| (19) |
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(11) |
EP 3 294 512 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.08.2019 Patentblatt 2019/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.05.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/060574 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/180886 (17.11.2016 Gazette 2016/46) |
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| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR KONTINUIERLICHEN HERSTELLUNG VON WERKSTOFFEN
APPARATUS AND METHOD FOR CONTINUOUS PROUCTION OF MATERIALS
DISPOSITIF ET PROCÉDÉ POUR LA PRODUCTION CONTINUE DE MATÉRIAUX
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
11.05.2015 DE 102015107374
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.03.2018 Patentblatt 2018/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau |
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75031 Eppingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PATTIS, Reto
75031 Eppingen (DE)
- BAUSER, Helmut
75031 Eppingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hartdegen, Helmut |
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Angerfeldstraße 12 82205 Gilching 82205 Gilching (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 767 389 DE-A1- 10 157 601
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CN-U- 202 448 195 DE-A1-102013 105 928
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Werkstoffen,
bevorzugt zur Herstellung von Werkstoffplatten aus im Wesentlichen nichtmetallischen
Material, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Die Erfindung bezieht sich weiter auf ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung
von Werkstoffen, bevorzugt zur Herstellung von Werkstoffplatten aus im Wesentlichen
nichtmetallischen Material, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 10.
[0003] Die Verpressung von zerkleinerter respektive aufgeschlossener Biomasse, Holz oder
holzähnlichen Werkstoffen zu Werkstoffplatten ist bekannt. Beispiele für derartige
Werkstoffplatten sind MDF-Platten aus mitteldichten Fasern, orientierte Schnitzelplatten
(OSB), Furnierplatten (LVL, OSL), Faserdämmplatten/-matten oder dergleichen. Zur Erhöhung
der Produktionsleistung von kontinuierlich arbeitenden Pressen ist es weiter bekannt
das zu einem Vlies oder Strang gestreute Material mit geeigneten Vorrichtungen vor
dem Einlauf in die Presse aufzuwärmen. Durch die höhere Wärme zu Beginn der Verpressung
benötigt die Presse weniger Zeit um das Vlies durchzuheizen. Entsprechend kann die
Presse kürzer ausgelegt oder schneller betrieben werden. Bewährt haben sich Heißluft-
oder Dampfvorwärmungen oder die Verwendung von hochfrequenter Strahlung (HF, MW) zur
Vorwärmung in Mikrowellen-Durchlauföfen, im folgenden Durchlaufofen genannt. Das physikalische
Prinzip beruht auf der Umwandlung elektromagnetischer Energie in Wärmeenergie bei
der Absorption der Mikrowellen durch das zu erwärmende Material.
[0004] Mit
WO 2005 046 950 A1 ist eine Partikel- oder Spanplatte und ein Verfahren zu seiner Herstellung bekannt
geworden. Diese Partikelplatte besteht dabei aus mindestens drei Schichten, wobei
die äußeren Schichten aus feinem Material bestehen, wohingegen die mittlere Schicht
aus gröberem Material besteht. Um nun ein Höchstmaß an Material einzusparen, ist vorgesehen,
die Platte grundsätzlich mit niedrigem Materialanteil herzustellen, wobei nur an den
Stellen der Platte ein höherer Anteil an Material gestreut werden soll, der später
für die Einarbeitung von Beschlägen bzw. Befestigungselementen benötigt wird, um Verbindungen
mit anderen Teilen herzustellen. Hierzu wird vorgeschlagen, in Längsrichtung bzw.
in Produktionsrichtung der Pressgutmatte kontinuierlich einen höheren Anteil an Material
auf das Formband bzw. auf die bereits vorhandene untere Deckschicht zu streuen, um
in der Produktionsrichtung voneinander beabstandete Spuren mit höherem Materialeintrag
der Pressgutmatte zu erhalten, die nach Herstellung einer in Länge und Breite gleichmäßig
dicken Platte, eine höhere Dichte aufweisen. Zusätzlich kann durch zumindest eine
quer zur Produktionsrichtung bewegbare Düse an bestimmten Stellen, vorzugsweise in
Querrichtung fleckenähnlich zusätzlich Material aufgebracht werden. Dies dient dazu,
um aus einem aufgeteilten Plattenstrang Spanplatten zu erhalten, die zur Montage von
Beschlägen oder Verbindungsmitteln eine höhere Dichte aufweisen, aber in der Fläche
weniger Material und Dichte verwenden.
[0005] Bei der Herstellung des Vlieses wird ein Flächengewichtsprofil über die Breite oder
Länge des Vlieses hergestellt, was in der Folge natürlich auch unterschiedliche Vlieshöhen
generieren kann. In diesen Fall muss die Dichte (bei unterschiedlicher Höhe) nicht
zwangsläufig unterschiedlich sein. Wird das Vlies aber gleichförmig über die Breite
verpresst, bzw. durchläuft einen über die Breite gleichmäßigen Presspalt, wird es
unterschiedliche Dichten aufweisen, aufgrund der unterschiedlichen Flächengewichte.
[0006] Neben den Problemen bei der Herstellung eines Vlieses haben sich Schwierigkeiten
bei der Verpressung eines Vlieses mit unterschiedlichen Flächengewichten gezeigt.
Insbesondere ist es problematisch, dass eine kontinuierlich arbeitende Presse mit
umlaufenden Stahlbändern zum Stahlbandverlauf neigt, da unterschiedliche Drücke über
Länge und Breite auf die Stahlbänder und ggfs. auf die rollende Abstützung wirken.
Zum anderen ergeben sich Probleme bei der Wärmeübertragung von den heißen Stahlbändern
in das Vlies, weil sich die unterschiedlich dichten Bereiche im gleichmäßigen Pressspalt
des Vlieses auch unterschiedlich hinsichtlich der Wärmeübertragung verhalten. Es hat
sich gezeigt, dass trotz durchschnittlich geringerer Dichte eine Pressgutmatte mit
einem differenziertem Dichteprofil über die Länge und/oder Breite genauso lange zur
Aushärtung benötigt, wie bei einer Pressgutmatte ohne Dichtesenken.
[0007] Selbst wenn bei einer Taktpresse das Problem des Stahlbandverlaufs nicht in erster
Linie auftritt, so kommt es hier auch zu dem Nachteil, dass die Verpressung so lange
dauern muss, bis die Werkstoffplatte vollständig in allen Bereichen abgebunden hat.
[0008] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erwärmung eines Vlieses vor einer Presse ist
aus der
EP 2 247 418 B1 bekannt. In dieser Offenbarung wird vorgeschlagen dass in einem Durchlaufofen je
Pressflächenseite 20 bis 300 Mikrowellenerzeuger mit Magnetronen einer Leistung von
3 bis 50 kW und mit einem Frequenzbereich von 2400 - 2500 MHz anzuordnen sind. Die
große Anzahl an Generatoren und die verwendete Frequenz, die für die Vorrichtung und
das Verfahren notwendig sind ergeben in vorteilhafter Weise eine geringe Größe der
Strahlungsöffnungen in den Heizraum bei der verwendeten Mikrowellenfrequenz. Die Offenbarung
lehrt dem Fachmann nur, dass eine Vielzahl an Mikrowellenerzeuger mit einer gleichen
Leistung Verwendung finden und entsprechend auch gleichmäßig angesteuert werden sollen.
[0009] Die in diesem Patent beschriebene Vorrichtung und das Verfahren haben sich im industriellen
Einsatz bewährt, lassen sich aber für die industrielle Anwendung weiter verbessern.
[0010] Es ist weiter allgemein bekannt, die Mikrowellen innerhalb eines Heizraumes, nachfolgend
Strahlungsraum genannt, mittels geeigneter Vorrichtungen zu vergleichmäßigen. Derartige
Vorrichtungen sind beispielsweise metallische Drehflügel. Alternativ kann das zu erwärmende
Material auf rotierende Drehteller stehen. Auch in einem Durchlaufofen beaufschlagt
mit mehreren Mikrowellenerzeugern, hiernach Magnetrone genannt, kann eine derartige
Homogenisierung der Strahlung innerhalb des Strahlungsraumes sinnvoll sein, auch wenn
das zu erwärmende Material mittels einem Transportband kontinuierlich durch den Strahlungsraum
geführt wird.
