Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft im Allgemeinen ein Heizelement für Heißanwendungen. Im Speziellen
betrifft die Erfindung ein Heizelement zur geregelten Erwärmung und Verdampfung von
verdampfbaren und/oder tabakhaltigen Substanzen in elektronischen Zigaretten.
[0002] Elektronische Zigaretten, im Folgenden auch als E-Zigaretten bezeichnet, finden im
zunehmenden Maße als Alternative zu Tabakzigaretten Verwendung. Typischerweise weisen
E-Zigaretten hierbei ein Mundstück sowie eine Verdampfereinheit umfassend ein Heizelement
auf.
[0003] Das Heizelement erhitzt hierbei eine verdampfbare Flüssigkeit, so dass diese vom
Anwender inhaliert werden kann. Diese Flüssigkeit kann bereits Nikotin enthalten.
Alternativ ist die Flüssigkeit nikotinlos. Hierbei kann das sich bildende Aerosol
dann einen nikotinhaltigen und nikotinlässigen Körper durchfluten.
[0004] So sind aus dem Stand der Technik beispielsweise lanzenförmige Heizelemente bekannt.
Diese werden in ein speziell designtes Tabakstück gesteckt und somit in Kontakt mit
den zu verdampfenden Substanzen gebracht und heizen diese auf Temperaturen im Bereich
von 50°C bis 350°C auf. Hierdurch kommt es zu einer Aerosolbildung. Entsprechende
Heizlanzen können dabei aus einem Heizdraht ohne Trägermaterial bestehen. Nachteilig
ist hierbei jedoch, dass auf Grund der benötigten mechanischen Stabilität des Heizelements
die Abmessungen des Heizelements nicht beliebig klein gestaltet werden können. Des
Weiteren verschmutzen entsprechende Heizelemente bei der Benutzung leicht.
[0005] Im Stand der Technik werden daher alternativ Heizlanzen beschrieben, deren Heizleiterstrukturen
auf einem Trägermaterial aufgebracht sind. Diese Heizlanzen weisen keramische Trägermaterialien
auf, da diese neben einer hohen Temperaturstabilität eine elektrische Isolierung aufweisen.
So werden in der
EP 2 469 969 Heizlanzen mit Trägermaterialien auf der Basis von ZrO
2-Keramiken beschrieben.
[0006] Nachteilig bei der Verwendung von keramischen Trägermaterialien ist jedoch neben
den hohen Herstellungskosten deren hohe Oberflächenrauhigkeit sowie Porosität. Rauheit
und Porosität wirken sich hierbei nachteilig auf die in Form einer leitfähigen Beschichtung
aufgebrachten Heizleiterstrukturen auf. So wirkt sich die die raue Oberfläche nachteilig
auf die Anhaftung der leitfähigen Beschichtung auf dem Trägermaterial aus.
[0007] Des Weiteren weisen die bekannten keramischen Trägermaterialien eine hohe Wärmeleitfähigkeit
auf. Dies ist für die Verwendung in einem Heizelement nachteilig, da somit die im
Heizbereich des Heizelements erzeugte Wärme nicht gezielt an das zu erhitzende Medium
abgegeben werden kann, sondern eine Wärmeableitung durch die Keramik erfolgt und die
so abgeleitete Wärme somit nicht mehr für die Verdampfung bzw. Erwärmung der Substanzen
zur Verfügung steht. Entsprechend muss mehr Heizleistung durch das Heizelement aufgebracht
werden, was sich nicht nur nachteilig auf den Energieverbrauch und somit beispielsweise
auf die Batterie- bzw. Akkulaufzeit der E-Zigarette auswirkt, sondern auch zu einer
Temperaturerhöhung innerhalb der E-Zigarette führen und sich somit nachteilig auf
die Lebensdauer des Heizelements auswirken kann.
[0008] In einem alternativen Aufbau einer E-Zigarette kann das Heizelement innerhalb der
E-Zigarette auch so angeordnet werden, dass dieses nicht direkt in das Tabakstück
bzw. die zu verdampfenden Substanzen eingebracht werden, sondern das Tabakstück bzw.
ein Reservoir mit den zu verdampfenden Substanzen zylinderförmig umschließen. Eine
entsprechende Anordnung wird beispielsweise in der
US 2005/0172976 beschrieben. Derartige externe Heizelemente bieten den Vorteil, dass die zu verdampfenden
Substanzen bzw. Tabakstücke einfacher ausgetauscht werden können.
Auf Grund der gewünschten geringen Abmessungen der E-Zigaretten, die typischerweise
den Abmessungen konventioneller Tabakzigaretten nachempfunden werden, ergeben sich
bei einer derartigen Anordnung des Heizelements sehr geringe Durchmesser und somit
Biegeradien. Da es sich bei dem Trägermaterial zudem um einen elektrischen Isolator
handeln muss, werden bislang als Trägermaterial nur Hochleistungskunststoffe wie beispielsweise
Polyimide oder Polyamide verwendet.
