[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten von Behältern, die flüssige, pulverförmige
oder feste (z.B. tablettenförmige) Medikamente oder medizinische Hilfsstoffe (z.B.
eine Kochsalzflüssigkeit) enthalten. Die Vorrichtung wird beispielsweise in Notfallkoffern
von Hausärzten, Notfallmedizinern, oder in Notfall-Fahr- und Flugzeugen eingesetzt,
beispielsweise in Feuerwehr- und Krankenwagen oder in Rettungshubschraubern. Je nach
Einsatzzweck, den regional unterschiedlichen, jeweils typischen Personenschäden oder
aufgrund der individuellen Erfahrungen des die Vorrichtung benutzenden Personals ist
die Bestückung der Vorrichtung mit unterschiedlichen Medikamenten bzw. Hilfsstoffen
und in unterschiedlicher Menge, demzufolge auch mit unterschiedlich großen Behältern
für die einzelnen Medikamente bzw. Hilfsstoffe, in der Praxis üblich. Die erwähnten
Notfallkoffer werden in der Praxis auch als "Ampullarium" bezeichnet, wobei im Rahmen
des vorliegenden Vorschlags dieser Begriff auch auf die Vorrichtung angewandt wird,
die innerhalb des Notfallkoffers angeordnet ist und dazu dient, unterschiedliche Anzahlen
bzw. Größen von Ampullen und vergleichbaren Behältern zu halten.
[0002] Typischerweise werden mehrere Behälter unterschiedlicher Größe in der Vorrichtung
gehalten, wobei die unterschiedlichen Behältergrößen jeweils einfach oder auch mehrfach
vorkommen können. Das Fassungsvermögen der Behälter kann beispielsweise zwischen wenigen
Millilitern, z.B. etwa 2 bis 10 ml, und einigen Dezilitern betragen, z.B. etwa 20
bis 100 ml. Die Behälter sind vielfach als Ampullen ausgestaltet, können jedoch auch
als Flaschen ausgestaltet sein und bestehen in den meisten Fällen aus Glas. Angesichts
der rauen Handhabung, der ein Ampullarium unter Zeitdruck in Notfallsituationen ausgesetzt
wird, ist ein sicherer Halt der Behälter im Ampullarium von wesentlicher Bedeutung,
denn die einzelnen Behälter müssen an ihrem Platz verbleiben, auch wenn beispielsweise
ein Notfallkoffer oder ein als Etui ausgestaltetes Ampullarium hart auf einen Untergrund
aufgesetzt wird. Weiterhin müssen die einzelnen Halteelemente die Aufnahme und den
sicheren Halt von unterschiedlich gestalteten Behältern ermöglichen, um das Ampullarium
den individuellen Bedürfnissen des Anwenders entsprechend bestücken zu können.
[0003] Aus der Praxis ist ein erster Stand der Technik bekannt, bei dem das Ampullarium
eine Schiene, z.B. in Form eines Kunststoffstreifens enthält, an welchem eine Vielzahl
von dehnbaren Schlaufen vorgesehen ist. Beispielsweise kann ein Band aus einem dehnbaren
textilen Material serpentinenartig durch den Kunststoffstreifen verlaufen, so dass
es abwechselnd an dessen Oberseite und an dessen Unterseite verläuft, wobei die Abschnitte
auf der Oberseite die erwähnten Schlaufen bilden. Die einzelnen Behälter können in
diese Schlaufen eingesteckt werden, wobei die Dehnfähigkeit der Schlaufen die maximale
Größe des jeweils aufzunehmenden Behälters bestimmt. Ggf. ist es bei entsprechenden
Behälterdurchmessern nicht möglich, zwei unmittelbar benachbarte Schlaufen gleichzeitig
zu bestücken, was die Platzausnutzung des Ampullariums nachteilig beeinflusst. Um
auch die kleineren Behälter sicher zu erfassen, sind die Schlaufen vergleichsweise
klein oder liegen zunächst der Schiene flach an, so dass erst bei dem Einschieben
eines Behälters unter das dehnbare textile Material die eigentliche Schlaufenform
geschaffen wird. Da Ampullen mit ihrem verjüngten Ende, nämlich mit dem zum Abbrechen
vorgesehenen Kopf, in die dehnbaren Schlaufen eingesteckt werden, muss stets darauf
geachtet werden, dass die Ampullen bei der Bestückung des Ampullariums vorsichtig
in die Schlaufen eingefädelt werden und nicht versehentlich abgebrochen und somit
geöffnet werden. Die Bestückung eines solchen Ampullariums ist dementsprechend vergleichsweise
umständlich und zeitaufwendig.
[0004] Aus der Praxis ist ein zweiter, gattungsgemäßer Stand der Technik von der Firma X-CEN-TEK
GmbH & Co. KG unter der Bezeichnung "Ampullarium P5/11 M Clip-In" bekannt, siehe die
URL http://www.pax-bags.de/shop/ampullarien/ampullarium-p5-11-m-clip-in/. Bei diesem
Stand der Technik enthält das Ampullarium eine Schiene aus Metall, die an ihrer Unterseite
mit einer Vielzahl von einander abwechselnden Nuten und Rippen versehen ist, die jeweils
quer zur Längsrichtung der Schiene verlaufen. Einzelne Haltebacken verlaufen bogenförmig,
so dass jeweils zwei Haltebacken zusammenwirkend so angeordnet werden können, dass
sie zwischen sich einen Behälter aufnehmen und festlegen können. Jede Haltebacke weist
einen als Ring ausgestalteten Fuß auf, der die Schiene umgreift und auf seiner Innenfläche
profiliert ist, so dass er mit den Rasten an der Unterseite der Schiene zusammenwirkt.
So ist sichergestellt, dass die jeweilige Haltebacke ihre Position an der Schiene
zuverlässig beibehält. Für eine Montage oder Demontage der Haltebacken kann der Ring
geöffnet werden, so dass die Haltebacke nun quer von der Schiene abgezogen bzw. auf
die Schiene aufgeschoben.
[0005] Die Haltebacken verlaufen quer zur Schiene. Dadurch ist es möglich, zwei einzelne
Haltebacken in unterschiedlichen Abständen zueinander anzuordnen und somit an unterschiedliche
Durchmesser der aufzunehmenden Behälter anzupassen. Bei den bekannten Ampullarium
verlaufen die Längsachsen der Haltebacken senkrecht zur Schiene. Die Durchmesser-Anpassung
ist jedoch auch möglich, wenn die Haltebacken mit ihren Längsachsen schräg zur Schiene
ausgerichtet sind, so dass im Rahmen des vorliegenden Vorschlags auch eine solche
Anordnung der Haltebacken als "quer zur Schiene" verstanden wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Ampullarium dahingehend
zu verbessern, dass dieses schnell und unkompliziert zur Bestückung mit Behältern
individuell ausgerüstet werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Ampullarium mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0008] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, den Fuß einer Haltebacke an der Schiene
beweglich zu lagern. Zudem ist die Haltebacke zwischen zwei Stellungen hin und her
beweglich und kann wahlweise die eine oder die andere dieser beiden Stellungen einnehmen.
