[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abbau von Gesteinsmaterial unter Tage unter
Ausbildung einer Herrichtungs- oder Abbaustrecke mittels einer Vollschnittmaschine
mit einem rotierend angetriebenen Schneidkopf, dessen Bohrdurchmesser den Durchmesser
der Herrichtungs- oder Abbaustrecke vorgibt, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vollschnittmaschine gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 8.
[0003] Vollschnittmaschinen zum Abbau von Gesteinsmaterial unter Tage unter Ausbildung einer
Aus- und Vorrichtungsstrecke sind seit langem bekannt. Derartige Vollschnittmaschinen
stellen komplexe Vortriebsanlagen dar, welche einen Schneidkopf, eine Verspann- und
Vortriebseinrichtung sowie eine Ausbaueinrichtung sowie zahlreiche weitere Einrichtungen,
wie Förderbänder oder Transportschnecken für die Abförderung des gelösten Gesteinsmaterials
sowie entsprechende Versorgungseinrichtungen, aufweisen. Der rotierend angetriebene
Schneidkopf arbeitet im Vollschnitt das Gesteinsmaterial ab, so dass eine hohe Abbaugeschwindigkeit
und ein effizienter Streckenbau erzielbar sind. Derartige Vollschnittmaschinen weisen
eine erhebliche Gesamtlänge von mehreren 10 Metern bis zu über 100 Metern auf.
[0004] Die Montage und Demontage einer derartigen Vollschnittmaschine ist mit einem ganz
erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden und kann bis zu mehreren Wochen dauern.
Solche Vollschnittmaschinen werden daher zumeist zum Bau längerer Strecken eingesetzt,
welche im Wesentlichen geradlinig verlaufen.
[0005] Aus der gattungsbildenden
JP 2002 106 289 A ist bekannt, eine Vollschnittmaschine und mehrere Anhänger zum Laden von Gesteinsmaterial
auf Transportwägen zu transportieren, welche jeweils eine drehbare Plattform aufweisen.
Die Vollschnittmaschine wird mit einem Transportwagen verfahren und in eine Abbaustrecke
gedreht. Mit fortschreitendem Abbau werden die Anhänger zum Aufnehmen des Gesteins
nachgeführt.
[0006] Die
US 5,634,692 offenbart eine Tunnelbohranordnung mit einer Haupt-Tunnelbohrmaschine und einer Hilfs-Tunnelbohrmaschine.
Die Hilfs-Tunnelbohrmaschine ist schwenkbar in der Haupt-Tunnelbohrmaschine gelagert,
wobei von einer Hauptstrecke abzweigende Querstrecken gebohrt werden können.
[0007] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Abbau von Gesteinsmaterial unter Tage unter Ausbildung
einer Herrichtungs- oder Abbaustrecke sowie eine Vollschnittmaschine anzugeben, welche
besonders effizient und flexibel einsetzbar sind.
[0008] Nach der Erfindung wird die Aufgabe zum einen durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und zum anderen durch eine Vollschnittmaschine mit den Merkmalen des
Anspruchs 8 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweils
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Vollschnittmaschine
in einer ersten Vortriebsrichtung eine erste Herrichtungs- oder Abbaustecke ausgehend
von einer ersten Hauptstrecke zu einer zweiten Hauptstrecke aufgefahren und gebildet
wird, welche in einem Abstand längs der ersten Hauptstrecke verläuft, dass die Vollschnittmaschine
in die zweite Hauptstrecke umgesetzt wird und dass ausgehend von der zweiten Hauptstrecke
mittels der Vollschnittmaschine in einer zweiten Vortriebsrichtung, welche der ersten
Vortriebsrichtung im Wesentlichen entgegengesetzt ist, zu der ersten Hauptstrecke
eine zweite Herrichtungs-oder Abbaustrecke aufgefahren und gebildet wird.
[0010] Eine Grundidee des erfindungsgemäßen Verfahrens kann darin gesehen werden, eine Vollschnittmaschine
als eine wendige Vortriebseinrichtung vorzusehen, so dass eine Vollschnittmaschine
schnell und mit einem begrenzten Aufwand in dem begrenzten Raum unter Tage umgesetzt
und gewendet werden kann. Das Verfahren kann insbesondere im Bergbau oder beim Erstellen
kleinerer Nebenstrecken im Tunnelbau eingesetzt werden, welche sich quer zwischen
zwei Hauptstrecken, welche auch Tunnel oder Stollen sein können, erstreckt. Das erfindungsgemäße
Verfahren kann auch zum Erstellen nur einer Querstrecke eingesetzt werden.
[0011] Es kann so nach der Erfindung eine effizient arbeitende Vollschnittmaschine für eine
Querstrecke auch bei kleineren Strecken oder Tunneln und insbesondere in Bergwerken
zum Abbau von Lagerstätten eingesetzt werden, welche bisher mit anderen Vortriebsgeräten
aufgefahren werden mussten. Grundsätzlich kann die Vollschnittmaschine eine kompakte
Einheit sein.
[0012] Ein Aspekt der Erfindung besteht darin, dass die Vollschnittmaschine beim Umsetzen
in mindestens zwei Längsmodule zerlegt, die mindestens zwei Längsmodule gewendet und
wieder in entgegengesetzter Vortriebsrichtung zusammengesetzt werden. Die Vollschnittmaschine
wird gemäß der Erfindung modular aufgebaut, wobei die einzelnen Längsmodule leicht
voneinander getrennt und wieder zusammengesetzt werden können. Die Längsmodule, welche
Längsabschnitte der länglichen Vollschnittmaschine darstellen, weisen eine Länge von
wenigen Metern, vorzugsweise 2 bis 6 Metern, insbesondere 3 bis 5 Metern auf. Die
Längsmodule können somit ohne weiteres unter Tage demontiert, verfahren und gehandhabt
werden. Dabei werden die Längsmodule vorzugsweise in umgekehrter Vortriebsrichtung
wieder zusammengesetzt, so dass also ein Wenden der Längsmodule um etwa 180° stattgefunden
hat. Die Herrichtungs- oder Abbaustrecken sowie die Querstrecken im Tunnelbau können
etwa parallel oder auch in einem Winkel zueinander verlaufen. In bestimmten Fällen
ist auch ein Kreuzen von Strecken möglich.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann darin gesehen werden,
dass zwischen den zwei Hauptstrecken mehr als zwei Herrichtungs- oder Abbaustrecken
durch wiederholtes Umsetzen der Vollschnittmaschine gebildet werden. Insbesondere
können sich eine Vielzahl von Herrichtungs- oder Abbaustrecken leiterartig oder mäanderförmig
zwischen den zwei Hauptstrecken erstrecken. Dies ist insbesondere beim bergmännischen
Abbau von Lagerstätten vorteilhaft, welche von zwei oder mehr Hauptstrecken seitlich
umfasst sind. So können etwa die Hauptstrecken als herkömmliche Aus- und Vorrichtungsstrecken
aufgefahren sein. Dies kann ebenfalls durch eine Vollschnittmaschine oder durch andere
Abbaugeräte erfolgen. Grundsätzlich ist ein Querschnitt der Hauptstrecken größer als
der der Herrichtungs- oder Abbaustrecken, welche durch die Vollschnittmaschine gebildet
werden, erforderlich. Dies erlaubt ein verbessertes Handhaben und Rangieren der einzelnen
Längsmodule beim Umsetzen der Vollschnittmaschine.