[0009] Bei diesen Anordnungen werden Leistungsfähigkeit sowie Lebensdauer des Heizelements
durch die relativ geringe Temperaturbeständigkeit der Kunststoffe limitiert. Zudem
kann es durch die in der E-Zigarette verwendeten organischen Lösungsmitteln zu Auslaugungseffekten
kommen. Dies ist zum einen in Hinblick auf die Lebensdauer des Heizelementes nachteilig.
Zudem können so Bestandteile des Trägermaterials im organischen Lösungsmittel gelöst
und vom Anwender inhaliert werden.
Aufgabe der Erfindung
[0010] Eine Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Heizelement, insbesondere zur
Verwendung in E-Zigaretten, bereit zu stellen, welches neben einer hohen Heizperformance
und einer hohen Lebensdauer auch in einer Vielzahl von E-Zigaretten mit unterschiedlichen
Aufbauten eingesetzt werden kann.
Beschreibung der Erfindung
[0011] Die Aufgabe der Erfindung wird bereits durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Das erfindungsgemäße Heizelement ist insbesondere zur Verwendung in einer E-Zigarette
geeignet und umfasst zumindest ein Trägermaterial aus Glas oder Glaskeramik und metallische
Heizleiterstrukturen.
[0013] Das Trägermaterial aus Glas oder Glaskeramik weist hierbei eine hohe Temperaturstabilität
von mehr als 300°C oder sogar mehr als 400°C auf. Dies wird beispielsweise bei der
Verwendung von Gläsern mit einer hohen Glasübergangstemperatur Tg erreicht.
[0014] Gleichzeitig weist das Trägermaterial eine sehr geringe thermische Leitfähigkeit
von < 2 W/(K*m). Die geringe thermische Leitfähigkeit sowie die geringe Wärmekapazität
des Trägermaterials verringern bzw. verhindern hierbei die Ausbreitung der vom Heizelement
erzeugten Wärme im Trägermaterial und ermöglichen so eine gezielte Wärmeleitung vom
Heizelement zu den zu verdampfenden Substanzen. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung weist das Trägermaterial eine Wärmeleitfähigkeit < 1, 8 W/ (K*m) oder
sogar < 1,5 W/ (K*m) auf.
[0015] Gleichzeitig beträgt die spezifische Wärmekapazität des Trägermaterials weniger als
1200 J/K*kg, bevorzugt sogar weniger als 1000 J/K*kg. Durch die geringe Wärmekapazität
wird gewährleistet, dass die im Heizelement erzeugte Wärme schnell und möglichst vollständig
zu den zu verdampfenden Substanzen geleitet wird. Dies ist in Hinblick auf den Energiebedarf
beim Verdampfungsvorgang vorteilhaft. Gleichzeitig wird somit auch eine übermäßige
Erwärmung des Heizelementes vermieden, was sich vorteilhaft auf dessen Lebensdauer
auswirkt.
[0016] Somit sind bevorzugt sowohl eine geringe Wärmeleitfähigkeit wie auch eine geringe
Wärmekapazität des Trägermaterials notwendig, um eine gute Heizperformance des Heizelementes
zu erreichen. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht daher vor, dass das Heizelement
eine FOM für das Produkt von Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität

von kleiner als 1800 J
2/K
2*m*s*kg oder sogar kleiner als 1500 J
2/K
2*m*s*kg, besonders bevorzugt sogar kleiner als 1200 J
2/K
2*m*s*kg, ganz besonders bevorzugt sogar kleiner als 1000 J
2/K
2*m*s*kg bei beispielhaften Temperaturen 20-100°C aufweist. Im Unterschied zum erfindungsgemäßen
Trägermaterial weisen dagegen die bislang im Stand der Technik als Trägermaterialien
beschriebenen Keramiken höhere Wärmeleitfähigkeiten bzw. Wärmekapazitäten auf. So
liegen beispielsweise bei Al
2O
3-Keramiken die Wärmeleitfähigkeiten bei 20 -30 W/K*m und somit um Faktor 20 höher
als bei den erfindungsgemäßen Trägermaterialien. ZrO
2 Keramiken weisen mit 2- 3 W/K*m immerhin noch um mindestens Faktor 1,5 höhere Werte
gegenüber Glas auf.
[0017] Das Trägermaterial sorgt für die mechanische Stabilität des Heizelements. Auf der
bzw. auf einer Oberfläche des Trägermaterials sind metallische Heizleiterstrukturen
aufgebracht. Diese können beispielsweise in Form einer Beschichtung auf das Trägermaterial
aufgebracht werden. Da das erfindungsgemäße Trägermaterial eine sehr glatte Oberfläche
aufweist und die Rauheit R
a kleiner als 500 nm oder sogar kleiner als 250 nm, besonders bevorzugt sogar kleiner
20nm beträgt, kann zwischen Trägermaterial und metallischen Heizleiterstrukturen eine
besonders gute Anhaftung erzielt werden. Dies äußert sich beispielsweise in einer
hohen mechanischen Beständigkeit des Heizelements.
