Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrisch verstellbare Sonnenliege gemäss
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Verstellbare Sonnenliegen sind grundsätzlich bereits in sehr zahlreichen Ausführungsformen
bekannt.
[0003] Die
DE 20 2008 003 844 U1 beschreibt ein Liegemöbel zur Verwendung im Freien, mit zumindest einer in einem
Neigungswinkel verstellbaren Rückenlehne und einer Verstelleinrichtung zur Veränderung
des Neigungswinkels. Die Verstelleinrichtung umfasst eine hydraulische und/oder pneumatische
Verstelleinheit und ein daran angeschlossenes Druckerzeugungsaggregat, zu dessen Antrieb
ein Elektromotor und ein zur Spannungsversorgung desselben geeigneter Akkumulator
vorhanden sind. Damit wird die Verwendung des Liegemöbels im Freien, auch in grösserer
Entfernung von stationären Stromnetzen ermöglicht.
[0004] Ein verstellbares Liegemöbel mit verbessertem Liege- bzw. Sitzkomfort ist in der
WO 98/37791 beschrieben. Dieses umfasst einen Rahmen mit daran befestigter Liegefläche für eine
Person, wobei der Rahmen seitliche Längselemente aufweist, und die Liegefläche zumindest
ein Kopfteil, ein Mittelteil und ein Fussteil umfasst. Das Fussteil ist an einer fusswärtigen
Seite des Mittelteils und das Kopfteil an einer kopfwärtigen Seite des Mittelteils
schwenkbar mit dem Mittelteil verbunden. Die Liegefläche ist in einem Bereich von
Stellungen einstellbar; die mindestens eine erste Stellung für eine liegende Stellung
der Person und eine zweite Stellung für eine sitzende Stellung der Person umfassen.
Zur Veränderung der Stellung ist eine Verstellvorrichtung vorgesehen, die elektrisch,
hydraulisch oder pneumatisch getrieben sein kann.
[0005] In der
DE 20 2014 005 056 U1 ist ein als "Solarliege" bezeichnetes transportables Sitzmöbel für den Aussenbereich
beschrieben. Dieses umfasst eine vergleichsweise einfach ausgestaltete Liege mit Sitzfläche
und Rückenlehne, wobei letztere rein mechanisch verstellt werden kann. Ausserdem ist
die Solarliege mit einem Solardach versehen, das mit mehreren Photovoltaikmodulen
ausgestattet ist. Die Solarliege ist unter anderem auf leichte Transportierbarkeit
ausgelegt und kann beispielsweise als Fahrradanhänger genutzt werden. Die vom Solardach
gelieferte elektrische Energie kann zur Ladung eines Akkus verwendet werden. Letztlich
soll einerseits die Versorgung bzw. Aufladung von Niederspannungselektrogeräten ermöglicht
werden.
[0006] Trotz der bereits bekannten Vorrichtungen besteht weiterhin ein Bedarf für elektrisch
verstellbare Sonnenliegen mit erhöhtem Komfort und breiterer Nutzbarkeit.
Darstellung der Erfindung
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine verbesserte elektrisch verstellbare Sonnenliege
anzugeben. Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 definierte elektrisch
verstellbare Sonnenliege.
[0008] Die erfindungsgemässe Sonnenliege hat einen Rahmen und eine am Rahmen befestigte
Liegefläche für eine Person, wobei der Rahmen seitliche Längselemente aufweist, wobei
die Liegefläche zumindest ein Kopfteil, ein Mittelteil und ein Fussteil umfasst, wobei
das Fussteil an einer fusswärtigen Seite des Mittelteils und das Kopfteil an einer
kopfwärtigen Seite des Mittelteils schwenkbar mit dem Mittelteil verbunden sind, wobei
die Liegefläche in einem Bereich von Stellungen einstellbar ist; die mindestens eine
erste Stellung für eine liegende Stellung der Person und eine zweite Stellung für
eine sitzende Stellung der Person umfassen.
