[0001] Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungseinheit für eine Maschine zum Entgraten eines
flächigen Werkstücks. Dabei streicht die Bearbeitungseinheit über eine ebene Seite
des zu entgratenden Werkstücks.
[0002] Beim Einbringen von Löchern und Ausnehmungen in Stahlblech, das bis zu einigen Zentimetern
dick sein kann, bilden sich an der Oberseite und/oder der Unterseite störende Grate.
Diese können beispielsweise mittels einer Schleifwalze abgeschliffen werden. Hierzu
wird das Werkstück unter der ortsfest gelagerten, relativ schnell drehenden Schleifwalze
vorbeigeführt.
[0003] Es gibt auch Entgratmaschinen mit horizontal umlaufenden Riemen, die eine Vielzahl
nebeneinander angeordnete Bearbeitungseinheiten, die in der Art von Bürsten ausgebildet
sind und an ihrer Unterseite einen Schleifbesatz tragen. Als Schleifbesatz kommen
insbesondere Pakete von eng aneinander liegenden Schleifpapieren, Schleifleinen oder
Schleifvliesen in Betracht. Das zu entgratende Werkstück wird quer zur Bewegungsrichtung
der Bearbeitungseinheiten vorgeschoben. Die freiliegenden unteren Ränder der Schleifblätter
streichen quer zur Vorschubrichtung des Werkstücks über dessen Oberfläche und entfernen
dadurch die überstehenden Grate. Aufgrund der Flexibilität der Schleifblätter können
diese in die ausgeschnittenen Ausnehmungen eindringen. Aufgrund des mechanischen Abriebs
verschleißen die Schleifblätter allerdings relativ schnell.
[0004] In letzter Zeit sind auch kombinierte Maschinen entwickelt worden, die sowohl eine
drehende Schleifwalze als auch Bearbeitungsvorrichtungen mit horizontal umlaufenden
Treibriemen, die Bürsten oder ähnlich ausgebildete Bearbeitungseinheiten tragen, umfassen.
Dabei entfernen die mit flexiblen Schleifblättern bestückten Bearbeitungseinheiten
eher die Grate und verrunden gleichzeitig die scharfen Kanten des Werkstücks, während
die Schleifwalze konstruktionsbedingt nicht in ausgeschnittene Ausnehmungen des Werkstücks
eindringen und/oder dessen Kanten verrunden und deshalb nur von der Oberfläche abstehende
Grate entfernen kann.
[0005] EP 2 792 450 A1 (siehe Oberbegriff des Anspruchs 1) offenbart eine Maschine zum Entgraten von Blechteilen
mit endlos umlaufenden Treibriemen, auf denen eine Vielzahl von Bürsten nebeneinander
angeordnet sind. Der Schleifbesatz der Bürsten besteht aus einem Paket von Schleifpapieren,
die mit ihren Oberkanten auf die ebene Unterseite einer Trägerplatte aufgeklebt sind.
Zwischen jeweils zwei benachbarten Schleifpapieren ist ein Stützvlies angeordnet.
Schleifpapiere und Stützvliese stehen senkrecht von der Unterseite der Trägerplatte,
auf die sie aufgeklebt sind, ab. Dies hat den Vorteil, dass die freiliegenden Unterkanten
der Schleifpapiere näherungsweise parallel auf die erste Kante des Werkstücks auftreffen
bzw. zumindest ein Stück weit in Löcher oder Ausnehmungen des Werkstücks eindringen
kann, um diese Kanten nicht nur zu entgraten, sondern auch zu verrunden. Ähnliche
Bearbeitungseinheiten mit eng aneinander liegenden Schleifpapieren und zwischenliegenden
Stützvliesen sind durch
EP 1 910 024 B1 bekannt.
[0006] DE 201 06 234 beschreibt eine Schleifvorrichtung zum Schleifen eines plattenförmigen Werkstücks,
vorzugsweise aus Holz, mit einem umlaufenden Schleifband, das eine Vielzahl von Schleifelementen
umfasst. Die Schleifelemente weisen einen aus Borsten bestehenden Bürstenstreifen
auf, auf dessen einer Seite ein Schleifleinen aufgebracht ist. Die Schleifelemente
sind entgegengesetzt der Transportrichtung des Werkstücks geneigt, wobei die dem Werkstück
zugewandte Seite des Schleifelements mit dem Schleifleinen belegt ist.
