[0001] Hörgerät und Hörtrainingsgerät insbesondere für Frauen vorzugsweise mit einem schwebenden
Gehörgangszapfen und das Verfahren zur Herstellung der Trainingsbeschallung.
[0002] Schwebende Gehörgangszapfen sind seit vielen Jahren bekannt. So wird z. B. in der
Schrift
DE 100 50 766 A1 eine Otoplastik für Hinter-dem-Ohr (HdO)-Hörgerät beschrieben, bei der die Otoplastik
in einer Art Spange in der Ohrmuschel verankert ist und mittels eines Endabschnittes
den Schallschlauch im oberen Bereich des Gehörgangs fixiert. Der Schallschlauch besitzt
an seinem Ende jedoch keine Zusätze oder Veränderungen.
[0003] In der
DE 10 2006 018 156 B3 wird die Fixierung des Schallschlauches in einer Hörvorrichtung beschrieben. Dazu
ist die Hörvorrichtung durchgängig durchbohrt und besitzt am Ende einen konischen
Bereich. Dieser konische Bereich dient jedoch nur zur Fixierung des Schallschlauches.
Dazu wird das Ende des Schallschlauches erwärmt und dem Konus angepasst. Nach dem
Abkühlen behält das Ende des Schallschlauches die konische Form und kann nicht aus
der Hörvorrichtung herausgezogen werden. Dies kann nur durch eine Trennung des Schallschlauches
erfolgen.
[0004] Das Ende eines Schallschlauches in einer Mehrkanalausführung wird in der
DE 10 2006 029 726 A1 beschrieben. So besitzen z. B. die einzelnen Kanäle des Schallschlauches folgende
Aufgaben, ein Gehörgangsmikrophonkanal, ein Hörerkanal und ein Ventingkanal.
[0005] In der Schrift
DE 20 2010 009 817 U1 sind kegelförmige Dichtungselemente am inneren Ende der Otoplastik angeordnet. Diese
Dichtungselemente sollen Drucksituationen der Hörhilfe im Innenrohr vermeiden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, den Naturschall und den Hörgeräteschall gemeinsam innerhalb
des menschlichen Ohres für einen natürlichen Höreindruck zu nutzen und eine Hörtrainingsbeschallung
für das Hörtraining zu schaffen.
[0007] Die Erfindungsaufgabe wird mit den Merkmalen des Hauptanspruchs und der Unteransprüche
gelöst.
[0008] Dazu werden Hörgeräte eingesetzt, die Schall naturgetreu verstärken, also weder Frequenzveränderungen
noch Zeitverzögerungen verursachen. Die Ohrankopplung des Hörgerätes darf dazu nicht
geschlossen erfolgen. Es werden sogenannte schwebende Gehörgangszapfen eingesetzt.
Der Naturschall gelangt durch einen Bypass am Gehörgangszapfen vorbei zum Trommelfell.
Der Bypass ist bis zu mittelgradigen Hörverlusten so offen wie möglich zu halten.
Dabei ist zu beachten, dass der Gehörgangszapfen zur Spitze in Richtung Trommelfell
hin konisch zuläuft, um das Gehörgangsrestvolumen als eine Art Horn mit Libby Effekt
zu gestalten. Durch die Hornform lassen sich hohe Frequenzen verstärken. Hierdurch
profitieren besonders Frauen, da diese die hohen Frequenzen über 2000 Hz zur besseren
Richtungsortung und zum Verstehen in lauter Umgebung benötigen. Bei einer Verlängerung
des Gehörgangszapfens wird das akustische Signal lauter, bei einem kürzeren Gehörgangszapfen
ist dieses Signal leiser.
[0009] Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde ermittelt, dass es Geschlechterunterschiede
bezüglich der räumlichen Aufmerksamkeitsleistung beim Hören gibt, d.h. es gibt Unterschiede
beim Orten bestimmter Geräusche aus mehreren, unterschiedlich lokalisierten Schallquellen.
