[0001] Die Erfindung betrifft eine mobile Schachtwinde umfassend ein Trägerfahrzeug mit
einem Fahrzeugantrieb, der einen Verbrennungsmotor aufweist, einem starren Grundrahmen
und einer Drehplattform, die über eine Drehverbindung an dem Grundrahmen angeordnet
ist, eine auf der Drehplattform angeordnete Trommelwinde mit einer von einem Windenantrieb
angetriebenen Seiltrommel, eingerichtet zum Auf- und Abwickeln eines Förderseils sowie
eine Steuerung für den Windenantrieb.
[0002] Mobile Schachtwinden als Befahrungs-, Hilfsfahr- und Notfahranlagen im Sinne der
Bergverordnung für Schacht- und Schrägförderanlagen sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Die Firma SIEMAG TECBERG bewirbt in dem Prospekt "
SIEMAG TECBERG, mobile Schachtwinde", heruntergeladen unter der Internetdomain http://www.siemag-tecberg.de/cms/upload/downloads/de//TI
18 Mobile-Schachtwinde de.pdf am 15.09.2015, eine mobile Schachtwinde, die als autonome Befahrungsanlage zur Inspektion von Förderschächten
und als Notfahranlage zur Rettung von Personen konzipiert ist. Die Trommelwinde ist
auf einem modifizierten, vierachsigen Lastkraftwagen montiert. Der Lastkraftwagen
(LKW) ist mit einem Dieselmotor als Antriebsmotor ausgestattet. Über eine Kugeldrehverbindung
ist eine Drehplattform mit dem Grundrahmen des LKWs verbunden. Auf der Drehplattform
sind eine Steuerkabine mit Schaltschrank, ein Ausleger, eine Trommel für das Förderseil
und Hilfsantriebe für die Ausleger- und Windenbewegung befestigt. Am Förderseilende
wird ein Korb für die Rettung von Personen beziehungsweise den Transport von kleineren
Gerätschaften befestigt. Als kleine Seilfahranlage ist die Beförderung von maximal
zehn Personen zulässig.
[0003] Nachfolgend wird anhand von Figur 3 das Antriebskonzepts der bekannten mobilen Schachtwinde
der SIEMAG TECBERG näher erläutert:
Der Windenantrieb (1) der Winde (2) wird von einem Hydraulikmotor (1a) und einem Getriebe
(1b) gebildet. Der Antrieb des Hydraulikmotors (1a) erfolgt mit Hydraulikflüssigkeit
aus einem Tank (3), die mit einer der beiden Pumpen (4,5) gefördert wird. Die erste
Pumpe (4) wird von einem auf der mobilen Schachtwinde angeordneten Dieselmotor angetrieben.
Die zweite Pumpe (5) wird von einem auf der mobilen Schachtwinde angeordneten Elektromotor
angetrieben. Der wahlweise Betrieb des Hydraulikmotors (1a) über die erste Pumpe (4)
oder die zweite Pumpe (5) erfolgt mit einer Hydrauliksteuerung (6). Im Regelbetrieb
erfolgt der Antrieb des Hydraulikmotors (1a) mit der Hydraulikpumpe (5), die von dem
Elektromotor (5a) angetrieben wird, wobei der Elektromotor (5a) aus dem Stromnetz
(7) mit Energie versorgt wird. Auf die Pumpe (4), die von dem Dieselmotor (4a) angetrieben
wird, wird bei Stromausfall umgeschaltet oder wenn aus anderen Gründen kein Stromnetz
(7) verfügbar ist.
[0004] Die Hydraulikpumpen (4,5) treiben auch die hydraulischen Aktoren für die Nebenfunktionen
der mobilen Schachtwinde an, wie beispielsweise die Antriebskomponenten des Auslegers
und des Drehantrieb für die Drehplattform.
[0005] Die bekannte mobile Schachtwinde weist ein hohes Gewicht auf, das durch die beiden
Hydraulikpumpen (4,5) sowie den erforderlichen Diesel- und Elektromotor hervorgerufen
wird. Der Bauraumbedarf führt zudem zu beengten Platzverhältnissen auf dem LKW-Chassis
der mobilen Schachtwinde.
