[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Behältnissen sowie
eine Vorrichtung zum Behandeln von Behältnissen.
[0002] Bei dem hier beschriebenen Verfahren zum Behandeln von Behältnissen werden die Behältnisse
entlang einer vorgegebenen Transportstrecke transportiert und mit wenigstens einem
hinsichtlich seiner Menge bestimmbaren Produkt derart zusammengeführt, dass das Produkt
in einem vorbestimmten Zuführbereich der Transportstrecke jedem einzelnen Behältnis
zugeführt wird, wobei das Produkt entlang einer Zuführstrecke zu dem Zuführbereich
geführt wird. Dabei bezieht sich die Größe "Menge" auf ein Gewicht, ein Volumen, eine
Stückzahl, und/oder eine Länge des Produkts.
[0003] Solche Verfahren zum Behandeln von Behältnissen sind jedoch aus dem Stand der Technik,
beispielweise der
DE 10 2008 037 708 B4, wohl bekannt. Allerdings ergibt sich bei einem aus dem Stand der Technik bekannten
Verfahren das Problem, dass gerade bei einem Produktwechsel oder auch einem Rollenwechsel
Produktionszeitenverluste auftreten.
[0004] Um derartige Versorgungstätigkeiten an den Maschinen weitestgehend ohne Produktionszeitenverlust
zu tätigen, ist man darauf bedacht, die einzelnen Magazine so zu vergrößern, dass
die Anzahl derartiger Vorgänge minimiert wird. Auch ist es bekannt, Magazine unterschiedlicher
oder gleicher Art zentral an einem Ort aufzustellen, um anfallende Arbeitstätigkeiten
zu zentralisieren.
[0005] Dazu ist es jedoch erforderlich, dass die zu verwendenden Transporteinheiten große
Mengen bzw. Stückzahlen der entsprechenden Güter fassen. Weiterhin ist auch bekannt,
bei einzelnen Anwendungen mit automatisch wechselnden Massentransporteinheiten, wie
Rollen in Magazinen, einen Wechsel derart vorzunehmen, dass die Bestückungsvorgänge
von Massentransporteinheiten zeitlich zusätzlich reduziert werden.
[0006] Auf der anderen Seite sind jedoch derart große Magazine oder Transporteinheiten,
insbesondere im Falle eines Produktionsprogrammwechsels in der Linie problematisch,
da große Magazine oder Reservoirs in Transporteinheiten zum Ende des Verarbeitungsprozesses
geleert werden müssen. Dieser Vorgang benötigt zum einen relativ viel Zeit und zum
anderen können die entsprechenden Verpackungsmaterialien und Füllgüter gegebenenfalls
nicht mehr verwendet werden und sind daher als Ausschuss zu betrachten.
[0007] Um dieses Problem zu lösen und um insbesondere beispielsweise einen Rollenwechsel
zu erleichtern, so dass Wechselzeiten möglichst kurz gehalten werden können, bietet
der Stand der Technik beispielsweise die Möglichkeit an, eine kontinuierliche Inhaltsbestimmung
der Behältnisse, beispielsweise mittels eines Schieberegisters in einer Vorrichtung
zum Behandeln, beispielsweise zum Abfüllen von Behältnissen, durchzuführen. Durch
die kontinuierliche Inhaltsbestimmung der Behälter kann daher eine Aussage darüber
getätigt werden, beispielsweise wann und wie viele Behältnisse sich noch in der Füllmaschine
befinden, um alsdann etikettiert zu werden.
[0008] Zudem kann beispielsweise über eine Automatik umfassend eine Anzeige für einen Bediener
bereits während der Produktion angezeigt werden, ab welchem Zeitpunkt eine der Rollen
mit den Etiketten des nächsten Produkts bestückt werden kann, sobald auf der anderen
Rolle noch genügend Restetiketten verfügbar sind.
[0009] Eine derartige Entscheidung über eine präventive Vorbestückung der neuen Rolle mit
Etiketten erfolgt beispielsweise über eine hinterlegte Etikettenanzahl auf der jeweiligen
Rolle oder der zu bestückenden Rolle. Bei Eingang der Restbehälterzahl von einer Füllmaschine
kann daher auch die Anzeige der Etikettenanzahl erfolgen. Entsprechend kann somit
die Information einem Bediener hinsichtlich eines in der Zukunft anstehenden Etiketten-
und/oder Rollenwechsels weitergeleitet werden. Eine solche Anzeige kann daher beispielsweise
im Rahmen einer Mitteilung der Form "Etiketten für die nächste Sorte können bereitgestellt
werden" geschehen.
[0010] Insofern kann ein vorzeitiger Wechsel der Etiketten bislang nur mit der Etikettenanzahl
auf den jeweiligen Rollen als Berechnungsgrundlage realisiert werden. Ein entscheidendes
Kriterium für einen derartigen vorzeitigen Etikettenwechsel, um den Produktionsprozess
möglichst nicht unterbrechen zu müssen und um eine möglichst kontinuierliche Abgabe
und Aufbringen von Etiketten auf die zu befüllenden oder befüllten Flaschen zu realisieren,
basiert daher in maßgeblicher Art und Weise auf dem vorbestimmten Wert für die Etikettenanzahl
der, vorzugsweise vollen, Rolle.
[0011] Allerdings wurde oftmals die Erfahrung gemacht, dass die vorbestimmte Etikettenanzahl
auf der Rolle, das heißt ein Erwartungswert der Anzahl von Etiketten auf der Rolle,
von der tatsächlichen Anzahl der Etiketten auf der Rolle abweichen kann. Diese Abweichung
wurde im Stand der Technik auch bisher dadurch gelöst, dass die Etikettenanzahl via
Sensor diskret oder zeitkontinuierlich überprüft und ermittelt wird, wobei eine derartige
Sensorik ebenso einen hohen Fehlergrad aufwies.
[0013] Letztere offenbart dabei ein Verfahren zum Behandeln von Behältnissen, wobei die
Behältnisse entlang einer vorgegebenen Transportstrecke transportiert und mit wenigstens
einem hinsichtlich seiner Menge bestimmbaren Produkt derart zusammengeführt werden,
dass das Produkt in einem vorbestimmten Zuführbereich der Transportstrecke jedem einzelnen
Behältnis zugeführt wird, wobei das Produkt entlang einer Zuführstrecke zu dem Zuführbereich
geführt wird, wobei in einem Erfassungsbereich, der entlang der Zuführstrecke des
Produktes oder in einer Transportrichtung der Behältnisse stromaufwärts bezüglich
des Zuführbereichs angeordnet ist, wenigstens ein individuell ermittelter Kennzustand
und mindestens ein weiterer Kennzustand durch eine Erfassungseinheit ermittelt wird,
welcher Kennzustand und welcher weitere Kennzustand für eine Bestückungsausgangsmenge
des zuzuführenden Produkts bezogen auf zumindest eine Bestückungsvorrichtung charakteristisch
ist, und wobei der weitere Kennzustand derart von der Erfassungseinheit berechnet
wird, dass ein mathematischer Mittelwert ermittelt wird, und wobei in Abhängigkeit
dieses Kennzustandes und weiteren Kennzustandes während des Betriebes eine Restmenge
des zuzuführenden Produkts auf der Bestückungsvorrichtung ermittelt wird, und wobei
in Abhängigkeit dieser Restmenge ein charakteristisches Signal für einen Bestückungswechsel
ausgegeben wird, wobei es sich bei dem Produkt um ein Etikettiermaterial handelt.
[0014] Insbesondere wurde nämlich die Erfahrung gemacht, dass eine derartige Bestimmung
eines Zeitpunkts, ab wann eine Bestückung einer neuen Rolle mit Etiketten auf Basis
des nur grob bestimmbaren Eingabewerts (zum Beispiel eine Ettikettenanzahl) möglich
ist mit Fehlern belegt sein, und dies zudem den Operator bei der Maschinenhandhabung
verunsichern kann.
[0015] Ausgehend hiervon ist es daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, insbesondere
bei einem Produktionswechselprogramm in einer Linie die Ausfallzeiten zu reduzieren.
Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Menge an Ausschuss, der durch
einen Produktionsprogrammwechsel bedingt wird, zu reduzieren.
[0016] Dies wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Behandeln von Behältnissen nach
Anspruch 1 und eine Vorrichtung nach Anspruch 11 erreicht.
