[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dichtung mit einer über wenigstens zwei Scherenmechanismen
absenkbaren Dichtleiste, und Überlastmechanismen, wobei jedem Scherenmechanismus ein
Überlastmechanismus zugeordnet ist.
[0003] Die beiden in den Dokumenten
CH 465 830 und
DE 60 2004 009 845 T2 beschriebenen Dichtungen weisen von ihren Auslösern bis zu einem Rückstellmechanismus
durchgehende Auslöserstangen auf. Mit diesen Auslöserstangen sind über die Überlastmechanismen
die Scherenmechanismen gekoppelt, die eine horizontale Bewegung des Auslösers einer
in einer Tür montierten Dichtung in eine vertikale Bewegung der Dichtleiste übertragen.
[0004] Die Dichtung aus dem Dokument
CH 465 830 weist in dem genannten Dokument mit dem Bezugszeichen 16 bezeichnete Federn auf,
die je einem Scherenmechanismus der offenbarten Dichtung zugeordnet sind. In dem Dokument
ist die Funktion der Federn so beschrieben, dass mittels der Federn 16 eine verzögerte
Übertragung der Bewegung eines Auslösers der Dichtung in die Scherenmechanismen und
die Dichtleiste erfolgt. Zugleich wirken diese Federn, was in dem Dokument nicht erwähnt
ist, als Schutz der Dichtung vor einer Überlast, die entstehen kann, wenn der durch
die Einstellung und die Montage der Dichtung in oder an einer Tür vorgegebene Weg
der Dichtleiste bei Auslösung der Dichtung aus welchem Grund auch immer blockiert
ist und die Dichtleiste den vorgegebenen Weg nicht zurücklegen kann. In einem solchen
Fall werden die Federn 16 bei Auslösung der Federn gespannt und bleiben gespannt,
da sie die in den Auslöser eingeleitete Kraft nicht auf die blockierte Dichtleiste
und die dadurch blockierten Scherenmechanismen übertragen können.
[0005] In dem Dokument
DE 60 200 009 845 T2 sind Überlastmechanismen zum Schutz der Dichtung in einem Fall einer Blockade der
Dichtleiste im Absatz [0040] der Dichtung explizit beschrieben.
[0006] Bei der Dichtung aus dem Dokument
CH 465 830 stützen sich ein Rückstellmechanismus, aber auch die Scherenmechanismen an einem
Gehäuse der Dichtungen ab. Das bedeutet, dass der Rückstellmechanismus und auch die
Scherenmechanismen Strukturen haben, die fest (Rückstellmechanismus) oder schwenkbar
(Scherenmechanismen) mit dem Gehäuse verbunden sind.
[0007] Bei der Dichtung aus dem Dokument
DE 60 200 009 845 T2 stützen sich ein Rückstellmechanismus, aber auch die Scherenmechanismen an einem
Innengehäuse ab. Das Innengehäuse wird in dem Dokument als Bewegungsmodulabschnitt
bezeichnet ist. Dieses Innengehäuse ist fest mit einem Außengehäuse verbunden und
erstreckt sich über die gesamte Länge der Dichtung. Das Außengehäuse wird in dem Dokument
als Gehäuseabschnitt bezeichnet.
[0008] Die beiden Dichtungen haben einige Nachteile.
[0009] Ein Nachteil ist, dass die Dichtung kaum an unterschiedliche Türbreiten und Nutbreiten
angepasst werden können. Durch die Breite und Länge der Gesamtheit aller Mechanismen
in der Dichtung, nämlich der Scherenmechanismen, der Überlastmechanismen und des Rückstellmechanismus,
und auch die Länge der Auslöserstange ist die Länge der Dichtung vorgegeben. Das macht
es notwendig, dass für Türflügel unterschiedlicher Längen und Breiten unterschiedliche
Dichtungen hergestellt werden müssen. Für die Herstellung müssen eine große Zahl unterschiedlicher
Teile in verschiedenen Größen vorgehalten werden.
[0010] Das führt dazu, dass kaum Gleichteile bei Dichtungen mit unterschiedlichen Größen
verwendet werden können.
[0011] Hier setzt die Erfindung an.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde eine Dichtung vorzuschlagen, die so konstruiert
ist, das Teile der Dichtung in einer weiteren Dichtung mit einer anderen Größe verwendet
werden können.
[0013] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass je ein Scherenmechanismus
und der zugeordnete Überlastmechanismus zumindest zusammen mit einem Modulgehäuse
ein Modul der Dichtung bilden.
[0014] Die bei einer erfindungsgemäßen Dichtung vorgesehenen Module werden überwiegende
in einem Gehäuse der Dichtung angeordnet werden. Grundsätzlich ist es aber denkbar,
dass eine erfindungsgemäße Dichtung kein Gehäuse aufweist und die Module unmittelbar
an einem Türflügel bzw. in einer Nut eines Türflügels montiert werden.
[0015] Werden die Module in einem Gehäuse montiert, muss ein Innenraum des Gehäuses genauso
breit oder breiter sein als die äußere Breite der Module. Mit Ausnahme der durch die
äußere Breite der Module festgelegten unteren Grenze für die Breite eines Gehäuses,
kann bei einer erfindungsgemäßen Dichtung ein Gehäuse mit im Grunde beliebiger Breite
vorgesehen werden. Das Gehäuse kann im Grunde auch nachträglich ausgetauscht werden.
Dazu wäre dann eine lösbare Befestigung der Module in dem Gehäuse vorzusehen.
[0016] Die Unabhängigkeit der Breite des Gehäuses von der Breite der Module wird insbesondere
dadurch erreicht, dass die in den Modulen angeordneten Mechanismen einer erfindungsgemäßen
Dichtung, und dabei handelt es sich zunächst um die Scherenmechanismen und die Überlastmechanismen
und optional um einen Rückstellmechanismus und einen Auslöser, ausschließlich von
den Modulgehäusen gehalten, gestützt, geführt oder gelagert werden, so dass es keine
unmittelbare Verbindung zwischen dem Gehäuse und den Mechanismen gibt. Das Gehäuse
und die Mechanismen sind ausschließlich über die Modulgehäuse miteinander verbunden.
[0017] Zwar ist bei der aus dem Dokument
DE 60 2004 009 845 T2 durch die Gestaltung der Dichtung mit einem Außengehäuse und einem Innengehäuse auch
eine Flexibilität bei der Wahl der Breite des Gehäuses möglich. Diese ist aber einschränkt
durch die Dichtleiste und insbesondere ein Halteprofil der Dichtleiste, welches das
Gehäuse auf der Außenseite umgreift.
[0018] Dagegen kann es bei einer erfindungsgemäßen Dichtung vorzugsweise vorgesehen sein,
dass die Dichtleiste die Außenseite des Gehäuses nicht umgreift. Es ist dann allenfalls
möglich, dass die Dichtleiste die Modulgehäuse auf deren Außenseite umgreift. Dabei
ist es möglich, dass sowohl ein Halteprofil als auch ein Dichtungsprofil oder nur
eines der beiden Profile die Außenseiten der Modulgehäuse umgreifen und in einen Spalt
zwischen dem Gehäuse und den Modulgehäusen eingreift.
[0019] Im Hinblick auf die Länge einer Dichtung bietet die erfindungsgemäße Dichtung ebenfalls
Möglichkeiten, eine Anpassung auf verschiedene Türflügelbreiten möglich zu machen,
ohne dass eine vollständig neue Dichtung konstruiert werden muss. So ist es bei einer
erfindungsgemäßen Dichtung grundsätzlich möglich, zumindest bei der Herstellung der
Dichtung die Module in einer Längsrichtung der Dichtung frei zu positionieren.
[0020] Unter Umständen ist nur die Position eines ersten Moduls vorgegeben, wenn dieses
erste Modul den Auslöser der erfindungsgemäßen Dichtung umfasst. Dann kann die Position
deshalb vorgegeben sein, weil der Auslöser in dem Modulgehäuse geführt ist und der
Auslöser im nicht ausgelösten Zustand der Dichtung seitlich aus dem Gehäuse und dem
Modulgehäuse des ersten Moduls herausragt, weil ansonsten eine Betätigung des Auslösers
nicht möglich ist.
[0021] Ist der Auslöser aber kein Teil des ersten Moduls und zum Beispiel in dem Gehäuse
geführt, kann die Position des ersten Moduls frei bestimmt werden.
[0022] Bei einer erfindungsgemäßen Dichtung ist vorteilhaft zwischen dem Auslöser und dem
ersten Modul, insbesondere dem Scherenmechanismus des ersten Moduls eine Verbindung
geschaffen, um die Bewegung des Auslösers auf den Scherenmechanimus des ersten Moduls
zu übertragen. Dazu kann eine erste Verbindungsstange vorgesehen sein, die den Auslöser
und ein Verschiebeteil des ersten Moduls miteinander verbindet. Der Auslöser kann
aber auch unmittelbar mit dem Verschiebeteil des ersten Moduls verbunden sein.
[0023] Mit dem Verschiebeteil des ersten Moduls kann die Bewegung des Auslösers über den
Überlastmechanismus des ersten Moduls in den Scherenmechanismus des ersten Moduls
übertragen werden.
[0024] Die erste Verschiebestange kann ein Teil des ersten Moduls sein. Das ist insbesondere
dann der Fall, wenn auch der Auslöser ein Teil des ersten Moduls ist.
[0025] Die Länge der ersten Verbindungsstange kann, wenn sie und auch der Auslöser Teil
des ersten Moduls sind, durch die Länge des Modulgehäuses in Richtung zum Auslöser
maßgeblich vorgegeben sein. Ist der Auslöser kein Teil des ersten Moduls, kann die
Länge der ersten Verbindungsstange so gewählt werden, wie der Fachmann es für sinnvoll
hält.
[0026] Auch das zweite Modul oder die zweiten Module einer erfindungsgemäßen Dichtung können
ein Verschiebeteil aufweisen, dass die Bewegung des Auslösers aufnimmt und über den
Überlastmechanismus in den Scherenmechanismus überträgt. Gemäß der Erfindung können
dazu die Verschiebeteile des oder der zweiten Module über zweite Verbindungstangen
mit dem Verschiebeteil des ersten Moduls bzw. untereinander verbunden sein. Die Länge
der Verbindungstange bzw. der Verbindungsstangen können entsprechend der gewünschten
Position des oder der zweiten Module gewählt werden.
[0027] Die erste Verbindungsstange, das Verschiebeteil des ersten Moduls, die zweite Verbindungsstange
bzw. die zweiten Verbindungsstangen und das Verschiebeteil des zweiten Moduls bzw.
die Verschiebestangen der zweiten Module bilden eine Auslöserstange, die die Bewegung
des Auslösers zu allen Scherenmechanismen der Dichtung überträgt. Diese Auslöserstange
kann auch eine vom Rückstellmechanismus zur Verfügung gestellte Rückstellkraft zu
allen Scherenmechanismen und zum Auslöser übertragen, um die Dichtung vom ausgelösten
Zustand in den nicht ausgelösten Zustand zu versetzen, wenn der Auslöser von einer
Betätigungskraft entlastet ist. Die Verbindungsstangen können in einem oder mehreren
Modulgehäusen geführt sein.
[0028] Der Rückstellmechanismus kann Teil des zweiten Moduls oder eines der zweiten Module
sein. Sind mehrere zweite Module vorgesehen, kann er zum Beispiel ein Teil des vom
Auslöser aus betrachtet letzten zweiten Moduls oder eines Moduls zwischen dem ersten
und dem letzten der zweiten Module sein.
[0029] Ferner ist es möglich, dass der Rückstellmechanismus Teil des ersten Moduls ist.
[0030] Gemäß der Erfindung ist es möglich, dass die Modulgehäuse in ihrer Längserstreckung
zumindest ein im Wesentlichen gleichförmiges äußeres Querschnittsprofil aufweisen.
Das Querschnittsprofil der Modulgehäuse kann mit einigen Ausnahmen über die gesamte
Länge der Modulgehäuse gleichförmig sein. Die wenigen Ausnehmungen können beispielsweise
Löcher, Schlitze, Vorsprünge oder ähnliches sein, die dazu vorgesehen sind, die Teile
des Moduls fest mit dem Modulgehäuse zu verbinden oder am Modulgehäuse schwenkbar
zu lagern.
