[0001] Die Erfindung betrifft eine Anwerfvorrichtung für einen Verbrennungsmotor der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 und im Oberbegriff des Anspruchs 11 angegebenen Gattung
sowie ein rückengetragenes Arbeitsgerät mit einem Verbrennungsmotor und mit einer
Anwerfvorrichtung.
[0002] Aus der
JP 2009-189303 A ist ein rückengetragenes Sprühgerät bekannt, das von einem Verbrennungsmotor angetrieben
ist. Der Verbrennungsmotor ist über eine Anwerfvorrichtung zu starten, die ein Anwerfseil
umfasst. Das Anwerfseil ist von dem an einer Rückentrage angeordneten Verbrennungsmotor
seitlich und nach vom in den Bereich der Rückenplatte der Rückentrage geführt. Der
Anwerfgriff ragt nach vorn an die Seite des Bedieners. Das Anwerfseil ist benachbart
zum Anwerfgriff an einem Schwenklager geführt. Durch Verstellung des Schwenklagers
lässt sich die Ausrichtung des Anwerfgriffs ändern. Der konstruktive Aufbau ist vergleichsweise
aufwändig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anwerfvorrichtung für einen Verbrennungsmotor
zu schaffen, die einen einfachen Aufbau besitzt und ein komfortables Anwerfen des
Verbrennungsmotors bei unterschiedlichen Ausrichtungen des Anwerfgriffs ermöglicht.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein rückengetragenes Arbeitsgerät
mit einem Verbrennungsmotor und mit einer Anwerfvorrichtung bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird bezüglich der Anwerfvorrichtung durch eine Anwerfvorrichtung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 oder durch eine Anwerfvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 11 gelöst. Bezüglich des rückengetragenen Arbeitsgeräts wird die Aufgabe
durch ein rückengetragenes Arbeitsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
[0005] An der Seilaustrittsöffnung ist ein Führungselement angeordnet, das das Anwerfseil
in der Seilaustrittsöffnung hält. Die Seilführung umfasst mindestens eine Umlenkrolle,
und die Seilaustrittsöffnung ist entlang eines Umfangsabschnitts der Umlenkrolle der
Seilführung angeordnet. Die Seilaustrittsöffnung erstreckt sich entlang des Umfangsabschnitts
über einen Umfangswinkel der Umlenkrolle von mindestens 60°. Der Umfangswinkel beträgt
vorteilhaft mehr als 90°, zweckmäßig mehr als 100°, insbesondere mehr als 110°, bevorzugt
mehr als 120°.
[0006] Dadurch, dass die Seilaustrittsöffnung entlang eines Umfangsabschnitts einer Umlenkrolle
angeordnet ist und sich über einen Umfangswinkel von mindestens 60° erstreckt, kann
die Ausrichtung des Anwerfseils in der Seilaustrittsöffnung durch einfaches Bewegen
des Anwerfgriffs in die entsprechende Richtung geändert werden. Dadurch kann die Längsmittelachse
des Anwerfgriffs unterschiedliche Winkel gegenüber einem Gehäuse der Anwerfvorrichtung
einnehmen. Ein aufwändiges Drehlager für das Anwerfseil kann entfallen. Die Umlenkung
des Anwerfseils wird über die Umlenkrolle und die entsprechend angeordnete und dimensionierte
Seilaustrittsöffnung erreicht.
[0007] Die Erstreckung der Seilaustrittsöffnung entlang des Umfangsabschnitts ist dabei
vorteilhaft eine Erstreckung radial unmittelbar am Umfang der Umlenkrolle der Seilführung
oder eine Anordnung der Seilaustrittsöffnung, bei der die Seilaustrittsöffnung zum
Umfang der Umlenkrolle einen radialen Abstand besitzt, der höchstens dem Doppelten
des Durchmessers, vorzugsweise höchstens dem Durchmesser der Umlenkrolle entspricht.
[0008] Vorteilhaft begrenzt das Führungselement die Seilaustrittsöffnung mindestens teilweise.
Die Seilaustrittsöffnung erstreckt sich vorteilhaft über eine parallel zur Achse der
Umlenkrolle gemessene Breite, die vorteilhaft der 1fachen bis 3 fachen Breite der
Umlenkrolle entspricht. Die Breite der Seilaustrittsöffnung ist bevorzugt kleiner
als die Breite der der Seilaustrittsöffnung zugewandten Unterseite des Anwerfgriffs,
so dass sich der Anwerfgriff in axialer Richtung mit seiner Unterseite beidseitig
des Anwerfseils auf dem Führungselement abstützen kann. Die Seilaustrittsöffnung erstreckt
sich vorteilhaft entlang des Umfangs der Umlenkrolle über eine Länge, die größer als
die Ausdehnung des Anwerfgriffs an der Unterseite ist. Dadurch kann sich der Anwerfgriff
in Umfangsrichtung mit seiner Unterseite nicht oder nur einseitig auf dem Führungselement
abstützen. Die Länge der Seilaustrittsöffnung ist vorteilhaft mindestens 3mal so groß
wie die parallel zur Achse der Umlenkrolle gemessene Breite der Seilaustrittsöffnung.
Die Seilaustrittsöffnung setzt sich entlang ihrer Länge bevorzugt aus mindestens zwei
Abschnitten zusammen, die winklig zueinander stehen. Der am Ort der Umlenkrolle in
Blickrichtung der Achse der Umlenkrolle gemessene Winkel beträgt vorteilhaft weniger
als 120°, insbesondere weniger als 90°, bevorzugt weniger als 70°, insbesondere etwa
60°. Der Anwerfgriff besitzt vorteilhaft eine erste Anwerfposition, in der der Anwerfgriff
in einer ersten Endlage an der Seilaustrittsöffnung angeordnet ist, und eine zweite
Anwerfposition, in der der Anwerfgriff in einer zweiten Endlage an der Seilaustrittsöffnung
angeordnet ist. In der ersten Endlage des Anwerfgriffs ist die Unterseite des Anwerfgriffs
vorteilhaft an einem anderen der beiden winklig zueinander angeordneten Abschnitte
angeordnet als in der zweiten Endlage.
[0009] Vorteilhaft liegt der Anwerfgriff bei unbetätigter Anwerfvorrichtung am Führungselement
an. Die zur Anlage des Anwerfgriffs am Führungselement benötigte Kraft in Richtung
des Anwerfseils wird bevorzugt durch eine Rückholfeder der Anwerfvorrichtung aufgebracht,
die den Anwerfgriff gegen das Führungselement zieht. In vorteilhafter Gestaltung ist
das Führungselement durch ein Gehäuse der Anwerfvorrichtung gebildet. Vorteilhaft
ist der Anwerfgriff dabei in Querrichtung des Umfangsabschnitts nicht formschlüssig
an dem Führungselement gehalten, sondern in Richtung einer Achse des Umlenkelements
gegenüber dem Führungselement verschiebbar. Dadurch kann der Anwerfgriff seitlich
ausweichen, beispielsweise, wenn ein Bediener am Anwerfgriff hängen bleibt, wodurch
die Kräfte nicht in die Seilführung eingeleitet werden können. Dadurch werden Beschädigungen
der Seilführung vermieden.
[0010] Eine einfache Gestaltung ergibt sich, wenn das Führungselement mindestens teilweise
von einem Drahtring gebildet ist. Dadurch kann eine einfache und haltbare, verschleißarme
Gestaltung erreicht werden. Der Drahtring muss dabei keine kreisförmige Gestalt aufweisen
und ist insbesondere als offener, vorzugsweise als geschlitzter Drahtring ausgebildet.
Der Drahtring ist vorteilhaft in einem Gehäuse der Anwerfvorrichtung fixiert. Besonders
bevorzugt ist der Drahtring in einem Gehäuse der Anwerfvorrichtung eingeklipst. Das
Gehäuse der Anwerfvorrichtung besteht dabei bevorzugt aus einem Kunststoff, so dass
sich ein geringes Gewicht des Gehäuses ergibt.
[0011] Um zu vermeiden, dass das Anwerfseil seitlich von der Umlenkrolle rutschen oder sich
zwischen Führungselement und Umlenkrolle an der Seitenfläche der Umlenkrolle einklemmen
kann, ist vorteilhaft vorgesehen, dass ein parallel zur Achse der Umlenkrolle gemessener
Abstand zwischen dem Führungselement und der Seitenfläche der Umlenkrolle kleiner
als der Durchmesser des Anwerfseils ist. Der Abstand ist insbesondere kleiner als
der halbe Durchmesser des Anwerfseils. Die Umlenkrolle kann drehfest an einem Anwerfergehäuse
der Anwerfvorrichtung fixiert oder einteilig mit der Anwerfvorrichtung ausgebildet
sein. Um eine möglichst geringe Reibung zwischen dem Anwerfseil und der Umlenkrolle
zu erreichen, ist die Umlenkrolle bevorzugt um ihre Achse drehbar gelagert. Die Drehlagerung
für die Umlenkrolle ist einfach auszubilden und bedingt nur einen geringen konstruktiven
Aufwand. Gleichzeitig kann die Reibung zwischen Anwerfseil und Umlenkrolle deutlich
verringert werden. Dadurch werden die Anwerfkräfte, die zum Anwerfen des Verbrennungsmotors
benötigt werden, verringert.
[0012] Vorteilhaft besitzt die Seilführung eine zweite Umlenkrolle, über die das Anwerfseil
geführt ist, wobei die zweite Umlenkrolle an einem Seilabschnitt zwischen der Seilrolle
und der ersten Umlenkrolle anliegt. Durch die Anordnung mindestens einer zweiten Umlenkrolle
kann das Anwerfseil auch über einen größeren Abstand zwischen der Seilrolle und der
Seilaustrittsöffnung sicher geführt werden. Dadurch kann auf einfache Weise eine geeignete,
für den Bediener ergonomische Position der Seilaustrittsöffnung erreicht werden. Vorteilhaft
ist die Achse der zweiten Umlenkrolle senkrecht zur Achse der ersten Umlenkrolle angeordnet.
Über die beiden Umlenkrollen werden dadurch die Umlenkungen um zwei senkrecht zueinander
stehende Raumachsen realisiert. Dadurch werden eine definierte Umlenkung und eine
gute Führung des Anwerfseils an den Umlenkrollen ermöglicht. Bevorzugt umfasst die
Seilführung eine dritte Umlenkrolle, die an einem Seilabschnitt zwischen der Seilrolle
und der zweiten Umlenkrolle am Anwerfseil anliegt. Die dritte Umlenkrolle ist dabei
vorteilhaft eine benachbart zur Seilrolle der Anwerfvorrichtung angeordnete Umlenkrolle.
Zwischen der zweiten Umlenkrolle und der dritten Umlenkrolle können bei Bedarf weitere
Umlenkrollen vorgesehen sein.
[0013] Die Seilführung ist vorteilhaft mindestens teilweise in einem auskragenden Arm eines
Anwerfergehäuses angeordnet. Die Anwerfvorrichtung ist vorteilhaft als Modul ausgebildet.
Demnach sind alle Komponenten der Anwerfvorrichtung einschließlich der Seilführung
so miteinander verbunden, dass sie eine Baugruppe bilden. Dadurch kann die gesamte
Anwerfvorrichtung als Modul an einem Arbeitsgerät montiert oder von einem Arbeitsgerät
demontiert werden. Dabei ist in dem Modul die Lage der Seilaustrittsöffnung gegenüber
den weiteren Komponenten der Anwerfvorrichtung konstruktiv festgelegt. Die Lage der
Seilaustrittsöffnung gegenüber den weiteren Komponenten der Anwerfvorrichtung ist
dabei vorteilhaft nicht verstellbar. Die Verstellung der Lage des Anwerfgriffs an
der Seilaustrittsöffnung erfolgt durch Änderung der Lage des Handgriffs gegenüber
der Seilaustrittsöffnung und nicht durch Änderung der Lage der Seilaustrittsöffnung
gegenüber anderen Komponenten der Anwerfvorrichtung. Eine einfache Gestaltung ergibt
sich, wenn die Anwerfvorrichtung ein Anwerfergehäuse besitzt, an dem alle Komponenten
der Anwerfvorrichtung gehalten sind. Das Anwerfergehäuse muss dabei kein geschlossenes
Gehäuse sein, sondern kann teilweise offen sein und insbesondere zur Verbindung mit
einem Gehäuse des Arbeitsgeräts, beispielsweise einem Motorgehäuse des Arbeitsgeräts,
vorgesehen sein. Die Lage der Seilaustrittsöffnung ist vorteilhaft an dem Anwerfergehäuse
konstruktiv fest vorgegeben. Dadurch kann auf einfache Weise die Lage der Seilaustrittsöffnung
gegenüber den weiteren Komponenten der Anwerfvorrichtung vorgegeben werden.