[0017] Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0018] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Behandeln von Behältnissen werden daher in
einem Erfassungsbereich, der entlang der Zuführstrecke des Produkts oder in einer
Transportrichtung der Behältnisse stromaufwärts bezüglich des Zuführbereichs angeordnet
ist, wenigstens ein vor dem Behandeln individuell ermittelter Kennzustand und mindestens
ein weiterer Kennzustand, insbesondere durch eine Erfassungseinheit, ermittelt oder
vorgegeben, wobei der Kennzustand und/oder der weitere Kennzustand für eine Bestückungsausgangsmenge
(zum Beispiel einer vom Hersteller vorgegebenen Ettikettenanzahl) des zuzuführenden
Produkts bezogen auf zumindest eine Bestückungsvorrichtung charakteristisch ist.
[0019] Der Erfassungsbereich kann teilweise oder vollständig den Bereich zwischen der Bestückungsvorrichtung
und dem Zuführbereich abdecken. Dies kann insbesondere heißen, dass der Erfassungsbereich
teilweise oder vollständig die Zuführstecke des Produkts umfasst. Erfasst werden könnten
z.B. der Durchmesser einer Ettikettenrolle, eine Foliendicke und/oder eine Etikettenlänge,
und/oder eine Verpackungsfolienlänge, um daraus beispielsweise die Etikettenzahl/Verpackungsfolienzahl
auf der Rolle zu berechnen.
[0020] Dabei wird in Abhängigkeit des Kennzustandes und/oder des weiteren Kennzustandes
während des Betriebs eine Restmenge des zuzuführenden Produkts auf der Bestückungsvorrichtung
ermittelt, wobei in Abhängigkeit dieser Restmenge ein charakteristisches Signal für
einen Bestückungswechsel, insbesondere der Bestückungsvorrichtung, ausgegeben wird.
Die Restmenge kann daher diejenige Mengenanzahl des Produkts auf oder in der Bestückungsvorrichtung
sein, welches sich aus der Differenz der Bestückungsausgangsmenge einer Bestückungsvorrichtung
und der bereits auf das Behältnis zugeführten Produktmenge ergibt. Bei dem Kennzustand
kann es sich beispielsweise um die Anzahl von Etiketten handeln, welche eine eindeutige
Aussage über die Bestückungsausgangsmenge von solchen Etiketten bezogen auf die jeweilige
Rolle, in diesem Fall also die Bestückungsvorrichtung, zulassen.
[0021] Möglich ist jedoch auch, dass es sich bei dem Kennzustand beispielsweise um eine
Anzahl von Behältnissen handelt, welche insbesondere vor einem Produktwechsel noch
zu behandeln bzw. mit dem Produkt zusammenzuführen sind. Weiterhin könnte es sich
bei dem Kennzustand um einen Befüllungszustand einer Transporteinrichtung handeln.
So könnte beispielsweise an dem Beginn einer Transportstrecke festgestellt werden,
dass keine weiteren Behältnisse mehr ankommen und damit nur noch die in der Transportstrecke
vorhandenen Behältnisse zu behandeln sind. Der Kennzustand basiert in diesem Fall
auf einer Unterscheidung, ob an einem bestimmten Punkt der Anlage ein Behältnis vorhanden
ist oder nicht.
[0022] Bei dem Kennzustand kann es sich beispielsweise auch um eine Anzahl von Behältnissen
handeln, welche - insbesondere vor einem Produktwechsel (Sortenwechsel) - noch zu
behandeln bzw. mit dem Produkt zusammenzuführen sind. Weiterhin könnte es sich bei
dem Zustand um einen Befüllungszustand einer Transporteinrichtung handeln. So könnte
beispielsweise an dem Beginn einer Transportstrecke festgestellt werden, dass keine
weiteren Behältnisse mehr ankommen und damit nur noch die in der Transportstrecke
vorhandenen Behältnisse zu behandeln sind. Der Kennzustand basiert in diesem Fall
auf einer Unterscheidung, ob an einem bestimmten Punkt der Anlage ein Behältnis vorhanden
ist oder nicht.
[0023] Weiterhin könnte auch ein Kennzustand ermittelt werden, der für eine Menge des Produkts
charakteristisch ist und in Abhängigkeit von diesem Kennzustand eine Anzahl von Behältnissen
ermittelt wird.
[0024] Weiterhin kann der besagte Kennzustand, allerdings nicht erfindungsgemäß, auch durch
den Benutzer oder eine Automatik vorgegeben werden. So kann beispielsweise eine Behältnissperre
geschlossen und auf diese Weise verhindert werden, dass weitere Behältnisse in die
Transportstrecke gelangen. Im Falle geblockter Anlagen bzw. von Anlagen, bei denen
die Behältnisse stückweise geführt werden, ist der besagte Kennzustand von vorneherein
bekannt bzw. kann - beispielsweise aus einer Speichereinrichtung - ausgelesen werden.
[0025] Erfindungsgemäß wird jedoch jedenfalls dieser Kennzustand, anstatt fest vorgegeben
zu werden, jeweils individuell von der Erfassungseinheit noch vor dem eigentlichen
Behandeln, der Behältnisse ermittelt, um daher bereits vorab zu wissen, wie viele
beispielsweise Etiketten grundsätzlich für einen Etikettiervorgang, beispielsweise
bezogen auf eine Etikettenrolle, zur Verfügung stehen.
[0026] Da sowohl der Kennzustand als auch der weitere Kennzustand jeweils individuell und
vorzugsweise vollautomatisch insbesondere durch die Erfassungseinheit ermittelbar
sind, werden daher Fehler, beispielsweise in Bezug auf die Bestückungsausgangsmenge
einer Etikettenrolle mit den Etiketten, vermieden.
[0027] "Vollautomatisch" heißt in diesem Zusammenhang, dass die Ermittlung des Kennzustandes
frei von einem Eingriff eines Maschinenbenutzer sein kann. Denkbar ist in diesem Zusammenhang,
dass der Maschinenbenutzer vor Beginn der Ermittlung des Kennzustands den Ermittlungsvorgang
in Gang setzt und dabei lediglich zum Beispiel Rollenwechsel vornimmt.
[0028] Mit anderen Worten ist daher durch die jeweils individuelle Ermittlung des Kennzustandes
und/oder des weiteren Kennzustandes jeweils bezogen auf die konkrete Etikettenrolle,
beispielsweise bezogen auf einen konkrete Sorte, eine möglichst genaue Ermittlung
der jeweiligen Kennzustände ermöglicht, was für den Bediener eine ganz erhebliche
Erleichterung während des Produktionsprozesses bedeutet, da der Kennzustand im Gegensatz
zu dem Stand der Technik besonders genau bestimmt ist. Ist nämlich der Kennzustand
möglichst genau bekannt, kann somit der Zeitpunkt, ab dem eine weitere Rolle mit Etiketten
oder einem Etikettenband bestückt werden kann, möglichst genau bestimmt werden.
[0029] Zum Erfassen der Menge kann die Erfassungseinheit zumindest einen Sensor umfassen,
welcher in vorgegebenen Zeitabständen oder auch zeitkontinuierlich die Menge des Produkts
ermittelt. Der Sensor steht mit einem Auswerte- und Berechnungsmodul in datentechnischem
Kontakt. Ein solcher datentechnischer Kontakt kann kabelgebunden oder kabellos erfolgen.
Das Auswerte- und Berechnungsmodul wertet somit die von dem Sensor ermittelten Mengendaten
aus.
[0030] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens zum Behandeln von Behältnissen
werden die Behältnisse entlang einer vorgegebenen Transportstrecke transportiert und
mit wenigstens einem hinsichtlich seiner Menge bestimmbaren Produkt derart zusammengeführt,
dass das Produkt in einem vorbestimmten Zuführbereich der Transportstrecke jedem einzelnen
Behältnis zugeführt wird, wobei das Produkt entlang einer Zuführstrecke zu dem Zuführbereich
geführt wird.
[0031] Erfindungsgemäß wird in einem Erfassungsbereich, der entlang der Zuführstrecke des
Produkts oder in einer Transportrichtung der Behältnisse stromaufwärts bezüglich des
Zuführbereiches angeordnet ist, wenigstens ein vor dem Behandeln individuell ermittelter
Kennzustand und/oder ein weiterer Kennzustand durch eine Erfassungseinheit ermittelt,
welcher Kennzustand und/oder weiterer Kennzustand für eine Bestückungsausgangsmenge
des zuzuführenden Produkts bezogen auf zumindest eine Bestückungsvorrichtung charakteristisch
ist und wobei in Abhängigkeit dieses Kennzustandes und/oder weiteren Kennzustandes
während des Betriebes eine Restmenge des zuzuführenden Produktes auf der Bestückungsvorrichtung
ermittelt wird, und wobei in Abhängigkeit dieser Restmengen ein charakteristisches
Signal für einen Bestückungswechsel ausgegeben wird.