[0018] Auf Grund der hohen mechanischen Festigkeit des verwendeten Trägermaterials kann
dieses entsprechend dünn ausgebildet sein. Dies ermöglicht eine besonders kompakte
Bauweise des Heizelementes sowie der gesamten E-Zigarette.
[0019] Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Heizelemente kann das Glas (bzw. bei der
Verwendung von Glaskeramiken als Trägermaterial das entsprechende Grünglas) durch
Ziehprozesse in die gewünschte Form bzw. Geometrie gebracht werden. Dies ermöglicht
neben einer flexiblen Anpassung des Trägermaterials an den jeweiligen Aufbau der E-Zigarette
auch eine kostengünstige Herstellung der Heizelemente.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das Trägermaterial als Rohr oder Stab
mit einem Durchmesser < 20 mm ausgebildet. Das Rohr bzw. der Stab kann dabei einen
runden, elipsoiden, drei- oder mehrwinkligen Querschnitt aufweisen. Das Trägermaterial
kann auch in Form eines hohlen Glasprofils ausgebildet sein. Die entsprechenden Glasrohre
bzw. -stäbe können durch Ziehprozesse erhalten werden. In einer Weiterbildung der
Ausführungsform weisen die Glasrohre eine Wandstärke von weniger als 5 mm auf.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Glas des Trägermaterials
als Dünn- oder Dünnstglas ausgebildet und weist eine Dicke von weniger als 2000 µm,
weniger als 1000 µm oder sogar weniger als 500 µm auf. Das Trägermaterial kann hierbei
als Flachglas ausgebildet sein.
[0022] Sogar die Verwendung von Dünngläsern mit Dicken von weniger als 100 µm oder sogar
weniger als 50 µm als Trägermaterial ist möglich.
[0023] In einer Weiterbildung dieser Ausführungsform wird das Dünnglas dagegen in eine Glasrolle
mit einem Durchmesser < 20 mm überführt. Dies kann beispielsweise durch ein Aufrollen
des entsprechenden Flachglases erfolgen. Hierbei können auch Trägermaterialien in
Form von Dünnglasrollen mit einem Durchmesser von weniger als 10 mm erhalten werden.
[0024] Als für die Verwendung als Trägermaterial geeignete Gläser haben sich insbesondere
Silikatgläser, Borosilikatgläser, Aluminiumsilikatgläser oder Aluminiumborosilikatgläser
herausgestellt. Auch daraus über Temperaturbehandlung entwickelte Glaskeramiken sind
einsetzbar.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei dem Trägermaterial
um ein Glas mit folgenden Bestandteilen (in Gew%):
| SiO2 |
50 bis 66 |
| B2O3 |
0 bis 7 |
| Al2O3 |
10 bis 25 |
| MgO |
0 bis 7 |
| CaO |
5 bis 16 |
| SrO |
0 bis 8 |
| BaO |
6 bis 18 |
| P2O3 |
0 bis 2 |
| ZrO2 |
0 bis 3 |
| TiO2 |
0 bis 5. |
[0026] Als besonders vorteilhaft haben sich hierbei Gläser mit folgenden Bestandteilen (in
Gew%)herausgestellt:
| SiO2 |
52 bis 64 |
| B2O3 |
0 bis 5,5 |
| Al2O3 |
12 bis 18 |
| MgO |
0 bis 5 |
| CaO |
9 bis 14,5 |
| SrO |
0 bis 4 |
| BaO |
8 bis 12 |
| P2O3 |
0 bis 1 |
| ZrO2 |
0 bis 2 |
| TiO2 |
0 bis 3 |
[0027] Als Silikatgläser können auch Borosilikatgläser wie Zn-Ti-Borosilikatgläser, Zn-Silikatgläser
oder auch Natriumsilikatgläser mit einem hohen SiO
2-Gehalt verwendet werden.
