| (19) |
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(11) |
EP 3 283 227 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.2020 Patentblatt 2020/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.04.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/057989 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/165738 (20.10.2016 Gazette 2016/42) |
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| (54) |
SPRÜHVORRICHTUNG
SPRAY DEVICE
DISPOSITIF DE PULVERISATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.02.2018 Patentblatt 2018/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Alfred Kärcher SE & Co. KG |
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71364 Winnenden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHMID, Jörg
71397 Leutenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hoeger, Stellrecht & Partner
Patentanwälte mbB |
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Uhlandstrasse 14c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 728 556 US-A- 5 100 055 US-A1- 2002 170 983
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US-A- 3 998 390 US-A- 5 566 886
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Sprühvorrichtung, insbesondere zum Bewässern von Grünanlagen
nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Eine derartige Sprühvorrichtung ist beispielsweise als Sprühpistole oder als Gartenbrause
ausgestaltet und dient insbesondere zum Bewässern von Grünanlagen. Es ist eine Mehrzahl
von Düsenelementen vorgesehen, durch die der Benutzer je nach Bedarf unterschiedliche
Sprühmuster erzeugen kann. Die Düsenelemente umfassen beispielsweise eine Regenbrause,
eine Punktstrahldüse, eine Nebeldüse und/oder eine Flachstrahldüse. Durch Bewegen
der Sprüheinheit relativ zum Gehäuse kann der Bereitstellungskanal wahlweise mit einem
der Zuführkanäle in Strömungsverbindung gebracht werden. Die Dichteinrichtung dichtet
die Strömungsverbindung zwischen dem Bereitstellungskanal und dem Zuführkanal des
jeweils die Sprühstellung einnehmenden Düsenelementes nach außen ab.
[0003] Eine Sprühvorrichtung mit einer Mehrzahl von Sprühmustern ist in der
EP 1 728 556 A1 beschrieben.
[0004] Die
US 5,100,055 beschreibt eine gattungsgemäße Sprühvorrichtung.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Sprühvorrichtung bereitzustellen,
die benutzerfreundlicher handhabbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Sprühvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung wird von der Dichteinrichtung eine Sprühstellung-Dichtkontur
ausgebildet. Wenn ein jeweiliges Düsenelement eine Sprühstellung einnimmt, ist die
Eintrittsöffnung des diesem zugeordneten Zuführkanals in dem von der Sprühstellung-Dichtkontur
eingefassten Sprühstellung-Dichtbereich angeordnet. Die Austrittsöffnung des Bereitstellungskanals
ist ebenfalls im Sprühstellung-Dichtbereich angeordnet. Als Dichtbereich kann vorliegend
insbesondere ein räumlich begrenzter Abschnitt am Übergang vom Gehäuse zur Sprüheinheit
angesehen werden, der von der Dichtkontur eingefasst ist, so dass eine im Dichtbereich
angeordnete Öffnung von der Dichtkontur überdeckt ist. Durch den Sprühstellung-Dichtbereich
hindurch besteht eine Strömungsverbindung vom Bereitstellungskanal zu dem die Sprühstellung
einnehmenden Düsenelement. Eintrittsöffnungen von Zuführkanälen von jeweils nicht
die Sprühstellung einnehmenden Düsenelementen sind außerhalb des Sprühstellung-Dichtbereiches
angeordnet. Über die Sprühstellung-Dichtkontur wird eine abgedichtete Strömungsverbindung
sichergestellt. Die Dichteinrichtung bildet ferner eine Restflüssigkeit-Dichtkontur,
die in einem Restflüssigkeit-Dichtbereich mindestens eine Eintrittsöffnung des Zuführkanals
des mindestens einen weiteren Düsenelementes einfasst und vorzugsweise alle Eintrittsöffnungen.
Auf diese Weise wird eine Abdichtung zwischen dem Gehäuse und der Sprüheinheit bereitgestellt.
Dies bietet den Vorteil, dass in dem mindestens einen weiteren Zuführkanal noch vorhandene
Restflüssigkeit (beispielsweise infolge einer Änderung des Sprühmusters während des
Betriebs) nicht zwischen dem Gehäuse und der Sprüheinheit nach außen gelangen kann.
Eine unerwünschte Benetzung des Benutzers kann dadurch vermieden werden, und die Sprühvorrichtung
erweist sich als handhabungsfreundlicher. Insbesondere kann einem Eindruck auf Seiten
des Benutzers vorgebeugt werden, dass die Sprühvorrichtung eine Fehlfunktion aufweist,
bedingt durch den unerwarteten Austritt von Flüssigkeit zwischen dem Gehäuse und der
Sprüheinheit.
[0008] Von Vorteil ist es, dass bei einem Wechsel der Sprühstellung von einem ersten Düsenelement
zu einem zweiten Düsenelement der zwei oder mehr Düsenelemente eine der Eintrittsöffnungen
der den Düsenelementen zugeordneten Zuführkanäle aus dem Sprühstellung-Dichtbereich
austritt und die Eintrittsöffnung des jeweils anderen Zuführkanals bereits dann in
den Sprühstellung-Dichtbereich eintritt, wenn noch ein Abschnitt der erstgenannten
Eintrittsöffnung im Sprühstellung-Dichtbereich angeordnet ist, so dass der Bereitstellungskanal
mit beiden Zuführkanälen strömungsverbunden ist. Wie erwähnt, wird die Sprüheinheit
zum Wechsel der Sprühstellung relativ zum Gehäuse bewegt, beispielsweise relativ zu
diesem verdreht. Die Eintrittsöffnung eines der beiden Zuführkanäle tritt aus dem
Sprühstellung-Dichtbereich aus, und die Eintrittsöffnung des jeweils anderen Zuführkanals
tritt in den Sprühstellung-Dichtbereich bereits dann ein, wenn die erstgenannte Eintrittsöffnung
noch abschnittsweise im Sprühstellung-Dichtbereich angeordnet ist und dementsprechend
nur teilweise aus dem Sprühstellung-Dichtbereich ausgetreten ist. "Austreten" und
"Eintreten" ist vorliegend insbesondere dahingehend aufzufassen, dass die Eintrittsöffnung
nach außerhalb der Sprühstellung-Dichtkontur (aus dem Dichtbereich heraus) bzw. nach
innerhalb der Sprühstellung-Dichtkontur (in den Dichtbereich hinein) bewegt wird.
Beim Wechsel der Sprühstellung ist der Bereitstellungskanal dementsprechend zeitweise
mit beiden Zuführkanälen strömungsverbunden. Dies erleichtert es, die Sprühstellung
auch dann zu verändern, wenn der Bereitstellungskanal mit Flüssigkeitsdruck beaufschlagt
ist, denn beim Sprühstellungwechsel ist zumindest eines der beiden Düsenelemente mit
Flüssigkeit beaufschlagt. Druckspitzen am Übergang vom Gehäuse zur Sprüheinheit und
sich dadurch möglicherweise ergebendes, unerwünschtes Herausspritzen von Flüssigkeit
können auf diese Weise vermieden werden.
[0009] Günstig ist es, wenn die Restflüssigkeit-Dichtkontur die Sprühstellung-Dichtkontur
überdeckt und die Eintrittsöffnungen aller Zuführkanäle einfasst.
[0010] Vorzugsweise fasst die Restflüssigkeit-Dichtkontur die Eintrittsöffnungen unabhängig
von der Relativstellung der Sprüheinheit und des Gehäuses zum Bereitstellen der Abdichtung
ein. Insbesondere bei Einnahme einer Sprühstellung eines Düsenelementes und bei einem
Wechsel zwischen den Sprühstellungen lässt sich dadurch der Übergang vom Gehäuse zur
Sprüheinheit abdichten.
[0011] Bei einer vorteilhaften Umsetzung der Sprühvorrichtung ist es günstig, wenn die Restflüssigkeit-Dichtkontur
bezüglich einer von der Sprühvorrichtung definierten Achse von mindestens einem in
Umfangsrichtung der Achse und/oder radial zur Achse verlaufenden Dichtelement der
Dichteinrichtung begrenzt ist. Die Achse ist z. B. die nachfolgend erwähnte Drehachse,
um die die Sprüheinheit relativ zum Gehäuse zur Veränderung der Sprühstellungen drehbar
ist.
[0012] Vorzugsweise ist die Restflüssigkeit-Dichtkontur ringförmig, kreisförmig, ringsegmentförmig
oder kreissektorförmig gebildet.
[0013] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Sprühstellung-Dichtkontur
bezüglich einer von der Sprühvorrichtung definierten Achse von mindestens einem in
Umfangsrichtung der Achse und/oder radial zur Achse verlaufenden Dichtelement der
Dichteinrichtung begrenzt ist. Bei der Achse handelt es sich insbesondere um die bereits
erwähnte Drehachse.
[0014] Als günstig erweist es sich bei einer vorteilhaften Umsetzung, wenn die Sprühstellung-Dichtkontur
ringsegmentförmig oder kreissektorförmig gebildet ist.
[0015] Günstigerweise verläuft die Sprühstellung-Dichtkontur zumindest abschnittsweise entlang
der Restflüssigkeit-Dichtkontur, wobei mindestens ein Dichtelement der Dichteinrichtung
abschnittsweise die Sprühstellung-Dichtkontur und die Restflüssigkeit-Dichtkontur
bildet. Gesonderte Dichtelemente für die beiden Dichtkonturen können dadurch teilweise
eingespart werden, wodurch die konstruktive Ausgestaltung der Dichteinrichtung vereinfacht
wird. Beispielsweise umfasst die Dichteinrichtung mindestens ein in Umfangsrichtung
der vorstehend erwähnten Achse verlaufendes Dichtelement, welches die Dichtkontur
und abschnittsweise die Sprühstellung-Dichtkontur bildet.
[0016] Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass beim Wechsel der Sprühstellung die in
den Sprühstellung-Dichtbereich eintretende Eintrittsöffnung dann in den Sprühstellung-Dichtbereich
eintritt, wenn die austretende Eintrittsöffnung zu noch ungefähr 10 % bis 30 % im
Sprühstellung-Dichtbereich angeordnet ist.
