[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements für Sicherheitspapiere,
Wertdokumente oder dergleichen, das ein transparentes oder transluzentes Substrat
aus einer Kunststofffolie aufweist, wobei auf das Substrat eine metallische oder optisch
variable Beschichtung aufgebracht ist.
[0002] Ein Sicherheitselement mit einem Substrat, auf das eine optisch variable Beschichtung
in Form eines interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbaus aufgebracht ist, ist beispielsweise
aus der
WO 2005/108110 A1 oder der
WO 2005/038136 A1 bekannt. Hierbei besteht der interferenzfähige, mehrschichtige Aufbau aus einer Reflexionsschicht,
einer dielektrischen Schicht und einer teildurchlässigen Schicht, wobei die dielektrische
Schicht zwischen der Reflexionsschicht und der teildurchlässigen Schicht angeordnet
ist. Ein derartiges Sicherheitselement wird aufgrund seiner Wirkungsweise auch als
Dünnfilmschicht-Interferenzschicht-Aufbau oder als Color-Shift-Element bezeichnet.
[0003] Allgemein ist eine optisch variable Beschichtung im Sinne dieser Erfindung eine Beschichtung,
deren visuelles Erscheinungsbild sich bei Verkippen des Elements ändert. Beispielsweise
ändert sich bei Verkippen der optisch variablen Beschichtung deren Farbe von Lila
nach Grün, bewegt sich scheinbar ein Balken von einer Seite des Elements zu einer
anderen Seite, werden beim Verkippen unterschiedliche Zeichen dargestellt oder ergibt
sich ein sogenannter Pumpeffekt in Form einer sich vergrößernden oder verkleinernden
Umrisslinie eines Bildmotivs. Eine optisch variable Beschichtung ist des Weiteren
eine Beschichtung, in die eine aus dem Stand der Technik bekannte diffraktive Struktur
oder ein Hologramm eingeprägt ist.
[0004] Eine metallische Beschichtung im Sinne dieser Erfindung besteht aus einem Metall
oder einem Material, das eine reflektierende und metallisch glänzende Oberfläche aufweist,
beispielsweise eine Lackschicht, in die metallische Pigmente eingebettet sind.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Sicherheitselement
derart weiterzubilden, dass der Schutz gegenüber Fälschungen weiter erhöht wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
oder dergleichen, mit den folgenden Verfahrensschritten hergestellt:
[1.1] Bereitstellen eines ersten Substrats aus einer transluzenten Kunststofffolie,
[1.2] Aufbringen einer ersten metallischen oder optisch variablen Beschichtung auf
das erste Substrat,
[1.3] Bereitstellen eines zweiten Substrats aus einer Kunststofffolie,
[1.4] Aufbringen einer zweiten metallischen oder optisch variablen Beschichtung auf
das zweite Substrat, wobei sich die zweite metallische oder optisch variable Beschichtung
von der ersten metallischen oder optisch variablen Beschichtung unterscheidet,
[1.5] registergenaues Kaschieren des ersten Substrats auf das zweite Substrat, so
dass sich ein mehrschichtiger Aufbau ergibt,
[1.6] Abziehen des zweiten Substrats von dem mehrschichtigen Aufbau.
[0008] Erfindungsgemäß wird somit ein erstes Substrats aus einer transluzenten Kunststofffolie
bereitgestellt, auf das eine erste metallische oder optisch variable Beschichtung
aufgebracht wird. Des Weiteren wird ein zweites Substrat aus einer Kunststofffolie
bereitgestellt, auf das eine zweite metallische oder optisch variable Beschichtung
aufgebracht wird, wobei sich die zweite metallische oder optisch variable Beschichtung
von der ersten metallischen oder optisch variablen Beschichtung unterscheidet. Anschließend
wird das erste Substrats registergenau auf das zweite Substrat kaschiert, so dass
sich ein mehrschichtiger Aufbau ergibt. Anschließend wird das zweite Substrat von
dem mehrschichtigen Aufbau wieder abgezogen.
[0009] Transluzenz im Sinne dieser Erfindung bedeutet, dass ein Objekt, wie das Substrat
oder die Kunststofffolie, auftreffendes Licht in einem bestimmten Anteil hindurchtreten
lässt. Trifft Licht auf eine Seite des Objekts auf, wird ein bestimmter Anteil des
Lichtes bis zu der anderen Seite des Objekts hindurch gelassen und tritt dort wieder
aus. Je größer der prozentuale Anteil des hindurchtretenden Lichtes bezogen auf das
auftreffende Licht ist, desto transluzenter ist das Objekt. Liegt der prozentuale
Anteil bei mindestens 90 %, d.h. lässt das Objekt das auftreffende Licht wie bei einem
Fenster nahezu ungeschwächt hindurchtreten, wird das Objekt als transparent bezeichnet.