[0028] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass alkalihaltige Borosilikatgläser
mit folgenden Bestandteilen (in Gew%-%) als Trägerglas verwendet werden:
| SiO2 |
70 bis 85 |
| B2O3 |
0 bis 15 |
| Al2O3 |
1 bis 10 |
| Na2O |
1 bis 10 |
| K2O |
0 bis 5 |
| CaO |
0 bis 5, bevorzugt ≥ 0,1. |
[0029] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das Glas folgende Bestandteile
(Angaben in mol-%):
| SiO2 |
64 bis 78 |
| Al2O3 |
5 bis 14 |
| Na2O |
4 bis 12 |
| K2O |
0 bis 5 |
| MgO |
0 bis 14 |
| CaO |
1 bis 12 |
| ZrO2 |
0 bis 2 |
| TiO2 |
0 bis 4,5 |
mit
Al2O3/Na2O ≥ 1 mol-% und
∑SiO2 + Al2O3 ≤ 82 mol-%
[0030] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das Glas folgende Bestandteile
(Angaben in Gew%):
| SiO2 |
58 bis 65 |
| B2O3 |
6 bis 10,5 |
| Al2O3 |
14 bis 25 |
| MgO |
0 bis 5 |
| CaO |
0 bis 9 |
| BaO |
0 bis 8, bevorzugt 3-8 |
| SrO |
0 bis 8 |
| ZnO |
0 bis 2 |
[0031] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das Glas folgende Bestandteile
(Angaben in Gew%):
| SiO2 |
50 bis 65 |
| Al2O3 |
15 bis 20 |
| B2O3 |
0 bis 6 |
| Li2O |
0 bis 6 |
| Na2O |
8 bis 15 |
| K2O |
0 bis 5 |
| MgO |
0 bis 5 |
| CaO |
0 bis 7, bevorzugt 0 bis 1 |
| ZnO |
0 bis 4, bevorzugt 0 bis 1 |
| ZrO2 |
0 bis 4 |
| TiO2 |
0 bis 1, bevorzugt im wesentlichen TiO2-frei |
[0032] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das Glas folgende Bestandteile
(Angaben in Gew%):
| SiO2 |
30 bis 85 |
| B2O3 |
3 bis 20 |
| Al2O3 |
0 bis 15 |
| Na2O |
3 bis 15 |
| K2O |
3 bis 15 |
| ZnO |
0 bis 12 |
| TiO2 |
0,5 bis 10 |
| CaO |
0 bis 0,1 |
[0033] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das Glas folgende Bestandteile
(Angaben in Gew%):
| SiO2 |
55 bis 75 |
| Na2O |
0 bis 15 |
| K2O |
2 bis 14 |
| Al2O3 |
0 bis 15 |
| MgO |
0 bis 4 |
| CaO |
3 bis 12 |
| BaO |
0 bis 15 |
| ZnO |
0 bis 5 |
| TiO2 |
0 bis 2 |
[0034] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das Glas folgende Bestandteile
(Angaben in Gew%):
| SiO2 |
50 bis 70 |
| Na2O |
0 bis 5 |
| K2O |
0 bis 5 |
| Al2O3 |
17 bis 27 |
| MgO |
0 bis 5 |
| BaO |
0 bis 5 |
| SrO |
0 bis 5 |
| ZnO |
0 bis 5 |
| TiO2 |
0 bis 5 |
| ZrO2 |
0 bis 5 |
| Ta2O5 |
0 bis 8 |
| P2O5 |
0 bis 10 |
| Fe2O3 |
0 bis 5 |
| CeO2 |
0 bis 5 |
| Bi2O3 |
0 bis 3 |
| WO3 |
0 bis 3 |
| MoO3 |
0 bis 3 |
[0035] Sowie übliche Läutermittel z.B. SnO
2, SO
4, Cl, AS
2O
3, Sb
2O
3 in Mengen von 0 bis 4 Gew.-%
[0036] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält das Glas folgende Bestandteile
(Angaben in Gew%):
| SiO2 |
35 bis 70, bevorzugt 35 bis 60 |
| Al2O3 |
14 bis 40, bevorzugt 16,5 bis 40 |
| MgO |
0 bis 20, bevorzugt 4 bis 20, besonders bevorzugt 6 bis 20 |
| BaO |
0 bis 10, bevorzugt 0 bis 8 |
| SrO |
0 bis 5, bevorzugt 0 bis 4 |
| ZnO |
0 bis 15, bevorzugt 0 bis 9, besonders bevorzugt 0 bis 4 |
| TiO2 |
0 bis 10, bevorzugt 1 bis 10 |
| ZrO2 |
0 bis 10, bevorzugt 1 bis 10 |
| Ta2O5 |
0 bis 8, bevorzugt 0 bis 2 |
| B2O3 |
0 bis 10, bevorzugt > 4 bis 10 |
| CaO |
0 bis < 8, bevorzugt 0 bis 5, besonders bevorzugt < 0,1 |
| P2O5 |
0 bis 10, bevorzugt < 4 |
| Fe2O3 |
0 bis 5 |
| CeO2 |
0 bis 5 |
| Bi2O3 |
0 bis 3 |
| WO3 |
0 bis 3 |
| MoO3 |
0 bis 3 |
[0037] Sowie übliche Läutermittel z.B. SnO
2, SO
4, Cl, AS
2O
3, Sb
2O
3 in Mengen von 0 bis 4 Gew.-%
[0038] Insbesondere Alkalihaltige Aluminosilikate können hierbei durch Ionenaustausch chemisch
gehärtet und die mechanische Stabilität des Trägermaterials kann so weiter erhöht
werden. Insbesondere kann die Bruchwahrscheinlichkeit signifikant gesenkt werden.
Auf Grund der hohen Glasübergangstemperatur Tg der Gläser von über 600°C kann hierbei
der Ionenaustausch bei Temperaturen von über 400°C erfolgen, so dass nur eine geringe
Ionenaustauschzeit benötigt wird. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht daher vor,
dass das Trägermaterial ein chemisch gehärtetes Glas ist.