Die eine, erste Stellung wird als Raststellung bezeichnet, in welcher die Haltebacke
mit einer Raste der Schiene zusammenwirkt, so dass die Haltebacke gegen Verschiebungen
entlang der Schiene gesichert ist und somit ortsfest an der Schiene festgelegt ist.
Die andere, zweite Stellung wird als Freigabestellung bezeichnet. In dieser Freigabestellung
ist die Rastwirkung entweder vollständig aufgehoben oder zumindest so weit verringert,
dass die Haltebacke in Längsrichtung der Schiene bewegt werden kann.
[0009] Auf diese Weise kann die Schiene mit einer Mehrzahl von Haltebacken bestückt werden,
indem diese Haltebacken, die sich jeweils in der Freigabestellung befinden, auf die
Schiene aufgeschoben werden können. Und in der Freigabestellung kann eine Verschiebung
einer Haltebacke entlang der Schiene erfolgen, um die Position einer einzelnen Haltebacke
oder von zwei zusammenwirkenden Haltebacken zu ändern und beispielsweise an den Durchmesser
einer Ampulle anzupassen, die zwischen den beiden Innenseiten zweier benachbarter
Haltebacken gehalten werden soll.
[0010] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein dass der Fuß gegenüber der Schiene kippbeweglich
ist. Durch die Kippbewegung kann ein Rastelement des Fußes wahlweise in Kontakt oder
außer Kontakt mit einem Rastelement der Schiene gebracht werden und somit in die Raststellung
oder in die Freigabestellung. Durch Kippen in ihre Raststellung wird der Überdeckungsgrad
zwischen den fußseitigen und den schienenseitigen Rastelementen vergrößert oder sogar
erst eine Überdeckung geschaffen, so dass die Haltebacke nun verschiebesicher an der
Schiene festgelegt ist. Die Kippbewegung erfolgt dabei in Längsrichtung der Schiene,
also nach außen oder nach innen, wobei die Begriffe "innen" und "außen" entsprechend
den Bezeichnungen der Außenfläche und der Innenfläche der Haltebacken verwendet werden.
[0011] Dabei ist konstruktiv in dieser ersten Ausgestaltung vorgesehen, dass nach außen
gekippt der Fuß seine Raststellung einnimmt, während er nach innen gekippt seine Freigabestellung
einnimmt. Beim Kontakt mit dem zu haltenden Behälter wird die Haltebacke durch den
Behälter nach außen gekippt, nimmt also ihre Raststellung ein, so dass der Behälter
zuverlässig gehalten wird, weil die ihn haltenden Haltebacken ihre Position an der
Schiene beibehalten. Nach Entnahme des Behälters aus dem Innenraum zwischen zwei Haltebacken
können die eine oder die beiden Haltebacken in ihre Freigabestellung gekippt werden.
[0012] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Rastwirkung in der Freigabestellung
nicht vollständig aufgehoben ist, die Haltebacke also nicht völlig frei entlang der
Schiene verschoben werden kann, wie dies ansonsten allein bereits durch Schwerkraft
bedingt bei einer Schrägstellung der Schiene erfolgen könnte. Vielmehr kann in der
Freigabestellung vorteilhaft die Rastwirkung lediglich verringert sein, so dass unter
Überwindung eines verringerten Rastwiderstandes die Haltebacke entlang der Schiene
verschoben werden kann. Die Materialelastizität der Schiene und / oder des an der
Schiene vorgesehenen Rastelements, der Haltebacke, des Haltebacken-Fußes und / oder
des am Fuß vorgesehenen Rastelements ist dabei so gewählt, dass trotz des nach wie
vor vorhandenen, jedoch geringen Überdeckungsgrades der Rastelemente die Haltebacke
entlang der Schiene verschoben werden kann.
[0013] Beispielsweise können die fußseitigen und / oder die schienenseitigen Rastelemente
eine runde Kontur aufweisen, z.B. einen abgerundeten Wellenverlauf an der Schiene,
oder eine halbrunde Kuppe als Rastelement des Fußes, so dass bei entsprechend geringem
Überdeckungsgrad zwar noch ein gewisser Halt der Haltebacke an der Schiene gewährleistet
ist, unter Überwindung eines Schiebewiderstandes die Haltebacke jedoch durch Handkraft
entlang der Schiene bewegt werden kann. Ähnlich wie durch die beschriebene runde Querschnittsprofilierung
der Rastelemente kann auch eine geradlinige, mit Schrägflächen versehene Querschnittsprofilierung
eine Verstellbarkeit des Fußes an der Schiene bei entsprechend geringem Überdeckungsgrad
der Rastelemente in der Freigabestellung ermöglichen. Bei einem größeren Überdeckungsgrad
hingegen, nämlich in der Raststellung, wird hingegen die verschiebesichere Festlegung
der Haltebacke sichergestellt.
[0014] Eine Querschnittsprofilierung der Schiene kann beispielsweise eine Reihe von Nuten
als schienenseitige Rastelemente aufweisen, die jeweils etwa Y-förmig ausgestaltet
sind. Wenn der Fuß einer Haltebacke in die Raststellung gekippt ist, taucht sein Rastelement
tief in eine solche Nut ein, nämlich in deren aufrecht verlaufenden, unteren Abschnitt.
Wenn der Fuß hingegen in seine Freigabestellung gekippt ist, befindet er sich in dem
oberen Abschnitt der Nut, so dass er bei einer Bewegung in Längsrichtung der Schiene
gegen ein schräges Ufer der Nut gerät. Das Nutufer hält somit die Haltebacke an der
Schiene in der gewünschten Raststellung, wenn lediglich geringe Kräfte auf die Haltebacke
einwirken. Bei Aufbringen einer ausreichend großen Verschiebekraft hingegen kann die
Haltebacke entlang der Schiene verschoben werden, wobei das schräge Nutufer der Schiene
das Rastelement des Fußes aus der Nut der Schiene führt.
[0015] Die Kippbeweglichkeit des Fußes aus der Raststellung in die Freigabestellung kann
vorteilhaft gegen die Wirkung eines Federelements erfolgen. So wird der Fuß in seiner
Raststellung auch dann gehalten, wenn er nicht durch äußere Kräfte wie z.B. die Anlage
an einer Ampulle in seine Raststellung gedrängt ist. Unter Überwindung der Federkraft
kann der Fuß in seine Freigabestellung gekippt werden und dann die Haltebacke entlang
der Schiene verschoben werden. Somit ist ein sicherer Halt der Haltebacke an einer
bestimmten Position der Schiene auch dann gewährleistet, wenn die schienen- und fußseitigen
Rastelemente in der Freigabestellung keinerlei Überdeckung aufweisen, denn mittels
des Federelements wird grundsätzlich stets die Raststellung beibehalten.