Ein Objekt hingegen, das weniger als 10 % und bevorzugt etwa 0 % des auftreffenden
Lichtes hindurchtreten lässt, d.h. bei dem der Anteil des hindurchtretenden Lichtes
bezogen auf das auftreffende Licht gering oder nahe oder gleich Null ist, wird als
opak oder als nicht lichtdurchlässig bezeichnet.
[0010] Als Passer oder Register im Sinne dieser Erfindung wird die Lagegenauigkeit von Druckbildern
oder anderer Elemente zueinander auf Vorder- und/oder Rückseite eines Substrats oder
auf unterschiedlichen Substraten bezeichnet. Beispielsweise stören bei Teilen von
Druckbildern, die sich in Durchsicht zu einem Gesamtdruckbild ergänzen, bereits geringe
Abweichungen von weniger als 0,1 mm zwischen den jeweiligen Druckbildern den visuellen
Eindruck in Durchsicht erheblich. Die DIN 16500-2:1987-01 definiert als Passer die
Genauigkeit in der Drucktechnik, mit der die vorgesehene Wiedergabegüte der zu reproduzierenden
Details erreicht bzw. eingehalten wird.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden vor Verfahrensschritt [1.2] diffraktive
Strukturen und/ oder Mikrospiegel in das erste Substrat eingebracht und wird in Schritt
[1.2] die erste metallische oder optisch variable Beschichtung auf den diffraktiven
Strukturen und/ oder Mikrospiegeln angeordnet. Alternativ dazu können vor Verfahrensschritt
[1.4] diffraktive Strukturen und/ oder Mikrospiegel in das zweite Substrat eingebracht
werden und wird in Schritt [1.4] die zweite metallische oder optisch variable Beschichtung
auf den diffraktiven Strukturen und/ oder Mikrospiegeln angeordnet.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird die optisch variable Beschichtung durch
eine Farbschicht gebildet, die plättchenförmige metallische Partikel enthält, deren
längste Kantenlänge 15 nm bis 1000 nm und deren Dicke 2 nm bis 100 nm beträgt, so
dass die Farbschicht in Auflicht einen metallischen, bevorzugt goldenen Farbton und
in Durchlicht einen bunten, bevorzugt blauen Farbton zeigt. Bevorzugt weisen die plättchenförmigen
metallischen Partikel eine längste Kantenlänge von 15 nm bis 600 nm und besonders
bevorzugt 20 nm bis 500 nm auf und eine Dicke von 2 nm bis 40 nm und besonders bevorzugt
4 nm bis 30 nm auf. Eine derartige Farbschicht ist beispielsweise aus der WO 2011/064162
A2 bekannt und wird auch als Gold-Blau-Farbe bezeichnet.
[0013] Durchlicht liegt hierbei vor, wenn die Beleuchtung eines Gegenstands von der einen
Seite und die Betrachtung von der anderen Seite erfolgt. Auflicht liegt vor, wenn
die Beleuchtung und Betrachtung von derselben Seite eines Gegenstands aus erfolgt.
[0014] Als Farbschicht mit einem metallischen Farbton wird im Sinne dieser Erfindung ein
Farbschicht bezeichnet, die eine metallisch spiegelnde Oberfläche mit einem metallfarbenen
Farbton aufweist, der bevorzugt golden bzw. goldfarben, silbern bzw. silberfarben
oder bronzefarben ist.
[0015] Als Farbschicht mit einem bunten Farbton wird im Sinne dieser Erfindung ein Farbschicht
bezeichnet, die eine ein- oder mehrfarbige Oberfläche aufweist, bevorzugt eine einfarbig
blaue, eine einfarbig grüne oder eine einfarbig rote.
