[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Energie aus der
Erdgravitationskraft, insbesondere zur Erzeugung einer Drehbewegung, wobei Arbeitskörper
über in ihrer Wirkung gegeneinander ausgerichtete Einbringvorrichtungen gegen den
Wasserdruck in einer Flüssigkeitssäule oder in kommunizierende Flüssigkeitssäulen
eingebracht werden, derart, dass die zum Einbringen in die (eine) Flüssigkeitssäule
notwendige Kraft/Energie zumindest teilweise von einer aus der gleichen oder anderen
Flüssigkeitssäule resultierenden Kraft/ Energie kompensiert wird. Des Weiteren betrifft
die Erfindung eine entsprechende Vorrichtung zur Gewinnung von Energie aus der Erdgravitationskraft,
insbesondere zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erzeugung einer Drehbewegung der eingangs
genannten Art, jedoch nur für einen einzelnen Behälter, sind aus
DE 39 09 154 C2 bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung ist eine Auftriebs-Fördereinrichtung 3 in
einem Behälter 1 angeordnet, der mit einer Flüssigkeit 2 gefüllt ist. Die Auftriebs-Fördereinrichtung
3 weist umlaufende Aufnahmeelemente 7 für in der Flüssigkeit von einem unteren Bereich
der Flüssigkeit in einen oberen Bereich der Flüssigkeit auftreibende Arbeitskörper
9 auf. Außerhalb der Flüssigkeit ist eine mit der Auftriebs-Fördereinrichtung 3 wirkverbundene
Schwerkraft-Fördereinrichtung 19 mit umlaufenden Aufnahmeelementen 23 für Arbeitskörper
9 angeordnet. Ein in den oberen Bereich der Flüssigkeit 2 aufgetriebener Arbeitskörper
9 wird von einem Aufnahmeelement 7 der Auftriebs-Fördereinrichtung 3 mittels einer
Ausgabe 10, 11 zu einem Aufnahmeelement 23 der Schwerkraft-Fördereinrichtung 19 für
einen Transport zum unteren Bereich der Flüssigkeit 2 bewegt. Dort wird der Arbeitskörper
9 mittels einer Eingabe 13 in den unteren Bereich der Flüssigkeit 2 zur Aufnahme durch
ein Aufnahmeelement 7 der Auftriebs-Fördereinrichtung 3 und zum Auftreiben in der
Flüssigkeit 2 eingebracht, sodass die Auftriebs-Fördereinrichtung durch Auftrieb und
die Schwerkraft-Fördereinrichtung durch Schwerkraft drehangetrieben werden.
[0003] Bei der bekannten Vorrichtung ist die Eingabe 13 als Schleuse mit zwei Schleusentüren
14 und 15 ausgebildet, wobei ein Arbeitskörper 9 mittels eines in einem Zylinder 24
laufenden Kolbens 25 durch die Schleusentür 15 in eine Schleusenkammer bewegt wird.
Von dort gelangt der Arbeitskörper 9 durch die Schleusentür 14 in den unteren Bereich
der Flüssigkeit 2.
[0004] Bei der bekannten Vorrichtung ist problematisch, dass zum Einbringen eines Arbeitskörpers
9 in die Flüssigkeit 2 ein aufwändiger und ineffektiver Schleusenvorgang durchgeführt
werden muss. Bei diesem Vorgang muss zunächst die Schleusenkammer der Eingabe 13 von
der Flüssigkeit geleert werden, worauf dann der einzubringende Arbeitskörper 9 mittels
des Kolbens 25 in die Schleusenkammer geschoben wird. Anschließend fährt der Kolben
25 wieder in seine Ausgangsstellung zurück und es wird die Schleusentür 15 geschlossen.
Darauf wird die Schleusenkammer 13 mit Flüssigkeit gefüllt und die Schleusentür 14
kann geöffnet werden, um den Arbeitskörper 9 auftreiben zu lassen. Daraufhin wird
die Schleusentür 14 wieder geschlossen und die Schleusenkammer 13 für die Aufnahme
eines weiteren Arbeitskörpers 9 geleert. Im Ergebnis sind bei der bekannten Vorrichtung
und bei dem bekannten Verfahren zur Erzeugung einer Drehbewegung eine Vielzahl von
Bauteilen und Schritten erforderlich, um das Einbringen des Arbeitskörpers in die
Flüssigkeit zu ermöglichen. Dies hat eine aufwändige und ineffektive Erzeugung der
Drehbewegung zur Folge.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Gewinnung von Energie aus der Erdgravitationskraft, eine Vorrichtung
und ein Verfahren zur Erzeugung einer Drehbewegung der eingangs genannten Art anzugeben,
wonach die Erzeugung einer Drehbewegung durch effizientes Einbringen von Arbeitskörpern
in eine Flüssigkeit mit konstruktiv einfachen Mitteln ermöglicht ist.
[0006] Die voranstehende Aufgabe wird zum einen durch ein Verfahren gemäß den Ansprüchen
1 und 7 und zum anderen durch eine entsprechende Vorrichtung gemäß den Ansprüchen
5 und 6 gelöst.
[0007] Das Verfahren gemäß Anspruch 1 ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dadurch
weiter ausgestaltet, dass über eine hydraulische und/oder mechanische Verbindung,
vorzugsweise der Innenbereiche oder Innenseiten, der Einbringvorrichtungen die erforderliche
Einschubarbeit gegen die potenzielle Energie der der jeweils gegenüberliegenden Einbringvorrichtung
zugeordneten Flüssigkeitssäule unterstützt und/oder minimiert wird.
[0008] An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Höhe der Wassersäule(n) zwar die Leistung
der Vorrichtung definiert, jedoch für das Einschleusen der Arbeitskörper unbeachtlich
ist, nämlich aufgrund der erfindungsgemäßen Kräftekompensation.
[0009] Eine weiter bevorzugte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass durch Zuführung
von Energie Hohlräume entgegen dem anliegenden Flüssigkeitsdruck einer Flüssigkeitssäule
geschaffen werden, durch welche Hohlräume Arbeitskörper zum Zweck der Energiegewinnung
wechselseitig in die Flüssigkeitssäulen eingebracht werden.
[0010] In weiter vorteilhafter Weise sind zwei Einbringvorrichtungen spiegelsymmetrisch
gegeneinander ausgerichtet.
[0011] Die voranstehende Aufgabe wird weiterhin durch eine Vorrichtung nach den Ansprüchen
5 und 6 sowie durch ein Verfahren zur Erzeugung einer Drehbewegung mit den Merkmalen
des Anspruchs 7 gelöst.
[0012] Danach ist die Vorrichtung zur Erzeugung einer Drehbewegung gemäß den Ansprüchen
5 und 6 derart ausgestaltet und weitergebildet, dass von dem ersten Behälter beabstandet
ein ebenfalls mit Flüssigkeit gefüllter zweiter Behälter mit den ersten Auftriebs-
und Schwerkraft-Fördereinrichtungen entsprechenden und in gleicher Weise wirkverbundenen
zweiten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen und mit einer entsprechenden
Ausgabe und einer entsprechenden Einbringvorrichtung für Arbeitskörper angeordnet
ist, sodass die zweiten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen in gleicher
Weise wie die ersten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen durch Auftrieb
und Schwerkraft drehangetrieben werden, und dass zwischen dem ersten und dem zweiten
Behälter ein die beiden Einbringvorrichtungen durch eine Hin- und Herbewegung steuernder
Antriebskolben für ein abwechselndes Einbringen der Arbeitskörper in die Flüssigkeit
des ersten Behälters und in die Flüssigkeit des zweiten Behälters angeordnet ist.
[0013] Des Weiteren ist das Verfahren zur Erzeugung einer Drehbewegung gemäß Anspruch 7
derart ausgestaltet und weitergebildet, dass von dem ersten Behälter beabstandet ein
ebenfalls mit Flüssigkeit gefüllter zweiter Behälter mit den ersten Auftriebs- und
Schwerkraft-Fördereinrichtungen entsprechenden und in gleicher Weise wirkverbundenen
zweiten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen und mit einer entsprechenden
Ausgabe und einer entsprechenden Eingabe für Arbeitskörper angeordnet wird, sodass
die zweiten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen in gleicher Weise wie die
ersten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen durch Auftrieb und Schwerkraft
drehangetrieben werden, und dass die beiden Einbringvorrichtungen durch eine Hin-
und Herbewegung einer zwischen dem ersten und dem zweiten Behälter angeordneten Antriebseinheit,
insbesondere mit einem Antriebskolben, für ein abwechselndes Einbringen der Arbeitskörper
in die Flüssigkeit des ersten Behälters und in die Flüssigkeit des zweiten Behälters
gesteuert werden.