[0016] Wenn jedoch die schienen- und fußseitigen Rastelemente in der Freigabestellung eine
geringe, verbleibende Überdeckung aufweisen, kann zwar ebenfalls die Kippbeweglichkeit
des Fußes vorteilhaft gegen die Wirkung eines Federelements erfolgen, jedoch ist in
diesem Fall der Fuß federbelastet in seine Freigabestellung gedrängt und kann gegen
die Federwirkung in seine Raststellung gekippt werden. Die Einnahme der Raststellung
wird dann beispielsweise gegen die Federwirkung bewirkt, wenn die Haltebacke einem
Behälter anliegt. Die Federwirkung stellt somit einen besonders sicheren Halt des
Behälters sicher, da sie die Haltebacke an den Behälter drückt. Sie stellt zudem eine
besonders einfache Handhabung der Haltebacke sicher, wenn diese entlang der Schiene
verstellt werden soll, da die Haltebacke aufgrund der Federwirkung grundsätzlich ihre
Freigabestellung einnimmt.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Haltebacke eine Federzunge
aufweist, die entweder in sich starr und gegen die Wirkung einer Feder beweglich ist,
oder die aufgrund ihrer Materialelastizität in sich federelastisch verformbar ist.
Diese Federzunge wirkt mit einer Raste der Schiene zusammen, indem sie entweder selbst
das fußseitigen Rastelement bildet, oder indem sie das Rastelement des Fußes trägt.
Die Federzunge ist nach außen und nach innen an der Haltebacke beweglich, wobei sie,
nach innen bewegt, ihre Freigabestellung einnimmt und demgegenüber nach außen in ihre
Raststellung bewegt werden kann. Da sich die Federzunge nach unten, nämlich bis zur
Schiene erstreckt, wird sie als fußseitiges Rastelement bezeichnet, unabhängig davon,
wo die Federzunge an die Haltebacke bzw. an deren Fuß anschließt.
[0018] Ähnlich wie weiter oben für einen kippbeweglichen Fuß beschrieben, kann die Bewegung
der Federzunge gegen die Federwirkung nach außen in ihre Raststellung erfolgen, um
die Handhabung der Haltebacke zu vereinfachen. Die Federzunge wird also, durch Federkraft
unterstützt, grundsätzlich ihre Freigabestellung einnehmen. Sofern eine geringfügige,
auch in der Freigabestellung verbleibende Überdeckung der Rastelemente sichergestellt
ist, kann eine unerwünschte Verstellung der Haltebacken bei entnommenem Behälter vermieden
werden.
[0019] Bei dieser Ausgestaltung der Federzunge kann vorteilhaft ein Druckelement vorgesehen
sein, welches sich zur Innenseite der Haltebacke erstreckt und über die Innenseite
hinaus nach innen vorsteht. Durch die Anlage der Haltebacke an einem Behälter überträgt
dieses Druckelement Druck vom Behälter auf die Federzunge, so dass diese nach außen
in ihre Raststellung gedrängt wird.
[0020] Umgekehrt kann - ebenfalls wie oben für einen kippbeweglichen Fuß beschrieben - die
Bewegung der Federzunge in ihre Freigabestellung nach innen gegen die Federwirkung
erfolgen. In diesem Fall kann manuell die Federwirkung überwunden werden, um dann
die Haltebacke verschieben zu können. Lediglich die Entnahme eines Behälters zwischen
zwei Haltebacken reicht in diesem Fall nicht aus, um eine Haltebacke verschieben zu
können, so dass diese vielmehr auch bei entnommenem Behälter zuverlässig ihre Position
an der Schiene beibehalten. Abgesehen von der Überwindung der Federkraft kann bei
dieser Ausgestaltung bewirkt werden, dass kein Schiebewiderstand bei einer Verstellung
eine Haltebacke überwunden werden muss, denn die fußseitigen und schienenseitigen
Rastelemente können in der Freigabestellung ohne jede Überdeckung und somit frei beweglich
sein.
[0021] Ein besonders zuverlässiger Halt der Behälter zwischen zwei Haltebacken kann vorteilhaft
dadurch bewirkt werden, dass eine Haltebacke an wenigstens einem ihrer beiden Enden
einen nach innen ragenden Vorsprung aufweist. Wenn die Haltebacke so ausgerichtet
ist, dass sie den Behälter mittels dieses Vorsprungs untergreift, bewirkt dieser Vorsprung
einen Formschluss, so dass der Behälter nicht nur aufgrund der Klemmwirkung zwischen
zwei Haltebacken festgelegt ist. Insbesondere wenn das Ampullarium in einer Vorzugsrichtung
angeordnet wird, können dementsprechend die Haltebacken so ausgerichtet werden, dass
der nach innen weisende Vorsprung das untere Ende des Behälters untergreift. Wenn
die Haltebacken als Gleichteile ausgestaltet werden und nicht als symmetrische, paarweise
zusammenwirkende Bauteile, ist ohnehin sichergestellt, dass stets eine der beiden
gleichen Haltebacken mit ihrem Vorsprung den Behälter untergreift.
[0022] Vorteilhaft kann die Haltebacke an ihren beiden Enden jeweils einen nach innen ragenden
Vorsprung aufweisen, so dass ein besonders sicherer, formschlüssiger Halt für den
Behälter in beiden Längsrichtungen der Haltebacke gegeben ist. Ohnehin sind die Haltebacken
auf ihrer Innenseite üblicherweise konkav gebogen, so dass sie einen Behälter bis
über dessen Äquator umfassen können, und so dass sich dementsprechend ein in sämtlichen
Richtungen wirksamer Formschluss ergeben kann, mit welchem der Behälter zwischen zwei
Haltebacken festgelegt ist.
[0023] Falls die Haltebacken nicht als Gleichteile ausgestaltet sind, sondern beispielsweise
als zwei unterschiedliche, symmetrische Bauteile, können die beiden nach innen ragenden
Vorsprünge an den beiden Enden eine Haltebacke unterschiedlich weit nach innen ragen.
Bei einem Paar von zusammenwirkenden Haltebacken ergibt sich somit am einen Ende ein
größerer und am anderen Ende ein kleinerer Freiraum zwischen den Vorsprüngen, so dass
beispielsweise die beiden längeren Vorsprünge den Boden eines Behälters untergreifen
können und zwischen den beiden kürzeren Vorsprüngen sich beispielsweise ein "Hals"
des Behälters erstrecken kann.
[0024] Aufgrund der unterschiedlichen in der Praxis verwendeten Behältergrößen können Haltebacken
unterschiedlicher Größe vorgesehen sein, die sich hinsichtlich ihrer Länge, ihrer
gegenüber der Schiene aufragenden Höhe, und / oder hinsichtlich der Länge ihrer nach
innen ragenden Vorsprünge unterscheiden. Dadurch kann der Abstand zwischen den beiden
nach innen ragenden Vorsprüngen und auch der Bereich, mit welchem die Innenseite der
Haltebacke einem Behälter anliegt, stets durch Auswahl einer geeigneten Haltebacke
derart ausgewählt werden, dass der oben erwähnte Formschluss ermöglicht wird.