[0009] Die Liege ist derart ausgebildet, dass beim Übergang von der ersten in die zweite
Stellung das Kopfteil gegenüber dem Mittelteil so verschwenkt wird, dass der Winkel
(β) zwischen den beiden Teilen an der Oberseite der Liege verkleinert wird und das
Fussteil gegenüber dem Mittelteil so verschwenkt wird, dass der Winkel (α) zwischen
den beiden Teilen an der Unterseite der Liege verkleinert wird, wobei der Rahmen mit
einer ersten, zweiten und dritten Drehachse versehen ist, die parallel zueinander
quer zur Längsrichtung der Sonnenliege angeordnet sind, wobei die erste Drehachse
mit dem Fussteil verbunden ist und die zweite Drehachse mit dem Mittelteil verbunden
ist und die dritte Drehachse mit dem Kopfteil verbunden ist, und wobei die Sonnenliege
eine elektrisch betreibbare Verstellvorrichtung zur Einstellung einer gewünschten
Stellung im besagten Bereich aufweist.
[0010] Erfindungsgemäss weist die Sonnenliege mindestens ein Solarmodul auf, welches zur
Energieversorgung eines wiederaufladbaren elektrischen Speichers der Verstellvorrichtung
befähigt ist, und die Sonnenliege ist zudem wetterfest ausgebildet, wobei zumindest
die Verstellvorrichtung und sämtliche vorhandenen Lager gegen Umwelteinflüsse gekapselt
sind.
[0011] Unter dem Begriff "Sonnenliege" ist im vorliegenden Zusammenhang ein Liegemöbel zu
verstehen, dass im Freien, namentlich unter Sonneneinstrahlung verwendbar ist. Erfindungsgemäss
ist die Sonnenliege zudem "wetterfest" ausgebildet, d.h. sämtliche zur Konstruktion
verwendeten Materialien sind grundsätzlich so zu wählen, dass selbst nach mehrjährigem
Aufenthalt im Freien weder Farbveränderungen noch Materialschäden wie Versprödung,
Roststellen und dergleichen auftreten. Es versteht sich, dass die Sonnenliege weder
bei einsetzendem Regen und Sturm noch über Nacht zwingend ins Innere oder unter Dach
gebracht werden muss. Um diese vorteilhaften Eigenschaften sicherzustellen ist die
gesamte Sonnenliege aus hochwertigen wetterfesten Materialien wie geeignete Stähle
(Edelstahl), Aluminium, geeignete Holzarten, Textilien und Kunststoffe gefertigt.
Diese Materialien sind entsprechend dem Fachwissen mit den ggf. erforderlichen Schutzschichten,
Imprägnierungen und dergleichen auszurüsten. Weiterhin sind sämtliche vorhandenen
Lager wie auch die Verstellvorrichtung gegen Umwelteinflüsse gekapselt.
[0012] Im vorliegenden Zusammenhang ist der Begriff "schwenken" bzw. "schwenkbar" ausdrücklich
auch auf Winkelveränderungen um eine horizontale Drehachse zu verstehen, d.h. mit
einer Schwenkbewegung sollen insbesondere auch Veränderungen des Neigungswinkels verstanden
werden.
[0013] Die Liegefläche umfasst zumindest ein Kopfteil, ein Mittelteil und ein Fussteil,
wobei diese Bezeichnungen wie üblich diejenigen Abschnitte bezeichnen, auf denen im
Regelfall bei einer ausgewachsenen Person der Kopf, der Rumpf bzw. die Unterbeine
und Füsse zu liegen kommen. Die Liegefläche ist wahlweise in einem ganzen Bereich
von Stellungen einstellbar, wobei diese Stellungen mindestens eine erste Stellung
für eine liegende Stellung der Person und eine zweite Stellung für eine sitzende Stellung
der Person umfassen. Die erste Stellung entspricht also einer Anordnung, bei der Kopf-,
Mittel- und Fussteil im Wesentlichen parallel zueinander sind und insgesamt weitgehend
in einer Ebene liegen. Es versteht sich aber, dass die einzelnen Teile der Liegefläche
keine Ebenen im strengen geometrischen Sinn sein müssen und insbesondere aufgrund
einer gewissen Flexibilität verformbar sind. In der zweiten Stellung ist das Kopfteil
aufgerichtet, wobei die drei Teile seitlich gesehen eine S-förmige Gestalt annehmen.