[0007] DE 20 2005 011 640 U1 zeigt und beschreibt eine Vorrichtung zum Bearbeiten eines band- oder plattenförmigen
metallischen Werkstücks. Auf der Außenseite eines umlaufenden Keilriemens sind Bearbeitungselemente
befestigt. Die Bearbeitungselemente sind mit Borsten aus Metall versehen und können
in Umlaufrichtung des Keilriemens geneigt sein, damit sie in Aussparungen des Werkstücks
besser eindringen können. Alternativ können die Bearbeitungselemente auch als Schleifpapiere
ausgebildet sein, wobei zwischen den einzelnen Schleifblättern Stützelemente, vorzugsweise
Stützvliese oder Stützfilze angeordnet sind. Die Schleifblätter sind senkrecht gegenüber
der Bewegungsrichtung der Bearbeitungseinheit auf einem Trägerelement befestigt. Bearbeitungseinheiten
mit senkrecht zur Oberfläche des zu entgratenden Werkstücks angeordneten Schleifblättern,
insbesondere Schleifpapieren oder Schleifleinen, treffen hart auf die Kanten des Werkstücks
auf. Die Folge ist, dass die Unterkanten der Schleifblätter relativ schnell verschleißen
und ausfransen.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Bearbeitungseinheit für
eine Entgratmaschine, bei welcher die Bearbeitungseinheit über die Oberfläche des
zu entgratenden Werkstücks bewegt wird, insbesondere die Schaffung einer Bearbeitungseinheit
speziell zur Entfernung leichter und mittelschwerer Grate.
[0009] Bei der Lösung des gestellten Problems wird ausgegangen von einer Bearbeitungseinheit
gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1. Gelöst wird die Aufgabe dadurch, dass
die Schleifblätter schräg gegen die Bewegungsrichtung geneigt auf der Trägerplatte
befestigt sind, so dass sie sich im Bereich ihrer Unterkante auffächern.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Bearbeitungseinheit stehen die Schleifblätter also nicht,
wie bisher üblich, senkrecht gegenüber der Oberfläche des zu entgratenden Werkstücks,
sondern weisen eine Schrägstellung entgegen der Bewegungsrichtung auf. Die Schleifblätter
bilden also mit der Trägerplatte einen stumpfen Winkel. Dadurch liegen zwei benachbarte
Schleifblätter nicht mehr deckungsgleich aufeinander, sondern sind gegeneinander versetzt
angeordnet. Dies führt dazu, dass die Unterkanten der Schleifblätter keine geschlossene
Fläche, sondern eine treppenartige Kontur bilden.
[0011] Treffen nun die schräg gegen die Bewegungsrichtung geneigt angeordneten Schleifblätter
auf die Kanten des Werkstücks auf, so gleitet die Kante leichter und mit weniger Reibungswiderstand
an dem schrägen Schleifblatt ab als dies bei einem senkrecht stehenden oder gar in
Bewegungsrichtung schräg geneigten Schleifblatt der Fall wäre. Aufgrund der Flexibilität
der Schleifblätter werden sich diese bereits nach kurzer Einsatzzeit entgegen der
Bewegungsrichtung verbiegen, was zu einer weiteren Auffächerung im Bereich der Unterkanten
und damit der Freilegung größerer Bereiche der Schleifblätter führt. Je nach Flexibilität
der verwendeten Schleifblätter bildet sich nach einer gewissen Standzeit sogar eine
annähernd ebene Schleiffläche parallel zur Oberseite des zu entgratenden Werkstücks
aus, gebildet aus den unteren abgebogenen Bereichen der einzelnen Schleifblätter.
Die Schleifwirkung entspricht dabei näherungsweise der einer Schleifwalze, bei der
die Bewegungsrichtung des Schleifmittels im Kontaktbereich tangential bzw. parallel
zur Oberfläche des Werkstücks verläuft.
[0012] Eine herkömmliche Maschine zum Entgraten und Verrunden mit Bearbeitungseinheiten,
deren Schleifblätter senkrecht angeordnet sind, kann bei Bedarf relativ einfach, nämlich
durch Austausch der Bearbeitungseinheiten gegen erfindungsgemäße Bearbeitungseinheiten
mit schräg angeordneten Schleifblättern, umgerüstet werden zu einer Maschine speziell
zur Entfernung von leichten Graten, die sich dann aber durch erheblich längere Standzeiten
der Bearbeitungseinheiten auszeichnet.