[0025] Aus hygienischen Gründen kann das Ampullarium möglichst glattflächig ausgestaltete
Oberflächen aufweisen, die beispielsweise problemlos mittels einer Wischreinigung
gereinigt werden können. Die gattungsgemäß vorgesehenen Rastelemente stellen notwendige
Abweichungen von einer solch glattflächigen Ausgestaltung dar. Vorteilhaft können
die schienenseitigen Rastelemente an der Oberseite der Schiene angeordnet sein. Verschmutzungen,
die sich im Bereich der Rastelemente anlagern, sind somit unmittelbar sichtbar, so
dass sie schnellstmöglich entfernt werden können.
[0026] Eine dennoch möglichst glattflächige Ausgestaltung der Schiene kann vorteilhaft dadurch
erreicht werden, dass die schienenseitigen Rastelemente als Vertiefungen ausgestaltet
sind, welche sich nicht über die gesamte Breite der Schiene erstrecken, sondern welches
vielmehr im Abstand von den beiden Längsseiten der Schiene angeordnet sind. Die Unterseite
und die beiden Längsseiten der Schiene können dementsprechend glattflächig ausgestaltet
werden. Zudem wird eine höhere mechanische Stabilität, Beispiel Weise eine höhere
Biegesteifigkeit der Schiene dadurch bewirkt, dass sich die Vertiefungen nicht über
die gesamte Breite der Schiene bis in deren Seitenränder hinein erstrecken. Die Schiene
kann somit aus einem mechanisch weniger belastbaren, oder aus einem preisgünstigeren
Material hergestellt werden, oder sie kann mit geringeren baulichen Abmessungen -
beispielsweise flacher - ausgestaltet werden, so dass sie entweder wirtschaftliche
oder konstruktive Vorteile bei der Ausgestaltung des Ampullariums und beispielsweise
bei der Ausnutzung des Innenraums eines Gehäuses, einer Tasche oder dergleichen bildet.
[0027] Eine besonders einfache Handhabung der Haltebacken kann vorteilhaft dadurch ermöglicht
werden, dass eine Haltebacke einen im Wesentlichen H-förmigen Querschnitt aufweist,
mit einem mittleren, quer zur Schiene verlaufenden Quersteg, und mit zwei Fußstegen
als Teile des Fußes, die vom Quersteg abwärts zur Schiene verlaufen und die beiden
Längsseiten der Schiene umgreifen, und mit zwei Kopfstegen, die vom Quersteg aufwärts
verlaufen und mit den Fußstegen in der Art verbunden sind, dass bei zueinander gedrückten
Kopfstegen die Fußstege auseinander gespreizt sind und die Haltebacke ihre Freigabestellung
einnimmt. Diese Ausgestaltung geht von der Überlegung aus, dass eine Haltebacke die
Schiene an den beiden gegenüberliegenden Längsseiten der Schiene umgreift. So können
diese beiden Abschnitte der Haltebacke, die als Fußstege bezeichnet sind, ähnlich
wie bei einer Zange geöffnet, also in ihre Freigabestellung gespreizt, oder in ihre
Haltestellung geschlossen werden, so dass die Haltebacke in der Freigabestellung von
der Schiene abgenommen werden kann und in der Haltestellung verschiebesicher an der
Schiene festgelegt ist.
[0028] Dazu ist vorgesehen, dass die Haltebacke einen im Wesentlichen H-förmigen Querschnitt
aufweist. Bei dieser H-förmigen Ausgestaltung verläuft ein mittlerer Quersteg der
Haltebacke quer zur Schiene, und zwar oberhalb von der Schiene, so dass sich von dem
Quersteg nach unten zwei Fußstege erstrecken, welche die beiden Längsseiten der Schiene
umgreifen. Nach oben hin erstrecken sich von dem Quersteg aus zwei Kopfstege aufwärts.
Diese Kopfstege sind mit den Fußstegen in der Art verbunden, dass eine Bewegung der
Kopfstege auf die Fußstege übertragen wird. Werden die beiden Kopfstege zueinander
gedrückt, werden durch diese Bewegung die beiden Fußstege auseinander gespreizt. Durch
diese sehr einfache Handhabung der Haltebacke kann die Haltebacke relativ zur Schiene
bewegt werden. Wenn die Kopfstege losgelassen werden, kehrt die Haltebacke federelastisch
automatisch wieder in ihre Haltestellung zurück und ist nun verschiebesicher an der
Schiene festgelegt, beispielsweise durch einen Reibschluss oder vorzugsweise durch
einen Formschluss.
[0029] Die Richtungsangaben wie oben und unten beziehen sich unabhängig von der tatsächlichen
Ausrichtung der Schiene auf deren Montage: als Unterseite ist die Seite der Schiene
bezeichnet, welche einem Untergrund zugewandt ist, an dem die Schiene befestigt wird.
Die Oberseite der Schiene liegt der Unterseite gegenüber und ist den Behältern zugewandt,
wenn das Ampullarium mit Behältern bestückt ist. Die beiden Längsseiten verbinden
Ober- und Unterseite der Schiene. Die einfachste Querschnittsgeometrie der Schiene
kann daher in einem Viereck bestehen, aber in der Praxis können insbesondere auch
andere Querschnittsgeometrien verwendet werden, beispielsweise auch gebogene, bei
denen Ober-, Unter- oder Längsseiten fließend ineinander übergehen.
[0030] In einer ersten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass auch bei gespreizten Fußstegen
nach wie vor ein Formschluss zwischen der Haltebacke und der Schiene besteht, so dass
die Haltebacke in ihrer Freigabestellung ausschließlich in Längsrichtung entlang der
Schiene beweglich ist. Die Haltebacke ist somit zwar entlang der Schiene verstellbar,
gleichzeitig jedoch verliersicher an der Schiene gehalten. Für die Montage der Haltebacke
bedeutet dies, dass diese von einer Stirnseite her, also von einem Ende der Schiene
her, auf die Schiene aufgefädelt wird und in Längsrichtung auf der Schiene an die
gewünschte Position verschoben werden kann. Wenn die beiden Kopfstege entlastet werden,
so dass sie sich wieder auseinander und zurück in ihre Normalstellung bewegen, legen
sich dabei die Fußstege an die Schiene an, so dass entweder der Reibschluss hergestellt
oder mittels einer geeigneten Profilierung dort eine Verrastung bewirkt wird und die
Haltebacke jedenfalls verschiebesicher an der Schiene festgelegt ist.