[0014] Weiterhin kann eine Vorrichtung zum Einbringen eines Arbeitskörpers in eine Flüssigkeit,
insbesondere zur Erzeugung einer Drehbewegung, mit einer mittels eines Antriebskolbens
steuerbaren Einbringvorrichtung ausgestattet sein, wobei die Einbringvorrichtung eine
Schleuse mit einem Gehäuse und mit einer in dem Gehäuse angeordneten und mit dem Antriebskolben
in dem Gehäuse verschiebbaren Kammer aufweist, die den Arbeitskörper während des Einbringens
des Arbeitskörpers in die Flüssigkeit aufnimmt.
[0015] Es ist erkannt worden, dass durch die Kombination der bereits bekannten Vorrichtung
zur Erzeugung einer Drehbewegung mittels eines einzelnen Auftriebs-und Schwerkraft-Fördereinrichtungen
aufweisenden Behälters mit mindestens einem zweiten, vorzugsweise hydraulisch korrespondierenden,
vorzugsweise baugleichen, also ebenfalls Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen
aufweisenden Behälter, oder alternativ die Nutzung eines einzelnen Behälters mit zwei
Verbindungen gleicher Potentiallage zu den Flüssigkeiten zugewandten Außenseiten der
beiden Einbringvorrichtungen, sowie die geeignete Kopplung der beiden Behälter mittels
vorzugsweise einer Kolbenhydraulik und die Verwendung von zwei Einbringvorrichtungen,
die durch konstruktiv vorteilhafte Weise zum Zweck der Minimierung der Einschubarbeit
der Arbeitskörper in die Behälter gegen den anliegenden Wasserdruck ausgeführt und
wirkverbunden sind, die voranstehende Aufgabe auf überraschend einfache Weise gelöst
wird.
[0016] Dabei erfolgt die Kopplung der Behälter über eine sich zwischen dem ersten und dem
zweiten Behälter hin- und herbewegende Antriebseinheit, die die Einbringvorrichtungen
des ersten und des zweiten Behälters für ein abwechselndes Einbringen der Arbeitskörper
einerseits in die Flüssigkeit des ersten Behälters und andererseits in die Flüssigkeit
des zweiten Behälters steuert. Durch diese Hin- und Herbewegung der Antriebseinheit
und die damit verbundene Steuerung zweier Einbringvorrichtungen, nämlich die Einbringvorrichtung
des ersten und die Einbringvorrichtung des zweiten Behälters, kann die Bewegung der
Antriebseinheit in besonders effizienter Weise genutzt werden, um die Einschubarbeit
der Arbeitskörper in die Behälter gegen den anliegenden Wasserdruck zu minimieren.
Dabei bewirkt die Antriebseinheit im Konkreten bei einer Hinbewegung das Einbringen
eines Arbeitskörpers in den ersten Behälter und bei einer Herbewegung das Einbringen
eines Arbeitskörpers in den zweiten Behälter. Im Ergebnis zeigt sich ein abwechselndes
Einbringen der Arbeitskörper in die Flüssigkeit des ersten Behälters und in die Flüssigkeit
des zweiten Behälters, wobei der Wasserdruck des jeweils anderen Behälters das Einbringen
der Arbeitskörper mittels der Einbringvorrichtungen der gerade einbringenden Schleuse
energetisch unterstützt. Somit ergibt sich eine maximale Reduktion des für den Antriebskolben
erforderlichen Energieeintrags in das System.
[0017] Folglich sind mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Gewinnung von Energie aus der Erdgravitationskraft durch wechselseitiges Einbringen
von Arbeitskörpern in korrespondierende Flüssigkeitsbehälter eine Vorrichtung und
ein Verfahren angegeben, wonach eine besonders effiziente Möglichkeit gegeben ist,
den Auftrieb und die Schwerkraft der Arbeitskörper zu nutzen, beispielsweise zur Erzeugung
einer Drehbewegung.
[0018] Die mindestens zwei korrespondierenden Flüssigkeitssäulen der Vorrichtung, vorzugsweise
zwei Behälter, müssen über eine sich zwischen den Behältern erstreckende Leitung strömungsverbunden
sein. Hierdurch können nach dem Prinzip kommunizierender Röhren gleich hohe Flüssigkeitspegel
und Druckverhältnisse in den Behältern realisiert werden, sodass bei geeigneter Anordnung
der Leitung beim Einbringen eines Arbeitskörpers in den ersten und in den zweiten
Behälter der gleiche Druck überwunden werden muss. Insbesondere bei einer derartigen
Strömungsverbindung der beiden Behälter handelt es sich im ersten und im zweiten Behälter
um die gleiche oder um eine gleichartige Flüssigkeit, beispielsweise Wasser.
[0019] Bei einer konkreten Ausgestaltung kann die Leitung jeweils in den unteren Bereich
der Flüssigkeit münden. In weiter vorteilhafter Weise kann die Leitung unterhalb des
Antriebskolbens angeordnet sein.
[0020] Im Hinblick auf ein effizientes Einbringen der Arbeitskörper in die Flüssigkeit können
die Einbringvorrichtungen jeweils eine Schleuse mit einem Gehäuse und mit einer in
dem Gehäuse angeordneten und mit dem Antriebskolben in dem Gehäuse verschiebbaren
Schleusenkammer aufweisen, die den Arbeitskörper während des Einbringens des Arbeitskörpers
in die Flüssigkeit aufnimmt. Dabei kann die Schleusenkammer mittels der Hydraulik
und des Antriebskolbens zwischen einer zurückgezogenen Position, d.h. in Richtung
der Hydraulik, und einer vorgeschobenen Position, d.h. in den unteren Bereich der
Flüssigkeitssäule hineinragenden Position verschoben werden.
[0021] Zur Gewährleistung einer sicheren Verschiebbarkeit der Schleusenkammer in dem Gehäuse
können beide Schleusenkammern mit dem Antriebskolben jeweils über eine Hydraulik und/oder
Mechanik gekoppelt sein. Die Hin- und Herbewegung des Antriebskolbens hat jeweils
eine entsprechend übersetzte Verschiebung der Schleusenkammern in den Gehäusen der
Schleusen zur Folge. Bei einem zur Flüssigkeit Hinschieben der einen Schleusenkammer
wird gleichzeitig die andere Schleusenkammer von der Flüssigkeit des anderen Behälters
wegbewegt und umgekehrt. Somit ist eine Bewegung der Schleusenkammern in den Gehäusen
realisiert, durch die ein abwechselndes Einbringen der Arbeitskörper in die Flüssigkeit
des ersten Behälters und in die Flüssigkeit des zweiten Behälters bewirkt wird.
[0022] Zur Unterstützung der Übertragung der Druckkraft der Flüssigkeitssäule über die Hydraulik
und den Antriebskolben auf die zweite, spiegelsymmetrisch angeordnete Schleusenkammer
kann in den Schleusenkammern jeweils ein relativ zu der jeweiligen Schleusenkammer
verschiebbarer Druckkolben angeordnet sein. Die Bewegung des Antriebskolbens unterstützt
und übersetzt somit sowohl die Bewegung des Druckkolbens als auch die der Schleusenkammer.
Die Verschiebung des Arbeitskörpers geschieht jeweils durch Mittransport in der jeweilig
aktiven Schleusenkammer. Hierzu können beide Druckkolben und beide Schleusenkammern
mit dem Antriebskolben jeweils über eine Hydraulik und/oder Mechanik gekoppelt sein.
Die Ankopplung des Druckkolbens und der Schleusenkammer an den Antriebskolben und
die durch die Bewegung des Antriebskolbens auf die Schleusenkammern und die Druckkolben
übertragene Bewegung kann jeweils mit unterschiedlicher Untersetzung/Übersetzung erfolgen.
Mit anderen Worten kann der Hub der Bewegung der Schleusenkammern größer sein als
der Hub der Bewegung der Druckkolben und diese somit eine Relativbewegung ausführen.