Männer können die Schallquelle viel genauer ermitteln als Frauen. Die Wissenschaftler
sehen die mögliche Ursache in der menschlichen Evolution. Männer waren diejenigen,
die zur Jagd gingen, um Nahrung zu besorgen. Dabei waren räumliche Aufmerksamkeitsleistungen
extrem wichtig, sowohl im visuellen als auch im auditorischen Bereich. Beispielsweise
konnten Beutetiere durch Geräusche lokalisiert werden, lange bevor sie zu sehen waren.
Auch wenn in der heutigen Zeit derartige Funktionen für den Alltag nicht mehr von
Nöten sind, so hinterließen sie doch Spuren in der Organisation unseres Gehirns und
dementsprechend in unserem Verhalten.
[0010] Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde ein Verfahren zur Erzeugung hoher Frequenzen
mittels eines Hörgerätes unter Nutzung schwebender Gehörgangszapfen entwickelt, welches
den natürlichen Schall und den durch das Hörgerät verstärkten Schall im Gehörgang
mischt, wobei beide Schallkomponenten zueinander keine zeitliche Verzögerung besitzen
und die Verstärkung ohne Frequenzveränderungen erfolgt. Dieses Verfahren ist zum Gehörtraining
insbesondere für Frauen geeignet, wobei im Training eine Selektion unterschiedlichster
Schallarten und Schallquellen und deren Lokalisation erfolgt.
[0011] Das Training fördert die Fähigkeit zur absoluten Lokalisation von Schallquellen,
die Wahrnehmung von Unterschieden zwischen zwei oder mehr Schallquellen und die räumliche
Trennung von Schallquellen. Weiterhin fördert das Training eine Reihe von Fähigkeiten
der auditiven räumlichen Verarbeitung, wie die Lokalisation von Schallquellen, räumliche
Befreiung von Maskierung, Links/Rechts-Verwechslungen, Vorne/Hinten-Verwechslungen,
räumlich selektive Aufmerksamkeit, auditives Arbeitsgedächtnis, Hörspanne, Cocktail-Party-Problem,
Gesprächssituation mit mehreren Personen und Hintergrundgeräuschen und die Richtungsunterschiedsschwelle.
[0012] Die Schallarten und Schallquellen werden mit einer vom menschlichen Gehör abgeleiteten
Aufnahmetechnik, der Kunstkopf-Stereofonie, aufgezeichnet. Alle Rauminformationen
des Schalls werden über die zwei Mikrofone in den Ohren eines Kunstkopfs aufgenommen.
Damit wird eine korrekte Wiedergabe aller im Schall enthalten Informationen ermöglicht.
[0013] Die Aufnahmetechnik für die Schallarten und Schallquellen erlaubt eine voll umfängliche
auditorische Szenenanalyse nach wissenschaftlichen Maßstäben.
[0014] Das Training bietet einen virtuellen dreidimensionalen Raumklang und erlaubt eine
Immersion in die unterschiedlichsten Hörszenen und Klangbilder.
[0015] Die stereofonen Schallarten und Schallquellen werden über die Hörtrainingsgeräte
mit in-Ohr-Lautsprechern bzw. ex-Hörern in den Gehörgang abgegeben. Die in-Ohr-Präsentation
ist eine notwendige Technik für die korrekte Wiedergabe von Kunstkopf-Stereofonie.
[0016] Die erfindungsgemäßen Hörtrainingsgeräte bieten somit eine erhöhte Dynamik und eine
reduzierte Kompression, um die im Schall enthaltenen Frequenz- und Richtungsinformationen
unverändert wiederzugeben.
[0017] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Hörgeräts sind in den Ansprüchen
2 bis 5 dargestellt.
[0018] Die nach Anspruch 2 aufgeführten Rillen bzw. Nuten in der Oberfläche des Gehörgangszapfens
dienen zur Vergrößerung der Öffnung des Bypasses zwischen Gehörgangszapfen und Gehörgangswandung
mit dem verbesserten Übergang des Naturschalls vorbei am Gehörgangszapfen in Richtung
Trommelfell.
[0019] Durch die maximale Gehörgangszapfenlänge nach Anspruch 3 wird das akustische Signal
lauter gegenüber einer sehr kurzen Ausführung des Gehörgangszapfens. Durch diese Maßnahme
kann die Batterielebensdauer bei entsprechender Regelung des Hörgerätes verlängert
werden.