[0014] Dabei besteht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darin, dass zu Beginn
einer Herrichtungs- oder Abbaustrecke eine Startstrecke aufgefahren wird, welche zur
Aufnahme der Vollschnittmaschine ausgebildet ist. Dabei wird vor dem Beginn des Erstellens
der Herrichtungs- oder Abbaustrecke eine Startstrecke im Übergangsbereich zwischen
der Hauptstrecke und der zu bildenden Herrichtungs- oder Abbaustrecke erstellt. In
dieser Startstrecke, welche vorzugsweise einen größeren Querschnitt als die Herrichtungs-
oder Abbaustrecke und vorzugsweise einen kleineren Querschnitt als die Hauptstrecke
aufweist, werden die Längsmodule wieder zu der Vollschnittmaschine mit entsprechender
Vortriebsrichtung zusammengesetzt.
[0015] Insbesondere ist es dabei vorteilhaft, dass die Startstrecke durch separates Vortriebsgerät
gebildet wird. So kann die Startstrecke bereits aus dem Gestein herausgearbeitet werden,
bevor die Vollschnittmaschine die Herrichtungs- oder Abbaustrecken auffährt. Das Vortriebsgerät
kann grundsätzlich ein aus dem Bergbau bekanntes Maschinensystem sein.
[0016] Eine besonders stabile und sichere Herrichtungs- oder Abbaustrecke wird nach einer
Verfahrensvariante der Erfindung dadurch erreicht, dass an der Vollschnittmaschine
eine Ausbaueinheit vorgesehen ist, durch welches das Gebirge im umliegenden Ringraum
der aufgefahrenen Herrichtungs- oder Abbaustrecke stabilisiert wird. Es können durch
die Ausbaueinheit je nach Bedarf alle im Berg- und Tunnelbau eingesetzten Ausbauformen
an der Streckenwand eingebracht werden. Besonders vorteilhaft ist es, dass durch die
Ausbaueinheit Bohranker in die Wandung der gebildeten Herrichtuns- oder Abbaustrecke
in etwa radialer Richtung eingebracht werden.
[0017] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorteilhaft,
dass mittels einer Abfördereinrichtung von dem Schneidkopf abgebautes Gesteinsmaterial
zu einem rückwärtigen Ende der Vollschnittmaschine gefördert wird. Dabei kann die
Abfördereinrichtung ein Förderband, eine Förderschnecke, eine Förderrinne oder ein
sonstiges Transportmedium für Gesteinsmaterial sein. Insgesamt kann die Abfördereinrichtung
auch aus mehreren Förderelementen gebildet sein.
[0018] Die Abfördereinrichtung erstreckt sich mindestens über die Länge der Vollschnittmaschine,
welche bis zu 10 m und mehr lang sein kann.
[0019] Dabei ist es nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante bevorzugt, dass
das abgeförderte Gesteinsmaterial von einem Förderfahrzeug aufgenommen und aus der
Herrichtungs- oder Abbaustrecke transportiert wird. Grundsätzlich kann in der Vollschnittmaschine
ein Aufnahmeraum zum Aufnehmen des abgearbeiteten Gesteinsmaterials vorgesehen sein.
Das Gesteinsmaterial kann aus diesem Zwischenlager oder direkt von dem Schneidkopf
zu dem rückwärtigen Ende der Vollschnittmaschine transportiert werden. Über eine Übergabeeinrichtung
kann das zerkleinerte Gesteinsmaterial an einen Muldenkipper oder einen Fahrlader
übergeben werden.
[0020] Die erfindungsgemäße Vollschnittmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass diese aus
mindestens zwei Längsmodulen aufgebaut ist, welche lösbar miteinander verbunden sind.
Die Längsmodule bilden dabei Längsabschnitte der Vollschnittmaschine. Diese sind über
schnell lösbare Verbindungen sowie über Koppelelemente der jeweiligen Energieleitungen
leicht lösbar miteinander verbunden. Die einzelnen Längsmodule sind dabei von ihrer
Länge und ihrem jeweiligen Gewicht so ausgebildet, dass diese unter Tage von einem
Transport- und Handhabungsfahrzeug aufgenommen und transportiert werden können. Die
Längsmodule weisen vorzugsweise eine Länge zwischen 1,5 bis 4 m und einen Durchmesser
zwischen 1,5 m und 5 m auf.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine
ist vorgesehen, dass ein erstes Längsmodul mit einem Schneidkopf, ein zweites Längsmodul
mit einer Verspann- und Vortriebseinheit und ein drittes Längsmodul mit einer Verspanneinheit
vorgesehen sind. Der Schneidkopf weist eine rotierende Kopfplatte auf, an welcher,
in bekannter Weise, rollenförmige oder walzenförmige Abbauwerkzeuge oder Rollenmeißel
zum Abtragen des Gesteinsmaterials an der Ortsbrust vorgesehen sind. Der Schneidkopf
wird drehend um eine Rotationsachse angetrieben, welche gleichzeitig eine Längsachse
der Vollschnittmaschine bildet. Der Schneidkopf umfasst auch die Antriebseinrichtung
zum rotierenden Antreiben der Kopfplatte mit den Abbauwerkzeugen.
[0022] Daran anschließend ist als ein zweites abteilbares Längsmodul die Verspann- und Vortriebseinheit
angeordnet, welche insbesondere einen oder mehrere Hydraulikzylinder aufweist. Die
Hydraulikzylinder sind in Längsrichtung angeordnet und können einen Hub bis zu 1 m
und mehr aufweisen. Daran anschließend ist ein drittes abteilbares Längsmodul vorgesehen,
welches als eine Verspanneinheit ausgebildet ist. Die Verspanneinheit weist radial
ausstellbare Spannelemente auf, mit welchen die Vollschnittmaschine gegenüber der
umgebenden Streckenwandung verspannt und damit fixiert werden kann. Dies erlaubt,
im Betrieb eine entsprechende Vortriebskraft auf den Schneidkopf aufzubringen und
diese Vortriebskraft gegenüber der hinteren Längsmodulwandabzustützen. Die Spannelemente
werden vorzugsweise über hydraulische Stellelemente radial ein- und ausgefahren. Für
die entsprechenden Energieleitungen, insbesondere die elektrischen Stromleitungen,
die Datenleitungen sowie die Hydraulikleitungen sind an den Trennstellen, welche im
Wesentlichen quer und vorzugsweise rechtwinklig zur Längsachse verlaufen, Leitungsverbinder
für ein schnelles Lösen und Verbinden der Leitungen vorgesehen. Weiter sind an den
Trennstellen mechanische Kopplungselemente, wie Bolzen oder Schraubenverbindungen,
zum lösbaren Verbinden der Längsmodule angeordnet.