[0031] In einer zweiten, besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann die Spreizung der beiden
Fußstege so weit erfolgen, dass die Haltebacke nicht nur in Längsrichtung entlang
der Schiene beweglich ist, sondern auch quer zur Schiene beweglich ist und in dieser
Bewegungsrichtung von der Schiene abgenommen werden kann. Die Bewegung kann als Schwenkbewegung
ausführbar sein, so dass die Haltebacke von der Schiene zur Seite abgekippt werden
kann, oder als Linearbewegung, so dass die Haltebacke von der Schiene nach oben abgehoben
werden kann. Die Haltebacken können durch die Beweglichkeit quer zur Schiene auch
zwischen benachbarten Haltebacken auf die Schiene aufgesetzt bzw. von der Schiene
abgenommen werden. Beschädigte Haltebacken können somit problemlos ausgetauscht werden,
ohne dass zuvor sämtliche benachbarten Haltebacken von der Schiene abgezogen werden
müssen, um dann anschließend die neue Haltebacke im Austausch auf die Schiene aufschieben
zu können. Dies betrifft nicht nur beschädigte Haltebacken, sondern beispielsweise
auch die Bestückung der Schiene mit unterschiedlich geformten bzw. unterschiedlich
großen Gegenständen, für die dann dementsprechend unterschiedlich geformte Haltebacken
erforderlich sind. Durch die Beweglichkeit quer zur Schiene können die Haltebacken
einzeln oder paarweise zwischen den übrigen Haltebacken entnommen und gegen anders
geformte Haltebacken ausgetauscht werden.
[0032] Unabhängig davon, ob die Haltebacken in ihrer Freigabestellung längs und/oder quer
zur Schiene beweglich sind, wird in jedem Fall aufgrund der Federbeweglichkeit der
Kopf- und Fußstege eine sichere Festlegung der Haltebacken an der Schiene bewirkt
und eine versehentliche Verstellung der Haltebacken an der Schiene ausgeschlossen,
denn um die Haltebacke relativ zur Schiene bewegen zu können, müssen beide Kopfstege
zueinander gedrückt werden, so dass in der Praxis nahezu ausgeschlossen ist, dass
eine Halterung versehentlich oder zufällig in ihre Freigabestellung verbracht wird.
[0033] Die Kopfstege sind biegesteif mit den Fußstegen verbunden, so dass eine Bewegung
der Kopfstege auf die Fußstege übertragen wird. In einer Ausgestaltung kann vorgesehen
sein, dass der Quersteg biegsam ausgestaltet ist und verformt werden kann, um die
Beweglichkeit der Kopf- und Fußstege zwischen der jeweiligen Haltestellung und der
Freigabestellung der Haltebacke zu ermöglichen. Alternativ bzw. ergänzend zu einer
biegsamen Ausgestaltung des Querstegs kann vorgesehen sein, dass an den beiden Enden
des Querstegs jeweils ein Gelenkpunkt vorgesehen ist, so dass dort jeweils ein Kopfsteg
und der damit verbundene Fußsteg gemeinsam gelenkig an den Quersteg anschließen. Bei
einer Fertigung aus Kunststoff kann beispielsweise die Haltebacke in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren
hergestellt werden, so dass die unterschiedlichen Stege aus vergleichsweise härterem,
biegesteiferem Material bestehen können und an den beiden Enden des Querstegs Gelenkpunkte
aus einem demgegenüber weicheren, biegsamerem Material bestehen können.
[0034] Die beiden Kopfstege können sich ggf. überlappen, indem sie in Längsrichtung der
Schiene gesehen versetzt zueinander angeordnet sind. Wenn die beiden Kopfstege von
außen erfasst und zusammengedrückt werden, erhöht sich somit der Überdeckungs- bzw.
Überlappungsgrad der Kopfstege. Diese Zueinander-Bewegung der Kopfstege kann durch
angeformte Anschläge begrenzt werden oder dadurch, dass die Finger des Benutzers zwangsläufig
die Bewegungen der beiden Kopfstege begrenzen, wenn diese so weit wie möglich zusammengedrückt
sind und dabei beidseitig durch die Finger an einer weiteren Bewegung gehindert sind.
[0035] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die Kopfstege jedoch nicht dementsprechend
versetzt angeordnet sind, sondern quer zur Schiene miteinander fluchten, und dass
zwischen den Kopfstegen ein Zwischenraum verbleibt, welcher dementsprechend die Beweglichkeit
der Kopfstege zueinander begrenzt. Durch die Bemessung dieses Zwischenraums kann einerseits
der Spreizgrad der Fußstege bestimmt werden, so dass die Halterung bei gespreizten
Fußstegen problemlos entlang der Schiene verschiebbar oder sogar quer von der Schiene
abnehmbar ist. Gleichzeitig bewirken die Breite des Zwischenraums und die miteinander
fluchtende Anordnung der Kopfstege, dass die Kopfstege einander berühren, wenn sie
maximal weit zusammengedrückt worden sind und der Zwischenraum auf diese Weise geschlossen
worden ist. Eine Überlastung der Haltebacke beispielsweise bis zum Bruch eines Kopfstegs
kann auf diese Weise zuverlässig vermieden werden.
[0036] Vorteilhaft kann die Haltebacke als einteiliges Bauteil ausgestaltet sein. Selbst
wenn die Haltebacke aus mehreren Werkstoffen besteht, wie anhand des Zweikomponenten-Spritzgussbauteils
beschrieben, wird durch die Ausgestaltung als einteiliges Bauteil die Herstellung
der Haltebacke vereinfacht, da beispielsweise nicht mehrere separat hergestellte Bauteile
zur Schaffung einer Haltebacke montiert werden müssen. Auch können im praktischen
Betrieb des Ampullariums keine separaten Bauteile der Haltebacken verloren gehen.
[0037] Insbesondere vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die einteilige Haltebacke durchgängig
aus einem einzigen Werkstoff besteht, so dass das Herstellungsverfahren besonders
einfach und die Haltebacken dementsprechend besonders preisgünstig ausgestaltet werden
können. Auch wird ein späteres Recycling der Haltebacken dadurch vereinfacht, dass
diese ausschließlich einen einzigen Werkstoff aufweisen. Der Werkstoff kann seinerseits
mehrere Zuschlagsstoffe enthalten, beispielsweise einen Kunststoff, der mit Füllstoffen
und Verstärkungsstoffen bzw. Verstärkungsfasern sowie mit Farbpigmenten oder anderen
Zuschlagsstoffen versehen ist.
[0038] Vorteilhaft kann die Schiene an einem ihrer beiden Enden eine angeformte Befestigungsöse
aufweisen, die dementsprechend als Integralöse bezeichnet ist. Die Integralöse ermöglicht
es, die Schiene beispielsweise mittels eines Niets oder einer Schraube an einem Untergrund
fest anzuordnen, beispielsweise an einer Facheinteilung in einem tragbaren Behälter,
oder an der Rückwand eines Wandschranks. Dadurch, dass die Integralöse unmittelbar
an die Schiene angeformt ist, wird die Montage des Ampullariums vereinfacht und die
Anzahl der handzuhabenden Teile verringert. Daher kann vorteilhaft die Schiene an
beiden Enden eine angeformte Befestigungsöse aufweisen.
[0039] Alternativ dazu kann jedoch ebenfalls vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Schiene
an einem ihrer beiden Enden eine Befestigungsöse aufweist, die als separates Bauteil
ausgestaltet ist. Dies ermöglicht eine besonders preisgünstige Bestückung, beispielsweise
eines Notfallkoffers, mit Schienen in Sondermaßen. Die Schiene kann beispielsweise
in einer standardisierten Maximallänge hergestellt werden und an einem oder auch an
beiden Enden beispielsweise eine serienmäßig angeformte Integralöse aufweisen. Wenn
die Schiene nicht mit dieser Maximallänge verbaut werden soll, kann sie in Anpassung
an das jeweils gewünschte Sondermaß passend abgelängt werden, wobei das gekürzte Ende
mittels der separaten Befestigungsöse an dem Untergrund montiert werden kann.
