[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventiltriebvorrichtung, insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Ventiltriebvorrichtung umfasst eine
Nockenwelle mit einem axial verschieblich auf einer Nockengrundwelle angeordneten
Nockenstück mit mindestens zwei Nocken, die bei einer Drehung der Nockenwelle phasenverschobene
Nockenhübe bereitstellen und verschiedenen Zylindern zugeordnet sind, und einer Schaltkulisse
zum axialen Verschieben des Nockenstücks. Das Nockenstück ist in Form eines Doppelnockenstücks
ausgebildet und mit den Nocken und der Schaltkulisse einstückig ausgebildet. Die Schaltkulisse
weist eine erste Kulissenbahn zum axialen Verschieben des Nockenstücks in einer Vorwärtsrichtung
und eine zweite Kulissenbahn zum axialen Verschieben des Nockenstücks in einer der
Vorwärtsrichtung entgegengerichteten Rückwärtsrichtung auf.
[0002] Bekannt sind variable Ventiltriebvorrichtungen in Brennkraftmaschinen, die durch
axiales Verschieben von Nockenstücken mit Nocken unterschiedlicher Nockenkontur (bspw.
Vollnocken, Halbnocken und/oder Nullnocken) sowohl die Abschaltung einzelner Zylinder
als auch eine Ventilhubumschaltung realisieren können (sog. "Schiebenockensysteme").
Variable Ventiltriebvorrichtungen mit axial verschiebbaren Nockenstücken besitzen
keine klassische einteilige Nockenwelle, sondern eine Zahnwelle als Nockengrundwelle,
auf der zwei oder mehr Nockenstücke verschiebbar angeordnet sind. Die Drehmomentübertragung
von der Nockenwelle auf die Nockenstücke erfolgt über die Verzahnung der Zahnwelle.
Das Verschieben der Nockenstücke in Axialrichtung erfolgt mithilfe eines ortsfesten
Aktuators, der ein Eingreifen eines Betätigungselements wie etwa eines Verstellpins
in eine Schaltkulisse des Nockenstücks bewirkt. Bei Drehung des Nockenstücks wird
dieses mittels des Verstellpins zwangsgeführt um einen definierten axialen Schaltweg
von wenigen Millimetern, der dem Abstand zweier benachbarter Nocken eines Nockenabschnitts
des Nockenstücks entspricht, verschoben. Wenn sich das Nockenstück in einer vorgegebenen
axialen Endposition befindet, wird der Pin wieder eingefahren bzw. in Richtung auf
den Aktuator zurückgeworfen. Um eine Verstellung des Nockenstücks von einer ersten
Axialposition in eine zweite Axialposition und umgekehrt bewirken zu können, sind
jedem Nockenstück zwei auswerfbare Betätigungselemente zum Eingriff in jeweils eine
Kulissenbahn der Schaltkulisse zugeordnet, wobei die erste Kulissenbahn zum Verstellen
des Nockenstücks in einer axialen Vorwärtsrichtung und die zweite Kulissenbahn zum
Verstellen des Nockenstücks in einer axialen Rückwärtsrichtung vorgesehen ist (Zu-
und Abschaltung beim ACT).
[0003] Wenn jedem Zylinder ein axial verschiebliches Nockenstück ("Einzelnockenstück") zugeordnet
ist, benötigen solche herkömmlichen Ventiltriebvorrichtungen pro Zylinder neben dem
Nockenstück auch einen Aktuator nebst Schaltkulisse. Eine Mehrzahl an Schaltkulissen
und Aktuatoren ist allerdings mit einem erheblichen Kosten- und Montageaufwand verbunden.
[0004] Bei Ventiltriebvorrichtungen mit einem Einzelnockenstück sind Y-förmig verlaufende
Kulissenbahnen mit zwei nebeneinander in Umfangsrichtung verlaufenden Einspurbereichen
bekannt, die an einer Y-Vereinigungsstelle in einen gemeinsamen Bahnabschnitt mit
einem Auswerfbereich übergehen.
[0005] Aus
DE 10 2011 109 764 A1 und aus
DE 10 2014 012 808 A1 sind Ventiltriebvorrichtungen mit axial verschiebbaren Nockenstücken bekannt, an
denen zum axialen Verschieben Kulissenbahnen ausgebildet sind, die nicht im Detail
beschrieben und dargestellt sind.