[0013] Vorzugsweise beträgt der Winkel, der von den Schleifblättern und der ebenen Unterseite
der Trägerplatte eingeschlossen wird, zwischen 3 und 60 Grad, gemessen im Bereich
der Oberkanten der Schleifblätter nahe der Trägerplatte. Besonders bevorzugt wird
ein Schrägstellungswinkel zwischen 20 und 40 Grad, insbesondere um 30 Grad. Es hat
sich nämlich gezeigt, dass bei diesem Winkel ein besonders gutes Verhältnis zwischen
Entgratleistung einerseits und Verschleißfestigkeit andererseits ergibt.
[0014] Vorteilhaft bestehen die Schleifblätter aus einseitig mit Schleifmittel belegtem
Schleifpapier oder Schleifleinen, wobei die schleifende Seite in Richtung des Werkstücks
zeigt. Die glatte Seite erleichtert die gegenseitige Verschiebung benachbarter Schleifblätter,
was die gewünschte Auffächerung im Bereich der Unterkanten begünstigt.
[0015] Zweckmäßig sind die Schleifpapiere oder Schleifleinen mit ihrer Oberkante auf die
Trägerplatte aufgeklebt. Zu diesem Zwecke kann die Trägerplatte einen umlaufenden,
seitlich überstehenden Rand haben, welcher den oberen Bereich der Schleifpapiere bzw.
Schleifleinen ein kleines Stück überdeckt. Dadurch entsteht eine Art Wanne an der
Unterseite der Trägerplatte, welche vorteilhaft mit einer Kunststoffmasse ausgegossen
werden kann. In diese flüssige Kunststoffmasse können dann die Schleifpapiere oder
Schleifleinen mit ihrer Oberkante eingetaucht werden. Nach dem Erhärten der Kunststoffmasse
sind die Schleifpapiere oder Schleifleinen ein Stück weit in die Kunststoffmasse eingebettet.
Die auf diese Weise erzielte hochfeste Verbindung zwischen Schleifpapieren bzw. Schleifleinen
und Trägerplatte der Bearbeitungseinheit ist die Voraussetzung dafür, dass die präzise
Schrägstellung der Schleifblätter nicht nur bei einer neuen unbenutzten Bearbeitungseinheit
erreicht, sondern auch über die gesamte Einsatzzeit erhalten bleibt.
[0016] Die Flexibilität der Schleifblätter erlaubt es, dass diese sich in Bewegungsrichtung
nach hinten biegen und eine Art Kissen bilden, das über die Oberfläche des zu entgratenden
Werkstücks streicht. Um die Flexibilität und Elastizität des Pakets von bereichsweise
aufeinanderliegenden Schleifblättern zu erhöhen, ist bei einer besonders bevorzugten
Ausführung der erfindungsgemäßen Bearbeitungseinheit zwischen den einzelnen Schleifblättern
jeweils eine dünne Platte aus einem flexiblen elastischen Material, wie zum Beispiel
einem Kunststoffvlies, angeordnet. Die dadurch erhöhte Elastizität speziell im Bereich
der Unterseite der Bearbeitungseinheit führt dazu, dass Unebenheiten des Werkstücks
ausgeglichen und gleichzeitig Druckspitzen auf die Schleifblätter abgefedert werden
können.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Abbildungen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Maschine zum Entgraten eines flächigen Werkstücks, schematisch;
- Figur 2
- eine einzelne Bearbeitungseinheit der Maschine von Figur 1, perspektivisch;
- Figur 3
- die Bearbeitungseinheit von Figur 2, in Seitenansicht;
- Figur 4
- eine Bearbeitungseinheit, in benutztem Zustand, schematisch.
