[0001] Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der chinesischen Gebrauchsmusteranmeldung
CN 2015 2023 6187.5 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
Technischer Bereich
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine, insbesondere mit einer Wellpappe-Bearbeitungsvorrichtung,
und insbesondere mit einer Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige
Heißplatten, einer zweiseitigen Maschine, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Hintergrund der Erfindung
[0003] In einer Wellpappe-Produktionslinie werden mehrere Wellpappelagen mit Leim in einer
zweiseitigen Maschine verbunden. Gemäß dem Stand der Technik ist die zweiseitige Maschine
mit einer langen Heizvorrichtung zum Erhitzen der Wellpappe und zum Erhalten einer
Bindungsfähigkeit des Leims ausgestattet. Wegen der relativ großen Länge der Heizvorrichtung
dauert es lange bis die Wellpappe durch diese läuft, was zu einer reduzierten Produktionsgeschwindigkeit
und zu einer unzufriedenstellenden Produktivität führt. Folglich ist die gesamte Anordnung
relativ platzraubend.
[0004] Aus der
EP 0 574 872 A1, die den nächsten Stand der Technik bildet, ist eine Wellpappeanlage mit einer Heizvorrichtung
bekannt, die bogenförmige Erwärmungstische umfasst.
[0005] Eine aus der
WO 87/05062 A1 bekannte Heizvorrichtung weist gekrümmte Heizplatten zum Erwärmen einer über diese
geführten Papierbahn auf.
[0006] Die
DE 195 06 777 A1 offenbart eine Einrichtung zum Herstellen von Wellpappe. Die Einrichtung umfasst
ein Leimwerk mit eingangsseitigen Vorheizvorrichtungen. Die Vorheizvorrichtungen können
gekrümmte, beheizte Segmente sein.
[0007] Eine aus der
US 4,419,173 bekannte Wellpappeanlage umfasst ein Leimwerk und eine diesem nachgeordnete Heiz-
und Zugpartie. Zwischen dem Leimwerk und der Heiz- und Zugpartie sind Dampf-Ausblasmittel
mit einer Vielzahl von Austrittsöffnungen angeordnet.
[0008] Die
EP 1 459 878 A2 offenbart eine Wellpappeanlage mit einem Leimwerk und einer hinter dem Leimwerk angeordneten
Heiz-Andrückvorrichtung, die einen Tisch mit Heizplatten aufweist.
Zusammenfassung der vorliegenden Erfindung
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Heizvorrichtung, die
zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten umfasst, einer zweiseitigen Maschine, bereitzustellen,
welche dazu ausgebildet ist, die Probleme des Stands der Technik, dass die Länge der
Heizvorrichtung einer zweiseitigen Maschine groß ist, die Produktionsgeschwindigkeit
niedrig ist und die Produktivität nicht zufriedenstellend ist, zu lösen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in dem Anspruch 1 bzw. 15 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0011] Die Heizvorrichtung, die zwei vorgeordnete, bogenförmige Heißplatten umfasst, einer
zweiseitigen Maschine hat gemäß der Erfindung ein Gestell, wobei in dem Gestell eine
erste bogenförmige Heißplatte mit einem ersten wärmeleitenden Plattenelement angeordnet
ist, das eine Bogenform im Querschnitt aufweist und in dem ein Heizmittel bzw. Heizmedium
vorgesehen ist. Das Gestell hat eine Wand, an der eine Hülse vorgesehen ist. Eine
zweite bogenförmige Heißplatte ist oberhalb der ersten bogenförmigen Heißplatte angeordnet
und umfasst ein zweites wärmeleitendes Plattenelement, das eine Bogenform im Querschnitt
aufweist und in dem ein Heizmittel bzw. Heizmedium vorgesehen ist. Die Mitte oder
das führende Ende der zweiten bogenförmigen Heißplatte ist mit der Hülse über einen
Verbindungsschaft verbunden, wobei ein Rotationspaar zwischen der zweiten bogenförmigen
Heißplatte und der Hülse gebildet ist. In dem Gestell ist eine Zylindereinheit angeordnet,
deren Kolbenstange mit dem nacheilenden Ende der zweiten bogenförmigen Heißplatte
über eine Verbindungsstange verbunden ist.
[0012] Die Heißplatten bilden eine Heizvorrichtung der berührenden Form. Zu beheizende Wellpappelagen
stehen bei Betrieb der Heizvorrichtung mit diesen in unmittelbarem Kontakt bzw. in
direkter wärmeleitender Verbindung, wobei insbesondere der Leim zur Verbindung der
Wellpappelagen miteinander zwar erwärmt wird, aber unbeeinträchtigt bleibt bzw. nicht
in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Wellpappelagen gleiten im Betrieb der Heizvorrichtung
an den Heißplatten zumindest bereichsweise entlang und werden dabei erwärmt.
[0013] Die zweiseitige Maschine ist insbesondere als Heiz- und Zugpartie ausgebildet. Sie
hat günstigerweise mindestens ein Andrückelement und mindestens einen benachbart zu
diesem angeordneten Tisch. Zwischen dem mindestens einen Andrückelement und dem mindestens
einen Tisch ist ein Andrückspalt gebildet, durch den die Wellpappelagen geführt und
dort unter Bildung einer mehrlagigen Wellpappe fest schichtartig miteinander verbunden
werden. Dort liegt ein stromaufwärtiger Verklebepunkt vor, bei dem die Wellpappelagen,
insbesondere erstmals, zusammengedrückt werden. Das mindestens eine Andrückelement
ist vorzugsweise ein umlaufendes Andrückband zum Drücken der Wellpappelagen in dem
Andrückspalt aneinander.
[0014] Es können eine oder mehrere zweite Heißplatten vorhanden sein. Dies ist insbesondere
abhängig von der Anzahl der Lagen der fertigen Wellpappe. Die zweiten Heißplatten
sind dann günstigerweise in unterschiedlichen Höhen angeordnet, so dass beispielsweise
eine obere zweite und untere zweite sowie gegebenenfalls eine mittlere zweite Heißplatte
vorgesehen sind.
[0015] Die Heizvorrichtung kann demnach insgesamt also mehr als zwei Heißplatten umfassen.
Bei den insbesondere in den Ansprüchen und in der Beschreibung angegebenen Zahlenwerten
in Bezug auf die Heißplatten handelt es sich folglich um Minimal- bzw. Mindestwerte.
[0016] Die insbesondere in Verbindung mit der zweiten Heißplatte verwendeten Ausdrücke "mittlere",
"führende", "nacheilende", "stromaufwärtige" bzw. "stromabwärtige" oder dergleichen
sind insbesondere auf die Förderrichtung der Wellpappelagen, insbesondere auf die
Förderrichtung der zweiten Wellpappelage/n, bezogen.
[0017] Die erste und/oder die mindestens eine zweite Heißplatte ist im Betrieb der Heizvorrichtung
heiß bzw. erwärmt. Als Heizmittel findet günstigerweise ein Fluid, insbesondere Dampf,
Anwendung. Alternativ erfolgt beispielsweise eine elektrische Erwärmung.
[0018] Die erste und/oder zweite Heißplatte hat günstigerweise im Querschnitt eine Kreisbogenform
bzw. im Wesentlichen eine Kreisbogenform. Andere Bogenformen sind möglich. Es ist
zweckmäßig, wenn die erste und/oder zweite Heißplatte jeweils aus einem Stück gefertigt
ist.
[0019] Unter der an der Wand vorgesehenen Hülse wird insbesondere ein Teil verstanden, das
einen Raum oder Gegenstand zumindest bereichsweise umhüllt. Die Hülse kann eine beliebige
Kontur, wie eine kreisringförmige oder mehreckige, Kontur haben. Die Hülse ist als
Träger ausgeführt, der beispielsweise als Winkel, Balken oder dergleichen ausgebildet
ist. Günstigerweise ist jeder zweiten Heißplatte eine Hülse zugeordnet.
[0020] Die Wand ist beispielsweise durch eine Fläche, ein Plattenelement oder dergleichen
gebildet. Sie kann eben oder uneben sein.
[0021] Das Gestell ist beispielsweise balkenförmig oder rahmenartig.
[0022] Der Verbindungsschaft ist beispielsweise als Verbindungswelle ausgebildet.
[0023] Die Zylindereinheit umfasst günstigerweise einen Zylinder, einen in dem Zylinder
verschiebbar geführten Kolben und eine mit dem Kolben in fester Verbindung stehende
Kolbenstange. Vorzugsweise hat die Zylindereinheit auch eine Verbindungsstange, die
dann mit der Kolbenstange in, insbesondere fester, Verbindung steht. Die Kolbenstange
ragt vorzugsweise aus dem Zylinder. Beispielsweise sind die Verbindungsstange und
die Kolbenstange einteilig miteinander verbunden. Die Zylindereinheit ist betätigbar
bzw. verstellbar. Sie arbeitet vorzugsweise pneumatisch oder hydraulisch. Alternativ
ist eine elektrische Stelleinheit vorgesehen. Günstigerweise ist jeder zweiten Heißplatte
eine Zylindereinheit zugeordnet.
[0024] Im Gegensatz zu der Erfindung ist bei dem Stand der Technik die Distanz zwischen
einer Vorheizvorrichtung und der zweiseitigen Maschine äußerst lang, was in diesem
freien Zug zu einem nicht unerheblichen Temperaturverlust der in der Vorheizvorrichtung
erwärmten Wellpappelagen bis Erreichen der zweiseitigen Maschine führt.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0026] Das erste wärmeleitende Plattenelement und das zweite wärmeleitfähige Plattenelement
sind an einem Papiereinlass der zweiseitigen Maschine vorgesehen. Über den Papiereinlass
gelangen die Wellpappelagen in die zweiseitige Maschine zur Erzeugung der mindestens
drei Lagen aufweisenden Wellpappe.
