevorzugte Umfassungszarge ist gekennzeichnet durch eine erste Teilzarge mit
mehreren als Metallprofilstäbe ausgebildeten ersten Zargenteilstäben und einer zweiten
Teilzarge mit mehreren als Metallprofilstäbe ausgebildeten zweiten Zargenteilstäben,
wobei die Teilzargen zur Umfassung eines Laibungsbereichs ausgebildet sind und zur
Einstellung einer Maulweite verschiebbar zueinander aneinander angreifen.
[0031] Es ist bevorzugt, dass die Umfassungszarge eine Wandbefestigungseinrichtung aufweist,
die zur Befestigung nur des ersten Zargenteilstabs an dem Wandbereich ausgebildet
ist, und dass der zweite Zargenteilstab lediglich über die Klemmverbindung zu befestigen
ist, wobei keine Wandbefestigung für den zweiten Zargenteilstab vorgesehen ist.
[0032] Es ist bevorzugt, dass die Wandbefestigungseinrichtung zur Befestigung mittels Schrägdübelmontage
ausgebildet ist.
[0033] Es ist bevorzugt, dass von den Zargenteilstäben nur der erste Zargenteilstab zum
Anbringen von Türbeschlagsteilen ausgebildet ist.
[0034] Beispielsweise sind Türbänder, Gegenlager für Schnäpper oder Riegel sowie Türdichtungen
zum Abdichten an einem Türflügel lediglich an dem ersten Zargenteilstab und nicht
an dem zweiten Zargenteilstab angebracht.
[0035] Es ist bevorzugt, dass die Klemmverbindung an einem der Zargenteilstäbe eine schlitzförmige
Aufnahme mit einer trichterförmigen Einführöffnung zum Aufnehmen eines Einsteckbereiches
des anderen Zargenteilstabs aufweist.
[0036] Es ist bevorzugt, dass die Hinterfütterungsvorrichtung ein erstes Abstandshalteelement
mit der Klemmlasche und wenigstens ein zweites Abstandshalteelement ohne Klemmlasche
aufweist, wobei das erste und das zweite Abstandshalteelement zum Durchgreifen durch
einen Schraubbefestiger ausgebildet sind und das zweite Abstandshaltelement zum Übergreifen,
Stützen und/oder Festklemmen der Klemmlasche bei festgezogenem Schraubbefestiger ausgebildet
ist.
[0037] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung betrifft eine Hinterfütterungsvorrichtung
für einen in einer Leibung vorbefestigten Zargenholm einer Zarge von Türen oder Toren.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Abstandshalteelement zur Verwendung
in einer solchen Hinterfütterungsvorrichtung sowie ein Verfahren zur Hinterfütterung
des vorbefestigten Zargenholms.
[0038] Vorzugsweise ist eine Hinterfütterungsvorrichtung für einen in einer Leibung vorbefestigten
Zargenholm einer Zarge von Türen, insbesondere von Feuerschutztüren vorgesehen, die
wenigstens ein Abstandshalteelement zur Hinterfütterung des Zargenholms aufweist,
wobei das Abstandshalteelement eine Befestigerklemmeinrichtung zur Klemmung an einem
Schaft, insbesondere Gewindeschaft, eines Befestigungselements aufweist. Vorzugsweise
ist der Zargenholm zum Bilden einer Zarge mit einstellbarer Maulweite in mehrere Zargenteilstäbe
aufgeteilt.
[0039] In vorteilhafter Ausgestaltung ist die Hinterfütterungsvorrichtung derart ausgebildet,
dass es möglich ist, auf einfache Art und Weise und ohne jegliche Hilfsmittel, insbesondere
Werkzeuge, einen Zargenholm zu hinterfüttern.
[0040] Bei der Anwendung der Hinterfütterungsvorrichtung wird bevorzugt vor der Hinterfütterung
der Zarge mit dem Abstandshalteelement die Zarge und insbesondere die Zargenholme
in der Mauerleibung mittels Befestigungselementen vorbefestigt. Vorteilhafterweise
erfolgt diese Vorbefestigung an einer Leibung eines Mauerwerks, dessen Umfeld bereits
weitestgehend fertig gestellt ist. Hierbei kann es sich zum Beispiel um ein Ständerwerk
(Trockenbau) oder um ein bereits weitgehend fertig gestelltes und verputztes Mauerwerk
handeln. Somit ist zwischen dem Zargenholm und der Leibung nur noch ein kleiner Spalt,
über den das Befestigungselement einzubringen ist, vorhanden.
[0041] Das Abstandshalteelement wird über den Spalt zwischen dem Zargenholm und der Leibung
eingeführt und mittels der Befestigerklemmeinrichtung auf einen Gewindeschaft des
Befestigungselements aufgeklemmt. Die Befestigerklemmeinrichtung bewirkt vorteilhaft
einen Klemmeffekt.
[0042] Bei einer flachen und plättchenähnlichen Ausgestaltung des Abstandshalteelements
ist es auch möglich, das Abstandshalteelement bei einem zwischen dem Mauerwerk und
dem Zargenholm verbleibenden kleinen Spalt einzuführen und auf den Gewindeschaft aufzuklemmen,
ohne hierbei eine Montagehilfe zu verwenden. Hierzu wird das Abstandshalteelement
an einer dem Langloch gegenüberliegenden Seite ergriffen und in dem Spalt zwischen
dem Zargenholm und der Mauerleibung eingeführt und mittels dem Langloch auf einen
Gewindeschaft eines Befestigungselements aufgeschoben. Anschließend wird vorzugsweise
das Abstandshalteelement entweder durch vollständiges Eindrücken oder mittels eines
Werkzeuges, wie beispielsweise einem Hammer, auf den Gewindeschaft des Befestigungselements
so weit aufgeschoben, bis es an einem Schenkelbereich des Zargenholms anschlägt.