[0018] In Figur 1 ist nur der wesentliche Teil einer Entgratmaschine zu sehen, soweit dies
für das Verständnis der Erfindung wichtig ist. Zwei parallele Treibriemen 1a, 1b laufen
endlos zwischen je zwei motorisch angetriebenen Riemenrädern 2a, 2b um. Auf den Treibriemen
1a, 1b sind im Querschnitt L-förmig ausgebildete Befestigungswinkel 3 aufgeschraubt,
welche bürstenartig ausgebildete Bearbeitungseinheiten 4 tragen. Die Bearbeitungseinheiten
4, die zum oberen Treibriemen 1a gehören, stehen spiegelbildlich den Bearbeitungseinheiten
4, die auf dem unteren Treibriemen 1b sitzen, gegenüber.
[0019] Ein Werkstück 5 aus Stahlblech, das entgratet werden soll, wird senkrecht zur Zeichenebene
zwischen den oberen und unteren Bearbeitungseinheiten 4 hindurchgeführt. Gleichzeitig
werden die Bearbeitungseinheiten 4 durch die Treibriemen 1a, 1b quer zur Vorschubrichtung
des Werkstücks 5 bewegt. Die Bearbeitungseinheiten 4 streichen dabei gleichzeitig
über die Oberseite und die Unterseite des Werkstücks 5, um Grate an den Kanten zu
entfernen und gleichzeitig auch die Kanten zu verrunden.
[0020] Figur 2 lässt erkennen, dass die Bearbeitungseinheiten 4 eine im Wesentlichen ebene
Trägerplatte 6 umfassen. An der Oberseite der Trägerplatte 6 sind Halteprofile 7a,
7b ausgebildet, in welche eine abgebogene Lasche des Befestigungswinkels 3 steckt.
Eine Rastzunge 8 verrastet mit einer Ausnehmung des Befestigungswinkels 3 und gewährleistet
somit einen festen spielfreien Sitz der Trägerplatte 6 auf dem Befestigungswinkel
3. Die Trägerplatte 6 ist einstückig aus Kunststoff spritzgegossen. An der Unterseite
ist ein überstehender umlaufender Rand 9 ausgebildet.
[0021] Auf der ebenen Unterseite der Trägerplatte 6 ist ein Paket von Schleifblättern 10
befestigt. Die Schleifblätter 10 sind rechteckig und bestehen hier beispielhaft aus
Schleifpapier, das einseitig mit einem abrasiven Schleifmittel belegt ist. Eine Vielzahl
von Schleifblättern 10 sind parallel zueinander auf der Trägerplatte 6 angeordnet
und erstrecken sich quer zur Bewegungsrichtung der Bearbeitungseinheit 4. In der Zeichnung
ist die Dicke der Schleifblätter 10 übertrieben dargestellt. In der Realität hat ein
Schleifblatt 10 eine Dicke von beispielsweise 1 mm. Die einzelnen Schleifblätter 10
sind schräg gegen die Bewegungsrichtung (vgl. Pfeil) der Bearbeitungseinheit 4 geneigt
auf der Trägerplatte 6 befestigt. Durch diese Schrägstellung ergibt sich eine Auffächerung
der Schleifblätter 10 im Bereich ihrer Unterkanten. Die schleifende Seite der Schleifblätter
10 wird dadurch ein Stück freigelegt.
[0022] Wie insbesondere in Figur 3 zu sehen, ist der von dem Rand 9 umfasste Bereich an
der Unterseite der Trägerplatte 6 mit einer Kunststoffmasse 8 vergossen. Die Schleifblätter
10 sind mit ihrer Oberkante in die Kunststoffmasse 11 eingebettet. Auf diese Weise
sind die Schleifblätter 10 außerordentlich fest mit der Trägerplatte 6 verbunden.
[0023] Der Winkel α zwischen den Schleifblättern 10 und der Trägerplatte 6 beträgt hier
beispielhaft ungefähr 35 Grad, gemessen im Bereich der Oberkante der Schleifblätter
10. Die Schleifblätter 10 sind gegen die Bewegungsrichtung der Bearbeitungseinheit
4 angeordnet, so dass die mit Schleifmittel belegte Seite der Schleifblätter in Richtung
des Werkstücks 5 zeigt. Die schleifende Seite der Schleifblätter 10 treffen also unter
einem schrägen Winkel auf die jeweils vorderen - in Figur 3 rechten - Kanten des Werkstücks
5 auf, um diese zu entgraten bzw. leicht zu verrunden.
