[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Temperier-Vorrichtung zum Erwärmen und/oder Abkühlen
von Gasen oder Gasgemischen, insbesondere für den Einsatz im Bereich Atemschutz für
Maler, Schreiner und Lackierer, wobei die Temperier-Vorrichtung ein Gehäuse, einen
Drucklufteingang, einen Versorgungsausgang und ein Wirbelrohr mit einem Lufteinlass,
einem Warmluftauslass und einem Kaltluftauslass aufweist. Des Weiteren betrifft die
Erfindung ein Montageverfahren einer Temperier-Vorrichtung zum Erwärmen und/oder Abkühlen
von Gasen oder Gasgemischen, insbesondere für den Einsatz im Bereich Atemschutz, wobei
das Gehäuse der Temperier-Vorrichtung zumindest einen Grundkörper mit einer Warmluftseite
und einer Kaltluftseite, eine Abluftkappe, eine Versorgungskappe und einen Drucklufteingang
mit einem Arretierungselement aufweist.
[0002] Bei der Verarbeitung von Lacken oder Farben fallen in der Regel gesundheitsschädliche
Gase und Dämpfe an, die entweder durch das Verdampfen von Lösungsmitteln und/oder
das Zerstäuben von Flüssigkeiten entstehen. Insbesondere entstehen derartige Luftkontaminationen
bei zerstäubenden Lackierverfahren. Dementsprechend ist der Aufenthalt in derartig
belasteter Atmosphäre nur mit geeigneten Atemschutzmaßnahmen gestattet. Hierzu zählen
unter anderem auch Atemschutzgeräte, die als Atemschutzhaube oder -helm entweder den
gesamten Kopf oder als Halb- oder Vollmaske Teile des Gesichts bedecken können. Diese
Atemschutzgeräte können entweder umgebungsluftabhängig oder umgebungsluftunabhängig
als fremdbelüfteter Atemschutz ausgestaltet sein. Im Bereich der Lackverarbeitung
mittels Zerstäubung kommen in der Regel fremdbelüftete Atemschutzmasken oder -hauben
zum Einsatz, da die Aufenthaltsdauer in der belasteten Atmosphäre mit umgebungsluftabhängigem
Atemschutz durch entsprechende Verordnungen stark eingeschränkt beziehungsweise nicht
gestattet ist.
[0003] Bei fremdbelüfteten Atemschutzmasken wird die einzuatmende Luft in der Regel über
einen Druckluftschlauch zugeführt, wobei die Luft zunächst durch einen mehrstufigen
Filter geleitet wird. Zur hinreichenden Reinigung der zugeführten Luft wird hierfür
unter anderem auch ein Aktivkohlefilter eingesetzt. Der Aktivkohlefilter ist entweder
ein Teil des mehrstufigen Filtersystems oder wird vom Träger des Atemschutzes am Gürtel
getragen. Der Luft kann über einen Luftbefeuchter außerdem Feuchtigkeit zugeführt
werden, um dem Träger das Atmen zu erleichtern.
[0004] Im Bereich des Lackierhandwerks erfolgt die Druckluftversorgung in der Regel über
Luft, die aus der Umgebung angesaugt, über einen Kompressor verdichtet und über Druckluftleitungen
zum Einsatzort geleitet wird. Dem Kompressor ist im Anschluss meist ein Drucklufttrockner
nachgeschaltet, in dem die Druckluft zur Trocknung auf eine niedrige Temperatur von
ca. 3 bis 4 °C heruntergekühlt wird. Im Anschluss wird die Druckluft meist auf eine
konstante Temperatur wie beispielsweise 20 °C temperiert. Wird die Druckluft nun über
eine weitere Strecke geleitet, steigt der Einfluss der Umgebungstemperatur auf die
Temperatur der Druckluft stark an. So erfolgt beispielsweise eine starke Absenkung
der Temperatur, wenn die Druckluftleitungen eine weite Strecke unter der Erde verlegt
sind. Sind die Druckluftleitungen über eine größere Strecke nicht von der Umgebungstemperatur
abgeschirmt, hat auch die Umgebungstemperatur starken Einfluss auf die Temperatur
der Druckluft. In diesem Fall führt Sonneneinstrahlung oder eine hohe Außentemperatur
beispielsweise zu einer Erwärmung der Druckluft.
[0005] Ist die dem Atemschutz zugeführte Luft zu warm oder zu kalt, kann dies für den Träger
des Atemschutzes unangenehm sein und eventuell zu gesundheitlichen Problemen führen.
So kann sich die Temperatur der Druckluft in bestimmten geographischen Breiten bis
auf deutlich unter 5 °C oder in anderen Breiten auf deutlich über 40°C erwärmen. Dies
zeigt, dass eine Temperier-Vorrichtung, die beispielsweise am Gürtel des Trägers befestigt
wird, das Wohlbefinden des Trägers verbessern und gesundheitlichen Problemen, wie
beispielsweise einer Erkältung, vorbeugen kann.
[0006] Temperier-Vorrichtungen im Bereich Atemschutz arbeiten in der Regel mit einem, im
englischen als vortex tube bezeichneten, Wirbelrohr nach Ranque-Hilsch, da hierfür
abgesehen von der Druckluftversorgung keine Fremdenergie nötig ist, um die Atemluft
zu temperieren. Hierbei wird die zu temperierende Luft tangential in einen Abschnitt
eines Rohres eingeleitet, wodurch das Gas in Rotation versetzt und in einen äußeren
Warm- und einen inneren Kaltluftstrom aufgeteilt wird. Am Warmluftauslass des Wirbelrohrs
wird dann der äußere Warmluftstrom ausgeleitet und der innere Kaltluftstrom von einem
Umlenkelement zum Kaltluftauslass umgelenkt und dort ausgeleitet. Je nachdem, ob eine
Erwärmung oder eine Kühlung der Atemluft erfolgen soll, kann der Warmluft- oder der
Kaltluftstrom zur Atemmaske geleitet werden. Da bei der Separation des Warm- und Kaltluftstroms
im Wirbelrohr ein lauter, hochfrequenter Ton entsteht, ist es vorteilhaft den ungenutzten
Gasstrom, zur Vermeidung von Lärmbelästigung, durch einen Schalldämpfer zu leiten,
bevor der Gasstrom in die Umgebungsluft abgeleitet wird. Derartige Schalldämpfer werden
gemäß dem Stand der Technik durch eine oder mehrere, der Reihe nach durchflossene
Kammern gebildet, die das Wirbelrohr in der Regel zumindest zu einem Teil umgeben.
Derartige Kammern nehmen allerdings viel Platz ein und verfügen über eine relativ
geringe Dämpfungswirkung.
[0007] Bei vergleichbaren Geräten zur Temperierung von Atemluft erfolgt in der Regel nur
eine Erwärmung des Luftstroms durch die Abtrennung eines Kaltluftstroms mit Hilfe
eines Wirbelrohrs. Unter besonderen Einsatzbedingungen kann aber auch eine Kühlung
der Atemluft für den Träger des Atemschutzes von Vorteil sein. Dies ist beispielsweise
dann der Fall, wenn die Versorgung des Atemschutzes mit besonders warmer Luft erfolgt.
Für diesen Fall sind Atemluftkühler bekannt, mit deren Hilfe der zum Atemschutz geführte
Luftstrom abgekühlt werden kann. Dementsprechend hängt es in der Regel von der Außentemperatur
und von deren Einfluss auf die Druckluftleitungen ab, ob die Atemluft direkt zugeführt,
erwärmt oder gekühlt werden muss.
[0008] Aus dem Stand der Technik sind einige Vorrichtungen zum Temperieren von Atemluft
bekannt, die ein Wirbelrohr für die Beeinflussung der Temperatur nutzen. So ist beispielsweise
ein Atemluftwärmer offenbart, der in einem Gehäuse angeordnet ist, wobei Luft über
einen Lufteinlass in das Gehäuse geleitet wird, dort mittels eines Wirbelrohrs in
einen kalten und einen warmen Luftstrom aufgeteilt wird, wobei der warme Luftstrom
über einen Versorgungsausgang zur Beatmungseinheit geleitet und der kalte Luftstrom
über einen Abluftausgang aus dem Gehäuse abgeleitet wird. Zu Regulierung der Temperatur
des Warmgasstroms ist an der Kaltluftseite eine Drossel vorgesehen, über die gesteuert
werden kann, wie viel Luft über den Abluftauslass aus dem Gehäuse in die Umgebung
abströmt. Somit kann durch das Schließen der Drossel eine Verringerung der Temperatur
am Versorgungsausgang erzielt werden, da der kalte Luftstrom nicht vollständig über
den Abluftausgang aus dem Gehäuse abgeführt werden kann und somit ebenfalls am Versorgungsausgang
ausgeleitet wird. Die Verstellung der Drossel erfolgt durch das Verdrehen einer Seite
des Gehäuses relativ zur anderen Gehäuseseite. Um zu gewährleisten, dass eine möglichst
gleichbleibende Luftmenge am Versorgungsausgang austritt, ist eine weitere Drossel
vorgesehen, die mit der ersten Drossel über die verdrehbare Gehäuseseite verbunden
ist und die Luftmenge steuert, die über den Lufteinlass in das Gehäuse geleitet wird.
Des Weiteren umfasst die Vorrichtung einen Schalldämpfer, der von dem Teil der Luft
durchströmt wird, der über den Abluftausgang aus dem Gehäuse geleitet wird. Der Schalldämpfer
ist hierbei aus zwei ineinander angeordneten Rohrstücken gebildet, wobei der Luftstrom
die Hohlräume zwischen den Rohrstücken zunächst in einer Richtung und anschließend
in der Gegenrichtung Labyrinthartig durchqueren muss. Zur besseren Schalldämpfung
sind die Rohrstücken durch einen schallschluckenden Werkstoff ausgekleidet.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Temperier-Vorrichtung zum Temperieren
von Atemluft, insbesondere für Maler, Schreiner und Lackierer, zu schaffen, die mit
geringem zusätzlichen Produktionsaufwand sowohl als Atemluftwärmer und auch als Atemluftkühler
aus zumindest größtenteils den gleichen Bauteilen zusammengesetzt werden und mit geringem
Arbeitsaufwand montiert werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird von einer Temperier-Vorrichtung gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind aus den Unteransprüchen
und der nachfolgend erläuterten Zeichnung ersichtlich.
[0011] Bei der Lösung der Aufgabe der Erfindung wird von einer Temperier-Vorrichtung zum
Erwärmen oder Abkühlen von Gasen oder Gasgemischen, wobei derartige Temperier-Vorrichtungen
insbesondere im Bereich Atemschutz von Lackierern, Schreinern oder Malern eingesetzt
werden.
[0012] Da die erfindungsgemäße Temperier-Vorrichtung unter anderem in Lackierkabinen beziehungsweise
in vergleichbaren Bereichen eingesetzt wird, ist vorzugsweise ein Gehäuse vorgesehen,
um das innere der Temperier-Vorrichtung vor der Verschmutzung durch Lacke und Farben
zu schützen.
[0013] Zur Zuführung von Druckluft ist das Gehäuse mit einem Drucklufteingang versehen über
den Druckluft aus einer Druckluftquelle in das Gehäuse geleitet wird. Des Weiteren
weist das Gehäuse in einer bevorzugten Ausgestaltung einen Versorgungsausgang auf,
über den die temperierte Luft aus dem Gehäuse heraus zu einer Atemmaske, einer Atemhaube
oder einer vergleichbaren Vorrichtung wie beispielsweise einem Schutzanzug geleitet
wird. Da dem Fachmann klar ist, dass eine Atemschutzmaske auch durch eine andere Vorrichtung
zur Atemluftversorgung des Trägers der Temperier-Vorrichtung ersetzt werden kann,
sind entsprechende Vorrichtungen als synonyme zu sehen und sind nicht dazu geeignet,
den Schutzbereich der Anmeldung einzuschränken.
[0014] Insbesondere handelt es sich bei der Temperier-Vorrichtung um eine tragbare Temperier-Vorrichtung,
die vom Anwender, vorzugsweise an einem Gürtel um die Hüfte, am Körper getragen werden
kann.
[0015] Abgesehen vom Drucklufteingang und dem Versorgungsausgang kann das Gehäuse ebenfalls
einen Abluftausgang aufweisen, wobei über den Abluftausgang der Anteil des Luftstroms
in die Umgebung abgeleitet wird, der aufgrund seiner Temperatur nicht für die Versorgung
des Trägers der Temperier-Vorrichtung genutzt werden kann. Somit stellt der Abluftausgang
eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Inneren des Gehäuses und der Umgebung da.
[0016] Um den Luftstrom zu temperieren, der über den Versorgungsausgang zur Atemschutzmaske
oder einer vergleichbaren Vorrichtung geleitet wird, ist innerhalb des Gehäuses vorteilhafter
Weise ein Wirbelrohr vorgesehen, dass nach dem bereits beschriebenen Prinzip nach
Ranque-Hilsch arbeitet. Dementsprechend wird die Luft über den Drucklufteingang in
das Gehäuse und anschließend tangential in das Wirbelrohr eingeleitet, wobei die Luft
innerhalb des Wirbelrohrs in Rotation versetzt wird und sich ein wärmerer Luftstrom
an der Innenseite des Wirbelrohrs und ein kälterer Luftstrom im Kern des Wirbelrohrs
bilden. Um beide Luftströme getrennt auszuleiten ist am Warmluftauslass des Wirbelrohrs
ein Kaltluftreflektionselement vorgesehen, dass zumindest große Teile des Kaltluftstroms
zum Kaltluftende umlenkt, wobei der Warmluftstrom zu einem großen Teil über das Warmluftende
ausgeleitet wird. Zum selben Zweck ist ein Warmluftreflektionselement am Kaltluftende
vorgesehen, wobei der Warmluftstrom vom Warmluftreflektionselement zum Großteil zum
Warmluftende umgelenkt wird und der Kaltluftstrom zum Großteil am Kaltluftende ausgeleitet
wird. Somit verlässt der Warmluftstrom das Wirbelrohr am Warmluftauslass und der Kaltluftstrom
am Kaltluftauslass.