[0017] Günstig ist es, wenn die Dichteinrichtung eine die Sprühstellung-Dichtkontur vorzugsweise
überdeckende Sprühstellungwechsel-Dichtkontur ausbildet, die in einem Sprühstellungwechsel-Dichtbereich
beim Wechsel der Sprühstellung zwischen dem ersten Düsenelement und dem zweiten Düsenelement
die Eintrittsöffnungen der diesen zugeordneten Zuführkanäle einfasst zum Bereitstellen
einer abgedichteten Strömungsverbindung, wenn beide Eintrittsöffnungen zumindest abschnittsweise
außerhalb des Sprühstellung-Dichtbereichs angeordnet sind. Dementsprechend kann eine
Abdichtung erfolgen, solange die erste Eintrittsöffnung oder die zweite Eintrittsöffnung
nicht vollständig im Sprühstellung-Dichtbereich angeordnet ist, eingefasst von der
Sprühstellung-Dichtkontur, wenn ein Sprühstellungwechsel erfolgt. Durch die Abdichtung
bei der vorliegenden Ausführungsform kann sichergestellt werden, dass während des
Sprühstellungwechsels beide Eintrittsöffnungen über die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur
nach außen abgedichtet werden. Beim Wechsel der Sprühstellung tritt Flüssigkeit aus
dem Bereitstellungskanal nur durch das erste oder zweite Düsenelement nach außen und
nicht am Übergang vom Gehäuse zur Sprüheinheit.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass bei Einnahme der Sprühstellung des ersten und des zweiten
Düsenelementes die Eintrittsöffnung des zweiten Zuführkanals bzw. des ersten Zuführkanals
zumindest teilweise außerhalb des Sprühstellungwechsel-Dichtbereichs angeordnet sind.
[0019] Günstigerweise ist eine Eintrittsöffnung eines Zuführkanals, der einem dritten, vom
ersten Düsenelement und vom zweiten Düsenelement unterschiedlichen Düsenelement zugeordnet
ist, bei Einnahme der Sprühstellung des ersten Düsenelementes oder zweiten Düsenelementes
und beim Wechsel der Sprühstellung zwischen dem ersten Düsenelement und dem zweiten
Düsenelement außerhalb des Sprühstellungwechsel-Dichtbereiches angeordnet. Beim Wechsel
der Sprühstellung zwischen dem ersten und dem zweiten Düsenelement ist dadurch sichergestellt,
dass keine Flüssigkeit vom Bereitstellungskanal in einen Zuführkanal eines weiteren,
dritten Düsenelementes eintritt. Flüssigkeit wird stattdessen allenfalls dem ersten
oder aus dem zweiten Düsenelement zugeführt. Die Restflüssigkeit-Dichtkontur erlaubt
es, auch die dritte Eintrittsöffnung nach außen abzudichten.
[0020] Bei einer vorteilhaften Umsetzung der Sprühvorrichtung in der Praxis ist es günstig,
wenn die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur bezüglich einer von der Sprühvorrichtung
definierten Achse von mindestens einem in Umfangsrichtung der Achse und/oder radial
zur Achse verlaufenden Dichtelement der Dichteinrichtung begrenzt ist. Bei der Achse
handelt es sich insbesondere um die bereits erwähnte Drehachse.
[0021] Es wurde bereits auf mögliche Formen von Dichtkonturen eingegangen, die von der Dichteinrichtung
gebildet sind, beispielsweise der Restflüssigkeit-Dichtkontur, der Sprühstellungwechsel-Dichtkontur
und/oder der Sprühstellung-Dichtkontur. Eine kreisförmige und eine kreissektorförmige
Dichtkontur werden beispielsweise radial außenseitig von einem in Umfangsrichtung
der Achse verlaufenden Dichtelement begrenzt, eine kreissektorförmige Dichtkontur
zusätzlich in Umfangsrichtung durch radial verlaufende Dichtelemente. Eine ringförmige
und eine ringsegmentförmige Dichtkontur werden radial außenseitig und radial innenseitig
beispielsweise von in Umfangsrichtung der Achse verlaufenden und im Abstand zueinander
angeordneten Dichtelementen begrenzt, eine ringsegmentförmige Dichtkontur zusätzlich
beispielsweise durch radial verlaufende Dichtelemente.
[0022] Als günstig erweist es sich, wenn sich die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur bezüglich
einer von der Sprühvorrichtung definierten Achse (beispielsweise der Drehachse) über
einen größeren Winkelbereich erstreckt als eine bezüglich der Achse ringsegmentförmig
oder kreissektorförmig gebildete Sprühstellung-Dichtkontur, und/oder wenn sich die
Restflüssigkeit-Dichtkontur über einen größeren Winkelbereich erstreckt als eine bezüglich
der Achse ringsementförmig oder kreissektorförmig gebildete Sprühstellungwechsel-Dichtkontur.
[0023] Es kann vorgesehen sein, dass die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur die Sprühstellung-Dichtkontur
in Umfangsrichtung der Achse zu beiden Seiten überdeckt. In Umfangsrichtung der Achse
radial außenseitig sowie erforderlichenfalls radial innenseitig verläuft die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur
vorzugsweise zumindest abschnittsweise entlang der Sprühstellung-Dichtkontur.
[0024] Von Vorteil ist es, wenn die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur zumindest abschnittsweise
entlang der Restflüssigkeit-Dichtkontur und/oder entlang der Sprühstellung-Dichtkontur
verläuft, wobei mindestens ein Dichtelement der Dichteinrichtung abschnittsweise die
Sprühstellungwechsel-Dichtkontur sowie die Restflüssigkeit-Dichtkontur bildet und/oder
die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur sowie die Sprühstellung-Dichtkontur bildet. Dies
erlaubt es, gesonderte Dichtelemente zur Ausgestaltung der verschiedenen Dichtkonturen
teilweise einzusparen und die konstruktive Gestaltung der Dichteinrichtung zu vereinfachen.
[0025] Wie vorstehend erwähnt ist es günstig, wenn beim Sprühstellungwechsel die Eintrittsöffnungen
der zwei als erstes und zweites Düsenelement bezeichneten Düsenelemente zeitweise
beide im Sprühstellung-Dichtbereich angeordnet sind, so dass der Bereitstellungskanal
mit beiden Zuführkanälen strömungsverbunden ist. Günstig ist es, wenn dies für je
zwei Düsenelemente und Eintrittsöffnungen der diesen zugeordneten Zuführkanäle gilt,
welche Eintrittsöffnungen benachbart zueinander an der Sprüheinheit angeordnet sind
und welche Zuführkanäle bei Wechsel der Sprühstellung wahlweise mit dem Bereitstellungskanal
in Strömungsverbindung bringbar sind.
[0026] Vorzugsweise weist die Sprüheinheit drei oder mehr Düsenelemente und diesen jeweils
zugeordnete Zuführkanäle auf, insbesondere vier Düsenelemente und vier Zuführkanäle.
[0027] Die Düsenelemente können vorzugsweise zumindest zwei der Folgenden umfassen:
- eine Punktstrahldüse für ein Punktstrahl-Sprühmuster;
- eine Flachstrahldüse für ein Flachstrahl-Sprühmuster;
- eine Nebeldüse für einen Sprühnebel;
- eine Regenbrause mit einer Vielzahl von Strahlen emittierenden punktförmigen oder
im Wesentlichen punktförmigen Einzeldüsen, die vorzugsweise ringförmig an der Sprüheinheit
angeordnet sind.
[0028] Die Sprüheinheit ist am Gehäuse vorzugsweise beweglich gelagert zum Wechsel der Sprühstellungen.
Der Bedienperson wird dadurch die Handhabung der Sprühvorrichtung vereinfacht.
[0029] Beispielsweise ist die Sprüheinheit am Gehäuse um eine Drehachse drehbar gelagert
und/oder relativ zum Gehäuse längs einer Verschieberichtung verschiebbar.
[0030] Eintrittsöffnungen von Zuführkanälen weisen günstigerweise relativ zur Drehachse
denselben oder im Wesentlichen denselben Abstand auf. Durch Drehen der Sprüheinheit
um die Drehachse bewegen sich die Eintrittsöffnungen entlang desselben oder im Wesentlichen
desselben Umfangs. Die konstruktive Ausgestaltung der Dichteinrichtungen, um die Eintrittsöffnungen
in der Sprühstellung, bei einem Wechsel zwischen Sprühstellungen, und insgesamt abzudichten,
wird dadurch vereinfacht.
[0031] Um denselben Vorteil zu erzielen ist es günstig, wenn benachbarte Eintrittsöffnungen
denselben Winkelabstand oder im Wesentlichen denselben Winkelabstand bezüglich der
Drehachse aufweisen. Dies ist insbesondere dann günstig, wenn, wie vorstehend erläutert,
je zwei benachbarte Zuführkanäle als erste und zweite Zuführkanäle auffassbar sind.
[0032] Eintrittsöffnungen der Zuführkanäle sind vorzugsweise äquidistant oder im Wesentlichen
äquidistant zueinander angeordnet.
[0033] Die Dichteinrichtung weist günstigerweise Dichtelemente auf, die eine oder mehrere
von der Dichteinrichtung gebildete Dichtkontur(en) linienförmig begrenzen. Darunter
kann vorliegend insbesondere verstanden werden, dass eine oder mehrere Dichtkontur(en),
die von der Dichteinrichtung gebildet werden, entlang ihrer Grenze(n) einen linienförmigen
Verlauf aufweisen.
[0034] Die Dichtelemente sind vorzugsweise rippenförmig oder leistenförmig ausgestaltet,
um einen linienförmigen Verlauf von Dichtkonturen bereitzustellen.
[0035] Günstig ist es, wenn die Dichteinrichtung ein Trägerelement umfasst, an dem Dichtelemente
zur Ausbildung von einer oder mehreren von der Dichteinrichtung gebildeten Dichtkontur(en)
in Richtung der Sprüheinheit abstehen. Dadurch kann eine konstruktiv einfache Ausgestaltung
der Dichteinrichtung bei Vorhandensein von insbesondere mehr als nur einer Dichtkontur
erzielt werden, insbesondere bei Vorhandensein der Sprühstellung-Dichtkontur, der
Sprühstellungwechsel-Dichtkontur und der Restflüssigkeit-Dichtkontur. Beispielsweise
stehen die Dichtelemente vom Trägerelement axial ab, bezogen auf die Drehachse.
[0036] Die Dichtelemente sind vorzugsweise einstückig mit dem Trägerelement gebildet.
[0037] Das Trägerelement ist günstigerweise als Trägerscheibe ausgestaltet oder umfasst
eine solche.
[0038] Das Trägerelement ist bevorzugt zwischen das Gehäuse und die Sprüheinheit geschaltet.
Von der Trägerscheibe können die Dichtelemente in Richtung der Sprüheinheit abstehen.
[0039] Im Trägerelement ist vorzugsweise die Austrittsöffnung des Bereitstellungskanals
gebildet.
