[0001] Die vorliegende Offenbarung betrifft ein Kabel mit einer Vielzahl von Leitern, beispielsweise
Litzen.
[0002] Als Kabel wird allgemein ein mit Isolierstoffen ummantelter ein- oder mehradriger
Verbund von Adern (Einzelleitungen) bezeichnet, welcher der Übertragung von Energie
oder Information dient. Als Isolierstoffe kommen üblicherweise unterschiedliche Kunststoffe
zur Anwendung, welche die als Leiter genutzten Adern umgeben und gegeneinander isolieren.
Elektrische Leiter bestehen meist aus Kupfer, seltener auch aus Aluminium oder geeigneten
Metalllegierungen. Dreidimensional betrachtet, folgt das Kabel einer meist zylindrischen
oder ähnlichen Geometrie und kann im Gesamtaufbau noch weitere Mantellagen aus isolierendem
Material oder metallische Folien, oder Geflechte zum Zweck der elektromagnetischen
Abschirmung oder als mechanischer Schutz enthalten.
[0003] Hohe Ströme im Bereich von mehreren Ampere und darüber erfordern einen angemessen
großen Leiterquerschnitt. Bei der Übertragung von Wechselsignalen, wie z.B. Wechselstrom,
wird bei steigender Frequenz durch innere Magnetfelder der Strom im Leiterquerschnitt
zur Leiteroberfläche verdrängt. Dieser Effekt ist als Skineffekt (oder Skin-Effekt)
bekannt. Beispielsweise beträgt bei einer Frequenz von 10 MHz die Stromdichte 20 µm
unter der Oberfläche nur noch den 1/e-ten Teil (37%) der Stromdichte auf der äußersten
Oberfläche. Das bedeutet, nur ein geringer Teil des Gesamtquerschnitts des Kabels
trägt den Hauptteil des Stroms.
[0004] Es ist bekannt, Kabel mit Litzen in vielen Bereichen der Elektrotechnik zu verwenden.
Eine Litze ist in der Elektrotechnik ein aus dünnen Einzeldrähten bestehender elektrischer
Leiter. Litzen sind oftmals leicht zu biegen. In elektrischen Kabeln wird hierfür
oftmals Kupfer als Leiter verwendet. Die Einzeldrähte der Litze (z.B. mehrere hundert
Einzeldrähte) sind zumeist von einer gemeinsamen Isolierhülle umschlossen. Ein auf
diese Weise gebildeter Leiter wird für gewöhnlich als Litzenleitung oder Litzenleiter
bezeichnet. Sind mehrere solcher Leitungen in einem Kabel vereint, werden sie oftmals
als Adern des Kabels bezeichnet.
[0005] Im Vergleich zum Volldraht haben Hochfrequenzlitzen (auch Hochfrequenz-Litzen), deren
einzelne Leiteroberflächen von den anderen Litzendrähten isoliert sind, eine höhere
Güte im Hochfrequenzbereich. Dies beruht auf der Vergrößerung des effektiv am Stromfluss
beteiligten Querschnitts, der beim Volldraht durch den bereits genannten Skineffekt
und zudem durch den sogenannten Proximity-Effekt eingeschränkt ist. Der Proximity-Effekt
basiert auf der Stromverdrängung zwischen zwei eng benachbarten Leitern. Bei normalen
Litzen, d.h. keinen Hochfrequenzlitzen mit isolierten Einzeldrähten, haben die Leiter
Kontakt zueinander und der Skineffekt wirkt wie bei massiven Leitern / Massivleitern.
Zudem ist durch die Längsausbreitung des Stromes und der sich darunter wegdrehenden
Litze noch ein zusätzlicher Übergangswiderstand zu finden. Deshalb sind normale Litzen
bei Hochfrequenz (HF) eher schlechter als massive Leiter.
[0006] Zur Verringerung des Skineffekts und/oder des Proximity-Effekts wird, wie angesprochen,
bei Hochfrequenz-Litzen (normalerweise abgekürzt als HF-Litzen) eine Isolierung zwischen
den Einzeldrähten vorgesehen. Oftmals wird für die Isolation Lack verwendet, d.h.
die Einzeldrähte einer Litze sind voneinander durch eine Lackschicht isoliert. Diese
Isolation ist demnach auch vorgesehen, wenn die Litzen gleiches Potential führen.
Durch die Verringerung des Skineffekts und/oder des Proximity-Effekts nimmt ein größerer
Teil des Gesamtquerschnitts des Kabels am Stromtransport teil. Dieses Vorgehen ist
jedoch aufwändig in der Herstellung und Verarbeitung des Kabels. Zudem entsteht ein
komplex aufgebautes Kabel.
