U-förmige Konsole mit einschiebbaren Schenkelplatten
[0001] Die Erfindung betrifft eine Konsole, insbesondere U-förmige Konsole, zum Befestigen
eines Halteprofils für Fassadenplatten an einer Gebäudestruktur, gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine solche Konsole ist ausgestattet mit einer Basis, welche eine
Rückseite zum Anordnen gegenüber der Gebäudestruktur und eine der Rückseite entgegengesetzte
Vorderseite aufweist, und einer ersten Schenkelplatte und einer zweiten Schenkelplatte,
wobei die beiden Schenkelplatten an der Basis angeordnet sind, an der Vorderseite
der Basis von der Basis vorstehen und zusammen mit der Basis eine U-Form bilden. Die
Erfindung betrifft ferner eine Befestigungsanordnung enthaltend eine solche Konsole
mit den Merkmalen des Anspruchs 14 und eine Fassadenstruktur enthaltend eine solche
Konsole mit den Merkmalen des Anspruchs 15.
[0002] Eine gattungsgemässe U-förmige Konsole ist aus der
EP 1331325 A2 bekannt. Die
EP 1331325 A2 lehrt, die Konsole mehrteilig mit einem Basishalter und zwei separaten Schenkelplatten
auszuführen. Dies soll es ermöglichen, dass für unterschiedliche Abstände der Fassadenplatten
von den Gebäudewänden immer gleiche Basishalter verwendbar sind und lediglich die
leicht zu lagernden flächigen Schenkelplatten in mehreren Längen vorrätig gehalten
werden müssen. Die Verbindung zwischen den flächigen Schenkelplatten und dem Basishalter
kann gemäss
EP 1331325 A2 durch Schrauben und/oder Nieten oder durch Verbindungsmittel erfolgen, die durch
Stanzen und Biegen der flächigen Materialien hergestellt sind. Insbesondere ist gemäss
EP 1331325 A2 der Basishalter U-förmig mit einer Basisplatte und zwei Basisschenkeln ausgebildet,
und die Verbindung der Schenkelplatten mit dem Basishalter erfolgt an den Basisschenkeln.
[0003] Die
FR 2972746 B1 zeigt eine weitere U-förmige Konsole. Diese besteht aus zwei etwa T-förmigen Teilen,
welche an der Basis miteinander verbunden sind.
[0004] Die
EP2180115 B1 zeigt ein Z-förmiges Verbindungsteil für die Befestigung einer Fassade an einem Tragwerk,
wobei das Verbindungsteil zwei L-förmige Endstücke umfasst, die über ein plattenförmiges,
thermisch isolierendes Distanzglied miteinander verbunden sind.
[0005] Aus der
US 6470629 B1 geht ein Montagesystem für die Gebäudetechnik mit zwei Einzelteilen hervor, die durch
relatives Verschieben der beiden Einzelteile zueinander miteinander verbindbar sind.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine mehrteilige Konsole anzugeben, die bei hoher Zuverlässigkeit
und Tragfähigkeit besonders einfach und günstig herzustellen ist, sowie eine Befestigungsanordnung
und eine Fassadenstruktur enthaltend eine solche Konsole anzugeben.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Konsole mit den Merkmalen des Anspruchs
1, eine Befestigungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 14 und eine Fassadenstruktur
mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Konsole
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Eine erfindungsgemässe Konsole ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Basis ein
erster Schlitz, durch den die erste Schenkelplatte vollständig hindurchschiebbar ist,
und ein zweiter Schlitz, durch den die zweite Schenkelplatte vollständig hindurchschiebbar
ist, vorgesehen ist, dass die erste Schenkelplatte den ersten Schlitz durchläuft und
die zweite Schenkelplatte den zweiten Schlitz durchläuft, und dass an der ersten Schenkelplatte
ein erstes Kopfelement vorgesehen ist und an der zweiten Schenkelplatte ein zweites
Kopfelement vorgesehen ist, wobei das erste Kopfelement eine Ausziehsperre gegen ein
Herausziehen, insbesondere vorderseitiges Herausziehen, der ersten Schenkelplatte
aus der Basis und das zweite Kopfelement eine Ausziehsperre gegen ein Herausziehen,
insbesondere vorderseitiges Herausziehen, der zweiten Schenkelplatte aus der Basis
bildet.
[0009] Ein Grundgedanke der Erfindung kann in einer mehrteiligen Konsole gesehen werden,
bei der die Basis zwei Schlitze für jeweils eine Schenkelplatte aufweist, wobei jeder
Schlitz querschnittsgrösser als die zugeordnete Schenkelplatte ist. Beim Zusammenfügen
der Konsole können die beiden Schenkelplatten somit einfach in die Basis eingeschoben
werden, insbesondere von der Rückseite der Basis her. Um ein vollständiges Durchziehen
der Schenkelplatten durch die Basis zu verhindern und um die Schenkelplatten in ihrer
jeweiligen Endlage zu sichern, ist an den Schenkelplatten jeweils ein Kopfelement
angeordnet. Die Kopfelemente sind dabei insbesondere querschnittsgrösser als der jeweils
zugeordnete Schlitz. Jedes Kopfelement bildet eine Ausziehsperre, welche das Durchziehen
der jeweils zugeordneten Schenkelplatte durch den jeweils zugeordneten Schlitz nach
vorne hin begrenzt, insbesondere formschlüssig begrenzt, und somit die jeweils zugeordnete
Schenkelplatte an der Basis sichert.
[0010] Erfindungsgemäss wird also eine mehrteilige U-förmige Konsole zur Verfügung gestellt,
welche in besonders einfacher Weise über eine Steckverbindung aus drei Einzelteilen
zusammengefügt werden kann. Da die Einzelteile erfindungsgemäss plattenförmig ausgeführt
sein können, können die Lagerhaltungskosten vorteilhaft reduziert werden. Insbesondere
können die Einzelteile in einem Aluminium-Strangpressverfahren hergestellt werden,
was den Herstellungsaufwand noch weiter reduzieren kann. Die Schenkelplatten, die
auch als Distanzprofile bezeichnet werden können, werden beim Zusammenfügen der Konsole
durch die Schlitze in der Basis durchgesteckt und die Kopfelemente der Schenkelplatten
vorzugsweise mit der Basis verpresst. Im Zusammenhang mit der Erfindung können mit
demselben Typ Basis Konsolen unterschiedlicher Schenkellänge hergestellt werden, indem
einfach unterschiedlich lange Schenkelplatten mit demselben Typ Basis kombiniert werden.
