[0001] Die Erfindung betrifft eine automatisiert arbeitende Reinigungsvorrichtung für Insektenschutzgitter
gemäß Anspruch 1, welche insbesondere für einen mobilen Einsatz geeignet ist.
[0002] Insektenschutzgitter sind typischerweise aus einer flexiblen Gaze oder aus einer
festen Struktur als Metall- oder Kunststoffgitter aufgebaut.
[0003] Auf den Insektenschutzgittern, die auf einen mit einem Fenster oder einer Tür befestigbaren
Rahmen gespannt sind, lagern sich im Laufe der Zeit Fremdpartikel wie Staub, Schmutzpartikel,
tote Insekten usw. ab, wodurch deren Licht- und Luftdurchlässigkeit beeinträchtigt
wird. Haben sich Staub, Schmutzpartikel und Insektenablagerungen in der Netzstruktur
der Gaze der Gitter einmal festgesetzt, wird versucht die Fremdpartikel durch manuelle
Reinigungsverfahren mittels Reinigungstüchern oder speziellen Abziehern zu entfernen.
Die Rahmen sind üblicherweise aus Aluminium, Kunststoff oder Holz gefertigt.
[0004] Das Fliegenschutzgitter ist ein transparentes, licht- und luftdurchlässiges Gewebe
mit hoher Reißfestigkeit und besteht in der Regel aus einer flexiblen oder einer festen
Gaze, d. h. einer Textilgaze oder einer Metallgaze. Eine Textilgaze kann Polyester-m
Venyl- und/oder Glasfaseranteile enthalten. Eine Metallgaze kann Edelstahlgarn enthalten
mit einer Garnstärke von 0,2 mm oder weniger. Sie kann Maschenweiten von 1 mm x 1,5
mm bis zu 1 mm x 0,5 mm oder engmaschiger aufweisen und kann neben Fliegen auch Pollen
und körnige Luftschadstoffe abhalten.
[0005] Oftmals ist es jedoch auch erforderlich die Gaze der Gitter auszubauen und zu waschen
oder durch eine neue Gaze zu ersetzen, um ein unansehnliches Erscheinungsbild der
Gaze zu vermeiden.
[0006] Versuche, die Gaze durch ein Abbürsten mit einer Handbürste zu reinigen, gestalten
sich als schwierig, da die Gaze aus einem nachgiebigen, biegsamen Material besteht,
welches während dem Abbürsten zerstört werden kann.
[0007] Insbesondere die im industriellen Umfeld, wie in Bäckereien, lebensmittelverarbeitenden
Unternehmen, Kliniken und Pflegeheimen, installierten Insektenschutzgitter verschmutzen
nicht nur durch Staub- und Insektenablagerungen sondern auch durch Rauchkondensat,
Fett- und Ölverschmutzungen, welche sich oftmals nur durch einen Austausch bzw. eine
Reinigung der ausgebauten Gitter beheben lassen.
[0008] Aus der
DE 43 11 415 A1 ist eine Insektenschutz-Rollgittervorrichtung mit Reinigungsbürste bekannt, welche
lediglich für Insektenschutzgitter einsetzbar ist, die als Rollgitter konstruiert
sind und beim Auf- oder Zurollen durch einen Bürstenstreifen gereinigt werden. Für
in herausnehmbaren Rahmen gehaltene Insektenschutzgitter, welche ohne großen Montageaufwand
abnehmbar vor Fenster und Türen angebracht und leicht demontierbar sind, kann die
dort beschriebene Vorrichtung nicht eingesetzt werden.
[0009] Die
DE 32 12 916 A1 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen im Seidendruck verwendeter
Seidentücher, die in einem Rahmen eingespannt sind. Das Tuch wird einer Wirkung von
Ultraschall ausgesetzt, wobei es sich in einem mit Flüssigkeit gefüllten Behälter
befindet. Somit ist ein Verfahren zum Reinigen von Textilgeweben bekannt, die in einem
Rahmen eingespannt sind, die vollumfänglich in einer Reinigungsflüssigkeit eingebettet
und mit Ultraschall beaufschlagt werden. Es werden keine mechanischen Reinigungsverfahren
angewendet und es wird nicht auf eine Verwendung für Fliegengitter hingewiesen.
[0010] In der
KR 101282736 B1 und der
KR 10 2009 0009635 A werden Insektenschutz-Rollgitter betrachtet, die beim Auf- und Zurollen mittels angebrachten
Bürsten gereinigt werden können.
[0011] Die
KR 100773968 B1 betrifft eine Reinigungsvorrichtung für einen Insektenschutzgitterrahmen, bei dem
einseitig eine Rollenbürste aufsetzbar ist, die Teil einer Reinigungsvorrichtung ist
und die ein Insektenschutzgitter reinigen soll. Die Reinigung erfolgt mittels Bürstentechnik,
wobei einseitig die Bürste am Insektenschutzgitter angreift. Durch die einseitige
Belastung werden Fliegengitter mechanisch stark beansprucht und können leicht beschädigt
werden.
[0012] In der
KR 10 2013 006 1242 A wird ebenfalls eine Fliegenschutzgitter-Reinigungsvorrichtung betrachtet, wobei das
Fenster als Schiebefenster ausgeführt ist und die Reinigungsvorrichtung vorgesehen
ist, um die Außenseite des Fensters zu reinigen.