[0032] Beispielsweise wird die Menge unter Berücksichtigung einer in der Zuführstrecke befindlichen
Teilmenge des Produktes bestimmt. Dabei kann beispielsweise die Menge an Etiketten
oder Verschlüssen bestimmt werden, welche sich zwischen einem Magazin für das Produkt
und dem Übergabebereich befinden. Weiterhin kann auch die Menge eines flüssigen Produktes
in einer Zuführleitung zwischen einem Tank und dem Abfüllbereich bestimmt werden.
[0033] Weiterhin wird bevorzugt die Menge unter Berücksichtigung einer Stückzahl der Behältnisse
zwischen dem Erfassungsbereich und dem Zuführbereich, d. h. der Transportstrecke in
diesem Bereich ermittelt. So ist es beispielsweise möglich, dass zwischen dem Erfassungsbereich
und dem Zuführbereich eine Staustrecke angeordnet ist, in der eine im Wesentlichen
bestimmte Anzahl an Behältnissen angeordnet ist.
[0034] Unter Berücksichtigung auch dieser Menge kann beispielsweise festgelegt werden, wie
viele Stück an Etiketten noch vorzubereiten sind, damit beispielsweise auch die Zuführstrecke
für das Produkt weitgehend leergefahren werden kann. Auf diese Weise können einerseits
die Zeiten für den Produktwechsel minimiert werden, da nicht ein altes Etikettenband
aus dem Zuführbereich entfernt werden muss. Auch kann auf diese Weise der Verlust
an Etikettenmaterial verringert werden.
[0035] Damit ergibt sich für das erfindungsgemäße Verfahren eine Vermeidung von Entleerungszeiten
der Transporteinheiten sowie auch eine Vermeidung von möglichen Verlusten von Materialien,
die nicht mehr verwendet werden können.
[0036] Im Falle von Massentransporteinheiten, wie beispielsweise Rollen für Verpackungsmaterialien,
kann somit der automatische Wechsel von Bestückungseinheiten so rechtzeitig erfolgen,
dass am Ende des Vorganges in der Maschine diejenige Sorte an Material zur Verarbeitung
bereit steht, die als nächstes benötigt wird, also beispielsweise ein folgendes Linienproduktionsprogramm.
Auf diese Weise können auch Entleerungszeiten vermieden werden, und weiterhin auch
Ladezeiten für die neue Massentransporteinheit vermieden werden, sowie ein Materialverlust
innerhalb der Transporteinheit zwischen dem Magazin und dem Ort der Verarbeitung in
der Maschine. Bevorzugt handelt es sich bei der genannten Menge um eine Restmenge
des Produktes. Damit wird in Abhängigkeit von der Kennzahl ermittelt, welche Menge
an Produkt noch nötig ist, um eine bestimmte Marge ordnungsgemäß zu bestücken.
[0037] Weiterhin wäre es auch möglich, die Behältnisse mit unterschiedlichen Produkten zu
bestücken, beispielsweise mit Etiketten oder mit Verschlüssen, um das erfindungsgemäße
Verfahren für beide Produkte, das heißt sowohl für die Etiketten als auch die Verschlüsse
und ggf. auch für ein abzufüllendes Produkt anzuwenden. Bei dem Produkt kann es sich
auch um Verpackungsfolie handeln.
[0038] Vorteilhaft sind die Behältnisse aus einer Gruppe von Behältnissen ausgewählt, welche
Kunststoffflaschen, Glasflaschen, Vorformlinge, Tuben, Kartons, Getränkekästen, Palettenträger
und dergleichen enthält. Dies bedeutet, dass definitionsgemäß die Behältnisse nicht
notwendigerweise flüssigkeitsdicht abgeschlossen sein müssen. Im Falle von Getränkekästen
wäre es beispielsweise möglich, mit Behältnissen bestückte Getränkekästen jeweils
zu Paletten zusammenzustellen, wobei es sich in diesem Fall bei den Produkten beispielsweise
um Zwischenlagen oder Palettenträger für solche Paletten handeln kann.
[0039] Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird der Kennzustand von der Erfassungseinheit
derart ermittelt, dass während eines Ermittlungsvorgangs zunächst die Gesamtmenge
des zuletzt produzierten Produkts einer vorgebbaren Anzahl von Bestückungsvorrichtungen
ermittelt wird, und im Anschluss daran ein mathematischer Mittelwert der Menge des
pro Bestückungsvorrichtung produzierten Produkts ermittelt wird, um somit eine Bestückungsausgangsmenge
je Bestückungsvorrichtung zu erhalten, und wobei sich die Gesamtmenge aus einer Summe
von Sub-Kennzuständen der einzelnen Bestückungsvorrichtungen ermittelt. Insbesondere
kann es sich bei der Bestückungsausgangsmenge um eine Anfangsmenge an Etiketten einer
neuen Rolle handeln.
[0040] Bei dem mathematischen Mittelwert kann es sich um einen arithmetischen Mittelwert
handeln, bei dem jeder der einzelnen Mengenwerte mathematisch gleichgewichtet ist.
Alternativ kann es sich jedoch bei dem mathematischen Mittelwert auch um einen Median,
geometrisches Mittel, harmonisches Mittel, quadratisches oder kubisches Mittel handeln.
Weiter alternativ ist zudem vorstellbar, dass der mathematische Mittelwert derart
gebildet ist, dass ein oder mehrere ermittelte Mengenwerte in die Ermittlung des mathematischen
Mittelwertes stärker oder schwächer einfließen als andere Mengenwerte. Denkbar ist
dabei beispielsweise, dass der erste oder eine sonstige Teilanzahl der Mengenwerte
weniger stark in den Mittelwert miteinfließen als die übrigen Mengenwerte. Dies könnte
den Einfluss von anfänglich noch vorhandenen Messungenauigkeiten an dem Mittelwert
möglichst minimieren.
[0041] Weiter kann es sich bei den jeweiligen Sub-Kennzuständen um einen Wert handeln, welcher
auf Basis einer Etikettenzahl und/oder einer Etikettenlänge pro Etikettenrolle ermittelt
ist.
[0042] Da nun jedoch die tatsächliche Etikettenanzahl, insbesondere die Bestückungsausgangsmenge,
der Etikettenrolle während eines Produktionsprozesses variieren kann, wird zunächst
eine vorbestimmte Anzahl von unterschiedlichen Etikettenrollen in eine entsprechende
Vorrichtung, beispielsweise eine Vorrichtung zum Behandeln von Behältnissen, eingelegt,
um zunächst je Rolle einen für die Rolle eindeutig, vorzugsweise eineindeutig, zuordenbaren
Sub-Kennzustand zu ermitteln.
[0043] Ist eine vorgegebene Anzahl von verschiedenen Sub-Kennzuständen erreicht und damit
eine vorgebbare Anzahl von beispielsweise Rollen durchgemessen, werden diese einzelnen
Sub-Kennzustände vorzugsweise aufeinander addiert und durch die Anzahl der Sub-Kennzustände
geteilt, so dass dadurch ein durchschnittlicher Kennzustand gemittelt über die vorgegebene
Anzahl von Etikettenrollen erreichbar ist.
[0044] Nach Durchführung und Ermittlung dieses Kennzustandes durch die Erfassungseinheit
während dieses Ermittlungsvorganges wird, vorzugsweise von der Erfassungseinheit selbst,
der Kennzustand für das eigentlich zu behandelnde Behältnis freigeschaltet. Erst nach
diesem wird daher der Produktionsprozess aufgenommen und/oder der Kennzustand wird
für einen oder mehrere Behandlungsprozesse herangezogen.
[0045] Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird bei einer Abweichung eines von der Erfassungseinheit
ermittelten Sub-Kennzustandes von einem für die Bestückungsvorrichtung eindeutig charakteristischen
Erwartungswert der Sub-Kennzustand von der Erfassungseinheit für die Ermittlung des
Kennzustands nicht berücksichtigt.