[0014] Vorteilhaft ist die Anwerfvorrichtung so ausgebildet, dass der Anwerfgriff in unbetätigter
Stellung immer in der gleichen Lage angeordnet ist, so dass der Bediener intuitiv
den Anwerfgriff in dieser Lage greifen kann. Der Anwerfgriff besitzt vorteilhaft eine
erste Anwerfposition, in der der Anwerfgriff in einer ersten Endlage an der Seilaustrittsöffnung
angeordnet ist, sowie eine zweite Anwerfposition, in der der Anwerfgriff in einer
zweiten Endlage an der Seilaustrittsöffnung angeordnet ist. Bei unbetätigter Anwerfvorrichtung
ist der Anwerfgriff vorteilhaft aufgrund der am Anwerfseil wirkenden Kräfte in der
ersten Anwerfposition angeordnet. Die Gestaltung der Seilaustrittsöffnung ist demnach
so getroffen, dass am Anwerfgriff in jeder Lage Kräfte in Richtung auf die erste Endlage
wirken. Der Anwerfgriff besitzt vorteilhaft eine der Seilaustrittsöffnung zugewandte
Unterseite. Die Unterseite des Anwerfgriffs ist dabei vorteilhaft zur Anlage am Führungselement
ausgebildet. Der Anwerfgriff besitzt eine Mittelebene, die die Längsmittelachse des
Anwerfseils an der Unterseite des Anwerfgriffs enthält und die parallel zur Achse
der ersten Umlenkrolle verläuft. Die räumliche Lage der Mittelebene gegenüber dem
Führungselement ändert sich damit bei einer Veränderung der Lage des Anwerfgriffs
gegenüber der Seilaustrittsöffnung. In der zweiten Anwerfposition liegt der Anwerfgriff
vorteilhaft ausschließlich auf der der Achse zugewandten Seite der Mittelebene an
dem Führungselement an. Dadurch, dass der Anwerfgriff auf der der Achse abgewandten
Seite der Mittelebene nicht an dem Führungselement anliegt, kann der Anwerfgriff aufgrund
der im Anwerfseil wirkenden Rückholkraft einer Aufwickeleinrichtung der Anwerfvorrichtung
in Richtung auf die der Mittelebene abgewandte Seite bewegt und so in die erste Endlage
verstellt werden.
[0015] Für eine alternative Gestaltung einer Anwerfvorrichtung ist vorteilhaft vorgesehen,
dass an der Seilaustrittsöffnung ein Führungselement angeordnet ist, das das Anwerfseil
in der Seilaustrittsöffnung hält, und dass die Seilführung mindestens ein Umlenkelement
umfasst, das an der Seilaustrittsöffnung angeordnet ist. Das Umlenkelement besitzt
zwei Tangenten, die sich im einem Winkel von weniger als 90° schneiden. Der Umfangsabschnitt
besitzt einen minimalen Radius, der größer als ein Durchmesser des Anwerfseils ist.
[0016] Die beiden Tangenten entsprechen vorteilhaft jeweils der Längsrichtung des Anwerfseils
in den Endlagen des Anwerfgriffs an der Seilführung. Der Winkel zwischen den beiden
Tangenten ist der Ergänzungswinkel zum maximalen Umlenkwinkel, um den das Anwerfseil
durch das Umlenkelement umgelenkt wird. Der Winkel zwischen den beiden Tangenten und
der maximale Umlenkwinkel ergeben demnach 180°. Der Winkel zwischen den beiden Tangenten
ist an der der Seilaustrittsöffnung abgewandten Seite gemessen. Zwischen den beiden
Tangenten liegt an der Seite, an der der Winkel zwischen den Tangenten gemessen ist,
das Umlenkelement und eine oder mehrere Achsen des Umlenkelements, um die das Umlenkelement
gebogen verläuft. Der Anwerfgriff liegt in jeder Position, in der der Anwerfgriff
an dem Führungselement anliegt, außerhalb des Bereichs zwischen den Tangenten, in
dem der Winkel zwischen den Tangenten gemessen ist.
[0017] Dadurch, dass die beiden Tangenten an das Umlenkelement einen Winkel von weniger
als 90° einschließen, kann die Ausrichtung des Anwerfseils in der Seilaustrittsöffnung
durch einfaches Bewegen des Anwerfgriffs in die entsprechende Richtung über einen
Winkel von mehr als 90° geändert werden. Dadurch kann die Längsmittelachse des Anwerfgriffs
unterschiedliche Winkel gegenüber einem Gehäuse der Anwerfvorrichtung einnehmen. Ein
aufwändiges Drehlager für das Anwerfseil kann entfallen. Die Umlenkung des Anwerfseils
wird über das Umlenkelement und die entsprechend angeordnete und dimensionierte Seilaustrittsöffnung
erreicht. Die für die Anwerfvorrichtung mit einer Umlenkrolle beschriebenen Ausgestaltungen
können vorteilhaft auch für eine Anwerfvorrichtung mit einem Umlenkelement vorgesehen
sein.
[0018] Der Winkel zwischen den Tangenten beträgt vorteilhaft weniger als 80°, insbesondere
weniger als 70°, bevorzugt weniger als 60°. Dadurch wird eine große Variation in der
Ausrichtung des Anwerfgriffs beim Anwerfen ermöglicht. Durch den vergleichsweise großen
minimalen Radius des Umfangsabschnitts des Umlenkelements werden Beschädigungen des
Anwerfseils, wie sie bei der Umlenkung über eine nicht oder nur geringfügig abgerundete
Kante einer Seilaustrittsöffnung zu befürchten sind, auf einfache Weise vermieden.
Bevorzugt beträgt der minimale Radius des Umlenkelements mindestens 8 mm, insbesondere
mindestens 13 mm. Das Umlenkelement schließt vorteilhaft unmittelbar oder mit geringem
Abstand an die Seilaustrittsöffnung an. Der Abstand zwischen dem Umlenkelement und
der Seilaustrittsöffnung beträgt vorteilhaft höchstens das 4fache des minimalen Radius,
insbesondere höchstens das Doppelte des minimalen Radius. In besonders vorteilhafter
Gestaltung ragt das Umlenkelement durch die Seilaustrittsöffnung in die Seilführung.
Dadurch kann ein besonders geringer Umlenkradius erreicht werden.
[0019] Das Umlenkelement besitzt vorteilhaft eine Achse, um die das Umlenkelement in dem
Radius gebogen verläuft. Dabei ist vorzugsweise ein konstanter Radius vorgesehen.
Ist der Radius nicht konstant, so sind vorteilhaft mehrere, in einem Abstand zueinander
angeordnete Achsen vorgesehen, um die das Umlenkelement gebogen verläuft.
[0020] Auch anstatt der zweiten Umlenkrolle und der dritten Umlenkrolle können Umlenkelemente
vorgesehen sein, die nicht als Rolle ausgebildet sind und die insbesondere drehfest
am Anwerfergehäuse fixiert sind.
[0021] Für ein rückengetragenes Arbeitsgerät mit einem Verbrennungsmotor und mit einer Anwerfvorrichtung
ist vorgesehen, dass der Verbrennungsmotor an einer Rückentraganordnung angeordnet
ist. Das Arbeitsgerät besitzt eine Abstellposition, in der das Arbeitsgerät auf einer
ebenen, horizontalen Abstellfläche abgestellt ist. Der Anwerfgriff besitzt eine erste
Anwerfposition, in der das Anwerfseil in der Seilaustrittsöffnung in Abstellposition
zur Abstellfläche um einen Winkel von weniger als 45°, insbesondere von weniger als
40°, geneigt ist. Vorteilhaft ist die erste Anwerfposition eine Position, in der die
Griffachse und/oder das Anwerfseil in der Seilaustrittsöffnung in Abstellposition
zur Abstellfläche um einen Winkel von weniger als 45°, insbesondere um einen Winkel
von weniger als 40° geneigt sind. Das Anwerfseil und/oder die Griffachse sind dabei
vorteilhaft so geneigt, dass sich der Abstand des Anwerfseils zur Abstellfläche in
Richtung auf den Anwerfgriff verringert bzw. dass der Anwerfgriff an seiner Unterseite
einen größeren Abstand zur Abstellfläche besitzt als an seiner dem Anwerfseil gegenüber
liegenden Oberseite. Der Anwerfgriff besitzt außerdem eine zweite Anwerfposition.
In der zweiten Anwerfposition ist das Anwerfseil in der Seilaustrittsöffnung in Abstellposition
zur Vertikalen um einen Winkel von weniger als 15°, insbesondere von weniger als 10°,
geneigt. Vorteilhaft ist die zweite Anwerfposition eine Position, in der die Griffachse
und/oder das Anwerfseil in der Seilaustrittsöffnung in Abstellposition zur Vertikalen
um einen Winkel von weniger als 15°, insbesondere von weniger als 10°, geneigt sind.
In der ersten Anwerfposition befindet sich der Anwerfgriff demnach in einer näherungsweise
horizontalen Ausrichtung und in der zweiten Anwerfposition in einer näherungsweise
vertikalen Ausrichtung. Die erste Anwerfposition ist dabei insbesondere günstig zum
Anwerfen des Verbrennungsmotors, wenn der Bediener das Arbeitsgerät auf dem Rücken
trägt. Der Anwerfgriff kann zum Anwerfen des Verbrennungsmotors in der ersten Anwerfposition
bezogen auf den Bediener nach vorne bewegt werden. Die zweite Anwerfposition ist insbesondere
dann günstig, wenn der Bediener den Verbrennungsmotor starten möchte, während das
Arbeitsgerät auf dem Boden steht. In der zweiten Anwerfposition kann der Bediener
den Verbrennungsmotor in Abstellposition durch nach oben Ziehen des Anwerfgriffs bequem
starten. Auch ein Ziehen des Anwerfgriffs nach hinten geneigt kann vorteilhaft sein.
Die Gestaltung der Seilaustrittsöffnung ermöglicht demnach sowohl bei auf dem Rücken
angeordneter Rückentraganordnung als auch bei auf dem Boden abgestelltem Arbeitsgerät
ein ergonomisches Starten. Die Lage der Seilaustrittsöffnung gegenüber der Rückentraganordnung
ist vorteilhaft unveränderlich.
[0022] Bei unbetätigter Anwerfvorrichtung ist der Anwerfgriff vorteilhaft in der ersten
Anwerfposition angeordnet. Die Anwerfvorrichtung besitzt vorteilhaft eine Aufwickelvorrichtung,
die am Anwerfseil eine Kraft in Aufwickelrichtung erzeugt, wobei das Führungselement
so ausgebildet ist, dass die Kraft der Aufwickeleinrichtung in der zweiten Anwerfposition
eine Kraftkomponente auf den Anwerfgriff in Richtung auf die erste Anwerfposition
ausübt. Über die von der Aufwickeleinrichtung, insbesondere von einer Rückholfeder
aufgebrachte Kraft kann der Anwerfgriff dadurch sicher in die erste Anwerfposition
verstellt werden.
