Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ladestation, insbesondere für ein Reinigungsgerät, mit
einem Stationsgehäuse, einem Netzanschlusselement, insbesondere einem Netzstecker,
zum Anschließen der Ladestation an eine elektrische Spannungsversorgung, einer Ladeeinrichtung
und mindestens einem Ladeelement zur Übertragung von Energie auf einen Akkumulator.
[0002] Daneben betrifft die Erfindung ein System aus einer Ladestation und einem mit der
Ladestation verbindbaren Reinigungsgerät, wobei die Ladestation ein Stationsgehäuse,
ein Netzanschlusselement zum Anschließen der Ladestation an eine elektrische Spannungsversorgung,
eine Ladeeinrichtung und mindestens ein elektrisches Ladeelement zur Übertragung von
Energie auf einen Akkumulator des Reinigungsgerätes aufweist.
[0003] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Laden eines Akkumulators eines
Reinigungsgerätes mittels einer Ladestation, wobei ein Netzanschlusselement der Ladestation
an eine elektrische Spannungsversorgung angeschlossen wird, und wobei ein elektrisches
Ladeelement der Ladestation zur Übertragung von Energie auf den Akkumulator des Reinigungsgerätes
an ein entsprechendes Ladeelement des Reinigungsgerätes angeschlossen wird.
Stand der Technik
[0004] Ladestationen für Reinigungsgeräte der vorgenannten Art sind im Stand der Technik
bekannt.
[0005] Die Ladestation kann beispielsweise als eine Basisstation ausgebildet sein, in welche
das Reinigungsgerät zumindest teilweise hineinfahren kann oder an welche das Reinigungsgerät
andocken kann, um ein Laden des Akkumulators herbeizuführen. Des Weiteren kann die
Ladestation dabei auch zusätzlich andere Serviceaufgaben wahrnehmen, wie beispielsweise
eine Reinigung zumindest eines Teilbereiches des Reinigungsgerätes, insbesondere ein
Entleeren eines Sauggutbehälters oder dergleichen.
[0006] Die Offenlegungsschrift
DE 10 2010 017 258 A1 offenbart beispielsweise eine Basisstation für ein selbsttätig verfahrbares Gerät,
welche zur Wiederaufladung von Akkumulatoren des Gerätes und/ oder zur Entleerung
eines Schmutzbehälters des Gerätes ausgebildet ist.
[0007] Des Weiteren sind im Stand der Technik Ladestationen bekannt, welche nur die Aufgabe
des Wiederaufladens eines Akkumulators des Reinigungsgerätes erfüllen. Eine solche
Ladestation zeigt beispielsweise die
US 2004/0201361 A1. Diese Ladestation weist einen Anschlussteil zur Verbindung mit einem Anschlussteil
des Reinigungsgerätes auf. Jeder Anschlussteil verfügt über eine Spule zur Übertragung
von Energie mittels induktiver Kopplung. Der Anschlussteil der Ladestation oder auch
der Anschlussteil des Reinigungsgerätes kann ein Andockelement aufweisen, welches
relativ zu der Ladestation bzw. dem Reinigungsgerät verlagerbar ist. An dieses Andockelement
kann das Reinigungsgerät andocken, wobei ein Schwenkbereich des Andockelementes eine
noch zulässige Abweichung von einer optimalen Ausrichtung von Ladestation und Reinigungsgerät
vorgibt, innerhalb welcher der Akkumulator noch geladen werden kann.
[0008] Die vorbekannten Ladestationen weisen jeweils einen konstanten Abstand zwischen dem
Netzanschlusselement, d. h. beispielsweise einem Netzstecker zur Verbindung mit einer
Steckdose, und einem Ladeelement, d. h. beispielsweise einem elektrischen Kontakt
oder einer ein Magnetfeld erzeugenden elektrischen Spule, auf. Dabei ist durch die
zum Anschluss der Ladestation verwendete Steckdose oder den Aufstellort der Ladestation
eine Position und/oder Orientierung des Reinigungsgerätes vorgegeben, welche erforderlich
ist, damit die Ladeelemente der Ladestation und des Reinigungsgerätes für eine Energieübertragung
nebeneinanderliegen bzw. sich kontaktieren können.
Zusammenfassung der Erfindung
[0009] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es daher Aufgabe der Erfindung,
eine Ladestation zu schaffen, bei welcher eine optimale Orientierung und/oder Positionierung
der Ladeelemente vereinfacht ist.
[0010] Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird zunächst eine Ladestation, insbesondere
für ein Reinigungsgerät, vorgeschlagen, deren Stationsgehäuse mindestens zwei relativ
zueinander verlagerbare, insbesondere relativ zueinander rotierbare, schwenkbare und/
oder linear verschiebbare, Gehäuseteile aufweist, von welchen ein erster Gehäuseteil
das Netzanschlusselement aufweist und von welchen ein zweiter Gehäuseteil das Ladeelement
aufweist, so dass das Ladeelement durch eine Verlagerung eines der Gehäuseteile relativ
zu dem Netzanschlusselement verlagerbar ist.
[0011] Erfindungsgemäß wird somit eine Ladestation vorgeschlagen, bei welcher der Abstand
zwischen dem Netzanschlusselement zum Anschließen an eine elektrische Spannungsversorgung,
beispielsweise eine Haushaltssteckdose, und dem mit dem Reinigungsgerät verbindbaren
Ladeelement variierbar ist. Durch eine Verlagerung der verschiedenen Gehäuseteile
des Stationsgehäuses zueinander, kann die Gehäusegeometrie der Ladestation geändert
werden, wodurch gleichzeitig auch das daran angeordnete Ladeelement bzw. Netzanschlusselement
verlagert wird bzw. zu dem jeweils anderen beabstandet wird. Somit kann beispielsweise
eine Distanz zwischen der Ladestation und dem Reinigungsgerät bzw. dessen Ladeelement,
überwunden werden, welche aus verschiedenen Gründen nicht durch eine selbsttätige
Verlagerung des Reinigungsgerätes überwindbar ist. Hierzu zählt beispielsweise ein
Höhenversatz zwischen der Ladestation und dem Reinigungsgerät, welchen das Reinigungsgerät
ohne die erfindungsgemäß relativ zueinander verlagerbaren Gehäuseteile nicht überwinden
könnte, um an das Ladeelement der Ladestation anzudocken. Dies kann beispielsweise
der Fall sein, wenn die Ladestation auf einer höheren Ebene, insbesondere einer Stufe,
angeordnet ist, oder wenn die Ladestation nach der Art eines Steckerladegerätes unmittelbar
in eine Haushaltssteckdose gesteckt ist und das Ladeelement der Ladestation dadurch
über einem korrespondierenden Ladeelement des Reinigungsgerätes liegt.