[0023] Grundsätzlich können noch weitere und verschiedene Längsmodule an der Vollschnittmaschine
vorgesehen sein. Bevorzugt ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass ein
Längsmodul mit einer Ausbaueinheit und/oder einer Nachläufereinheit mit Ver- und Entsorgungseinrichtungen
vorgesehen sind. Durch die Ausbaueinheit kann ein Stabilisieren und insbesondere Abstützen
der Wand der gebildeten Herrichtungs- oder Abbaustrecke erfolgen. Über eine Nachläufereinheit,
welche fest mit den vorausgehenden Längsmodulen verbunden ist oder daran gelenkig
angehängt ist, können die Ver- und Entsorgungseinrichtungen mitgeführt werden. Insbesondere
können die verschiedenen Antriebsaggregate, wie z. B. Hydraulikpumpen, hier angeordnet
sein. Auch können entsprechende Einrichtungen zum Abfördern des Gesteinsmateriales
und auch zur Bewetterung der aufzufahrenden Herrichtungs- oder Abbaustrecke oder Aggregate
zur Auskleidung der Strecke, z.B. durch Spritzbetonin der Nachlaufeinheit integriert
sein.
[0024] Grundsätzlich können die Längsmodule eine unterschiedliche Außenform aufweisen. Eine
besonders effiziente Formgebung und Raumausnutzung wird nach einer Weiterbildung der
Erfindung dadurch erreicht, dass die Längsmodule einen etwa kreisförmigen Querschnitt
aufweisen, welche etwa dem Bohrdurchmesser des Schneidkopfes entspricht. Die Längsmodule
sind dabei als trommelförmige Längsabschnitte der Vollschnittmaschine ausgebildet.
Hierdurch werden eine effiziente Raumausnutzung und eine kompakte Form erreicht. Vorzugsweise
ist die Vollschnittmaschine für Bedienpersonal zugänglich, wobei mehrere Bedienstände
vorgesehen sind.
[0025] Nach einer weiteren Ausführungsform ist es bevorzugt, dass ein Aufnahmebereich für
abgetragenes Gesteinsmaterial und eine Fördereinrichtung für das abgetragene Gesteinsmaterial
vorgesehen sind. In dem Aufnahmebereich kann vom Schneidkopf abgetragenes Gesteinsmaterial
in der Vollschnittmaschine zwischengelagert werden. Über entsprechende Fördereinrichtungen
kann das Gesteinsmaterial vom Schneidkopf zum Aufnahmebereich und vom Aufnahmebereich
zum rückwärtigen Ende der Vollschnittmaschine gefördert werden. Am rückwärtigen Ende
der Vollschnittmaschine ist eine Übergabeeinrichtung vorgesehen, mit welcher das Gesteinsmaterial
zum weiteren Abtransport übergeben wird. Insbesondere kann das Gesteinsmaterial durch
einen Fahrlader oder einen Muldenkipper aufgenommen werden. Es kann aber auch ein
nachführbares Förderband am Ende der Vollschnittmaschine vorgesehen sein.
[0026] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die Ausbaueinheit
mindestens eine radial gerichtete Lafette aufweist, mit welcher Anker in die Wand
der Herrichtungs- oder Abbaustrecke einbringbar sind. Durch die Gebirgsanker wird
eine zuverlässige Stabilisierung der umgebenden Streckenwand ermöglicht. Die Ankerbohrlöcher
werden dabei in die Streckenwand etwa radial abgebohrt und die Anker mit dem Gebirge
tragfähig verbunden.. Die Ausbaueinheit weist dabei entsprechende Bohrlafetten auf,
welche radial gerichtet und entlang des Umfangs der Streckenwand verstellbar sind.
Die einzelnen Anker können in einem Aufnahmebereich im Boden der Ausbau - oder der
Nachläufereinheit zwischengelagert werden. Über eine Handhabungseinheit oder über
einen Bediener können die einzelnen Ankerstangen oder Ankerbolzen in die Lafette eingelegt
und mit einem entsprechenden Bohrantrieb radial in die Streckenwand eingebracht werden.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen weiter
beschrieben, welche schematisch in den Zeichnungen dargestellt sind. In den Zeichnungen
zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Abbau von Gesteinsmaterial
unter Tage unter Ausbildung einer Herrichtungs- oder Abbaustrecke;
- Fig. 2
- eine schematische perspektivische Ansicht zum Bilden einer Herrich-tungs- oder Abbaustrecke;
- Fig. 3
- eine perspektivische Schnittansicht, welche den Betrieb einer erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine
gemäß der Erfindung zeigt;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht zu einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Vollschnittmaschine von Fig. 4;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht einer Verspann- und Vortriebseinheit im eingefahrenen
Zustand einer Vollschnittmaschine nach Fig. 4 und Fig. 5;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht der Verspann- und Vortriebseinheit von Fig. 6 in einem
ausgefahrenen Zustand;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht einer Nachläufereinheit einer erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines Transportfahrzeuges gemäß der Erfindung;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht einer Aufnahmeeinheit gemäß der Erfindung für das Transportfahrzeug
von Fig. 9;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht des Transportfahrzeuges von Fig. 9 mit einer Aufnahmeeinheit;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht eines Transportfahrzeuges mit einem als Längsmodul ausgebildeten
Schneidkopf;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht des Transportfahrzeuges mit einem als Verspann- und Vortriebseinheit
ausgebildeten Längsmodul; und
- Fig. 14
- eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Transportfahrzeuges mit einem als
Verspann- und Ausbaueinheit ausgebildeten Längsmodul.
[0028] Gemäß der schematischen Darstellung von Fig. 1 werden zunächst eine erste Hauptstrecke
3 und eine zweite Hauptstrecke 4 in einem Abstand zueinander ausgebildet, wobei ein
Zwischenbereich umschlossen ist. Die beiden Hauptstrecken 3, 4 können bereits mit
einer Vollschnittmaschine oder mit einem anderen Abtragungsgerät hergestellt werden.