[0043] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Befestigerklemmeinrichtung ein ausgebildetes
Langloch. Aufgrund der konischen Ausbildung des Langloches wird ein Klemmeffekt erzielt,
der sich umso mehr erhöht, je weiter das Abstandshalteelement auf den Gewindeschaft
des Befestigungselements aufgeschoben wird. Des Weiteren stellt ein konisch ausgebildetes
Langloch eine kostengünstige Möglichkeit dar, eine Befestigerklemmeinrichtung zu erzeugen.
[0044] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Abstandshalteelement einen Anti-Verkippungsanschlag
auf. Vorteilhafterweise ist der Anti-Verkippungsanschlag zur einfachen Herstellung
rechteckförmig ausgebildet. Der Anti-Verkippungsanschlag ist bevorzugt derart ausgebildet,
dass er einem Verkippen des Abstandshalteelements in aufgeklemmten Zustand entgegenwirkt.
Der Anti-Verkippungsanschlag wirkt einerseits einem Abkippen des aufgeklemmten Abstandshalteelements
entgegen und andererseits sorgt der Anti-Verkippungsanschlag im Anschlagszustand dafür,
dass ein schräg eingebrachtes Abstandshalteelement wieder eine waagrechte Stellung
einnimmt.
[0045] Das Abstandshalteelement ist vorteilhafterweise asymmetrisch ausgebildet.
[0046] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Abstandshalteelement zur Verwendung einer
erfindungsgemäßen Hinterfütterungsvorrichtung. Das Abstandshalteelement zeichnet sich
durch seine Befestigerklemmeinrichtung, die vorzugsweise ein konisch ausgebildetes
Langloch ist, aus. Die Befestigerklemmeinrichtung dient zum Aufklemmen des Abstandshalteelements
an einem Gewindeschacht eines Befestigungselements. Des Weiteren weist das Abstandshalteelement
einen Anti-Verkippungsanschlag auf, der ein Verkippen des Abstandshalteelements verhindert
sowie zur Ausrichtung des Abstandshalteelements im aufgeschobenen Zustand dient. Das
Abstandshalteelement zeichnet sich zudem durch seine leicht zu handhabende Montage
aus.
[0047] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Hinterfütterung eines vorbefestigten
Zargenholms, wobei die Zarge mit einem Abstandshalteelement einer Hinterfütterungsvorrichtung
hinterfüttert wird. Das Verfahren gewährleistet das Einbringen eines Abstandshalteelements
zwischen einem Zargenholm und der Leibung in einer sehr späten Bauphase, insbesondere
im Endausbau, wobei zwischen Zargenholm und Mauerleibung ein zum Einführen des Abstandshalteelements
verbleibender Spalt sehr klein ist. Hierzu wird das Abstandshalteelement an einer
dem Langloch gegenüberliegenden Seite ergriffen und in dem Spalt zwischen dem Zargenholm
und der Mauerleibung eingeführt und mittels dem Langloch auf einen Gewindeschaft eines
Befestigungselements aufgeschoben. Anschließend wird das Abstandshalteelement entweder
durch händisches Eindrücken oder mittels eines Werkzeuges, wie beispielsweise einem
Hammer, auf den Gewindeschaft des Befestigungselements aufgeschoben, bis es an einem
Schenkelbereich des Zargenholms anschlägt. Daneben kann das Verfahren auch dazu verwendet
werden, um einen Zargenholm zu hinterfüttern, dessen Umgebung noch nicht weitestgehend
fertig gestellt ist.
[0048] Vorteilhafterweise wird das Abstandshalteelement mittels eines Langloches auf einen
Gewindeschaft eines Befestigungselements aufgeklemmt, bis ein Anti-Verkippungsanschlag
des Abstandshalteelements an den Zargenholm anschlägt.
[0049] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung schaffte eine Umfassungszarge mit Hinterfütterungsvorrichtung
mit der Besonderheit, dass eine einstellbare Maulweite auch für Feuerschutz erreichbar
ist. Dies wird insbesondere durch Anpassung einer ersten Abstandsplatte (Beispiel
für ein Abstandshalteelement) erreicht. Vorzugsweise ist die Abstandsplatte als zurückgefaltetes
Blech gebildet, wobei einer der Schenkel kürzer ausgeführt ist. Vorzugsweise weist
der andere Schenkel eine Einführschräge am Ende auf. Hierdurch lässt sich an den Befestigungspunkten
eine Klemmklammer bilden, wo das Zargenprofilteil der Bandgegenseite aufgesteckt werden
kann.
[0050] Vorzugsweise lässt sich so ein einfacher Abstandshalter durch Umbiegungen zu einer
Klemmklammer gestalten. Durch die Kombination eines Befestigers, wie z.B. Schraube-Dübel-Befestigers
oder eines anderen für das jeweilige Material des Wandbereiches geeigneten Befestigers
mit wenigstens dem ersten, mit der Klemmlasche ausgebildeten Abstandshalteelement
lässt sich eine sehr feste und sichere Befestigung eines bandseitigen Zargenprofilteils
- Beispiel für den bandseitiger Zargenteilstab - erreichen. Hierdurch können die im
Brandfall auf ein Türblatt einer Feuerschutztür auferlegten Kräfte über die Türbänder
und das ebenfalls am bandseitigen Zargenprofilteil ausgebildete Gegenlager für das
Türschloss bzw. dessen Schnäpper abgeleitet werden. Gegebenenfalls werden noch weitere
Abstandshalter - vorzugsweise ohne die Klemmplatte und mehr vorzugsweise so ausgeführt
wie die Abstandshalteelemente, die in der EO
DE 10 2009 057 040 A1 gezeigt und beschrieben sind - zum Hinterfüttern eingesetzt, so dass eine entsprechend
an den Abstand zwischen ersten Zargenteilstab und Wandbereich angepasste Hinterfütterung
erreicht ist.
