Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Trockner, insbesondere einen Trommeltrockner, umfassend
ein Trocknergehäuse, eine Trocknungskammer zur Aufnahme von zu trocknenden Gegenständen,
eine Wärmepumpe, einen Prozessluftkanal zur Zuführung von mittels der Wärmepumpe getrockneter
Prozessluft in die Trocknungskammer und zur Abführung von Prozessluft aus der Trocknungskammer
in einem Trocknungskammerbetrieb. Weiter umfasst der Trockner einen Abluftkanal zum
Abführen von mittels der Wärmepumpe getrockneter Prozessluft durch einen ersten Prozessluftauslass
in einen Raum, in welchem der Trockner angeordnet ist, und einen Zuluftkanal zur Zuführung
von Prozessluft aus dem Raum zur Wärmepumpe in einem Raumlufttrocknungsbetrieb.
Hintergrund
[0002] Trockner, welche sowohl eine Trommeltrocknungsfunktion als auch eine Raumluftfunktion
aufweisen, sind grundsätzlich bekannt. Mittels diesen Geräten kann zum einen in die
Trommel gegebene Wäsche und zum anderen im Raum aufgehängte Wäsche getrocknet werden.
Beim Trocknen der Wäsche in der Trommel handelt es sich um einen Umluftbetrieb, wie
er von einem klassischen Trommeltrockner bekannt ist. Bei der Raumluftfunktion wird
feuchte Raumluft in den Trockner eingesogen, getrocknet und in den Raum wieder ausgeblasen.
Somit kann aufgehängte Wäsche in demjenigen Raum getrocknet werden, in welchem der
Trockner installiert ist. Ein solcher Trockner vereint einen klassischen Trommeltrockner
mit einem klassischen Raumluftentfeuchtungsgerät.
Darstellung der Erfindung
[0003] Es stellt sich die Aufgabe, einen Trockner der eingangs genannten Art bereitzustellen,
mit welchem zu trocknende Gegenstände einfacher getrocknet werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird vom Trockner gemäss dem unabhängigen Anspruch gelöst.
[0005] Demgemäss umfasst der Trockner
- ein Trocknergehäuse,
- eine Trocknungskammer zur Aufnahme von zu trocknenden Gegenständen,
- eine Wärmepumpe,
- einen Prozessluftkanal zur Zuführung von mittels der Wärmepumpe getrockneter Prozessluft
in die Trocknungskammer und zur Abführung von Prozessluft aus der Trocknungskammer
in einem Trocknungskammerbetrieb,
- einen Abluftkanal zum Abführen von mittels der Wärmepumpe getrockneter Prozessluft
durch einen ersten Prozessluftauslass in einen Raum, in welchem der Trockner angeordnet
ist, und einen Zuluftkanal zur Zuführung von Prozessluft aus dem Raum zur Wärmepumpe
in einem Raumlufttrocknungsbetrieb. Im Weiteren ist eine Anordnungsvorrichtung zur
Anordnung von zu trocknenden Gegenständen am Trockner angeordnet.
[0006] Die am Trockner angeordnete Anordnungsvorrichtung hat den Vorteil, dass durch den
Trockner selbst eine Vorrichtung zum Anordnen von zu trocknenden Gegenständen, z.B.
zum Aufhängen von Kleidern oder zum Auflegen von Schuhen, mitgeliefert wird und beispielsweise
nicht noch zusätzlich ein Wäscheständer im Raum aufgestellt werden muss.
[0007] Mit Vorteil ist die Anordnungsvorrichtung derart am Trockner angeordnet, dass die
Anordnungsvorrichtung und/oder die an der Anordnungsvorrichtung angeordneten zu trocknenden
Gegenständen von der getrockneten und durch den ersten Prozessluftauslass abgeführten
Prozessluft anströmbar sind.
[0008] Insbesondere ist der Trockner derart ausgestaltet, dass die durch den ersten Prozessluftauslass
abgeführte Prozessluft ohne weitere Umlenkung auf die zu trocknenden Gegenstände strömt.