[0017] Da sowohl ein Atemluftwärmer wie auch ein Atemluftkühler mit möglichst geringem zusätzlichem
Produktionsaufwand, gefertigt werden sollen, ist es besonders zweckdienlich, dass
sich Atemluftwärmer und Atemluftkühler in möglichst wenigen Teilen unterscheiden,
wodurch in der Fertigung der Einzelteile der Temperier-Vorrichtung erhebliche Einsparungen
erzielt werden können. Dementsprechend ist es besonders zweckdienlich, eine Temperier-Vorrichtung
zu schaffen, bei der sowohl eine Vorrichtung zur Atemluftkühlung, wie auch eine Vorrichtung
zur Atemlufterwärmung aus den gleichen Teilen montierbar ist. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, dass das Wirbelrohr der Temperier-Vorrichtung in zumindest zwei
unterschiedlichen Endmontage-Anordnungen verbaut werden kann, wobei für beide Anordnungen
zumindest maßgeblich die gleichen Grundbausteine verwendet werden.
[0018] Die Endmontage-Anordnungen unterscheiden sich hierbei dahingehend, dass in der ersten
Endmontage-Anordnung des Wirbelrohrs eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Kaltluftauslass
des Wirbelrohrs und dem Versorgungsausgang der Temperier-Vorrichtung besteht. Im Gegensatz
dazu besteht bei einer zweiten Endmontage-Anordnung eine fluidleitende Verbindung
zwischen dem Warmluftauslass des Wirbelrohrs und dem Versorgungsausgang der Temperier-Vorrichtung.
Durch diese Änderung der Anordnung des Wirbelrohrs kann die Atemschutzkomponente über
den Versorgungsausgang in der ersten Endmontage-Anordnung mit einem Kaltluftstrom
aus dem Kaltluftauslass des Wirbelrohrs und in der zweiten Endmontage-Anordnung mit
einem Warmluftstrom aus dem Warmluftauslass des Wirbelrohrs versorgt werden.
[0019] Um die Montage der zumindest zwei Endmontage-Anordnungen zu erleichtern, kann das
Gehäuse der Temperier-Vorrichtung aus einem Grundkörper und/oder einer Abluftkappe
und/oder einer Versorgungskappe bestehen, wobei der Grundkörper zwischen der Versorgungskappe
und der Abluftkappe angeordnet ist. Hierbei ist zu beachten, dass der Versorgungsausgang
an der Versorgungskappe angebracht oder ein Teil der Versorgungskappe ist. Ebenso
ist der Abluftausgang an der Abluftkappe angebracht oder als Teil der Abluftkappe
ausgebildet. Sowohl die Versorgungskappe wie auch die Abluftkappe können aus einem
Stück oder als Baugruppe aus mehreren Einzelteilen bestehen.
[0020] Vorzugsweise werden sowohl die Versorgungskappe wie auch die Abluftkappe in vorteilhafter
Weise aus Kunststoff gefertigt, wobei beide Kappen sowohl unterschiedlich wie auch
identisch oder zumindest zu einem großen Teil identisch gestaltet sein können, um
die Produktionskosten weiter zu senken. In einer bevorzugten Ausgestaltung sind beide
Kappen vom Gesamteindruck her ähnlich gefertigt, unterscheiden sich in einigen Punkten
aber deutlich. So weist die Versorgungskappe eine Aufnahme für den Versorgungsausgang
auf, an der der Versorgungsausgang in die Kappe eingeschraubt werden kann. Davon abgesehen
kann die Versorgungskappe eine, mit einem Verschlusselement verschlossene, Öffnung
aufweisen, über die eine fluidleitende Verbindung ins Innere des Gehäuses beziehungsweise
in die fluidleitende Verbindung zwischen dem Wirbelrohr und dem Abluftauslass besteht.
Nach dem Entfernen des Verschlusselements kann eine Messeinrichtung in die fluidleitende
Verbindung ins Innere des Gehäuses eingeführt werden, um bestimmte Parameter zwischen
dem Wirbelrohr und dem Versorgungsausgang zu messen.
[0021] Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Versorgungskappe oder
das Verschlusselement der Versorgungskappe eine Aufnahme für eine Farbkennzeichnung
auf, wobei die Farbe der Farbkennzeichnung gewechselt werden kann, um verschiedene,
möglicherweise baugleiche Temperier-Vorrichtungen voneinander unterscheiden zu können.
Die Abluftkappe weist hingegen vorzugsweise eine Aufnahme für ein Verstellelement
auf, wobei sich die Aufnahme im unteren Bereich der Abluftkappe um die Abluftkappe
herum erstreckt. Davon abgesehen weist die Abluftkappe einen Abluftausgang auf, wobei
der Abluftausgang als längliche Aussparung im unteren Bereich der Abluftkappe ausgestaltet
sein kann. Anders als die auf der Oberseite geschlossene Versorgungskappe ist die
Abluftkappe an Ihrer Unterseite geöffnet, wobei die Öffnung in den Endmontage-Anordnungen
durch das Verstellelement und ein Regelelement verschlossen ist.
[0022] Wie bereits beschrieben, kann das Gehäuse der Temperier-Vorrichtung aus mehreren
Teilen bestehen, wobei zu beachten ist, dass das Gehäuse zumindest aus einem Grundkörper
und einer Versorgungskappe besteht. Hierbei weist der Grundkörper eine Kaltluftseite
und eine Warmluftseite auf und ist in einer ersten Endmontage-Anordnung mit seiner
Kaltluftseite mit der Versorgungskappe verbunden und in einer zweiten Endmontage-Anordnung
mit seiner Warmluftseite mit der Versorgungskappe verbunden. Analog zur Versorgungskappe
ist auch die Abluftkappe am Grundkörper anzubringen. Hierzu ist zu beachten, dass
das Gehäuse zumindest aus einem Grundkörper und einer Abluftkappe besteht, wobei der
Grundkörper eine Kaltluftseite und eine Warmluftseite aufweist und der Grundkörper
in einer ersten Endmontage-Anordnung mit seiner Warmluftseite mit der Abluftkappe
verbunden ist und in einer zweiten Endmontage-Anordnung mit seiner Kaltluftseite mit
der Abluftkappe verbunden ist.
[0023] Dementsprechend kann die Orientierung des Gehäuses relativ zur Versorgungskappe verändert
werden. Es ist zu beachten, dass das Wirbelrohr mit dem Grundkörper verbunden ist
und das Vertauschen der Wirbelrohrauslässe durch eine Drehung des Grundkörpers um
180° erfolgt, wobei sich die Ausrichtung des Wirbelrohrs innerhalb des Grundkörpers
nicht ändert. Dementsprechend kann bei der Montage gewählt werden, ob der Grundkörper
in einer ersten Ausrichtung für eine erste Endmontage-Anordnung als Atemluftkühler
oder in einer zweiten Ausrichtung für eine zweite Endmontage-Anordnung als Atemluftwärmer
montiert werden soll. Somit wird die Montage der Temperier-Vorrichtung durch die Möglichkeit,
den Grundkörper in zwei unterschiedlichen Ausrichtungen zu montieren, erheblich erleichtert,
da weniger unterschiedliche Teile auf immer gleiche Art montiert werden können und
nur die Orientierung des Grundkörpers angepasst werden muss. Dies hat ebenfalls den
Vorteil, dass sowohl Kosten für die Fertigung von unterschiedlichen Einzelteilen wie
auch Kosten für die Montage erheblich verringert werden können. Um die Montage weiter
zu erleichtern, ist der Grundkörper für die richtige Ausrichtung mit zumindest einer
Montagekennzeichnung versehen, welche die richtige Ausrichtung des Grundkörpers für
die entsprechende Endmontage-Anordnung zeigt. Zum besseren Verständnis kann die Montagekennzeichnung
ein Symbol umfassen, das zeigt welche Endmontage-Anordnung in einer bestimmten Ausrichtung
des Grundkörpers montiert wird. Erfindungsgemäß ist die beschriebene Montagekennzeichnung
nur auf dem Grundkörper zu sehen und im montierten Zustand von einem Teil der Versorgungskappe
und/oder durch ein Teil der Abluftkappe verdeckt.
[0024] Wie bereits ausgeführt ist es von Vorteil, wenn das Wirbelrohr innerhalb des Grundkörpers
befestigt ist, wobei das Wirbelrohr zumindest teilweise im Grundkörper aufgenommen
und das Wirbelrohr derart ausgerichtet ist, dass sich der Warmluftauslass des Wirbelrohrs
auf der Warmluftseite des Grundkörpers und der Kaltluftauslass des Wirbelrohrs auf
der Kaltluftseite des Grundkörpers befinden. Hierbei ist das Wirbelrohr über Formschluss,
Kraftschluss oder Stoffschluss mit dem Grundkörper der Temperier-Vorrichtung verbunden.
Zusätzlich kann ein Dichtelement vorgesehen sein, dass sich zwischen dem Wirbelrohr
und der Wirbelrohraufnahme im Grundkörper befindet und eine fluiddichte Verbindung
zwischen dem Wirbelrohr und dem Grundkörper schafft. Als Dichtelement kann beispielsweise
ein O-Ring dienen der sich um einen Bereich des Wirbelrohrs erstreckt, wobei eine
umlaufende Vertiefung im Wirbelrohr vorgesehen sein kann, in der der O-Ring sitzt
und durch die der O-Ring fixiert werden kann. Zusätzlich können weitere Wirbelrohraufnahmen
vorgesehen sein, wobei es besonders vorteilhaft ist, wenn jeder Auslass des Wirbelrohrs
von einer Aufnahme umgeben wird. Hierbei wird der der Versorgungskappe zugewandte
Auslass des Wirbelrohrs von einer Endaufnahme und der der Abluftkappe zugewandte Auslass
ebenfalls von einer Endaufnahme umgeben, wobei die Endaufnahmen in den Grundkörper
eingeschoben sind und die Auslässe des Wirbelrohr im Grundkörper fixieren. Zur besseren
Abdichtung können die Kontaktflächen zwischen dem Wirbelrohr und den Endaufnahmen
mit Dichtelementen versehen sein, die verhindern, dass Luft zwischen den Kontaktflächen
abfließt. Ebenso können Dichtelemente zwischen dem Grundkörper und den Endaufnahmen
vorgesehen sein, um das Abströmen von Luft an den Kontaktflächen zwischen Grundkörper
und den Endaufnahmen zu verhindern. Besonders vorteilhaft für die Erfüllung der Aufgabe
ist es, wenn das Wirbelrohr und der Grundkörper derart ausgestaltet sind, dass für
beide Endaufnahmen das gleiche Teil verwendet wird. Somit kann das gleiche Teil zweimal
verbaut werden, wodurch, wie bereits an anderer Stelle beschrieben, die Montage der
Temperier-Vorrichtung erleichtert und die Produktionskosten der Einzelteile reduziert
werden können.
[0025] Da die Montage der erfindungsgemäßen Temperier-Vorrichtung, trotz der Möglichkeit
verschiedene Endmontage-Anordnungen zu montieren, mit einem geringen Arbeitsaufwand
möglich sein soll, sind die einzelnen Teile des Gehäuses hierfür besonders ausgestaltet.
So kann das Gehäuse der Temperier-Vorrichtung aus zumindest zwei Gehäuseteilen bestehen,
wobei die zumindest zwei Gehäuseteile jeweils zumindest ein Befestigungselement mit
einer Befestigungsöffnung aufweisen, wobei sich die Befestigungsöffnungen der Befestigungselemente
in der ersten und in der zweiten Endmontage-Anordnung zumindest partiell überlappen
und ein Arretierungselement vorgesehen ist, dass sich durch die überlappenden Bereiche
der beiden Befestigungsöffnungen erstreckt und die zumindest zwei Gehäuseteile mittels
Formschluss miteinander verbindet. Als Arretierungselement kann beispielsweise ein
Teil des Drucklufteingangs oder eines anderen Elements dienen. Dies hat den Vorteil,
dass kein zusätzliches Arretierungselement benötigt wird, wodurch sowohl die Kosten
der Produktion der Einzelteile der Temperier-Vorrichtung wie auch die Montagekosten
reduziert werden.
