(19)
(11) EP 3 290 587 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.03.2018  Patentblatt  2018/10

(21) Anmeldenummer: 17001455.9

(22) Anmeldetag:  30.08.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01F 13/02(2006.01)
E01F 13/12(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 30.08.2016 DE 202016005297 U

(71) Anmelder: Geibel, Daniel
34613 Schwalmstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Geibel, Daniel
    34613 Schwalmstadt (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Walther Hinz Bayer PartGmbB 
Heimradstrasse 2
34130 Kassel
34130 Kassel (DE)

   


(54) TRANSPORTABLE FAHRZEUGSPERRE ALS SCHUTZ VOR EINEM UNBERECHTIGT IN EINE GESPERRTE FLÄCHE EINDRINGENDEN FAHRZEUG


(57) Gegenstand der Erfindung ist eine transportable Fahrzeugsperre als Schutz vor einem unberechtigt in eine gesperrte Fläche eindringenden Fahrzeug, mit einem ersten, transportablen Betonblock (1) und mit einem zweiten, transportablen Betonblock (1'). Eine solche Fahrzeugsperre zu schaffen, die die vom unberechtigten Fahrzeug hinter der Fahrzeugsperre zurückgelegte Wegstrecke verringert wird dadurch erreicht, dass der erste Betonblock (1) durch ein Verbindungselement mit dem zweiten Betonblock (1') verbunden ist, wobei die beiden Betonblöcke (1, 1')und das Verbindungselement derart ausgelegt sind, dass die Betonblöcke (1, 1') und das Verbindungselement ein unberechtigtes Fahrzeug am Eindringen in die gesperrte Fläche hindern.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine transportable Fahrzeugsperre als Schutz vor einem unberechtigt in eine gesperrte Fläche eindringenden Fahrzeug gemäß des Oberbegriffes des Anspruches 1.

[0002] Es kommt zunehmend vor, dass Personen mit einem Fahrzeug, insbesondere einem LKW, terroristische Anschläge verüben, in dem Sie mit diesem Fahrzeug unberechtigterweise in abgesperrte Flächen, wie zum Beispiel Fußgängerzonen, Veranstaltungsplätze oder dergleichen eindringen. Zum Schutz der Zivilpersonen auf diesen Flächen werden deshalb transportable Fahrzeugsperren errichtet, die in der Regel aus zwei Tonnen bis drei Tonnen großen Betonblöcken bestehen, die in großer Anzahl so dicht nebeneinander aufgestellt werden, dass kein Fahrzeug hindurchpasst. Derartige transporable Fahrzeugsperren sind beispielsweise auf www.betonsperre.de, www.beton-absperrung.de, www.gerocret.at, www.becks-steinzeit.de oder dergleichen beschrieben.

[0003] Bei den bekannten transportablen Fahrzeugsperren werden die lose auf dem Untergrund abgestellten Betonblöcke aufgrund der Wucht des Aufpralls durch das unberechtigte Fahrzeug zur Seite geschoben und beschädigen dabei das unberechtigte Fahrzeug so stark, dass das Fahrzeug fahruntüch-tig wird. Danach bewegt sich das unberechtigte Fahrzeug aufgrund der ihm innewohnenden kinetischen Energie noch eine gewisse Wegstrecke hinter der Fahrzeugsperre, bevor es endgültig zum Stillstand kommt.

[0004] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Fahrzeugsperre der eingangs genannten Art zu schaffen, die die vom unberechtigten Fahrzeug hinter der Fahrzeugsperre zurückgelegte Wegstrecke verringert.

[0005] Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Fahrzeugsperre der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Fahrzeugsperre sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

[0006] Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Fahrzeugsperre hat den Vorteil, dass sich dem eindringenden Fahrzeug nun zwei miteinander verbundene Betonblöcke entgegenstellen, so dass ein zur Seite Schieben der Betonblöcke wie im Stand der Technik nun nicht mehr möglich ist mit der Folge, dass das unberechtigte Fahrzeug die miteinander verbundenen Betonblöcke vor sich herschiebt, wodurch sich der Anhalteweg des unberechtigten Farhzeuges deutlich verkürzt.

[0007] In einer vorteilhaften Weiterbildung sind 3 oder 4 Betonblöcke über Stahlseile miteinander Verbunden, wodurch der Anhalteweg noch weiter verkürzt wird.

[0008] Die Ausbildung des Verbindungselementes als Stahlseil hat den Vorteil, dass hierdurch eine kostengünstige Verbindung zwischen den Betonblöcken realisierbar ist.

[0009] In einer anderen, vorteilhaften Weiterbildung ist das Stahlseil lösbar an dem Betonblöcken angebracht. Dies hat den Vorteil, dass die Betonblöcke in einfacher Weise einzeln transportiert werden können.

[0010] Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Fahrzeugsperre ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigt:
Fig. 1
eine schematische dargestellte, perspektivische Ansicht einer auf einer Straße angeordneten, ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen, transportablen Fahrzeugsperre;
Fig. 2
eine schematische dargestellte, perspektivische Ansicht einer auf einer Straße angeordneten, zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen, transportablen Fahrzeugsperre.