[0009] Insbesondere ist der Anordnungsvorrichtung an einer Trocknergehäuseseite angeordnet,
an welcher der erste Prozessluftauslass angeordnet ist.
[0010] Insbesondere ist der erste Prozessluftauslass derart angeordnet, dass Prozessluft
maximal 5 cm, insbesondere maximal 10 cm, insbesondere maximal 20 cm, oberhalb oder
unterhalb der Anordnungsvorrichtung aus dem Trocknergehäuse austritt.
[0011] Dies hat den Vorteil, dass die zu trocknenden Gegenstände von der getrockneten Prozessluft
direkt angeströmt werden und dadurch schneller trocknen.
[0012] Im Weiteren kann die Anordnungsvorrichtung aus dem Trocknergehäuse ausziehbar und/oder
mittels eines Aktors ausfahrbar sein.
[0013] Die ausziehbare oder ausfahrbare Ausgestaltung hat den Vorteil, dass die Anordnungsvorrichtung
nicht unnötig Raum versperrt, nur ausgezogen werden muss, wenn tatsächlich zu trocknende
Gegenstände daran angeordnet werden und ansonsten beispielsweise im Trocknergehäuse
vollständig eingefahren bleiben kann.
[0014] In einer besonderen Ausführungsform ist die Anordnungsvorrichtung durch den ersten
Prozessluftauslass ausziehbar und/oder ausfahrbar ist, oder durch eine an den ersten
Prozessluftauslass angrenzende Trocknergehäuseöffnung ausziehbar und/oder ausfahrbar.
[0015] Eine solche Anordnung hat einerseits den Vorteil, dass durch Ausziehen und Einführen
der Anordnungsvorrichtung gleichzeitig der erste Prozessluftauslass geöffnet und geschlossen
wird und andererseits, dass die Anordnungsvorrichtung im ausgezogenen Zustand durch
die Prozessluft auf direktestem Weg angeströmt wird.
[0016] Mit Vorteil ist die Anordnungsvorrichtung mittels einem sich durch den ersten Prozessluftauslass
erstreckenden Befestigungselement am Trockner befestigt. Dies erlaubt eine kompakte
Bauweise des Trockners und erlaubt ebenfalls, dass die Anordnungsvorrichtung auf direktestem
Weg von der Prozessluft angeströmt werden kann.
[0017] Vorteilhaft weist der Trockner einen zweiten Prozessluftauslass zum Auslassen der
getrockneten Prozessluft aus dem Abluftkanal in den Raum auf, wobei der erste und
der zweite Prozessluftauslass und die Anordnungsvorrichtung derart angeordnet sind,
dass die Anordnungsvorrichtung nur durch die durch den ersten Prozessluftauslass ausströmende
Prozessluft anströmbar ist.
[0018] Mit Vorteil weist der Trockner Prozessluftleitvorrichtungen auf, welche derart steuerbar
sind, dass die getrocknete Prozessluft entweder durch den ersten Prozessluftauslass,
durch den zweiten Prozessluftauslass oder durch den ersten und den zweiten Prozessluftauslass
abführbar ist, insbesondere wobei durch einen Benutzer bestimmbar ist, durch welchen
oder welche Prozessluftauslässe die getrocknete Prozessluft abführbar ist.
[0019] Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise in einem ersten Trocknungsschritt primär
die an der Anordnungsvorrichtung angeordneten zu trocknenden Gegenstände getrocknet
werden und in einem zweiten Trocknungsschritt Prozessluft durch den zweiten Prozessluftauslass
geströmt wird, um die restlichen im Raum angeordneten zu trocknenden Gegenstände zu
trocknen.
[0020] Insbesondere sind der erste und der zweite Prozessluftauslass an unterschiedlichen
Trocknergehäuseseiten angeordnet. Dadurch kann Prozessluft in unterschiedliche Richtungen
in den Raum geströmt werden.