[0040] Die erwähnte separate Befestigungsöse kann vorteilhaft mit einer Aufnahmetasche versehen
sein, in welche die Schiene eingesteckt ist. Durch diese Ausgestaltung ist es nicht
erforderlich, die separate Befestigungsöse mit Hilfe von zusätzlichen Montageelementen
wie Schrauben o. dgl. an der Schiene zu befestigen. Vielmehr ist die Aufnahmetasche
so ausgestaltet, dass die Schiene in ihr gegen Bewegungen gesichert ist, welche zu
den beiden Seiten, also quer zur Längsrichtung der Schiene, und nach oben gerichtet
sind, indem die Aufnahmetasche die Schiene dementsprechend formschlüssig umgreift.
Ein vorteilhaft spielfreier Halt der Schiene in der Aufnahmetasche kann dadurch bewirkt
werden, dass die Aufnahmetasche die Schiene auch nach unten hin formschlüssig sichert.
[0041] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die Schiene und wenigstens einer der beiden
Fußstege einer Haltebacke formschlüssig miteinander verbunden sind, wenn sich die
Haltebacke in ihrer Haltestellung befindet. Die Festlegung der Haltebacke an der Schiene
kann zwar ausschließlich durch Friktion gesichert werden, jedoch ermöglicht ein Formschluss
nicht nur eine besonders sichere Festlegung einer Haltebacke an der Schiene, sondern
auch die Verwendung von vergleichsweise harten Materialien mit vergleichsweise glatten
Oberflächen, so dass das Ampullarium besonders einfach hygienisch sauber gehalten
werden kann.
[0042] Zur Herstellung des erwähnten Formschlusses zwischen Haltebacke und Schiene kann
vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Oberseite der Schiene frei von einer Profilierung
ist, die diesen Formschluss mit der Haltebacke ermöglicht. Der Formschluss kann vielmehr
im Bereich der beiden Längsseiten der Schiene vorgesehen sein, so dass die Oberseite
glatt und dementsprechend leicht zu reinigen ausgestaltet ist. Die den Formschluss
bewirkende Profilierung im Bereich der Seitenkante kann in einer seitlichen oder in
einer nach unten gerichteten Fläche der Schiene bewirkt werden, was eine vergleichsweise
einfache Geometrie des zur Herstellung der Schiene verwendeten Werkzeugs ermöglicht
und somit eine möglichst wirtschaftliche Herstellung der Schiene unterstützt.
[0043] Vorteilhaft kann die Schiene im Bereich ihrer beiden Längsseiten, denen die Fußstege
der Haltebacke anliegen, so ausgestaltet sein, dass die Haltebacke, wenn sie sich
in ihrer Freigabestellung befindet, in Längsrichtung der Schiene beweglich ist. Es
wird also bei dieser Ausgestaltung auf Vorsprünge verzichtet, die an der Schiene nach
außen ragen und eine derartige Längsverschiebung einer Haltebacke verhindern würden.
Selbst wenn die Haltebacke in ihrer Freigabestellung quer von der Schiene abnehmbar
ist, beispielsweise nach oben abgenommen werden kann, ist die Möglichkeit, die Haltebacke
entlang der Schiene zu verschieben, vorteilhaft, um besonders schnell und unkompliziert
Lagekorrekturen der Haltebacke zu ermöglichen, so dass eine besonders schnelle Einrichtung
des Ampullariums in Anpassung an die jeweils aufzunehmenden Behälter ermöglicht wird.
[0044] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der rein schematischen Darstellungen
nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf eine Schiene, die mit zwei Paaren unterschiedlich
ausgestalteter Haltebacken und zwei unterschiedlichen darin gehaltenen Behältern bestückt
ist,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht auf den Bereich des einen in Fig. 1 dargestellten Behälters,
- Fig. 3
- eine Ansicht ähnlich Fig. 2, jedoch mit zwischen den Haltebacken entnommenem Behälter,
- Fig. 4
- eine Ansicht auf den Bereich der Fig. 3, allerdings von der Unterseite der Schiene
her gesehen,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel einer Schiene und
ein drittes Ausführungsbeispiel von Haltebacken,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht auf weiteres Ausführungsbeispiel einer Schiene, die mit
zwei Haltebacken eines weiteren Ausführungsbeispiels bestückt ist, wobei ein erstes
Ende dieser Schiene in Fig. 6 ersichtlich ist,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht auf die Schiene von Fig. 6, insbesondere im Bereich ihres
gegenüber liegenden zweiten Endes, und
- Fig. 8
- einen Blick auf den Bereich der Schiene von Fig. 6, jedoch aus einem anderen Blickwinkel
und in auseinander gezogener Darstellung.
[0045] In den Zeichnungen ist mit 1 jeweils eine Schiene bezeichnet. Die Schiene weist zwei
durchgehende, glatte Seitenkanten 2 auf und ist auf ihrer Oberseite mit einer Vielzahl
von Rasten versehen, die als längliche Vertiefungen 3 ausgestaltet sind, welche quer
über die Oberseite der Schiene 1 verlaufen.
[0046] Auf der Schiene 1 sind vier Haltebacken 4 angeordnet, die sich jeweils ebenfalls
quer zur Schiene 1 erstrecken. Die Haltebacken 4 weisen jeweils einen Fuß 5 auf und
sind jeweils paarweise angeordnet, so dass sie jeweils zwischen sich, in einem sogenannten
Innenraum, einen Behälter 6 festlegen. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der links dargestellte Behälter 6 als gläserne Ampulle mit einem Fassungsvermögen
von 10 ml ausgestaltet, während der rechts dargestellte Behälter 6 als Glasflasche
mit einem Einstech-Verschluss ausgestaltet ist, der einen mehrfachen, wiederholten
Zugriff auf den Inhalt des Behälters 6 ermöglicht. Aus diesem Grund weist der rechts
dargestellte Behälter 6 ein größeres Fassungsvermögen auf als die links dargestellte,
lediglich einmal zu verwendende Ampulle.
[0047] Die in Fig. 1 dargestellten Haltebacken 4 weisen jeweils an ihren beiden Enden jeweils
einen nach innen ragenden Vorsprung 7 auf. Dabei liegt jeweils ein solcher Vorsprung
7 einer Haltebacke dem Boden eines Behälters 6 an, während der jeweils andere Vorsprung
7 derselben Haltebacke 4 sich in Richtung zum Hals des jeweiligen Behälters 6 erstreckt.
Die Haltebacken 4 weisen konkav gebogene Innenseiten auf, so dass sie den jeweiligen
Behälter 6 gebogen und bis über den Äquator des Behälters 6 hinweg umgreifen.