Der Abstand der beiden Hauptstrecken 3, 4 kann einige Meter bis zu mehreren 100 Metern
betragen. Andere Größen sind jedoch von der Erfindung nicht ausgeschlossen. Die beiden
Hauptstrecken 3, 4 verlaufen vorzugsweise parallel zueinander und auf einem gleichen
Höhenniveau. Die beiden Hauptstrecken 3, 4 können aber unterschiedlich verlaufen,
insbesondere längs mit einem Versatz oder in einem Winkel zueinander verlaufen und
beispielsweise zwei miteinander verbundene Schenkel eines U-förmigen Streckensystems
sein.
[0029] Ausgehend von der ersten Hauptstrecke 3 wird eine Vollschnittmaschine 10 quer zur
Längsrichtung der ersten Hauptstrecke 3 in einer ersten Vortriebsrichtung in Richtung
auf die zweite Hauptstrecke 4 unter Tage in einer vorab konventionell hergestellten
Start-/Schlusstrecke montiert. Von dieser Position aus wird die Vollschnittmaschine
durch das Gesteinsmaterial vorgetrieben, wobei Gesteinsmaterial abgebaut und eine
erste Herrichtungs- oder Abbaustrecke 2a erstellt wird. Bei Erreichen der zweiten
Start-/Schlussstrecke 4 wird die Vollschnittmaschine 10 von einem Transportfahrzeug
100 aufgenommen und zum Ausbilden einer zweiten Herrichtungs- oder Abbaustrecke 2b
in der zweiten Hauptstrecke 4 weitertransportiert. Dabei wird die Vollschnittmaschine
10 mit dem Transportfahrzeug 100, welches auch als Handhabungsfahrzeug bezeichnet
werden kann, um 180° gewendet. Sofern die Hauptstrecken 3, 4 ausreichend groß dimensioniert
sind, kann die Vollschnittmaschine 10 als eine kompakte Einheit verfahren und gewendet
werden.
[0030] Anschließend wird mittels der Vollschnittmaschine 10 eine zweite Herrichtungs- oder
Abbaustrecke 2b von der zweiten Hauptstrecke 4 wieder zurück in Richtung der ersten
Hauptstrecke 3 durch das Gestein aufgefahren. Die zweite Vortriebsrichtung ist dabei
im Wesentlichen der ersten Vortriebsrichtung entgegengesetzt, wie in Fig. 1 durch
die Pfeile dargestellt ist. Ein Mindestabstand der ersten Herrichtungs- oder Abbaustrecke
2a zu der zweiten Herrichtungs- oder Abbaustrecke 2b ist abhängig von der Standfestigkeit
des Gesteins und kann einige Meter bis zu mehreren Dutzenden Metern betragen. Vorzugsweise
ist ein Abstand zwischen 10 bis 50 Metern vorgesehen.
[0031] Nach Erreichen der ersten Hauptstrecke 3 kann die Vollschnittmaschine 10 abermals
von einem Transportfahrzeug 100 aufgenommen, gewendet und zum Auffahren einer dritten
Herrichtungs- oder Abbaustrecke 2c weitertransportiert werden. Das Bilden einer Herrichtungs-oder
Abbaustrecke 2 kann so oft wiederholt werden, wie dies gewünscht oder notwendig ist.
Hierbei wird eine leiterartige oder mäanderförmige Streckenstruktur erstellt. Eine
derartige Anordnung ist etwa im bergmännischen Abbau von Bodenschätzen, etwa von Diamanten
zweckmäßig.
[0032] Gemäß Fig. 2 ist eine weitere Anordnung mit einer ersten Hauptstrecke 3 und einer
zweiten Hauptstrecke 4 dargestellt, welche über eine Herrichtungs-oder Abbaustrecke
2 miteinander verbunden werden sollen. Aufgrund des relativ kleinen Durchmessers der
röhrenartigen Hauptstrecken 3, 4 wird in dem Zwischenraum zwischen den beiden Hauptstrecken
3, 4 zunächst eine Start-/Schlussstrecke 5 konventionell erstellt, welche zur Montage
und Demontage der Vollschnittmaschine 10 genutzt werden kann. Bei der Ausführung gemäß
Fig. 2 ist für das Transportfahrzeug 100 eine Transportbahn 98 aus Gleisschienen vorgesehen.
[0033] Gemäß Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform mit einer erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine
10 dargestellt, welche ausgehend von einer ersten Hauptstrecke 3 in einer horizontalen
Querrichtung unter Tage durch Gesteinsmaterial vorgetrieben wird. Die etwa zylinderförmige
Vollschnittmaschine 10 mit einem rotierenden Schneidkopf 22 erstellt eine im Wesentlichen
zylindrische Herrichtungs- oder Abbaustrecke 2. Die Vollschnittmaschine 10 weist eine
angehängte Nachläufereinheit 70 auf, zu welcher das abgearbeitete Gesteinsmaterial
von dem Schneidkopf 22 am vorderen Ende der Vollschnittmaschine 10 zum rückwärtigen
Ende transportiert und mittels einer Fördereinrichtung 76 an ein Förderfahrzeug 80
übergeben wird. Das Förderfahrzeug 80 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als
ein sogenannter Fahrlader mit einer Ladeschaufel 82 zur Aufnahme des Gesteinsmaterials
ausgebildet. Die Nachlaufeinheit 70 ist mit einer Abluftrohrleitung 78 und weiteren
Versorgungsleitungen 79 verbunden, um eine entsprechende Ver- und Entsorgung an der
Vollschnittmaschine 10 bereitzustellen.
[0034] Der Aufbau einer erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine 10 ist näher in den Figuren
4 und 5 dargestellt. Die gezeigte Vollschnittmaschine 10 weist ein erstes Längsmodul
20, ein zweites Längsmodul 30 und ein drittes Längsmodul 50 auf, welche axial lösbar
miteinander verbunden sind. Das erste Längsmodul 20 ist als ein Schneidkopf 22 ausgebildet,
an dessen Vorderseite eine rotierend angetriebene Kopfplatte 24 angeordnet ist. An
der Stirnseite der Kopfplatte 24 sind zum Abbau des Gesteinsmaterials nicht dargestellte
Abbauwerkzeuge angeordnet, beispielsweise drehbar gelagerte Rollenmeißel.
[0035] Der Schneidkopf 22 arbeitet über den gesamten Durchmesser der kreisscheibenförmigen
Kopfplatte 24 Gesteinsmaterial ab, so dass eine zylindrische Herrichtungs-oder Abbaustrecke
2 aufgefahren wird. Die Kopfplatte 24 ist drehbar um eine Längsachse an einem Grundkörper
26 des Schneidkopfes 22 gelagert und über mehrere Drehantriebe 28, welche in Fig.
12 dargestellt sind, rotierend angetrieben.