[0021] In einer besonderen Ausführungsform weist der Trockner ein nach oben offenes mit
seitlichen Wänden versehenes Gefäss auf, wobei
- das Gefäss oberhalb der Anordnungsvorrichtung angeordnet ist, und/oder
- der Abluftkanal zumindest teilweise unterhalb des Gefässes angeordnet ist, und/oder
- das Gefäss einen Boden mit Löchern aufweist, durch welche Luft aus dem Abluftkanal
in das Gefäss strömt, insbesondere wobei eine, insbesondere mit dem Auszug ausziehbare,
Schliessvorrichtung vorhanden ist, mit welcher die Löcher im Boden des Gefässes schliess-
und öffenbar sind. Bei der Schliessvorrichtung kann es sich um eine ausziehbare Platte
handeln, welche im ausgezogenen Zustand auch als Ablagetisch verwendet werden kann.
[0022] Das oberhalb der Anordnungsvorrichtung angeordnete Gefäss stellt eine weitere Ablagefläche
für zu trocknende Gegenstände dar, beispielsweise Schuhe, wobei das Gefäss von der
Abwärme des Abluftkanals profitiert, um die zu trocknenden Gegenstände zu trocknen.
[0023] Mit Vorteil weist der Trockner eine Hygienisiervorrichtung auf, welche derart angeordnet
ist, dass die Hygienisiervorrichtung die getrocknete in den Raum abzuführende Prozessluft
hygienisiert, insbesondere wobei die Hygienisiervorrichtung ein Ozongenerator ist.
Dadurch kann die Raumluft gereinigt oder sauber gehalten werden.
[0024] Vorteilhaft ist die Anordnungsvorrichtung derart angeordnet, dass die Anordnungsvorrichtung
von oben und/oder von unten von der durch den ersten Prozessluftauslass abgeführten
Prozessluft anströmbar ist, und/oder wobei die Anordnungsvorrichtung oberhalb der
Trocknungskammer angeordnet ist.
[0025] Mit einer Anströmung von unten können insbesondere zu trocknende Gegenstände gut
getrocknet werden, welche an der Anordnungsvorrichtung aufgehängt sind. Erfolgt die
Anströmung von oben, so können auf die Anordnungsvorrichtung draufgelegte Gegenstände
besonders gut getrocknet werden.
[0026] Im Weiteren kann die Anordnungsvorrichtung
- eine Vorrichtung um zu trocknende Gegenstände aufzuhängen, und/oder
- ein nach unten geschlossenes und nach oben offenes Fach um zu trocknende Gegenstände
einzulegen, und/oder
- eine Heizvorrichtung, insbesondere eine Elektroheizvorrichtung, umfassen.
[0027] Unter der Heizvorrichtung ist eine Vorrichtung zu verstehen, welche die Anordnungsvorrichtung
direkt erwärmt und zwar zusätzlich zu der bereits erwärmten Prozessluft, welche die
Anordnungsvorrichtung ebenfalls erwärmt. Dies erlaubt eine beschleunigte Trocknung,
insbesondere von Schuhen oder Socken, welche auf die Anordnungsvorrichtung aufgelegt
werden.
[0028] In einer besonderen Ausführungsform ist die Anordnungsvorrichtung derart ausgestaltet,
dass durch Ausziehen oder Ausfahren der Anordnungsvorrichtung der erste Prozessluftauslass
öffenbar ist, und durch Einstossen oder Einfahren der Anordnungsvorrichtung der erste
Prozessluftauslass schliessbar ist.
[0029] Mit Vorteil umfasst die Anordnungsvorrichtung eine, insbesondere verstellbare, Prozessluftablenkvorrichtung,
und insbesondere einen geschlossenen oder halboffenen Luftleitkanal, um die getrocknete
Prozessluft auf der Anordnungsvorrichtung zu führen.
[0030] Im Weiteren kann die Prozessluftablenkvorrichtung derart angeordnet und ausgestaltet
sein, dass die im geschlossenen oder halboffenen Luftleitkanal strömende Prozessluft
nach unten und/oder nach oben ablenkbar ist. In diesem Fall hat es beispielsweise
im Luftleitkanal mindestens eine Öffnung durch welche die Prozessluft nach unten und/oder
nach oben abgelenkt werden kann, insbesondere sind mehrere solcher Öffnungen vorgesehen.
[0031] Die Prozessluftablenkvorrichtung kann beispielsweise durch die Betätigung eines Hebels
mechanisch oder durch die Betätigung eines Knopfes mittels einem Aktor verstellt werden.
[0032] Mit Vorteil kann die Prozessluftablenkvorrichtung in mindestens eine Position verstellt
werden, derart dass die Prozessluft durch die Prozessluftablenkvorrichtung auf die
zu trocknenden Gegenstände abgelenkt wird.
[0033] Dies hat den Vorteil, dass die Prozessluft je nach Anordnung der zu trocknenden Gegenstände
an der Anordnungsvorrichtung gezielt auf diese abgelenkt werden kann. Sind beispielsweise
Gegenstände wie Schuhe oder Socken auf der Anordnungsvorrichtung angeordnet, so kann
die Luft nach oben abgelenkt werden. Sind die Gegenstände beispielsweise an der Anordnungsvorrichtung
aufgehängt, so kann die Prozessluft bevorzugt nach unten abgelenkt werden.
[0034] Mit Vorteil ist die Anordnungsvorrichtung als Modul ausgebildet. Das Modul ist derart
montierbar, dass die Anordnungsvorrichtung in eine beliebige Richtung, insbesondere
auf mehrere, insbesondere auf alle vier Seiten des Trocknergehäuses, ausziehbar oder
ausfahrbar ist, und/oder dass das Modul modulartig an- und abmontierbar ist.
[0035] Die Drehbarkeit der Anordnungsvorrichtung als Modul hat den Vorteil, dass der Trockner
beispielsweise auf beliebiger Seite an eine Raumwand angeordnet werden kann und die
Anordnungsvorrichtung derart montierbar ist, dass sie beispielsweise an der der Raumwand
gegenüberliegenden Seite ausziehbar ist.
[0036] In einer besonderen Ausführungsform erstreckt sich das Modul über einen ganzen horizontalen
Querschnitt des Trocknergehäuses.
[0037] Mit Vorteil weist der Trockner eine zweite Anordnungsvorrichtung auf, insbesondere
wobei
- die beiden Anordnungsvorrichtungen, insbesondere unmittelbar, übereinander angeordnet
sind, und/oder
- in unterschiedliche Richtungen ausziehbar sind, und/oder
- die zweite Anordnungsvorrichtung von der Prozessluft anströmbar ist, und/oder
- die zweite Anordnungsvorrichtung als Modul ausgebildet ist, und/oder
- die zweite Anordnungsvorrichtung sämtliche zur Anordnungsvorrichtung beschriebenen
Merkmale aufweisen kann.
[0038] Im Weiteren ist auch eine Anordnungsvorrichtung zum Einbau in einem Trockner geschützt.
[0039] Die Erfindung betrifft weiter auch ein Herstellungsverfahren zur wahlweisen Herstellung
eine Trockner ohne Modul mit Anordnungsvorrichtung oder eines Trockners mit Modul
mit Anordnungsvorrichtung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0040] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren.
Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Trockner mit einer ausgezogenen Anordnungsvorrichtung; und
Fig. 2 einen Schnitt durch die Anordnungsvorrichtung.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0041] Fig. 1 zeigt einen Trockner mit einem Trocknergehäuse 1, einer Türe 2 zum Schliessen
einer Beschickungsöffnung zum Beschicken der Trocknungskammer mit zu trocknenden Gegenständen,
beispielsweise mit Kleidern, für den Trocknungskammerbetrieb. Beim Trocknungskammerbetrieb
handelt es sich um einen Umluftbetrieb, bei welchem die Prozessluft durch die Trocknungskammer
strömt, die Feuchtigkeit der Kleider dabei aufnimmt, durch den Verdampfer der Wärmepumpe
strömt, sich dabei abkühlt und auskondensiert, durch den Kondensator der Wärmepumpe
strömt, sich dabei aufwärmt, und als warme, trockene Prozessluft wieder zurück in
die Trocknungskammer strömt um weitere Feuchtigkeit von den Kleidern aufzunehmen.