[0013] Die
DE 1 910 683 A betrachtet eine Fensterreinigungsvorrichtung, die zum Reinigen von Glasfenstern mehrere
gegenläufig arbeitende Reinigungsrollen vorschlägt, und die relativ zur Fensterscheibe
mittels einer Zahnradleiste verfahrbar ist.
[0014] Schließlich betrachtet die
RU 2 444 189 C2 ein einfaches Verfahren zum Reinigen von Insektenschutznetzen, aber auch Angelnetzen
mittels eines handgeführten "Teppichklopfers".
[0015] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik ergibt sich das Problem, dass insbesondere
für in Rahmen eingespannte Fliegenschutzgitter kein Reinigungsverfahren und keine
Reinigungsvorrichtung vorbekannt ist, mit der eine große Anzahl von Insektenschutzgitterrahmen
kostengünstig, schnell und schonend gereinigt werden kann.
[0016] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine mobile oder stationäre Reinigungsvorrichtung
für in Rahmen eingespannte bzw. gehaltene Insektenschutzgitter anzugeben, welche vorgenannte
Nachteile des Standes der Technik vermeidet und Ablagerung von Fremdpartikeln, wie
beispielsweise Staub, Schmutzpartikel und Insektenablagerungen, automatisiert und
schonend entfernt, so dass eine hohe Reinheitsqualität und Langlebigkeit der Insektenschutzgitter
gewährleistet werden kann. Des Weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, eine Reinigungsvorrichtung
vorzuschlagen, die Fliegenschutzgitter in einem hygienisch einwandfreien und umweltschonenden
Prozess reinigt.
[0017] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
sind in weiteren Ansprüchen und in der Beschreibung angegeben.
[0018] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung für Insektenschutzgitter, die auf einen
mit einem Fenster oder einer Tür befestigbaren Rahmen gespannt sind, ist aus einer
ersten Fördereinrichtung, welche die zu reinigenden Insektenschutzgitter automatisch
einer Reinigungseinheit zuführt, aufgebaut. Die Reinigungseinheit ist mit Düsen zur
Zuführung und Verteilung von Reinigungsflüssigkeit aus einem Waschwassertank auf die
zu reinigenden Insektenschutzgitter ausgestattet.
[0019] Erfindungsgemäß ist die Reinigungseinheit mit einer Rollen-/Walzenanordnung ausgestattet,
dessen wenigstens ein aus gegenüberliegend, d.h. an beiden Seiten des Insektenschutzgitters
angeordneten, gegenläufig drehenden Rollen gebildetes Rollenpaar am Gewebe des Insektenschutzgitters
zum Anliegen kommt, um dieses zu reinigen. Durch die Gegenläufigkeit wird keine Zug-
oder Druckbelastung auf das Gitter aufgebracht, so dass keine Kräfte auf die Gaze
wirken und eine Beschädigung vermieden wird. Vorteilhafterweise rotieren die Walzen
in einem Drehzahlbereich von 60 bis 120 U/min.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
ist die Rollen-/Walzenanordnung aus wenigstens zwei hintereinander bzw. gegenüberliegende
drehbar gelagerte gegenläufig arbeitende Rollenpaare aufgebaut, die am Gewebe des
Insektenschutzgitters während des Reinigungsvorganges anliegen.
[0021] Jedes Rollenpaar ist aus zwei gegenüberliegenden, d.h. an beiden Seiten des Insektenschutzgitters
angeordneten Reinigungsrollen/Reinigungswalzen gebildet, die jeweils auf einer drehbar
gelagerten Achse angeordnet sind und in vorteilhafter Weise aus partiellen auswechselbaren
Segmenten, vorzugsweise aus weichen Rundbürsten, insbesondere Kurzhaar-Rundbürsten,
aufgebaut.
[0022] Jede Reinigungsrolle kann zwei oder mehrere Segmente, d.h. Teilrollen aufweisen,
die auf einer gemeinsamen Drehachse benachbart angeordnet sind. Die Segmente der Rollenpaare
können aus einzelnen Reinigungsrollen bzw. Rollensegmenten, die bei Beschädigung oder
Verschleiß selektiv leicht ausgewechselt werden können. Es ist hierdurch möglich,
bedarfsweise die Reinigungsfläche einer Reinigungsrolle bzw. des Rollenpaares durch
Wegnahme oder Hinzufügen von Rollensegmenten bzw. einer Teilrolle zu vergrößern bzw.
zu verkleinern. Jedes Rollenpaar, insbesondere jede Reinigungsrolle kann separat bezüglich
ihrer Drehzahl und ihrer Drehrichtung stufenlos mittels einer Steuereinheit und damit
verbundenen, vorzugsweise vier, separat ansteuerbaren Walzenantrieben angetrieben
werden. Somit kann je nach Verschmutzungsgrad die Reinigungsleistung angepasst werden,
und eine Reinigungsgeschwindigkeit variiert werden.