[0046] Erfindungsgemäß handelt es sich bei dem Erwartungswert bezogen auf die jeweilige
Bestückungsvorrichtung, beispielsweise eine Etikettenrolle, um einen solchen Wert,
welcher herstellerseitig angegeben ist. Weicht nun der ermittelte Sub-Kennzustand
von dem herstellerseitig angegebenen Erwartungswert ab, heißt dies, dass eine Diskrepanz
zwischen dem gemessenen Sub-Kennzustand und dem Erwartungswert herrscht. Diese Unsicherheit
in der Ermittlung des Kennzustandes und/oder des weiteren Kennzustandes wird daher
dadurch beseitigt, dass bereits im Voraus eine derartige Bestückungsvorrichtung mit
dem fehlerhaften Erwartungswert nicht in die Berechnung mit einbezogen wird.
[0047] Gemäß der Erfindung wird der weitere Kennzustand derart von der Erfassungseinheit
berechnet, dass ein mathematischer Mittelwert des Kennzustandes, welcher beispielsweise
vorab ermittelt wurde, und ein, vorzugsweise nicht von einer Erfassungseinheit übermittelten
Erwartungswert, bezogen auf die jeweilige Bestückungsvorrichtung, ermittelt oder vorgegeben
werden, wobei der Erwartungswert, vorzugweise eindeutig, dem jeweiligen Produkt und/oder
der jeweiligen Bestückungsvorrichtung zuordenbar ist. Beispielsweise handelt es sich
bei dem Erwartungswert um eine herstellerseitige Bestückungsausgangsmenge.
[0048] Mit anderen Worten unterscheidet sich der weitere Kennzustand von dem Kennzustand
dadurch, dass in die Berechnung des weiteren Kennzustandes eine weitere mathematische
Größe, beispielsweise der Erwartungswert, mit einbezogen wurde.
[0049] Alternativ zu der Identifikation des Erwartungswertes als ein fest vorgegebener herstellerseitiger
Mengenwert kann, allerdings nicht erfindungsgemäß, der Erwartungswert auch als ein
prognostizierter Erwartungswert (welcher auf die Zukunft gerichtet ist) realisiert
sein. Dies kann heißen, dass in der Erfassungseinheit verschiedene Erwartungswerte
abgespeichert und/oder sonstig hinterlegt wurden oder werden und diese Erwartungswerte
die Basis für den prognostizierten Erwartungswert bilden. Der Erwartungswert kann
dann während des Ermittlungsvorganges laufend neu bestimmt werden.
[0050] Der Vorteil in Bezug auf den weiteren Kennzustand im Vergleich zu dem Kennzustand
ist daher, dass nicht nur von der hier beschriebenen Erfassungseinheit ermittelte
Kennzustände in die Berechnung einbezogen werden, sondern zudem auch als zweite, beispielsweise
unabhängige Quelle, ein herstellerseitiger Erwartungswert mit einbezogen werden kann.
[0051] Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird nur in Abhängigkeit von dem weiteren Kennzustand
ein charakteristisches Signal für einen Bestückungswechsel ausgegeben und/oder es
wird eine Abweichung des weiteren Kennzustandes von dem Kennzustand ermittelt.
[0052] Dies kann heißen, dass durch die Berechnung der Abweichung des weiteren Kennzustandes
von dem Kennzustand auf Basis dieser berechneten Abweichung auch der Erwartungswert
entsprechend eingestellt und berechnet werden kann.
[0053] Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird bei einer Abweichung des weiteren Kennzustandes
von dem Kennzustand von größer eins die Ermittlung des Kennzustandes und/oder des
weiteren Kennzustandes nicht berücksichtigt, wobei der Ermittlungsvorgang dann von
Neuem beginnt.
[0054] Dies kann sicherstellen, dass die beispielsweise herstellerseitigen Angaben hinsichtlich
des Erwartungswertes oder des prognostizierten Erwartungswertes nicht zu weit von
den eigentlich von der Erfassungseinheit ermittelten Kennwerten abweichen können.
[0055] Gemäß zumindest einer Ausführungsform erkennt die Erfassungseinheit einen Sortenwechsel
und wechselt daraufhin den einer jeweiligen Sorte, vorzugsweise eindeutig, zuordenbaren
Kennwert oder löscht den vormaligen Kennwert, welcher der jeweiligen Sorte vorzugsweise
eindeutig zuordenbar ist aus einem Speicher der Erfassungseinheit.
[0056] Ein Sortenwechsel ist daher ein Wechsel beispielsweise in Bezug auf die Behältnisse
oder aber auch in Bezug auf die Art des zuzuführenden Produkts. Beispielsweise ist
ein Sortenwechsel ein Wechsel von Flaschen bezogen auf eine Flaschengröße oder in
Bezug auf ein Abfüllprodukt.
[0057] Gemäß zumindest einer Ausführungsform erkennt die Erfassungsvorrichtung einen Wechsel
der Bestückungsvorrichtung, beispielsweise einen Wechsel einer Etikettenrolle, und
speichert diesen ab, wobei erst bei Überschreiten einer vorgebbaren Anzahl von Wechselvorgängen
bezogen auf unterschiedliche Bestückungsvorrichtungen oder die gleiche Bestückungsvorrichtung
eine Freigabe des Kennzustandes zum Behandeln der Behältnisse erfolgt.
[0058] Insofern ist denkbar, dass die Erfassungseinheit eine Entscheidung trifft, ab welcher
Anzahl bezogen auf den Wechsel der Bestückungsvorrichtungen eine ausreichende Sicherheit,
beispielsweise ein ausreichend genauer mathematischer Mittelwert der Menge des pro
Bestückungsvorrichtung produzierten Produktes ermittelbar ist.
[0059] Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst die Bestückungsvorrichtung zumindest
eine Etikettenrolle, wobei es sich bei dem zuzuführenden Produkt um Etiketten handelt.
Wie obig bereits mehrmals beschrieben, kann daher die Bestückungsvorrichtung auch
tatsächlich nur eine Etikettenrolle sein. Denkbar ist in diesem Zusammenhang, dass
die Bestückungsvorrichtung eine Etikettiermaschine mit zwei oder mehr Etikettenrollen
zur Rundumetikettierung ist. In diesem Fall kann automatisch auf die zweite Rolle
(und zurück) gewechselt werden. Die Rollen werden dazu miteinander verklebt/verbunden
(manuelle Vorbereitung, die Verklebung erfolgt automatisch während der Produktion).
[0060] Beispielsweise handelt es sich bei den Etiketten um Rundumetiketten und/oder um Selbstklebeetiketten.
Diese Rundumetiketten können anschließend zu Schrumpfetiketten geschrumpft werden.
[0061] Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird in Abhängigkeit der Restmenge ein charakteristisches
Signal für einen Bestückungswechsel bereits dann ausgegeben, wenn eine vorgebbare
Restmengenmindestanzahl auf der aktuellen Bestückungsvorrichtung erreicht ist und
anschließend auf eine andere, vorzugsweise vollbestückte, Bestückungsvorrichtung umgeschalten
wird (Pufferkontrolle).
[0062] In dieser Ausführungsform kann daher noch vor dem Ende der Etikettenrolle bereits
auf eine neue Rolle umschaltet werden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die
neue Rolle eine ausreichende Bestückungsanzahl umfasst.
[0063] Bei einem Produktionsende können angebrochene Rollen bei der nächsten Produktion
dieser Sorte als erstes wieder genutzt werden, sodass in Bezug auf eine Gesamtproduktion
einer Sorte ein Produktionsverlust besonders effektiv vermieden ist.
[0064] Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zum Behandeln von
Behältnissen. Dies heißt, dass die in Bezug auf obig beschriebenen Verfahren ausgeführten
Merkmale ebenso für die beschriebene Vorrichtung offenbart sind und umgekehrt.
[0065] Bei der hier beschriebenen Vorrichtung zum Behandeln von Behältnissen werden die
Behältnisse entlang einer vorgegebenen Transportstrecke transportiert und mit wenigstens
einem hinsichtlich einer Menge bestimmbaren Produkt derart zusammengeführt, dass das
Produkt in einem vorbestimmten Zuführbereich der Transportstrecke jedem einzelnen
Behältnis zugeführt wird, wobei das Produkt entlang einer Zuführstrecke zu dessen
Zuführbereich geführt wird.
[0066] In einem Erfassungsbereich der Vorrichtung, der entlang der Zuführstrecke des Produktes
oder in einer Transportrichtung der Behältnisse stromaufwärts bezüglich des Zuführbereiches
angeordnet ist, ist wenigstens ein, insbesondere vor, dem Behandeln individuell ermittelter
Kennzustand und/oder weiterer Kennzustand durch eine Erfassungseinheit ermittelbar,
welcher Kennzustand und/oder weiterer Kennzustand für eine Bestückungsausgangsmenge
des zuzuführenden Produktes bezogen auf zumindest eine Bestückungsvorrichtung charakteristisch
ist, und wobei in Abhängigkeit dieses Kennzustandes und/oder weiteren Kennzustandes
während des Betriebs eine Restmenge des zuzuführenden Produkts auf der Bestückungsvorrichtung
ermittelbar ist, und wobei in Abhängigkeit dieser Restmenge ein charakteristisches
Signal für einen Bestückungswechsel ausgebbar ist.