[0039] Dies ist insbesondere bei Trägermaterialien auf der Basis von Dünn- oder Dünnstgläsern
besonders vorteilhaft. So können beispielsweise flache oder ultraflache Trägerkomponenten
mit einer Dicke im Bereich von 0,1 bis 0,5 mm durch ein Down-Draw oder Overflow Fusion
Verfahren erhalten und ohne vorherige weitere Dünnung chemisch gehärtet werden.
[0040] Alternativ oder zusätzlich kann die mechanische Festigkeit der Trägerkomponente durch
eine chemische und/oder mechanische Kantenbearbeitung wie beispielsweise. Kontourierung
oder Kantenätzen weiter erhöht werden. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht daher
vor, dass die Kanten der Trägerkomponente chemisch und/oder mechanisch bearbeitet
sind. Dies ist insbesondere bei Heizelementen mit Trägerkomponenten aus alkalifreien
Gläsern vorteilhaft, da hier keine Erhöhung der mechanischen Festigkeit durch Ionenaustausch
erfolgen kann. Der Einsatz von alkalifreien Gläsern, beispielsweise von alkalifreien
Aluminoborosilikatgläsern als Trägermaterial ist hierbei auf Grund ihrer hohen chemischen
Resistenz sowie der guten Verarbeitbarkeit, insbesondere der Möglichkeit, die entsprechenden
Gläser in ultradünne Formen ziehen zu können, besonders vorteilhaft.
[0041] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird als Trägerkomponente eine
Glaskeramik, bevorzugt eine LAS-Glaskeramik (Lithiumaluminiumsilikat-Glaskeramik)
oder MAS-Glaskeramik (Magnesiumaluminiumsilikat-Glaskeramik)verwendet. So weisen LAS-Glaskeramiken
sehr niedrige thermische Leitfähigkeitswerte von 1,1 W/K*m auf, was sich vorteilhaft
auf die Heizperformance auswirkt. Gleichzeitig weisen Glaskeramiken eine hohe mechanische
Stabilität auf.
[0042] Die Heizleiterstrukturen können beispielsweise spiralförmig oder meanderförmig auf
der Oberfläche des Trägermaterials aufgebracht sein. Eine weitere Ausführungsform
der Erfindung sieht eine vollflächige Aufbringung der Heizleiterstrukturen auf dem
Trägermaterial vor.
[0043] Bei einem rohrförmigen Trägermaterial können je nach Ausgestaltung des Heizelements
bzw. der entsprechenden E-Zigarette die Heizleiterstrukturen auf der inneren oder
der äußeren Mantelfläche des Trägermaterials aufgebracht sein.
[0044] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind die Heizleiterstrukturen in Form einer
elektrisch leitenden Beschichtung, bevorzugt als platinhaltige Beschichtung oder ITO-Beschichtung
auf die Oberfläche des Trägermaterials aufgebracht.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0045] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen sowie der Figuren
1 bis 5 näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine graphische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Heizelements, bei welchem das Trägermaterial rohrförmig ausgebildet ist und sich die
Heizleiterstrukturen auf der äußeren Mantelfläche des Rohrs befinden,
Fig. 2 eine graphische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Heizelements, bei welchem das Trägermaterial stabförmig ausgebildet ist
Fig. 3 eine graphische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels, bei welchem
das Trägermaterial als Flachglas ausgebildet ist und meanderförmige Heizleiterstrukturen
aufweist,
Fig. 4 eine graphische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels, bei welchem
das Trägermaterial als Flachglas ausgebildet ist und vollflächige Heizleiterstrukturen
aufweist und
Fig. 5 den schematischen Aufbau einer elektronischen Zigarette.
Ausführungsbeispiele
[0046] Die Tabellen 1 bis 4 zeigen 13 verschiedene Ausführungsbeispiele für das verwendete
Trägermaterial. Die einzelnen Ausführungsbeispiele unterscheiden sich hierbei hinsichtlich
der Zusammensetzung des Glases. Die in Tabelle 1 aufgeführten Beispiele 1 bis 5 enthalten
Alkaliionen und können chemisch gehärtet werden, bei den in Tabelle 2 aufgeführten
Beispielen 6 und 7 handelt es sich um Alkalifreie Gläser. Hier kann beispielsweise
eine weitere Erhöhung der mechanischen Festigkeit durch eine chemische und/oder mechanische
Kantenbearbeitung erfolgen.
