[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Transport eines Sattelaufliegers auf einem
Eisenbahnwagon.
[0002] Das erfindungsgemäße Verfahren gliedert sich damit in den so genannten "Kombinierten
Verkehr", kurz "KV", ein, bei dem die zum Transport des jeweiligen Guts eingesetzten
Ladeeinheiten (Wechselbehälter, Container, Sattelanhänger oder kompletter Lkw) auf
der vom Transportgut zwischen Start und Ziel zurückgelegten von unterschiedlichen
Verkehrsmitteln befördert werden. Im Unterschied zum "gebrochenen" Verkehr, bei dem
die Transportgüter selbst umgeladen werden, wechseln beim kombinierten Verkehr die
mit den Transportgütern beladenen Ladeeinheiten selbst von einem Verkehrsträger zum
anderen. Beim Kombinierten Verkehr Schiene-Straße von Sattelaufliegern sind dies zum
einen die Zugmaschine, die mit dem Sattelauflieger im Straßenverkehr einen Sattelzug
bildet, und zum anderen ein Eisenbahnwagon, der in einen Eisenbahnzug eingegliedert
wird und auf den der von der Zugmaschine abgekoppelte Sattelauflieger aufgesetzt wird.
Der Kombinierte Verkehr nutzt auf diese Weise den Schienenverkehr zur Überbrückung
großer Distanzen und verbindet ihn mit der optimalen Flexibilität von Lastkraftwagen,
die auf kurzen und mittleren Entfernungen das Sammeln und Verteilen des Transportguts
übernehmen.
[0003] Als Eisenbahnwagon für den Kombinierten Verkehr werden so genannte "Taschenwagen"
eingesetzt. Dies sind Güterwagen, die speziell für den Transport von Sattelaufliegern
konzipiert sind. Sie zählen zur Gruppe der Flachwagen in Sonderbauart mit Drehgestellen.
[0004] Bei derartigen "Taschenwagen" befindet sich zwischen den Endabschnitten, an denen
der Wagon auf seinen Drehgestellen gelagert ist, ein abgesenkter, in Längsrichtung
des Wagons über einen wesentlichen Teil der Wagonlänge erstreckender Bereich, in dem
sogenannte "Taschen" vorgesehen sind, an deren Grund die Standflächen für die während
des Schienentransports in diesen Taschen sitzenden Räder der Sattelanhänger vorgesehen
sind. An seinen Längsseiten ist dieser abgesenkte Bereich üblicherweise durch Längsträger
begrenzt, die die Endabschnitte des Wagons gegeneinander abstützen und eine seitliche
Begrenzung für den abgesenkten, für das Fahrwerk des Sattelaufliegers vorgesehenen
Bereich bilden.
[0005] Für den Transport wird der jeweilige Sattelanhänger von der Zugmaschine abgekoppelt
und von einer geeigneten Hebeeinrichtung, wie einem Portalkran oder einem Greifstapler
("Reachstacker"), auf den Eisenbahnwagon gesetzt. Dort wird er mit seinem Königszapfen
durch eine Kupplungsplatte, die sich auf einem von einem der Endabschnitte des Wagons
getragenen Stützbock befindet, gesichert. Der Stützbock kann in Höhenrichtung und
in Längsrichtung des Wagons verschiebbar sein, um seine Position an Sattelaufliegern
unterschiedlicher Bauart oder Geometrie anpassen zu können (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Taschenwagen).
[0006] Am Ziel angekommen, wird der Sattelauflieger in umgekehrter Reihenfolge vom Eisenbahnwagon
gehoben und an die am Ziel bereitstehende Zugmaschine angekoppelt. Um das Umsetzen
am Startort von der Straße auf den Eisenbahnwagon und am Zielort vom Eisenbahnwagon
auf die Straße zu erleichtern, sind an den dazu speziell zugelassenen Sattelaufliegern
Anschlagpunkte, wie normierte Greifkanten, vorgesehen, an die die jeweilige Hebeeinrichtung
auf einfache und sichere Weise angekoppelt werden kann (s. Broschüre "S.CS/S.PR Planenfahrzeuge",
S. 28, herausgegeben von der Anmelderin, Druckvermerk S.CS-BRO-DE1-6473-3414, der
unter der URL http://www.cargobull.com/files/com/ filemanager_files// Neufahrzeuge/Curtainsider/SCS-SPR-Planenfahrzeuge-DE.pdf
zum Download bereitsteht). Die betreffenden Anschlagpunkte befinden sich in der Regel
an einem außen liegenden Träger des Chassis des Sattelaufliegers. Für das Umsetzen
von Sattelaufliegern, die nicht über solche Anschlagpunkte verfügen, stehen so genannte
"Wannen" bereit. Diese im Querschnitt U-förmigen Wannen weisen Längsseitenwände mit
daran vorgesehenen Anschlagpunkten für die Hebeeinrichtung auf. Für die Verladung
auf dem Eisenbahnwagon wird eine solche Wanne auf einem geeigneten Platz neben dem
Wagon bereitgestellt, der Sattelauflieger in die an ihren Schmalseiten offene Wanne
gefahren und dann die Wanne gemeinsam mit dem Sattelauflieger auf den Eisenbahnwagon
gesetzt.
