[0001] Die Präsentation eines Sortimentes von Wäschespinnen oder ähnlichen Geräten wie Gartenschirmen
in den Verkaufsräumen ist schwierig, weil einerseits begrenzt Platz zur Verfügung
steht, andererseits die Wäschespinnen im zusammengeklappten Zustand relativ hoch bei
kleiner Grundfläche sind, und damit sie nicht umfallen eine sichere Fixierung benötigen,
anderseits aber auch vom Endkunden leicht zu entnehmen sein sollen, wenn er sich für
eine bestimmte Type entschieden hat und damit zur Kasse geht.
[0002] Es sind dazu verschiedene Lösungsansätze bekannt, die aus mehr oder weniger stabilen
Eisenrahmen, meist in Palettengröße, mit Fächern bestehen, in die die Wäschespinnen
gestellt werden können. Nun sind diese Eisenrahmen recht schwer und teuer und zudem
korrosionsanfällig, wenn sie ganz oder teilweise im Freigelände präsentiert werden.
Im Sinne einer Platzmaximierung werden zunehmend auch die Präsentationsflächen nur
zur Saison vergeben, sodass vor allem im Winter die Wäschespinnen in der Hochzone
gelagert werden, während für die Präsentationsständer kein Platz mehr ist, und diese
sehr oft im Außenlager vernichtet oder schwer beschädigt werden. Auch Lösungen, die
diese Rahmen aus Holz preiswerter zur Verfügung stellen, sind von diesem Problem betroffen,
sodass sehr oft dem Handel in der Frühjahrssaison, dem Beginn der Verkaufszeit für
Wäschespinnen, wieder neue, teure Ständer zur Verfügung gestellt werden müssen.
[0003] Eine andere Lösung versucht, die Kostenproblematik mit entsprechenden Boxen aus Wellkarton
zu lösen, die aber wegen der notwendigen Unterteilungen in diverse Fächer, um die
Wäschespinnen stabil zu lagern, einerseits aufwendig zu fertigen sind, andererseits
bei der Lagerung im überdachten Freigelände sehr schnell durch die Feuchtigkeit unstabil
werden und ersetzt werden müssen. Ob nun Metallgestelle, Holzrahmen oder Kartonboxen,
oft müssen daher mit hohem Transportaufwand diese erneuert werden, um die Präsentation
beim Handel sauber darzustellen. Zudem wünscht die ständig sich verschärfende Platzoptimierung
eine flexible Größe der Präsentationsständer, um gezielt auf verschiedene Geschäfts-
und Platzgrößen eingehen zu können, was mit den jetzt bekannten, starren Präsentationsboxen
nicht möglich ist. Zudem ist es für den Endkunden recht schwierig, aus diesen Boxen
die Wäschespinnen zu entnehmen, da die Metallrahmen zur Sicherung gegen das Umkippen
der Wäschespinnen mit teilweise hüfthohen Balken oder Ketten, die Kartonboxen durch
ebenso hohe Fächer gesichert sind, aus denen die Wäschespinnen mühevoll heraus gehoben
werden müssen.
[0004] Mit der vorliegenden Erfindung soll sowohl eine flexible, aber auch in Hinblick auf
Transportkosten optimierte, Präsentationslösung geschaffen werden, die zudem noch
entnahmefreundlich für den Endkunden ist:
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Vorrichtung zumindest ein Traggestell
umfasst, welches ein oder mehrere Halteöffnungen zur Aufnahme der längsgestreckten
Objekte aufweist, und dass das Traggestell von Seitenwänden begrenzt ist, welche zumindest
teilweise Befestigungselemente aufweisen. Bevorzugt werden die Halteöffnungen durch
Aufnahmerohre gebildet, in denen die Enden der längsgestreckten Objekte einsteckbar
sind. Die Aufnahmerohre können ausgehend von einer Deckplatte des Traggestells und
parallel zueinander ausgebildet sein.
[0005] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Aufnahmerohre einen Durchmesser aufweisen,
der sich, ausgehend von der Deckplatte bis zum anderen Ende, verringert, sodass die
Aufnahmerohre leicht konisch sind.
[0006] Bevorzugt sind die Befestigungselemente durch Rastnuten und Rastvorsprünge zum Verrasten
mit zumindest einem weiteren Tragestell gebildet.