Tabelle 1: Alkalihaltige Ausführungsbeispiele
| Bestandteil |
Beispiel 1 Gew% |
Beispiel 2 Gew% |
Beispiel 3 Gew.% |
Beispiel 4 Mol% |
Beispiel 5 Mol% |
| SiO2 |
81 |
79 |
75 |
68,5 |
68,2 |
| B2O3 |
12,7 |
10 |
10 |
|
|
| Al2O3 |
2,4 |
4 |
6 |
12 |
11,8 |
| Na2O |
3,5 |
5 |
7 |
12 |
10,5 |
| K2O |
0,6 |
1 |
0 |
0, 5 |
0 |
| MgO |
|
|
|
|
1,2 |
| CaO |
0 |
1 |
1,5 |
5 |
5,2 |
| TiO2 |
|
|
|
1,5 |
3,1 |
| ZurO2 |
|
|
|
0,5 |
0 |
| α20-300 [ppm/K] |
3,3*10-6 |
4*10-6 |
4, 9*10-6 |
7,6*10-6 |
6,8*10-6 |
| Tg [°C] |
525 |
555 |
565 |
642 |
685 |
| Dichte [g/cm3] |
2,2 |
2,3 |
2,34 |
2,46 |
2,47 |
| Thermische Leitfähigke it @ 90°C [W m-1 K-1] |
1,3 |
1,1 |
1,2 |
1,0 |
1,0 |
| Mittlere spezifische Wärmekapazi tät Cp bei 20-100°C [J/ (K*g)] |
0,82 |
|
|
|
|
Tabelle 2: Alkalifreie Ausführungsbeispiele
| Bestandteil |
Beispiel 6 Gew.% |
Beispiel 7 Gew% |
| SiO2 |
60 |
61 |
| B2O3 |
4, 5 |
0,5 |
| Al2O3 |
14 |
16,2 |
| MgO |
2,5 |
|
| CaO |
10 |
13 |
| BaO |
9 |
8 |
| ZrO2 |
|
1 |
| α20-300 [ppm/K] |
4,6*10-6 |
4,7*10-6 |
| Tg [°C] |
720 |
790 |
| Dichte [g/cm3] |
2,63 |
2,67 |
| Thermische Leitfähigke it @ 90°C [W m-1 K-1] |
1,1 |
1,1 |
Tabelle 3: Ausführungsbeispiele 8 bis 11
| Bestandteil |
Beispiel 8 Gew% |
Beispiel 9 Gew% |
Beispiel 10 Gew.% |
Beispiel 11 Gew.% |
| SiO2 |
61 |
60,7 |
64,0 |
64 - 74 |
| B2O3 |
10 |
|
8,3 |
|
| Al2O3 |
18 |
16,9 |
4,0 |
|
| Na2O |
|
12,2 |
6,5 |
6 - 10 |
| K2O |
|
4,1 |
7,0 |
6 - 10 |
| MgO |
2,8 |
3,9 |
|
|
| CaO |
4,8 |
|
|
5 - 9 |
| BaO |
3,3 |
|
|
0 - 4 |
| ZrO2 |
|
1,5 |
|
|
| SnO2 |
|
0,4 |
|
|
| CeO2 |
|
0,3 |
|
|
| ZnO |
|
|
5,5 |
2 - 6 |
| TiO2 |
|
|
4,0 |
0 - 2 |
| Sb2O3 |
|
|
0, 6 |
|
| Cl |
|
|
0,1 |
|
| α20-300 [ppm/K] |
3,2·10-6 |
|
7,2·10-6 |
9,4·10-6 |
| Tg [°C] |
717 |
|
557 |
553 |
| Dichte [g/cm3] |
2,43 |
|
2,5 |
2,55 |
| Thermische Leitfähigke it @ 90°C [W m-1 K-1] |
1,16 |
|
|
|
| Mittlere spezifische Wärmekapazi tät Cp bei 20-100°C [J/ (K*g)] |
0,8 |
|
|
|
Tabelle 4: Beispielhafte alkalihaltige Glaskeramikzusammensetzungen
| Bestandteil |
Beispiel 12 Gew.% |
Beispiel 13 Gew% |
| SiO2 |
65,45 |
64,45 |
| Al2O3 |
21,97 |
21,97 |
| Na2O |
0,51 |
0,51 |
| Li2O |
3,72 |
3,72 |
| MgO |
0,47 |
0,47 |
| BaO |
2,02 |
2,02 |
| ZnO |
1,7 |
1,7 |
| TiO2 |
2,39 |
3,4 |
| ZrO2 |
1,76 |
1,76 |
| α20-300 [ppm/K] |
4,0*10-6 |
4,05*10-6 |
| Tg [°C] |
690 |
685 |
| Thermische Leitfähigke it @ 90°C [W m-1 K-1] |
1,1 |
1,1 |
| Mittlere spezifische Wärmekapazi tät Cp bei 20-100°C [J/ (K*g)] |
0,80 |
0,81 |
[0047] Tabelle 4 zeigt beispielhafte Ausgangsglas-Zusammensetzungen aus dem LAS Glaskeramiksystem.
