Erfindungsgebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Verschlusssysteme, die üblicherweise
(jedoch nicht ausschließlich) an Kunststoffbeuteln verwendet werden, die dazu bestimmt
sind, häufig oder täglich konsumierte Produkte aufzunehmen und frisch zu halten.
Stand der Technik
[0002] Heutzutage werden zahlreiche Produkte für ihre Verpackung und Frisch-haltung während
ihres Verbrauchs in Kunststoffbeuteln verkauft (Lebens-mittel wie etwa Brote oder
Backwaren, Zusammenstellungen kleiner Teile usw.). Einer der Schlüsselfaktoren für
diese Frischhaltung ist die Verwendung eines geeigneten Verschlusssystems, das nicht
nur wirksam ist (um den Inhalt in geringerem Maße der Luft auszusetzen oder seine
Aufbewahrung zu erleichtern), sondern auch komfortabel für den Benutzer ist, der den
Beutel während seiner Verwendung viele Male öffnen und schließen muss. Derzeit existieren
unterschiedliche Lösungen für diese Anforderung, wie etwa kunststoffummantelte Drähte,
die um den Beutel gewickelt werden, Kunststoffklammern, um ein Offnen des Beutels
nach seinem Verschließen zu vermeiden, Verschlusssysteme in der Art eines "Reißverschlusses",
Klebestreifen usw. Viele dieser Systeme weisen trotz ihrer allgemeinen Verwendung
drei für ihren täglichen Gebrauch bedeutsame Einschränkungen auf: 1) eine für den
Benutzer umständliche Handhabung, 2) ein beschränktes Verschlussvermögen und/oder
3) die Möglichkeit, dass das Verschluss-system verloren geht. Beispielsweise weist
der angeführte kunststoffummantelte Draht die Einschrankung 1 auf, da er es erfordert,
dass der Verbraucher ihn auseinanderwickelt, um den Beutel zu öffnen, und später wieder
zusammenwickelt, um diesen erneut zu schließen. Dieser Vorgang braucht Zeit und Mühe,
die zwar kurz sind, aber dazu führen, dass viele Benutzer ihn nach seiner täglichen
Wiederholung unterlassen und einfach dazu übergehen, den Beutel zusammenzuwickeln,
ohne das Verschluss-system zu verwenden. Andere Systeme, wie etwa einige auf dem Markt
befindliche Klammern, weisen nicht die Einschränkung 1 auf, da sie schneller zu handhaben
sind, gewährleisten aber keinen angemessenen Verschluss (Einschränkung 2). Schließlich
sind die meisten handelsüblichen Verschlusssysteme dem Beutel lose beigefügt, was
ihre Benutzerfreundlichkeit verringert, da man sie aus dem Auge verlieren kann und
sie sogar verloren gehen können. Der Extremfall dieser Einschränkung sind zahlreiche
berichtete Fälle eines versehentlichen Verschluckens bestimmter, weit verbreiteter
Arten von Klammern, was zu schweren Verletzungen des Verdauungs-trakts und sogar zum
Tod des Verunglückten geführt hat. Die im Stand der Technik bereits existierenden,
fest mit dem Beutel verbundenen Erfindungen verhindern zwar, dass die Klammer verloren
geht, aber sie weisen die Einschränkung 1 auf und sind daher nicht benutzerfreundlich.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Diese Erfindung soll unter Vermeidung der zuvor dargelegten Einschränkungen der bereits
existierenden Systeme ein zuverlässiges, rasches, ein-faches und sicheres Verschließen
für Beutel bereitstellen. Die erfinderische Neuheit, die die vorliegende Erfindung
kennzeichnet, besteht in einer Verschlussplatte als festem Bestandteil der Klammer,
die es gestattet, diese derart mit dem Beutel zu verbinden, dass das Verschließen
desselben mittels der Klammer durch die aus diesem Verschließen herrührende Zug-spannung
sein Öffnen verhindert.
[0004] Die Erfindung besteht in einer Platte (Figuren 1-5), die aus einem Ende mit einer
"V" förmigen Offnung (A) gebildet wird, durch die die Wicklung des Beutels hindurchgleitet
und die in eine kreisförmige Öffnung (B) übergeht, in der die Wicklung zu liegen kommt.