[0007] Sattelauflieger der hier in Rede stehenden Art weisen üblicherweise als zentrale
Tragstruktur ein Chassis auf, das einerseits die Achsen trägt, an denen die Räder
des Sattelaufliegers gelagert sind, und auf dem andererseits der Aufbau des Sattelaufliegers
errichtet ist, welcher den Laderaum für das zu transportierende Gut umgrenzt. Der
Aufbau kann dabei, wie in der oben erwähnten Broschüre erläutert, als so genannter
"Planenaufbau", bei dem typischerweise mindestens die Längsseitenwände und das Dach
durch eine Plane verschlossen sind, oder als "Kofferaufbau" ausgebildet sein, bei
dem die Wände und das Dach aus festen Paneelen bestehen. Heute marktübliche Sattelauflieger
weisen in der Regel drei eng benachbart angeordnete Achsen mit jeweils einem Räderpaar
auf. Es sind jedoch auch Sattelauflieger mit nur ein oder zwei derartigen Achsen im
Einsatz. Das durch die Achse mit den daran gelagerten Rädern gebildete Fahrwerk befindet
sich dabei in einem in Fahrtrichtung gesehen bezogen auf die Mitte des Fahrzeugs zur
Rückseite des Sattelaufliegers hin versetzten Bereich, so dass das Chassis und der
Aufbau mit einem rückwärtigen Abschnitt über die in Fahrtrichtung gesehen letzte Achse
mit einer Länge hinaussteht, die kürzer ist als die Länge zwischen der Stirnseite
und der in Fahrtrichtung ersten Achse.
[0008] Die maximalen Abmessungen von Sattelaufliegern sind gesetzlich geregelt. Es gelten
hier eine maximale Außenhöhe von 4 m, eine maximale Breite von 2,55 m und eine maximale
Länge von 13,65 m. Die Abmessungen der für den Kombinierten Verkehr bereitstehenden
Eisenbahnwagons sind an diese Vorgaben angepasst. Dies gilt insbesondere für den abgesenkten
Bereich von Taschenwagons. Dieser ist üblicherweise so bemessen, dass ein den gesetzlichen
Maximalvorgaben entsprechend dimensionierter Sattelauflieger sicher im abgesenkten
Bereich aufgenommen und dabei sein Königszapfen ebenso sicher auf dem Stützbock abgestützt
ist, der auf dem einen Endabschnitt des Eisenbahnwagons positioniert ist. Die Rückseite
des Sattelaufliegers befindet sich dann am anderen Ende des abgesenkten Bereichs.
Im Hinblick auf eine optimale Nutzung der auf der jeweiligen Schienenstrecke maximal
zur Verfügung stehenden freien Höhe ist der abgesenkte Bereich des Eisenbahnwagons
dabei derart gegenüber der freien Oberseite des angrenzenden Endabschnitts abgesenkt,
dass sich bei auf dem Eisenbahnwagon abgesetztem Sattelauflieger die Unterkante des
Chassis oder des von dem Chassis getragenen Aufbaus unterhalb des Niveaus der freien
Oberseite des angrenzenden Endabschnitts des Eisenbahnwagons befindet.
[0009] Die heute gesetzlich zugelassenen Abmessungen von Sattelaufliegern werden als nicht
mehr zeitgemäß angesehen, da sie die Ladekapazität in einer weder der Leistungsfähigkeit
der zur Verfügung stehenden Zugmaschinen, noch dem allgemein gestiegenen Transportaufkommen
gerecht werdenden Art beschränken. Es bestehen daher Überlegungen, den Wert für die
zulässige maximale Länge von Sattelaufliegern auf beispielsweise 14,90 m anzuheben.
In der Praxis würde dies eine Verlängerung des rückwärtigen, über die letzte Achse
hinausstehenden Abschnitts des Chassis oder des Aufbaus um die Längendifferenz bedeuten,
die zwischen der bisher geltenden Maximallänge und der dann neu zugelassenen Maximallänge
besteht. Derart lange Sattelauflieger würden dann allerdings nicht mehr auf die heute
für den Kombinierten Verkehr von Sattelaufliegern zur Verfügung stehenden Eisenbahnwagons
passen, da ihre verlängerten, rückwärtig überstehenden Abschnitte über den der Rückseite
des Sattelaufliegers zugeordneten Endabschnitt des Wagons hinausstehen und daher beim
Absetzen des Sattelaufliegers auf der im abgesenkten Bereich des Wagons vorgesehenen
Standfläche auf dem Endabschnitt aufsetzen würden.
[0010] Vor diesem Hintergrund hat sich die Aufgabe ergeben, ein Verfahren zu nennen, mit
dem sich in der voranstehend erläuterten Weise verlängerte Sattelauflieger im Kombinierten
Verkehr auf heute zur Verfügung stehenden, an die bisher geltenden gesetzlich zugelassenen
Maximalabmessungen angepassten Eisenbahnwagons transportieren lassen.