In keramisiertem Zustand liegen die Ausdehnungskoeffizienten im Bereich von 0 +/-
0,5 ppm/K. Die thermische Leitfähigkeit liegt bei 1,7 W m-1 K-1
[0048] Fig. 1 zeigt eine graphische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Heizelements 1, bei welchem das Trägermaterial 2 rohrförmig ausgebildet ist. In diesem
Ausführungsbeispiel befinden sich die Heizleiterstrukturen 3 auf der äußeren Mantelfläche
4 des Rohrs 2 und sind spiralförmig angeordnet. Das Glasrohr 2 weist einen Durchmesser
5 von weniger als 20 mm auf, die Wandstärke des Rohrs beträgt weniger als 5 mm. Durch
den Hohlraum 6 ist das Heizelement 1 beispielsweise zur Verwendung als ein von außen
anliegendes, zylindrisches Heizelement für sog. Heat-not-Burn-Zigaretten geeignet.
[0049] Der in Fig. 1 dargestellte Aufbau des Heizelements 1 kann auch mit einem Ultradünnglas
als Trägermaterial realisiert werden. So kann ein entsprechendes Ultradünnglas, beispielsweise
ein Alkalialuminosilikatglas, zunächst als Flachglas bereitgestellt werden. In einem
nachfolgenden Herstellungsschritt kann das Glas mit Heizleiterstrukturen 3 versehen
und zu einem Rohr aufgerollt werden.
[0050] In Fig. 2 wird eine weitere Ausführungsform des Heizelements 1 schematisch dargestellt.
Gemäß dieser Ausführungsform ist das Trägermaterial 2a in Form eines Glas- oder Glaskeramikstabes
mit einem Durchmesser kleiner 20 mm ausgebildet. Die Heizleiterstrukturen 3 sind als
spiralförmige Beschichtung auf der Oberfläche des Trägermaterials 2a aufgebracht.
Die Enden 7 des Trägermaterials 2a sind in der hier dargestellten Ausführungsform
flach ausgebildet. Das Trägermaterial 2a kann jedoch abhängig von der Anforderung
an das Design des Heizelementes auch runde oder spitze Enden aufweisen. Auch eine
unterschiedliche geometrische Ausgestaltung der beiden Enden des Trägermaterials 2a
ist möglich.
[0051] Fig. 3 zeigt eine graphische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels, bei
welchem das Trägermaterial 2c als Flachglas ausgebildet ist und meanderförmige Heizleiterstrukturen
3 aufweist. Das Trägermaterial ist hierbei an einem Ende zu einer Spitze ausgebildet.
Dies ermöglicht es beispielsweise das in Fig. 3 gezeigte Heizelemente in ein Tabakstück
einzuführen.
[0052] Die Heizleiterstrukturen 3 können über die Kontakte 8a und 8b mit einer Energiequelle
(nicht dargestellt) verbunden werden. Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform kann
auch mit ultradünnen Flachgläsern als Trägermaterial 2c realisiert werden. Hierbei
sind Glasdicken von weniger als 100 µm oder sogar weniger als 50 µm möglich.
[0053] Fig. 4 zeigt eine graphische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels, bei
welchem das Trägermaterial 2d als Flachglas ausgebildet ist und vollflächige Heizleiterstrukturen
3 aufweist. Das Trägermaterial ist hierbei an einem Ende zu einer Spitze ausgebildet.
Dies ermöglicht es beispielsweise das in Fig. 4 gezeigte Heizelemente in ein Tabakstück
einzuführen.
[0054] In Fig. 5 ist eine elektronische Zigarette 9 dargestellt. Die Zigarette 9 umfasst
eine Spitze 10 und ein Mundstück 19, an welchem der Benutzer zieht, um das in der
Zigarette mittels eines Verdampfers 15 erzeugte Aerosol zu inhalieren. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Mundstück 19 von der Spitze 10 abnehmbar.
[0055] Die Zigarette 9 enthält einen elektrischen Energiespeicher 12, um die elektrische
Energie zur Verdampfung der organischen Flüssigkeit im Verdampfer 12 bereitzustellen.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist der elektrische Energiespeicher 12 in der
Spitze 10 der Zigarette 9 untergebracht.
[0056] Die elektronische Zigarette 9 enthält weiterhin eine Steuereinheit 13, welche die
Heizleistung des Heizelements im Verdampfer 15 regelt. Insbesondere kann die Steuereinheit
13 eingerichtet sein, festzustellen, ob ein Benutzer inhaliert und abhängig davon
die Heizleistung des Heizelements 16 zu regeln.
[0057] In der Spitze 10 kann weiterhin eine Leuchtdiode 11 angeordnet sein, die ebenfalls
von der Steuereinheit 13 angesteuert wird. Registriert die Steuereinheit 13, dass
der Benutzer an der Zigarette 9 zieht, kann diese die Leuchtdiode 11 ansteuern, so
dass die Leuchtdiode 11 leuchtet. Damit wird ein optischer Effekt entsprechend dem
Aufglimmen beim Ziehen an einer herkömmlichen Zigarette erzielt.