[0023] Die Verschiebebewegung der Schleusenkammern im jeweiligen Gehäuse kann durch den
durch das jeweilige Gehäuse gebildeten Innenraum zumindest an einem Ende des Gehäuses
begrenzt werden. Mit anderen Worten kann eine von der Flüssigkeit weggerichtete Bewegung
der Schleusenkammer bis zu einem Gehäuseende erfolgen, das quasi als Anschlag für
die Bewegung der Schleusenkammer in dem Gehäuse dient. In gleicher Weise kann ein
sich jeweils außerhalb der Schleusenkammern erstreckender Teil der Druckkolben jeweils
in einem vorzugsweise eine Hin- und Herbewegung des Druckkolbens begrenzenden Gehäusebereich
angeordnet sein. Dieser Gehäusebereich ist üblicherweise von dem Gehäusebereich, in
dem sich die Schleusenkammer bewegt, verschieden. Sowohl der die Schleusenkammer aufnehmende
Bereich des Gehäuses als auch der Gehäusebereich, der den Abschnitt der Druckkolben
aufnimmt, können vorzugsweise zylinderförmig ausgebildet sein.
[0024] Im Hinblick auf ein sicheres Einbringen der Arbeitskörper in die Schleusenkammern
können die Gehäuse jeweils eine zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung
bewegbare Verschlusseinrichtung, vorzugsweise ausgeführt als Klappe, und können die
Schleusenkammern einen korrespondierenden Durchgang aufweisen, sodass der Arbeitskörper
durch die Verschlusseinrichtung und den Durchgang in der Schleusenkammer in die jeweilige
Schleusenkammer einbringbar ist. Dabei können Steuerungen der Verschlusseinrichtung
und der Schleusenkammern derart koordiniert sein, dass die Verschlusseinrichtung ihre
Öffnungsstellung genau zu dem Zeitpunkt einnimmt, zu dem der Durchgang der Schleusenkammer
im Bereich der Verschlusseinrichtung ist. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich bereits
wieder Flüssigkeit innerhalb der Schleusenkammer, jedoch nur soviel, dass der Arbeitskörper
auf einfache Weise durch die Verschlusseinrichtung und den Durchgang in das Innere
der Schleusenkammer gelangen kann. Zum vorteilhaften Einbringen des Arbeitskörpers
aus der Schleusenkammer in den unteren Bereich der Flüssigkeit im Behälter können
die Schleusenkammern jeweils in einem zu der Flüssigkeit gerichteten Endbereich einen
zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung bewegbaren Schließmechanismus,
vorzugsweise mit einer oder zwei Schleusenklappen, aufweisen. Dabei kann der Schließmechanismus
derart gesteuert sein, dass er genau zu dem Zeitpunkt in die Öffnungsstellung geht,
zu dem ein Arbeitskörper in den Bereich des Schließmechanismus verbracht ist. Zu diesem
Zeitpunkt kann ein Öffnen der Schleusenkammer und somit ein Ausbringen des Arbeitskörpers
aus der Schleusenkammer erfolgen. Das Ausbringen erfolgt dabei indirekt, im Sinne
dass direkt nach erfolgtem Druckausgleich in der Schleusenkammer und dem anschließenden
Öffnen der Schleusenklappen sich der Arbeitskörper bereits im unteren Bereich der
Flüssigkeit befindet. Danach verschiebt sich die Schleusenkammer vom Behälter und
dem unteren Bereich der Flüssigkeit weg, bis sich die Schleusenklappen hinter dem
Arbeitskörper wieder auf der der Flüssigkeitssäule abgewandten Seite des Arbeitskörpers
an der Vorderseite des Druckkolbens schließen können. Somit befindet sich der Arbeitskörper
außerhalb der Schleuse im unteren Bereich der Flüssigkeit im Behälter. Während des
Zurückfahrens der Schleusenkammer bis zum Schließen der Schleusenklappen liegt der
volle Druck der Flüssigkeitssäule ebenfalls am Druckkolben an, der somit kurzzeitig
die Druckkraft auf die Hydraulik überträgt und sich in Richtung gegenüberliegender
Einbringvorrichtung verschiebt. In allen anderen Betriebssituationen und zu allen
anderen Betriebszeitpunkten kann der Schließmechanismus in der Schließstellung sein,
um ein sicheres Einbringen des Arbeitskörpers und sodann gegebenenfalls von Flüssigkeit
in die Schleusenkammer zu ermöglichen.
[0025] Im Hinblick auf ein sicheres Öffnen des Schließmechanismus ist es von Vorteil, wenn
auf beiden Seiten des Schließmechanismus, beispielsweise auf beiden Seiten von geeigneten
Schleusenklappen, Flüssigkeit vorliegt und somit auch gleiche Druckverhältnisse herrschen.
Hierzu kann der Schließmechanismus einen Durchgang aufweisen, sodass in der Schließstellung
ein Zufluss der Flüssigkeit aus dem jeweiligen Behälter mit vorzugsweise vorgebbarem
Massenstrom in die jeweilige Schleusenkammer ermöglicht ist. Dabei kann der Massenstrom
beispielsweise durch die geeignete Wahl der Größe einer Durchgangsöffnung durch den
Schließmechanismus vorgegeben sein. Der Durchgang ermöglicht ein kontrolliertes Einlaufen
von Flüssigkeit in die Kammer in der Schließstellung des Schließmechanismus. Eine
zum Einbringen eines Arbeitskörpers in die Kammer entleerte Kammer kann hierdurch
in geeigneter Weise kontinuierlich befüllt werden, um danach ein einfaches Ausbringen
des Arbeitskörpers aus der Schleusenkammer in die Flüssigkeit des Behälters nach dem
Öffnen des Schließmechanismus zu ermöglichen.
[0026] Im Hinblick auf eine besonders sichere Steuerung der Eingaben kann der Antriebskolben
mittels eines Motors, vorzugsweise eines Elektromotors, hin- und herbewegbar sein.
Durch einen derart motorbetriebenen Antriebskolben können durch die Hin- und Herbewegung
des Antriebskolbens hervorgerufene Betriebsstellungen des Antriebskolbens und der
Eingaben reproduzierbar erreicht werden.
[0027] Je nach Erfordernis können die Arbeitskörper aus einem Vollmaterial oder auch hohl
ausgebildet sein. Im Hinblick auf eine sichere Bewegung der Arbeitskörper sowohl im
Bereich der Fördereinrichtungen als auch im Bereich der Ausgaben und Einbringvorrichtungen
können die Arbeitskörper tonnenförmig ausgebildet sein. Alternativ hierzu können die
Arbeitskörper kugelförmig ausgebildet sein. Auch andere Formgebungen sind denkbar.
[0028] Die vorliegende Erfindung umfasst neben einer Vorrichtung und einem Verfahren zur
Erzeugung einer Drehbewegung auch eine unbedingt dazugehörige Vorrichtung zum Einbringen
eines Arbeitskörpers in eine Flüssigkeit, wobei diese Vorrichtung vorzugsweise bei
einer Vorrichtung und einem Verfahren zur Erzeugung einer Drehbewegung der voranstehend
beschriebenen Art einsetzbar ist.
[0029] Die Vorrichtung zum Einbringen eines Arbeitskörpers in eine Flüssigkeit weist eine
mittels eines Antriebskolbens steuerbare Einbringvorrichtung auf, wobei die Einbringvorrichtung
eine Schleuse mit einem Gehäuse und mit einer in dem Gehäuse angeordneten und mit
dem Antriebskolben in dem Gehäuse verschiebbaren Schleusenkammer aufweist, die den
Arbeitskörper während des Einbringens des Arbeitskörpers in die Flüssigkeit aufnimmt.
Hinsichtlich der Vorteile einer derartigen Vorrichtung zum Einbringen eines Arbeitskörpers
in eine Flüssigkeit darf zur Vermeidung von Wiederholungen auf die voranstehende Beschreibung
der Vorrichtung und des Verfahrens zur Erzeugung einer Drehbewegung verwiesen werden,
da dort eine derartige Vorrichtung zum Einbringen eines Arbeitskörpers in eine Flüssigkeit
beschrieben ist.
[0030] Bei einer vorteilhaften Ausführung dieser Vorrichtung kann in der Schleusenkammer
ein relativ zu der Schleusenkammer und ebenfalls mit dem Antriebskolben verschiebbarer
Druckkolben angeordnet sein, wobei vorzugsweise ein sich außerhalb der Schleusenkammer
erstreckender Abschnitt des Druckkolbens in einem eine Hin- und Herbewegung des Druckkolbens
begrenzenden - vorzugsweise zylinderförmigen - Gehäusebereich angeordnet ist. In weiter
vorteilhafter Weise kann das Gehäuse eine zwischen einer Schließstellung und einer
Öffnungsstellung bewegbare Verschlusseinrichtung, vorzugsweise mit einer Klappe, und
die Schleusenkammer einen korrespondierenden Durchgang aufweisen, sodass der Arbeitskörper
durch die Verschlusseinrichtung und den Durchgang in die Schleusenkammer einbringbar
ist.