[0051] Der erste Abstandshalter weist die Klemmlasche auf. In den Spalt zwischen die Klemmlasche
und einen Profilbereich des ersten Zargenteilstabes wird ein Einsteckbereich des gegenbandseitigen
zweiten Zargenteilstabes eingeführt.
[0052] Vorzugsweise hat der zweite Zargenteilstab im Wesentlichen eine Abdeckfunktion, alle
weiteren Funktionen der Zarge durch den bandseitigen Zargenteilstab erfüllt werden.
[0053] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung das Verwenden eines Abstandshalterelements,
welches einen dickeren Bereich mit einer Öffnung zum Durchgreifen eines Befestigers
und einen dünneren Bereich zum Bilden einer Klemmlasche aufweist, als erster Abstandshalter
zur Hinterfütterung eines bandseitigen Zargenprofilteils einer Umfassungszarge mit
einstellbarer Maulweite für eine Feuerschutztür, wobei in einen Schlitz zwischen der
Klemmlasche und einem Profilbereich des bandseitigen Zargenprofilteils ein Einsteckbereich
eines gegenbandseitigen Zargenprofilteils der Umfassungszarge zur Einstellung der
Maulweite verschiebbar einsteckbar ist.
[0054] Vorzugsweise ist der dickere Bereich durch eine Umbiegung ausgebildet, wobei ein
erster, längerer Schenkel der Umbiegung die Klemmlasche bildet.
[0055] Vorzugsweise wird das Abstandshalterelement derart verwendet, dass ein zweiter, kürzerer
Schenkel der Umbiegung zu dem bandseitigen Zargenprofilteil hin gerichtet ist.
[0056] Vorzugsweise wird das Ende des kürzeren Schenkels als Anschlag für den Einsteckbereich
verwendet.
[0057] Vorzugsweise ist die Öffnung an dem freien Ende des dickeren Bereichs offen, um das
Abstandshalterelement mit der Öffnung auf einen Schaft eines vorbefestigten Befestigers
aufzuschieben. Die Öffnung ist vorzugsweise als Langloch ausgebildet. Vorzugsweise
weist die Öffnung an dem freien Ende eine größere lichte Weite als in einem weiter
inneren Bereich auf. Vorzugsweise verjüngt sich eine Berandung der Öffnung von dem
freien Ende nach innen hin.
[0058] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer
Umfassungszarge mit einstellbarer Maulweite, insbesondere einer Umfassungszarge gemäß
einer der oben beschriebenen Ausgestaltungen, umfassend die Schritte:
- a) lockeres Vorbefestigen eines als bandseitiger Zargenteilstab zu verwendenden ersten
Zargenteilstabs mittels mehrerer Befestiger an einem Wandbereich;
- b) Hinterfüttern des ersten Zargenteilstabs mit einer Hinterfütterungsvorrichtung,
die wenigstens ein mit einer Klemmlasche ausgebildetes Abstandshalteelement aufweist,
und insbesondere mit einer Hinterfütterungsvorrichtung nach einer der oben erläuterten
Ausgestaltungen, wobei an wenigstens einigen der Befestigungsstellen das mit der Klemmlasche
ausgebildete Abstandshalteelement auf einen Schaft des Befestigers aufgeschoben wird
und wobei gegebenenfalls weitere Abstandshalteelemente - vorzugsweise ohne Klemmlasche
- auf den Schaft des Befestigers aufgeschoben werden, bis der erste Zargenteilstab
mit dem erwünschten Abstand zum Wandbereich hinterfüttert ist;
- c) Einschieben eines Einsteckbereichs des als gegenbandseitigen Zargenteilstab zu
verwendenden zweiten Zargenteilstabs, um die erwünschte Maulweite zu erreichen;
- d) Befestigen der Befestiger, so dass der erste Zargenteilstab fest auf der Hinterfütterungsvorrichtung
aufliegt.
[0059] Bei einer Ausgestaltung des Verfahrens wird Schritt c) vor Schritt d) durchgeführt.
Vorzugsweise wird dabei die Klemmverbindung durch Festziehend des Befestigers in ihrer
Klemmkraft erhöht. Besonders bevorzugt wird hierzu ein zweites Abstandshalteelement
ohne Klemmlasche als Klemmbacke zum Festsetzen der Klemmlasche eingesetzt.
[0060] Bei einer anderen Ausgestaltung wird die Klemmkraft der Klemmverbindung allein durch
die Elastizität der Klemmlasche bewirkt. Dabei kann Schritt c) vor Schritt d) durchgeführt
werden, es kann aber auch Schritt d) vor Schritt c) durchgeführt werden.
[0061] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Umfassungszarge mit einstellbaren
Maulweite für Feuerschutztüren, mit einem ersten Zargenteil und einem zweiten Zargenteil,
die getrennt voneinander dargestellt sind, und einer Hinterfütterungsvorrichtung,
die wenigstens ein Abstandshalteelement aufweist;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf die Umfassungszarge von Fig. 1, auf die mit Türbändern versehene
Seite hin gesehen;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht auf die Umfassungszarge, wie in Fig. 2, wobei das erste Zargenteil
und das zweite Zargenteil miteinander verbunden sind;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht auf die Umfassungszarge wie in Fig. 3, auf die mit dem Schlossgegenlager
versehene Seite hin;
- Fig. 5
- eine Vorderansicht auf die Umfassungszarge von Fig. 1 auf die Gegenbandseite hin gesehen;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf die Umfassungszarge von Fig. 1;
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch einen der Seitenholme der Umfassungszarge, die in Fig. 3 oder
Fig. 4 gezeigt sind;
- Fig. 8
- einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 3;
- Fig. 9
- einen Schnitt entlang der Linie B-B von Fig. 5;
- Fig. 10 bis
- 17 Ansichten von unterschiedlichen Seiten auf ein erstes Abstandshalteelement, welches
eine Klemmlasche zum Bilden einer Klemmverbindung zum Verbinden des ersten Zargenteils
und des zweiten Zargenteils aufweist;
- Fig. 18
- eine Aufwicklung eines Blechstücks, aus dem das Abstandshalteelement von Fig. 10 bis
17 zu fertigen ist;
- Fig. 19 bis 21
- Ansichten, teils weggebrochen, von unterschiedlichen Seiten auf das zweite Zargenteil;
- Fig. 22
- eine Ansicht auf das erste Zargenteil auf die Bandseite hin gesehen; und
- Fig. 23
- einen Schnitt entlang der Linie XXIII-XXIII von Fig. 22.