Solche Trockner mit Umluftbetrieb sind dem Fachmann im Grundsatz bekannt und brauchen
hier nicht weiter beschrieben zu werden.
[0042] Der Trockner weist im Weiteren einen Raumlufttrocknungsbetrieb auf. Bei diesem wird
wie bei einem klassischen Raumlufttrockner die Luft aus dem Raum durch einen Prozesslufteinlass
3 eingesogen, durch den Verdampfer zum Auskondensieren und durch den Kondensator zum
Aufwärmen der Prozessluft geführt und anschliessend getrocknet durch einen Abluftkanal
und einen ersten Prozessluftauslass 4 und/oder durch einen zweiten Prozessluftauslass
5 in den Raum zurückgeführt.
[0043] Im Trockner sind Prozessluftleitvorrichtungen vorgesehen, welche über eine Steuerung
und über eine Bedienvorrichtung 9 durch den Benutzer verstellbar sind. Die Prozessluftleitvorrichtungen
können dabei derart verstellt werden, dass die durch den Verdampfer getrocknete Prozessluft
entweder durch den ersten Prozessluftauslass 4 und/oder durch den zweiten Prozessluftauslass
5 ausgeströmt werden kann. Bei der Prozessluftleitvorrichtung kann es sich beispielsweise
um Schliessvorrichtungen handeln, welche die Luftkanäle kurz vor dem ersten Prozessluftauslass
4 oder dem zweiten Prozessluftauslass 5 unabhängig voneinander verschliessen können.
[0044] Im Weiteren weist der Trockner eine Anordnungsvorrichtung 6 auf. Die Anordnungsvorrichtung
6 ist aus dem Trocknergehäuse 1 in Pfeilrichtung 7 ausziehbar und in das Trocknergehäuse
1 einführbar. Die Anordnungsvorrichtung 6 kann zum Ausziehen und Einstossen beispielsweise
mit der Hand an der Frontplatte 8 festgehalten werden. Alternativ oder zusätzlich
kann auch eine Taste auf einer Bedienvorrichtung 9 vorgesehen sein, welche der Benutzer
betätigen muss, damit die Anordnungsvorrichtung 6 durch einen Aktor 10 aus- oder eingefahren
wird. Die Anordnungsvorrichtung 6 entspricht somit im Wesentlichen einer ausziehbaren
Schublade. Auf die Anordnungsvorrichtung 6 können zu trocknende Gegenstände abgelegt
werden, beispielsweise Schuhe oder Socken, und es können zu trocknende Gegenstände
an die ausziehbare Anordnungsvorrichtung 6 gehängt werden, beispielsweise Hemden oder
Tücher 11.
[0045] Ist die Anordnungsvorrichtung 6 eingefahren, so verschliesst die Frontplatte 8 den
ersten Prozessluftauslass 4. Wird die Anordnungsvorrichtung 6 ausgezogen, so wird
der erste Prozessluftauslass 4 geöffnet. Durch das Einstossen der Anordnungsvorrichtung
6 wird der erste Prozessluftauslass 4 durch die Frontplatte 8 wieder verschlossen.
[0046] Die Anordnungsvorrichtung 6 ist derart angeordnet, dass sie durch den ersten Prozessluftauslass
4 in Pfeilrichtung 7 ausziehbar ist. Die durch den ersten Prozessluftauslass 4 ausströmende
Prozessluft bläst somit die an der Anordnungsvorrichtung 6 angeordneten zu trocknenden
Gegenstände direkt an und trocknet diese optimal. Die durch den zweiten Prozessluftauslass
5 ausströmende Prozessluft strömt die Anordnungsvorrichtung 6 nicht an.