[0067] Dabei umfasst und weist die hier beschriebene Vorrichtung zum Behandeln von Behältnissen
die gleichen vorteilhaften Ausgestaltungen und Vorteile auf, wie im Zusammenhang mit
den obig beschriebenen Verfahren beschrieben.
[0068] Vorzugsweise ist die Zuführeinheit aus einer Gruppe von Zuführeinheiten ausgewählt,
welche Etikettiereinrichtungen für Behältnisse, Verschließeinrichtungen für Behältnisse,
Zusammenstellungseinrichtungen für Gruppen von Behältnissen oder dergleichen enthält.
[0069] Weiter vorzugsweise handelt es sich bei der Vorrichtung zur Behandlung von Behältnissen
um eine Anlage, welche die Behältnisse mit Etiketten bestückt. Die eigentliche Etikettiereinrichtung
ist in diesem Fall die oben erwähnte Zuführeinheit.
[0070] Es wäre jedoch auch denkbar, allerdings nicht erfindungsgemäß, dass es sich bei der
Vorrichtung um eine Anlage handelt, welche Vorformlinge zu Behältnissen expandiert
und diese anschließend mit einem Produkt, wie einem Getränk, befüllt.
[0071] Die folgende Beschreibung erfolgt unter Bezugnahme auf Behältnisse, welche mit Etiketten
bestückt werden. Dies ist jedoch lediglich beispielhaft zu verstehen. Es wird darauf
hingewiesen, dass die Erfindung auch anwendbar ist auf Behältnisse, welche beispielsweise
mit Verschlüssen versehen werden oder auch mit einem Produkt befüllt werden oder auch
auf Behältnisse, welche palettiert werden und dergleichen. Bei dem weiteren Produkt
kann es sich dabei sowohl um ein festes Produkt, wie die erwähnten Etiketten, Verschlüsse,
Zwischenlagen als auch um ein flüssiges Produkt, wie insbesondere ein einzufüllendes
Getränk oder eine sonstige Flüssigkeit handeln. Auch wäre es möglich, das erfindungsgemäße
Verfahren für eine Bestückung von Behältnissen mit mehreren Produkten anzuwenden,
d. h. sowohl für die Bestückung mit den Verschlüssen als auch für die Bestückung mit
Etiketten.
[0072] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung.
[0073] Darin zeigt:
- Fig. 1
- Ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
[0074] Figur 1 zeigt eine blockdiagrammartige Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 zur Behandlung von Behältnissen 10. Bei der in der Figur 1 gezeigten Vorrichtung
1 handelt es sich um eine Anlage, welche befüllte Flaschen mit Etiketten versieht.
Diese Darstellung ist jedoch als beispielhaft zu verstehen und auch auf andere Vorrichtungen
anwendbar, allerdings nicht erfindungsgemäß, welche Behältnisse in vorgegebener Weise
behandeln bzw. ausstatten, wie beispielsweise Verschließer, Füllanlagen, Desinfektionseinrichtungen
und dergleichen.
[0075] Das Bezugszeichen T bezieht sich auf einen Transportpfad, entlang dessen die hier
bereits befüllten Behältnisse transportiert werden. In einem Staubereich 4 können
dabei mehrere Reihen an Behältnissen 10 nebeneinander transportiert werden. Die in
der Figur 1 dargestellten Pfeile zeigen die Transportrichtung an. Bei der in Figur
1 gezeigten Ausführungsform werden die Behältnisse 10 ausgehend von mehreren bzw.
breiteren Bahnen auf weniger bzw. engere Bahnen verbracht. Die Anordnung der einzelnen
Bahnen ist jedoch auch in anderer Weise denkbar.
[0076] Das Bezugszeichen 18 kennzeichnet einen Zuführabschnitt für die Behältnisse, der
zwischen einem Punkt A, der in einem Erfassungsbereich 8 liegt und einem Punkt B,
der hier das Ende des Zuführabschnittes 18 markiert, verläuft. Vorzugsweise ist bekannt
oder ermittelbar, wie viele Behältnisse 10 sich im Arbeitsbetrieb in diesem Zuführabschnitt
18 befinden. Dabei kann es jedoch ausreichend sein, wenn lediglich die ungefähre Anzahl
an Behältnissen in dem Zuführabschnitt 18 bekannt ist.
[0077] Das Bezugszeichen 14 bezieht sich auf eine Zuführeinheit, wobei es sich hier bei
dieser Zuführeinheit 14 um eine Etikettiereinrichtung handelt, welche den Behältnissen
10 Etiketten zuführt bzw. diese Etiketten, ausgehend von einem Etikettenband 20 (nur
schematisch dargestellt) an den Behältnissen 10 anbringt. Dabei werden die Etiketten
ausgehend von einem Magazin 16 (auch Bestückungsvorrichtung genannt) über eine Zuführstrecke
6 der Zuführeinheit 14 zugeführt. Bei den Etiketten handelt es sich somit um das eingangs
beschriebene Produkt. Das Bezugszeichen D kennzeichnet den Zuführbereich, in dem das
Produkt den Behältnissen 10 zugeführt wird. Hier ist dieser Zuführbereich im Bereich
der Etikettiereinrichtung 14 angeordnet.
[0078] Erfindungsgemäß wird, in dem Erfassungsbereich 8, der entlang der Zuführstrecke 6
angeordnet ist, wenigstens ein, insbesondere vor dem Behandeln, individuell ermittelter
Kennzustand Z und/oder ein weiterer Kennzustand Zw durch eine Erfassungseinheit 9
ermittelt wird, welcher Kennzustand Z und/oder weitere Kennzustand Zw für eine Bestückungsausgangsmenge
des zuzuführenden Produkts bezogen auf zumindest eine Bestückungsvorrichtung 16 charakteristisch
ist.
[0079] Dabei wird in Abhängigkeit dieses Kennzustandes Z und/oder weiteren Kennzustandes
Zw während des Betriebes eine Restmenge M des zuzuführenden Produktes auf der Bestückungsvorrichtung
16 ermittelt, wobei in Abhängigkeit dieser Restmenge M ein charakteristisches Signal
für einen Bestückungswechsel ausgegeben wird.
[0080] Mit anderen Worten kann damit die Anzahl von Etiketten, die sich während des Arbeitsbetriebes
in der Zuführstrecke 6 befinden, bestimmt werden, um rechtzeitig einen Rollenwechsel
durchführen zu können. Bei diesem Wert kann es sich um die absolute Anzahl an Etiketten
(beispielsweise eine Bestückungsausgangsmenge) handeln, es wäre jedoch auch denkbar,
dass eine Länge des Etikettenbandes zwischen dem Magazin 16 und der Zuführeinheit
14 als Bestückungsausgangsmenge definiert wird.
[0081] Sind beispielsweise aufgrund eines bevorstehenden Produktwechsels keine Behältnisse
10 mehr in diesem Erfassungsbereich 180 vorhanden, so kann diese Information an die
Bevorratungseinheit bzw. das Magazin 16 ausgegeben werden. Aufgrund der (ermittelten
oder noch zu ermittelnden) Anzahl an Behältnissen, die sich zwischen den Punkten A
und B befinden und aufgrund der ebenfalls bekannten Anzahl von Etiketten in der Zuführstrecke
6 kann das Magazin bzw. eine Steuerungseinrichtung (beispielsweise die Erfassungseinheit
9 oder die weitere Erfassungseinheit 26) innerhalb dieses Magazin entscheiden, wann
auch die Zufuhr an Etiketten 20 zu unterbrechen ist.
[0082] So kann beispielsweise an den Benutzer die Anweisung gegeben werden, das Etikettenband
an einer bestimmten Stelle abzuschneiden. Vorzugsweise kann dann noch derjenige Bereich
der Etiketten, der sich noch in der Zuführstrecke 6 befindet, an den Behältnissen
10 angebracht werden. Auf diese Weise geht einerseits dieser Anteil an Etiketten nicht
verloren und andererseits muss bei einem Produktwechsel eben dieser Anteil auch nicht
aus der Zuführstrecke entfernt werden, was mitunter sehr aufwendig ist.
