[0001] Die Erfindung betrifft einen Eisbohrer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Eisbohrer sind Bohrer, welche dazu vorgesehen und ausgebildet sind, Löcher in Schnee,
Eis bzw. Mischzustände aus Schnee und Eis zu bohren. Derartige Bohrer werden daher
meist in der freien Natur eingesetzt, wobei ein typischer Anwendungsfall für derartige
Bohrer das Setzen von Begrenzungsstangen oder Kursstangen auf einer Skipiste im Gebirge
ist. Der Eisbohrer wird dabei mittels einer Akkubohrmaschine betrieben.
[0003] Bekannte Eisbohrer ähneln einem in Längsrichtung verdrilltem Blechstreifen, welcher
an einem Ende einen Einspannbereich zur Anordnung im Spannfutter einer Bohrmaschine
aufweist, und welche an dem anderen Ende einen Schneidenbereich aufweist, welcher
einstückig mit dem Wendelteil ausgebildet ist.
[0004] Es ist weiters ein Eisbohrer bekannt, welcher einen Kunststoffkörper aufweist, sowie
eine Spitze aus Hartmetall.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher einen Eisbohrer der eingangs genannten Art anzugeben,
mit welchem die genannten Nachteile vermieden werden können, und welcher das Bohren
von Löchern in Schnee bzw. Eis im Gebirge vereinfacht. Erfindungsgemäß wird dies durch
die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht. Dadurch kann ein Eisbohrer geschaffen
werden, welcher eine geringe Masse aufweist, und im Gebirge mit geringem Aufwand transportierbar
ist. Der betreffende Eisbohrer benötigt lediglich eine geringe Antriebsleistung, wodurch
der Akku einer Akkubohrmaschine nur gering belastet wird, und mit einer Akkuladung
eine große Anzahl an Löchern gebohrt werden können, ehe der betreffende Akku erneuert
werden muss. Dadurch sinkt aufgrund der geringeren erforderlichen Akkubelastung der
Transportaufwand weiters, da kein Austauschakku mitgeführt werden muss, wodurch das
Bohren von Löchern in Eis bzw. Schnee im Gebirge bzw. unter arktischen Bedingungen
weiter vereinfacht wird. Die Verwindungssteifigkeit des Leichtmetallgrundkörpers hat
sich dabei zusammen mit der Schneidleistung der Hartmetallschneidplatten als vorteilhaft
für die erforderliche Antriebsleistung erwiesen. Der gegenständliche Eisbohrer weist
eine hohe Lebensdauer sowie eine hohe Sicherheit gegen Bruch auf, wodurch die Verletzungsgefahr
sinkt.
[0007] Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0008] Ausdrücklich wird hiermit auf den Wortlaut der Patentansprüche Bezug genommen, wodurch
die Ansprüche an dieser Stelle durch Bezugnahme in die Beschreibung eingefügt sind
und als wörtlich wiedergegeben gelten.
[0009] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines gegenständlichen Eisbohrers im Grundriss;
- Fig. 2
- den Eisbohrer gemäß Fig. 1 im Aufriss;
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform eines gegenständlichen Eisbohrers im Grundriss;
- Fig. 4
- den Eisbohrer gemäß Fig. 3 im Aufriss; und
- Fig. 5
- eine dritte Ausführungsform eines gegenständlichen Eisbohrers im Grundriss
[0010] Die Fig. 1 bis 5 zeigen jeweils einen Eisbohrer 1 mit einem einstückigen Leichtmetallgrundkörper
2, welcher Leichtmetallgrundkörper 2 einen Wendelteil 3 und einen an den Wendelteil
3 anschließenden Schneidenteil 4 aufweist, wobei der Schneidenteil 4 wenigstens eine
Hartmetallschneidplatte 11, 12, 13 aufweist, welche auswechselbar an dem Leichtmetallgrundkörper
2 befestigt ist.