[0020] Nach Anspruch 4 besitzt der Schallschlauch, der an der Durchgangsbohrung durch den
Gehörgangszapfen befestigt ist, die Form eines Horns. Diese Hornform ist auch durch
den gesamten Gehörgangszapfen fortgesetzt und besitzt demnach eine durchgehende Hornform.
Hierdurch lassen sich hohe Frequenzen verstärken.
[0021] Bei der Weiterbildung nach Anspruch 5, bei der am Ende des Gehörgangszapfens in Richtung
Trommelfell ein Endstück angeschraubt oder angesteckt ist. Zudem ist die Schallschlauchform
durch den Gehörgangszapfen fortgeführt., welches eine sich konisch weitenden Öffnung
in Hornform besitzt, lassen sich hohe Frequenzen stärken.
[0022] Bei der Weiterbildung nach Anspruch 6 ist die Öffnung des Endstücks in einer konisch
weitenden Hornform oder als umgekehrtes Horn, mit einer sich konisch verengenden Öffnung
ausgebildet. Hierdurch lassen sich die Frequenzen verstärken oder dämpfen.
[0023] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung des konischen Gehörgangszapfens schwebend im Gehörgang,
Fig. 2 die schematische Darstellung des konischen Gehörgangszapfens mit einem Endstück
mit einer hornförmigen, sich weitenden Öffnung und
Fig. 3 die schematische Darstellung des konischen Gehörgangszapfens mit einer sich
weitenden, hornförmigen Durchgangsbohrung im Gehörgangszapfen.
[0024] Das Hörgerät und Hörtrainingsgerät insbesondere für Frauen besitzt einen schwebenden
Gehörgangszapfen 1. Der schwebende Gehörgangszapfen 1 hat eine konische Form, wobei
der Außendurchmesser kontinuierlich in Richtung Trommelfell 2 abnimmt. Somit stellt
der Raum zwischen Gehörgangswandung 4 und Gehörgangszapfen 1 des Hörgeräts eine hornartige
Erweiterung mit Libby Effekt und gleichzeitig einen Bypass 3 für die Schallwellen
zwischen Gehörgangszapfen 1 und Gehörgangswandung 4 dar. Durch die schwebende Form
des Gehörgangszapfens 1 ergibt sich zusätzlich ein hoher Tragekomfort für den Träger
des Hörgeräts.
[0025] Durch diese Ausführungsform wird die Erzeugung hoher Frequenzen mittels eines Hörgerätes
unter Nutzung eines schwebenden Gehörgangszapfen 1 unterstützt. Der natürliche Schall
und den durch das Hörgerät verstärkte Schall durch den Gehörgangszapfen 1 wird am
Ende des Gehörgangszapfens 1 im Gehörgang 6 gemischt, wobei beide Schallkomponenten
zueinander keine zeitliche Verzögerung besitzen und die Verstärkung ohne Frequenzveränderungen
erfolgt. Das Hörgerät verstärkt also den Schall naturgetreu. Es werden also weder
Frequenzveränderungen noch Zeitverzögerungen verursacht. Dieses Verfahren ist zum
Gehörtraining insbesondere für Frauen geeignet, da mit hohen Frequenzen über 2000
Hz zur besseren Richtungsortung und Verstehen in lauter Umgebung gearbeitet wird,
wobei im Training eine Selektion unterschiedlichster Schallarten und Schallquellen
und deren Lokalisation erfolgt.
[0026] An der Außenoberfläche des Gehörgangszapfens 1 sind in Längsrichtung verlaufende
Rillen 5 bzw. Nuten 5 eingearbeitet. Hierdurch vergrößert sich die Öffnung des Bypasses
3. Diese Rillenstruktur an der Oberfläche des Gehörgangzapfens 1 erhält die Stabilität
des Ohrstückes 1 und beeinflusst die Schallströmung. Der Gehörgangszapfen 1 wird in
einer maximalen Länge entsprechend den Gegebenheiten des menschlichen Ohres ausgeführt
und richtet sich also dabei nach der individuellen Gehörgangslänge des betreffenden
Geräteträgers. Hierbei wird auch darauf geachtet, dass es zu keiner Berührung des
Gehörgangszapfens 1 mit der Gehörgangswandung 4 kommt.