[0023] Auch sind Mittel zur Abstandseinstellung vorgesehen, mit denen der Abstand zwischen
den Rollenpaaren entsprechend den Rahmenabmessungen des jeweils zu reinigenden Insektenschutzgitters
anpassbar ist.
[0024] Die Reinigungseinheit wirkt vorteilhafterweise mit einer zweiten Fördereinrichtung
zusammen, welche das in der Reinigungseinheit gereinigte Insektenschutzgitter durch
eine Spüleinheit zu einer Trockeneinheit transportiert. Die Spüleinheit ist mit weiteren
Düsen zur Zuführung von Frischwasser aus einem Frischwassertank ausgestattet.
[0025] Die Trockeneinheit entfernt die am Insektenschutzgitter anhaftende Flüssigkeit mittels
einer oder mehrerer integrierter Luftdüsen. Insbesondere bei einer mobilen Ausführung
der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung ist wegen des hohen Energiebedarfs eine
Anordnung der Düsen auf beiden Seiten des Gitters nicht immer sinnvoll, so dass dann
mittels einer besonderen Anordnung bzw. Ausführung der Luftdüsen der Trockeneinheit
als Luftmesser die am Insektenschutzgitter anhaftende Flüssigkeit vom Gewebe des Gitters
einseitig abgeblasen wird. Dabei bilden die Luftdüsen einen sehr schmalen Luftvorhang
mit hoher Strömungsgeschwindigkeit, indem die erforderliche Luftmenge mit einem definiertem
Druck durch die mit einem langen und schmalen Schlitz versehene Luftdüse geleitet
wird und so einen exakten Luftvorhang mit konstant hoher Geschwindigkeit erzeugt.
[0026] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung kann die Reinigungseinheit
anstelle der Düsen für die Reinigungsflüssigkeit auch mit einer Strahlvorrichtung
zum CO2-Schneestrahlen im Druckluftstrahlverfahren ausgestattet sein, welche als Strahlmittel
Kohlenstoffdioxid nutzt. Die Zuführung des Strahlmittels, vorzugsweise flüssiges CO2,
erfolgt durch eine kontinuierliche Strahlmittelversorgung, beispielsweise aus einem
CO2 Niederdrucktank.
[0027] Es kann eine Heizeinrichtung, z.B. ein Durchlauferhitzer zur Erwärmung der Reinigungsflüssigkeit
und/oder des Frischwassers vorgesehen sein, um die chemische Reinigungswirkung durch
Hitze zu verbessern.
[0028] Die Trockeneinheit wirkt mit einer weiteren Fördereinrichtung zusammen, welche die
gereinigten Insektenschutzgitter in einem Magazin ablegt bzw. stapelt.
[0029] Die Fördereinrichtungen der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung sind in vorteilhafter
Weise so ausgeführt, dass die zu reinigenden Insektenschutzgitter horizontal der Reinigungsvorrichtung
zuführbar sind. Alternativ kann auch eine vertikale Zuführung oder eine gewinkelte
Zuführung möglich sein, dabei kann es vorteilhaft möglich sein, mittels eines Klappmechanismus
die Winkellage der Insektenschutzgitter im Durchlauf durch die Reinigungsvorrichtung
einstellen zu können. Insbesondere bei einer gekapselten Ausführung, beispielsweise
bei einem Einbau der Reinigungsvorrichtung in einem Container kann ein vertikaler
oder gewinkelter Durchlauf der Insektenschutzgitter aufgrund der begrenzten Bauhöhe
vorteilhaft sein.
[0030] Bevorzugt werden die Insektenschutzgitter über angetriebene Gummi/Polyurethanbeschichtete
Rollen durch die Anlage gefördert. Diese sind untereinander mit Ketten oder Zahnriemen
verbunden und werden über einen Elektromotor angetrieben. Die Erforderliche Anpresskraft
für die Mitnahme der Gitter erfolgt durch federgelagerte Bürstenwalzen. Diese können
sich den unterschiedlichen Rahmenstärken anpassen sowie die Montageelemente der Gitterrahmen
aufnehmen.
[0031] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fördereinrichtungen weisen die Förderbänder
eine Profilierung auf, wobei auf der Gitterinnenseite ein flaches Führungsband mit
einer weichen Porol- Beschichtung vorgesehen ist. Dieses Führungsband wird pneumatisch
an ein ebenfalls profiliertes Gegenband der Fördereinrichtung angepresst. Mittels
der Profilierung wird das Gitter während dem Waschvorgang in Position gehalten.
[0032] In weiteren vorteilhaften Ausführungsvarianten ist vorgesehen, die zu reinigenden
Insektenschutzgitter entweder vertikal oder gewinkelt durch die Reinigungsvorrichtung
zu führen. Die dafür erforderliche Abwinkelung der entsprechenden Fördereinrichtungen
ist für eine Anpassung der zu reinigenden Insektenschutzgitter an verschiedene Größen
und an die Reinigungsmechanik anpassbar, insbesondere wenn die Reinigungsvorrichtung
durch einen Container mit Decke umhaust ist.