[0006] Die Druckschriften
DE 10 2007 056 692 A1,
DE 10 2007 037 358 A1 und
DE 10 2011 011 457 A1 beschreiben jeweils zwei bzw. drei axial relativ zueinander verschieblich an der
Nockengrundwelle angeordnete Nockenstücke, bei denen die verschiedenen Zylindern zugeordneten
Nocken jeweils axial zueinander verschieblich sind. Die einzelnen Nockenstücke können
dabei mittels zweier Kulissenbahnen entweder aufeinander zu oder voneinander weg geschoben
werden. Die in diesen Druckschriften beschriebenen Ventiltriebvorrichtungen sind besonders
komplex und dadurch potentiell fehleranfällig.
[0007] Aus
DE 10 2014 212 395 A1 ist eine Ventiltriebvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
[0008] Aus
DE 10 2994 024 219 A1 ist ein Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine bekannt, wobei der Ventiltrieb eine
Nockenwelle mit darauf angeordneten verschiebbaren Nockenträgern aufweist. Ein Nockenträger
ist dabei jeweils einem Zylinder zugeordnet. Das Verschieben der Nockenträger erfolgt
über Betätigungselemente, die in separate Schneckentriebe eingreifen. Die Schneckentriebe
weisen jeweils eine Kurvenbahn auf, die in unterschiedliche Funktionen aufweisende
Segmente unterteilt ist.
[0009] In Anbetracht der beschriebenen Probleme und ausgehend von dem zuletzt genannten
Dokument des Standes der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Ventiltriebvorrichtung mit einem Doppelnockenstück mit einer verbesserten Schaltkulisse
bereitzustellen, die eine möglichst lange Haltbarkeit aufweist, die Belastung der
Verstellpins reduziert und akustische Auffälligkeiten beseitigt.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ventiltriebvorrichtung der o.g. Art
mit den in Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0011] Die erfindungsgemäße Ventiltriebvorrichtung umfasst eine Nockenwelle mit einem axial
verschieblich auf einer Nockengrundwelle angeordneten Nockenstück mit mindestens zwei
Nocken, die bei einer Drehung der Nockenwelle phasenverschobene Nockenhübe bereitstellen
und verschiedenen Zylindern zugeordnet sind. Damit ist es erfindungsgemäß möglich,
die Ventilhübe zweier oder mehr Zylinder mit einem (einteiligen) Nockenstück im Wesentlichen
zeitgleich umzuschalten ("Doppelnockenstück").
[0012] Es ist darauf hinzuweisen, dass gemäß der vorliegend verwendeten Bezeichnungsweise
bei einem Nockenstück die einzelnen Nocken des Nockenstücks nicht relativ zueinander
axial beweglich sind, sondern axial starr relativ zueinander an dem Nockenstück gehalten
sind. Falls zwei Nocken relativ zueinander axial beweglich an der Nockengrundwelle
gehalten sind, liegen mehrere Nockenstücke vor.
[0013] Eine Ventilhubumschaltung kann bei einem Doppelnockenstück nur im Grundkreis der
Nocken erfolgen. Für die Umschaltung des Ventilhubs von zwei Zylindern mit einem Doppelnockenstück
steht zur Umschaltung ein kleinerer gemeinsamer Nockengrundkreis zur Verfügung als
bei der Umschaltung der Ventilhübe von zwei Zylindern mittels zweier einzelner Nockenstücke.
Die Ventil- und somit auch die Nockenhübe sind bei zwei Zylindern, die mit einem gemeinsamen
Nockenstück verstellt werden, regelmäßig um 90° Nockendrehwinkel zueinander verdreht
und damit phasenverschoben. Diese 90° Nockendrehwinkel entsprechen der Verringerung
des Grundkreises, der zur Verschiebung der Verfügung steht. Aus diesem Grund ist die
Kulissenbahnführung zur Umschaltung mehrerer Zylinder mit einem einzigen Nockenstück
schwierig.
[0014] Hinzu kommt, dass die Verstellpins des Aktuators bei der Umschaltung eines Doppelnockenstücks
aufgrund der höheren zu verschiebenden Nockenstückmasse und dem kleineren Grundkreisbereich
stärker belastet werden als bei einem Einzelnockenstück, das nur einem einzelnen Zylinder
zugeordnet ist. Der kürzere Nockengrundkreis führt darüber hinaus zu einer höheren
axialen Endgeschwindigkeit des Doppelnockenstücks, was eine zunehmende akustische
Auffälligkeit bei steigenden Drehzahlen bewirkt.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung sind die erste Kulissenbahn und
die zweite Kulissenbahn derart axial voneinander beabstandet, dass sie keinen gemeinsamen
Bahnabschnitt aufweisen. Mit anderen Worten haben die beiden Kulissenbahnen keinen
Bahnabschnitt, der sowohl bei einem Verschieben des Nockenstücks in der Vorwärtsrichtung
als auch bei einem Verschieben des Nockenstücks in der Rückwärtsrichtung von einem
Verstellpin des Aktuators durchlaufen wird. Vielmehr sind die beiden Kulissenbahnen
vollständig unabhängig voneinander und axial voneinander beabstandet, so dass die
eine Kulissenbahn zum Verschieben des Nockenstücks in der Vorwärtsrichtung und die
zweite Kulissenbahn zum Verschieben des Nockenstücks in der Rückwärtsrichtung dient.