[0048] Fig. 2 zeigt, dass die Haltebacke 4, welche den als Ampulle ausgestalteten Behälter
6 hält, einen Fuß 5 aufweist, der mit 2 äußeren Abschnitten jeweils auf den glatten
Seitenkanten 2 der Schiene 1 aufliegt, während zwischen diesen beiden Abschnitten
des Fußes 5 eine Federzunge 8 angeordnet ist. Die Federzunge 8 greift mit ihrem unteren
Ende in eine Vertiefung 3 der Schiene 1 ein und bewirkt somit eine Verrastung der
Haltebacke 4 an der Schiene 1. Dabei befindet sich die Federzunge 8 gegen die Federwirkung
in ihrer Raststellung.
[0049] Fig. 3 zeigt die Haltebacken 4 nach Entnahme der Ampulle aus dem Innenraum zwischen
den beiden Haltebacken 4. Die beiden Haltebacken 4 sind als Gleichteile völlig identisch
ausgestaltet. Die Federzunge 8 der Haltebacke 4 schließt an ihrem oberen Ende an die
Haltebacke 4 an und ist ansonsten frei zwischen den beiden Abschnitten des Fußes 5
beweglich. Auf der Innenseite weist die Federzunge 8 ein Druckelement 9 auf, welches
als an die Federzunge 8 angeformter Vorsprung ausgestaltet ist. Das Druckelement 9
ragt nach innen über die Innenseite der Haltebacke 4 hinaus. Wird ein Behälter 6 in
den Innenraum zwischen 2 Haltebacken 4 eingeführt oder eine Haltebacke 4 entlang der
Schiene 1 an einen Behälter 6 herangeführt und in Kontakt mit dem Behälter 6 gebracht,
so bewirkt das Druckelement 9, dass die Federzunge 8 aus ihrer entlasteten Stellung
der Fig. 3 nach außen gedrückt wird, gegen die Federwirkung, in ihre in den Figuren
1 und 2 dargestellte Raststellung.
[0050] In Fig. 3 befindet sich die Haltebacke 4 bzw. deren Federzunge 8 in der Freigabestellung,
so dass nun die Haltebacke 4 entlang der Schiene 1 verschoben werden kann.
[0051] Fig. 4 zeigt die Schiene 1 von unten. Sie ist im Vergleich zu ihrer Oberseite unten
glattflächig ausgestaltet und weist zwei Aussteifungsrippen auf, welche die Biegesteifigkeit
der Schiene 1 verbessern.
[0052] Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Schiene 1. An deren Oberflächen
sind die Vertiefungen 3 als schienenseitige Rastelemente nicht im mittleren Bereich,
sondern anschließend an die beiden Seitenkanten 2 angeordnet, während der mittlere
Bereich der Schiene 1 glattflächig ausgestaltet ist. Die Haltebacken 4 entsprechen
im Wesentlichen den Haltebacken 4, wie sie in Fig. 1 rechts dargestellt sind, um den
als Glasflasche ausgestalteten Behälter 6 zu halten. Allerdings weisen die Haltebacken
4 der Fig. 5 keine nach innen ragenden Vorsprünge an ihren beiden Enden auf.
[0053] Die Haltebacken 4 der Fig. 5 sind kippbeweglich gelagert und weisen an ihrer Innenseite
jeweils zwei Druckleisten 11 auf, mit denen sie einem Behälter 6 anliegen. Durch den
Kontakt mit den Druckleisten 11 wird eine Haltebacke 4 nach außen gekippt, denn sie
ist im Bereich ihres Fußes 5 kippbeweglich an der Schiene 1 gelagert. Durch die nach
außen erfolgende Kippbewegung gerät eine Außenkante 12 des Fußes 5 nach unten und
taucht in die Vertiefungen 3 der Schiene 1 ein, so dass diese nach außen gekippte
Stellung der Haltebacke 4 deren Raststellung darstellt. Nach Entnahme des Behälters
6 kann eine oder beide Haltebacken 4 nach innen gekippt werden, in eine Freigabestellung,
in welcher die Außenkante 12 ihres Fußes 5 aus den Vertiefungen 3 der Schiene 1 gerät,
so dass nun die Haltebacke 4 entlang der Schiene verschoben werden kann.
[0054] In den Fig. 6 bis 8 ist jeweils ein Ausführungsbeispiel einer Schiene 1 dargestellt,
die zwei Längsseiten 14 aufweist, eine Oberseite 15, sowie eine Unterseite 16, die
einer Befestigungsfläche zugewandt werden kann. In Fig. 6 sind zwei Haltebacken 4
dargestellt sowie eine separate Befestigungsöse 18, die als separates Bauteil ausgestaltet
ist und eine Aufnahmetasche 19 aufweist, in welche die Schiene 1 mit ihrem dortigen
Ende eingesteckt ist. Eine Profilierung 20 ist in der Längsseite 14 der Schiene 1
ersichtlich. Sie bildet die Rasten aus, die zur verschiebesicheren Festlegung der
Haltebacken 4 dienen. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel liegen die Haltebacken 4
jeweils mit ihrem Fuß 5 den Längsseiten 14 der Schiene 1 an.
[0055] In Fig. 7 ist das im Vergleich zu Fig. 6 gegenüberliegende Ende der Schiene 1 dargestellt.
Die Schiene 1 weist dort keine separate, sondern eine einteilig an die Schiene 1 angeformte,
als Integralöse 21 bezeichnete Befestigungsöse auf.
[0056] Fig. 8 zeigt die Profilierung 20, die aus einer Vielzahl von Schienenzähnen 22 besteht
und dementsprechend viele Rasten schafft, die mit den Haltebacken 4 zusammenwirken
können. Die Haltebacken 4 sind jeweils im Wesentlichen H-förmig ausgestaltet und weisen
einen Quersteg 23 auf, an den sich nach oben zwei Kopfstege 24 und nach unten zwei
Fußstege 25 anschließen. Die Fußstege 25 umgreifen die Schiene 1 im Bereich ihrer
beiden Längsseiten 14 und weisen ihrerseits Fußstegzähne 26 auf, die mit den Schienenzähnen
22 der Schiene 1 zusammenwirken und einen Formschluss bewirken, der die Haltebacke
4 verschiebesicher an der Schiene 1 festlegt.
[0057] Zwischen den beiden Kopfstegen 24 einer Haltebacke 4 ist ein Zwischenraum 27 vorgesehen.
Dabei sind die beiden Kopfstege 24 einer Haltebacke 4 miteinander fluchtend angeordnet
und weisen jeweils außen, auf ihrer vom Zwischenraum 27 entfernten Seite eine Druckfläche
28 auf.
[0058] Ein Benutzer kann die Haltebacke 4 an ihren beiden gegenüberliegenden Druckflächen
28 erfassen und die beiden Kopfstege 24 zueinander biegen, bis der Zwischenraum 27
geschlossen ist und die beiden Kopfstege 24 aneinander anstoßen, so dass auf diese
Weise die maximal mögliche Verbiegung der Haltebacke 4 begrenzt ist.