[0023] Die Anwerfvorrichtung ist mit der Seilführung vorteilhaft an einem gemeinsamen Anwerfergehäuse
gehalten. Das Anwerfergehäuse ist von einem Motorgehäuse des Arbeitsgeräts, in dem
der Verbrennungsmotor angeordnet ist, getrennt ausgebildet. Durch die Anordnung der
Anwerfvorrichtung einschließlich der Seilführung an einem vom Motorgehäuse separaten
Anwerfergehäuse kann die Anwerfvorrichtung als Modul, also als einzelne Baugruppe,
am Motorgehäuse montiert oder vom Motorgehäuse demontiert werden. Dadurch wird die
Montage der Anwerfvorrichtung vereinfacht.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines rückengetragenen Blasgeräts,
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische Schnittdarstellung durch eine Anwerfvorrichtung,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung der Anwerfvorrichtung,
- Fig. 5
- eine ausschnittsweise vergrößerte Darstellung des Anwerfgriffs und der Seilaustrittsöffnung
aus Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Anwerfvorrichtung,
- Fig. 7
- eine vergrößerte Schnittdarstellung des Bereichs des Anwerfgriffs und der Seilaustrittsöffnung
aus Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf die Anwerfvorrichtung in Richtung des Pfeils VIII in Fig. 6,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils IX in Fig. 6,
- Fig. 10
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs des Anwerfgriffs aus Fig. 9,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht entsprechend der Darstellung in Fig. 9 bei abgenommener Abdeckung
an der dritten Umlenkrolle,
- Fig. 12
- eine perspektivische Darstellung der Anwerfvorrichtung,
- Fig. 13
- eine perspektivische Darstellung der Seilführung der Anwerfvorrichtung bei nur teilweise
gezeigtem Anwerfergehäuse,
- Fig. 14
- eine ausschnittsweise vergrößerte Darstellung der Anordnung aus Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Seitenansicht der Seilführung bei nur teilweise gezeigtem Anwerfergehäuse,
- Fig. 16
- einen Schnitt durch die Anordnung aus Fig. 15,
- Fig. 17
- eine Draufsicht in Richtung des Pfeils XVII in Fig. 15,
- Fig. 18
- eine perspektivische Darstellung der Anwerfvorrichtung mit dem Anwerfgriff in einer
zweiten Anwerfposition,
- Fig. 19
- eine ausschnittsweise perspektivische Darstellung des Bereichs des Anwerfgriffs aus
Fig. 18,
- Fig. 20
- eine Seitenansicht des Bereichs des Anwerfgriffs aus den Fig. 18 und 19,
- Fig. 21
- eine Schnittdarstellung durch den Anwerfgriff aus Fig. 20,
- Fig. 22
- eine perspektivische Darstellung der Anordnung aus den Fig. 18 bis 21 mit nur teilweise
dargestelltem Anwerfergehäuse,
- Fig. 23
- eine Seitenansicht der Anordnung aus Fig. 22,
- Fig. 24
- einen Schnitt durch die Anordnung aus Fig. 23,
- Fig. 25
- eine perspektivische Darstellung des Bereichs der Seilaustrittsöffnung mit nicht gezeigtem
Anwerfgriff,
- Fig. 26
- einen Schnitt durch die Anordnung aus Fig. 25,
- Fig. 27
- eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils XXVII in Fig. 26,
- Fig. 28
- eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils XXVIII in Fig. 26,
- Fig. 29
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Blasgeräts,
- Fig. 30
- eine Draufsicht in Richtung des Pfeils XXX in Fig. 29,
- Fig. 31
- eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils XXXI in Fig. 29,
- Fig. 32
- eine perspektivische Darstellung des Bereichs des Anwerfgriffs des Blasgeräts aus
Fig. 29,
- Fig. 33
- eine Seitenansicht der Anwerfvorrichtung des Blasgeräts aus Fig. 29,
- Fig. 34
- eine Seitenansicht gemäß Fig. 33, wobei der Anwerfgriff nicht dargestellt ist,
- Fig. 35
- eine Schnittdarstellung durch die Anwerfvorrichtung im Bereich der ersten und der
zweiten Umlenkrolle mit Anwerfgriff,
- Fig. 36
- einen Schnitt entsprechend Fig. 35, wobei der Anwerfgriff nicht dargestellt ist,
- Fig. 37
- eine ausschnittsweise schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Seilführung in einer ersten Anwerfposition des Anwerfgriffs,
- Fig. 38
- eine schematische Schnittdarstellung entlang der Linie XXXVIII-XXXVIII in Fig. 37,
- Fig. 39
- eine ausschnittsweise schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
in einer ersten Anwerfposition des Anwerfgriffs,
- Fig. 40
- eine ausschnittsweise schematische Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels aus
Fig. 39 in einer zweiten Anwerfposition des Anwerfgriffs,
- Fig. 41
- eine ausschnittsweise schematische Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels aus
Fig. 40 in teilweise herausgezogener Position des Anwerfgriffs.
[0025] Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel für ein rückengetragenes Arbeitsgerät ein Blasgerät
1. Das rückengetragene Arbeitsgerät kann auch ein anderes verbrennungsmotorisch angetriebenes
Arbeitsgerät wie beispielsweise ein Sprühgerät, ein Sauggerät, ein Freischneider mit
einer rückengetragenen Motoreinheit oder dergleichen sein. Das Blasgerät 1 besitzt
eine Rückentrage 2, die eine Rückenplatte 4 sowie eine Bodenplatte 5 umfasst. Fig.
1 zeigt das Blasgerät 1 in einer Abstellposition 50, in der das Blasgerät 1 mit der
Bodenplatte 5 auf einer ebenen, horizontalen Abstellfläche 51 angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel
sind an einer der Abstellfläche 51 zugewandten Unterseite 52 des Blasgeräts 1, die
an der Bodenplatte 5 ausgebildet ist, mehrere Abstellfüße 53 vorgesehen, mit denen
das Blasgerät 1 auf der Abstellfläche 51 steht. In Abstellposition 52 ist ein Traggriff
3 im oberen Bereich des Arbeitsgeräts, insbesondere an der Rückenplatte 4 oder einer
Gebläsespirale 10, angeordnet.
[0026] Das Blasgerät 1 besitzt ein Motorgehäuse 7, in dem ein Verbrennungsmotor 9 angeordnet
ist. Der Verbrennungsmotor 9 ist vorteilhaft ein Einzylindermotor, insbesondere ein
Zweitaktmotor oder ein gemischgeschmierter Viertaktmotor. Zum Starten des Verbrennungsmotors
9 dient eine Anwerfvorrichtung 8. Der Verbrennungsmotor 9 treibt ein in Fig. 2 gezeigtes
Gebläserad 12 an, das einen Arbeitsluftstrom über die Gebläsespirale 10 in ein an
der Gebläsespirale 10 angeschlossenes Blasrohr 11 fördert. Am Blasrohr 11 ist üblicherweise
ein in Fig. 1 nicht gezeigter Handgriff fixiert, mit dem der Bediener das Blasrohr
11 führen kann. Die Anwerfvorrichtung 8 besitzt einen Anwerfgriff 35, dessen Position
in Fig. 1 schematisch gezeigt ist. Der Anwerfgriff 35 ist im Ausführungsbeispiel seitlich
benachbart zur Rückenplatte 4, bevorzugt in einem unteren Bereich der Rückenplatte
4, angeordnet.
[0027] Fig. 2 zeigt das Blasgerät 1 schematisch an einem Bediener 18. Der Bediener 18 trägt
das Blasgerät über Traggurte 6, die an der Rückentrage 2 fixiert sind. Das Motorgehäuse
7 ist vorteilhaft über Antivibrationselemente 17 schwingungsentkoppelt an der Rückentrage
2 gehalten. Im Ausführungsbeispiel ist die Gebläsespirale 10 benachbart zur Rückenplatte
4 angeordnet und der Verbrennungsmotor 9 auf der der Rückenplatte 4 abgewandten Seite
der Gebläsespirale 10. Der Verbrennungsmotor 9 besitzt einen Zylinder 13, in dem ein
Kolben 14 hin- und hergehend gelagert ist. Der Kolben 14 treibt eine in einem Kurbelgehäuse
16 drehbar gelagerte Kurbelwelle 15 an. Das Gebläserad 12 ist drehfest mit der Kurbelwelle
15 verbunden und wird von der Kurbelwelle 15 rotierend angetrieben. Im Ausführungsbeispiel
ist unterhalb des Motorgehäuses 7 ein Kraftstofftank 19 an der Rückentrage 2, insbesondere
an der Bodenplatte 5 der Rückentrage 2, festgelegt.
[0028] Fig. 3 zeigt exemplarisch den Aufbau eines Seilzugstarters 76 einer Anwerfvorrichtung
8. Die Anwerfvorrichtung 8 kann jedoch auch einen Seilzugstarter 76 anderer Bauart
umfassen. Die Anwerfvorrichtung 8 besitzt ein Anwerfergehäuse 20, an dem eine Lagerwelle
21 der Anwerfvorrichtung 8 gehalten ist. Auf der Lagerwelle 21 ist eine Seilrolle
23 drehbar um eine Drehachse 48 gelagert. Die Drehachse 48 ist die Längsmittelachse
der Lagerwelle 21. Zwischen dem Anwerfergehäuse 20 und der Seilrolle 23 wirkt eine
Rückholfeder 22, die die Seilrolle 23 in ihre Ausgangsposition zurückstellt, sobald
der Bediener 18 den Anwerfgriff 35 loslässt. Die Anwerfvorrichtung 8 umfasst im Ausführungsbeispiel
außerdem eine Feder 28, die in einem Federgehäuse 27 angeordnet ist und in Wirkverbindung
zwischen der Seilrolle 23 und der Kurbelwelle 15 angeordnet ist. Die Feder speichert
die Energie eines oder mehrerer Anwerfhübe zum Starten des Verbrennungsmotors 9. Die
Feder 28 ist im Ausführungsbeispiel eine Spiralfeder. Die Feder 28 kann jedoch auch
eine andere Feder, insbesondere eine Schraubenfeder, sein. Die Seilrolle 23 besitzt
einen Durchmesser i, der dem größten Durchmesser der Seilrolle 23 entspricht.
[0029] In Fig. 3 ist als Ausführungsbeispiel ein Seilzugstarter 67 gezeigt, bei dem die
in der Feder 28 gespeicherte Energie über mehrere Anwerfhübe eines in Fig. 3 nicht
gezeigten Anwerfseils gespeichert werden kann. Hierzu ist in Wirkverbindung zwischen
der Seilrolle 23 und dem Federgehäuse 27 eine erste Koppeleinrichtung 24 vorgesehen,
die bei einer Drehung der Seilrolle 23 in Anwerfrichtung eine drehfeste Verbindung
zum Federgehäuse 27 herstellt. In Gegenrichtung wirkt die erste Koppeleinrichtung
24 als Freilauf und lässt ein Zurückdrehen der Seilrolle 23 gegenüber dem Federgehäuse
27 zu. Um zu vermeiden, dass sich die Feder 28 beim Zurückdrehen der Seilrolle 23
entspannt, ist eine zweite Koppeleinrichtung 16 vorgesehen. Die zweite Koppeleinrichtung
26 unterbindet eine Rotation des Federgehäuses 27 entgegen der Anwerfrichtung und
erlaubt eine Rotation in Anwerfrichtung. Im Ausführungsbeispiel ist die Feder 28 mit
einem Ende mit dem Federgehäuse 27 verbunden und mit ihrem anderen Ende mit einem
Mitnehmer 29. Der Mitnehmer 29 ist über eine dritte Koppeleinrichtung 30 insbesondere
mittelbar über ein Schwungrad 31 mit der Kurbelwelle 15 des Verbrennungsmotors verbunden.
[0030] Die Fig. 4 bis 27 zeigen die konstruktive Gestaltung der Anwerfvorrichtung 8 im Einzelnen.
Die Beschreibung der Raumlage der Anwerfvorrichtung 8 erfolgt dabei bezogen auf ein
Koordinatensystem, das auch in den Fig. 1, 2, und 3 eingezeichnet ist. Wie Fig. 1
zeigt, verläuft die Achse y in Abstellposition 52 vertikal nach oben. Die Achse z
verläuft in Abstellposition 52 horizontal. Wie Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 3 zeigt,
verläuft die Achse z im Ausführungsbeispiel senkrecht zur Drehachse 48 der Seilrolle
23. Auch eine andere Ausrichtung der Drehachse 48 kann jedoch vorteilhaft sein. Die
Achse z ist dabei auf die Seite gerichtet, auf der der Handgriff 35 liegt. In Fig.
1 ist die Drehachse 48 ebenfalls eingezeichnet. Wie Fig. 2 zeigt, verläuft die Achse
x senkrecht zu den Achsen y und z und von der Kurbelwelle 15 in Richtung auf die Lagerwelle
21 (Fig. 3). Die Achsen x, y und z spannen ein kartesisches Koordinatensystem auf.
[0031] Wie Fig. 4 zeigt, besitzt das Anwerfergehäuse 20 einen seitlich, insbesondere diagonal
aus der Ebene der Seilrolle 23 auskragenden Arm 39. An dem Arm 39 ist eine Seilaustrittsöffnung
36 angeordnet, durch die das Anwerfseil 34 ragt und an der der Anwerfgriff 35 anliegt.
Der Anwerfgriff 35 ist dabei entfernt von der Seilrolle 23 angeordnet. Das Anwerfseil
34, das am Umfang der Seilrolle 23 aufgewickelt ist und an dem beim Anwerfen des Verbrennungsmotors
über den Anwerfgriff 35 gezogen wird, um die Seilrolle 23 in Rotation zu versetzen,
ist über eine Seilführung 38 vom Seilzugstarter 76 zur Seilaustrittsöffnung 36 geführt.