[0006] Die US 2012/0160796 A1 offenbart einen Mobilkran mit mindestens vier Rädern bei dem in dem Unterwagen ein
Dieselmotor angeordnet ist. Der Dieselmotor treibt über ein Getriebe die Räder des
Unterwagens an. An den Dieselmotor ist zudem eine Hydraulikpumpe angeschlossen. Außerdem
treibt der Dieselmotor einen Generator an, der über eine Stromleitung zum Laden einer
Batterie mit dieser verbunden ist. Des Weiteren ist an dem Generator mindestens ein
elektrischer Verbraucher angeschlossen, der in dem Oberwagen angeordnet ist. Als elektrische
Verbraucher werden Beleuchtungen für die Kabinen, eine Beleuchtung des Kranumfeldes,
Warnleuchten und Warnsignale, eine Kransteuerung mit Display, ein Radio oder weitere
Nebenverbraucher wie Funkgeräte, Mobilfunk- und Ladegeräte genannt.
[0007] Die
US 2012/0160796 A1 offenbart außerdem einen Raupenkran mit zwei am Unterwagen parallel angeordneten
Raupenfahrwerken. An dem Unterwagen ist um eine vertikale Drehachse ein Oberwagen
drehbar gelagert. An dem Oberwagen ist ein horizontaler Querträger angeordnet, an
dem ein Dieselmotor und zwei mit dem Dieselmotor verbundene Generatoren angebracht
sind. Jedes der beiden Raupenfahrwerke des Unterwagens weist einen Fahrantrieb auf.
Der Fahrantrieb erfolgt durch einen Elektromotor. Die zwei Generatoren speisen elektrische
Energie über Gleichrichter in ein Leitungsverbrauchersystem ein. Ausgehend von dem
Leistungsverbrauchersystem können eine Vielzahl von elektrischen Verbrauchern mit
Energie versorgt werden. Über jeweils einen Umrichter sind beispielsweise drei Elektromotoren
als Verbraucher an das Leitungsverbrauchersystem angeschlossen und werden mit elektrischer
Energie versorgt. Die drei Elektromotoren treiben jeweils über ein Verbrauchergetriebe
eine Seilwinde an.
[0008] Die
WO 2012/115567 A1 offenbart eine mobile Schachtwinde umfassend ein Trägerfahrzeug mit einem als Verbrennungsmotor
ausgestalteten Fahrzeugantrieb, einem starren Grundrahmen und einer auf dem Grundrahmen
angeordneten Drehplattform. Zum Verfahren der mobilen Schachtwinde wird ausschließlich
der als Verbrennungsmotor ausgestaltete Antriebsmotor verwendet. Für alle weiteren
Operationen wird der Verbrennungsmotor ausgeschaltet und der Betrieb der hydraulisch
angetriebenen Winden erfolgt ausschließlich über das elektrische Stromnetz. Während
des Windenbetriebs ist ein Start des Verbrennungsmotors technisch ausgeschlossen.
Die
WO 2012/115567 A1 offenbart den Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine mobile Schachtwinde zu schaffen, die einen geringeren Bauraum benötigt, weniger
Gewicht und einen einfacheren Aufbau aufweist. Zudem soll die Steuerung der Trommelwinde
verbessert werden. Die oben erwähnte Aufgabe wird durch eine mobile Schachtwinde gemäß
dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe basiert auf dem Gedanken, dass der Windenantrieb rein elektrisch
erfolgt. Im Einzelnen wird die Aufgabe bei einer mobilen Schachtwinde der eingangs
erwähnten Art dadurch gelöst, dass
- der Windenantrieb ausschließlich einen Elektromotor umfasst,
- die Steuerung für einen wahlweisen Betrieb des Elektromotors an einem Stromnetz oder
einem elektrischen Generator eingerichtet ist,
- ein Verbrennungsmotor den Generator antreibt und
- der Generator und der Verbrennungsmotor an dem Trägerfahrzeug angeordnet sind und
- der Verbrennungsmotor des Fahrzeugantriebs über einen Nebenabtrieb den Generator antreibt,
wobei der Nebenabtrieb als schaltbare Welle an einem Nebenausgang des Getriebes des
Fahrzeugantriebes ausgeführt ist.