[0011] Die Erfindung hat diese Aufgabe durch das in Anspruch 1 angegebene Verfahren gelöst.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben
und werden nachfolgend wie der allgemeine Erfindungsgedanke im Einzelnen erläutert.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Verfahren ist somit zum Transport eines Sattelaufliegers auf
einem Eisenbahnwagon bestimmt, der an seinen beiden Endabschnitten auf jeweils einem
Drehgestell gelagert ist und der einen die Endabschnitte verbindenden, gegenüber den
Endabschnitten abgesenkten Bereich mit einer Standfläche für den Sattelauflieger aufweist.
Dabei weist der Sattelauflieger ein Chassis mit mindestens einer daran gelagerten
Achse und an der Achse gelagerten Rädern auf. Gleichzeitig hat er einen über die jeweilige
bezogen auf die normale Vorwärtsfahrtrichtung des Sattelaufliegers hinten liegende
Achse des Sattelaufliegers hinausstehenden und an dessen seiner Rückseite endenden
rückwärtigen Abschnitt, dessen Länge größer ist als der freie horizontale Abstand,
der bei auf dem Eisenbahnwagon stehendem Sattelauflieger zwischen der hinten liegenden
Achse und dem Beginn des gegenüber dem abgesenkten Bereich des Eisenbahnwagons erhöhten,
der Rückseite des Sattelaufliegers zugeordneten Endabschnitts des Eisenbahnwagons
vorhanden ist, so dass sich bei auf dem Eisenbahnwagon abgesetztem Sattelauflieger
der rückwärtige Abschnitt des Sattelaufliegers und der zugeordnete Endabschnitt des
Eisenbahnwagons in einem Überlappungsbereich überlappen.
[0014] Dabei umfasst das erfindungsgemäße Verfahren folgende Arbeitsschritte:
- Anheben des Sattelaufliegers mittels einer Hebeeinrichtung;
- Abstützen des Chassis mittels einer Stützeinrichtung in einer Stützposition, bei der
nach dem Absetzen des Sattelaufliegers auf der Standfläche des Eisenbahnwagons im
gesamten Überlappungsbereich ein Abstand zwischen der Oberseite des zugeordneten Endabschnitts
des Eisenbahnwagons und der Unterseite des Sattelaufliegers besteht;
- Absetzen des Sattelaufliegers mit seinen Rädern auf der Standfläche des Eisenbahnwagons.
[0015] Der erfindungsgemäßen Vorgehensweise beim Transport eines gegenüber den bisher geltenden
gesetzlichen Maßgaben überlangen Sattelaufliegers auf einem Eisenbahnwagon mit bisher
geltenden Standardabmessungen basiert damit auf dem Gedanken, den Sattelauflieger
zumindest im Bereich seines rückwärtig überstehenden Abschnitts in einer Stützposition
zu fixieren, die so bemessen ist, dass der über den zugeordneten Endabschnitt hinausstehende
Teil des Chassis oder Aufbaus des Sattelaufliegers, d.h. der Teil, der sich über den
Überlappungsbereich zwischen dem betreffenden Endabschnitt und dem Sattelauflieger
erstreckt, auch bei auf der Standfläche des abgesenkten Bereichs des Wagons stehendem
Sattelauflieger in einem Abstand zur Oberseite des Endabschnitts gehalten ist. Auf
diese Weise kann auch ein über die bisher geltenden Abmessungen hinaus verlängerter
Sattelauflieger auf einem konventionellen, für den Kombinierten Verkehr vorgesehenen
Eisenbahnwagon transportiert werden, ohne dass es dazu eines Eingriffs oder Umbaus
des Eisenbahnwagons bedarf.
[0016] Die zum Abstützen des Sattelaufliegers in der jeweiligen Stützposition benötigte
Stützeinrichtung kann in denkbar einfacher Weise ausgebildet sein. So können beispielsweise
geeignete Stützböcke vorgesehen sein, die entweder als separat am Verladeort bereitstehende
oder vom Eisenbahnwagon mitgeführte Einrichtungen hergerichtet sind. Solche Stützböcke
können im abgesenkten Bereich des Eisenbahnwagons zwischen dem der Rückseite des Sattelaufliegers
zugeordneten Endabschnitt und der Standfläche der in normaler Fahrtrichtung gesehen
letzten Achse so aufgestellt werden, dass sich der rückwärtig überstehende Abschnitt
beim Absetzen des Sattelaufliegers auf dem Eisenbahnwagon auf die Stützböcke setzt
und von ihnen in der vorgesehenen Stützposition gehalten wird.