Da somit für unterschiedliche Konsolen nur ein einziger Typ Basis vorgehalten werden
muss, können die Lagerhaltungskosten weiter reduziert werden.
[0011] Soweit hier von einem Querschnitt die Rede ist, kann hierunter insbesondere ein Schnitt
verstanden werden, der parallel zur Rückseite der Konsole verläuft, der parallel zur
Aussenseite der Gebäudestruktur, an der die Konsole befestigt wird, verläuft, und/oder
ein Schnitt, der senkrecht zur Achse steht, die von der Durchgangsöffnung für den
Haltebolzen zum Befestigen der Basis an der Gebäudestruktur definiert wird.
[0012] Die Basis ist vorzugsweise als Basisplatte ausgebildet, was im Hinblick auf den Herstellungsaufwand
vorteilhaft sein kann. Grundsätzlich sind aber auch komplexere, insbesondere abgewinkelte,
Strukturen der Basis möglich. Die Rückseite der Basis ist beim bestimmungsgemässen
Einsatz der Konsole der Gebäudestruktur zugewandt und die Vorderseite der Basis der
Gebäudestruktur abgewandt. Für einen besonders grossflächigen und sicheren Kontakt
ist die Rückseite der Basis und/oder die Rückseite der Konsole vorzugsweise eben ausgebildet.
[0013] Insbesondere können die erste Schenkelplatte, die zweite Schenkelplatte und die Basis
nach der Erfindung separate Teile sein, das heisst sie sind nicht-monolithisch ausgeführt.
Dabei kann auch vorgesehen sein, dass die Schenkelplatten der mit der Basis beispielsweise
verklebt oder verstemmt, das heisst durch lokale Deformation aneinander gesichert,
oder anderweitig verbunden sind.
[0014] Die Schenkelplatten stehen vorderseitig an der Basis vor und bilden mit der Basis
eine U-Form, wobei die Schenkelplatten die Seitenschenkel und die Basis den Mittelschenkel
der U-Form bilden. Insbesondere kann vorgesehen werden, dass die Schenkelplatten senkrecht
zur Basis eine grössere Ausdehnung aufweisen als parallel hierzu. Die beiden Schenkelplatten,
insbesondere deren Flachseiten, verlaufen vorzugsweise parallel zueinander.
[0015] Die beiden Schenkelplatten sind durch den jeweils zugeordneten Schlitz vollständig
hindurchschiebbar, was insbesondere beinhalten kann, dass die Schenkelplatten querschnittskleiner
als der jeweils zugeordnete Schlitz sind, so dass die beiden Schenkelplatten - gäbe
es die Kopfelemente nicht - ohne zu verhaken durch den jeweils zugeordneten Schlitz
durchschiebbar, das heisst auf der Rückseite in den jeweils zugeordneten Schlitz einschiebbar
und auf der Vorderseite aus dem Schlitz herausziehbar sind. Der erste Schlitz weist
also einen Querschnitt auf, der so gross ist, dass ein Durchschieben der ersten Schenkelplatte
durch den ersten Schlitz möglich ist. Vorzugsweise weist der erste Schlitz einen Querschnitt
auf, der grösser ist als der Maximalquerschnitt der ersten Schenkelplatte. Das zuvor
gesagte kann analog für den zweiten Schlitz und die zweite Schenkelplatte gelten.
Die beiden Schlitze verlaufen vorzugsweise parallel zueinander. Sie können insbesondere
jeweils einen rechteckigen Querschnitt aufweisen.
[0016] In der erfindungsgemässen Konsole durchlaufen die beiden Schenkelplatten die jeweils
zugeordneten Schlitze, was insbesondere beinhalten kann, dass der Querschnitt der
jeweiligen Schenkelplatte im jeweiligen Schlitz aufgenommen ist.
[0017] Die Kopfelemente bilden Ausziehsperren gegen ein Herausziehen der jeweils zugeordneten
Schenkelplatte aus der Basis nach vorne. Insbesondere sichern die Kopfelemente die
jeweils zugeordnete Schenkelplatte formschlüssig, durch Verhaken mit der Basis, an
der Basis. Die Kopfelemente sind Bestandteile der Konsole.
[0018] Die Basis, die erste Schenkelplatte und/oder die zweite Schenkelplatte bestehen vorzugsweise
aus einem Metallmaterial, insbesondere aus Aluminium, wobei das Metallmaterial auch
beschichtet sein kann. Die Basis, die erste Schenkelplatte und/oder die zweite Schenkelplatte
können insbesondere Strangprofile sein.
[0019] Besonders bevorzugt ist es, dass sich der erste Schlitz von der Vorderseite der Basis
zur Rückseite der Basis erstreckt und/oder dass sich der zweite Schlitz von der Vorderseite
der Basis zur Rückseite der Basis erstreckt, was insbesondere beinhalten kann, dass
der erste Schlitz beziehungsweise der zweite Schlitz die Vorderseite der Basis und
die Rückseite der Basis verbindet. Gemäss dieser Ausführungsform können die Kopfelemente
an der Rückseite der Basis zu liegen kommen, so dass sie sich rückseitig an der Gebäudestruktur
abstützen können, gegebenenfalls mittelbar über ein rückseitig an der Basis angeordnetes
Isolationselement. Somit kann die Gebäudestruktur ein rückwärtiges Widerlager für
die Schenkelplatten bilden, was bei geringem Aufwand besonders gute Lastwerte zu Folge
haben kann.