Das gegenüberliegende Ende der Platte wird durch eine klappbare Zunge mit einem Loch
(C) gebildet, in das ein der eigentlichen Platte (D) zugehöriger Stift einrastet.
Die Klammer wird an den Rand des Beutels angelegt, und der Letztgenannte wird zwischen
der Zunge und der Platte eingeführt. Wenn die Zunge auf die Platte geklappt und mittels
des Stifts verrastet wird, wird der Rand des Beutels festgehalten, und die Klammer
bleibt mit dem eigentlichen Beutel verbunden.
[0005] Nachdem die Klammer mit dem Beutel verbunden wurde (Fig. 6), wird dieser geschlossen,
indem der Beutel auf die übliche Weise zusammengewickelt wird (Fig. 7), wobei die
Klammer am Rand des sich ergebenden Überstands verbleibt. Der Überstand wird dann
nach unten gefaltet und die Wicklung wird durch die Offnung (A) der Platte geführt,
bis sie in dem Loch (B) zu liegen kommt (Fig. 8). Der Überstand bleibt durch die beiden
Enden der Klammer zusammengewickelt und wird durch diese festgehalten, wobei die Zugspannung
der Wicklung verhindert, dass der Beutel sich auseinander-wickelt und öffnet.
[0006] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung im Vergleich zu anderen im Stand der Technik
vorhandenen Lösungen sind folgende: 1) Fester und sehr dichter Verschluss des Beutels,
wenn dieser durch Zusammenwickeln geschlossen wird, und Verhindern, dass er sich auseinanderwickelt,
durch die Zugspannung der Wicklung des Überstands. 2) Rascher Verschlussvor-gang;
schneller als bei Systemen in der Art eines Drahts, die eine ähnliche Verschlussdichtheit
gewährleisten, und so schnell wie bei anderen Systemen in der Art einer Klammer, die
jedoch eine geringere Dichtheit bereitstellen als die vorliegende Erfindung. 3) Komfort.
Da die Klammer mit dem Beutel verbunden ist, wird ihre Verwendung erleichtert, da
verhindert wird, dass sie verloren geht, und sie daher stets zur Hand ist. 4) Sicherheit.
Durch Verankern der Klammer an dem Beutel kann sie nicht in den Inhalt hineinfallen,
wodurch vermieden wird, dass sie versehentlich verschluckt werden kann. 5) Wirtschaftlichkeit.
Das System weist die zuvor bezogen auf andere existierende Systeme genannten Vorteile
auf, wobei die Kosten in etwa denen der wirtschaftlichsten entsprechen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0007]
Fig. 1 Perspektivische Ansicht der Klammer mit angehobener Zunge, die wie folgt beschriftet
ist:
- A: "V" förmige Öffnung,
- B: kreisförmiges Loch,
- C: gelochte klappbare Zunge,
- D: fest mit der Platte verbundener Stift;
Fig. 2 Perspektivische Ansicht der Klammer mit heruntergeklappter Zunge;
Fig. 3 Draufsicht auf die Klammer;
Fig. 4 Seitenansicht der Klammer mit angehobener Zunge;
Fig. 5 Seitenansicht der Klammer mit heruntergeklappter Zunge;
Fig. 6 Mit einem offenen Kunststoffbeutel verbundene Klammer;
Fig. 7 Wicklung des Beutels, um sein Verschließen vorzunehmen;
Fig. 8 Verschließen des Beutels mittels der Klammer;
Fig. 9 Perspektivische Ansicht der Klammer mit seitlicher Öffnung;
Fig. 10 Perspektivische Ansicht der Klammer mit dauerhafter Befestigung (E) anstelle
der klappbaren Lasche (C) und des Stifts (D).
Beste Art und Weise der Ausführung der Erfindung
[0008] Herstellung einer Platte (aus Kunststoff, Harz, Metall oder einem beliebigen anderen
geeigneten flexiblen Material), wie die in den Figuren 1-5 beschriebene und dargestellte.