[0017] Ebenso können Stützeinrichtungen, die zum Abstützen des Chassis in der jeweiligen
Stützposition aus einer inaktiven Wartestellung in eine aktive Stützstellung bewegt
werden können, vom Sattelauflieger selbst mitgeführt werden. In diesem Fall ist es
zweckmäßig, wenn die jeweilige Stützeinrichtung bei noch am Boden neben dem Eisenbahnwagon
stehendem Sattelauflieger oder während der Hubbewegung auf dem Weg zum Eisenbahnwagon
in die jeweilige Stützposition bewegt wird, so dass sie sich bereits in Stützposition
befindet, wenn der Sattelauflieger den Eisenbahnwagon erreicht. Hierzu kann ein geeigneter
Verstellmechanismus vorgesehen sein, der manuell oder mit maschineller Unterstützung
verstellt wird. Beispielsweise können hierzu Stützböcke eingesetzt werden, wie sie
an Sattelaufliegern in ihrem vorderen, dem Königszapfen zugeordneten Bereich bereits
üblicherweise vorgesehen sind, um den Sattelauflieger abzustützen, wenn er vom Zugfahrzeug
abgekoppelt ist.
[0018] Da auch bei in der Stützposition abgestütztem Sattelauflieger ein wesentlicher Teil
der Gesamtlast über die Räder des Sattelaufliegers und die Abstützung im Bereich des
Königszapfen abgetragen wird, können die zum Fixieren des rückwärtig überstehenden
Abschnitts des Sattelaufliegers vorgesehenen Stützeinrichtungen vergleichbar leicht
dimensioniert werden. Es sind daher in der Regel keine aufwändigen Hubantriebe und
Riegeleinrichtungen erforderlich, um die Stützeinrichtung in ihre Stützposition zu
bringen und zu halten. Vielmehr kann die Stützeinrichtung als einfache, um eine Schwenkachse
am Sattelauflieger verschwenkbare Stütze ausgebildet sein, die mit einem einfachen
Handgriff aus der Wartestellung in die Stützstellung bewegt werden kann. Hierzu ist
es beispielsweise denkbar, den zum Absetzen auf dem Eisenbahnwagon bereitstehenden
Sattelauflieger mittels der dazu vorgesehenen Hubeinrichtung bis zur erforderlichen
Höhe leicht anzuheben, dann die Stützen in die Stützstellung zu bringen und anschließend
den Absetzvorgang fortzusetzen, so dass der Sattelauflieger mit in Stützstellung befindlichen
Stützen den Eisenbahnwagon erreicht.
[0019] Besonders einfach lässt sich die erfindungsgemäße Vorgehensweise bei solchen Sattelaufliegern
durchführen, deren Fahrwerke über eine Höhenverstellung verfügen. Bei solchen Fahrwerken
lässt sich der in Höhenrichtung gemessene Höhenabstand der jeweiligen Achse vom Chassis
des Sattelaufliegers und damit einhergehend die Höhenposition des Chassis über dem
Untergrund, auf dem der Sattelauflieger steht, verstellen. Hierzu werden in der Praxis
üblicherweise entsprechend einstellbare, pneumatisch betätigte Federn eingesetzt,
wie sie bei Sattelfahrzeugen der hier in Rede stehenden Art heute Standard sind. Durch
Druckbeaufschlagung können die Federbälge solcher pneumatischer Federn zum Anheben
des Fahrzeugs auseinander gefahren werden. Auf diese Weise kann dem Fahrzeug eine
maximale Bodenfreiheit und damit einhergehend ein maximaler Abstand zwischen dem rückwärtig
überstehenden Abschnitt und der jeweils darunter vorhandenen Oberfläche verschafft
werden. Alternativ sind beispielsweise auch hydraulische Höhenverstellsysteme bekannt,
die unter Einbeziehung eines jeweils vorgesehenen Stoßdämpfers arbeiten.
[0020] Indem beispielsweise nur die in normaler Fahrtrichtung gesehen hintere Achse in eine
maximale Höhenstellung verfahren wird, ergibt sich bei festliegender Position des
Königszapfens eine leichte Neigung des Sattelaufliegers in Richtung des Königszapfens
und damit einhergehend ein maximal großer Abstand zwischen der Unterkante des Sattelaufliegers
im Bereich von dessen Rückseite und der jeweils darunter liegenden Oberfläche des
zugeordneten Endabschnitts des Eisenbahnwagons. Unabhängig davon, ob die Höhenverstelleinrichtung
aller am jeweiligen Sattelauflieger vorhandenen Achsen oder nur die Verstelleinrichtung
einer Achse genutzt wird, wird bei dieser Ausgestaltung also eine am jeweiligen Nutzfahrzeug
vorhandene Stelleinrichtung verwendet, um den Sattelauflieger vor dem Absetzen des
Sattelaufliegers auf den Eisenbahnwagon einen maximalen Höhenabstand zwischen der
jeweiligen Achse und dem Chassis des Sattelaufliegers einzustellen und so den Sattelauflieger
in die für seine kollisionsfreie Positionierung auf dem Eisenbahnwagon benötigte Stützposition
zu bringen.