[0020] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass das erste Kopfelement
an einem Ende, insbesondere am rückwärtigen Ende, der ersten Schenkelplatte und/oder
das zweite Kopfelement an einem Ende, insbesondere am rückwärtigen Ende, der zweiten
Schenkelplatte angeordnet ist. Durch eine endseitige Anordnung der Kopfelemente an
den jeweiligen Schenkelplatten kann eine besonders kompakte Konsole erhalten werden,
und/oder unerwünschte Hebelarme können in einfacher Weise vermieden werden.
[0021] Besonders zweckmässig ist es, dass das erste Kopfelement auf gegenüberliegenden Seiten,
insbesondere Flachseiten, der ersten Schenkelplatte über die erste Schenkelplatte
übersteht und/oder dass das zweite Kopfelement auf gegenüberliegenden Seiten, insbesondere
Flachseiten, der zweiten Schenkelplatte über die zweite Schenkelplatte übersteht.
Gemäss dieser Ausgestaltung bildet das erste Kopfelement mit der ersten Schenkelplatte
und/oder das zweite Kopfelement mit der zweiten Schenkelplatte jeweils eine T-Form.
Hierdurch können zweiseitige Verhakungen und somit besonders zuverlässige Ausziehsperren
erhalten werden. Alternativ können die Kopfelemente auch eine L-Struktur mit der jeweiligen
Schenkelplatte bilden.
[0022] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die erste Schenkelplatte zusammen mit dem ersten
Kopfelement achsensymmetrisch ausgeführt ist, insbesondere zu einer senkrecht zur
Rückseite der Basis und/oder parallel zu den Seitenschenkeln der U-Form verlaufenden
ersten Symmetrieachse, und/oder dass die zweite Schenkelplatte zusammen mit dem zweiten
Kopfelement achsensymmetrisch ausgeführt ist, insbesondere zu einer senkrecht zur
Rückseite der Basis und/oder parallel zu den Seitenschenkeln der U-Form verlaufenden
zweiten Symmetrieachse. Hierdurch kann die Fertigung der Konsole noch weiter vereinfacht
werden, insbesondere da die Schenkelplatten in zwei, um 180° versetzte, Winkellagen
in die Basis eingesteckt werden können.
[0023] Auch die Basis ist vorzugsweise achsensymmetrisch ausgeführt. Dies kann die Fertigung
der Konsole noch weiter vereinfachen, da auch die Basis in verschiedenen Winkellagen
angeordnet werden kann.
[0024] Die erste Schenkelplatte und die zweite Schenkelplatte sind vorzugsweise identisch
ausgebildet. Hierdurch können der Herstellungsaufwand und die Lagerhaltungskosten
noch weiter gesenkt werden, da nur ein Typ Schenkelplatte vorgehalten werden muss.
[0025] Besonders zweckmässig ist es weiterhin, dass die erste Schenkelplatte einen im Wesentlichen
quaderförmigen Umfang aufweist und/oder dass die zweite Schenkelplatte einen im Wesentlichen
quaderförmigen Umfang aufweist. Hierdurch können bei besonders geringem Herstellungsaufwand
besonders kompakte und tragfähige Konsolen erhalten werden.
[0026] Eine andere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin dass die Basis, insbesondere
rückseitig, im Bereich des ersten Schlitzes eine erste Einsenkung zum zumindest bereichsweisen
Aufnehmen des ersten Kopfelements und/oder im Bereich des zweiten Schlitzes eine zweite
Einsenkung zum zumindest bereichsweisen Aufnehmen des zweiten Kopfelements aufweist.
Die Einsenkungen erstrecken sich insbesondere ausgehend von der Rückseite der Basis
in die Basis hinein. Die Einsenkungen erlauben einen besonders guten Kontakt zwischen
der Rückseite der Basis und der Gebäudestruktur, was unter anderem im Hinblick auf
die Lastübertragung vorteilhaft sein kann. Sofern die beiden Kopfelemente wie weiter
unten beschrieben miteinander verbunden sind, können die beiden Einsenkungen auch
ineinander übergehen und eine gemeinsame Einsenkung bilden.
[0027] Eine weitere besonders geeignete Ausgestaltung der Erfindung kann darin gesehen werden,
dass der erste Schlitz von zwei ersten Stützstegen flankiert wird, die, insbesondere
zum seitlichen Abstützen der ersten Schenkelplatte, vorderseitig an der Basis vorstehen,
und/oder dass der zweite Schlitz von zwei zweiten Stützstegen flankiert wird, die,
insbesondere zum seitlichen Abstützen der zweiten Schenkelplatte, vorderseitig an
der Basis vorstehen. Die ersten Stützstege verlaufen zweckmässigerweise parallel zum
ersten Schlitz und/oder den Flachseiten der ersten Schenkelplatte und/oder die zweiten
Stützstege parallel zum zweiten Schlitz und/oder den Flachseiten der zweiten Schenkelplatte.
Die Stützstege können in besonders einfacher Weise die Querlastaufnahme der Konsole
noch weiter verbessern.
[0028] Vorzugsweise weist die Konsole zumindest ein thermisches Isolationselement auf, das
an der Rückseite der Basis angeordnet ist und mit der Basis verbunden ist. Dieses
Isolationselement kann einerseits den Wärmewiderstand der Konsole in besonders einfacher
Weise verbessern und kann andererseits vorzugsweise auch die Konsole vor deren Montage
an der Gebäudestruktur zusammenhalten. Das Isolationselement kann beispielsweise aus
einem Kunststoff bestehen. Insbesondere kann unter einem thermischen Isolationselement
ein solches Element verstanden werden, dessen Wärmeleitfähigkeit um mindestens den
Faktor 10 geringer ist als die Wärmleitfähigkeit der ersten Schenkelplatte, der zweiten
Schenkelplatte und/oder der Basis.
[0029] Zweckmässigerweise kann am Isolationselement zumindest ein Zapfen vorgesehen sein,
der das Isolationselement an der Basis festlegt. Hierzu kann der Zapfen, der beispielsweise
eine aussenseitige Zahnstruktur aufweisen kann, in einer entsprechenden Ausnehmung
in der Basis angeordnet sein.