Wie nachfolgend auch anhand von Zeichnungen veranschaulicht, wird beim Übergang von
der ersten in die zweite Stellung das Kopfteil gegenüber dem Mittelteil so verschwenkt,
dass der Winkel (β) zwischen den beiden Teilen an der Oberseite der Liege verkleinert
wird und das Fussteil gegenüber dem Mittelteil so verschwenkt, dass der Winkel (α)
zwischen den beiden Teilen an der Unterseite der Liege verkleinert wird. Um diese
Verstellbarkeit zu ermöglichen, ist der Rahmen mit einer ersten, zweiten und dritten
Drehachse versehen, die parallel zueinander quer zur Längsrichtung der Sonnenliege
angeordnet sind. Dabei ist die erste Drehachse mit dem Fussteil verbunden, die zweite
Drehachse mit dem Mittelteil verbunden und die dritte Drehachse mit dem Kopfteil verbunden.
Der Begriff "verbunden" ist nicht auf starre Verbindungen beschränkt, sondern umfasst
insbesondere auch Verbindungen, die über Zwischenglieder und -gelenke gebildet werden.
[0014] Durch die elektrisch betreibbare Verstellvorrichtung kann die gewünschte Stellung
der Sonnenliege vorzugsweise stufenlos, zumindest aber in kleinen Winkelabständen
wie sie für den Nutzer zweckmässig sind, verstellt werden.
[0015] Dank einer Vielzahl von Ausrüstungs- und Konfigurationsmöglichkeiten kann die erfindungsgemässe
Sonnenliege auf verschiedenste Arten genutzt werden. Neben der reinen Entspannung,
bei der primär die vorteilhafte mechanische Konfiguration der Sonnenliege zum Tragen
kommt, bietet die solarbetriebene elektrische Versorgung zahlreiche Möglichkeiten
von der Unterhaltung (Audio, Video, Gaming) bis hin zur "Home-Office" Arbeitstätigkeit
mit Laptop und dergleichen. Es ist aber auch die Zusammenwirkung von mechanischer
Flexibilität, Wetterfestigkeit und solarbetriebener elektrischer Versorgung, die ein
Höchstmass an Komfort und Nutzungsmöglichkeiten ergibt.
[0016] Die Erfindung beruht auf dem Einsatz eines Solarmoduls, d.h. einer flächigen Anordnung
von Photovoltaik-Elementen. Derartige Module sind grundsätzlich bekannt und im Handel
erhältlich. Wetterfeste Ausführungsformen sind unter anderem für die Schifffahrt erhältlich.
Anstelle eines Solarmoduls oder zusätzlich zu diesem könnte grundsätzlich auch eine
andere Art von Modul wie beispielsweise ein Wind- oder Wasserenergie gewinnendes Modul
vorgesehen werden.
[0017] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0018] Je nach Bedarf kann die Sonnenliege mit nur einem oder mit mehreren Solarmodulen
ausgestattet werden. Nachfolgend wird generell die Einzahl "das Solarmodul" verwendet,
wobei damit sinngemäss auch mehrere Solarmodule gemeint sein können. Das Solarmodul
kann an verschiedenen Stellen der Liege, beispielsweise seitlich am Rahmen befestigt
werden, wobei die verschiedensten Befestigungsprinzipien verwendbar sind. Zweckmässig
ist dabei, dass die zu gewährleistende elektrische Verbindung zwischen Solarmodul
und wiederaufladbarem Speicher (auch als Akkumulator oder "Akku" bezeichnet) in geeigneter,
wetterfester Ausführung vorhanden ist. Gemäss einer Ausführungsform (Anspruch 2) ist
das Solarmodul am Kopfteil angelenkt. Damit lässt es sich einerseits vom Benutzer
in bequemer Weise am Sonnenstand ausrichten und kann zudem auch als Schattenspender
genutzt werden. Vorzugsweise lässt sich das Solarmodul manuell oder elektrisch in
seiner Stellung bzw. Ausrichtung verstellen. In einer Ausführungsform lässt sich die
Ausrichtung des elektrisch verstellbaren Solarmoduls mittels einer Steuerungsvorrichtung
automatisch an den Sonnenstand anpassen, insbesondere auch um ein Verschieben, Drehen
oder Kippen der Solarliege zu kompensieren. Vorteilhaft ist zudem (Anspruch 3), wenn
das Solarmodul abnehmbar ist, wobei dies vorzugsweise ohne Werkzeug möglich sein sollte,
um damit beispielsweise von der Sonnenliege externe elektronische Geräte zu betreiben
oder zumindest deren Akku aufladen zu können.