[0031] Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform kann die Schleusenkammer in einem zu
der Flüssigkeit gerichteten Endbereich einen zwischen einer Schließstellung und einer
Öffnungsstellung bewegbaren Schließmechanismus, vorzugsweise mit einer oder zwei Schleusenklappen,
aufweisen. Der Schließmechanismus kann in weiter vorteilhafter Weise einen Strömungsdurchgang
aufweisen, sodass in der Schließstellung ein Zufluss der Flüssigkeit mit vorzugsweise
vorgebbarem Massenstrom in die Schleusenkammer ermöglicht ist.
[0032] Hinsichtlich der Vorteile der zuvor genannten Ausführungsformen der Vorrichtung zum
Einbringen eines Arbeitskörpers in eine Flüssigkeit darf zur Vermeidung von Wiederholungen
ebenfalls auf die vorangegangene Beschreibung einer entsprechend ausgestalteten Vorrichtung
zur Erzeugung einer Drehbewegung verwiesen werden.
[0033] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten
Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Lehre anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der
Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Lehre anhand
der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Erzeugung einer Drehbewegung,
- Fig. 2
- in einer schematischen Darstellung, vergrößert, einen Teil des Ausführungsbeispiels
aus Fig. 1,
- Fig. 3
- in einer schematischen Darstellung, vergrößert, einen Abschnitt der Eingabe des Ausführungsbeispiels
aus Fig. 1,
- Fig. 4
- in einer schematischen Darstellung, vergrößert, den Abschnitt aus Fig. 3 in einer
nachfolgenden Betriebssituation und
- Fig. 5
- in einer schematischen Darstellung, vergrößert, den Abschnitt aus Fig. 4 in einer
weiter nachfolgenden Betriebssituation.
[0034] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zum wechselseitigen Einbringen von Arbeitskörpern 7 in korrespondierende Flüssigkeitsbehälter
zur Nutzung der Auftriebs- und Schwerkraft der Arbeitskörper 7 zur Erzeugung einer
Drehbewegung, wobei die korrespondierenden Flüssigkeitsbehälter hier beispielhaft
als zwei getrennte Behälter, Behälter 2 und Behälter 12 jeweils gefüllt mit der gleichen
Flüssigkeit 1, ausgeführt sind.
[0035] In der Flüssigkeit 1 des Behälters 2 ist eine erste Auftriebs-Fördereinrichtung 3
mit umlaufenden Aufnahmeelementen 4 für in der Flüssigkeit 1 von einem unteren Bereich
5 der Flüssigkeit 1 in einen oberen Bereich 6 der Flüssigkeit auftreibende Arbeitskörper
7 angeordnet. Die Auftriebs-Fördereinrichtung 3 ragt dabei etwas über den oberen Pegel
der Flüssigkeit 1 hinaus. Außerhalb und im Wesentlichen neben der Flüssigkeit 1 ist
eine mit der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung 3 wirkverbundene erste Schwerkraft-Fördereinrichtung
8 mit umlaufenden Aufnahmeelementen 9 für Arbeitskörper 7 angeordnet. Die Wirkverbindung
zwischen der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung 3 und der ersten Schwerkraft-Fördereinrichtung
8 erfolgt über einen Riemen 18 oder eine Kette, die eine endlose Umlaufbewegung der
Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen 3 und 8 synchronisiert. Der Riemen
18 ist um entsprechende Achsen 19 geführt.
[0036] Ein in den oberen Bereich 6 aufgetriebener Arbeitskörper 7 wird von einem Aufnahmeelement
4 der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung 3 mittels einer Ausgabe 10 zu einem Aufnahmeelement
9 der ersten Schwerkraft-Fördereinrichtung 8 bewegt, um einen Transport zum unteren
Ende der Schwerkraft-Fördereinrichtung 8 zu ermöglichen. Die Ausgabe 10 ist bei dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel als Rutsche ausgebildet, sodass ein Arbeitskörper
7 von einem Aufnahmeelement 4 zu einem Aufnahmeelement 9 rutschen oder rollen kann,
d.h. diesen Weg ohne zusätzliche Hilfe nimmt. Nachdem der Arbeitskörper 7 von einem
Aufnahmeelement 9 aufgenommen worden ist, treibt er die Schwerkraft-Fördereinrichtung
8 aufgrund der auf ihn einwirkenden Schwerkraft an und bewegt sich dabei zum unteren
Ende der Schwerkraft-Fördereinrichtung 3.
[0037] Am unteren Ende der Schwerkraft-Fördereinrichtung 8 wird der Arbeitskörper 7 mittels
einer Einbringvorrichtung 11 in den unteren Bereich 5 der Flüssigkeit 1 zur Aufnahme
durch ein Aufnahmeelement 4 der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung 3 und zum Auftreiben
in der Flüssigkeit 1 eingebracht. Somit werden die erste Auftriebs-Fördereinrichtung
3 durch Auftrieb und die erste Schwerkraft-Fördereinrichtung 8 durch Schwerkraft drehangetrieben.
[0038] Um die für die effektive Funktion der Einbringvorrichtung 11 erforderliche Einschubarbeit
des Arbeitskörpers 7 in den Behälter 2 deutlich zu reduzieren, wird ein zweiter, zum
ersten Behälter 2 bau- und wirkgleicher Behälter 12 benötigt, der beabstandet zu diesem
angeordnet ist. Der Behälter 12 ist ebenfalls mit der gleichen Flüssigkeit 1 gefüllt
und weist den ersten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen 3, 8 entsprechende
und in gleicher Weise aufgebaute und wirkverbundene zweite Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen
13 und 14 mit einer entsprechenden Ausgabe 15 und einer entsprechenden Einbringvorrichtung
16 für Arbeitskörper 7 auf. Die zweite Auftriebs-Fördereinrichtung 13 weist ebenfalls
Aufnahmeelemente 4 auf. Die zweite Schwerkraft-Fördereinrichtung 14 weist entsprechende
Aufnahmeelemente 9 auf. Eine Wirkverbindung zwischen der zweiten Auftriebs-Fördereinrichtung
13 und der zweiten Schwerkraft-Fördereinrichtung 14 ist ebenfalls mittels eines Riemens
18 hergestellt. Die Aufnahmeelemente 4 und 9 sind derart ausgeführt, dass sie die
jeweilig ausgeführte Form der Arbeitskörper 7 vorteilhaft aufnehmen können.
[0039] Die Behälter 2 und 12 sind im Wesentlichen baugleich und idealerweise spiegelsymmetrisch
angeordnet.
[0040] Zwischen dem ersten Behälter 2 und dem zweiten Behälter 12 ist ein die beiden Einbringvorrichtungen
11 und 16 durch eine Hin- und Herbewegung steuernder Antriebskolben 17 angeordnet,
der ein abwechselndes Einbringen der Arbeitskörper 7 in die Flüssigkeit 1 des ersten
Behälters 2 und in die Flüssigkeit 1 des zweiten Behälters 12 bewirkt. Diese Anordnung
erlaubt die wechselseitige Nutzung des Wasserdrucks in den Behältern 2 und 12, der
an den Schleusenkammern 23, den Schleusenklappen 27 sowie kurzzeitig während der Öffnung
der Schleusenklappen 27 auch am Druckkolben 24 wirksam ist. Der Arbeitskörper 7 wird
in die unteren Bereiche 5 der beiden Behälter 2 und 12 eingebracht.
[0041] Die Behälter 2, 12 sind über eine sich zwischen den Behältern 2, 12 erstreckende
Leitung 20 strömungsverbunden, wobei die Leitung 20 unterhalb des Antriebskolbens
17 angeordnet ist und jeweils in den unteren Bereich 5 der Flüssigkeit 1 im ersten
Behälter 2 und im zweiten Behälter 12 mündet. Dies hat zur Folge, dass die Pegelstände
der Flüssigkeit 1 im ersten Behälter 2 und im zweiten Behälter 12 zu jedem Zeitpunkt
der Kolbenbewegung des Antriebskolbens 17 gleich hoch sind.