[0030] Die beiden Kopfelemente können separate Teile sein. In einer alternativen Ausgestaltung
sind das erste Kopfelement und das zweite Kopfelement miteinander verbunden und bilden
zusammen eine Kopfplatte. Diese Ausgestaltung, gemäss der auch die beiden Schenkelplatten
miteinander verbunden sind und/oder gemäss der die beiden Schenkelplatten zusammen
mit der Kopfplatte eine U-Form bilden, kann die Montage noch weiter vereinfachen,
da die beiden Schenkelplatten in besonders einfacher Weise zeitgleich an der Basis
montiert werden können. Darüber hinaus kann durch die Verbindung der beiden Schenkelplatten
über die Kopfplatte eine besonders hohe Stabilität erreicht werden.
[0031] Besonders bevorzugt ist es, dass die erste Schenkelplatte, die zweite Schenkelplatte,
das erste Kopfelement und das zweite Kopfelement monolithisch ausgeführt sind. Beispielsweise
können die genannten Teile ein einheitliches Aluminiumstranggussprofil sein. Gemäss
dieser Ausgestaltung, gemäss der die genannten Teile insbesondere keine Fügestellen
aufweisen, kann der Herstellungsaufwand noch weiter reduziert werden und die Stabilität
noch wieter erhöht werden.
[0032] In der Basis ist vorteilhafterweise zumindest eine Durchgangsöffnung für einen Haltebolzen
zum Befestigen der Basis an der Gebäudestruktur vorgesehen. Die Durchgangsöffnung
erstreckt sich vorzugsweise von der Vorderseite der Basis zur Rückseite der Basis.
Die Durchgangsöffnung kann beispielsweise als Kreisloch oder Langloch ausgeführt sein.
Die Durchgangsöffnung kann auch zur Seite der Basis hin offen sein, das heisst die
Basis kann die Durchgangsöffnung nicht nur ringförmig, sondern auch C-förmig umfassen.
Der Haltebolzen kann beispielsweise ein Ankerbolzen oder ein Schraubbolzen sein. Die
Durchgangsöffnung kann zwischen den beiden Schlitzen angeordnet sein. Sofern die beiden
Kopfelemente miteinander verbunden sind, kann die Durchgangsöffnung vorzugsweise nicht
zwischen den beiden Schlitzen, sondern zu beiden Schlitzen in dieselbe Richtung seitlich
versetzt sein. Das kann den Herstellungs- und Montageaufwand noch weiter reduzieren,
da die Durchgangsöffnung nicht von der Kopfplatte abgedeckt wird.
[0033] Im bestimmungsgemässen Einsatz kann die erfindungsgemässe Konsole das Halteprofil
für Fassadenplatten mit der Gebäudestruktur verbinden. Die Gebäudestruktur kann beispielsweise
eine Wand oder ein Träger sein. Das Halteprofil kann insbesondere eine Halteschiene
sein. Vorzugsweise erstreckt sich das Halteprofil zumindest bereichsweise in einen
zwischen den beiden Schenkelplatten befindlichen Bereich und ist dort mit den Schenkelplatten
verbunden, beispielsweise mittels Schrauben, die durch die Schenkelplatten hindurch
in das Halteprofil reichen. Beispielsweise kann das Halteprofil ein Hutprofil aufweisen,
das sich in seiner Mitte in den zwischen den beiden Schenkelplatten befindlichen Bereich
erstreckt. Am Halteprofil ist zweckmässigerweise zumindest eine Fassadenplatte befestigt.
Das Halteprofil kann sich in einer sogenannten "slab-to-slab"-Anordnung insbesondere
über mehrere Geschosse eines Gebäudes erstrecken.
[0034] Insbesondere umfasst die Erfindung auch den bestimmungsgemässen Einsatz der erfindungsgemässen
Konsole. Demgemäss umfasst die Erfindung somit auch eine Befestigungsanordnung, aufweisend
eine erfindungsgemässe Konsole und ein Halteprofil für Fassadenplatten, welches zumindest
bereichsweise zwischen den beiden Schenkelplatten aufgenommen und, insbesondere dort,
mit den Schenkelplatten verbunden ist. Weiterhin umfasst die Erfindung demgemäss auch
eine Fassadenstruktur, aufweisend eine erfindungsgemässe Befestigungsanordnung, eine
Gebäudestruktur, an der die Konsole der Befestigungsanordnung befestigt ist, und zumindest
eine Fassadenplatte, die am Halteprofil der Befestigungsanordnung befestigt ist.
[0035] Merkmale, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemässen Konsole erläutert werden,
können auch bei der erfindungsgemässen Befestigungsanordnung oder der erfindungsgemässen
Fassadenstruktur zum Einsatz kommen, so wie auch umgekehrt Merkmale, die im Zusammenhang
mit der erfindungsgemässen Befestigungsanordnung oder der erfindungsgemässen Fassadenstruktur
erläutert werden, auch bei der erfindungsgemässen Konsole zum Einsatz kommen können.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert,
die schematisch in den beiliegenden Figuren dargestellt sind, wobei einzelne Merkmale
der nachfolgend gezeigten Ausführungsbeispiele im Rahmen der Erfindung grundsätzlich
einzeln oder in beliebiger Kombination realisiert werden können. In den Figuren zeigen
schematisch:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Konsole;
- Figur 2:
- eine weitere perspektivische Darstellung der Konsole aus Figur 1, im Wesentlichen
von oben;
- Figur 3:
- eine Ansicht analog Figur 1, in der schematisch das Zusammenfügen der Konsole aus
Figuren 1 und 2 gezeigt ist;
- Figur 4:
- eine Ansicht der Basis der Konsole der Figuren 1 bis 3 von vorne und ohne Schenkelplatten;
- Figur 5:
- eine perspektivische, teildurchsichtige Darstellung einer Fassadenstruktur mit einer
Befestigungsanordnung enthaltend eine Konsole gemäss Figuren 1 bis 4;
- Figur 6:
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Konsole;
- Figur 7:
- eine weitere perspektivische Darstellung der Konsole aus Figur 6 von hinten;
- Figur 8:
- eine Ansicht ähnlich Figur 6, in der schematisch das Zusammenfügen der Konsole aus
Figuren 6 und 7 gezeigt ist;
- Figur 9:
- eine Ansicht der Basis der Konsole der Figuren 6 bis 8 ohne Schenkelplatten; und
- Figur 10:
- eine perspektivische, teildurchsichtige Darstellung einer Fassadenstruktur mit einer
Befestigungsanordnung enthaltend eine Konsole gemäss Figuren 6 bis 9.