[0011] Dadurch kann ein Eisbohrer 1 geschaffen werden, welcher eine geringe Masse aufweist,
und im Gebirge mit geringem Aufwand transportierbar ist. Der betreffende Eisbohrer
1 benötigt lediglich eine geringe Antriebsleistung, wodurch der Akku einer Akkubohrmaschine
nur gering belastet wird, und mit einer Akkuladung eine große Anzahl an Löchern gebohrt
werden können, ehe der betreffende Akku erneuert werden muss. Dadurch sinkt aufgrund
der geringeren erforderlichen Akkubelastung der Transportaufwand weiters, da kein
Austauschakku mitgeführt werden muss, wodurch das Bohren von Löchern in Eis bzw. Schnee
im Gebirge bzw. unter arktischen Bedingungen weiter vereinfacht wird. Die Verwindungssteifigkeit
des Leichtmetallgrundkörpers 2 hat sich dabei zusammen mit der Schneidleistung der
Hartmetallschneidplatten 11, 12, 13 als vorteilhaft für die erforderliche Antriebsleistung
erwiesen. Der gegenständliche Eisbohrer 1 weist eine hohe Lebensdauer sowie eine hohe
Sicherheit gegen Bruch auf, wodurch die Verletzungsgefahr sinkt.
[0012] Der gegenständliche Eisbohrer 1 ist zum Bohren von Löchern in Schnee, Eis sowie Mischzuständen
bzw. Übergangszuständen zwischen Schnee und Eis, wie etwa Firn, vorgesehen. Der Eisbohrer
1 ist insbesondere zum Betrieb mit einer Maschine vorgesehen, daher einer Bohrmaschine,
insbesondere einer Akkubohrmaschine. Ein Handbetrieb, etwa mittels einer Handkurbel,
ist dabei vorzugsweise nicht vorgesehen.
[0013] Der Eisbohrer 1 weist einen einstückigen Leichtmetallgrundkörper 2 auf. Bevorzugt
sind dabei als Leichtmetalllegierung eine Aluminiumlegierung, beispielsweise aus der
Legierungsgruppe AlZnMgCu, vorgesehen. Weiters sind Titanlegierungen, etwa TiAl6V6Sn2
oder TiAl4Mo4Sn2, oder Magnesiumlegierungen, etwa MgAl6Zn oder MgAl8Zn, bevorzugt
vorgesehen.
[0014] Der Leichtmetallgrundkörper 2 weist einen Wendelteil 3 sowie einen Schneidenteil
4 auf, wobei - in Längserstreckung bzw. in Richtung einer Drehachse 16 des Eisbohrers
1 der Schneidenteil 4 an den Wendelteil 3 anschließenden angeordnet bzw. ausgebildet
ist.
[0015] Als Wendelteil 3 wird dabei der Teil des Leichtmetallgrundkörpers 2 bezeichnet, welcher
Wendeln 6, 7 bzw. Spiralen aufweist, welche schraublinienförmig bzw. entsprechend
eine Helix angeordnet sind. Bevorzugt weist der Wendelteil 3 wenigstens eine erste
Wendel 6 und eine zweite Wendel 7 auf, wobei auch eine größere Anzahl an Wendeln 6,
7 vorgesehen sein können.
[0016] Die Wendeln 6, 7 können verschiedene Querschnittsformen aufweisen, wobei jeweils
bevorzugt vorgesehen ist, dass sämtliche Wendeln 6, 7 eines Eisbohrers identische
Querschnittsformen aufweisen. Dabei können Querschnittsformen vorgesehen sein, welche
von Geraden und/oder Kurven eingefasst sind. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Wendeln
6, 7 einen recheckigen, insbesondere quadratischen, dreieckigen, trapezförmigen oder
runden, etwa ähnlich einem Rundgewinde, Querschnitt aufweisen. Besonders bevorzugt
ist vorgesehen, dass die Wendeln 6, 7 jeweils einen im Wesentlichen trapezförmigen
Querschnitt aufweisen.
[0017] Die beiden Wendeln 6, 7 verlaufen weiters über die gesamte Länge des Wendelteils
3. Es ist daher nicht vorgesehen, dass sich lediglich eine der beiden Wendeln 6, 7
über die gesamte Länge des Wendelteils 3 erstreckt, und eine andere der beiden Wendeln
6, 7 lediglich über einen Teil dieser Länge.
[0018] Der gegenständliche Eisbohrer 1 wird anhand der beiden bevorzugten Ausführungsformen
mit jeweils zwei Wendeln 6, 7 beschrieben. Ausführungsformen mit einer größeren Anzahl
an Wendeln 6, 7 sind bevorzugt entsprechend der ersten Ausführungsform eines Eisbohrers
1 gemäß den Fig. 1 und 2 auszubilden.