[0026] Wie bereits beschrieben besteht das Gehäuse der Temperier-Vorrichtung vorzugsweise
aus drei Gehäuseteilen. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Abluftkappe und die Versorgungskappe
jeweils ein Befestigungselement mit einer Befestigungsöffnung aufweisen und der Grundkörper
zwischen der Abluftkappe und der Versorgungskappe angeordnet ist und ebenfalls eine
Befestigungsöffnung aufweist, wobei sich die Befestigungsöffnung des Grundkörpers,
die Befestigungsöffnung des Befestigungselements der Abluftkappe und die Befestigungsöffnung
des Befestigungselements der Versorgungskappe zumindest in einer ersten Endmontage-Anordnung
und einer zweiten Endmontage-Anordnung zumindest partiell überlappen. Um den Grundkörper,
die Abluftkappe und die Versorgungskappe miteinander zu verbinden ist ein Arretierungselement
vorgesehen, dass sich von der Außenseite des Gehäuses zumindest durch die überlappenden
Bereiche der Befestigungsöffnungen der Abluftkappe und der Versorgungskappe bis in
die Befestigungsöffnung des Grundkörpers erstreckt, wobei das Arretierungselement
in der Befestigungsöffnung des Grundkörpers fixierbar ist und die Abluftkappe, die
Versorgungskappe und den Grundkörper durch Formschluss miteinander verbindet. Bei
der Verbindung der Einzelteile des Gehäuses kann die Fixierung des Arretierungselements
im Grundkörper zum Beispiel dadurch erzielt werden, dass das Arretierungselement in
den Grundkörper eingeschraubt wird, wobei es grundsätzlich auch möglich ist, die Fixierung
des Arretierungselements anders auszugestalten, wofür aus dem Stand der Technik verschiedenste
Verbindungsmöglichkeiten vorbekannt sind.
[0027] Um den Grundkörper des Gehäuses mit der Abluftkappe und der Versorgungskappe zu verbinden,
kann das Arretierungselement entsprechend ausgestaltet sein. So ist es von Vorteil,
wenn das Arretierungselement einen länglichen Verankerungsabschnitt mit gleichbleibendem
Querschnitt und eine umfängliche Schulter aufweist, wobei sich die Geometrie des Querschnitts
des Verankerungsabschnitts an der Schulter derart erweitert, dass die Geometrie des
Querschnitts der Schulter in zumindest einem Bereich radial über die Geometrie des
Querschnitts des Verankerungsabschnitts hinausragt. Durch diese Ausgestaltung des
Arretierungselements wird die Montage der Temperier-Vorrichtung dahingehend erleichtert,
dass die Schulter einen Anschlag für die Positionierung darstellt der beispielsweise
verhindert, dass das Arretierungselement zu weit in den Grundkörper eingeschraubt
wird, wodurch die Gefahr bestehen würde das Gewinde zu überdrehen oder das Gehäuse
der Temperier-Vorrichtung zu beschädigen. Wird das Arretierungselement nicht eingeschraubt,
sondern beispielsweise eingeklebt, wird die Positionierung des Arretierungselements
durch die Schulter ebenfalls erheblich erleichtert. Durch die Schulter kann außerdem
eine Klemmkraft zwischen der Schulter des Arretierungselements und dem Grundkörper
erzeugt werden, wobei das Befestigungselement der Versorgungskappe und das Befestigungselement
der Abluftkappe, im dem Bereich der die Befestigungsöffnungen umgibt, durch die Klemmkraft
mittels Kraftschluss fixiert werden.
[0028] Da die Montage der Temperier-Vorrichtung sowohl in einer ersten Endmontage-Anordnung
wie auch in einer zweiten Endmontage-Anordnung mit verringertem Arbeitsaufwand erfolgen
soll, ist das Arretierungselement vorzugsweise durch zumindest ein Teil des Drucklufteingangs
gebildet. Dies hat den Vorteil, dass, zumindest an dieser Seite des Gehäuses, kein
zusätzliches Element zur Fixierung der Gehäuseteile notwendig ist, da die Fixierung
der Gehäuseteile durch den Drucklufteingang erfolgt. Vorteilhaft an dieser Ausgestaltung
ist außerdem, dass die Fertigungs- beziehungsweise die Beschaffungskosten für zumindest
ein weiteres Teil eingespart werden können, wobei auch bei der Montage nur ein Teil
anstelle von zumindest zwei Teilen montiert werden muss, wodurch ebenfalls Zeit und
somit Kosten eingespart werden.
[0029] Da die Fixierung der Gehäuseteile durch den Drucklufteingang nur an einer Seite des
Gehäuses erfolgt, ist es vorteilhaft die Gehäuseteile auch an der entgegengesetzten
Seite zu fixieren, wobei es aber ebenfalls denkbar ist, dass keine weitere Befestigung
an der entgegengesetzten Seite des Gehäuses erfolgt oder die einzelnen Gehäuseteile
oder der Drucklufteingang derart gestaltet sind, dass durch die Befestigung des Drucklufteingangs
im Grundkörper sowohl die dem Drucklufteingang zugewandte Seite des Gehäuses, wie
auch die entgegengesetzte, dem Drucklufteingang abgewandte Seite, der Gehäuseteile
fixiert wird. Nach der bevorzugten Ausgestaltung der Temperier-Vorrichtung ist allerdings
nur eine einseitige Fixierung der Gehäuseteile durch den Drucklufteingang vorgesehen.
Dementsprechend ist es von Vorteil, wenn die Versorgungskappe und die Abluftkappe
zumindest auf der dem Drucklufteingang abgewandten Seite der Temperier-Vorrichtung
über zumindest ein weiteres Teil der Temperier-Vorrichtung miteinander verbunden sind.
Hierbei ist zu beachten, dass die Versorgungskappe und die Abluftkappe auf der dem
Drucklufteingang abgewandten Seite nur indirekt miteinander verbunden sein können.
Hierbei kann beispielsweise die Verbindungsplatte als indirekte Verbindung zwischen
beiden Kappen dienen.
[0030] Die Verbindung der einzelnen Gehäuseteile mittels der Verbindungsplatte erfolgt vorzugsweise
in der Art, dass sowohl die Verbindungsplatte, wie auch der Grundkörper zwei voneinander
beabstandete Schraubausnehmungen aufweisen und sowohl die Versorgungskappe, wie auch
die Abluftkappe jeweils eine Schraubausnehmung aufweisen. Da die Temperier-Vorrichtung
in zumindest zwei unterschiedlichen Endmontage-Anordnungen verbaut werden kann, sitzt
entweder die Versorgungskappe oder die Abluftkappe an der Kaltluftseite des Grundkörpers,
beziehungsweise entweder die Abluftkappe oder die Versorgungskappe an der Warmluftseite
des Grundkörpers. Die Gehäuseteil sind dann über die Verbindungsplatte derart verbunden,
dass eine obere Befestigungsschraube durch die obere Schraubausnehmung der Verbindungsplatte
und die Schraubausnehmung der Versorgungskappe führt, wobei die obere Befestigungsschraube,
je nach Orientierung des Grundkörpers, in die entsprechende Schraubausnehmung des
Grundkörpers eingedreht ist. Zusätzlich führt eine weitere untere Befestigungsschraube
zunächst durch die untere Schraubausnehmung der Verbindungsplatte und die Schraubausnehmung
der Abluftkappe, wobei die untere Befestigungsschraube, je nach Orientierung des Grundkörpers,
in die entsprechende Schraubausnehmung des Grundkörpers eingedreht ist. Dementsprechend
erfolgt die Befestigung der einzelnen Gehäuseteile sowohl durch die Verbindung über
den Drucklufteingang, wie auch über die Befestigung über die Verbindungsplatte, wobei
die Verbindung der Gehäuseteile über beide Verbindungen besonders widerstandsfähig,
leicht zu montieren und kostengünstig umzusetzen ist. Davon abgesehen, ermöglichen
es die beschriebenen Verbindungen, die Temperier-Vorrichtung besonders kompakt und
mit geringem Gewicht zu fertigen, da verschiedene Teile weggelassen oder materialsparend
ausgebildet sein können.
[0031] Um die Temperier-Vorrichtung besonders kompakt und mit geringem Gewicht zu fertigen,
können auch eine mittige Verengung und eine Aussparung des Gehäuses vorgesehen sein.
Hierzu kann das Gehäuse zumindest in der Mitte zwischen der Versorgungs- und der Abluftkappe
im Wesentlichen auf den Durchmesser des Wirbelrohrs verengt werden, wobei durch die
Verengung eine Aussparung zwischen der gerade ausgebildeten Verbindungsplatte und
dem verengten Teil des Gehäuses entsteht. Von der Gewichtsersparnis abgesehen, wird
es durch diese Ausgestaltung erleichtert, das Wirbelrohr innerhalb des Grundkörpers
zu befestigen, da die Aufnahme für das Wirbelrohr in dieser Ausgestaltung durch die
Außenwand des Gehäuses gebildet wird, wodurch kein zusätzliches Befestigungselement
für das Wirbelrohr innerhalb des Grundkörpers nötig ist. Von der Gewichtsersparnis
und der kompakten Bauweise abgesehen wird durch diese Ausgestaltung auch eine Materialeinsparung
erzielt, die zu einer Kostenreduktion führt. Zusätzlich ist das Gehäuse der Temperier-Vorrichtung
durch die entsprechende Verengung auch optisch besonders ansprechend gestaltet.
[0032] Wie erwähnt, ist vorzugsweise eine Abluftkappe vorgesehen, die entweder auf der Kaltluftseite
oder der Warmluftseite des Grundkörpers montiert werden kann, wobei die Abluftkappe
einen Abluftausgang aufweist, der eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Inneren
des Gehäuses und der Umgebung schafft und der Querschnitt der fluidleitenden Verbindung
zwischen dem Inneren des Gehäuses und der Umgebung durch ein Drosselventil zumindest
an einer Stelle verringert und/oder erweitert werden kann. Hierbei ist das Drosselventil
für die Regulierung der Temperatur des Luftstroms zuständig, der über den Versorgungsausgang
zur Atemschutzkomponente geleitet wird. Die Temperatur wird hierbei derart geregelt,
dass entweder der Warmluftstrom am Warmluftauslass des Wirbelrohrs oder der Kaltluftstrom
am Kaltluftauslass des Wirbelrohrs zumindest teilweise blockiert wird, wobei der teilweise
blockierte Luftstrom das Gehäuse der Temperier-Vorrichtung nur zu einem Teil über
den Abluftauslass verlassen kann und der blockierte Teil des Luftstroms zusammen mit
dem gegensätzlich temperierten Luftstrom am nicht blockierten Auslass des Wirbelrohrs
über den Versorgungsausgang zu einer Atemschutzmaske oder einer vergleichbaren Vorrichtung
geleitet wird. Dementsprechend erfolgt durch das teilweise Verschließen der fluidleitenden
Verbindung zwischen Wirbelrohr und der Umgebung über ein Drosselventil eine Verringerung
des Wirkungsgrads des Wirbelrohrs, beziehungsweise eine steuerbare Vermischung des
Warm-und Kaltluftstroms innerhalb des Wirbelrohrs.
[0033] In Bezug auf die Temperaturregelung ist zu erwähnen, dass die Temperatur der am Versorgungsauslass
abströmenden Luft grundsätzlich vom Verhältnis des Luftstroms am Abluftausgang zum
Luftstrom am Versorgungsausgang abhängt, wobei das Verhältnis über das Drosselventil
beeinflusst werden kann. Wie groß der maximale Temperaturunterschied zwischen der
Temperatur des Luftstroms am Versorgungsausgang und der Temperatur des Luftstroms
am Drucklufteingang ist, hängt größtenteils von Wirkungsgrad des Wirbelrohrs und dem
Druck ab, mit dem die Luft am Drucklufteingang zugeführt wird. Dementsprechende können
bei einem besonders kleinen Anteil an temperierter Luft am Versorgungsausgang und
einen besonders großen Anteil abzuführender Luft am Abluftausgang und einem hohen
Eingangsdruck, je nachdem welcher Auslass des Wirbelrohres am Versorgungsausgang anliegt,
ein besonders kalter oder ein besonders warmer Luftstrom am Versorgungsausgang erzeugt
werden. Da besonders hohe oder besonders niedrige Temperaturen für den Träger der
Temperier-Vorrichtung unangenehm oder sogar gefährlich sein können, kann ein Temperaturfühler
vorgesehen sein, der die Temperatur am Versorgungsausgang misst. Zusätzlich kann vorgesehen
sein, dass der Luftstrom am Drucklufteingang und/oder der Luftstrom am Abluftausgang
bei Über- oder Unterschreiten einer bestimmten Grenztemperatur in der Art beeinflusst
werden, dass die Temperatur am Versorgungsausgang nach möglichst kurzer Zeit wieder
in einem Bereich zwischen den Grenztemperaturen beziehungsweise in einem für den Träger
sicheren und nach Möglichkeit angenehmem Bereich liegt oder zumindest annähert. Diese
Regelung kann sowohl elektronisch wie auch mechanisch erfolgen, wobei bei einer mechanischen
Umsetzung ein Bimetall als Temperaturfühler und als Aktor für die Beeinflussung des
oder der Luftströme eingesetzt werden kann. Sowohl Temperaturfühler wie auch Aktoren,
die anstelle eines Bimetalls eingesetzt werden können, sind in unterschiedlichen Ausgestaltungen
aus dem Stand der Technik vorbekannt.
[0034] Wie zuvor erwähnt, kann aus den Einzelteilen der Temperier-Vorrichtung vorteilhafter
Weise sowohl eine erste Endmontage-Anordnung, wie auch eine zweite Endmontage-Anordnung
montiert werden, wobei der Versorgungsausgang entweder mit dem Kaltluftauslass oder
der Warmluftauslass des Wirbelrohrs verbunden sein kann. Entsprechendes gilt auch
für den Abluftauslass, wobei der Abluftausgang in der ersten Endmontage-Anordnung
fluidleitend mit dem Warmluftauslass des Wirbelrohrs verbunden ist und der Abluftausgang
in der zweiten Endmontage-Anordnung fluidleitend mit dem Kaltluftauslass des Wirbelrohrs
verbunden ist.
