[0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschebehandlungsgerät mit einem Gehäuse, einem Behandlungsraum
für zu behandelnde Wäschestücke, einer Steuereinheit, einer Türeinheit zum Öffnen
und Verschließen des Behandlungsraums, wobei die Türeinheit einen den Behandlungsraum
abschließenden Türeinsatz aufweist, der ein transparentes Material enthält. Die Erfindung
betrifft außerdem ein Verfahren zum Betrieb dieses Wäschebehandlungsgerätes.
[0002] Wäschebehandlungsgeräte wie Waschmaschinen und Trockner haben im Allgemeinen eine
Trommel als Behandlungsraum für Wäschestücke, welcher durch eine Türeinheit zugänglich
ist. Dabei besteht die Türeinheit, d.h. das Fenster zur Trommel, in der Regel aus
einem Kunststoffrahmen mit einem damit verbundenen durchsichtigen Glas. Die Verbindung
von Rahmen und Glas kann dabei durch Verschrauben, Kleben, Verschweißen oder durch
Umspritzen erfolgen. Eine solche Verbindung erlaubt die Verwendung verschiedener Gläser
sowie auch eine elektrische Ansteuerung der Türeinheit und eines darin verwendeten
Glases.
[0003] Zur Bedienung von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Trocknern oder Herden, ist
es in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden, externe berührungsempfindliche
Bedieneinrichtungen zu verwenden. Eine solche berührungsempfindliche Bedieneinrichtung
kann beispielsweise ein Smartphone oder auch ein Tabletcomputer sein. Diese weisen
in der Regel einen Touchscreen auf, welcher eine Anzeigeeinrichtung mit einer Bedieneinrichtung
kombiniert. Die Bedienung des Haushaltsgeräts findet dann meist über eine App statt.
Obwohl auf diese Weise eine rasche Bedienung des Haushaltsgeräts möglich ist, sind
die auf Smartphones und Tabletcomputern zur Verfügung stehenden Touchscreens meist
sehr klein. Die in Haushaltsgeräten zur Verfügung stehende Technik ist über die Jahre
jedoch immer ausgefeilter und die Bedienung somit immer komplexer geworden. Die übersichtliche
Darstellung von komplexen Inhalten auf kleinen Touchscreens stellt daher eine Herausforderung
dar. Es wäre somit wünschenswert, zusätzlich eine Möglichkeit an einem Haushaltsgerät
bereitzustellen, komplexe Inhalte auf einer größeren Fläche darzustellen.
[0004] Die Veröffentlichung
WO 2010/128729 A2 beschreibt eine Waschmaschine, umfassend ein Gehäuse, welches das äußere Erscheinungsbild
der Waschmaschine bildet und eine Öffnung beinhaltet. Eine Trommel ist innerhalb des
Gehäuses drehbar gelagert und wird mit Wäsche durch die Öffnung bestückt. Das Gehäuse
weist außerdem eine Tür zum Öffnen und Verschließen der Öffnung auf, wobei eine Anzeigeeinheit
zur Darstellung von Waschinformationen an der Tür bereitgestellt ist.
[0005] Die Veröffentlichung
WO 2006/021936 A1 beschreibt ein Haushaltsgerät, umfassend ein Gehäuse, eine Tür, welche an dem Gehäuse
angebracht ist und einem Benutzer den Zugang zum Inneren des Gehäuses ermöglicht,
und ein Fenster, welches am Gehäuse und/oder an der Tür positioniert ist und es einem
Benutzer erlaubt, das Innere des Gehäuses zu beobachten. Eine Anzeigeeinheit ist auf
dem Fenster angebracht, welche es dem Benutzer erlaubt, gleichzeitig das Innere des
Gehäuses durch das Fenster und die von einer Steuerkarte zur Steuerung des Haushaltsgerätes
gelieferten Daten zu beobachten.
[0006] Die Veröffentlichung
GB 2511360 beschreibt eine Wäschebehandlungsmaschine, insbesondere eine Waschmaschine und einen
Trockner. Eine Trommel für Wäschestücke ist vorhanden mit einem Fenster - oder Glassteil,
welches die Sicht in die Trommel gestattet. Zumindest ein Teil davon weist thermochrome
Eigenschaften auf. Dabei kann das Glas als solches thermochrome Eigenschaften haben
oder ein Sticker oder ein Film, welche thermochrome Eigenschaften hat, kann auf das
Glas geklebt sein. Beispielsweise kann die Tür zumindest teilweise aus einem Material
wie einem synthetischen Plastik gebildet sein, welches darin einen Farbstoff mit thermochromen
Eigenschaften enthält.
[0007] Das
US-Patent Nr. 5,451,932 beschreibt eine Methode und Mittel zur Angabe des Zustandes eines Haushaltsgerätes.