[0012] Grundsätzlich können das Netzanschlusselement und das Ladeelement auf unterschiedliche
Art und Weise mit den Gehäuseteilen des Stationsgehäuses verbunden sein. Die Erfindung
geht insbesondere von Varianten aus, bei welchen sowohl das Netzanschlusselement als
auch das Ladeelement unbeweglich an dem jeweiligen Gehäuseteil angeordnet ist, so
dass das Netzanschlusselement bzw. das Ladeelement jeweils nur durch eine Verlagerung
des entsprechenden Gehäuseteiles verlagert werden kann. Alternativ ist es jedoch auch
möglich, dass das Netzanschlusselement bzw. das Ladeelement über ein Anschlusskabel
mit dem jeweiligen Gehäuseteil verbunden ist, so dass eine gewisse Beweglichkeit des
Netzanschlusselementes bzw. des Ladeelementes relativ zu dem Gehäuseteil möglich ist.
Im letztgenannten Fall ergänzen sich zum einen die Beweglichkeit der Kabelabschnitte
und zum anderen die Verlagerbarkeit der Gehäuseteile, so dass der Abstand zwischen
dem Netzanschlusselement und dem Ladeelement der Ladestation optimal an eine Position
und/oder Orientierung des Reinigungsgerätes angepasst werden kann und eine Verbindung
der beiderseitigen Ladeelemente zum Übertragen von Energie auf den Akkumulator des
Reinigungsgerätes möglich ist.
[0013] Die Verlagerung der Gehäuseteile der Ladestation kann auf unterschiedliche Art und
Weise erreicht werden. Beispielsweise können die Gehäuseteile relativ zueinander rotiert
werden, relativ zueinander verschwenkt werden oder auch linear zueinander verlagert,
d. h. verschoben, werden. Für eine Rotierbarkeit der Gehäuseteile zueinander, können
diese beispielsweise über eine Drehachse, ein Gewinde oder dergleichen miteinander
verbunden sein. Somit kann der zweite Gehäuseteil beispielsweise um einen Winkel von
90 Grad, 180 Grad, 270 Grad, 360 Grad oder auch um Winkelbereiche dazwischen, verlagert
werden, so dass das Ladeelement des Reinigungsgerätes beispielsweise auch an das Ladeelement
der Ladestation angeschlossen werden kann, wenn das Reinigungsgerät nicht frontal
zu der Ladestation zeigt, sondern beispielsweise in einem 90-Grad-Winkel dazu. Des
Weiteren können die Gehäuseteile auch zueinander verschwenkbar sein, beispielsweise
mit Hilfe einer Verbindung der Gehäuseteile über eine Schwenkachse, so dass zum Beispiel
der zweite Gehäuseteil von dem ersten Gehäuseteil weggeschwenkt, d. h. beispielsweise
weggeklappt, werden kann. Diese Verschwenkbarkeit kann sowohl in horizontaler Richtung
als auch in vertikaler Richtung gegeben sein, oder in davon abweichenden Richtungen.
Des Weiteren können die Gehäuseteile auch linear zueinander verschiebbar sein, beispielsweise
in horizontaler oder vertikaler Richtung, so dass zumindest eine Dimension des Stationsgehäuses
vergrößert bzw. verkleinert werden kann. Beispielsweise kann das Stationsgehäuse durch
eine vertikale Verschiebung der Gehäuseteile zueinander eine größere Höhe erhalten,
so dass das Netzanschlusselement und das Ladeelement in vertikaler Richtung einen
größeren Abstand zueinander aufweisen und das Ladeelement beispielsweise ausgehend
von einer Haushaltssteckdose, mit welcher das Netzanschlusselement verbunden ist,
auf einen Bodenbereich eines Wohnraums abgesenkt werden kann, so dass dieses an die
jeweilige Höhe und Geometrie des Reinigungsgerätes angepasst werden kann.
[0014] Zusätzlich zu den beiden Gehäuseteilen können weitere verlagerbare Gehäuseteile vorgesehen
sein, beispielsweise für den Fall, dass die Verlagerbarkeit eines oder zweier Gehäuseteile
nicht ausreicht, um einen bestimmten Abstand zwischen der Ladestation und dem Reinigungsgerät
zu überbrücken. In diesem Fall kann eine Mehrzahl von in Verlagerungsrichtung hintereinander
angeordneten Gehäuseteilen vorgesehen sein. Darüber hinaus ist es auch möglich, Gehäuseteile
nach Bedarf zwischen den beiden Gehäuseteilen anzuordnen, beispielsweise dann, wenn
der Anschlussort des Netzanschlusselementes der Ladestation so gelegen ist, dass das
Ladeelement der Ladestation stets zu weit von einem entsprechenden Ladeelement eines
Reinigungsgerätes entfernt ist. Insbesondere kann dies der Fall sein, wenn die Ladestation
als Steckerladegerät ausgebildet ist und die Haushaltssteckdosen des betreffenden
Haushaltes über einer üblichen Installationshöhe liegen.
[0015] Die Ladeelemente der Ladestation bzw. des Reinigungsgerätes können im Sinne der Erfindung
entweder elektrische Ladekontakte sein, oder auch induktiv koppelbare Ladelemente,
welche beispielsweise zueinander korrespondierende Spulen aufweisen. Im letztgenannten
Fall wird zwischen den Ladeelementen kein physischer Kontakt zur Energieübertragung
benötigt. Jedoch sind die beiden Spulen so zueinander anzuordnen, dass eine zweite
Spule innerhalb eines Magnetfeldes einer ersten Spule liegt, so dass eine Spannung
innerhalb der zweiten Spule induziert werden kann.