[0035] Wie oben bereits ausgeführt, muss für eine Temperaturänderung am Versorgungsausgang
die Stellung des Drosselventils verändert werden. Um dies besonders leicht zu gestalten,
ist ein Verstellelement vorgesehen. Somit kann über das Verstellelement die Querschnittsfläche
einer fluidleitenden Verbindung zwischen dem Warmluftauslass oder dem Kaltluftauslass
des Wirbelrohrs und der Umgebung direkt oder indirekt an zumindest einer Stelle veränderbar
ist, wobei sich das Verstellelement stirnseitig zumindest teilweise um das Gehäuse
erstreckt und die Querschnittsfläche fluidleitenden Verbindung über ein Verdrehen
des Verstellelements direkt oder indirekt veränderbar ist. Hierbei ist zu beachten,
dass das Verdrehen des Verstellelements im Wesentlichen um die Achse des Gehäuses
erfolgt.
[0036] Um es dem Träger der Temperier-Vorrichtung zu ermöglichen, die Temperatur der Temperier-Vorrichtung
immer gleich zu wählen, beziehungsweise ein ungewolltes Verstellen des Verstellelements
zu verhindern, können vordefinierte Rastungen für das Verstellelement vorgesehen sein,
wobei für die Verstellung zwischen zwei benachbarten Rastungen eine zunächst ansteigende
und ab einem bestimmten Punkt abfallende Kraft überwunden werden muss. Entsprechende
verdrehbare Verstellelemente mit Rastungen sind aus dem Stand der Technik vielfach
vorbekannt und können bekanntermaßen unterschiedlich gestaltet sein.
[0037] Das Verstellelement weist weiter ein Anzeigeelement auf, wobei das Anzeigeelement
haptisch zu ertasten ist und durch die Position des Anzeigeelements zumindest haptisch
wahrzunehmen ist, in welchem Umfang die Position des Verstellelements in Bezug auf
eine Grundstellung verändert ist. Dies ist besonders dann wichtig, wenn das Verstellelement
aufgrund seiner Position durch den Träger nicht gesehen sondern nur haptisch erfühlt
werden kann. Da der Träger der Temperier-Vorrichtung in der Regel auch eine Atemschutzmaske
oder eine vergleichbare Vorrichtung trägt, die auch das Sichtfeld einschränken kann,
wird auf diese Weise eine gezielte Verstellung der Lufttemperatur ohne Abnehmen der
Atemschutzmaske ermöglicht. Das entsprechende Anzeigeelement kann beispielsweise als
ein Pfeil ausgebildet sein, der durch ein Verdrehen des Verstellelements seine Position
relativ zum Gehäuse ändert. Besonders bevorzugt ist das Verstellelement in einer bestimmten
Farbe ausgebildet, wobei die Farbe des Verstellelements zeigt, ob die Temperier-Vorrichtung
in einer ersten Endmontage-Anordnung als Atemluftkühler oder in einer zweiten Endmontage-Anordnung
als Atemluftwärmer montiert wurde, wodurch eine Verwechslung zwischen Atemluftkühler
und Atemluftwärmer vermieden wird. Beispielsweise kann das Verstellelement einer ersten
Endmontage-Anordnung als Atemluftkühler blau und das Verstellelement einer zweiten
Endmontage-Anordnung als Atemluftwärmer rot ausgestaltet sein.
[0038] Abgesehen von den beschriebenen Merkmalen weist das Verstellelement außerdem vorzugsweise
eine Aussparung auf, durch welche je nach Drehstellung des Verstellelements der Abluftausgang
sichtbar ist, wobei die durch den Abluftausgang abgeführte Luft im Wesentlichen durch
den sichtbaren Bereich des Abluftausgangs und den überschneidenden Bereich der Aussparung
in die Umgebung abströmt. Außer der Funktion als Ableitungselement für den Luftstrom
der über den Abluftausgang in die Umgebung abgeleitet wird, dient die Aussparung des
Verstellelements zusammen mit dem Anzeigeelement auch als haptische Kennzeichnung
für die Verdrehstellung des Verstellelements.
[0039] Wie bereits beschrieben ist es vorteilhaft, wenn das Verstellelement an einer Stirnseite
der Temperier-Vorrichtung angebracht ist und sich zumindest teilweise um das Gehäuse
erstreckt, wobei das Verstellelement zur Stirnseite der Temperier-Vorrichtung hin
zumindest eine Öffnung aufweist, über die das Verstellelement durch ein Regelelement
mit dem Gehäuse der Temperier-Vorrichtung beziehungsweise der Abluftkappe verbunden
wird. Hierbei kann zumindest ein Teil des Regelelements als Drosselventil ausgebildet
sein, wobei eine Verstellung des Drosselventils durch das Zusammenwirken des Verstellelements
und des Regelelements beim Verdrehen des Verstellelements erfolgt. Die Befestigung
des Regelelements beziehungsweise des Verstellelements kann hierbei durch einen Sprengring
erfolgen, wobei das Verstellelement zunächst auf das Stirnende der Temperier-Vorrichtung
aufgeschoben wir und das Regelelement, durch die Öffnung des Verstellelements auf
der gehäuseabgewandten Seite, in das Gehäuse der Temperier-Vorrichtung eingeschoben
wird. Im Anschluss kann das Regelelement durch einen Sprengring mit dem Gehäuse verbunden
werden, wobei der Sprengring über den Abluftauslass und die Aussparung des Verstellelements
in das Gehäuse eingeführt und in der Sicherungsstellung verankert wird.
[0040] Um zu verhindern, dass der Träger der Temperier-Vorrichtung durch Geräusche der abströmenden
Luft gestört wird, kann die Temperier-Vorrichtung mit einem Schalldämpfer ausgestattet
sein, wobei der Schalldämpfer im Bereich der Abluftkappe um das entsprechende Ende
des Wirbelrohrs angeordnet ist und aus einem porösen Material besteht, wobei die Luft
über die Poren des Materials in die Umgebung abgeleitet wird. Der Schalldämpfer kann
hierbei sowohl aus einem Kunststoff wie auch aus anderen Materialien bestehen, wobei
beispielsweise ein Sinterkörper aus Metall oder Keramik eingesetzt werden kann.
[0041] Abgesehen von den bereits beschriebenen Merkmalen der Temperier-Vorrichtung betriff
die Erfindung ferner ein Montageverfahren, dass zumindest eines der zuvor beziehungsweise
in den Ansprüchen genannten Merkmale aufweist.
[0042] Von den bisher beschriebenen Merkmalen abgesehen ist es vorteilhaft, wenn auch eine
Montagekennzeichnung vorgesehen ist, die die Montage der Temperier-Vorrichtung erleichtert.
So kann der Grundkörper eine oder mehrere Montagekennzeichnungen aufweisen, die anhand
ihrer Position und/oder ihrer Ausgestaltung aufzeigt, wie der Grundkörper für die
Montage einer ersten Endmontage-Anordnung und wie für die Montage einer zweiten Endmontage-Anordnung,
relativ zu den anderen Gehäuseteilen, ausgerichtet werden muss.
[0043] Die Montage des Drucklufteingangs und die damit verbundene Montage der einzelnen
Gehäuseteile erfolgt vorteilhafter Weise auf eine bestimmte Art. So kann das Gehäuse
der Temperier-Vorrichtung einen Grundkörper mit einer Warmluftseite und einer Kaltluftseite,
eine Abluftkappe, eine Versorgungskappe und einen Drucklufteingang mit einem Arretierungselement
aufweisen. Hierbei ist zu beachten, dass das Arretierungselement vorteilhafter Weise
einen länglichen Verankerungsabschnitt und eine umfängliche Schulter aufweist, wobei
sich die Geometrie des Querschnitts des Verankerungsabschnitts an der Schulter derart
erweitert, dass die Geometrie des Querschnitts der Schulter in einem Bereich radial
über die Geometrie des Querschnitts des Verankerungsabschnitts hinausragt. Außerdem
können die Abluftkappe und die Versorgungskappe jeweils ein Befestigungselement mit
einer Befestigungsöffnung aufweisen, wobei der Grundkörper vorzugsweise ebenfalls
eine Befestigungsöffnung aufweist und die Abluftkappe für eine erste Endmontage-Anordnung
auf die Warmluftseite des Grundkörpers in Richtung der Kaltluftseite des Grundkörpers
aufgeschoben und derart ausgerichtet wird, dass die Befestigungsöffnung des Grundkörpers
und die Befestigungsöffnung der Abluftkappe im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet
sind. Im Anschluss erfolgt dann die Montage der Versorgungskappe, die auf die Kaltluftseite
des Grundkörpers in Richtung der Warmluftseite aufgeschoben und derart ausgerichtet
wird, dass die Befestigungsöffnung der Versorgungskappe im Wesentlichen koaxial zur
Befestigungsöffnung des Grundkörpers und der Befestigungsöffnung der Abluftkappe ausgerichtet
ist. Nach der im Wesentlichen koaxialen, Ausrichtung der Befestigungsöffnungen zueinander
erfolgt dann die Montage des Arretierungselements, wobei das Arretierungselement entweder
als Einzelteil oder als Teil des Drucklufteingangs montiert werden kann, und die Montage
derart erfolgt, dass der Verankerungsabschnitt durch die Befestigungsöffnungen der
Versorgungskappe und der Abluftkappe hindurchgeführt und in die Befestigungsöffnung
des Grundkörpers bis zur Schulter eingeführt wird. Hierbei ist zu beachten, dass die
Schulter als Anschlag für die Einschubtiefe des Verankerungsabschnitts dient und der
Verankerungsabschnitt in dieser Position im Grundkörper verankert wird.
[0044] Abgesehen von der Befestigung der einzelnen Gehäuseteile durch den Drucklufteinlass
erfolgt auch eine Montage der Verbindungsplatte, wobei die Verbindungsplatte ebenfalls
dazu dienen kann die Einzelteile des Gehäuses zu befestigen. Bei der Montage der Verbindungsplatte
ist zu beachten, dass Gehäuse der Temperier-Vorrichtung zumindest einen Grundkörper
mit einer Warmluftseite und einer Kaltluftseite, eine Abluftkappe, eine Versorgungskappe
und eine Verbindungsplatte aufweisen kann, wobei der Grundkörper und die Verbindungsplatte
vorzugsweise jeweils eine obere Schraubausnehmung und eine untere Schraubausnehmung
aufweisen und die Versorgungskappe eine obere Schaubausnehmung und die Abluftkappe
eine untere Schraubausnehmung aufweist. Die Montage der Temperier-Vorrichtung erfolgt
dann vorteilhafter Weise derart, dass die Abluftkappe für eine erste Endmontage-Anordnung
auf die Warmluftseite des Grundkörpers in Richtung der Kaltluftseite des Grundkörpers
aufgeschoben und derart ausgerichtet wird, dass die untere Schraubausnehmung des Grundkörpers
und die untere Schraubausnehmung der Abluftkappe im Wesentlichen koaxial zueinander
ausgerichtet sind. Im Anschluss daran erfolgt vorteilhafter Weise die Montage der
Versorgungskappe, wobei diese auf die Kaltluftseite des Grundkörpers in Richtung der
Warmluftseite des Grundkörpers aufgeschoben und derart ausgerichtet wird, dass die
obere Schraubausnehmung des Grundkörpers und die obere Schraubausnehmung der Versorgungskappe
im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet sind. Vorzugsweise erfolgt dann die
Montage der Verbindungsplatte, die derart ausgerichtet wird, dass die obere Schraubausnehmung
der Verbindungsplatte mit der oberen Schraubausnehmung der Versorgungskappe und der
oberen Schraubausnehmung des Grundkörpers und die untere Schraubausnehmung der Verbindungsplatte
mit der unteren Schraubausnehmung der Abluftkappe und der unteren Schraubausnehmung
des Grundkörpers im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet sind. Zur Befestigung
der Teile wird im Anschluss vorzugsweise eine obere Befestigungsschraube in die koaxial
ausgerichteten oberen Schraubausnehmungen und eine untere Befestigungsschraube in
die koaxial ausgerichteten unteren Schraubausnehmungen eingedreht, wobei die obere
Befestigungsschraube den Grundkörper, die Versorgungskappe und die Verbindungsplatte
form- und/oder kraftschlüssig miteinander verbindet und die untere Befestigungsschraube
den Grundkörper, die Abluftkappe und die Verbindungsplatte form- und/oder kraftschlüssig
miteinander verbindet. Nach der beschriebenen möglichen Ausgestaltung sind die Abluftkappe
und die Versorgungskappe zumindest im Bereich der Verbindungsplatte ausschließlich
indirekt über den Grundkörper und die Verbindungsplatte miteinander verbunden.
[0045] Wie bereits beschrieben, kann aus den Bauteilen der ersten Endmontage-Anordnung,
anstelle der bereits beschriebenen Montage der ersten Endmontage-Anordnung, vorzugsweise
ebenfalls eine zweite Endmontage-Anordnung montiert werden, wobei sich die zweite
Endmontage-Anordnung der Temperier-Vorrichtung dahingehend von der ersten Endmontage-Anordnung
unterscheidet, dass der Grundkörper derart positioniert ist, dass die Abluftkappe
auf der Kaltluftseite des Grundkörpers und die Versorgungskappe auf der Warmluftseite
des Grundkörpers angeordnet ist. Davon abgesehen erfolgt die Montage der zweiten Endmontage-Anordnung
in vorteilhafter Weise wie die Montage der ersten Endmontage-Anordnung, wobei die
Warmluftseite und die Kaltluftseite des Grundkörpers in der zweiten Endmontage-Anordnung
entgegengesetzt zur ersten Endmontage-Anordnung ausgerichtet sind. Dadurch, dass beide
Endmontage-Anordnungen die gleichen Teile nutzen und die Montage beider Endmontage-Anordnungen,
von der Ausrichtung des Grundkörpers abgesehen, genau gleich und besonders einfach
erfolgt, ergeben sich einige Vorteile gegenüber anderen Vorrichtungen aus dem Stand
der Technik. So werden die Fertigungskosten beider Endmontage-Anordnungen durch die
gleichen Teile soweit gesenkt, dass, anstelle eines Produktes, zwei verschiedene Produkte
ohne erhebliche Mehrkosten gefertigt werden können.