[0036] Das als Schneidkopf 22 ausgebildete erste Längsmodul 20 ist über nicht dargestellte
Verbindungsmittel lösbar mit dem zweiten Längsmodul 30 verbunden, welches als Vortriebseinheit
32 ausgebildet ist. Die Vortriebseinheit 32 wird nachfolgend näher im Zusammenhang
mit den Figuren 6 und 7 erläutert.
[0037] Im Anschluss an das zweite Längsmodul ist ebenfalls lösbar über Verbindungsmittel
das dritte Längsmodul 50 angekoppelt, welches eine Verspanneinheit 52 und eine Ausbaueinheit
60 aufweist. Die Verspanneinheit 52 weist ein trommelsegmentförmiges Bodenelement
58 auf, an welchem in radialer Richtung nach oben verstellbar ein trommelsegmentförmiges
Spannelement 54 verstellbar gelagert ist. Das Spannelement 54 kann über hydraulische
Spannzylinder 56 radial nach außen verstellt werden, um die Vollschnittmaschine 10
gegenüber der umgebenden Streckenwand zu verspannen und zu fixieren.
[0038] Vom Schneidkopf 22 abgetragenes Gesteinsmaterial wird durch die Vollschnittmaschine
10 von Durchgangsöffnungen in die Kopfplatte 24 über eine Abfördereinrichtung 16,
welche eine oder mehrere Förderschnecken, Transportketten und/oder Transportbänder
aufweisen kann, zu einem rückwärtigen Bereich gefördert. An einem rückwärtigen Bereich
des dritten Längsmoduls 50 ist weiterhin eine Ausbaueinheit 60 mit zwei um die Längsachse
verschwenkbaren Lafetten 62 angeordnet. Entlang der Lafetten 62 ist jeweils ein Bohrantrieb
64 verfahrbar angeordnet. Über den Bohrantrieb 64 kann so ein stangenförmiger Anker
63 in die umgebende Streckenwand eingebracht werden, um diese so zu stabilisieren.
[0039] Das zweite Längsmodul 30, welches als Vortriebseinheit 32 ausgebildet ist, wird in
den Figuren 6 und 7 näher dargestellt. Die Vortriebseinheit 32 weist ein trommelförmiges
Vorderteil 34 und ein trommelförmiges Hinterteil 36 auf. Deren Gehäuse weisen jeweils
an den zugewandten Seitenkanten zungenartige vordere Vorsprünge 35 und hintere Vorsprünge
37 auf. Die vorderen Vorsprünge 35 und die hinteren Vorsprünge 37 greifen zahnartig
ineinander, so dass in einem eingefahrenen Zustand das Vorderteil 34 und das Hinterteil
36 eine im Wesentlichen geschlossene trommelförmige Umfangswand bilden.
[0040] Das Vorderteil 34 und das Hinterteil 36 sind axial verfahrbar zueinander gelagert
und über beispielsweise insgesamt vier gleichmäßig über den Umfang verteilte innere
Vorschubzylinder 38 axial auseinander fahrbar und wieder einfahrbar. Die Vorschubzylinder
38 stützten sich jeweils an radial nach innen gerichtete Stützplatten 42 ab, welche
gleichzeitig als Verbindungsmittel 40 zum lösbaren Verbinden der angrenzenden Längsmodule
ausgebildet sind. Hierzu sind in den Stützplatten 42 jeweils mehrere Verbindungslöcher
44 eingebracht, so dass bei Anliegen einer korrespondierenden Stützplatte des angrenzenden
Längsmoduls über Schraubbolzen eine lösbare Verbindung geschaffen werden kann.
[0041] Die Vortriebseinheit 32 ist in Fig. 6 in einem axial eingefahrenen Zustand dargestellt.
Bei einem Fixieren der Vollschnittmaschine 10 gegenüber der Streckenwand mittels der
Spanneinheit 52 kann ein Vorschub des Schneidkopfes 22 erfolgen. Hierzu werden in
der Vortriebseinheit 32 die Vorschubzylinder 38 axial ausgefahren, so dass der Schneidkopf
22 mit einer vorgegebenen Andruckkraft gegen die Ortsbrust des anstehenden Gebirges
gedrückt wird. Nach Erreichen des maximalen Vorschubs wird die Spanneinheit 52 gelöst.
Anschließend kann durch Einfahren der Vorschubzylinder 38 das Hinterteil 36 wieder
in Vorschubrichtung in das Vorderteil 34 der Vorschubeinheit 32 eingefahren werden.
Anschließend kann durch erneutes Verspannen der Vollschnittmaschine 10 mittels der
Spanneinheit 52 ein weiterer Vorschubschritt erfolgen.
[0042] Die Nachläufereinheit 70 der erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine 10 ist in Fig.
8 näher dargestellt. Auf einer trommelsegmentförmigen Bodenplatte 71 sind zwei kastenförmige
Versorgungseinrichtungen 74 angeordnet, zwischen denen sich eine bandförmige Fördereinrichtung
76 zum Transportieren des abgetragenen Gesteinsmaterials erstreckt. Innerhalb der
Nachlaufeinheit 70 ist ein Aufnahmebereich 77 zum Durchführen des gelösten Gesteinsmaterials
vorgesehen. Die Fördereinrichtung 76 kann aus dem Aufnahmebereich 77 das gelöste Gesteinsmaterial
nach hinten zu einem Förderfahrzeug 80 abfördern, welches in Fig. 3 dargestellt ist.
An einer Oberseite der Nachläufereinheit 70, welche auch als Versorgungseinheit bezeichnet
werden kann, ist eine Absaugeinrichtung 72 zum Absaugen von Staub angeordnet. Die
Absaugeinrichtung 72 ist mit der Abluftrohrleitung 78 gemäß Fig. 3 verbunden, um Staub
aus der Herrichtungs- oder Abbaustrecke 2 abzuführen. Die Nachlaufeinheit 70 ist an
das vorausgehende dritte Längsmodul 50 lösbar gekoppelt und kann als ein viertes Längsmodul
angesehen werden. Oberhalb der Bodenplatte 71 können Anker 63 für die Ausbaueinheit
60 gelagert werden. Weiterhin ist die Vollschnittmaschine 10 mit einer grundsätzlich
bekannten Steuereinrichtung versehen, welche ein richtungsgenaues Auffahren der Herrichtungs-
oder Abbaustrecke 2 sicherstellt.