[0016] Die Erfindung geht auf die Erkenntnis zurück, dass bei Kulissenbahnen mit einem gemeinsamen
Bahnabschnitt der diese durchlaufende Verstellpin an den dabei vorhandenen Kreuzungs-,
Verzweigungs- bzw. Vereinigungspunkten potentiell stark beansprucht wird. Insbesondere
kann der Verstellpin an dem Vereinigungspunkt gegen einen gegenüberliegenden Wandabschnitt
der vereinigten Kulissenbahn stoßen, ohne dass seine axiale Bewegungskomponente zuvor
hinreichend abgebremst werden kann, was zu den oben beschriebenen akustischen Auffälligkeiten
führen kann. Zwei voneinander unabhängige und axial beabstandete Kulissenbahnen bieten
demgegenüber den Vorteil von größeren Freiheitsgraden bei der Festlegung ihres Verlaufswegs
in Umfangsrichtung und in axialer Richtung. Insbesondere kann der die Kulissenbahn
durchlaufende Verstellpin über seinen gesamten Weg eng zwischen zwei Kulissenbahnwänden
geführt werden, und folglich kann die axiale Bewegungskomponente des Nockenstücks
nach dem Verschieben durch eine entsprechende Bahnführung auch behutsam abgebremst
werden, wodurch mechanische Belastungen des Verstellpins verringerbar sind.
[0017] Das Nockenstück der erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung ist derart einstückig
gebildet, dass die beiden den verschiedenen Zylindern zugeordneten Nocken und die
Schaltkulisse nicht axial relativ zueinander verschieblich, sondern axial feststehend
am Nockenstück angeordnet sind. Mit anderen Worten handelt es sich um ein zuvor beschriebenes
"Doppelnockenstück" bzw. im Falle mehrerer Nocken um ein einteiliges "Mehrfachnockenstück",
wobei die einzelnen Nocken zwei oder mehr Zylindern zugeordnet sind und jeweils phasenverschobene
Nockenhübe bereitstellen.
[0018] Bei der erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung weisen die zwei Kulissenbahnen jeweils
einen im Wesentlichen in Umfangsrichtung verlaufenden Einspurbereich, einen eine axiale
Verlaufskomponente aufweisenden Verschiebebereich zum axialen Verschieben des Nockenstücks
und einen im Wesentlichen in Umfangsrichtung verlaufenden Auswerfbereich auf. Damit
weist das erfindungsgemäße Nockenstück zwei axial beabstandete und separate Auswerfabschnitte
auf. Jede Kulissenbahn kann die Nockenwellenachse dabei um mehr als 360° umlaufen,
wobei der Beginn des Einspurbereichs und das Ende des Auswerfbereichs aufgrund eines
helixartigen Verlaufs der Kulissenbahn axial nebeneinander angeordnet sein können.
Wichtig ist, dass der Umfangswinkelbereich des Verschiebebereichs auf den zur Verfügung
stehenden Grundkreis beschränkt ist.
[0019] Im Hinblick auf die gute Vermeidung akustischer Auffälligkeiten bei der Verstellung
und im Hinblick auf die Erhöhung der Haltbarkeit des Verstellpins weisen die Kulissenbahnen
jeweils zwischen dem Verschiebebereich und dem Auswerfbereich einen Bremsbereich auf,
der einen derart gekrümmten Verlauf hat, dass eine axiale Bewegungskomponente des
Nockenstücks allmählich abbremsbar ist, wenn ein Bremsbereich von dem Verstellpin
durchlaufen wird. Im Bremsbereich kann der Verstellpin seitlich auf beiden Seiten
eng an einer Kulissenbahnwand geführt werden, dessen axiale Verlaufskomponente sich
in Richtung auf den Auswerfbereich allmählich verringert. Ferner verläuft der Einspurbereich
jeder Kulissenbahn über einen Umfangswinkel von 90° oder mehr axial neben dem Auswerfbereich
der jeweiligen Kulissenbahn.