[0016] Obwohl die Erfindung hier beispielhaft in Bezug auf eine Ladestation für ein Reinigungsgerät
beschrieben ist, kann die Ladestation auch zum Laden von Akkumulatoren anderer Geräte
ausgebildet sein. Diese Geräte können beispielsweise Kameras, Mobiltelefone, Werkzeuge
und dergleichen sein. Insbesondere empfiehlt sich die erfindungsgemäße Ladestation
jedoch für sich selbsttätig fortbewegende Geräte, welche üblicherweise ihre Position
und Orientierung relativ zu der Ladestation selbsttätig einnehmen und nicht durch
einen Nutzer dorthin verlagert werden. Im Sinne eines hier beschriebenen Reinigungsgerätes
sind sowohl übliche Trockenreinigungsgeräte, wie beispielsweise Staubsauger, als auch
Feuchtreinigungsgeräte oder Kombinationen daraus vorgesehen. Diese Reinigungsgeräte
kommen beispielsweise zur Reinigung von Bodenflächen zum Einsatz, oder auch zur Reinigung
von Überbodenflächen, wie beispielsweise Regalböden, Fenster, Fußleisten und dergleichen.
Das Reinigungsgerät kann insbesondere vorzugsweise selbsttätig verfahrbar sein und
sich mit Hilfe einer Navigationseinrichtung zu der Ladestation hinbewegen.
[0017] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Gehäuseteile teleskopierbar ineinander
angeordnet sind, so dass der Abstand zwischen dem Netzanschlusselement und dem Ladeelement
variierbar ist. Gemäß dieser Ausgestaltung können zwei oder auch mehr Gehäuseteile
so ineinandergreifen, dass diese ein teleskopierbares Stationsgehäuse bilden und die
Ausdehnung des Stationsgehäuses in Teleskopierrichtung variabel ist bzw. sich bei
maximal ineinandergeschobenen Gehäuseteilen eine kleine, kompakte Ladestation ergibt,
welche sich jedoch durch maximal mögliches Auseinanderziehen der Gehäuseteile auf
eine demgegenüber vielfache Größe expandieren lässt. Insbesondere eignet sich die
teleskopierbare Ausbildung der Ladestation für solche Ladestationen, bei welchen ein
Endbereich eines bezogen auf eine vertikale Richtung unteren Gehäuseteils in Richtung
einer Bodenfläche ausgezogen werden soll. Sofern die Ladestation beispielsweise nach
der Art eines Steckerladegerätes ausgebildet ist, kann die Dimension der Ladestation
in vertikaler Richtung ausgehend von dem beispielsweise in einer Haushaltssteckdose
angeordneten Netzanschlusselement bis zu dem Ladeelement des zweiten Gehäuseteils
vergrößert werden, so dass das Ladeelement auf ein unterhalb der Ladestation angeordnetes
Reinigungsgerät abgesenkt und dort mit einem korrespondierenden Ladeelement verbunden
werden kann. Das Ladeelement der Ladestation ist dabei vorzugsweise so an dem zweiten
Gehäuseteil angeordnet, dass dieses von der die Haushaltssteckdose aufweisenden Wandfläche
weg weist.
[0018] Zudem kann das Netzanschlusselement der Ladestation relativ zu dem ersten Gehäuseteil
verlagerbar sein, insbesondere relativ zu dem ersten Gehäuseteil rotierbar, schwenkbar
und/ oder verschiebbar. Ebenso kann auch das Ladeelement der Ladestation relativ zu
dem zweiten Gehäuseteil verlagerbar, insbesondere relativ zu diesem rotierbar, schwenkbar
und/oder verschiebbar, sein. Gemäß dieser Ausgestaltung sind nicht nur die Gehäuseteile
des Stationsgehäuses zueinander verlagerbar, sondern auch das Netzanschlusselement
relativ zu dem ersten Gehäuseteil und/oder das Ladeelement relativ zu dem zweiten
Gehäuseteil. Durch eine Rotierbarkeit des Netzanschlusselementes relativ zu dem ersten
Gehäuseteil kann die Ladestation beispielsweise an jeder Haushaltssteckdose angeschlossen
werden und in Richtung eines auf dem Boden stehenden Reinigungsgerätes weisen, unabhängig
davon, ob die Haushaltssteckdose installationsbedingt horizontal oder vertikal angeordnete
Gegenkontakte aufweist. Dafür reicht beispielsweise eine Rotierbarkeit von 90 Grad
plus/minus 10 Grad aus. Grundsätzlich kann jedoch auch eine Rotierbarkeit von 360
Grad möglich sein. Des Weiteren kann das Netzanschlusselement an dem ersten Gehäuseteil
auch schwenkbar sein, beispielsweise von einer Wandfläche weg oder zu der Wandfläche
hin. Diese Ausgestaltung eignet sich insbesondere, wenn die Haushaltssteckdose beispielsweise
an einer Dachschräge angeordnet ist oder das Reinigungsgerät darunter auf einer schrägen
Fläche steht. Alternativ oder zusätzlich kann das Netzanschlusselement auch verschiebbar
an dem ersten Gehäuseteil angeordnet sein, so dass das Netzanschlusselement beispielsweise
von einer zentral auf einer Gehäusefläche angeordneten Position in Richtung eines
Kantenbereiches verschoben werden kann, so dass sich zusätzlich eine Vergrößerung
bzw. Verkleinerung des Abstandes zwischen Netzanschlusselement und Ladeelement der
Ladestation ergeben kann. Auf gleiche Art und Weise kann auch das Ladeelement relativ
zu dem zweiten Gehäuseteil verlagerbar sein, beispielsweise um eine Positionsabweichung
oder Orientierungsabweichung eines Reinigungsgerätes von einer optimalen Position
bzw. Orientierung für den Anschluss an die Ladestation auszugleichen. Besonders vorteilhaft
ist auch eine Ausführung, bei welcher die Verlagerbarkeit der Gehäuseteile zueinander
in einer anderen Richtung vorgesehen ist als die Verlagerbarkeit des Netzanschlusselementes
zu dem ersten Gehäuseteil und/oder die Verlagerbarkeit des Ladeelementes relativ zu
dem zweiten Gehäuseteil, so dass eine Mehrzahl von Freiheitsgraden für die Anpassung
der Ladestation an die Position bzw. Orientierung des Reinigungsgerätes zur Verfügung
steht.
[0019] Vorteilhaft ist die Ladestation als Steckerladegerät ausgebildet. Gemäß dieser Ausgestaltung
ist die Ladestation unmittelbar mit einer Haushaltssteckdose verbindbar. Dabei steht
die Ladestation nicht auf einer Fläche auf, sondern ist vielmehr zu dieser beabstandet.
Somit kann die Ladestation besonders unauffällig in das häusliche Umfeld integriert
werden. Die Ladestation steht nicht als zusätzliches Gerät auf einer Bodenfläche eines
Raumes, was wiederum ein ungehindertes Arbeiten eines Reinigungsgerätes erleichtert.
Die Ladestation weist vorteilhaft im Wesentlichen eine Größe wie ein übliches Steckerladegerät
auf, vorzugsweise ist diese bezogen auf Ihre parallel zu einer Wandfläche orientierte
Höhe und Breite nicht größer als 15 cm, bevorzugt nicht größer als 10 cm. In Bezug
auf eine sich senkrecht zu der Wandfläche erstreckende Dicke ist die Ladestation bevorzugt
nicht größer als 10 cm, besonders bevorzugt nicht größer als ungefähr 7 cm, so dass
die Ladestation ausgehend von der Wandfläche nicht zu weit in den Raum hineinragt.
[0020] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Ladestation eine Auswerte- und Steuereinrichtung
und einen mittels der Auswerte- und Steuereinrichtung betätigbaren Antrieb zur automatischen
Verlagerung eines Gehäuseteils aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltung kann ein Gehäuseteil
des Stationsgehäuses automatisch verlagert werden. Alternativ bzw. zusätzlich kann
jedoch auch eine manuelle Verlagerbarkeit durch einen Nutzer der Ladestation erhalten
bleiben. Der Antrieb kann beispielsweise einen Elektromotor aufweisen, welcher eine
Verlagerung des Gehäuseteils in Stufen oder auch stufenlos bewirkt. Dabei kann es
insbesondere vorgesehen sein, dass die Auswerte- und Steuereinrichtung einen Betrag
und eine Richtung einer zuletzt ausgeführten Verlagerung detektiert bzw. ermittelt
und nach abgeschlossener Ladung des Akkumulators den Antrieb zu einer Rückverlagerung
veranlasst, so dass das Stationsgehäuse in seine nicht verlagerte Ausgangsstellung
zurückfährt. Alternativ kann für die Rückbewegung auch ein Rückstellelement, insbesondere
ein Federelement, vorgesehen sein, welches den verlagerten Gehäuseteil ohne Zutun
des Antriebs in seine Ausgangsstellung zurückverlagert. Alternativ kann diese Rückführbewegung
auch erfolgen, wenn die Ladestation erkennt, dass sich das Reinigungsgerät nicht mehr
in einer definierten Umgebung der Ladestation befindet. Zur Erkennung der Anwesenheit
eines Reinigungsgerätes innerhalb der Umgebung der Ladestation kann die Ladestation
zudem einen optischen Sensor, Ultraschallsensor oder dergleichen aufweisen.
[0021] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Ladestation eine Abstandsmesseinrichtung
aufweist. Diese Abstandsmesseinrichtung kann ausgebildet sein, die zuvor vorgeschlagene
Detektion in Bezug auf eine Anwesenheit eines Reinigungsgerätes in einem definierten
Umgebungsbereich der Ladestation vorzunehmen. Die Abstandsmesseinrichtung kann einen
optischen Sensor, einen Ultraschallsensor, einen kapazitiven Sensor oder dergleichen
aufweisen. Die Abstandsmesseinrichtung ist beispielsweise eingerichtet, zu messen,
ob eine aktuelle Position der Ladestation, insbesondere bei einem an einer Haushaltssteckdose
hängenden Zustand der Ladestation, einen Abstand zwischen dem Ladeelement der Ladestation
und einem korrespondieren Ladeelement eines Reinigungsgerätes bzw. einer Bodenfläche
bedingt, der durch die Verlagerbarkeit der Gehäuseteile und/oder des Netzanschlusselementes
bzw. des Ladeelementes überbrückbar ist oder nicht. Mit Hilfe der Abstandsmesseinrichtung
und der Auswerte- und Steuereinrichtung sowie des Antriebs kann eine automatische
Verlagerung eines Gehäuseteils derart bewirkt werden, dass eine Position und Orientierung
des Ladeelementes der Ladestation an eine aktuelle Position und Orientierung eines
Ladeelementes eines Reinigungsgerätes angepasst werden kann, so dass die Ladeelemente
derart zueinander angeordnet werden können, dass eine Energieübertragung von der Ladestation
auf den Akkumulator des Reinigungsgerätes möglich ist. Insbesondere können die Ladestation
und das Reinigungsgerät korrespondierende Kommunikationselemente aufweisen, beispielsweise
auf der Grundlage eines optischen Signals oder eines Funksignals. Sobald das Reinigungsgerät
in eine definierte Umgebung der Ladestation gelangt, kann die Anwesenheit anhand des
Signals erkannt werden. Insbesondere kann auch das Reinigungsgerät ein Signal oder
einen Befehl an die Ladestation übermitteln, welches eine Aufforderung zum Laden eines
Akkumulators enthält. Alternativ kann jedoch auch ein Anforderungskontakt an der Ladestation
vorgesehen sein, welcher von dem Reinigungsgerät betätigt werden kann. Wenn das Reinigungsgerät
diesen Kontakt betätigt, kann eine Verlagerung eines Gehäuseteils, des Netzanschlusselementes
oder des Ladeelementes der Ladestation ausgelöst werden. Der Anforderungskontakt kann
beispielsweise ein Taster sein, welcher an einem Gehäuseteil des Stationsgehäuses
angeordnet ist.