[0043] Im Zusammenhang mit den Figuren 9 bis 14 wird ein erfindungsgemäßes Transportfahrzeug
100 näher erläutert, welches für ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Handhaben und
Transportieren einer erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine 10 verwendbar ist. Das
Transportfahrzeug 100 weist ein U-förmiges Fahrgestell 102 mit zwei parallelen Längsschenkeln
104 auf, welche über einen Querschenkel 106 miteinander fest verbunden sind. An den
Außenseiten der Längsschenkel 104 sind jeweils ein Fahrschiff 120 angebracht, welches
im dargestellten Ausführungsbeispiel mit umlaufenden Raupenketten versehen ist. An
der Oberseite des Querschenkels 106 ist eine Antriebs- und Steuereinheit 118 angeordnet,
welche eine Energieversorgung und eine Steuereinrichtung umfasst. Das Transportfahrzeug
100 kann kabelgebunden oder kabellos ferngesteuert sein. Alternativ kann an der Antriebs-
und Steuereinheit 118 auch ein Bedienstand für einen Bediener vorgesehen sein.
[0044] Entlang der Innenseiten der Längsschenkel 104 des Fahrgestelles 102 sind schienenartige
Leisten 112 angeordnet, welche zusammen mit dem Querschenkel 106 eine Ablagefläche
114 bilden. Aufgrund der U-förmigen Ausgestaltung des Fahrgesteiles 102 bleibt ein
Mittenbereich frei, wodurch ein Aufnahmeraum 108 für ein Aufnahmegestell 130 gebildet
ist. Das Aufnahmegestell 130, welches in Fig. 10 dargestellt ist, wird durch die Halterung
110 an dem Transportfahrzeug 100 aufgenommen und gehalten.
[0045] Das Aufnahmegestell 130 gemäß Fig. 10 weist eine Rahmenstruktur 131 mit einer teilzylindrisch
gebogenen oberen Aufnahmeseite 132 auf. Die Aufnahmeseite 132 ist zum Aufnehmen und
Halten eines trommelförmigen Längsmoduls der zuvor beschriebenen Vollschnittmaschine
10 ausgebildet. An einer Unterseite 134 des Aufnahmegestells 130 sind seitliche Auflageleisten
136 angeordnet. Weiterhin sind seitliche Lagerplatten 138 an der Unterseite 134 angeordnet,
an welchen ausfahrbare stempelförmige Füße 140 angeordnet sind. Die Füße 140 können
über nicht dargestellte innere Stellzylinder zwischen der in Fig. 10 dargestellten
Ausfahrposition und einer eingefahrenen Rückzugsposition verfahren werden. Die Stellzylinder
können hydraulisch betätigbar sein.
[0046] Die Ausfahrposition der bolzenartigen Füße 140 ist dann eingenommen, wenn das Aufnahmegestell
130 am Boden oder auf einer Montageplatte abgestellt ist. In dieser Position kann
das Transportfahrzeug 100 mit der Halterung 110 am Fahrgestell 102 unter das Aufnahmegestell
130 fahren. Durch Einfahren der Füße 140 wird das Aufnahmegestell 130 abgesenkt, wobei
die Auflageleisten 136 mit der Ablagefläche 114 der schienenartigen Leisten 112 der
Halterung 110 am Fahrgestell 102 in Kontakt kommen. Die Energieversorgung der Stellzylinder
der Füße 140 kann über die Anschluss- und Steuereinheit 118 des Transportfahrzeuges
100 über nicht dargestellte lösbare Versorgungsleitungen erfolgen. Nachdem das Aufnahmegestell
130 auf der Halterung 110 im Aufnahmeraum 108 des Transportfahrzeuges 100 abgesetzt
ist, wie in Fig. 11 dargestellt, kann das Aufnahmegestell 130 durch das Transportfahrzeug
100 verfahren werden.
[0047] Das Transportfahrzeug 100 mit dem Aufnahmegestell 130 kann nunmehr etwa zum Demontieren
einer Vollschnittmaschine 10 verfahren werden. Nach dem Erstellen einer ersten Nebenstrecke
2a durch die Vollschnittmaschine 10 kann durch das Transportfahrzeug 100 ein erstes
Längsmodul 20 aufgenommen werden, wie etwa in Fig. 12 dargestellt ist. Das Aufnahmegestell
130 sowie das Transportfahrzeug 100 sind insgesamt so ausgelegt, dass das erste Längsmodul
20, welches als ein Schneidkopf 22 mit nach hinten vorstehenden Drehantrieben 28 ausgebildet
ist, in kompakter Weise aufgenommen werden kann. Durch die Anordnung der Halterung
110 zwischen den zwei riegelartigen Fahrschiffen 120 kann die Bauhöhe der Fahrschiffe
120 zumindest teilweise als Aufnahmeraum mit genutzt werden. Hierdurch wird die Gesamthöhe
des Transportfahrzeuges 100 mit dem aufgenommenen Längsmodul 20 gering gehalten, so
dass aufgrund der erreichten kompakten Anordnung ein sehr gutes Transportieren und
Handhaben bei den begrenzten Raumverhältnissen unter Tage ermöglicht wird. In der
Darstellung gemäß Fig. 12 sind die als Verbindungslöcher ausgebildeten Verbindungmittel
40 an einer Rückwand des ersten Längsmoduls 20 erkennbar. Die Verbindungsmittel 40
korrespondieren mit dem Verbindungsmittel 40 an dem darauffolgenden zweiten Längsmodul
30, welche im Zusammenhang mit Fig. 6 erläutert wurden. Über entsprechende Schraubbolzen
und Schraubmuttern können die Längsmodule lösbar miteinander gekoppelt werden.
[0048] Gemäß Fig. 13 ist dargestellt, dass das Transportfahrzeug 100 auch das zweite Längsmodul
30 aufnehmen kann, welches als Vorschubeinheit 32 ausgebildet ist. Das zweite Längsmodul
30 ist auf einem palettenförmigen Aufnahmegestell 130 angeordnet, welches speziell
für das zweite Längsmodul 30 ausgebildet sein kann.
[0049] In Fig. 14 ist das erfindungsgemäße Transportfahrzeug 100 mit dem dritten Längsmodul
50 dargestellt. Das dritte Längsmodul 50 ist ebenfalls auf einem Aufnahmegestell 130
abgelegt, welches von dem Transportfahrzeug 100 aufgenommen und gehalten ist. Auch
das Aufnahmegestell 130 für das dritte Längsmodul 50 kann als ein Universalaufnahmegestell
130 oder speziell für die Form des dritten Längsmoduls 50 ausgebildet sein. Insbesondere
ist das Aufnahmegestell 130 so ausgebildet, dass die Längsmodule in beiden Längsausrichtungen
aufgenommen werden können.
[0050] Der Darstellung gemäß Fig. 14 sind die Anordnung der insgesamt vier Spannzylinder
56 zum Verstellen des oberen bogenförmigen Spannelementes 54 sowie das Lochbild der
Verbindungsmittel 40 besonders anschaulich zu entnehmen.