[0032] Wie Fig. 4 auch zeigt, ist am Anwerfergehäuse 20 eine Umfangswand 33 angeordnet,
die den Seilzugstarter 76 umgibt und so vor Verschmutzungen schützt. An der Außenseite
der Umfangswand 33 sind im Ausführungsbeispiel Befestigungsdome 49 angeordnet, über
die das Anwerfergehäuse 20 am Motorgehäuse 7 des Blasgeräts 1 (Fig. 1) verschraubt
werden kann. Dadurch, dass der Arm 39 am Anwerfergehäuse 20 ausgebildet und fest mit
diesem verbunden ist, kann die gesamte Baugruppe als Einheit an dem Motorgehäuse 7
fixiert werden. Die Position der Seilaustrittsöffnung 36 gegenüber den weiteren Komponenten
der Anwerfvorrichtung 8, insbesondere gegenüber der Lagerwelle 21 und der Seilrolle
23 des Seilzugstarters 76 (Fig. 3), ist dabei durch die Gestaltung des Anwerfergehäuses
20 konstruktiv fest vorgegeben. Der Arm 39 besitzt einen ersten Abschnitt 54, der
als in y-Richtung, also in Abstellposition 50 nach oben hin offene Schale ausgebildet
ist und der in an dem Motorgehäuse 7 montiertem Zustand an der Unterseite eines Teils
des Motorgehäuses 7 zur Anlage kommt und von dem Motorgehäuse 7 mindestens teilweise
geschlossen wird. Der Arm 39 besitzt außerdem einen zweiten Abschnitt 55, der im Ausführungsbeispiel
im Querschnitt etwa U-förmig ausgebildet ist und der seitlich an der Außenseite des
Motorgehäuses 7 zur Anlage kommt. Fig. 4 zeigt den Anwerfgriff 35 in einer ersten
Anwerfposition 43, in der der Anwerfgriff 35 in Abstellposition 50 (Fig. 1) etwa horizontal
ausgerichtet ist.
[0033] Fig. 5 zeigt die Gestaltung der Seilaustrittsöffnung 36 im Einzelnen. Die Seilaustrittsöffnung
36 besitzt im Ausführungsbeispiel einen näherungsweise rechteckigen Querschnitt mit
zwei Längsseiten und zwei Schmalseiten. An der Seilaustrittsöffnung 36 ist ein Führungselement
37 angeordnet, das die Seilaustrittsöffnung 36 begrenzt. Das Führungselement 37 ist
an dem Anwerfergehäuse 20 angeordnet. Das Führungselement 37 kann vollständig oder
teilweise von dem Anwerfergehäuse 20 gebildet sein. Im Ausführungsbeispiel ist ein
gehäusefester Teil 57 des Führungselements 37 vorgesehen, der an dem Anwerfergehäuse
20 ausgebildet ist. Der gehäusefeste Teil 57 begrenzt die Seilaustrittsöffnung 36
lediglich an einer zweiten Schmalseite, die in der zweiten Endlage des Anwerfgriffs
35 näher am Anwerfgriff 35 liegt. Im Ausführungsbeispiel wird ein weiterer Teil des
Führungselements 37 durch ein Einlegeteil gebildet, das an dem Anwerfergehäuse 20
vorteilhaft auswechselbar befestigt ist. Das Einlegeteil begrenzt zumindest die Längsseiten
der Seilaustrittsöffnung 36 sowie eine erste Schmalseite, die in der ersten Endlage
des Anwerfgriffs 35 näher am Anwerfgriff 35 liegt.
[0034] Wird der Anwerfgriff 35 nicht in der Ebene der ersten Umlenkrolle 40 gezogen, kann
das Seil an dem als Einlegeteil ausgebildeten Teil des Führungselements 37 reiben.
Um die Reibung zu minimieren und ein Einschneiden des Anwerfseils 34 in das Führungselement
37 zu unterbinden, sind die Kanten des Einlegeteils gerundet. Das Einlegeteil ist
vorteilhaft aus einem anderen Material als das Anwerfergehäuse 20 gebildet. Das Einlegeteil
ist vorteilhaft als geschlitzter und um die Achse 45 gebogener Drahtring 72 ausgebildet.
Das Einlegeteil ist im Ausführungsbeispiel ein metallisches Biegeteil. Der Schlitz
des Drahtrings 72 liegt an der zweiten Schmalseite der Seilaustrittsöffnung 36. Bei
einem Anwerfhub wird die zweite Schmalseite in der Regel nicht vom Anwerfseil 34 kontaktiert.
Der Drahtring ist insbesondere mit leichter Vorspannung am Anwerfergehäuse 20 gehalten.
[0035] Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht auf die Anwerfvorrichtung 8. Wie Fig. 6 zeigt, erstreckt
sich der Arm 39 in dieser Seitenansicht im Wesentlichen in x-Richtung. In y-Richtung
besitzt der Arm 39 nur eine geringe Erstreckung. Das Anwerfergehäuse 20 besitzt einen
Deckelabschnitt 56, an dem die Umfangswand 33 festgelegt ist und an dem auch die Lagerwelle
21 (Fig. 4) fixiert ist. Der Arm 39 kragt von dem Deckelabschnitt 56 aus. Wie Fig.
6 zeigt, ist die Seilaustrittsöffnung 36 in Abstellposition 50, die der in Fig. 6
gezeigten Lage der Anwerfvorrichtung 8 entspricht, unter der Drehachse 48, also näher
an der Abstellfläche 51, angeordnet. In y-Richtung besitzt die Seilaustrittsöffnung
36 zur Drehachse 48 einen Abstand b. Der Abstand b ist größer als ein Viertel des
Durchmessers i der Seilrolle 23 (Fig. 3). Im Ausführungsbeispiel beträgt der Abstand
b näherungsweise den halben Durchmesser i. Wie Fig. 6 auch zeigt, liegt eine dem Arm
39 zugewandte Unterseite 65 des Anwerfgriffs 35 an der Seilaustrittsöffnung 36, nämlich
am in der Ansicht in Fig. 6 nicht sichtbaren Führungselement 37, an. An der Unterseite
65 tritt das Anwerfseil 34 in den Anwerfgriff 35 ein. Die Seilführung 38 besitzt im
Ausführungsbeispiel eine Umlenkrolle 40, die um eine Achse 45 drehbar gelagert ist.
Die Umlenkrolle 40 kann auch starr mit dem Anwerfergehäuse 20 verbunden sein. Das
Anwerfseil 43 besitzt in dem an den Anwerfgriff 35 anschließenden Abschnitt eine Längsmittelachse
64. Im Ausführungsbeispiel fällt die Längsmittelachse 64 mit der Längsmittelachse
des Anwerfgriffs 35 zusammen. Die Längsmittelachse 64 verläuft in der in Fig. 6 gezeigten
Lage in Abstellposition 50 parallel zur Abstellfläche 51. In Abstellposition 50 schließt
die Längsmittelachse 64 im Ausführungsbeispiel mit der Abstellfläche 51 vorteilhaft
einen Winkel von weniger als 15°, insbesondere weniger als 10°, ein.
[0036] Fig. 7 zeigt die Gestaltung der Seilaustrittsöffnung 36 im Einzelnen. Die Seilaustrittsöffnung
36 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel entlang des Umfangs und in axialer Richtung
der Umlenkrolle 40. Die Seilaustrittsöffnung 36 erstreckt sich dabei entlang eines
Umfangsabschnitts 84 über einen Umfangswinkel α um die erste Umlenkrolle 40, der mindestens
60° beträgt. Der Umfangswinkel α ist um die Achse 45 der ersten Umlenkrolle 40 zwischen
den Verbindungslinien der Enden der Seilaustrittsöffnung 36 mit der Achse 45 gemessen.
Der Umfangswinkel α ist damit zwischen zwei Radialen zur Achse 45 gemessen, die jeweils
von der Achse 45 zu je einem tangential äußeren Ende der Seilaustrittsöffnung 36 verlaufen.
Der Umfangswinkel α beträgt vorteilhaft mindestens 60°, insbesondere mindestens 90°,
vorteilhaft mindestens 100°, bevorzugt mindestens 110°. Im Ausführungsbeispiel beträgt
der Umfangswinkel α mehr als 120°. Die Seilaustrittsöffnung 36 verläuft zumindest
in einem mittleren Abschnitt bogenförmig. An der Unterseite 65 (Fig. 7) verläuft die
Austrittsöffnung 36 bzw. das Führungselement 37 in der in Fig. 7 gezeigten ersten
Anwerfposition 43 parallel zur Unterseite 65. Im Ausführungsbeispiel erstrecken sich
die Unterseite 65 des Anwerfgriffs 35, die Seilaustrittsöffnung 36 und das die Seilaustrittsöffnung
36 begrenzende Führungselement 37 in dem an die Unterseite 65 angrenzenden Bereich
in y-Richtung.
[0037] Die Seilaustrittsöffnung 36 besitzt im Ausführungsbeispiel einen ersten Abschnitt
82 und einen zweiten Abschnitt 83. In einer ersten Endlage liegt der Anwerfgriff 35
mit seiner Unterseite 65 dem ersten Abschnitt 82 zugewandt und in einer zweiten Endlage
dem zweiten Abschnitt 83 zugewandt. Der erste Abschnitt 82 und der zweite Abschnitt
83 sind winklig zueinander um die Achse 45 angeordnet. Die Abschnitte 82 und 83 schließen
einen Winkel δ ein, der vorteilhaft weniger als 90°, bevorzugt weniger als 70°, insbesondere
etwa 60° beträgt. Im Ausführungsbeispiel ist ein Winkel δ von etwa 90° vorgesehen.
Vorteilhaft sind die Abschnitte 82 und 83 eben, und es liegt ein bogenförmiger Abschnitt
zwischen ihnen, der näherungsweise dem Umfang der Umlenkrolle 40 folgt. Im Ausführungsbeispiel
weisen der ersten Abschnitt 82 und der zweite Abschnitt 83 unterschiedliche Abstände
zur Achse 45 der Umlenkrolle 40 auf. Der erste Abschnitt 82 liegt im Ausführungsbeispiel
näher an der Achse 45 als der zweite Abschnitt 83. Auch ein dem Umfang der Umlenkrolle
40 exakt folgender Verlauf der Seilaustrittsöffnung 36 kann vorteilhaft sein. Im Ausführungsbeispiel
steht die Umlenkrolle 40 nicht über die Seilaustrittsöffnung 36 über. Wie Fig. 7 auch
zeigt, besitzt die erste Umlenkrolle 40 zu einer zweiten, im Folgenden noch näher
beschriebenen Umlenkrolle 41 einen Abstand f.
[0038] Fig. 8 zeigt die Anwerfvorrichtung 8 in einer Draufsicht in y-Richtung. Wie Fig.
8 zeigt, besitzt die Seilaustrittsöffnung 36 zur Drehachse 48 der Seilrolle 23 einen
Abstand c in z-Richtung. Der Abstand c ist vorteilhaft größer als der Durchmesser
i der Seilrolle 23. Im Ausführungsbeispiel beträgt der Abstand c mehr als das Doppelte,
vorteilhaft mehr als das 2,5fache des Durchmessers i (Fig. 3). In x-Richtung besitzt
die Seilaustrittsöffnung 36 zur Lagerwelle 21 einen Abstand h. Auch der Abstand h
ist vorteilhaft vergleichsweise groß und beträgt mehr als der Durchmesser i der Seilrolle
23. Im Ausführungsbeispiel beträgt der Abstand h in x-Richtung etwa das 1,5fache bis
2fache des Durchmessers i der Seilrolle 23. Der Abstand h ist dabei zur Stirnseite
der Lagerwelle 21 gemessen. Der Mittelpunkt 78 der Umlenkrolle 40 und der Mittelpunkt
79 der Seilrolle 23 besitzen einen Abstand e zueinander, der vorteilhaft mindestens
das 1,5fache, insbesondere mindestens das 2fache des Durchmessers i der Seilrolle
23 beträgt. Die Mittelpunkte 78 und 79 sind dabei die geometrischen Mittelpunkte von
Umlenkrolle 40 und Seilrolle 23.
[0039] Die Seilführung 38 umfasst außerdem die zweite Umlenkrolle 41 (Fig. 13), deren Achse
46 in Fig. 8 gezeigt ist. Wie Fig. 8 zeigt, verlaufen die Achsen 45 und 46 der Umlenkrollen
40 und 41 senkrecht zueinander. Die Achse 45 der Umlenkrolle 40 verläuft in z-Richtung
und die Achse 46 der Umlenkrolle 41 in y-Richtung. Das Koordinatensystem kann auch
durch die Achsen 45 und 46 aufgespannt werden, insbesondere bei anderer Lage der Achsen
45 und 46 in Bezug auf die Abstellposition 50. Dabei liegt die z-Richtung in Richtung
der Achse 45 und die y-Richtung in Richtung der Achse 46. Wie Fig. 8 auch zeigt, ist
das Anwerfseil 34 von der Seilrolle 23 kommend zur zweiten Umlenkrolle 41 gegenüber
der Drehachse 48 der Seilrolle 23 in einem Winkel γ geführt, der zum Anwerfgriff 35
hin öffnet und der in der x-z-Ebene, die in Fig. 8 gezeigt ist, von 20° bis 80°, vorteilhaft
von 40° bis 75° beträgt. Im Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel γ näherungsweise
60°.