[0033] Vorteilhafterweise kann weiterhin vorgesehen sein, dass eine zweite Fördereinrichtung
aus einem Ablaufband und einem Querförderband mit Führungsschienen gebildet ist. Das
Ablaufband führt das jeweils gereinigte Insektenschutzgitter den Führungsschienen
des Querförderbandes zu, um so zu gewährleisten, dass in der Reinigungsvorrichtung
mehrere Insektenschutzgitter nacheinander automatisiert im Magazin ablegbar sind und
das Magazin mit den gereinigten Insektenschutzgittern zum Abtransport bereitstellt.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform kann eine weitere Fördereinrichtung umfasst
sein, welche die gereinigten Insektenschutzgitter in einem Magazin ablegt. Somit können
gereinigte Insektenschutzgitter in einem Magazin gelagert sein, so dass ein Bediener
sich lediglich mit der Beschickung von Insektenschutzgitter, aber nicht mit deren
Lagerung nach Durchlauf durch die Reinigungsvorrichtung beschäftigen muss. Erst wenn
das Magazin gefüllt ist, muss dieses geleert werden. Das Magazin kann aus einem Förderband
mit einer Lagermöglichkeit für eine Mehrzahl von Insektenschutzgittern bestehen, die
senkrecht und parallel zueinander gelagert werden, wobei das Förderband quer zur Ausgaberichtung
der Reinigungseinheit verläuft.
[0035] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Spüleinheit der Reinigungsvorrichtung
mit einem Filtersystem inklusive Wasseraufbereitungstank ausgestattet oder mit diesen
verbunden, welches die von den Insektenschutzgittern nach Ihrem Durchlaufen der Reinigungseinheit
und ablaufende Reinigungs- und Spülflüssigkeit filtert und einem erneuten Reinigungsvorgang,
vorzugsweise einem Vorspülen, wieder zuführt. Das Filtersystem reinigt dabei automatisch
über einen wartungsfreien Rückspülfilter mit integriertem Filtercontroller das Waschwasser.
[0036] In der Reinigungseinheit wird das jeweils zu reinigende Insektenschutzgitter in vorteilhafter
Weise in nur einem Reinigungsschritt in der Reinigungseinheit mittels der Rollen-/Walzenanordnung
in einfacher und das Gewebe des Insektenschutzgitters schonender Weise, auch festhaftender
Schmutz, wie anhaftende Insekten und Fett und Ölverschmutzungen, entfernt.
[0037] Die mit der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung erzielbaren Vorteile beruhen
weiterhin darauf, dass die in den herausnehmbaren Rahmen abnehmbar vor Fenstern angebrachten
Gitter, welche sich ohne einen großen Montageaufwand entfernen lassen, nach ihrem
Durchlaufen der Reinigungsvorrichtung wiederverwendbar sind. Durch die Verwendung
der Reinigungsflüssigkeit, welche beispielsweise ein in Wasser gelöstes und biologisch
abbaubares Reinigungskonzentrat ist, lassen sich auch Fett und Ölverschmutzungen in
einem umweltschonenden Prozess leicht entfernen. Das biologisch abbaubare Reinigungskonzentrat
kann entweder direkt in die Kanalisation eingeleitet oder einer Wiederaufarbeitung
zugeführt bzw. für eine zusätzliche Reinigung aufgefangen werden, so dass ein Abwasseranschluss
nicht unbedingt benötigt wird.
[0038] Insbesondere die Ausgestaltung der Reinigungsvorrichtung als kompakte, einfach zu
bedienende mobile bzw. stationäre Version ermöglicht eine längerfristige Nutzung,
beispielsweise in Form von Serviceaufträgen für große Immobilien. Durch die regelmäßige
und automatisiert ablaufende Reinigung der ausgebauten Insektenschutzgitter mittels
der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung wird die Langlebigkeit, Hygiene und ein
ordnungsgemäßes Funktionieren des Insektenschutzes gewährleistet, wodurch ein Mehrwert
für den Nutzungs- und Wohnkomfort und den Werterhalt der Immobilie garantiert wird.
[0039] Vorzugsweise ist die mobile Version der Reinigungsvorrichtung inklusive der Aggregate
für eine Wasseraufbereitung, Spülung und Trocknung, sowie die Tanks für Wasch-, Frisch-,
sowie Abwasser in einem PKW- oder LKW-Anhänger bzw. einer Pritsche montiert.
[0040] Die stationäre Version der Reinigungsvorrichtung ist so ausgestaltet, dass diese
beispielsweise in einem Container untergebracht ist, welcher auf einem LKW geladen
oder auf einem Anhänger an einen PKW angehängt und zum Einsatzort transportiert werden
kann.
[0041] Die Steuerung der erfindungsgemäßen Reinigungsanlage erfolgt mittels einer Steuerungseinheit,
beispielsweise eines Schaltschrankes mit integrierter SPS-Steuerung, welcher bei der
mobilen Version mit auf dem Fahrzeuganhänger und bei der stationären Version im Container
integriert sein kann. Eine Fehlerstromüberwachung, eine START-Taste für den Automatikbetrieb
und ein Sicherheitsmodul mit einer NOT-AUS Funktion/ NOT-AUS- Taste komplimentieren
die Steuerungseinheit.