[0040] Günstig ist es, wenn die Sprüheinheit dem Gehäuse zugewandt eine Stirnseite aufweist,
an der Eintrittsöffnungen der Zuführkanäle angeordnet sind, und wenn die Dichteinrichtung
an einer der Sprüheinheit zugewandten Stirnseite des Gehäuses angeordnet ist und dichtend
an der Stirnseite der Sprüheinheit anliegt. Die Dichteinrichtung kann auf diese Weise
zwischen das Gehäuse und die Sprüheinheit geschaltet sein. In der Praxis zeigt sich,
dass selbst vielfältige Dichteigenschaften, insbesondere die vorstehend erwähnten
Dichtkonturen, von der Dichteinrichtung dadurch auf einfachere Weise gebildet werden
können.
[0041] An der Stirnseite der Sprüheinheit ist bevorzugt eine insbesondere planare Stirnfläche
angeordnet, in der die Eintrittsöffnungen der Zuführkanäle gebildet sind.
[0042] Als günstig erweist es sich, wenn die Dichteinrichtung ortsfest relativ zum Gehäuse
angeordnet ist und wenn die Sprüheinheit relativ zur ortsfesten Dichteinrichtung bewegbar
und insbesondere durch Verdrehen um die Drehachse drehbar ist.
[0043] Die Dichteinrichtung ist vorzugsweise am Gehäuse festgelegt.
[0044] Beispielsweise ist die Sprüheinheit beim Bewegen relativ zum Gehäuse gleitend über
Dichtelemente der Dichteinrichtung bewegbar. Die Dichtelemente können von dem Trägerelement
in Richtung der Sprüheinheit abstehen. Wird die Sprüheinheit bewegt und insbesondere
gedreht, gleitet zum Beispiel deren Stirnseite, an der die Eintrittsöffnungen gebildet
sind, über die Dichtelemente hinweg. Auf diese Weise können die Eintrittsöffnungen
aus dem Sprühstellung-Dichtbereich oder dem Sprühstellungwechsel-Dichtbereich austreten
und/oder in diese eintreten.
[0045] Von Vorteil ist es, wenn die Sprühvorrichtung ein die Dichteinrichtung in Richtung
auf die Sprüheinheit vorspannendes Vorspannelement aufweist. Dies erlaubt es, eine
noch bessere Abdichtung zwischen dem Gehäuse und der Sprüheinheit zu erzielen.
[0046] Das Vorspannelement kann günstigerweise ein Andrückelement beaufschlagen, das an
der Dichteinrichtung anliegt und einen Abschnitt des Bereitstellungskanals ausbildet.
Über das Andrückelement kann die Vorspannkraft des Vorspannelementes definiert, beispielsweise
flächig, oder entlang eines zusammenhängenden Randes, an die Dichteinrichtung übertragen
und dadurch eine noch bessere Dichtwirkung erzielt werden. Für eine konstruktiv einfache
Ausgestaltung bildet das Andrückelement einen Abschnitt des Bereitstellungskanals.
[0047] Das Vorspannelement ist zum Beispiel eine sich am Gehäuse und am Andrückelement abstützende
Schraubenfeder.
[0048] Günstig ist es, wenn die Dichteinrichtung eine Aufnahme für das Andrückelement umfasst
oder ausbildet, in der dieses angeordnet ist, und wenn die Dichteinrichtung die Aufnahme
relativ zu einer Gehäuseöffnung abdichtet, die die Aufnahme und das Andrückelement
aufnimmt.
[0049] Die Aufnahme ist bevorzugt zur Erzielung einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung
am vorstehend erwähnten Trägerelement gebildet.
[0050] Günstig ist es, wenn die Dichteinrichtung einstückig ausgestaltet ist, um eine konstruktiv
einfache Ausgestaltung zu erzielen.
[0051] Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung ist handbetätigbar.
Der Benutzer kann über ein handbetätigbares Bedienelement eine Fluidverbindung von
einem Einlass der Sprühvorrichtung zur Sprüheinheit bereitstellen.
[0052] Die Sprühvorrichtung kann beispielsweise als Sprühpistole oder als Gießstab ausgestaltet
sein.
[0053] Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung, ausgestaltet
als Sprühpistole;
- Figur 2:
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Sprüheinheit der Sprühpistole und
eine Dichteinrichtung der Sprühpistole;
- Figur 3:
- eine perspektivische Darstellung der Dichteinrichtung;
- Figur 4:
- eine schematische Darstellung einer Sprühstellung-Dichtkontur, die von der Dichteinrichtung
gebildet ist;
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung einer Sprühstellungwechsel-Dichtkontur, die von der
Dichteinrichtung gebildet ist;
- Figur 6:
- eine schematische Darstellung einer Restflüssigkeit-Dichtkontur, die von der Dichteinrichtung
gebildet ist;
- Figuren 7 bis 11:
- Schnittansichten der Sprühpistole quer zu einer Achse, um die die Sprüheinheit drehbar
ist, wobei die Sprüheinheit relativ zu einem Gehäuse der Sprühpistole unterschiedliche
Stellungen einnimmt und von einer ersten Sprühstellung (Figur 7) in eine zweite Sprühstellung
(Figur 10) überführt wird, wobei in den Figuren 8 und 9 auch Zwischenstellungen und
in Figur 11 eine über die zweite Sprühstellung hinausgehende Stellung dargestellt
sind. Der Schnitt erfolgt längs der Linie 7-7 in Figur 12.
- Figur 12:
- eine Längsschnittansicht der Sprüheinheit und eines Teils des Gehäuses der Sprühpistole,
längs der Linie 12-12 in Figur 7.
[0054] Figur 1 zeigt eine mit dem Bezugszeichen 10 belegte vorteilhafte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung. Die Sprühvorrichtung 10 ist als handbetätigbare
Sprühpistole 12 ausgestaltet. Die Sprühpistole 12 umfasst ein Gehäuse 14, an dem eine
Griffeinrichtung 16 angeordnet ist.
[0055] Am Gehäuse 14 ist ferner eine Sprüheinheit 18 angeordnet, ausgestaltet als Sprühkopf,
die um eine Drehachse 20 drehbar am Gehäuse 14 gelagert ist.
[0056] An einen Einlass 22 der Sprühpistole 12 kann eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Leitung angeschlossen werden, um der Sprühpistole 12 eine Flüssigkeit, insbesondere
Wasser, zuzuführen. Wasser kann bei Betätigung eines Betätigungselementes 24, das
mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Ventileinheit gekoppelt ist, durch
die Sprühpistole 12 strömen und von der Sprüheinheit 18 versprüht werden.
[0057] Das Gehäuse 14 bildet für das Wasser einen Bereitstellungskanal 26, dessen der Sprüheinheit
18 zugewandter Bereich in Figur 12 abschnittsweise dargestellt ist. Der Bereitstellungskanal
26 weist einen mit Wasser beaufschlagbaren Abschnitt 28 auf, der durch eine in der
Zeichnung nicht dargestellte Verbindung mit einem Abschnitt 30 strömungsverbunden
ist. Der Abschnitt 30 ist durch eine Gehäuseöffnung 32 gebildet, die an einer der
Sprüheinheit 18 zugewandten Stirnseite 34 im Gehäuse 14 angeordnet ist.
[0058] Wie insbesondere aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, weist die Sprüheinheit 18 eine
Mehrzahl von Düsenelementen auf. Mit den Düsenelementen können unterschiedliche Sprühmuster
des versprühten Wassers bereitgestellt werden.
[0059] Insgesamt sind vier Düsenelemente vorgesehen, darunter eine Punktstrahldüse 36, eine
Nebeldüse 38, eine Flachstrahldüse 40 und eine Regenbrause 42. Die Regenbrause 42
umfasst eine Vielzahl von einzelnen punktförmigen oder im Wesentlichen punktförmigen
Öffnungen, die bezüglich der Drehachse 20 ringförmig an einer Endfläche 44 der Sprüheinheit
18 angeordnet sind. Die Punktstrahldüse 36, die Nebeldüse 38 und die Flachstrahldüse
40 sind im gleichen Radius an der Endfläche 44 angeordnet, innerhalb eines von den
Einzeldüsen der Regenbrause 42 gebildeten Ringes.
[0060] Die Bezugszeichen 46, 48, 50 und 52 kennzeichnen die Punktstrahldüse 36, die Nebeldüse
38, die Flachstrahldüse 40 und die Regenbrause 42 als Düsenelemente. Den Düsenelementen
46 bis 52 ist ein jeweiliger Zuführkanal zum Zuführen von Wasser in der Sprüheinheit
18 zugeordnet. Ein jeweiliger Zuführkanal weist eine Eintrittsöffnung für Wasser auf.
Dem Düsenelement 46 ist ein Zuführkanal 54 mit einer Eintrittsöffnung 62 zugeordnet,
dem Düsenelement 48 eine Zuführkanal 56 mit einer Eintrittsöffnung 64, dem Düsenelement
50 ein Zuführkanal 58 mit einer Eintrittsöffnung 66 und dem Düsenelement 52 ein Zuführkanal
60 mit einer Eintrittsöffnung 68.
[0061] Die Eintrittsöffnungen 62 bis 68 sind an einer Stirnseite 70 der Sprüheinheit 18,
die dem Gehäuse 14 zugewandt ist, angeordnet. An der Stirnseite 70 umfasst die Sprüheinheit
18 eine vorliegend insbesondere planare Stirnfläche 72.
[0062] Die Eintrittsöffnungen 62 bis 68 sind im gleichen Radius bezüglich der Drehachse
20 angeordnet. Die Eintrittsöffnungen 62 bis 68 sind gleichmäßig voneinander beabstandet,
d. h. benachbarte Eintrittsöffnungen 62 bis 68 weisen jeweils denselben Winkelabstand
bezüglich der Drehachse 20 voneinander auf.
[0063] Die Zuführkanäle 54 bis 60 verlaufen parallel zur Drehachse 20 und vorzugsweise im
gleichen Winkelabstand und Radius voneinander bezüglich der Drehachse 20.
[0064] Zur Vereinfachung der weitergehenden Erläuterung der vorliegenden Erfindung wird
die Eintrittsöffnung 62 als erste Eintrittsöffnung, der Zuführkanal 54 als erster
Zuführkanal und das Düsenelement 46 als erstes Düsenelement angesehen. Die Eintrittsöffnung
64 wird als zweite Eintrittsöffnung, der Zuführkanal 56 als zweiter Zuführkanal und
das Düsenelement 48 als zweites Düsenelement angesehen. Diese Definition ist vorliegend
nicht einschränkend, es könnten jeweils benachbarte Eintrittsöffnungen 62 bis 68 als
erste und zweite Eintrittsöffnungen und die ihnen zugeordneten Düsenelemente 46 bis
52 als erste und zweite Düsenelemente angesehen werden.