[0037] Die Figuren 1 bis 5 zeigen eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Konsole.
Die dargestellte Konsole weist eine plattenförmige Basis 10 mit im Wesentlichen quaderförmiger
Gestalt auf. Die Basis 10 weist eine flächige, im wesentlichen ebene Vorderseite 82
und eine flächige, im Wesentlichen ebene, und parallel zur Vorderseite 82 verlaufende
Rückseite 81 auf, wobei die Rückseite 81 bei der bestimmungsgemässen Anwendung gegenüber
einer Gebäudestruktur 91 positioniert wird. In der Basis 10 sind mehrere Durchgangsöffnungen
19 vorgesehen, die von der Vorderseite 82 der Basis 10 zur Rückseite 81 der Basis
10 reichen und die zur Aufnahme von Haltebolzen zum Verbinden der Basis 10 und somit
der Konsole mit der Gebäudestruktur 91 dienen.
[0038] Die Konsole weist ferner eine erste Schenkelplatte 21 und eine zweite Schenkelplatte
22 auf, wobei die Schenkelplatten 21, 22 jeweils eine im Wesentlichen quaderförmiger
Gestalt aufweisen. Wie insbesondere in Figur 3 erkennbar ist, weist die erste Schenkelplatte
21 an ihrem rückwärtigen Ende ein erstes Kopfelement 31 auf. Dieses erste Kopfelement
31 steht auf gegenüberliegenden Flachseiten der ersten Schenkelplatte 21 über die
erste Schenkelplatte 21 über und bildet mit der erste Schenkelplatte 21 zusammen eine
T-Struktur. Das erste Kopfelement 31 erstreckt sich dabei über die gesamte Höhe der
ersten Schenkelplatte 21. In Analogie weist die zweite Schenkelplatte 22 an ihrem
rückwärtigen Ende ein zweites Kopfelement 32 auf. Dieses zweite Kopfelement 32 steht
auf gegenüberliegenden Flachseiten der zweiten Schenkelplatte 22 über die zweite Schenkelplatte
22 über und bildet mit der zweiten Schenkelplatte 22 zusammen eine T-Struktur. Das
zweite Kopfelement 32 erstreckt sich dabei über die gesamte Höhe der zweiten Schenkelplatte
22.
[0039] Die erste Schenkelplatte 21 mit dem ersten Kopfelement 31 ist achsensymmetrisch beziehungsweise
180° rotationssymmetrisch zu einer parallel zu den Flachseiten der ersten Schenkelplatte
21 verlaufenden Symmetrieachse ausgeführt. Die zweite Schenkelplatte 22 mit dem zweiten
Kopfelement 32 ist achsensymmetrisch beziehungsweise 180° rotationssymmetrisch zu
einer parallel zu den Flachseiten der zweiten Schenkelplatte 22 verlaufenden Symmetrieachse
ausgeführt. Die erste Schenkelplatte 21 mit dem ersten Kopfelement 31 ist im Wesentlichen
identisch zur zweiten Schenkelplatte 22 mit dem zweiten Kopfelement 32 ausgeführt.
[0040] Wie insbesondere Figur 4 zeigt, weist die Basis 10 einen ersten länglichen Schlitz
11 und einen zweiten länglichen Schlitz 12 auf. Die beiden Schlitze 11 und 12 verlaufen
parallel zueinander und jeweils von der Vorderseite 82 der Basis 10 bis zur Rückseite
81 der Basis 10. Die beiden Schlitze 11 und 12 sind geringfügig querschnittsgrösser
als die beiden Schenkelplatten 21 und 22 ausgebildet, jedoch querschnittskleiner als
die beiden Kopfelemente 31 und 32. Damit ist es beim in Figur 3 angedeuteten Zusammenfügen
der Konsole möglich, die erste Schenkelplatte 21 von hinten her durch den ersten Schlitz
11 in der Basis 10 durchzuschieben, und zwar so weit, bis das erste Kopfelement 31
in der Umgebung des ersten Schlitzes 11 an der Basis 10 anschlägt. Analog ist es beim
Zusammenfügen möglich, die zweite Schenkelplatte 22 von hinten her durch den zweiten
Schlitz 12 in der Basis 10 durchzuschieben, und zwar so weit, bis das zweite Kopfelement
32 in der Umgebung des zweiten Schlitzes 12 an der Basis 10 anschlägt. Nach dem Anschlagen
der Kopfelemente 31 und 32 an der Basis 10 bilden die Kopfelemente 31 und 32 somit
Ausziehsperren gegen ein Herausziehen der jeweiligen Schenkelplatten 21 beziehungsweise
22 aus der Basis 10 nach vorne.
[0041] Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten fertig zusammengefügten Konsole stehen die
durch die Schlitze 11 und 12 hindurchgeführten Schenkelplatten 21 beziehungsweise
22 an der Vorderseite 82 der Basis 10 von der Basis 10 vor und bilden zusammen mit
der Basis 10 eine U-Form. Die Kopfelemente 31 und 32 liegen dabei rückseitig an der
Basis 10 an und die Schenkelplatten 21 und 22 verlaufen parallel zueinander.