[0022] Neben der zuvor beschriebenen Ladestation wird mit der Erfindung des Weiteren ein
System aus einer Ladestation und einem mit der Ladestation verbindbaren Reinigungsgerät
vorgeschlagen, wobei die Ladestation ein Stationsgehäuse, ein Netzanschlusselement
zum Anschließen der Ladestation an eine elektrische Spannungsversorgung, eine Ladeeinrichtung
und mindestens ein elektrisches Ladeelement zur Übertragung von Energie auf einen
Akkumulator des Reinigungsgerätes aufweist, wobei das Stationsgehäuse mindestens zwei
relativ zueinander verlagerbare Gehäuseteile aufweist, von welchen ein erster Gehäuseteil
das Netzanschlusselement aufweist und von welchen ein zweiter Gehäuseteil das Ladeelement
aufweist, so dass das Ladeelement durch eine Verlagerung eines der Gehäuseteile relativ
zu dem Netzanschlusselement und/oder relativ zu einem entsprechenden Ladeelement des
Reinigungsgerätes verlagerbar ist. Das System beinhaltet somit eine Ladestation und
ein Reinigungsgerät, beispielsweise einen Staubsauger und/oder ein Feuchtreinigungsgerät
und/oder ein kombiniertes Saug-Wischgerät, welche so korrespondierend zueinander ausgebildet
sind, dass das Ladeelement der Ladestation durch eine Verlagerung eines der Gehäuseteile
des Stationsgehäuses an ein Ladeelement des Reinigungsgerätes andocken kann. Insbesondere
gelten dabei in Bezug auf die Ladestation die zuvor vorgeschlagenen Merkmale entsprechend.
[0023] Insbesondere wird vorgeschlagen, dass das Reinigungsgerät und/oder die Ladestation
eine Abstandsmesseinrichtung aufweist, welche eingerichtet ist, einen Abstand zwischen
der Ladestation und dem Reinigungsgerät, insbesondere zwischen dem Ladeelement der
Ladestation und dem Ladeelement des Reinigungsgerätes, zu messen. Die Abstandsmesseinrichtung
kann somit vor einer Verlagerung eines Gehäuseteils einen Abstand zwischen den Ladelementen
ermitteln, welcher überbrückt werden muss, um die korrespondierenden Ladeelemente
miteinander verbinden zu können. In Abhängigkeit von einem Messergebnis der Abstandsmesseinrichtung
wird dann eine Verlagerung eines Gehäuseteils der Ladestation und/oder auch eine Verlagerung
des Netzanschlusselementes und/oder eine Verlagerung des Ladeelementes an dem jeweiligen
Gehäuseteil bewirkt, welche geeignet ist, die Ladeelemente zu verbinden, beispielsweise
in Bezug auf einen kürzesten Weg zueinander. Die Verlagerbarkeit des Netzanschlusselementes
und/oder des Ladeelementes der Ladestation ergibt sich dabei wie zuvor in Bezug auf
die Merkmale der Ladestation beschrieben. Die Abstandsmesseinrichtung kann ein optisches
und/oder Ultraschall-Sensorelement aufweisen. Des Weiteren sind auch alternative Sensorelemente
denkbar. Insbesondere empfiehlt es sich, dass die Abstandsmesseinrichtung eine Abstandsmesseinrichtung
des Reinigungsgerätes ist, beispielsweise eine Triangulationsmesseinrichtung, welche
für eine Kartenerstellung und Navigation des Reinigungsgerätes innerhalb einer Umgebung
verwendet wird. Somit ist es nicht erforderlich, eine zusätzliche Abstandsmesseinrichtung
in dem Reinigungsgerät und/oder der Ladestation zu installieren. Vorgesehen sein kann
dabei auch, dass das Reinigungsgerät die Ladestation selbsttätig auffindet, nämlich
mit Hilfe eines Messergebnisses der Abstandsmesseinrichtung, beispielsweise eines
Lichtsignals, Funksignals oder dergleichen. Die Aufforderung zum Anfahren der Ladestation
kann dabei automatisch erfolgen, so beispielsweise durch Funkkommunikation zwischen
der Ladestation und dem Reinigungsgerät, insbesondere in Abhängigkeit von einem Ladestatus
eines Akkumulators des Reinigungsgerätes. Auch ist ein benutzerseitiger Eingriff in
Form eines Befehles diesbezüglich möglich.
[0024] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Ladestation eine Auswerte- und Steuereinrichtung
und einen mittels der Auswerte- und Steuereinrichtung betätigbaren Antrieb zur automatischen
Verlagerung eines Gehäuseteils aufweist, wobei die Auswerte- und Steuereinrichtung
ausgebildet ist, den Antrieb in Abhängigkeit von einem Messergebnis der Abstandsmesseinrichtung
zu betätigen. Die Merkmale und die Arbeitsweise der Auswerte- und Steuereinrichtung
sind hier wie zuvor in Bezug auf die Ladestation ausgebildet.