[0011] Details hinsichtlich sicherheitsrelevanter Ausführungsformen oder sonstiger Ausgestaltungen
der Schleusentechnik des Durchlaufofens zur Ein- und Ausbringung des Materials ist
in weiterführendem Stand der Technik beschrieben und nicht Gegenstand vorliegender
Erfindung.
[0012] In oben genanntem Stand der Technik werden eine Vielzahl von Magnetronen verwendet,
um die nötige Erwärmung des Materials zu erzeugen. Der Aufwand scheint gerechtfertigt,
da das Material durchgewärmt werden kann ohne Feuchte in das Material einzubringen,
wie es beispielsweise bei der Verwendung von Dampf der Fall wäre. Der höhere Energieeintrag
und die damit verbundenen Kosten rechnet sich durch den geringeren spezifischen Energieaufwand
pro Einheit des Endproduktes.
[0013] Nachteilig bei dem oben genannten Stand der Technik ist beispielsweise, dass bei
einem Ausfall eines oder mehrere Magnetrone der Betrieb unterbrochen werden muss,
da das Material ungleichmäßig erwärmt wird.
[0014] Die obige Vorrichtung hat auch den Nachteil, dass keine Breitenverstellung vorgesehen
ist, da davon ausgegangen wird, dass neben dem Verlust der Strahlung in den Absorbern
die Strahlung überwiegend und im Wesentlichen gleichmäßig in dem Material absorbiert
wird.
[0015] Weiter hat die obige Vorrichtung den Nachteil, das unterschiedliche Materialbreiten
und -höhen zwar durch die vorgeschlagenen Breiten- und Höhenverstellung der Schleusen
problemlos in und aus dem Durchlaufofen gefahren werden können, aber bei schmalen
Breiten und gleichzeitig großem Volumen des Materials ist die Verlustleistung des
Durchlaufofens überproportional hoch ist.
[0016] CN202448195U offenbart die Merkmale der Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 10.
[0017] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es die Vorrichtung und das Verfahren so weiter
zu entwickeln, dass die oben beschriebenen Nachteile vermieden werden können. Insbesondere
soll es möglich sein mit dem Durchlaufofen unterschiedlich hohe und/oder breite Stränge
an Materialien optimal zu erwärmen und unnötige Verlustleistung zu vermeiden. In einer
Erweiterung der Aufgabe soll die Ausfallwahrscheinlichkeit der Vorrichtung vermindert
werden, indem ein Notlaufprogramm bei Ausfall eines oder einiger weniger Magnetrone
etablierbar ist.
[0018] Die Erfindung geht dabei von einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von
Werkstoffen, bevorzugt zur Herstellung von Werkstoffplatten aus im Wesentlichen nichtmetallischen
Material, aus, die zumindest einen Durchlaufofen zur kontinuierlichen Erwärmung von
Material auf einem endlos umlaufenden Transportband umfasst und weiter eine in Produktionsrichtung
nachgeschalteten Presse aufweist, wobei der Durchlaufofen eine Mehrzahl an Magnetronen
zur Erzeugung von elektromagnetischen Wellen und Hohlleiter mit Austrittsöffnungen
zur Einspeisung der Wellen in einen Strahlungsraum aufweist.
[0019] Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe für die Vorrichtung dadurch gelöst, dass
eine Steuer- oder Regelungsvorrichtung zur Ansteuerung einzelner oder gruppierter
Magnetrone angeordnet ist, um diese mit unterschiedlichen Leistungen zur Erstellung
eines differenzierten Leistungsprofils, bevorzugt in und/oder quer zur Produktionsrichtung,
zu betreiben.
[0020] Nicht gemäß der Erfindung wird erkannt, dass je nach Anwendungsfall und nach Ausführungsform
der Vorrichtung es angemessen sein mag nur eine Spur respektive Reihe an Auslassöffnungen
winkelig, längs und/oder quer zur Produktionsrichtung anzuordnen. Das Material liegt
bevorzugt als endloser Strang auf dem Transportband vor und hat zwei Flächenseiten,
wobei eine dieser Flächenseiten auf dem Transportband aufliegt und weist in Produktionsrichtung
mindestens zwei Ränder auf.
[0021] Der Fachmann ist bisher davon ausgegangen, wie auch im Stand der Technik beschrieben,
dass sich die elektromagnetische Strahlung nach dem Austritt aus dem Hohlleiter im
Strahlungsraum mehr oder weniger gleichmäßig verteilt. Eine gezielte Einstrahlung
der (aufgefächerten) Primärwellen (nach dem Austritt ohne Reflektion) in das Material
führt aber zu einer relativ konzentrierten lokalen Erwärmung. Nicht absorbierte Strahlung
wird schließlich abgelenkt oder reflektiert und als Sekundärwelle entweder irgendwo
im Material absorbiert oder durch die Absorber eingefangen.
[0022] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Austrittsöffnungen der Hohlleiter in zumindest
einer im Wesentlichen parallelen Ebene zum Transportband angeordnet sind. Es können
mehrere Ebenen mit unterschiedlichen Abständen zum Material vorgesehen sein.
[0023] Bevorzugt werden neben runden Hohlleitern rechteckige und/oder ovale Hohlleiter angeordnet.
[0024] Bei einer Vielzahl an Magnetronen können die entsprechenden Austrittsöffnungen längs
und quer zur Produktionsrichtung in Reihen R1, ..., R
n, R
n+1 und S1, ..., S
n, S
n+1 angeordnet sein.
[0025] Bei einer versetzten Anordnung der Austrittsöffnungen in Produktionsrichtung können
die Flächen der Austrittsöffnungen der benachbarter Spuren S
n, S
n+1 längs zur Produktionsrichtung beabstandet, angrenzend oder überlappend angeordnet
sind. Es ist für eine einheitliche oder gezielte Erwärmung sinnvoll möglichst viele
Spuren (parallel zur Produktionsrichtung) anzuordnen. In diesem Sinne kann es sinnvoll
sein, dass aufeinander folgende Reihen versetzte Austrittsöffnungen aufweisen, so
dass zwei oder mehr Reihen jeweils eine eigene Spurengruppe definieren könnten.
[0026] Bevorzugt ist die Steuer- oder Regelungsvorrichtung ausgehend vom Material und/oder
dem herzustellenden Produkt geeignet vorgegebene Leistungsprofile abzurufen und im
Durchlaufofen einzustellen. Die in Rede stehenden industriellen Produktionsanlagen
sind üblicherweise geeignet eine Vielfalt an unterschiedlichen Produkten und auch
unterschiedliche Größen eines einzelnen Produktes herzustellen. Insoweit ist es von
Vorteil, wenn das Bedienungspersonal oder eine automatisierte Erkennung des ankommenden
Materials über eine Steuer- oder Regelvorrichtung eine abrufbare Grundeinstellung
der Magnetrone vorgeben kann.
[0027] Es kann zumindest eine Messvorrichtung zur Prüfung des Materials und/oder des Produktes
in Wirkverbindung mit der Steuer- oder Regelungsvorrichtung zur Steuerung oder Regelung
der Leistung der Magnetrone respektive des Leistungsprofiles angeordnet sein. Dabei
ist insbesondere von Vorteil, wenn die Messvorrichtung abschnittsweise über die Breite,
besonders bevorzugt in den gleichen Spuren wie der Durchlaufofen Magnetrone/Austrittsöffnungen
aufweist, einstellbar ist. Zusätzlich oder alternativ können weitere vorhergehende
Vorrichtungen der Produktionsstätte respektive der Leitstand der Anlage in Wirkverbindung
mit der Steuer- oder Regelungsvorrichtung zur Steuerung oder Regelung der Leistung
der Magnetrone respektive des Leistungsprofiles angeordnet sein.
[0028] Vorzugsweise wird die Messvorrichtung vor und nach dem Durchlaufofen auf das Flächengewicht,
die Dichte, die Feuchtigkeit, die Temperatur, das Volumen und/oder die Position des
Materials auf dem Transportband abheben. Die gleichen oder ähnliche Parameter werden
von der Messvorrichtung nach der Presse gemessen. Jede vorhandene Messvorrichtung
übermittelt dabei die Messwerte an die Steuer- oder Regelungsvorrichtung zum automatisierten
Abgleich der Istwerte mit den vorgegebenen Sollwerten. Besonders ist die Temperaturdifferenz
ΔT vor und nach dem Durchlaufofen von Bedeutung, wobei diese insbesondere auch differenziert
über die Breite bei unterschiedlichen Höhen und/oder Flächengewichten
[0029] Wie aus dem Stand der Technik bekannt kann das Material seine Größe und insbesondere
seine Position auf dem Transportband verändern, wobei bisher nur die Schleusentechnik
am Einlauf und am Auslauf des Durchlaufofens angesteuert worden sind. Mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung kann nun auch bei einem relativ schmal auf dem Transportband angeordneten
Material ein Einfluss auf die vorhandenen Magnetrone genommen werden, indem beispielsweise
nur die Magnetrone oberhalb des Materials betrieben werden. Die Magnetrone, unter
deren Austrittsöffnungen kein Material transportiert wird, werden abgeschaltet. Durch
den Verlauf des Materials auf dem Transportband oder einem Verlauf des Transportbands
selbst, werden so unter Umständen außen liegende Spuren der Magnetrone automatisch
aus- oder angeschaltet.
[0030] Bei einem vorhandenen Leistungsprofil wird es indessen auch notwendig sein, dieses
entsprechend der Position des Materials um die entsprechende Anzahl an Spuren zu verschieben.
[0031] Besonders bevorzugt werden Magnetrone mit einer Leistung von 0,5 bis 20 kW, vorzugsweise
bis 6 kW, verwendet.
[0032] Im Strahlungsraum kann ein passives und/oder aktives Verteilungsmittel für die elektromagnetischen
Wellen angeordnet sein. Ein derartiges Verteilungsmittel ist als Wobbler (engl.) in
der Fachwelt bekannt und in der Regel ein Blech geometrischer Form, das in einer aktiven
Version beweglich (rotierbar) angeordnet wird.
[0033] Besonders bevorzugt sind bei Anordnung eines derartigen Verteilungsmittels, dass
Mittel zur Aktivierung oder Inaktivierung des Verteilungsmittels im Durchlaufofen
angeordnet sind. Diese Mittel können beispielsweise dazu geeignet sein das Verteilungsmittel
abzudecken oder aus der Strahlungskammer zu entfernen.
[0034] Besonders bevorzugt wird der Antrieb, respektive dessen Steuerung, des Transportbandes
oder eine Messvorrichtung für die Geschwindigkeit des Formbandes in Wirkverbindung
mit der Steuer- und Regelvorrichtung angeordnet sein. Dies soll verwendet werden um
über die Werte einen Abgleich der Leistungstaktung und/oder der Verwendungstaktung
der Magnetrone gegenüber dem Vorschub des Materials durchzuführen. Es soll hierbei
vermieden werden, dass durch den taktweise Betrieb der Magnetrone lokale Überhitzungen
oder nicht ausreichend erwärmte Bereiche im Material entstehen.
[0035] Zur Anpassung des Durchlaufofens auf verschiedene Breiten und/oder variierender Position
des Materials auf dem Transportband können die Magnetrone der außerhalb des Materials
angeordneten Spuren entsprechend in ihrer Leistung reduzierbar oder abschaltbar angeordnet
sein.
[0036] Die Lösung der gestellten Aufgabe für ein Verfahren besteht darin, dass die Magnetrone
einzeln oder gruppiert mit verschiedenen Leistungen angesteuert werden, um diese mit
einem differenzierten Leistungsprofils, bevorzugt in und/oder quer zur Produktionsrichtung,
zu betreiben.
[0037] Bevorzugt werden die Magnetrone durch eine Steuer- oder Regelungsvorrichtung angesteuert.
Diese ist insbesondere dazu geeignet ausgehend vom Material und/oder dem herzustellenden
Produkt vorgegebene Leistungsprofile abzurufen und einzustellen.
[0038] Bevorzugt kann mittels zumindest einer Messvorrichtung, bevorzugt abschnittsweise
längs und/oder quer, das Material und/oder das Produkt überprüft werden und die entsprechenden
Messwerte der Steuer- oder Regelungsvorrichtung zur Steuerung oder Regelung der Magnetrone
respektive des Leistungsprofiles übermittelt werden.
[0039] Bei Einstellung eines Leistungsprofiles oder differenzierter Leistungen verschiedener
Magnetrone kann während der Erwärmung des Materials ein passives und/oder aktives
Verteilungsmittel für die elektromagnetischen Wellen im Strahlungsraum deaktiviert
werden. Diese Deaktivierung kann beispielsweise durch Abdecken oder durch Herausfahren
aus dem Strahlungsraum durchgeführt werden.
[0040] Es kann von Vorteil bei der späteren Verpressung des Materials sein, wenn quer zur
Produktionsrichtung ein Leistungsprofil der Magnetrone derart eingestellt wird, das
sich ausgehend von den Rändern bis hin zur Längsmittenlinie des Materials eine höhere
Temperatur des Materials einstellt. Dies ist insbesondere dann wünschenswert, wenn
aufgrund des Materials, des Bindemittels, der Feuchtigkeit im oder am Material sich
eine Strömung während der Verpressung ausbildet, die in Richtung der Schmalseiten
des Materials gerichtet ist. Hierbei wird das Material durch die aufgeheizte Fluidströmung
in der Nähe der Ränder zusätzlich erwärmt. Es kann nun dazu führen, dass bei einem
gleichförmig erhitzten Material die Ränder des Materials überhitzen. Um dies zu vermeiden,
werden die Ränder weniger stark beheizt.
[0041] Es kann bei einem Material mit unterschiedlichem Flächengewichtsprofil über die Breite
alternativ oder in Kombination von Vorteil sein, wenn ein Leistungsprofil der Magnetrone
quer zur Produktionsrichtung eingesteuert wird, das dem unterschiedlichen Flächengewichtsprofil
Rechnung trägt. Dabei werden die Bereiche unterschiedlichen Flächengewichts mit unterschiedlichen
Leistungen der elektronmagnetischen Wellen beaufschlagt bzw. die Magnetrone der darüber
liegenden Austrittsöffnungen mit unterschiedlichen Leistungen betrieben.
[0042] Alternativ oder in Kombination kann vorgesehen sein, dass bei der Verwendung von
Holz oder holzähnlichem Material mit einem unterschiedlichem Flächengewichtsprofil
über die Breite die Magnetrone mit Austrittsöffnungen im Wesentlichen oberhalb des
höheren Flächengewichts mit einer höheren Leistung betrieben werden als die Magnetrone
mit Austrittsöffnungen oberhalb der Bereiche eines geringeren Flächengewichts.
[0043] Alternativ oder in Kombination kann bei einer Anordnung von mehreren Reihen an Magnetronen
in Produktionsrichtung bei Ausfall eines Magnetrons und mangels dessen Energieeintrags
in das Material ein oder mehrere andere Magnetrone der zugehörigen und/oder der benachbarten
Spuren durch Steigerung ihrer Leistung den Ausfall kompensieren. Sollten die Magnetrone
respektive der Durchlaufofen bereits mit der maximal möglichen Leistung betrieben
werden, so durch Abschaltung der ganzen Reihe der Ausfall insoweit kompensiert wird,
dass die Geschwindigkeit des Transportbandes entsprechend reduziert wird. Es kommt
mithin nicht zu ungewünschten Ergebnissen in der Vorwärmung, wie zum Beispiel Hitzenester
oder lokal zu geringe Erwärmung.
[0044] Von Vorteil vermag es auch zu sein, wenn bei verschiedenen Breiten des Materials
und/oder einer variierenden Position des Materials auf dem Transportband zumindest
eine am Rand, also außen angeordnete Spur der Magnetrone entsprechend in ihrer Leistung
reduziert oder abgeschaltet wird.