[0019] Mit der Kombination eines geeigneten Solarmoduls und eines Akkus kann im Normalfall
eine ausreichende Versorgungsautonomie sichergestellt werden. Dennoch kann es zweckmässig
sein (Anspruch 4), den elektrischen Speicher zusätzlich mit einer Wechselspannungsladevorrichtung
auszustatten. Insbesondere kann damit bei Bedarf eine schnelle Auf- bzw. Nachladung
des Akkus erreicht werden.
[0020] Vorteilhaft ist es zudem (Anspruch 5), wenn der elektrische Speicher nicht nur die
Verstellvorrichtung, sondern auch weitere elektrische Anschlüsse versorgt. Hierzu
gehören, ohne darauf eingeschränkt zu sein, beispielsweise verschiedene Schnittstellen
und/oder Ausgänge wie z.B. USB und andere Anschlüsse zum Betreiben von Zubehör wie
Ventilatoren, Lautsprecher, Beleuchtung, schattenspendende Elemente und Sichtschutzelemente.
Darüber hinaus kann der elektrische Speicher auch zur Versorgung eines elektrischen
Antriebs zur Fortbewegung der Sonnenliege eingesetzt werden.
[0021] Vorrichtungen zur Verstellung der Neigung von Sonnenliegen und anderen ähnlichen
Möbeln sind grundsätzlich bekannt. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
(Anspruch 6) weist die Verstellvorrichtung eine mechanische oder hydraulische oder
pneumatische Verstelleinheit und ein zugeordnetes Druckerzeugungsaggregat auf. Beispielsweise
kann damit eine kontrollierte, gesteuerte Linearbewegung erzeugt werden, welche den
gewünschten Zweck der Verstellung erfüllt. Zweckmässig ist dabei (Anspruch 7), wenn
die Verstellvorrichtung mit einer Fernbedienung zusammenwirkt. Dabei kommen verschiedene
Ausführungsvarianten in Frage. So kann die Fernbedienung kabelbasiert sein, wobei
zweckmässigerweise das erforderliche Kabel im Rahmen angeordnet ist und die Fernbedienung
im Rahmen eingelassen oder daran anklippbar ist. Alternativ können aber auch kabellose
Fernbedienungen mit Signalübertragung per Funk bzw. "Bluetooth" oder Infrarot verwendet
werden. In gewissen Ausführungsformen kann die Fernbedienung zudem zum Steuern der
Ausrichtung des Solarmoduls verwendet werden.
[0022] Die Verstellvorrichtung könnte grundsätzlich an verschiedenen Stellen der Liege positioniert
sein. Vorteilhaft (Anspruch 8) ist dabei aus Gewichtsgründen, aber auch bezüglich
des Wetterschutzes, wenn die Verstellvorrichtung unterhalb der Liegefläche am Rahmen
befestigt ist.
[0023] Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform (Anspruch 9) weist der Rahmen zumindest
ein paar von axial beabstandeten Fussrollen auf, welche bei einseitig angehobenem
Rahmen einen tragenden Bodenkontakt herstellen und bei nicht angehobenem Rahmen keinen
Bodenkontakt haben. Damit lässt sich einerseits durch einen vergleichsweise geringen
Kraftaufwand eine Verschiebung der Sonnenliege herbeiführen, andererseits wird aber
ein unerwünschtes Wegrollen im nicht angehobenen Zustand vermieden. Die Grösse und
das Material der Rollen richten sich nach dem gewünschten Einsatzbereich bzw. den
Bodenbeschaffenheiten.
[0024] Zur weiteren Erhöhung insbesondere für eine bequeme Lesetätigkeit ist es vorteilhaft
(Anspruch 10), wenn das Kopfteil zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein endständiger
Abschnitt des Kopfteils gegenüber dem übrigen Teil des Kopfteils neigungsverstellbar
ist.
[0025] Bei einer weiteren Ausführungsform (Anspruch 11) weist die Verstellvorrichtung ein
zwischen einer eingefahrenen und einer ausgefahrenen Stellung längsverstellbares Element
auf, das mit seinem ersten Ende an dem Rahmen und mit seinem zweiten Ende an einem
Teil der Liegefläche angelenkt ist. Durch Kombination mit geeigneten Drehachsen und
Gelenkelementen lässt sich damit aus einer einfachen Linearbewegung die gewünschte
koordinierte Verstellung von Fussteil, Mittelteil und Kopfteil herbeiführen. Vorteilhafterweise
(Anspruch 12), wird die Verstellbarkeit der Liegefläche durch folgende Verbindungen
gewährleistet:
- das Fussteil ist an ein einteiliges Schwenkglied angelenkt, das um die erste Drehachse
des Rahmens schwenkbar angeordnet ist,
- das Mittelteil ist mit seitlichen Längsschlitzen versehen ist, in welchen die zweite
Drehachse des Rahmens dreh- und verschiebbar aufgenommen ist, und
- das Kopfteil ist um die dritte Drehachse des Rahmens schwenkbar angeordnet; und
- das zweite Ende des längsverstellbaren Elementes ist über ein gewinkeltes Schwenkglied
mit dem Kopfteil verbunden.
[0026] Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Sonnenliege (Anspruch 13),
ist mindestens eine seitlich am Kopfteil angelenkte Armlehne vorhanden, die um eine
Klappachse zwischen einer ausgeklappten und einer eingeklappten Stellung klappbar
ist und ein von der Klappachse abgewandtes freies Ende hat. Vorzugsweise sind die
Armlehnen paarweise vorhanden, wobei eine unabhängige Klappbarkeit bevorzugt ist.
Nachfolgend wird jedoch die Einzahlform verwendet und ist bei zwei vorhandenen Armlehnen
sinngemäss zu verstehen. Besonders vorteilhaft bei der hier erwähnten Ausführungsform
ist, dass die Armlehne in ausgeklappter Stellung unabhängig von der Stellung der Sonnenliege,
d.h. von der liegenden Stellung bis hin zur sitzenden Stellung, stets im Wesentlichen
parallel zum Untergrund weist. Damit wird die Person auf der Sonnenliege nicht unnötig
behindert und kann namentlich die Beine seitlich unter der ausgeklappten Armlehne
bewegen. In eingeklappter Stellung ist zudem die Armlehne im Wesentlichen parallel
zum Kopfteil von der Klappachse zum freien Ende des Kopfteils weisend; auf jeden Fall
ist sie so ausgerichtet, dass sie seitlich den Aus- und Einstieg der Person von und
zu der Sonnenliege nicht behindert.
[0027] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform (Anspruch 14) werden die ausgeklappte und
auch die eingeklappte Stellung der Armlehne durch Anschlagen von seitlichen Vorsprüngen
der Armlehne gegen entsprechende Anschlagflächen definiert. Letztere sind gegebenenfalls
justierbar, beispielsweise in Form von Stellschrauben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
beschrieben, dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine elektrisch verstellbare Sonnenliege, in Liegestellung, in perspektivischer Ansicht
von oben;
- Fig. 2
- die Sonnenliege der Fig. 1, in einer teilweise aufgerichteten Stellung, in perspektivischer
Ansicht von oben;
- Fig. 3
- die Sonnenliege der Fig. 1, in Sitzstellung, mit eingeklappter Armlehne, in perspektivischer
Ansicht von oben;
- Fig. 4
- die Sonnenliege der Fig. 3, mit ausgeklappter Armlehne, in perspektivischer Ansicht
von oben;
- Fig. 5
- einen Ausschnitt einer Sonnenliege in Liegestellung, in seitlicher Ansicht;
- Fig. 6
- einen Ausschnitt einer Sonnenliege in Sitzstellung, in seitlicher Ansicht;
- Fig. 7
- die Sonnenliege der Fig. 4, in perspektivischer Ansicht von unten;
- Fig. 8
- die Sonnenliege der Fig. 1, in perspektivischer Ansicht von unten;
- Fig. 9
- einen Ausschnitt der Fig. 7 in vergrösserter Darstellung;
- Fig. 10
- eine Detaildarstellung der Sonnenliege der Fig. 9, mit Armlehne in eingeklappter Stellung,
in seitlicher Ansicht; und
- Fig. 11
- einen Fussteil einer Sonnenliege, in perspektivischer Ansicht von unten.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0029] Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Zur besseren Übersichtlichkeit
sind die einzelnen Bestandteile nicht in allen Figuren mit Bezugszeichen versehen.
[0030] Die in den Figuren dargestellte elektrisch verstellbare Sonnenliege umfasst einen
Rahmen 2 und eine am Rahmen befestigte Liegefläche 4 für eine Person. Der Rahmen hat
seitliche Längselemente 6. Die Liegefläche umfasst zumindest ein Kopfteil 8, ein Mittelteil
10 und ein Fussteil 12, wobei das Fussteil an einer fusswärtigen Seite 14 des Mittelteils
und das Kopfteil an einer kopfwärtigen Seite 16 des Mittelteils schwenkbar mit dem
Mittelteil verbunden sind.
[0031] Die Liegefläche in einem Bereich von Stellungen einstellbar ist; die mindestens eine
erste Stellung, nachfolgend auch "Liegestellung", für eine liegende Stellung der Person
und eine zweite Stellung, nachfolgend auch "Sitzstellung" für eine sitzende Stellung
der Person umfassen. Die Liege ist derart ausgebildet ist, dass beim Übergang von
der Liegestellung in die Sitzstellung das Kopfteil gegenüber dem Mittelteil so verschwenkt
wird, dass der Winkel (β) zwischen den beiden Teilen an der Oberseite der Liege verkleinert
wird und das Fussteil gegenüber dem Mittelteil so verschwenkt wird, dass der Winkel
(α) zwischen den beiden Teilen an der Unterseite der Liege verkleinert wird.
[0032] Der Rahmen ist mit einer ersten Drehachse A, einer zweiten Drehachse B und einer
dritten Drehachse C versehen, die parallel zueinander quer zur Längsrichtung der Sonnenliege
angeordnet sind, wobei die erste Drehachse mit dem Fussteil verbunden ist und die
zweite Drehachse mit dem Mittelteil verbunden ist und die dritte Drehachse mit dem
Kopfteil verbunden ist.
[0033] Die Sonnenliege ist mit einer elektrisch betreibbaren Verstellvorrichtung 18 zur
Einstellung einer gewünschten Stellung im besagten Bereich ausgestattet. Die Verstellvorrichtung
umfasst einen wiederaufladbaren elektrischen Speicher 20, nachfolgend auch als "Akku"
bezeichnet. Im gezeigten Beispiel ist die Verstellvorrichtung unterhalb der Liegefläche
am Rahmen befestigt. Weiterhin umfasst die Sonnenliege mindestens ein Solarmodul 22,
welches zur Energieversorgung des Akkus befähigt ist. Die Sonnenliege ist wetterfest
ausgebildet, wobei zumindest die Verstellvorrichtung, aber auch sämtliche vorhandenen
Lager, von denen einige beispielhaft mit dem Bezugszeichen 24 gekennzeichnet sind,
gegen Umwelteinflüsse gekapselt.
[0034] Im gezeigten Beispiel ist das Solarmodul 22 am Kopfteil 8 angelenkt und kann dadurch
bezüglich seiner Neigung verstellt werden. Bei gewissen Ausführungsformen kann das
Solarmodul auch gänzlich eingeklappt werden. Vorzugsweise ist das Solarmodul über
hier nicht dargestellte Steckverbindungen mit einer zum Akku führenden Versorgungsleitung
elektrisch verbunden.
[0035] Wie insbesondere aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, weist die Verstellvorrichtung
18 ein zwischen einer eingefahrenen und einer ausgefahrenen Stellung längsverstellbares
Element 26 auf, das mit seinem ersten Ende 28 an dem Rahmen und mit seinem zweiten
Ende 30 an einem Teil der Liegefläche angelenkt ist.