[0020] Im Hinblick auf eine einfache Herstellbarkeit des Nockenstücks sowie im Hinblick
auf eine symmetrische Beanspruchung der erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung bei
einer Verstellung in den beiden Axialrichtungen hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
dass die beiden Kulissenbahnen einen symmetrischen Verlauf bzgl. einer mittig zwischen
den Kulissenbahnen verlaufenden radialen Symmetrieebene haben. In dem Verschiebebereich
können die beiden Kulissenbahnen folglich mit im Wesentlichen identischer axialer
Krümmung allmählich axial auseinander bzw. zusammenlaufen. Ferner können sich beide
Kulissenbahnen um im Wesentlichen denselben Winkel (von vorzugsweise mehr als 360°)
im Umfangsrichtung erstrecken.
[0021] Im Hinblick auf eine stabile Führung der Verstellpins in der jeweiligen Kulissenbahn
verläuft der Einspurbereich jeder Kulissenbahn über einen Umfangswinkel von 90° oder
mehr axial neben dem Auswerfbereich der jeweiligen Kulissenbahn.
[0022] Vorzugsweise haben die Kulissenbahnen in abgewickelter Form einen im Wesentlichen
S-förmigen Verlauf.
[0023] Wie bereits eingangs erläutert, ist das Nockenstück der erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung
zum Verstellen von zwei oder mehr Zylindern eingerichtet, wobei mindestens zwei Nocken
zum Bereitstellen phasenverschobener Nockenhübe vorgesehen sind. Im Hinblick auf eine
zuverlässige Zylinderansteuerung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Nockenhübe
derjenigen Nocken, die verschiedenen Zylindern zugeordnet sind, in Umfangsrichtung
um mehr als 30° und weniger als 180° zueinander versetzt sind, insbesondere um etwa
90° zueinander versetzt sind.
[0024] Das Nockenstück kann zwei oder mehr Nockenabschnitte aufweisen, von denen jeder Nockenabschnitt
zumindest einen (Voll-)Nocken aufweist. Unmittelbar neben den (Voll-) Nocken kann
jeweils ein (Teil-)Nocken oder ein (Null-)Nocken am Nockenstück angeordnet sein, so
dass durch Verschieben des Nockenstücks zwischen verschiedenen Ventilbetätigungsmodi
umgeschaltet werden kann.
[0025] Vorzugsweise weist das Nockenstück mindestens vier axial starr zueinander angeordnete
Nockenabschnitte mit jeweils mindestens einem (Voll-)Nocken und einem Teil- oder Nullnocken
auf, von denen jeweils zwei Nockenabschnitte einem Zylinder zugeordnet und zum Bereitstellen
phasengleicher Nockenhübe eingerichtet sein können.
[0026] Besonders vorteilhaft im Hinblick auf eine zuverlässige und symmetrische Ventilbetätigung
ist ein Nockenstück, bei dem die beiden Kulissenbahnen zwischen den zwei Nockenabschnitten,
die einem ersten Zylinder zugeordnet sind, und den zwei Nockenabschnitten, die einem
zweiten Zylinder zugeordnet sind, angeordnet sind. Insbesondere sind die beiden Kulissenbahnen
in einem zentralen Bereich des Nockenstücks angeordnet.
[0027] Vorzugsweise ist jeder Kulissenbahn der erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung
ein Aktuator mit einem Verstellpin zum Eingriff in die jeweilige Kulissenbahn zugeordnet,
wobei der Durchmesser der Verstellpins jeweils kleiner ist als 6 mm und bevorzugt
kleiner ist als 5 mm. Aufgrund der eine axiale Abbremsung des Nockenstücks erlaubenden
Verläufe der Kulissenbahnen können die Verstellpins aufgrund der geringeren Belastung
schmaler ausgebildet werden als bei herkömmlichen Ventiltriebvorrichtungen mit verstellbaren
Doppelnockenstücken, bei denen die Durchmesser der Verstellpins regemäßig 7 oder mehr
Millimeter betragen.
[0028] Ferner können erfindungsgemäß die Nockenwellen aufgrund der stabilen, einteiligen
Doppelnockenstücke bei einer höheren Drehzahl von 1800 U/min, 2000 U/min oder mehr
umgeschaltet werden als Nockenwellen mit herkömmlichen, axial verschieblich zueinander
angeordneten Einzelnockenstücken, bei denen die Grenzdrehzahl für eine Umschaltung
1700 U/min oder weniger betragen kann.
[0029] Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt betrifft die Erfindung ein Nockenstück einer erfindungsgemäßen
Ventiltriebvorrichtung.
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt
in
- Fig. 1
- ein Nockenstück einer erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Ventiltriebvorrichtung in einer Längsschnittansicht,
- Fig. 3
- einen Blick von oben auf einen Motorblock mit einer erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung,
- Fig. 4
- eine der Erläuterung dienende Ansicht eines Nockenstücks einer erfindungsgemäßen Ventiltriebvorrichtung,
zusammen mit den beiden Kulissenbahnen in abgewickelter Form (Nutabwicklung).