[0007] Es besteht das Bedürfnis, ein einfach aufgebautes Kabel mit guten Eigenschaften,
wie z.B. gutem Gesamtwirkungsgrad und/oder möglichst geringem Energieverbrauch und/oder
möglichst geringer Eigenerwärmung und/oder möglichst guter elektromagnetischer Verträglichkeit,
bereitzustellen.
[0008] Hierfür wird ein Kabel bereitgestellt, das eine Vielzahl von Leitern, umfasst. Die
Leiter der Vielzahl von Leitern bilden mehrere Leitergruppen. In den mehreren Leitergruppen
sind jeweils zwei oder mehr der Vielzahl von Leitern miteinander verseilt. Die mehreren
Leitergruppen sind um ein gemeinsames Verseilungszentrum gesamtverseilt. Die Leiter
von zumindest zwei der mehreren Leitergruppen sind mit einer unterschiedlichen Schlaglänge
miteinander verseilt.
[0009] Die Leiter können auch als elektrische Leiter bezeichnet werden. Die Vielzahl von
Leitern kann als eine Vielzahl von Litzen oder als eine Vielzahl von Massivleitern
ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Vielzahl von Leitern mehrere Litzen und/oder
mehrere Massivleiter (mehrere massive Leiter) umfassen. So ist auch eine Kombination
aus Litzen und Massivleitern denkbar.
[0010] Anders ausgedrückt werden sozusagen, aus in dem Kabel vorhandenen Leitern, z.B. Litzen
und/oder Massivleitern (massiven Leitern), Leitergruppen mit jeweils zwei oder mehr
Leitern, z.B. Litzengruppen mit jeweils zwei oder mehr Litzen gebildet und/oder Massivleitergruppen
mit jeweils zwei oder mehr Massivleitern gebildet. Die Leiter, z.B. Litzen und/oder
Massivleiter, einer Leitergruppe, z.B. Litzengruppe und/oder Massivleitergruppe, sind
miteinander verseilt. In zumindest zwei Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder
Massivleitergruppen, unterscheidet sich die Schlaglänge der Verseilung. Die Leitergruppen,
z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, werden um das gemeinsame Verseilungszentrum
gesamtverseilt.
[0011] Unter Verseilung (auch oftmals als Verdrillung bezeichnet) wird das Gegeneinanderverwinden
und das schraubenförmige/wendelförmige Umeinanderwickeln von Fasern oder Drähten verstanden.
Bei einer verdrillten Leitung tauschen die einzelnen Leiter eines Stromkreises in
ihrem Verlauf ihren Platz zueinander. Bei der Verseilung von Kabeln werden einzelne
Drähte oder Drahtbündel gegeneinander verdrillt. Sie werden schraubenförmig um eine
Verseilungsachse / um ein Verseilungszentrum gewickelt. Durch die Verseilung/Verdrillung
wird die gegenseitige Beeinflussung von elektrischen Leitern reduziert. Die Verseilung/Verdrillung
ist eine wirksame Maßnahme zur Reduktion induktiv eingekoppelter Gegentaktstörungen.
[0012] In der Fernmeldetechnik wird die Verseilung zur Verminderung der Übersprechkopplung
eingesetzt. Das wesentliche Maß bei der Verseilung ist die Schlaglänge, die oftmals
auch als Dralllänge oder Drallschritt bezeichnet wird. Die Schlaglänge ist die Ganghöhe
des schraubenförmig um die Verseilungsachse gewundenen Drahts oder Drahtbündels. Durch
die Verseilung werden die Einzeladern länger als das Kabel selbst. Der Verseilungsfaktor
gibt hierbei das Verhältnis der Einzeladerlänge zur Kabellänge an. Bezogen auf das
beschriebene Kabel bedeutet dies, dass der Verseilungsfaktor das Verhältnis der tatsächlichen
oder mechanischen Länge einer Leitergruppe, z.B. Litzengruppe und/oder Massivleitergruppe,
zu der Kabellänge angibt. Die Leiter einer Leitergruppe, z.B. die Litzen einer Litzengruppe
und/oder die Massivleiter einer Massivleitergruppe, weisen für gewöhnlich die gleiche
Länge auf. In diesem Fall gibt der Verseilungsfaktor auch das Verhältnis der Länge
der Leiter einer Leitergruppe, z.B. der Litzen einer Litzengruppe und/oder der Massivleiter
einer Massivleitergruppe, zu der Kabellänge an.
[0013] Durch die unterschiedliche Schlaglänge der zwei oder mehr Leitergruppen, z.B. der
zwei oder mehr Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, weisen die Leiter, z.B.
Litzen und/oder Massivleiter, der zwei oder mehr in der Schlaglänge sich unterscheidenden
Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, eine unterschiedliche
Länge im Sinne ihrer mechanischen Länge auf. Als mechanische Länge wird hierin die
tatsächliche Länge der entsprechenden Elemente in ihrer eigenen Längsrichtung verstanden.
