[0001] Es sind z.B. aus der
DE 37 42 213 A1 manuelle Türantriebe bekannt, die ein Antriebsaggregat mit einer Kraftübertragungseinrichtung
aufweisen und ausgebildet sind zur Montage an Türen mit Schwenktürflügel. Das Antriebsaggregat
wird je nach örtlichen Verhältnissen und Anwendungsfall flügelseitig oder rahmenseitig
montiert. Die Kraftübertragungseinrichtung wird auf der Gegenseite, d.h. rahmenseitig
bzw. flügelseitig abgestützt. Das Antriebsaggregat umfasst bei diesem bekannten manuellen
Türantrieb eine Schließfedereinheit und eine hydraulische Dämpfungseinrichtung. Die
Schließfedereinheit und die hydraulische Dämpfungseinrichtung sind in einem Gehäuse
aufgenommen, in der auch die Abtriebswelle gelagert ist, an der die Kraftübertragungseinrichtung
angeschlossen ist. Diese kann in der Praxis als Scherengestängeeinrichtung oder Gleitarm-Gleitschieneneinrichtung
ausgeführt sein.
[0002] Ein elektromechanischer Türantrieb, der vergleichbar aus einem Antriebsaggregat und
einer entsprechenden Kraftübertragungseinrichtung ausgebildet ist, ist z.B. aus der
EP 1 505 239 B1 bekannt. Das Antriebsaggregat umfasst einen Elektromotor, dessen Abtriebswelle mit
der Kraftübertragungseinrichtung verbunden ist, die in gleicher Weise wie bei dem
o.g. manuellen Türschließer als Scherengestängeeinrichtung oder Gleitarm-Gleitschieneneinrichtung
ausgebildet sein kann. Der elektromechanische Antrieb wird in vergleichbarer Weise
an einer Tür mit Schwenktürflügel montiert, wie vorangehend für den manuellen Türschließer
beschrieben.
[0003] Eine wesentliche Funktion der manuellen und elektromechanischen Türantriebe ist,
dass am Ende des Schließvorgangs die Tür sicher in die Schließstellung ins Schloss
gelangen muss unter Überwindung der Schlossfalle. Bei den bekannten manuellen Türschließern
mit hydraulischer Dämpfung ist hierfür in der Regel ein sog. hydraulischer Endschlag
vorgesehen, der darin besteht, dass die hydraulische Dämpfung in der Endphase beim
Schließvorgang einen Bypass aufweist. Dies verursacht in der Praxis häufig ein Zuschlagen
der Tür mit lautem Knall, wenn die Tür ins Schloss fällt. Wenn der Endschlag schwächer
eingestellt wird, kann es vorkommen, dass die Federkraft der Schließfeder am Ende
des Schließvorgangs nicht ausreicht, um die Tür zu schließen, d.h. es kann vorkommen,
dass die Tür nicht in die Schließlage gelangt, die Schlossfalle nicht überdrückt wird
und der Türflügel lediglich am Rahmen angelehnt vor Erreichen der Schließlage stehen
bleibt.
[0004] Bei den bekannten elektromotorischen Türantrieben ist der motorische Öffnungs- und/oder
Schließvorgang über eine elektrische Steuerungseinrichtung steuerbar. Damit der Antrieb
jedoch zuverlässig und sicher funktioniert, ist eine ständige Wartung und Kontrolleinstellungen
erforderlich. Ein Ausfallen von elektrischen Bauteilen führt in der Regel zum völligen
Stillstand des Antriebs, sodass die genannten Wartungs- und Überprüfungsmaßnahmen
permanent erforderlich sind. Ferner erfordert der elektrische Antrieb grundsätzlich
einen Stromanschluss. In der Praxis werden auch daher manuelle Türantriebe häufig
bevorzugt.
Es sind ferner auch Türzuzieher und Türdämpfer bekannt, die an Türen in Gebäuden eingesetzt
werden und lediglich während des Schließ- und Öffnungsvorgangs in der Nähe der Schließendstellung
mit der Tür kuppelbar sind und also lediglich in diesem Teilbereich des Schließ- und
Öffnungsvorgangs auf die Tür einwirken. Diese Antriebseinrichtungen weisen ebenfalls
ein rahmenseitig oder flügelseitig zu montierendes Antriebsaggregat mit einer Kraftübertragungseinrichtung
auf, die jedoch ein automatisch ein- und auskuppelbares Gestänge aufweisen. In der
EP 2 468 998 A1 ist ein solcher Antrieb mit automatisch ein- und auskuppelbarem Gestänge beschrieben.
Das Antriebsaggregat weist vergleichbar wie bei einem manuellen hydraulischen Türschließer
einen Federspeicher mit hydraulischer Dämpfungseinrichtung auf, die mit einem abtriebsseitigen
Gleitarm zusammenwirkt, der in einer Gleitschiene während des Schließ- und Öffnungsvorgangs
automatisch ein- bzw. auskuppelt.
Die
US 2,190,653 beschreibt einen herkömmlichen hydraulischen Türschließer mit Scherengestänge in
Kombination mit einem Türzuzieher, der während des Schließ- und Öffnungsvorgangs,
wie beschrieben, automatisch in einem Schwenklager aus- und einkuppelt.
[0005] Die
EP 2 236 717 offenbart ein weiteres Beispiel eines Türantriebs.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein zusammengesetztes Antriebssystem aus
einem Hauptantrieb und einem Hilfsantrieb so zu gestalten, dass der Antrieb kompakten
Aufbau aufweist und im Betrieb an der Tür hinsichtlich Öffnungs- und/oder Schließbewegung
Vorteile erbringt.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1.
[0008] Bei diesem Türantrieb handelt es sich um einen Türantrieb für eine Tür eines Gebäudes
mit einem in einem ortsfesten Türrahmen um eine vertikale Türachse, vorzugsweise in
Türbändern, schwenkbar gelagerten Türflügel.
[0009] Der Türantrieb weist einen Hauptantrieb und einen Hilfsantrieb auf.
[0010] Der Hauptantrieb ist zur Beaufschlagung des Türflügels im Sinne Schließbewegung und/oder
Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung, vorzugsweise
als manueller Schließfederantrieb oder als elektromotorischer Türantrieb ausgebildet.
[0011] Der Hauptantrieb weist ein Antriebsaggregat mit einem Abtrieb und einer Kraftübertragungseinrichtung
mit einem Gleitarm und einer Gleitschiene auf. Der Gleitarm ist mit dem Abtrieb des
Antriebsaggregats antriebsverbunden. Er weist an seinem freien Ende einen Gleiter
auf, mit dem der Gleitarm in der Gleitschiene geführt ist.
[0012] Der Hilfsantrieb ist zur Ausbildung des Türflügels im Sinne Schließbewegung und/oder
Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung ausgebildet. Der
Hilfsantrieb weist ein Antriebsaggregat mit einem Abtrieb auf.
[0013] Das Antriebsaggregat des Hauptantriebs kann auf dem Türflügel und die Gleitschiene
auf dem Türrahmen montiert werden. Die umgekehrte Montage ist jedoch ebenfalls möglich,
d.h. mit dem Antriebsaggregat des Hauptantriebs auf dem Türrahmen und der Gleitschiene
auf dem Türflügel montiert.
[0014] Wesentlich bei dem erfindungsgemäßen Antrieb ist, dass der Abtrieb des Antriebsaggregats
des Hilfsantriebs mit dem Gleiter und/oder Gleitarm des Hauptantriebs über eine zwischengeschaltete
Kupplungseinrichtung gekuppelt oder kuppelbar ist, um den Gleiter und/oder Gleitarm
des Hauptantriebs zumindest in einer Endphase des Schließvorgangs und/oder zumindest
einer Anfangsphase des Öffnungsvorgangs durch den Abtrieb des Hilfsantriebs zu beaufschlagen.
Vorzugsweise ist die Kupplungseinrichtung unmittelbar zwischen dem Abtrieb des Antriebsaggregats
des Hilfsantriebs und dem Gleiter und/oder dem Gleitarm des Hauptantriebs zwischengeschaltet
oder zwischenschaltbar, um den Gleiter und/oder den Gleitarm des Hauptantriebs in
der betreffenden Phase zu beaufschlagen.
Bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass die Kupplungseinrichtung durch den Abtrieb
des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs steuerbar ist. Das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs
ist innerhalb oder an der Außenseite der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder einem
mit der Gleitschiene festen Gehäuse des Hilfsantriebs angeordnet.
[0015] Die Kupplungseinrichtung, die vorzugsweise zwischen dem Gleitarm bzw. dem Gleiter
des Hauptantriebs und dem Abtrieb des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs angeordnet
ist, kann so ausgebildet sein, dass die Kupplungsstelle, d.h. die Trennstelle im Bereich
oder angrenzend zu dem Gleitarm bzw. Gleiter des Hauptantriebs oder im Bereich oder
angrenzend zu dem Abtrieb des Hilfsantriebs angeordnet ist.
[0016] Einfacher Aufbau und hohe Funktionssicherheit ergeben sich dadurch, dass die Kupplungseinrichtung
ein Kupplungselement aufweist, das an oder in der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder
einem Gehäuse des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs und/oder dem Abtrieb des Antriebsaggregats
des Hilfsantriebs abgestützt bewegbar gelagert ausgebildet ist und mit dem Gleiter
und/oder Gleitarm des Hauptantriebs in und außer Eingriff bringbar ist, derart, dass
das Kupplungselement in der eingekuppelten Stellung der Kupplungseinrichtung in Eingriff
mit dem Gleiter und/oder Gleitarm des Hauptantriebs ist und in der ausgekuppelten
Stellung der Kupplungseinrichtung außer Eingriff mit dem Gleiter und/oder Gleitarm
des Hauptantriebs ist.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Kupplungseinrichtung ein Kupplungselement aufweist,
das durch den Abtrieb des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs steuerbar ist und in
einem Lager beweglich gelagert ist, welches abgestützt ist
- a) auf der Gleitschiene des Hauptantriebs oder einem mit der Gleitschiene des Hauptantriebs
stationären Bauteil, oder
- b) auf dem Abtrieb des Hilfsantriebs oder einem mit dem Abtrieb des Hilfsantriebs
stationären Bauteil.
Das Lager kann vorzugsweise als Drehlager und/oder als Schiebelager ausgebildet sein.
[0017] Hierbei kann vorgesehen sein,
- dass die Kupplungseinrichtung, vorzugsweise das Kupplungselement eine Fangausnehmung
aufweist, die mit einem an dem Gleitarm oder an dem Gleiter angeordneten Mitnehmerelement
in Eingriff und außer Eingriff bringbar ist unter Ausbildung der eingekuppelten Stellung
der Kupplungseinrichtung, wenn die Fangausnehmung in Eingriff mit dem Mitnehmerelement
ist und unter Ausbildung der ausgekuppelten Stellung der Kupplungseinrichtung, wenn
die Fangausnehmung außer Eingriff des Mitnehmerelements ist; oder
- dass die Kupplungseinrichtung, vorzugsweise das Kupplungselement ein Mitnehmerelement
aufweist, das mit einer an dem Gleitarm oder an dem Gleiter ausgebildeten Fangausnehmung
in Eingriff und außer Eingriff bringbar ist unter Ausbildung der eingekuppelten Stellung
der Kupplungseinrichtung, wenn die Fangausnehmung in Eingriff mit dem Mitnehmerelement
ist und unter Ausbildung der ausgekuppelten Stellung der Kupplungseinrichtung, wenn
die Fangausnehmung außer Eingriff des Mitnehmerelements ist.
[0018] In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Kupplungselement als
ein Schwenkhebel, vorzugsweise Kupplungsklaue ausgebildet ist, und zwar vorzugsweise
mit einem Schwenklager, welches fest ausgebildet ist mit der Gleitschiene des Hauptantriebs
und/oder dem Gehäuse des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs und/oder mit dem Abtrieb
des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs. Besonders bevorzugt sind Weiterbildungen,
die vorsehen, dass der Schwenkhebel als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist, der mit
seinem einen Ende unmittelbar oder mittelbar mit dem Abtrieb des Hilfsantriebs zusammenwirkt
und mit seinem anderen Ende unmittelbar oder mittelbar mit dem Gleiter und/oder Gleitarm
des Hauptantriebs zusammenwirkt.
[0019] In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das als einarmiger oder zweiarmiger
Schwenkhebel ausgebildete Kupplungselement in seiner ausgekuppelten Stellung und/oder
in Schließlage der Tür in seiner eingekuppelten Stellung unter Einwirkung des Abtriebs
des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs eine Totpunktstellung einnimmt.
[0020] Ein besonders kompakter Aufbau ist mit Ausführungen möglich, die vorsehen, dass zwischen
dem Kupplungselement und dem Abtrieb des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs ein Verbindungslenker
geschaltet ist, der mit seinem einen Ende gelenkig mit dem Abtrieb und mit seinem
anderen Ende an dem schwenkbar gelagerten Kupplungselement gelenkig angreift.
[0021] Eine besonders hohe Funktionalität wird erhalten, wenn vorgesehen ist, dass der Arretierhebel
in seiner Arretierstellung mit dem Verbindungslenker fluchtend angeordnet ist unter
Ausbildung einer Totpunktstellung.
[0022] Bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass das Kupplungselement in seiner von dem Gleitarm
und/oder Gleiter ausgekuppelten Stellung durch eine Blockiereinrichtung arretierbar
ist.
[0023] Bei bevorzugten Ausführungen kann auch vorgesehen sein, dass die Blockiereinrichtung
einen Arretierhebel aufweist, der in einem mit der Gleitschiene des Hauptantriebs
oder mit dem Antriebsaggregat des Hilfsantriebs stationären Lager schwenkbar gelagert
ist,
wobei zur Ausbildung einer Arretierstellung des Arretierhebels das freie Ende des
Arretierhebels mit dem Abtrieb des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs in Anschlag
bringbar ist oder das freie Ende mit dem bewegbar gelagerten Kupplungselement in Anschlag
bringbar ist.
[0024] Es kann vorgesehen sein, dass der Arretierhebel (20aa) in seiner Arretierstellung
derart angeordnet ist, dass die Verbindungslinie zwischen dem Drehlager des Arretierhebels
und dem Abtrieb mit der Kraftrichtung des Abtriebes des Hilfsantriebs fluchtet.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass der Abtrieb des Hilfsantriebs in einer Führungseinrichtung
geführt ist wobei die Führungseinrichtung stationär mit dem Lager des Antriebsaggregats
des Hilfsantriebs ausgebildet ist.
[0026] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Kupplungseinrichtung eine Steuerungseinrichtung
aufweist, die als ein Bestandteil der Kupplungseinrichtung oder als eine von der Kupplungseinrichtung
separate Einrichtung ausgebildet ist, die mit dem Abtrieb des Hilfsantriebs und/oder
dem Gleitarm und/oder Gleiter des Hauptantriebs antriebsverbunden ist und zur Steuerung
des Kupplungselements auf das Kupplungselement einwirkt.
[0027] Die Steuerungseinrichtung kann z.B. durch die Führungseinrichtung des Abtriebs des
Hilfsantriebs gebildet sein. Die Führungseinrichtung kann bei bevorzugten Ausführungen
als Schlitz in einem Führungsgehäuse oder auch als andere Führung, vorzugsweise jedoch
als Linearführung ausgebildet sein, z.B. als Führungsloch, vorzugsweise in einer oder
mehreren Querwänden des Führungsgehäuses oder als Führungshülse oder dergleichen.
[0028] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Steuerungseinrichtung
als eine an dem Abtrieb des Hilfsantriebs oder an der Gleitschiene des Hauptantriebs
oder an einem mit der Gleitschiene festen Teil schwenkbar gelagerte Hebeleinrichtung
ausgebildet ist, die mit ihrem einen Ende mit dem Gleiter und/oder Gleitarm des Hauptantriebs
zusammenwirkt und mit ihrem anderen Ende mit dem Kupplungselement zusammenwirkt.
[0029] Besonders vorteilhaft sind Ausführungen, die vorsehen, dass zwischen dem Kupplungselement
und dem Abtrieb des Hilfsantriebs eine Getriebeeinrichtung, vorzugsweise als Hebeleinrichtung
und/oder Kulisseneinrichtung ausgebildet geschaltet ist zur Steuerung des Kupplungselements.
[0030] Besonders vorteilhaft sind Ausführungen, die vorsehen, dass zwischen dem Abtrieb
des Hilfsantriebs und dem Kupplungselement ein Verbindungslenker angeordnet ist der
in der Führungseinrichtung geführt ist.
[0031] Es kann vorgesehen sein, dass das Kupplungselement in einem Drehlager gelagert ist,
welches stationär mit der Führungseinrichtung ausgebildet ist.
[0032] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das Kupplungselement mit einen Ende
des Verbindungslenkers gelenkig verbunden ist, der mit seinem anderen Ende in dem
Führungsgehäuse schwenkbar und/oder verschiebbar gelagert ist.
[0033] Es kann alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein, dass die Kupplungseinrichtung
einen das Kupplungselement steuernden Kupplungskörper aufweist, der von dem Abtrieb
des Hilfsantriebs beaufschlagt in einer Führungseinrichtung bewegbar geführt ist,
die mit der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder dem Antriebsaggregat des Hilfsantriebs
bewegungsfest ist.
[0034] Eine besonders gute Funktionalität ergibt sich mit Ausführungen, die vorsehen, dass
zwischen dem Kupplungskörper und dem Kupplungselement eine Kulisseneinrichtung geschaltet
ist, indem der Kupplungskörper einen Kulissenschlitz und das Kupplungselement einen
Kulissenstift aufweist oder der Kupplungskörper einen Kulissenstift und das Kupplungselement
einen Kulissenschlitz aufweist. In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein,
dass die Führungseinrichtung des Kupplungskörpers einen Kulissenschlitz aufweist,
in den der Kulissenstift eingreift oder dass die Führungseinrichtung des Kupplungskörpers
einen Kulissenstift aufweist, der in den Kulissenschlitz des Kupplungskörpers und
oder des Kupplungselements eingreift.
[0035] Bevorzugte Ausführungen können vorsehen, dass der Abtrieb des Hilfsantriebs als Linearabtrieb
ausgebildet ist. In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Linearabtrieb
als Kolbenstange ausgebildet ist.
[0036] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Kolbenstange mit dem
gelenkig gelagerten Kupplungselement in der eingekuppelten und/oder in der ausgekuppelten
Stellung des Kupplungselements eine Kniehebelkonfiguration bildet.
[0037] Bevorzugte Ausführungen können vorsehen, dass das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs
als Gasdruckfeder ausgebildet ist.
[0038] Bevorzugte Ausführungen können vorsehen, dass das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs
in einem mit der Gleitschiene des Hauptantriebs festem Festlager oder in einem mit
der Gleitschiene des Hauptantriebs festem Drehlager gelagert ist.
[0039] Besondere Kompaktheit des Aufbaus ergibt sich dadurch, dass das Antriebsaggregat
des Hilfsantriebs innerhalb oder an der Außenseite der Gleitschiene des Hauptantriebs
und/oder einem mit der Gleitschiene festen Gehäuse des Hilfsantriebs angeordnet ist.
Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Antriebsaggregat des Hilfsantriebs
innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses und/oder einer gemeinsamen Abdeckung der rahmenseitig
zu montierenden Komponenten des Hauptantriebs und des Hilfsantriebs angeordnet ist.