[0027] Die Wellpappe umfasst günstigerweise eine erste Wellpappelage, eine zweite Wellpappelage
und eine dritte Wellpappelage. Die Wellpappelagen sind günstigerweise endlos bzw.
bahnartig. Analoges gilt für die fertige Wellpappe.
[0028] Die erste Wellpappelage ist günstigerweise durch eine glatte Kaschierlage gebildet.
[0029] Die zweite Wellpappelage umfasst günstigerweise eine glatte zweite Decklage und eine
zweite Welllage, die schichtartig miteinander mittels einer Leimschicht verbunden
sind.
[0030] Die dritte Wellpappelage umfasst günstigerweise eine glatte dritte Decklage und eine
dritte Welllage, die schichtartig über eine Leimschicht miteinander verbunden sind.
[0031] Alternativ wird anstelle einer fünflagigen Wellpappe beispielsweise eine dreilagige
oder siebenlagige Wellpappe in der zweiseitigen Maschine gebildet.
[0032] Ferner ist jedes des ersten wärmeleitenden Plattenelements und des zweiten wärmeleitenden
Plattenelements mit zwei oder mehr Heizleitungen versehen, die längs der Erstreckungsrichtung
des Bogens beabstandet sind, wobei die axiale Richtung von jeder Heizleitung parallel
zu der Längsrichtung des ersten wärmeleitenden Plattenelements und des zweiten wärmeleitfähigen
Plattelements verläuft und die Heizleitungen ein Heizmedium beinhalten.
[0033] Ferner ist die Hülse mit der Wand über Schrauben verbunden, die durch in der Hülse
vorgesehene Langlöcher gehen.
[0034] Ferner ist ein Fein-Einstellungsmittel zum manuellen Einstellen der Position der
Hülse unterhalb der Hülse angeordnet und in dem Gestell vorgesehen.
[0035] Das Funktionsprinzip der vorliegenden Erfindung ist wie folgt: die erste bogenförmige
Heißplatte und die zweite bogenförmige Heißplatte sind an dem Papiereinlassende der
zweiseitigen Maschine vorgesehen; eine zweite Wellpappelage und eine erste Wellpappelage
werden geführt, um zwischen der zweiten bogenförmigen Heißplatte und der ersten bogenförmigen
Heißplatte zu laufen, während eine dritte Wellpappelage geführt wird, um oberhalb
der zweiten bogenförmigen Heißplatte zu laufen.
[0036] Wenn die zweiseitige Maschine richtig arbeitet, wird die zweite bogenförmige Heißplatte
durch Einsatz der Zylindereinheit gesenkt, um mit der zweiten Wellpappelage in Verbindung
zu kommen, wobei die Wärme innerhalb der zweiten bogenförmigen Heißplatte schnell
auf die zweite Wellpappelage übertragen und simultan auf den Leim auf der Unterseite
der dritten Wellpappelage übertragen wird, während die Wärme innerhalb der ersten
bogenförmigen Heißplatte auf den Leim unter der zweiten Wellpappelage über die erste
Wellpappelage überführt wird, sodass der Leim eine derartige Temperatur erreichen
kann, dass es möglich ist, eine optimale Bindefähigkeit vor der Bindung der ersten
Wellpappelage, der zweiten Wellpappelage und der dritten Wellpappelage zu erhalten,
wobei eine mehrlagige Wellpappe mit hoher Qualität abgegeben wird, wenn die erste
Wellpappelage, die zweite Wellpappelage und die dritte Wellpappelage richtig verbunden
werden.
[0037] Der Grad der Bindung zwischen der zweiten bogenförmigen Heißplatte und der zweiten
Wellpappelage kann durch das Fein-Einstellungsmittel zum manuellen Einstellen der
Position der Hülse, das unterhalb der Hülse vorgesehen ist, fein eingestellt werden,
um sicherzustellen, dass die zweite Wellpappelage die maximale Wärmemenge erhalten
kann.
[0038] Bei der Produktion leichtgewichtiger Pappe oder während einer Fehlfunktion der zweiseitigen
Maschine wird die zweite bogenförmige Heißplatte schnell von der Oberfläche der zweiten
Wellpappelage durch die Verbindungsstange der Zylindereinheit entfernt, um zu verhindern,
dass übermäßige Wärme die Bindungsfähigkeit des Leims schädigt.
[0039] Verglichen mit dem Stand der Technik, ist die technische Wirkung der vorliegenden
Erfindung positiv und signifikant. Gemäß der Erfindung sind zwei bogenförmige Heißplatten,
d.h. eine obere und untere Heißplatte, an dem Papiereinlassende der zweiseitigen Maschine
vorgesehen; eine zweite Wellpappelage und eine erste Wellpappelage werden geführt,
um zwischen der zweiten bogenförmigen Heißplatte und der ersten bogenförmigen Heißplatte
zu laufen, während eine dritte Wellpappelage geführt wird, um oberhalb der zweiten
bogenförmigen Heißplatte zu laufen; die zweite bogenförmige Heißplatte wird durch
Einsatz der Zylindereinheit gesenkt, um mit der zweiten Wellpappelage in Verbindung
zu kommen, sodass der Leim eine derartige Temperatur erreichen kann, dass es möglich
ist, eine optimale Bindungsfähigkeit vor der Bindung der ersten Wellpappelage, der
zweiten Wellpappelage und der dritten Wellpappelage zu erhalten, wodurch eine mehrlagige
Wellpappe mit hoher Qualität durch die erste Wellpappelage, die zweite Wellpappelage
und die dritte Wellpappelage an dem Papierauslassende der zweiseitigen Maschine ausgegeben
wird. So werden die Produktionsgeschwindigkeit und Produktivität verbessert und das
inhärente Heizmittel in der zweiseitigen Maschine wird in der Anzahl reduziert, sodass
die gesamte Anordnung vereinfacht wird.
[0040] Durch die Anordnung der Heißplatten gemäß Anspruch 6 ist die freie unbeheizte Länge
der durch die, insbesondere mindestens eine zweite, Heißplatte/n erwärmten Wellpappelagen
bis zu dem anfänglichen Verklebepunkt der zweiseitigen Maschine äußerst kurz, sodass
entlang dieser unbeheizten Länge im Wesentlichen keine Temperaturverluste an der/den
Wellpappelage/n auftreten.
[0041] Der Abstand der Heißplatten entlang der Wellpappelagen zu dem anfänglichen Verklebepunkt
gemäß dem Anspruch 7 kann identisch oder unterschiedlich sein. Insbesondere hat die
zweite Heißplatte den angegebenen Abstand.
[0042] Günstigerweise ist die Sattdampf-Temperatur der mindestens einen Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung
gemäß Anspruch 8 oder 9 einstellbar. Die Sattdampfmenge der mindestens einen Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung
ist vorzugsweise einstellbar. Es ist zweckmäßig, wenn eine Benetzungsbreite der mindestens
einen Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung einstellbar ist. Die mindestens eine
Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung ist beispielsweise unmittelbar an der jeweiligen
zweiten Heißplatte, vorzugsweise an deren stromaufwärtigen Ende, angeordnet. Alternativ
ist diese stromaufwärts benachbart zu der jeweiligen zweiten Heißplatte angeordnet
und günstigerweise zu dieser in der Höhe verlagerbar. Die mindestens eine Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung
ist günstigerweise imstande, die jeweilige Wellpappelage direkt oder indirekt mit
Dampf zu beaufschlagen. Günstigerweise ist die Dampf/Wasser-Temperatur der mindestens
einen Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung gemäß Anspruch 10 oder 11 einstellbar.
Die Dampf-/Wassermenge der mindestens einen Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung
ist vorzugsweise einstellbar. Es ist zweckmäßig, wenn eine Benetzungsbreite der mindestens
einen Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung einstellbar ist.
[0043] Es ist von Vorteil, wenn jede Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung stromabwärts
zu der Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung der entsprechenden Wellpappelage
angeordnet ist. Es ist von Vorteil, wenn die Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung
und die Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung der jeweiligen Wellpappelage benachbart
zueinander angeordnet sind.
[0044] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist keine Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung
vorhanden. Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist keine Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung
vorhanden. Alternativ ist eine kombinierte Wellpappe-Sattdampf-Dampf-Wasser-Erzeugungs/-Besprüheinrichtung
vorhanden.
[0045] Der vorliegenden Erfindung liegt außerdem die Aufgabe zugrunde, eine zweiseitige
Maschine bereitzustellen, welche dazu ausgebildet ist, die Probleme des Stands der
Technik, dass die Länge der Heizvorrichtung einer zweiseitigen Maschine groß ist,
die Produktionsgeschwindigkeit niedrig ist und die Produktivität nicht zufriedenstellend
ist, zu lösen.
[0046] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in dem nebengeordneten Anspruch 15 angegebenen
Merkmale gelöst.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen:
[0047]
Fig. 1 ist eine schematische Ansicht der Heizvorrichtung, die zwei vorgeordnete bogenförmige
Heißplatten umfasst, einer zweiseitigen Maschine gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 ist eine schematische Ansicht der zweiten bogenförmigen Heißplatte in der Heizvorrichtung,
die zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten umfasst, einer zweiseitigen Maschine
gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 ist eine schematische Teilansicht einer Wellpappe-Produktionslinie, die eine
erfindungsgemäße zweiseitige Maschine gemäß einer zweiten Ausführungsform umfasst.