Unter der mechanischen Länge kann daher die Länge der entsprechenden Elemente in einem
unverseilten / abgewickelten Zustand verstanden werden. Der elektrische Widerstand
eines Drahts ist proportional zu seiner mechanischen / tatsächlichen Länge. Die Länge
der Leiter, z.B. Litzen und/oder Massivleiter, sowie der Leitergruppen, z.B. Litzengruppen
und/oder Massivleitergruppen, lässt sich durch die Veränderung der Schlaglänge verändern
und anpassen. Die zumindest zwei der mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder
Massivleitergruppen, können durch Verwendung einer bestimmten Schlaglänge derart ausgebildet
sein, dass sie den gleichen Verseilungsfaktor, d.h. die gleiche Länge im Verhältnis
zur Kabellänge, aufweisen. Beispielsweise können alle der mehreren Leitergruppen,
z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen derart, beispielsweise durch Wahl
geeigneter Schlaglängen, ausgebildet sein, dass sie den gleichen Verseilungsfaktor
aufweisen.
[0014] Sind die zwei oder mehr Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen,
derart ausgebildet, dass sie den gleichen Verseilungsfaktor aufweisen, hat dies den
Effekt, dass die in ihren zugehörigen Leitern, z.B. Litzen und/oder Massivleiter,
geführten Ströme zumindest nahezu gleichzeitig miteinander das Ende des Kabels erreichen.
Das heißt, in den entsprechenden Leitern, z.B. Litzen und/oder Massivleitern, geführte
Ströme können nach einer gleich langen Laufzeit das Ende des Kabels erreichen. Hierdurch
werden Potentialunterschiede zwischen den Elementen des Leiters minimiert, idealerweise
sogar eliminiert. Dadurch wird das Auftreten von Kurzschlüssen, die zu einem gesteigerten
Energieverbrauch oder zu einer erhöhten Eigenerwärmung führen, zumindest verringert
oder idealerweise verhindert. Solche Kurzschlüsse sind beispielsweise kurze Strompulse
mit teilweise hohen Oberwellen. Somit wird durch die Verringerung oder Vermeidung
der Kurzschlüsse die elektromagnetische Verträglichkeit (emV) des Kabels erhöht, d.h.
die emV-Ausstrahlung minimiert oder vermieden.
[0015] Die zumindest zwei der mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen,
können in radialer Richtung des Kabels an unterschiedlichen Positionen in dem Kabel
angeordnet sein. Durch die Gesamtverseilung um das gemeinsame Verseilungszentrum der
mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, haben Leitergruppen,
z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, die in radialer Richtung des Kabels
weiter außen angeordnet sind, eine größere Länge als Leitergruppen, z.B. Litzengruppen
und/oder Massivleitergruppen, die in radialer Richtung des Kabels weiter innen angeordnet
sind. Die unterschiedliche mechanische Länge der Leitergruppen, z.B. Litzengruppen
und/oder Massivleitergruppen, und folglich (bei gleichem Material) der unterschiedliche
elektrische Widerstand der Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen,
führen bei gleicher Ausbreitungsgeschwindigkeit der in den Leitergruppen, z.B. Litzengruppen
und/oder Massivleitergruppen, geführten Signale, beispielsweise Ströme, zu unterschiedlichen
Laufzeiten und damit einem zeitversetzten Empfang am Leitungsende. Dies kann, wie
geschildert, zu Kurzschlüssen und damit zu erhöhtem Energieverbrauch, erhöhter Erwärmung
und/oder erhöhter emV-Ausstrahlung führen. Werden die zumindest zwei der mehreren
Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, die in radialer Richtung
des Kabels an einer unterschiedlichen Position in dem Kabel angeordnet sind, derart
ausgebildet, dass sie eine unterschiedliche Schlaglänge aufweisen, können der durch
die Gesamtverseilung auftretende Längenunterschied und damit (bei gleichem Material)
der unterschiedliche elektrische Widerstand durch die unterschiedliche, in den entsprechenden
Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, verwendete Schlaglänge
ausgeglichen werden.
[0016] Demgemäß kann die Schlaglänge der zumindest zwei der mehreren Leitergruppen, z.B.
Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, entsprechend ihrer Position in dem Kabel
in radialer Richtung angepasst sein. Beispielsweise kann die Schlaglänge aller der
mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, entsprechend
ihrer Position in dem Kabel in radialer Richtung angepasst sein. Es ist zum Beispiel
denkbar, dass eine erste der mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen,
in radialer Richtung des Kabels weiter außen angeordnet ist als eine zweite der mehreren
Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen. Die weiter außen in
radialer Richtung des Kabels liegende Leitergruppe, z.B. Litzengruppe und/oder Massivleitergruppe
(die erste Leitergruppe) hat aufgrund der Gesamtverseilung eine größere Länge als
die weiter innen in radialer Richtung des Kabels liegende Leitergruppe, z.B. Litzengruppe
und/oder Massivleitergruppe (die zweite Leitergruppe). Demgemäß kann die Schlaglänge
der ersten der mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen,
größer gewählt werden als die Schlaglänge der zweiten der mehreren Leitergruppen,
z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen. Durch die größere Schlaglänge der
ersten Leitergruppe, z.B. Litzengruppe und/oder Massivleitergruppe, als die der zweiten
Leitergruppe, z.B. Litzengruppe und/oder Massivleitergruppe, kann die aufgrund der
Gesamtverseilung auftretende größere Länge der ersten Leitergruppe, z.B. Litzengruppe
und/der Massivleitergruppe, ausgeglichen werden. Beispielsweise können die Schlaglängen
der ersten und der zweiten der mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder
Massivleitergruppen, so gewählt werden, dass die Leitergruppen, z.B. Litzengruppen
und/oder Massivleitergruppen, zumindest nahezu die gleiche Länge in dem Kabel haben.
Beide Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, erreichen dann
zumindest nahezu den gleichen Verseilungsfaktor. In einem Beispiel können die Schlaglängen
aller Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, so gewählt werden,
dass die Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, zumindest
nahezu die gleiche Länge in dem Kabel haben. Alle Leitergruppen, z.B. Litzengruppen
und/oder Massivleitergruppen, erreichen dann zumindest nahezu den gleichen Verseilungsfaktor.
[0017] Eine oder mehrere der Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen,
sind beispielsweise als Leiterpaare, z.B. Litzenpaare und/oder Massivleiterpaare,
ausgebildet. In den Leiterpaaren, z.B. Litzenpaaren und/oder Massivleiterpaaren, sind
jeweils zwei der Vielzahl von Leitern, z.B. zwei der Vielzahl von Litzen und/oder
zwei der Vielzahl von Massivleiter, miteinander verseilt. Bei einer oder mehreren
der Leitergruppen, z.B. der Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, kann es sich
alternativ auch um Dreier- oder Viererverseilungen handeln, bei denen jeweils drei
bzw. vier der Vielzahl von Leitern, z.B. der Vielzahl von Litzen und/oder der Vielzahl
von Massivleitern, miteinander verseilt sind. Leiterpaare (z.B. Litzenpaare und/oder
Massivleiterpaare), Dreier- und Viererverseilungen sind miteinander in dem Kabel kombinierbar.
[0018] Die zumindest zwei der mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen,
können jeweils einen Leiter, z.B. jeweils eine Litze und/oder jeweils einen Massivleiter,
als Hinleiter und einen Leiter, z.B. eine Litze und/oder einen Massivleiter, als Rückleiter
umfassen. Beispielsweise können alle der mehreren Leitergruppen, z.B. Litzengruppen
und/oder Massivleitergruppen, jeweils einen Leiter, z.B. jeweils eine Litze und/oder
jeweils einen Massivleiter, als Hinleiter und einen Leiter, z.B. eine Litze und/oder
Massivleiter, als Rückleiter umfassen.
[0019] Es ist denkbar, zusätzlich zu der Schlaglänge auch den Drall der Verseilung der mindestens
zwei Leitergruppen, z.B. Litzengruppen und/oder Massivleitergruppen, anzupassen. Als
Drall wird für gewöhnlich die Ganghöhe oder Steigung der Schraubenlinie, die sich
bei der Verseilung der Leiter, z.B. der Litzen oder Drähte oder Massivleiter, im Allgemeinen
ergibt, bezeichnet. Der Drall wird auch als Schlagwinkel bezeichnet. Der Schlagwinkel
α ist sozusagen der Winkel, in dem die Drahtachse die Leiterachse, z.B. die Litzenachse
oder Massivleiterachse, im Aufriß schneidet. Ein größerer/kleinerer Schlagwinkel führt
nicht notwendigerweise zu einer größeren/kleineren Schlaglänge. Beispielsweise bleibt
trotz größerem Schlagwinkel die Schlaglänge unverändert, wenn die Dicke des Kabels
vergrößert wird.
[0020] Das Kabel kann als Starkstromkabel ausgebildet sein. Beispielsweise kann das Kabel
zum Leiten von Strömen von mindestens 10A, beispielsweise zwischen 40A und 100A, z.B.
70A, bei einer Wechselstromfrequenz zwischen 8kHz und 200kHz, beispielsweise 85kHz,
ausgebildet sein.
[0021] Die vorliegende Offenbarung soll weiter anhand von Figuren erläutert werden. Diese
Figuren zeigen schematisch:
- Figur 1
- eine Querschnittsansicht einer möglichen Ausgestaltung eines Kabels gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Figur 2
- eine Querschnittsansicht einer möglichen Ausgestaltung eines Kabels gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel;
- Figur 3a
- eine Seitenansicht eines Kabels zur Erläuterung der Schlaglänge; und
- Figur 3b
- eine Seitenansicht von Details des Kabels gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel aus
Figur 2.