[0046] Wie beschrieben können die Einzelteile des Gehäuses der Temperier-Vorrichtung sowohl
über die Verbindungsplatte, wie auch über den Drucklufteinlass verbunden werden. Hierbei
ist es nicht von Belang ob zunächst die Montage der Verbindungsplatte oder des Druckluftanschlusses
erfolgt. Dementsprechend kann zunächst die Montage des Arretierungselements und anschließend
die Montage der Verbindungsplatte erfolgen, wobei die im Wesentlichen koaxiale Ausrichtung
der Schraubausnehmungen gemeinsam mit der im Wesentlichen koaxialen Ausrichtung der
Befestigungsöffnungen erfolgt. Andererseits kann zunächst die Montage der Verbindungsplatte
und anschließend die Montage des Arretierungselements erfolgt, wobei die im Wesentlichen
koaxiale Ausrichtung der Befestigungsöffnungen gemeinsam mit der im Wesentlichen koaxialen
Ausrichtung der Schraubausnehmungen erfolgt.
[0047] Nachfolgend wird die gegenständliche Erfindung anhand von vier Zeichnungen erläutert.
Hierbei zeigen die Zeichnungen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Temperier-Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung einer ersten Endmontage-Anordnung als Atemluftkühler,
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung einer zweiten Endmontage-Anordnung als Atemluftwärmer und
- Fig. 4
- eine Explosionszeichnung einer zweiten Endmontage-Anordnung einer erfindungsgemäßen
Temperier-Vorrichtung.
[0048] In Fig. 1 ist eine Temperier-Vorrichtung 1 zum Erwärmen und/oder Abkühlen von Gasen
oder Gasgemischen, insbesondere für den Einsatz im Bereich Atemschutz gezeigt, wobei
Fig. 1 die Temperier-Vorrichtung 1, ein Gehäuse 2, einen Drucklufteingang 3, einen
Versorgungsausgang 4, einen Abluftausgang 5, ein Verstellelement 15 mit einer Aussparung
29, ein Anzeigeelement 16, eine Verbindungsplatte 26 und eine Farbkennzeichnung 30
zeigt. Hierbei dient das Gehäuse 2 der Temperier-Vorrichtung 1 dazu, die Teile innerhalb
des Gehäuses 2 vor Verschmutzung zu schützen. Der Drucklufteingang 3 dient dazu, die
Temperier-Vorrichtung mit Druckluft zu versorgen, wobei der Versorgungsausgang 4 dazu
dient, die temperierte Luft aus dem Gehäuse 1 zur Atemschutzkomponente zu leiten.
Außerdem kann der Versorgungsausgang 4 mit einer Schnellkupplung 43 versehen sein,
über die eine Verbindung zu einer Atemschutzmaske oder einer vergleichbaren Vorrichtung
geschaffen wird.
[0049] Weiter ist in Fig. 1 ein Abluftauslass 5 als Teil der in Fig. 3 und 4 dargestellten
Abluftkappe 13 gezeigt, der eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Inneren des
Gehäuses 2 und der Umgebung schafft, wobei die Querschnittsfläche der fluidleitenden
Verbindung zwischen dem Inneren des Gehäuses 2 und der Umgebung durch ein Drosselventil
17 aus Fig. 2 zumindest an einer Stelle verringert und/oder erweitert beziehungsweise
verändert werden kann.
[0050] Fig. 1 zeigt außerdem ein Verstellelement 15, über das die Querschnittsfläche einer
fluidleitenden Verbindung zwischen dem Warmluftauslass 8 aus Fig. 2 oder dem Kaltluftauslass
9 aus Fig. 2 des Wirbelrohrs 6 aus Fig. 2 und der Umgebung direkt oder indirekt an
zumindest einer Stelle veränderbar ist, wobei sich das Verstellelement 15 stirnseitig
zumindest teilweise um das Gehäuse 2 erstreckt und die Querschnittsfläche der fluidleitenden
Verbindung über ein Verdrehen des Verstellelements 15 direkt oder indirekt veränderbar
ist. Hierbei kann das Verstellelement 15 ebenso wie die gesamte Temperier-Vorrichtung
1 in der Art farblich gestaltet sein, dass die Farbgestaltung direkt ermöglicht eine
erste Endmontage-Anordnung als Atemluftkühler und eine zweite Endmontage-Anordnung
als Atemluftwärmer zu unterscheiden. Des Weiteren ist in Fig. 1 zu sehen, dass das
Verstellelement 15 ein Anzeigeelement 16 aufweist, das haptisch zu ertasten ist und
durch die Position des Anzeigeelements 16 zumindest haptisch wahrzunehmen ist, in
welchem Umfang die Position des Verstellelements 15 in Bezug auf eine Grundstellung
verändert ist. Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, verändert sich die Stellung des Anzeigeelements
16 beim Verdrehen des Verstellelements 15, wodurch die Abweichung von der Grundstellung
erkennbar ist. Auch wenn das Anzeigeelement 16 in Fig. 1 als Pfeil dargestellt ist,
sind viele andere Ausgestaltungen möglich, um das haptische ertasten des Anzeigeelements
16 zu ermöglichen. Gleichzeitig kann das Anzeigeelement 16 aber auch in einer Art
gestaltet sein, in der es nicht haptisch wahrnehmbar ist.
[0051] Des Weiteren ist in Fig. 1 eine Verbindungsplatte 26 gezeigt die als zusätzliches
Verbindungselement des Gehäuses 2 dient. Davon abgesehen kann die Verbindungsplatte
26 dazu dienen die Temperier-Vorrichtung 1 abnehmbar an einem Gürtel zu befestigen,
wobei ein zweites Gürtelelement vorgesehen sein kann, an dem die Verbindungsplatte
26 lösbar befestigbar ist, wobei das Gürtelelement fest an einem Gürtel befestigbar
ist. In Fig. 1 ist auch gezeigt, dass das Verstellelement 15 eine Aussparung 29 aufweist,
durch welche je nach Drehstellung des Verstellelements 15 der Abluftausgang 5 sichtbar
ist, wobei die durch den Abluftausgang 5 abgeführte Luft im Wesentlichen durch den
sichtbaren Bereich des Abluftausgangs 5 und den überschneidenden Bereich der Aussparung
29 in die Umgebung abströmt. Grundsätzlich kann die Aussparung 29 aber auch so gestaltet
sein, dass der Abluftausgang 5 durch die Aussparung 29 nicht sichtbar ist. Dementsprechend
kann die Aussparung 29 auch verdeckt oder zumindest partiell mit Bohrungen oder schlitzen
versehen sein, über die die abgeführte Luft abströmen kann. Ebenso ist es ohne weiteres
möglich, die Luft auch an einer anderen Stelle aus dem Gehäuse 2 abströmen zu lassen
und die Aussparung 29 dementsprechend zu versetzen oder anderweitig anzupassen.
[0052] Auf der Oberseite der Temperier-Vorrichtung 1 ist in Fig. 1 weiter eine Farbekennzeichnung
30 zu erkennen, wobei die Farbkennzeichnung 30 direkt oder indirekt am Gehäuses 2
lösbar befestigt ist und zur Unterscheidung zweier baugleicher Temperier-Vorrichtungen
1 dient, wobei eine vergleichbare Kennzeichnung aber auch an einer anderen Stelle
der Temperier-Vorrichtung 1 vorgesehen sein kann.
[0053] Fig. 2 zeigt ebenfalls die Temperier-Vorrichtung 1 in einer ersten Endmontage-Anordnung
zum Abkühlen von Gasen oder Gasgemischen, insbesondere für den Einsatz im Bereich
Atemschutz, wobei die Temperier-Vorrichtung 1 ein Gehäuse 2, einen Drucklufteingang
3, einen Versorgungsausgang 4 und ein Wirbelrohr 6 mit einem Lufteinlass 7, einem
Warmluftauslass 8 und einem Kaltluftauslass 9 aufweist, wobei in dieser ersten Endmontage-Anordnung
des Wirbelrohrs eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Kaltluftauslass 9 des Wirbelrohrs
und dem Versorgungsausgang 4 der Temperier-Vorrichtung 1 besteht und in einer unter
Fig. 3 gezeigten zweiten Endmontage-Anordnung eine fluidleitende Verbindung zwischen
dem Warmluftauslass 8 des Wirbelrohrs 6 und dem Versorgungsausgang 4 der Temperier-Vorrichtung
1 besteht.
[0054] Da einer der Wirbelrohrauslässe 8, 9 des Wirbelrohrs 6 mit dem Versorgungsausgang
4 und ein Wirbelrohrauslass 8, 9 des Wirbelrohrs 6 mit dem Abluftausgang 5 fluidleitend
verbunden ist, ist der Abluftausgang 5 dementsprechend in der ersten Endmontage-Anordnung
fluidleitend mit dem Warmluftauslass 8 des Wirbelrohrs 6 verbunden, wobei der Abluftausgang
5 in der zweiten Endmontage-Anordnung fluidleitend mit dem Kaltluftauslass 9 des Wirbelrohrs
6 verbunden ist.
[0055] Aus der in Fig. 2 gezeigten Schnittzeichnung sind außerdem das bereits beschriebene
Verstellelement 15 und das damit zusammenwirkende Drosselventil 17 zu erkennen, wobei
das ebenfalls dargestellte Regelelement 34 über den Sprengring 41 mit dem Verstellelement
verbunden und derart gestaltet ist, dass es zusammen mit dem Verstellelement verdrehbar
ist. Hierzu können die beiden Teile derart über einen Formschluss miteinander verbunden
sein, dass sie nicht gegeneinander verdrehbar sind, wobei dem Fachmann hierzu verschiedenste
Ausgestaltungsmöglichkeiten bekannt sind.
[0056] Das Drosselventil 17 ist in der in Fig. 2 dargestellten Ausgestaltung als Teil des
Regelelements 34 gestaltet. Dementsprechend erfolgt die Verstellung des Drosselventils
17 über das Verdrehen des Regelelements 34 zusammen mit dem Verstellelement 15 relativ
zum Gehäuse 2 der Temperier-Vorrichtung 1. Das Drosselventil 17 kann hierbei aus zwei
Schlitzen oder andersförmigen Ausnehmungen gebildet sein, wobei sich beide Ausnehmungen
in einer Offenstellung maximal überlappen und in einer Geschlossenstellung minimal
überlappen und der abzuleitende Luftstrom über die überlappende Fläche beider Ausnehmungen
abströmt. Dem Fachmann sind hierzu allerdings ebenfalls eine Vielzahl von anderweitigen
Lösungsmöglichkeiten aus dem Stand der Technik bekannt.
[0057] Ferner ist aus Fig. 2 ersichtlich, dass das Gehäuse 2 zumindest aus einem Grundkörper
10 und/oder einer Abluftkappe 13 und/oder einer Versorgungskappe 14 besteht. Außerdem
ist Fig. 2 ein Arretierungselement 23 mit einem Verankerungsabschnitt 24 und einer
Schulter 25 zu entnehmen, wobei das Arretierungselement 23 unter anderem dazu dient
die Gehäuseteile 10, 13, 14 miteinander zu verbinden.
[0058] Zur Verbindung der einzelnen Gehäuseteile sind auch eine Verbindungsplatte 26, eine
obere Befestigungsschraube 31 und eine untere Befestigungsschraube 32 gezeigt, die
die Gehäuseteile 10, 13, 14 der Temperier-Vorrichtung 1 an der dem Drucklufteingang
3 gegenüberliegenden Seite miteinander verbinden.
[0059] Als weitere Merkmale zeigt Fig. 2 eine Wirbelrohraufnahme 35, die aus einem Teil
des Grundkörpers 10 des Gehäuses 2 gebildet ist und in die der rohrförmige Abschnitt
des Wirbelrohrs 6 eingeschoben werden kann. Da die fluidleitende Verbindung zwischen
dem Drucklufteingang 3 und dem Lufteinlass 7 des Wirbelrohrs 6 möglichst fluiddicht
gestaltet sein muss, ist ein Dichtelement 36 zwischen dem Grundkörper 10 und dem rohrförmigen
Abschnitt des Wirbelrohrs 6 vorgesehen um zu verhindern, dass Luft zwischen dem Wirbelrohr
6 und des Grundkörper 10 abströmt.
[0060] Zur Fixierung des Wirbelrohrs 6 im Grundkörper 10 sind in Fig. 2 auch eine erste
und eine zweite Endaufnahmen 37, 38 gezeigt, wobei es sich bei beiden Endaufnahmen
37, 38 um das gleiche Teil handelt und die Endaufnahmen 37, 38 dazu dienen den Warmluftauslass
8 und den Kaltluftauslass 9 des Wirbelrohrs im Grundkörper zu fixieren. Des Weiteren
dienen die Endaufnahmen 37, 38 dazu, eine Abdichtung zwischen dem Warmluftauslass
8 beziehungsweise Kaltluftauslass 9 des Wirbelrohrs 6 und dem Grundkörper 10 zu ermöglichen,
damit die aus dem Wirbelrohr 6 austretenden Luftströme nicht in das Gehäuse 2 zurückgeleitet
werden. Hierfür können zwischen den Auslässen 8, 9 des Wirbelrohrs 6 und den Endaufnahmen
37, 38 beziehungsweise zwischen den Endaufnahmen 37 ,38 und dem Grundkörper 10 Dichtelemente
vorgesehen sein, über die eine entsprechende Abdichtung an den besagten Stellen realisiert
ist. Eine andere Ausgestaltung der Endaufnahmen ist selbstverständlich ebenfalls möglich.