[0007] In vorteilhafter Weise können die Traggestelle Außenabmessungen aufweisen, die ganzzahlige
Teile der Abmessungen einer Transportpalette sind, und bevorzugt die Außenabmessungen
einer Viertelpalette aufweisen. Bevorzugt besteht die Haltevorrichtung aus Recyclingkunststoff.
[0008] Im Handel ist günstiger Weise die kleinste erforderliche Präsentationsgröße die sogenannte
Viertelpalette mit den Flächenabmessungen 60 x 40 cm. Zwei solcher Palettenteile nebeneinander
ergeben die Halbpalette von 80 x 60 cm und vier Stück dieser kleinsten Präsentationsgröße
ergeben die Normalpalettengröße von 120 x 80 cm. Diese Maße sind gängige Logistikgrößen
und daher für die Beladung von LKWs, etc. optimiert.
[0009] Im vorliegenden Fall hat sich als günstig erwiesen, wenn die Traggestelle an ihren
Seitenwänden schwalbenschwanzförmige Ausformungen aufweisen, die in entsprechende
schwalbenschwanzförmige Ausschnitte an den gegenüberliegenden Seitenflächen des weiteren
Traggestells eingreifen. Somit kann man durch einfaches Zusammenstecken der Traggestelle
in modulartiger Weise drei verschiedene Präsentationsformen ausbilden. So lassen sich
die einzelnen Traggestelle einfach und kostengünstig herstellen und transportieren,
wobei vor Ort für den Display die Traggestelle zur gewünschten Größe und Anordnung
verbunden werden können.
[0010] Wenn die Aufnahmerohre zum bodenseitigen anderen Ende hin konisch verengt sind, werden
die länglichen Objekte und Wäschespinnen beim Einstecken sicher fixiert, wobei aber
für den Endkunden trotzdem eine leichte Entnahme ermöglicht wird. Wenn als Material
Recyclingkunststoff gewählt wird, ergibt dies nicht nur eine ideale Möglichkeit der
Formgebung und Massenherstellung, sondern bietet auch die notwendige Elastizität der
Aufnahmerohre und bietet auch den gewünschten Witterungsschutz.
[0011] In einer alternativen Ausführungsform kann die Deckplatte als Bodenplatte ausgebildet
sein, sodass die Aufnahmerohre nach oben ragend angeordnet sind. Die Aufnahmerohre
können Durchmesser aufweisen, die sich von der Deckplatte nach oben erweitern, sodass
die Aufnahmerohre leicht konisch sind. Die als Bodenplatte dienende Deckplatte kann
Abflusslöcher aufweist, um z.B. den Abfluss von Regenwasser zu ermöglichen.
[0012] Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung kann gegenüber dem nachstehend geschilderten
und anhand der Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel im Rahmen der Erfindung
vielfältig abgeändert werden. Beispielsweise kann die Deckplatte statt einer durchgehenden
Platte aus Stegen gebildet sein, um Material und Gewicht zu sparen. Gleiches gilt
für die Seitenwände. Auch die Befestigungselemente können anders ausgebildet sein
als die dargestellte Schwalbenschwanzverbindung. Die Verbindung kann auch durch Klammern
oder Steckelementen hergestellt werden. Wenn bevorzugt die gesamte Haltevorrichtung
oder modulartig die Traggestelle aus einem einzigen Kunststoffteil geformt sind, kann
es auch vorteilhaft sein, die Traggestelle aus Einzelelementen zusammenzusetzen, sodass
die Traggestelle auch aus plattenförmigen Bauteilen und Rohren zusammengesetzt werden
können.
[0013] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen beschrieben.
Figur 1 zeigt die Aufsicht auf ein Traggestell.
Figur 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie A↓- A↓ in Figur 1; und
Figur 3 zeigt eine alte Vorrichtung mit vier Traggestellen mit beispielsweise den
Außenabmessungen einer Palette.
Figuren 4 und 5 zeigen eine weitere Ausführung der Erfindung.
[0014] Die Fig. 1 zeigt in Aufsicht ein Traggestell 1 mit elf Halteöffnungen 2, die das
obere Ende der Aufnahmerohre 3 darstellen und durch die das längliche Objekt 11 in
die Aufnahmerohre 3 eingesteckt werden können. Das Traggestell 1 ist nach oben hin
durch die Deckplatte 4 abgeschlossen.