[0031] Das Gehäuse einer erfindungsgemäßen Dichtung kann in seiner Längserstreckung ein
im Wesentlichen gleichförmiges Innenprofil aufweisen. Das Querschnittsprofil des Gehäuses
kann mit einigen Ausnahmen über die gesamte Länge des Gehäuses gleichförmig sein.
Die Ausnahmen können beispielsweise Strukturen sein, die dazu vorgesehen sind, die
Modulgehäuse in dem Gehäuse zu fixieren.
[0032] Die Modulgehäuse einer erfindungsgemäßen Dichtung können an ihrer Außenseite eine
oder mehrere Strukturen aufweisen, welche in komplementäre Strukturen im Inneren des
Gehäuses eingeschoben sind. Auf diese Weise ist ein einfaches Positionieren der Module
in dem Gehäuse möglich. Zum Fixieren der Position, d.h für eine feste Verbindung der
Modulgehäuse mit dem Gehäuse, kann die komplementäre Struktur des Gehäuses verformt
sein, so dass eine Relativbewegung zwischen den Modulgehäusen und dem Gehäuse verhindert
ist.
[0033] Weitere Merkmale und Vorteile einer erfindungsgemäßen Dichtung werden unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Abbildungen beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1 und 1a
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Dichtung in einem nicht ausgelösten
Zustand und in einem ausgelösten Zustand,
- Fig. 2 und 2a
- eine Frontansicht der Dichtung in einem nicht ausgelösten Zustand und in einem ausgelösten
Zustand,
- Fig. 3 und 3a
- eine schlossseitige Ansicht der Dichtung in einem nicht ausgelösten Zustand und in
einem ausgelösten Zustand,
- Fig. 4 und 4a
- eine bandsseitige Ansicht der Dichtung in einem nicht ausgelösten Zustand und in einem
ausgelösten Zustand,
- Fig. 5 und 5a
- einen Schnitt durch die Dichtung in einem nicht ausgelösten Zustand gemäß der Linie
V-V in Fig. 2 und in einem ausgelösten Zustand gemäß der Linie Va-Va in Fig. 2a, [Verbindung
Halter für Rückstellfeder-Modul]
- Fig. 6 und 6a
- einen Schnitt durch die Dichtung in einem nicht ausgelösten Zustand gemäß der Linie
VI-VI in Fig. 2 und in einem ausgelösten Zustand gemäß der Linie VIa-VIa in Fig. 2,
[Verbindung kurzes Scherenbein-Gehäusemodul und Verbindung langes Scherenbein-Halteschiene
der Dichtleiste]
- Fig. 7 und 7a
- eine Frontansicht der Dichtung ohne Gehäuse und ohne Dichtleiste in einem nicht ausgelösten
Zustand und in einem ausgelösten Zustand,
- Fig. 8 und 8a
- eine Frontansicht der Dichtung ohne Gehäuse, ohne Haltemodul und ohne Dichtleiste
in einem nicht ausgelösten Zustand und in einem ausgelösten Zustand,
- Fig. 9 und 9a
- einen vergrößerten Ausschnitt IX aus Fig. 8 bzw. einen vergrößerten Ausschnitt IXa
aus Fig. 8a,
- Fig. 10 und 10a
- einen vergrößerten Ausschnitt X aus Fig. 8. bzw. einen vergrößerten Ausschnitt Xa
aus Fig. 8a,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht des Scherenmechanismus,
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht eines kurzen Scherenbeins,
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht eines langen Scherenbeins,
- Fig. 14a und b
- Ansichten der Montage des Scherenmechanismus,
- Fig. 15a bis d
- Frontansichten von einer Einheit aus Verbindungsstangen und Verschiebeelement,
- Fig. 16a bis d
- Ansichten der vorgenannten Einheit von unten,
- Fig. 17
- eine Frontansicht eines Halters einer Überlastfeder,
- Fig. 18
- eine Ansicht des Halters der Überlastfeder von unten,
- Fig. 19a und b
- Ansichten der Montage des Überlastmechanismus,
- Fig. 20a und b
- Schnittansichten des montierten Überlastmechanismus
- Fig. 21a
- eine Variante der erfindungsgemäßen Dichtung in einem nicht ausgelösten Zustand und
in einem ausgelösten Zustand,
[0034] Eine erfindungsgemäße Dichtung weist ein Gehäuse 1 auf, das über seine Länge ein
gleichbleibendes Querschnittsprofil hat. Im dargestellten Beispiel hat das Gehäuse
im Wesentlichen die Form eines umgedrehten U mit zwei Schenkeln 12 und einem Verbindungssteg
11, der die beiden Schenkel 12 miteinander verbindet. Auf einer Innenseite des Steges
11 des Gehäuses 1 sind zwei spiegelbildliche Stege 111 angebracht. Diese sind auf
einander zugewandten Seiten 1111 leicht hinterschnitten, so dass die zugewandten Seiten
1111 eine Kehle bilden. Die voneinander abgewandten Seiten 1112 der Stege 111 sind
leicht schräg.
[0035] Das Gehäuse kann auf eine bekannte Art und Weise in einer Nut eines Türflügels befestigt
werden. Die Befestigung kann zum Beispiel mit Hilfe von Befestigungswinkeln erfolgen,
worauf noch zurückgekommen wird. Dem Fachmann sind verschiedene Arten der Befestigung
aus dem Stand der Technik, insbesondere aus veröffentlichten Patentanmeldungen geläufig.
Je nach Art der Befestigung kann das Gehäuse modifiziert werden, um zum Beispiel in
dem Gehäuse Kanäle, Stege, Schraubenlöcher oder anderes vorzusehen, was für die Befestigung
der Dichtung an einer Tür zweckdienlich ist.
[0036] Eine Dichtung hat ferner eine Dichtleiste. Im Beispiel ist die Dichtleiste zweiteilig
ausgeführt. Sie könnte aber einteilig sein oder mehr als zwei Teile aufweisen. Im
Grunde kann jede aus dem Stand der Technik bekannte Dichtleiste Verwendung finden.