[0019] Der Leichtmetallgrundkörper 2 bzw. insbesondere der Wendelteil 3 weist eine sog.
Seele 5 auf. Als Seele 5 wird dabei ein um die Drehachse 16 des Eisbohrers 1 herum
angeordneter Bereich bezeichnet, welcher insbesondere einen im Wesentlichen kreisrunden
Querschnitt aufweist, und an dem die Wendeln 6, 7 einstückig angeformt sind, bzw.
mit dem zusammen die Wendeln 6, 7 einstückig ausgebildet sind. Die Seele 5 weist für
sich allein betrachtet bevorzugt die Form eines Zylinders auf.
[0020] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Seele 5 einen im Wesentlichen als regelmäßiges
Polygon ausgebildeten Querschnitt aufweist, insbesondere ein Dreieck, ein Quadrat
oder ein Sechseck.
[0021] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Leichtmetallgrundkörper 2 durch Fräsen aus einem
Leichtmetallhalbzeug hergestellt wird, wobei auch eine Fertigung mittels Druckguss
vorgesehen sein kann.
[0022] Wie bereits dargelegt, weisen die Wendeln 6, 7 jeweils bevorzugt einen im Wesentlichen
trapezförmigen Querschnitt auf. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass eine Breite
der ersten Wendel 6 und/oder der zweiten Wendel 7 am Übergang der betreffenden Wendel
6, 7 zur Seele 5 geringer ist als ein Durchmesser der Seele 5. Insbesondere ist vorgesehen,
dass die betreffende Breite geringer ist, als ein Radius der Seele 5.
[0023] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Seele 5 einen Durchmesser aufweist, welcher 2,5
bis 3,5 mal so groß ist, wie eine Breite 20 der ersten und/oder zweiten Wendel 6,
7. Die Wendeln 6, 7 weisen daher eine relativ zum Durchmesser der Seele 5 große Breite
20 auf. Die Breite 20 der Wendeln 6, 7 ist in klassischer Weise mittels eines Messschiebers
zu ermitteln, und in Fig. 2 eingetragen.
[0024] Als Schneidenteil 4 wird der Teil des Eisbohrers 1 bzw. des Leichtmetallgrundkörpers
2 bezeichnet, welcher die Schneidkanten des Eisbohrers 1 aufweist bzw. trägt. Der
Schneidenteil 4 ist anschließend an den Wendelteil 3 des Leichtmetallgrundkörpers
2 angeordnet. Dabei geht der Wendelteil 3 direkt in den Schneidenteil 4 über.
[0025] Der Schneidenteil 4 weist wenigstens eine Hartmetallschneidplatte 11, 12, 13 auf,
welche auswechselbar an dem Leichtmetallgrundkörper 2 befestigt ist. Dabei ist bevorzugt
vorgesehen, dass die wenigstens eine Hartmetallschneidplatte 11, 12, 13 an dem Schneidenteil
4 festgeschraubt ist. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass jede Hartmetallschneidplatte
11, 12, 13 mit wenigstens einer Befestigungsschraube 21, bevorzugt mit zwei Befestigungsschrauben
21, an dem Schneidenteil 4, insbesondere dem Hartmetallschneidplatten-Halter 9, 10,
befestigt ist. Bevorzugt ist die wenigstens eine Befestigungsschraube 21 als vernickelte
Stahlschraube ausgebildet.
[0026] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Wendel 6 im Schneidenteil 4 in einen ersten
Hartmetallschneidplatten-Halter 9 des Schneidenteils 4 übergeht, und dass die zweite
Wendel 7 im Schneidenteil 4 in einen zweiten Hartmetallschneidplatten-Halter 10 des
Schneidenteils 4 übergeht. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Wendel
6 im Schneidenteil 4 als erster Hartmetallschneidplatten-Halter 9 des Schneidenteils
4 ausgebildet ist, und dass die zweite Wendel 7 im Schneidenteil 4 als zweiter Hartmetallschneidplatten-Halter
10 des Schneidenteils 4 ausgebildet ist. Die Hartmetallschneidplatten-Halter 9, 10
schließen dabei die jeweilige Wendel 6, 7 an einem Ende des Eisbohrers 1 ab.