[0042] Wie insbesondere Figur 3 zeigt, weist die Basis 10 ausgehend von ihrer Rückseite
81 eine nutenförmige erste Einsenkung 13 sowie eine nutenförmige zweite Einsenkung
14 auf, wobei der erste Schlitz 11 in die erste Einsenkung 13 und der zweite Schlitz
12 in die zweite Einsenkung 14 mündet. Die Einsenkungen 13 und 14 nehmen bei der fertig
zusammengefügten Konsole die Kopfelemente 31 beziehungsweise 32 auf und dies vorzugsweise
so, dass die Rückseiten der Kopfelemente 31 und 32 mit der Rückseite der Basis 10
fluchten und eine durchgehend ebene Anlagefläche an die Gebäudestruktur 91 gegeben
ist.
[0043] Die Konsole weist ferner ein plattenartiges thermisches Isolationselement 50 auf,
das auf der Rückseite 81 der Basis 10 angeordnet ist, und das zur thermischen Entkopplung
von Basis 10 und Gebäudestruktur 91 dient. Das Isolationselement 50 weist mehrere
Zapfen 55 auf, die bei der fertig zusammengefügten Konsole in korrespondierenden Ausnehmungen
in der Basis 10 aufgenommen sind, und die hierbei das Isolationselement 50 mit der
Basis 10 verbinden.
[0044] Die Konsole weist überdies zwei erste Stützstege 41 und 42 auf, die auf der Vorderseite
82 der Basis 10 von der Basis 10 vorstehen, und die unmittelbar neben dem ersten Schlitz
11 längs des ersten Schlitzes 11 verlaufen. Diese ersten Stützstege 41 und 42 dienen
zur Querabstützung der ersten Schenkelplatte 21 an der Basis 10. Die Konsole weist
weiter zwei zweite Stützstege 43 und 44 auf, die auf der Vorderseite 82 der Basis
10 von der Basis 10 vorstehen, und die unmittelbar neben dem zweiten Schlitz 12 längs
des zweiten Schlitzes 12 verlaufen. Diese zweiten Stützstege 43 und 44 dienen zur
Querabstützung der zweiten Schenkelplatte 22 an der Basis 10.
[0045] Figur 5 zeigt ein Beispiel einer bestimmungsgemässen Verwendung der Konsole der Figuren
1 bis 4. Hierbei ist die Basis 10 so angeordnet, dass ihre Rückseite 81 einer, beispielsweise
als Wand ausgebildeten, Gebäudestruktur 91 gegenüberliegt, und die Basis 10 an ihrer
Rückseite 81 über das thermische Isolationselement 50 flächig an der Gebäudestruktur
91 anliegt. Mittels zumindest eines nicht dargestellten Haltebolzens ist die Basis
10 hierbei an der Gebäudestruktur 91 gesichert. Weiter ist ein schienenförmiges Halteprofil
92 vorgesehen, welches bereichsweise zwischen die beiden Schenkelplatten 21, 22 hineinragt.
Im Bereich der vorderen Enden der Schenkelplatten 21, 22 sind Schrauben 97 vorgesehen,
welche die Schenkelplatten 21, 22 mit dem Halteprofil 92 verbinden. Am Halteprofil
92 wiederum ist zumindest eine Fassadenplatte 93 befestigt. Die Konsole bildet zusammen
mit dem Halteprofil 92 eine Befestigungsanordnung. Diese Befestigungsanordnung wiederum
bildet zusammen mit der Fassadenplatte 93 und der Gebäudestruktur 91 eine Fassadenstruktur.
[0046] Die Figuren 6 bis 10 zeigen eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Konsole. Die dargestellte Konsole weist eine plattenförmige Basis 110 mit vorzugsweise
im Wesentlichen rechteckigem Umriss und mit einer Vorderseite 182 und einer Rückseite
181 auf. Die Basis weist ein Mittelteil 170, vorzugsweise mit im Wesentlichen rechteckigem
Umriss, und zwei Flansche 171 und 172 auf, die auf entgegengesetzten Seiten des Mittelteils
170 an das Mittelteil 170 angrenzen, wobei die Flansche 171, 171 vorzugsweise mit
im Wesentlichen rechteckigem Umriss ausgestaltet sind. Im ersten Flansch 171 der Basis
110 sind mehrere Durchgangsöffnungen 119' vorgesehen, die von der Vorderseite 182
der Basis 110 zur Rückseite 181 der Basis 110 reichen und die zur Aufnahme von Haltebolzen
zum Verbinden der Basis 110 und somit der Konsole mit einer Gebäudestruktur 191 dienen.
Ebenso sind im zweiten Flansch 172 der Basis 110 mehrere Durchgangsöffnungen 119"
vorgesehen, die von der Vorderseite 182 der Basis 110 zur Rückseite 181 der Basis
110 reichen und die zur Aufnahme von Haltebolzen zum Verbinden der Basis 110 und somit
der Konsole mit der Gebäudestruktur 191 dienen
[0047] Die Konsole weist ferner eine erste Schenkelplatte 121 und eine zweite Schenkelplatte
122 auf, wobei die Schenkelplatten 121, 122 jeweils eine im Wesentlichen quaderförmige
Gestalt aufweisen. Wie insbesondere in Figur 8 erkennbar ist, weist die erste Schenkelplatte
121 an ihrem rückwärtigen Ende ein erstes Kopfelement 131 auf. Dieses erste Kopfelement
131 bildet mit der ersten Schenkelplatte 121 zusammen eine L-Struktur. Das erste Kopfelement
131 erstreckt sich dabei über die gesamte Höhe der ersten Schenkelplatte 121. In Analogie
weist die zweite Schenkelplatte 122 an ihrem rückwärtigen Ende ein zweites Kopfelement
132 auf. Dieses zweite Kopfelement 132 bildet mit der zweiten Schenkelplatte 122 zusammen
eine L-Struktur. Das zweite Kopfelement 132 erstreckt sich dabei über die gesamte
Höhe der zweiten Schenkelplatte 122. Die vorliegende, zweite Ausführungsform zeichnet
sich insbesondere dadurch aus, dass hier die beiden Kopfelemente 131 und 132 miteinander
verbunden sind zusammen eine durchgehende Kopfplatte 139 bilden. Die beiden Schenkelplatten
121 und 122 bilden zusammen mit der Kopfplatte 139 eine vorderseitig offene U-Form.