[0022] Im Folgenden werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, spezifische Details dargelegt,
um ein vollständiges Verständnis der vorliegenden Offenbarung zu liefern. Es ist einem
Fachmann jedoch klar, dass die vorliegende Offenbarung in anderen Ausführungsbeispielen
verwendet werden kann, die von den nachfolgend dargelegten Details abweichen können.
Beispielsweise werden im Folgenden spezifische Konfigurationen und Ausgestaltungen
eines Kabels beschrieben, die nicht als einschränkend anzusehen sind. Beispielsweise
wird die Ausgestaltung gemäß Figuren 2 und 3b in Bezug auf eine Vielzahl von Litzen
als ein Beispiel für eine Vielzahl von Leitern beschrieben. Die Ausgestaltung aus
den Figuren 2 und 3b ist jedoch nicht auf diese spezifische Ausgestaltung beschränkt
sondern es können als Leiter an Stelle von oder zusätzlich zu Litzen auch Massivleiter
oder andere Leiter verwendet werden.
[0023] Das im Folgenden beschriebene Kabel kann als Starkstromkabel ausgebildet sein. Beispielsweise
kann das Kabel zum Leiten von Strömen ab 10A, beispielsweise zwischen 40A und 100A,
z.B. 70A, bei einer Wechselstromfrequenz zwischen 8kHz und 200kHz, beispielsweise
85kHz, ausgebildet sein.
[0024] Das Kabel kann für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden. Das heißt, es sind
verschiedene Anwendungsgebiete des Kabels denkbar. Bei diesen Anwendungsgebieten kann
es sich um alle Einsatzbereiche handeln, in denen hohe Ströme und/oder große Frequenzen
(z.B. Hochfrequenzbereich) verwendet werden. Es ist denkbar, ohne hierauf beschränkt
zu sein, dass das Kabel im Zusammenhang mit einer Vorrichtung zum induktiven Laden
von Fahrzeugen, z.B. reinen Elektrofahrzeugen, eingesetzt wird. Eine Möglichkeit zum
induktiven Laden von Fahrzeugen sieht vor, dass eine Ladestation, z.B. eine Wandladestation,
mit einer Ladeanordnung, wie z.B., einer Ladeplatte, über ein Kabel/Ladekabel verbunden
ist/wird. Die Ladeanordnung, z.B. die Ladeplatte, kann am Boden angeordnet sein und
eine oder mehrere Spulen umfassen. Die Wandladestation wird für den Ladevorgang also
nicht direkt mit dem Fahrzeug verbunden sondern mit der Ladeanordnung. Das Fahrzeug
kann dann auf bekannte Weise induktiv geladen werden, indem es auf die Ladeanordnung
gestellt / bewegt wird.
[0025] Bei dem hierin beschriebenen Kabel kann es sich, ohne hierauf beschränkt zu sein,
beispielsweise um das genannte Kabel/Ladekabel zur Verbindung einer Wandladestation
mit der Ladeanordnung handeln. Das Ladekabel kann eine Länge von 1m oder mehr, z.B.
von mehreren Metern, haben.
[0026] Rein beispielhaft sei als weiteres Anwendungsgebiet des Kabels genannt, dass es sich
bei dem Kabel um ein Kabel zur Versorgung einer Sputtereinheit mit Wechselstrom hoher
Frequenzen handeln kann.
[0027] Figur 1 zeigt eine Querschnittsansicht eines Kabels 2 mit sieben voneinander isolierten
Segmenten 4, 6a bis 6f, die im Folgenden allgemein als Elemente bezeichnet werden.
Die sieben voneinander isolierten Elemente 4, 6a bis 6f werden um ein gemeinsames
Verseilungszentrum 1 gesamtverseilt. Bei diesem Verseilungszentrum 1 handelt es sich
wie beispielhaft in Figur 1 dargestellt um die Mittelachse / Längsachse des Kabels
2. Das innere Element 4 (innen im Sinne der Position in radialer Richtung des Kabels
2) liegt symmetrisch um die Längsachse des Kabels 2 und damit um das Verseilungszentrum
1. Ferner sind die äußeren Elemente 6a bis 6f (außen im Sinne der Position in radialer
Richtung des Kabels 2) um das Verseilungszentrum 1 und damit um innere Element 4 verseilt.