[0021] Um bei Nutzung einer am Sattelauflieger vorhandenen Höhenverstellung der voranstehend
erläuterten Art sicherzustellen, dass der Sattelauflieger auch ohne vom Zugfahrzeug
oder ein vom Sattelauflieger mitgeführtes Antriebsaggregat zur Verfügung stehenden
Antriebsenergie dauerhaft in der Stützstellung verbleibt, kann es zweckmäßig sein,
vor dem Absetzen des Sattelaufliegers auf dem Eisenbahnwagon zunächst mit der Stelleinrichtung
einen maximalen Höhenabstand einzustellen und anschließend den erreichte Höhenabstand
mittels einer geeigneten Stützeinrichtung zu fixieren. Derartige Möglichkeiten der
Fixierung der mittels der pneumatischen Federung eingestellten Höhenstellung eines
Sattelauflieger-Fahrwerks sind, wenn auch für andere Anwendungszwecke, an sich bekannt
(
GB 2 187 149 A,
EP 2 292 452 A1).
[0022] Um das in erfindungsgemäßer Weise erfolgende Anheben, Überführen und Absetzen des
Sattelaufliegers zu vereinfachen, weist der Sattelauflieger optimaler Weise in an
sich bekannter Weise an seinen Längsseiten jeweils mindestens ein Anschlagmittel auf,
an dem ein Hebemittel der Hebeeinrichtung angeschlagen wird.
[0023] Bei Sattelaufliegern, bei denen das Chassis mindestens einen Längsträger umfasst,
der sich über den rückwärtigen Abschnitt des Sattelaufliegers erstreckt, kann die
Bodenfreiheit im Bereich des rückwärtig überstehenden Abschnitts des Sattelaufliegers
dadurch erhöht und damit das Ausmaß der zur Vermeidung einer Kollision notwendigen
Höhenverstellung dadurch minimiert werden, dass die Höhe des Langträgers mindestens
im Überlappungsbereich, in dem sich der rückwärtig überstehende Abschnitt des Sattelaufliegers
und der Endabschnitt des Eisenbahnwagons überlappen, in Richtung der dem vom Chassis
getragenen Aufbau zugeordneten Oberseite des Chassis abnimmt. Der jeweilige Chassis-Langträger
ist in diesem Fall in seinem der Rückseite des Sattelaufliegers zugeordneten Endabschnitt
beispielsweise so angeschrägt, dass seine Höhe ausgehend von einem zur in normaler
Fahrtrichtung gesehen hinteren Achse benachbarten Bereich kontinuierlich linear oder
einem Bogenzug folgend abnimmt.
[0024] Erforderlichenfalls kann die Höhe des auf dem Chassis eines erfindungsgemäß zu transportierenden
Aufbaus so angepasst werden, dass seine maximale Höhe auch dann noch den Vorschriften
des jeweiligen Bahnunternehmens oder den gesetzlichen Vorgaben entspricht, wenn sich
der Sattelauflieger in seiner angehobenen Stützstellung befindet. Hierzu kann beispielsweise
die Höhenverstellbarkeit des Dachs genutzt werden, die bei vielen Planenaufbauten
heute zum Standard gehört.
[0025] Ist am Heck des Fahrzeugs ein Unterfahrschutz vorgesehen, so kann dieser umklappbar
oder demontierbar ausgebildet sein, um auch insoweit einen maximalen Freiraum unterhalb
des rückwärtig überstehenden Abschnitts zu schaffen.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Deren Figuren zeigen jeweils schematisch:
- Fig. 1
- einen Sattelauflieger in seitlicher Ansicht in normaler Fahrposition;
- Fig. 2
- den Sattelauflieger gemäß Fig. 1 in maximaler Höhenposition;
- Fig. 3
- den Sattelauflieger abgesetzt auf einem Eisenbahnwagon in seitlicher Ansicht;
- Fig. 4
- eine Achsaufhängung des Sattelaufliegers in einer ersten Betriebsstellung in normaler
Fahrposition in seitlicher Ansicht;
- Fig. 5
- die Achsaufhängung des Sattelaufliegers in maximaler Höhenposition in einer der Fig.
4 entsprechenden Ansicht.
[0027] Der Sattelauflieger 1 weist ein in konventioneller Weise aufgebautes Chassis 2 auf,
das zwei parallel zueinander mit Abstand angeordnete und durch Querträger gegeneinander
abgestützte Langträger 4 auf, von denen hier nur der in normaler Fahrtrichtung F gesehen
linke Langträger 4 sichtbar ist. Die Langträger 4 erstrecken sich von einem dem Königszapfen
5 des Sattelaufliegers 1 zugeordneten vorderen Bereich des Bodens B des Sattelaufliegers
1 bis annähernd zur Unterkante von dessen Rückseite 6. Angrenzend an die Rückseite
6 ist ein konventionell ausgebildeter Unterfahrschutz 7 unterhalb des Bodens B am
Chassis 2 befestigt, der für den Bahntransport aus einer ausgeschwenkten (Fig. 1)
Stellung in eine an den Boden B angeschwenkte Stellung verschwenkbar ist (Fig. 2).