Ein Apparat zur Anzeige von Änderungen zwischen ersten und zweiten Betriebsbedingungen
in einem Haushaltsgerät umfasst unter anderem ein längliches thermisch leitfähiges
Substrat, welches in einer wärmeübertragenden Beziehung zu und benachbart zu einem
ersten Heizgerät angeordnet ist, um von diesem erzeugte thermische Energie zu erhalten
und weiterzuleiten, sowie ein temperaturempfindliches Material auf diesem Substrat,
welches in der Lage ist, seine Erscheinung als Reaktion auf Änderungen in der Temperatur
des leitfähigen Substrates zu ändern. Das temperaturempfindliche Material beinhaltet
insbesondere ein thermochromes Material. In Ausführungsformen ist unter der Schicht
des thermochromen Materials ein gefärbtes Material, wobei das thermochrome Material
opak sein kann, um die Betrachtung des gefärbten Materials zu verhindern, wenn es
unter eine Schwelltemperatur abgekühlt wird, und transparent werden kann, um die Betrachtung
des gefärbten Materials zu ermöglichen, wenn es über diese Schwelltemperatur erhitzt
wird.
[0008] Die Veröffentlichung
KR 20140125996 A beschreibt einen Kühlschrank, welcher seine äußere Erscheinung hin zu transparent
oder opak ändern kann, indem eine elektrochrome Vorrichtung verwendet wird. Die elektrochrome
Vorrichtung umfasst eine erste transparente Elektrode, welche innerhalb einen ersten
transparenten Substrates angeordnet ist, eine erste elektrochrome Schicht, welche
in der ersten Elektrode positioniert ist, eine zweite transparente Elektrode, welche
innerhalb eines zweiten transparenten Substrates positioniert ist, welches dem ersten
Substrat gegenüberliegt, und eine Elektrolytschicht zwischen der ersten und der zweiten
elektrochromen Schicht. Da zur Betrachtung des Inneren somit die Tür nicht geöffnet
werden muss, wird auf diese Weise ein Energieverlust verhindert.
[0009] Vor diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Wäschebehandlungsgerät
mit einer verbesserten Anzeigevorrichtung bereitzustellen. Dabei sollte insbesondere
ermöglicht werden, die Sicherheit bei Bedienung und Betrieb des Haushaltsgerätes zu
erhöhen, sowie die Darstellung von Informationen auf der Anzeigevorrichtung benutzerfreundlicher
zu machen. Vorzugsweise sollte auch die Möglichkeit für die Verwendung verschiedener
Designelemente beim Betrieb des Wäschebehandlungsgerätes geschaffen werden. Aufgabe
der Erfindung war es außerdem, ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Wäschebehandlungsgeräts
bereitzustellen.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe wird nach dieser Erfindung erreicht durch ein Wäschebehandlungsgerät
sowie ein hierfür geeignetes Verfahren mit den Merkmalen der entsprechenden unabhängigen
Patentansprüche. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Wäschebehandlungsgeräts
sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den jeweiligen abhängigen Patentansprüchen
aufgeführt. Bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Wäschebehandlungsgeräts
entsprechen bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens und umgekehrt,
auch wenn dies hierin nicht explizit festgestellt ist.
[0011] Gegenstand der Erfindung ist somit ein Wäschebehandlungsgerät mit einem Gehäuse,
einem Behandlungsraum für zu behandelnde Wäschestücke, in der Regel eine Trommel,
einer Steuereinheit, einer Türeinheit zum Öffnen und Verschließen des Behandlungsraums,
wobei die Türeinheit einen den Behandlungsraum abschließenden Türeinsatz aufweist,
der ein transparentes Material enthält, wobei der Türeinsatz eine erste Schicht aufweist,
deren Lichtdurchlässigkeit durch die Änderung einer Temperatur und/oder einer elektrischen
Eigenschaft der ersten Schicht geändert werden kann, und wobei der Türeinsatz so ausgestaltet
ist, dass er bei einer Nichtdurchführung eines Betriebsprogrammes in einem transparenten
Zustand vorliegt.
[0012] Das transparente Material ist insbesondere ein Kunststoff oder ein Glas, vorzugsweise
ein Glas. Die Türeinheit umfasst neben dem Türeinsatz im Allgemeinen auch einen Rahmen
um den Türeinsatz.
[0013] Der Begriff "erste Schicht" ist erfindungsgemäß breit auszulegen und umfasst insbesondere
auch einen inhomogenen Schichtaufbau, in dem verschiedene niedermolekulare oder hochmolekulare
Substanzen eingebettet sein können, welche über thermochrome und/oder elektrochrome
Eigenschaften verfügen. Die erste Schicht kann auf verschiedene Weise im Türeinsatz
angeordnet sein. So kann die erste Schicht als eine äußere Schicht auf dem transparenten
Material angeordnet sein, so dass die erste Schicht in Hinblick auf die Anordnung
zum Behandlungsraum als innere oder äußere Außenschicht angeordnet sein. Vorzugsweise
befindet sich die erste Schicht jedoch zwischen zwei Scheiben aus dem transparenten
Material. Auf diese Weise ist sie beispielsweise vor äußeren oder inneren Beschädigungen
durch äußere Stöße oder sonstige äußere Faktoren, oder aber im Behandlungsraum ablaufende
Vorgänge geschützt.
[0014] Erfindungsgemäß ist ein Wäschebehandlungsgerät bevorzugt, bei dem die erste Schicht
über elektrochrome Eigenschaften verfügt. Hierbei bedeutet der Begriff "elektrochrome
Eigenschaften", dass eine Veränderung eines angelegten elektrischen Stromes oder einer
angelegten elektrischen Spannung eine Änderung der Lichtdurchlässigkeit und/oder der
Farbe bewirken kann.
[0015] Die elektrochromen Eigenschaften können auf unterschiedliche Weise eingestellt werden.
Bevorzugt ist ein Wäschebehandlungsgerät, bei dem die Steuereinheit eingerichtet ist,
um die elektrochromen Eigenschaften gemäß einem im Wäschebehandlungsgerät durchgeführten
Behandlungsprogramm und/oder gemäß einer Eingabe auf einer Bedieneinheit zu steuern.
[0016] Beispielsweise kann eine Elektrochromie der ersten Schicht so gesteuert werden, dass
Symbole oder Schriftzeichen, welche ein Bedienungsprogramm anzeigen, z.B. ein Wasch-
oder Trocknungsprogramm, angezeigt werden. Ebenso können aber beispielsweise unterschiedliche
Programmphasen durch unterschiedliche Farben des Türeinsatzes dargestellt werden.
Schließlich könnte ein Programmphasenwechsel oder eine Störung durch ein Blinken des
Türeinsatzes dargestellt werden, wobei "Blinken" bedeutet, dass die Transparenz bzw.
Farbe des Türeinsatzes in kurzen Abständen variiert.
[0017] Als elektrochrome Substanzen (hierin auch als "elektrochromatisch aktive Substanzen"
bezeichnet) können anorganische oder organische Substanzen eingesetzt werden. Eine
geeignete elektrochrome Substanz ist beispielsweise Wolframoxid. Bei der Abgabe von
elektrischen Ladungen an eine dünne Beschichtung von Wolframoxid wird diese optisch
aktiv und ändert ihre Farbe. Wenn Wolframoxid als elektrochrome Substanz verwendet
wird, befindet sich in der ersten Schicht beispielsweise eine leitfähige transparente
Polymerfolie, welche eine Wolframoxid enthaltende Elektrode von einer Lithiumionen
enthaltenden Gegenelektrode trennt.
[0018] Als elektrochrome Substanzen werden jedoch bevorzugt organische Substanzen benutzt.
Eine elektrochrome erste Schicht auf Basis organischer Substanzen umfasst in der Regel
eine aktive elektrochrome Schicht, die sich insbesondere zwischen senkrecht zueinander
angeordneten Elektroden befindet. Dabei befinden sich die Elektroden beispielsweise
an den der ersten Schicht benachbarten Oberflächen von zwei Glasplatten. Hierzu sind
die beiden Glasplatten im Allgemeinen leitfähig beschichtet und mit elektrischen Anschlüssen
versehen.
[0019] Wesentliche Bestandteile der aktiven Schicht innerhalb der ersten Schicht können
beispielsweise ein Redox-System und ein pH-aktiver Farbstoff sein. Durch das Anlegen
einer Spannung wird dabei das Konzentrationsverhältnis der Redoxpartner geändert,
so dass Protonen und/oder andere Ionen freigesetzt oder gebunden werden. Dies hat
Auswirkungen auf den pH-Wert, so dass der pH-aktive Farbstoff eine Farbänderung eingeht.
[0020] Besonders geeignete elektrochrome Substanzen sind organische Polymere, bei denen
sich unterschiedliche Oxidationszustände durch ihre Farben unterscheiden. Allerdings
kommt es auch hier, insbesondere für den Ladungsausgleich nach einem Redoxprozess,
zu Wanderungen von Kationen und/oder Anionen. Geeignete organische Polymere sind insbesondere
elektrisch leitfähige organische Polymere wie Viologene, Polythiophene sowie Polyanilin.
[0021] Die Bedienung des Wäschebehandlungsgerätes kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.
So kann am Wäschebehandlungsgerät eine Bedieneinheit fest angebracht sein. Alternativ
oder in Ergänzung hierzu kann eine mobile Bedieneinheit vorgesehen sein. Ein mobile
Bedieneinheit ist dabei vorzugsweise als externer Touchscreen ausgestaltet.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Wäschebehandlungsgerät jedenfalls
eine als externer Touchscreen ausgestaltete Bedieneinheit auf sowie eine Schnittstelle
zur Kommunikation zwischen der Steuereinheit und der Bedieneinheit. Dabei ist die
als externer Touchscreen ausgestaltete Bedieneinheit insbesondere ein Smartphone oder
ein Tablet-Computer. Diese sind im Allgemeinen eingerichtet zur Steuerung des Wäschebehandlungsgerätes.
Ist die Bedieneinheit eine mobile, externe Bedieneinheit, also eine Bedieneinheit,
welche nicht fest am Wäschebehandlungsgerät positioniert ist, beispielsweise eine
als externer Touchscreen ausgestaltete externe Bedieneinheit, so wird die Verbindung
zwischen der Steuereinheit und der Bedieneinheit in der Regel eine drahtlose Verbindung
zum Datenaustausch sein. Eine solche Verbindung kann beispielsweise über WLAN, Bluetooth
usw. hergestellt werden. Erfindungsgemäß ist die Art der drahtlosen Verbindung nicht
eingeschränkt. Jedenfalls werden mittels dieser Verbindung Daten zwischen der Steuereinheit
und der externen Bedieneinheit ausgetauscht.