Da die äußeren Elemente 6a bis 6f (außenliegenden Elemente 6a bis 6f) eine Helix/Schraubenform
beschreiben, legen sie in Längsrichtung des Kabels 2 einen größeren Weg zurück, d.h.
ihre mechanische Länge ist größer als die des inneren Elements 4 (innenliegenden Elements
4). Daher erreicht ein Wechselsignal, wie z.B. ein Wechselstrom / Wechselstromsignal,
über das innere Element 4 schneller das Ende des Kabels 2 als über die äußeren Elemente
6a bis 6f. Das führt dazu, dass während einer Zeitspanne ein Teil des Kabels 2 bereits
ein anderes Potential aufweist, nämlich das innenliegende Element 4, als andere Teile
des Kabels 2, nämlich die außenliegenden Elemente 6a bis 6f. In dieser Zeitspanne
kann innerhalb des Kabels 2 ein Kurzschluss entstehen, der zum einen Energie verbraucht
und zudem zu einer erhöhten Eigenerwärmung des Kabels 2 führt. Ferner kann auf Grund
der hohen Frequenz der kurze Strompuls des Kurzschlusses hohe Oberwellen aufweisen.
Dies kann die emV-Ausstrahlung erhöhen.
[0028] Rein beispielhaft sei angenommen, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Wechselsignals
zum Beispiel 60% der Lichtgeschwindigkeit beträgt. Bei einer 10m langen Strecke kommt
das Signal somit nach 55,55nsec am Ende des inneren Elements 4 an. Bei einem Verseileingang
von angenommen 2% steht das Signal am Ende eines außenliegenden Elements 6a bis 6f
aus Figur 1 jedoch erst nach 56,7nsec zur Verfügung steht. In den 1,2nsec besteht
zwischen Elementen desselben Kabels 2 somit ein Potentialunterschied, der Energie
im Kabel umsetzt.
[0029] Eine Reduzierung dieses Effekts, wenn nicht sogar eine Vermeidung desselben, wird
dadurch erreicht, dass die mechanische Länge der außenliegenden Elemente 6a bis 6f
künstlich verkürzt wird und/oder dass die mechanische Länge des innenliegenden Elements
4 künstlich verlängert wird. Als mechanische Länge wird hierin die tatsächliche Länge
der entsprechenden Elemente in ihrer eigenen Längsrichtung verstanden. Unter der mechanischen
Länge kann daher die Länge der entsprechenden Elemente in einem unverseilten / abgewickelten
Zustand verstanden werden. Die mechanische Länge des innenliegenden Elements 4 soll
durch die künstliche Anpassung zumindest nahezu, idealerweise genau, der mechanischen
Länge der außenliegenden Elemente 6a bis 6h entsprechen. Aufgrund der zumindest nahezu
identischen mechanischen Länge erreicht ein Wechselsignal zur gleichen Zeit das Ende
des Kabels. Laufzeitunterschiede werden ausgeglichen/verhindert. Kurzschlüsse werden
daher verringert oder gänzlich vermieden. Bei den in Bezug auf Figur 1 genannten Elementen
kann es sich als Leiter um Litzen / Litzenleiter und/oder Massivleiter handeln.
[0030] Eine Möglichkeit der künstlichen Anpassung, z.B. künstlichen Verlängerung und/oder
künstlichen Verkürzung, wird nun in Bezug auf die Figuren 2 bis 3b erläutert.
[0031] Auch Figur 2 zeigt eine Querschnittsansicht eines Kabels 2 gemäß einem Ausführungsbeispiel.
Die in Bezug auf Figur 1 erläuterten Prinzipien und Details gelten in entsprechender
Weise auch für das Ausführungsbeispiel aus Figur 2. In dem Beispiel aus Figur 2 umfasst
das innenliegende Element 4 innere Adern 4a bis 4d. Die außenliegenden Elemente sind
beispielhaft durch elf außenliegende Adern 6a bis 6k gebildet. Zudem ist rein beispielhaft
jede innenliegende Ader 4a bis 4d als Litzenpaar (als ein Beispiel für ein Leiterpaar)
ausgebildet und wird demnach nachfolgend als inneres Litzenpaar 4a bis 4d bezeichnet.
Als alternatives Beispiel kann jede innenliegende Ader 4a bis 4d als Massivleiterpaar
ausgebildet sein. Gleichermaßen ist jede außenliegende Ader 6a bis 6k beispielhaft
als Litzenpaar (als ein Beispiel für ein Leiterpaar)ausgebildet und wird demnach nachfolgend
als äußeres Litzenpaar 6a bis 6k bezeichnet. Als alternatives Beispiel kann jede außenliegende
Ader 4a bis 4d als Massivleiterpaar ausgebildet sein. Jedes in Figur 2 gezeigte Litzenpaar
4a bis 4d und 6a bis 6k umfasst beispielhaft zwei Litzen 8a, 8b, wie dies in Bezug
auf das Litzenpaar 6k in Figur 2 illustriert ist. Bei den Litzen 8a, 8b kann es sich
beispielsweise um einen Hinleiter und einen Rückleiter handeln.