[0062] In den Figuren 1 bis 9 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer Umfassungszarge
10 für eine Feuerschutztür dargestellt. Die Umfassungszarge 10 weist ein erstes Zargenteil
12 und ein zweites Zargenteil 14, die mittels einer Klemmverbindung 16 verschiebbar
zueinander verbindbar sind, um so eine Maulweite der Umfassungszarge 10 einzustellen,
und eine Hinterfütterungsvorrichtung 18 auf.
[0063] Das erste Zargenteil 12, welches einzeln in den Fig. 22 und 23 gezeigt ist, ist in
dem dargestellten Beispiel ein bandseitiges Zargenteil, an dem Türbänder 20 befestigt
sind und an dem ein Gegenlager für ein Schloss eines nicht dargestellten Türblatts
der Feuerschutztür ausgebildet ist. Beispiele für das Türblatt sind in der
DE102005023426B3 oder der
DE102010005719B4 oder der
DE102010044195A1 gezeigt und beschrieben; es wird für weitere Einzelheiten des Türblattes auf diese
Druckschriften verwiesen. Das Gegenlager wird im Folgenden Schlossgegenlager 22 bezeichnet.
[0064] Das zweite Zargenteil 14, welches einzeln in den Fig. 19 bis 21 dargestellt ist,
ist in dem dargestellten Beispiel ein gegenbandseitiges Zargenteil, welches im Wesentlichen
eine Abdeckfunktion, aber keine Haltefunktion ausübt und einen Einsteckbereich 24
aufweist, der in einen Schlitz 26 an dem ersten Zargenteil einführbar ist. Der Schlitz
26 ist Teil der Klemmverbindung 16.
[0065] Die Hinterfütterungsvorrichtung 18 dient zum Hinterfüttern der Umfassungszarge 10,
um so die Umfassungszarge 10 fest und spielfrei mit einem Wandbereich zu verbinden.
Hierzu weist die Hinterfütterungsvorrichtung 18 wenigstens ein erstes Abstandshalteelement
28 und gegebenenfalls wenigstens ein zweites Abstandshalteelement 30 zum Überbrücken
eines Abstandes zwischen einem Zargenholm 32 der Umfassungszarge 10 und dem Wandbereich
auf. Je nach Größe des Abstandes werden mehr oder weniger Abstandshalteelemente 28,
30 eingesetzt.
[0066] An dem ersten Abstandshalteelement 28, welches im Detail und einzeln in den Fig.
10 bis 17 dargestellt ist, ist eine Klemmlasche 34 ausgebildet, um die Klemmverbindung
16 zu bilden.
[0067] Das erste und das zweite Abstandshaltelement 28, 30 sind vorzugsweise zum Durchgreifen
eines Schraubbefestigers ausgebildet, so dass durch Anziehen des Schraubbefestigers
die Abstandshaltelelemente 28, 30 zusammengedrückt werden. Das zweite Abstandshalteelement
30 weist vorzugsweise einen Klemmbackenbereich 31 auf, der sich auf der Klemmlasche
34 abstützt und diese fest gegen den Einsteckbereich 24 drücken kann.
[0068] Wie am besten aus Fig. 1 ersichtlich, weist das erste Zargenteil 12 mehrere erste
Zargenteilstäbe 36, 38, 40 auf, um so einen wenigstens dreiseitigen Rahmen zu bilden.
Insbesondere sind ein bandseitiger erster Zargenteilstab 36, ein horizontal oben anzuordnender
oberer erster Zargenteilstab 38 und ein schlossseitiger erster Zargenteilstab 40 vorgesehen.
Alle erste Zargenteilstäbe 36, 38, 40 sind aus einem Metallprofil, insbesondere Stahlprofil
gebildet, dessen Profilkontur insbesondere aus Fig. 7, 8 und 23 ersichtlich ist. Demnach
ist als Grundform eine Z-Form vorgesehen, wobei Endkantenbereiche 42 zurückgebogen
sind. Durch die Z-Form wird ein Anschlagfalz 44 zum Aufnehmen des geschlossenen Türblattes
gebildet. An einer ersten Flanke 46 des Anschlagfalzes 44 sind bei den beiden vertikal
anzuordnenden ersten Zargenteilstäben 36, 40 über die Länge derselben verteilt eine
Reihe von Befestigeraufnahmen 48 vorgesehen. An der zweiten Flanke 50 des Anschlagfalzes
44 ist eine Dichtungsnut 52 für eine Türdichtung (nicht dargestellt) ausgebildet.
[0069] Die Befestigeraufnahmen 48 weisen teils schräg ausgebildete napfförmige Vertiefungen
54 zur vollständigen Aufnahme von Schraubköpfen von Schraube-Dübel-Befestiger (nicht
dargestellt) auf. Für nähere Einzelheiten zu diesen Vertiefungen 54 und die Befestiger
wird auf die
DE102009057037A1 und die
DE202009001225U1 verwiesen. Insbesondere lässt sich die napfförmige Vertiefung 54 (nach Festziehen
des Befestigers) mit einer in Fig. 8 angedeuteten Abdeckkappe 53 derart abdecken,
dass die Abdeckkappe 53 bündig mit der Fläche der ersten Flanke 46 abschließt. So
ist eine optisch hochwertige verdeckte Montage erreichbar.
[0070] Wie insbesondere aus Fig. 1 bis 4 ersichtlich weist die Hinterfütterungsvorrichtung
18 bei dem hier dargestellten Beispiel jeweils pro Befestigeraufnahme 48 ein erstes
Abstandshalterelement 28 und gegebenenfalls ein oder mehrere zweite Abstandshalteelemente
30 auf. Wie aus Fig. 7 und 8 ersichtlich stützen sich die Abstandshalterelemente 28,
30 im befestigten Zustand auf Abstützlaschen 56 auf, wie sie näher in der
DE102009057037A1 beschrieben und gezeigt sind. Es wird für weitere Einzelheiten zur Ausbildung, Funktion
und Montage der Abstützlaschen ausdrücklich auf diese Druckschrift verwiesen.
[0071] Die zweiten Abstandshalteelemente 30 sind so ausgebildet, wie dies genauer in der
DE102009057040A1 beschrieben und gezeigt ist. Demnach sind die zweiten Abstandshalteelemente 30 als
Platten ausgebildet, die an einem Ende eine langlochförmige Ausnehmung haben, mit
der sie von der Seite her auf einen vorbefestigten Schaft des Schraube-Dübel-Befestigers
aufgeschoben und verklemmt werden können, wobei ein Anti-Verkippungsanschlag gegen
seitliches Verkippen vorgesehen ist. Die zweiten Abstandshalteelemente 30 sind stabiler
als die Klemmlasche 34 ausgebildet. Insbesondere sind die zweiten Abstandshalteelemente
30 als Blechplatten mit einer Blechdicke ausgebildet, die wesentlich dicker als die
Dicke der Klemmlasche ist. Die Konturen der Abstandshalteelemente 28, 30 an einem
zweiten Ende 76 sind identisch oder vergleichbar zueinander. An einem ersten Ende
74, wo das erste Abstandshalteelement 28 die Klemmlasche 34 aufweist, ist das zweite
Abstandshalteelement etwas kürzer, aber doch so lang ausgebildet, dass dieses Ende
als Klemmbackenbereich 31 zum Stützen der Klemmlasche 34 dienen kann.
[0072] Ein Ausführungsbeispiel für das erste Abstandshalteelement 28 wird im Folgenden anhand
der Fig. 10 bis 18 näher erläutert.
[0073] Das erste Abstandshalteelement 28 wird aus einem Blechstück 58 hergestellt, wie es
in Fig. 18 dargestellt ist. Das Blechstück 58 ist aus einem Blech mit einer Blechdicke
gestanzt, die vergleichbar zu der Dicke des Einsteckbereichs 24 des zweiten Zargenteils
14 ist. Insbesondere entspricht die Blechdicke des Blechstücks der 0,9fachen bis 1,1
fachen Dicke des Einsteckbereichs 24. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung, bei der
sich der Einsteckbereich 24 besonders gut durch Festziehen der Schraube-Dübel-Befestiger
fester festklemmen lässt, ist die Dicke des Einsteckbereichs 24 genau gleich oder
geringfügig größer als die Blechdicke des Blechstücks 58.
[0074] Das Blechstück 58 hat einen länglichen rechteckigen Hauptkörper 60 und einen versetzt
zu der Mitte angeordneten seitlichen rechteckigen Vorsprung 62. Entlang einer strichpunktiert
dargestellten Quermittellinie durch den Vorsprung 62 wird das Blechstück 58 vollständig
U-förmig umgebogen, so dass eine Umbiegung 64 mit einem längeren Schenkel 66 und einem
kürzeren Schenkel 68 entsteht.
[0075] Der vorstehende Bereich des längeren Schenkels 68 bildet die Klemmlasche 34.
[0076] Bevorzugt wird der vorstehende Bereich des längeren Schenkels 68 auf die Seite des
kürzeren Schenkels 66 hin gebogen, so dass die Klemmlasche 34 im unbelasteten Zustand
schräg hin auf die Seite des kürzeren Schenkels 66 zu verläuft. Die freie Endkante
des längeren Schenkels 68 wird vorzugsweise in die entgegengesetzte Richtung, von
dem kürzeren Schenkel 66 weg, gebogen. Dadurch entsteht an einem ersten freien Ende
74 des ersten Abstandshalteelements 28 eine Einführschräge 70 zum Einführen des Einsteckbereichs
24.
[0077] Die Endkante des kürzeren Schenkels 66 bildet einen Anschlag 72 für den Einsteckbereich
24.
[0078] Durch die Umbiegung 64 ist das erste Abstandshalteelement 28 an dem zweiten freien
Ende doppellagig ausgebildet und in diesem Bereich sehr stabil. Dieser doppellagige
Bereich wird so ausgestanzt, dass eine Öffnung 78 zum Durchgreifen des Befestigers
entsteht. Die Öffnung 78 ist als Langloch 80 ausgebildet, das an dem zweiten freien
Ende 76 offen ist. Dieses offene Ende des Langloches ist von dem außen nach innen
hin konisch verjüngt ausgebildet, so dass eine trichterförmige Einführöffnung 82 ausgebildet
ist. An dem anderen Ende ist das Langloch 80 mit einem runden Abschluss 84 versehen.
[0079] Der seitliche Vorsprung 62 bildet einen Anti-Verkippungsanschlag 86.
[0080] Das zweite Zargenteil 14 ist näher in Fig. 1 zusammen mit dem ersten Zargenteil 12
und in den Fig. 19 bis 21 alleine dargestellt. Es weist mehrere zweite Zargenteilstäbe
88, 90, 92 auf, die an den Eckbereichen mit einer Eckschraubverbindung 94 verbunden
sind und so einen wenigstens dreiseitigen Rahmen bilden.
[0081] Die zweiten Zargenteilstäbe 88, 90, 92 sind aus einem Metallprofil, insbesondere
Stahlprofil, gebildet, dessen Profilform am besten der Fig. 9 entnehmbar ist. Demnach
weist das Profil eine L-Form mit einem langen L-Schenkel 94, einem kurzem L-Schenkel
96 und einem zusätzlichen rechtwinklig zurückgebogenen Endflansch 98 an dem kurzen
L-Schenkel 96 auf (Anders ausgedrückt ist das Profil etwa U-Förmig mit zwei U-Schenkeln
94, 98 und einem Steg 96 dazwischen, wobei der eine U-Schenkel 94 wesentlich länger
als der andere U-Schenkel 98 ist.).
[0082] Der kurze L-Schenkel 96 hat die Funktion eines Zargenspiegels, während der Endbereich
des langen L-Schenkels 94 den Einsteckbereich 24 bildet.
[0083] Der Einsteckbereich 24 des bandseitigen zweiten Zargenteilstabs 90 lässt sich mittels
der Klemmverbindung 16 mit dem bandseitigen ersten Zargenteilstab 36 zu einem in seiner
Maulweite durch Relativverschiebung der Zargenteilstäbe 90, 36 einstellbaren bandseitigen
Zargenholm 32a der Umfassungszarge 10 zusammensetzen. Entsprechend bilden der obere
erste Zargenteilstab 38 und der oberer zweite Zargenteilstab 90 zusammen einen oberen
Zargenholm 32b und der gegenbandseitige erste Zargenteilstab 40 und der gegenbandseitige
zweite Zargenteilstab 92 zusammen einen gegenbandseitigen Zargenholm 32c.
[0084] Die Klemmverbindung 16 wird dabei durch die an den vertikalen ersten Zargenteilstäben
36, 40 angeordneten ersten Abstandshalteelemente 28, genauer deren Klemmlaschen 34
und den benachbarten Profilbereich der vertikalen ersten Zargenteilstäbe 36, 40 gebildet.
Zwischen der Klemmlasche 34 und diesen benachbarten Profilbereichen ist, siehe Fig.
7 und 8, der Schlitz 26 mit der Einführschräge 70 ausgebildet.
[0085] Bei der Montage der Umfassungszarge 10 wird wie folgt vorgegangen. In Fig. 22 und
23 ist der erste Zargenteil 12 mit über Eck verbundenen ersten Zargenteilstäben 36,
38, 40 mit Brandschutzstreifen 100 aus intumeszierendem Material und wenigstens einem
stabilisierenden unteren Metallprofil 110 (hier gebildet durch ein erstes und zweites
Winkelblechprofil) dargestellt. Auf der jeweils nach außen gerichteten Seite der vertikalen
Zargenteilstäbe werden pro zu verwendender Befestigeraufnahme 48 (es können alle Befestigeraufnahmen
48 oder je nach statischer Anforderung, auch im Brandfall auch nur ein Teil der Befestigeraufnahmen
verwendet werden) je eine Abstützlasche 56 eingeklippst. Dies kann bereits werkseitig
vorbereitet sein. Der so gebildete Rahmen des ersten Zargenteils wird in die durch
die Feuerschutztür zu verschließende Bauwerksöffnung gestellt, und es werden an den
zu verwendenden Befestigeraufnahmen 48 Schraube-Dübel-Befestiger in den Wandbereich
schräg eingebracht, zunächst jedoch nur vorbefestigt und noch nicht festgezogen.
[0086] Anschließend wird als erstes das erste Abstandshalteelement 28 mit seiner Öffnung
78 auf den Schaft des Befestigers von der Seite aus aufgeschoben, bis der Anti-Verkippungsanschlag
86 an den Zargenspiegel der Z-Form innen anschlägt, siehe Fig. 7 und 8.
[0087] Das erste Abstandshalteelement 28 kann so auf den Schaft des vorbefestigten Befestigers
aufgeschoben werden, wie dies für die zweiten Abstandhalter in der
DE102009057040A1 beschrieben und gezeigt ist. Das erste Abstandshalteelement 28 wird dabei als erstes
Element auf den Schaft aufgeschoben. Falls noch ein weiterer Abstand zwischen dem
Metallprofil des entsprechenden Zargenteilstabes 36, 40 und dem Wandbereich zu überbrücken
ist, kann noch ein zweites Abstandshalteelement 30 aufgeschoben werden, wie dies in
Fig. 7 und 8 angedeutet ist, gegebenenfalls sind mehrere zweite Abstandshalteelemente
30 zu verwenden.
[0088] Bei einer möglichen Vorgehensweise wird die Schraube des Befestigers festgezogen,
wodurch die Abstandshalter 28, 30 aufeinandergedrückt werden und den jeweiligen ersten
Zargenteilstab 36, 40 hinterfüttern. Dabei liegt der zweite Abstandshalter 30 auf
dem doppellagigen Ende des ersten Abstandshalter 28 auf. Die Dicken der Schenkel 66,
68 ist dabei so gewählt, dass an dem einlagigen Bereich des anderen Endes zwischen
der schrägen Klemmlasche 34 und der Abstützlasche 56 der Schlitz 26 so gebildet wird,
dass ein Einstecken des Einsteckbereichs unter elastischer Klemmwirkung noch möglich
ist.
[0089] In diesen Schlitz 26 werden an beiden vertikalen Seiten die Einsteckbereiche 24,
d.h. die langen L-Schenkel 64, der vertikalen zweiten Zargenteilstäbe 88, 92 des zweiten
Zargenteils 14 über die Einführschräge eingeführt und entsprechend der gewünschten
Maulweite mehr oder weniger eingeschoben. Die maximale Einschiebtiefe ist dabei durch
den Anschlag 72 begrenzt.