Fig. 4 zeigt die in Fig. 3 gezeigte zweiseitige Maschine und eine benachbarte Leimvorrichtung
stark vergrößert.
Fig. 5 zeigt das Papiereinlassende der in Fig. 3 und 4 gezeigten zweiseitigen Maschine
stark vergrößert.
Fig. 6 zeigt eine Heißplatte in zusammengesetztem Zustand der in Fig. 3 bis 5 dargestellten
zweiseitigen Maschine.
Fig. 7 zeigt die in Fig. 6 veranschaulichte Heißplatte mit entfernter Endplatte.
Fig. 8 zeigt eine Vorderansicht der in Fig. 6 und 7 dargestellten Heißplatte.
Fig. 9 zeigt einen vergrößerten Teil der in Fig. 4 und 5 gezeigten Heizvorrichtung.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung:
Ausführungsform 1:
[0048] Bezug nehmend auf Fig. 1 und 2, umfasst die Heizvorrichtung, die zwei vorgeordnete
bogenförmige Heißplatten umfasst, einer zweiseitigen Maschine gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Gestell 1, in dem eine erste bogenförmige Heißplatte 2 angeordnet ist,
die ein erstes wärmeleitendes Plattenelement mit einem Bogenquerschnitt umfasst, wobei
sich ein Heizmittel in dem ersten wärmeleitenden Plattenelement befindet. In dem Gestell
1 ist eine Wand 3 angeordnet, an welcher eine Hülse 4 vorgesehen ist. Eine zweite
bogenförmige Heißplatte 5 ist oberhalb der ersten bogenförmigen Heißplatte 2 vorgesehen
und umfasst ein zweites wärmeleitendes Plattenelement mit einem Bogenquerschnitt,
wobei sich ein Heizmittel in dem zweiten wärmeleitfähigen Plattenelement befindet.
[0049] Die Mitte oder das führende Ende der zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 ist mit der
Hülse 4 über einen Verbindungsschaft verbunden, wobei ein Rotationspaar zwischen der
zweiten kreisbogenförmigen Heißplatte 5 und der Hülse 4 gebildet ist. In dem Gestell
1 ist eine Zylindereinheit 6 angeordnet, deren Kolbenstange mit dem nacheilenden Ende
der zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 über die Verbindungsstange 7 verbunden ist.
[0050] Ferner ist das erste wärmeleitende Plattenelement am Papiereinlass der zweiseitigen
Maschine vorgesehen.
[0051] In jedem des ersten wärmeleitenden Plattenelements und des zweiten wärmeleitenden
Plattenelements sind ferner zwei oder mehr Heizleitungen in Abständen längs der Erstreckungsrichtung
des Bogens vorgesehen, wobei die axiale Richtung von jeder Heizleitung parallel zu
der Längsrichtung des ersten wärmeleitenden Plattenelements und des zweiten wärmeleitenden
Plattenelements ist und die Heizleitungen ein Heizmedium beinhalten.
[0052] Ferner ist die Hülse 4 mit der Wand 3 über Schrauben verbunden, die durch in der
Hülse 4 vorgesehene Langlöcher laufen.
[0053] Ferner ist ein Fein-Einstellungsmittel 8 zum manuellen Einstellen der Position der
Hülse 4, das in dem Gestell 1 angeordnet ist, unter der Hülse 4 angeordnet.
[0054] Das Funktionsprinzip der vorliegenden Erfindung ist wie folgt: die erste bogenförmige
Heißplatte 2 und die zweite bogenförmige Heißplatte 5 sind an dem Papiereinlassende
der zweiseitigen Maschine 9 vorgesehen; eine zweite Wellpappelage 11 und eine erste
Wellpappelage 12 werden geführt, um zwischen der zweiten bogenförmigen Heißplatte
5 und der ersten bogenförmigen Heißplatte 2 zu laufen, während eine dritte Wellpappelage
10 geführt wird, um oberhalb der zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 zu laufen. Wenn
die zweiseitige Maschine 9 richtig arbeitet, wird die zweite bogenförmige Heißplatte
5 durch Einsatz der Zylindereinheit 6 gesenkt, um mit der zweiten Wellpappelage 11
in Verbindung zu kommen, wobei die Wärme innerhalb der zweiten bogenförmigen Heißplatte
5 schnell auf die zweite Wellpappelage 11 übertragen und simultan auf den Leim auf
der Unterseite der dritten Wellpappelage 10 übertragen wird, während die Wärme innerhalb
der ersten bogenförmigen Heißplatte 2 auf den Leim unter der zweiten Wellpappelage
11 über die erste Wellpappelage 12 überführt wird, sodass vor der Bindung der dritten
Wellpappelage 10, der zweiten Wellpappelage 11 und der ersten Wellpappelage 12 der
Leim eine solche Temperatur erreichen kann, dass es möglich ist, eine optimale Bindungsfähigkeit
zu erhalten, und eine mehrlagige Wellpappe 13 mit hoher Qualität wird ausgegeben,
wenn die dritte Wellpappelage 10, die zweite Wellpappelage 11 und die erste Wellpappelage
12 richtig verbunden werden.
[0055] Der Grad der Bindung zwischen der zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 und der zweiten
Wellpappelage 11 kann durch das Fein-Einstellungsmittel 9 zum manuellen Einstellen
der Position der Hülse 4, das unterhalb der Hülse 4 vorgesehen ist, fein eingestellt
werden, um sicherzustellen, dass die zweite Wellpappelage 11 die maximale Wärmemenge
erhalten kann.
[0056] Beim Produzieren leichtgewichtiger Pappe oder während einer Fehlfunktion der zweiseitigen
Maschine 9 wird die zweite bogenförmige Heißplatte 5 schnell von der Oberfläche der
zweiten Wellpappelage 11 durch die Verbindungsstange 7 der Zylindereinheit 6 entfernt,
um zu verhindern, dass übermäßige Wärme die Bindungsfähigkeit des Leims beschädigt.
Ausführungsform 2:
[0057] Nachfolgend wird insbesondere unter Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 9 eine zweite Ausführungsform
der Erfindung beschrieben. Identische Teile bzw. Komponenten erhalten dieselben Bezugszeichen
wie bei der vorherigen Ausführungsform, auf deren Beschreibung hiermit verwiesen wird.
Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktional identische Teile bzw. Komponenten
erhalten dieselben Bezugszeichen mit einem nachgeordneten "a".
[0058] Eine Wellpappe-Produktionslinie, wie in Fig. 3 teilweise dargestellt, dient zur Erzeugung
einer siebenlagigen Wellpappe 13a mit einer ersten Wellpappelage 12 und zwei zweiten
Wellpappelagen 11 sowie einer dritten Wellpappelage 10. Die zweiten Wellpappelagen
11 sind identisch ausgebildet. Die zweiten und dritten Wellpappelagen 11, 10 sind
jeweils zweilagig, während die erste Wellpappelage 12 dagegen einlagig ist.
[0059] Zur Herstellung der ersten Wellpappelage 12 hat die Wellpappe-Produktionslinie eine
erste Spleißvorrichtung 14. Die Wellpappe-Produktionslinie hat zur Herstellung der
beiden zweiten Wellpappelagen 11 zwei zweite Wellpappe-Produktionsvorrichtungen 15,
16, die jeweils identisch ausgebildet sind. Zum Herstellen der dritten Wellpappelage
10 hat die Wellpappe-Produktionslinie eine dritte Wellpappe-Produktionsvorrichtung
(nicht dargestellt), die identisch mit den zweiten Wellpappe-Produktionsvorrichtungen
15, 16 ist.
[0060] Die erste Spleißvorrichtung 14 umfasst zum Abrollen einer endlichen ersten Materiallage
von einer ersten Materialrolle 17 eine erste Abrolleinheit 18 und zum Abrollen einer
endlichen zweiten Materiallage von einer zweiten Materialrolle 19 eine zweite Abrolleinheit
20. Die endliche erste und zweite Materiallage werden zum Bereitstellen der endlosen
ersten Wellpappelage 12 mittels einer nicht dargestellten Verbinde- und Schneideeinheit
der ersten Spleißvorrichtung 14 miteinander verbunden.
[0061] Der einen zweiten Wellpappe-Produktionsvorrichtung 15 sind eine zweite Spleißvorrichtung
21 und eine dritte Spleißvorrichtung 22 vorgeordnet. Der anderen zweiten Wellpappe-Produktionsvorrichtung
16 sind eine vierte Spleißvorrichtung 23 und eine fünfte Spleißvorrichtung 24 vorgeordnet.
Der dritten Wellpappe-Produktionsvorrichtung sind eine sechste Spleißvorrichtung (nicht
dargestellt) und eine siebte Spleißvorrichtung (nicht dargestellt) vorgeordnet. Die
Spleißvorrichtungen sind günstigerweise identisch ausgeführt.
[0062] Die zweite Spleißvorrichtung 21 hat zum Abrollen einer endlichen dritten Materiallage
von einer dritten Materialrolle 25 eine dritte Abrolleinheit 26 und zum Abrollen einer
endlichen vierten Materiallage von einer vierten Materialrolle 27 eine vierte Abrolleinheit
28. Die endliche dritte und vierte Materiallage werden zum Bereitstellen einer endlosen
ersten Materiallage mittels einer nicht dargestellten Verbinde- und Schneideeinheit
der zweiten Spleißvorrichtung 21 miteinander verbunden.