[0051] Das Umsetzen einer erfindungsgemäßen Vollschnittmaschine 10 nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren kann insbesondere dadurch erfolgen, dass nach dem Erstellen einer ersten
Herrichtungs- oder Abbaustrecke 2a die einzelnen Längsmodule von einem Transportfahrzeug
100 mit einem Aufnahmegestell 130 aufgenommen werden und an einer Zwischenposition
das Aufnahmegestell 130 mit dem jeweiligen Längsmodul zunächst abgesetzt werden. Durch
ein zweites Transportfahrzeug 100 oder durch ein entsprechendes Rangieren des ersten
Transportfahrzeuges 100 kann das Längsmodul mit dem Aufnahmegestell 130 von der entgegengesetzten
Seite wieder aufgenommen werden, so dass ein Wenden und damit ein Zusammenbau der
Längsmodule mit geänderter Vortriebsrichtung ermöglicht wird. Grundsätzlich kann durch
ein erfindungsgemäßes Transportfahrzeug 100 auch eine Gesamteinheit einer Vollschnittmaschine
10 aufgenommen werden, sofern diese mit einer kompakten Gesamtlänge von einigen Metern
ausgebildet ist.
1. Verfahren zum Abbau von Gesteinsmaterial unter Tage unter Ausbildung einer Herrichtungs-
oder Abbaustrecke mittels einer Vollschnittmaschine (10) mit einem rotierend angetriebenen
Schneidkopf (22), dessen Bohrdurchmesser den Durchmesser der Herrichtungs- oder Abbaustrecke
vorgibt, wobei
- mittels der Vollschnittmaschine (10) in einer ersten Vortriebsrichtung eine erste
Herrichtungs- oder Abbaustecke (2a) ausgehend von einer ersten Hauptstrecke (3) zu
einer zweiten Hauptstrecke (4) aufgefahren und gebildet wird,
- die Vollschnittmaschine (10) in der zweiten Hauptstrecke (4) umgesetzt wird und
- ausgehend von der zweiten Hauptstrecke (4) mittels der Vollschnittmaschine (10)
in einer zweiten Vortriebsrichtung, welche der ersten Vortriebsrichtung im Wesentlichen
entgegengesetzt ist, zu der ersten Hauptstrecke (3) eine zweite Herrichtungs- oder
Abbaustrecke (2b) aufgefahren und gebildet wird, welche in einem Abstand längs der
ersten Hauptstrecke (3) verläuft,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Vollschnittmaschine (10) beim Umsetzen in mindestens zwei Längsmodule (20, 30,
50) zerlegt wird, welche ein erstes Längsmodul (20) mit einem Schneidkopf (22) und
ein zweites Längsmodul (30) mit einer Verspann- und Vortriebseinheit (32) umfassen,
- dass ein Zerlegen über schnell lösbare Verbindungen sowie über leicht lösbare Koppelelemente
der Energieleitungen erfolgt, und
- dass die mindestens zwei Längsmodule (20, 30, 50) gewendet und wieder in entgegengesetzter
Vortriebsrichtung zusammengesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den zwei Hauptstrecken (3, 4) mehr als zwei Herrichtungs- oder Abbaustrecken
(2a, 2b, 2c) durch wiederholtes Umsetzen der Vollschnittmaschine (10) gebildet werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zu Beginn einer Herrichtungs- oder Abbaustrecke (2) eine Startstrecke (5) gebildet
wird, welche zur Aufnahme der Vollschnittmaschine (10) ausgebildet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Startstrecke (5) durch ein separates Abbaugerät gebildet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Vollschnittmaschine (10) eine Ausbaueinheit (60) vorgesehen ist, durch welche
eine Wand der gebildeten Herrichtungs- oder Abbaustrecke (2) stabilisiert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass mittels einer Abfördereinrichtung (16) von dem Schneidkopf (22) abgetragenes Gesteinsmaterial
zu einem rückwärtigen Ende der Vollschnittmaschine (10) gefördert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das abgeförderte Gesteinsmaterial von einem Förderfahrzeug (80) aufgenommen und aus
der Herrichtungs- oder Abbaustrecke (2) transportiert wird.
8. Vollschnittmaschine für ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass diese aus mindestens zwei Längsmodulen (20, 30, 50) aufgebaut ist, wobei ein erstes
Längsmodul (20) mit dem Schneidkopf (22) und ein zweites Längsmodul (30) mit einer
Verspann- und Vortriebseinheit (32) vorgesehen sind, und
- dass die mindestens zwei Längsmodule (20, 30, 50) über schnell lösbare Verbindungen sowie
über leicht lösbare Koppelelemente der Energieleitungen lösbar miteinander verbunden
sind.
9. Vollschnittmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein drittes Längsmodul (50) mit einer Verspanneinheit (52) vorgesehen ist.
10. Vollschnittmaschine nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Längsmodul (50) mit einer Ausbaueinheit (60) und/oder eine Nachläufereinheit
(70) mit Ver- und Entsorgungseinrichtungen vorgesehen sind.
11. Vollschnittmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längsmodule (20, 30, 50) einen etwa kreisförmigen Querschnitt aufweisen, welcher
etwa einem Bohrdurchmesser des Schneidkopfes (22) entspricht.
12. Vollschnittmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Aufnahmebereich (77) für abgetragenes Gesteinsmaterial und eine Fördereinrichtung
(76) für das abgetragene Gesteinsmaterial vorgesehen sind.
13. Vollschnittmaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausbaueinheit (60) mindestens eine radial gerichtete Lafette (62) aufweist, mit
welcher Anker (63) in die Wand der Herrichtungs- oder Abbaustrecke (2) einbringbar
sind
1. Method for extracting rock material underground by forming a preparatory or exploratory
path by means of a full face boring machine (10) with a rotatably driven cutting head
(22), the drill diameter of which predefines the diameter of the preparatory or exploratory
path, whereby
- by means of the full face boring machine (10) a first preparatory or exploratory
path (2a) is advanced and formed in a first advance direction emanating from a first
main path (3) to a second main path (4),
- the full face boring machine (10) is turned around in the second main path (4),
and
- emanating from the second main path (4) by means of the full face boring machine
(10) in a second advance direction, which is substantially opposite to the first advance
direction, a second preparatory or exploratory path (2b) is advanced and formed to
the first main path (3), which second path extends alongside the first main path (3)
at a distance,
characterized in that
- the full face boring machine (10) is disassembled in at least two longitudinal modules
(20, 30, 50) when turned around, which comprise a first longitudinal module (20) with
a cutting head (22) and a second longitudinal module (30) with a tensioning and tunnelling
unit (32),
- a disassembly is carried out through quickly separable connections as well as easily
detachable coupling elements of the power lines, and
- that the at least two longitudinal modules (20, 30, 50) are turned around and reassembled
in the opposite advance direction.
2. Method according to claim 1
characterized in that
between the two main paths (3, 4) more than two preparatory or exploratory paths (2a,
2b, 2c) are formed by repeatedly positioning of the full face boring machine (10).