[0065] Zum Abdichten zwischen dem Gehäuse 14 und der Sprüheinheit 18 umfasst die Sprühpistole
12 eine Dichteinrichtung 74. Die Dichteinrichtung 74 ist zwischen das Gehäuse 14 und
die Sprüheinheit 18 geschaltet und kontaktiert einerseits die Stirnfläche 72 der Sprüheinheit
18 und ist andererseits an der Stirnseite 34 des Gehäuses 14 angeordnet (Figur 12).
[0066] Wie insbesondere aus den Figuren 2, 3 und 12 hervorgeht, umfasst die Dichteinrichtung
74 ein Trägerelement 76, das vorliegend scheibenförmig ausgestaltet ist, insbesondere
als Ringscheibe. Im Trägerelement 76 ist eine Öffnung 78 gebildet. Ein Lagerelement
80, das an der Sprüheinheit 18 angreift, durchgreift die Öffnung 78 und ist im Gehäuse
14 gehalten. Das Lagerelement 80 dient zur drehbaren Lagerung der Sprüheinheit 18
am Gehäuse 14. Ferner ist die Dichteinrichtung 74 über das Lagerelement am Gehäuse
14 festgelegt.
[0067] Vom Trägerelement 76 steht in Richtung des Inneren des Gehäuses 14 eine Aufnahme
82 ab. Die Aufnahme 82 hat eine in Bezug auf die Drehachse 20 ungefähr kreisringsegmentförmige
Gestalt und ist ungefähr nierenförmig. Die Aufnahme 82 weist eine Wandung 84 auf.
Die Wandung 84 fasst eine weitere Öffnung 86 ein. An der dem Trägerelement 76 abgewandten
Seite ist an der Wandung 84 ein umlaufendes Dichtelement 88 in Form eines Dichtwulstes
gebildet.
[0068] Die Öffnung 86 ist im Trägerelement 76 im Abstand zur Drehachse 20 gebildet und im
Abstand zum Außenrand des Trägerelementes 76.
[0069] Die Sprühpistole 12 umfasst ein Vorspannelement 90 zum Beaufschlagen der Dichteinrichtung
74 mit einer auf die Stirnfläche 72 gerichteten Vorspannkraft. Das Vorspannelement
90 beaufschlagt zu diesem Zweck ein Andrückelement 92, das sich seinerseits an der
Dichteinrichtung 74 auf deren der Sprüheinheit 18 abgewandten Seite abstützt. Das
Vorspannelement 90 ist ausgestaltet als Druckfeder 94, die sich am Gehäuse 14 und
am Andrückelement 92 abstützt.
[0070] Das Andrückelement 92 ist bevorzugt formschlüssig in die Aufnahme 82 der Dichteinrichtung
74 eingesetzt. Im Andrückelement 92 ist eine Durchgangsöffnung 96 gebildet, die mit
der Öffnung 86 des Trägerelementes 76 fluchtet. Der Bereitstellungskanal 26 wird,
sich an die Abschnitte 28 und 30 anschließend, durch die Durchgangsöffnung 96 im Andrückelement
92 gebildet. Die Öffnung 86 ist eine Austrittsöffnung des Bereitstellungskanals 26
für Wasser, das der Sprühpistole 12 zugeführt wird.
[0071] Nachfolgend wird zunächst auf die Figuren 3 bis 6 verwiesen, die Dichtelemente der
Dichteinrichtung 74 zeigen und eine Mehrzahl von der Dichteinrichtung 74 gebildete
Dichtkonturen.
[0072] Vom Trägerelement 76 stehen in Richtung der Stirnfläche 72 Dichtelemente der Dichteinrichtung
74 ab. Über die Dichtelemente können eine bestehende Stömungsverbindung vom Bereitstellungskanal
26 zu einem jeweiligen die Sprühstellung einnehmenden Düsenelement 46 bis 52 abgedichtet
werden, die Eintrittsöffnungen 62 bis 68 relativ zueinander und die Sprüheinheit 18
zum Gehäuse 14, worauf in der Folge eingegangen wird.
[0073] Die Dichteinrichtung 74 weist zwei in Umfangsrichtung der Drehachse 20 verlaufende
und radial voneinander beabstandete Dichtelemente 98 und 100 auf. Das Dichtelement
98 ist radial außenseitig, vorzugsweise am Rand des Trägerelementes 76 angeordnet.
Das Dichtelement 100 ist radial innenseitig, insbesondere am Rand der Öffnung 78 angeordnet.
Beide Dichtelemente 98, 100 sind vorzugsweise in Umfangsrichtung der Drehachse in
sich geschlossen. Günstigerweise sind die Dichtelemente 98, 100 kreisrandförmig.
[0074] Weiter umfasst die Dichteinrichtung 74 vier radial verlaufende Dichtelemente 102,
104, 106 und 108. Die Dichtelemente 102 bis 108 verbinden die Dichtelemente 98 und
100 und verlaufen radial bezüglich der Drehachse 20. Die Dichtelemente 102 und 104
sind zwischen den Dichtelementen 106 und 108 angeordnet, bezogen auf die Umfangsrichtung
der Drehachse 20. Die Dichtelemente 102 und 104 weisen einen Winkelabstand bezüglich
der Drehachse 20 von beispielsweise ungefähr 50° bis 60° auf. Die Dichtelemente 106
und 108 weisen einen Winkelabstand von beispielsweise ungefähr 110° bis 120° auf.
Der Winkelabstand des Dichtelementes 106 vom Dichtelement 102 ist gleich oder im Wesentlichen
gleich dem Winkelabstand des Dichtelementes 108 vom Dichtelement 104.
[0075] Die Dichtelemente 98 bis 108 sind vorliegend rippen- oder leistenförmig. Infolge
der rippen- oder leistenförmigen Ausgestaltung der Dichtelemente 98 bis 108 weisen
die nachfolgend erläuterten Dichtkonturen, die von der Dichteinrichtung 74 gebildet
werden, an ihren Grenzen einen linienförmigen oder im Wesentlichen linienförmigen
Verlauf auf.
[0076] Die Sprüheinheit 18 sowie das jeweilige Düsenelement 46 bis 52 können unterschiedliche
Sprühstellungen einnehmen. Bei einer Sprühstellung eines Düsenelementes 46 bis 52
besteht eine Strömungsverbindung durch den Bereitstellungskanal 26 und den dem Düsenelement
46 bis 52 jeweils zugeordneten Zuführkanal 54 bis 60 hindurch, so dass Wasser vom
jeweiligen Düsenelement 46 bis 52 versprüht werden kann. Durch Drehen der Sprüheinheit
18 um die Drehachse 20 kann die Sprühstellung gewechselt werden. In der jeweiligen
Sprühstellung eines Düsenelementes 46 bis 52 und beim Wechsel der Sprühstellungen
werden die Eintrittsöffnungen 62 bis 68 mittels der Dichteinrichtung 74 auf unterschiedliche
Weise relativ zueinander abgedichtet.
[0077] Außerdem ist es günstig, dass eine Abdichtung sämtlicher Eintrittsöffnungen 62 bis
68 nach außen erfolgt. Zu diesem Zweck bildet die Dichteinrichtung 74 eine Restflüssigkeit-Dichtkontur
110, die in Figur 6 schematisch dargestellt ist. Die Restflüssigkeit-Dichtkontur 110
ist kreisringförmig und radial außenseitig vom Dichtelement 98 sowie radial innenseitig
vom Dichtelement 100 begrenzt.
[0078] Die Dichteinrichtung 74 ist so bemessen, dass die Eintrittsöffnungen 62 bis 68 sowie
die Austrittsöffnung 86 alle innerhalb der Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 zwischen
den Dichtelementen 98, 100 angeordnet sind (Figuren 7 bis 11). Dies ist unabhängig
davon der Fall, welches Düsenelement 46 bis 52 eine Sprühstellung einnimmt und ob
ein Wechsel zwischen Sprühstellungen erfolgt. Die Dichtelemente 98, 100 liegen radial
dichtend in axialer Richtung an der Stirnfläche 72 an. Wasser in der Sprühpistole
12 zwischen dem Einlass 22 und den Düsenelementen 46 bis 52 kann auf diese Weise nicht
zwischen dem Gehäuse 14 und der Sprüheinheit 18 austreten. Dies ist auch dann der
Fall, wenn der Bereitstellungskanal 26 mit Druck durch ihm zugeführtes Wasser beaufschlagt
ist. Allenfalls dringt Wasser durch die Düsenelemente 46 bis 52 am Auslass der Sprüheinheit
18 nach draußen.
[0079] Durch Vorsehen der Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 wird die Handhabung der Sprühpistole
12 verbessert, denn unerwünschter Austritt von Flüssigkeit zwischen der Sprüheinheit
18 und dem Gehäuse 14 wird vermieden.
[0080] Die Dichteinrichtung 74 definiert ferner eine Sprühstellung-Dichtkontur 112. Die
Sprühstellung-Dichtkontur 112 ist in Figur 4 schematisch dargestellt und vorliegend
kreisringsegmentförmig.
[0081] Die Sprühstellung-Dichtkontur 112 wird radial außenseitig durch einen Abschnitt 114
des Dichtelementes 98 und radial innenseitig durch einen Abschnitt 116 des Dichtelementes
100 begrenzt. In Umfangsrichtung der Drehachse 20 wird die Sprühstellung-Dichtkontur
112 von den Dichtelementen 102 und 104 begrenzt. Die Sprühstellung-Dichtkontur 112
dient zum Abdichten der Eintrittsöffnungen 62 bis 68 nach außen relativ zu den anderen
Eintrittsöffnungen 62 bis 68, wenn ein jeweiliges Düsenelement 46 bis 52 eine Sprühstellung
einnimmt. Dadurch kann die Stömungsverbindung abgedichtet werden.
[0082] Die Dichteinrichtung 74 bildet ferner eine Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118,
die in Figur 5 dargestellt ist. Die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118 ist kreisringsegmentförmig
gebildet. Radial außenseitig und radial innenseitig begrenzen Abschnitte 120 des Dichtelementes
98 bzw. 122 des Dichtelementes 100 die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118. In Umfangsrichtung
der Drehachse 20 wird diese durch die Dichtelemente 106 und 108 begrenzt.
[0083] Die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118 erstreckt sich in Umfangsrichtung der Drehachse
20 über einen größeren Winkelbereich als die Sprühstellung-Dichtkontur 112 aufgrund
der Relativanordnung der Dichtelemente 106 und 108 einerseits und 102 und 104 andererseits.