Im Beispiel umfasst die Dichtleiste ein starres Halteprofil 13, vorzugsweise aus Aluminium,
und ein elastomeres Dichtungsprofil 14. Beide haben im Beispiel über ihre Länge ein
gleichbleibendes Querschnittsprofil. Im Beispiel ist das Halteprofil 13 ebenso wie
das Dichtungsprofil im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig. Das Halteprofil 13 wie
auch das Dichtungsprofil 14 haben je einen Verbindungssteg 131, 141 und je zwei Schenkel
132, 142, die über den Verbindungssteg 131, 142 miteinander verbunden sind.
[0037] Das Dichtungsprofil 14 ist über Raststege 143 in Rastkanälen 133 des Halteprofils
13 befestigt.
[0038] Auf der Innenseite der Schenkeln 132 des Halteprofils 13 sind zwei Stege 134 vorgesehen,
die zusammen mit dem Verbindungssteg 131 Kanäle ausbilden, deren Zweck noch näher
erläutert wird.
[0039] In der Dichtung sind zwei Module Ma, Mb angeordnet, die im Ausführungsbeispiel alle
Teile umfassen, die einem sicheren Bewegen der Dichtleiste relativ zum Gehäuse dienen.
[0040] Die zu den Modulen Ma, Mb zählenden Teile der Dichtung sind zum Teil identisch bei
beiden Modulen zu finden. Diese Teile können dann in den Modulen Ma, Mb für gleiche
Funktionen der Module Ma, Mb dienen. Zum Teil haben die Module Ma, Mb auch besondere
Funktionen, die besondere Teile notwendig machen. Funktionen die im Beispiel das erste
Modul hat, können bei einem anderen Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dichtung
von dem zweiten Modul wahrgenommen werden und umgekehrt. Es liegt daher im Rahmen
der Erfindung, die Teile der Module Ma, Mb so zu modifizieren, dass sie gegebenenfalls
auch weniger, andere oder weitere Funktionen übernehmen können.
[0041] Gleiche oder funktionell ähnliche Teile der Module Ma, Mb haben Bezugszeichen mit
gleichen Ziffern und unterscheiden sich durch die angehängten Buchstaben a und b,
wobei a für Teile des ersten Moduls und b für Teile des zweiten Moduls stehen. Sofern
Details der Teile der Module Ma, Mb besprochen werden, werden diese ohne angehängte
Buchstaben bezeichnet werden, wenn sie bei den Teilen beider Module Ma, Mb zu finden
sind.
[0042] Im Beispiel haben beide Module Ma, Mb der erfindungsgemäßen Dichtung die Funktion,
die Dichtleiste und das Gehäuse zu verbinden und bei einer Auslösung der Dichtung
durch das Eindrücken eines Auslösers 16 die Bewegung des Auslösers 16 in eine Bewegung
der Dichtleiste relativ zum Gehäuse 1 umzusetzen. Dazu weist jedes Modul Ma, Mb einen
Scherenmechanismus Sa, Sb auf. Um diesen Scherenmechanismus Sa, Sb jedes Moduls Ma,
Mb in einem sogenannten Überlastfall zu schützen, weist jedes Modul Ma, Mb auch einen
Überlastmechanismus Ua, Ub auf.
[0043] Die Module Ma, Mb können nach Wahl eines Fachmanns in einem Gehäuse 1 platziert werden.
Es ist aber auch möglich, dass eine erfindungsgemäße Dichtung kein Gehäuse aufweist
und die Module unmittelbar in einer Nut einer Tür platziert werden. Es ist möglich,
eine Dichtung so zu gestalten, dass sie nur ein Modul aufweist.
[0044] Das erste Modul Ma umfasst ein Modulgehäuse 2a. Dieses hat ein im Wesentlichen gleichbleibendes
Querschnittsprofil in der Form eines umgekehrten U. Es weist einen Verbindungssteg
21 auf, der zwei Schenkel 22 des Modulgehäuses 2a verbindet. Auf den Innenseiten der
Schenkel 22 sind Stege 221 angebracht. Diese bilden zusammen mit dem Verbindungssteg
21 Kanäle aus, deren Funktion noch erläutert wird.
[0045] Der Verbindungssteg 21 überragt die Außenseiten der Schenkel 22. Diese überragenden
Enden 211 des Verbindungsstegs sind so gestaltet, dass sie mit den Kehlen auf den
einander zugewandten Seiten 1111 der Stege 111 des Gehäuses 1 eine Passung bilden.
Es kann sich bei der Passung insbesondere eine Spielpassung mit einem geringen Spiel
bilden. Das Modulgehäuse 2a ist mit den Enden 211 in die Kehlen auf den einander zugewandten
Seiten 1111 der Stege 111 des Gehäuses 1 eingeschoben und so in dem Gehäuse zumindest
formschlüssig fixiert. Eine vollständige Fixierung kann beispielweise durch eine zumindest
punktuelle Verformung der Stege 111 des Gehäuses nach innen, d.h. gegen die Enden
211 oder die Schenkel 22 erfolgen. Teile der Stege 111 können dadurch gegen die Enden
211 oder Schenkel 22 gedrückt werden, so dass zumindest eine kraftschlüssige Verbindung
hergestellt ist.
[0046] Auslöserseitige Enden des Modulgehäuses 2a enden bündig mit einem auslöserseitigen
Ende des Gehäuses 1. Dagegen fehlt in einem Bereich am auslöserseitigen Ende des Modulgehäuses
der Verbindungssteg 21. Das Fehlen des Verbindungssteges am auslöserseitigen Ende
des Modulgehäuses 2a hat seinen Grund darin, dass durch das Fehlen des Verbindungssteges
21 am auslöserseitigen Ende des Modulgehäuses 2a Platz geschaffen ist, einen Befestigungswinkel
in das Gehäuse 1 einzuschieben.
[0047] In einem auslöserfernen Bereich des Modulgehäuses 2a des ersten Moduls Ma sind in
den Schenkeln 22 unmittelbar an die Stege 221 angrenzend zwei einander gegenüberliegende
Löcher vorgesehen. Entsprechende Löcher sind auch im Modulgehäuse 2b des zweiten Moduls
Mb vorgesehen. In diesen Löchern sind Zapfen 71 eines kurzen Scherenelements 7a drehbar
angeordnet. Diese Zapfen 71 liegen auch an der Unterseite der Stege 221 an, wodurch
die Zapfen 71 bei einer Belastung in Richtung auf die Stege 221 abgestützt und vor
einem Abscheren geschützt werden.