[0042] Die Einbringvorrichtungen 11, 16 weisen jeweils eine Schleuse 21 mit einem Gehäuse
22 auf. In dem Gehäuse 22 ist eine Schleusenkammer 23 angeordnet, die über eine hydraulische
oder auch mechanische Übersetzung mit dem Antriebskolben 17 verschiebbar ist. Die
Schleusenkammer 23 nimmt den Arbeitskörper 7 während des Einbringens des Arbeitskörpers
7 in die Flüssigkeit 1 auf. Die Einbringvorrichtungen 11 und 16 sind quasi spiegelsymmetrisch
zum Antriebskolben 17 ausgebildet, der sich in der Mitte zwischen den Einbringvorrichtungen
11 und 16 befindet. In den Schleusenkammern 23 ist jeweils ein relativ zu der jeweiligen
Schleusenkammer 23 und ebenfalls mit dem Antriebskolben 17 verschiebbarer Druckkolben
24 angeordnet. Der Druckkolben 24 überträgt in erster Linie die Druckkraft der Flüssigkeit
1 im Behälter 2 und 12 auf die Hydraulikübersetzung. Im Konkreten erstreckt sich der
Druckkolben 24 durch das Gehäuse 22 und in der in dem Gehäuse 22 angeordneten Schleusenkammer
23. Die in dem Gehäuse 22 verschiebbare Schleusenkammer 23 ist somit quasi zwischen
dem Gehäuse 22 und dem Druckkolben 24 angeordnet.
[0043] Sowohl die Schleusenkammern 23 als auch die Druckkolben 24 sind jeweils über eine
Kombination aus einer Hydraulik und einer Mechanik mit dem Antriebskolben 17 gekoppelt,
wobei die Verschiebung der Schleusenkammer 23 und des Druckkolbens 24 in einem jeweiligen
Gehäuse 22 mit unterschiedlicher Übersetzung/Untersetzung erfolgt. Mit anderen Worten
legt die Schleusenammer 23 bei einer Hin- und Herbewegung im Gehäuse 22 eine weitere
Strecke zurück als ein Druckkolben 24 bei dessen Hin- und Herbewegung relativ zum
Gehäuse 22. Durch diese Wegdifferenz öffnet sich mit Verschieben der Schleusenkammer
23 relativ zum Druckkolben 24 hin zum Behälter 2 ein Hohlraum in der Schleusenkammer
23, in den sodann der Arbeitskörper 7 eingebracht werden kann.
[0044] Zwischen dem Antriebskolben 17 und den jeweiligen Gehäusen 22 erstreckt sich jeweils
ein Hydraulikzylinder 26, in den sich die Kolbenstange 25 des jeweiligen Druckkolben
24 hinein erstreckt. Dieser Hydraulikzylinder 26 ist vorzugsweise zylinderförmig ausgebildet
und bildet einen Anschlag für eine zur Flüssigkeit 1 hin gerichtete Bewegung des Druckkolbens
24.
[0045] Die Gehäuse 22 weisen jeweils eine zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung
bewegbare Verschlusseinrichtung 33 auf, vorzugsweise in Form einer Klappe. Des Weiteren
weisen die Schleusenkammern 23 eine korrespondierende Durchgangsöffnung 38 auf, sodass
der Arbeitskörper 7 durch die Verschlusseinrichtung 33 und die Durchgangsöffnung 38
in die jeweilige Schleusenkammer 23 einbringbar ist. Die Verschlusseinrichtung 33
befindet sich vorzugsweise in der Nähe der die Arbeitskörper 7 nach unten transportierenden
Aufnahmeelemente 9 der Schwerkraft-Fördereinrichtungen 8 bzw. 14. Das Einbringen der
Arbeitskörper 7 in die jeweilige Schleusenkammer 23 erfolgt in einer Betriebssituation,
in der die Verschlusseinrichtung 33 des Gehäuses 22 geöffnet ist und die Schleusenkammer
23 in einer Verschiebeposition ist, in der die Durchgangsöffnung 38 der Schleusenkammer
23 mit einer durch die geöffnete Verschlusseinrichtung 33 gebildeten Öffnung des Gehäuses
22 fluchtet. In dieser Betriebssituation kann ein Arbeitskörper 7 von außerhalb des
Gehäuses 22 in die Schleusenkammer 23 eingebracht werden.
[0046] Zum Ausbringen der Arbeitskörper 7 aus den Schleusenkammern 23 in den unteren Bereich
5 der Flüssigkeit 1 weisen die die Schleusenkammern 23 jeweils in einem zu der Flüssigkeit
1 gerichteten Endbereich der Schleusenkammern 23 einen zwischen einer Schließstellung
und einer Öffnungsstellung bewegbaren Schließmechanismus mit vorzugsweise zwei schwenkbaren
Schleusenklappen 27 auf. Die Schleusenklappen 27 bilden in der Schließstellung eine
Abdichtung der Schleusenkammer 23 gegen die Flüssigkeit 1. In dieser geschlossenen
Stellung kann ein Arbeitskörper 7 in die Schleusenkammer 23 eingebracht werden. Die
gesamte Druckkraft der Flüssigkeit 1 liegt bei geschlossener Schleusenklappe 27 auf
der Schleusenkammer 23 an, der Druckkolben 24 ist dann nicht druckbeaufschlagt. Der
die Schleusenklappen 27 aufweisende Schließmechanismus besitzt zusätzlich einen in
den Fig. 3 bis 5 gezeigten Durchgang 34, so dass in dieser Schließstellung ein Zufluss
der Flüssigkeit 1 mit vorgebbarem Massenstrom in die jeweilige Schleusenkammer 23
ermöglicht ist. Durch diesen Durchgang 34 wird die Schleusenkammer 23 nach Einbringen
des Arbeitskörpers 7 in die Schleusenkammer 23 und gegebenenfalls auch schon während
und/oder kurz vor diesem Einbringen kontinuierlich mit der Flüssigkeit 1 gefüllt,
sodass die Schleusenkammer 23 kurz vor dem Öffnen der Schleusenklappen 27 vollständig
mit Flüssigkeit 1 gefüllt ist, ein Druckausgleich gegeben ist und hierdurch ein Verschwenken
der Schleusenklappen 27 zum Öffnen der Schleusenkammer 23 und Ausbringen des Arbeitskörpers
7 in die Flüssigkeit 1 aufgrund des erfolgten Druckausgleichs zwischen Schleusenkammer
23 und unterem Bereich 5 des Behälters 2 ohne einen unerwünschten Druckstoß ermöglicht
ist. Bei geöffneter Schleusenklappe 27 bewegt sich die Schleusenkammer 23 und der
Druckkolben 24 vom unteren Bereich 5 der Flüssigkeit 1 und vom Arbeitskörper 7 weg,
bis sich die Schleusenklappen 27 hinter dem Arbeitskörper 7 wieder schließen, sobald
sie die Stirnfläche des Druckkolbens 24 erreicht haben. Nach Schließen der Schleusenklappen
27 werden sowohl Druckkolben 24 als auch Schleusenkammer 23 wieder in Richtung unterer
Bereich 5 der Flüssigkeit 1 verschoben. Die Schleusenkammer 23 nimmt dabei den Arbeitskörper
7 mit in Richtung des unteren Bereich 5 des Behälters 2, da er sich vor den geschlossenen
Schleusenklappen 27 befindet. Der Druckkolben 24 fährt bei dieser Verschiebung bis
zu seinem Anschlagspunkt, den die Kolbenstangen 25 am Gehäuse 22 bilden. Da die Schleusenkammer
23 einen weiteren Weg als der Druckkolben 24 verschoben wird, entsteht in der Schleusenkammer
23 ein Hohlraum, in den danach ein weiterer Arbeitskörper 7 eingebracht werden kann.
Hierdurch ist ein kontinuierliches Ausbringen und Einbringen von Arbeitskörpern 7
aus der Schleusenkammer 23 heraus in die Flüssigkeit 1 bzw. in die Schleusenkammer
23 hinein ermöglicht.