[0027] Die Hartmetallschneidplatten-Halter 9, 10 sind dazu ausgebildet eine Hartmetallschneidplatte
11, 12, 13 aufzunehmen bzw. zu tragen. Hartmetallschneidplatten 11, 12, 13 sind an
sich bekannt, und werden beispielsweise auch als Wendeplatten bezeichnet. Diese sind
etwa in der spanabhebenden Metallverarbeitung weit verbreitet. Bevorzugt weisen die
Hartmetallschneidplatten-Halter 9, 10 eine Anlagefläche für eine Hartmetallschneidplatte
11, 12, 13 auf, sowie wenigstens einen Anschlag für die Hartmetallschneidplatte 11,
12, 13. Die Hartmetallschneidplatte 11, 12, 13 wird in an sich bekannter Weise an
dem Hartmetallschneidplatten-Halter 9, 10 angeschraubt. Bevorzugt ist vorgesehen,
dass die Anlagefläche im Wesentlichen parallel zur Drehachse 16 des Eisbohrers 1 angeordnet
ist.
[0028] Bevorzugt weisen die verwendeten Hartmetallschneidplatte 11, 12, 13 im Bereich der
Stirnseite des Eisbohrers 1 einen Freiwinkel von ca. 20°, sowie an den Seitenflächen
einen Freiwinkel von ca. 10° auf.
[0029] Im Übergang vom Hartmetallschneidplatten-Halter 9, 10 zur jeweiligen Wendel 6, 7
ist bevorzugt eine Nut angeordnet, welche den Abtransport des Abraums aus dem Bohrloch
unterstützt.
[0030] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform eines gegenständlichen Eisbohrers
1. Dabei ist an dem ersten Hartmetallschneidplatten-Halter 9 eine erste Hartmetallschneidplatte
12 befestigt. An dem zweiten Hartmetallschneidplatten-Halter 10 ist eine, von der
ersten Hartmetallschneidplatte 12 unterschiedliche, zweite Hartmetallschneidplatte
13 befestigt.
[0031] Die beiden Hartmetallschneidplatten 12, 13 sind beabstandet zueinander angeordnet,
um beim Bohren eines Loches und dem entsprechenden Schneidvorgang durch die Hartmetallschneidplatten
12, 13 lediglich einen ringförmigen Bereich zu schneiden. Es ist daher bevorzugt vorgesehen,
dass eine erste Schneidkante 14 der ersten Hartmetallschneidplatte 12 und eine zweite
Schneidkante 15 der zweiten Hartmetallschneidplatte 13 jeweils beabstandet von einer
Drehachse 16 des Eisbohrers 1 angeordnet sind. Zwischen den beiden Hartmetallschneidplatten
12, 13 bzw. deren jeweiligen Schneidkanten 14, 15 ist daher ein Abstand bzw. ein Freistellungsbereich
angeordnet. Es hat sich gezeigt, dass dadurch eine besonders gute Bohrleistung des
Eisbohrers 1 erzielt werden kann.
[0032] Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass eine Ringbreite des ringförmigen Bereichs zwischen
35% und 40% eines Gesamtdurchmessers des Eisbohrers 1 beträgt. Der kreisförmige Zentrumsbereich
der nicht von den Hartmetallschneidplatten 12, 13 ausgeschnitten wird, weist daher
einen Durchmesser zwischen 20% und 30% des Gesamtdurchmessers des Eisbohrers 1 auf.
[0033] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die erste Schneidkante 14 und die zweite Schneidkante
15 jeweils konvex, insbesondere im Wesentlichen kreislinienförmig, zum Schneiden einer
gerundeten ringförmigen Nut ausgebildet sind. Fig. 1 zeigt entsprechend ausgebildete
Schneidkanten 14, 15. Es hat sich gezeigt, dass derartige Schneidkanten 14, 15 gegenüber
klassisch spitzen Bohrern eine hohe Schneidleistung in Eis aufweisen, sowie einen
gute Abtransport des Abraumes ermöglichen.
[0034] Dies wird weiters dadurch unterstützt, dass die erste Hartmetallschneidplatte 12
und die zweite Hartmetallschneidplatte 13 jeweils im Wesentlichen parallel zur Drehachse
16 des Eisbohrers 1 angeordnet sind.