[0023] Die im Allgemeinen verwendete Bedieneinheit, extern und/oder intern, ist vorzugsweise
eingerichtet, um auf der ersten Schicht und/oder der zweiten Schicht eine Bildschirmanzeige
zur Steuerung des Wäschebehandlungsgeräts darzustellen. Hierbei ist der Begriff Bildschirmanzeige
breit zu verstehen. So kann es sich beispielsweise um eine farbige, beispielsweise
rote Bildschirmanzeige handeln, welche sich über den gesamten Türeinsatz erstreckt.
Wenn die rote Bildschirmanzeige dadurch realisiert wird, dass die erste Schicht mit
elektrochromen Eigenschaften ausgestattet ist, können verschiedene optische Effekte
realisiert werden, wie z.B. ein Blinken der gesamten Fläche des Türeinsatzes oder
andere optische Bewegungsabläufe.
[0024] Erfindungsgemäß bevorzugt können die erste und/oder zweite Schicht, insbesondere,
wenn diese elektrochrome Substanzen enthalten, vorzugsweise Text, Symbole, Muster
und/oder Bilder darstellen, wobei mit Bildern auch einfarbige Bilder gemeint sind,
welche sich über den gesamten Türeinsatz erstrecken. Es können statische Bilder oder
Animationen sein. Texte umfassen dabei Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Die Darstellung
kann dabei sowohl in Farben, in Graustufen und/oder in Schwarz/Weiß erfolgen. Die
Ausgestaltung der Inhalte wird sich sicherlich an der jeweiligen Kundengruppe orientieren,
ob diese beispielsweise eher traditionelle, funktionelle oder auch moderne Darstellungsweisen
bevorzugen.
[0025] Ein Wäschebehandlungsgerät im Sinne der Erfindung ist im Allgemeinen eine Waschmaschine,
ein Trockner oder ein Waschtrockner. Zur Aufnahme und zur Behandlung der Gegenstände
umfasst das Wäschebehandlungsgerät einen Behandlungsraum. Ist das Wäschebehandlungsgerät
eine Waschmaschine, ein Trockner oder ein Waschtrockner, so kann der Behandlungsraum
insbesondere eine Trommel sein.
[0026] Um zu behandelnde Wäschestücke aufnehmen zu können, weist der Behandlungsraum eine
Öffnung auf, durch welche hindurch er mit Wäschestücken bestückt werden kann. Eine
Behandlung der Wäschestücke erfolgt im Allgemeinen unter Einwirkung von bestimmten
Prozessbedingungen, sei es trocken-warme Prozessluft in einem Trockner oder Waschlauge
in einer Waschmaschine. Es ist somit im Allgemeinen nötig, dass der Behandlungsraum
während der Behandlung von Wäschestücken verschlossen werden kann. Daher weist das
erfindungsgemäße Wäschebehandlungsgerät eine Türeinheit zum Öffnen und Verschließen
des Behandlungsraums auf. Die Ausgestaltung einer solchen Türeinheit ist nicht eingeschränkt,
aber im Allgemeinen abhängig von der Art des Wäschebehandlungsgeräts und somit von
der Art der Behandlung, welche im Behandlungsraum stattfindet.
[0027] Eine erfindungsgemäß vorgesehene Türeinheit weist vorzugsweise mindestens einen Türrahmen,
ein Scharnier und mindestens einen ersten transparenten Türeinsatz auf, wobei das
Scharnier derart angebracht ist, dass es das Öffnen und Schließen der Türeinheit am
Wäschebehandlungsgerät ermöglicht.
[0028] Das transparente Material muss lediglich geeignet sein, den jeweiligen Prozessbedingungen
während der Behandlung der Gegenstände im Behandlungsraum, abhängig von der Art und
Ausgestaltung des Wäschebehandlungsgeräts, zu entsprechen. Im Allgemeinen sind transparente
Türeinsätze aus einem Glas oder mehreren Gläsern gefertigt. Die Beständigkeit eines
transparenten Türeinsatzes gegenüber den jeweiligen im Behandlungsraum vorliegenden
Prozessbedingungen kann aber auch durch eine bestimmte Dicke des Türeinsatzes gegeben
sein.
[0029] Auch die Form des Türeinsatzes, insbesondere auch eines transparenten Türeinsatzes,
kann je nach Art des Wäschebehandlungsgerätes und Ausgestaltung des Behandlungsraums
unterschiedlich sein. So hat der transparente Türeinsatz in der Türeinheit einer Waschmaschine
in der Regel die Form eines Bullauges. Jedenfalls sind Material, Dicke und Form des
Türeinsatzes abhängig von der Art und Ausgestaltung des Wäschebehandlungsgeräts, in
welchem der Türeinsatz verwendet wird.
[0030] Der Türeinsatz kann aufgrund der Anwesenheit der ersten Schicht und ggf. einer zweiten
Schicht lichtundurchlässig, lichtdurchlässig, d.h. transparent, oder teilweise lichtdurchlässig
sein, je nach dem Ausmaß, zu dem einem Benutzer des Wäschebehandlungsgerätes das Innere
des Behandlungsraumes sichtbar sein soll.
[0031] Erfindungsgemäß ist schließlich ein Wäschebehandlungsgerät bevorzugt, bei dem die
erste Schicht und/oder eine zweite Schicht über thermochrome Eigenschaften verfügen.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform verfügt die erste Schicht über thermochrome
Eigenschaften. D.h. die erste Schicht verändert bei einer Temperaturänderung die Farbe.