Beispielsweise können die Endaufnahmen in ein Teil des Gehäuses 2 integriert sein.
[0061] Als weiteres Element ist in Fig. 2 ein Schalldämpfer 40 gezeigt, der von der, durch
den nachgeordneten Abluftausgang 5 abströmenden, Luft durchflossen wird und dafür
sorgt, dass möglichst keine Geräusche vom Inneren der Temperier-Vorrichtung 1 nach
aussen gelangen. Um einen besonders kompakten Schalldämpfer 40 zu ermöglichen, kann
der Schalldämpfer 40 aus einem offenporigen Material bestehen, wobei hierfür beispielsweise
ein entsprechender Körper aus Kunststoff oder aus einem anderen Stoff eingesetzt werden
kann. Beispielsweise kann der Schalldämpfer 40 auch aus einem Sinterkörper aus einem
sinterfähigen Material bestehen.
[0062] Besonders charakteristisch für die in Fig. 2 gezeigte Temperier-Vorrichtung 1 ist,
wie die einzelnen Teile des Gehäuses 10, 13, 14 miteinander verbunden werden. So besteht
das Gehäuse 2 der Temperier-Vorrichtung 1 grundsätzlich aus zumindest zwei Gehäuseteilen
10, 13, 14, wobei die zumindest zwei Gehäuseteile 10, 13, 14 jeweils zumindest ein
Befestigungselement 18, 19 mit einer Befestigungsöffnung 21, 22 aufweisen, wobei sich
die Befestigungsöffnungen 21, 22 der Befestigungselemente 18, 19 in der ersten und
in der zweiten Endmontage-Anordnung zumindest partiell überlappen und ein Arretierungselement
23 vorgesehen ist, dass sich durch die überlappenden Bereiche der beide Befestigungsöffnungen
21, 22 erstreckt und die zumindest zwei Gehäuseteile 10, 13, 14 mittels Formschluss
miteinander verbindet.
[0063] Dies ist nach der in Fig. 2 abgebildeten bevorzugten Ausführungsform derart realisiert,
dass die Abluftkappe 13 und die Versorgungskappe 14 jeweils ein Befestigungselement
18 und 19 aus Fig. 4 mit einer Befestigungsöffnung 21, 22 aus Fig. 4 aufweist und
der Grundkörper 10 zwischen der Abluftkappe 13 und der Versorgungskappe 14 angeordnet
ist und ebenfalls eine Befestigungsöffnung 20 aus Fig. 4 aufweist, die sich zumindest
in der ersten und in der zweiten Endmontage-Anordnung zumindest partiell mit der Befestigungsöffnung
21 aus Fig. 4 des Befestigungselements der Abluftkappe 18 aus Fig. 4 und der Befestigungsöffnung
22 aus Fig. 4 des Befestigungselements der Versorgungskappe 19 aus Fig. 4 überschneidet.
Weiter ist ein Arretierungselement 23 vorgesehen, dass sich von der Außenseite des
Gehäuses 2 zumindest durch die überlappenden Bereiche der Befestigungsöffnungen der
Abluftkappe 21 aus Fig. 4 und der Versorgungskappe 22 aus Fig. 4 bis in die Befestigungsöffnung
des Grundkörpers 20 aus Fig. 4 erstreckt, wobei das Arretierungselement 23 in der
Befestigungsöffnung des Grundkörpers 20 aus Fig. 4 fixierbar ist, und die Abluftkappe
13, die Versorgungskappe 14 und den Grundkörper 10 durch Formschluss miteinander verbindet.
[0064] Um die Gehäuseteile wie beschrieben miteinander zu verbinden, weist das Arretierungselement
23 einen länglichen Verankerungsabschnitt 24 mit gleichbleibendem Querschnitt und
eine umfängliche Schulter 25 auf, wobei sich die Geometrie des Querschnitts des Verankerungsabschnitts
24 an der Schulter 25 derart erweitert, dass die Geometrie des Querschnitts der Schulter
25 in zumindest einem Bereich radial über die Geometrie des Querschnitts des Verankerungsabschnitts
24 hinausragt. Besonders vorteilhaft ist hierbei, wenn das Arretierungselement 23
durch zumindest ein Teil des Drucklufteingangs 3 gebildet ist.
[0065] Wie zuvor bereits erwähnt, sind die einzelnen Gehäuseteile 10, 13, 14 der Temperier-Vorrichtung
1, abgesehen von der Verbindung über das Arretierungselement 23 beziehungsweise den
Drucklufteingang 3, auch über eine zweite, dem Drucklufteingang gegenüberliegende,
Verbindung miteinander verbunden. Hierzu können die Versorgungskappe 14 und die Abluftkappe
13 zumindest auf der, dem Drucklufteingang 3 abgewandten, Seite der Temperier-Vorrichtung
1 nur indirekt über zumindest ein weiteres Teil der Temperier-Vorrichtung 1 miteinander
verbunden sein.
[0066] Nach der Beschreibung der in Fig. 2 gezeigten Einzelteilen soll nun die Funktionsweise
der Temperier-Vorrichtung 1 anhand Fig. 2 genauer erläutert werden. Hierzu ist zunächst
anzuführen, dass die Temperier-Vorrichtung 1 über Drucklufteingang 3 mit Druckluft
versorgt wird, wobei der zugeführte Luftstrom über den Drucklufteingang 3 in das Gehäuse
einströmt und dort über eine fluidleitende Verbindung in den Lufteinlass 7 in das
Wirbelrohr eingeleitet wird.
[0067] Im Wirbelrohr wird der Luftstrom, wie bereits zu Beginn der Anmeldung beschrieben,
in einen kalten und einen warmen Luftstrom aufgeteilt, wobei der kalte Luftstrom am
Kaltluftauslass 9 des Wirbelrohrs 6 und der Warmluftstrom am Warmluftauslass 8 aus
dem Wirbelrohr 6 ausgeleitet werden. In der in Fig. 2 gezeigten ersten Endmontage-Anordnung
ist der Kaltluftauslass 9 des Wirbelrohrs 6 fluidleitend mit dem Versorgungsausgang
4 verbunden, wobei der Kaltluftstrom vom Versorgungsausgang 4 zu einer nicht gezeigten
Atemschutzmaske oder einer vergleichbaren Vorrichtung geleitet werden kann, die den
Träger der Temperier-Vorrichtung 1 mit unkontaminierter Luft aus der Temperier-Vorrichtung
1 versorgt.
[0068] Anders als der Kaltluftauslass 9 ist der Warmluftauslass 8 mit dem Abluftausgang
5 fluidleitend verbunden, wobei der warme Luftstrom zumindest zu einem Teil den Schalldämpfer
40 und den Abluftausgang 5 durchströmt und im Anschluss in die Umgebung abgeleitet
wird. Hierbei kann über das, mit dem Regelelement 34 verbundene, Verstellelement 15
die Öffnungsstellung eines Drosselventils 17 beeinflusst werden. Entsprechend der
Erläuterung zu Beginn wird bei zumindest teilweise verschlossener Drossel ein Teil
des Warmluftstroms in das Wirbelrohr 6 zurückgeleitet, mit dem Kaltluftstrom vermischt
und mit am Kaltluftauslass und damit am Versorgungsausgang ausgeleitet. Somit erfolgt
bei geschlossenem Drosselventil 17 nahezu keine Temperaturänderung am Versorgungsausgang
4. Da es sich bei der ersten Endmontage-Anordnung um eine Temperier-Vorrichtung 1
zum Abkühlen von Atemluft handelt resultiert aus einem Schließen des Drosselventils
17 eine Erhöhung der Temperatur des Luftstroms am Versorgungsausgang 4. Andererseits
ergibt sich bei einem maximal geöffneten Drosselventil 17 eine maximale Temperaturabsenkung
des Luftstroms am Versorgungsausgang 4.
[0069] Wie erwähnt, kann die Temperier-Vorrichtung 1 in zumindest zwei Endmontage-Anordnungen
verbaut werden, wobei sich die Anordnungen anhand der Ausrichtungen des Grundkörpers
10 zu den anderen Gehäuseteilen 13, 14 beziehungsweise anhand der Anordnung der Wirbelrohrauslässe
8, 9 zu den Ausgängen 4, 5 der Temperier-Vorrichtung 1 unterscheiden. Somit unterscheidet
sich die zweite Endmontage-Anordnung von der ersten Endmontage-Anordnung nur dahingehend,
dass das Wirbelrohr mit seinem Warmluftauslass 8 mit dem Versorgungsausgang 4 und
mit seinem Kaltluftauslass 9 mit dem Abluftausgang 5 fluidleitend verbunden ist. Somit
wird in der zweiten Endmontage-Anordnung ein Teil des Kaltluftstroms bei zumindest
teilweise geschlossenem Drosselventil 17 zurück in das Wirbelrohr 6 geleitet, wobei
sich dieser Teil des Kaltluftstroms im Wirbelrohr 6 mit dem Warmluftstrom vermischt
und eine Mischung beider Luftströme am Versorgungsausgang 4 ausgeleitet werden. Dementsprechend
kann die Temperatur des am Versorgungsausgang 4 ausgeleitete Luftstroms in der zweiten
Endmontage-Anordnung durch ein zumindest teilweises Schließen des Drosselventils 17
abgesenkt werden.
[0070] In Fig. 3 ist eine Temperier-Vorrichtung 1 in einer zweiten Endmontage-Anordnung
zum Erwärmen von Gasen oder Gasgemischen, insbesondere für den Einsatz im Bereich
Atemschutz gezeigt. Dementsprechend ist aus Fig. 2 und 3 die unterschiedliche Anordnung
des Grundkörpers erkennbar. Abgesehen von der Ausrichtung des Grundkörpers stimmen
alle Teile mit den Teilen aus Fig. 2 überein. Grundsätzlich kann die Temperier-Vorrichtung
1 in zumindest zwei unterschiedlichen Endmontage-Anordnungen verbaut werden, wobei
sich der Grundkörper 10 in einer ersten Ausrichtung und einer zweiten Ausrichtung
zwischen der Abluftkappe 13 und der Versorgungskappe 14 befindet. Hierzu weist der
Grundkörper 10 eine Kaltluftseite 11 und einer Warmluftseite 12 auf und ist in einer
ersten Endmontage-Anordnung mit seiner Kaltluftseite 11 mit der Versorgungskappe 14
verbunden und ist in einer zweiten Endmontage-Anordnung mit seiner Warmluftseite 12
mit der Versorgungskappe 14 verbunden. Dementsprechend ist der Grundkörper 10 in einer
ersten Endmontage-Anordnung mit seiner Warmluftseite 12 mit der Abluftkappe 13 verbunden
und in einer zweiten Endmontage-Anordnung mit seiner Kaltluftseite 11 mit der Abluftkappe
13 verbunden. Es ist zu beachten, dass das Wirbelrohr 6 zumindest teilweise im Grundkörper
10 aufgenommen wird, wobei das Wirbelrohr 6 derart ausgerichtet ist, dass sich der
Warmluftauslass 8 des Wirbelrohrs 6 auf der Warmluftseite 12 des Grundkörpers 10 und
der Kaltluftauslass 9 des Wirbelrohrs 6 auf der Kaltluftseite 11 des Grundkörpers
10 befinden. Die Verbindung zwischen dem Wirbelrohr 6 und dem Grundkörper 10 erfolgt
entweder über Formschluss, Kraftschluss oder Stoffschluss, wobei in Fig. 2 und 3 eine
Verbindung über Kraftschluss gezeigt ist.
[0071] In Fig. 4 ist eine Explosionszeichnung einer zweiten Endmontage-Anordnung gezeigt,
wobei die Montage der Temperier-Vorrichtung anhand der Darstellung näher erläutert
werden soll. Hierzu sind in Fig. 4 verschiedene Teile der Temperier-Vorrichtung gezeigt.
So sind ist in Fig. 4 ein Wirbelrohr 6 mit einem Warmluftauslass 8 und einem Kaltluftauslass
9 gezeigt,. Hierbei ist zu beachten, dass das Wirbelrohr aus mehreren Teilen aufgebaut
ist, aber auch aus einem Teil bestehen kann. Außerdem kann das Wirbelrohr kann auch
durch An- oder Einbauteile für den jeweiligen Einsatzzweck angepasst werden. So kann
am Warmluftauslass beispielsweise eine Hülle eingepresst werden, um zu beeinflussen,
wie der Luftstrom innerhalb des Wirbelrohrs in einen warmen und einen kalten Luftstrom
aufgetrennt wird. Abweichend vom in den Zeichnungen dargestellten Wirbelrohr kann
das Wirbelrohr auch anders ausgestaltet sein, wobei aus dem Stand der Technik verschiedenste
Ausgestaltungen von Wirbelrohren vorbekannt sind.
[0072] Des Weiteren ist der Grundkörper 10 der Temperier-Vorrichtung 1 gezeigt, wobei der
Grundkörper 10 eine Kaltluftseiten 11 und eine Warmluftseite 12, eine Befestigungsöffnung
20 und zwei Montagekennzeichnungen 39 zeigt. Hierbei ist zu beachten, dass das Wirbelrohr
6 derart im Grundkörper 10 verankert ist, dass sich der Warmluftauslass 8 des Wirbelrohrs
6 auf der Warmluftseite 12 des Grundkörpers 10 befindet.
[0073] Zusätzlich zur unter Fig. 2 und 3 beschrieben Verankerung des Wirbelrohrs 6 im Grundkörper
10 sind eine erste Endaufnahme 37 und eine zweite Endaufnahme 38 gezeigt, wobei die
Auslässe 8, 9 des Wirbelrohrs, wie unter Fig. 2 beschrieben, in die Endaufnahmen 37,
38 eingeführt werden. Dies ist auch aus der Mittellinie in Fig. 4 gut zu erkennen
die zeigt wie die Temperier-Vorrichtung 1 bei der Montage zusammengefügt wird. Hierbei
können die Endaufnahmen 37, 38 auch anders ausgestaltet sein als aus den Zeichnungen
ersichtlich ist. Es ist ebenfalls denkbar, dass die Endaufnahmen 37, 38 durch ein
anderes Teil der Temperier-Vorrichtung 1 gebildet werden, damit für die Fixierung
der Wirbelrohrauslässe 8, 9 keine zusätzlichen Teile notwendig sind.
[0074] Weiter ist eine Montagekennzeichnung 39 auf dem Grundkörper 10 gezeigt, die dazu
dient anhand ihrer Position und/oder ihrer Ausgestaltung aufzuzeigen wie der Grundkörper
10 für die Montage einer ersten Endmontage-Anordnung und wie für die Montage einer
zweiten Endmontage-Anordnung, relativ zu den anderen Gehäuseteilen 13, 14, ausgerichtet
werden muss. Hierbei kann die zumindest eine Montagekennzeichnung 39 auf verschiedene
Art gestaltet sein. Beispielsweise kann eine komplexe Darstellung mit zusätzlichen
Informationen oder eine einfach Darstellung, die nur aus einem Punkt oder Strich besteht,
gewählt werden.
[0075] Als weiteres Gehäuseteil sind eine Abluftkappe 13 und eine Versorgungskappe 14 gezeigt,
wobei die Abluftkappe 13 den Abluftauslass 5, ein Befestigungselement 18 mit einer
Befestigungsöffnung 21 und eine untere Schraubausnehmung 28 aufweist und die Versorgungskappe
14 einen Versorgungsausgang 4 und ebenfalls ein Befestigungselement 19 mit einer Befestigungsöffnung
22 und eine obere Schraubausnehmung 27 aufweist. Weiter ist ein Arretierungselement
23 mit einem Verankerungsabschnitt 24 und einer Schulter 25 gezeigt, wobei das Arretierungselement
23 als ein Teil des Drucklufteingangs 3 aus Fig. 2 ausgebildet ist und bei der Montage
im Grundkörper 10, beispielsweise mit einem Gewinde, verankert wird.
[0076] Abgesehen von den bisher beschriebenen Merkmalen aus Fig. 4 wird weiter ein Verstellelement
15, ein Regelelement 34, ein Schalldämpfer 40, ein Abstandselement 42 und ein Sprengring
41 gezeigt. Wie zuvor bereits erwähnt dient das Verstellelement 15 dazu, die Temperatur
am Versorgungsausgang 4 über ein Verdrehen des Verstellelements 15, relativ zum Gehäuse,
zu regulieren, wobei das Verdrehen im Wesentlichen um die Mittelachse der Temperier-Vorrichtung
1 erfolgt. Hierzu ist das Verstellelement 15 über Kraftschluss, Formschluss oder Stoffschluss
direkt oder indirekt mit dem Regelelement 34 verbunden, wobei das Abstandselement
42 zwischen dem Verstellelement 15 und dem Regelelement 34 platziert ist. Das Abstandselement
dient hierbei dazu eine Vorspannung zwischen dem Verstellelement 15 und der Abluftkappe
13 zu schaffen und kann beispielsweise als Wellenscheibe ausgebildet sein. Durch diese
Vorspannung werden das, mit der Abluftkappe 13 über einen Sprengring verbundene, Regelelement
34 und das Verstellelement 15 weitestgehend in Richtung der Achse der Temperier-Vorrichtung
1 auseinandergedrückt, wodurch ein Anpressdruck zwischen einer Innenfläche des Verstellelements
15 und einer Fläche der Abluftkappe 13, im Bereich des Verstellelements 15, erzielt
wird. Hierbei können die zusammengedrückten Flächen des Verstellelements 15 und der
Abluftkappe 13 in der Art mit Erhöhungen versehen sein, dass Rastungen entstehen,
die beim Verdrehen des Verstellelements 15 spürbar sind und das Verstellelement 15
in der gewählten Position halten. Es ist zu beachten, dass die Befestigung des Verstellelements
15 über das Abstandselement 42 und das Regelelement 34 erfolgt, wobei das Regelelement
34 über den Sprengring 41 mit der Abluftkappe 13 verbunden ist. Die Montage des Verstellelements
15 erfolgt derart, dass das Verstellelement 15 zunächst von der, der Temperier-Vorrichtung
abgewandten, Seite in Richtung der Versorgungskappe 14 auf die Unterseite der Abluftkappe
13 aufgeschoben wird, wobei danach das Abstandselement 42 im Wesentlichen koaxial
in Richtung der Versorgungskappe 14 in das Verstellelement 15 eingelegt wird. Anschließend
wird das Regelelement 34 im Wesentlichen koaxial in das Verstellelement 15 und einen
Teil der Abluftkappe 13 eingeführt. Nach der Positionierung werden die Teile dann
mittels des Sprengrings 41 mit der Abluftkappe 13 verbunden, wobei der Sprengring
41 über den Abluftausgang 5 aus Fig. 2 in die Abluftkappe eingeführt und dort verankert
wird.
[0077] Fig. 4 zeigt ebenfalls die aus Fig. 1 bekannte Farbkennzeichnung 30 mit dem Verschlusselement
33, wobei das Verschlusselement 33 über ein Gewinde mit der Versorgungskappe 14 der
Temperier-Vorrichtung 1 verbunden ist. Die Farbkennzeichnung 30 kann dann lösbar über
Kraft- oder Formschluss am Verschlusselement 33 befestigt sein.
[0078] Da die Temperier-Vorrichtung 1 unter anderem mit besonders geringem Arbeitsaufwand
Montiert werden soll, wird im Folgenden die Montage der Temperier-Vorrichtung 1 näher
beschrieben.
[0079] Bei der Montage einer ersten Endmontage-Anordnung werden zunächst die Abluftkappe
13 auf die Warmluftseite 12 des Grundkörpers 10 in Richtung der Kaltluftseite 11 des
Grundkörpers 10 aufgeschoben und derart ausgerichtet, dass sich die Befestigungsöffnung
des Grundkörpers 20 und die Befestigungsöffnung der Abluftkappe 21 im Wesentlichen
koaxial zueinander ausgerichtet sind. In Anschluss erfolgt die Montage der Versorgungskappe
14, die auf die Kaltluftseite 11 des Grundkörpers 10 in Richtung der Warmluftseite
12 aufgeschoben und derart ausgerichtet wird, dass die Befestigungsöffnung der Versorgungskappe
22 im Wesentlichen koaxial zur Befestigungsöffnung des Grundkörpers 20 und der Befestigungsöffnung
der Abluftkappe 21 ausgerichtet ist. Nach der, im Wesentlichen koaxialen, Ausrichtung
der Befestigungsöffnungen 20, 21, 22 wird das Arretierungselements 23 montiert, wobei
das Arretierungselement 23 entweder als Einzelteil oder als Teil des Drucklufteingangs
3 aus Fig. 2 montiert werden kann und die Montage derart erfolgt, dass der Verankerungsabschnitt
24 durch die Befestigungsöffnung der Versorgungskappe 22 und die Befestigungsöffnungen
der Abluftkappe 21 hindurch und in die Befestigungsöffnung des Grundkörpers 20 bis
zur Schulter 25 eingeführt wird, wobei die Schulter 25 als Anschlag für die Einschubtiefe
des Verankerungsabschnitts 24 dient und der Verankerungsabschnitt 24 in dieser Position
im Grundkörper 10 verankert wird.
[0080] Wie bereits beschrieben, wird das Gehäuse 10 der Temperier-Vorrichtung 1 außer der
Verbindung über das Arretierungselement 23 beziehungsweise den Drucklufteingang 3
aus Fig. 2 auch über eine ebenfalls dargestellte Verbindungsplatte 26 verbunden, wobei
die Verbindungsplatte 26 und der Grundkörper 10 eine obere Schraubausnehmung 27 und
eine untere Schraubausnehmung 28 aufweisen. Weiter weist die Versorgungskappe 14 eine
obere Schraubausnehmung 27 und die Abluftkappe 13 eine untere Schraubausnehmung 28
auf. Außerdem sind eine obere Befestigungsschraube 31 und eine untere Befestigungsschraube
32 vorgesehen, die in die entsprechende obere Schraubausnehmung 27 und die entsprechende
untere Schraubausnehmung 28 eingeführt und in den Grundkörper eingeschraubt wird.
[0081] Die Montage der Verbindungsplatte 26 erfolgt dann in der Art, dass die Verbindungsplatte
26 so ausgerichtet wird, dass die obere Schraubausnehmung 27 der Verbindungsplatte
26 mit der oberen Schraubausnehmung 27 der Versorgungskappe 14 und der oberen Schraubausnehmung
26 des Grundkörpers 10 und die untere Schraubausnehmung 27 der Verbindungsplatte 26
mit der unteren Schraubausnehmung 28 der Abluftkappe 13 und der unteren Schraubausnehmung
28 des Grundkörpers 10 im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet sind. Nach
der Positionierung der Verbindungsplatte 26 und der einzelnen Gehäuseteile 10, 13,
14 zueinander werden eine obere Befestigungsschraube 31 in die koaxial ausgerichteten
oberen Schraubausnehmungen 27 und eine untere Befestigungsschraube 32 in die koaxial
ausgerichteten unteren Schraubausnehmungen 28 eingedreht, wobei die obere Befestigungsschraube
31 den Grundkörper 10, die Versorgungskappe 14 und die Verbindungsplatte 26 formschlüssig
miteinander verbindet und die untere Befestigungsschraube 32 den Grundkörper 10, die
Abluftkappe 13 und die Verbindungsplatte 26 formschlüssig miteinander verbindet. Somit
sind die Abluftkappe 13 und die Versorgungskappe 14 zumindest im Bereich der Verbindungsplatte
26 auf der dem Drucklufteingang 3 abgewandten Seite ausschließlich indirekt über den
Grundkörper 10 und die Verbindungsplatte 26 miteinander verbunden.
[0082] Grundsätzlich kann die Montage der Temperier-Vorrichtung 1 sowohl mit der Montage
des Drucklufteingangs 3 beziehungsweise des Arretierungselements 23 wie auch mit der
Montage der Verbindungsplatte 26 begonnen werden, wobei allerdings zwei unterschiedliche
Endmontage-Anordnungen gefertigt werden können. Hierbei erfolgt die Montage der ersten
Endmontage-Anordnung dann derart, dass die Abluftkappe 13 auf die Warmluftseite 12
des Grundkörpers 10 in Richtung der Kaltluftseite 11 des Grundkörpers 10 aufgeschoben
und derart ausgerichtet wird, dass die untere Schraubausnehmung 28 des Grundkörpers
10 und die untere Schraubausnehmung 28 der Abluftkappe 13 im Wesentlichen koaxial
zueinander ausgerichtet sind. Im Anschluss erfolgt dann die Montage der Versorgungskappe
14, die auf die Kaltluftseite 11 des Grundkörpers 10 in Richtung der Warmluftseite
12 des Grundkörpers 10 aufgeschoben und derart ausgerichtet wird, dass die obere Schraubausnehmung
des Grundkörpers 10 und die obere Schraubausnehmung 27 der Versorgungskappe 14 im
Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet sind. Die Montage der zweiten Endmontage-Anordnung
unterscheidet sich von der ersten Endmontage-Anordnung nur dahingehend, dass der Grundkörper
10 derart positioniert ist, dass die Abluftkappe 13 an der Kaltluftseite 11 des Grundkörpers
10 und die Versorgungskappe 14 auf der Warmluftseite 12 des Grundkörpers 10 angeordnet
ist. Die Montage der zweiten Endmontage-Anordnung erfolgt hierbei ebenso wie die Montage
der ersten Endmontage-Anordnung, wobei die Warmluftseite 12 und die Kaltluftseite
11 des Grundkörpers 10 in der zweiten Endmontage-Anordnung entgegengesetzt zur ersten
Endmontage-Anordnung ausgerichtet sind.
[0083] Wie bereits beschrieben, ist es für die Montage irrelevant, ob zuerst der Drucklufteingang
3 mit dem Arretierungselement 23 oder die Verbindungsplatte 26 montiert wird. Dementsprechend
kann zunächst die Montage des Arretierungselements 23 und anschließend die Montage
der Verbindungsplatte 26 erfolgen, wobei die im Wesentlichen koaxiale Ausrichtung
der Schraubausnehmungen 27, 28 gemeinsam mit der im Wesentlichen koaxialen Ausrichtung
der Befestigungsöffnungen 20, 21, 22 erfolgt. Andererseits kann auch die Montage der
Verbindungsplatte 26 als erstes und anschließend die Montage des Arretierungselements
23 erfolgen, wobei die im Wesentlichen koaxiale Ausrichtung der Befestigungsöffnungen
20, 21, 22 gemeinsam mit der im Wesentlichen koaxialen Ausrichtung der Schraubausnehmungen
27, 28 erfolgt.