[0059] Durch die zueinander gerichtete Verbiegung der beiden Kopfstege 24 werden die beiden
Fußstege 25 der Haltebacke 4 auseinander gespreizt, so dass die Fußstegzähne 26 der
beiden Fußstege 25 außer Eingriff mit den Schienenzähnen 22 der Profilierung 20 der
Schiene 1 geraten und auf diese Weise die Haltebacke 4 in Längsrichtung an der Schiene
1 entlang verschoben werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist zudem
vorgesehen, dass nicht nur der Formschluss zwischen den Schienenzähnen 22 und den
Fußstegzähnen 26 aufgehoben wird, sondern auch insgesamt der Formschluss zwischen
der Schiene 1 und der Haltebacke 4 aufgehoben wird, wenn die beiden Fußstege 25 gespreizt
sind und sich die Haltebacke 4 auf diese Weise in ihrer Freigabestellung befindet.
Die Haltebacke 4 kann daher quer von der Schiene 1 abgenommen werden, z. B. nach oben
von der Schiene 1 abgezogen werden. In umgekehrter Bewegungsrichtung kann eine in
ihrer Freigabestellung befindliche Haltebacke 4 von oben auf die Halteschiene 1 aufgesetzt
werden und muss nicht in Längsrichtung der Schiene 1 bis zu ihrem gewünschten Montageort
auf die Schiene 1 aufgefädelt und auf der Schiene 1 verschoben werden.
Bezugszeichen:
[0060]
- 1
- Schiene
- 2
- Seitenkante
- 3
- Vertiefungen
- 4
- Haltebacke
- 5
- Fuß
- 6
- Behälter
- 7
- Vorsprung
- 8
- Federzunge
- 9
- Druckelement
- 10
- Aussteifungsrippen
- 11
- Druckleisten
- 12
- Außenkante
- 14
- Längsseite
- 15
- Oberseite
- 16
- Unterseite
- 17
-
- 18
- separate Befestigungsöse
- 19
- Aufnahmetasche
- 20
- Profilierung
- 21
- Integralöse
- 22
- Schienenzähne
- 23
- Quersteg
- 24
- Kopfsteg
- 25
- Fußsteg
- 26
- Fußstegzähne
- 27
- Zwischenraum
- 28
- Druckfläche
1. Ampullarium zur Halterung einer Mehrzahl von Behältern (6),
mit einer Schiene (1),
welche über ihre Länge mit einer Vielzahl von Rasten versehen ist,
und mit an der Schiene (1) festlegbaren, quer zur Schiene (1) verlaufenden Haltebacken
(4),
wobei die Haltebacken (4) jeweils eine zum Behälter (6) ausrichtbare Innenseite sowie
eine vom Behälter (6) abgewandte Außenseite aufweisen,
und wobei die Haltebacken (4) jeweils mit wahlweise einer der Rasten zusammenwirkend
gegen ein Verschieben in Längsrichtung der Schiene (1) gesichert an der Schiene (1)
festlegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Haltebacke (4) einen Fuß (5) aufweist, der relativ zur Schiene (1) beweglich
ist,
derart,
dass die Haltebacke (4) in einer ersten Raststellung an der Schiene (1) festliegt
und in einer zweiten Freigabestellung in Längsrichtung der Schiene (1) beweglich ist.
2. Ampullarium nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fuß (5) gegenüber der Schiene (1) kippbeweglich ist, wobei er in einer ersten
Kippstellung seine Raststellung einnimmt und in einer zweiten Kippstellung seine Freigabestellung
einnimmt,
und wobei der Fuß (5), bezogen auf die Innenseite sowie die Außenseite der Haltebacke
(4), in seiner Raststellung weiter nach außen gekippt ist als in seiner Freigabestellung.
3. Ampullarium nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Fuß (5) und der Schiene (1) ein Federelement angeordnet ist, welches
den Fuß (5) in seine Freigabestellung zu kippen bestrebt ist, derart, dass der Fuß
(5) aus einer Freigabestellung gegen die Wirkung des Federelements in seine Raststellung
kippbar ist.
4. Ampullarium nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Haltebacke (4) an wenigstens einem ihrer beiden Enden einen nach innen ragenden
Vorsprung (7) aufweist.
5. Ampullarium nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rasten an der Oberseite der Schiene (1) angeordnet sind.
6. Ampullarium nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Haltebacke (4) einen im Wesentlichen H-förmigen Querschnitt aufweist,
mit einem mittleren, quer zur Schiene (1) verlaufenden Quersteg (23),
und mit zwei Fußstegen (25) als Teile des Fußes (5), die vom Quersteg (23) abwärts
zur Schiene (1) verlaufen und die beiden Längsseiten (14) der Schiene (1) umgreifen,
und mit zwei Kopfstegen (24), die vom Quersteg (23) aufwärts verlaufen und mit den
Fußstegen (25) in der Art verbunden sind,
dass bei zueinander gedrückten Kopfstegen (24) die Fußstege (25) auseinander gespreizt
sind und die Haltebacke (4) ihre Freigabestellung einnimmt.
7. Ampullarium nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Quersteg (23) biegsam ist.
8. Ampullarium nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kopfsteg (24) und der damit verbundene Fußsteg (25) gemeinsam gelenkig an den
Quersteg (23) anschließen.
9. Ampullarium nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopfstege (24) quer zur Schiene (1) miteinander fluchtend angeordnet sind
und zwischen den Kopfstegen (24) ein Zwischenraum (27) verbleibt, welcher die Beweglichkeit
der Kopfstege (24) zueinander begrenzt.
10. Ampullarium nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Haltebacke (4) als einteiliges Bauteil ausgestaltet ist.
11. Ampullarium nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einteilige Haltebacke (4) durchgängig aus einem einzigen Werkstoff besteht.
12. Ampullarium nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiene (1) an einem ihrer beiden Enden eine angeformte, als Integralöse (21)
bezeichnete Befestigungsöse aufweist.
13. Ampullarium nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiene (1) an einem ihrer beiden Enden eine Befestigungsöse (18) aufweist, die
als separates Bauteil ausgestaltet ist.
14. Ampullarium nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die separate Befestigungsöse (18) mit einer Aufnahmetasche (19) versehen ist,
in welche die Schiene (1) eingesteckt ist,
und in welcher die Schiene (1) gegen Bewegungen quer zu ihrer Längsrichtung und nach
oben gesichert formschlüssig gehalten ist.
15. Ampullarium nach einem der Ansprüche 6 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiene (1) und wenigstens einer der beiden Fußstege (25) einer Haltebacke (4)
formschlüssig miteinander verbunden sind, wenn sich die Haltebacke (4) in ihrer Haltestellung
befindet.
16. Ampullarium nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberseite (15) der Schiene (1) frei von einer den Formschluss mit der Haltebacke
(4) bewirkenden Profilierung (20) ist.
17. Ampullarium nach einem der Ansprüche 6 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fußstege (25) so weit in die Freigabestellung auseinander spreizbar sind, dass
die Haltebacke (4) quer von der Schiene (1) abnehmbar ist.