[0025] Schließlich wird mit der Erfindung ebenfalls ein Verfahren zum Laden eines Akkumulators
eines Reinigungsgerätes mittels einer Ladestation vorgeschlagen, wobei ein Netzanschlusselement
der Ladestation an eine elektrische Spannungsversorgung angeschlossen wird und wobei
ein elektrisches Ladeelement der Ladestation zur Übertragung von Energie auf den Akkumulator
des Reinigungsgerätes an ein entsprechendes Ladeelement des Reinigungsgerätes angeschlossen
wird. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass zumindest einer von mindestens zwei
Gehäuseteilen eines Stationsgehäuses der Ladestation, von welchen ein erster Gehäuseteil
das Netzanschlusselement aufweist und von welchen ein zweiter Gehäuseteil das Ladeelement
aufweist, so verlagert wird, dass das Ladeelement der Ladestation relativ zu dem Netzanschlusselement
und/oder relativ zu dem Ladeelement des Reinigungsgerätes verlagert wird. Die weiteren
Merkmale des Verfahrens wurden dabei zuvor in Bezug auf die erfindungsgemäße Ladestation
bzw. das System aus einer Ladestation und einem Reinigungsgerät beschrieben. Durch
das erfindungsgemäße Verlagern eines Gehäuseteils eines Stationsgehäuses der Ladestation
wird erreicht, dass der Abstand zwischen dem Netzanschlusselement und dem Ladeelement
der Ladestation variiert werden kann, so dass das Ladeelement der Ladestation auf
ein entsprechendes Ladeelement des Reinigungsgerätes zu verlagert werden kann oder
von diesem wegverlagert werden kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein System aus einer Ladestation und einem Reinigungsgerät in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 2
- die Ladestation in perspektivischer Ansicht von vorne,
- Fig. 3
- die Ladestation in einer Seitenansicht,
- Fig. 4
- die Ladestation in einer perspektivischen Ansicht von hinten,
- Fig. 5
- die Ladestation gemäß Figur 4 mit einem um 90 Grad rotierten Netzanschlusselement,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Systems gemäß Figur 1 in einem verbundenen Zustand von Ladestation
und Reinigungsgerät,
- Fig. 7
- eine Ladestation gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 8
- die Ladestation gemäß Figur 7 mit einem rotierten Gehäuseteil.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0027] Figur 1 zeigt eine Ladestation 1, welche hier als Steckerladegerät ausgebildet ist
und an eine elektrische Spannungsversorgung 5, nämlich eine Wandsteckdose, angeschlossen
ist. Die Ladestation 1 hängt mit ihrem Gewicht an der Wandsteckdose. Die Ladestation
1 weist ein Stationsgehäuse 3 auf, welches über einen ersten Gehäuseteil 8 und einen
zweiten Gehäuseteil 9 verfügt. Der zweite Gehäuseteil 9 ist in den ersten Gehäuseteil
8 eingeschoben, so dass der zweite Gehäuseteil 9 im Wesentlichen nur im Bereich von
zwei Ladeelementen 7 aus dem ersten Gehäuseteil 8 herausragt. Die Ladeelemente 7 dienen
zum Anschluss an korrespondierende Ladeelemente 11 eines Reinigungsgerätes 2, um einen
Akkumulator (nicht dargestellt) des Reinigungsgerätes 2 zu laden. Das abgebildete
Reinigungsgerät 2 verfügt über mindestens ein Rad 15 (siehe Figur 6) zum selbsttätigen
Verfahren sowie über eine Bürste 13 und eine Reinigungswalze 14 (siehe Figur 6) zur
Reinigung einer Fläche. Darüber hinaus weist das Reinigungsgerät 2 eine Abstandsmesseinrichtung
12 auf, hier beispielsweise ein optisches Triangulationssystem, mit dessen Hilfe das
Reinigungsgerät 2 Abstände zu Hindernissen innerhalb seiner Umgebung und somit auch
einen Abstand zu der Ladestation 1 messen kann. Das Reinigungsgerät 2 ist hier als
ein üblicher Saugroboter ausgebildet, alternativ kann das Reinigungsgerät 2 jedoch
auch ein Feuchtwischgerät oder ein kombiniertes Saug-Wisch-Gerät sein. Es sind weitere
Arten von Reinigungsgeräten 2 denkbar, wobei insbesondere die beschriebene Ausbildung
der Ladestation 1 davon nicht berührt wird.
[0028] Figur 2 zeigt die Ladestation 1 separat, wobei der zweite Gehäuseteil 9, welcher
teleskopierbar in den ersten Gehäuseteil 8 eingeschoben ist, gestrichelt dargestellt
ist. Innerhalb des Stationsgehäuses 3 ist eine Ladeeinrichtung 6 ausgebildet. Die
Ladeeinrichtung 6 ist hier im Wesentlichen eine Ladeschaltung, welche einen Ladevorgang
steuert. Die Ladeeinrichtung 6 ist einerseits mit den Ladeelementen 7 des zweiten
Gehäuseteils 9 verbunden, und andererseits mit einem Netzanschlusselement 4, welches
auf der Rückseite der dargestellten Ladestation 1 an dem ersten Gehäuseteil 8 angeordnet
ist und zur Verbindung mit der elektrischen Spannungsversorgung 5 dient. Das Netzanschlusselement
4 ist hier ein üblicher Netzstecker.
[0029] Figur 3 zeigt die Ladestation 1 in einer Seitenansicht. Erkennbar ist in dieser Figur
die Rückseite des ersten Gehäuseteils 8 des Stationsgehäuses 3, welche das Netzanschlusselement
4, nämlich den Netzstecker, aufweist. Zu erkennen ist des Weiteren der in den ersten
Gehäuseteil 8 eingeschobene zweite Gehäuseteil 9, welcher die Ladeelemente 7 aufweist.
Innerhalb des Stationsgehäuses 3 ist des Weiteren die Ladeeinrichtung 6 angeordnet
sowie ein Antrieb 10 zur Verlagerung des zweiten Gehäuseteils 9 relativ zu dem ersten
Gehäuseteil 8. Der Antrieb 10 ist hier ein Elektromotor. Des Weiteren weist die Ladestation
1 eine nicht dargestellte Auswerte- und Steuereinrichtung auf, mittels welcher der
Antrieb 10 zur Verlagerung des zweiten Gehäuseteils 9 steuerbar ist. Die Ladeeinrichtung
6, die Auswerte- und Steuereinrichtung sowie der Antrieb 10 sind im Wesentlichen innerhalb
des zweiten Gehäuseteils 9 ausgebildet, wobei der zweite Gehäuseteil 9 im Wesentlichen
ein rechteckiger Körper mit offenen Stirnflächen ist, so dass die Verlagerung der
Gehäuseteile 8, 9 relativ zueinander nicht zu einer Kollision des Antriebs 10, der
Ladeeinrichtung 6 und/ oder der Auswerte- und Steuereinrichtung mit dem zweiten Gehäuseteil
9 führt.
[0030] Die Figuren 4 und 5 zeigen bezogen auf Figur 2 eine Rückansicht der Ladestation 1
mit dem an dem ersten Gehäuseteil 8 angeordneten Netzanschlusselement 4. Das Netzanschlusselement
4 ist an dem Gehäuseteil 8 um eine Rotationsachse 17 rotierbar angeordnet. Die Figur
4 zeigt dabei eine vertikale Orientierung des Netzanschlusselementes 4, während Figur
5 eine horizontale Ausrichtung des Netzanschlusselementes 4 zeigt. Durch die Rotierbarkeit
des Netzanschlusselementes 4 kann die Ladestation 1 an Steckdosen mit horizontal bzw.
vertikal angeordneten Gegenkontakten angepasst werden.