Die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118 erstreckt sich in Umfangsrichtung der Drehachse
20 zu beiden Seiten der Sprühstellung-Dichtkontur 112. Insbesondere überdeckt die
Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118 die Sprühstellung-Dichtkontur 112.
[0084] Ein von der Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118 eingefasster Sprühstellungwechsel-Dichtbereich
124 fasst einen von der Sprühstellung-Dichtkontur 112 eingefassten Sprühstellung-Dichtbereich
126 ein. Der Sprühstellung-Dichtbereich 126 ist Bestandteil des Sprühstellungwechsel-Dichtbereichs
124.
[0085] Ferner sind der Sprühstellung-Dichtbereich 126 und der Sprühstellungwechsel-Dichtbereich
124 Bestandteil eines von der Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 eingefassten, vorliegend
kreisringförmigen Restflüssigkeit-Dichtbereiches 128.
[0086] Die Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 überdeckt die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur
118 und die Sprühstellung-Dichtkontur 112.
[0087] Besonders vorteilhaft ist es, dass die Dichtelemente 98 und 100 für die Bildung sowohl
der Sprühstellung-Dichtkontur 112 als auch der Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118
und der Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 zumindest jeweils abschnittsweise beitragen.
Die Dichtkonturen 112, 118 und 110 verlaufen jeweils entlang eines gemeinsamen Abschnittes
114 bzw. 116 sowie 120 bzw. 122. Für die unterschiedlichen Funktionen der Abdichtung,
die die Dichteinrichtung 74 erfüllt, kann dadurch eine konstruktiv besonders vorteilhafte
Ausgestaltung erzielt werden.
[0088] Nachfolgend wird auf die Figuren 7 bis 11 verwiesen, in der die Abdichtung von Sprühstellungen
und Sprühstellungwechseln durch die Dichteinrichtung 74 gezeigt ist.
[0089] Figur 7 zeigt eine Stellung der Sprüheinheit 18, in der das Düsenelement 46 (Punktstrahldüse
36) eine Sprühstellung einnimmt. Die - ohne Beschränkung der Allgemeinheit - erste
Eintrittsöffnung 62 ist im Sprühstellung-Dichtbereich 126 angeordnet, von der Sprühstellung-Dichtkontur
112 eingefasst. Die Lage der Austrittsöffnung 86 des Bereitstellungskanals 26 ist
durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.
[0090] Die Sprühstellung-Dichtkontur 112 dichtet die erste Eintrittsöffnung 62 von den weiteren
Eintrittsöffnungen 64 bis 68 ab, insbesondere der zweiten Eintrittsöffnung 64. Die
Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 verhindert den Austritt von in den Zuführkanälen 56
bis 60 möglicherweise noch enthaltenem Wasser (beispielsweise nach Sprühmusterwechsel)
zwischen dem Gehäuse 14 und der Sprüheinheit 18.
[0091] In der Sprühstellung des Düsenelementes 46 besteht eine Strömungsverbindung vom Bereitstellungskanal
26 durch die Austrittsöffnung 86 und die Eintrittsöffnung 62 hindurch zum Zuführkanal
54.
[0092] Entsprechendes gilt für die in Figur 10 gezeigte Situation, in der das Düsenelement
48 (Nebeldüse 38) eine Sprühstellung einnimmt. Die zweite Eintrittsöffnung 64 ist
im Sprühstellung-Dichtbereich 126 angeordnet und wird von der Sprühstellung-Dichtkontur
112 eingefasst. Die weiteren Eintrittsöffnungen 62, 66 und 68 sind außerhalb des Sprühstellung-Dichtbereichs
126 angeordnet und von diesem über die Sprühstellung-Dichtkontur 112 abgedichtet.
Die Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 verhindert den Austritt von etwaigem Restwasser
in den Zuführkanälen 54, 58 und 60. Es besteht eine Strömungsverbindung vom Bereitstellungskanal
26 durch die Öffnungen 86 und 64 in den Zuführkanal 56.
[0093] Die Figuren 8 und 9 zeigen den Wechsel von der Sprühstellung des Düsenelementes 46
zur Sprühstellung des Düsenelementes 48 und umgekehrt.
[0094] Zum Wechseln der Sprühstellung wird die Sprüheinheit 18 um die Drehachse 20 relativ
zum Gehäuse 14 verdreht. Die Stirnfläche 72 bewegt sich gleitend über die Dichtelemente
98 bis 108. Die erste Eintrittsöffnung 62 tritt aus dem Sprühstellung-Dichtbereich
126 aus, und die zweite Eintrittsöffnung 64 tritt in den Sprühstellung-Dichtbereich
126 ein.
[0095] Die Sprühstellung-Dichtkontur 112 ist so bemessen im Verhältnis zum Winkelabstand
der Eintrittsöffnungen 62 und 64, dass die Eintrittsöffnung 64 bereits dann in den
Sprühstellung-Dichtbereich 126 eintritt, wenn noch ein Abschnitt der Eintrittsöffnung
62 im Sprühstellung-Dichtbereich 126 angeordnet ist (Figur 9).
[0096] Beim Wechsel der Sprühstellung besteht daher für einen gewissen Winkelbereich der
Drehung um die Drehachse 20, und zeitweise, eine Strömungsverbindung vom Bereitstellungskanal
26 mit beiden Zuführkanälen 54, 56. Dadurch ist sichergestellt, dass ein Wechsel der
Sprühstellung auch dann handhabungsfreundlich möglich ist, wenn der Bereitstellungskanal
26 mit Druck beaufschlagt wird. Druckspitzen am Sprühstellung-Dichtbereich 126 lassen
sich auf diese Weise vermeiden, und infolgedessen ein Herausspritzen von Wasser zwischen
der Sprühpistole 12 und dem Gehäuse 14, beispielsweise infolge unerwünschten Abhebens
der Dichteinrichtung 74 von der Stirnfläche 72.
[0097] Beim Wechsel der Sprühstellung, wenn die Eintrittsöffnungen 62 und 64 jeweils zumindest
abschnittsweise außerhalb des Sprühstellung-Dichtbereiches 126 angeordnet sind, dichtet
die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118 die Eintrittsöffnungen 62 und 64 relativ
zu den weiteren Eintrittsöffnungen (hier vorliegend 66 und 68; Figuren 8 und 9). Beide
Eintrittsöffnungen 62 und 64 sind innerhalb des Sprühstellungwechsel-Dichtbereichs
124 angeordnet, die weitergehenden Eintrittsöffnungen 66 und 68 außerhalb des Sprühstellungwechsel-Dichtbereichs
124.
[0098] Die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur 118 dichtet, damit während des Sprühstellungwechsels
kein Wasser vom Bereitstellungskanal 26 in unerwünschter Weise durch andere als die
Eintrittsöffnungen 62 und 64 austritt, vorliegend nicht durch die Eintrittsöffnungen
66 und 68. An anderen Düsenelementen als den Düsenelementen 46 und 48, d. h. vorliegend
den Düsenelementen 50 und 52, tritt daher kein Wasser aus.
[0099] Die Restflüssigkeit-Dichtkontur 110 verhindert auch in diesem Fall den Austritt von
Wasser zwischen dem Gehäuse 14 und der Sprüheinheit 18.
[0100] Aufgrund des identischen Winkelabstandes jeweils benachbarter Eintrittsöffnungen
62 bis 68 voneinander können die vorstehend erläuterten Abdichtungen bei Einnahme
jeder der Sprühstellungen und bei Wechsel zwischen den jeweiligen Sprühstellungen
erzielt werden.
Bezugszeichenliste:
[0101]
- 10
- Sprühvorrichtung
- 12
- Sprühpistole
- 14
- Gehäuse
- 16
- Griffeinrichtung
- 18
- Sprüheinheit
- 20
- Drehachse
- 22
- Einlass
- 24
- Betätigungselement
- 26
- Bereitstellungskanal
- 28
- Abschnitt
- 30
- Abschnitt
- 32
- Gehäuseöffnung
- 34
- Stirnseite
- 36
- Punktstrahldüse
- 38
- Nebeldüse
- 40
- Flachstrahldüse
- 42
- Regenbrause
- 44
- Endfläche
- 46
- Düsenelement
- 48
- Düsenelement
- 50
- Düsenelement
- 52
- Düsenelement
- 54
- Zuführkanal
- 56
- Zuführkanal
- 58
- Zuführkanal
- 60
- Zuführkanal
- 62
- Eintrittsöffnung
- 64
- Eintrittsöffnung
- 66
- Eintrittsöffnung
- 68
- Eintrittsöffnung
- 70
- Stirnseite
- 72
- Stirnfläche
- 74
- Dichteinrichtung
- 76
- Trägerelement
- 78
- Öffnung
- 80
- Lagerelement
- 82
- Aufnahme
- 84
- Wandung
- 86
- Austrittsöffnung
- 88
- Dichtelement
- 90
- Vorspannelement
- 92
- Andrückelement
- 94
- Druckfeder
- 96
- Durchgangsöffnung
- 98
- Dichtelement
- 100
- Dichtelement
- 102
- Dichtelement
- 104
- Dichtelement
- 106
- Dichtelement
- 108
- Dichtelement
- 110
- Restflüssigkeit-Dichtkontur
- 112
- Sprühstellung-Dichtkontur
- 114
- Abschnitt
- 116
- Abschnitt
- 118
- Sprühstellungwechsel-Dichtkontur
- 120
- Abschnitt
- 122
- Abschnitt
- 124
- Sprühstellungwechsel-Dichtbereich
- 126
- Sprühstellung-Dichtbereich
- 128
- Restflüssigkeit-Dichtbereich
1. Sprühvorrichtung, insbesondere zum Bewässern von Grünanlagen, umfassend ein Gehäuse
(14), in dem ein Bereitstellungskanal (26) für Flüssigkeit angeordnet oder gebildet
ist, sowie eine am Gehäuse (14) beweglich gehaltene Sprüheinheit (18) zum Versprühen
einer Flüssigkeit, welche Sprüheinheit (18) zwei oder mehr Düsenelemente (46, 48,
50, 52) aufweist und zwei oder mehr Zuführkanäle (54, 56, 58, 60) für Flüssigkeit,
die einem jeweiligen Düsenelement (46, 48, 50, 52) zugeordnet und mit diesem Düsenelement
(46, 48, 50, 52) strömungsverbunden sind, wobei mit den Düsenelementen (46, 48, 50,
52) unterschiedliche Sprühmuster bereitstellbar sind und durch Bewegen der Sprüheinheit
(18) relativ zum Gehäuse (14) das Sprühmuster veränderbar ist, wobei der Bereitstellungskanal
(26) in einer Sprühstellung eines jeweiligen Düsenelementes (46, 48, 50, 52) mit dem
diesem zugeordneten Zuführkanal (54, 56, 58, 60) strömungsverbunden ist, wobei eine
Dichteinrichtung (74) vorgesehen ist, die eine Sprühstellung-Dichtkontur (112) ausbildet,
die in einem Sprühstellung-Dichtbereich (126) eine Austrittsöffnung (86) des Bereitstellungskanals
(26) und in der Sprühstellung eines jeweiligen Düsenelementes (46, 48, 50, 52) die
Eintrittsöffnung (62, 64, 66, 68) des diesem zugeordneten Zuführkanals (54, 56, 58,
60) einfasst zum Bereitstellen einer abgedichteten Strömungsverbindung, wobei die
Eintrittsöffnung (62, 64, 66, 68) eines jeweils anderen Zuführkanals (54, 56, 58,
60) außerhalb des Sprühstellung-Dichtbereiches (126) angeordnet ist, und wobei die
Dichteinrichtung (74) eine Restflüssigkeit-Dichtkontur (110) ausbildet, die in einem
Restflüssigkeit-Dichtbereich (128) die Eintrittsöffnung (62, 64, 66, 68) des mindestens
einen weiteren Zuführkanals (54, 56, 58, 60) einfasst zum Bereitstellen einer Abdichtung
zwischen dem Gehäuse (14) und der Sprüheinheit (18), dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Wechsel der Sprühstellung von einem ersten Düsenelement (46, 48, 50, 52)
zu einem zweiten Düsenelement (46, 48, 50, 52) der zwei oder mehr Düsenelemente (46,
48, 50, 52) eine der Eintrittsöffnungen (62, 64, 66, 68) der den Düsenelementen (46,
48, 50, 52) zugeordneten Zuführkanäle (54, 56, 58, 60) aus dem Sprühstellung-Dichtbereich
(126) austritt und die Eintrittsöffnung (62, 64, 66, 68) des jeweils anderen Zuführkanals
(54, 56, 58, 60) bereits dann in den Sprühstellung-Dichtbereich (126) eintritt, wenn
noch ein Abschnitt der erstgenannten Eintrittsöffnung (62, 64, 66, 68) im Sprühstellung-Dichtbereich
(126) angeordnet ist, so dass der Bereitstellungskanal (26) mit beiden Zuführkanälen
(54, 56, 58, 60) strömungsverbunden ist.
2. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Restflüssigkeit-Dichtkontur (110) die Sprühstellung-Dichtkontur (112) überdeckt
und die Eintrittsöffnungen (62, 64, 66, 68) aller Zuführkanäle (54, 56, 58, 60) einfasst
und/oder dass die Restflüssigkeit-Dichtkontur (110) die Eintrittsöffnungen (62, 64,
66, 68) unabhängig von der Relativstellung der Sprüheinheit (18) und des Gehäuses
(14) zum Bereitstellen der Abdichtung einfasst.
3. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Folgenden gilt:
- die Restflüssigkeit-Dichtkontur (110) ist bezüglich einer von der Sprühvorrichtung
(10) definierten Achse (20) von mindestens einem in Umfangsrichtung der Achse (20)
und/oder radial zur Achse (20) verlaufenden Dichtelement (98, 100) der Dichteinrichtung
(74) begrenzt;
- die Restflüssigkeit-Dichtkontur (110) ist ringförmig, kreisförmig, ringsegmentförmig
oder kreissektorförmig gebildet.
4. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Folgenden gilt:
- die Sprühstellung-Dichtkontur (112) ist bezüglich einer von der Sprühvorrichtung
(10) definierten Achse (20) von mindestens einem in Umfangsrichtung der Achse (20)
und/oder radial zur Achse (20) verlaufenden Dichtelement (98, 100, 102, 104) der Dichteinrichtung
(74) begrenzt;
- die Sprühstellung-Dichtkontur (112) ist ringsegmentförmig oder kreissektorförmig
gebildet.
5. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühstellung-Dichtkontur (112) zumindest abschnittsweise entlang der Restflüssigkeit-Dichtkontur
(110) verläuft, wobei mindestens ein Dichtelement (98, 100) der Dichteinrichtung (74)
abschnittsweise die Sprühstellung-Dichtkontur (112) und die Restflüssigkeit-Dichtkontur
(110) bildet.
6. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung (74) eine die Sprühstellung-Dichtkontur (112) vorzugsweise überdeckende
Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118) ausbildet, die in einem Sprühstellungwechsel-Dichtbereich
(124) beim Wechsel der Sprühstellung zwischen dem ersten Düsenelement (46, 48, 50,
52) und dem zweiten Düsenelement (46, 48, 50, 52) die Eintritts-öffnungen (62, 64,
66, 68) der diesen zugeordneten Zuführkanäle (54, 56, 58, 60) einfasst zum Bereitstellen
einer abgedichteten Strömungsverbindung, wenn beide Eintrittsöffnungen (62, 64, 66,
68) zumindest abschnittsweise außerhalb des Sprühstellung-Dichtbereiches (126) angeordnet
sind.
7. Sprühvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Eintrittsöffnung (62, 64, 66, 68) eines Zuführkanals (54, 56, 58, 60), der einem
dritten, vom ersten Düsenelement (46, 48, 50, 52) und vom zweiten Düsenelement (46,
48, 50, 52) unterschiedlichen Düsenelement (46, 48, 50, 52) zugeordnet ist, bei Einnahme
der Sprühstellung des ersten Düsenelementes (46, 48, 50, 52) oder zweiten Düsenelementes
(46, 48, 50, 52) und beim Wechsel der Sprühstellung zwischen dem ersten Düsenelement
(46, 48, 50, 52) und dem zweiten Düsenelement (46, 48, 50, 52) außerhalb des Sprühstellungwechsel-Dichtbereiches
(124) angeordnet ist.
8. Sprühvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Folgenden gilt:
- die die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118) ist bezüglich einer von der Sprühvorrichtung
(18) definierten Achse (20) von mindestens einem in Umfangsrichtung der Achse (20)
und/oder radial zur Achse (20) verlaufenden Dichtelement (98, 100, 106, 108) der Dichteinrichtung
(74) begrenzt;
- die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118) ist ringsegmentförmig, kreissektorförmig,
ringförmig oder kreisförmig gebildet.
9. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118) bezüglich einer von der Sprühvorrichtung
(18) definierten Achse (20) über einen größeren Winkelbereich erstreckt als eine bezüglich
der Achse (20) ringsegmentförmig oder kreissektorförmig gebildete Sprühstellung-Dichtkontur
(112) und/oder dass sich die Restflüssigkeit-Dichtkontur (110) über einen größeren
Winkelbereich erstreckt als eine bezüglich der Achse (20) ringsegmentförmig oder kreissektorförmig
gebildete Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118), insbesondere dass die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur
(118) die Sprühstellung-Dichtkontur (112) in Umfangsrichtung der Achse (20) zu beiden
Seiten überdeckt.
10. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118) zumindest abschnittsweise entlang der
Restflüssigkeit-Dichtkontur (110) und/oder entlang der Sprühstellung-Dichtkontur (112)
verläuft, wobei mindestens ein Dichtelement (98, 100) der Dichteinrichtung (74) abschnittsweise
die die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118) sowie die Restflüssigkeit-Dichtkontur
(110) bildet und/oder die Sprühstellungwechsel-Dichtkontur (118) sowie die Sprühstellung-Dichtkontur
(112) bildet.
11. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sprüheinheit (18) drei oder mehr Düsenelemente (46, 48, 50, 52) und diesen jeweils
zugeordnete Zuführkanäle (54, 56, 58, 60) aufweist, insbesondere vier Düsenelemente
(46, 48, 50, 52) und vier Zuführkanäle (54, 56, 58, 60), und/oder dass die Düsenelemente
(46, 48, 50, 52) zumindest zwei der Folgenden umfassen:
- eine Punktstrahldüse (36) für ein Punktstrahl-Sprühmuster;
- eine Nebeldüse (38) für einen Sprühnebel;
- eine Flachstrahldüse (40) für ein Flachstrahl-Sprühmuster;
- eine Regenbrause (42) mit einer Vielzahl von Strahlen emittierenden punktförmigen
oder im Wesentlichen punktförmigen Einzeldüsen.
12. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprüheinheit (18) am Gehäuse (14) beweglich gelagert ist zum Wechsel der Sprühstellungen,
insbesondere dass die Sprüheinheit (18) am Gehäuse (14) um eine Drehachse (20) drehbar
gelagert ist und/oder relativ zum Gehäuse (14) längs einer Verschieberichtung verschiebbar
ist.
13. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung (74) Dichtelemente (98, 100, 102, 104, 106, 108) aufweist, die
eine oder mehrere von der Dichteinrichtung (74) gebildete Dichtkontur(en) (110, 112,
118) linienförmig begrenzen, insbesondere dass die Dichtelemente (98, 100, 102, 104,
106, 108) rippenförmig oder leistenförmig ausgestaltet sind.
14. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung (74) ein Trägerelement (76) umfasst, an dem Dichtelemente (98,
100, 102, 104, 106, 108) zur Ausbildung von einer oder mehreren von der Dichteinrichtung
(74) gebildeten Dichtkontur(en) (110, 112, 118) in Richtung der Sprüheinheit (18)
abstehen, insbesondere dass die Dichtelemente (98, 100, 102, 104, 106, 108) einstückig
mit dem Trägerelement (76) gebildet sind.
15. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung (74) ortsfest relativ zum Gehäuse (14) angeordnet ist und dass
die Sprüheinheit (18) relativ zur ortsfesten Dichteinrichtung (74) bewegbar ist, insbesondere
dass die Sprüheinheit (18) beim Bewegen relativ zum Gehäuse (14) gleitend über Dichtelemente
(98, 100, 102, 104, 106, 108) der Dichteinrichtung (74) bewegbar ist.
16. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühvorrichtung (10) ein die Dichteinrichtung (74) in Richtung auf die Sprüheinheit
(18) vorspannendes Vorspannelement (90) aufweist, insbesondere dass das Vorspannelement
(90) ein Andrückelement (92) beaufschlagt, das an der Dichteinrichtung (94) anliegt
und einen Abschnitt des Bereitstellungskanals (26) ausbildet.
17. Sprühvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichteinrichtung (74) einstückig ausgestaltet ist, dass die Sprühvorrichtung
(10) handbetätigbar ist und/oder dass die Sprühvorrichtung (10) als Sprühpistole (12)
oder als Gießstab ausgestaltet ist.
1. Spraying apparatus, in particular for watering green areas, comprising a housing (14)
in which a provisioning channel (26) for liquid is arranged or formed, and a spraying
unit (18), which is moveably held on the housing (14), for spraying a liquid, which
spraying unit (18) has two or more nozzle elements (46, 48, 50, 52) and two or more
supply channels (54, 56, 58, 60) for liquid which are associated with a respective
nozzle element (46, 48, 50, 52) and are flow-connected to said nozzle element (46,
48, 50, 52), wherein different spray patterns are providable with the nozzle elements
(46, 48, 50, 52) and the spray pattern is variable by moving the spray unit (18) relative
to the housing (14), wherein the provisioning channel (26) in a spray position of
a respective nozzle element (46, 48, 50, 52) is flow-connected to the supply channel
(54, 56, 58, 60) associated therewith, wherein a sealing device (74) is provided which
forms a spray position sealing contour (112) that surrounds an outlet opening (86)
of the provisioning channel (26) in a spray position sealing region (126) and surrounds
the inlet opening (62, 64, 66, 68) of the supply channel (54, 56, 58, 60) associated
therewith in the spray position of a respective nozzle element (46, 48, 50, 52) for
providing a sealed flow connection, wherein the inlet opening (62, 64 ,66, 68) of
a respective other supply channel (54, 56, 58, 60) is arranged outside of the spray
position sealing region (126), and wherein the sealing device (74) forms a residual
liquid sealing contour (110) which surrounds the inlet opening (62, 64, 66, 68) of
the at least one further supply channel (54, 56, 58, 60) in a residual liquid sealing
region (128) for providing a seal between the housing (14) and the spray unit (18),
characterized in that, when changing the spray position from a first nozzle element (46, 48, 50, 52) to
a second nozzle element (46, 48, 50, 52) of the two or more nozzle elements (46, 48,
50, 52), one of the inlet openings (62, 64, 66, 68) of the supply channels (54, 56,
58, 60) associated with the nozzle elements (46, 48, 50, 52) exits the spray position
sealing region (126) and the inlet opening (62, 64, 66, 68) of the respective other
supply channel (54, 56, 58, 60) enters the spray position sealing region (126) when
a portion of the first-mentioned inlet opening (62, 64, 66, 68) is still arranged
in the spray position sealing region (126), such that the provisioning channel (26)
is flow-connected to both supply channels (54, 56, 58, 60).
2. Spraying apparatus in accordance with Claim 1, characterized in that the residual liquid sealing contour (110) covers the spray position sealing contour
(112) and surrounds the inlet openings (62, 64, 66, 68) of all supply channels (54,
56, 58, 60), and/or in that the residual liquid sealing contour (110) surrounds the inlet openings (62, 64, 66,
68) irrespective of the relative position of the spray unit (18) and of the housing
(14) for providing the seal.
3. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims,
characterized in that at least one of the following applies:
- the residual liquid sealing contour (110) is delimited with respect to an axis (20)
defined by the spraying apparatus (10) by at least one sealing element (98, 100) of
the sealing device (74) extending in the circumferential direction of the axis (20)
and/or radially to the axis (20);
- the residual liquid sealing contour (110) is formed to be annular, circular, ring
segment-shaped, or circular sector-shaped.
4. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims,
characterized in that at least one of the following applies:
- the spray position sealing contour (112) is delimited with respect to an axis (20)
defined by the spraying apparatus (10) by at least one sealing element (98, 100, 102,
104) of the sealing device (74) extending in the circumferential direction of the
axis (20) and/or radially to the axis (20);
- the spray position sealing contour (112) is formed to be ring segment-shaped or
circular sector-shaped.
5. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the spray position sealing contour (112) extends, at least in sections, along the
residual liquid sealing contour (110), wherein at least one sealing element (98, 100)
of the sealing device (74) forms the spray position sealing contour (112) and the
residual liquid sealing contour (110) in sections.
6. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the sealing device (74) forms a spray position change sealing contour (118) which
preferably covers the spray position sealing contour (118) and which surrounds the
inlet openings (62, 64, 66, 68) of the supply channels (54, 56, 58, 60) associated
therewith in a spray position change sealing region (124) when changing the spray
position between the first nozzle element (46, 48, 50, 52) and the second nozzle element
(46, 48, 50, 52) for providing a sealed flow connection when both inlet openings (62,
64, 66, 68) are arranged outside of the spray position sealing region (126) at least
in sections.
7. Spraying apparatus in accordance with Claim 6, characterized in that an inlet opening (62, 64, 66, 68) of a supply channel (54, 56, 58, 60), which is
associated with a third nozzle element (46, 48, 50, 52) different from the first nozzle
element (46, 48, 50, 52) and from the second nozzle element (46, 48, 50 ,52), is arranged
outside of the spray position change sealing region (124) when adopting the spray
position of the first nozzle element (46, 48, 50, 52) or second nozzle element (46,
48, 50, 52) and when changing the spray position between the first nozzle element
(46, 48, 50, 52) and the second nozzle element (46, 48, 50, 52).
8. Spraying apparatus in accordance with Claim 6 or 7,
characterized in that at least one of the following applies:
- the spray position change sealing contour (118) is delimited with respect to an
axis (20) defined by the spraying apparatus (18) by at least one sealing element (98,
100, 106, 108) of the sealing device (74) extending in the circumferential direction
of the axis (20) and/or radially to the axis (20);
- the spray position change sealing contour (118) is formed to be ring segment-shaped,
circular sector-shaped, annular, or circular.
9. Spraying apparatus in accordance with any one of Claims 6 to 8, characterized in that the spray position change sealing contour (118) extends over a larger angular range
in relation to an axis (20) defined by the spraying apparatus (18) than a spray position
sealing contour (112) which is formed to be ring segment-shaped or circular sector-shaped
in relation to the axis (20), and/or in that the residual liquid sealing contour (110) extends over a larger angular range than
a spray position change sealing contour (118) which is formed to be ring segment-shaped
or circular sector-shaped in relation to the axis (20), in particular in that the spray position change sealing contour (118) covers the spray position sealing
contour (112) on both sides in the circumferential direction of the axis (20).
10. Spraying apparatus in accordance with any one of Claims 6 to 9, characterized in that the spray position change sealing contour (118) extends, at least in sections, along
the residual liquid sealing contour (110) and/or along the spray position sealing
contour (112), wherein at least one sealing element (98, 100) of the sealing device
(74) forms, at least in sections, the spray position change sealing contour (118)
and the residual liquid sealing contour (110) and/or forms the spray position change
sealing contour (118) and the spray position sealing contour (112).
11. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims,
characterized in that the spray unit (18) has three or more nozzle elements (46, 48, 50, 52) and respective
supply channels (54, 56, 58, 60) associated therewith, in particular four nozzle elements
(46, 48, 50, 52) and four supply channels (54, 56, 58, 60), and/or
in that the nozzle elements (46, 48, 50, 52) comprise at least two of the following:
- a point jet nozzle (36) for a point jet spray pattern;
- a mist nozzle (38) for a mist spray;
- a flat jet nozzle (40) for a flat jet spray pattern;
- a shower nozzle (42) with a multiplicity of point-shaped or substantially point-shaped
jet-emitting individual nozzles.
12. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the spray unit (18) is moveably mounted on the housing (14) for changing the spray
positions, in particular in that the spray unit (18) is mounted on the housing (14) so as to be rotatable about a
rotational axis (20) and/or is displaceable relative to the housing (14) along a direction
of displacement.
13. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the sealing device (74) has sealing elements (98, 100, 102, 104, 106, 108) which
linearly delimit one or more sealing contours) (110, 112, 118) formed by the sealing
device (74), in particular in that the sealing elements (98, 100, 102, 104, 106, 108)
are of ribshaped or strip-shaped configuration.
14. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the sealing device (74) comprises a support element (76) on which sealing elements
(98, 100, 102, 104, 106, 108) protrude in the direction of the spray unit (18) for
forming one or more sealing contour(s) (110, 112, 118) formed by the sealing device
(74), in particular in that the sealing elements (98, 100, 102, 104, 106, 108) are formed as one piece with the
support element (76).
15. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the sealing device (74) is arranged stationary relative to the housing (14), and
in that the spray unit (18) is moveable relative to the stationary sealing device (74), in
particular in that the spray unit (18) is moveable in a sliding manner over sealing elements (98, 100,
102, 104, 106, 108) of the sealing device (74) when moving relative to the housing
(14).
16. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the spraying apparatus (10) has a biasing element (90) which biases the sealing device
(74) in the direction toward the spray unit (18), in particular in that the biasing element (90) acts upon a pressing element (92) which abuts against the
sealing device (94) and forms a section of the provisioning channel (26).
17. Spraying apparatus in accordance with any one of the preceding Claims, characterized in that the sealing device (74) is formed as one piece, in that the spraying apparatus (10) is hand-actuateable, and/or in that the spraying apparatus (10) is configured as a spray gun (12) or as a watering rod.