Dieser Vorgang ist im Allgemeinen reversibel. Dabei werden thermochrome Eigenschaften
durch die Anwesenheit von thermochromen Substanzen verliehen. Thermochrome Substanzen
sind beispielsweise anorganische Verbindungen wie z.B. Rutil und Zinkoxid oder aber
organische Verbindungen wie z.B. Bixanthyliden- und Bianthronylverbindungen. Beispiele
hierfür sind 9,9'-Bixanthyliden und 10,10'-Bianthronyliden. Als organische Verbindungen
sind insbesondere auch Polymere geeignet, wie z.B. lithiumchloridhaltige Polyetherzusammensetzungen.
[0033] Erfindungsgemäß ist ein Wäschebehandlungsgerät bevorzugt, bei dem in der ersten Schicht
und/oder der zweiten Schicht thermochrome chemische Substanzen und in der ersten Schicht
elektrochrome Substanzen derart angeordnet sind, dass sie sich in Richtung des Türeinsatzes
betrachtet in unterschiedlichen Bereichen des Türeinsatzes befinden. Dies ermöglicht,
dass zur Darstellung von Informationen und/oder Designs auf dem Türeinsatz getrennt
thermochrome und elektrochrome Substanzen eingesetzt werden können. Dies ist besonders
vorteilhaft dann, wenn eine Information über eine im Behandlungsraum herrschende Temperatur
als eine getrennte Information auf dem Türeinsatz gezeigt werden soll. Dies kann dann
beispielsweise durch eine nur in einem bestimmten Bereich des Türeinsatzes vorliegende
thermochrome Substanz realisiert werden.
[0034] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wäschebehandlungsgerätes
verfügt die zweite Schicht über thermochrome Eigenschaften und liegt näher am Behandlungsraum
als die erste Schicht. Bei dieser Ausführungsform ist der Abstand zwischen dem Behandlungsraum,
dessen Temperatur ggf. verfolgt werden soll, und den thermochromen Substanzen besonders
klein.
[0035] Schließlich ist es erfindungsgemäß besonders bevorzugt, dass im Wäschebehandlungsgerät
die erste Schicht und/oder die zweite Schicht zwischen zwei Glasplatten des Türeinsatzes
angeordnet sind.
[0036] Die erste Schicht und ggf. die zweite Schicht oder eine weitere Schicht mit elektrochromen
und/oder thermochromen Eigenschaften ist im Allgemeinen nicht homogen aufgebaut, sondern
stellt wiederum einen Schichtaufbau, insbesondere einen inhomogenen Schichtaufbau,
dar. Der Schichtaufbau hängt dabei insbesondere davon ab, ob und welche thermochromen
und/oder elektrochromen Substanzen eingesetzt werden. Bei Verwendung von elektrochromen
Substanzen ist zu berücksichtigen, dass zu deren Steuerung an der ersten Schicht im
Allgemeinen Elektroden angelegt werden müssen. Dies bedeutet, dass im Fall einer elektrochrom
ausgestatteten ersten Schicht diese im Allgemeinen zwischen zwei transparenten Scheiben
angeordnet ist, auf denen Elektroden aufgebracht sind.
[0037] Erfindungsgemäß ist ein Wäschebehandlungsgerät bevorzugt, bei dem die erste Schicht
elektrochrom ist und als Anzeigevorrichtung zur Anzeige von Informationen über das
Wäschebehandlungsgerät und/oder ein in ihm ablaufendes Behandlungsprogramm ausgestaltet
ist.
[0038] Bei Verwendung von elektrochromen Verbindungen ist es besonders vorteilhaft, wenn
das Wäschebehandlungsgerät mindestens einen Sensor zur Messung von Betriebsparametern
enthält und die Steuereinheit eingerichtet ist, um die gemessenen Betriebsparameter
in der dann als Anzeigevorrichtung ausgestalteten ersten Schicht darzustellen. Ein
Sensor kann insbesondere ein Temperatursensor, aber auch beispielsweise ein Druck-
oder ein Beladungssensor sein.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Wäschebehandlungsgerät einen Bewegungssensor,
der die Anwesenheit eines Benutzers in der Nähe des Wäschebehandlungsgeräts feststellen
kann, und die Steuereinheit ist eingerichtet, um bei einer festgestellten Anwesenheit
eine für diesen Fall vorgegebene Steuerung der ersten Schicht zu veranlassen. Hierbei
kann "Nähe" eine fest eingestellte oder durch einen Benutzer in Abhängigkeit vom Aufstellungsort
einstellbare Größe sein, wobei ggf. die Entfernung und/oder die Größe des sich bewegenden
Objektes (Benutzers) berücksichtigt werden kann. Gegebenenfalls ermöglicht ein solcher
Bewegungssensor auch die Erkennung von Gesten. Jedenfalls ermöglicht diese Ausführungsform,
dass eine Anzeige auf dem Türeinsatz, d.h. die Steuerung der elektrochromen ersten
Schicht, an den Benutzer angepasst werden kann. Wenn hierin von einer "elektrochromen
Schicht" oder einer "thermochromen Schicht" die Rede ist, bedeutet dies insbesondere,
dass diese Schicht über elektrochrome bzw. thermochrome Eigenschaften verfügt. Es
bedeutet nicht, dass sie nicht auch die jeweils anderen Eigenschaften, d.h. thermochrome
bzw. elektrochrome Eigenschaften, aufweisen kann.