[0040] Im Folgenden ist die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1.1
- eine Frontansicht einer Tür mit einem ersten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Türantriebs, die Tür in Schließstellung;
- Fig. 1.1a
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels in Fig. 1.1, jedoch in Blickrichtung
schräg von unten;
- Fig. 1.1b
- eine Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 1.1a, jedoch ohne rahmenseitige
Abdeckblende;
- Fig. 1.1c
- eine Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 1.1b, jedoch zusätzlich ohne
Gehäuse des rahmenseitigen Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
- Fig. 1.2
- eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 1.1b, jedoch Blickrichtung
von schräg oben und die Tür in einer Öffnungsstellung;
- Fig. 1.3
- eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie in Fig. 1.1a, jedoch in
Blickrichtung von unten und die Tür in einer Offenstellung wie in Fig. 1.2;
- Fig. 1.3.1
- eine Frontansicht in Fig. 1.3, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt
den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
- Fig. 1.3.2
- eine Draufsicht in Fig. 1.3.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
- Fig. 1.3.3
- eine Darstellung wie in Fig. 1.3.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der
Kupplungseinrichtung;
- Fig. 1.3.4
- eine perspektivische Darstellung in Fig. 1.3.1, jedoch in Blickrichtung schräg von
unten;
- Fig. 1.3.5
- eine perspektivische Ansicht in Fig. 1.3.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
- Fig. 1.4
- eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 1.3, die Tür jedoch
in einer Offenstellung mit geringerem Türöffnungswinkel;
- Fig. 1.4.1
- eine Frontansicht in Fig. 1.4, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt
den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
- Fig. 1.4.2
- eine Draufsicht in Fig. 1.4.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
- Fig. 1.4.3
- eine Darstellung wie in Fig. 1.4.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der
Kupplungseinrichtung;
- Fig. 1.4.4
- eine perspektivische Darstellung in Fig. 1.4.1, jedoch in Blickrichtung schräg von
unten;
- Fig. 1.4.5
- eine perspektivische Ansicht in Fig. 1.4.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
- Fig. 1.5
- eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 1.4, die Tür jedoch
in einer Offenstellung mit noch geringerem Türöffnungswinkel;
- Fig. 1.5.1
- eine Frontansicht in Fig. 1.5, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt
den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
- Fig. 1.5.2
- eine Draufsicht in Fig. 1.5.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
- Fig. 1.5.3
- eine Darstellung wie in Fig. 1.5.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der
Kupplungseinrichtung;
- Fig. 1.5.4
- eine perspektivische Darstellung in Fig. 1.5.1, jedoch in Blickrichtung schräg von
unten;
- Fig. 1.5.5
- eine perspektivische Ansicht in Fig. 1.5.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
- Fig. 1.6
- eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 1.5, die Tür jedoch
in einer Offenstellung mit noch geringerem Türöffnungswinkel, d.h. nahe der Schließstellung;
- Fig. 1.6.1
- eine Frontansicht in Fig. 1.6, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt
den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
- Fig. 1.6.2
- eine Draufsicht in Fig. 1.6.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
- Fig. 1.6.3
- eine Darstellung wie in Fig. 1.6.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der
Kupplungseinrichtung;
- Fig. 1.6.4
- eine perspektivische Darstellung in Fig. 1.6.1, jedoch in Blickrichtung schräg von
unten;
- Fig. 1.6.5
- eine perspektivische Ansicht in Fig. 1.6.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
- Fig. 1.7
- eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 1.6, die Tür jedoch
in Schließstellung;
- Fig. 1.7.1
- eine Frontansicht in Fig. 1.7, jedoch ohne rahmenseitige Abdeckblende und als Ausschnitt
den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung zeigend;
- Fig. 1.7.2
- eine Draufsicht in Fig. 1.7.1, jedoch in Blickrichtung von unten;
- Fig. 1.7.3
- eine Darstellung wie in Fig. 1.7.2, jedoch ohne Gehäuse des Hilfsantriebs und der
Kupplungseinrichtung;
- Fig. 1.7.4
- eine perspektivische Darstellung in Fig. 1.7.1, jedoch in Blickrichtung schräg von
unten;
- Fig. 1.7.5
- eine perspektivische Ansicht in Fig. 1.7.3, jedoch in Blickrichtung schräg von oben;
- Fig. 2.1
- eine perspektivische Ansicht einer Tür mit einem zweiten Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Türantriebs, Ausschnitt den Hilfsantrieb mit Kupplungseinrichtung
ohne rahmenseitige Abdeckblende zeigend, die Tür in einer Offenstellung;
- Fig. 2.2
- eine entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels wie Fig. 2.1, jedoch ohne
Gehäuse des Hilfsantriebs und der Kupplungseinrichtung;
- Fig. 2.3
- eine Explosionsdarstellung des Hilfsantriebs mit Kupplungseinrichtung der Fig. 2.1
und 2.2;
- Fig. 3.1
- eine schematische Schnittansicht einer Tür mit einem dritten Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Türantriebs, als Ausschnitt die Kupplungseinrichtung zeigend, die
Tür in einer Offenstellung;
- Fig. 3.2
- eine Fig. 3.1 entsprechende Darstellung, jedoch den gesamten Hilfsantrieb zeigend
und die Tür in einer Offenstellung mit geringerem Türöffnungswinkel, d.h. bereits
nahe der Schließstellung;
- Fig. 3.3
- eine Fig. 3.1 entsprechende Darstellung der Kupplungseinrichtung, die Tür unmittelbar
vor der Schließstellung;
- Fig. 3.4
- eine Fig. 3.2 entsprechende Darstellung, die Tür jedoch in Schließstellung;
- Fig. 4.1
- eine Draufsicht einer Tür mit einem weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Türantriebs, die Tür in Offenstellung, die Kupplungseinrichtung ausgekuppelt, Blickrichtung
von oben;
- Fig. 4.1a
- ein vergrößerter Ausschnitt im Bereich der Kupplungseinrichtung in Fig. 4.1, perspektivische
Ansicht, Blickrichtung auf die Frontseite des Türrahmens;
- Fig. 4.1b
- Eine Unteransicht der Kupplungseinrichtung in Figur 4.1a, perspektivische Ansicht,
Blickrichtung schräg von unten;
- Fig. 4.2
- eine Fig. 4.1 entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels, jedoch die Tür in
einer Offenstellung mit geringerem Türöffnungswinkel zu Beginn des Einkupplungsvorgangs;
- Fig. 4.2a
- ein vergrößerter Ausschnitt im Bereich der Kupplungseinrichtung in Fig. 4.2, perspektivische
Ansicht, Blickrichtung auf die Frontseite des Türrahmens;
- Fig. 4.2b
- Eine Unteransicht der Kupplungseinrichtung in Figur 4.2a, perspektivische Ansicht,
Blickrichtung schräg von unten;
- Fig. 4.3
- eine Fig. 4.2 entsprechende Darstellung des Ausführungsbeispiels, jedoch die Tür in
Schließstellung, die Kupplungseinrichtung eingekuppelt;
- Fig. 4.3a
- ein vergrößerter Ausschnitt im Bereich der Kupplungseinrichtung in Fig. 4.3, perspektivische
Ansicht, Blickrichtung auf die Frontseite des Türrahmens;
- Fig. 4.3b
- Eine Unteransicht der Kupplungseinrichtung in Figur 4.3a, perspektivische Ansicht,
Blickrichtung schräg von unten;
- Fig. 4.4
- eine Explosionsdarstellung des Türantriebs der Figuren 4.1 bis 4.3;
- Fig. 4.5
- eine perspektivische Ansicht des Türantriebs der Figuren 4.1 bis 4.4, die Bauteile
in Montageposition an der Tür zeigend, und zwar mit der Stellung der Bauteile wie
in der Offenstellung der Tür kurz vor dem Ein- oder Auskuppeln der Kupplungseinrichtung
mit dem Mitnehmer.
[0041] Bei dem in den Figuren 1.1 bis 1.7 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel handelt
es sich um einen Türantrieb 10 montiert an einer Tür. Die Tür weist einen Türflügel
F auf, der um eine vertikale Drehachse in Türbändern B schwenkbar in einem ortsfesten
Türrahmen R gelagert ist.
[0042] Der Türantrieb 10 setzt sich aus einem Hauptantrieb 1 und einem Hilfsantrieb 2 zusammen.
[0043] Der Hauptantrieb 1 ist im konkreten Fall als Türschließer ausgebildet, und zwar als
Gleitarmtürschließer. Er umfasst ein Türschließeraggregat mit einem Türschließergehäuse
1g, das auf dem Türflügel F montiert ist. In dem Türschließergehäuse 1g ist eine Türschließermechanik
mit Schließerfeder und eine Dämpfungseinrichtung, vorzugsweise als hydraulische Kolben-Zylinder-Einrichtung
ausgebildet. Diese Türschließereinrichtung in dem Türschließergehäuse 1g bildet das
Antriebsaggregat des Hauptantriebs. Den Abtrieb dieses Antriebsaggregats bildet eine
in dem Türschließergehäuse drehbar gelagerte Türschließerwelle 1w. Wie z.B. in Fig.
1.2 zu erkennen ist, ist an der Türschließerwelle 1w ein Kraft übertragendes Gestänge
angeschlossen, das als Gleitarm 1ka und Gleitschiene 1ks ausgebildet ist. Wie z.B.
in Fig. 1.3 zu erkennen ist, ist der Gleitarm 1ka mit einem an seinem freien Ende
angeordneten Gleiter 1kag in der Gleitschiene 1ks geführt. Die Gleitschiene 1ks ist
auf dem ortsfesten Türrahmen R montiert. Der Gleitarm 1ka mit der Gleitschiene 1ks
bildet die Kraftübertragungseinrichtung des Hauptantriebs 1.
[0044] Wie am besten in den Figuren 1.1a, 1.1b und 1.1c zu erkennen ist, ist der Hilfsantrieb
2 einschließlich seiner Kupplungseinrichtung 20k an der Frontseite der Gleitschiene
1ks des Hauptantriebs 1 montiert. Der Hilfsantrieb 2 wirkt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
über die Kupplungseinrichtung 20k mit dem Gleitarm 1ka des Hauptantriebs 1 zusammen,
wie im Nachfolgenden näher beschrieben wird. Wie Fig. 1.1a zeigt, sind sämtliche rahmenseitige
Komponenten des Hauptantriebs 1 und des Hilfsantriebs 2 einschließlich der Kupplungseinrichtung
20k über eine gemeinsame Abdeckblende abgedeckt. In den Figuren 1.1b und 1.1c ist
diese Abdeckblende abgenommen. In Fig. 1.1c ist zusätzlich auch das Gehäuse 2gg entfernt.
Das Gehäuse 2gg bildet das Lagergehäuse des Antriebsaggregats 2g des Hilfsantriebs
2 und zusätzlich das Lager- und Führungsgehäuse der Kupplungseinrichtung 20k.
[0045] Der Hilfsantrieb 2 weist ein Antriebsaggregat 2g auf, das in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als Gasdruckfeder 2gd mit einer Kolbenstange 2gks ausgebildet ist. Die Kolbenstange
2gks bildet den Abtrieb des Antriebsaggregats 2g des Hilfsantriebs 2. Zwischen diesem
Abtrieb des Hilfsantriebs 2 und dem Gleitarm 1ka des Hauptantriebs ist die genannte
Kupplungseinrichtung 20k geschaltet. Sie kuppelt während des Schließvorgangs und während
des Öffnungsvorgangs das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 und den Gleitarm
1ka des Hauptantriebs 1 selbsttätig aus und ein, wenn die Tür einen vorbestimmten
Öffnungswinkel erreicht, sodass beim Schließvorgang und beim Öffnungsvorgang in einem
Türwinkelbereich zwischen der Schließstellung und einem vorbestimmten Öffnungswinkel,
und zwar im dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen der Schließstellung und 10°
Türöffnungswinkel, der Hilfsantrieb eingekuppelt ist. Solange der Hilfsantrieb 2 eingekuppelt
ist, unterstützt er den Hauptantrieb 1, indem er den Gleitarm 1ka des Hauptantriebs
zusätzlich antreibt, d.h. zusätzlich zu dem Antriebsmechanismus des Antriebsaggregats
1g des Hauptantriebs 1. Im konkret dargestellten Fall ist der Hilfsantrieb 2 als Schließerantrieb
ausgebildet. Das Antriebsaggregat 2g umfasst eine Gasdruckfeder als Energiespeicher,
der beim Öffnungsvorgang aufgeladen und beim Schließvorgang entladen wird. Neben dem
Energiespeicher ist eine Dämpfungseinrichtung enthalten, mit der die Öffnungs- und
Schließgeschwindigkeit beeinflussbar, vorzugsweise variabel einstellbar ist. Der Energiespeicher
wird beim Öffnungsvorgang, in der Phase der Öffnungsbewegung, in der der Hilfsantrieb
2 eingekuppelt ist, aufgeladen und beim Schließvorgang in der Phase, in der der Hilfsantrieb
eingekuppelt ist, entladen. In ausgekuppelter Stellung ist der Energiespeicher arretiert,
d.h. er wird dabei weder geladen noch entladen, er verbleibt in dem Ladungszustand.
[0046] Wie am besten in den Figuren 1.3.1 bis 1.3.5, den Figuren 1.4.1 bis 1.4.5, den Figuren
1.5.1 bis 1.5.5, den Figuren 1.6.1 bis 1.6.5 sowie den Figuren 1.7.1 bis 1.7.5 zu
erkennen ist, umfasst die Kupplungseinrichtung 20k einen von der Kolbenstange angetriebenen
Kupplungskörper 20kk mit Kulissenschlitz und einen Kupplungshebel 20ke, der in einem
in dem Gehäuse 2gg festen Drehlager schwenkbar gelagert ist und einen Kulissenstift
20kks aufweist, der in dem Kulissenschlitz des Kupplungskörpers 20kk geführt ist.
Der Kupplungskörper 20kk ist bewegungsfest mit dem Abtriebsende der Kolbenstange 2gks
verbunden und ist in dem Gehäuse 2gg schlitzgeführt. Im konkreten Fall ist hierfür
ein Führungsschlitz in dem Gehäuse 2gg, in dem ein in dem Kupplungskörper 20kk fester
Stift geführt ist.
[0047] Zusätzlich ist in dem Gehäuse 2gg noch eine Führungsschieneneinrichtung 20kf angeordnet,
auf der der Kupplungskörper 20kk längsgeführt ist (sh. Fig. 1.2). Bei der Bewegung
der Kolbenstange 2gks wird der Kupplungskörper 20kk in dem Gehäuse 2gg auf diese Weise
geführt bewegt. Dabei wird der über den Kulissenstift 20kks in dem Kulissenschlitz
des Kupplungskörpers 20kk geführte Kupplungshebel 20ke zwangsbewegt. Der Kupplungshebel
20ke ist als Kupplungsklaue ausgebildet und weist an seinem freien Ende eine Fangausnehmung
auf, mit der er mit einem an dem Gleitarm 1ka angeordneten Mitnehmer 1km zusammenwirkt.
In der eingekuppelten Stellung ist der Mitnehmer 1km im Eingriff in der Fangausnehmung
des Kupplungshebels 20ke. In der ausgekuppelten Stellung ist der Mitnehmer 1km außer
Eingriffstellung. In den Figuren 1.5 bis 1.7 ist dargestellt, wie der Kupplungshebel
20ke beim Schließvorgang in der Nähe der Schließstellung der Tür mit dem Mitnehmer
1km in Eingriff kommt. Der Kupplungshebel 20ke wird durch fortschreitende Bewegung
des Kupplungskörpers 20kk angetrieben von der abtriebsseitigen Kolbenstange 2gks,
also zwangsgesteuert geschwenkt. Über den Eingriff des Kupplungshebels 20ke mit dem
Mitnehmer 1km wirkt der Hilfsantrieb 2 auf den Gleitarm 1ka des Hauptantriebs 1 und
unterstützt so den Hauptantrieb 1 in der eingekuppelten Phase des Schließvorgangs
unter Wirkung der sich dabei entladenden Gasdruckfeder 2gd. In der eingekuppelten
Phase des Öffnungsvorgangs wird die Gasdruckfeder 2gd aufgeladen.
[0048] Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel, dargestellt in den Figuren 2.1 bis 2.3, handelt
es sich um eine abgewandelte Ausführung gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figuren
1.1 bis 1.7. Die Abwandlung besteht lediglich darin, dass die Kupplungseinrichtung
20k mit dem Kupplungshebel 20ke unmittelbar mit dem Gleiter 1kag des Gleitarms 1ka
des Hauptantriebs 1 zusammenwirkt und nicht unmittelbar mit dem Gleitarm 1ka. Unmittelbar
bedeutet allerdings jeweils unter Zwischenschaltung des am Gleiter 1kag bzw. am Gleitarm
1ka festen Mitnehmers 1km. Der Mitnehmer 1km ist im Falle des Ausführungsbeispiels
der Figuren 2.1 bis 2.3 in oder an dem Gleiter 1kag angeordnet und der Kupplungshebel
20ke wirkt mit diesem zusammen. In der eingekuppelten Stellung ist der Mitnehmer 1km
in Eingriff der Fangausnehmung des Kupplungshebels 20ke und in der ausgekuppelten
Stellung ist er außer diesem Eingriff. Die Funktionsweise ist im Übrigen gleich wie
bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1.1 bis 1.7.
[0049] Für die Bandgegenseite-Montage ergeben sich mit dem Ausführungsbeispiel der Figuren
1.1 bis 1.7 jedoch Vorteile im Vergleich zu dem Ausführungsbeispiel der Figuren 2.1
bis 2.3. Der Grund hierfür ist folgender: Wie bekannt, läuft bei der Bandgegenseite-Montage
der Gleiter 1kag in der Gleitschiene 1ks bei kleinem Türöffnungswinkel mit einer Richtungsumkehr,
während dagegen die Drehrichtung des Gleitarms 1ka über den gesamten Schließvorgang
wie auch über den gesamten Öffnungsvorgang jeweils gleichsinnig verbleibt, d.h. keine
Drehrichtungsumkehr des Gleitarms erfolgt. Die Ausführung der Figuren 1.1 bis 1.7,
bei dem die Kupplungseinrichtung nicht am Gleiter 2kag, sondern am Gleitarm 2ka angreift,
ist daher bei der Gegenbandmontage gleich wie bei der bandseitigen Normalmontage einsetzbar,
und zwar ohne dass eine vorrichtungsmäßige Modifikation vorgenommen werden muss.
[0050] Bei dem dritten Ausführungsbeispiel, dargestellt in den Figuren 3.1 bis 3.4, handelt
es sich um eine abgewandelte Ausführung gegenüber den Figuren 2.1 bis 2.2. Die Abwandlung
besteht darin, dass die Kupplungseinrichtung 20k anders ausgestaltet ist. Bei dem
Ausführungsbeispiel der Figuren 3.1 bis 3.3 weist die Kupplungseinrichtung 20k einen
Kupplungshebel 20ke, der ebenfalls klauenartig mit Fangausnehmung ausgebildet ist
und an der Kolbenstange 20gks des Hilfsantriebs 2 angelenkt ist. Zusätzlich ist der
Kupplungshebel 20ke jedoch in seinem mittleren Abschnitt gleich wie bei dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 2.1 bis 2.3 in einem mit dem Gehäuse 2gg des Antriebsaggregats 2g des
Hilfsantriebs 2 und mit der Gleitschiene 2ks des Hauptantriebs 1 festen Drehlager
20kea schwenkbar gelagert und wirkt mit seinem freien Ende mit Fangausnehmung im Prinzip
in gleicher Weise mit einem Mitnehmer 1km zusammen, der in dem Gleiter 1kag des Hauptantriebs
1 angeordnet ist, wie dies bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 2.1 bis 2.3 erläutert
ist. Das Gehäuse 2gg nimmt das Antriebsaggregat 2g des Hilfsantriebs 2 einschließlich
der Kolbenstange 2gks und der Kupplungseinrichtung 20k auf. Bei dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 3.1 bis 3.4 ist der Mitnehmer 1km als ein Mitnehmerstift 1km ausgebildet,
der in dem Gleiter 1kag in der horizontalen Bewegungsebene des Gleitarms 2ka jedoch
quer zur Bewegungsrichtung des Gleiters 1kag angeordnet ist.
[0051] Zur Steuerung des Kupplungshebels 2ke ist anstelle des Kupplungskörpers 20kk jedoch
bei der Ausführung der Figuren 3.1 bis 3.4 ein Steuerhebel 20ks vorgesehen. Der Steuerhebel
20ks ist in dem dargestellten Fall als zweiarmiger Hebel ausgebildet, dessen beide
Hebelarme einen Scheitelwinkel von ungefähr 90° bilden. Der Steuerhebel 20ks ist in
seinem Scheitelbereich in einem in der Gleitschiene 1ks und/oder im Gehäuse 2gg festen
Drehlager drehbar gelagert. Der eine Hebelarm wirkt mit seinem Ende mit einer Steuerkurve
am zugewandten Rand des Kupplungshebels 20ke zusammen. Der andere Hebelarm des Steuerhebels
20ks wirkt mit seinem freien Ende mit einer Anschlagkante am Gleiter 1kag zusammen,
indem das freie Ende dieses Hebelarms beim Schließvorgang in einem vorbestimmten kleinen
Türöffnungswinkel in Anschlaglage mit der an dem Gleiter 1kag ausgebildeten Anschlagkante
kommt. Gleichzeitig kommt der Kupplungshebel 20ke mit seiner Fangausnehmung in Eingriff
mit dem Mitnehmer 1km. Aufgrund der Antriebsverbindung mit der Kolbenstange 2gks des
Hilfsantriebs 2 wird der an der Anschlagkante des Gleiters 1kag in Anschlag stehende
Steuerhebel 20ks in der Darstellung in den Figuren im Gegenuhrzeigersinn gedreht.
Der dem Kupplungshebel 20ke zugeordnete Hebelarm ist mit seinem freien Ende mit der
Steuerkurve des Kupplungshebels 20ke in Anschlag und dreht bei seiner Drehung den
Kupplungshebel 20ke im Gegenuhrzeigersinn zwangsweise mit. Der mit dem Kupplungshebel
20ke über den Mitnehmer 1km in Eingriff stehende Gleiter 1kag des Gleitarms 1ka des
Hauptantriebs 1 wird dabei in Schließrichtung mitgenommen.
[0052] Fig. 3.1 zeigt die Situation beim Schließvorgang bevor der Kupplungseingriff erfolgt,
d.h. bei entsprechend großem Türöffnungswinkel.
[0053] Die Fig. 3.2 zeigt das Einkuppeln, sobald der Türflügel F den vorbestimmten kleinen
Türöffnungswinkel erreicht.
[0054] Die Fig. 3.3 zeigt den Beginn der Drehbewegung der beiden Hebel, d.h. der Drehbewegung
des Steuerhebels 20ks durch die Anschlaglage mit dem Gleiter 1kag und die Mitnahme
des Kupplungshebels 20ke durch die Beaufschlagung des Kupplungshebels 20ke durch den
Steuerhebel 20ks, indem der der Steuerkurve des Kupplungshebels 20ke zugeordnete Hebelarm
des Steuerhebels 20ks die Steuerkurve beaufschlagt und den Kupplungshebel 20ke im
Gegenuhrzeigersinn dreht.
[0055] In Fig. 3.4 ist die Schließstellung gezeigt. Beide Hebel 20ks und 20ke sind in ihrer
Endposition im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Der Steuerhebel 20ks liegt noch an der
Anschlagkante des Gleiters an und der Kupplungshebel 20ke ist noch in Eingriff mit
dem Mitnehmer 1km des Gleiters 1kag.
[0056] Das Ausführungsbeispiel in den Figuren 4.1 bis 4.5 (im Folgenden kurz Fig. 4 genannt)
ist eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1.1 bis 1.7 (im Folgenden
kurz Fig. 1 genannt). Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4 unterscheidet sich von dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1. Was die Ausgestaltung der Bauteile und deren Zuordnung
betrifft, sei zunächst primär auf die Figuren 4.4 und 4.5 verwiesen. Bei dem Ausführungsbeispiel
in Fig. 4 ist im Unterschied zu den vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispielen
der Figuren die Gasdruckfeder 2gd nicht schwenkbar an der Gleitschiene 1ks des Hauptantriebs
angeordnet, sondern in einem auf der Gleitschiene 1ks angeordneten Festlager. D.h.
die Gasdruckfeder 2gd ist mit ihrem Gehäuse fest auf der Gleitschiene 1ks gelagert.
Die Kolbenstangen 2gks ist in einem mit der Gleitschiene 1ks festen Führungsgehäuse
20kh linear in Erstreckungsrichtung der Gleitschiene 1ks verschiebbar geführt. Zwischen
dem freien Ende der Kolbenstange 2gks und dem Kupplungshebel 20ke ist ein Verbindungslenker
20vl geschaltet, der beim Ein- und Ausfahren der Kolbenstange 2gks die Schwenkbewegung
des Kupplungshebels 20ke steuert. Der Verbindungslenker 20vl ist hierfür mit seinem
einen Ende an dem Ende der Kolbenstange 2gks und mit seinem anderen Ende mit dem Kupplungshebel
20ke jeweils über ein Gelenklager verbunden.
[0057] Der Kupplungshebel 20ke ist in einem mit der Gleitschiene 1ks festen Drehlager 20ked
gelagert und wird bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 durch den von der Kolbenstange
2gks gesteuerten Verbindungslenker 20vl gesteuert. Der Verbindungslenker 20vl ist
mit dem Kupplungshebel 20ke über ein Gelenklager 20keg verbunden. Die Führung des
Verbindungslenkers 20vl ist derart ausgebildet, dass das Drehgelenk 20vld, mit dem
der Verbindungslenker 20vl mit dem Ende der Kolbenstange 2gks verbunden ist, in einem
Führungsschlitz 20khs in dem Führungsgehäuse 20kh geführt ist. Hierfür weist das Drehgelenk
einen Lagerstift 20vld auf, der in dem Führungsschlitz 20khs als Führungsstift geführt
ist, wobei der Lagerstift 20vld eine Führungsrolle aufweisen kann. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel in Fig. 4 ist der Führungsschlitz 20khs linear in Erstreckungsrichtung
des Führungsgehäuses 20kh, d.h. dabei auch parallel der Erstreckungsrichtung der Gleitschiene
1ks, ausgebildet.
[0058] Die Feststellung der Winkelstellung des Kupplungshebels 20ke in seiner vom Mitnehmer
1km ausgekuppelten Stellung, d.h. wenn der Kupplungshebel 20ke in dem Türöffnungswinkelbereich
größer ab ca. 15° von dem auf dem Gleitarm angeordneten Mitnehmer 1km ausgekuppelt
ist (siehe Fig. 4.1 und 4.5), erfolgt bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 durch
einen Arretierarm 20aa. Es sei im Folgenden verwiesen auf die Figuren 4.1, 4.1a, 4.1b
und 4.2, 4.2a, 4.2b und 4.3, 4.3a, 4.3b. Der Arretierarm 20aa ist an dem Führungsgehäuse
20kh schwenkbar gelagert und steht in der ausgekuppelten Stellung des Kupplungshebels
20ke in seiner Arretierstellung (siehe Fig. 4.5 sowie die Figuren 4.1, 4.1a, 4.1b
und 4.2, 4.2a, 4.2b). In der Arretierstellung ist der Arretierhebel 20aa fluchtend
mit der Längserstreckung des Führungsgehäuses 20kh und des Führungsschlitzes 20khs.
Der Arretierarm 20aa steht in dieser Stellung mit seinem freien Ende in Eingriff mit
dem freien Ende der Kolbenstange 20gks, d.h. mit dem am freien Ende der Kolbenstange
angeordneten Führungsstift, der in dem Führungsschlitz 20khs im Gehäuse 20kh geführt
ist. Der Führungsstift wird durch den Lagerstift 20vld des Verbindungslenkers 20vl
gebildet. In dieser Arretierstellung des Arretierarms 20aa steht der Arretierarm 20aa
auch fluchtend mit der Bewegungs- und Kraftübertragungsrichtung der Kolbenstange 20gks,
sodass in dieser Stellung eine Totpunktstellung erhalten wird, in der die Kolbenstange
2gks über den Arretierarm 20aa den Kupplungshebel 20ke in seiner ausgekuppelten Winkelstellung
in Anschlag hält und damit eine Totpunktstellung realisiert wird. Diese ausgekuppelte
Winkelstellung des Kupplungshebels 20ke ist in den Figuren 4.1 und 4.2 gezeigt.
[0059] Die Totpunktstellung wird automatisch aufgehoben, wenn die Tür beim Schließen den
vorgegebenen Türöffnungswinkel in Schließrichtung erreicht, im dargestellten Fall
ist das ein Türöffnungswinkel von ca. 15° (siehe Figuren 4.2, 4.2a und 4.2b). In diesem
Türöffnungswinkel kommt der Arretierarm 20aa in Anschlaglage mit einem Steuerstift
1kaa, der auf dem Gleitarm 1ka des Hauptantriebs 1 angeordnet ist und wird beim weiteren
Schließen durch den Steuerstift 1kaa mitgenommen, d.h. in den Darstellungen in Fig.
4.1, 4,2 und 4,3 entgegen Uhrzeigersinn gedreht. Die Arretierstellung des Arretierarms
20aa wird damit aufgehoben, d.h. das freie Ende des Arretierarms 20aa kommt außer
Eingriff des Führungsstifts 20vld am freien Ende der Kolbenstange 20gks. An dem freien
Ende des Arretierarms 20aa ist eine Arretierausnehmung ausgebildet, in die in der
Arretierstellung der am freien Ende der Kolbenstange 20gks angeordnete Führungsstift
20vld eingreift. Die Kolbenstange 20gks wird währenddem der Arretierarm 20aa außer
Eingriff gedrückt wird zunächst ein Stück eingefahren. Dieses Einfahren kann automatisch
erfolgen durch den mit Mitnehmer 1km in Eingriff kommenden Kupplungshebel 20ke aufgrund
der Drehung des Kupplungshebels 20ke. Es ist aber auch ein anderer Auslösemechanismus
möglich. Sobald der Eingriff des Arretierarms 20aa jedoch aufgehoben ist, erfolgt
ein Ausfahren der Kolbenstange 2gks unter Wirkung der Gasdruckfeder 2gd. Bei diesem
Ausfahren der Kolbenstange wird der Verbindungslenker 20vl bewegt. Der am Ende des
Verbindungslenkers 20vl angeordnete Führungsstift 20vld läuft im Führungsschlitz 20khs.