[0028] Auf dem Chassis 2 ist ein konventioneller, beispielsweise als Planen- oder Kofferaufbau
ausgebildeter Aufbau A errichtet. Der Aufbau A steht mit seinem Boden B auf der Oberseite
der Langträger 4 des Chassis 2 und weist zwei sich über die Länge des Sattelaufliegers
1 erstreckende Längswände, von denen hier nur die in Fahrtrichtung F linke Längsseite
L1 sichtbar ist, eine in Fahrtrichtung F vorne angeordnete Stirnwand S, eine in Fahrtrichtung
F gesehen hinten liegende Rückwand W sowie ein Dach D auf.
[0029] Am Chassis 2 sind drei Achsen 8,9,10 mit daran gelagerten Rädern R gelagert. Die
Aufhängung der Achsen 8,9,10 erfolgt dabei in an sich bekannter Weise (
GB 2 187 149 A,
EP 2 292 452 A1). So sind die Achsen 8,9,10 an jeweils einem Längslenker 11 befestigt, der mit seinem
einen Ende über einen Lagerbock 12 um eine quer zur Längserstreckung L des Sattelaufliegers
1 ausgerichtete Schwenkachse S1 verschwenkbar am Langträger 4 gelagert ist. Zwischen
dem anderen Ende und der Unterseite des jeweils zugeordneten Langträgers 4 ist der
Balg 13 einer pneumatischen Federung eingespannt. In einer etwa mittig zwischen der
Schwenkachse S1 und dem Balg 13 angeordneten Aufnahme ist die jeweilige Achse 8,9,10
mittels U-förmiger Bügel 14 und einer Gegenlagerplatte 15 verspannt. Zusätzlich ist
der Längslenker 11 über einen konventionellen Dämpfer 16, der zwischen dem Lagerbock
12 und der Gegenlagerplatte 15 wirkt, an dem Lagerbock 12 abgestützt.
[0030] Des Weiteren ist in einem freien Bereich oberhalb der Gegenlagerplatte 15 und unterhalb
des Langträgers 4 eine Stützeinrichtung 17 angeordnet. Die Stützeinrichtung 17 ist
durch eine Stütze 18 gebildet, die in einem am Langträger 4 befestigten Schwenklager
19 um eine Schwenkachse S2 aus einer in Richtung des Balgs 13 an die Unterseite des
Langträgers 4 angeschwenkten Wartestellung (Fig. 4) in eine Stützstellung geschwenkt
werden kann, in der sie gegen eine an der Oberseite der auf dem Längslenker 11 sitzenden
Gegenlagerplatte 15 ausgebildete Stützfläche wirkt. Die wirksame Stützlänge der Stütze
18 ist dabei derart bemessen, dass sie in der Stützstellung den Langträger 4 in seiner
maximal nach unten geschwenkten Stellung fixiert (Fig. 5), in der ein maximaler Höhenabstand
Hmax zwischen dem Chassis 2 und der jeweiligen Achse 8,9,10 besteht. In die maximale
Schwenkstellung lässt sich der Längslenker 11 mit der an ihm jeweils gelagerten Achse
8,9,10 durch Druckbeaufschlagung des Balgs 13 der pneumatischen Federung bringen.
Die Verschwenkung der Stütze 18 in die jeweilige Warte- oder Stützstellung kann durch
motorischen Antrieb ausgelöst werden.
[0031] Der Sattelauflieger 1 ist in einem in normaler Fahrtrichtung F gesehen über die letzte
Achse 10 rückwärtig überstehenden Abschnitt 20 verlängert. Der rückwärtig überstehende
Abschnitt 20 steht dabei um einen Längenabschnitt Lue über die in Fig. 1 durch eine
gestrichelte Linie angedeutete Länge eines den bisher üblichen gesetzlichen Maßgaben
entsprechenden Sattelaufliegers hinaus.
[0032] Im rückwärtig überstehenden Abschnitt 20 sind die Langträger 4 ausgehend etwa von
der Längenposition, in der ein den bisherigen gesetzlichen Vorgaben entsprechender
Sattelauflieger enden würde, in Richtung des Bodens B und der Rückwand W des Sattelaufliegers
1 linear ansteigend angeschrägt.
[0033] Im Bereich der den Boden B des Aufbaus A umgrenzenden Profile sind in an sich bekannter
Weise Greifkanten 21,22 zum Ankoppeln des Hebezeugs der zum Absetzen des Sattelaufliegers
1 auf dem jeweiligen Eisenbahnwagon 30 vorgesehenen Hebeeinrichtung an hierfür geeigneten
Positionen vorgesehen.
[0034] Der Eisenbahnwagon 30 ist nach Art eines konventionellen Taschenwagens ausgebildet
und weist an seinen Enden jeweils einen Endabschnitt 31,32 auf, über den der Eisenbahnwagon
30 auf jeweils einem zweiachsigen Drehgestell 33,34 gelagert ist. Zwischen den Endabschnitten
31,32 erstreckt sich ein abgesenkter Bereich 35, der den weitaus größten Teil der
Länge des Eisenbahnwagons 30 einnimmt. An den Außenlängsseiten des abgesenkten Bereichs
35 erstreckt sich jeweils ein Außenlängsträger 36, der mit seinen Enden an den Endabschnitten
31,32 abgestützt ist. Die Außenlängsträger 36 sind hier der Übersichtlichkeit halber
nur in gestrichelten Linien dargestellt.