[0035] Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform eines gegenständlichen Eisbohrers 1, wobei
die erste Hartmetallschneidplatte 12 und die zweite Hartmetallschneidplatte 13 jeweils
zur Drehachse 16 des Eisbohrers 1 hin gerichtet bzw. schräg angeordnet sind. Dabei
ist insbesondere vorgesehen, dass eine im Wesentlichen gerade Seitenkante der ersten
bzw. zweiten Hartmetallschneidplatte 12, 13 oder aber eine Flächensymmetrieachse der
ersten bzw. zweiten Hartmetallschneidplatte 12, 13 einen Winkel zwischen 25° und 30°
zur Drehachse 16 des Eisbohrers 1 aufweist.
[0036] In dem Bereich zwischen der ersten Hartmetallschneidplatte 12 und der zweiten Hartmetallschneidplatte
13 ist ein meißelartiger Zentrumsbereich 17 angeordnet. Der meißelartige Zentrumsbereich
17 weist insbesondere die Form eines Keils auf, dessen Kante in Richtung der Schneidkanten
14, 15 weist. Der meißelartige Zentrumsbereich 17 ist bevorzugt von der ersten Schneidkante
14 und/oder der zweiten Schneidkante 15 in Richtung Wendelteil 3, insbesondere um
35% bis 40% des Gesamtdurchmessers des Eisbohrers 1, beabstandet bzw. versetzt angeordnet.
Der meißelartige Zentrumsbereich 17 zermahlt dabei den Teil des Eises, welcher von
den Schneidkanten 14, 15 nicht geschnitten wird. Allerdings kommt es beim Schneiden
des ringförmigen Bereichs zu einem Aufbrechen des dazwischenliegenden Bereichs, welcher
durch den meißelartige Zentrumsbereich 17 einfach weggeschoben werden kann.
[0037] Bevorzugt ist weiters vorgesehen, insbesondere als nähere Charakterisierung der konvexen
Schneidkanten 14, 15, dass die erste Schneidkante 14 und die zweite Schneidkante 15
wenigstens bereichsweise, insbesondere im Wesentlichen über deren halbe Breite, zum
meißelartigen Zentrumsbereich 17 hin verlaufend ausgebildet sind.
[0038] Die Fig. 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführungsform eines gegenständlichen Eisbohrers
1. Bei dieser zweiten Ausführungsform ist bevorzugt vorgesehen, dass die wenigstens
eine Hartmetallschneidplatte 11, 12, 13 als einzelne, durchgehende Hartmetallschneidplatte
11 ausgebildet ist, welche sowohl an dem ersten Hartmetallschneidplatten-Halter 9
und dem zweiten Hartmetallschneidplatten-Halter 10 befestigt ist. Diese Ausführungsvariante
weist durch die einzelne, durchgehende Schneidplatte 11 einen einfacheren Aufbau auf.
[0039] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Hartmetallschneidplatten-Halter 9, 10
derart ausgebildet sind, dass sowohl das Anordnen zweier Hartmetallschneidplatten
12, 13 entsprechend der ersten Ausführungsform, als auch das Anordnen lediglich einer
einzigen gemeinsamen Schneidplatte 11 entsprechend der zweiten Ausführungsform möglich
ist.
[0040] An einem dem Schneidenteil 4 abgewandten Ende des Leichtmetallgrundkörpers 2 ist
ein Schaft 8 mit diesem verbunden. Der Schaft 8 ist zur Befestigung des Eisbohrers
1 an einer Bohrmaschine vorgesehen. Der Schaft 8 kann hinsichtlich dessen Geometrie
unterschiedlich ausgebildet sein, insbesondere kann der Schaft zylindrisch oder als
regelmäßiges Prisma mit drei oder sechs Seitenflächen ausgebildet sein, oder entsprechend
dem SDS Plus oder SDS Max System.
[0041] Der Schaft 8 ist bevorzugt auswechselbar mit dem Leichtmetallgrundkörper 2 verbunden,
insbesondere mit diesem verschraubt, wodurch eine Anpassung des Eisbohrers 1 an unterschiedliche
Spannfutter unterschiedlicher Bohrmaschinen möglich ist. Zur Sicherung der Verschraubung
kann eine Kontermutter oder ein anderes Schraubensicherungselement vorgesehen sein.