Art(en) und Weise(n) der Ausführung der Erfindung
[0009] Abwandlung der Ausführung durch anderes Ausrichten der "V" förmigen Öffnung (A),
durch die die Wicklung des Beutels einzuführen ist (Fig. 9).
[0010] Abwandlung der Ausführung durch Ersetzen der Befestigung durch Verschließen am Beutel,
die in den Figuren 1-5 beschrieben ist, durch eine zeitweilige Befestigung einer beliebigen
Art von Klemmen oder Clips oder eine dauerhafte Klebe-, Heißsiegelungs- oder andere
Befestigung, die das gleiche Ergebnis gestattet (Bereich (E), Fig. 10).
[0011] Abwandlung der Ausführung durch Erweitern oder Verlängern eines beliebigen Teils
der Platte in beliebiger Weise, die deren Funktionalität nicht beeintrachtigt (beispielsweise
zwecks Anbringens näherer Angaben zum Produkt oder von Werbung).
[0012] Abwandlung des Profils der Offnungen durch Vornehmen von Änderungen der Formen (kreisförmig,
sternförmig, rechteckig, dreieckig usw.)
[0013] Beliebige Kombination der vorstehenden Ausführungsformen.
1. Platte zum Verschließen von Kunststoffbeuteln, die dazu bestimmt sind, häufig oder
täglich konsumierte Produkte aufzunehmen und frisch zu halten, die eine "V" förmige
Öffnung (A) in der Platte umfasst, durch die die Wicklung des Beutels hindurchgleitet
und die in eine kreisförmige Öffnung (B) übergeht, in der die Wicklung zu liegen kommt,
gekennzeichnet durch
eine Verschlussplatte, die durch eine klappbare Zunge mit einem Loch (C), in das ein
der eigentlichen Platte (D) zugehöriger Stift einrastet, gebildet wird und die es
gestattet, dass das gegenüberliegende Ende der Platte mittels einer ösbaren Befestigung
mit dem Rand des Beutels verbunden wird.
2. Platte zum Verschließen von Kunststoffbeuteln, die dazu bestimmt sind, häufig oder
täglich konsumierte Produkte aufzunehmen und frisch zu halten, die eine "V" förmige
Öffnung (A) in der Platte umfasst, durch die die Wicklung des Beutels hindurchgleitet
und die in eine kreisförmige Öffnung (B) übergeht, in der die Wicklung zu liegen kommt,
gekennzeichnet durch
einen Bereich (E) am gegenüberliegenden Ende der Platte, der chemisch, mechanisch
oder mit einem beliebigen anderen Mittel behandelt ist, das die zeitweilige oder dauerhafte
Befestigung der Verschlussplatte am Rand des Beutels mit chemischen (Klebstoff), physikalischen
(Wärme) oder anderen Mitteln gestattet.
Geänderte Ansprüche nach Art. 19.1 PCT
1. Klammersystem zum Verschließen von Beuteln, die dazu bestimmt sind, häufig oder täglich
konsumierte Produkte aufzunehmen und frisch zu halten, das eine Verschlussplatte mit
einer "V" förmigen Öffnung (A) an einem Ende der Platte umfasst, durch die die Wicklung
des Beutels hindurchgleitet und die in eine kreisförmige Offnung (B) übergeht, in
der die Wicklung zu liegen kommt, gekennzeichnet durch
eine klappbare Zunge (C), die sich an dem Ende der Platte befindet, das dem die "V"
förmige Öffnung (A) enthaltenden Ende gegenüberliegt und ein Loch besitzt, in das
ein fest mit der eigentlichen Platte verbundener Stift (D) einrastet, wobei das Verschließen
der klappbaren Zunge (C) auf dem Rand des Beutels durch Einrasten des Stiftes (D)
in das Loch der Zunge (C) gestattet, dass dieses Ende der Verschlussplatte mittels
einer lösbaren Befestigung mit dem Rand des Beutels verbunden wird, derart dass der
Teil der Verschlussplatte, der zwischen dem die "V" förmige Öffnung (A) enthaltenden
Ende der Platte und dem diesem Ende am nächsten liegenden Rand der Zunge (C) inbegriffen
ist, sich in der Luft und nicht auf dem Beutel befindet.