[0058] Die Verdampfereinheit 15 umfasst einen Flüssigkeitsspeicher 17 und eine darin aufgenommene
organischer Trägerflüssigkeit 18. Zur Beheizung des Flüssigkeitsspeichers 17 und damit
zur Verdampfung der organischen Trägerflüssigkeit 18 mit darin gelösten Bestandteilen,
wie Nikotin, Duftstoffen und/oder Aromastoffen umfasst die Verdampfereinheit 15 das
elektrisch beheizbares Heizelement 16. Das Heizelement 16 wird über die Steuereinheit
13 gesteuert vom elektrischen Energiespeicher 12 mit Strom versorgt. Durch Beheizen
auf eine Betriebstemperatur größer als 100° C ist die Flüssigkeitsspeicher aufgenommene
organische Trägerflüssigkeit 18, insbesondere ein hochsiedender Alkohol, wie Glycerin
oder Propylenglykol verdampfbar.
1. Heizelement, insbesondere geeignet zur Verwendung in einer elektronischen Zigarette,
umfassend zumindest ein Trägermaterial aus Glas oder Glaskeramik und metallische Heizleiterstrukturen,
wobei die Heizleiterstrukturen auf dem Trägermaterial aufgebracht sind und das Trägermaterial
eine thermische Leitfähigkeit < 2 W/K*m, eine Wärmekapazität < 1000 J/K*kg und eine
Rauheit Ra < 500 nm aufweist.
2. Heizelement gemäß dem vorstehenden Anspruch, wobei die thermische Leitfähigkeit des
Trägermaterials < 1,8 W/K*m, bevorzugt < 1,5 W/K*m ist.
3. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Trägermaterial rohr-
oder stabförmig ausgebildet ist und bevorzugt einen Durchmesser < 20 mm und/oder einer
Wandstärke < 5 mm aufweist.
4. Heizelement gemäß dem vorherigen Anspruch, wobei das Trägermaterial als ein Glasrohr
mit einem drei- oder mehreckigem Querschnitt ausgebildet ist.
5. Heizelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Trägermaterial als ein Glasrohr
mit einem runden oder elipsoiden Querschnitt oder als hohles Glasprofil ausgebildet
ist.
6. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Trägermaterial aus einem
Dünnglas, bevorzugt aus einem Dünnglas mit einer Dicke < 2000µm, bevorzugt < 1000µm,
besonders bevorzugt <= 500µm gebildet wird.
7. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Trägermaterial aus einem
Dünnglas, bevorzugt aus einem Dünnglas mit einer Dicke, < 100 µm, bevorzugt < 50 µm
gebildet wird.
8. Heizelement gemäß dem vorstehenden Anspruch, wobei das Dünnglas zu einer Rolle mit
einem Durchmesser < 20 mm, bevorzugt < 10 mm aufgerollt oder aufrollbar ist.
9. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Trägermaterial ein Silikatglas,
ein Borosilikatglas, ein Aluminiumsilikatglas oder ein Aluminiumborosilikatglas ist.
| Al2O3 |
1 bis 10 |
| Na2O |
1 bis 10 |
| K2O |
0 bis 5 |
| CaO |
0 bis 5, bevorzugt ≥ 0,1. |
10. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 9, wobei das Trägermaterial
ein Glas mit den folgenden Bestandteilen (in Gew.-%)ist
11. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Trägermaterial ein chemisch
gehärtetes Glas ist.
12. Heizelement gemäß dem vorstehenden Anspruch, wobei das Produkt von Wärmeleitfähigkeit
und Wärmekapazität

kleiner als 1800 J
2/K
2*m*s*kg oder sogar kleiner als 1500 J
2/K
2*m*s*kg bevorzugt kleiner als 1200 J
2/K
2*m*s*kg im Temperaturintervall 20-100°C ist.
13. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kanten des Dünnglases
chemisch und/oder mechanisch bearbeitet sind.
14. Heizelement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Trägermaterial eine Glaskeramik,
bevorzugt eine LAS-Glaskeramik oder eine MAS-Glaskeramik ist.
15. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Trägermaterial eine
Rauheit kleiner 250 nm, bevorzug < 20 nm aufweist.
16. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Heizleiterstrukturen
als elektrisch leitende Beschichtung, bevorzugt als eine platinhaltige Beschichtung
oder eine ITO-basierte Beschichtung ausgebildet ist.
17. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Heizleiterstrukturen
spiral- oder meanderförmig auf der Oberfläche des Trägermaterials angeordnet sind.
18. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 16, wobei die Heizleiterstrukturen
vollflächig auf der Oberfläche des Trägermaterials angeordnet sind.
19. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Heizleiterstrukturen
auf der äußeren Mantelfläche des Trägermaterials angeordnet sind.
20. Heizelement gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 18, wobei das Trägermaterial
rohrförmig ausgebildet ist und die Heizleiterstrukturen auf der inneren Mantelfläche
des Trägermaterials angeordnet sind.
21. Heizelement gemäß einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 18, wobei das Trägermaterial
als Flachglas ausgebildet ist.
22. Verwendung eines Heizelementes gemäß einem der vorherigen Ansprüche in einer elektronischen
Zigarette.