3. Method according to one of the claims 1 or 2,
characterized in that
starting path (5) is advanced at the beginning of a preparatory or exploratory path
(2) which is formed to accept the full face boring machine (10).
4. Method according to claim 3
characterized in that
the starting path (5) is formed by a separate exploratory device.
5. Method according to one of the claims 1 to 4,
characterized in that
an extension unit (60) is provided at the full face boring machine (10), by means
of which a wall of the formed preparatory or exploratory path (2) is stabilized.
6. Method according to one of the claims 1 to 5,
characterized in that
the rock material removed by the cutting head (22) is transported to a rear end of
the full face boring machine (10) by means of a conveyor unit (16).
7. Method according to claim 6
characterized in that
the removed rock material is taken up by a transport vehicle (80) and transported
out of the preparatory or exploratory path (2).
8. Full face boring machine for a method according to one of the claims 1 to 7,
characterized in that
- the full face boring machine (10) consists of at least two longitudinal modules
(20, 30, 50), whereby a first longitudinal module (20) is provided with the cutting
head (22), and a second longitudinal module (30) is provided with the tensioning and
tunnelling unit (32),
- the at least two longitudinal modules (20, 30, 50) are connected with each other
through quickly separable connections as well as easily detachable coupling elements
of the power lines.
9. Full face boring machine according to claim 8,
characterized in that
a third longitudinal module (50) comprising a tensioning unit (52) is provided.
10. Full face boring machine according to claim 8 or 9,
characterized in that
a longitudinal module (50) is provided with an extension unit (60) and/or a back-up
unit (70) with supply and removal facilities is provided.
11. Full face boring machine according to one of the claims 8 to 10,
characterized in that
the longitudinal modules (20, 30, 50) comprise an approximately circular cross-section,
which approximates a bore diameter of the cutting head (22).
12. Full face boring machine according to one of the claims 8 to 11,
characterized in that
a receiving area (77) for removed rock material and a conveying unit (76) for the
removed rock material are provided.
13. Full face boring machine according to one of the claims 10 to 12,
characterized in that
the extension unit (60) comprises at least a radially directed caddy (62), by means
of which anchors (63) can be introduced into the wall of the preparatory or exploratory
path (2).
1. Procédé d'extraction de matière rocheuse en souterrain en réalisant une voie de préparation
ou d'extraction au moyen d'une machine pour le creusement en section pleine (10) avec
une tête de coupe (22) entraînée en rotation, dont le diamètre de forage prédéfinit
le diamètre de la voie de préparation ou d'extraction, dans lequel
- une première voie de préparation ou d'extraction (2a) est parcourue et formée dans
une première direction d'avancement au moyen de la machine pour le creusement en section
pleine (10) en partant d'une première voie principale (3) et en allant vers une seconde
voie principale (4),
- la machine pour le creusement en section pleine (10) est déplacée dans la seconde
voie principale (4) et
- en partant de la seconde voie principale (4) et en allant vers la première voie
principale (3), une seconde voie de préparation ou d'extraction (2b) est parcourue
et formée dans une seconde direction d'avancement qui est sensiblement opposée à la
première direction d'avancement au moyen de la machine pour le creusement en section
pleine (10), laquelle s'étend à une distance le long de la première voie principale
(3),
caractérisé en ce que
- la machine pour le creusement en section pleine (10) est démontée, lors du déplacement,
en au moins deux modules longitudinaux (20, 30, 50) qui comportent un premier module
longitudinal (20) avec une tête de coupe (22) et un second module longitudinal (30)
avec une unité de serrage et d'avancement (32),
- un démontage est effectué par le biais de liaisons rapidement amovibles ainsi que
par le biais d'éléments de couplage des câbles d'alimentation électrique facilement
amovibles, et
- les au moins deux modules longitudinaux (20, 30, 50) sont tournés et de nouveau
assemblés dans la direction d'avancement opposée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
entre les deux voies principales (3, 4) plus de deux voies de préparation ou d'extraction
(2a, 2b, 2c) sont formées par déplacement répété de la machine pour le creusement
en section pleine (10).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
une voie de démarrage (5) est formée au début d'une voie de préparation ou d'extraction
(2), laquelle est configurée pour recevoir la machine pour le creusement en section
pleine (10).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la voie de démarrage (5) est formée par un appareil d'extraction distinct.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
une unité de d'extraction (60) est prévue sur la machine pour le creusement en section
pleine (10), par laquelle une paroi de la voie de préparation ou d'extraction (2)
formée est stabilisée.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
de la matière rocheuse déblayée par la tête de coupe (22) est transportée au moyen
d'un dispositif de transport (16) à une extrémité arrière de la machine pour le creusement
en section pleine (10).
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la matière rocheuse transportée est reçue par un véhicule de transport (80) et est
transportée hors de la voie de préparation ou d'extraction (2).
8. Machine pour le creusement en section pleine pour un procédé selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
- celle-ci est constituée d'au moins deux modules longitudinaux (20, 30, 50), dans
laquelle un premier module longitudinal (20) est prévu avec la tête de coupe (22)
et un second module longitudinal (30) est prévu avec une unité de serrage et d'avancement
(32), et
- les au moins deux modules longitudinaux (20, 30, 50) sont raccordés de manière détachable
l'un à l'autre par le biais de liaisons rapidement amovibles ainsi que par le biais
d'éléments de couplage des câbles d'alimentation électrique facilement amovibles.
9. Machine pour le creusement en section pleine selon la revendication 8,
caractérisée en ce que
un troisième module longitudinal (50) est prévu avec une unité de serrage (52).
10. Machine pour le creusement en section pleine selon la revendication 8 ou 9,
caractérisée en ce que
un module longitudinal (50) avec une unité d'extraction (60) et/ou une unité suiveuse
(70) avec des dispositifs d'alimentation et d'évacuation sont prévus.
11. Machine pour le creusement en section pleine selon l'une quelconque des revendications
8 à 10,
caractérisée en ce que
les modules longitudinaux (20, 30, 50) présentent une section transversale substantiellement
circulaire qui correspond substantiellement à un diamètre de forage de la tête de
coupe (22).
12. Machine pour le creusement en section pleine selon l'une quelconque des revendications
8 à 11,
caractérisée en ce que
une zone de réception (77) pour de la matière rocheuse déblayée et un dispositif de
transport (76) pour la matière rocheuse déblayée sont prévus.
13. Machine pour le creusement en section pleine selon l'une quelconque des revendications
10 à 12,
caractérisée en ce que
l'unité d'extraction (60) présente au moins un affût (62) dirigé radialement avec
lequel des ancres (63) peuvent être introduites dans la paroi de la voie de préparation
ou d'extraction (2).