[0040] In Fig. 9 ist schematisch eine dritte Umlenkrolle 42 gezeigt, die benachbart zur
Seilrolle 23 und im Ausführungsbeispiel unterhalb der Seilrolle 23 angeordnet ist.
Die dritte Umlenkrolle 42 besitzt zur Seilrolle 23 einen Abstand 1. Die dritte Umlenkrolle
42 besitzt eine Achse 47. Im Ausführungsbeispiel sind alle Umlenkrollen 40, 41, 42
um ihre jeweiligen Achsen 45, 46, 47 drehbar. Die Umlenkrollen 40, 41 und 42 können
jedoch auch starr mit dem Anwerfergehäuse 20 verbunden sein. In Abstellposition 50
liegt die Achse 47 der dritten Umlenkrolle 42 vorteilhaft näher an der Abstellfläche
51 als die Achse 45 der ersten Umlenkrolle 40. Vorteilhaft liegen alle Umlenkrollen
40, 41 und 42 in Abstellposition 50 näher an der Abstellfläche 51 als die Seilrolle
23. Zweckmäßig liegen alle Umlenkrollen 40, 41 und 42 zwischen zwei Ebenen 110 und
111, die parallel zur Abstellfläche 51 orientiert sind und die einen Abstand n zueinander
haben, der kleiner als der halbe Durchmesser i der Seilrolle 23 ist. Der Abstand f
zwischen der ersten Umlenkrolle 40 und der zweiten Umlenkrolle 41 (Fig. 7) und der
Abstand 1 zwischen der dritten Umlenkrolle 42 und der Seilrolle 23 sind vorteilhaft
kleiner als der Durchmesser i der Seilrolle 23, insbesondere kleiner als der halbe
Durchmesser i. Die in Fig. 9 schematisch eingezeichnete zweite Umlenkrolle 41 und
die in Fig. 9 schematisch eingezeichnete dritte Umlenkrolle 42 besitzen einen Abstand
m zueinander. Der Abstand m zwischen der zweiten Umlenkrolle 41 und der dritten Umlenkrolle
42 ist vorteilhaft mindestens doppelt so groß wie jeder der Abstände f und 1.
[0041] Wie Fig. 10 zeigt, verläuft das Führungselement 37 an beiden Längsseiten der Seilaustrittsöffnung
36. Die Umlenkrolle 40 ist insbesondere mittig zwischen den beiden Längsseiten des
Führungselements 37 angeordnet. Die Anordnung einer Aufnahme 69 für das Führungselement
37 an beiden Längsseiten der Seilaustrittsöffnung 36 ist in Fig. 28 gezeigt.
[0042] Wie Fig. 11 zeigt, besitzt die dritte Umlenkrolle 42 auch in y-Richtung einen Abstand
zur Drehachse 48. Die Achse 47 der dritten Umlenkrolle 42 besitzt zur Achse 48 einen
Abstand g, der im Ausführungsbeispiel etwas größer als der halbe Durchmesser i der
Seilrolle 23 ist. Die dritte Umlenkrolle 42 ist benachbart zur Umfangswand 33 an der
Außenseite der Umfangswand 33 angeordnet. Die dritte Umlenkrolle 42 ist dabei in z-Richtung
weiter vom Anwerfgriff 35 entfernt als die Drehachse 48. Die dritte Umlenkrolle 42
besitzt zur Drehachse 48 in z-Richtung einen Abstand e, der im Ausführungsbeispiel
kleiner als der Durchmesser i, insbesondere kleiner als der halbe Durchmesser i, ist.
Der Abstand e beträgt vorteilhaft das 0,1fache bis 0,4fache des Durchmessers i.
[0043] Fig. 12 zeigt die Gestaltung des Anwerfergehäuses 20 im Einzelnen. Das Anwerfergehäuse
20 umfasst ein erstes Gehäuseteil 58, das im Wesentlichen den Deckelabschnitt 56 und
die Umfangswand 33 sowie die Befestigungsdome 49 bildet. Am ersten Gehäuseteil 58
sind die Lagerwelle 21 der Anwerfvorrichtung 8 zusammen mit allen auf der Lagerwelle
21 gelagerten Komponenten sowie die dritte Umlenkrolle 42 gehalten. Der die Umlenkrolle
42 abdeckende Bereich des ersten Gehäuseteils 58 ist dabei in den Fig. 11 und 12 nicht
gezeigt, aber in Fig. 9 erkennbar. Am ersten Gehäuseteil 58 ist außerdem ein Anschlussstück
60 (Fig. 13) angeformt, das in eine Anschlusstasche 77 des Arms 39 ragt. Das Anschlussstück
60 ist als Hohlprofil, im Ausführungsbeispiel mit etwa rechteckigem Querschnitt, ausgebildet,
wie Fig. 13 zeigt. Ein zweites Gehäuseteil 59 bildet den Arm 39. Die Trennstelle zwischen
dem ersten Gehäuseteil 58 und dem zweiten Gehäuseteil 59 liegt ungefähr mittig zwischen
der zweiten Umlenkrolle 41 und der dritten Umlenkrolle 42. Das zweite Gehäuseteil
59 ist in eine Aufnahmenut 61 des ersten Gehäuseteils 58 eingeschoben, und das erste
Gehäuseteil 58 ragt mit seinem Anschlussstück 60 in die Anschlusstasche 77 des zweiten
Gehäuseteils 59. Die Gehäuseteile 58 und 59 sind dadurch in x-Richtung und in y-Richtung
formschlüssig gehalten. Zur Fixierung des Arms 39 ist ein Fortsatz 80 vorgesehen,
der in eine Aufnahme 81 (Fig. 32) an der Gebläsespirale 10 eingesteckt ist. Die Aufnahme
81 ist in Fig. 32 für ein Blasgerät 101 gezeigt und am Blasgerät 1 in entsprechender
Weise vorgesehen.
[0044] Am zweiten Gehäuseteil 59 ist vorteilhaft ein Schraubdom 63 ausgebildet, mit dem
das Anwerfergehäuse 20 ebenfalls am Motorgehäuse 7 oder an der Gebläsespirale 10 verschraubt
werden kann. Für das weitere Ausführungsbeispiel ist die Anordnung des Schraubdoms
63 an der Gebläsespirale 10 in Fig. 31 gezeigt. Durch die Fixierung der beiden Gehäuseteile
58 und 59 am Motorgehäuse 7 und/oder an der Gebläsespirale 10 wird eine zusätzliche
Lagesicherung der beiden Gehäuseteile 58 und 59 zueinander erreicht. Wie Fig. 12 auch
zeigt, sind im zweiten Abschnitt 55 im Bereich der zweiten Umlenkrolle 41 Versteifungsrippen
62 im zweiten Gehäuseteil 59 ausgebildet. Die Versteifungsrippen 62 bilden gleichzeitig
eine Anlagefläche für die zweite Umlenkrolle 41.
[0045] Fig. 13 zeigt die Gestaltung der Aufnahmenut 61 und des Anschlussstücks 60. Das zweite
Gehäuseteil 59 ist dabei nicht gezeigt, so dass die Lage der Umlenkrollen 40 und 41
zueinander sowie die Gestaltung des eingesetzten Teils des Führungselements 37 deutlich
sichtbar ist. Die Umlenkrollen 40, 41 und 42 (Fig. 12) sind Teil der Seilführung 38.
Auch das Führungselement 37, an dem die Seilaustrittsöffnung 36 ausgebildet ist, ist
Teil der Seilführung 38.
[0046] Wie Fig. 14 zeigt, ist das Führungselement 37 vorteilhaft in dem das Anwerfseil 34
bevorzugt kontaktierenden Bereich aus einem abgewinkelten Drahtring 72 gebildet. Der
Drahtring 72 besitzt im Ausführungsbeispiel eine von der Kreisform abweichende Form.
Der Drahtring 71 kann bevorzugt unterbrochen, insbesondere geschlitzt sein. Der Drahtring72
besitzt zwei Schenkel 73 und 74, die in einem Abstand k zueinander verlaufen. Der
Abstand k ist vorteilhaft über mindestens 50%, insbesondere mindestens 80% der Länge
der Schenkel 73 und 74 konstant. Der Abstand k entspricht der Breite der Seilaustrittsöffnung
36. Die beiden Schenkel 73 und 74 verlaufen in einer Blickrichtung in x-Richtung deckungsgleich
übereinander, wie Fig. 15 in Verbindung mit Fig. 14 zeigt. Wie Fig. 15 auch zeigt,
sind die beiden Schenkel 73 und 74 in dem Bereich, an dem der Anwerfgriff 35 in der
ersten Anwerfposition 43 anliegt, über einen Verbindungsbogen 75 miteinander verbunden.
In der ersten Anwerfposition 43 befindet sich der Anwerfgriff 35 in einer ersten Endlage.
Dies ist in Fig. 15 gezeigt. Die Unterseite 65 des ersten Anwerfgriffs 35 liegt an
dem Führungselement 37, nämlich am Verbindungsbogen 75 sowie an den benachbart zum
Verbindungsbogen 75 angeordneten Bereichen der Schenkel 73 und 74 (Fig. 15) an. Gegenüberliegend
zum Verbindungsbogen 75 ist der Drahtring 72 geschlitzt.
[0047] Wie Fig. 16 zeigt, besitzt der Anwerfgriff 35 eine Mittelebene 68, die parallel zur
Achse 45 der ersten Umlenkrolle 40 verläuft und die die Längsmittelachse 64 des Anwerfseils
34 an der Unterseite 65 enthält. Die Unterseite 65 besitzt eine erste Seite 66, die
auf der der Achse 45 der ersten Umlenkrolle 40 zugewandten Seite der Mittelebene 68
angeordnet ist. Die Unterseite 65 besitzt außerdem eine zweite Seite 67, die auf der
der Achse 45 abgewandten Seite der Mittelebene 68 angeordnet ist. Wie Fig. 16 zeigt,
liegt die Unterseite 65 in der ersten Endlage des Anwerfgriffs 35 sowohl mit der ersten
Seite 66 als auch mit der zweiten Seite 67 an dem Führungselement 37 an. Die erste
Anwerfposition 43 ist dadurch eine stabile Endlage für den Anwerfgriff 35. Die Fig.
15 und 16 zeigen außerdem die senkrechte Ausrichtung der Achsen 45 und 46 zueinander.
Die Achse 45 verläuft dabei parallel zur z-Richtung und die Achse 46 parallel zur
y-Richtung. Wie Fig. 16 auch zeigt, besitzt der Umfangsabschnitt 84, entlang dem sich
die Seilaustrittsöffnung 36 erstreckt, einen Radius r. Der Radius r ist im Ausführungsbeispiel
aufgrund des kreisförmigen Querschnitts der Umlenkrolle 40 konstant. Auch ein anderer
Querschnitt des Umfangsabschnitt 84 kann jedoch vorteilhaft sein. Der Radius r bezeichnet
dabei den minimalen Radius im Umfangsabschnitt 84, an dem sich die Seilaustrittsöffnung
36 erstreckt. Der Radius r beträgt vorteilhaft mindestens 8 mm, insbesondere mindestens
13 mm. Der Radius r ist größer als ein Durchmesser d (Fig. 17) des Anwerfseils 34.
Im Ausführungsbeispiel ist der Radius r größer als das Doppelte des Durchmessers d
des Anwerfseils 34.
[0048] Wie Fig. 17 zeigt, besitzt die Umlenkrolle 40 in y-Richtung gesehen, also in einer
Draufsicht auf eine x-z-Ebene, wie sie in Fig. 17 gezeigt ist, zum Führungselement
37 einen parallel zur Achse 45 gemessenen Abstand a. Der Abstand a ist vorteilhaft
kleiner als der Durchmesser d des Anwerfseils 34. Im Ausführungsbeispiel ist der Abstand
a deutlich kleiner als der Durchmesser d. Der Abstand a beträgt vorteilhaft weniger
als die Hälfte, insbesondere weniger als ein Viertel des Durchmessers d. Der Abstand
a ist vom Führungselement 37, insbesondere von einem Schenkel 73, 74 des Führungselements
37, zu einer Seitenfläche der ersten Umlenkrolle 40 in Richtung der Achse 45 gemessen.