[0040] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält das Wäschebehandlungsgerät
einen Lichtsensor, welcher die Lichtstärke L
U in einer Umgebung des Wäschebehandlungsgeräts detektieren kann, und die Steuereinheit
ist eingerichtet, um bei einem Unterschreiten eines Minimalwerts L
Umin eine Transparenz der ersten Schicht zu erhöhen und/oder bei einem Überschreiten eines
Maximalwerts L
Umax die Transparenz der ersten Schicht zu erniedrigen.
[0041] Das erfindungsgemäße Wäschebehandlungsgerät ist im Allgemeinen so ausgestaltet, dass
nach einem Einschalten des Wäschebehandlungsgerätes, vorzugsweise beim Beginn eines
Behandlungsprogrammes, die Transparenz eines Türeinsatzes abnimmt, sei es nur die
Transparenz als solche oder über eine Änderung der Farbe. Dies schließt nicht aus,
dass die Transparenz während eines Behandlungsprogrammes auch wiederholt wieder zunimmt
und abnimmt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Türeinsatz einen Farbwechsel
eingeht. Außerdem kann sich die Transparenz bzw. Farbe des Türeinsatzes in Abhängigkeit
von einem betrachteten Bereich des Türeinsatzes ändern, ggf. wiederholt.
[0042] Erfindungsgemäß kann allerdings auch vorgesehen sein, dass der Türeinsatz mindestens
teilweise permanent transparent ausgestaltet ist, so dass er die Beobachtung des Behandlungsraums
durch einen Benutzer ermöglicht. Dies bedeutet insbesondere, dass ein Benutzer bei
dieser Ausführungsform den Behandlungsraum und darin befindliche Wäschestücke unabhängig
von einem Einschaltzustand des Wäschebehandlungsgerätes oder eines Fortschrittes eines
Behandlungsprogrammes betrachten kann.
[0043] Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Verfahren zum Betrieb eines Wäschebehandlungsgerätes
mit einem Gehäuse, einem Behandlungsraum für zu behandelnde Wäschestücke, einer Steuereinheit,
einer Türeinheit zum Öffnen und Verschließen des Behandlungsraums, wobei die Türeinheit
einen den Behandlungsraum abschließenden Türeinsatz aufweist, der ein transparentes
Material enthält, wobei der Türeinsatz eine erste Schicht aufweist, deren Lichtdurchlässigkeit
durch die Änderung einer Temperatur und/oder einer elektrischen Eigenschaft der ersten
Schicht geändert werden kann, und wobei der Türeinsatz so ausgestaltet ist, dass er
bei einer Nichtdurchführung eines Betriebsprogrammes in einem transparenten Zustand
vorliegt, umfassend die Schritte
- (a) Einschalten des Wäschebehandlungsgeräts und Herstellen einer elektrischen Verbindung
zwischen der Steuereinheit und elektrochromatisch aktiven Substanzen in der ersten
Schicht;
- (b) Beaufschlagen der ersten Schicht mit einer elektrischen Spannung oder einem elektrischen
Strom, um eine durch die Steuereinheit kontrollierte gewünschte Abnahme der Transparenz
der ersten Schicht entsprechend einer Eingabe auf einer Bedieneinheit und/oder einer
Anzeige von Informationen über das Wäschebehandlungsgerät und/oder ein in ihm ablaufendes
Behandlungsprogramm zu bewirken; und
- (c) Wiederherstellung des transparenten Zustandes spätestens nach Ausschalten des
Wäschebehandlungsgerätes.
[0044] Dabei können das Einschalten des Wäschebehandlungsgerätes und das Herstellen einer
elektrischen Verbindung zwischen der Steuereinheit und elektrochromatisch aktiven
Substanzen in der ersten Schicht gleichzeitig oder hintereinander stattfinden.
[0045] Das Wiederherstellen des transparenten Zustandes kann bei Beendigung eines Behandlungsprogrammes
oder ggf. zu einem früheren vorgegebenen Zeitpunkt erfolgen, spätestens jedoch nach
bzw. beim Ausschalten des Wäschebehandlungsgerätes. Dabei kann auch vorgesehen sein,
dass die Türeinheit bei Beendigung eines Behandlungsprogrammes blinkt.
[0046] Der Begriff "Behandlungsprogramm" ist hierin im Allgemeinen breit auszulegen. Behandlungsprogramme
können Programme umfassen, welche standardmäßig in einem Wäschebehandlungsgerät durchgeführt
werden können, deren Parameter vorab in der Steuereinrichtung als Default-Werte hinterlegt
werden, sogenannte Standard-Behandlungsprogramme, sowie Behandlungsprogramme mit Zusatzoptionen,
d.h. mit gegenüber Standardeinstellungen durch einen Benutzer abgeänderten Programmparametern.
Zusatzoptionen können Vorgaben wie etwa ein verzögerter Start, ein auf die Erfüllung
sonstiger Vorgaben wie Schnelligkeit ausgelegter Programmablauf, in einer Waschmaschine
z.B. ein möglichst rasch ablaufendes Waschprogramm, oder ein auf Energieeffizienz
ausgelegtes Waschprogramm, ein Hygieneschritt oder beispielsweise auch ein an eine
individuelle Verschmutzung angepasstes Waschprogramm, wie etwa bei Blaubeer- oder
Rotweinflecken.