[0045] Alternativ oder in Kombination können zur Erhöhung der Redundanz der Vorrichtung
weitere Magnetrone, bevorzugt ganze Reihen (Rx) an Magnetronen, angeordnet sein, die
nicht im Regulärbetrieb Verwendung finden und beim Ausfall eines Magnetrons zuschaltbar
sind.
[0046] Alternativ oder in Kombination ist die Steuer- oder Regelungsvorrichtung über eine
Überwachung oder Erkennung an den Magnetronen respektive deren Leistungsaufnahme geeignet
zu erkennen, ob die Funktion gewährleistet ist und wird automatisch weitere Magnetrone
mit der notwendigen Leistung zuschalten, falls nicht.
[0047] Die Steuer- oder Regelungsvorrichtung ist geeignet lokale Flächengewichtserhöhungen,
insbesondere quer zur Produktionsrichtung auftretende Flächengewichtserhöhungen, in
dem Material über eine Weg-/Zeit-Verfolgung im Strahlungsraum mit einer höheren Leistung
zu beaufschlagen und hierzu die Magnetrone in entsprechender zeitlicher und geometrischer
Anordnung anzusteuern.
[0048] Die Vorrichtung ist zur Durchführung des Verfahrens geeignet aber auch eigenständig
betreibbar.
[0049] Anhand der beigefügten Zeichnungen werden Einzelheiten und Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert.
[0050] In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 schematische Seitenansicht (oben) und einer zugehörigen schematischen Draufsicht
(unten) einer Vorrichtung mit einem in Produktionsrichtung durch einen Durchlaufofen
und eine Doppelbandpresse geführten Strang aus Material,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Deckel des Strahlungsraumes des Durchlaufofens mit
einer beispielhaften Anordnung der Hohlleiter,
Fig. 3 einen Schnitt X3 in Produktionsrichtung nach Figur 2 durch den Strahlungsraum
und
Fig. 4 eine beispielhafte Darstellung eines Leistungsprofils zur Herstellung einer
Werkstoffplatte aus lignozellulosem Material und entsprechender Randabschaltung der
außen liegenden Reihen an Magnetronen.
[0051] Figur 1 zeigt oben eine schematische Seitenansicht und unten eine zugehörige schematischen
Draufsicht einer Vorrichtung mit einem in Produktionsrichtung 15 durch einen Durchlaufofen
1 und einer kontinuierlich arbeitenden Presse 2 mit zwei endlos umlaufenden und das
strangförmige Material 3 durch die Presse 2 ziehenden Stahlbändern. Das Material 3
wird dabei auf einem Transportband 10 von links durch den Durchlaufofen 1 transportiert,
dort in einem Strahlungsraum 14 erwärmt, der Presse 2 übergeben und dort zu einem
Produkt 8 verpresst und ausgehärtet.
[0052] Je nach Ausführungsform der Vorrichtung kann für einen höheren Wirkungsgrad nicht
nur von einer oberen oder unteren Flächenseite aus ein Strahlungsraum 14 angeordnet
sein, sondern auch von der andere Flächenseite ein Strahlungsraum 14' das Material
3 mit Mikrowellen beaufschlagen. Dies kann insbesondere notwendig sein, wenn mangels
Eindringtiefe der Mikrowellen von einer Seite her das Material 3 nicht ausreichend
durchwärmen kann oder wenn die Leistung zur Erwärmung erhöht werden soll. Der Durchlaufofen
1 weist um den Strahlungsraum 14 neben einem abschirmenden Gehäuse 11 noch Absorber
12 auf, die ein- und auslaufseitig überschüssige Mikrowellen absorbieren und neben
den dort nur angedeuteten Schleusen den Austritt von Mikrowellen aus dem Durchlaufofen
1 verhindern. Zur Anpassung an verschiedene Höhen und Breiten des durchlaufenden Materials
3 sind die Schleusen und/oder die Absorber 12 höhen- und/oder breitenverstellbar ausgeführt.
[0053] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Steuer- oder Regelvorrichtung 17 auf,
die in der Lage ist die Mehrzahl an Magnetrone 4 zur Herstellung von Mikrowellen in
ihrer Leistung anzusteuern. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Steuer- oder Regelvorrichtung
17 einzelne oder gruppierte Magnetrone 4 ansteuern kann. Bevorzugt steht die Steuer-
oder Regelvorrichtung 17 in Wirkverbindung mit einer Speichervorrichtung und/oder
einer Recheneinheit, die bereits Rezepte oder vorgegebene Rahmendaten zur Einstellung
des Durchlaufofens 1 respektive der Magnetrone 4 enthält. Insbesondere können hier
Berechnungsgrundlagen abgelegt sein, anhand derer die Steuer- oder Regelvorrichtung
17 in Verbindung mit Eingaben des Bedienpersonals hinsichtlich der Art des Materials
3 und/oder des zu produzierenden Produktes 8 Vorschläge oder Einstellungen verwirklicht,
mit denen der Durchlaufofen 1 in Verbindung mit der nachfolgenden Presse 2 in einem
optimalen und für das Material 3 unschädlichen Bereich arbeiten kann.
[0054] In einer alternativen oder kombinierenden Ausgestaltung können in Produktionsrichtung
15 Messvorrichtungen 16 vor dem Durchlaufofen 1, Messvorrichtungen 18 nach dem Durchlaufofen
1 und vor der Presse 2 für das Material 3 angeordnet sein. Alternativ oder in Kombination
kann vorgesehen sein eine Messvorrichtung 20 für das Produkt 8 am Auslauf der Presse
2 anzuordnen. Allen diesen genannten oder evtl. weiteren Messvorrichtungen ist gemein,
dass diese in Wirkverbindung mit der Steuer- oder Regelvorrichtung 17 stehen und an
diese ihre Messergebnisse übertragen können. Diese Messungen sind die Grundlage für
Steuer- oder Regelalgorithmen und verursacht in der Steuer- oder Regelvorrichtung
17 die Generierung und Übertragung entsprechender Steuerbefehle an den Durchlaufofen
1 respektive die dort angeordneten Magnetrone 4.
[0055] Alternativ oder in Kombination können weitere vorhergehende Vorrichtungen der Produktionsstätte
respektive der Leitstand der Anlage zur Übermittlung von Daten in Wirkverbindung mit
der Steuer- oder Regelvorrichtung 17 stehen.
[0056] Diese Messvorrichtungen 16, 18, 20 können bevorzugt dafür geeignet sein über die
Breite 19 des Materials 3 respektive des Produktes 8 abschnittsweise Messungen vorzunehmen.
[0057] Wie aus Figur 1 weiter entnehmbar ist das Material 3 auf dem Transportband 10 in
einer gegenüber der Breite 19 geringen Höhe aufgebracht. Bevorzugt wird das Material
3 in dieser Breite 19 in der nachfolgenden Presse 2 zum Produkt 8 verpresst. Das Material
3 ist somit vorzugsweise strangförmig, weist dabei eine obere und eine untere Flächenseite
auf, wobei eine Flächenseite auf dem Transportband 10 aufliegt und bildet zwei Ränder
7 aus. Die Position der Ränder 7 auf dem Transportband 10 ist erfahrungsgemäß variierend,
insbesondere durch den Bandverlauf während der Aufgabe des Materials 3 auf das Transportband
10, durch Veränderungen bei der Besäumung oder einer Produktumstellung. Auch kann
der spätere Bandverlauf im Bereich des Durchlaufofens 1 dazu führen, dass das Transportband
10 nicht immer in der gleichen Position durch den Durchlaufofen 1 geführt wird.
[0058] Figur 2 zeigt eine Draufsicht in Produktionsrichtung 15 von unten nach oben auf den
Deckel 22 des Strahlungsraumes 14 in einem Schnitt X2-X2 aus Figur 3. Figur 3 zeigt
die korrespondierende Ansicht eines Schnittes X3-X3 durch den Strahlungsraum 14 nach
Figur 2, wobei die Produktionsrichtung 15 in die Zeichenebene gerichtet ist.