1. Dispositif de pulvérisation, destiné en particulier à l'arrosage d'espaces verts,
comprenant un boîtier (14), dans lequel est disposé ou formé un canal d'approvisionnement
(26) pour un liquide, ainsi qu'une unité de pulvérisation (18) retenue de manière
mobile sur le boîtier (14), destinée à pulvériser un liquide, laquelle unité de pulvérisation
(18) présente deux éléments buse (46, 48, 50, 52) ou plus et deux canaux d'amenée
(54, 56, 58, 60) ou plus pour un liquide, qui sont associés à un élément buse (46,
48, 50, 52) respectif et en liaison fluidique avec cet élément buse (46, 48, 50, 52),
dans lequel différentes configurations de pulvérisation peuvent être fournies avec
les éléments buse (46, 48, 50, 52) et la configuration de pulvérisation peut être
modifiée par le déplacement de l'unité de pulvérisation (18) par rapport au boîtier
(14), dans lequel le canal d'approvisionnement (26), dans une position de pulvérisation
d'un élément buse (46, 48, 50, 52) respectif, est en liaison fluidique avec le canal
d'amenée (54, 56, 58, 60) associé à celui-ci, dans lequel un dispositif d'étanchéité
(74) est prévu, qui réalise un contour d'étanchéité de position de pulvérisation (112),
qui, dans une zone d'étanchéité de position de pulvérisation (126), borde une ouverture
de sortie (86) du canal d'approvisionnement (26) et, dans la position de pulvérisation
d'un élément buse (46, 48, 50, 52) respectif, borde l'ouverture d'entrée (62, 64,
66, 68) du canal d'amenée (54, 56, 58, 60) associé à celui-ci pour la fourniture d'une
liaison fluidique étanchéifiée, dans lequel l'ouverture d'entrée (62, 64, 66, 68)
d'un autre canal d'amenée (54, 56, 58, 60) respectif est disposée à l'extérieur de
la zone d'étanchéité de position de pulvérisation (126), et dans lequel le dispositif
d'étanchéité (74) réalise un contour d'étanchéité de liquide résiduel (110), qui,
dans une zone d'étanchéité de liquide résiduel (128), borde l'ouverture d'entrée (62,
64, 66, 68) du au moins un autre canal d'amenée (54, 56, 58, 60) pour la fourniture
d'une étanchéité entre le boîtier (14) et l'unité de pulvérisation (18), caractérisé en ce que, lors d'un changement de la position de pulvérisation d'un premier élément buse (46,
48, 50, 52) à un deuxième élément buse (46, 48, 50, 52) des deux éléments buse (46,
48, 50, 52) ou plus, une des ouvertures d'entrée (62, 64, 66, 68) des canaux d'amenée
(54, 56, 58, 60) associés aux éléments buse (46, 48, 50, 52) sort de la zone d'étanchéité
de position de pulvérisation (126) et l'ouverture d'entrée (62, 64, 66, 68) de l'autre
canal d'amenée (54, 56, 58, 60) respectif pénètre alors déjà dans la zone d'étanchéité
de position de pulvérisation (126) lorsqu'une partie de l'ouverture d'entrée (62,
64, 66, 68) citée en premier est encore disposée dans la zone d'étanchéité de position
de pulvérisation (126), de sorte que le canal d'approvisionnement (26) est en liaison
fluidique avec les deux canaux d'amenée (54, 56, 58, 60).
2. Dispositif de pulvérisation selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contour d'étanchéité de liquide résiduel (110) recouvre le contour d'étanchéité
de position de pulvérisation (112) et borde les ouvertures d'entrée (62, 64, 66, 68)
de tous les canaux d'amenée (54, 56, 58, 60) et/ou que le contour d'étanchéité de
liquide résiduel (110) borde les ouvertures d'entrée (62, 64, 66, 68) indépendamment
de la position relative de l'unité de pulvérisation (18) et du boîtier (14) pour la
fourniture de l'étanchéité.
3. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un de ce qui suit s'applique :
- le contour d'étanchéité de liquide résiduel (110) est délimité par rapport à un
axe (20) défini par le dispositif de pulvérisation (10) par au moins un élément d'étanchéité
(98, 100) du dispositif d'étanchéité (74), s'étendant dans la direction périphérique
de l'axe (20) et/ou radialement par rapport à l'axe (20) ;
- le contour d'étanchéité de liquide résiduel (110) est formé en forme d'anneau, en
forme de cercle, en forme de segment d'anneau ou en forme de secteur de cercle.
4. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un de ce qui suit s'applique :
- le contour d'étanchéité de position de pulvérisation (112) est délimité par rapport
à un axe (20) défini par le dispositif de pulvérisation (10) par au moins un élément
d'étanchéité (98, 100, 102, 104) du dispositif d'étanchéité (74), s'étendant dans
la direction périphérique de l'axe (20) et/ou radialement par rapport à l'axe (20)
;
- le contour d'étanchéité de position de pulvérisation (112) est formé en forme de
segment d'anneau ou en forme de secteur de cercle.
5. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le contour d'étanchéité de position de pulvérisation (112) s'étend au moins en partie
le long du contour d'étanchéité de liquide résiduel (110), dans lequel au moins un
élément d'étanchéité (98, 100) du dispositif d'étanchéité (74) forme sur certaines
parties le contour d'étanchéité de position de pulvérisation (112) et le contour d'étanchéité
de liquide résiduel (110).
6. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (74) réalise un contour d'étanchéité de changement de
position de pulvérisation (118), recouvrant de préférence le contour d'étanchéité
de position de pulvérisation (112), qui, dans une zone d'étanchéité de changement
de position de pulvérisation (124), lors du changement de la position de pulvérisation
entre le premier élément buse (46, 48, 50, 52) et le deuxième élément buse (46, 48,
50, 52), borde les ouvertures d'entrée (62, 64, 66, 68) des canaux d'amenée (54, 56,
58, 60) associés à celles-ci pour la fourniture d'une liaison fluidique étanchéifiée,
lorsque les deux ouvertures d'entrée (62, 64, 66, 68) sont disposées au moins en partie
à l'extérieur de la zone d'étanchéité de position de pulvérisation (126).
7. Dispositif de pulvérisation selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une ouverture d'entrée (62, 64, 66, 68) d'un canal d'amenée (54, 56, 58, 60), qui
est associée à un troisième élément buse (46, 48, 50, 52) différent du premier élément
buse (46, 48, 50, 52) et du deuxième élément buse (46, 48, 50, 52), lorsque le premier
élément buse (46, 48, 50, 52) ou deuxième élément buse (46, 48, 50, 52) occupe la
position de pulvérisation et lors du changement de la position de pulvérisation entre
le premier élément buse (46, 48, 50, 52) et le deuxième élément buse (46, 48, 50,
52), est disposée à l'extérieur de la zone d'étanchéité de changement de position
de pulvérisation (124).
8. Dispositif de pulvérisation selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce qu'au moins un de ce qui suit s'applique :
- le contour d'étanchéité de changement de position de pulvérisation (118) est délimité
par rapport à un axe (20) défini par le dispositif de pulvérisation (18) par au moins
un élément d'étanchéité (98, 100, 106, 108) du dispositif d'étanchéité (74), s'étendant
dans la direction périphérique de l'axe (20) et/ou radialement par rapport à l'axe
(20) ;
- le contour d'étanchéité de changement de position de pulvérisation (118) est formé
en forme de segment d'anneau, en forme de secteur de cercle, en forme d'anneau ou
en forme de cercle.
9. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le contour d'étanchéité de changement de position de pulvérisation (118) s'étend
par rapport à un axe (20) défini par le dispositif de pulvérisation (18) sur une plage
angulaire plus grande qu'un contour d'étanchéité de position de pulvérisation (112)
formé par rapport à l'axe (20) en forme de segment d'anneau ou en forme de secteur
de cercle et/ou que le contour d'étanchéité de liquide résiduel (110) s'étend sur
une plage angulaire plus grande qu'un contour d'étanchéité de changement de position
de pulvérisation (118) formé par rapport à l'axe (20) en forme de segment d'anneau
ou en forme de secteur de cercle, en particulier que le contour d'étanchéité de changement
de position de pulvérisation (118) recouvre des deux côtés le contour d'étanchéité
de position de pulvérisation (112) dans la direction périphérique de l'axe (20).
10. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que le contour d'étanchéité de changement de position de pulvérisation (118) s'étend
au moins en partie le long du contour d'étanchéité de liquide résiduel (110) et/ou
le long du contour d'étanchéité de position de pulvérisation (112), dans lequel au
moins un élément d'étanchéité (98, 100) du dispositif d'étanchéité (74) forme sur
certaines parties le contour d'étanchéité de changement de position de pulvérisation
(118) ainsi que le contour d'étanchéité de liquide résiduel (110) et/ou forme le contour
d'étanchéité de changement de position de pulvérisation (118) ainsi que le contour
d'étanchéité de position de pulvérisation (112).
11. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de pulvérisation (18) présente trois éléments buse (46, 48, 50, 52) ou plus
et des canaux d'amenée (54, 56, 58, 60) respectivement associés à ceux-ci, en particulier
quatre éléments buse (46, 48, 50, 52) et quatre canaux d'amenée (54, 56, 58, 60),
et/ou que les éléments buse (46, 48, 50, 52) comprennent au moins deux des éléments
suivants :
- une buse à jet ponctuel (36) pour une configuration de pulvérisation à jet ponctuel
;
- une buse d'atomisation (38) pour un brouillard de pulvérisation ;
- une buse à jet plat (40) pour une configuration de pulvérisation à jet plat ;
- une pomme de douche en pluie (42) avec une pluralité de buses individuelles ponctuelles
ou sensiblement ponctuelles émettant des jets.
12. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de pulvérisation (18) est montée mobile sur le boîtier (14) pour l'échange
des positions de pulvérisation, en particulier que l'unité de pulvérisation (18) est
montée sur le boîtier (14) de manière à pouvoir tourner autour d'un axe de rotation
(20) et/ou peut se déplacer le long d'une direction de déplacement par rapport au
boîtier (14).
13. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (74) présente des éléments d'étanchéité (98, 100, 102,
104, 106, 108), qui délimitent de façon linéaire un ou plusieurs contours d'étanchéité
(110, 112, 118) formés par le dispositif d'étanchéité (74), en particulier que les
élément d'étanchéité (98, 100, 102, 104, 106, 108) sont réalisés en forme de nervure
ou en forme de barre.
14. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (74) comprend un élément de support (76), sur lequel des
éléments d'étanchéité (98, 100, 102, 104, 106, 108) destinés à réaliser un ou plusieurs
contour(s) d'étanchéité (110, 112, 118) formés par le dispositif d'étanchéité (74)
font saillie en direction de l'unité de pulvérisation (18), en particulier que les
éléments d'étanchéité (98, 100, 102, 104, 106, 108) sont formés d'une seule pièce
avec l'élément de support (76).
15. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (74) est disposé de manière fixe par rapport au boîtier
(14) et que l'unité de pulvérisation (18) peut être déplacée par rapport au dispositif
d'étanchéité (74) fixe, en particulier que l'unité de pulvérisation (18), lors de
son déplacement par rapport au boîtier (14), peut être déplacé de manière coulissante
au-dessus d'éléments d'étanchéité (98, 100, 102, 104, 106, 108) du dispositif d'étanchéité
(74).
16. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de pulvérisation (10) présente un élément de précontrainte (90) précontraignant
le dispositif d'étanchéité (74) en direction de l'unité de pulvérisation (18), en
particulier que l'élément de précontrainte (90) sollicite un élément de pression (92),
qui s'applique contre le dispositif d'étanchéité (94) et réalise une partie du canal
d'approvisionnement (26).
17. Dispositif de pulvérisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (74) est réalisé d'une seule pièce, que le dispositif
de pulvérisation (10) peut être actionné manuellement et/ou que le dispositif de pulvérisation
(10) est réalisé sous la forme d'un pistolet de pulvérisation (12) ou sous la forme
d'un arrosoir.
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