[0027] In einer Variante der Erfindung ist ein hornförmiger Schallschlauch 9 des Hörgerätes
an der Durchgangsbohrung durch den Gehörgangszapfen 1 befestigt. Die Hornform 8 setzt
sich im Durchgangsloch des Gehörgangszapfens 1 bis zum Ende des Gehörgangszapfens
1 fort.
[0028] In einer weiteren Variante der Erfindung kann das Ende des Gehörgangszapfens 1 in
Richtung Trommelfell 2 als an- und abschraubbares/ansteckbares Endstück 7 ausgebildet
sein. Die Fortführung der Schallschlauchform durch den Gehörgangszapfen 1 bei einem
gleichbleibenden Durchmesser bis zum Endstück und anschließend durch das Endstück
7 endet in einer sich konisch weitenden Öffnung in Hornform 8. Diese Form dient zur
Verstärkung hoher Frequenzen. Es ist jedoch auch eine umgekehrte Form des Endstückes
7 möglich, wobei das Endstück 7 eine sich konisch verengende Form besitzt. Hierdurch
werden die hohen Frequenzen gedämpft.
[0029] Das Verfahren unter Nutzung der konstruktiven Detaillösungen nutzt den natürlichen
Schall über den Bypass 3 und den durch das Hörgerät verstärkten Schall. Im Gehörgang
6 werden beide gemischt, wobei beide Schallkomponenten zueinander keine zeitliche
Verzögerung besitzen und die Verstärkung ohne Frequenzveränderungen erfolgt.
[0030] Das Training fördert die Fähigkeit zur absoluten Lokalisation von Schallquellen,
die Wahrnehmung von Unterschieden zwischen zwei oder mehr Schallquellen und die räumliche
Trennung von Schallquellen. Es fördert weiterhin eine Reihe von Fähigkeiten der auditiven
räumlichen Verarbeitung, wie Lokalisation von Schallquellen, räumliche Befreiung von
Maskierung, Links/Rechts-Verwechslungen, Vorne/Hinten-Verwechslungen, räumlich selektive
Aufmerksamkeit, auditives Arbeitsgedächtnis, Hörspanne, Cocktail-Party-Problem, Gesprächssituation
mit mehreren Personen und Hintergrundgeräuschen und die Richtungsunterschiedsschwelle.
[0031] Das Training bietet einen virtuellen dreidimensionalen Raumklang und erlaubt eine
Immersion in die unterschiedlichsten Hörszenen und Klangbilder. Die stereofonen Schallarten
und Schallquellen werden über die Hörtrainingsgeräte mit in-Ohr-Lautsprechern bzw.
ex-Hörern in den Gehörgang abgegeben. Die in-Ohr-Präsentation ist eine notwendige
Technik für die korrekte Wiedergabe von Kunstkopf-Stereofonie.
[0032] Die Hörtrainingsgeräte bieten eine erhöhte Dynamik und eine reduzierte Kompression,
um die im Schall enthaltenen Frequenz- und Richtungsinformationen unverändert wiederzugeben.
[0033] Die Schallarten und Schallquellen für das Hörtrainingsgerät werden mit einer vom
menschlichen Gehör abgeleiteten Aufnahmetechnik, der Kunstkopf-Stereofonie,
aufgezeichnet. Alle Rauminformationen des Schalls werden über die zwei Mikrofone in
den Ohren eines Kunstkopfs aufgenommen. Damit wird eine korrekte Wiedergabe aller
im Schall enthalten Informationen ermöglicht.
[0034] Die Aufnahmetechnik für die Schallarten und Schallquellen erlaubt eine voll umfängliche
auditorische Szenenanalyse nach wissenschaftlichen Maßstäben.
[0035] Die Nutzung des Verfahrens zum Gehörtraining eignet sich insbesondere für Frauen.