[0059] In der Zusammenschau der beiden Figuren 2 und 3 ergibt sich folgende Ausgestaltung
des Strahlungsraumes 14. Die Magnetrone 4 sind bevorzugt separat in einem Schrank
13 und zur besseren Zugänglichkeit, insbesondere für Wartungs- oder Austauschzwecke,
seitlich des Strahlungsraumes 14 angeordnet. Der Schrank 13 weist Durchbrechungen
auf, durch den die mit den Magnetronen 4 verbundenen Hohlleiter 5 die Mikrowellen
zum Strahlungsraum 14 leiten und dort über die Austrittsöffnungen 6, korrespondierend
mit Öffnungen im Deckel 22 in den Strahlungsraum 14 eingeben. In der Draufsicht ist
erkennbar, dass die Austrittsöffnungen 6 in mehreren Reihen R (R
n, R
n+1) quer zur Produktionsrichtung 15 und Spuren S (S
n, S
n+1) längs zur Produktionsrichtung 15 angeordnet sind.
[0060] Die Art und Weise der Anordnung der Austrittsöffnungen 6 an dem Strahlungsraum 14
ist abhängig von der Verwendung des Durchlaufofens 1, von der Frequenz der Mikrowellenstrahlung,
welche einen Einfluss auf die Größe der Hohlleiter 5 und damit auf die Austrittsöffnungen
6 hat, und insbesondere auch von der Art und dem Volumen des zu erwärmenden Materials
3. Es kann daher möglich sein nur eine geringe Anzahl von Magnetronen 4 zu verwenden,
wobei mindestens zwei angeordnet sein müssen. Diese bilden dann eine Reihe in einer
beliebigen Richtung. Bevorzugt wird aber vorgesehen, dass zumindest mehrere Magnetrone
4 in einer Reihe R angeordnet sind und in mittels der Steuer- oder Regelvorrichtung
17 mit einem differenzierten Leistungsprofil 9 angesteuert werden können. Bereits
eine Reihe R, ggfs. nicht unbedingt quer aber winkelig (außer parallel) zur Produktionsrichtung
ermöglicht die differenzierte Erwärmung des Materials 3 über die Breite 19.
[0061] Insbesondere kann mit einer entsprechenden Anordnung und/oder Ausrichtung der Austrittsöffnungen
6 der Hohlleiter 5 ein differenziertes Erwärmungsprofil im Material 3 respektive ein
differenziertes Leistungsprofil 9 der Magnetrone 4 eingesteuert werden. Die Möglichkeiten
hierfür sind Vielfältig.
[0062] Nach Figur 3 kann ein zweiter Strahlungsraum 14' vorgesehen sein, der ersten Strahlungsraum
14 hinsichtlich dem Material 3 gegenüberliegend und damit unterhalb des Transportbandes
10 angeordnet ist. Dieser kann vorzugsweise die gleiche Konfiguration an Magnetronen/Hohlleitern/Austrittsöffnungen
aufweisen wie der Strahlungsraum 14. Das hier zu erwärmende Material 3 weist eine
vorgegebene Breite 19 auf und liegt auf dem durch den Durchlaufofen 1 fahrenden Transportband
10. Das Material 3 ist im Wesentlichen strangförmig ausgebildet, weist zwei Flächenseiten
auf und jeweils einen Rand 7.
[0063] Verwendung einer einzelnen Spur S mit jeweils einer Austrittsöffnung 6 je Reihe R:
Es ergibt sich die Möglichkeit das Material 3 in Produktionsrichtung 15 mit differenzierten
Leistungen L anzusteuern, beispielsweise einer ansteigenden Leistungstreppe (R
1=20%, R
2=40%, R
3=60%, R
4=80%, R
5 =100% bei mind. 5 Reihen). Dies kann von Vorteil sein, wenn das Material 3 beispielsweise
unterkühlt oder gefroren vorliegt und ggfs. mit Wasser beaufschlagt wurde. Alternativ
kann auch andersherum die Leistungstreppe verwendet werden, wenn erst eine starke
Erwärmung und anschließend eine Homogenisierung der Wärme im Material 3 mit geringerer
Mikrowellenstärke unterstützt werden soll.
[0064] Verwendung einer einzelnen Reihe R mit jeweils einer Austrittsöffnung 6 je Spur S:
Es ergibt sich die Möglichkeit das Material 3 quer zur Produktionsrichtung 15 mit
differenzierten Leistungen L anzusteuern, beispielsweise einer vom Rand 7 des Material
3 zur Längsmittenlinie 21 hin ansteigenden Erwärmung (S
1=25%, S
2=50%, S
3=75%, S
4=50%, S
5=25% bei mind. 5 Spuren). Wie oben bereits ausgeführt sind die Möglichkeiten vielfältig
und nicht alle abschließend beschreiben.
[0065] Verwendung mehrerer Reihe R
n, R
n+1 mit Austrittsöffnung 6 und mehreren Spuren Spur S
n, S
n+1 nach Fig. 2:
Es lassen sich sehr komplexe Leistungsprofile L in und quer zur Produktionsrichtung
einstellen. Es ergibt sich somit in einer 3D-Ansicht ein dreidimensionales Leistungsprofil
durch Einstellung unterschiedlicher Leistungen in verschiedenen Magnetronen 4. Insbesondere
wäre zur optimierten Erwärmung auch die Raum-Zeit-Komponente und der Erwärmungsgrad
samt Durchlaufgeschwindigkeit bei der Erwärmung respektive in der Steuer- oder Regelungsvorrichtung
17 zu berücksichtigen.
[0066] In einem einfachen Ausführungsbeispiel nach Figur 4 für ein Leistungsprofil 9 wird
wie in Figur 3 dargestellt ein Material 3 einer Breite 19 durch den Strahlungsraum
14 gefördert. Nach Figur 4 und 2 ist die Anzahl der Spuren S gleich 16. Durch die
Möglichkeit alle Magnetrone 4 einzeln oder in Gruppen anzusteuern, werden nun die
Magnetrone 4, die mit den Austrittsöffnungen 6 der Spuren S
1, S
2 links und S
15, S
16 rechts in Wirkverbindung stehen, deaktivert und weisen eine Leistung L = 0 % auf,
da sie direkt oberhalb eines Bereiches angeordnet sind, der nicht vom Material 3 belegt
wird. Damit der Randbereich des Materials 3 nur geringfügig erwärmt wird, werden die
Magnetrone 4 der Spuren S
3, S
4 links und S
13, S
14 rechts der Austrittsöffnungen 6, die am Rand 7 des Materials 3 angeordnet sind, mit
nur der halben notwendigen Leistung L = 40% betrieben. Die weiter innen zur Längsmittenlinie
21 liegenden Bereiche des Materials 3 werden mit einer Leistung L = 80% der Magnetrone
beaufschlagt und entsprechend erwärmt. Für diesen einfachen Anwendungsfall können
die nachfolgenden Reihen Rn+1 entsprechend das gleiche Leistungsprofil 9 abbilden,
wie in Figur 4 dargestellt.
[0067] In vorteilhafter Art und Weise ist die Verwendung einer Vielzahl an Reihen R und
Spuren S in einem Verfahren zur Schonung der Magnetrone 4 durch abwechselndes Ein-
und Ausschalten der Magnetrone 4 möglich. Unter dem Ein- und Ausschalten wird nicht
die Leistungstaktung beschrieben, die in der Regel zur Einstellung der Leistung L
eines Magnetrons verwendet wird, sondern das Pausieren der Magnetrone zum Erhalt der
Leistungsfähigkeit und zur Vermeidung von Überhitzungen, also eine Verwendungstaktung.