[0048] Das kurze Scherenelement 7a des ersten Moduls Ma - es ist baugleich zum kurzen Scherenelement
7b des zweiten Moduls Mb - ist im Wesentlichen H-förmig. Es hat einen Verbindungssteg
72, von dem sich zwei Arme 73 und zwei Beine 74 erstrecken. An den Enden der Arme
73, die etwas kürzer sind als die Beine 74, sind die nach außen ragenden Zapfen 71,
deren Funktion bereits erläutert wurde. Die Enden der Arme 73 liegen an den Stegen
221 an, was die Arme 73 bei einer Belastung in Richtung auf die Stege 221 abstützt.
Eine Belastung des kurzen Scherenelementes 7a - und damit der Zapfen 71 und der Arme
73 - kann bei einem Anpressen der Dichtungsleiste an einen Boden beim Absenken bzw.
bei abgesenkter Dichtungsleiste entstehen.
[0049] An den Beinen 74 sind zwei nach innen ragende Zapfen 75 vorgesehen, die einer Verbindung
mit einem langen Scherenelement 6a dienen.
[0050] Das lange Scherenelement 6a des ersten Moduls Ma - es ist baugleich zu einem langen
Scherenelement 6b des zweiten Moduls Mb - kann in zwei Abschnitte unterteilt werden,
nämlich in einen ersten Abschnitt 61, der einen Rahmen bildet, und einen zweiten Abschnitt
62, der eine Stange bildet. Die beiden Abschnitte 61, 62 sind miteinander verbunden.
Im Bereich der Verbindung weist der zweite Abschnitt 62 des langen Scherenelementes
6a zwei, nach außen geöffnete Sacklöcher auf. In diese Sacklöcher sind die nach innen
ragenden Zapfen 75 des kurzen Scherenelementes 7a eingefügt. Dadurch sind das lange
und das kurze Scherenelement 6a, 7a schwenkbar miteinander verbunden.
[0051] Die in die Sachlöcher eingefügten Zapfen 75 bzw. die Enden der Beine 74 liegen an
Lagerschalen 611 an, die an dem ersten Abschnitt 61 im Bereich der Verbindung des
ersten Abschnitts 61 mit dem zweiten Abschnitt 62 ausgebildet sind. Dadurch ist es
möglich, über die Zapfen 75 bzw. Beine 74 größere Kräfte in das lange Scherenelement
6a zu übertragen, als wenn die Lagerschalen fehlten.
[0052] Der zweite Abschnitt 62 des langen Scherenelementes 6a hat von den Sacklöchern ausgehend
in Richtung zum freien Ende des zweiten Abschnitts 62 einen sich konisch verjüngenden
Bereich 621. Diese konische Verjüngung des zweiten Abschnitts 62 erleichtert die Montage
des kurzen Scherenelementes 7a an dem langen Scherenelement 6a. Dazu können die nach
innen ragenden Zapfen 75 des kurzen Scherenelementes am am meisten verjüngten Ende
der Verjüngung auf den zweiten Abschnitt 62 gesetzt werden, so dass die Zapfen beiderseits
des zweiten Abschnitts liegen. Von diesem Ende der Verjüngung können die Zapfen 75
dann in Richtung der Sacklöcher geschoben werden. Dabei werden die Zapfen 75 auseinander
gebogen, bis sie schließlich in den Sacklöchern einrasten.
[0053] Das freie Ende des ersten Abschnitts 61 bzw. die in diesem ersten Abschnitt 61 vorhandene
Öffnung dient der Führung und Lagerung des langen Scherenelementes 6a, was noch näher
erläutert wird. Dieses freie Ende ist beweglich zu dem Modulgehäuse 2a.
[0054] Am freien Ende des zweiten Abschnitts 62 des langen Scherenelementes sind zwei nach
außen ragenden Zapfen 63 vorgesehen, die der Verbindung des langen Scherenelementes
6a mit dem Halteprofil 13 dienen. Die Zapfen 63 sind beweglich in den durch die Stege
134 und den Verbindungssteg 131 des Halteprofils 13 gebildeten Kanälen geführt und
gelagert.
[0055] Der zweite Abschnitt 62 des langen Scherenelementes 6a hat eine Breite, die nicht
größer ist als der Abstand der Beine 74 des kurzen Scherenelementes 7a. So ist es
möglich, dass der zweite Abschnitt 62 zwischen die Beine 74 eingetaucht ist, zum Beispiel
wenn die Dichtung nicht ausgelöst ist.
[0056] Das lange Scherenelement 6a und das kurze Scherenelement 7a bilden zusammen einen
ersten Scherenmechanismus Sa des ersten Moduls Ma, das als durch das lange Scherenelement
6b und das kurze Scherenelement 7b gebildeter zweiter Scherenmechanismus Sb beim zweiten
Modul ebenso vorhanden ist.
[0057] Das erste Modul Ma weist ein Verschiebeteil 3a auf. Dieses Verschiebeteil weist einen
flachen, stangenartigen Abschnitt 31 auf, der sich über die gesamte Länge des Verschiebeteils
3a erstreckt. Dieser flache, stangenartige Abschnitt 31 hat in etwa die Form eines
T. Zwei überragende Ränder 311 des stangenartigen Abschnitts 31 ragen in die Kanäle
hinein, die durch die Stege 221 und den Verbindungssteg 21 des Modulgehäuses 2a gebildet
sind. Die Ränder 311 und damit das ganze Verschiebeteil 3a sind verschiebbar in den
Kanälen geführt.
[0058] Auf einer Unterseite des stangenartigen Abschnitts 31 sind drei verschiedene Strukturen
32, 33a, 34a vorgesehen.
[0059] Die Struktur 32 an einem auslöserseitigen Ende des Verschiebeteils 3a dient als erste
Verbindungsstruktur, die für eine Verbindung des Verschiebeteils 3a des ersten Moduls
Ma mit einer ersten Verbindungsstange 8 vorgesehen ist. Ferner ist die Struktur 32
Teil des Überlastmechanismus des ersten Moduls Ma.