[0042] Zur Anzeige ist beispielsweise ein Touch Screen Display, vorzugsweise auch eine mobile
Smartphone- oder Tabletanwendung vorgesehen, welches zur Anzeige von Fehler- und Statusmeldungen,
vorzugsweise im Klartextformat und zur Einstellung der Reinigungsparameter, wie beispielsweise
der Drehzahl und Drehrichtung der jeweiligen Rollenpaare sowie der Einstellung des
Abstandes zwischen den Rollenpaaren entsprechend den Rahmenabmessungen des jeweils
zu reinigenden Insektenschutzgitters, genutzt wird.
[0043] Anhand von dem in den folgenden Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen sollen
die Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltungen, Verbesserungen und weitere Vorteile
der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
[0044] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine beispielhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine beispielhafte Reinigungseinheit der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung,
- Fig. 3
- einen beispielhaften Aufbau einer Reinigungsrolle,
- Fig. 4
- ein beispielhaftes Blockschaltbild für das Funktionsprinzip des Wasserkreislaufes
der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung,
- Fig. 5
- eine beispielhafte Ausführungsform eines Magazins zur Ablage gereinigten Insektenschutzgitter
aus der zweiten der Fördereinrichtung, und
- Fig. 6
- eine weitere beispielhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung.
[0045] Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche oder alternative Merkmale der Erfindung.
Die einzelnen dargestellten Merkmale sind einzeln zu betrachten und können sinnvollerweise
zu weiteren Ausführungsbeispielen zusammengesetzt werden.
[0046] Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung,
welche für einen mobilen Einsatz in einem Kastenanhänger eines Fahrzeuges eingebaut
sein soll, um Kundenaufträge zum Reinigen von in Rahmen eingespannte Insektenschutzgitter
direkt vor Ort zu erledigen. Die Insektenschutzgitter bestehen aus einem in ein Aluminium-
Rahmenprofil gespanntes transparentes, licht- und luftdurchlässiges Gewebe mit hoher
Reißfestigkeit.
[0047] Um einen autarken Betrieb der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung zu ermöglichen,
sind alle erforderlichen Aggregate und Einheiten zum Reinigen der Insektenschutzgitter
so angeordnet, dass die Reinigung der Insektenschutzgitter in einem automatischen
Durchlaufverfahren möglich und die Reinigungsvorrichtung für einen mobilen Einsatz,
beispielsweise auf einem Fahrzeug, einsetzbar ist.
[0048] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung für die zu reinigenden Insektenschutzgitter
ist aus einer ersten Fördereinrichtung 10 aufgebaut, welche die zu reinigenden Insektenschutzgitter
automatisch einer Reinigungseinheit 20 zuführt.
[0049] In der gezeigten Ausführung gemäß
Fig. 1 können die Insektenschutzgitter quer zur Fahrtrichtung eines Fahrzeuganhängers automatisch
durch die Reinigungsanlage geführt werden.
[0050] Die Reinigungseinheit 20 ist mit einer oder mehreren Düsen zur Zuführung und Verteilung
von Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Insektenschutzgitter und Reinigungswalzen
ausgestattet.
[0051] Die Reinigung der Insektenschutzgitter erfolgt durch zwei hintereinander angeordneten,
gegenläufigen Rollenpaare 21. Dadurch wird eine sehr gute Reinigungsleistung gewährleistet,
sowie einem Verschieben der einzelnen Fäden des Gewebes vorgebeugt. Der Abstand der
Reinigungsrollen der Rollenpaare 21 zueinander kann mechanisch von Hand eingestellt
werden. Mittels der gegenüberliegenden und gegensinnig laufenden Rollen wird die Zug-
und Druckbelastung auf die zu reinigenden Insektenschutzgitter reduziert und auch
ein Reißen des Gewebes verhindert.
[0052] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Reinigungsflüssigkeit automatisch über einen
wartungsfreien Rückspülfilter mit integriertem Filtercontroller zu reinigen bzw. wiederaufzubereiten.
[0053] Nach dem Durchlaufen der Insektenschutzgitter durch die Reinigungseinheit 20 wird
in einer Spüleinheit 30 das gereinigte Gitter mit Frischwasser, bereitgestellt aus
einem Frischwassertank, gespült.
[0054] Die Düsen der Reinigungseinheit 20 und der Spüleinheit 30 sind als Flachstrahldüsen
ausgeführt, denen die Reinigungsflüssigkeit und das Frischwasser mittels Verteilerrohren
aus den entsprechenden Tanks zuführbar sind. Alternativ können auch Kegelstrahldüsen
eingesetzt werden, die die Reinigungsflüssigkeit verteilen und einen größeren Abstand
zum Insektenschutzgitter aufweisen, um eine großflächige Verteilung zu bewirken.
[0055] Eine zweite Fördereinrichtung 31 transportiert das in der Reinigungseinheit 20 gereinigte
Insektenschutzgitter durch eine Spüleinheit 30 zu einer Trockeneinheit 40. Die Spüleinheit
30 ist mit weiteren Düsen zur Zuführung von Frischwasser aus einem Frischwassertank
ausgestattet.