[0031] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Nockenstück 10 einer erfindungsgemäßen
Ventiltriebvorrichtung 100. Das Nockenstück ist in Form eines Doppelnockenstücks ausgebildet,
das zur Betätigung von Ventilen zweier benachbarter Zylinder eingerichtet ist, wobei
die dem ersten Zylinder zugeordneten Nocken 12 phasenverschoben zu den dem zweiten
Zylinder zugeordneten Nocken 14 von dem Nockenstück 10 vorstehen. Die Phasenverschiebung
beträgt bei dem dargestellten Beispiel etwa 90°. Die einzelnen Nocken 12, 14 sind
nicht relativ zueinander beweglich; vielmehr ist das Nockenstück 10 einstückig ausgebildet.
[0032] Das dargestellte Nockenstück 10 weist insgesamt vier Nockenabschnitte 15 auf, die
jeweils einerseits einen Vollnocken und andererseits entweder einen Nullnocken oder
einen Teilnocken umfassen. Die dem zweiten Zylinder zugeordneten beiden Nockenabschnitte
weisen jeweils einen Vollnocken 14 und einen Nullnocken 16 auf, so dass zwischen Ventilvollschaltung
und Ventilabschaltung umgeschaltet werden kann, und die dem ersten Zylinder zugeordneten
beiden Nockenabschnitte 15 weisen jeweils einen Vollnocken 12 und einen Teilnocken
17 auf, so dass zwischen Ventilvollschaltung und Ventilteilschaltung umgeschaltet
werden kann.
[0033] In Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Ventiltriebvorrichtung 10 in einer Längsschnittansicht
dargestellt. Dabei ist das in Fig. 1 gezeigte Nockenstück 10 axial verschieblich auf
einer Nockengrundwelle 52 angeordnet, wobei die Nockengrundwelle 52 zusammen mit den
darauf verschieblich angeordneten Nockenstücken 10 die Nockenwelle 50 bildet.
[0034] Das Nockenstück 10 weist ferner in einem zentralen Bereich eine Schaltkulisse 20
mit zwei nebeneinander angeordneten Kulissenbahnen 22, 24 auf, wobei die Schaltkulisse
20 zum axialen Verschieben des Nockenstücks 10 auf der Nockengrundwelle 50 vorgesehen
ist. Zum Verschieben des Nockenstücks 10 in einer Vorwärtsrichtung V greift ein axial
ortsfester Verstellpin 42 eines Aktuators 40 in die erste Kulissenbahn 22 des sich
drehenden Nockenstücks 10 ein, wodurch dieses axial geführt und verschoben wird. Zum
Verschieben des Nockenstücks 10 in einer Rückwärtsrichtung R greift ein zweiter axial
ortsfester Verstellpin eines zweiten Aktuators in die zweite Kulissenbahn 24 des sich
drehenden Nockenstücks 10 ein, wodurch dieses axial geführt und in die Gegenrichtung
verschoben wird.
[0035] Bei dem erfindungsgemäßen Nockenstück 10 sind die beiden Kulissenbahnen 22, 24 axial
voneinander beabstandet an dem Nockenstück 10 vorgesehen und weisen keinen gemeinsamen
Bahnabschnitt auf. Dadurch kann das erfindungsgemäße Nockenstück trotz seiner gegenüber
herkömmlichen Einzelnockenstücken großen Masse im Anschluss an einen jeweiligen Umschaltvorgang
sehr definiert und allmählich axial abgebremst werden. Zu diesem Zweck weist jede
der beiden Kulissenbahnen 22, 24 einen in Umfangsrichtung verlaufenden Einspurbereich
32 mit variierender Nuttiefe zum Einspuren des Verstellpins 42, einen sich daran in
Umfangsrichtung anschließenden Verstellbereich 34 mit axialer Verlaufskomponente zum
Verschieben bzw. zum Zurückschieben des Nockenstücks 10, einen sich daran in Umfangsrichtung
anschließenden Bremsbereich 36 zum Abbremsen der axialen Bewegungskomponente des Nockenstücks
im Anschluss an eine axiale Verschiebung, und einen sich daran in Umfangsrichtung
anschließenden Auswerfbereich 38 mit einer Auswerframpe zum Auswerfen des Verstellpins
auf. Diese Verläufe der beiden Kulissenbahnen 22, 24 sind besonders deutlich in Fig.