[0063] Die dritte Spleißvorrichtung 22 hat zum Abrollen einer endlichen fünften Materiallage
von einer fünften Materialrolle 29 eine fünfte Abrolleinheit 30 und zum Abrollen einer
endlichen sechsten Materiallage von einer sechsten Materialrolle 31 eine sechste Abrolleinheit
32. Die endliche fünfte und sechste Materiallage werden zum Bereitstellen einer endlosen
zweiten Materiallage mittels einer nicht dargestellten Verbinde- und Schneideeinheit
der dritten Spleißvorrichtung 22 miteinander verbunden.
[0064] Die endlose erste Materiallage wird über mindestens eine Umlenkrolle und die endlose
zweite Materiallage wird über mindestens eine Umlenkrolle der Wellpappe-Produktionsvorrichtung
15 zugeführt.
[0065] Die Wellpappe-Produktionsvorrichtung 15 umfasst zum Erzeugen einer eine Wellung aufweisenden
endlosen Welllage 33 aus der endlosen ersten Materiallage eine Riffelwalzenanordnung
34 mit zwei drehbar gelagerten Riffelwalzen. Die Riffelwalzen bilden zum Durchführen
und Riffeln der endlosen ersten Materiallage einen Walzenspalt aus.
[0066] Zum leimenden Verbinden der Welllage 33 mit der endlosen zweiten Materiallage zu
der einseitig kaschierten, zweiten Wellpappelage 11 weist die Wellpappe-Produktionsvorrichtung
15 ein Leimwerk 35 auf, das wiederum eine Leimdosierwalze, einen Leimbehälter und
eine Leimauftragswalze umfasst. Zum Durchführen und Beleimen der Welllage 33 bildet
die Leimauftragswalze mit der unteren Riffelwalze einen Beleimungsspalt aus, wobei
die Leimauftragswalze Leim aus dem Leimbehälter auf Spitzen der Wellung der endlosen
Welllage 33 aufträgt. Die endlose zweite Materiallage wird anschließend mit der mit
Leim versehenen Welllage 33 in der Wellpappe-Produktionsvorrichtung 15 zu der einseitig
kaschierten, zweiten Wellpappelage 11 zusammengefügt.
[0067] Zum Anpressen der endlosen zweiten Materiallage gegen die mit Leim versehene Welllage
33 hat die Wellpappe-Produktionsvorrichtung 15 eine Anpresseinrichtung 36. Die Anpresseinrichtung
36 ist günstigerweise als Anpressbandmodul ausgeführt. Sie drückt gegen die endlose
zweite Materiallage, die wiederum gegen die mit Leim versehene, an der oberen Riffelwalze
anliegende Welllage 33 gepresst wird.
[0068] Die vierte Spleißvorrichtung 23 hat zum Abrollen einer endlichen siebten Materiallage
von einer siebten Materialrolle 37 eine siebte Abrolleinheit 38 und zum Abrollen einer
endlichen achten Materiallage von einer achten Materialrolle 39 eine achte Abrolleinheit
40. Die endliche siebte und achte Materiallage werden zum Bereitstellten einer endlosen
dritten Materiallage mittels einer nicht dargestellten Verbinde- und Schneideeinheit
der vierten Spleißvorrichtung 23 miteinander verbunden.
[0069] Die fünfte Spleißvorrichtung 24 hat zum Abrollen einer endlichen neunten Materiallage
von einer neunten Materialrolle 41 eine neunte Abrolleinheit 42 und zum Abrollen einer
endlichen zehnten Materiallage von einer zehnten Materialrolle 43 eine zehnte Abrolleinheit
44. Die endliche neunte und zehnte Materiallage werden zum Bereitstellen einer endlosen
vierten Materiallage mittels einer nicht dargestellten Verbinde- und Schneideeinheit
der fünften Spleißvorrichtung 24 miteinander verbunden.
[0070] Die Wellpappe-Produktionsvorrichtung 16 umfasst zum Erzeugen einer eine Wellung aufweisenden
endlosen Welllage 46 aus der endlosen dritten Materiallage eine Riffelwalzenanordnung
45 mit zwei Riffelwalzen. Die Riffelwalzen bilden zum Durchführen und Riffeln der
endlosen dritten Materiallage einen Walzenspalt aus.
[0071] Zum leimenden Verbinden der endlosen Welllage 46 mit der endlosen vierten Materiallage
zu der weiteren, einseitig kaschierten, endlosen zweiten Wellpappelage 11 weist die
Wellpappe-Produktionsvorrichtung 16 ein Leimwerk 47 auf, das wiederum eine Leimdosierwalze,
einen Leimbehälter und eine Leimauftragswalze umfasst. Zum Durchführen und Beleimen
der Welllage 46 bildet die Leimauftragswalze mit der oberen Riffelwalze einen Beleimungsspalt
aus, wobei die Leimauftragswalze aus dem Leimbehälter Leim auf Spitzen der Wellung
der Welllage 46 überführt.
[0072] Die endlose vierte Materiallage wird anschließend mit der mit Leim aus dem Leimbehälter
versehenen endlosen Welllage 46 in der Wellpappe-Produktionsvorrichtung 16 zu der
weiteren, einseitig kaschierten, endlosen zweiten Wellpappelage 11 zusammengefügt.
[0073] Zum Anpressen der endlosen vierten Materiallage gegen die mit Leim versehene Welllage
46, die wiederum bereichsweise an der oberen Riffelwalze anliegt, hat die Wellpappe-Produktionsvorrichtung
16 eine Anpresseinrichtung 73. Die Anpresseinrichtung 73 ist günstigerweise als Anpressbandmodul
ausgeführt. Sie drückt gegen die endlose vierte Materiallage, die wiederum gegen die
mit Leim versehene, an der oberen Riffelwalze anliegende Welllage 46 gepresst wird.
[0074] Die sechste Spleißvorrichtung umfasst zum Abrollen einer endlichen elften Materiallage
von einer elften Materialrolle eine elfte Abrolleinheit und zum Abrollen einer endlichen
zwölften Materiallage von einer zwölften Materialrolle eine zwölfte Abrolleinheit.
Die endliche elfte und zwölfte Materiallage werden zum Bereitstellen einer endlosen
fünften Materiallage mittels einer nicht dargestellten Verbinde- und Schneideeinheit
der sechsten Spleißvorrichtung miteinander verbunden.
[0075] Die siebte Spleißvorrichtung hat zum Abrollen einer endlichen dreizehnten Materiallage
von einer dreizehnten Materialrolle eine dreizehnte Abrolleinheit und zum Abrollen
einer endlichen vierzehnten Materiallage von einer vierzehnten Materialrolle eine
vierzehnte Abrolleinheit. Die endliche dreizehnte und vierzehnte Materiallage werden
zum Bereitstellen einer endlosen sechsten Materiallage mittels einer nicht dargestellten
Verbinde- und Schneideeinheit der siebten Spleißvorrichtung miteinander verbunden.
[0076] Die endlose fünfte Materiallage wird über mindestens eine Umlenkrolle und die endlose
sechste Materiallage wird über mindestens eine Umlenkrolle der dritten Wellpappe-Produktionsvorrichtung
zugeführt.
[0077] Die dritte Wellpappe-Produktionsvorrichtung umfasst zum Erzeugen einer eine Wellung
aufweisenden Welllage 48 aus der endlosen fünften Materiallage eine Riffelwalzenanordnung
mit zwei benachbart zueinander angeordneten Riffelwalzen. Diese Riffelwalzen bilden
zum Durchführen und Riffeln der endlosen Materiallage einen Walzenspalt aus.
[0078] Zum leimenden Verbinden der endlosen Welllage 48 mit der endlosen sechsten Materiallage
zu der einseitig kaschierten dritten Wellpappelage 10 weist die dritte Wellpappe-Produktionsvorrichtung
ein Leimwerk auf, das wiederum eine Leimdosierwalze, einen Leimbehälter und eine Leimauftragswalze
umfasst. Zum Durchführen und Beleimen der endlosen Welllage 48 bildet die Leimauftragswalze
mit der oberen Riffelwalze einen Beleimungsspalt aus, wobei die Leimauftragswalze
Leim aus dem Leimbehälter auf Spitzen der Wellung der endlosen Welllage 48 überführt.
[0079] Die endlose sechste Materiallage wird anschließend mit der mit Leim aus dem Leimbehälter
versehenen endlosen Welllage 48 in der dritten Wellpappe-Produktionsvorrichtung zu
der einseitig kaschierten, endlosen dritten Wellpappelage 10 zusammengefügt.
[0080] Zum Anpressen der endlosen sechsten Materiallage gegen die mit Leim versehene Welllage
48, die wiederum bereichsweise an der oberen Riffelwalze anliegt, hat die dritte Wellpappe-Produktionsvorrichtung
eine Anpresseinrichtung. Die Anpresseinrichtung ist als Anpressbandmodul ausgeführt.
Sie drückt gegen die endlose sechste Materiallage, die wiederum gegen die mit Leim
versehene, an der oberen Riffelwalze anliegende Welllage 48 gepresst wird.
[0081] Zum Zwischenspeichern und Puffern der einen zweiten Wellpappelage 11 wird diese über
eine Hochtransportvorrichtung 49 einer Zwischenspeichervorrichtung 51 zugeführt, wo
diese bei ausreichender Bevorratung Schleifen ausbildet.