[0015] Als Befestigungselemente 5 sind in den Seitenwänden 6 Rastnuten 7 und Rastvorsprünge
8 vorgesehen. Die Längserstreckung 9 beträgt beispielsweise 60 cm und die Breite 10
beträgt 40 cm. Die Befestigungselemente 5 sind in diesem Beispiel an allen Seitenwänden
6 des Traggestells 1 vorgesehen. Es kann auch genügen, diese Befestigungselemente
5 jeweils an nur zwei rechtwinklig aneinanderstoßenden Seitenwänden 6 vorzusehen,
um nach außen glatte Flächen zu zeigen.
[0016] Fig. 2 zeigt den Schnitt A↓-A↓ in Figur 1. Bei Verwendung konischer Aufnahmerohre
3 kann d1 größer d2 sein. Der engere Durchmesser d2 muss jedoch das elastische Einschieben
des länglichen Objekts 11, wie z. B. des Fußteiles einer Wäschespinne, zulassen.
[0017] Die Fig. 3 zeigt vier erfindungsgemäße Traggestelle 1 zusammengesetzt zu einer Haltevorrichtung
auf einer Standardpalette mit der Größe 120 x 80 cm. Die Palette trägt das Bezugszeichen
12 und ist in idealisierter Form mit den identen Abmessungen, wie die Haltevorrichtung,
dargestellt.
[0018] Die Haltevorrichtung kann mit Füßen versehen werden, wenn sie eine erhöhte Stellung
einnehmen soll.
[0019] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine alternative Ausführungsform, wobei die Deckplatte
4 jedoch unten am Boden liegend angeordnet ist, und die Aufnahmerohre 3 nach oben
ragen. Die Aufnahmerohre 3 können mit sich nach oben erweiternden Durchmessern d1,
d2, also leicht konisch, ausgebildet sein. Um eingedrungenes Wasser abzuleiten, ist
es vorteilhaft, die als Bodenplatte dienende Deckplatte 4 mit Abflusslöchern 13 zu
versehen.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1
- Traggestell
- 2
- Halteöffnung
- 3
- Aufnahmerohre
- 4
- Deckplatte
- 5
- Befestigungselemente
- 6
- Seitenwände
- 7
- Rastnuten
- 8
- Rastvorsprünge
- 9
- Längserstreckung
- 10
- Breite
- 11
- Längsgestreckte Objekte
- 12
- Palette
- 13
- Abflussloch
- d1
- Durchmesser
- d2
- Durchmesser
1. Haltevorrichtung für längsgestreckte Objekte (11), wie Wäschespinnen oder Schirme,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zumindest ein Traggestell (1) umfasst, welches ein oder mehrere Halteöffnungen
(2) zur Aufnahme der längsgestreckten Objekte (11) aufweist, und dass das Traggestell
(1) von Seitenwänden (6) begrenzt ist, welche zumindest teilweise Befestigungselemente
(5) aufweisen.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteöffnungen (2) durch Aufnahmerohre (3) gebildet sind, in denen die Enden
der längsgestreckten Objekte (11) einsteckbar sind.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmerohre (3) ausgehend von einer Deckplatte (4) des Traggestells (1) und
parallel zueinander ausgebildet sind.
4. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmerohre (3) Durchmesser (d1, d2) aufweisen, die sich ausgehend von der
Deckplatte (4) nach unten verringern, sodass die Aufnahmerohre (3) leicht konisch
sind.
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (5) Rastnuten (7) und Rastvorsprünge (8) zum Verrasten mit
zumindest einem weiteren Tragestell (1) sind.
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Traggestelle (1) Außenabmessungen (9, 10) aufweisen, die ganzzahlige Teile der
Abmessungen (9, 10) einer Transportpalette (12) sind und bevorzugt die Außenabmessungen
(9, 10) einer Viertelpalette aufweisen.
7. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Traggestelle (1) der Haltevorrichtung aus Recyclingkunststoff bestehen.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckplatte (4) als Bodenplatte ausgebildet ist, und dass die Aufnahmerohre (3)
nach oben ragend angeordnet sind.
9. Haltevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmerohre (3) Durchmesser (d1, d2) aufweisen, die sich von der Deckplatte
(4) nach oben erweitern, sodass die Aufnahmerohre (3) leicht konisch sind.
10. Haltevorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die als Bodenplatte dienende Deckplatte (4) Abflusslöcher (13) aufweist.