[0060] Die Struktur 33 wirkt mit dem Scherenmechanismus Sa des ersten Moduls zusammen und
ist ein Teil des Überlastmechanismus des ersten Moduls Ma.
[0061] Die Struktur 34 ist eine zweite Verbindungsstruktur, die einer Verbindung des Verschiebeteils
3a des ersten Moduls Ma mit einer zweiten Verbindungsstange 9 dient.
[0062] Die erste wie auch die zweite Verbindungsstruktur 32, 34 sind so ausgebildet, dass
sowohl Zugkräfte als aus Druckkräfte über die Verbindungsstrukturen 32, 34 übertragen
werden können.
[0063] Die Struktur 33 hat einen sich in Richtung auf das auslöserseitige Ende erstreckenden
Arm 331, der sich parallel zu dem stangenartigen Abschnitt 31 des Verschiebeteils
3a erstreckt. Dieser Arm 331 durchgreift die Öffnung im ersten Abschnitt 61 des langen
Scherenelementes 6a des Scherenmechanismus Sa des ersten Moduls Ma. Ein freies Ende
612 des ersten Abschnitts 61 ist dadurch zwischen dem Arm 331 und dem stangenartigen
Abschnitt 31 des Verschiebeteils 3a gelagert und geführt.
[0064] Das freie Ende 612 wird durch einen Halter 4a für eine Überlastfeder 5a und die Überlastfeder
5a des ersten Moduls Ma in einer Position zwischen dem Arm 331 und dem stangenartigen
Abschnitt 31 des Verschiebeteils 3a gehalten. Bei der Überlastfeder 5a handelt es
sich um eine Schraubendruckfeder. Der Halter 4a für die Überlastfeder ist stangenartig.
[0065] Es lassen sich bei dem Halter grob vier Bereiche 41, 42, 43, 44 unterschieden.
[0066] Ein erster Bereich 41 ist so gestaltet, dass er zwischen dem Arm 331 und dem stangenartigen
Abschnitt 31 des Verschiebeteils 3a geführt ist. Dazu hat der erste Bereich 41 des
Halters 4a auf einer Unterseite einen Kanal, in welchen ein Steg 3311 eingreift, welcher
auf der Oberseite des Armes 331 vorgesehen ist. Ein freies Ende 411 des ersten Bereiches
41 weist eine Kehle auf und bildet eine Lagerschale für das freie Ende 612 des ersten
Abschnitts 61 des langen Scherenelementes 6a.
[0067] An diesen ersten Bereich schließt sich ein zweiter Bereich 42 an, der eine größere
Querschnittsfläche hat als der erste Bereich 41. Dieser zweite Bereich 42 bildet zum
Einen einen Anschlag und zum Anderen stützt sich auf diesem zweiten Bereich ein erstes
Ende der Überlastfeder 5a ab, die auf den dritten stangenartigen Bereich 43 des Halters
4a gesteckt ist. Ein zweites Ende der Überlastfeder 5a stützt sich auf der Struktur
32 des Verschiebeteils 3a ab. Die Überlastfeder 5a drückt den Halter und insbesondere
den ersten Bereich 41 des Halters gegen die Struktur 33 des Verschiebeteils. Dadurch
wird das freie Ende 612 des ersten Abschnitts des langen Scherenelementes 6a zwischen
dem Arm 331 und dem stangenartigen Abschnitt 31 gehalten. Die Anschlagsfunktion des
zweite Bereichs 42 des Halters 4a sorgt dabei dafür, dass die Überlastfeder 5a das
freie Ende 612 des ersten Abschnitts 61 des langen Scherenelementes 6a nicht gegen
die Struktur 33 drückt, was ein leichtes Schwenken des langen Scherenelementes beeinträchtigen
könnte. Die Länge des ersten Bereichs 41 des Halters 4a ist so gewählt, dass das freie
Ende 612 des ersten Abschnitts 61 des langen Scherenelementes 6a zumindest mit leichtem
Spiel zwischen der Struktur 33 und dem ersten Bereich 41 des Halters 4a gelagert ist.
[0068] An den dritten Bereich 43 des Halters 4a schließt sich ein vierter Bereich 44 an.
Dieser vierte Bereich 44 ist in einem Sackloch in der Struktur 32 geführt. Eine untere
Begrenzungswand 321 des Sackloches weist einen nach unten offenen Schlitz auf. Dieser
Schlitz ist von unten nach oben, d.h. von außen in Richtung des Sackloches, verjüngt.
Dadurch ist es möglich, den vierten Bereich 44 des Halters 4a von unten durch den
Schlitz in das Sackloch einzudrücken. Der Schlitz wird dabei elastisch geweitet. Der
vierte Bereich 44 des Halters 4a kann nicht ohne weiteres aus dem Sackloch durch den
Schlitz entnommen werden oder herausfallen.
[0069] Auch das zweite Modul Mb umfasst ein Modulgehäuse 2b. Das Modulgehäuse 2b des zweiten
Moduls Mb hat das gleiche Querschnittsprofil wie das Modulgehäuse 2a des ersten Moduls.
Es unterscheidet sich im Wesentlichen durch seine Länge. Das Modulgehäuse 2b des zweiten
Moduls Mb ist länger als das Modulgehäuse 2a des ersten Moduls Ma. Diese zusätzliche
Länge wird für die Unterbringung eines Rückstellmechanimus R benötigt.
[0070] Der Rückstellmechanismus R dient dazu, die Dichtung aus einem ausgelösten Zustand
zurück in einen nicht ausgelösten Zustand zu bringen, wenn die die Dichtung auslösende
Kraft vom Auslöser 16 genommen wird.
[0071] Das zweite Modul Mb weist wie das erste Modul Ma ein Verschiebeteil 3b auf. Dieses
Verschiebeteil weist einen flachen, stangenartigen Abschnitt 31 auf, der sich über
die gesamte Länge des Verschiebeteils 3a erstreckt und dessen Querschnitt dem des
entsprechenden Abschnitts 31 des Verschiebeteils des ersten Moduls entspricht.
[0072] Der flache, stangenartige Abschnitt 31 trägt auf seiner Unterseite drei Strukturen
32, 33b, 34b.