[0011] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen transportablen Fahrzeugsperre in perspektivischer Ansicht, die auf einer normalen Straße aufgebaut ist. Diese transportable Fahrzeugsperre umfasst einen ersten Betonblock 1 und einen baugleichen zweiten Betonblock 1' zwischen denen ein Stahlseil 2 gespannt ist. Jeder Betonblock 1, 1' ist zwischen 2 Tonnen und 3 Tonnen, vorzugsweise 2,4 Tonnen, schwer und besitzt an seiner Unterseite eine Aussparung, umfassend zwei parallel angeordnete Schächte 3, 3' zur Aufnahme einer Gabel eines Hubwagens oder eines Gabelstaplers. Hierdurch ist es möglich, die schweren Betonblöcke 1, 1' in einfacher Weise zu transportieren.

[0012] Das Stahlseil 2 ist mittig zwischen einer Vorderseite und einer Rückseite des Betonblockes 1, 1' an einer Seitenwand des Betonblockes 1,1' angebracht.

[0013] Das Stahlseil 2 ist derart zwischen den Betonblöcken 1, 1' gespannt, dass es an seiner tiefsten Stelle so hoch gehalten ist, dass das zu erwartende unberechtigte Fahrzeug nicht darüber hinwegfahren kann.

[0014] Des Weiteren sind an dem Betonblock 1, 1' rot-weiß gestreifte Warnschilder 4, 4' jeweils an den Ecken angebracht, um die passive Sicherheit der Betonblöcke 1, 1' zu erhöhen. Des Weiteren sind auf einer Oberseite der Betonblöcke 1,1' eine Anzahl von Warnleuchten 5 montiert, die auf die Fahrzeugsperre aufmerksam machen sollen.

[0015] In der Mitte einer Oberseite des Betonblocks 1, 1' ist eine Fahnenmasthalterung 6 vorgesehen, in die eine entsprechende mit einer Fahne bestückte Stange eingesteckt werden kann.

[0016] Es versteht sich, dass das Stahlseil 2 so dimensioniert ist, dass ein heranfahrendes unberechtigtes Fahrzeug dieses Stahlseil 2 nicht durchtrennen kann. Auch versteht es sich, dass das Stahlseil 2 derart zuverlässig im Betonblock 1, 1' gehalten ist, dass es beim Auffangen des unberechtigten Fahrzeugs nicht vom Betonblock 1, 1' getrennt wird.

[0017] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen transportablen Fahrzeugsperre in perspektivischer Ansicht, die auf einer normalen Straße aufgebaut ist. Diese Fahrzeugsperre umfasst die in Fig. 1 beschriebene Fahrzeugsperre und zusätzlich einen dritten Betonblock 1" und einen vierten Betonblock 1"'. Alle vier Betonblöcke 1, 1', 1" und 1'" sind im wesentlichen baugleich und jeweils 2,4 Tonnen schwer. In dieser zweiten Ausführungsform ist analog zu der ersten Ausführungsform der dritte Betonblock 1" über ein Stahlseil 2' mit dem ersten Betonblock 1 verbunden und der vierte Betonblock 1'" ist über ein Stahlseil 2" mit dem zweiten Betonblock 1' verbunden.


Ansprüche

1. Transportable Fahrzeugsperre als Schutz vor einem unberechtigt in eine gesperrte Fläche eindringenden Fahrzeug, mit einem ersten, transportablen Betonblock (1) und mit einem zweiten, transportablen Betonblock (1'),
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Betonblock (1) durch ein Verbindungselement mit dem zweiten Betonblock (1') verbunden ist, wobei die beiden Betonblöcke (1, 1') und das Verbindungselement derart ausgelegt sind, dass die Betonblöcke (1, 1') und das Verbindungselement ein unberechtigtes Fahrzeug am Eindringen in die gesperrte Fläche hindern.
 
2. Fahrzeugsperre nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungselement als Stahlseil (2) ausgebildet ist.
 
3. Fahrzeugsperre nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stahlseil (2) mittig zwischen einer Vorderseite und einer Rückseite des Betonblockes (1, 1') an einer Seitenwand des Betonblockes (1, 1') angebracht ist.
 
4. Fahrzeugsperre nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stahlseil (2) nicht den Untergrund berührt.
 
5. Fahrzeugsperre nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Unterseite des Betonblockes (1, 1') eine einen rechten Schacht 3 und einen linken Schacht 3' umfassende Aussparung zur Aufnahme einer Gabel eines Hubwagens oder eines Gabelstaplers ausgebildet ist.
 
6. Fahrzeugsperre nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Betonblock (1) über ein Verbindungselement, insbesondere einem Stahlseil (2'), mit einem dritten Betonblock (1") verbunden ist.
 
7. Fahrzeugsperre nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Betonblock (1') über ein Verbindungselement, insbesondere einem Stahlseil (2"), mit einem vierten Betonblock (1'") verbunden ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht