[0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz zur Erstellung von Pflasterflächen gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
WO 2009/021484 A1 ist ein Bausatz zur Erstellung von Pflasterflächen bekannt, welcher mehrere Verlegeeinheiten
umfasst, wobei jede Verlegeeinheit aus versetzt zueinander längs in Reihen angeordneten,
plattenförmigen Formsteinen von wenigstens teilweise unterschiedlicher Fläche und
wenigstens teilweise unterschiedlicher Breite besteht und wobei eine Reihe mit Formsteinen
breiter Breite und wenigstens eine Reihe mit Formsteinen schmalerer Breite, ein sich
wiederholendes Modul der Verlegeeinheit bilden.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Bausatz zur Erstellung von Pflasterflächen vorzuschlagen,
bei welchem trotz eines Aufbaus der Pflasterfläche aus nur ein oder zwei Varianten
von Verlegeeinheiten ein aufgelockertes Fugenbild der Pflasterfläche und eine Verzahnung
der Pflasterfläche erreicht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte
und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Bausatz ist es vorgesehen, dass bei einem ersten Teil der
Verlegeeinheiten wenigstens eines der sich wiederholenden Module und insbesondere
beide sich wiederholenden Module wenigstens eine Reihe und vorzugsweise zwei Reihen
mit jeweils zwei Formsteinen umfasst, die in der Draufsicht die Form eines rechtwinkligen
Trapezes aufweisen. Durch eine derartige Formgebung bleibt die Möglichkeit, dass zur
Verzahnung und Anpassung der Optik der Pflasterfläche aneinandergrenzende Formsteine
benachbarter Verlegeeinheiten getauscht werden können trotz einer teilweisen Abweichung
von der üblichen Rechteckform der Formsteine in allen Reihen erhalten. Bei den Formsteinen,
welche in Draufsicht die Form eines rechtwinkligen Trapezes aufweisen, ist durch eine
180°-Drehung um eine Hochachse des jeweiligen Pflastersteins ein problemfreies Einpassen
in eine vom entnommenen Formstein verursachte Lücke möglich. Das aufgelockerte Fugenbild
ergibt sich durch Fugen, welche abweichend von Querfugen und Längsfugen verlaufen.
Trotz teilweise schräg verlaufender Fugen kann problemfrei und ohne dass eine Nachbearbeitung
einzelner Formsteine erforderlich wäre, eine Verzahnung der benachbarten Verlegeeinheiten
erreicht werden.
[0006] Weiterhin ist es vorgesehen, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten wenigstens
eine der Reihen, welche in der Draufsicht als rechtwinklige Trapeze ausgebildete Formsteine
umfasst, zusätzlich wenigstens einen Formstein umfasst, der in der Draufsicht die
Form eines Parallelogramms aufweist. Durch einen derartigen Formstein bzw. durch derartige
Formsteine lässt sich eine Reihe mit zwei in der Draufsicht als rechtwinklige Trapeze
gestalteten Formsteinen einfach verlängern.
[0007] Gemäß einer ersten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, bei dem ersten Teil der
Verlegeeinheiten in wenigstens einem der sich wiederholenden Module der Verlegeeinheit
zusätzlich zu Längsfugen und Querfugen vorhandene Schrägfugen parallel zueinander
auszurichten. Hierdurch erhält die Pflasterfläche eine optische Leitwirkung, welche
einen Nutzer beim Befahren oder Begehen abhängig von einer Neigungsrichtung der Schrägfugen
nach rechts oder nach links leitet.
[0008] Gemäß einer zweiten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, bei dem ersten Teil der
Verlegeeinheiten in wenigstens einem der sich wiederholenden Module der Verlegeeinheit
zusätzlich zu Längsfugen und Querfugen vorhandene Schrägfugen teilweise parallel zueinander
auszurichten und diesen teilweise einen sich gegenseitig kreuzenden Verlauf zu geben.
Hierdurch erhält die Pflasterfläche eine optische Bremswirkung, welche einen Nutzer
bei Befahren oder Begehen durch eine Vielzahl von quer oder schräg zu dessen Bewegungsrichtung
verlaufenden Fugen bremst.
[0009] Es ist auch vorgesehen, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten die Formsteine
der Reihen mit Formsteinen schmalerer Breite des sich wiederholenden Moduls jeweils
Formsteine gleicher Zahl und gleicher Form umfassen. Durch eine derartige Standardisierung
der Reihen mit Formsteinen schmaler Breite sind die Formsteine einer als Ersatzteilspender
vorgesehenen Verlegeeinheit an einer Vielzahl von Stellen verwendbar.
[0010] Weiterhin ist es vorgesehen, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten jede Verlegeeinheit
eine Länge von wenigstens 100 cm und eine Breite von wenigstens 70 cm aufweist. Hierdurch
lässt sich die Verlegeeinheit auf herkömmlichen Steinherstellungsmaschinen wirtschaftliche
produzieren und garantiert durch ihre Größe einen raschen Arbeitsfortschritt beim
maschinengestützten Verlegen.
[0011] Es ist auch vorgesehen, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten jede Reihe
maximal drei Formsteine umfasst. Auch durch eine Beschränkung der Zahl der Formsteine
pro Reihe lässt sich ein übersichtlicher Aufbau der Verlegeeinheit erreichen.
[0012] Weiterhin ist es vorgesehen, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten innerhalb
jeder Reihe nur ein Formstein angeordnet ist oder ausschließlich Formsteine unterschiedlicher
Fläche und/oder Geometrie angeordnet sind.
[0013] Schließlich ist es vorgesehen, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten die
beiden Formsteine, welche als rechtwinklige Trapeze ausgebildet sind, die jeweilige
Reihe der Verlegeeinheit zu Querseiten der Verlegeeinheit hin abschließen. Hierdurch
ist sichergestellt, dass diese beim späteren Tauschen einfach auffindbar sind. Weiterhin
ist hierdurch bei Verlegeeinheiten mit in Draufsicht als rechtwinklige Trapeze ausgebildeten
Formsteinen sichergestellt, dass die Verlegeeinheit zu ihren Querseiten hin plane
Seitenflächen aufweist, um nach der Herstellung und beim Verlegen einfach mit einem
Greifer gehandhabt und insbesondere einfach mit einer Verlegemaschine gegriffen werden
zu können.
[0014] Im Sinne der Erfindung wird unter einem rechtwinkligen Trapez die Sonderform eines
Trapezes verstanden, bei welcher das Trapez zwei rechtwinklige Innenwinkel aufweist.
[0015] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
[0016] Hierbei zeigt:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsvariante einer Verlegeeinheit;
- Figur 2:
- Einzeldarstellungen der Formsteintypen, welche in der in der Figur 1 gezeigten Verlegeeinheit
verbaut sind;
- Figur 3a/b:
- eine Draufsicht auf zwei benachbarte Verlegeeinheiten vor und nach dem Tauschen von
Schlüsselsteinen, wobei die verwendeten Verlegeeinheiten der in der Figur 1 gezeigten
Verlegeeinheit entsprechen;
- Figur 4:
- eine Draufsicht auf eine aus einer Vielzahl von entsprechend der Figur 1 ausgebildeten
Verlegeeinheiten erstellte Verlegefläche;
- Figur 5:
- eine Draufsicht aus eine zweite Ausführungsvariante einer Verlegeeinheit;
- Figur 6a/b:
- eine Draufsicht auf zwei benachbarte Verlegeeinheiten vor und nach dem Tauschen von
Schlüsselsteinen, wobei die Verlegeeinheiten der in der Figur 5 gezeigten Verlegeeinheit
entsprechen;
- Figur 7:
- eine Draufsicht auf eine aus einer Vielzahl von entsprechend der Figur 5 ausgebildeten
Verlegeeinheiten erstellten Verlegefläche;
[0017] In der Figur 1 ist in Draufsicht eine Verlegeeinheit 101 gezeigt. Mehrere derartige
Verlegeeinheiten 101 bilden einen Bausatz 102, aus welchem eine in der Figur 4 in
Draufsicht dargestellte Pflasterfläche 103 erstellbar ist. Jede Verlegeeinheit 101
dieses Bausatzes 102 setzt sich aus versetzt zueinander längs in Reihen R1 bis R6
angeordneten, plattenförmigen Formsteinen 104 (nur exemplarisch bezeichnet) bzw. 11
bis 28 von wenigstens teilweise unterschiedlicher Fläche F11 bis F28 und wenigstens
teilweise unterschiedlicher Breite B11 bis B28 zusammen. Hierbei bilden eine Reihe
R1 bzw. R4 mit Formsteinen 104 bzw. 11 bis 13 bzw. 20 bis 22 breiter Breite BB und
wenigstens zwei Reihen R2, R3 bzw. R5, R6 mit Formsteinen 104 bzw. 14 bis 19 bzw.
23 bis 28 schmalerer Breite SB, ein sich wiederholendes Modul M1, M2 der Verlegeeinheit
101. Beide Module M1, M2 umfassen wenigstens zwei Reihen R2, R3 bzw. R5, R6 mit jeweils
zwei Formsteinen 14, 16, 17 und 19 bzw. 23, 25, 26 und 28, welche in der in der Figur
1 gezeigten Draufsicht die Form eines rechtwinkligen Trapezes RWT aufweisen. Die Verlegeeinheit
101 weist eine Breite B101 und eine Länge L101 auf.
[0018] Die Formsteine 14, 16 und 17, 19 und 23, 25 und 26, 28, welche als rechtwinklige
Trapeze RWT ausgebildet sind, schließen die jeweilige Reihe R2 bzw. R3 bzw. R5 bzw.
R6 der Verlegeeinheit 101 zu Querseiten QL101 und QR101 der Verlegeeinheit 101 hin
ab. Somit weist die Verlegeeinheit 101 zu ihren Querseiten QL101, QR101 hin plane
Seitenflächen SFL101, SFR101 auf.
[0019] Die in der Verlegeeinheit 101 teilweise 2-fach und teilweise 4-fach verbauten Formsteintypen
1 bis 6 sind in der Figur 2 freigestellt in Draufsicht gezeigt.
[0020] Die Formsteintypen 1 und 2 sind hierbei als Formsteine ausgeführt, welche in der
Draufsicht als rechtwinklige Trapeze RWT teilweise unterschiedlicher Flächen F16,
F17, F25, F26 bzw. F14, F19, F23, F28 und gleicher Innenwinkel ausgebildet sind.
[0021] Der Formsteintyp 3 ist in der Draufsicht als Parallelogramm PL ausgeführt und jeweils
zwischen den rechtwinkligen Trapezen verbaut.
[0022] Die Formsteintypen 4, 5 und 6 sind in der Draufsicht als Rechtecke RE ausgebildet.
[0023] Hierbei bilden die Formsteintypen 1 bis 3 Formsteine 104 schmaler Breite SB und die
Formsteintypen 4 bis 6 bilden Formsteine 104 breiter Breite BB.
[0024] In der Figur 3a ist eine Draufsicht auf die aus der Figur 1 bekannte Verlegeinheit
101 und eine weitere Verlegeeinheit 151 gezeigt, welche identisch wie die Verlegeeinheit
101 aufgebaut ist. Die beiden Verlegeeinheiten 101 und 151 liegen mit Schmalseiten
aneinander an. In der Zeichnung sind diejenigen Formsteine bzw. Schlüsselsteine durch
Schraffuren markiert, welche zum Austausch zwischen den benachbarten Verlegeeinheiten
101 bzw. 151 vorgesehen sind und sogenannte Schlüsselsteine SST13, SST19, SST25, SST61,
SST67 und SST73 bilden.
[0025] In der Figur 3b sind dann die beiden Verlegeeinheiten 101, 151 nochmals gezeigt,
wobei die Schlüsselsteine SST13, SST19, SST25, SST61, SST67 und SST73 in dieser Ansicht
bereits getauscht sind, so dass zwischen den Verlegeeinheiten 101, 151 vor dem Tauschen
vorhandene, nur exemplarisch bezeichnete Kreuzfugen KZF (siehe Figur 3a) bereits eliminiert
sind.
[0026] Im Unterschied zu den in der Draufsicht die Rechtecke RE bildenden Formsteinen SST13
und SST61, welche ohne Rotation umgesetzt werden können, ist es bei den zu tauschenden
Formsteinen SST19, SST25, SST67 und SST73, welche in der Draufsicht rechtwinklige
Trapeze RWT bilden, erforderlich, jeden Formstein SST19, SST25, SST67 und SST73 um
180° um seine in die Zeichnungsebene hineinragende Hochachse zu drehen.
[0027] In der Figur 4 ist dann in Draufsicht die erwähnte Pflasterfläche 103 dargestellt,
in welcher bereits alle Schlüsselsteine entsprechend den zu den Figuren 3a und 3b
erläuterten Vorgaben getauscht wurden. Der Bausatz 102, welcher für diese Pflasterfläche
103 Verwendung findet, umfasst 16 Verlegeeinheiten, welche der in der Figur 1 gezeigten
Verlegeeinheit 101 entsprechen und welche durch ein Umsetzen von Formsteinen 104 allesamt
miteinander verzahnt sind. Aus der Figur 4 ist auch ersichtlich, dass Schrägfugen
110 der Verlegeeinheiten, welche zusätzlich zu Längsfugen 111 und Querfugen 112 vorhanden
sind, parallel zueinander ausgerichtet sind.