[0082] Zum Zwischenspeichern und Puffern der weiteren zweiten Wellpappelage 11 wird diese
über eine weitere Hochtransportvorrichtung 50 einer weiteren Zwischenspeichervorrichtung
52 zugeführt, wo diese bei ausreichender Bevorratung Schleifen ausbildet.
[0083] Zum Zwischenspeichern und Puffern der dritten Wellpappelage 10 wird diese über eine
Hochtransportvorrichtung einer dritten Zwischenspeichervorrichtung zugeführt, wo diese
bei ausreichender Bevorratung Schleifen ausbildet.
[0084] Stromabwärts zu den Zwischenspeichervorrichtungen 51, 52 befindet sich eine Vorheizvorrichtung
53 der Wellpappe-Produktionslinie, die vier übereinander angeordnete Heizwalzen 54
umfasst. Der Vorheizvorrichtung 53 werden die Wellpappelagen 10, 11, 12 zugeführt
und umschlingen teilweise die jeweilige Heizwalze 54, wodurch im Betrieb die Wellpappelagen
10, 11, 12 vorbeheizt bzw. erwärmt werden.
[0085] Stromabwärts zu der Vorheizvorrichtung 53 hat die Wellpappe-Produktionslinie eine
Beleimungsvorrichtung 55 mit drei übereinander angeordneten Beleimungswalzen 56, die
teilweise in ein jeweiliges Leimbad eingetaucht sind. Die zweiten und dritten, vorbeheizten
Wellpappelagen 11, 10 befinden sich in Kontakt mit der jeweiligen Beleimungswalze
56.
[0086] Stromabwärts zu der Beleimungsvorrichtung 55 hat die Wellpappe-Produktionslinie die
zweiseitige Maschine 9a, die als Heiz-Andrückvorrichtung ausgeführt ist. In der zweiseitigen
Maschine 9a werden die mit Leim versehenen Wellpappelagen 10, 11 und die erste Wellpappelage
12 weiter erwärmt und aneinander gedrückt. Dazu hat die zweiseitige Maschine 9a einen
horizontalen, mit Heizelementen 57 versehenen Tisch 58, der sich in einer dort vorliegenden
Transportrichtung 59 der Wellpappelagen 12, 11, 10 erstreckt. Oberhalb des Tisches
58 hat die zweiseitige Maschine 9a einen um Umlenkwalzen 60 geführten, endlosen Andrückgurt
61. Zwischen dem Andrückgurt 61 und dem Tisch 58 ist ein Andrückspalt 62 gebildet,
durch den die Wellpappelagen 12, 11, 10 transportiert und dort aneinander gedrückt
werden. In dem Andrückspalt 62 hat die zweiseitige Maschine 9a einen Verklebepunkt
72, der die anfängliche bzw. stromaufwärtige Anfangsstelle der Wellpappelagen-Andrückstrecke
in der zweiseitigen Maschine 9a ist. Die Heißplatten 2, 5 sind stromaufwärts benachbart
zu dem Verklebepunkt 72 angeordnet und haben zu diesem jeweils einen Abstand x, der
zwischen 10 cm und 100 cm beträgt. In der zweiseitigen Maschine 9a wird die mehrlagige
Wellpappe 13a gebildet.
[0087] Die Heizelemente 57 sind vorzugsweise Bestandteil der Heizvorrichtung. Die zweiseitige
Maschine 9a hat an ihrem stromaufwärtigen Papiereinlassende die Heißplatten 2, 5.
[0088] Auf der ersten bogenförmigen Heißplatte 2 der Heizvorrichtung ist wieder die erste
Wellpappelage 12 geführt. Oberhalb der ersten Heißplatte 2 sind zwei zweite Heißplatten
5 in unterschiedlichen Höhen angeordnet. Es gibt somit eine untere und obere zweite
Heißplatte 5. Jede zweite Heißplatte 5 führt eine zweite Wellpappelage 11. Oberhalb
der beiden zweiten Heißplatten 5 läuft die dritte Wellpappelage 10 in die zweite zweiseitige
Maschine 9a.
[0089] Die beiden zweiten bogenförmigen Heißplatten 5 sind identisch ausgebildet und weisen
jeweils ein zweites wärmeleitendes Plattenelement mit Bogenquerschnitt auf, wobei
sich in jedem zweiten Plattenelement ein Heizmittel befindet. Die zweiten Heißplatten
5 sind in/entlang der Transportrichtung 59, insbesondere gleichsinnig, gekrümmt. Sie
sind gegenüber der ersten Heißplatte 2, die auch in/entlang der Transportrichtung
59 gekrümmt ist, gegensinnig gekrümmt.
[0090] Die Mitte oder das führende Ende der zweiten bogenförmigen Heißplatte 5, bezogen
auf die Transportrichtung 59 der Wellpappelagen 12, 11, 10, ist jeweils mit einer
trägerartigen Hülse 4 über einen Verbindungsschaft verbunden. Das führende Ende der
zweiten Heißplatten 5 ist deren stromabwärtiges Ende.
[0091] Die nacheilenden bzw. stromaufwärtigen Enden der zweiten Heißplatten 5 stehen jeweils
mit einer Zylindereinheit 6 in Verbindung. Die Zylindereinheiten 6 erstrecken sich
vertikal. Die Kolbenstangen bzw. Verbindungsstangen sind aus dem Zylinder ausfahrbar
bzw. in diesen wieder einfahrbar. Durch Betätigung der Zylindereinheiten 6 bzw. deren
Kolbenstangen bzw. Verbindungsstangen 7 sind die zweiten Heißplatten 5 um eine jeweilige
horizontale Schwenkachse 63 bzw. 64 bei der jeweiligen Hülse 4 verschwenkbar.
[0092] Jede zweite Heißplatte 5 weist eine nach unten gerichtete Führungsfläche für die
jeweilige zweite Wellpappelage 11 auf, während die erste Heißplatte 2 eine nach oben
gewandte Führungsfläche für die erste Wellpappelage 12 hat. Die Führungsflächen der
zweiten Heißplatten 5 sind dabei konvex gekrümmt. Die Krümmung kann sich längs der
Transportrichtung 59 ändern. Die zweiten Wellpappelagen 11 liegen dabei im Betrieb
an den Führungsflächen der zweiten Heißplatten 5 gleitend an, während die erste Wellpappelage
12 an der Führungsfläche der ersten Heißplatte 2 gleitend anliegt.
[0093] Die Heizvorrichtung, die drei vorgeordnete, bogenförmige Heißplatten 2, 5 umfasst,
einer zweiseitigen Maschine hat ein Gestell 1, wobei in dem Gestell 1 eine erste bogenförmige
Heißplatte 2 mit einem ersten wärmeleitenden Plattenelement angeordnet ist, das eine
Bogenform im Querschnitt aufweist und in dem ein Heizmittel bzw. Heizmedium vorgesehen
ist. Das Gestell 1 hat eine Wand 3, an der zwei Hülsen 4 vorgesehen sind.
[0094] Eine untere zweite bogenförmige Heißplatte 5 ist benachbart oberhalb der ersten bogenförmigen
Heißplatte 2 angeordnet und umfasst ein zweites wärmeleitendes Plattenelement, das
eine Bogenform im Querschnitt aufweist und in dem ein Heizmittel bzw. Heizmedium vorgesehen
ist. Die Mitte oder das führende Ende der unteren zweiten bogenförmigen Heißplatte
5 ist mit der zugehörigen Hülse 4 über einen Verbindungsschaft verbunden, wobei ein
Rotationspaar zwischen dieser zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 und der Hülse 4 gebildet
ist.
[0095] In dem Gestell 1 ist eine Zylindereinheit 6 angeordnet, deren Kolbenstange mit dem
nacheilenden Ende der zweiten unteren bogenförmigen Heißplatte 5 über eine Verbindungsstange
verbunden ist.
[0096] Eine obere zweite bogenförmige Heißplatte 5 ist benachbart oberhalb der unteren zweiten
bogenförmigen Heißplatte 5 angeordnet und umfasst ein weiteres zweites wärmeleitendes
Plattenelement, das eine Bogenform im Querschnitt aufweist und in dem ein Heizmittel
bzw. Heizmedium vorgesehen ist. Die Mitte oder das führende Ende der oberen zweiten
bogenförmigen Heißplatte 5 ist mit der weiteren zugehörigen Hülse 4 über einen weiteren
Verbindungsschaft verbunden, wobei ein weiteres Rotationspaar zwischen dieser oberen
zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 und der weiteren zugehörigen Hülse 4 gebildet ist.
[0097] In dem Gestell 1 ist eine weitere Zylindereinheit 6 angeordnet, deren Kolbenstange
mit dem nacheilenden Ende der zweiten oberen bogenförmigen Heißplatte 5 über eine
weitere Verbindungsstange verbunden ist.
[0098] Jede Heißplatte 2, 5 hat mehrere Heizleitungen 65 bzw. 66, die sich senkrecht zu
der Transportrichtung 59 erstrecken. Die Heizleitungen 65 verlaufen in der ersten
Heißplatte 2 parallel und beabstandet zueinander. Auch in den zweiten Heißplatten
5 erstrecken sich die Heizleitungen 66 parallel und beabstandet zueinander. Die Heizleitungen
65, 66 können in der jeweiligen Heißplatte 2 bzw. 5 unter Bildung mindestens eines
jeweiligen, vorzugsweise mäanderartigen, Heizkanals miteinander in Strömungsverbindung
stehen. Dazu sind in jeder Heißplatte 2, 5 zwischen den Heizleitungen 65 bzw. 66 Verbindungsleitungen
67 vorgesehen, die günstigerweise benachbart zu Seitenrändern der jeweiligen Heißplatte
2 bzw. 5 und parallel zu der Transportrichtung 59 verlaufen. Die Heißplatten 2, 5
sind insbesondere aus Fertigungsgründen im Bereich der Verbindungsleitungen 67 mit
Endplatten verschlossen.