4 erkennbar, die die Kulissenbahnen 22, 24 zum einen in abgewickelter Form zeigt (siehe
Fig. 4, Mitte), und die zum anderen das Tiefenprofil 85 der Kulissenbahnen zeigt (siehe
Fig. 4, rechts). Wie ferner in Fig. 4 erkennbar ist, haben die beiden Kulissenbahnen
22, 24 in abgewickelter Form im Wesentlichen einen S-förmigen Verlauf. Aufgrund der
Funktionstrennung zwischen Hin- und Rückschaltung wird über den gesamten Umschaltvorgang
eine enge Führung des Verstellpins ermöglicht.
[0036] Bezugszeichen 62 zeigt den Kontaktbereich zwischen der Wand der Kulissenbahn 22 und
dem Verstellpin 42 beim Verschieben des Nockenstücks 10, und Bezugszeichen 63 zeigt
den Kontaktbereich zwischen der Wand der Kulissenbahn 22 und dem Verstellpin 42 beim
axialen Abbremsen des Nockenstücks 10 im Anschluss an die Verschiebung.
[0037] Im Bremsbereich 36 gehen die axial gekrümmten Wände der Kulissenbahnen allmählich
wieder in in Umfangsrichtung verlaufende Wände über, so dass eine definierte Abbremsung
des Nockenstücks 10 möglich ist. Aufgrund dieser allmählichen Abbremsung können Verstellpins
42 mit einem Durchmesser von nur etwa 4,9 mm und entsprechend schmale Kulissenbahnen
22, 24 verwendet werden, wodurch Material eingespart werden kann und die Nockenstücke
vergleichsweise kompakt ausgebildet werden können. Darüber hinaus können die Verstelleinheiten
kleiner ausgelegt werden, was geringere Kosten und einen kleineren beanspruchten Bauraum
zur Folge hat.
[0038] Der Verstellbereich 34 der ersten Kulissenbahn 22 krümmt sich entgegengesetzt zu
dem Verstellbereich 34 der zweiten Kulissenban 24, wodurch zum einen eine Verschiebung
des Nockenstücks 10 in der Vorwärtsrichtung V und zum anderen eine Verschiebung des
Nockenstücks 10 in der Rückwärtsrichtung R ermöglicht ist. Insgesamt verlaufen die
Kulissenbahnen 22 und 24 symmetrisch bzgl. einer dazwischen angeordneten radialen
Symmetrieebene.
[0039] In Fig. 3 ist ein Motorblock mit zwei Nockenwellen 50 dargestellt, die jeweils zwei
Nockenstücke 10 aufweisen.
[0040] Die erfindungsgemäße Ventiltriebvorrichtung 100 ermöglicht den Einsatz von Doppelnockenstücken
für Schaltdrehzahlen von 2000 U/min oder mehr. Darüber hinaus wird durch die Abbremsung
eine Steigerung der Bauteilhaltbarkeit über die Laufzeit und eine wesentlich verbesserte
Akustik beim Umschaltvorgang erzielt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0041]
- 10
- Nockenstück
- 12, 14
- Nocken
- 15
- Nockenabschnitte
- 16
- Nullnocken
- 17
- Nocken
- 20
- Schaltkulisse
- 22, 24
- Kulissenbahnen
- 32
- Einspurbereich
- 34
- Verschiebebereich
- 36
- Bremsbereich
- 38
- Auswerfbereich
- 40
- Aktuator
- 42
- Verstellpin
- 50
- Nockenwelle
- 52
- Nockengrundwelle
- 62
- Kontaktbereich beim Verschieben
- 63
- Kontaktbereich beim Abbremsen
- 85
- Tiefenprofil
- V
- Vorwärtsrichtung
- R
- Rückwärtsrichtung
1. Ventiltriebvorrichtung, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, mit einer Nockenwelle (50)
mit einem axial verschieblich auf einer Nockengrundwelle (52) angeordneten Nockenstück
(10) mit mindestens zwei Nocken (12, 14), die bei einer Drehung der Nockenwelle (50)
phasenverschobene Nockenhübe bereitstellen und verschiedenen Zylindern zuordenbar
sind, wobei das Nockenstück (10) in Form eines Doppelnockenstücks ausgebildet ist,
und mit einer Schaltkulisse (20) zum axialen Verschieben des Nockenstücks (10), wobei
das Nockenstück (10) mit den Nocken (12, 14) und der Schaltkulisse (20) einstückig
ausgebildet ist, wobei die Schaltkulisse eine erste Kulissenbahn (22) zum axialen
Verschieben des Nockenstücks in einer Vorwärtsrichtung (V) und eine zweite Kulissenbahn
(24) zum axialen Verschieben des Nockenstücks in einer der Vorwärtsrichtung entgegengerichteten
Rückwärtsrichtung (R) aufweist, wobei die erste Kulissenbahn (22) und die zweite Kulissenbahn
(24) axial voneinander beabstandet sind und keinen gemeinsamen Bahnabschnitt aufweisen,
wobei
die Kulissenbahnen (22, 24) jeweils einen im Wesentlichen in Umfangsrichtung verlaufenden
Einspurbereich (32), einen eine axiale Verlaufskomponente aufweisenden Verschiebebereich
(34) zum axialen Verschieben des Nockenstücks (10) und einen im Wesentlichen in Umfangsrichtung
verlaufenden Auswerfbereich (38) aufweisen, wobei die Kulissenbahnen jeweils zwischen
dem Verschiebebereich (34) und dem Auswerfbereich (38) einen Bremsbereich (36) aufweisen,
der einen derart gekrümmten Verlauf hat, dass eine axiale Bewegungskomponente des
Nockenstücks beim Durchlaufen eines Verstellpins (42) allmählich abbremsbar ist und
wobei der Einspurbereich (32) jeder Kulissenbahn über einen Umfangswinkel von 90°
oder mehr axial neben dem Auswerfbereich (38) der jeweiligen Kulissenbahn verläuft.
2. Ventiltriebvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kulissenbahnen (22, 24) im Wesentlichen einen symmetrischen Verlauf bzgl.
einer mittig zwischen den Kulissenbahnen verlaufenden radialen Symmetrieebene haben.
3. Ventiltriebvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenbahnen (22, 24) in abgewickelter Form einen im Wesentlichen S-förmigen
Verlauf haben.
4. Ventiltriebvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenhübe der verschiedenen Zylindern zuordenbaren Nocken (12, 14) in Umfangsrichtung
um mehr als 30° und weniger als 180° zueinander versetzt sind, insbesondere um etwa
90° zueinander versetzt sind.
5. Ventiltriebvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Nockenstück (10) mindestens vier axial starr zueinander angeordnete Nockenabschnitte
(15) mit jeweils mindestens einem Nocken (14) und einem Nullnocken (16) oder zwei
oder mehr Nocken (12, 17) aufweist, von denen jeweils zwei Nockenabschnitte einem
Zylinder zuordenbar und zum Bereitstellen phasengleicher Nockenhübe eingerichtet sind.
6. Ventiltriebvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kulissenbahnen (22, 24) zwischen den zwei Nockenabschnitten, die einem
ersten Zylinder zuordenbar sind, und den zwei Nockenabschnitten, die einem zweiten
Zylinder zuordenbar sind, und insbesondere in einem zentralen Bereich des Nockenstücks
(10) angeordnet sind.
7. Ventiltriebvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kulissenbahn (22, 24) ein Aktuator (40) mit einem Verstellpin (42) zum Eingriff
in die jeweilige Kulissenbahn zugeordnet ist, wobei der Durchmesser der Verstellpins
jeweils kleiner ist als 6 mm und bevorzugt kleiner ist als 5 mm.
1. A valve train device, especially of a motor vehicle, with a camshaft (50) having an
axially displaceable cam piece (10) arranged on a cam base shaft (52) and having at
least two cams (12, 14) that, upon a rotation of the camshaft (50), provide phase-shifted
cam strokes and can be associated with different cylinders, wherein the cam piece
(10) is designed in the form of a double cam piece, and having a shifting gate (20)
for axially displacing the cam piece (10); wherein the cam piece (10) is formed integrally
with the cams (12, 14) and the shifting gate (20); wherein the shifting gate has a
first slide track (22) for axially displacing the cam piece in a forward direction
(V) and a second slide track (24) for axially displacing the cam piece in a reverse
direction (R) opposite the forward direction; wherein the first slide track (22) and
the second slide track (24) are axially spaced from one another and have no common
track section; wherein
the slide tracks (22, 24) respectively have a single-track region (32) running substantially
in the circumferential direction, a displacement region (34) having an axial path
component for axially displacing the cam piece (10), and an ejection region (38) running
substantially in the peripheral direction; wherein the slide tracks respectively have
a brake region (36) that extends between the displacement region (34) and the ejection
region (38) and has a curved path such that an axial movement component of the cam
piece can be gradually braked upon traversing an adjusting pin (42); and wherein the
single-track region (32) of each slide path travels axially over a circumferential
angle of 90° or more next to the ejection region (38) of the respective slide path.
2. The valve train device according to claim 1, characterized in that the two slide tracks (22, 24) have a substantially symmetrical path with respect
to a radial plane of symmetry running centrally between the slide tracks.
3. The valve train device according to one of the preceding claims, characterized in that the sliding tracks (22, 24) have an essentially S-shaped path in an unwound form.