[0031] Figur 6 zeigt das System aus der Ladestation 1 und dem Reinigungsgerät 2 in einer
Situation, in welcher das Reinigungsgerät 2 an die Ladestation 1 angeschlossen ist.
Dabei sind die korrespondierenden Ladeelemente 7,11 der Ladestation 1 und des Reinigungsgerätes
2 miteinander verbunden. Die korrespondierenden Ladeelemente 7, 11 sind hier elektrische
Kontakte. Allerdings können die Ladeelemente 7,11 auch als Spulen einer induktiven
Kopplung der Ladestation 1 und des Reinigungsgerätes 2 ausgebildet sein. Um die Ladeelemente
7,11 miteinander verbinden zu können, verfährt das Reinigungsgerät 2 zunächst in der
Umgebung der Ladestation 1 und misst mittels der Abstandsmesseinrichtung 12 Abstände
zu umliegenden Objekten, d. h. auch der Ladestation 1. Des Weiteren können die Ladestation
1 und das Reinigungsgerät 2 auch korrespondierende Kommunikationselemente (nicht dargestellt)
aufweisen, beispielsweise einen Funksender und einen Funkempfänger, mittels deren
Signal das Reinigungsgerät 2 die Ladestation 1 als solche erkennen kann. Sobald das
Reinigungsgerät 2 die Anwesenheit der Ladestation 1 festgestellt hat und/oder die
Abstandsmesseinrichtung 12 den Abstand und die Richtung der Ladestation 1 relativ
zu dem Reinigungsgerät 2 detektiert hat, verfährt das Reinigungsgerät 2 mittels des
Rades 15 und eines entsprechenden Antriebs bzw. einer zugehörigen Steuerung an die
Ladestation 1. Die Ladestation 1 erlangt hier beispielsweise über die korrespondierenden
Kommunikationselemente eine Information über die Position und Orientierung der Ladeelemente
11 des Reinigungsgerätes 2, welche mittels der Auswerte- und Steuereinrichtung der
Ladestation 1 verarbeitet wird. Dabei errechnet die Auswerte- und Steuereinrichtung
einen Abstand zwischen der aktuellen Position und Orientierung der Ladeelemente 7
der Ladestation 1 und der aktuellen Position und Orientierung der Ladelemente 11 des
Reinigungsgerätes 2. In Abhängigkeit von diesem berechneten Abstand steuert die Auswerte-
und Steuereinrichtung daraufhin den Antrieb 10 zur Verlagerung des zweiten Gehäuseteils
9 relativ zu dem ersten Gehäuseteil 8. Für eine Verlagerung schiebt der Antrieb 10
das zweite Gehäuseteil 9 aus dem ersten Gehäuseteil 8 heraus, nämlich hier in vertikale
Richtung nach unten. Dabei ergibt sich eine Verlängerung des Stationsgehäuses 3 in
vertikaler Richtung ähnlich einem Teleskop. Durch die Verlagerung werden gleichzeitig
auch die an dem zweiten Gehäuseteil 9 angeordneten Ladeelemente 7 der Ladestation
1 nach unten verlagert, bis diese in einer horizontalen Ebene liegen, in welcher auch
die Ladeelemente 11 des Reinigungsgerätes 2 angeordnet sind. Gegebenenfalls ist nun
noch eine Feinjustage durch das Reinigungsgerät 2 vorzunehmen, beispielsweise ein
Verfahren des Reinigungsgerätes 2 um wenige Millimeter, so dass die Ladeelemente 7,
11 einander kontaktieren können. Zusätzlich kann es vorgesehen sein, dass die Gehäuseteile
8, 9 noch geringfügig um eine horizontale und/oder vertikale Achse zueinander verschwenkt
werden, um gegebenenfalls eine Winkelabweichung zwischen den Ladeelementen 7,11 auszugleichen.
[0032] Sobald die Ladeelemente 7,11 miteinander verbunden sind, steuert die Ladeeinrichtung
6 den Ladevorgang bis der Akkumulator des Reinigungsgerätes 2 vollständig geladen
ist.
[0033] Nach dem Ladevorgang entfernt sich das Reinigungsgerät 2 wieder von der Ladestation
1 und der zweite Gehäuseteil 9 kehrt in die in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Ausgangsstellung
zurück. Dazu kann die Auswerte- und Steuereinrichtung der Ladestation 1 den Antrieb
10 so steuern, dass die zuvor für die Verlängerung des Stationsgehäuses 3 getätigte
Verlagerung rückgängig gemacht wird. Der Betrag und die Richtung der zuvor erfolgten
Verlagerung ist dafür vorzugsweise in einem Speicher der Auswerte- und Steuereinrichtung
gespeichert worden.
[0034] Die Figuren 7 und 8 zeigen schließlich eine zweite Ausführungsform einer Ladestation
1, welche ebenfalls einen ersten Gehäuseteil 8 und einen zweiten Gehäuseteil 9 aufweist.
Der erste Gehäuseteil 8 weist das Netzanschlusselement 4, nämlich hier ein Netzstecker,
auf, während der zweite Gehäuseteil 9 die elektrischen Ladeelemente 7 trägt. Der zweite
Gehäuseteil 9 ist relativ zu dem ersten Gehäuseteil 8 um eine Rotationsachse 18 rotierbar.
Zu diesem Zweck ist zwischen den beiden Gehäuseteilen 8, 9 ein Schleifkontakt 16 ausgebildet,
welcher nach der Art einer Schleifkupplung die Übertragung eines elektrischen Stroms
in relativ zueinander beweglichen Gehäuseteilen 8, 9 vereinfacht. Der zweite Gehäuseteil
9 weist hier eine bezogen auf die Rotationsachse 18 unsymmetrische Form auf, so dass
die Ladeelemente 7 in der in Figur 7 gezeigten Stellung nach rechts oben weisen und
in der in Figur 8 dargestellten Stellung nach rechts unten. Um von der in Figur 7
gezeigten Stellung zu der in Figur 8 gezeigten Stellung zu gelangen, wird der zweite
Gehäuseteil 9 um 180 Grad um die Rotationsachse 18 rotiert. Durch diese Ausgestaltung
kann ein Reinigungsgerät 2 in unterschiedlichen Positionen bzw. Orientierungen mit
der Ladestation 1 verbunden werden. Dies insbesondere in Bezug auf eine horizontale
oder vertikale Schrägstellung des Reinigungsgerätes 2 relativ zu der Ladestation 1.