[0068] In einem einfachen plausiblen Beispiel könnte der Durchlaufofen wie folgt betrieben
werden:
Bei der Berechnung der notwendigen Leistung zur Erwärmung des Materials auf eine vorgegebene
Temperatur ergibt sich bei einer Nutzung aller vorhandenen Magnetrone 4 die Notwendigkeit,
diese mit 35% der Nennleistung zu betreiben, wobei der Einfachheit halber davon ausgegangen
wird, dass alle Magnetrone 4 mit der gleichen Leistung L arbeiten würden. Es wird
nun festgelegt, dass bei einer Anordnung der Austrittsöffnungen 6 wie in Figur 2 n=6
für R
N und S
n gilt. Es ergeben sich somit 36 Austrittsöffnungen 6 bei sechs Reihen R und sechs
Spuren S. Um die Magnetrone 4 zu schonen wird nun ein laufender Betrieb vorgeschlagen,
bei dem zwar die Magnetrone 4 aller Spuren S Verwendung finden, aber die Reihen R
mit geraden n und die Reihen R mit ungeradem n im Wechsel eingeschaltet werden. Dafür
wird die Nennleistung der aktiven 18 Magnetrone 4 (36/2) verdoppelt, so dass diese
mit einer Nennleistung von 70% betrieben werden. Ein unnötiger Dauerbetrieb der Magnetrone
4 wird somit vermieden.
Bezugszeichenliste:
[0069]
- 1
- Durchlaufofen
- 2
- Presse
- 3
- Material
- 4
- Magnetron
- 5
- Hohlleiter
- 6
- Austrittsöffnung
- 7
- Rand
- 8
- Produkt
- 9
- Leistungsprofil
- 10
- Transportband
- 11
- Gehäuse
- 12
- Absorber
- 13
- Schrank
- 14
- Strahlungsraum
- 15
- Produktionsrichtung
- 16
- Messvorrichtung
- 17
- Steuer- oder Regelvorrichtung
- 18
- Messvorrichtung
- 19
- Breite
- 20
- Messvorrichtung
- 21
- Längsmittenlinie
- 22
- Deckel
- R
- Reihe der Austrittsöffnungen quer zu 15
- S
- Spur der Austrittsöffnungen in 15
- L
- Leistung von 4
1. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Werkstoffen, bevorzugt zur Herstellung
von Werkstoffplatten aus im Wesentlichen nichtmetallischen Material, umfassend
einen Durchlaufofen (1) zur kontinuierlichen Erwärmung von Material (3) auf einem
endlos umlaufenden Transportband (10) und
einer in Produktionsrichtung (15) nachgeschalteten Presse (2),
wobei der Durchlaufofen (1) eine Mehrzahl an Magnetronen (4) zur Erzeugung von elektromagnetischen
Wellen und Hohlleiter (5) mit Austrittsöffnungen (6) zur Einspeisung der Wellen in
einen Strahlungsraum (14) aufweist, wobei die Austrittsöffnungen (6) längs und quer
zur Produktionsrichtung (15) in Reihen (R) und Spuren (S) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) zur Ansteuerung einzelner oder gruppierter
Magnetrone (4) angeordnet ist, um diese mit unterschiedlichen Leistungen (L) zur Erstellung
eines differenzierten Leistungsprofils (9), bevorzugt in und/oder quer zur Produktionsrichtung
(15), zu betreiben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer versetzten Anordnung der Austrittsöffnungen in Produktionsrichtung (15)
die Flächen der Austrittsöffnungen (6) der benachbarter Spuren (S) Sn, Sn±1 längs
zur Produktionsrichtung (15) beabstandet, angrenzend oder überlappend angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) geeignet ist ausgehend vom Material (3)
und/oder dem herzustellenden Produkt (8) vorgegebene Leistungsprofile (9) abzurufen
und im Durchlaufofen (1) einzustellen.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Messvorrichtung (16, 18, 20) zur, bevorzugt abschnittsweisen, Prüfung
des Materials (3) und/oder des Produktes (8) oder weitere vorhergehende Vorrichtungen
der Produktionsstätte respektive der Leitstand der Anlage in Wirkverbindung mit der
Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) zur Steuerung oder Regelung der Leistung (L)
der Magnetrone (4) respektive des Leistungsprofiles (9) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Transportbandes (10) oder eine Messvorrichtung für die Geschwindigkeit
des Transportbandes (10) in Wirkverbindung mit der Steuer- und Regelvorrichtung (17),
insbesondere zum Abgleich der Leistungstaktung und/oder der Verwendungstaktung der
Magnetrone (4) gegenüber dem Vorschub des Materials (3), angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpassung des Durchlaufofens (1) auf verschiedene Breiten (19) und/oder variierender
Positionen des Materials (3) auf dem Transportband (10) die Magnetrone (4) der außerhalb
des Materials (3) angeordneten Spuren (S) entsprechend in ihrer Leistung (L) reduzierbar
oder abschaltbar angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Redundanz der Vorrichtung weitere Magnetrone, bevorzugt ganze Reihen
(Rx) an Magnetronen, angeordnet sind, die beim Ausfall von Magnetronen entsprechend
zuschaltbar sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) für eine Überwachung oder Erkennung
von Leistungseinschränkungen respektiver defekter Magnetronen geeignet ist und über
diese die Zuschaltung der notwendigen Leistung oder weiterer Magnetrone automatisch
erfolgt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) geeignet ist lokale Flächengewichtserhöhungen,
insbesondere quer zur Produktionsrichtung auftretende Flächengewichtserhöhungen, in
dem Material (3) über eine Weg-/Zeit-Verfolgung mit einer höheren Leistung (L) zu
beaufschlagen und zu einer entsprechenden Ansteuerung der Magnetrone (4) geeignet
ist.
10. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Werkstoffen, bevorzugt zur Herstellung
von Werkstoffplatten aus im Wesentlichen nichtmetallischem Material, umfassend
einen Durchlaufofen (1) zur kontinuierlichen Erwärmung von Material (3) auf einem
endlos umlaufenden Transportband (10) und
einer in Produktionsrichtung (15) nachgeschalteten Presse (2),
wobei der Durchlaufofen (1) eine Mehrzahl an Magnetronen (4) zur Erzeugung von elektromagnetischen
Wellen und Hohlleiter (5) mit Austrittsöffnungen (6) zur Einspeisung der Wellen in
einen Strahlungsraum (14) aufweist, wobei die Austrittsöffnungen (6) längs und quer
zur Produktionsrichtung (15) in Reihen (R) und Spuren (S) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetrone (4) einzeln oder gruppiert mit verschiedenen Leistungen (L) durch
eine Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) angesteuert werden, um diese mit einem
differenzierten Leistungsprofils (9), bevorzugt in und/oder quer zur Produktionsrichtung
(15), zu betreiben.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) geeignet ist ausgehend vom Material (3),
dem Aufbau des Materials (3) und/oder dem herzustellenden Produkt (8) vorgegebene
Leistungsprofile (9) abzurufen und einzustellen.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mittels zumindest einer Messvorrichtung (16, 18, 20), bevorzugt abschnittsweise längs
und/oder quer, das Material (3) und/oder das Produkt (8) überprüft wird und die entsprechenden
Messwerte der Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) zur Steuerung oder Regelung der
Magnetrone (4) respektive des Leistungsprofiles (9) übermittelt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass über den Antrieb des Transportbandes (10) oder eine Messvorrichtung die Geschwindigkeit
des Transportbandes (10) ermittelt und der Messwert der Steuer- und Regelvorrichtung
(17), insbesondere zum Abgleich der Leistungstaktung und/oder der Verwendungstaktung
der Magnetrone (4) gegenüber dem Vorschub des Materials (3), übermittelt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Material (3) mit unterschiedlichem Flächengewichtsprofil über die Breite
(19) ein entsprechendes Leistungsprofil (9) der Magnetrone (4) quer zur Produktionsrichtung
(15) eingesteuert wird, wobei die Bereiche unterschiedlichen Flächengewichts mit unterschiedlichen
Leistungen der elektronmagnetischen Wellen beaufschlagt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verwendung von Holz oder holzähnlichem Material (3) mit einem unterschiedlichem
Flächengewichtsprofil über die Breite (19) die Magnetrone (4) mit Austrittsöffnungen
(6) im Wesentlichen oberhalb der Bereiche höheren Flächengewichts mit einer höheren
Leistung (L) betrieben werden als die Magnetrone (4) mit Austrittsöffnungen (6) oberhalb
der Bereiche geringeren Flächengewichts.
16. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Anordnung von mehreren Reihen (R) an Magnetronen (4) bei Ausfall eines
Magnetrons (4) und dessen Energieeintrags in das Material (3) ein oder mehrere andere
Magnetrone (4) der zugehörigen und/oder der benachbarten Spuren (S) durch Steigerung
ihrer Leistung (L) den Ausfall kompensieren oder bei bereits bei maximaler Leistung
(L) der Magnetrone (4) durch Abschaltung der ganzen Reihe (R) der Ausfall kompensiert
wird und die Geschwindigkeit des Transportbandes (10) entsprechend reduziert wird.
17. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei verschiedenen Breiten (19) des Materials (3) und/oder variierender Position des
Materials (3) auf dem Transportband (10) zumindest eine am Rand (7) angeordnete Spur
(S) der Magnetrone (4) entsprechend in ihrer Leistung (L) reduziert oder abgeschaltet
wird.
18. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Redundanz der Vorrichtung weitere Magnetrone, bevorzugt ganze Reihen
(Rx) an Magnetronen, angeordnet sind, die nicht im Regulärbetrieb Verwendung finden
und beim Ausfall eines Magnetrons zuschaltbar sind.
19. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) über eine automatisierte Überwachung
oder Erkennung an den Magnetronen respektive deren Leistungsaufnahme erkannt wird
und die Zuschaltung der notwendigen Leistung oder weitere Magnetrone automatisch erfolgt.
20. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regelungsvorrichtung (17) geeignet ist lokale Flächengewichtserhöhungen,
insbesondere quer zur Produktionsrichtung auftretende Flächengewichtserhöhungen, in
dem Material (3) über eine Weg-/Zeit-Verfolgung mit einer höheren Leistung (L) zu
beaufschlagen und hierzu die Magnetrone (4) in entsprechender zeitlicher und geometrischer
Anordnung ansteuert.
1. Device for the continuous production of materials, preferably for the production of
material panels from essentially non-metallic material, comprising a continuous furnace
(1) for the continuous heating of material (3) on an endlessly circulating conveyor
belt (10) and a press (2) connected downstream in the production direction (15), wherein
the continuous furnace (1) has a plurality of magnetrons (4) for generating electromagnetic
waves and waveguides (5) with outlet openings (6) for feeding the waves into a radiation
chamber (14), wherein the outlet openings (6) are arranged in rows (R) and tracks
(S) longitudinally and transversely to the production direction (15),
characterized in that a control or regulating device (17) is arranged for actuating individual or grouped
magnetrons (4) in order to operate them with different powers (L) for producing a
differentiated power profile (9), preferably in and/or transversely to the production
direction (15).
2. Device according to claim 1, characterized in that, in the case of an offset arrangement of the outlet openings in the production direction
(15), the surfaces of the outlet openings (6) of the adjacent tracks (S) Sn, Sn±1
are arranged in a spaced apart, adjacent or overlapping manner along the production
direction (15).
3. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that the control or regulating device (17) is adapted to retrieve predetermined power
profiles (9) based on the material (3) and/or the product (8) to be produced and to
set them in the continuous furnace (1).
4. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that at least one measuring device (16, 18, 20) for testing, preferably in sections, the
material (3) and/or the product (8) or further preceding devices of the production
site or the control station of the plant are arranged in operative connection with
the control or regulating device (17) for controlling or regulating the power (L)
of the magnetrons (4) or the power profile (9).
5. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that the drive of the conveyor belt (10) or a measuring device for the speed of the conveyor
belt (10) is arranged in operative connection with the control and regulating device
(17), in particular for calibrating the power timing and/or the use timing of the
magnetron (4) with respect to the feed of the material (3).
6. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that, in order to adapt the continuous furnace (1) to different widths (19) and/or varying
positions of the material (3) on the conveyor belt (10), the magnetrons (4) of the
tracks (S) arranged outside the material (3) are arranged such that their power (L)
can be reduced or switched off.
7. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that, in order to increase the redundancy of the device, further magnetrons, preferably
entire rows (Rx) of magnetrons, are arranged which can be switched on accordingly
in the event of the failure of magnetrons.
8. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that the control or regulating device (17) is suitable for monitoring or detecting power
restrictions or defective magnetrons, and the necessary power or further magnetrons
are automatically switched on via said device.
9. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that the control or regulating device (17) is adapted to apply a higher power (L) to local
basis weight increases, in particular basis weight increases occurring transversely
to the direction of production, in the material (3) via path/time tracking and is
adapted for a corresponding activation of the magnetrons (4).
10. Method for the continuous production of materials, preferably for the production of
material panels from essentially non-metallic material, comprising a continuous furnace
(1) for the continuous heating of material (3) on an endlessly circulating conveyor
belt (10) and a press (2) connected downstream in the production direction (15), wherein
the continuous furnace (1) has a plurality of magnetrons (4) for generating electromagnetic
waves and waveguides (5) with outlet openings (6) for feeding the waves into a radiation
chamber (14), wherein the outlet openings (6) are arranged in rows (R) and tracks
(S) along and transversely to the production direction (15),
characterized in that the magnetrons (4) are actuated individually or in groups with different powers (L)
by a control or regulating device (17) in order to operate them with a differentiated
power profile (9), preferably in and/or transversely to the production direction (15).
11. Method according to claim 10, characterized in that the control or regulating device (17) is adapted to retrieve and set predetermined
performance profiles (9) based on the material (3), the structure of the material
(3) and/or the product (8) to be produced.
12. Method according to claim 10, characterized in that the material (3) and/or the product (8) is checked by means of at least one measuring
device (16, 18, 20), preferably in sections longitudinally and/or transversely, and
the corresponding measured values of the control or regulating device (17) for controlling
or regulating the magnetron (4) or the performance profile (9) are transmitted.
13. Method according to claim 10, characterized in that the speed of the conveyor belt (10) is determined via the drive of the conveyor belt
(10) or a measuring device and the measured value of the control and regulating device
(17) is transmitted, in particular for calibrating the power timing and/or the use
timing of the magnetron (4) with respect to the feed of the material (3).
14. Method according to claim 10, characterized in that, in the case of a material (3) having a different basis weight profile over the width
(19), a corresponding power profile (9) of the magnetrons (4) is introduced transversely
to the production direction (15), wherein the regions of different basis weight are
subjected to different powers of the electronic magnetic waves.
15. Method according to claim 10, characterized in that, when using wood or wood-like material (3) having a different basis weight profile
across the width (19), the magnetrons (3) with outlet openings (6) substantially above
the regions of higher basis weight are operated with a higher power (L) than the magnetrons
(4) with outlet openings (6) above the regions of lower basis weight.
16. Method according to claim 10, characterized in that, in the case of an arrangement of a plurality of rows (R) of magnetrons (4), in the
event of failure of a magnetron (4) and its energy input into the material (3), one
or more other magnetrons (4) of the associated and/or adjacent tracks (S) compensate
for the failure by increasing their power (L) or, in the case of maximum power (L)
of the magnetron (4), the failure is compensated for by switching off the entire row
(R) and the speed of the conveyor belt (10) is reduced correspondingly.
17. Method according to claim 10, characterized in that at different widths (19) of the material (3) and/or varying position of the material
(3) on the conveyor belt (10) at least one track (S) of the magnetrons (4) arranged
at the edge (7) is reduced correspondingly in its power (L) or switched off.
18. Method according to claim 10, characterized in that, in order to increase the redundancy of the device, further magnetrons, preferably
entire rows (Rx) of magnetrons, are arranged which are not used in regular operation
and can be switched on if a magnetron fails.
19. Method according to claim 10, characterized in that the control or regulation device (17) detects the magnetrons or their power consumption
via automated monitoring or recognition and the activation of the necessary power
or further magnetrons takes place automatically.