[0083] So kann in einem beispielhaften Ablauf auch eine Fülleinrichtung 2 einen anstehenden
Produktwechsel und/oder ein Signal, welches anzeigt, dass die Fülleinrichtung leer
ist, an die Etikettiereinrichtung (auch Zuführeinheit genannt) 14 oder das Magazin
16 melden, oder aber, wie erwähnt, eine weitere Erfassungseinheit 26 einen Behältermangel
erkennen. Das Magazin kann nunmehr das Leerfahren seines Etikettenspeichers beginnen.
Sobald ein bestimmtes Minimum erreicht ist, verringert die Etikettiervorrichtung 14
bevorzugt die Geschwindigkeit, um die Gefahr eines Bandrisses im Falle einer Störung
zu verringern.
[0084] Es wäre jedoch auch möglich, dass eine weiter zusätzliche Erfassungseinheit einen
Behältnismangel, d. h. ein Fehlen der Behältnisse erkennt. Diese Erfassungseinheit
ist in einem Bereich des Transportpfades angeordnet, in dem die Behältnisse einbahnig
aneinander stehen, so dass die Anzahl an Behältnissen zwischen den Punkten C und B
sortenabhängig bekannt ist. Bei einem stückweisen Transport ist die Anzahl der Behältnisse
in jedem Fall bekannt.
[0085] Weiterhin wäre es auch möglich, dass, insbesondere bei Weiterführen des Verfahrens
mit einem anderen Produkt, ein Endabschnitt einer Rolle mit dem gerade abgelaufenen
oder nicht mehr zu verwendenden Etikettentyp mit einem Anfangsabschnitt einer Rolle
mit einem neuen Etikettentyp verbunden wird, so dass die Produktion nahtlos von einer
Produktsorte zu einer weiteren Produktsorte fortgesetzt werden kann. Dies bringt den
Vorteil mit sich, dass auch das neue Etikettenband nicht aufwendig in die Zuführstrecke
eingefädelt werden muss, sondern quasi automatisch mit dem vorhergehenden Band eingezogen
wird. Diese Vorgehensweise kann auch auf solche Produkte, welche dem Prozess stückweise
zugeführt werden, wie Paletten, angewandt werden. Dabei muss jedoch die alte Rolle
nicht vollständig aufgebraucht sein und die neue Rolle kann bereits angebrochen sein.
[0086] Auch kann eine Sperre aufgrund des Behältnismangels schließen und die Zuführeinheit
14 den Etikettiervorgang beenden. Dabei werden bevorzugt noch einige Restetiketten
zurückgelassen, um etwaige Ausfälle insbesondere anderer Maschinenteile zu kompensieren.
Daraufhin kann die Umstellung auf ein neues Produkt an der Zuführeinheit 14 erfolgen
und schließlich die Produktion mit dem neuen Produkt begonnen werden.
[0087] Nach dem Anbringen der Etiketten 20 auf die Behältnisse 10 werden die Behältnisse
10 weiter entlang des Transportpfads T transportiert. Dabei ist es möglich, dass Verpackungs-
oder Zusammenstellungseinheiten vorgesehen sind, welche die Behältnisse gruppieren.
Auch derartige Zusammenstellungseinheiten können in der erfindungsgemäßen Weise in
die Anlage eingebunden werden. So kann beispielsweise in ähnlicher Weise einer derartigen
Zusammenstellungseinrichtung gemeldet werden, dass ein Strom (ggfs. bereits etikettierter)
Behältnisse 10 unterbrochen ist und damit nur noch diejenigen Behältnisse, die sich
in einem Abschnitt 22 befinden, mit einem bestimmten Verpackungsmaterial zu versehen
bzw. in einer bestimmten Art zusammenzustellen sind.
Bezugszeichenliste
[0088]
- A
- Punkt A
- B
- Punkt B
- C
- Punkt C
- D
- Punkt D/Zuführbereich
- M
- Restmenge
- T
- Transportstrecke
- Z
- Kennzustand
- ZA
- Erwartungswert
- Zi
- Sub-Kennzustand
- Zw
- Kennzustand
- 1
- Vorrichtung
- 4
- Staubereich
- 6
- Zuführstrecke
- 8
- Erfassungsbereich
- 9
- Erfassungseinheit
- 10
- Behältnisse
- 14
- Zuführeinheit/Etikettiereinrichtung
- 16
- Bestückungsvorrichtung /Magazin
- 18
- Zuführabschnitt für die Behältnisse 10
- 20
- Etiketten(band)
- 22
- Abschnitt
- 26
- weitere Erfassungseinheit
- 180
- Erfassungsbereich
1. Verfahren zum Behandeln von Behältnissen, wobei die Behältnisse (10) entlang einer
vorgegebenen Transportstrecke (T) transportiert und mit wenigstens einem hinsichtlich
seiner Menge bestimmbaren Produkt derart zusammengeführt werden, dass das Produkt
in einem vorbestimmten Zuführbereich (D) der Transportstrecke (T) jedem einzelnen
Behältnis (10) zugeführt wird, wobei das Produkt entlang einer Zuführstrecke (6) zu
dem Zuführbereich (D) geführt wird,
wobei in einem Erfassungsbereich (8), der entlang der Zuführstrecke (6) des Produktes
oder in einer Transportrichtung der Behältnisse (10) stromaufwärts bezüglich des Zuführbereichs
(D) angeordnet ist, wenigstens ein vor dem Behandeln, individuell ermittelter Kennzustand
(Z) und mindestens ein weiterer Kennzustand (Zw) durch eine Erfassungseinheit (9)
ermittelt werden, welcher Kennzustand (Z) und welcher weitere Kennzustand (Zw) für
eine Bestückungsausgangsmenge des zuzuführenden Produkts bezogen auf zumindest eine
Bestückungsvorrichtung (16) charakteristisch sind, und wobei
der weitere Kennzustand (Zw) derart von der Erfassungseinheit berechnet wird, dass
ein mathematischer Mittelwert des Kennzustandes (Z) und eines nicht von der Erfassungseinheit
ermittelten Erwartungswertes (ZA) ermittelt wird, wobei der Erwartungswert, vorzugsweise
eindeutig, dem jeweiligen Produkt und/oder der jeweiligen Bestückungsvorrichtung (16)
zuordenbar ist, und es sich bei dem Erwartungswert (ZA) bezogen auf die jeweilige
Bestückungsvorrichtung (16) um einen solchen Wert handelt, welcher herstellerseitig
angegeben ist, und wobei
in Abhängigkeit dieses Kennzustandes (Z) und weiteren Kennzustandes (Zw) während des
Betriebes eine Restmenge (M) des zuzuführenden Produkts auf der Bestückungsvorrichtung
(16) ermittelt wird, und wobei in Abhängigkeit dieser Restmenge ein charakteristisches
Signal für einen Bestückungswechsel ausgegeben wird, wobei es sich bei dem Produkt
um ein Etikettier- oder Verpackungsmaterial handelt, wobei dieser Kennzustand (Z)
anstatt fest vorgegeben zu werden, jeweils individuell von der Erfassungseinheit noch
vor dem eigentlichen Behandeln der Behältnisse ermittelt wird, um daher bereits vorab
zu wissen, wie viele beispielsweise Etiketten grundsätzlich für einen Etikettiervorgang
zur Verfügung stehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kennzustand (Z) von der Erfassungseinheit (9) derart ermittelt wird, dass während
eines Ermittlungsvorganges zunächst die Gesamtmenge der zuletzt produzierten Produkte
einer vorgebbaren Anzahl von Bestückungsvorrichtungen (16) ermittelt wird, und im
Anschluss daran ein mathematischer Mittelwert der Menge des pro Bestückungsvorrichtung
(16) produzierten Produkts ermittelt wird, um somit eine Bestückungsausgangsmenge
je Bestückungsvorrichtung (16) zu erhalten, und wobei sich die Gesamtmenge aus einer
Summe von Sub-Kennzuständen (Zi) der einzelnen Bestückungsvorrichtungen ermittelt.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei einer Abweichung eines von der Erfassungseinheit ermittelten Sub-Kennzustandes
(Zi) von einem für die Bestückungsvorrichtung eindeutig charakteristischen Erwartungswert
(ZA), der Sub-Kennzustand (Zi) von der Erfassungseinheit für die Ermittlung des Kennzustands
(Z) nicht berücksichtigt wird.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
nur in Abhängigkeit von dem weiteren Kennzustand (Zw) ein charakteristisches Signal
für einen Bestückungswechsel ausgegeben wird und/oder dass eine Abweichung des weiteren
Kennzustandes (Zw) von dem Kennzustand (Z) ermittelt wird.
5. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
dass bei einer Abweichung des weiteren Kennzustandes (Zw) vom dem Kennzustand (Z)
von größer eins, die Ermittlung des Kennzustands und/oder des weiteren Kennzustands
nicht berücksichtigt wird und der Ermittlungsvorgang von Neuem beginnt.
6. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Erfassungseinheit (9) einen Sortenwechsel erkennt und daraufhin den, einer jeweiligen
Sorte, vorzugsweise eindeutig, zuordenbaren Kennwert (Z), wechselt oder den vormaligen
Kennwert (Z) aus einem Speicher der Erfassungseinheit (9) löscht.
7. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Erfassungseinheit (9) einen Wechsel der Bestückungsvorrichtung (16) erkennt, und
abspeichert, und wobei erst bei Überschreiten einer vorgebbaren Anzahl von Wechselvorgängen
bezogen auf unterschiedliche Bestückungsvorrichtungen eine Freigabe des Kennzustandes
(Z) zum Behandeln der Behältnisse erfolgt.
8. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
dass die Bestückungsvorrichtung (16) zumindest eine Etikettenrolle umfasst, und es
sich bei dem zuzuführenden Produkt um Etiketten handelt.
9. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei den Etiketten um Rundumetiketten und/oder Selbstklebeetiketten handelt.
10. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Abhängigkeit der Restmenge (M) ein charakteristisches Signal für einen Bestückungswechsel
bereits dann ausgegeben wird, wenn eine vorgebbare Restmengenmindestanzahl auf der
aktuellen Bestückungsvorrichtung (16) erreicht ist und anschließend auf eine andere,
vorzugsweise vollbestückte, Bestückungsvorrichtung (16) umgeschalten wird.
11. Vorrichtung zum Behandeln von Behältnissen, wobei die Behältnisse (10) entlang einer
vorgegebenen Transportstrecke (T) transportierbar und mit wenigstens einem hinsichtlich
seiner Menge bestimmbaren Produkt derart zusammenführbar sind, dass das Produkt in
einem vorbestimmten Zuführbereich (D) der Transportstrecke (T) jedem einzelnen Behältnis
(10) zugeführt wird, wobei das Produkt entlang einer Zuführstrecke (6) zu dem Zuführbereich
(D) geführt wird,
wobei in einem Erfassungsbereich (8), der entlang der Zuführstrecke (6) des Produkts
oder in einer Transportrichtung der Behältnisse (10) stromaufwärts bezüglich des Zuführbereichs
(D) angeordnet ist, wenigstens ein vor dem Behandeln, individuell ermittelter Kennzustand
(Z) und/ ein weiterer Kennzustand (Zw) durch eine Erfassungseinheit (9) ermittelbar
sind,
welcher Kennzustand (Z) und welcher weitere Kennzustand (Zw) für eine Bestückungsausgangsmenge
des zuzuführenden Produkts bezogen auf zumindest eine Bestückungsvorrichtung (16)
charakteristisch sind, und wobei der weitere Kennzustand (Zw) derart von der Erfassungseinheit
berechenbar ist, dass ein mathematischer Mittelwert des Kennzustandes (Z) und eines
nicht von der Erfassungseinheit ermittelten Erwartungswertes (ZA) ermittelbar ist,
wobei der Erwartungswert, vorzugsweise eindeutig, dem jeweiligen Produkt und/oder
der jeweiligen Bestückungsvorrichtung (16) zuordenbar ist und es sich bei dem Erwartungswert
(ZA) bezogen auf die jeweilige Bestückungsvorrichtung (16) um einen solchen Wert handelt,
welcher herstellerseitig angegeben ist, und wobei
in Abhängigkeit dieses Kennzustandes (Z) und weiteren Kennzustandes (Zw) während des
Betriebs eine Restmenge (M) des zuzuführenden Produkts auf der Bestückungsvorrichtung
(16) ermittelbar ist, und wobei in Abhängigkeit dieser Restmenge ein charakteristisches
Signal für einen Bestückungswechsel ausgebbar ist, wobei es sich bei dem Produkt um
ein Etikettier- oder Verpackungsmaterial handelt, wobei dieser Kennzustand (Z) anstatt
fest vorgegeben zu werden, jeweils individuell von der Erfassungseinheit noch vor
dem eigentlichen Behandeln der Behältnisse ermittelt wird, um daher bereits vorab
zu wissen, wie viele Etiketten grundsätzlich für einen Etikettiervorgang zur Verfügung
stehen.
1. Method for processing containers, wherein the containers (10) being transported along
a predefined transport path (T) and being combined with at least one product that
can be defined in terms of its amount, that the product is supplied to each individual
container (10) in a predetermined supply region (D) of the transport path (T), wherein
the product being guided to the supply region (D) along a supply path (6), wherein
in a detection region (8), which is arranged along the supply path (6) of the product
or upstream of the supply region (D) in a transport direction of the containers (10),
at least one characteristic state (Z) which is individually determined, in particular
prior to the processing, and at least one further characteristic state (Zw) is determined
by a detection unit (9), which characteristic state (Z) and which further characteristic
state (Zw) is characteristic of an output fitting amount of the product to be supplied
in relation to at least one fitting device (16), and wherein
the further characteristic state (Zw) is calculated by the detection unit such that
a mathematical average of the characteristic state (Z) and of an expected value (ZA)
not determined by the detection unit, is determined, wherein the expected value being
assigned, preferably uniquely, to the particular product and/or the particular fitting
device (16) and the expected value in relation to the respective fitting device is
a value specified by the manufacturer, and wherein
a remaining amount (M) of the product to be supplied, on the fitting device (16),
being determined on the basis of said characteristic state (Z) and said further characteristic
state (Zw) during operation, and wherein a characteristic signal for a fitting changeover
being emitted on the basis of said remaining amount, wherein the product is a labelling
or packaging material, wherein this characteristic state (Z) is determined individually
in each case by the detection unit, before the actual processing of the containers,
instead of being fixedly predefined, so as to therefore know in advance how many labels,
for example, are in principle available for a labelling process.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the characteristic state (Z) is determined by the detection unit (9) such that initially,
during a determination process, the total amount of the previously produced products
for a predefinable number of fitting devices (16) is determined, and a mathematical
average of the amount of the product produced per fitting device (16) is subsequently
determined in order to thus obtain an output fitting amount per fitting device (16),
and wherein the total amount being determined from a sum of sub-characteristic states
(Zi) of the individual fitting devices.
3. Method according to claim 2,
characterised in that,
if a sub-characteristic state (Zi) determined by the detection unit deviates from
an expected value (ZA) that is uniquely representative of the fitting device, the
sub-characteristic state (Zi) is not taken into account by the detection unit for
the determination of the characteristic state (Z).
4. Method according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
a characteristic signal for a fitting changeover is emitted only on the basis of the
further characteristic state (Zw), and/or in that a deviation of the further characteristic state (Zw) from the characteristic state
(Z) is determined.
5. Method according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
if the further characteristic state (Zw) deviates from the characteristic state (Z)
by more than one, the determination of the characteristic state and/or of the further
characteristic state is not taken into account and the determination process starts
from the beginning.
6. Method according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
the detection unit (9) detects a type changeover and subsequently changes the characteristic
value (Z), which can be assigned, preferably uniquely, to a particular type, or erases
the previous characteristic value (Z) from a memory of the detection unit (9).
7. Method according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
the detection unit (9) detects, and saves, a changeover of the fitting device (16),
and wherein the characteristic state (Z) being approved for processing the containers
only if a predefinable number of changeover processes in relation to various fitting
devices is exceeded.
8. Method according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
the fitting device (16) comprises at least one label roll, and the product to be supplied
are labels.
9. Method according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
the labels are wrap-around labels and/or self-adhesive labels.
10. Method according to at least one of the preceding claims,
characterised in that
a characteristic signal for a fitting changeover is emitted on the basis of the remaining
amount (M) when a predefinable remaining amount minimum number on the current fitting
device (16) is reached, and a switch is subsequently made to a different, preferably
fully stocked, fitting device (16).