[0056] Die Trockeneinheit 40 ist dafür eingerichtet, die am Insektenschutzgitter anhaftende
Flüssigkeit mittels eines oder mehreren integrierter Luftdüsen 41, vorzugsweise mittels
eines Luftmessers 41, zu entfernen. Der Luftmesser 41 produziert einen sehr schmalen
Luftvorhang mit hoher Strömungsgeschwindigkeit, wodurch sich das Spülwasser vom Gewebe
des Insektenschutzgitters einseitig abblasen lässt.
[0057] Eine weitere Fördereinrichtung 50 transportiert die gereinigten Insektenschutzgitter
zu einem Magazin. In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
ist die weitere Fördereinrichtung 50 so konzipiert, dass mehrere Gitter nacheinander
gereinigt werden können bevor ein Abtransport des mit den gereinigten Insektenschutzgittern
bestückten Magazins nötig ist. Hierzu wird das jeweils gereinigte Insektenschutzgitter
nach dem Durchlaufen der Spüleinheit 30 und der Trockeneinheit 40 durch ein Ablaufband
auf ein Querförderband mit Führungsschienen geschoben, welches die gereinigten Insektenschutzgitter
stehend, beispielsweise parallel zu einem Fahrzeuganhänger, in das Magazin 60 transportiert.
Somit ist gewährleistet, dass der Bediener der Reinigungsvorrichtung erst bei einem
vollständig gefüllten Magazin die gereinigten Gitter ausräumen muss.
[0058] Fig. 2 zeigt eine beispielhafte Reinigungseinheit 20 der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
mit einer Rollen-/Walzenanordnung 21 mit einem Rollenpaar, wobei die gegenläufig drehenden
Reinigungsrollen 211 des Rollenpaares 21 am Gewebe des Insektenschutzgitters 1 anliegen.
Dadurch wird eine sehr gute Reinigungsleistung gewährleistet, sowie einem Verschieben
der einzelnen Fäden des Gewebes verhindert.
[0059] Als Rollen-/Walzenanordnung 21 ist ein modulares Bürstensystem, vorzugsweise aus
auf den Reinigungsrollen 211 gelagerten einzelnen Rollensegmenten, insbesondere Kurzhaar-Rollensegmenten
213 ausgeführt, vorgesehen, welches ein schnelles Wechseln der Bürsten erlaubt. Vorzugsweise
weisen die Rollensegmente eine Bürstenlänge von 50 mm bis 100 mm, bevorzugt 65 mm
bis 80 mm, insbesondere 77,5 mm auf.
[0060] Einen beispielhaften Aufbau einer Reinigungsrolle 211 zeigt die
Fig. 3. Die Reinigungsrolle 211 ist aus partiellen Segmenten 213 ausgeführt und bestehen
aus einzelnen, auf eine Achse 212 aufgeschobenen Teilrollen 213. Diese Teilrollen
213 können gegebenenfalls verlängert bzw. verkürzt und individuell ausgetauscht werden,
wodurch sich bei Beschädigungen oder Abnutzung der Rollensegmente 213 einzelne Teilbereiche
213 der Reinigungsrollen 211 in einfacher Weise selektiv austauschen lassen. Es ergibt
sich weiterhin die Möglichkeit, durch Hinzufügen oder Entfernen von Rollensegmenten
213 die Reinigungsfläche der Reinigungsrolle 211 an die Größe eines Insektenschutzgitters
1 anzupassen.
[0061] In der
Fig. 4 ist ein beispielhaftes Blockschaltbild des Funktionsprinzips des Wasserkreislaufes
der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung als geschlossenes System mit einem Tank
100 für Frischwasser, einem Tank 200 für die Reinigungsflüssigkeit bzw. das Waschwasser
und einem Tank für das Abwasser 300 dargestellt. Alternativ ist der Abwassertank 300
ersetzbar, wenn das Abwasser direkt in die in die Kanalisation eingeleitet wird. In
diesem Fall ist vorgesehen, dass der Reinigungsflüssigkeit ein wasserlösliches biologisch
abbaubares Reinigungskonzentrat zugesetzt ist.
[0062] Die Reinigung der Insektenschutzgitter 1 erfolgt in einem automatischen Durchlaufverfahren,
wobei das Wasser im Waschwassertank 200 zunächst erhitzt und mit Reinigungsmittel
versetzt wird.
[0063] Eine erste Pumpe 110 fördert das Waschwasser aus dem Waschwassertank 200 zu den Sprühdüsen
210 der Reinigungseinheit 20, die das zu reinigende Insektenschutzgitter 1 und die
Reinigungsrolle 211 mit der Reinigungsflüssigkeit benetzen und spülen. Die vom Gitter
1 ablaufende Reinigungsflüssigkeit wird einer Auffangwanne mit integriertem Grobfilter
220 zugeführt und dabei mittels der aus der Waschwassertank 200 bereitgestellten Reinigungsflüssigkeit
vorgefiltert. Die Zuführung der Reinigungsflüssigkeit zum Spülen des Grobfilters 220
ist mit dem Bezugszeichen 221 gekennzeichnet.