20. Method according to claim 10, characterized in that the control or regulating device (17) is adapted to apply a higher power (L) to local
basis weight increases, in particular basis weight increases occurring transversely
to the direction of production, in the material (3) via path/time tracking, and activates
the magnetrons (4) for this purpose in a corresponding temporal and geometric arrangement.
1. Dispositif pour la fabrication en continu de matériaux, de préférence pour la fabrication
de panneaux de matériau faits d'un matériau non métallique pour l'essentiel, comprenant
un four à passage continu (1) pour le chauffage en continu de matériau (3) sur une
bande transporteuse (10) tournant sans fin et
une presse (2) montée à sa suite dans le sens de production (15),
dans lequel le four à passage continu (1) comporte plusieurs magnétrons (4) pour produire
des ondes électromagnétiques et des guides d'ondes (5) avec des ouvertures de sortie
(6) pour amener les ondes dans un espace d'exposition au rayonnement (14), les ouvertures
de sortie (6) étant disposées longitudinalement et transversalement par rapport au
sens de production (15) en rangées (R) et en pistes (S),
caractérisé en ce qu'un dispositif de commande et de régulation (17) est prévu pour commander les magnétrons
(4) individuellement ou par groupes afin de les faire fonctionner à différentes puissances
(L) pour obtenir un profil de puissance différencié (9), de préférence dans le sens
de production (15) ou transversalement par rapport à celui-ci.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lorsque les ouvertures de sortie sont disposées de façon décalée dans le sens de
production (15), les surfaces des ouvertures de sortie (6) des pistes (S) voisines
Sn, Sn ± 1 sont espacées, contiguës ou se chevauchent dans le sens longitudinal par
rapport au sens de production (15).
3. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande et de régulation (17) est adapté pour appeler des profils
de puissance (9) sur la base du matériau (3) et/ou du produit (8) à fabriquer et pour
les régler dans le four à passage continu (1).
4. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de mesure (16, 18, 20) pour le contrôle, de préférence par
tronçons, du matériau (3) et/ou du produit (8) ou d'autres dispositifs d'amont de
l'unité de production ou le poste de commande de l'installation sont en liaison active
avec le dispositif de commande et de régulation (17) pour commander ou réguler la
puissance (L) des magnétrons (4) ou le profil de puissance (9).
5. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entraînement de la bande transporteuse (10) ou un dispositif de mesure de la vitesse
de la bande transporteuse (10) est en liaison active avec le dispositif de commande
et de régulation (17), en particulier pour ajuster la fréquence d'activation de la
puissance et/ou la fréquence de fonctionnement des magnétrons (4) par rapport à l'avance
du matériau (3).
6. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'afin d'adapter le four à passage continu (1) à différentes largeurs (19) et/ou à des
positions variables du matériau (3) sur la bande transporteuse (10), les magnétrons
(4) des pistes (S) disposées à l'extérieur du matériau (3) peuvent avoir une puissance
(L) réduite ou être désactivés.
7. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'afin d'augmenter la redondance du dispositif, d'autres magnétrons, de préférence des
rangées (Rx) entières de magnétrons, sont prévus pour pouvoir être activés en cas
de défaillance de magnétrons.
8. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande et de régulation (17) est adapté pour la surveillance ou
la reconnaissance de restrictions de la puissance de magnétrons défectueux et active
automatiquement la puissance nécessaire ou d'autres magnétrons.
9. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande et de régulation (17) est adapté pour appliquer une puissance
(L) plus élevée à zones de poids par unité de surface augmenté dans le matériau (3),
en particulier des zones de poids par unité de surface augmenté transversalement par
rapport au sens de production, et pour activer les magnétrons (4) de la manière correspondante.
10. Dispositif pour la fabrication en continu de matériaux, de préférence pour la fabrication
de panneaux de matériau faits d'un matériau non métallique pour l'essentiel, comprenant
un four à passage continu (1) pour le chauffage en continu de matériau (3) sur une
bande transporteuse (10) tournant sans fin et
une presse (2) montée à sa suite dans le sens de production (15),
dans lequel le four à passage continu (1) comporte plusieurs magnétrons (4) pour produire
des ondes électromagnétiques et des guides d'ondes (5) avec des ouvertures de sortie
(6) pour amener les ondes dans un espace d'exposition au rayonnement (14), les ouvertures
de sortie (6) étant disposées longitudinalement et transversalement par rapport au
sens de production (15) en rangées (R) et en pistes (S),
caractérisé en ce que les magnétrons (4) sont commandés individuellement ou par groupes à différentes puissances
(L) par un dispositif de commande et de régulation (17) afin de les faire fonctionner
selon un profil de puissance différencié (9), de préférence dans le sens de production
(15) et/ou transversalement par rapport à celui-ci.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de commande et de régulation (17) est adapté pour appeler et régler
des profils de puissance (9) prédéterminés sur la base du matériau (3), de la structure
du matériau (3) et/ou du produit (8) à fabriquer.
12. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de mesure (16, 18, 20) vérifie le matériau (3) et/ou le produit
(8), de préférence par tronçons dans le sens longitudinal et/ou transversal, et les
valeurs de mesure correspondantes sont transmises au dispositif de commande et de
régulation (17) pour la commande ou la régulation des magnétrons (4) et du profil
de puissance (9).
13. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la vitesse de la bande transporteuse (10) est déterminée à l'aide de l'entraînement
de la bande transporteuse (10) ou d'un dispositif de mesure et la valeur de mesure
est transmise au dispositif de commande et de régulation (17), en particulier pour
ajuster la fréquence d'activation de la puissance et/ou la fréquence de fonctionnement
des magnétrons (4) par rapport à l'avance du matériau (3).
14. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que, lorsqu'un matériau (3) a un profil de poids par unité de surface différent dans
la largeur (19), un profil de puissance (9) correspondant des magnétrons (4) est appliqué
transversalement par rapport au sens de production (15), les zones de poids par unité
de surface différent étant exposées à des ondes électromagnétiques de puissance différente.
15. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que, lors de l'utilisation de bois ou d'un matériau semblable à du bois (3) ayant un
profil de poids par unité de surface différent dans la largeur (19), les magnétrons
(4) possédant des ouvertures de sortie (6) situées sensiblement au-dessus des zones
de plus fort poids par unité de surface fonctionnent à une plus grande puissance (L)
que les magnétrons (4) possédant des ouvertures de sortie (6) situées au-dessus des
zones de plus faible poids par unité de surface.
16. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que dans une disposition de plusieurs rangées (R) de magnétrons (4), en cas de défaillance
d'un magnétron (4) et de l'apport d'énergie de celui-ci dans le matériau (3), un ou
plusieurs autres magnétrons (4) des pistes (S) correspondantes et/ou voisines compensent
la défaillance en augmentant leur puissance (L) ou, si les magnétrons (4) sont déjà
à la puissance (L) maximale, toute la rangée (R) est mise hors circuit pour compenser
la défaillance et la vitesse de la bande transporteuse (10) est réduite en conséquence.
17. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que si le matériau (3) a des largeurs (19) différentes et/ou si la position du matériau
(3) varie sur la bande transporteuse (10), au moins une piste (S) de magnétrons (4)
située sur le bord (7) fonctionne à une puissance (L) réduite ou est désactivée.
18. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'afin d'augmenter la redondance du dispositif, il est prévu d'autres magnétrons, de
préférence des rangées (Rx) entières de magnétrons, qui ne sont pas utilisés en fonctionnement
normal et peuvent être activés en cas de défaillance d'un magnétron.
19. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de commande et de régulation (17) assure une surveillance et une reconnaissance
automatisées des magnétrons ou de leur puissance absorbée et l'activation de la puissance
nécessaire des autres magnétrons s'effectue automatiquement.
20. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de commande et de régulation (17) est adapté pour appliquer une puissance
(L) plus élevée à des zones de poids par unité de surface augmenté dans le matériau
(3), en particulier des zones de poids par unité de surface augmenté transversalement
par rapport au sens de production, par un suivi sur la distance et dans le temps,
et pour activer les magnétrons (4) selon une disposition temporelle et géométrique
correspondante.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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