2. Klammersystem zum Verschließen von Beuteln, die dazu bestimmt sind, häufig oder täglich
konsumierte Produkte aufzunehmen und frisch zu halten, das einen Beutel und eine Verschlussplatte
mit einer "V" förmigen Öffnung (A) an einem Ende der Platte umfasst, durch die die
Wicklung des Beutels hindurchgleitet und die in eine kreisförmige Öffnung (B) übergeht,
in der die Wicklung zu liegen kommt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlussplatte in den Rand des Beutels mittels einer nicht lösbaren Befestigung
beliebiger Art integriert ist, die diese Verbindung derart gestattet, dass, nachdem
die Platte am Rand des Beutels befestigt wurde und zwecks ihrer Benutzung als Beutelverschluss,
das die "V" förmige Öffnung (A) enthaltende Ende der Platte sich in der Luft und nicht
auf dem Beutel befindet, wobei die Verschlussplatte einen Bereich (E) an dem Ende,
das dem die "V" förmige Öffnung (A) enthaltenden Ende gegenüberliegt, besitzt, derart
dass dieser Bereich (E) chemisch, physikalisch, mechanisch oder mit einem beliebigen
anderen Mittel behandelt ist, das die zeitweilige oder dauerhafte Befestigung der
Verschlussplatte am Rand des Beutels mit chemischen (Kleb-stoff), physikalischen (Wärme)
oder anderen Mitteln gestattet, wobei auf diese Weise der Rand des Bereichs (E), der
dem die "V" förmige Öffnung (A) enthaltenden Ende der Platte am nächsten liegt, sich
in einem Abstand vom Rand des Beutels befinden muss, der ausreichend klein ist, damit
er es gestattet, den Überstand des Beutels auf sich selbst zu falten und für das korrekte
Verschließen des Beutels mittels der Platte die Wicklung des Beutels in die kreisförmige
Öffnung (B) der Platte einzupassen.
Erklärung nach Art. 19.1 PCT
Die Änderungen der ursprünglichen Ansprüche dienen dazu, die Neuheit und die erfinderische
Eigenschaft der oben genannten Erfindung gegenüber denjenigen Erfindungen herauszustellen,
die als Stand der Technik während des PCT-Recherchenberichts genannt worden sind.
Die Änderung des ersten Anspruchs zielt darauf ab, diesen Anspruch sebsterklärender,
genauer und klarer zu gestalten, so dass die technischen Eigenschaften der Erfindung
so verständlich und erschöpfend wie möglich beschrieben werden, wobei ausgeführt wird,
dass die beseitigbare Befestigung dazu dient, die Schließplatte an der Kante des Beutels
zu halten und damit die bestehenden Unterschiede in Bezug zum Stand der Technik zu
vergrößern.
Die Änderung des zweiten Anspruchs dient dem Zweck, den Beutel vor dem Einbeziehen
zusammen mit der Schließplatte selbst in das Clipsystem aufzunehmen, wobei beide miteinander
verbunden werden. Darüber hinaus sind der Ort und die Position der Schließplatte im
Beutel erschöpfend dargestellt worden, um die Unterschiede zum Stand der Technik zu
verdeutlichen.
Bei den entsprechenden Änderungen beider Ansprüche ist die Tatsache erhöht worden,
dass die Befestigung der Schließplatte an der Kante des Beutels vorzunehmen ist, weil
es diese Tatsache ist, die der Erfindung die Neuheit und die erfinderische Eigenschaft
gegenüber dem Stand der Technik verleiht, der im PCT-Recherchenbericht genannt wurde.
Die in den Ansprüchen vorgenommenen Änderungen ändern nicht den Inhalt der ursprünglichen
Beschreibung und haben auch keine Auswirkungen auf die ursprünglich dargestellten
Figuren, da sie nur diejenigen Inhalte herausstellen, erläutern und offenbaren, die
bereits in den ursprünglichen Ansprüchen vorhanden waren. Daher liegt keine Ausweitung
der Offenbarung über die internationale Anmeldung vor, wie sie dargestellt bzw. angemeldet
wurde.