[0047] Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile. Eine beispielsweise auf dem Türeinsatz mittels
elektrochromer Substanzen angebrachte Anzeigevorrichtung kann großflächig ausgelegt
werden und kann in Ausführungsformen der Erfindung gleichzeitig die Beobachtung des
Inneren eines Behandlungsraums durch einen Benutzer ermöglichen. Die Möglichkeit der
vergrößerten Darstellung von Sonderbetriebszuständen wie z.B. Betriebsstörungen erhöht
insbesondere zusätzlich die Betriebssicherheit des Haushaltsgeräts. Ein Benutzer kann
in Ausführungsformen der Erfindung auch aus der Entfernung sofort erkennen, falls
eine Fehlfunktion am Gerät vorliegt und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Auch in
einem dunklen Aufstellraum, bei Lichtausfall oder bei Einbruch der Nacht ist eine
große und gut lesbare Darstellung von Inhalten von Vorteil. Überdies ermöglicht die
Erfindung zusätzliche Designmöglichkeiten und damit ein Individualisierungsmerkmalen
für die Benutzer des Wäschebehandlungsgerätes.
[0048] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
nicht einschränkender Ausführungsformen für ein erfindungsgemäßes Wäschebehandlungsgerät.
Hierbei wird Bezug genommen auf die Figuren 1 und 2.
- Fig. 1
- zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Wäschebehandlungsgerätes.
- Fig.2
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Wäschebehandlungsgerätes.
[0049] In Figur 1 ist das Wäschebehandlungsgerät 1 in einer nicht einschränkenden Ausführungsform
eine Waschmaschine. Die Waschmaschine weist ein Gehäuse 2 auf, an welchem eine Türeinheit
5 zum Öffnen und Verschließen einer Trommel 3 als Behandlungsraum für hier nicht gezeigte
Wäschestücke angebracht ist. Die Türeinheit 5 umfasst einen im ausgeschalteten Zustand
des Wäschebehandlungsgerätes transparenten Türeinsatz 6. Der Türeinsatz 6 besteht
bei der hier gezeigten Ausführungsform aus zwei Glasplatten 12 und 13 als transparentem
Material 7, zwischen denen sich eine erste Schicht 8 und eine zweite Schicht 11 mit
jeweils elektrochromen und thermochromen Eigenschaften befindet. Hierbei sind in der
ersten Schicht 8 und der zweiten Schicht 11 thermochrome und elektrochrome Substanzen
derart angeordnet, dass sie sich in Richtung des Türeinsatzes 6 betrachtet in unterschiedlichen
Bereichen des Türeinsatzes 6 befinden. Dies ermöglicht beispielsweise, dass in einem
unteren Teil des Türeinsatzes 6 insbesondere eine thermochrome Substanz in der ersten
und/oder zweiten Schicht 8, 11 angeordnet ist, welche direkt eine Temperatur innerhalb
des Behandlungsraumes 3 wiedergeben kann, während in einem oberen Teil des Türeinsatzes
6 insbesondere eine elektrochrome Substanz in der ersten und/oder zweiten Schicht
8, 11 angeordnet ist, so dass im oberen Teil, gesteuert durch eine Steuereinheit 4,
Informationen über das Wäschebehandlungsgerät 1 und ein in ihm stattfindendes Behandlungsprogramm
dargestellt werden können.
[0050] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Wäschebehandlungsgerät ist eine Bedieneinheit 9 stationär
angebracht.
[0051] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Wäschebehandlungsgerätes
1, hier als Trockner ausgestaltet, bei welcher als Bedieneinheit 9 ein Smartphone
10 als externe Bedieneinheit eingesetzt wird. 14 bedeutet hier eine elektronische
Ansteuerungseinrichtung für eine elektrochrom ausgestattete, d.h. elektrochrome Substanzen
aufweisende, hier ansonsten nicht gezeigte erste Schicht.
[0052] In den Wäschebehandlungsgeräten der Figuren 1 und 2 kann ein erfindungsgemäßes Verfahren
durchgeführt werden.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Wäschebehandlungsgerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Behandlungsraum
- 4
- Steuereinheit
- 5
- Türeinheit
- 6
- Türeinsatz
- 7
- transparentes Material, hier Glasscheiben
- 8
- Erste Schicht (mit elektrochromen und/oder thermochromen Eigenschaften)
- 9
- Bedieneinheit
- 10
- Externe Bedieneinheit
- 11
- Zweite Schicht (mit elektrochromen und/oder thermochromen Eigenschaften)
- 12
- Erste Glasscheibe
- 13
- Zweite Glasscheibe
- 14
- Elektronische Ansteuerungseinrichtung für elektrochrom ausgestattete erste Schicht
1. Wäschebehandlungsgerät (1) mit einem Gehäuse (2), einem Behandlungsraum (3) für zu
behandelnde Wäschestücke, einer Steuereinheit (4), einer Türeinheit (5) zum Öffnen
und Verschließen des Behandlungsraums (3), wobei die Türeinheit (5) einen den Behandlungsraum
(3) abschließenden Türeinsatz (6) aufweist, der ein transparentes Material (7) enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass der Türeinsatz (6) eine erste Schicht (8) aufweist, deren Lichtdurchlässigkeit durch
die Änderung einer Temperatur und/oder einer elektrischen Eigenschaft der ersten Schicht
(8) geändert werden kann, wobei der Türeinsatz (6) so ausgestaltet ist, dass er bei
einer Nichtdurchführung eines Betriebsprogrammes in einem transparenten Zustand vorliegt.
2. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (8) über elektrochrome Eigenschaften verfügt.
3. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (4) eingerichtet ist, um die elektrochromen Eigenschaften gemäß
einem im Wäschebehandlungsgerät (1) durchgeführten Behandlungsprogramm und/oder gemäß
einer Eingabe auf einer Bedieneinheit (9,10) zu steuern.
4. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es eine als externer Touchscreen (10) ausgestaltete Bedieneinheit (9) aufweist sowie
eine Schnittstelle zur Kommunikation zwischen der Steuereinheit (4) und der Bedieneinheit
(9).
5. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (8) und/oder eine zweite Schicht (11) über thermochrome Eigenschaften
verfügen.
6. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (8) über thermochrome Eigenschaften verfügt.
7. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Schicht (8) und/oder der zweiten Schicht (11) thermochrome chemische
Substanzen und in der ersten Schicht (8) elektrochrome Substanzen derart angeordnet
sind, dass sie sich in Richtung des Türeinsatzes (6) betrachtet in unterschiedlichen
Bereichen des Türeinsatzes (6) befinden.
8. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht (11) über thermochrome Eigenschaften verfügt und näher am Behandlungsraum
(3) liegt als die erste Schicht (8).
9. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (8) und/oder die zweite Schicht (11) zwischen zwei Glasplatten
(12,13) des Türeinsatzes (6) angeordnet sind.
10. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (8) elektrochrom ist und als Anzeigevorrichtung zur Anzeige von
Informationen über das Wäschebehandlungsgerät (1) und/oder ein in ihm ablaufendes
Behandlungsprogramm ausgestaltet ist.
11. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Sensor zur Messung von Betriebsparametern enthält und die Steuereinheit
(4) eingerichtet ist, um die gemessenen Betriebsparameter in der dann als Anzeigevorrichtung
ausgestalteten ersten Schicht (8) darzustellen.
12. Wäschebehandlungsgerät (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Wäschebehandlungsgerät (1) einen Bewegungssensor enthält, der die Anwesenheit
eines Benutzers in der Nähe des Wäschebehandlungsgeräts (1) feststellen kann, und
die Steuereinheit (4) eingerichtet ist, um bei einer festgestellten Anwesenheit eine
für diesen Fall vorgegebene Steuerung der ersten Schicht (8) zu veranlassen.
13. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Wäschebehandlungsgerät (1) einen Lichtsensor enthält, welcher die Lichtstärke
LU in einer Umgebung des Wäschebehandlungsgeräts (1) detektieren kann, und die Steuereinheit
(4) eingerichtet ist, um bei einem Unterschreiten eines Minimalwerts LUmin eine Transparenz der ersten Schicht (8) zu erhöhen und/oder bei einem Überschreiten
eines Maximalwerts LUmax die Transparenz der ersten Schicht (8) zu erniedrigen.
14. Wäschebehandlungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Türeinsatz (6) mindestens teilweise permanent transparent ausgestaltet ist, so
dass er die Beobachtung des Behandlungsraums (3) durch einen Benutzer ermöglicht.
15. Verfahren zum Betrieb eines Wäschebehandlungsgerätes (1) mit einem Gehäuse (2), einem
Behandlungsraum (3) für zu behandelnde Wäschestücke, einer Steuereinheit (4), einer
Türeinheit (5) zum Öffnen und Verschließen des Behandlungsraums (3), wobei die Türeinheit
(5) einen den Behandlungsraum (3) abschließenden Türeinsatz (6) aufweist, der ein
transparentes Material (7) enthält, wobei der Türeinsatz (6) eine erste Schicht (8)
aufweist, deren Lichtdurchlässigkeit durch die Änderung einer Temperatur und/oder
einer elektrischen Eigenschaft der ersten Schicht (8) geändert werden kann, und wobei
der Türeinsatz (6) so ausgestaltet ist, dass er bei einer Nichtdurchführung eines
Betriebsprogrammes in einem transparenten Zustand vorliegt, umfassend die Schritte
(a) Einschalten des Wäschebehandlungsgeräts (1) und Herstellen einer elektrischen
Verbindung zwischen der Steuereinheit (4) und elektrochromatisch aktiven Substanzen
in der ersten Schicht (8);
(b) Beaufschlagen der ersten Schicht (8) mit einer elektrischen Spannung oder einem
elektrischen Strom, um eine durch die Steuereinheit (4) kontrollierte gewünschte Abnahme
der Transparenz der ersten Schicht (8) entsprechend einer Eingabe auf einer Bedieneinheit
(9,10) und/oder einer Anzeige von Informationen über das Wäschebehandlungsgerät (1)
und/oder ein in ihm ablaufendes Behandlungsprogramm zu bewirken; und
(c) Wiederherstellung des transparenten Zustandes spätestens nach Ausschalten des
Wäschebehandlungsgerätes (1).