[0099] Jede Heißplatte 2 bzw. 5 hat mindestens einen Einlass 68, der mit den entsprechenden
Heizleitungen 65 bzw. 66 in direkter oder indirekter Strömungsverbindung steht. Das
Heizmittel gelangt über den mindestens einen Einlass 68 in die jeweilige Heißplatte
2 bzw. 5 zum Erhitzen derselben.
[0100] Jede Heißplatte 2 bzw. 5 hat mindestens einen Auslass 69, der mit den entsprechenden
Heizleitungen 65 bzw. 66 in direkter oder indirekter Strömungsverbindung steht und
im Wesentlichen gegenüberliegend zu dem mindestens einen Einlass 68 angeordnet ist.
Das Heizmittel verlässt über den mindestens einen Auslass 69 die jeweilige erhitzte
Heißplatte 2 bzw. 5.
[0101] Stromaufwärts und benachbart zu jeder zweiten Heißplatte 5 ist eine Sattdampf-Erzeugungseinrichtung
71 zum Erzeugen von Sattdampf vorhanden. Insbesondere wird die glatte Materiallage
bzw. Decklage der jeweiligen, benachbarten, zweiten Wellpappelage 11 mit Sattdampf
beaufschlagt. Günstigerweise ist jede Sattdampf-Erzeugungseinrichtung 71 an der benachbarten
zweiten Heißplatte 5 angeordnet. Alternativ ist die Sattdampf-Erzeugungseinrichtung
71 Bestandteil der benachbarten zweiten Heißplatte 5.
[0102] Stromaufwärts und benachbart zu jeder zweiten Heißplatte 5 ist eine Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung
70 zum Sprühen von Wasser und/oder Dampf auf die glatte Materiallage bzw. Decklage
der jeweiligen, benachbarten, zweiten Wellpappelage 11 angeordnet. Jede Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung
70 ist zwischen der zweiten Heißplatte 5 und der benachbarten Sattdampf-Erzeugungseinrichtung
71 angeordnet. Günstigerweise ist jede Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung 70 an der benachbarten
zweiten Heißplatte 5 angeordnet. Alternativ ist jede Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung
70 Bestandteil der benachbarten zweiten Heißplatte 5.
[0103] Ferner ist eine Sattdampf-Erzeugungseinrichtung 71 stromaufwärts zu dem Andrückgurt
61 der dritten Wellpappelage 10 zugeordnet, um auch auf deren glatte Materiallage
bzw. Decklage Sattdampf zu sprühen.
[0104] Es ist von Vorteil, wenn die zweiten Heißplatten 5 an ihren Führungsflächen Dampfaustrittsöffnungen
(nicht dargestellt) haben, um die jeweils dort geführte zweite Wellpappelage 11 bzw.
die fertige Wellpappe 13a mit Dampf zu füllen.
[0105] Der Dampf zur Beheizung der Heißplatten 2, 5 bzw. der Wellpappelagen 11, 12 kann
beispielsweise aus der eigentlichen zweiseitigen Maschine 9a oder aus separaten Dampferzeugungseinrichtungen
stammen.
[0106] Das Funktionsprinzip dieser Ausführungsform ist wie folgt: die erste bogenförmige
Heißplatte 2 und die zweiten bogenförmigen Heißplatten 5 sind an dem Papiereinlassende
der zweiseitigen Maschine 9 vorgesehen; eine zweite Wellpappelage 11 und eine zu dieser
benachbarte erste Wellpappelage 12 werden geführt, um zwischen der unteren zweiten
bogenförmigen Heißplatte 5 und der ersten bogenförmigen Heißplatte 2 zu laufen, während
eine andere zweite Wellpappelage 12 geführt wird, um zwischen den zweiten Heißplatten
5 zu laufen, während eine dritte Wellpappelage 10 geführt wird, um oberhalb der oberen
zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 zu laufen.
[0107] Wenn die zweiseitige Maschine 9 richtig arbeitet, werden die zweiten bogenförmigen
Heißplatten 5 durch Einsatz der jeweiligen Zylindereinheit 6 gesenkt, um mit der jeweiligen
zweiten Wellpappelage 11 in Verbindung zu kommen, wobei die Wärme innerhalb der zweiten
bogenförmigen Heißplatte 5 schnell auf die entsprechende zweite Wellpappelage 11 übertragen
wird. Simultan wird die Wärme innerhalb der oberen zweiten bogenförmigen Heißplatte
5 auf den Leim auf der Unterseite der dritten Wellpappelage 10 übertragen, während
die Wärme innerhalb der unteren zweiten bogenförmigen Heißplatte 5 auf den Leim unter
der oberen zweiten Wellpappelage 11 überführt wird, während die Wärme innerhalb der
ersten bogenförmigen Heißplatte 2 auf den Leim unter der unteren zweiten Wellpappelage
11 über die erste Wellpappelage 12 überführt wird, sodass vor der Bindung der dritten
Wellpappelage 10, der zweiten Wellpappelagen 11 und der ersten Wellpappelage 12 der
Leim eine solche Temperatur erreichen kann, dass es möglich ist, eine optimale Bindungsfähigkeit
zu erhalten, und eine mehrlagige Wellpappe 13a mit hoher Qualität wird ausgegeben,
wenn die dritte Wellpappelage 10, die zweiten Wellpappelagen 11 und die erste Wellpappelage
12 richtig verbunden werden.
[0108] Der Grad der Bindung zwischen den zweiten bogenförmigen Heißplatten 5 und den zweiten
Wellpappelagen 11 kann durch das jeweilige Fein-Einstellungsmittel 9 zum manuellen
Einstellen der Position der Hülse 4, das unterhalb der Hülse 4 vorgesehen ist, fein
eingestellt werden, um sicherzustellen, dass die zweiten Wellpappelagen 11 die maximale
Wärmemenge erhalten können.
[0109] Beim Produzieren leichtgewichtiger Pappe oder während einer Fehlfunktion der zweiseitigen
Maschine 9a wird die jeweilige zweite bogenförmige Heißplatte 5 schnell von der Oberfläche
der entsprechenden zweiten Wellpappelage 11 durch die Verbindungsstange 7 der entsprechenden
Zylindereinheit 6 entfernt, um zu verhindern, dass übermäßige Wärme die Bindungsfähigkeit
des Leims beschädigt.
[0110] Die Temperatur der Decklagen der zweiten Wellpappelagen 11 ist durch die zweiten
Heißplatten 5 steigerbar, was die Trocknung und Verklebung der Wellpappe 13a verbessert.
[0111] Es wurde herausgefunden, dass das Wellpappenmaterial isolierend wirkt, wobei im Allgemeinen
ein freier langer Zug der beheizten Decklagen abkühlend und entfeuchtend führt. Die
Energieeinbringung wird erfindungsgemäß so gewählt, dass sie unmittelbar nach dem
Leimauftrag durch die Beleimungsvorrichtung 55 stattfindet und der sogenannte freie
Zug der beheizten Decklagen der zweiten Wellpappelagen 11 so kurz wie möglich gehalten
ist.
[0112] Hierdurch ist die Bahnmenge, die zwischen der Vorheizvorrichtung 53 und dem Verklebepunkt
72 in der zweiseitigen Maschine 9a vorliegt, erheblich verkürzbar. Durch die gebogenen
zweiten Heißplatten 5 ist insbesondere eine Verkürzung der Wellpappe-Produktionslinie
bei niedrigen Produktionsgeschwindigkeiten möglich, da so bei Produktionsgeschwindigkeiten
von bis zu 140 m/min die sonst erforderliche Vorheizvorrichtung 55 entfallen kann.
[0113] Folglich ist auch das Erkalten und Entfeuchten der Wellpappelagen 10, 11, 12 erheblich
reduzierbar, was das Risiko einer Warp-Bildung minimiert. Durch das Auf- bzw. Einbringen
von Feuchtigkeit und Wärme auf die jeweilige Decklage bzw. auf beleimte Spitzen der
jeweiligen Welllage werden die Fasern der entsprechenden Decklage geöffnet.
[0114] Insbesondere werden die beiden zweiten Heißplatten 5 zur Beeinflussung der Kontaktzeit
zwischen dieser und der an dieser anliegenden zweiten Wellpappelage 11 verschwenkt.
Die Temperatur der zweiten Wellpappelagen 11 ist durch die jeweilige Kontaktzeit derselben
mit der dieser führenden zweiten Heißplatte 5 einstellbar. Je weiter die Kolbenstange
bzw. Verbindungsstange ausgefahren ist, desto größer ist die Anlagefläche der jeweiligen
zweiten Wellpappelage 11 mit der entsprechenden zweiten Heißplatte 5 und desto größer
ist die Heizzeit. Umgekehrtes gilt, wenn die jeweilige Kolbenstange bzw. Verbindungsstange
weiter eingefahren wird.