[0042] Bevorzugt ist der gegenständliche Eisbohrer 1 bis auf den Schaft 8 und die wenigstens
eine Hartmetallschneidplatte 11, 12, 13 einstückig ausgebildet.
[0043] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass der Leichtmetallgrundkörper 2 wenigstens bereichsweise,
insbesondere im Wesentlich vollständig, eine eloxierte Oberfläche aufweist. Neben
einem wirksamen Abriebschutz kann der Eisbohrer 1 mittels einer derartigen Oberflächenbehandlung
eingefärbt werden. Dies stellt bei der Feldarbeit im Gebirge oder auf Expeditionen
eine wichtige Hilfe gegen den Verlust des Eisbohrers dar.
1. Eisbohrer (1) mit einem einstückigen Leichtmetallgrundkörper (2), welcher Leichtmetallgrundkörper
(2) einen Wendelteil (3) und einen an den Wendelteil (3) anschließenden Schneidenteil
(4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidenteil (4) wenigstens eine Hartmetallschneidplatte (11, 12, 13) aufweist,
welche auswechselbar an dem Leichtmetallgrundkörper (2) befestigt ist, dass der Wendelteil
(3) wenigstens eine erste Wendel (6) und eine zweite Wendel (7) aufweist, dass die
erste Wendel (6) und die zweite Wendel (7) auf der gesamten Länge des Wendelteils
(3) angeordnet sind, dass die erste Wendel (6) im Schneidenteil (4) als erster Hartmetallschneidplatten-Halter
(9) des Schneidenteils (4) ausgebildet ist, und dass die zweite Wendel (7) im Schneidenteil
(4) als zweiter Hartmetallschneidplatten-Halter (10) des Schneidenteils (4) ausgebildet
ist, dass an dem ersten Hartmetallschneidplatten-Halter (9) eine erste Hartmetallschneidplatte
(12) befestigt ist, und dass an dem zweiten Hartmetallschneidplatten-Halter (10) eine,
von der ersten Hartmetallschneidplatte (12) unterschiedliche, zweite Hartmetallschneidplatte
(13) befestigt ist, und dass die erste und die zweite Hartmetallschneidplatte (12,
13) zum Schneiden eines lediglich ringförmigen Bereichs beabstandet zueinander angeordnet
sind.
2. Eisbohrer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wendelteil (3) eine, insbesondere im Wesentlichen zylindrische, Seele (5) aufweist.
3. Eisbohrer (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Wendel (6) und die zweite Wendel (7) jeweils einen im Wesentlichen trapezförmigen
oder rechteckigen Querschnitt aufweisen.
4. Eisbohrer (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Wendeln (6, 7) einstückig mit der Seele (5) ausgebildet sind.
5. Eisbohrer (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seele (5) einen Durchmesser aufweist, welcher 2,5 bis 3,5 mal so groß ist, wie
eine Breite (20) der ersten und/oder zweiten Wendel (6, 7).
6. Eisbohrer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisbohrer (1) einen Schaft (8) zur Befestigung des Eisbohrers (1) an einer Bohrmaschine
aufweist, und dass der Schaft (8) auswechselbar mit dem Leichtmetallgrundkörper (2)
verbunden, insbesondere mit diesem verschraubt, ist.
7. Eisbohrer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Schneidkante (14) der ersten Hartmetallschneidplatte (12) und eine zweite
Schneidkante (15) der zweiten Hartmetallschneidplatte (13) jeweils beabstandet von
einer Drehachse (16) des Eisbohrers (1) angeordnet sind.
8. Eisbohrer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ringbreite des ringförmigen Bereichs zwischen 35% und 40% eines Gesamtdurchmessers
des Eisbohrers (1) beträgt.
9. Eisbohrer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schneidkante (14) und die zweite Schneidkante (15) jeweils konvex, insbesondere
im Wesentlichen kreislinienförmig, zum Schneiden einer gerundeten ringförmigen Nut
ausgebildet sind.
10. Eisbohrer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hartmetallschneidplatte (12) und die zweite Hartmetallschneidplatte (13)
jeweils im Wesentlichen parallel zur Drehachse (16) des Eisbohrers (1) angeordnet
sind.