[0035] In den Boden des abgesenkten Bereichs 35 sind nahe dem einen Endabschnitt 32 taschenartige
Ausnehmungen eingeformt, an deren Grund für die Räder R des Sattelaufliegers 1 Standflächen
37 ausgebildet sind.
[0036] Auf der Oberseite des anderen Endabschnitts 31 ist ein Stützbock 38 angeordnet, an
dem der Königszapfen 5 des Sattelaufliegers 1 wie auf dem Sattel einer Zugmaschine
verriegelt werden kann.
[0037] Die Länge Lb des abgesenkten Bereichs 35 ist so bemessen, dass ein auf den Eisenbahnwagon
30 abgesetzter Sattelauflieger mit einer den bisherigen gesetzlichen Vorgaben entsprechenden
Länge mit seiner Rückwand W kurz vor dem Endabschnitt 32 endet, so dass bei einem
solchen Sattelauflieger eine Kollision des Sattelauflieger-Hecks mit dem Endabschnitt
32 unabhängig davon ausgeschlossen ist, wie groß die Höhendifferenz dH zwischen der
Oberseite 39 des Endabschnitts 32 und der Standfläche 37 ist bzw. wie groß oder klein
die Bodenfreiheit im Bereich des rückwärtig überstehenden Abschnitts des Sattelaufliegers
ist.
[0038] Aufgrund der Überlänge des Sattelaufliegers 1 überlappen sich jedoch dessen rückwärtig
überstehender Abschnitt 20 und der Endabschnitt 32 des Eisenbahnwagons 30 in einem
Überlappungsbereich Ub.
[0039] Um dennoch den Sattelauflieger 1 auf dem Eisenbahnwagon 30 transportieren zu können,
wird der Sattelauflieger 1 noch im an die Zugmaschine angekoppelten Zustand aus seiner
normalen Höhenstellung (Fig. 1) in die maximale, dem Abstand Hmax entsprechende Höhenposition
verfahren und die die Achsen 8,9,10 tragenden Längslenker 11 durch Betätigung der
Stützeinrichtung 17 in ihrer dabei erreichten maximalen Schwenkstellung fixiert (Fig.
2).
[0040] Nachdem der Sattelauflieger 1 so in seiner maximal hohen Stützstellung fixiert und
der Unterfahrschutz 7 in seine an die Unterseite des Bodens B angeschwenkte Stellung
verschwenkt ist, wird der Sattelauflieger 1 von der Zugmaschine abgekoppelt und mittels
der Hebeeinrichtung auf dem Eisenbahnwagon 30 abgesetzt. Durch die erfindungsgemäß
vorgenommene Höhenverstellung ist die Bodenfreiheit auch im Überlappungsbereich Ub
so groß, dass an jeder Stelle ein ausreichender Abstand zwischen der Oberseite 39
des Endabschnitts 32 und der Unterseite des Sattelaufliegers 1 in seinem überlangen,
rückwärtig überstehenden Abschnitt 20 besteht.
BEZUGSZEICHEN
[0041]
- 1
- Sattelauflieger
- 2
- Chassis
- 4
- Langträger
- 5
- Königszapfen des Sattelaufliegers 1
- 6
- Rückseite des Sattelaufliegers 1
- 7
- Unterfahrschutz
- 8,9,10
- Achsen des Sattelaufliegers 1
- 11
- Längslenker
- 12
- Lagerbock
- 13
- Balg
- 14
- Bügel
- 15
- Gegenlagerplatte
- 16
- Dämpfer
- 17
- Stützeinrichtung
- 18
- Stütze
- 19
- Schwenklager
- 20
- rückwärtig überstehender Abschnitt des Sattelaufliegers 1
- 21,22
- Greifkanten
- 30
- Eisenbahnwagon
- 31,32
- Endabschnitte des Eisenbahnwagons 30
- 33,34
- Drehgestelle des Eisenbahnwagons 30
- 35
- abgesenkter Bereich des Eisenbahnwagons 30
- 36
- Außenlängsträger des Eisenbahnwagons 30
- 37
- Standflächen des Eisenbahnwagons 30
- 38
- Stützbock
- 39
- Oberseite des Endabschnitts 32
- A
- Aufbau
- B
- Boden des Sattelaufliegers 1
- dH
- Höhendifferenz
- D
- Dach des Aufbaus A
- F
- normale (Vorwärts)Fahrtrichtung
- Hmax
- maximaler Höhenabstand
- L
- Längserstreckung des Sattelaufliegers 1
- Lb
- Länge des abgesenkten Bereichs 35
- L1
- Längsseite des Aufbaus A
- Lue
- überstehender Längenabschnitt
- R
- Räder
- S
- Stirnwand des Aufbaus A
- S1
- Schwenkachse
- S2
- Schwenkachse
- W
- Rückwand des Aufbaus A
- Ub
- Überlappungsbereich
1. Verfahren zum Transport eines Sattelaufliegers (1) auf einem Eisenbahnwagon (30),
der an seinen beiden Endabschnitten (31,32) auf jeweils einem Drehgestell (33,34)
gelagert ist und der einen die Endabschnitte (31,32) verbindenden, gegenüber den Endabschnitten
(31,32) abgesenkten Bereich (35) mit einer Standfläche (37) für den Sattelauflieger