[0090] Bei dieser Vorgehensweise wird die Klemmkraft der Klemmverbindung 16 im Wesentlichen
durch die Elastizität der Klemmlasche 34 ausgeübt. Da das zweite Zargenteil 14 im
Wesentlichen nur eine Abdeckfunktion erfüllt, ist dies für viele Fälle ausreichend.
[0091] Bei einer anderen möglichen Vorgehensweise wird der Einsteckbereich 24 noch eingesteckt,
bevor die Schraube-Dübel-Befestiger vollständig festgezogen werden. Bei dieser Verfahrensweise
sind die Dimensionen und Dicken vorzugsweise so gewählt, dass sich die Klemmverbindung
über Wirkung der Klemmbacke 31 des zweiten Abstandshalteelements 30 in ihrer Klemmkraft
verstärken lässt. Somit wird der Schraubbefestiger gleichzeitig als Spannschraube
zum Festspannen des zweiten Zargenteils 14 an dem ersten Zargenteil 12 verwendet.
[0092] Wie aus den Fig. 7 und 8 ersichtlich ist dabei an einem auf der Gegenbandseite ausgebildeten
Eckbereich 102 der Umfassungszarge 10 eine Stufe 104 ausgebildet, deren erste Stufenflanke
106 durch den ersten Zargenteilstab 36, 40 und deren zweite Stufenflanke 108 durch
den zweiten Zargenteilstab 88, 92 gebildet ist. Dadurch, dass die Klemmverbindung
16 am Grund einer Stufe 104 ausgebildet ist, ist ein ansprechendes Design erreichbar,
und man sieht der Zarge von außen nicht an, dass es sich um eine Spezialzarge mit
einstellbarer Maulweite handelt.
[0093] Mit der hier dargestellten Hinterfütterungsvorrichtung 18 und der damit versehenen
Umfassungszarge 10 kann mit einfachen konstruktiven Maßnahmen unter Verwendung einer
Gleichteilestrategie und Benutzung vieler gleicher Teile wie für andere Zargen eine
optisch ansprechende Umfassungszarge 10 mit einstellbarer Maulweite M erreicht werden,
die ohne nachträgliche Mörtelarbeiten auskommt und somit trocken befestigt werden
kann und die dennoch alle Anforderungen, insbesondere hinsichtlich der Festigkeit,
für Feuerschutztürzargen erfüllt.
Bezugszeichenliste:
[0094]
- 10
- Umfassungszarge
- 12
- erstes Zargenteil
- 14
- zweites Zargenteil
- 16
- Klemmverbindung
- 18
- Hinterfütterungsvorrichtung
- 20
- Türband
- 22
- Schlossgegenlager
- 24
- Einsteckbereich
- 26
- Schlitz
- 28
- erstes Abstandhalteelement
- 30
- zweites Abstandshalteelement
- 31
- Klemmbackenbereich
- 32a
- bandseitiger Zargenholm
- 32b
- oberer Zargenholm
- 32c
- gegenbandseitiger Zargenholm
- 34
- Klemmlasche
- 36
- bandseitiger erster Zargenteilstab
- 38
- oberer erster Zargenteilstab
- 40
- gegenbandseitiger erster Zargenteilstab
- 42
- Endkantenbereich
- 44
- Anschlagfalz
- 46
- erste Flanke
- 48
- Befestigeraufnahme
- 50
- zweite Flanke
- 52
- Dichtungsnut
- 53
- Abdeckkappe
- 54
- napfförmige Vertiefung
- 56
- Abstützlasche
- 58
- Blechstück
- 60
- Hauptkörper des Blechstücks
- 62
- seitlicher Vorsprung des Blechstücks
- 64
- Umbiegung
- 66
- kürzerer Schenkel
- 68
- längerer Schenkel
- 70
- Einführschräge
- 72
- Anschlag
- 74
- erstes freies Ende
- 76
- zweites freies Ende
- 78
- Öffnung
- 80
- Langloch
- 82
- trichterförmige Einführöffnung
- 84
- runder Abschluss
- 86
- Anti-Verkippungsanschlag
- 88
- bandseitiger zweiter Zargenteilstab
- 90
- oberer zweiter Zargenteilstab
- 92
- gegenbandseitiger zweiter Zargenteilstab
- 94
- langer L-Schenkel
- 96
- kurzer L-Schenkel
- 98
- Endflansch
- 100
- Brandschutzstreifen
- 102
- Eckbereich der Umfassungszarge
- 104
- Stufe
- 106
- erste Stufenflanke
- 108
- zweite Stufenflanke
- 110
- unteres Metallprofil
- M
- Maulweite
- R
- Radius (Rundung)
1. Hinterfütterungsvorrichtung (18) zur Hinterfütterung einer Umfassungszarge (10) mit
einstellbarer Maulweite (M), welche Umfassungszarge (10) einen ersten Zargenteilstab
(36, 40) und einen zweiten Zargenteilstab (88, 92) aufweist, wobei die Zargenteilstäbe
(36, 40; 88, 92) zur Umfassung eines eine Bauwerksöffnung berandenden Wandbereichs
ausgebildet sind und zur Einstellung einer Maulweite verschiebbar aneinander angreifen,
wobei die Hinterfütterungsvorrichtung (18) wenigstens ein Abstandshalteelement (28,
30) umfasst, das eine Öffnung zum Durchgreifen eines Befestigers, mittels dem der
erste Zargenteilstab (36, 40) an dem Wandbereich zu befestigen ist, aufweist und zur
Aufrechterhaltung eines Abstandes zwischen dem ersten Zargenteilstab (36, 40) und
dem Wandbereich ausgebildet ist,
wobei an dem Abstandshalterelement (28) oder an wenigstens einem (28) von mehreren
Abstandshalterelementen (28, 30) eine Klemmlasche (34) ausgebildet ist, die zum verschiebbaren
Festklemmen eines Flansches (96) oder Einsteckbereichs (24) des zweiten Zargenteilstabes
(88, 92) an dem ersten Zargenteilstab (36, 40) ausgebildet ist.
2. Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmlasche (34) an einem ersten Ende des Abstandshalteelements (28) ausgebildet
ist, wobei das Abstandshalteelement (28) an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden
zweiten Ende eine Umbiegung (64) aufweist, so dass das Abstandshalteelement (28) im
Bereich des zweiten Endes mehrlagig ausgebildet ist.
3. Hinterfütterungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein zu dem ersten Ende hin gerichteter Endbereich der Umbiegung (64) als Anschlag
(72) für den Flansch oder den Einsteckbereich (24) ausgebildet ist.
4. Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein erster Schenkel (68) der Umbiegung (64), an dem die Klemmlasche (34) ausgebildet
ist, länger ist als ein zweiter Schenkel (66) der Umbiegung (64).
5. Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der die Klemmlasche (34) bildende Bereich des ersten Schenkels (68) im unbelasteten
Zustand auf die Seite des zweiten Schenkels (66) hin schräg verläuft.
6. Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnung (78) an einer Seite des Abstandshalteelements (28) offen ist, so dass
das Abstandshalteelement (28) auf einen Schaft des an dem ersten Zargenteilstab (36,
40) vorbefestigten Befestigers aufschiebbar ist.
7. Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmlasche (34) an einem ersten Ende des Abstandshalteelements (28) ausgebildet
ist, wobei die Öffnung (78) an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten Ende
ausgebildet ist.
8. Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmlasche (34) an einem ersten Ende des Abstandshalteelements (28) ausgebildet
ist, wobei das Abstandshalteelement an einem dem ersten Ende gegenüberliegenden zweiten
Ende einen Anti-Verkippungsanschlag (86) aufweisen, der bei Benutzung an einer Innenseite
des ersten Zargenteilstabes (36, 40) anschlägt, um einem Verkippen des Abstandshalteelements
(28) um den Befestiger herum entgegenzuwirken.
9. Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass an einem freien Ende der Klemmlasche (34) eine Einführschräge (70) ausgebildet ist.
10. Umfassungszarge (10) mit einstellbarer Maulweite (M), umfassend einen ersten Zargenteilstab
(36, 40) und zweiten Zargenteilstab (88, 92), wobei die Zargenteilstäbe (36, 40) zur
Umfassung eines eine Bauwerksöffnung berandenden Wandbereichs ausgebildet sind und
zur Einstellung einer Maulweite verschiebbar zueinander aneinander angreifen, gekennzeichnet durch eine Hinterfütterungsvorrichtung (18) nach einem der voranstehenden Ansprüche.
11. Umfassungszarge (10) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Eckbereich der Umfassungszarge (10) eine Stufe ausgebildet ist, deren erste
Stufenflanke durch den ersten Zargenteilstab (36, 40) und deren zweite Stufenflanke
durch den zweiten Zargenteilstab (88, 92) gebildet ist.
12. Umfassungszarge (10) nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umfassungszarge (10) als Umfassungszarge für Feuerschutztüren ausgebildet ist.
13. Feuerschutztür umfassend ein Türblatt und eine Zarge,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Zarge eine Umfassungszarge (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12 ist oder
b) dass die Zarge eine Umfassungszarge (10) mit einstellbarer Maulweite ist, die einen ersten
Zargenteilstab (36, 40) und zweiten Zargenteilstab (88, 92) aufweist, wobei die Zargenteilstäbe
zur Umfassung eines eine Bauwerksöffnung berandenden Wandbereichs ausgebildet sind
und zur Einstellung einer Maulweite verschiebbar zueinander aneinander angreifen und
dass die Feuerschutztür weiter einen Satz von Befestigern und eine Hinterfütterungsvorrichtung
(18) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweist.
14. Verwenden eines Abstandshalterelements (28), welches einen dickeren Bereich mit einer
Öffnung (78) zum Durchgreifen eines Befestigers und einen dünneren Bereich zum Bilden
einer Klemmlasche (34) aufweist, als erster Abstandshalter zur Hinterfütterung eines
bandseitigen Zargenteils (12) einer Umfassungszarge (10) mit einstellbarer Maulweite
für eine Feuerschutztür, wobei in einen Schlitz (26) zwischen der Klemmlasche (34)
und einem Profilbereich oder einem Abstützelement (56) des bandseitigen Zargenteils
(12) ein Einsteckbereich (24) eines gegenbandseitigen Zargenteils (14) der Umfassungszarge
(10) zur Einstellung der Maulweite verschiebbar einsteckbar ist.
15. Verfahren zur Montage einer Umfassungszarge (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
umfassend die Schritte:
a) lockeres Vorbefestigen eines als bandseitiger Zargenteilstab zu verwendenden ersten
Zargenteilstabes (36, 40) mittels mehrerer Befestiger an einem Wandbereich;
b) Hinterfüttern des ersten Zargenteilstabes (36, 40) mit einer Hinterfütterungsvorrichtung
(18) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei an wenigstens einigen der Befestigungsstellen
das mit der Klemmlasche (34) ausgebildete Abstandshalteelement (28) auf einen Schaft
des Befestigers aufgeschoben wird und gegebenenfalls weitere Abstandshalteelemente
(30) ohne Klemmlasche aufgeschoben werden, bis der erste Zargenteilstab (36, 40) mit
dem erwünschten Abstand zum Wandbereich hinterfüttert ist;
c) Einschieben eines Einsteckbereichs (24) des als gegenbandseitigen Zargenteilstab
zu verwendenden zweiten Zargenteilstabs (88, 92), um die erwünschte Maulweite zu erreichen,
d) Befestigen der Befestiger, so dass der erste Zargenteilstab (36, 40) fest auf der
Hinterfütterungsvorrichtung (18) aufliegt.