[0024] Aufgrund der Flexibilität und Elastizität der Schleifblätter 10 biegen sich diese
entgegen der Bewegungsrichtung der Bearbeitungseinheit 4, was im Bereich der Unterkanten
zu einer erheblichen Verkleinerung des Winkels zwischen Schleifblatt und Trägerplatte
führt. Figur 4 verdeutlicht diesen Vorgang und zeigt den Verschleiß, dem die Schleifblätter
10 unterliegen. Die Abnutzung des Schleifpapiers erfolgt durch Herunterschleifen der
Schleifkörner, bis das Trägermaterial freiliegt. Dieses schlägt sich dann schnell
an den Kanten des metallenen Werkstücks ab, wodurch die benachbarte Schleifpapierlage
stückweise freigelegt wird.
[0025] Nach einer gewissen Standzeit haben sich die Schleifblätter 10 soweit nach hinten
und gleichzeitig nach oben, also vom Werkstück 5 weg, gebogen, dass sich die Gesamthöhe
der Bearbeitungseinheit 4 erheblich reduziert hat. Gleichzeitig haben sich die Schleifblätter
10 im Bereich ihrer Unterkanten weiter aufgefächert, so dass ein größerer Teil ihrer
schleifenden Seite nicht mehr durch das jeweils benachbarte Schleifblatt 10 abgedeckt
wird, sondern frei liegt. Das Paket der Schleifblätter 10 bildet dadurch an seiner
Unterseite eine fast ebene Fläche, die näherungsweise parallel zur Oberseite des Werkstücks
5 verläuft. Dadurch kommt das Schleifmittel der Schleifblätter 10 im Wesentlichen
nur mit der Oberseite des Werkstücks 5 in Kontakt und nur noch in geringem Maße mit
dessen senkrechten Kanten. Gleichzeitig hat sich die effektiv schleifende Fläche der
Bearbeitungseinheit 4 erheblich vergrößert gegenüber einer frischen Bearbeitungseinheit,
bei welcher die Schleifblätter 10 noch mehr oder weniger gerade verlaufen (vgl. Figur
3).
[0026] Durch den Anpressdruck der Bearbeitungseinheit 4 auf das Werkstück 5 lässt sich der
Grad der Verbiegung der Schleifblätter 10 variieren und optimieren. Bei Bedarf lässt
sich die Verbiegung der Schleifblätter 10 durch Zwischensetzen von dünnen Platten
12 (vgl. Fig. 4) aus einem flexiblen elastischen Material, wie zum Beispiel Vlies
oder Filz, zwischen die einzelnen Schleifblätter 10 erhöhen oder gegebenenfalls verringern.
Bezugszeichen
[0027]
- 1a, 1b
- Treibriemen
- 2a, 2b
- Riemenrad
- 3
- Befestigungswinkel
- 4
- Bearbeitungseinheit
- 5
- Werkstück
- 6
- Trägerplatte (von 4)
- 7a, 7b
- Halteprofile
- 8
- Rastzunge
- 9
- Rand
- 10
- Schleifblätter
- 11
- Kunststoffmasse
- 12
- Platten
1. Bearbeitungseinheit für eine Maschine zum Entgraten eines flächigen Werkstücks, bei
welcher die Bearbeitungseinheit über die Oberfläche des zu entgratenden Werkstücks
streicht, mit
einer im Wesentlichen ebenen Trägerplatte (6),
einem Paket von rechteckigen flexiblen Schleifblättern (10), die parallel zueinander
auf der Trägerplatte (6) angeordnet sind und sich quer zur Bewegungsrichtung der Bearbeitungseinheit
(4) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, dass
die einzelnen Schleifblätter (10) schräg gegen die Bewegungsrichtung der Bearbeitungseinheit
(4) geneigt auf der Trägerplatte (6) befestigt sind, wodurch sich eine Auffächerung
der Schleifblätter im Bereich ihrer Unterkanten ergibt.
2. Bearbeitungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen den Schleifblättern (10) und der Trägerplatte im Bereich der
Oberkante der Schleifblätter (10) zwischen 3 und 60 Grad, vorzugsweise zwischen 20
und 40 Grad beträgt.
3. Bearbeitungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifblätter (10) aus einseitig mit Schleifmittel belegtem Schleifpapier oder
Schleifleinen bestehen, wobei die schleifende Seite in Richtung des Werkstücks (5)
zeigt.
4. Bearbeitungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifblätter (10) mit ihrer Oberkante auf die Trägerplatte (6) aufgeklebt sind.
5. Bearbeitungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (6) einen umlaufenden, seitlich überstehenden Rand (9) hat, welcher
den oberen Bereich der Schleifblätter (10) ein Stück überdeckt.
6. Bearbeitungseinheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Unterseite der Trägerplatte (6) eine Kunststoffmasse (11) aufgegossen ist,
in welche die Schleifblätter (10) mit ihrer Oberkante eingebettet sind.
7. Bearbeitungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den einzelnen Schleifblättern (10) jeweils eine dünne Platte (12) aus einem
flexiblen elastischen Material angeordnet ist.
1. Processing unit for a machine for deburring a flat workpiece, in which the processing
unit sweeps across the surface of the workpiece to be deburred, having
an essentially flat carrier plate (6),
a package of rectangular, flexible abrasive sheets (10) which are arranged parallel
to one another on the carrier plate (6) and extend transverse to the movement direction
of the processing unit (4),
characterized in that
the individual abrasive sheets (10) are fixed on the carrier plate (6) inclined obliquely
to the movement direction of the processing unit (4), with the result that the abrasive
sheets fan out in the area of their lower edges.
2. Processing unit according to claim 1, characterized in that the angle between the abrasive sheets (10) and the carrier plate in the area of the
upper edge of the abrasive sheets (10) is between 3 and 60 degrees, preferably between
20 and 40 degrees.
3. Processing unit according to one of the preceding claims, characterized in that the abrasive sheets (10) comprise sand paper or emery cloths coated on one side with
an abrasive, wherein the abrasive side faces in the direction of the workpiece (5).
4. Processing unit according to one of the preceding claims, characterized in that the abrasive sheets (10) are glued to the carrier plate (6) using their upper edge.
5. Processing unit according to claim 4, characterized in that the carrier plate (6) has a peripheral, laterally projecting edge (9), which covers
the upper area of the abrasive sheets (10) by a bit.
6. Processing unit according to claim 4 or 5, characterized in that a plastic material (11), into which the abrasive sheets (10) are embedded using their
upper edge, is poured onto the bottom side of the carrier plate (6).
7. Processing unit according to one of claims 1 to 6, characterized in that a thin plate (12) made from a flexible, elastic material is respectively arranged
between the individual abrasive sheets (10).
1. Unité d'usinage pour une machine pour ébavurer une pièce plane, pour laquelle l'unité
d'usinage passe sur la surface de la pièce à ébavurer, avec
une plaque de support (6) pour l'essentielle plane,
un ensemble de feuilles abrasives souples rectangulaires (10), qui sont disposées
parallèlement les unes aux autres sur la plaque de support (6) et s'étendent transversalement
au sens de déplacement de l'unité d'usinage (4),
caractérisée en ce que
les feuilles abrasives individuelles (10) sont fixées inclinées sur la plaque de support
(6) en biais par rapport au sens de déplacement de l'unité d'usinage (4), ce qui a
pour résultat un déploiement en éventail des feuilles abrasives dans la zone de leurs
bords inférieurs.
2. Unité d'usinage selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'angle entre les feuilles abrasives (10) et la plaque de support se situe entre
3 et 60 degrés, de préférence entre 20 et 40 degrés dans la zone du bord supérieur
des feuilles abrasives (10).
3. Unité d'usinage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les feuilles abrasives (10) sont composées de papier émeri ou de toile émeri recouvert
d'un produit abrasif d'un côté, sachant que le côté abrasif est tourné en direction
de la pièce (5).
4. Unité d'usinage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les feuilles abrasives (10) sont collées avec leur bord supérieur sur la plaque de
support (6).
5. Unité d'usinage selon la revendication 4, caractérisée en ce que la plaque de support (6) possède un bord périphérique (9), dépassant latéralement,
dont une pièce recouvre la zone supérieure des feuilles abrasives (10).
6. Unité d'usinage selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce qu'une masse de matière plastique (11) est coulée sur la face inférieure de la plaque
de support (6), dans laquelle les feuilles abrasives (10) sont encastrées avec leur
arête supérieure.
7. Unité d'usinage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'une plaque mince (12) dans un matériau élastique souple est respectivement disposée
entre les feuilles abrasives individuelles (10).