[0047] Der Arbeitskörper 7 wird während einer zur Flüssigkeit 1 hin gerichteten Bewegung
der Schleusenkammer 23 in diese eingebracht. Ein Ausbringen des Arbeitskörpers 7 aus
der Schleusenkammer 23 in die Flüssigkeit 1 erfolgt indirekt durch ein von der Flüssigkeit
1 weggerichtetes Verschieben der Schleusenkammer 23. In vorteilhafter Weise kann der
obere Rand oder obere Bereich der Schleusenkammer 23 an dem zur Flüssigkeit 1 hingerichteten
Ende der Schleusenkammer 23 - in Richtung Auftriebs-Fördereinrichtung 3 bzw. 13 -
zumindest geringfügig schräg nach oben ausgebildet sein, so dass ein Arbeitskörper
7 aufgrund der auf ihn wirkenden Auftriebskraft sich aus der Schleusenkammer 23 raus
zur Auftriebs-Fördereinrichtung 3 bzw. 13 hinbewegt. Nachdem Schleusenkammer 23 und
Druckkolben 24 weit genug vom Arbeitskörper 7 weggefahren sind, schließen sich erneut
die Schleusenklappen 27. In der am weitesten von der Flüssigkeit 1 weggerichteten
Position der Schleusenkammer 23 befindet sich der Druckkolben 24 im Bereich der Schleusenklappen
27 oder in direkter Anlage an die Schleusenklappen 27, die sich in dieser Betriebssituation
in der Schließstellung befinden. Anschließend wird die Schleusenkammer 23 mittels
des Antriebskolbens 17 sowie kraftunterstützt durch die Druckkraft des zweiten, gegenüberliegenden
Behälters wieder zur Flüssigkeit 1 hinbewegt, wobei während dieser Bewegung das Einbringen
eines neuen Arbeitskörpers 7 in die Schleusenkammer 23 erfolgt. Das Einbringen des
Arbeitskörpers 7 in die Schleusenkammer 23 erfolgt jeweils zu dem Zeitpunkt, zu dem
sich in der Schleusenkammer 23 ein ausreichend großer Raum durch Relativverschiebung
der Schleusenkammer 23 gegenüber dem Druckkolben 24 gebildet hat und ist abgeschlossen,
wenn sich die Schleusenkammer 23 in der am nächsten zu der Flüssigkeit 1 hin gerichteten
Verschiebeposition befindet. In dieser Position ist der Druckkolben 24 maximal weit
von dem von der Flüssigkeit 1 weggerichteten Ende der Schleusenkammer 23 entfernt.
[0048] Das anschließende von der Flüssigkeit 1 weggerichtete Bewegen der Schleusenkammer
23 erfolgt zunächst bei unbewegtem Druckkolben 24, sodass der in der Schleusenkammer
23 befindliche Arbeitskörper 7 mittels stehenden Druckkolbens 24 in Richtung der Schleusenklappen
27 relativ zu der sich verschiebenden Schleusenkammer 23 bewegt wird. Somit bewegt
sich der in der Schleusenkammer befindliche Arbeitskörper 7 während des beschriebenen
Vorganges im Inertialsystem nicht. Während dieser von der Flüssigkeit 1 weggerichteten
Bewegung der Schleusenkammer 23 erfolgt ein Einströmen von Flüssigkeit 1 durch den
Durchgang 34 des Schließmechanismus.
[0049] Nach vollständiger Befüllung der Schleusenkammer 23 mit Flüssigkeit 1 öffnet sich
die Schleusenklappe 27 und die Schleusenkammer 23 sowie der Druckkolben 24 bewegen
sich wieder vom unteren Bereich 5 der Flüssigkeit 1 weg. Nach Schließen der Schleusenklappe
27 ist der Arbeitskörper 1 aus der Schleuse ausgebracht. Zu diesem Zeitpunkt steht
der Druckkolben 24 mit seiner Stirnfläche an der Schleusenklappe 27 an. Es erfolgt
die erneute Hohlraumbildung innerhalb der Schleusenkammer 23 dadurch, dass die Schleusenkammer
23 bei geschlossener Schleusenklappe 27 wieder in Richtung des unteren Bereichs 5
der Flüssigkeit 1 verschoben wird und der Druckkolben 24 diesen Weg bis zu seinem
Anschlag macht.
[0050] Der Antriebskolben, als Teil der Antriebseinheit 17, wird mittels einer externen
Energiequelle, vorzugsweise eines Elektromotors, zur Steuerung der Einbringvorrichtungen
11 und 16 hin- und herbewegt. Dabei bewirkt die mittels einer Hydraulik und Mechanik
erfolgte Kopplung der Einbringvorrichtungen 11 und 16 mit dem Antriebskolben und genauer
gesagt der Schleusenkammern 23 und der Druckkolben 24 mit dem Antriebskolben, dass
das Verschieben der Schleusenkammer 23 zu den jeweiligen Behältern 2 und 12, das gegen
den durch die Flüssigkeit 1 in den Behältern 2 und 12 erzeugten Flüssigkeitsdruck
erfolgt, aufgrund des von der Flüssigkeit 1 im jeweils anderen Behälter erzeugten
Flüssigkeitsdrucks erleichtert und unterstützt wird, der über die gesamte Mechanik
und Hydraulik übertragen wird. Die vom Elektromotor des Antriebskolbens aufzubringende
Kraft, um die Schleusenkammer 23 in Richtung einer Flüssigkeit 1 zu verschieben, ist
daher wesentlich geringer als bei einer Anordnung mit nur einem Behälter 2 und ohne
einen korrespondierenden zweiten Behälter 12. Mit anderen Worten wird bei dem alternierenden
Einbringen von Auftriebsköpern 7 in die beiden Behälter 2 und 12 - aufgrund der über
den Antriebskolben und die zugehörige mechanische und hydraulische Übersetzung vorliegende
Kopplung der Schleusenkammern 23 und Druckkolben 24 beider Einbringvorrichtungen 11
und 16 - bei jedem Einbringen eines Arbeitskörpers 7 in die Flüssigkeit 1 der Behälter
2 und 12 eine Unterstützung des Einbringens und des Bewegens der Schleusenkammer 23
und des Druckkolbens 24 aufgrund des Flüssigkeitsdrucks der Flüssigkeit 1 im jeweils
anderen Behälter 2 oder 12 bewirkt.
[0051] Fig. 2 zeigt in einer schematischen und vergrößerten Darstellung einen Ausschnitt
der Vorrichtung aus Fig. 1, wobei der Ausschnitt den Behälter 2 umfasst. Grundsätzlich
darf zur näheren Erläuterung der Fig. 2 zur Vermeidung von Wiederholungen auf die
detaillierte Beschreibung der Fig. 1 verwiesen werden. Neben den dort bereits beschriebenen
Bauelementen und Funktionen zeigt Fig. 2 die Kopplung des Antriebskolbens 17 mit der
Schleusenkammer 23 und dem Druckkolben 24 über eine Hydraulikflüssigkeit 28 und eine
Anordnung aus einem großen Außenkolben 29 mit einem darin verschiebbaren kleineren
Innenkolben 30. Des Weiteren weist die Vorrichtung ein Schieber 31 auf, der einen
Anschlag für eine von der Flüssigkeit 1 weggerichtete Bewegung des Innenkolbens 30
bildet.
[0052] Die Fig. 1 und 2 zeigen die Schleusenkammer 23 in ihrer am weitesten zu der Flüssigkeit
1 hin verschobenen Position. Des Weiteren ist auch der Druckkolben 24 in Fig. 1 und
Fig. 2 in seiner relativ zur Flüssigkeit 1 nächsten Verschiebeposition bewegt. Entsprechend
ist der in Fig. 1 gezeigte Druckkolben 24 und die in Fig. 1 gezeigte Schleusenkammer
23 der Einbringvorrichtung 16 des zweiten Behälters 12 in dieser Betriebssituation
in der von der Flüssigkeit 1 des Behälters 12 am weitesten entfernten Position.
[0053] Die Fig. 3 bis 5 zeigen in einer vergrößerten Darstellung die Einbringvorrichtung
11 des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1 in verschiedenen Betriebssituationen. Fig.
3 zeigt die Betriebssituation gemäß den Fig. 1 und 2. Dabei sind die Schleusenkammer
23 und der Druckkolben 24 in ihrer relativ zum Gehäuse 22 am weitesten ausgerückten
Position, d.h. der Flüssigkeit 1 des Behälters 2 am nächsten. In dieser Betriebssituation
befindet sich ein Arbeitskörper 7 bereits direkt vor den wieder geschlossenen Schleusenklappen
27 in der Flüssigkeit 1 und befindet sich ein weiterer Arbeitskörper 7 gerade vollständig
in der Schleusenkammer 23, wobei er direkt vor dem Druckkolben 24 positioniert ist.