Der Verbindungslenker 20vl führt dabei mit seinem an dem Kupplungshebel 20ke angelenkten
Ende eine Schwenkbewegung aus dem Führungsgehäuse 20kh heraus aus und schwenkt dadurch
den Kupplungshebel 20ke, der in diesem Türöffnungsbereich aufgrund der geometrischen
Anordnung in Eingriff mit dem Mitnehmer 1km gelangt.
[0060] Der Kupplungshebel 20ke ist gleich wie bei den Ausführungsbeispielen der Figuren
1 bis 3 als Kupplungsklaue mit Fangausnehmung ausgebildet. Die Schwenkbewegung des
Kupplungshebels 20ke angetrieben durch die Gasdruckfeder 2gd wirkt auf den Mitnehmer
1km derart ein, dass der weitere Schließvorgang im Sinne einer Schließverzögerung
und gleichzeitigem Zuziehen der Tür unter Wirkung der Gasdruckfeder 2gd als Hilfsantrieb
erfolgt. Fig. 4.3 zeigt die Schließstellung der Tür. Der Arretierhebel 20aa ist ausgeschwenkt,
d.h. nicht in der Arretierstellung. Der Arretierhebel 20aa wird unter Wirkung des
auf dem Gleitarm 1ka angeordneten Steuerstifts 1kaa in dieser ausgeschwenkten Stellung
gehalten.
[0061] Beim Öffnungsvorgang erfolgt eine im Vergleich zum Schließvorgang umgekehrte Einwirkung
der Gasdruckfeder als Hilfsantrieb. Die Gasdruckfeder wird beim Öffnungsvorgang, solange
der Kupplungshebel 20ke mit dem Mitnehmer 1km eingekuppelt ist, geladen. Es erfolgt
dadurch eine Öffnungsdämpfung. Der Arretierarm 20aa wird durch eine Rückstellfeder
in seine fluchtende Ausrichtung mit dem Führungsgehäuse 20kh zurückgestellt, während
die Tür geöffnet wird. Der Kupplungshebel 20ke wird unter Einwirkung des Mitnehmers
1km bei dem Öffnungsvorgang, solange er mit dem Mitnehmer 1km gekuppelt ist, zurückgeschwenkt.
Der Verbindungslenker 20vl wird dabei unter Einfahren der Kolbenstange 2gks wieder
in das Führungsgehäuse 20kh hineingeschwenkt. Sobald der vorbestimmte Türöffnungswinkel
erreicht wird, erfolgt bei weiterem Öffnen der Tür das Auskuppeln des Kupplungshebels
20ke vom Mitnehmer 1km. Der Arretierarm 20aa gelangt unter Wirkung seiner Rückstellfeder
mit seinem freien Ende in Anschlaglage an einem am Führungsgehäuse 20kh ausgebildeten
Anschlag 20kha und schließlich in Anschlaglage mit dem Führungsstift 20vld am freien
Ende der Kolbenstange 20gks, sodass damit die Totpunktlage wieder eingestellt wird
(siehe Figuren 4.1, 4.1a, 4.1b und 4.2, 4.2a, 4.2b).
[0062] Es sind Abwandlungen des in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiels möglich, bei
denen anstelle des Führungsgehäuses 20kh mit dem Schlitz 20khs ein Führungsgehäuse
mit einer anderen Führung, vorzugsweise eine nicht als Schlitz ausgebildeten Führung
vorgesehen ist, vorzugsweise jedoch ebenfalls eine Linearführung. Die Führung kann
z.B. als eine oder mehrere Bohrungen in einer oder mehreren Querwänden des Führungsgehäuses
ausgebildet sein, um die Kolbenstange 2gks oder ein mit der Kolbenstange 2gks verbundenes
Element zu führen. Anstelle der Querwände mit Bohrungen können auch Führungshülsen
oder dergleichen vorgesehen sein. Die Führung kann auch als eine oder mehrere Schienen
ausgebildet sein entlang des Führungsgehäuses 20kh erstreckend angeordnet. Die Schienen
können als Profilschienen ausgebildet sein, auf denen Führungsfüße oder Führungsrollen
gleiten. Alternativ kann die Führung auch als Kugelführung ausgebildet sein.
[0063] Es sind Abwandlungen der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele möglich,
bei denen die Fangausnehmung, die bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
in dem Kupplungselement 20ke ausgebildet ist, bei abgewandelten Ausführungen, die
auf den Ausführungen der Figuren 1 und 4 basieren, die Fangausnehmung an dem Gleitarm
1ka ausgebildet ist und bei abgewandelten Ausführungen, die auf den Ausführungen der
Figuren 2 und 3 basieren, die Fangausnehmung an dem Gleiter 1kag ausgebildet ist.
Das jeweils zugeordnete Kupplungselement 20ke weist bei diesen Abwandlungen einen
Mitnehmer, z.B. Mitnehmerbolzen auf, der mit der Fangausnehmung in entsprechender
Weise wie bei den Ausführungsbeispielen der Figuren zusammenwirkt.
1. Türantrieb (10) für eine Tür eines Gebäudes mit einem in einem ortsfesten Türrahmen
(R) um eine vertikale Türachse, vorzugsweise in Türbändern (B), schwenkbar gelagerten
Türflügel (F),
mit einem Hauptantrieb (1) und einem Hilfsantrieb (2),
a) wobei der Hauptantrieb (1) zur Beaufschlagung des Türflügels (F) im Sinne Schließbewegung
und/oder Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung, vorzugsweise
als manueller Schließfederantrieb oder als elektromotorischer Türantrieb ausgebildet
ist; und
- wobei der Hauptantrieb (1) ein Antriebsaggregat (1g) mit einem Abtrieb (1aa, 1w)
und einer Kraftübertragungseinrichtung mit einem Gleitarm (1ka) und einer Gleitschiene
(1ks) aufweist, wobei der Gleitarm (1ka) mit dem Abtrieb (1aa, 1w) des Antriebsaggregats
(1g) antriebsverbunden ist und an seinem freien Ende einen Gleiter (1kag) aufweist,
mit dem der Gleitarm (1ka) in der Gleitschiene (1ks) geführt ist,
b) wobei der Hilfsantrieb (2) zur Beaufschlagung des Türflügels (F) im Sinne Schließbewegung
und/oder Öffnungsbewegung und/oder Schließdämpfung und/oder Öffnungsdämpfung ausgebildet
ist; und
- wobei der Hilfsantrieb (2) ein Antriebsaggregat (2g) mit einem Abtrieb (2aa) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Antriebsaggregat (2g) des Hilfsantriebs (2) innerhalb oder an der Außenseite
der Gleitschiene (1ka) des Hauptantriebs (1) und/oder einem mit der Gleitschiene (1ka)
festen Gehäuse (2gg) des Hilfsantriebs (2) angeordnet ist;
dass der Abtrieb (2aa, 2gks) des Antriebsaggregats (2g) des Hilfsantriebs (2) mit dem
Gleiter (1kag) und/oder Gleitarm (1ka) des Hauptantriebs (1) über eine zwischengeschaltete
Kupplungseinrichtung (20k) derart gekuppelt oder kuppelbar ist, dass der Gleiter (1kag)
und/oder Gleitarm (1ka) des Hauptantriebs (1) zumindest in einer Endphase des Schließvorgangs
und/oder zumindest einer Anfangsphase des Öffnungsvorgangs durch den Abtrieb des Hilfsantriebs
(2) beaufschlagt wird, indem die Kupplungseinrichtung ein Kupplungselement (20ke)
aufweist, das an oder in der Gleitschiene des Hauptantriebs und/oder einem Gehäuse
des Aggregatantriebs des Hilfsantriebs und/oder dem Abtrieb des Antriebsaggregats
des Hilfsantriebs abgestützt bewegbar gelagert ausgebildet ist und mit dem Gleiter
und/oder Gleitarm des Hauptantriebs in und außer Eingriff bringbar ist, derart, dass
das Kupplungselement in der eingekuppelten Stellung der Kupplungseinrichtung in Eingriff
mit dem Gleiter und/oder Gleitarm des Hauptantriebs ist und in der ausgekuppelten
Stellung der Kupplungseinrichtung außer Eingriff mit dem Gleiter und/oder Gleitarm
des Hauptantriebs ist.
2. Türantrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kupplungseinrichtung (20k) während des Schließvorgangs und/oder während des Öffnungsvorgangs
ein- und auskuppelbar ausgebildet ist, vorzugsweise automatisch und/oder selbsttätig
gesteuert.
3. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kupplungseinrichtung (20k) durch den Abtrieb (2gks) des Antriebsaggregats (2g,
2gd) des Hilfsantriebs (2) steuerbar ist.
4. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kupplungselement (20ke) dadurch den Abtrieb des Antriebsaggregats des Hilfsantriebs
steuerbar ist und in einem Lager beweglich gelagert ist, welches abgestützt ist
a) auf der Gleitschiene (1ks) des Hauptantriebs (1) oder einem mit der Gleitschiene
(1ks) des Hauptantriebs (1) stationären Bauteil, oder
b) auf dem Abtrieb (2aa, 2gks) des Hilfsantriebs (2) oder einem mit dem Abtrieb (2aa,
2gks) des Hilfsantriebs (2) stationären Bauteil.
5. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Kupplungseinrichtung (20k), vorzugsweise das Kupplungselement (20ke) eine Fangausnehmung
aufweist, die mit einem an dem Gleitarm (1ka) oder an dem Gleiter (1kag) angeordneten
Mitnehmerelement (1km) in Eingriff und außer Eingriff bringbar ist unter Ausbildung
der eingekuppelten Stellung der Kupplungseinrichtung (20k), wenn die Fangausnehmung
in Eingriff mit dem Mitnehmerelement (1m) ist und unter Ausbildung der ausgekuppelten
Stellung der Kupplungseinrichtung (20k), wenn die Fangausnehmung außer Eingriff des
Mitnehmerelements ist; oder
- dass die Kupplungseinrichtung, vorzugsweise das Kupplungselement (20ke) ein Mitnehmerelement
aufweist, das mit einer an dem Gleitarm (2ka) oder an dem Gleiter (2kag) ausgebildeten
Fangausnehmung in Eingriff und außer Eingriff bringbar ist unter Ausbildung der eingekuppelten
Stellung der Kupplungseinrichtung (20k), wenn die Fangausnehmung in Eingriff mit dem
Mitnehmerelement ist und unter Ausbildung der ausgekuppelten Stellung der Kupplungseinrichtung
(20k), wenn die Fangausnehmung außer Eingriff des Mitnehmerelements ist.
6. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kupplungselement (20ke) in seiner von dem Gleitarm (1ka) und/oder Gleiter (1kag)
ausgekuppelten Stellung durch eine Blockiereinrichtung (20aa) arretierbar ist.
7. Türantrieb nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockiereinrichtung (20aa) einen Arretierhebel (20aa) aufweist, der in einem
mit der Gleitschiene (1ks) des Hauptantriebs (1) oder mit dem Antriebsaggregat (2gd)
des Hilfsantriebs (2) stationären Lager schwenkbar gelagert ist, wobei zur Ausbildung
einer Arretierstellung des Arretierhebels (20aa) das freie Ende des Arretierhebels
mit dem Abtrieb (2gks) des Antriebsaggregats (2gd) des Hilfsantriebs (2) in Anschlag
bringbar ist oder das freie Ende mit dem bewegbar gelagerten Kupplungselement (20ke)
in Anschlag bringbar ist.
8. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abtrieb (2gks) des Hilfsantriebs (2gd) oder ein mit dem Abtrieb (2gks) des Hilfsantriebs
(2gd) verbundenes Bauteil (20vl) in einer Führungseinrichtung (20kh, 20khs) geführt
ist, wobei die Führungseinrichtung stationär mit einem Lager des Antriebsaggregats
(2gd) des Hilfsantriebs (2) ausgebildet ist.
9. Türantrieb nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Kupplungselement (20ke) und dem Abtrieb (2aa, 2kag) des Hilfsantriebs
(2) eine Getriebeeinrichtung, vorzugsweise als Hebeleinrichtung und/oder Kulisseneinrichtung
ausgebildet geschaltet ist zur Steuerung des Kupplungselements (20ke).
10. Türantrieb nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kupplungselement (20ke) in einem Drehlager (20ked) gelagert ist, welches stationär
mit der Führungseinrichtung (20kh) ausgebildet ist.
11. Türantrieb nach einem der Ansprüche 8 bis 10 ,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Abtrieb (2gks) des Hilfsantriebs (2gd) und dem Kupplungselement (20ke)
ein Verbindungslenker (20vl) angeordnet ist, der in der Führungseinrichtung (20kh,
20khs) geführt ist.
12. Türantrieb nach einem der Ansprüche 8 bis 11 ,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kupplungselement (20ke) mit einem Ende des Verbindungslenkers (20vl) gelenkig
verbunden ist, der mit seinem anderen Ende in dem Führungsgehäuse (20kh) schwenkbar
und/oder verschiebbar gelagert ist.
13. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kupplungseinrichtung (20k) einen das Kupplungselement (20ke) steuernden Kupplungskörper
(20kk) aufweist, der von dem Abtrieb (2gks) des Hilfsantriebs (2gd) beaufschlagt in
einer Führungseinrichtung bewegbar geführt ist, die mit der Gleitschiene (1ks) des
Hauptantriebs (1) und/oder dem Antriebsaggregat (2gd) des Hilfsantriebs bewegungsfest
ist.
14. Türantrieb nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Kupplungskörper (20kk) und dem Kupplungselement (20ke) eine Kulisseneinrichtung
geschaltet ist, indem der Kupplungskörper (20kk) einen Kulissenschlitz und das Kupplungselement
(20ke) einen Kulissenstift aufweist oder der Kupplungskörper (20kk) einen Kulissenstift
und das Kupplungselement (20ke) einen Kulissenschlitz aufweist.
15. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abtrieb (2gks) des Hilfsantriebs (2) als Linearabtrieb ausgebildet ist.
16. Türantrieb nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Antriebsaggregat (2g) des Hilfsantriebs (2) innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses
und/oder einer gemeinsamen Abdeckung der rahmenseitig zu montierenden Komponenten
des Hauptantriebs (1) und des Hilfsantriebs (2) angeordnet ist.
1. Door drive (10) for a door of a building having a door leaf (F) pivotably mounted
in a fixed door frame (R) around a vertical door axis, preferably in door hinges (B),
having a main drive (1) and an auxiliary drive (2),
a) wherein the main drive (1) is designed for supplying the door leaf (F) for the
purpose of a closing movement and/or opening movement and/or closing damping and/or
opening damping, preferably as a manual closing spring drive or as an electromotive
door drive; and
- wherein the main drive (1) has a drive assembly (1g) having an output (1aa, 1w)
and a force transmission device having a glide arm (1ka) and a glide rail (1ks), wherein
the glide arm (1ka) is drivingly connected to the output (1aa, 1w) of the drive assembly
(1g), and has a slider (1kag) on its free end, with which the glide arm (1ka) is guided
in the glide rail (1ks),
b) wherein the auxiliary drive (2) is designed for supplying the door leaf (F) for
the purpose of a closing movement and/or opening movement and/or closing damping and/or
opening damping; and
- wherein the auxiliary drive (2) has a drive assembly (2g) having an output (2aa),
characterised in that
the drive assembly (2g) of the auxiliary drive (2) is arranged within or on the outer
side of the glide rail (1ka) of the main drive (1) and/or a housing (2gg) of the auxiliary
drive (2) fixed to the glide rail (1ka);
the output (2aa, 2gks) of the drive assembly (2g) of the auxiliary drive (2) is or
can be coupled to the slider (1kag) and/or glide arm (1ka) of the main drive (1) via
an interconnected coupling device (20k) in such a way that the slider (1kag) and/or
glide arm (1ka) of the main drive (1) is impinged at least in an end phase of the
closing process and/or at least in a beginning phase of the opening process by means
of the output of the auxiliary drive (2),
by the coupling device having a coupling element (20ke) which is designed to be supported
and moveably mounted on or in the glide rail of the main drive and/or a housing of
the assembly drive of the auxiliary drive and/or the output of the drive assembly
of the auxiliary drive, and can be brought into and out of engagement with the slider
and/or glide arm of the main drive in such a way that the coupling element is in engagement
with the slider and/or glide arm of the main drive in the coupled position of the
coupling device, and is out of engagement with the slider and/or glide arm of the
main drive in the uncoupled position.
2. Door drive according to claim 1,
characterised in that
the coupling device (20k) is designed to be couplable and uncouplable during the closing
process and/or during the opening process, preferably automatically and/or independently
controlled.
3. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
the coupling device (20k) can be controlled by the output (2gks) of the drive assembly
(2g, 2gd) of the auxiliary drive (2).
4. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
the coupling element (20ke) can be controlled by the output of the drive assembly
of the auxiliary drive and is moveably mounted in a bearing which is supported
a) on the glide rail (1ks) of the main drive (1) or a component which is stationary
with the glide rail (1ks) of the main drive (1), or
b) on the output (2aa, 2gks) of the main drive (2) or a component which is stationary
with the output (2aa, 2gks) of the main drive (2).
5. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
- the coupling device (20k), preferably the coupling element (20ke), has a catching
recess, which can be brought into and out of engagement with a carrier element (1km)
arranged on the glide arm (1ka) or on the slider (1kag) by forming the coupled position
of the coupling device (20k) when the catching recess is in engagement with the carrier
element (1m) and by forming the uncoupled position of the coupling device (20k) when
the catching recess is out of engagement with the carrier element; or
- the coupling device, preferably the coupling element (20ke), has a carrier element,
which can be brought into and out of engagement with a catching recess formed on the
glide arm (2ka) or on the slider (2kag) by forming the coupled position of the coupling
device (20k) when the catching recess is in engagement with the carrier element and
by forming the uncoupled position of the coupling device (20k) when the catching recess
is out of engagement with the carrier element.
6. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
the coupling element (20ke) is lockable, by means of a blocking device (20aa), in
its position uncoupled from the glide arm (1ka) and/or slider (1kag).
7. Door drive according to claim 6,
characterised in that
the blocking device (20aa) has a locking lever (20aa) which is pivotably mounted in
a bearing which is stationary with the glide rail (1ks) of the main drive (1) or with
the drive assembly (2gd) of the auxiliary drive (2), wherein to form a locking position
of the locking lever (20aa), the free end of the locking lever can be brought into
abutment with the output (2gks) of the drive assembly (2gd) of the auxiliary drive
(2), or the free end can be brought into abutment with the moveably mounted coupling
element (20ke).
8. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
the output (2gks) of the auxiliary drive (2gd) or a component (20vl) connected to
the output (2gks) of the auxiliary drive (2gd) is guided in a guide device (20kh,
20khs), wherein the guide device is formed to be stationary with a bearing of the
drive assembly (2gd) of the auxiliary drive (2).
9. Door drive according to one of claims 4 to 8,
characterised in that,
between the coupling element (20ke) and the output (2aa, 2kag) of the auxiliary drive
(2), a transmission device, preferably formed as a lever device and/or slide device,
is switched to control the coupling element (20ke).
10. Door drive according to claim 8 or 9,
characterised in that
the coupling element (20ke) is mounted in a pivot bearing (20ked), which is formed
to be stationary with the guide device (20kh).
11. Door drive according to one of claims 8 to 10,
characterised in that,
between the output (2gks) of the auxiliary drive (2gd) and the coupling element (20ke),
a connecting link (20vl) is arranged, which is guided in the guide device (20kh, 20khs).
12. Door drive according to one of claims 8 to 11,
characterised in that
the coupling element (20ke) is connected by a hinge to one end of the connecting link
(20vl), which is pivotably and/or moveably mounted with its other end in the guide
housing (20kh).
13. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
the coupling device (20k) has a coupling body (20kk) controlling the coupling element
(20ke), said coupling body being moveably guided in a guide device by means of the
output (2gks) of the auxiliary drive (2gd), said guide device being fixed to the glide
rail (1ks) of the main drive (1) and/or the drive assembly (2gd) of the auxiliary
drive.
14. Door drive according to claim 13,
characterised in that,
between the coupling body (20kk) and the coupling element (20ke), a slide device is
switched, by the coupling body (20kk) having a slide slot and the coupling element
(20ke) having a slide pin, or the coupling body (20kk) having a slide pin and the
coupling element (20ke) having a slide slot.
15. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
the output (2gks) of the auxiliary drive (2) is formed as a linear output.
16. Door drive according to one of the preceding claims,
characterised in that
the drive assembly (2g) of the auxiliary drive (2) is arranged within a common housing
and/or a common covering of the components, which are to be installed on the frame
side, of the main drive (1) and the auxiliary drive (2).
1. Entraînement de porte (10) pour une porte d'un bâtiment avec un battant de porte (F)
logé de manière pivotante dans un cadre de porte fixe (R) autour d'un axe de porte
vertical, de préférence dans des charnières de porte (B),
avec un entraînement principal (1) et un entraînement auxiliaire (2),
a) dans lequel l'entraînement principal (1) est conçu pour la sollicitation du battant
de porte (F) dans le sens d'un mouvement de fermeture et/ou d'un mouvement d'ouverture
et/ou d'un amortissement de fermeture et/ou d'un amortissement d'ouverture, de préférence
comme un entraînement à ressort de fermeture manuel ou comme un entraînement de porte
à moteur électrique ; et
- dans lequel l'entraînement principal (1) comprend un agrégat d'entraînement (1g)
avec une prise de mouvement (1aa, 1w) et un dispositif de transmission de force avec
un bras coulissant (1ka) et une glissière (1ks), dans lequel le bras coulissant (1ka)
est relié en entraînement avec la prise de mouvement (1aa, 1w) de l'agrégat d'entraînement
(1g) et comprend, au niveau de son extrémité libre, un coulisseau (1kag) avec lequel
le bras coulissant (1ka) est guidé dans la glissière (1ks),
b) dans lequel l'entraînement auxiliaire (2) est conçu pour la sollicitation du battant
de porte (F) dans le sens d'un mouvement de fermeture et/ou d'un mouvement d'ouverture
et/ou d'un amortissement de fermeture et/ou d'un amortissement d'ouverture ; et
- dans lequel l'entraînement auxiliaire (2) comprend un agrégat d'entraînement (2g)
avec une prise de mouvement (2aa),
caractérisé en ce que
l'agrégat d'entraînement (2g) de l'entraînement auxiliaire (2) est disposé à l'intérieur
ou au niveau du côté externe de la glissière (1ka) de l'entraînement principal (1)
et/ou d'un boîtier (2gg), solidaire avec la glissière (1ka), de l'entraînement auxiliaire
(2) ;
la prise de mouvement (2aa, 2gks) de l'agrégat d'entraînement (2g) de l'entraînement
auxiliaire (2) est couplée ou peut être couplée avec le coulisseau (1kag) et/ou bras
coulissant (1ka) de l'entraînement principal (1) par l'intermédiaire d'un dispositif
de couplage intermédiaire (20k), de façon à ce que le coulisseau (1kag) et/ou bras
coulissant (1ka) de l'entraînement principal (1) soit sollicité, au moins dans une
phase finale du processus de fermeture et/ou au moins dans une phase initiale du processus
d'ouverture, par la prise de mouvement de l'entraînement auxiliaire (2),
du fait que le dispositif de couplage comprend un élément de couplage (20ke), qui
est conçu de façon à être logé de manière mobile et appuyée contre ou dans la glissière
de l'entraînement principal et/ou un boîtier de l'agrégat d'entraînement de l'entraînement
auxiliaire et/ou la prise de mouvement de l'agrégat d'entraînement de l'entraînement
auxiliaire et qui peut être emboîté et déboîté avec le coulisseau et/ou le bras coulissant
de l'entraînement principal de façon à ce que l'élément de couplage soit, dans la
position accouplée du dispositif de couplage, emboîté avec le coulisseau et/ou le
bras coulissant de l'entraînement principal et, dans la position découplée du dispositif
de couplage, déboîté du coulisseau et/ou du bras coulissant de l'entraînement principal.
2. Entraînement de porte selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de couplage (20k) est conçu de façon à pouvoir être couplé et découplé
pendant le processus de fermeture et/ou pendant le processus d'ouverture, de préférence
de manière contrôlée automatiquement et/ou de manière autonome.
3. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de couplage (20k) peut être contrôlé par la prise de mouvement (2gks)
de l'agrégat d'entraînement (2g, 2gd) de l'entraînement auxiliaire (2).
4. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de couplage (20ke) peut être contrôlé par la prise de mouvement de l'agrégat
d'entraînement de l'entraînement auxiliaire et est logé de manière mobile dans un
palier, qui est appuyé
a) sur la glissière (1ks) de l'entraînement principal (1) ou un composant stationnaire
avec la glissière (1ks) de l'entraînement principal (1) ou
b) sur la prise de mouvement (2aa, 2gks) de l'entraînement auxiliaire (2) ou un composant
stationnaire avec la prise de mouvement (2aa, 2gks) de l'entraînement auxiliaire (2).
5. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- le dispositif de couplage (20k), de préférence l'élément de couplage (20ke) comprend
un évidement de capture qui peut être emboîté et déboîté avec un élément entraîneur
(1km) disposé sur le bras coulissant (1ka) ou sur le coulisseau (1kag), en formant
la position couplée du dispositif de couplage (20k) lorsque l'évidement de capture
est emboîté avec l'élément entraîneur (1m) et en formant la position découplée du
dispositif de couplage (20k) lorsque l'évidement de capture est déboîté de l'élément
entraîneur ; ou
- le dispositif de couplage, de préférence l'élément de couplage (20ke) comprend un
élément entraîneur qui peut être emboîté et déboîté avec un évidement de capture réalisé
sur le bras coulissant (2ka) ou sur le coulisseau (2kag) en formant la position couplée
du dispositif de couplage (20k) lorsque l'évidement de capture est emboîté avec l'élément
entraîneur et en formant la position découplée du dispositif de couplage (20k) lorsque
l'évidement de capture est déboîté de l'élément entraîneur.
6. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de couplage (20ke) peut être bloqué dans sa position découplée du bras coulissant
(1ka) et/ou du coulisseau (1kag) par un dispositif de blocage (20aa).
7. Entraînement de porte selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le dispositif de blocage (20aa) comprend un levier de blocage (20aa) qui est logé
de manière pivotante dans un palier stationnaire avec la glissière (1ks) de l'entraînement
principal (1) ou avec l'agrégat d'entraînement (2gd) de l'entraînement auxiliaire
(2), dans lequel, pour la formation d'une position de blocage du levier de blocage
(20aa), l'extrémité libre du levier de blocage peut être amenée en butée avec la prise
de mouvement (2gks) de l'agrégat d'entraînement (2gd) de l'entraînement auxiliaire
(2) ou l'extrémité libre peut être amenée en butée avec l'élément de couplage (20ke)
logé de manière mobile.
8. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la prise de mouvement (2gks) de l'entraînement auxiliaire (2gd) ou un composant (20vl)
relié avec la prise de mouvement (2gks) de l'entraînement auxiliaire (2gd) est guidé
dans un dispositif de guidage (20kh, 20khs), dans lequel le dispositif de guidage
est conçu de manière stationnaire avec un palier de l'agrégat d'entraînement (2gd)
de l'entraînement auxiliaire (2).
9. Entraînement de porte selon l'une des revendications 4 à 8,
caractérisé en ce que
entre l'élément de couplage (20ke) et la prise de mouvement (2aa, 2kag) de l'entraînement
auxiliaire (2), est branché un dispositif de transmission, conçu de préférence comme
un dispositif à levier et/ou un dispositif à coulisse, pour le contrôle de l'élément
de couplage (20ke).
10. Entraînement de porte selon l'une des revendications 8 ou 9,
caractérisé en ce que
l'élément de couplage (20ke) est logé dans un palier rotatif (20ked), qui est conçu
de manière stationnaire avec le dispositif de guidage (20kh).
11. Entraînement de porte selon l'une des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que
entre la prise de mouvement (2gks) de l'entraînement auxiliaire (2gd) et l'élément
de couplage (20ke), est disposé un bras de liaison (20vl) qui est guidé dans le dispositif
de guidage (20kh, 20khs).
12. Entraînement de porte selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce que
l'élément de couplage (20ke) est relié de manière articulée avec une extrémité du
bras de liaison (20vl), qui est logé de manière pivotante et/ou coulissant avec son
autre extrémité dans le boîtier de guidage (20kh).
13. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de couplage (20k) comprend un corps de couplage (20kk) contrôlant l'élément
de couplage (20ke), qui est sollicité par la prise de mouvement (2gks) de l'entraînement
auxiliaire (2gd) et guidé de manière mobile dans un dispositif de guidage qui est
solidaire en mouvement avec la glissière (1ks) de l'entraînement principal (1) et/ou
l'agrégat d'entraînement (2gd) de l'entraînement auxiliaire.
14. Entraînement de porte selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
entre le corps de couplage (20kk) et l'élément de couplage (20ke) est branché un dispositif
à coulisse, du fait que le corps de couplage (20kk) comprend une fente de coulisse
et l'élément de couplage (20ke) comprend une tige de coulisse ou le corps de couplage
(20kk) comprend une tige de coulisse et l'élément de couplage (20ke) comprend une
fente de coulisse.
15. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la prise de mouvement (2gks) de l'entraînement auxiliaire (2) est conçue comme une
prise de mouvement linéaire.
16. Entraînement de porte selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'agrégat d'entraînement (2g) de l'entraînement auxiliaire (2) est disposé à l'intérieur
d'un boîtier commun et/ou d'un couvercle commun des composants, à monter côté cadre,
de l'entraînement principal (1) et de l'entraînement auxiliaire (2).