[0036] Wie aus den Fig. 7 und 8 erkennbar, wird die Verstellbarkeit der Liegefläche in der
gezeigten Ausführungsform durch folgende Verbindungen gewährleistet:
- das Fussteil 12 ist an ein einteiliges Schwenkglied 32 angelenkt, das um die erste
Drehachse A des Rahmens schwenkbar angeordnet ist,
- das Mittelteil 10 ist mit seitlichen Längsschlitzen 34 versehen ist, in welchen die
zweite Drehachse B des Rahmens dreh- und verschiebbar aufgenommen ist,
- das Kopfteil 8 ist um die dritte Drehachse C des Rahmens schwenkbar angeordnet; und
das zweite Ende 30 des längsverstellbaren Elementes 26 ist über ein gewinkeltes Schwenkglied
36 mit dem Kopfteil verbunden.
[0037] Wie ebenfalls aus den Fig. 5 und 6 verdeutlicht, ist am Kopfteil je eine Armlehne
38 seitlich angelenkt. Jede Armlehne ist um eine Klappachse D zwischen einer ausgeklappten
und einer eingeklappten Stellung klappbar. Jede Armlehne hat ein von der Klappachse
D abgewandtes freies Ende 40, wobei die Armlehne in ausgeklappter Stellung unabhängig
von der Stellung der Sonnenliege stets im Wesentlichen parallel zum Untergrund ist.
Dies wird im vorliegenden Beispiel durch folgende Anordnung erreicht:
- eine vierte Drehachse E ist starr am Rahmen angeordnet, sodass die dritte Drehachse
C und die vierte Drehachse E in einem definierten Winkel gegenüber der Horizontalen
ausgerichtet sind;
- an der vierten Drehachse E ist ein zweiteiliges Schwenkglied 42 mit einer fünften
Drehachse F angeordnet, das an die Klappachse D am Kopfteil befestigt ist;
- das Ganze ist so konfiguriert, dass die Verbindungen CD und EF gleich lang sind, wodurch
die Verbindungen CE und DF stets parallel sind.
[0038] Die ausgeklappte und eingeklappte Stellung der Armlehne wird wie in den Fig. 10 und
11 verdeutlicht durch Anschlagen von seitlichen Vorsprüngen 44a, 44b der Armlehne
gegen entsprechende Anschlagflächen 46a, 46b, die gegebenenfalls justierbar sind,
am Abschnitt DF definiert.
[0039] Vorteilhafterweise weist der Rahmen zumindest ein paar von axial beabstandeten Fussrollen
48 auf. Wie aus der Fig. 11 ersichtlich, kommt jede Fussrolle bei einseitig angehobenem
Rahmen in Kontakt mit dem Boden und stellt dadurch einen tragenden Bodenkontakt her.
Es versteht sich, dass dies zur rollenden Verschiebung der Sonnenliege verhilft. Demgegenüber
hat die Rolle bei nicht angehobenem Rahmen keinen Bodenkontakt, was die Stabilität
gegen ungewünschtes Verrutschen der Sonnenliege verbessert.
1. Elektrisch verstellbare Sonnenliege, mit einem Rahmen (2) und einer am Rahmen befestigten
Liegefläche (4) für eine Person, wobei der Rahmen seitliche Längselemente (6) aufweist,
wobei die Liegefläche zumindest ein Kopfteil (8), ein Mittelteil (10) und ein Fussteil
(12) umfasst, wobei das Fussteil an einer fusswärtigen Seite (14) des Mittelteils
und das Kopfteil an einer kopfwärtigen Seite (16) des Mittelteils schwenkbar mit dem
Mittelteil verbunden sind, wobei die Liegefläche in einem Bereich von Stellungen einstellbar
ist; die mindestens eine erste Stellung für eine liegende Stellung der Person und
eine zweite Stellung für eine sitzende Stellung der Person umfassen, wobei die Liege
derart ausgebildet ist, dass beim Übergang von der ersten in die zweite Stellung das
Kopfteil gegenüber dem Mittelteil so verschwenkt wird, dass der Winkel (β) zwischen
den beiden Teilen an der Oberseite der Liege verkleinert wird und das Fussteil gegenüber
dem Mittelteil so verschwenkt wird, dass der Winkel (α) zwischen den beiden Teilen
an der Unterseite der Liege verkleinert wird, wobei der Rahmen mit einer ersten, zweiten
und dritten Drehachse (A, B, C) versehen ist, die parallel zueinander quer zur Längsrichtung
der Sonnenliege angeordnet sind, wobei die erste Drehachse mit dem Fussteil verbunden
ist und die zweite Drehachse mit dem Mittelteil verbunden ist und die dritte Drehachse
mit dem Kopfteil verbunden ist, und wobei die Sonnenliege eine elektrisch betreibbare
Verstellvorrichtung (18) zur Einstellung einer gewünschten Stellung im besagten Bereich
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonnenliege mindestens ein Solarmodul (22) aufweist, welches zur Energieversorgung
eines wiederaufladbaren elektrischen Speichers (20) der Verstellvorrichtung befähigt
ist, und dass die Sonnenliege wetterfest ausgebildet ist, wobei zumindest die Verstellvorrichtung
und sämtliche vorhandenen Lager (24) gegen Umwelteinflüsse gekapselt sind.