Vorzugsweise können die Kopfplatte 139 mit ihren beiden Kopfelementen 131 und 132
sowie die beiden Schenkelplatten 121 und 122 monolithisch ausgebildet sein. Die Gesamtheit
bestehend aus den beiden Schenkelplatten 121 und 122 und der Kopfplatte 139 mit ihren
beiden Kopfelementen 131 und 132 ist vorzugsweise 180° rotationssymmetrisch und/oder
spiegelsymmetrisch ausgeführt.
[0048] Wie insbesondere Figur 9 zeigt, weist die Basis 110 in ihrem Mittelteil 170 einen
ersten länglichen Schlitz 111 und einen zweiten länglichen Schlitz 112 auf. Die beiden
Schlitze 111 und 112 verlaufen parallel zueinander und jeweils von der Vorderseite
182 der Basis 110 bis zur Rückseite 181 der Basis 110. Die beiden Schlitze 111 und
112 sind geringfügig querschnittsgrösser als die beiden Schenkelplatten 121 und 122
ausgebildet. Damit ist es beim in Figur 8 mit Pfeilen angedeuteten Zusammenfügen der
Konsole möglich, die erste Schenkelplatte 121 von hinten her durch den ersten Schlitz
111 und zugleich die über die Kopfplatte 139 mit der ersten Schenkelplatte 121 mechanisch
verbundene zweite Schenkelplatte 122 von hinten her durch den zweiten Schlitz 112
in der Basis 110 durchzuschieben, und zwar so weit, bis die Kopfplatte 139 zwischen
den Schlitzen 111 und 112 am Mittelteil 170 der Basis 110 anschlägt. Nach dem Anschlagen
der Kopfplatte 139 mit ihren miteinander verbundenen Kopfelementen 131 und 132 an
der Basis 110 bilden die Kopfelemente 131 und 132 Ausziehsperren gegen ein Herausziehen
der jeweiligen Schenkelplatten 121 beziehungsweise 122 aus der Basis 110 nach vorne.
[0049] Bei der in den Figuren 6 und 7 gezeigten fertig zusammengefügten Konsole stehen die
durch die Schlitze 111 und 112 hindurchgeführten Schenkelplatten 121 beziehungsweise
122 an der Vorderseite 182 der Basis 110 von der Basis 110 vor und bilden zusammen
mit der Basis 110 eine U-Form. Die Kopfplatte 139 mit den Kopfelemente 131 und 132
liegt dabei rückseitig an der Basis 110 an und die Schenkelplatten 121 und 122 verlaufen
parallel zueinander.
[0050] Wie insbesondere die Figuren 8 und 9 zeigen, weist die Basis 110 ausgehend von ihrer
Rückseite 181 eine erste Einsenkung 113 sowie eine zweite Einsenkung 114 auf, wobei
der erste Schlitz 111 in die erste Einsenkung 113 und der zweite Schlitz 112 in die
zweite Einsenkung 114 mündet. In der vorliegenden zweiten Ausführungsform gehen die
beiden Einsenkungen 113 und 114 ineinander über. Insbesondere ist in der vorliegenden
zweiten Ausführungsform die Basis 110 am Mittelteil 170 gekröpft, das heisst das Mittelteil
170 ist gegenüber den benachbarten Flanschen 171 und 172 ein Stück weit nach vorne
versetzt. Durch diesen Versatz sind hinter dem Mittelteil 170 die beiden ineinander
übergehenden Einsenkungen 113 und 114 gebildet. Die ineinander übergehenden Einsenkungen
113 und 114 nehmen bei der fertig zusammengefügten Konsole die Kopfplatte 139 mit
den Kopfelementen 131 beziehungsweise 132 auf und dies vorzugsweise so, dass die Rückseite
der Kopfplatte 139 mit der Rückseite 181 der Basis 110 fluchtet und eine durchgehend
ebene Anlagefläche an die Gebäudestruktur 191 gegeben ist.
[0051] Die Konsole weist auf ihrer Rückseite ferner drei plattenartige thermische Isolationselemente
150', 150", 150'" auf. Zwei dieser Isolationselemente 150' und 150'" sind dabei an
der Basis 110 befestigt, nämlich das Isolationselement 150' am Flansch 171 und das
Isolationselement 150'" am Flansch 172. Das mittlere Isolationselement 150" ist an
der Kopfplatte 139 befestigt. Die Isolationselemente 150', 150", 150'" dienen zur
thermischen Entkopplung der Konsole von der Gebäudestruktur 191. Die Isolationselemente
150', 150", 150'" weisen jeweils mehrere Zapfen 155', 155", 155'" auf, die bei der
fertig zusammengefügten Konsole in korrespondierenden Ausnehmungen in der Basis 110
beziehungsweise in der Kopfplatte 139 aufgenommen und dort verrastet sind.
[0052] Figur 10 zeigt ein Beispiel einer bestimmungsgemässen Verwendung der Konsole der
Figuren 6 bis 9. Hierbei ist die Basis 110 so angeordnet, dass ihre Rückseite 181
einer, beispielsweise als Wand ausgebildeten, Gebäudestruktur 191 gegenüberliegt,
und die Konsole an ihrer Rückseite über die thermischen Isolationselemente 155', 155",
155'" flächig an der Gebäudestruktur 191 anliegt. Mittels zumindest eines nicht dargestellten
Haltebolzens ist die Basis 110 hierbei an ihren Flanschen 171 und 172 an der Gebäudestruktur
191 gesichert. Weiter ist ein schienenförmiges Halteprofil 192 vorgesehen, welches
bereichsweise zwischen die beiden Schenkelplatten 121, 122 hineinragt. Im Bereich
der vorderen Enden der Schenkelplatten 121, 122 sind Schrauben 197 vorgesehen, welche
die Schenkelplatten 121, 122 mit dem Halteprofil 192 verbinden. Am Halteprofil 192
wiederum ist zumindest eine Fassadenplatte 193 befestigt. Die Konsole bildet zusammen
mit dem Halteprofil 192 eine Befestigungsanordnung. Diese Befestigungsanordnung wiederum
bildet zusammen mit der Fassadenplatte 193 und der Gebäudestruktur 191 eine Fassadenstruktur.