[0016] Alternativ dazu kann die optisch variable Beschichtung auch durch einen mehrschichtigen
Aufbau gebildet werden, der mindestens zwei semitransparenten Spiegelschichten und
mindestens eine zwischen den mindestens zwei Spiegelschichten angeordnete dielektrische
Schicht aufweist, wie er beispielsweise aus der
DE 10 2009 058 243 A1 bekannt ist. Die weitere Beschichtung zeigt hierbei bei Messung der Transmission
von unpolarisiertem Licht im blauen Wellenlängenbereich von 420 nm bis 490 nm eine
Resonanz mit einer Halbwertsbreite von 70 nm bis 150 nm. Bevorzugt ist die Resonanz
der weiteren Beschichtung die einzige Resonanz im sichtbaren Bereich. Die mindestens
zwei semitransparenten Spiegelschichten der Reflexionsschicht sind bevorzugt gebildet
aus:
- Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, wobei die dielektrische Abstandsschicht mit
einer Dicke h und einem Brechungsindex v die Relation 120 nm < h ·v < 190 nm erfüllt
oder
- Silber oder einer Silberlegierung, wobei die dielektrische Abstandsschicht mit einer
Dicke h und einem Brechungsindex v die Relation 120 nm < h ·v < 170 nm oder 340 nm
< h ·v < 400 nm erfüllt.
[0017] Weitere Ausführungsformen und konkrete Dickenangaben zu den verwendeten Schichten
des weiteren mehrschichtigen Aufbaus sind aus der
DE 10 2009 058 243 A1 bekannt, auf die diesbezüglich verwiesen wird.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die metallische oder optisch
variable Beschichtung aus
- einem interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbau, wobei der interferenzfähige, mehrschichtige
Aufbau mindestens die folgenden Schichten aufweist: eine Reflexionsschicht, eine dielektrische
Schicht und eine teildurchlässige Schicht, wobei die dielektrische Schicht zwischen
der Reflexionsschicht und der teildurchlässigen Schicht angeordnet ist, oder
- einem mehrschichtigen Aufbau, wobei der mehrschichtige Aufbau mindestens die folgenden
Schichten aufweist: eine dielektrische Schicht und eine teildurchlässige Schicht,
wobei die dielektrische Schicht zwischen der weiteren Beschichtung und der teildurchlässigen
Schicht angeordnet ist, oder
- einem Metall, bevorzugt aus Aluminium.
[0019] Besonders vorteilhaft wird somit durch die Erfindung
1) eine erste Folie mit einem Gold-Blau-Effekt und mit einem Hologramm oder einem
Motiv mit Mikrospiegeln erstellt,
2a) eine zweite Trägerfolie mit Colorshift oder/und einer Metallisierung aus Aluminium,
jeweils auf diffraktiven Strukturen oder/und Mikrospiegeln mit Motiv, erstellt oder
alternativ
2b) eine zweite Trägerfolie mit einem Aufsichts-/ Durchsichtseffekt und mit einem
Hologramm oder einem Motiv mit Mikrospiegeln (z.B. Aufsicht Lila und Durchsicht Grün)
erstellt,
3) anschließend die erste Folie und die zweite Folie registergenau aufeinander kaschiert
und schließlich
4) die zweite Trägerfolie von dem derart erzeugten mehrschichtigen Aufbau abgezogen,
d.h. der Kaschieraufbau wird trenngewickelt.
[0020] Durch das Kaschieren der ersten Folie mit der zweiten Folie aus 2a) kann ein Gold-Blaueffekt
neben einem Colorshift oder/und einer Aluminiummetallisierung jeweils auf diffraktive
Strukturen oder/und Mikrospiegeln mit Motiv erhalten werden.
[0021] Alternativ kann durch das Kaschieren der ersten Folie mit der zweiten Folie aus 2b)
ein Gold-Blaueffekt mit anderen Farben eines Aufsichts-/ Durchsichtseffekts mit einem
Hologramm oder mit Mikrospiegeln erhalten werden. Beispielsweise zeigt ein Bereich
in Aufsicht Gold und in Durchsicht Blau und ein Bereich in Aufsicht Lila und Durchsicht
Grün.
[0022] Besonders vorteilhaft ergibt sich somit ein Folienverbund, der zwei unterschiedliche
metallische Aufsichtsfarben und zwei unterschiedliche Durchsichtsfarben enthält.
[0023] Des Weiteren ergibt sich besonders vorteilhaft, dass eine Druckannahmeschicht, die
bei der ersten Folie ohnehin aufkaschiert oder gedruckt werden müsste, durch die Kaschierung
gleich mit vorhanden ist. Ein Mehraufwand bzw. Mehrkostenaufwand ergibt sich somit
lediglich durch die Prägung des UV-Lacks und die Metallisierung.
[0024] Des Weiteren ergibt sich besonders vorteilhaft, dass ein Folienverbund erzeugt werden
kann, der Bereiche mit einem im PVD-Verfahren erhaltenen Gold-Blaueffekt neben Colorshift-
bzw. Aluminiumbereichen enthält.