[0047] Im Weiteren weist die Anordnungsvorrichtung 6 eine Heizvorrichtung 12 und mehrere
parallel zueinander angeordnete nach oben offene, d.h. halboffene, Luftleitkanäle
13 auf. Die Luftleitkanäle 13 führen die durch den ersten Prozessluftauslass 4 austretende
Prozessluft durch die Anordnungsvorrichtung 6 bis zur Frontplatte 8. Dabei können
beispielsweise Schuhe oder Socken auf die Wände der Luftleitkanäle 13 gelegt werden,
welche sodann von der Prozessluft unterströmt und dadurch optimal getrocknet werden.
[0048] Die Fig. 2 zeigt in Seitenansicht einen Schnitt durch die Anordnungsvorrichtung 6.
Diese wird von links nach rechts in Pfeilrichtung 7 durch den ersten Prozessluftauslass
4 ausgezogen und von rechts nach links wieder eingeschoben. Die Anordnungsvorrichtung
6 verläuft durch den ersten Prozessluftauslass 4 und ist innerhalb des Trockners mittels
eines Befestigungselements 21 am Trockner befestigt. Die Prozessluft strömt dabei
durch einen Abluftkanal 14 innerhalb des Trocknergehäuses 1, durch den Prozessluftauslass
4 aus dem Trocknergehäuse 1, von unten (Pfeil 15) an die Unterseite der Anordnungsvorrichtung
6 und von oben (Pfeil 16) an die Oberseite der Anordnungsvorrichtung 6 und durch die
Luftleitkanäle 13 (Pfeil 17).
[0049] Innerhalb der Luftleitkanäle 13 sind Prozessluftablenkvorrichtungen 18 angeordnet,
welche je nach Einstellposition die Prozessluft nach unten (bei Einstellposition gemäss
durchzogener Linie) oder nach oben (bei Einstellposition gemäss gestrichelter Linie)
ablenken. Wird die Prozessluft nach oben abgelenkt, so werden die auf der Anordnungsvorrichtung
6 angeordneten Gegenstände verstärkt getrocknet, wird die Prozessluft nach unten abgelenkt,
so werden die an der Anordnungsvorrichtung 6 angehängten Gegenstände verstärkt getrocknet.
[0050] Die Anordnungsvorrichtung 6 ist modulartig ausgestaltet. Das gesamte Modul 19 (Fig.
1) mit der Anordnungsvorrichtung 6 kann aufgrund des individuellen Wunsches des Benutzers
am Trockner montiert oder nicht montiert werden. Im Weiteren ist das Modul 19 auf
alle vier Seiten des Trocknergehäuses 1 ausrichtbar. Im gezeigten Beispiel ist das
Modul 19 derart angeordnet, dass mit Blick von vorne auf die Türe 2 die Anordnungsvorrichtung
6 nach rechts ausziehbar ist. Das Modul 19 kann allerdings derart gedreht werden,
dass die Anordnungsvorrichtung 6 beispielsweise nach vorne oder nach links ausgezogen
werden kann. Das Modul erstreckt sich über den ganzen horizontalen Querschnitt des
Trocknergehäuses.
[0051] Oberhalb des Moduls 19 ist ein nach oben offenes, mit seitlichen Wänden versehenes
Gefäss 20 angeordnet. In diesem Gefäss können beispielsweise Schuhe oder andere Utensilien
aufbewahrt werden. Aufgrund des unterhalb des Gefässes 20 durch das Modul 19 verlaufenden
Abluftkanals 14 wird das Gefäss 20 von unten erwärmt, sodass im Gefäss 20 beispielsweise
Schuhe verbessert getrocknet werden können.
[0052] Weiteres:
- Der Trockner weist eine Hygienisiervorrichtung auf (nicht gezeigt), mit welcher die
Prozessluft gereinigt werden kann.