[0084] Es versteht sich, dass anhand der Figuren lediglich beispielhaft ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben wurde. Andere Bauformen, Materialien
oder Verbindungsarten, welche die erfindungsgemäßen Anforderungen erfüllen, sind denkbar
und ergeben sich für den Fachmann bei der Lektüre der vorstehenden Ausführungen und
dem Stand der Technik.
1. Temperier-Vorrichtung (1) zum Erwärmen und/oder Abkühlen von Gasen oder Gasgemischen,
insbesondere für den Einsatz im Bereich Atemschutz, wobei die Temperier-Vorrichtung
(1) ein Gehäuse (2), einen Drucklufteingang (3), einen Versorgungsausgang (4) und
ein Wirbelrohr (6) mit einem Lufteinlass (7), einem Warmluftauslass (8) und einem
Kaltluftauslass (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wirbelrohr (6) der Temperier-Vorrichtung (1) in zumindest zwei Endmontage-Anordnungen
verbaubar ist, wobei in einer ersten Endmontage-Anordnung des Wirbelrohrs eine fluidleitende
Verbindung zwischen dem Kaltluftauslass (9) des Wirbelrohrs (10) und dem Versorgungsausgang
(4) der Temperier-Vorrichtung (1) besteht und in einer zweiten Endmontage-Anordnung
eine fluidleitende Verbindung zwischen dem Warmluftauslass (8) des Wirbelrohrs (6)
und dem Versorgungsausgang (4) der Temperier-Vorrichtung (1) besteht.
2. Temperier-Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) zumindest aus einem Grundkörper (10) und/oder einer Abluftkappe (13)
und/oder einer Versorgungskappe (14) besteht.
3. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) zumindest aus einem Grundkörper (10) und einer Versorgungskappe (14)
besteht, wobei der Grundkörper (10) eine Kaltluftseite (11) und eine Warmluftseite
(12) aufweist und der Grundkörper (10) in einer ersten Endmontage-Anordnung mit seiner
Kaltluftseite (11) mit der Versorgungskappe (14) verbunden ist und in einer zweiten
Endmontage-Anordnung mit seiner Warmluftseite (12) mit der Versorgungskappe (14) verbunden
ist.
4. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) zumindest aus einem Grundkörper (10) und einer Abluftkappe (13) besteht,
wobei der Grundkörper (10) eine Kaltluftseite und eine Warmluftseite (12) aufweist
und der Grundkörper (10) in einer ersten Endmontage-Anordnung mit seiner Warmluftseite
(12) mit der Abluftkappe (13) verbunden ist und in einer zweiten Endmontage-Anordnung
mit seiner Kaltluftseite (11) mit der Abluftkappe (13) verbunden ist.
5. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) der Temperier-Vorrichtung (1) aus zumindest zwei Gehäuseteilen besteht,
wobei die zumindest zwei Gehäuseteile jeweils zumindest ein Befestigungselement mit
einer Befestigungsöffnung aufweisen, wobei sich die Befestigungsöffnungen der Befestigungselemente
in der ersten und in der zweiten Endmontage-Anordnung zumindest partiell überlappen
und ein Arretierungselement (23) vorgesehen ist, dass sich durch die überlappenden
Bereiche der beiden Befestigungsöffnungen erstreckt und die zumindest zwei Gehäuseteile
mittels Formschluss miteinander verbindet.
6. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluftkappe (13) und die Versorgungskappe (14) jeweils ein Befestigungselement
(18, 19) mit einer Befestigungsöffnung (21, 22) aufweist und der Grundkörper (10)
zwischen der Abluftkappe (13) und der Versorgungskappe (14) angeordnet ist und ebenfalls
eine Befestigungsöffnung (20) aufweist, die sich zumindest in der ersten und in der
zweiten Endmontage-Anordnung zumindest partiell mit der Befestigungsöffnung (21) des
Befestigungselements der Abluftkappe (18) und der Befestigungsöffnung (22) des Befestigungselements
der Versorgungskappe (19) überlappen, wobei ein Arretierungselement (23) vorgesehen
ist, dass sich von der Außenseite des Gehäuses (2) zumindest durch die überlappenden
Bereiche der Befestigungsöffnungen der Abluftkappe (21) und der Versorgungskappe (22)
bis in die Befestigungsöffnung des Grundkörpers (20) erstreckt, wobei das Arretierungselement
(23) in der Befestigungsöffnung des Grundkörpers (20) fixierbar ist und die Abluftkappe
(13), die Versorgungskappe (14) und den Grundkörper (10) durch Formschluss miteinander
verbindet.
7. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierungselement (23) durch zumindest einen Teil des Drucklufteingangs (3)
gebildet ist.
8. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluftkappe (13) einen Abluftausgang (5) aufweist, der eine fluidleitende Verbindung
zwischen dem Inneren des Gehäuses (2) und der Umgebung schafft, wobei die Querschnittsfläche
der fluidleitenden Verbindung zwischen dem Inneren des Gehäuses (2) und der Umgebung
durch ein Drosselventil (17) zumindest an einer Stelle veränderbar ist.
9. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abluftausgang (5) in der ersten Endmontage-Anordnung fluidleitend mit dem Warmluftauslass
(8) des Wirbelrohrs (6) verbunden ist und der Abluftausgang (5) in der zweiten Endmontage-Anordnung
fluidleitend mit dem Kaltluftauslass (9) des Wirbelrohrs (6) verbunden ist.
10. Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verstellelement (15) vorgesehen ist, über das die Querschnittsfläche einer fluidleitenden
Verbindung zwischen dem Warmluftauslass (8) oder dem Kaltluftauslass (9) des Wirbelrohrs
(6) und der Umgebung direkt oder indirekt an zumindest einer Stelle veränderbar ist,
wobei sich das Verstellelement (15) stirnseitig zumindest teilweise um das Gehäuse
(2) erstreckt und der Querschnitt der fluidleitenden Verbindung über ein Verdrehen
des Verstellelements (15) direkt oder indirekt veränderbar ist.
11. Montageverfahren einer Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche.
12. Montageverfahren einer Temperier-Vorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (10) zumindest eine Kennzeichnung (39) aufweist, die anhand ihrer
Position und/oder ihrer Ausgestaltung aufzeigt, wie der Grundkörper (10) für die Montage
einer ersten Endmontage-Anordnung und wie für die Montage einer zweiten Endmontage-Anordnung,
relativ zu den anderen Gehäuseteilen, auszurichten ist.
13. Montageverfahren einer Temperier-Vorrichtung (1) zum Erwärmen und/oder Abkühlen von
Gasen oder Gasgemischen, insbesondere für den Einsatz im Bereich Atemschutz, insbesondere
nach Anspruch 11 bis 12, wobei das Gehäuse (2) der Temperier-Vorrichtung (1) zumindest
einen Grundkörper (10) mit einer Warmluftseite (12) und einer Kaltluftseite (11),
eine Abluftkappe (13), eine Versorgungskappe (14) und einen Drucklufteingang (3) mit
einem Arretierungselement (23) aufweist, wobei das Arretierungselement (23) einen
länglichen Verankerungsabschnitt (24) und eine umfängliche Schulter (25) aufweist,
wobei sich die Geometrie des Querschnitts des Verankerungsabschnitts (24) an der Schulter
(25) derart erweitert, dass die Geometrie des Querschnitts der Schulter (25) in zumindest
einem Bereich radial über die Geometrie des Querschnitts des Verankerungsabschnitts
(24) hinausragt, wobei die Abluftkappe (13) und die Versorgungskappe (14) jeweils
ein Befestigungselement (18, 19) mit einer Befestigungsöffnung (21, 22) aufweisen
und der Grundkörper (10) ebenfalls eine Befestigungsöffnung (20) aufweist, wobei die
Abluftkappe (13) für eine erste Endmontage-Anordnung auf die Warmluftseite (12) des
Grundkörpers (10) in Richtung der Kaltluftseite (11) des Grundkörpers (10) aufgeschoben
und derart ausgerichtet wird, dass die Befestigungsöffnung des Grundkörpers (20) und
die Befestigungsöffnung der Abluftkappe (21) im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet
sind, wobei auf die Montage der Abluftkappe (13) die Montage der Versorgungskappe
(14) erfolgt, die auf die Kaltluftseite (11) des Grundkörpers (10) in Richtung der
Warmluftseite (12) aufgeschoben und derart ausgerichtet wird, dass die Befestigungsöffnung
der Versorgungskappe (22) im Wesentlichen koaxial zur Befestigungsöffnung des Grundkörpers
(20) und der Befestigungsöffnung der Abluftkappe (21) ausgerichtet ist, wobei nach
der, im Wesentlichen koaxialen, Ausrichtung der Befestigungsöffnungen (20, 21, 22)
zueinander die Montage des Arretierungselements (23) erfolgt, wobei das Arretierungselement
(23) entweder als Einzelteil oder als Teil des Drucklufteingangs (3) montiert werden
kann und die Montage derart erfolgt, dass der Verankerungsabschnitt (24) durch die
Befestigungsöffnungen der Versorgungskappe (22) und der Abluftkappe (13) hindurchgeführt
und in der Befestigungsöffnung des Grundkörpers (20) bis zur Schulter (25) eingeführt
wird wobei die Schulter (25) als Anschlag für die Einschubtiefe des Verankerungsabschnitts
(24) dient und der Verankerungsabschnitt (24) in dieser Position im Grundkörper (10)
verankert wird.
14. Montageverfahren einer Temperier-Vorrichtung (1) zum Erwärmen und/oder Abkühlen von
Gasen oder Gasgemischen, insbesondere für den Einsatz im Bereich Atemschutz, insbesondere
nach Anspruch 11 bis 12, wobei das Gehäuse (2) der Temperier-Vorrichtung (1) zumindest
einen Grundkörper (10) mit einer Warmluftseite (12) und einer Kaltluftseite (11),
eine Abluftkappe (13), eine Versorgungskappe (14) und eine Verbindungsplatte (26)
aufweist, wobei der Grundkörper (10) und die Verbindungsplatte (26) jeweils eine obere
Schraubausnehmung (27) und eine untere Schraubausnehmung (28) aufweisen und die Versorgungskappe
(14) eine obere Schraubausnehmung (27) und die Abluftkappe (13) eine untere Schraubausnehmung
(28) aufweist, wobei die Montage derart erfolgt, dass die Abluftkappe (13) für eine
erste Endmontage-Anordnung auf die Warmluftseite (12) des Grundkörpers (10) in Richtung
der Kaltluftseite (11) des Grundkörpers (10) aufgeschoben und derart ausgerichtet
wird, dass die untere Schraubausnehmung (28) des Grundkörpers (10) und die untere
Schraubausnehmung (28) der Abluftkappe (13) im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet
sind, wobei auf die Montage der Abluftkappe (13) die Montage der Versorgungskappe
(14) erfolgt, die auf die Kaltluftseite (11) des Grundkörpers (10) in Richtung der
Warmluftseite (12) des Grundkörpers (10) aufgeschoben und derart ausgerichtet wird,
dass die obere Schraubausnehmung des Grundkörpers (10) und die obere Schraubausnehmung
(27) der Versorgungskappe (14) im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet sind,
wobei im Anschluss die Montage der Verbindungsplatte (26) erfolgt, die derart ausgerichtet
wird, dass die obere Schraubausnehmung (27) der Verbindungsplatte (26) mit der oberen
Schraubausnehmung (27) der Versorgungskappe (14) und der oberen Schraubausnehmung
(26) des Grundkörpers (10) und die untere Schraubausnehmung (27) der Verbindungsplatte
(26) mit der unteren Schraubausnehmung (28) der Abluftkappe (13) und der unteren Schraubausnehmung
(28) des Grundkörpers (10) im Wesentlichen koaxial zueinander ausgerichtet sind, wobei
im Anschluss eine obere Befestigungsschraube (31) in die koaxial ausgerichteten oberen
Schraubausnehmungen (27) und eine untere Befestigungsschraube (32) in die koaxial
ausgerichteten unteren Schraubausnehmungen (28) eingedreht wird, wobei die obere Befestigungsschraube
(31) den Grundkörper (10), die Versorgungskappe (14) und die Verbindungsplatte (26)
formschlüssig miteinander verbindet und die untere Befestigungsschraube (32) den Grundkörper
(10), die Abluftkappe (13) und die Verbindungsplatte (26) formschlüssig miteinander
verbindet, wobei die Abluftkappe (13) und die Versorgungskappe (14) zumindest im Bereich
der Verbindungsplatte (26) ausschließlich indirekt über den Grundkörper (10) und die
Verbindungsplatte (26) miteinander verbunden sind.
15. Montageverfahren einer Temperier-Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass aus den Bauteilen der ersten Endmontage-Anordnung, anstelle der Montage der ersten
Endmontage-Anordnung, eine zweite Endmontage-Anordnung montiert werden kann, wobei
sich die zweite Endmontage-Anordnung der Temperier-Vorrichtung (1) dahingehend von
der ersten Endmontage-Anordnung unterscheidet, dass der Grundkörper (10) derart positioniert
ist, dass die Abluftkappe (13) an der Kaltluftseite (11) des Grundkörpers (10) und
die Versorgungskappe (14) auf der Warmluftseite (12) des Grundkörpers (10) angeordnet
ist, wobei die Montage der zweiten Endmontage-Anordnung wie die Montage der ersten
Endmontage-Anordnung erfolgt, wobei die Warmluftseite (12) und die Kaltluftseite (11)
des Grundkörpers (10) in der zweiten Endmontage-Anordnung entgegengesetzt zur ersten
Endmontage-Anordnung ausgerichtet sind.