[0028] In der Figur 5 ist in Draufsicht eine weitere Verlegeeinheit 301 gezeigt. Mehrere
derartige Verlegeeinheiten 301 bilden einen Bausatz 302, aus welchem eine in der Figur
7 in Draufsicht dargestellte Pflasterfläche 303 erstellbar ist. Charakteristisch für
die Verlegeeinheit 301 ist es, dass diese keine in der Draufsicht rechteckförmigen
Formsteine umfasst. Jede Verlegeeinheit 301 dieses Bausatzes 302 setzt sich aus versetzt
zueinander längs in Reihen R201 bis R206 angeordneten, plattenförmigen Formsteinen
304 (nur exemplarisch bezeichnet) bzw. 211 bis 228 von wenigstens teilweise unterschiedlicher
Fläche F211 bis F228 und wenigstens teilweise unterschiedlicher Breite B211 bis B228
zusammen. Hierbei bilden eine Reihe R201 bzw. R204 mit Formsteinen 304 bzw. 211 bis
213 bzw. 220 bis 222 breiter Breite BB und wenigstens zwei Reihen R202, R203 bzw.
R205, R206 mit Formsteinen 304 bzw. 214 bis 219 bzw. 223 bis 228 schmalerer Breite
SB, ein sich wiederholendes Modul M201, M202 der Verlegeeinheit 301. Beide Module
M201, M202 umfassen drei Reihen R201, R202, R203 bzw. R204, R205, R206 mit jeweils
zwei Formsteinen 211, 213, 214, 216, 217 und 219 bzw. 220, 222, 223, 225, 226 und
228, welche in der in der Figur 5 gezeigten Draufsicht die Form eines rechtwinkligen
Trapezes RWT aufweisen. Die Verlegeeinheit 301 weist eine Breite B301 und eine Länge
L301 auf.
[0029] Die in der Verlegeeinheit 301 angeordneten Formsteintypen 201 bis 206 sind teilweise
2-fach und teilweise 4-fach verbaut.
[0030] Die Formsteintypen 201, 202, 205 und 206 sind hierbei als Formsteine ausgeführt,
welche in der Draufsicht als rechtwinklige Trapeze RWT teilweise unterschiedlicher
Flächen F211, F213, F214, F216, F217, F219 bzw. F220, F222, F223, F225, F226, F228
und gleicher Innenwinkel ausgebildet sind.
[0031] Die Formsteintypen 204 sind in der Draufsicht jeweils als Parallelogramm PL ausgeführt
und jeweils zwischen den rechtwinkligen Trapezen RWT verbaut.
[0032] Die Formsteintypen 203 sind in der Draufsicht jeweils als Trapez TP ausgeführt und
zwischen den rechtwinkligen Trapezen RWT verbaut.
[0033] Hierbei bilden die Formsteintypen 201 bis 203 Formsteine 304 schmaler Breite SB und
die Formsteintypen 204 bis 206 bilden Formsteine 304 breiter Breite BB.
[0034] In der Figur 6a ist eine Draufsicht auf die aus der Figur 5 bekannte Verlegeinheit
301 und eine weitere Verlegeeinheit 351 gezeigt, welche identisch wie die Verlegeeinheit
301 aufgebaut ist. Die beiden Verlegeeinheiten 301 und 351 liegen mit Schmalseiten
aneinander an. In der Zeichnung sind diejenigen Formsteine bzw. Schlüsselsteine durch
Schraffuren markiert, welche zum Austausch zwischen den benachbarten Verlegeeinheiten
301 bzw. 351 vorgesehen sind und sogenannte Schlüsselsteine SST213, SST219, SST225,
SST261, SST267, SST268, SST273 und SST274 bilden. Um das Fugenbild stärker zu beeinflussen
sind in der dritten Reihe R203 und der fünften Reihe R205 auch noch Formsteine 268
und 274 am Tausch beteiligt, welche in der Draufsicht als Parallelogramme PL ausgebildet
sind.
[0035] In der Figur 6b sind dann die beiden Verlegeeinheiten 301, 351 nochmals gezeigt,
wobei die Schlüsselsteine SST213, SST219, SST225, SST261, SST267, SST268, SST273 und
SST274 in dieser Ansicht bereits getauscht sind, so dass zwischen den Verlegeeinheiten
301, 351 vor dem Tauschen vorhandene, nur exemplarisch bezeichnete Kreuzfugen KZF
(siehe Figur 6a) bereits eliminiert sind.