- In einer alternativen Ausführungsform, bei welcher die Anordnungsvorrichtung nicht
durch den ersten Prozessluftauslass ausziehbar ist, kann die Anordnungsvorrichtung
beispielsweise durch eine an den ersten Prozessluftauslass angrenzende Trocknergehäuseöffnung
ausgezogen werden und wird dabei durch die durch den ersten Prozessluftauslass austretende
Prozessluft angeströmt. Der Prozessluftauslass kann dabei beispielsweise unterhalb
der Trocknergehäuseöffnung angeordnet sein, um die Anordnungsvorrichtung von unten
anzuströmen, oder beispielsweise oberhalb der Trocknergehäuseöffnung angeordnet sein,
um die Anordnungsvorrichtung von oben anzuströmen.
[0053] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann.
1. Trockner, insbesondere Wäschetrockner und/oder Trommeltrockner, umfassend
- ein Trocknergehäuse (1),
- eine Trocknungskammer zur Aufnahme von zu trocknenden Gegenständen,
- eine Wärmepumpe,
- einen Prozessluftkanal zur Zuführung von mittels der Wärmepumpe getrockneter Prozessluft
in die Trocknungskammer und zur Abführung von Prozessluft aus der Trocknungskammer
in einem Trocknungskammerbetrieb,
- einen Abluftkanal (14) zum Abführen von mittels der Wärmepumpe getrockneter Prozessluft
durch einen ersten Prozessluftauslass (4) in einen Raum, in welchem der Trockner angeordnet
ist, und einen Zuluftkanal zur Zuführung von Prozessluft aus dem Raum zur Wärmepumpe
in einem Raumlufttrocknungsbetrieb,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Anordnungsvorrichtung (6) zur Anordnung von zu trocknenden Gegenständen am Trockner
angeordnet ist.
2. Trockner nach Anspruch 1, wobei die Anordnungsvorrichtung (6) derart am Trockner angeordnet
ist, dass die Anordnungsvorrichtung (6) und/oder die an der Anordnungsvorrichtung
(6) angeordneten zu trocknenden Gegenständen von der getrockneten und durch den ersten
Prozessluftauslass (4) abgeführten Prozessluft anströmbar sind.
3. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung (6)
aus dem Trocknergehäuse (1) ausziehbar ist und/oder mittels eines Aktors (10) ausfahrbar
ist.
4. Trockner nach Anspruch 3, wobei die Anordnungsvorrichtung (6) durch den ersten Prozessluftauslass
(4) ausziehbar und/oder ausfahrbar ist, oder
durch eine an den ersten Prozessluftauslass (4) angrenzende Trocknergehäuseöffnung
ausziehbar und/oder ausfahrbar ist.
5. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung mittels
einem sich durch den ersten Prozessluftauslass (4) erstreckenden Befestigungselement
am Trockner befestigt ist.
6. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Trockner einen zweiten
Prozessluftauslass (5) zum Auslassen der getrockneten Prozessluft aus dem Abluftkanal
(14) in den Raum aufweist, wobei der erste (4) und der zweite (5) Prozessluftauslass
und die Anordnungsvorrichtung (6) derart angeordnet sind, dass die Anordnungsvorrichtung
(6) nur durch die durch den ersten Prozessluftauslass (4) ausströmende Prozessluft
anströmbar ist,
insbesondere wobei der Trockner Prozessluftleitvorrichtungen aufweist, welche derart
steuerbar sind, dass die getrocknete Prozessluft entweder durch den ersten Prozessluftauslass
(4), durch den zweiten Prozessluftauslass (5) oder durch den ersten (4) und den zweiten
(5) Prozessluftauslass abführbar ist, insbesondere wobei durch einen Benutzer bestimmbar
ist, durch welchen oder welche Prozessluftauslässe die getrocknete Prozessluft abführbar
ist.
7. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Trockner ein nach oben
offenes mit seitlichen Wänden versehenes Gefäss (20) aufweist, wobei
- das Gefäss (20) oberhalb der Anordnungsvorrichtung (6) angeordnet ist, und/oder
- der Abluftkanal (14) zumindest teilweise unterhalb des Gefässes (20) angeordnet
ist, und/oder
- das Gefäss (20) einen Boden mit Löchern aufweist, durch welche Luft aus dem Abluftkanal
(14) in das Gefäss (20) strömt, insbesondere wobei eine, insbesondere mit dem Auszug
ausziehbare, Schliessvorrichtung vorhanden ist, mit welcher die Löcher im Boden des
Gefässes (20) schliess- und öffenbar sind.
8. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Trockner eine Hygienisiervorrichtung
aufweist, welche derart angeordnet ist, dass sie die getrocknete in den Raum abzuführende
Prozessluft hygienisiert, insbesondere wobei die Hygienisiervorrichtung ein Ozongenerator
ist.
9. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung (6)
derart angeordnet ist, dass sie von oben und/oder von unten von der durch den ersten
Prozessluftauslass (4) abgeführten Prozessluft anströmbar ist, und/oder
wobei die Anordnungsvorrichtung (6) oberhalb der Trocknungskammer angeordnet ist.
10. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung (6)
umfasst
- eine Vorrichtung um zu trocknende Gegenstände aufzuhängen, und/oder
- ein nach unten geschlossenes und nach oben offenes Fach um zu trocknende Gegenstände
einzulegen, und/oder
- eine Heizvorrichtung (12), insbesondere eine Elektroheizvorrichtung.
11. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung (6)
derart ausgestaltet ist, dass durch Ausziehen oder Ausfahren der Anordnungsvorrichtung
(6) der erste Prozessluftauslass (4) öffenbar ist, und durch Einstossen oder Einfahren
der Anordnungsvorrichtung (6) der erste Prozessluftauslass (4) schliessbar ist.
12. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung (6)
eine, insbesondere verstellbare, Prozessluftablenkvorrichtung (18) aufweist.
13. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung (6)
einen geschlossenen oder halboffenen Luftleitkanal (13) aufweist, um die getrocknete
Luft auf der Anordnungsvorrichtung (6) zu führen.
14. Trockner nach Anspruch 12 und nach Anspruch 13, wobei die Prozessluftablenkvorrichtung
(18) derart angeordnet und ausgestaltet ist, dass die im geschlossenen oder halboffenen
Luftleitkanal (13) strömende Prozessluft nach unten und/oder nach oben ablenkbar ist.
15. Trockner nach Anspruch 3 und nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Anordnungsvorrichtung
(6) als Modul (19) ausgebildet ist und
- insbesondere das Modul (19) derart montierbar ist, dass die Anordnungsvorrichtung
(6) in mehrere unterschiedliche Richtungen ausziehbar oder ausfahrbar ist, und/oder
- insbesondere das Modul (19) modulartig an- und abmontierbar ist, und/oder
- insbesondere das Modul sich über einen ganzen horizontalen Querschnitt des Trocknergehäuses
erstreckt.
16. Trockner nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Trockner eine zweite Anordnungsvorrichtung
aufweist, insbesondere wobei
- die beiden Anordnungsvorrichtungen, insbesondere unmittelbar, übereinander angeordnet
sind, und/oder
- die beiden Anordnungsvorrichtungen in unterschiedliche Richtungen ausziehbar sind,
und/oder
- die zweite Anordnungsvorrichtung von der Prozessluft anströmbar ist, und/oder
- die zweite Anordnungsvorrichtung als Modul ausgebildet ist.
17. Anordnungsvorrichtung (6) zum Einbau in einem Trockner nach einem der vorangehenden
Ansprüche.
18. Herstellungsverfahren zur wahlweisen Herstellung eines Trockners ohne Modul mit Anordnungsvorrichtung
oder eines Trockners nach Anspruch 15.