[0032] Wie in Bezug auf Figur 1 erläutert, legt aufgrund der Gesamtverseilung um die Mittelachse
/ Längsachse des Kabels 2 als gemeinsames Verseilungszentrum 1 jedes äußere Litzenpaar
6a bis 6k (und damit jede äußere Litze) eine längere Wegstrecke zurück als jedes der
inneren Litzenpaare 4a bis 4d (und damit jeder inneren Litze). Anders ausgedrückt,
ist die mechanische Länge jedes Litzenpaars 6a bis 6k größer als die mechanische Länge
jedes inneren Litzenpaars 4a bis 4d. In dem Ausführungsbeispiel aus Figur 2 liegen
die inneren Litzenpaare 4a bis 4d in radialer Richtung des Kabels 2 auf gleicher Höhe.
Daher ist die mechanische Länge jedes inneren Litzenpaars 4a bis 4d (und damit jeder
inneren Litze) und folglich (bei gleichem Material) ihr elektrischer Widerstand identisch.
Gleiches gilt für die äußeren Litzenpaare 6a bis 6k. Das heißt, in dem Ausführungsbeispiel
aus Figur 2 liegen die äußeren Litzenpaare 6a bis 6k in radialer Richtung des Kabels
2 auf gleicher Höhe. Daher ist die mechanische Länge jedes äußeren Litzenpaars 6a
bis 6k (und damit jeder äußeren Litze) und folglich (bei gleichem Material) ihr elektrischer
Widerstand identisch.
[0033] Das heißt, die mechanische Länge jedes Litzenpaars 4a bis 4d, 6a bis 6k ist abhängig
von seiner Position in radialer Richtung des Kabels 2. Die mechanische Länge der inneren
Litzenpaare 4a bis 4d und damit der inneren Litzen ist kürzer als die mechanische
Länge der äußeren Litzenpaare 6a bis 6k und damit der äußeren Litzen. Dementsprechend
erreichen Wechselsignale über die innere Litzenpaare 4a bis 4d schneller das Ende
des Kabels 2 als über die äußeren Litzenpaare 6a bis 6k. Dadurch kann es, wie erläutert,
zu Kurzschlüssen und damit zu einem erhöhten Energieverbrauch, zu einer erhöhten Eigenerwärmung
und/oder zu einer erhöhten emV-Ausstrahlung kommen.
[0034] Zur Behebung dieses Problems werden die Litzen zur Bildung der äußeren Litzenpaare
6a bis 6k mit einer unterschiedlichen Schlaglänge verseilt als die Litzen zur Bildung
der inneren Litzenpaare 4a bis 4d. Zur weiteren Erläuterung wird zunächst auf Figur
3a verwiesen, welche die Schlaglänge I eines Kabels im Allgemeinen illustriert. Wie
in Figur 3a gezeigt, ist die Schlaglänge I die Ganghöhe der schraubenförmig um die
Verseilungsachse geschlagenen Drähte. Das heißt, die Schlaglänge I eines Leiters,
z.B. einer Litze oder eines Massivleiters, ist die parallel zur Leiterlängsachse,
z.B. Litzenlängsachse und/oder Massivleiterlängsachse, gemessene Ganghöhe eines Außendrahtes
bei einer vollständigen Windung um die Achse des Leiters, z.B. der Litze oder des
Massivleiters. Der Begriff Schlaglänge beschreibt also die Länge der Strecke, die
ein einziger Draht in dem Leiter, z.B. der Litze oder dem Massivleiter, für eine 360°
Drehung benötigt. Wie erläutert, werden bei der Verseilung von (symmetrischen) Kabeln
einzelne Drähte oder Drahtpaare gegeneinander verdrillt / verseilt. Sie werden sozusagen
schraubenförmig um die Verseilungsachse / das Verseilungszentrum gewickelt. So bedeutet
beispielsweise eine Schlaglänge von 70, dass die Drähte nach 70 cm eine schraubenförmige
Verseilung von 360 Grad um die Verseilungsachse gemacht haben.
[0035] Figur 3b zeigt nun sehr schematisch eines der äußeren Litzenpaare 6a bis 6k, das
im Folgenden als erstes Litzenpaar 6a bezeichnet wird, und eines der inneren Litzenpaare
4a bis 4d, das im Folgenden als zweites Litzenpaar 4a bezeichnet wird.