[0036] Bei den zu tauschenden Formsteinen SST213, SST219, SST225, SST261, SST267 und SST273,
welche in der Draufsicht rechtwinklige Trapeze RWT bilden, ist es erforderlich, jeden
Formstein SST213, SST219, SST225, SST261, SST267 und SST73 um 180° um seine in die
Zeichnungsebene hineinragende Hochachse zu drehen. Auch die Schlüsselsteine SST268
und SST274, welche in der Draufsicht als Parallelogramme PL ausgebildet sind, müssen
beim Tauschen in vergleichbarer Weise gedreht werden.
[0037] In der Figur 7 ist dann in Draufsicht die erwähnte Pflasterfläche 303 dargestellt,
in welcher bereits alle Schlüsselsteine entsprechend den zu den Figuren 6a und 6b
erläuterten Vorgaben getauscht wurden. Der Bausatz 302, welcher für diese Pflasterfläche
303 Verwendung findet, umfasst 16 Verlegeeinheiten, welche der in der Figur 5 gezeigten
Verlegeeinheit 301 entsprechen und welche durch ein Umsetzen von Formsteinen 304 allesamt
miteinander verzahnt sind. Aus der Figur 7 ist auch ersichtlich, dass Schrägfugen
310 der Verlegeeinheiten, welche zusätzlich zu Längsfugen 311 und Querfugen 312 vorhanden
sind, teilweise parallel zueinander ausgerichtet sind und teilweise einen sich gegenseitig
kreuzenden Verlauf aufweisen.
Bezugszeichenliste:
[0038]
- 1 - 6
- Formsteintyp
- 11 - 28
- Formstein von 101
- 61 - 78
- Formstein von 151
- 101
- Verlegeeinheit
- 102
- Bausatz
- 103
- Pflasterfläche
- 104
- Formstein (allgemein)
- 110
- Schrägfuge
- 111
- Längsfuge
- 112
- Querfuge
- 151
- weitere Verlegeeinheit
- B11 - B28
- Breite von 11 - 28
- B101
- Breite von 101
- BB
- breite Breite
- F11 - F28
- Fläche von 11 - 28
- KZF
- Kreuzfuge
- L101
- Länge von 101
- M1, M2
- Modul von 101
- QL101, QR101
- Querseite von 101
- R1 - R6
- Reihe von 101
- RE
- Rechteck
- RWT
- rechtwinkliges Trapez
- PL
- Parallelogramm
- SB
- schmale Breite
- SFL101
- linke Seitenfläche von 101
- SFL101
- rechte Seitenfläche von 101
- SST13
- Schlüsselstein
- SST19
- Schlüsselstein
- SST25
- Schlüsselstein
- SST61
- Schlüsselstein
- SST67
- Schlüsselstein
- SST73
- Schlüsselstein
- 201 - 206
- Formsteintyp
- 211 - 228
- Formstein von 101
- 261 - 278
- Formstein von 151
- 301
- Verlegeeinheit
- 302
- Bausatz
- 303
- Pflasterfläche
- 304
- Formstein (allgemein)
- 310
- Schrägfuge
- 311
- Längsfuge
- 312
- Querfuge
- 351
- weitere Verlegeeinheit
- B211 - B228
- Breite von 11 - 28
- B301
- Breite von 101
- BB
- breite Breite
- F211 - F228
- Fläche von 11 - 28
- KZF
- Kreuzfuge
- L301
- Länge von 101
- M201, M202
- Modul von 101
- R201 - R206
- Reihe von 101
- RE
- Rechteck
- RWT
- rechtwinkliges Trapez
- TP
- Trapez
- PL
- Parallelogramm
- SB
- schmale Breite
- SST213
- Schlüsselstein
- SST219
- Schlüsselstein
- SST225
- Schlüsselstein
- SST261
- Schlüsselstein
- SST267
- Schlüsselstein
- SST273
- Schlüsselstein
1. Bausatz (102;302) zur Erstellung von Pflasterflächen (103; 303) bestehend aus mehreren
Verlegeeinheiten (101, 151; 301, 351), wobei jede Verlegeeinheit (101, 151; 301, 351)
aus versetzt zueinander längs in Reihen (R1 - R6; R201 - R206) angeordneten, plattenförmigen
Formsteinen (104; 11 - 28; 61 - 78; 304; 211 - 228; 261 - 278) von wenigstens teilweise
unterschiedlicher Fläche (F11 - F28; F211 - F228) und wenigstens teilweise unterschiedlicher
Breite (B11 - B28; B211 - B228) besteht und wobei eine Reihe (R1, R4; R201, R204)
mit Formsteinen (104; 11, 12, 13; 20, 21, 22) breiter Breite (BB) und wenigstens eine
Reihe (R2, R3, R5, R6; R202, R203, R205, R206) mit Formsteinen (104; 14 - 19, 23 -
28) schmalerer Breite (SB), ein sich wiederholendes Modul (M1, M2; M201, M202) der
Verlegeeinheit (101, 151; 301, 351) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem ersten Teil der Verlegeeinheiten wenigstens eines der sich wiederholenden
Module (M1, M2; M201, M202) und insbesondere beide sich wiederholenden Module (M1,
M2; M201, M202) wenigstens eine Reihe (R2, R3; R5, R6; R201 - R206) und vorzugsweise
wenigstens zwei Reihen (R2, R3; R5, R6; R201 - R206) mit jeweils zwei Formsteinen
(104; 14, 16, 17, 19; 23, 25, 26, 28; 304; 211, 213, 214, 216, 217, 219, 220, 222,
223, 225, 226, 228) umfasst, die in der Draufsicht die Form eines rechtwinkligen Trapezes
(RWT) aufweisen.
2. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten wenigstens eine der Reihen (R2, R3, R5,
R6; R201 - R206), welche in der Draufsicht die als rechtwinklige Trapeze (RWT) ausgebildeten
Formsteine (104; 14, 16, 17, 19, 23, 25, 26, 28; 304; 211, 213, 214, 216, 217, 219,
220, 222, 223, 225, 226, 228) umfasst, zusätzlich wenigstens einen Formstein (104;
15, 18, 24, 27; 304; 212, 215, 218, 221, 224, 227) umfasst, der in der Draufsicht
die Form eines Parallelogramms (PL) aufweist .
3. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten in wenigstens einem der sich wiederholenden
Module (M1, M2; M201, M202) der Verlegeeinheit (101, 151; 301, 351) zusätzlich zu
Längsfugen (111) und Querfugen (112) vorhandene Schrägfugen (110) parallel zueinander
ausgerichtet sind.
4. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten in wenigstens einem der sich wiederholenden
Module (M1, M2; M201, M202) der Verlegeeinheit (101, 151; 301, 351) zusätzlich zu
Längsfugen (311) und Querfugen (312) vorhandene Schrägfugen (310) teilweise parallel
zueinander ausgerichtet sind und teilweise einen sich gegenseitig kreuzenden Verlauf
aufweisen.
5. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten die Formsteine (104; 304) der Reihen (R2,
R3, R5, R6; R202, R203, R205, R206) mit Formsteinen (104; 304) schmalerer Breite (SB)
des sich wiederholenden Moduls (M1, M2; M201, M202) jeweils Formsteine (104; 304)
gleicher Zahl und gleicher Form umfassen.
6. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten jede Verlegeeinheit (101, 151; 301, 351)
eine Länge (L101; L301) von wenigstens 100 cm und eine Breite (B101; B301) von wenigstens
70 cm aufweist.
7. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten jede Reihe (R1 - R6; R201 - R206) maximal
drei Formsteine (104; 304) umfasst.
8. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten innerhalb jeder Reihe (R1 - R6; R201 - R206)
nur ein Formstein (104; 304) angeordnet ist oder ausschließlich Formsteine (104; 304)
unterschiedlicher Fläche (F11 - F28; F211 - F228) und/oder Geometrie angeordnet sind.
9. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten die beiden Formsteine (14, 16; 17, 19; 23,
25; 26; 28; 214, 216; 217, 219; 223, 225; 226; 228), welche als rechtwinklige Trapeze
(RWT) ausgebildet sind, die jeweilige Reihe (R2; R3; R5; R6) der Verlegeeinheit (101;
301) zu Querseiten (QL101, QR101) der Verlegeeinheit (101; 301) hin abschließen.
10. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten das sich wiederholende Modul eine weitere
Reihe mit Formsteinen breiter Breite umfasst.
11. Bausatz nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem ersten Teil der Verlegeeinheiten jede Verlegeeinheit zwischen den sich in
der Verlegeeinheit wiederholenden Modulen eine weitere Reihe umfasst, welche aus wenigstens
einem Formstein schmaler Breite oder wenigstens einem Formsteinen breiter Breite gebildet
ist.