[0025] Die oben genannte Farbpalette beschränkt sich hierbei bei weitem nicht nur auf Gold/Blau.
Andere Farben bzw. Durchsichtsfarben sind z. B. Rosa/Türkis; Silber/Lila; Blau/Gelb;
Lila/Grün.
[0026] Die Erfindung ist des Weiteren nicht nur auf den oben genannten Gold-Blau-Effekt
beschränkt, vielmehr können auch andere Farbpaare verwendet werden, da sich die unterschiedlichen
Farbeindrücke lediglich durch die Schichtdicke der dielektrischen Schicht ergeben.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die metallische oder optisch variable
Beschichtung musterförmig gestaltet und stellt eine visuell wahrnehmbare Information
dar. Diese kann beispielsweise eine graphische Abbildung, ein Bild, eine Zahl, einen
Buchstaben, einen Text oder sonstige Zeichen bilden. Besonders bevorzugt besteht die
Information dabei aus positiven oder negativen Motiven. Bei einem positiven Motiv
wird hierbei ein Motivelement selbst auf das Substrat aufgebracht, wohingegen bei
einem negativen Motiv der das Motivelement umgebende Bereich auf das Substrat aufgebracht
wird. Ein positives Motiv ist beispielsweise ein in dunkler Farbe auf das helle Substrat
aufgedruckter Buchstabe. Ein negatives Motiv ist beispielsweise eine in dunkler Farbe
auf das Substrat aufgebrachte Fläche, die innerhalb der Fläche einen unbedruckten
Bereich in Form eines Buchstabens aufweist.
[0028] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass wenigstens
eine der dielektrischen Schichten des interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbaus
aus Silizium-Dioxid (SiO
2) besteht. Alternativ kann eine dielektrische Schicht aus einer transparenten Druckschicht
bestehen, die eine konstante Dicke aufweist. Die teildurchlässige Schicht des interferenzfähigen,
mehrschichtigen Aufbaus besteht bevorzugt mindestens aus Chrom und/oder Nickel.
[0029] Eine Folie, die Bereiche mit einem im PVD-Verfahren erhaltenen Gold-Blaueffekt neben
Colorshift- bzw. Aluminiumbereichen enthält, kann durch eine aus dem Stand der Technik
bekannte bloße Metallisierung auf einer Folie nicht erzeugt werden, da hierbei zu
wenig Steuerspuren vorhanden sind, Haftungsprobleme auftreten und mehrmaliger Waschfarbendruck
erforderlich ist.
[0030] Das transluzente, bevorzugt transparente Substrat, auf das das erfindungsgemäße Sicherheitselement
aufgebracht sein kann, besteht besonders bevorzugt aus mindestens einer Kunststofffolie.
[0031] Besonders bevorzugt kann zwischen dem Sicherheitselement und dem Träger eine Lackschicht
angeordnet sein, die bevorzugt aus einem Prägelack besteht. Ein derartiger Prägelack
kann beispielsweise ein UV-Lack sein, d.h. ein Lack, der unter Einwirkung von ultraviolettem
Licht aushärtet, oder ein thermoplastischer Prägelack. In diesen Prägelack werden
bevorzugt diffraktive Strukturen, Hologramme oder Mikrospiegel geprägt. Die Dicke
dieser Lackschicht beträgt 1 µm bis 12 µm, bevorzugt 2 µm bis 7 µm.
[0032] Wertdokumente, in denen ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement verwendet werden
kann, sind insbesondere Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks,
hochwertige Eintrittskarten, aber auch andere fälschungsgefährdete Papiere, wie Pässe
und sonstige Ausweisdokumente, sowie Karten, wie beispielsweise Kredit- oder Debitkarten,
und auch Produktsicherungselemente, wie Etiketten, Siegel, Verpackungen und dergleichen.
[0033] Besonders bevorzugt weisen diese Wertdokumente mindestens eine Öffnung auf, über
der das erfindungsgemäße Sicherheitselement angeordnet wird. Das erfindungsgemäße
Sicherheitselement ist hierbei derart auf der Oberfläche des Wertdokuments angeordnet,
dass es die Öffnung bzw. Durchbrechung eines Wertdokuments mindestens teilweise überlappt.
Besonders bevorzugt überlappt das erfindungsgemäße Sicherheitselement die Öffnung
bzw. Durchbrechung des Wertdokuments vollständig, so dass es die Öffnung bzw. Durchbrechung
des Wertdokuments verschließt.