[0064] Mittels einer zweiten Pumpe 230 wird das vom Grobfilter 220 vorgereinigte Wasser
über einem Rückspülfilter 240 und einen Feinfilter 250 zurück in den Waschwassertank
200 gepumpt und kann so nochmal zum Vorspülen genutzt werden. Das aus dem Grobfilter
220, der zweiten Pumpe 230, dem Rückspülfilter 240 und dem Feinfilter 250 bestehende
Filtersystem reinigt sich vollautomatisch. Das Rückspülwasser des Rückspülfilters
240 wird in einen gesonderten Abwassertank 300 geleitet. Dieses Wasser wird nicht
mehr verwendet. Gegebenenfalls kann der Grobfilter 220, der in Form eines Siebs bereitgehalten
wird, von Hand entnommen und gereinigt werden, um Grobschmutz zu entfernen. Der Feinfilter
250 kann als Sackfilter ausgelegt sein, und kann bei Bedarf, beispielsweise nach einer
festgelegten Anzahl von Reinigungsvorgängen ausgetauscht werden.
[0065] Mittels einer Frischwasserpumpe 310 wird Frischwasser aus dem Frischwassertank 100
den Spüldüsen der Spüleinheit 30 zugeführt, welche das automatisch über die zweite
Fördereinrichtung 31 bereitgestellte gereinigte Insektenschutzgitter 1 mit Frischwasser
spült.
[0066] Das beim Spülvorgang verwendete Wasser wird über einen weiteren Feinfilter 350 zu
einer Auffangwanne 360 für das Spülwasser geführt, die mit einer Pumpe 370 zusammenwirkt,
deren Funktion darin besteht das gefilterte Spülwasser in den Frischwassertank 310
zu pumpen. Alternativ kann das Spülwasser auch ohne Pumpe direkt dem Frischwassertank
zur Wiederverwendung zugeführt werden.
[0067] Aus dem Frischwassertank 100 wird auch mittels der Frischwasserpumpe 310 Frischwasser
dem Waschwassertank 200 zugeführt, um die Menge an verbrauchtem Waschwasser für den
Rückspülvorgang zu ersetzen. Im Rückspülvorgang wird eine geringe Menge Wasser eingesetzt,
in der Regel bis zu 10l, so dass in diesem Fall auf einen zusätzlichen Pumpeneinsatz
für den Rückspülvorgang verzichtet werden kann.
[0068] In der
Fig. 5 ist eine beispielhafte Ausführungsform eines Magazins 60 zur Ablage gereinigten Insektenschutzgitter
1 aus der zweiten der Fördereinrichtung 31 gezeigt.
[0069] Um zu gewährleisten, dass die Reinigungsvorrichtung von einer Person bedienbar ist,
wird am Auslass der zweiten Fördereinrichtung 31 eine Vorrichtung 60 konzipiert, die
es ermöglicht, mehrere Gitter 1 nacheinander ohne einen weiteren manuellen Eingriff
zu reinigen bevor ein Abtransport der beispielsweise als Magazin ausgeführten Vorrichtung
60 nötig wird. Hierzu wird das Insektenschutzgitter 1 durch das Ablaufband 31 auf
das Querförderband 61 mit Führungsschienen 62 geschoben. Das Querförderband 61 kann
von einer Antriebs- und einer Folgerolle umgelenkt und in Förderrichtung 63 bewegt
werden und ggf. mehrere, nicht dargestellte Trägerrollen umfassen. Dieses taktet dann
die gereinigten Insektenschutzgitter 1, vorzugsweise stehend und parallel, zu einem
bereitstehenden Fahrzeuganhänger weiter. Somit wird in vorteilhafter Weise erreicht,
dass der Bediener der Reinigungsvorrichtung erst bei einem vollständig bestücktem
Magazin 60 die gereinigten Gitter 1 entnehmen muss. Hierdurch können eine Vielzahl
von Insektenschutzgittern 1 nach erfolgter Reinigung zwischengelagert werden, um einen
hohen Durchsatz und Effizienz bei geringer Anzahl von Bedienpersonal zu erreichen.
[0070] Fig. 6 zeigt eine weitere beispielhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit
20, die ein vollautomatisches Reinigen der Insektenschutzgitter 1 im Durchlaufverfahren
ermöglicht. Grundsätzlich entspricht der grundsätzliche Aufbau der Reinigungseinheit
20 der in der Fig. 2 dargestellten Variante, allerdings ist die Reinigungseinheit
20 um einen Winkel von ca. 45° gegenüber der vertikalen verkippt. Hierdurch ist insbesondere
für relativ große Insektenschutzgitter oder im Containerbetrieb mit niedriger Deckenhöhe
ein effizienter Einsatz möglich. Auch ist das Sammeln und der Ablauf der eingesetzten
Reinigungsflüssigkeit, die entlang einer abgewinkelten Führungsbahn ablaufen kann,
vereinfacht möglich.