4. The valve train device according to one of the preceding claims, characterized in that the cam strokes of the cams (12, 14) which can be associated with the different cylinders
are offset from each other in a circumferential direction by more than 30° and less
than 180°, in particular by approximately 90°.
5. The valve train device according to one of the preceding claims, characterized in that the cam piece (10) has at least four cam segments (15) arranged so as to be axially
fixed relative to one another, respectively having at least one cam (14) and one zero
cam (16) or two or more cams (12, 17), of which respectively two cam segments can
be associated with a cylinder and are configured to provide in-phase cam strokes.
6. The valve train device according to claim 5, characterized in that the two slide tracks (22, 24) are arranged between the two cam segments which can
be associated with a first cylinder and the two cam segments which can be associated
with a second cylinder, and in particular in a central region of the cam piece (10).
7. The valve train device according to one of the preceding claims, characterized in that an actuator (40) with an adjusting pin (42) for engaging in the respective slide
track is associated with each slide track (22, 24), wherein the diameter of the adjusting
pins is respectively less than 6 mm and preferably less than 5 mm.
1. Système de distribution, en particulier d'un véhicule automobile, comprenant un arbre
à cames (50) comportant une pièce à cames (10) agencée de façon à pouvoir se déplacer
axialement sur un arbre de base à cames (52) et munie d'au moins deux cames (12, 14),
qui offrent des levées de came déphasées lors d'une rotation de l'arbre à cames (50)
et sont associées à des cylindres différents, la pièce à cames (10) étant réalisée
sous la forme d'une pièce à double came, et comprenant une coulisse de guidage (20)
permettant le déplacement axial de la pièce à cames (10), la pièce à cames (10) étant
formée d'une pièce avec les cames (12, 14) et la coulisse de guidage (20), la coulisse
de guidage comprenant une première piste de coulisse (22) pour le déplacement axial
de la pièce à cames vers l'avant (V) et une deuxième piste de coulisse (24) pour le
déplacement axial de la pièce à cames dans la direction opposée, à savoir vers l'arrière
(R), la première piste de coulisse (22) et la deuxième piste de coulisse (24) étant
espacées axialement l'une de l'autre et ne présentant aucun segment de piste commun,
les pistes de coulisse (22, 24) présentant respectivement une zone à une voie (32)
s'étendant essentiellement dans la direction circonférentielle, une zone de déplacement
(34) présentant une composante directionnelle axiale pour le déplacement axial de
la pièce à cames (10) et une zone d'éjection (38) s'étendant essentiellement dans
la direction circonférentielle, les pistes de coulisse présentant respectivement une
zone de freinage (36) entre la zone de déplacement (34) et la zone d'éjection (38),
laquelle a un tracé courbe tel qu'une composante de mouvement axiale de la pièce à
cames puisse être freinée graduellement lors du passage par une broche de réglage
(42) et la zone à une voie (32) de chaque piste de coulisse s'étendant sur un angle
circonférentiel de 90° ou plus axialement à côté de la zone d'éjection (38) de la
piste de coulisse respective.
2. Système de distribution selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux pistes de coulisse (22, 24) ont essentiellement un tracé symétrique ou un
plan de symétrie radial s'étendant au centre entre les pistes de coulisse.
3. Système de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pistes de coulisse (22, 24) ont un tracé essentiellement en forme de S dans leur
forme déroulée.
4. Système de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les levées de came des cames (12, 14) pouvant être associées à des cylindres différents
sont décalées l'une par rapport à l'autre de plus de 30° et de moins de 180°, en particulier
décalées l'une par rapport à l'autre d'environ 90°, dans la direction circonférentielle.
5. Système de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pièce à cames (10) présente au moins quatre parties de came (15) disposées fixement
les unes par rapport aux autres dans la direction axiale, comprenant respectivement
au moins une came (14) et une came nulle (16) ou deux ou plusieurs cames (12, 17),
desquels au moins deux parties de came peuvent être associées à un cylindre et sont
conçues pour la fourniture de levées de came en phase.
6. Système de distribution selon la revendication 5, caractérisé en ce que les deux pistes de coulisse (22, 24) sont disposées entre les deux parties de came
pouvant être associées à un premier cylindre et les deux parties de came pouvant être
associées à un deuxième cylindre, et en particulier dans une zone centrale de la pièce
à cames (10).
7. Système de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à chaque piste de coulisse (22, 24) est associé un actionneur (40) comprenant une
broche de réglage (42) pour l'engagement dans la piste de coulisse respective, le
diamètre de la broche de réglage étant respectivement inférieur à 6 mm et de préférence
inférieur à 5 mm.