In Fig. 3 ist die Situation gezeigt, zu der einerseits die Verschlusseinrichtung 33
in Form einer Klappe des Gehäuses 22 geöffnet ist und andererseits die Durchgangsöffnung
38 in der Schleusenkammer 23 für den Arbeitskörper 7 sich in fluchtender Position
befinden und somit ein Arbeitskörper 7 in die Schleusenkammer 23 eingebracht werden
kann. Sowohl die Verschlusseinrichtung 33 als auch die Durchgangsöffnung 38 sind in
den Fig. 1 und 2 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0054] In den Fig. 3 bis 5 ist des Weiteren der Bereich zwischen dem Antriebskolben und
dem Gehäuse 22 in seinem Aufbau gut erkennbar. Dieser Bereich weist einerseits mechanische
Komponenten und andererseits drei getrennte Kammern auf, die jede mit einer Hydraulikflüssigkeit
28 gefüllt ist, um Kräfte von dem Antriebskolben auf die Schleusenkammer 23 und den
Druckkolben 24 zu übertragen. Im Konkreten sind im Hydraulikzylinder 26 zwei der mit
einer Hydraulikflüssigkeit 28 gefüllten Kammern ausgebildet. Dabei ist eine im Wesentlichen
zylinderförmige innere Kammer 35 von einer zweiten äußeren Kammer 36 umgeben, die
vorzugsweise ebenfalls eine Zylinderform aufweist. Mit der äußeren Kammer 36 ist ein
Außenkolben 29 mit seiner Kolbenstange 39 in Wirkverbindung, während am anderen Ende
der äußeren Kammer 36 die Kolbenstange 25 des Druckkolbens 24 angrenzt. Die Wirkflächen
der Kolbenstangen 39 und 25 bezüglich der äußeren Kammer 36 sind unveränderlich, während
die Wirkfläche der inneren Kammer 35 auf der Seite des Arbeitskolbens 17 hydraulisch
übersetzt werden kann. Um die Relativbewegung Druckkolbens 24 zur Schleusenkammer
23 zu realisieren, muss die Wirkfläche der inneren Kammer 35 auf der Seite des Arbeitskolbens
17 derart übersetzt werden, dass die Wirkfläche den Innenkolben 30 und einen Teil
des Außenkolbens 29 umfasst. Dabei verschieben sich sowohl der Druckkolben 24 als
auch die Schleusenkammer 23, jedoch durch die hydraulische Übersetzung unterschiedlich
schnell - dies gilt für beide Richtungen. Soll die Schleusenkammer 23 weiter in Richtung
der Flüssigkeitssäule verschoben werden nachdem der Druckkolben 24 seinen Anschlag
erreicht hat, dann bildet auf der Seite des Arbeitskolbens 17 nur der Innenkolben
30 die Wirkfläche für die Hydraulikkammer 35. Auf der anderen Seite der inneren Kammer
35 ist die Hydraulikflüssigkeit 28 mit der Kolbenstange 32 der Schleusenkammer 23
in Kontakt
[0055] Zwischen dem Außenkolben 29 und dem Antriebskolben ist eine weitere mit Hydraulikflüssigkeit
28 gefüllte erste Kammer 37 ausgebildet, in die an einem vorgebbaren Abschnitt des
Außenkolbens 29 ein Schieber 31 eingefahren werden kann, der beim Einfahren den Innenkolben
30 und den Außenkolben 29 kräftewirksam verbindet, nämlich im Sinne einer Zwangskopplung.
Bei geschlossenem Schieber 31 verschieben sich Innenkolben 30 und Außenkolben 29 gemeinsam.
Der Scheiber 31 wird dann eingefahren, wenn der Innenkolben 30 vollständig in den
Außenkolben 29 eingefahren ist. Bei Verschieben in Richtung Arbeitskolben 17 sind
sowohl Druckkolben 24 als auch Schleusenkammer 23 durch die Flüssigkeit 1 druckbeaufschlagt,
während beim Verschieben in Richtung Flüssigkeitssäule 1 nur die Schleusenkammer 23
mit Druck beaufschlagt ist.
[0056] Die Fig. 4 zeigt einen dem Betriebszustand der Fig. 3 nachfolgenden Betriebszustand,
in dem die Schleusenkammer 23 von der Flüssigkeit 1 weg in etwa zur Hälfte in das
Gehäuse 22 eingerückt ist. Der Druckkolben 24 hat sich während dieses Einrückvorgangs
noch nicht relativ zum stillstehenden Gehäuse 22 sondern nur relativ zur Schleusenkammer
23 bewegt. Dadurch steht der Arbeitskörper 7 nun direkt vor der noch geschlossenen
Schleusenklappe 27. Sowohl der Kolbenstange 32 der Schleusenkammer 23 als auch der
Innenkolben 30 sind hierdurch ebenfalls in Richtung Antriebskolben bewegt worden,
wobei auch der Antriebskolben eine jedoch aufgrund der Übersetzung kleinere Wegstrecke
vom Behälter 2 weg zurückgelegt hat. In diesem Zustand ist der Schieber 31 geschlossen,
wobei sich der Innenkolben 30 lediglich bis zu dem Schieber 31 in Richtung Antriebskolben
bewegt.
[0057] Bei dem in Fig. 5 gezeigten noch späteren Betriebszustand ist die Schleusenkammer
23 vollständig in das Gehäuse 22 eingerückt, wobei sich zwischen den Betriebszuständen
gemäß Fig. 4 und gemäß Fig. 5 die Schleusenklappen 27 kurzzeitig zum Ausbringen des
Arbeitskörpers 7 geöffnet und danach wieder geschlossen haben. Folglich befindet sich
der Arbeitskörper 7 nunmehr außerhalb der Kammer 23, zunächst direkt vor den Schleusenklappen
27 und alsbald im unteren Bereich 5 des Behälters 2. Gleichzeitig hat sich der Druckkolben
24 weiter relativ zur Schleusenkammer 23 bis hin zu den Schleusenklappen 27 bewegt.
Gleichzeitig hat sich der Druckkolben 24 relativ zum Gehäuse 22 geringfügig in Richtung
des Antriebskolbens bewegt. Dies ist an den beiden Enden der Kolbenstangen 25 des
Druckkolbens 24 erkennbar, die sich von dem Gehäuse 22 in Richtung Antriebskolben
wegbewegt haben. Mit der Bewegung der Schleusenkammer 23 hat sich auch die Kolbenstange
32 der Schleusenkammer 23 weiter zum Antriebskolben hin bewegt. Gleichzeitig bewegt
sich der Außenkolben 29 mit gleicher Wegstrecke wie der Druckkolben 24 in Richtung
zum Antriebskolben.
[0058] In dem in Fig. 5 gezeigten Betriebszustand mit vollständig in das Gehäuse 22 eingerückter
Schleusenkammer 23, befindet sich die Schleusenkammer 23 der Einbringvorrichtung 16
des zweiten Behälters 12 in ihrer am weitesten ausgerückten und damit zur Flüssigkeit
1 des Behälters 12 hingerichteten Position. Während des alternierenden Einbringens
der Arbeitskörper 7 in die Schleusenkammern 23 der Einbringvorrichtungen 11 und 16
bewegen sich die Schleusenkammern 23 abwechselnd zwischen einer aus den Gehäusen 22
ausgerückten Position in eine in die Gehäuse 22 eingerückte Position. In entsprechender
Weise bewegt sich der Antriebskolben zwischen den Behältern 2 und 12 hin und her.
[0059] Kurz zusammengefasst kann die wesentliche Funktionsweise der Anlage, entsprechend
der oben dargelegten einzelnen Betriebszustände, wie folgt beschrieben werden:
Die beiden spiegelsymmetrisch angeordneten Einbringvorrichtungen sind derart konstruktiv
ausgeführt und über eine Hydraulik verbunden, dass Schleusenkammer und Druckkolben
sowohl Hin- und Herbewegungen als auch Relativbewegungen zueinander ausführen, die
es letztlich ermöglichen, die Arbeitskörper nach erfolgtem Druckausgleich während
des Verschiebens und nach Öffnen der Schleusenklappen in die Flüssigkeit einbringen
zu können. Dieser Arbeitsvorgang wird unterstützt durch die geschickt übersetzte Druckkraft
der jeweils korrespondierenden Flüssigkeitssäule, die an der spiegelsymmetrisch angeordneten
anderen Einbringvorrichtung, im Besonderen an deren Schleusenkammer, Schleusenklappen
falls geschlossen und Druckkolben falls geöffnet anliegt, sowie weiterhin unterstützt
durch einen extern motorisch angetriebenen Arbeitskolben.