Bezugszeichenliste
[0071]
1 Insektenschutzgitter
10 erste Fördereinrichtung
20 Reinigungseinheit
21 Rollen-/Walzenanordnung, Rollenpaar,
30 Spüleinheit
31 zweite Fördereinrichtung, Ablaufband
40 Trockeneinheit
41 Düse zum Trocknen des gereinigten Insektenschutzgitters, Luftmesser, Luftdüse
50 weitere Fördereinrichtung
60 Magazin
61 Querförderband
62 Führungsleisten
63 Förderrichtung
70 Insektenschutzgitter
100 Frischwassertank
110 erste Pumpe
200 Waschwassertank, Tank für Reinigungsflüssigkeit
210 Sprühdüse
211 Reinigungsrolle
212 Achse
213 Teilrollen, Teilbereiche der Reinigungsrollen, Segmente der Reinigungsrollen
220 Auffangwanne mit Grobfilter
221 Zuführung der Reinigungsflüssigkeit zum Spülen des Grobfilters
230 zweite Pumpe
240 Rückspülfilter
250 Feinfilter
300 Abwassertank
310 Frischwasserpumpe
350 weiterer Feinfilter
360 Auffangwanne 360 für das Spülwasser
370 weitere Pumpe
370 Pumpe zur Zuführung von gefiltertem Spülwasser in den Frischwassertank
1. Reinigungsvorrichtung für in Rahmen eingespannte Insektenschutzgitter (1) gekennzeichnet durch eine erste Fördereinrichtung (10), welche die zu reinigenden Insektenschutzgitter
(1) einer Reinigungseinheit (20) zuführt, wobei die Reinigungseinheit (20) mit Düsen
(210) zur Zuführung und Verteilung von Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden
Insektenschutzgitter (1) ausgestattet ist, und die Reinigungseinheit (20) mit einer
Rollen-/Walzenanordnung (21) ausgestattet ist, bei der wenigstens ein aus an beiden
Seiten des Insektenschutzgitters (1) angeordneten, gegenläufig drehenden Reinigungsrollen
(211) gebildetes Rollenpaar am Gewebe des Insektenschutzgitters (1) zum Anliegen kommt.
2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Fördereinrichtung (31) umfasst ist, welche das in der Reinigungseinheit
(20) gereinigte Insektenschutzgitter (1) durch eine Spüleinheit (30) zu einer Trockeneinheit
(40) transportiert, wobei die Spüleinheit (30) mit weiteren Düsen zur Zuführung von
Frischwasser aus einem Frischwassertank ausgestattet ist, und wobei die Trockeneinheit
(40) die am Insektenschutzgitter (1) anhaftende Flüssigkeit mittels eines einer oder
mehreren integrierten Luftdüsen (41) entfernt.
3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Fördereinrichtung (50) umfasst ist, welche die gereinigten Insektenschutzgitter
(1) in einem Magazin (65) ablegt.
4. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen-/Walzenanordnung (21) aus wenigstens zwei, an beiden Seiten des Insektenschutzgitters
(1) angeordneten, gegenläufig drehenden Rollenpaaren (21) aufgebaut ist, die am Gewebe
des Insektenschutzgitters (1) zum Anliegen kommen.
5. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. die Rollenpaare (21) jeweils auf einer drehbar gelagerten Achse (212) angeordnet
sind und aus partiellen auswechselbaren Segmenten (213), vorzugsweise aus weichen
Bürsten-Teilrollen, bevorzugt Kurzhaar-Teilrollenbürsten, aufgebaut sind.
6. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Rollenpaar (21), insbesondere jede Reinigungsrolle (211) separat bezüglich
ihrer Drehzahl und ihrer Drehrichtung ansteuerbar ist.
7. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Rollenpaaren (21) entsprechend den Rahmenabmessungen des
jeweils zu reinigenden Insektenschutzgitters (1) einstellbar ist.
8. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtungen (10, 31, 50) die zu reinigenden Insektenschutzgitter (1)
horizontal, vertikal oder gewinkelt durch die Reinigungsvorrichtung führen.
9. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Fördereinrichtung (31) aus einem Ablaufband und einem Querförderband mit
Führungsschienen gebildet ist und das Ablaufband das jeweils gereinigte Insektenschutzgitter
(1) den Führungsschienen des Querförderbandes zuführt.
10. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung der Reinigungsflüssigkeit aus einem Waschwassertank und die Zuführung
von Frischwasser aus einem Frischwassertank erfolgt.
11. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen der Reinigungseinheit (20) und der Spüleinheit (30) als Flachstrahldüsen
oder Kegelstrahldüsen ausgeführt sind, denen die Reinigungsflüssigkeit und das Frischwasser
mittels Verteilerrohren aus den entsprechenden Tanks zuführbar ist.
12. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Spüleinheit (30) mit einem Filtersystem verbunden ist, welches die ablaufende
Reinigungs- und Spülflüssigkeit filtert und einem erneuten Reinigungsvorgang zuführt.
13. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinheit (20) anstelle oder zusätzlich zu den Düsen für die Reinigungsflüssigkeit
mit einer Strahlvorrichtung zum CO2-Schneestrahlen im Druckluftstrahlverfahren ausgestattet
ist, welche als Strahlmittel Kohlenstoffdioxid nutzt.
14. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Anordnung der Luftdüsen (41) der Trockeneinheit (40) lediglich ein Trocknen
an einer Seite des Gewebe des gereinigten und gespülten Insektenschutzgitters (1)
ausführbar ist.
15. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung der Insektenschutzgitter (1) in einem automatischen Durchlaufverfahren
erfolgt.
16. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, welche für einen mobilen
Einsatz, beispielsweise auf einem Fahrzeug, einsetzbar ist und/oder in einem Container
untergebracht ist.