1. Konsole zum Befestigen eines Halteprofils (92; 192) für Fassadenplatten (93; 193)
an einer Gebäudestruktur (91; 191), mit
einer Basis (10; 110), welche eine Rückseite (81; 181) zum Anordnen gegenüber der
Gebäudestruktur (91; 191) und eine der Rückseite (81; 181) entgegengesetzte Vorderseite
(82; 182) aufweist, und
einer ersten Schenkelplatte (21; 121) und einer zweiten Schenkelplatte (22; 122),
wobei die beiden Schenkelplatten (21, 22; 121, 122) an der Basis (10; 110) angeordnet
sind, an der Vorderseite (82; 182) der Basis (10; 110) von der Basis (10; 110) vorstehen
und zusammen mit der Basis (10; 110) eine U-Form bilden,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Basis (10; 110) ein erster Schlitz (11; 111), durch den die erste Schenkelplatte
(21; 121) vollständig hindurchschiebbar ist, und ein zweiter Schlitz (12; 112), durch
den die zweite Schenkelplatte (22; 122) vollständig hindurchschiebbar ist, vorgesehen
ist,
dass die erste Schenkelplatte (21; 121) den ersten Schlitz (11; 111) durchläuft und die
zweite Schenkelplatte (22; 122) den zweiten Schlitz (12; 112) durchläuft, und
dass an der ersten Schenkelplatte (21; 121) ein erstes Kopfelement (31; 131) vorgesehen
ist und an der zweiten Schenkelplatte (22; 122) ein zweites Kopfelement (32; 132)
vorgesehen ist, wobei das erste Kopfelement (31; 131) eine Ausziehsperre gegen ein
Herausziehen der ersten Schenkelplatte (21; 121) aus der Basis (10; 110) und das zweite
Kopfelement (32; 132) eine Ausziehsperre gegen ein Herausziehen der zweiten Schenkelplatte
(22; 122) aus der Basis (10; 110) bildet.
2. Konsole nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der erste Schlitz (11; 111) von der Vorderseite (82; 182) der Basis (10; 110)
zur Rückseite (81; 181) der Basis (10; 110) erstreckt und dass sich der zweite Schlitz
(12; 121) von der Vorderseite (82; 182) der Basis (10; 110) zur Rückseite (81; 181)
der Basis (10; 110) erstreckt.
3. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kopfelement (31; 131) an einem Ende der ersten Schenkelplatte (21; 121)
und das zweite Kopfelement (32; 132) an einem Ende der zweiten Schenkelplatte (22;
122) angeordnet ist.
4. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kopfelement (31) auf gegenüberliegenden Seiten der ersten Schenkelplatte
(21) über die erste Schenkelplatte (21) übersteht und/oder dass das zweite Kopfelement
(32) auf gegenüberliegenden Seiten der zweiten Schenkelplatte (22) über die zweite
Schenkelplatte (22) übersteht.
5. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Schenkelplatte (21; 121) zusammen mit dem ersten Kopfelement (31; 131)
achsensymmetrisch ausgeführt ist,
dass die zweite Schenkelplatte (22; 122) zusammen mit dem zweiten Kopfelement (32; 122)
achsensymmetrisch ausgeführt ist, und/oder
dass die Basis (10; 110) achsensymmetrisch ausgeführt ist.
6. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Schenkelplatte (21; 121) und die zweite Schenkelplatte (22; 122) identisch
ausgebildet sind.
7. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Schenkelplatte (21; 121) einen im Wesentlichen quaderförmigen Umfang aufweist
und dass die zweite Schenkelplatte (22; 122) einen im Wesentlichen quaderförmigen
Umfang aufweist.
8. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basis (10; 110) im Bereich des ersten Schlitzes (11; 111) eine erste Einsenkung
(13; 113) zum zumindest bereichsweisen Aufnehmen des ersten Kopfelements (31; 131)
und im Bereich des zweiten Schlitzes (12; 112) eine zweite Einsenkung (14; 114) zum
zumindest bereichsweisen Aufnehmen des zweiten Kopfelements (32; 132) aufweist.
9. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Schlitz (11) von zwei ersten Stützstegen (41, 42) flankiert wird, die vorderseitig
an der Basis (10) vorstehen, und dass der zweite Schlitz (12) von zwei zweiten Stützstegen
(43, 44) flankiert wird, die vorderseitig an der Basis (10) vorstehen.
10. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie zumindest ein thermisches Isolationselement (50; 150) aufweist, das an der Rückseite
(81; 181) der Basis (10; 110) angeordnet ist und mit der Basis (10; 110) verbunden
ist.
11. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Kopfelement (131) und das zweite Kopfelement (132) miteinander verbunden
sind und zusammen eine Kopfplatte (139) bilden.
12. Konsole nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Schenkelplatte (121), die zweite Schenkelplatte (122), das erste Kopfelement
(131) und das zweite Kopfelement (132) monolithisch ausgeführt sind.
13. Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Basis (10; 110) zumindest eine Durchgangsöffnung (19; 119) für einen Haltebolzen
zum Befestigen der Basis (10; 110) an der Gebäudestruktur (91; 191) vorgesehen ist.
14. Befestigungsanordnung, aufweisend eine Konsole nach einem der vorstehenden Ansprüche
und ein Halteprofil (92; 192) für Fassadenplatten (93; 193), welches zumindest bereichsweise
zwischen den beiden Schenkelplatten (21, 22; 121, 122) aufgenommen und mit den Schenkelplatten
(21, 22; 121, 122) verbunden ist.
15. Fassadenstruktur, aufweisend eine Befestigungsanordnung nach Anspruch 14, eine Gebäudestruktur
(91; 191), an der die Konsole der Befestigungsanordnung befestigt ist, und zumindest
eine Fassadenplatte (93; 193), die am Halteprofil (92; 192) der Befestigungsanordnung
befestigt ist.