Ein Verklemmen des Anwerfseils 34 zwischen den Seitenflächen der Umlenkrolle 40 und
dem Führungselement 37 ist dadurch vermieden.
[0049] Die Fig. 18 bis 24 zeigen den Anwerfgriff 35 in einer zweiten Anwerfposition 44.
In der zweiten Anwerfposition 44 kann der Bediener den Anwerfgriff 35 in Abstellposition
50 (Fig. 1) des Blasgeräts 1 bequem nach oben ziehen. Wie die Fig. 19 und 20 zeigen,
verläuft die Längsmittelachse 64 des Anwerfseils 34 unmittelbar benachbart zum Anwerfgriff
35 in der zweiten Anwerfposition 44 in Abstellposition 50 senkrecht. Die Längsmittelachse
64 des Anwerfseils 34 kann in der zweiten Anwerfposition 44 auch von der Seilrolle
23 weg geneigt verlaufen. Mit der Vertikalen schließt die Längsmittelachse 64 damit
in Abstellposition 50 einen Winkel von weniger als 15°, insbesondere von weniger als
10° ein. Wie Fig. 20 zeigt, liegt die Unterseite des Anwerfgriffs 65 in der zweiten
Anwerfposition 44 nur mit der ersten Seite 66 am Führungselement 37 (Fig. 19) an.
Die zweite Seite 67 liegt frei. Die Unterseite des Anwerfgriffs 65 liegt höchstens
über eine Hälfte seines Umfangs am Führungselement 37 an. Bei einer Zugkraft am Anwerfseil
34, wie sie durch die Rückholfeder 22 (Fig. 3) ausgeübt wird, wird der Anwerfgriff
35 dadurch in die erste Anwerfposition 43 zurückgezogen. Auch die zweite Anwerfposition
44 ist im Ausführungsbeispiel eine Endlage des Anwerfgriffs 35.
[0050] Wie Fig. 21 zeigt, verläuft das Führungselement 37 in dem Anlagebereich der Unterseite
65 am Führungselement 37 in einem Winkel β zur Längsmittelachse 64 des Anwerfseils
34, der kleiner als 90° ist. Der Winkel β öffnet dabei auf die der Achse 45 und dem
Anwerfgriff 35 abgewandte Seite. Der Winkel β ist außerhalb der Seilaustrittsöffnung
36 an der Umlenkrolle 40 abgewandten Seite der Seilaustrittsöffnung 36 gemessen. Durch
den schrägen Verlauf des Führungselements 37 in dem Bereich, in dem der Anwerfgriff
35 in der zweiten Anwerfposition 44 anliegt, bewirkt eine Zugkraft beim Anwerfseil
34 eine Verstellung des Anwerfgriffs 35 in die erste Anwerfposition 43. Die Lage des
Anwerfgriffs 35 in der zweiten Anwerfposition 44 ist auch in den Fig. 22 bis 24 gezeigt.
[0051] Die Fig. 25 bis 28 zeigen die Anordnung ohne den Anwerfgriff 35, wobei das Anwerfseil
34 in der der ersten Anwerfposition zugeordneten Lage angeordnet ist. Der austauschbare
Teil des Führungselements 37, der im Ausführungsbeispiel durch den Drahtring 72 gebildet
ist, ist dabei nicht gezeigt. Wie die Fig. 25 bis 27 zeigen, ist am zweiten Gehäuseteil
59 eine Aufnahme 69 für den austauschbaren Teil des Führungselements 37 vorgesehen.
Die Aufnahme 69 ist als umlaufende Nut ausgebildet, die die Seilaustrittsöffnung 36
umgibt. Im Bereich der zweiten Schmalseite der Seilaustrittsöffnung 36, die in der
zweiten Endlage des Anwerfgriffs 35 näher am Anwerfgriff 35 liegt, verengt sich die
Aufnahme 69 zur Außenseite hin und hat insbesondere einen Hinterschnitt. Im Bereich
der zweiten Schmalseite der Seilaustrittsöffnung 36 liegt der gehäusefeste Teil 57
des Führungselements 37. Dadurch kann das Führungselement 37 in der Aufnahme 69 eingeklipst
werden. Die Enden des Einlegeteils liegen benachbart zur zweiten Schmalseite und kontaktieren
das Anwerfseil 34 nicht. Das Einlegeteil ist insbesondere mit leichter Vorspannung
am Anwerfergehäuse 20 montiert. Das Einlegeteil ist in dem Hinterschnitt vorteilhaft
klemmend gehalten. Die Schenkel des Einlegeteils werden zur Montage am Anwerfergehäuse
20 vorteilhaft aufeinander zu gedrückt in den Hinterschnitt eingeführt und federn
nach dem Loslassen wieder auseinander. Die Enden des Einlegeteils, also des Drahtrings
72, begrenzen einen zwischen den Enden gebildeten Schlitz 71. Der Schlitz 71 erleichtert
die Montage. Dadurch wird auf einfache Weise eine formschlüssige Fixierung des Führungselements
37 erreicht. Die formschlüssige Fixierung erfolgt dabei vorteilhaft im Bereich der
zweiten Schmalseite. Auch eine andere Fixierung des Führungselements 37 am Anwerfergehäuse
20 kann jedoch vorteilhaft sein.
[0052] Wie die Fig. 27 und 28 zeigen, besitzt die erste Umlenkrolle 40 an ihrem Umfang vorteilhaft
eine umlaufende Vertiefung 70, in der das Anwerfseil 34 geführt ist. Auch die zweite
Umlenkrolle 41 und die dritte Umlenkrolle 42 sind vorteilhaft entsprechend ausgebildet.
[0053] Die Figuren 29 bis 36 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines rückengetragenen Blasgeräts
101, dessen Aufbau im Wesentlichen dem des Blasgeräts 1 entspricht. Gleiche Bezugszeichen
bezeichnen in allen Figuren einander entsprechende Komponenten. Zum Blasgerät 101
nicht beschriebene Komponenten sind vorteilhaft wie zum Blasgerät 1 beschrieben aufgebaut.
Der Tragegriff 3 ist bei dem Blasgerät 101 an der Gebläsespirale 10 angeordnet. Wie
Fig. 29 zeigt, besitzt das Blasgerät 101 ein Motorgehäuse 7, an dem eine Anwerfvorrichtung
108 angeordnet ist. Die Anwerfvorrichtung 108 besitzt einen Arm 39. In Abstellposition
50 unterhalb des Motorgehäuses 7 ist der Kraftstofftank 19 des Blasgeräts 101 angeordnet.
Der Kraftstofftank 19 besitzt einen in Fig. 30 gezeigten Bereich 32, der seitlich
über die Rückentrage 2 übersteht und nach oben hin nicht verdeckt ist. In dem Bereich
32 ist ein Tankstutzen mit einem Tankdeckel 122 angeordnet. Der Tankdeckel liegt in
der in Fig. 30 gezeigten Ansicht auf die x-z-Ebene, also in Blickrichtung auf die
Bodenplatte 5 (Fig. 29), seitlich außerhalb der Rückentrage 2. Der Arm 39 erstreckt
sich in einer Draufsicht auf das Blasgerät 101 zwischen dem Tankstutzen und der Gebläsespirale
10. Die Anwerfvorrichtung 108 steht seitlich, also in Richtung der Achse z, und in
Höhenrichtung, also in Richtung der Achse y, über den Tankdeckel 122 über, so dass
der Tankdeckel 122 in der in Fig. 29 gezeigten Blickrichtung auf die y-z-Ebene nicht
die äußere Begrenzung des Blasgeräts 101 bildet. Der Tankdeckel 122 liegt geschützt
in dem in x-Richtung hinter dem Arm 39 und dem Anwerfgriff 35 liegenden Bereich. Dadurch
wird der Tankdeckel 122 von dem Arm 39 und dem Anwerfgriff 35 gegen Äste oder dgl.
abgeschirmt, so dass Beschädigungen des Tankdeckels 122 vermieden sind. Gleichzeitig
ist der Tankdeckel 122 von oben gut zugänglich. Wie Fig. 29 zeigt, verläuft der Arm
39 etwa parallel zur Oberseite des Kraftstofftanks 19 und in einem Abstand zur Oberseite
des Kraftstofftanks 19. Der Arm 39 verläuft dabei in geringem Abstand zum Kraftstofftank
19, so dass auch der Abschnitt des Anwerfseils zwischen der zweiten Umlenkrolle 41
und der dritten Umlenkrolle 42 in geringem Abstand zum Kraftstofftank 19 geführt ist.
[0054] Die Fig. 29 bis 32 zeigen den Anwerfgriff 55 in einer ersten Anwerfposition 143,
in der sich der Anwerfgriff 35 in einer ersten Endlage befindet. Bei unbetätigter
Anwerfvorrichtung 108 befindet sich der Anwerfgriff 35 in der ersten Anwerfposition
143. In der ersten Anwerfposition 143 ist der Anwerfgriff 35 mit seinem freien Ende
in Abstellposition 50 (Fig. 31) gegenüber der Abstellfläche 51 schräg nach vorne und
unten geneigt. Die Richtung nach vorne bezeichnet dabei eine Richtung senkrecht zur
Rückenplatte 4 vom Motorgehäuse 7 weg. Die Richtung nach hinten bezeichnet eine Richtung
senkrecht zur Rückenplatte 4 zum Motorgehäuse 7 hin. Die Richtung nach unten bezeichnet
die Richtung senkrecht zur Bodenplatte 5 vom Motorgehäuse 7 weg, und die Richtung
nach oben ist die Richtung senkrecht zur Bodenplatte 5 zum Motorgehäuse 5 hin. Richtungen
parallel zur Ebene der Rückenplatte 4 und zur Ebene der Bodenplatte 5 sind seitliche
Richtungen. Wird die Rückentrage 2 von einem Bediener auf den Schultern getragen,
so sind die Richtungen bei aufrechter Haltung des Bedieners nach vorne, hinten, oben,
unten und seitlich des Bedieners ausgerichtet.
[0055] Die Längsmittelachse 64 des Anwerfseils 34 in der Seilaustrittsöffnung 36, die der
Längsmittelachse des Anwerfgriffs 35 entspricht, schließt in der ersten Anwerfposition
143 mit der Abstellfläche 51 einen Winkel ε ein, der weniger als 45° beträgt. Die
Längsmittelachse 64 und die Abstellfläche 51 verlaufen jedoch nicht parallel zueinander.
Der Winkel ε beträgt vorteilhaft 25° bis 40°, insbesondere näherungsweise 30°. Wie
Fig. 31 auch zeigt, ist der Anwerfgriff 35 seitlich im Bereich von Gebläsespirale
10 und Rückentrage 2 angeordnet und ragt nicht in Richtung zum Bediener über die Rückentrage
2 vor.
[0056] Die Fig. 31 und 32 zeigen die Fixierung des Arms 39 an der Gebläsespirale 10. Wie
Fig. 31 zeigt, liegt der Schraubdom 63 des Arms 39 an der Gebläsespirale 10 an und
ist an dieser fixiert. Wie Fig. 32 zeigt, ist der Fortsatz 80 des Arms 39 in eine
Aufnahme 81 der Gebläsespirale 10 eingesteckt. Dadurch ist der Arm 39 benachbart zur
ersten Umlenkrolle 40 in y-Richtung und z-Richtung formschlüssig gegenüber der Gebläsespirale
10 gehalten.
[0057] Fig. 33 zeigt schematisch eine zweite Anwerfposition 144. In der zweiten Anwerfposition
144 ragt der Anwerfgriff 35 nach oben, insbesondere senkrecht nach oben. Die Längsmittelachse
64 schließt in der zweiten Anwerfposition mit der Abstellfläche 51 (Fig. 31) einen
Winkel von vorteilhaft 90° ein. Die Längsmittelachse ist in der zweiten Anwerfposition
zur Vertikalen vorteilhaft um einen Winkel von weniger als 15°, insbesondere von weniger
als 10° geneigt.
[0058] Die Seilführung besitzt eine in Fig. 32 gezeigte Seilaustrittsöffnung 136, an der
ein Führungsteil 137 angeordnet ist. Das Führungsteil 137 begrenzt die Seilaustrittsöffnung
136. Die Gestaltung und Fixierung des Führungsteils 137 entspricht-bis auf die Form
des Führungsteils 137 - der Gestaltung des Führungsteils 37. Das Führungsteil 137
besitzt die Schenkel 73 und 74. Wie Fig. 33 in Verbindung mit Fig. 34 zeigt, weist
die Seilaustrittsöffnung 136 einen ersten Abschnitt 132 auf, an dem der Anwerfgriff
35 in der ersten Anwerfposition 143 anliegt. Die erste Anwerfposition 143 entspricht
dabei einer ersten Endlage des Anwerfgriffs 35. Die Seilaustrittsöffnung 136 besitzt
außerdem einen zweiten Abschnitt 133, an dem der Anwerfgriff 35 in der zweiten Anwerfposition
144 anliegt. Zwischen den Abschnitten 132 und 133 erstreckt sich ein dritter Abschnitt
134, der im Ausführungsbeispiel einen ebenen Bereich umfasst. Es kann jedoch auch
vorgesehen sein, dass der dritte Abschnitt 134 vollständig gebogen verläuft. Auch
bei diesem Ausführungsbeispiel weisen der erste Abschnitt 132 und der zweite Abschnitt
133 der Seilaustrittsöffnung 136 unterschiedliche Abstände zur Achse 45 der Umlenkrolle
40 auf.
[0059] Wie Fig. 35 zeigt, besitzt der Anwerfgriff 35 einen Zapfen 135, der in die Seilaustrittsöffnung
136 ragt und den Anwerfgriff 35 zwischen den beiden Schenkeln 73 und 74 des Drahtrings
72 (Fig. 32) hält. Die Umlenkrolle 40 steht nicht über die Seilaustrittsöffnung 136
über. In Fig. 35 ist auch der gehäusefeste Abschnitt 57 erkennbar. Das Anwerfseil
34 ist in den Fig. 35 und 36 verkürzt dargestellt und nicht bis in den Anwerfgriff
35 geführt. Die Längsmittelachse 64 des Anwerfseils 34 in der Seilaustrittsöffnung
136 und an der Unterseite des Anwerfgriffs 35 ist in Fig. 35 mit strichpunktierter
Linie eingezeichnet. Wie Fig. 35 auch zeigt, besitzt die Umlenkrolle 40 einen Umfangsabschnitt
184. Der Umfangsabschnitt 184 ist der Umfangsabschnitt, an dem sich die Seilaustrittsöffnung
136 erstreckt. Im Umfangsabschnitt 184 besitzt die Umlenkrolle den Radius r, der größer
als der Durchmesser d des Anwerfseils 34 ist. Der Radius r beträgt vorteilhaft mindestens
das Doppelte des Durchmessers d. Bevorzugt beträgt der Radius r mindestens 8 mm, insbesondere
mindestens 13 mm.
[0060] Wie Fig. 36 zeigt, schließen die Abschnitte 132 und 133 einen Winkel δ ein, der weniger
als 90° beträgt. Vorteilhaft beträgt der Winkel δ weniger als 70°, insbesondere etwa
60°. Der Winkel δ ist dabei zwischen Radialen zur Achse 45, die jeweils zu einem in
Umfangsrichtung liegenden Ende der Seilaustrittsöffnung 36 verlaufen, gemessen. Der
erste Abschnitt 132 verläuft geneigt zur Senkrechten, also geneigt zur Achse y. Mit
der Abstellfläche 51 schließt der erste Abschnitt 132 in Abstellposition 50 einen
Winkel η ein, der mehr als 45° beträgt. Der zweite Abschnitt 133 verläuft im Ausführungsbeispiel
parallel zur Abstellfläche 51.
[0061] Wie die Figuren zeigen, ist das Anwerfergehäuse 20 vollständig getrennt vom Motorgehäuse
7 ausgebildet. Dadurch, dass die Anwerfvorrichtungen 8 und 108 als Modul ausgebildet
sind, dessen Komponenten alle direkt oder indirekt mit dem Anwerfergehäuse 20 verbunden
sind, kann die Anwerfvorrichtung 8, 108 einfach als Baugruppe an einem bestehenden
Motorgehäuse 7 montiert werden. Auch eine Nachrüstung der Anwerfvorrichtung 8, 108
in bestehenden Arbeitsgeräten ist dadurch ermöglicht. Bei Beschädigung kann die Anwerfvorrichtung
8, 108 dadurch einfach als gesamtes Modul ausgetauscht werden.
[0062] Die Figuren 37 bis 39 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer Seilaustrittsöffnung 236
einer Seilführung für ein rückengetragenes Blasgerät 1, 101. Die Seilführung ist entsprechend
den Seilführungen 38 der vorangegangenen Ausführungsbeispiele ausgebildet. Die Seilführung
besitzt ein Anwerfergehäuse 120, von dem in Fig. 37 nur der benachbart zum Anwerfgriff
35 angeordnete Bereich gezeigt ist. Fig. 37 zeigt die Anordnung in Abstellposition
50 in einer ersten Anwerfposition 243 des Anwerfgriffs 35. In der ersten Anwerfposition
243 ist der Anwerfgriff 35 im Ausführungsbeispiel in Abstellposition 50 etwa horizontal
ausgerichtet. An dem Anwerfergehäuse 120 ist eine Seilaustrittsöffnung 236 ausgebildet,
die von einem Führungselement 237 begrenzt ist. Bei unbetätigter Anwerfvorrichtung
liegt der Anwerfgriff 34 in der in Fig. 37 gezeigten ersten Anwerfposition 234 am
Führungselement 237 an.
[0063] Wie Fig. 37 zeigt, ist die Seilaustrittsöffnung 236 entlang eines Umfangsabschnitts
284 eines Umlenkabschnitts 240 der Seilführung geführt. Der Umlenkabschnitt 240 bildet
ein Umlenkelement für das Anwerfseil 34. Der Umlenkabschnitt 240 ist konvex gebogen
ausgebildet und verläuft in einem Radius r um eine Achse 45. Im Ausführungsbeispiel
ist der Radius r konstant. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Radius r
über die Länge des Umlenkabschnitts 240 nicht konstant ist. Wie Fig. 37 zeigt, ragt
der Umlenkabschnitt 240 in die Seilaustrittsöffnung 236. Der Umfangsabschnitt 284
erstreckt sich über einen Umschlingungswinkel ω, der mindestens 90° beträgt. Der Umschlingungswinkel
co ist der Winkel, um den sich das Anwerfseil 34 maximal an dem Umlenkabschnitt 240
anlegen kann. Als Umlenkabschnitt 240 wird dabei der Bereich betrachtet, dessen Radius
r mindestens dem Durchmesser d des Anwerfseils 34 entspricht. Bereiche mit geringerem
Radius zählen nicht zum Umlenkabschnitt 240. Der Umlenkabschnitt 240 besitzt eine
erste Tangente 285 und eine zweite Tangente 286. Die erste Tangente 285 ist am Anfang
des Umlenkabschnitts 240 angeordnet, also in dem Bereich, an den sich das Anwerfseil
34 zuerst anlegt, wenn der Anwerfgriff 35 aus der ersten Anwerfposition 243 in eine
zweite, nicht gezeigte Anwerfposition verstellt wird.
[0064] Die zweite Tangente 286 ist eine Tangente an den Umlenkabschnitt 240 am Ende des
Umlenkabschnitts 240. Die zweite Tangente 286 entspricht etwa der Ausrichtung des
Anwerfseils 34 an der Unterseite 65 des Anwerfgriffs 35 in der Position, in der das
Anwerfseil 34 über den gesamten Umlenkabschnitt 240 am Umlenkabschnitt 240 anliegt
und den Umlenkabschnitt 240 über den Umschlingungswinkel ω umschlingt. Der Umschlingungswinkel
ω ist zwischen einer Senkrechten auf die erste Tangente 285 am Anfang des Umlenkabschnitts
240 und einer Senkrechten auf die zweite Tangente 286 am Ende des Umlenkabschnitts
240 gemessen.
[0065] Die Tangenten 285 und 286 schließen an der dem Anwerfgriff 35 in der ersten Anwerfposition
243 abgewandten Seite einen Winkel σ ein, der weniger als 90°, insbesondere weniger
als 80°, vorteilhaft weniger als 70°, bevorzugt weniger als 60° beträgt. Der Winkel
σ ist an der dem Anwerfgriff 35 abgewandten Seite zwischen den Tangenten 285 und 286
gemessen. Der Winkel σ ist in dem Bereich zwischen den Tangenten 285 und 286 gemessen,
in dem auch der Umlenkabschnitt 240 angeordnet ist. Der Winkel σ und der Umschlingungswinkel
ω ergeben zusammen 180°.
[0066] Wie Fig. 38 schematisch zeigt, verläuft das Führungselement 237 an der in Abstellposition
50 unten liegenden Unterseite 252 gerade. An der in Abstellposition 50 oben liegenden
Oberseite 251 verläuft das Führungselement 237 trompetenförmig nach außen gebogen.
An den vertikal verlaufenden Querseiten 253 und 254 verläuft das Führungselement 237
ebenfalls gerade, wie Fig. 38 zeigt. Das Führungselement 237 ist im Ausführungsbeispiel
einteilig mit dem Anwerfergehäuse 120 ausgebildet. Auch eine Gestaltung aus einem
separaten Teil oder ein Einlegeteil, das die Seilaustrittsöffnung 236 mindestens teilweise
begrenzt, können jedoch vorteilhaft sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Führungselement
237 auch an der in Abstellposition 50 unten liegenden Unterseite 252 nach außen gebogen
verläuft. Auch eine Biegung nach außen an den Querseiten 253 und 254 kann vorteilhaft
sein. In besonders bevorzugter Gestaltung ist das Führungselement rotationssymmetrisch
ausgebildet und erweitert sich über seinen gesamten Umfang trompetenförmig. Dadurch
ist auch ein Anwerfen eines Verbrennungsmotors durch Ziehen am Anwerfseil 34 in seitlicher
Richtung, also in z-Richtung, möglich.
[0067] Fig. 39 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Seilführung mit einer Seilaustrittsöffnung
336. An der Seilaustrittsöffnung 336 ist ein Führungselement 337 angeordnet. Der Anwerfgriff
35 ist in einer ersten Anwerfposition 343 angeordnet, in der der Anwerfgriff 35 nach
unten geneigt ist. Die Längsmittelachse 64 des Anwerfseils 34 an der Unterseite 65
des Anwerfgriffs 35 schließt mit der Abstellfläche 51 in Abstellposition 50 den Winkel
ε ein. Der Winkel ε kann dabei wie zu Fig. 31 beschrieben bemessen sein. Das Führungselement
337 besitzt einen Umlenkabschnitt 340, der dem Umlenkabschnitt 240 etwa entspricht.
Der Umlenkabschnitt 340 ragt dabei in die Seilaustrittsöffnung 336. Der Umlenkabschnitt
340 besitzt einen Umfangsabschnitt 384, der sich über einen Umschlingungswinkel ω
erstreckt, der dem in Fig. 37 gezeigten Umschlingungswinkel ω entspricht und der mehr
als 90° beträgt. Die Tangenten 385 und 386, die den Tangenten 285 und 296 entsprechen,
schließen auf der dem Anwerfgriff 35 in der ersten Anwerfposition 343 gegenüberliegenden
Seite einen Winkel σ ein, der weniger als 90°, insbesondere weniger als 80°, vorteilhaft
weniger als 70°, bevorzugt weniger als 60° beträgt.
[0068] Der Umfangsabschnitt 384 ist der Umfangsabschnitt des Umlenkabschnitts 340, entlang
dem die Seilaustrittsöffnung 336 geführt ist. Der Umfangsabschnitt 384 ist damit der
Umfangsabschnitt, an dem sich das Anwerfseil 34 anlegen kann. Das Anwerfseil 34 kann
sich dabei über den Umschlingungswinkel ω an dem Umfangsabschnitt 284 anlegen. Der
Radius r ist in Fig. 39 nicht eingezeichnet, jedoch wie zu Fig. 37 beschrieben bemessen.
Die Seilaustrittsöffnung 336 besitzt eine Unterseite 352, die der Unterseite 252 der
Seilaustrittsöffnung 236 in ihrer Gestaltung entspricht. Die Unterseite 352 der Seilaustrittsöffnung
336 ist jedoch gegenüber der in Fig. 37 gezeigten Gestaltung vom Anwerfgriff 35 weg
versetzt. Dadurch ergibt sich eine Neigung des Anwerfgriffs 35 nach unten. Vorteilhaft
verlaufen die in Fig. 39 nicht gezeigten Querseiten der Seilaustrittsöffnung 336 geneigt
zur Vertikalen und verbinden die Unterseite 352 geradlinig mit einer Oberseite 351.
Die Gestaltung der in Fig. 39 gezeigten Seilführung ist vorteilhaft bis auf die Lage
der Unterseite 352 der Seilaustrittsöffnung 336 entsprechend zur Gestaltung der in
Fig. 37 gezeigten Seilführung.
[0069] Fig. 40 zeigt den Anwerfgriff 35 in einer zweiten Anwerfposition 344. In der zweiten
Anwerfposition 344 ist der Anwerfgriff 35 leicht geneigt nach oben ausgerichtet. In
der zweiten Anwerfposition 244 schließt die Längsmittelachse 64 des Anwerfseils 34
an der Unterseite 65 des Anwerfgriffs 35 mit einer Vertikalen 230 einen Winkel ϕ ein,
der weniger als 15°, insbesondere weniger als 10° beträgt. Dadurch kann der Anwerfgriff
35 vom Bediener nach oben gezogen werden. Der Anwerfgriff 35 liegt mit seiner Unterseite
65 an der in Abstellposition 50 oben liegenden Seite des Führungselements 337 an.
[0070] Fig. 41 zeigt den Anwerfgriff 35 beim Anwerfvorgang. Wie Fig. 41 zeigt, kann der
Anwerfgriff 35 nach oben und schräg nach hinten gezogen werden, so dass das Anwerfseil
34 über einen Großteil oder den gesamten Umschlingungswinkel ω am Führungselement
337 anliegt. Dadurch kann der Bediener ein rückengetragenes Arbeitsgerät, das mit
einer Anwerfvorrichtung nach Fig. 41 ausgestattet ist, auch durch Ziehen am Anwerfseil
34 in Abstellposition 50 nach oben und von der Rückenplatte 4 (Fig. 1) weg anwerfen.
Diese Ausrichtung des Anwerfgriffs 35 ist in Fig. 41 mit gestrichelter Linie eingezeichnet.
Dadurch, dass das Anwerfseil 34 in dem Radius r am Führungselement 337 entlang gezogen
wird, ist eine Beschädigung des Anwerfseils 34 vermieden.
[0071] Um die Reibung und/oder den Verschleiß am Führungselement 237, 337 zu verringern,
kann das Führungselement 237, 337 mindestens teilweise aus einem anderen Material
als das Anwerfergehäuse 120, insbesondere aus Metall, ausgebildet sein. Bevorzugt
ist der Umlenkabschnitt 240, 340 mindestens teilweise durch Metall, insbesondere durch
einen metallischen Einsatz, ausgebildet.
[0072] Der Umfangsabschnitt 284, 384, entlang dem sich die Seilaustrittsöffnung 236, 336
erstreckt, ist zwischen Tangenten 285, 286 bzw. 385, 386 an das Anwerfseil 34 in der
ersten Anwerfposition 243, 343 und der zweiten Anwerfposition 344 gemessen. Der Umfangsabschnitt
284, 384 ist damit der Abschnitt, an den sich das Anwerfseil 34 beim Ziehen am Anwerfgriff
35 maximal anlegen kann. In allen Ausführungsbeispielen ist der minimale Radius r
des Umfangsabschnitt 84, 184, 284, 384 größer als der Durchmesser d des Anwerfseils
34, insbesondere größer als das Doppelte des Durchmessers d des Anwerfseils 34. Die
Umlenkabschnitte 240, 340 können wie die Umlenkrolle 40 eine Nut am Umfang zur seitlichen
Führung des Anwerfseils 34 besitzen. Es kann vorgesehen sein, dass die Umlenkabschnitte
240, 340 wie gezeigt in die Seilaustrittsöffnungen 236, 336 ragen. Es kann jedoch
auch vorteilhaft sein, dass die Umlenkabschnitte 240, 340 außerhalb der Seilaustrittsöffnungen
236, 336 angeordnet sind und insbesondere an die Seilaustrittsöffnungen 236, 336 anschließen.
Auch ein geringer Abstand zwischen der Seilaustrittsöffnung 236, 336 und dem Umlenkabschnitt
240, 340 kann vorteilhaft sein. Der Abstand entspricht dabei vorteilhaft höchstens
dem 4fachen des minimalen Radius, insbesondere höchstens dem Doppelten des minimalen
Radius des Umlenkelements.
[0073] Es kann vorteilhaft sein, dass der Anwerfgriff 35 in der ersten Anwerfposition 43,
143, 243, 343 mindestens teilweise in der Seilaustrittsöffnung 36, 136, 236, 336 angeordnet
ist. Es kann vorgesehen sein, dass der Anwerfgriff 35 bis auf seinen verdickten Kopf
vollständig in der Seilaustrittsöffnung 36, 136, 236, 336 angeordnet ist. Eine Anordnung
des Anwerfgriffs 35 in einer Seilaustrittsöffnung wird insbesondere als vorteilhaft
für eine Seilaustrittsöffnung angesehen, die sich allseitig erweitert, die also eine
trompetenartige Form besitzt.
[0074] Alle Ausführungsbeispiele können miteinander kombiniert werden. Dabei sind insbesondere
andere Winkel als die angegebenen Winkelbereiche möglich. Die Anordnung der Umlenkrollen
41 und 42 ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern es sind auch
andere Lagen und Orientierungen der Umlenkrollen 41 und 42 möglich. Insbesondere kann
eine abweichende Ausrichtung der Achsen 46 und 47 vorteilhaft sein. Auch eine andere
Lage, Orientierung oder Ausrichtung der Achse 45 der Umlenkrolle 40 kann vorteilhaft
sein.
1. Anwerfvorrichtung für einen Verbrennungsmotor, wobei die Anwerfvorrichtung (8, 108)
ein Anwerfseil (34) umfasst, an dem ein Anwerfgriff (35) festgelegt ist,
wobei die Anwerfvorrichtung (8, 108) eine Seilführung (38) für das Anwerfseil (34)
umfasst, die das Anwerfseil (34) von einer Seilrolle (23) der Anwerfvorrichtung (8,
108) zu einer Seilaustrittsöffnung (36, 136) führt, wobei an der Seilaustrittsöffnung
(36, 136) ein Führungselement (37, 137) angeordnet ist, das das Anwerfseil (34) in
der Seilaustrittsöffnung (36, 136) hält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführung (38) mindestens eine Umlenkrolle (40, 41, 42) umfasst, dass die Seilaustrittsöffnung
(36, 136) entlang eines Umfangsabschnitts (84, 184) der Umlenkrolle (40) der Seilführung
(38) angeordnet ist und dass sich die Seilaustrittsöffnung (36, 136) entlang des Umfangsabschnitts
(84, 184) über einen Umfangswinkel (α) der Umlenkrolle (40) von mindestens 60° erstreckt.
2. Anwerfvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anwerfgriff (35) bei unbetätigter Anwerfvorrichtung (8, 108) am Führungselement
(37, 137) anliegt.
3. Anwerfvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (37, 137) mindestens teilweise von einem Drahtring (72) gebildet
ist, wobei der Drahtring (72) insbesondere in einem Gehäuse der Anwerfvorrichtung
(8, 108) fixiert ist.
4. Anwerfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein parallel zur Achse (45) der Umlenkrolle (40) gemessener Abstand (a) zwischen
dem Führungselement (37, 137) und der Umlenkrolle (40) kleiner als der Durchmesser
(d) des Anwerfseils (34) ist.
5. Anwerfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrolle (40) um ihre Achse (45) drehbar gelagert ist.
6. Anwerfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführung (38) eine zweite Umlenkrolle (41) umfasst, über die das Anwerfseil
(34) geführt ist, wobei die zweite Umlenkrolle (41) an einem Seilabschnitt zwischen
der Seilrolle (23) und der ersten Umlenkrolle (40) anliegt.
7. Anwerfvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführung (38) eine dritte Umlenkrolle (42) umfasst, die an einem Seilabschnitt
zwischen der Seilrolle (23) und der zweiten Umlenkrolle (41) am Anwerfseil (34) anliegt.
8. Anwerfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dass die Anwerfvorrichtung (8, 108) als Modul ausgebildet ist, wobei die Anwerfvorrichtung
(8, 108) insbesondere ein Anwerfergehäuse (20) besitzt, an dem alle Komponenten der
Anwerfvorrichtung (8, 108) gehalten sind.
9. Anwerfvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anwerfgriff (35) eine erste Anwerfposition (43, 143) besitzt, in der der Anwerfgriff
(35) in einer ersten Endlage an der Seilaustrittsöffnung (36, 136) angeordnet ist,
dass der Anwerfgriff (35) eine zweite Anwerfposition (44, 144) besitzt, in der der
Anwerfgriff (35) in einer zweiten Endlage an der Seilaustrittsöffnung (36, 136) angeordnet
ist, und dass der Anwerfgriff (35) bei unbetätigter Anwerfvorrichtung (8, 108) aufgrund
der an dem Anwerfseil (34) wirkenden Kräfte in der ersten Anwerfposition (43, 143)
angeordnet ist.
10. Anwerfvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anwerfgriff (35) eine der Seilaustrittsöffnung (36, 136) zugewandte Unterseite
(65) besitzt, dass der Anwerfgriff (35) eine Mittelebene (68) besitzt, die die Längsmittelachse
(64) des Anwerfseils (34) an der Unterseite (65) enthält und die parallel zur Achse
(45) der ersten Umlenkrolle (40) verläuft, und dass der Anwerfgriff (35) in der zweiten
Anwerfposition (44, 144) ausschließlich auf der der Achse (45) zugewandten Seite der
Mittelebene (68) an dem Führungselement (37, 137) anliegt.
11. Anwerfvorrichtung für einen Verbrennungsmotor, wobei die Anwerfvorrichtung (8, 108)
ein Anwerfseil (34) umfasst, an dem ein Anwerfgriff (35) festgelegt ist,
wobei die Anwerfvorrichtung (8, 108) eine Seilführung (38) für das Anwerfseil (34)
umfasst, die das Anwerfseil (34) von einer Seilrolle (23) der Anwerfvorrichtung (8,
108) zu einer Seilaustrittsöffnung (236, 336) führt, wobei an der Seilaustrittsöffnung
(236, 336) ein Führungselement (237, 337) angeordnet ist, das das Anwerfseil (34)
in der Seilaustrittsöffnung (236, 336) hält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführung (38) mindestens ein Umlenkelement umfasst, das an der Seilaustrittsöffnung
(236, 336) angeordnet ist, dass das Umlenkelement zwei Tangenten (285, 286, 385, 386)
besitzt, die sich in einem Winkel (σ) von weniger als 90° schneiden und dass das Umlenkelement
einen minimalen Radius (r) aufweist, der größer als ein Durchmesser (d) des Anwerfseils
(34) ist.
12. Rückengetragenes Arbeitsgerät mit einem Verbrennungsmotor (9) und mit einer Anwerfvorrichtung
(8, 108) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
wobei der Verbrennungsmotor (9) an einer Rückentraganordnung angeordnet ist,
wobei das Arbeitsgerät eine Abstellposition (50) besitzt, in der das Arbeitsgerät
auf einer ebenen, horizontalen Abstellfläche (51) abgestellt ist, dass der Anwerfgriff
(35) eine erste Anwerfposition (43, 143, 243, 343) besitzt, in der das Anwerfseil
(34) in der Seilaustrittsöffnung (36, 136, 236, 336) in Abstellposition (50) zur Abstellfläche
(51) um einen Winkel (ε) von weniger als 45° geneigt ist, und dass der Anwerfgriff
(35) eine zweite Anwerfposition (44, 144, 344) besitzt, in der das Anwerfseil (34)
in der Seilaustrittsöffnung (36, 136, 236, 336) in Abstellposition (50) zur Vertikalen
(330) um einen Winkel (ϕ) von weniger als 15° geneigt ist.
13. Arbeitsgerät nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anwerfgriff (35) bei unbetätigter Anwerfvorrichtung (8, 108) in der ersten Anwerfposition
(43, 143, 243, 343) angeordnet ist.
14. Arbeitsgerät nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anwerfvorrichtung (8, 108) eine Aufwickelvorrichtung umfasst, die am Anwerfseil
(34) eine Kraft in Aufwickelrichtung erzeugt, und dass das Führungselement (37, 137,
237, 337) so ausgebildet ist, dass die Kraft der Aufwickeleinrichtung in der zweiten
Anwerfposition (44, 144, 344) eine Kraftkomponente auf den Anwerfgriff (35) in Richtung
auf die erste Anwerfposition (43, 143, 243, 344) ausübt.
15. Arbeitsgerät nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anwerfvorrichtung (8, 108) mit der Seilführung (38) an einem gemeinsamen Anwerfergehäuse
(20) gehalten ist, und dass das Anwerfergehäuse (20) von einem Motorgehäuse (7) des
Arbeitsgeräts, in dem der Verbrennungsmotor (9) angeordnet ist, getrennt ausgebildet
ist.