[0115] Im Betrieb wird durch die Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtungen 70 und/oder
die Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtungen 71 Wasser auf die zweiten Heißplatten
5, insbesondere auf deren nach unten gerichteten Führungsflächen für die jeweiligen
zweiten Wellpappelagen 11, gesprüht. Die Wassermenge ist dosierbar. Sie ist günstigerweise
in Abhängigkeit der Wellpappe-Produktionslinien-Geschwindigkeit, der Breite der Wellpappelagen
12, 11, 10 und/oder der Sorte der Wellpappelagen 12, 11, 10 gewählt. Es ist von Vorteil,
wenn das Wasser in Laufrichtung der Wellpappelagen 12, 11, 10 auf die zweiten Heißplatten
5 gesprüht wird.
[0116] Das Wasser verdampft an den zweiten Heißplatten 5 und hat somit eine Verdampfungstemperatur
von etwa 100°C und befindet sich in gesättigtem Zustand. Der dadurch erzeugte Dampf
füllt günstigerweise einen Raum zwischen der jeweiligen zweiten Heißplatte 5 und der
an dieser geführten zweiten Wellpappelage 11 aus. Dieser Raum bildet somit einen Dampfraum.
Da die Besprüheinrichtungen 70 bzw. 71 und der entstehende Dampfraum benachbart zu
der jeweiligen geführten Wellpappebahn 11 sind, kondensiert der Dampf an kälteren
Stellen und das Volumen der Wellpappelagen 11 wird mit Sattdampf gefüllt.
[0117] Alternativ oder zusätzlich wird durch die Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtungen
70 und/oder die Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtungen 71 Wasser und/oder Dampf
auf die jeweiligen Wellpappelagen 12, 11, 10 aufgesprüht.
[0118] Stromabwärts zu der zweiseitigen Maschine 9a hat die Wellpappe-Produktionslinie günstigerweise
noch mindestens eine Querschneideeinrichtung (nicht dargestellt) zum Querschneiden
der mehrlagigen Wellpappe 13, 13a in einzelne Bögen.
[0119] Gemäß einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform hat die Wellpappe-Produktionslinie
keine Vorheizvorrichtung 53 mit Heizwalzen 54, sodass unmittelbar bzw. sofort auf
die Zwischenspeichervorrichtungen 51, 52 die Beleimungsvorrichtung 55 folgt.
[0120] Gemäß einer alternativen Ausführungsform (nicht dargstellt) hat die zweiseitige Maschine
kein/e Heizelement/e 57.
[0121] Gemäß einer alternativen Ausführungsform (nicht dargstellt) hat die zweiseitige Maschine
kein/e Heizelement/e 57. Ferner ist auch keine Vorheizvorrichtung 53 mit Heizwalzen
54 vorhanden. Günstigerweise hat die Wellpappe-Produktionslinie in einem Abstand zwischen
1 m und 5 m zu den Heißplatten 2, 5 keine Heizmittel, wie Heizelemente 57, Vorheizvorrichtung
53 oder dergleichen.
[0122] Kombinationen der einzelnen Ausführungsformen sind möglich.
1. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a), mit einem Gestell (1),
- wobei das Gestell (1) eine erste bogenförmige Heißplatte (2) mit einem ersten wärmeleitenden
Plattenelement aufweist, das eine Bogenform im Querschnitt aufweist und in dem ein
Heizmittel vorgesehen ist;
- wobei das Gestell (1) eine Wand (3) aufweist, an welcher eine Hülse (4) vorgesehen
ist;
- wobei eine zweite bogenförmige Heißplatte (5) oberhalb der ersten bogenförmigen
Heißplatte (2) angeordnet ist und ein zweites wärmeleitendes Plattenelement aufweist,
das eine Bogenform im Querschnitt aufweist und in dem ein Heizmittel vorgesehen ist;
- wobei eine Mitte oder ein führendes Ende der zweiten bogenförmigen Heißplatte (5)
mit der Hülse (4) über einen Verbindungsschaft verbunden ist, wobei ein Rotationspaar
zwischen der zweiten bogenförmigen Heißplatte (5) und der Hülse (4) gebildet ist;
- wobei das Gestell (1) eine Zylindereinheit (6) aufweist, deren Kolbenstange mit
einem nacheilenden Ende der zweiten bogenförmigen Heißplatte (5) über eine Verbindungsstange
(7) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste bogenförmige Heißplatte (2) derart ausgebildet ist, dass sie Wärme innerhalb
der ersten bogenförmigen Heißplatte (2) über eine erste Wellpappelage (12) auf Leim
unter einer zweiten Wellpappelage (11) überführt, und
- die zweite bogenförmige Heißplatte (5) derart ausgebildet ist, dass sie Wärme innerhalb
der zweiten bogenförmigen Heißplatte (5) auf die zweite Wellpappelage (11) und simultan
auf Leim auf einer Unterseite einer dritten Wellpappelage (10) überträgt.
2. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste wärmeleitende Plattenelement und das zweite wärmeleitfähige Plattenelement
an einem Papiereinlass der zweiseitigen Maschine (9; 9a) vorgesehen sind.
3. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes des ersten wärmeleitenden Plattenelements und des zweiten wärmeleitenden Plattenelements
mit zwei oder mehr Heizleitungen versehen ist, die längs der Erstreckungsrichtung
des Bogens beabstandet sind, wobei die axiale Richtung von jeder Heizleitung parallel
zu der Längsrichtung des ersten wärmeleitenden Plattenelements und des zweiten wärmeleitfähigen
Plattenelements ist und die Heizleitungen ein Heizmedium beinhalten.
4. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (4) mit der Wand (3) über Schrauben verbunden ist, die durch in der Hülse
(4) vorgesehene Langlöcher gehen.
5. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fein-Einstellungsmittel (8) zum manuellen Einstellen der Position der Hülse (4)
unterhalb der Hülse (4) angeordnet ist und in dem Gestell (1) vorgesehen ist.
6. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9, 9a) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heißplatten (2, 5) unmittelbar benachbart zu einem stromaufwärtigen Verklebepunkt
(72) der zweiseitigen Maschine (9; 9a) angeordnet sind.
7. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heißplatten (2, 5) einen Abstand x zu dem Verklebepunkt (72) aufweisen, wobei
gilt 10 cm ≤ x ≤ 100 cm.
8. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung mindestens eine Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung (71)
zum Beaufschlagen der Wellpappelage (10, 11) mit Sattdampf umfasst, wobei günstigerweise
die mindestens eine Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung (71) die jeweilige zweite
Heißplatte (5) mit Wasser zum Verdampfen desselben benetzt.
9. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Wellpappe-Sattdampf-Erzeugungseinrichtung (71) benachbart zu
der zweiten Heißplatte (5) angeordnet ist oder Bestandteil derselben ist.
10. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizvorrichtung mindestens eine, vorzugsweise stromaufwärtige, Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung
(70) umfasst.
11. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Wellpappe-Dampf/Wasser-Besprüheinrichtung (70) benachbart zu
der zweiten Heißplatte (5) angeordnet ist oder Bestandteil derselben ist.
12. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass durch die zweite Heißplatte (5) und der entlang dieser geführte zweite Wellpappelage
(11) ein jeweiliger Dampfraum zum Beaufschlagen dieser Wellpappelage (11) mit Dampf
räumlich begrenzt ist.
13. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontaktzeit zwischen der zweiten Heißplatte (5) und der dort geführten zweiten
Wellpappelage (11) einstellbar ist.
14. Heizvorrichtung, umfassend zwei vorgeordnete bogenförmige Heißplatten (2, 5), einer
zweiseitigen Maschine (9; 9a) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der zweiten bzw. dritten Wellpappelage (10, 11), die als einseitig
kaschierte Wellpappelage (10, 11) ausgebildet ist/sind, und/oder die als Kaschierlage
ausgebildete erste Wellpappelage (12), insbesondere bis zu einer Fördergeschwindigkeit
von 200 m/min, insbesondere 140 m/min, bis zu der Heizvorrichtung unbeheizt bleibt.
15. Zweiseitige Maschine,
- mit mindestens einem Tisch (58),
- mit mindestens einem benachbart zu dem Tisch (58) angeordneten Andrückelement (61),
- mit einem zwischen dem mindestens einen Tisch (58) und dem mindestens einen Andrückelement
(61) vorliegenden Andrückspalt (62) zum Hindurchführen der Wellpappelagen (12, 11,
10) unter Bildung von Wellpappe (13; 13a), und
- mit einer Heizvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche.
16. Zweiseitige Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellpappe (13; 13a) bzw. die Wellpappelagen (12, 11, 10) in dem Andrückspalt
(62) unbeheizt bleibt/bleiben.
1. A heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a), having a stand (1),
- wherein the stand (1) has a first arcuate hot plate (2) with a first heat-conducting
plate element which has an arcuate shape in cross section and in which a heating means
is provided;
- wherein the stand (1) has a wall (3) on which a sleeve (4) is provided;
- wherein a second arcuate hot plate (5) is arranged above the first arcuate hot plate
(2) and has a second heat-conducting plate element which has an arcuate shape in cross
section and in which a heating means is provided;
- wherein a middle or a leading end of the second arcuate hot plate (5) is connected
to the sleeve (4) by means of a connecting stem, wherein a rotary pair is formed between
the second arcuate hot plate (5) and the sleeve (4); and
- wherein the stand (1) has a cylinder unit (6), the piston rod of which is connected
to a trailing end of the second arcuate hot plate (5) by means of a connecting rod
(7),
characterized in that
- the first arcuate hot plate (2) is configured such that it transmits heat within
the first arcuate hot plate (2) to the glue of a second corrugated-cardboard ply (11)
via the first corrugated-cardboard ply (12), and
- the second arcuate hot plate (5) is configured such that it transmits heat within
the second arcuate hot plate (5) to the second corrugated-cardboard ply 11 and simultaneously
to the glue on the underside of a third corrugated-cardboard ply (10).
2. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in claim 1, characterized in that the first heat-conducting plate element and the second heat-conducting plate element
are provided at a paper inlet of the two-sided machine (9; 9a).
3. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in claim 1, characterized in that each of the first heat-conducting plate element and second heat-conducting plate
element is equipped with two or more heating lines which are spaced apart along the
direction of extent of the arc, wherein the axial direction of each heating line is
parallel to the longitudinal direction of the first heat-conducting plate element
and of the second heat-conductive plate element, and the heating lines contain a heating
medium.
4. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in claim 1, characterized in that the sleeve (4) is connected to the wall (3) by means of screws which extend through
slots provided in the sleeve (4).
5. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in claim 1, characterized in that a fine adjustment means (8) for the manual adjustment of the position of the sleeve
(4) is arranged below the sleeve (4) and is provided in the stand (1).
6. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the hot plates (2, 5) are arranged directly adjacent to an upstream adhesive-bonding
point (72) of the two-sided machine (9; 9a).
7. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in claim 6, characterized in that the hot plates (2, 5) have a spacing x to the adhesive-bonding point (72), wherein
the following applies: 10 cm ≤ x ≤ 100 cm.
8. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the heating device comprises at least one corrugated-cardboard saturated-steam-generating
device (71) for applying saturated steam to the corrugated-cardboard ply (10, 11),
wherein the at least one corrugated-cardboard saturated-steam-generating device (71)
expediently wets the respective second hot plate (5) with water for the purposes of
evaporating said water.
9. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in claim 8, characterized in that the at least one corrugated-cardboard saturated-steam-generating device (71) is arranged
adjacent to the second hot plate (5) or is a constituent part thereof.
10. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that the heating device comprises at least one, preferably upstream, corrugated-cardboard
steam/water-spraying device (70).
11. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in claim 10, characterized in that the at least one corrugated-cardboard steam/water-spraying device (70) is arranged
adjacent to the second hot plate (5) or is a constituent part thereof.
12. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in one of claims 8 to 11, characterized in that the second hot plate (5) and the second corrugated-cardboard ply (11) guided along
said second hot plate spatially delimit a respective steam space for the application
of steam to said corrugated-cardboard ply (11).
13. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that a contact time between the second hot plate (5) and the second corrugated-cardboard
ply (11) guided there is adjustable.
14. The heating device, comprising two preceding arcuate hot plates (2, 5), of a two-sided
machine (9; 9a) as claimed in one of the preceding claims, characterized in that at least one of the second and the third corrugated-cardboard ply (10, 11), respectively,
which is/are configured as unilaterally laminated corrugated-cardboard ply (10, 11)
and/or the first corrugated-cardboard ply (12) which is configured as a laminating
ply remains unheated as far as the heating device, in particular up to a conveying
speed of 200 m/min, in particular 140 m/min.
15. A two-sided machine,
- having at least one table (58),
- having at least one pressing element (61) which is arranged adjacent to the table
(58),
- having a pressing gap (62), which is present between the at least one table (58)
and the at least one pressing element (61), for the leadthrough of the corrugated-cardboard
plies (12, 11, 10) with the formation of corrugated cardboard (13; 13a) and
- having a heating device as claimed in one of the preceding claims.
16. The two-sided machine as claimed in claim 15, characterized in that the corrugated cardboard (13; 13a) or the corrugated-cardboard plies (12, 11, 10)
remain(s) unheated in the pressing gap (62).
1. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a), comportant un bâti (1),
- dans lequel le bâti (1) comporte une première plaque chaude (2) en forme d'arc dotée
d'un premier élément de plaque conducteur de chaleur qui présente une forme d'arc
en section transversale et dans lequel un moyen de chauffage est prévu ;
- dans lequel le bâti (1) comporte une paroi (3) sur laquelle est prévu un manchon
(4) ;
- dans lequel une deuxième plaque chaude (5) en forme d'arc est disposée au-dessus
de la première plaque chaude (2) en forme d'arc et comporte un deuxième élément de
plaque conducteur de chaleur présentant une forme d'arc en section transversale et
dans lequel un moyen de chauffage est prévu ;
- dans lequel un centre ou une extrémité avant de la deuxième plaque chaude (5) en
forme d'arc est relié au manchon (4) par l'intermédiaire d'une tige de liaison, dans
lequel une paire de rotation est formée entre la deuxième plaque chaude (5) en forme
d'arc et le manchon (4) ;
- dans lequel le bâti (1) comprend une unité de cylindres (6) dont la tige de piston
est reliée à une extrémité arrière de la deuxième plaque chaude (5) en forme d'arc
par une barre de liaison (7),
caractérisé en ce que
- la première plaque chaude (2) en forme d'arc est conçue pour transférer de la chaleur
à l'intérieur de la première plaque chaude (2) en forme d'arc par l'intermédiaire
d'une première couche de carton ondulé (12) sur la colle sous une deuxième couche
de carton ondulé (11), et en ce que
- la deuxième plaque chaude (5) en forme d'arc est conçue pour transférer de la chaleur
à l'intérieur de la deuxième plaque chaude (5) en forme d'arc à la deuxième couche
de carton ondulé (11) et simultanément sur la colle sur une face inférieure d'une
troisième couche de carton ondulé (10).
2. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier élément de plaque conducteur de chaleur et le second élément de plaque
conducteur de chaleur sont prévus au niveau d'une entrée de papier de la machine bilatérale
(9 ; 9a).
3. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon la revendication 1, caractérisé en ce que chacun du premier élément de plaque conducteur de chaleur et du second élément de
plaque conducteur de chaleur est muni de deux ou de plusieurs lignes de chauffage
espacées le long de la direction d'extension de l'arc, dans lequel la direction axiale
de chaque ligne de chauffage est parallèle à la direction longitudinale du premier
élément de plaque conducteur de chaleur et du deuxième élément de plaque conducteur
de chaleur, et les lignes de chauffage contiennent un fluide de chauffage.
4. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le manchon (4) est relié à la paroi (3) au moyen de vis passant par des trous allongés
prévus dans le manchon (4).
5. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un moyen de réglage fin (8) pour le réglage manuel de la position du manchon (4) est
disposé sous le manchon (4) et prévu dans le bâti (1).
6. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9, 9a) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les plaques chaudes (2, 5) sont disposées immédiatement à côté d'un point de collage
(72) se trouvant en amont de la machine bilatérale (9 ; 9a).
7. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les plaques chaudes (2, 5) ont une distance x avec le point de collage (72), où 10
cm ≤ x ≤ 100 cm.
8. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de chauffage comprend au moins un dispositif de production de vapeur
saturée pour carton ondulé (71) destiné à appliquer de la vapeur saturée sur la couche
de carton ondulé (10, 11), dans lequel, avantageusement, l'au moins un dispositif
de production de vapeur saturée pour carton ondulé (71) mouille la deuxième plaque
chaude (5) respective avec de l'aide d'eau pour que celle-ci s'évapore.
9. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif de production de vapeur saturée pour carton ondulé (71)
est disposé à côté de la deuxième plaque chaude (5) ou fait partie de celle-ci.
10. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de chauffage comprend au moins un dispositif de pulvérisation de vapeur/d'eau
(70) pour carton ondulé, de préférence disposé en amont.
11. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes en forme d'arc (2, 5) placées
1en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif de pulvérisation de vapeur/eau pour carton ondulé (70) est
disposé à côté de la deuxième plaque chaude (5) ou en fait partie.
12. Dispositif de chauffage, comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce qu'un espace de vapeur respectif pour l'application de vapeur sur la couche de carton
ondulé (11) est limité spatialement par la deuxième plaque chaude (5) et la deuxième
couche de carton ondulé (11) guidée le long de celle-ci.
13. Dispositif de chauffage comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un temps de contact entre la deuxième plaque chaude (5) et la deuxième couche de carton
ondulé (11) guidée sur celle-ci est réglable.
14. Dispositif de chauffage, comprenant deux plaques chaudes (2, 5) en forme d'arc disposées
en amont, d'une machine bilatérale (9 ; 9a) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins l'une de la deuxième ou de la troisième couche de carton ondulé (10, 11),
réalisée(s) sous la forme d'une couche de carton ondulé (10, 11) contrecollée sur
une face, et/ou la première couche de carton ondulé (12), réalisée sous la forme d'une
couche de contrecollage, en particulier jusqu'à une vitesse de transport de 200 m/min,
en particulier de 140 m/min, reste non chauffée jusqu'au dispositif de chauffage.
15. Machine bilatérale,
- comportant au moins une table (58),
- comportant au moins un élément de pressage (61) disposé à côté de la table (58),
- comportant une fente de pressage (62) disposée en amont entre l'au moins une table
(58) et l'au moins un élément de pressage (61) pour le passage des couches de carton
ondulé (12, 11, 10) pour former du carton ondulé (13 ; 13a), et
- comportant un dispositif de chauffage selon l'une des revendications précédentes.
16. Machine bilatérale selon la revendication 15, caractérisé en ce que le carton ondulé (13 ; 13a) ou les couches de carton ondulé (12, 11, 10) restent/restent
non chauffés dans la fente de pressage (62).