Hierbei erfolgt ein Training für die Erkennung unterschiedlichster Schallarten und
Schallquellen und deren Lokalisation. Durch das auf Frauen zugeschnittene Training
sollen Hörfilter und Lokalisationsfähigkeiten aktiviert werden. Dadurch sind Features
in Hörgeräten, wie Störschallunterdrückung, ausschaltbar und dies erhöht wiederum
die Batterielebensdauer um bis zu 30 %.
Zusammenstellung der Bezugszeichen
[0036]
1 - Gehörgangszapfen, Ohrstück
2 - Trommelfell
3 - Bypass
4 - Gehörgangswandung
5 - Rillen, Nuten
6 - Gehörgang
7 - Endstück
8 - Hornform
9 - Schallschlauch
1. Hörgerät und Hörtrainingsgerät insbesondere für Frauen mit einem schwebenden Gehörgangszapfen
(1),
dadurch gekennzeichnet,
dass der schwebende Gehörgangszapfen (1) eine konische Außenform besitzt, wobei der Durchmesser
kontinuierlich in Richtung Trommelfell (2) abnimmt und somit einen Bypass (3) in Form
einer hornartigen Erweiterung für die Schallwellen zwischen Gehörgangszapfen (1) und
Gehörgangswandung (4) darstellt.
2. Hörgerät nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass am Gehörgangszapfen (1) an dessen Außenoberfläche in Längsrichtung verlaufende Rillen
(5)/Nuten (5) angeordnet sind.
3. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gehörgangszapfen (1) entsprechend der jeweils individuellen Gehörgangslänge mit
maximaler Länge angepasst ist, ohne dass es zu einer Berührung des Gehörgangs (6)
kommt.
4. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schallschlauch (9) die Form eines Horns besitzt und an der Durchgangsbohrung
durch den Gehörgangszapfen (1) befestigt ist und diese Hornform (8) auch durch den
gesamten Gehörgangszapfen (1) fortgeführt ist.
5. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ende des Gehörgangszapfens (1) in Richtung Trommelfell (2) als schraubbares/steckbares
Endstück (7) ausgebildet ist, wobei die Schallschlauchform durch den Gehörgangszapfen
(1) fortgeführt ist.
6. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Endstück (7) am Gehörgangszapfen (1) in einer sich konisch verengenden oder konisch
weitenden Öffnung in Hornform (8) endet.
7. Verfahren zur Erzeugung hoher Frequenzen mittels eines Hörgerätes unter Nutzung schwebender
Gehörgangszapfen (1) nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der natürliche Schall durch den Bypass (3) und der durch das Hörgerät verstärkte
Schall durch den Gehörgangszapfen (1) im Gehörgang (6) gemischt werden, wobei beide
Schallkomponenten zueinander keine zeitliche Verzögerung besitzen und die Verstärkung
ohne Frequenzveränderungen erfolgt.
8. Nutzung des Verfahrens und der konstruktiven Lösungen nach Anspruch 1 bis 6 in soliden,
einfach zu bedienenden, vollautomatischen Hörgeräten ohne unnötige Zusatzfunktionen
zum Gehörtraining insbesondere für Frauen,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Selektion unterschiedlichster Schallarten und Schallquellen und deren Lokalisation
erfolgt und eine Reihe von Fähigkeiten der auditiven räumlichen Verarbeitung, wie
Lokalisation von Schallquellen, räumliche Befreiung von Maskierung, Links/Rechts-Verwechslungen,
Vorne/Hinten-Verwechslungen, räumlich selektive Aufmerksamkeit, auditives Arbeitsgedächtnis,
Hörspanne, Cocktail-Party-Problem, Gesprächssituation mit mehreren Personen und Hintergrundgeräuschen
und die Richtungsunterschiedsschwelle gefördert werden und dazu Schallarten und Schallquellen
mit einer vom menschlichen Gehör abgeleiteten Aufnahmetechnik, der Kunstkopf-Stereofonie,
aufgezeichnet werden, wobei alle Rauminformationen des Schalls über zwei Mikrofone
in den Ohren eines Kunstkopfs aufgenommen werden und damit eine korrekte Wiedergabe
aller im Schall enthalten Informationen über das Trainingshörgerät bzw. Hörgerät ermöglicht
wird.