11. Eisbohrer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Hartmetallschneidplatte (12) und der zweiten Hartmetallschneidplatte
(13) ein meißelartiger Zentrumsbereich (17) angeordnet ist.
12. Eisbohrer (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der meißelartige Zentrumsbereich (17) von der ersten Schneidkante (14) und/oder der
zweiten Schneidkante (15) in Richtung Wendelteil (3), insbesondere um 35% bis 40%
des Gesamtdurchmessers des Eisbohrers (1), beabstandet angeordnet ist.
13. Eisbohrer (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schneidkante (14) und die zweite Schneidkante (15) wenigstens bereichsweise,
insbesondere im Wesentlichen über deren halbe Breite, zum meißelartigen Zentrumsbereich
(17) hin verlaufend ausgebildet sind.
14. Eisbohrer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Leichtmetallgrundkörper (2) wenigstens bereichsweise, insbesondere im Wesentlich
vollständig, eine eloxierte Oberfläche aufweist.
1. Ice drill (1), comprising an integral light-metal base body (2), which light-metal
base body (2) has a helical part (3) and a cutting part (4) adjoining the helical
part (3), characterized in that the cutting part (4) has at least one hard-metal cutting plate (11), 12, 13), which
is exchangeably fastened to the light-metal base body (2), that the helical part (3)
has at least a first helix (6) and a second helix (7), that the first helix (6) and
the second helix (7) are arranged over the entire length of the helical part (3),
that the first helix (6) in the cutting part (4) is designed as a first hard metal
cutting plate holder (9) of the cutting part (4), and that the second helix (7) in
the cutting part (4) is designed as a second hard metal cutting plate holder (10)
of the cutting part (4), that a first hard metal cutting plate (12) is fastened to
the first hard metal cutting plate holder (9), and that a second hard metal cutting
plate (13) different from the first hard metal cutting plate (12) is fixed to the
second hard metal cutting plate holder (10), and that the first and second hard metal
cutting plates (12, 13) are arranged spaced apart from each other for cutting a merely
annular region.
2. Ice drill (1) according to claim 1, characterized in that the helical part (3) has a core (5), in particular a substantially cylindrical core.
3. Ice drill (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the first helix (6) and the second helix (7) each have a substantially trapezoidal
or rectangular cross-section.
4. Ice drill (1) according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the at least two helices (6, 7) are formed integrally with the core (5).
5. Ice drill (1) according to claim 4, characterized in that the core (5) has a diameter which is 2.5 to 3.5 times as large as a width (20) of
the first and/or second helix (6, 7).
6. Ice drill (1) according to one of claims 1 to 5, characterized in that the ice drill (1) has a shank (8) for fastening the ice drill (1) to a drilling machine,
and that the shank (8) is exchangeably connected to the light-metal base body (2),
in particular screwed thereto.
7. Ice drill (1) according to one of claims 1 to 6, characterized in that a first cutting edge (14) of the first hard metal cutting plate (12) and a second
cutting edge (15) of the second hard metal cutting plate (13) are each arranged spaced
from an axis of rotation (16) of the ice drill (1).
8. Ice drill (1) according to one of claims 1 to 7, characterized in that an annular width of the annular region is between 35% and 40% of a total diameter
of the ice drill (1).
9. Ice drill (1) according to one of claims 1 to 8, characterized in that the first cutting edge (14) and the second cutting edge (15) are each convex, in
particular substantially in the form of a circular line, for cutting a rounded annular
groove.
10. Ice drill (1) according to one of claims 1 to 9, characterized in that the first hard metal cutting plate (12) and the second hard metal cutting plate (13)
are each arranged substantially parallel to the axis of rotation (16) of the ice drill
(1).
11. Ice drill (1) according to one of claims 1 to 10, characterized in that a chisel-like center region (17) is disposed between the first hard metal cutting
plate (12) and the second hard metal cutting plate (13).
12. Ice drill (1) according to claim 11, characterized in that the chisel-like center region (17) is arranged spaced apart from the first cutting
edge (14) and/or the second cutting edge (15) in the direction of the helical part
(3), in particular by 35% to 40% of the total diameter of the ice drill (1).
13. Ice drill (1) according to claim 11 or 12, characterized in that the first cutting edge (14) and the second cutting edge (15) are designed to extend
at least in sections, in particular substantially over half their width, towards the
chisel-like center region (17).