[0011] Die Energie zum Betreiben des Elektromotors wird ohne zusätzliche Hydraulikaggregate
über das Stromnetz und im Falle von dessen Ausfall oder Nichtverfügbarkeit über einen
Generator bereitgestellt, der von einem Verbrennungsmotor, insbesondere einem Dieselmotor
angetrieben wird. Eine weitere Reduzierung des Gewichts und Bauraumes wird daduurch
erzielt, dass der Verbrennungsmotor des Fahrzeugantriebs über einen Nebenantrieb den
Generator antreibt. Der während des Betriebs der Trommelwinde für den Antrieb des
Trägerfahrzeugs nicht benötigte Antriebsmotor übernimmt damit eine Doppelfunktion,
sodass die erfindungsgemäße mobile Schachtwinde deutlich einfacher und damit kostengünstiger
herstellbar ist. Der Nebenabtrieb ist als schaltbare Welle an einem Nebenausgang des
Getriebes des Fahrzeugantriebes ausgeführt, die dem elektrischen Generator die nötige
Bewegungsenergie zuführt.
[0012] Ein an der Drehplattform des Trägerfahrzeugs angeordnetes Hydrauliksystem, das für
einen Betrieb von Nebenfunktionen der mobilen Schachtwinde eingerichtet ist, kann
deutlich kleiner, einfacher und leichter ausgeführt werden, als das Hydrauliksystem
im Stand der Technik, das auch den Antrieb der Trommelwinde sicherstellen muss. Ein
Hydrauliksystem für den Betrieb von Nebenfunktionen für die mobile Schachtwinde umfasst
- einen Tank zur Aufnahme von Hydraulikflüssigkeit,
- eine elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe mit einer Saug- und einer Druckseite,
wobei die Saugseite in flüssigkeitsleitender Verbindung mit dem Tank und die Druckseite
in flüssigkeitsleitender Verbindung mit mindestens einem Aktor für den Betrieb einer
Nebenfunktion stehen.
[0013] Als Aktoren weist das Hydrauliksystem insbesondere Hydraulikzylinder und/oder Hydraulikmotoren
auf. Verfügt die mobile Schachtwinde über einen insbesondere teleskopierbaren Ausleger,
wird dessen Winkel zur Drehplattform vorzugsweise mit einem Hydraulikzylinder verändert.
Die relative Verdrehung der Drehplattform zu dem Grundrahmen erfolgt beispielsweise
mit einem Hydraulikmotor. Die elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe zum Betrieb der
Aktoren für die Nebenfunktionen ist für einen wahlweisen Betrieb an dem Stromnetz
oder, falls dieses nicht zur Verfügung steht, dem elektrischen Generator eingerichtet,
der im Bedarfsfall auch die Energie für den Elektromotor des Windenantriebes bereitstellt.
[0014] Vorzugsweise ist auf der Drehplattform der mobilen Schachtwinde ein Teleskopausleger
mit Führungselementen, insbesondere Führungsrollen für das Förderseil angeordnet,
mit dessen Hilfe der an dem Förderseilende angeschlagene Korb in vertikaler Verlängerung
des Schachtes ausgerichtet wird. Alternativ oder zusätzlich kann das Förderseil über
Führungselemente, insbesondere eine an einem Fördergerüst angeordnete Seilscheibe
in den Schacht umgelenkt werden.
[0015] In die Seele des Förderseils kann ein abgeschirmtes Kabel eingelassen sein, über
das eine Signalübertragung zwischen Personen in dem Korb und einer Gegenstelle der
mobilen Schachtwinde übertragen werden kann.
[0016] Um den Stand des Trägerfahrzeuges im Betrieb der mobilen Schachtwinde zu verbessern,
ist dieses vorzugsweise mit ausfahrbaren, hydraulischen Stützen ausgestattet.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Gesamtdarstellung einer erfindungsgemäßen mobilen Schachtwinde,
- Figur 2
- eine prinzipielle Darstellung zur Veranschaulichung des Antriebskonzeptes der mobilen
Schachtwinde sowie
- Figur 3
- eine prinzipielle Darstellung zur Veranschaulichung des Antriebskonzepts einer mobilen
Schachtwinde nach dem Stand der Technik
[0018] Figur 1 zeigt eine mobile Schachtwinde mit einem LKW als Trägerfahrzeug (11) mit
einem Fahrzeugantrieb (12), der von einem Dieselmotor mit angeflanschtem Getriebe
gebildet wird. An einem starren Grundrahmen (13) des LKWs ist über eine Drehverbindung
(14) eine Drehplattform (15) angeordnet.