[0060] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtungen
und des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den
allgemeinen Teil der Beschreibung sowie auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
[0061] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das voranstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dient, diese
jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel einschränkt.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Flüssigkeit, Flüssigkeitssäule
- 2
- erster Behälter
- 3
- erste Auftriebs-Fördereinrichtung
- 4
- Aufnahmeelement
- 5
- unterer Bereich
- 6
- oberer Bereich
- 7
- Arbeitskörper
- 8
- erste Schwerkraft-Fördereinrichtung
- 9
- Aufnahmeelement
- 10
- Ausgabe
- 11
- Einbringvorrichtung
- 12
- zweiter Behälter
- 13
- zweite Auftriebs-Fördereinrichtung
- 14
- zweite Schwerkraft-Fördereinrichtung
- 15
- Ausgabe
- 16
- Einbringvorrichtung
- 17
- Antriebseinheit, Antriebskolben
- 18
- Riemen
- 19
- Achse
- 20
- Leitung
- 21
- Schleuse
- 22
- Gehäuse
- 23
- Schleusenkammer
- 24
- Druckkolben
- 25
- Kolbenstange des Druckkolbens
- 26
- Hydraulikzylinder
- 27
- Schleusenklappe
- 28
- Hydraulikflüssigkeit
- 29
- Außenkolben
- 30
- Innenkolben
- 31
- Schieber
- 32
- Kolbenstange der Schleusenkammer
- 33
- Verschlusseinrichtung, Klappe
- 34
- Durchgang der Schleusenklappe
- 35
- Innere Kammer des Hydraulikzylinders
- 36
- äußere Kammer des Hydraulikzylinders
- 37
- erste Kammer des Hydraulikzylinders
- 38
- Durchgangsöffnung der Schleusenkammer
- 39
- Kolbenstange des Außenkolbens
1. Verfahren zur Gewinnung von Energie aus der Erdgravitationskraft, insbesondere zur
Erzeugung einer Drehbewegung, wobei Arbeitskörper (7) über in ihrer Wirkung gegeneinander
ausgerichtete Einbringvorrichtungen (11) gegen den Wasserdruck in einer Flüssigkeitssäule
oder in kommunizierende Flüssigkeitssäulen (1) eingebracht werden, derart, dass die
zum Einbringen in die (eine) Flüssigkeitssäule (1) notwendige Kraft/Energie zumindest
teilweise von einer aus der gleichen oder anderen Flüssigkeitssäule (1) resultierenden
Kraft/Energie kompensiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über eine hydraulische und/oder mechanische Verbindung, vorzugsweise der Innenbereiche
oder Innenseiten, der Einbringvorrichtungen (11) die erforderliche Einschubarbeit
gegen die potentielle Energie der der jeweils gegenüberliegenden Einbringvorrichtung
(11) zugeordneten Flüssigkeitssäule (1) unterstützt und/oder minimiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch Zuführung von Energie Hohlräume entgegen dem anliegenden Flüssigkeitsdruck
einer Flüssigkeitssäule (1) geschaffen werden, durch welche Arbeitskörper (7) zum
Zweck der Energiegewinnung wechselseitig in die Flüssigkeitssäulen (1) eingebracht
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Einbringvorrichtungen (11) spiegelsymmetrisch gegeneinander ausgerichtet sind.
5. Vorrichtung zur Gewinnung von Energie aus der Erdgravitationskraft, insbesondere zur
Erzeugung einer Drehbewegung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 4.
6. Vorrichtung zur Erzeugung einer Drehbewegung mit einem mit einer Flüssigkeit (1) gefüllten
ersten Behälter (2), wobei in der Flüssigkeit (1) eine erste Auftriebs-Fördereinrichtung
(3) mit umlaufenden Aufnahmeelementen (4) für in der Flüssigkeit (1) von einem unteren
Bereich (5) der Flüssigkeit (1) in einen oberen Bereich (6) der Flüssigkeit (1) auftreibende
Arbeitskörper (7) angeordnet ist, wobei außerhalb der Flüssigkeit (1) eine mit der
ersten Auftriebs-Fördereinrichtung (3) wirkverbundene erste Schwerkraft-Fördereinrichtung
(8) mit umlaufenden Aufnahmeelementen (9) für Arbeitskörper (7) angeordnet ist und
wobei ein in den oberen Bereich (6) aufgetriebener Arbeitskörper (7) von einem Aufnahmeelement
(4) der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung (3) mittels einer Ausgabe (10) zu einem
Aufnahmeelement (9) der ersten Schwerkraft-Fördereinrichtung (8) für einen Transport
zum unteren Bereich (5) der Flüssigkeit (1) bewegt wird, wo der Arbeitskörper (7)
mittels einer Einbringvorrichtung (11) in den unteren Bereich (5) der Flüssigkeit
(1) zur Aufnahme durch ein Aufnahmeelement (4) der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung
(3) und zum Auftreiben in der Flüssigkeit (1) eingebracht wird, sodass die ersten
Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen (3, 8) durch Auftrieb und Schwerkraft
drehangetrieben werden,
dadurch gekennzeichnet, dass von dem ersten Behälter (2) beabstandet ein ebenfalls mit Flüssigkeit (1) gefüllter
zweiter Behälter (12) mit den ersten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen
(3, 8) entsprechenden und in gleicher Weise wirkverbundenen zweiten Auftriebs- und
Schwerkraft-Fördereinrichtungen (13, 14) und mit einer entsprechenden Ausgabe (15)
und einer entsprechenden Einbringvorrichtung (16) für Arbeitskörper (7) angeordnet
ist, sodass die zweiten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen (13, 14) in
gleicher Weise wie die ersten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen (3, 8)
durch Auftrieb und Schwerkraft drehangetrieben werden, und dass zwischen dem ersten
(2) und dem zweiten Behälter (12) eine die beiden Einbringvorrichtungen (11, 16) durch
eine Hin- und Herbewegung steuernde Antriebseinheit (17), insbesondere mit einem Antriebskolben,
für ein abwechselndes Einbringen der Arbeitskörper (7) in die Flüssigkeit (1) des
ersten Behälters (2) und in die Flüssigkeit (1) des zweiten Behälters (12) angeordnet
ist.
7. Verfahren zur Erzeugung einer Drehbewegung, insbesondere mit einer Vorrichtung nach
Anspruch 5 oder 6, mit einem mit einer Flüssigkeit (1) gefüllten ersten Behälter (2),
wobei in der Flüssigkeit (1) eine erste Auftriebs-Fördereinrichtung (3) mit umlaufenden
Aufnahmeelementen (4) für in der Flüssigkeit (1) von einem unteren Bereich (5) der
Flüssigkeit (1) in einen oberen Bereich (6) der Flüssigkeit (1) auftreibende Arbeitskörper
(7) angeordnet ist, wobei außerhalb der Flüssigkeit (1) eine mit der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung
(3) wirkverbundene erste Schwerkraft-Fördereinrichtung (8) mit umlaufenden Aufnahmeelementen
(9) für Arbeitskörper (7) angeordnet ist und wobei ein in den oberen Bereich (6) aufgetriebener
Arbeitskörper (7) von einem Aufnahmeelement (4) der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung
(3) mittels einer Ausgabe (10) zu einem Aufnahmeelement (9) der ersten Schwerkraft-Fördereinrichtung
(8) für einen Transport zum unteren Bereich (5) der Flüssigkeit (1) bewegt wird, wo
der Arbeitskörper (7) mittels einer Einbringvorrichtung (11) in den unteren Bereich
(5) der Flüssigkeit (1) zur Aufnahme durch ein Aufnahmeelement (4) der ersten Auftriebs-Fördereinrichtung
(3) und zum Auftreiben in der Flüssigkeit (1) eingebracht wird, sodass die ersten
Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen (3, 8) durch Auftrieb und Schwerkraft
drehangetrieben werden,
dadurch gekennzeichnet, dass von dem ersten Behälter (2) beabstandet ein ebenfalls mit Flüssigkeit (1) gefüllter
zweiter Behälter (12) mit den ersten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen
(3, 8) entsprechenden und in gleicher Weise wirkverbundenen zweiten Auftriebs- und
Schwerkraft-Fördereinrichtungen (13, 14) und mit einer entsprechenden Ausgabe (15)
und einer entsprechenden Eingabe (16) für Arbeitskörper (7) angeordnet wird, sodass
die zweiten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen (13, 14) in gleicher Weise
wie die ersten Auftriebs- und Schwerkraft-Fördereinrichtungen (3, 8) durch Auftrieb
und Schwerkraft drehangetrieben werden, und dass die beiden Einbringvorrichtungen
(11, 16) durch eine Hin- und Herbewegung einer zwischen dem ersten (2) und dem zweiten
Behälter (12) angeordneten Antriebseinheit (17), insbesondere mit einem Antriebskolben,
für ein abwechselndes Einbringen der Arbeitskörper (7) in die Flüssigkeit (1) des
ersten Behälters (2) und in die Flüssigkeit (1) des zweiten Behälters (12) gesteuert
werden.