14. Ice drill (1) according to one of claims 1 to 13, characterized in that the light-metal base body (2) has an anodized surface at least in sections, in particular
substantially completely.
1. Foret à glace (1) avec un corps en alliage léger (2) d'une pièce, lequel corps en
alliage léger (2) présente une partie spiralée (3) et une partie de tranchant (4)
qui se raccorde à la partie spiralée (3), caractérisé en ce que la partie de tranchant (4) présente au moins une plaque de tranchant en métal dur
(11, 12, 13) qui est fixée de façon interchangeable sur le corps en alliage léger
(2), en ce que la partie spiralée (3) présente au moins une première spirale (6) et une deuxième
spirale (7), en ce que la première spirale (6) et la deuxième spirale (7) sont disposées sur toute la longueur
de la partie spiralée (3), en ce que la première spirale (6) est formée dans la partie de tranchant (4) comme une première
fixation de plaque de tranchant en métal dur (9) de la partie de tranchant (4) et
en ce que la deuxième spirale (7) est formée dans la partie de tranchant (4) comme une deuxième
fixation de plaque de tranchant en métal dur (10) de la partie de tranchant (4), en ce qu'est fixée sur la première fixation de plaque de tranchant en métal dur (9) une première
plaque de tranchant en métal dur (12) et en ce qu'est fixée sur la deuxième fixation de plaque de tranchant en métal dur (10) une deuxième
plaque de tranchant en métal dur (13) différente de la première plaque de tranchant
en métal dur (12), et en ce que les première et deuxième plaques de tranchant en métal dur (12, 13) sont disposées
à distance l'une de l'autre pour découper seulement une zone annulaire.
2. Foret à glace (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie spiralée (3) présente une âme (5), en particulier symétrique.
3. Foret à glace (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première spirale (6) et la deuxième spirale (7) présentent chacune une section
sensiblement trapézoïdale ou rectangulaire.
4. Foret à glace (1) selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que les au moins deux spirales (6, 7) sont formées d'un seul tenant avec l'âme (5).
5. Foret à glace (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'âme (5) présente un diamètre 2,5 à 3,5 plus grand qu'une largeur (20) de la première
et/ou deuxième spirale (6, 7).
6. Foret à glace (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le foret à glace (1) présente une tige (8) pour la fixation du foret à glace (1)
sur une foreuse et en ce que la tige (8) est reliée de façon interchangeable au corps en alliage léger (2), en
particulier vissée à celui-ci.
7. Foret à glace (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une première arête de tranchant (14) de la première plaque de tranchant en métal dur
(12) et une deuxième arête de tranchant (15) de la deuxième plaque de tranchant en
métal dur (13) sont disposées chacune à distance d'un axe de rotation (16) du foret
à glace (1).
8. Foret à glace (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une largeur d'anneau de la zone annulaire représente entre 35 % et 40 % du diamètre
total du foret à glace (1).
9. Foret à glace (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la première arête de tranchant (14) et la deuxième arête de tranchant (15) sont convexes,
en particulier sensiblement en arc de cercle, afin de découper une rainure annulaire
arrondie.
10. Foret à glace (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la première plaque de tranchant en métal dur (12) et la deuxième plaque de tranchant
en métal dur (13) sont disposées de façon sensiblement parallèle à l'axe de rotation
(16) du foret à glace (1).
11. Foret à glace (1) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'une zone centrale en forme de burin (17) est disposée entre la première plaque de
tranchant en métal dur (12) et la deuxième plaque de tranchant en métal dur (13).
12. Foret à glace (1) selon la revendication 11, caractérisé en ce que la zone centrale en forme de burin (17) est disposée à distance de la première arête
de tranchant (14) et/ou de la deuxième arête de tranchant (15) en direction de la
partie spiralée (3), en particulier à 35 % à 40 % du diamètre total du foret à glace
(1).
13. Foret à glace (1) selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la première arête de tranchant (14) et la deuxième arête de tranchant (15) sont formées
au moins en partie, en particulier sensiblement sur la moitié de leur largeur, en
direction de la zone centrale en forme de burin (17).
14. Foret à glace (1) selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le corps en alliage léger (2) présente au moins en partie, en particulier entièrement,
une surface anodisée.