[0073] Die Struktur 32 an einem auslöserseitigen Ende des Verschiebeteils 3b dient als erste
Verbindungsstruktur, die für eine Verbindung des Verschiebeteils 3b des zweiten Moduls
Mb mit der zweiten Verbindungsstange 9 vorgesehen ist. Ferner ist die Struktur 32
Teil des Überlastmechanismus des ersten Moduls Ma. Die Struktur ist identisch zur
entsprechenden Struktur 32 des Verschiebeteils 3a des ersten Moduls Ma.
[0074] Die Struktur 33b wirkt mit dem Scherenmechanismus Sb des zweiten Moduls Mb zusammen
und bildet ein Teil des Überlastmechanismus Ub des zweiten Moduls Mb. Außerdem bildet
sie ein Teil des Rückstellmechanismus R.
[0075] Die Struktur 34b dient als Teil des Rückstellmechanismus.
[0076] Die Struktur 34b könnte auch als zweite Verbindungsstruktur dienen, die einer Verbindung
des Verschiebeteils 3b des zweiten Moduls Mb mit einer weiteren Verbindungsstange
9 dienen könnte, die bei dem Ausführungsbeispiel aber nicht vorgesehen ist.
[0077] Der Überlastmechanismus Üb des zweiten Moduls Mb ist genauso gestaltet, wie der Überlastmechanismus
Üa des ersten Moduls Ma.
[0078] Auch der Scherenmechanismus Sb des zweiten Moduls Mb ist genauso gestaltet, wie der
Scherenmechanismus Sa des ersten Moduls.
[0079] Der Rückstellmechanismus R umfasst neben den genannten Strukturen 33b und 34b einen
Halter 10 für eine Rückstellfeder 11 und die Rückstellfeder 15. Der Halter 10 weist
einen ersten gabelförmigen Bereich 101 auf, der an seinen Außenseiten zwei Zapfen
1011 hat. Diese Zapfen 1011 sind in Löcher in dem Modulgehäuse 2b des zweiten Moduls
Mb eingesetzt. Dadurch ist der Halter 10 gegenüber dem Modulgehäuse 2b unverschiebbar.
[0080] An diesen ersten Bereich 101 schließt sich ein zweiter Bereich 102 an, auf den die
Rückstellfeder 11 aufgesteckt ist. Die Rückstellfeder 11 ist eine Schraubendruckfeder.
[0081] An den zweiten Bereich schließt sich noch ein dritter Bereich 103 an. Dieser dritte
Bereich ist in einem Sackloch der Struktur 33b des Verschiebeteils 3b geführt. Eine
untere Begrenzungswand 331 des Sackloches weist einen nach unten offenen Schlitz auf.
Dieser Schlitz ist von unten nach oben, d.h. von außen in Richtung des Sackloches,
verjüngt. Dadurch ist es möglich, den dritten Bereich 103 des Halters 10 von unten
durch den Schlitz in das Sackloch einzudrücken. Der Schlitz wird dabei elastisch geweitet.
Der dritte Bereich 103 des Halters 10 kann nicht ohne weiteres aus dem Sackloch durch
den Schlitz entnommen werden oder herausfallen. Dadurch ist die Lage der Rückstellfeder
in der Dichtung gesichert.
[0082] Die Verbindungen zwischen dem Auslöser 16, der ersten Verbindungsstange 8, dem Verschiebeteil
3a des ersten Moduls Ma, der zweiten Verbindungsstange 9 und dem Verschiebeteil 3b
des zweiten Moduls Mb sind sowohl beim Auslösen als auch beim Rückstellen auf Druck
belastet, zum Einen durch den Druck, der auf den Auslöser 12 ausgeübt wird und zum
Anderen durch den Druck, der von der Rückstellfeder 15 ausgeübt wird.
[0083] Durch die Bewegung der Einheit aus dem Auslöser 16, der ersten Verbindungsstange
8, dem Verschiebeteil 3a des ersten Moduls Ma, der zweiten Verbindungsstange 9 und
dem Verschiebeteil 3b des zweiten Moduls Mb sowie der Halter 4a, 4b für die Überlastfedern
werden die freien Enden 612 der langen Scherenelemente 6a, 6b mit bewegt. Dadurch
werden diese Enden 612 relativ zum Gehäuse 1 und den Modulgehäusen 2a, 2b und den
darin schwenkbar gelagerten Zapfen 71 der kurzen Scherenelemente 7a, 7b verschoben.
Die Scherenmechanismen Sa, Sb öffnen sich und die Dichtungsleiste wird dadurch nach
unten verschoben.
[0084] Wird die Dichtungsleiste aus welchen Gründen auch immer an einer vollständigen Abwärtsbewegung
gehindert, werden die oder ggf. einer der Überlastmechanismen Ua, Ub wirksam. Wird
die Dichtleiste an einer (weiteren) Abwärtsbewegung gehindert, können die Scherenmechanismen
Sa, Sb nicht weiter öffnen. Die freien Enden 612 der langen Scherenelemente 6a, 6b
können dann nicht zusammen mit der Einheit aus dem Auslöser 16, der ersten Verbindungsstange
8, dem Verschiebeteil 3a des ersten Moduls Ma, der zweiten Verbindungsstange 9 und
dem Verschiebeteil 3b des zweiten Moduls Mb verschoben werden. Eine trotz des Stillstands
der Dichtleiste weiter erfolgende Bewegung der Einheit aus dem Auslöser 16, der ersten
Verbindungsstange 8, dem Verschiebeteils 3a des ersten Moduls Ma, der zweiten Verbindungsstange
9 und dem Verschiebeteil 3b des zweiten Moduls Mb bewirkt dann, dass die freien Enden
612 der langen Scherenelemente 6a, 6b gegen die Halter 4a, 4b für die Überlastfedern
5a, 5b drücken und diese in Richtung zum Auslöser 16 verschoben werden. Dadurch werden
die Überlastfedern 5a, 5b gestaucht.
[0085] Vorteilhaft ist der Weg, um den die freien Enden 612 gegen die Überlastfeder 5a,
5b verschoben werden können genauso lang, wie der Weg, den die Einheit aus dem Auslöser
16, der ersten Verbindungsstange 8, dem Verschiebeteils 3a des ersten Moduls Ma, der
zweiten Verbindungsstange 9 und dem Verschiebeteil 3b des zweiten Moduls Mb verschoben
werden kann. Die Scherenmechanismen Sa, Sb sind dann gegen eine Beschädigung aufgrund
eines Überlastfalls geschützt.