[0036] Wie in Figur 3b zu erkennen, werden die Litzen zur Bildung des ersten (äußeren) Litzenpaars
6a mit einer Schlaglänge I_lang verseilt, die größer ist als die Schlaglänge I_kurz
der Verseilung der Litzen zur Bildung des zweiten (inneren) Litzenpaars 4a. Dies gilt
gleichermaßen für alle äußeren Litzenpaare 6a bis 6k und inneren Litzenpaare 4a bis
4d. Dadurch verlängert sich die mechanische Länge der inneren Litzenpaare 4a bis 4d
und damit der inneren Litzen im Vergleich zu der mechanischen Länge der äußeren Litzenpaare
6a bis 6k und damit der äußeren Litzen. Die Schlaglängen I_lang, I_kurz können dabei
insbesondere so gewählt werden, dass die mechanische Länge der inneren Litzenpaare
4a bis 4d der mechanischen Länge der äußeren Litzenpaare 6a bis 6k zumindest nahezu
entspricht. Anders ausgedrückt können die Schlaglängen so gewählt werden, dass die
tatsächlichen Längen der Litzen des Kabels 2 und damit ihre Verseilungsfaktoren trotz
Gesamtverseilung um das Verseilungszentrum 1 und unterschiedlicher Position in radialer
Richtung des Kabels 2 einander zumindest nahezu entsprechen.
[0037] Durch die beschriebene Anpassung der Verseilung oder Verlitzung wird eine Angleichung
der tatsächlichen Längen der Leiter, z.B. Litzen oder Massivleiter, des Kabels 2 erreicht.
Dies führt zu einer deutlichen Reduzierung des oben beschriebenen Laufzeitunterschieds
von Wechselsignalen, wenn nicht sogar eine vollständige Vermeidung. Innenlagen eines
Kabels 2 werden z.B. durch eine paarverseilte Lage gebildet, deren Verseilfaktor (Verseilungsfaktor)
gleich groß ist wie der Verseilfaktor der Außenlage. Dadurch werden Unterschiede in
der Laufzeit vermieden. Selbiges gilt auch bei aufgeteilten Hin- und Rückleitern wie
in Bezug auf Figur 3b skizziert, die zu einem Litzenpaar, einer Ader oder einem Kabel
verseilt wurden. Auch hier kann ein Ausgleich der Laufzeitunterschiede erreicht werden.
1. Kabel (2) aufweisend eine Vielzahl von Leitern, wobei die Leiter mehrere Leitergruppen
(4, 6a - 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) bilden, in denen jeweils zwei oder mehr der Vielzahl
von Leitern miteinander verseilt sind, wobei die mehreren Leitergruppen (4, 6a - 6d;
4a - 4d, 6a - 6k) um ein gemeinsames Verseilungszentrum (1) gesamtverseilt sind und
die Leiter von zumindest zwei der mehreren Leitergruppen (4, 6a - 6d; 4a - 4d, 6a
- 6k) mit einer unterschiedlichen Schlaglänge (I_kurz, I_lang) miteinander verseilt
sind.
2. Kabel (2) nach Anspruch 1, wobei die zumindest zwei der mehreren Leitergruppen (4,
6a - 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) derart ausgebildet sind, dass sie den gleichen Verseilungsfaktor
aufweisen.
3. Kabel (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei alle der mehreren Leitergruppen (4, 6a - 6d;
4a - 4d, 6a - 6k) derart ausgebildet sind, dass sie den gleichen Verseilungsfaktor
aufweisen.
4. Kabel (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zumindest zwei der mehreren
Leitergruppen (4, 6a - 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) in radialer Richtung des Kabels (2) an
einer unterschiedlichen Position in dem Kabel (2) angeordnet sind.
5. Kabel (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Schlaglänge (I_kurz, I_lang)
der zumindest zwei der mehreren Leitergruppen (4, 6a - 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) entsprechend
ihrer Position in dem Kabel (2) in radialer Richtung angepasst ist.
6. Kabel (2) nach Anspruch 5, wobei eine erste (6a) der mehreren Leitergruppen (4, 6a
- 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) in radialer Richtung des Kabels (2) weiter außen angeordnet
ist als eine zweite (4a) der mehreren Leitergruppen und die Schlaglänge (I_lang) der
ersten (6a) der mehreren Leitergruppen (4, 6a - 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) größer ist als
die Schlaglänge (I_kurz) der zweiten (4a) der mehreren Leitergruppen (4, 6a - 6d;
4a - 4d, 6a - 6k).
7. Kabel (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die zumindest zwei der mehreren
Leitergruppen (4, 6a - 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) als Leiterpaare ausgebildet sind, in
denen jeweils zwei der Vielzahl von Leitern miteinander verseilt sind.
8. Kabel (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die zumindest zwei der mehreren
Leitergruppen (4, 6a - 6d; 4a - 4d, 6a - 6k) jeweils einen Leiter als Hinleiter und
einen Leiter als Rückleiter aufweisen.
9. Kabel (2) einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Kabel (2) als Starkstromkabel ausgebildet
ist.
10. Kabel (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Kabel (2) zum Leiten von Strömen
von mindestens 10A bei einer Wechselstromfrequenz zwischen 8kHz und 200kHz ausgebildet
ist.