(1) aufweist, wobei der Sattelauflieger (1) ein Chassis (2) mit mindestens einer daran
gelagerten Achse (8,9,10) und an der Achse (8,9,10) gelagerten Rädern (R) aufweist
und über die jeweilige bezogen auf die normale Vorwärtsfahrtrichtung (F) des Sattelaufliegers
(1) hinten liegende Achse (10) des Sattelaufliegers (1) mit einem an seiner Rückseite
(6) endenden rückwärtigen Abschnitt (20) hinaussteht, dessen Länge (Lue) größer ist
als der freie horizontale Abstand, der bei auf dem Eisenbahnwagon (30) stehendem Sattelauflieger
(1) zwischen der hinten liegenden Achse (10) und dem Beginn des gegenüber dem abgesenkten
Bereich (35) des Eisenbahnwagons (30) erhöhten, der Rückseite des Sattelaufliegers
(1) zugeordneten Endabschnitts (32) des Eisenbahnwagons (30) vorhanden ist, so dass
sich bei auf dem Eisenbahnwagon (30) abgesetztem Sattelauflieger (1) der rückwärtige
Abschnitt (20) des Sattelaufliegers (1) und der zugeordnete Endabschnitt (32) des
Eisenbahnwagons (30) in einem Überlappungsbereich (Ub) überlappen, umfassend folgende
Arbeitsschritte:
- Anheben des Sattelaufliegers (1) mittels einer Hebeeinrichtung;
- Abstützen des Chassis (2) mittels einer Stützeinrichtung (17) in einer Stützposition,
bei der nach dem Absetzen des Sattelaufliegers (1) auf der Standfläche (37) des Eisenbahnwagons
(30) im gesamten Überlappungsbereich (Ub) ein Abstand zwischen der Oberseite (39)
des zugeordneten Endabschnitts (32) des Eisenbahnwagons (30) und der Unterseite des
Sattelaufliegers (1) besteht;
- Absetzen des Sattelaufliegers (1) mit seinen Rädern (R) auf der Standfläche (37)
des Eisenbahnwagons (30).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sattelauflieger (1) die Stützeinrichtung (17) trägt und dass die Stützeinrichtung
(17) zum Abstützen des Chassis (2) in der jeweiligen Stützposition aus einer inaktiven
Wartestellung in eine aktive Stützstellung bewegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung (17) eine Stütze (18) umfasst, die zum Abstützen um eine am
Sattelauflieger (1) ausgebildete Schwenkachse (S2) aus der Wartestellung in die Stützstellung
verschwenkt wird.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der in Höhenrichtung gemessene Höhenabstand der jeweiligen Achse (8,9,10) vom Chassis
(2) des Sattelaufliegers (1) und damit einhergehend die Stützposition des Chassis
(2) über dem Untergrund, auf dem der Sattelauflieger (1) steht, verstellbar ist und
dass vor dem Absetzen des Sattelaufliegers (1) auf den Eisenbahnwagon (30) ein maximaler
Höhenabstand (Hmax) zwischen der jeweiligen Achse (8,9,10) und dem Chassis (2) des
Sattelaufliegers (1) eingestellt wird.
5. VerfahrennachAnspruch4,dadurch gekennzeichnet, dass der Sattelauflieger (1) eine Stelleinrichtung zum Verstellen des Höhenabstands aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3 und einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Absetzen des Sattelaufliegers (1) auf dem Eisenbahnwagon (30) zunächst mit
der Stelleinrichtung ein maximaler Höhenabstand (Hmax) eingestellt und anschließend
der erreichte Höhenabstand (Hmax) mittels der Stützeinrichtung (17) fixiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Höhenabstand (Hmax) bei mindestens einer der Achsen (8,9,10) des Sattelaufliegers
(1) über ein hierzu vorgesehenes verstellbares Feder-Dämpfer-System eingestellt wird.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sattelauflieger (1) an seinen Längsseiten (L1) jeweils mindestens ein Anschlagmittel
(21,22) aufweist, an dem ein Hebemittel der Hebeeinrichtung angeschlagen wird, um
den Sattelauflieger (1) anzuheben.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Chassis (2) des Sattelaufliegers (1) mindestens einen Langträger (4) umfasst,
der sich über den rückwärtigen Abschnitt des Sattelaufliegers (1) erstreckt, wobei
die Höhe des Langträgers (4) mindestens im rückwärtig überstehenden Abschnitt (20)
in Richtung der Oberseite des Chassis (2) abnimmt.