11. Apparatus for processing containers, wherein the containers (1) can be transported
along a prederteimined transport path (T) and can be combined with at least one product
that can be defined in terms of its amount, that the product is supplied to each individual
container (10) in a predetermined supply region (D) of the transport path (T), wherein
the product being guided to the supply region (D) along a supply path (6), wherein
in a detection region (8), which is arranged along the supply path (6) of the product
or upstream of the supply region (D) in a transport direction of the containers (10),
at least one characteristic state (Z) which is individually determined, in particular
prior to the processing, and a further characteristic state (Zw) can be determined
by a detection unit (9), which characteristic state (Z) and which further characteristic
state (Zw) is characteristic of an output fitting amount of the product to be supplied
in relation to at least one fitting device (16), and wherein
the further characteristic state (Zw) can be calculated by the detection unit such
that a mathematical average of the characteristic state (Z) and of an expected value
(ZA) not determined by the detection unit, is determined, wherein the expected value
can be assigned, preferably uniquely, to the particular product and/or the particular
fitting device (16) and the expected value in relation to the respective fitting device
is a value specified by the manufacturer, and wherein
a remaining amount (M) of the product to be supplied can be determined on the fitting
device (16), on the basis of said characteristic state (Z) and said further characteristic
state (Zw) during operation, and wherein a characteristic signal for a fitting changeover
on the basis of said remaining amount can be emitted, wherein the product is a labelling
or packaging material, wherein this characteristic state (Z) is determined individually
in each case by the detection unit, before the actual processing of the containers,
instead of being fixedly predefined, so as to therefore know in advance how many labels
are in principle available for a labelling process.
1. Procédé pour traiter des récipients, dans lequel les récipients (10) sont transportés
le long d'un parcours de transport (T) prescrit et guidés conjointement avec au moins
un produit pouvant être défini en ce qui concerne sa quantité, de telle sorte que
le produit est amené à chaque récipient (10) individuel dans une zone d'amenée (D)
prédéfinie du parcours de transport (T), dans lequel le produit est guidé vers la
zone d'amenée (D) le long d'un parcours d'amenée (6),
dans lequel
dans une zone de détection (8), qui est disposée le long du parcours d'amenée (6)
du produit ou dans une direction de transport des récipients (10) en amont par rapport
à la zone d'amenée (D), au moins un état caractéristique (Z) déterminé individuellement
avant le traitement et au moins un autre état caractéristique (Zw) sont déterminés
par une unité de détection (9), lequel état caractéristique (Z) et lequel autre état
caractéristique (Zw) sont caractéristiques d'une quantité de sortie de garnissage
du produit à amener relativement à au moins un dispositif de garnissage (16), et dans
lequel
l'autre état caractéristique (Zw) est calculé par l'unité de détection, de telle sorte
qu'une moyenne mathématique de l'état caractéristique (Z) et d'une valeur attendue
(ZA) non déterminée par l'unité de détection est déterminée, dans lequel la valeur
attendue peut être attribuée, de préférence de manière univoque, au produit respectif
et/ou au dispositif de garnissage (16) respectif, et la valeur attendue (ZA) relativement
au dispositif de garnissage (16) respectif est une valeur qui est indiquée chez le
fabricant, et dans lequel
en fonction de cet état caractéristique (Z) et de l'autre état caractéristique (Zw)
une quantité restante (M) du produit à amener sur le dispositif de garnissage (16)
est déterminée pendant le fonctionnement, et dans lequel en fonction de cette quantité
restante un signal caractéristique d'un changement de garnissage est émis, dans lequel
le produit est un matériau d'étiquetage ou d'emballage, dans lequel cet état caractéristique
(Z) au lieu d'être fixement prescrit est déterminé respectivement individuellement
par l'unité de détection avant le traitement proprement dit des récipients, afin pour
cette raison de savoir déjà à l'avance combien d'étiquettes sont par exemple en principe
à disposition pour un processus d'étiquetage.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'état caractéristique (Z) est déterminé par l'unité de détection (9), de telle sorte
que pendant un processus de détermination la quantité totale des produits fabriqués
en dernier d'un nombre pouvant être prescrit de dispositifs de garnissage (16) est
tout d'abord déterminée, et suite à cela une moyenne mathématique de la quantité du
produit fabriqué par dispositif de garnissage (16) est déterminée, afin d'obtenir
ainsi une quantité de sortie de garnissage pour chaque dispositif de garnissage (16),
et dans lequel la quantité totale est déterminée à partir d'une somme de sous-états
de caractéristique (Zi) des dispositifs de garnissage individuels.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
lors d'un écart d'un sous-état caractéristique (Zi) déterminé par l'unité de détection
par rapport à une valeur attendue (ZA) caractéristique de manière univoque du dispositif
de garnissage, le sous-état caractéristique (Zi) n'est pas pris en compte par l'unité
de détection pour la détermination de l'état caractéristique (Z).
4. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
un signal caractéristique d'un changement de garnissage est émis uniquement en fonction
de l'autre état caractéristique (Zw) et/ou qu'un écart de l'autre état caractéristique
(Zw) par rapport à l'état caractéristique (Z) est déterminé.
5. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
lors d'un écart de l'autre état caractéristique (Zw) par rapport à l'état caractéristique
(Z) supérieur à un, la détermination de l'état caractéristique et/ou de l'autre état
caractéristique n'est pas prise en compte et le processus de détermination recommence.
6. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'unité de détection (9) identifie un changement de sorte et après cela change la
valeur caractéristique (Z) pouvant être attribuée, de préférence de manière univoque,
à une sorte respective, ou supprime l'ancienne valeur caractéristique (Z) d'une mémoire
de l'unité de détection (9).
7. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'unité de détection (9) identifie un changement du dispositif de garnissage (16),
et le met en mémoire, et dans lequel ce n'est que lorsqu'un nombre de processus de
changement pouvant être prescrit relativement à différents dispositifs de garnissage
est dépassé qu'une libération de l'état caractéristique (Z) s'effectue pour traiter
les récipients.
8. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le dispositif de garnissage (16) comprend au moins un rouleau d'étiquettes, et le
produit à amener est des étiquettes.
9. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
les étiquettes sont des étiquettes enveloppantes et/ou des étiquettes autocollantes.
10. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
en fonction de la quantité restante (M) un signal caractéristique d'un changement
de garnissage est déjà émis lorsqu'un nombre minimal de quantité restante pouvant
être prescrit sur le dispositif de garnissage (16) actuel est atteint et ensuite un
basculement sur un autre dispositif de garnissage (16), de préférence entièrement
garni, s'opère.
11. Dispositif pour traiter des récipients, dans lequel les récipients (10) peuvent être
transportés le long d'un parcours de transport (T) prescrit et peuvent être guidés
conjointement avec au moins un produit pouvant être défini en ce qui concerne sa quantité,
de telle sorte que le produit est amené à chaque récipient (10) individuel dans une
zone d'amenée (D) prédéfinie du parcours de transport (T), dans lequel le produit
est guidé le long d'un parcours d'amenée (6) vers la zone d'amenée (D),
dans lequel
dans une zone de détection (8), qui est disposée le long du parcours d'amenée (6)
du produit ou dans une direction de transport des récipients (10) en amont par rapport
à la zone d'amenée (D), au moins un état caractéristique (Z) déterminé individuellement
avant le traitement et/ un autre état caractéristique (Zw) peuvent être déterminés
par une unité de détection (9), lequel état caractéristique (Z) et lequel autre état
caractéristique (Zw) sont caractéristiques d'une quantité de sortie de garnissage
du produit à amener relativement à au moins un dispositif de garnissage (16), et dans
lequel
l'autre état caractéristique (Zw) peut être calculé par l'unité de détection, de telle
sorte qu'une moyenne mathématique de l'état caractéristique (Z) et d'une valeur attendue
(ZA) non déterminée par l'unité de détection peut être déterminée, dans lequel la
valeur attendue peut être attribuée, de préférence de manière univoque, au produit
respectif et/ou au dispositif de garnissage (16) respectif et la valeur attendue (ZA)
relativement au dispositif de garnissage (16) respectif est une valeur qui est indiquée
chez le fabricant, et dans lequel
en fonction de cet état caractéristique (Z) et d'un autre état caractéristique (Zw)
une quantité restante (M) du produit à amener sur le dispositif de garnissage (16)
peut être déterminée pendant le fonctionnement, et dans lequel en fonction de cette
quantité restante un signal caractéristique d'un changement de garnissage peut être
émis, dans lequel le produit est un matériau d'étiquetage ou d'emballage, dans lequel
cet état caractéristique (Z) au lieu d'être fixement prescrit est déterminé respectivement
individuellement par l'unité de détection avant le traitement proprement dit des récipients,
afin pour cette raison de savoir déjà à l'avance combien d'étiquettes sont en principe
à disposition pour un processus d'étiquetage.