Liste der Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Ladestation
- 2
- Reinigungsgerät
- 3
- Stationsgehäuse
- 4
- Netzanschlusselement
- 5
- Spannungsversorgung
- 6
- Ladeeinrichtung
- 7
- Ladeelement
- 8
- Erster Gehäuseteil
- 9
- Zweiter Gehäuseteil
- 10
- Antrieb
- 11
- Ladeelement
- 12
- Abstandsmesseinrichtung
- 13
- Bürste
- 14
- Reinigungswalze
- 15
- Rad
- 16
- Schleifkontakt
- 17
- Rotationsachse
- 18
- Rotationsachse
1. Ladestation (1), insbesondere für ein Reinigungsgerät (2), mit einem Stationsgehäuse
(3), einem Netzanschlusselement (4), insbesondere einem Netzstecker, zum Anschließen
der Ladestation (1) an eine elektrische Spannungsversorgung (5), einer Ladeeinrichtung
(6) und mindestens einem Ladeelement (7) zur Übertragung von Energie auf einen Akkumulator,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stationsgehäuse (3) mindestens zwei relativ zueinander verlagerbare, insbesondere
relativ zueinander rotierbare, schwenkbare und/oder linear verschiebbare, Gehäuseteile
(8, 9) aufweist, von welchen ein erster Gehäuseteil (8) das Netzanschlusselement (4)
aufweist und von welchen ein zweiter Gehäuseteil (9) das Ladeelement (7) aufweist,
so dass das Ladeelement (7) durch eine Verlagerung eines der Gehäuseteile (8, 9) relativ
zu dem Netzanschlusselement (4) verlagerbar ist.
2. Ladestation (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseteile (8, 9) teleskopierbar ineinander angeordnet sind, so dass der Abstand
zwischen dem Netzanschlusselement (4) und dem Ladeelement (7) variierbar ist.
3. Ladestation (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Netzanschlusselement (4) relativ zu dem ersten Gehäuseteil (8) verlagerbar, insbesondere
relativ zu diesem rotierbar, schwenkbar und/ oder verschiebbar, ist, und/oder dass
das Ladeelement (7) relativ zu dem zweiten Gehäuseteil (9) verlagerbar, insbesondere
relativ zu diesem rotierbar, schwenkbar und/oder verschiebbar, ist.
4. Ladestation (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladestation (1) als Steckerladegerät ausgebildet ist.
5. Ladestation(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Auswerte- und Steuereinrichtung und einen mittels der Auswerte- und Steuereinrichtung
betätigbaren Antrieb (10) zur automatischen Verlagerung eines Gehäuseteils (8, 9).
6. Ladestation (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Abstandsmesseinrichtung.
7. System aus einer Ladestation (1) und einem mit der Ladestation (1) verbindbaren Reinigungsgerät
(2), wobei die Ladestation (1) ein Stationsgehäuse (3), ein Netzanschlusselement (4)
zum Anschließen der Ladestation (1) an eine elektrische Spannungsversorgung (5), eine
Ladeeinrichtung (6) und mindestens ein elektrisches Ladeelement (7) zur Übertragung
von Energie auf einen Akkumulator des Reinigungsgerätes (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stationsgehäuse (3) mindestens zwei relativ zueinander verlagerbare Gehäuseteile
(8, 9) aufweist, von welchen ein erster Gehäuseteil (8) das Netzanschlusselement (4)
aufweist und von welchen ein zweiter Gehäuseteil (9) das Ladeelement (7) aufweist,
so dass das Ladeelement (7) durch eine Verlagerung eines der Gehäuseteile (8, 9) relativ
zu dem Netzanschlusselement (4) und/ oder relativ zu einem entsprechenden Ladeelement
(11) des Reinigungsgerätes (2) verlagerbar ist.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsgerät (2) und/ oder die Ladestation (1) eine Abstandsmesseinrichtung
(12) aufweist, welche eingerichtet ist, einen Abstand zwischen der Ladestation (1)
und dem Reinigungsgerät (2), insbesondere zwischen dem Ladeelement (7) der Ladestation
(1) und dem Ladeelement (11) des Reinigungsgerätes (2), zu messen.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladestation (1) eine Auswerte- und Steuereinrichtung und einen mittels der Auswerte-
und Steuereinrichtung betätigbaren Antrieb (10) zur automatischen Verlagerung eines
Gehäuseteils (8, 9) aufweist, wobei die Auswerte- und Steuereinrichtung ausgebildet
ist, den Antrieb (10) in Abhängigkeit von einem Messergebnis der Abstandsmesseinrichtung
(12) zu betätigen.
10. Verfahren zum Laden eines Akkumulators eines Reinigungsgerätes (2) mittels einer Ladestation
(1), wobei ein Netzanschlusselement (4) der Ladestation (1) an eine elektrische Spannungsversorgung
(5) angeschlossen wird, und wobei ein elektrisches Ladeelement (7) der Ladestation
(1) zur Übertragung von Energie auf den Akkumulator des Reinigungsgerätes (2) an ein
entsprechendes Ladeelement (11) des Reinigungsgerätes (2) angeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer von mindestens zwei Gehäuseteilen (8, 9) eines Stationsgehäuses (3)
der Ladestation (1), von welchen ein erster Gehäuseteil (8) das Netzanschlusselement
(4) aufweist und von welchen ein zweiter Gehäuseteil (9) das Ladeelement (7) aufweist,
so verlagert wird, dass das Ladeelement (7) der Ladestation (1) relativ zu dem Netzanschlusselement
(4) und/oder relativ zu dem Ladeelement (11) des Reinigungsgerätes (2) verlagert wird.