2. Sonnenliege nach Anspruch 1, wobei das Solarmodul am Kopfteil angelenkt ist.
3. Sonnenliege nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Solarmodul abnehmbar ist.
4. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der elektrische Speicher zusätzlich
mit einer Wechselspannungsladevorrichtung ausgestattet ist.
5. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der elektrische Speicher weitere
elektrische Anschlüsse versorgt.
6. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Verstellvorrichtung eine mechanische
oder hydraulische oder pneumatische Verstelleinheit und ein zugeordnetes Druckerzeugungsaggregat
aufweist.
7. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Verstellvorrichtung mit einer
Fernbedienung zusammenwirkt.
8. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Verstellvorrichtung unterhalb
der Liegefläche am Rahmen befestigt ist.
9. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Rahmen zumindest ein paar
von axial beabstandeten Fussrollen (48) aufweist, welche bei einseitig angehobenem
Rahmen einen tragenden Bodenkontakt herstellen und bei nicht angehobenem Rahmen keinen
Bodenkontakt haben.
10. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Kopfteil zweiteilig ausgebildet
ist, wobei ein endständiger Abschnitt des Kopfteils gegenüber dem übrigen Teil des
Kopfteils neigungsverstellbar ist.
11. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Verstellvorrichtung ein zwischen
einer eingefahrenen und einer ausgefahrenen Stellung längsverstellbares Element (26)
aufweist, das mit seinem ersten Ende (28) an dem Rahmen und mit seinem zweiten Ende
(30) an einem Teil der Liegefläche angelenkt ist.
12. Sonnenliege nach Anspruch 11, wobei die Verstellbarkeit der Liegefläche durch folgende
Verbindungen gewährleistet wird:
das Fussteil (12) ist an ein einteiliges Schwenkglied (32) angelenkt, das um die erste
Drehachse (A) des Rahmens schwenkbar angeordnet ist,
das Mittelteil (10) ist mit seitlichen Längsschlitzen (34) versehen, in welchen die
zweite Drehachse (B) des Rahmens dreh- und verschiebbar aufgenommen ist,
das Kopfteil (8) ist um die dritte Drehachse (C) des Rahmens schwenkbar angeordnet;
und
das zweite Ende (30) des längsverstellbaren Elementes (26) ist über ein gewinkeltes
Schwenkglied (36) mit dem Kopfteil verbunden.
13. Sonnenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei mindestens eine seitlich am Kopfteil
angelenkte Armlehne (38) vorhanden ist, die um eine Klappachse (D) zwischen einer
ausgeklappten und einer eingeklappten Stellung klappbar ist und ein von der Klappachse
abgewandtes freies Ende (40) hat, wobei die Armlehne in ausgeklappter Stellung unabhängig
von der Stellung der Sonnenliege stets im Wesentlichen parallel zum Untergrund ist.
14. Sonnenliege nach den Ansprüchen 12 und 13, wobei die ausgeklappte und eingeklappte
Stellung der Armlehne durch Anschlagen von seitlichen Vorsprüngen (44a, 44b) der Armlehne
gegen entsprechende Anschlagflächen (46a, 46b), die gegebenenfalls justierbar sind,
definiert wird.