[0086] Bei der in der Fig. 21a, b dargestellten erfindungsgemäßen Variante des vorstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiels ist der Rückstellmechanismus R nicht im zweiten
Modul Mb, sondern im ersten Modul Ma vorgesehen. Das hat den Vorteil, dass am auslöserfernen
Ende der Dichtung der Scherenmechanismus Sb angeordnet sein könnte. Das kann für einen
stärkeren Andruck der Dichtleiste an deren auslöserfernen Ende sorgen, was insbesondere
für die Schlagregedichtigkeit der Dichtung von Bedeutung sein kann.
- 1
- Gehäuse
- 2a
- Modulgehäuse des ersten Moduls
- 2b
- Modulgehäuse des zweiten Moduls
- 3a
- Verschiebeteil des ersten Moduls
- 3b
- Verschiebeteil des zweiten Moduls
- 4a
- Halter für die Überlastfeder des ersten Moduls
- 4b
- Halter für die Überlastfeder des zweiten Moduls
- 5a
- Überlastfeder des ersten Moduls
- 5b
- Überlastfeder des zweiten Moduls
- 6a
- langes Scherenelement des Scherenmechanismus des ersten Moduls
- 6b
- langes Scherenelement des Scherenmechanismus des zweiten Moduls
- 7a
- kurzes Scherenelement des Scherenmechanismus des ersten Moduls
- 7b
- kurzes Scherenelement des Scherenmechanismus des zweiten Moduls
- 8
- erste Verbindungsstange
- 9
- zweite Verbindungsstange
- 10
- Halter für die Rückstellfeder
- 13
- Halteprofil
- 14
- Dichtungsprofil
- 15
- Rückstellfeder
- 16
- Auslöser
- Ma
- erstes Modul
- Mb
- zweites Modul
- Sa
- Scherenmechanismus des ersten Moduls
- Sb
- Scherenmechanismus des zweiten Moduls
- Ua
- Überlastmechanismus
- Ub
- Überlastmechanismus
- R
- Rückstellmechanismus
1. Dichtung mit einer über wenigstens zwei Scherenmechanismen (Sa, Sb) absenkbaren Dichtleiste
(13, 14), und Überlastmechanismen (Ua, Ub), wobei jedem Scherenmechanismus (Sa, Sb)
ein Überlastmechanismus (Üa, Üb) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
je ein Scherenmechanismus (Sa, Sb) und der zugeordnete Überlastmechanismus (Ua, Ub)
zumindest zusammen mit einem Modulgehäuse (2a, 2b) ein Modul (Ma, Mb) der Dichtung
bilden.
2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung ein Gehäuse (1) aufweist und dass die Modulgehäuse (2a, 2b) in der Dichtung
angeordnet sind.
3. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Module (Ma, Mb) wenigstens je ein Verschiebeteil (3a, 3b) aufweisen, das in dem
Modulgehäuse (2a, 2b) des jeweiligen Moduls (Ma, Mb) verschiebbar angeordnet ist.
4. Dichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Modul (Ma) der Module (Ma, Mb) einen Auslöser (16) umfasst, der in einem
nicht ausgelösten Zustand seitlich über das Modulgehäuse (2a) und/oder das Gehäuse
(1) hinausragt und zum Auslösen der Dichtung in Richtung in das Modulgehäuse (2a)
und/oder Gehäuse (1) einschiebbar ist.
5. Dichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser (16) unmittelbar mit dem Verschiebeteil (3a) des ersten Moduls (Ma)
verbunden ist oder über eine erste Verbindungsstange (8) mit dem Verschiebeteil (3a)
des ersten Moduls (2a) verbunden ist.
6. Dichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser (12) vom Modulgehäuse (2a) des ersten Moduls (Ma) geführt ist und die
erste Verbindungsstange (8) in dem ersten Modulgehäuse (2a) des ersten Moduls (Ma)
geführt ist.
7. Dichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verschiebeteil (3a, 3b) eines Moduls (Ma, Mb) über den Überlastmechanismus
(Ua, Ub) mit dem Scherenmechanismus (Sa, Sb) zur Übertragung einer Bewegung des Auslösers
(16) in die Dichtungsleiste (13, 14) gekoppelt ist.
8. Dichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeteile (3a, 3b) der Module (Ma, Mb) untereinander durch zweite Verbindungsstangen
(9) verbunden sind.
9. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung einen Rückstellmechanismus (R) aufweist, um die Dichtung aus einem ausgelösten
Zustand in einen nicht ausgelösten Zustand zurück zu stellen.
10. Dichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückstellmechanismus (R) Teil eines in einer Richtung vom Auslöser (12) weg letzten
Moduls (Mb) der Dichtung ist.
11. Dichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückstellmechanismus (R) Teil eines Moduls (Ma) ist, das in einer Richtung vom
Auslöser (12) weg vor dem letzten Modul (Mb) angeordnet ist.
12. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Scherenmechanismus (Sa, Sb), der Überlastmechanismus(ua, Ub), der Auslöser (16)
und/oder der Rückstellmechanismus (R) allenfalls mittelbar über eines der Modulgehäuse
(2a, 2b) mit dem Gehäuse (1) verbunden sind.
13. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulgehäuse (2a, 2b) in ihrer Längserstreckung ein im Wesentlichen gleichförmiges
äußeres Querschnittsprofil aufweisen.
14. Dichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) in seiner Längserstreckung ein im Wesentlichen gleichförmiges Innenprofil
aufweist.
15. Dichtung nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulgehäuse (2a, 2b) an ihrer Außenseite eine oder mehrere Strukturen (211)
aufweisen, welche in komplementäre Strukturen im Inneren des Gehäuses (1) eingeschoben
sind.
16. Dichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zur festen Verbindung der Modulgehäuse (2a, 2b) mit dem Gehäuse (1) die komplementäre
Struktur des Gehäuses (1) verformt ist, so dass eine Relativbewegung zwischen den
Modulgehäusen (2a, 2b) und dem Gehäuse (1) verhindert ist.