[0034] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale nicht nur in den angegebenen
Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen einsetzbar sind, ohne den Rahmen
der vorliegenden Erfindung zu verlassen, soweit dies von dem Schutzumfang der Ansprüche
erfasst ist.
1. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
oder dergleichen, mit den folgenden Verfahrensschritten
[1.1] Bereitstellen eines ersten Substrats aus einer transluzenten Kunststofffolie,
[1.2] Aufbringen einer ersten metallischen oder optisch variablen Beschichtung auf
das erste Substrat,
[1.3] Bereitstellen eines zweiten Substrats aus einer Kunststofffolie,
[1.4] Aufbringen einer zweiten metallischen oder optisch variablen Beschichtung auf
das zweite Substrat, wobei sich die zweite metallische oder optisch variable Beschichtung
von der ersten metallischen oder optisch variablen Beschichtung unterscheidet,
[1.5] registergenaues Kaschieren des ersten Substrats auf das zweite Substrat, so
dass sich ein mehrschichtiger Aufbau ergibt,
[1.6] Abziehen des zweiten Substrats von dem mehrschichtigen Aufbau.
2. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor Verfahrensschritt [1.2] diffraktive Strukturen und/ oder Mikrospiegel in das
erste Substrat eingebracht werden und in Schritt [1.2] die erste metallische oder
optisch variable Beschichtung auf den diffraktiven Strukturen und/ oder Mikrospiegeln
angeordnet wird.
3. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor Verfahrensschritt [1.4] diffraktive Strukturen und/ oder Mikrospiegel in das
zweite Substrat eingebracht werden und in Schritt [1.4] die zweite metallische oder
optisch variable Beschichtung auf den diffraktiven Strukturen und/ oder Mikrospiegeln
angeordnet wird.
4. Sicherheitselement, hergestellt nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Beschichtung aus einer Farbschicht besteht, die plättchenförmige
metallische Partikel enthält, deren längste Kantenlänge 15 nm bis 1000 nm und deren
Dicke 2 nm bis 100 nm beträgt.
5. Sicherheitselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die plättchenförmigen metallischen Partikel eine längste Kantenlänge von bevorzugt
15 nm bis 600 nm und besonders bevorzugt 20 nm bis 500 nm und eine Dicke von bevorzugt
2 nm bis 40 nm und besonders bevorzugt 4 nm bis 30 nm aufweisen.
6. Sicherheitselement, hergestellt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Beschichtung aus einem mehrschichtigen Aufbau besteht, der mindestens
zwei semitransparente Spiegelschichten und mindestens eine zwischen den mindestens
zwei Spiegelschichten angeordnete dielektrische Schicht aufweist, wobei die optisch
variable Beschichtung bei Messung der Transmission von unpolarisiertem Licht im blauen
Wellenlängenbereich von 420 nm bis 490 nm eine Resonanz mit einer Halbwertsbreite
von 70 nm bis 150 nm zeigt.
7. Sicherheitselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonanz die einzige Resonanz im sichtbaren Bereich ist.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei semitransparenten Spiegelschichten aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
gebildet sind und die dielektrische Abstandsschicht mit einer Dicke h und einem Brechungsindex
v die Relation 120 nm < h ·v < 190 nm erfüllt.
9. Sicherheitselement nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei semitransparenten Spiegelschichten aus Silber oder einer Silberlegierung
gebildet sind und die dielektrische Abstandsschicht mit einer Dicke h und einem Brechungsindex
v die Relation 120 nm < h ·v < 170 nm oder 340 nm < h ·v < 400 nm erfüllt.
10. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische oder optisch variable Beschichtung aus einem interferenzfähigen,
mehrschichtigen Aufbau besteht, wobei der interferenzfähige, mehrschichtige Aufbau
mindestens die folgenden Schichten aufweist: eine Reflexionsschicht, eine dielektrische
Schicht und eine teildurchlässige Schicht, wobei die dielektrische Schicht zwischen
der Reflexionsschicht und der teildurchlässigen Schicht angeordnet ist.
11. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische oder optisch variable Beschichtung aus einem Metall besteht, bevorzugt
aus Aluminium.
12. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische oder optisch variable Beschichtung musterförmig gestaltet ist und
eine visuell wahrnehmbare Information darstellt, beispielsweise eine graphische Abbildung,
ein Bild, eine Zahl, einen Buchstaben, einen Text oder sonstige Zeichen.
13. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der dielektrischen Schichten aus einer transparenten Druckschicht
oder aus Siliziumdioxid besteht.
14. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die teildurchlässige Schicht mindestens aus Chrom und/oder Nickel besteht.