[0019] Auf der Drehplattform (15) befindet sich eine von einem Windenantrieb angetriebene
Trommelwinde (16) zum Auf- und Abwickeln eines Förderseils (17). Von der Trommelwinde
(16) erstreckt sich ein Teleskopausleger (18), mit dessen Hilfe das Förderseil (17)
mit dem an dessen Seilende angeschlagenen, in der Figur nicht dargestellten Korb über
der Schachtöffnung ausgerichtet wird. Am Ende des Teleskopauslegers (18) ist zur Umlenkung
des Förderseils (17) eine Umlenkrolle (19) drehbar gelagert.
[0020] Auf der Drehplattform (15) befinden sich ferner die Antriebskomponenten der Trommelwinde
(16) sowie für die Nebenfunktionen, die nachfolgend anhand von Figur 2 näher erläutert
werden.
[0021] Die Trommelwinde (16) umfasst eine Seiltrommel (21), die mit einem Windenantrieb
(22) verbunden ist, der von einem Elektromotor (22a) und einem die Drehzahl des Elektromotors
(22a) herabsetzenden Getriebe (22b) gebildet wird. Über eine Steuerung (23) ist der
Elektromotor (22a) wahlweise an einem Stromnetz (24) oder einem elektrischen Generator
(25) betreibbar. Im Regelbetrieb wird der Elektromotor (22a) an dem Stromnetz (24)
betrieben. Ist das Stromnetz (24) nicht verfügbar, übernimmt der Generator (25) die
Energieversorgung des Elektromotors (22a).
[0022] Der Elektromotor (22a) des Windenantriebs (22) ist vorzugsweise ein Servomotor. Hierdurch
ist eine exakte Kontrolle der Winkelposition der Motorwelle sowie der Drehgeschwindigkeit
und Beschleunigung möglich. Die Verwendung eines Servomotors für den Windenantrieb
(22) ermöglicht eine deutlich exaktere Steuerung der Trommelwinde und damit Positionierung
des an dem Förderseilende befestigten Korbs.
[0023] Der Generator (25) wird unter optimaler Ausnutzung der Raumverhältnisse der mobilen
Schachtwinde (10) sowie des ohnehin vorhandenen Fahrzeugantriebs (12) über einen Nebenabtrieb
(26) des LKW-Dieselmotors (12a) angetrieben. Bei dem Nebenabtrieb (26) handelt es
sich um eine zuschaltbare Antriebswelle an einem Nebenausgang des Getriebes des Fahrzeugantriebs
(12).
[0024] Auf der Drehplattform (15) der mobilen Schachtwinde (10) ist ferner ein Hydrauliksystem
(27) angeordnet, das für einen Betrieb der Nebenfunktionen der mobilen Schachtwinde
(10) eingerichtet ist. Insbesondere handelt es sich um die Funktionen zum Anheben
und Teleskopieren des Teleskopauslegers (18) sowie das Drehen der Drehplattform (15).
Als Aktoren für diese Nebenfunktionen kommen Hydraulikmotoren und Hydraulikzylinder
zum Einsatz, die von einer Hydraulikpumpe (28) mit einer Hydraulikflüssigkeit aus
einem Hydrauliktank (30) beaufschlagt werden. Die Hydraulikpumpe (28) wird von einem
Elektromotor (29) angetrieben, der im Regelbetrieb aus dem Stromnetz (24) mit Energie
versorgt wird. Bei Nichtverfügbarkeit des Stromnetzes (24) übernimmt der vorhandene
Generator (25) die Energieversorgung.
[0025] Durch das erfindungsgemäße Antriebskonzept der mobilen Schachtwinde (10) kann das
Hydrauliksystem (27) für die Nebenfunktionen deutlich kleiner, einfacher und leichter
ausgeführt werden. Der im Stand der Technik erforderliche zusätzliche Dieselmotor
als redundanter Antrieb für das Hydrauliksystem entfällt, da der ohnehin vorhandene
LKW-Dieselmotor (12a) effektiv über den Nebenabtrieb (26) sowohl für die Erzeugung
der Antriebsenergie für den Windenantrieb (22) als auch zum Betrieb der Nebenaggregate
genutzt wird.
| Nr. |
Bezeichnung |
| 1. |
Windenantrieb |
| 1a. |
Hydraulikmotor |
| 1b. |
Getriebe |
| 2. |
Winde |
| 3. |
Tank |
| 4. |
Pumpe |
| 4a. |
Dieselmotor |
| 5. |
Pumpe |
| 5a. |
Elektromotor |
| 6. |
Hydrauliksteuerung |
| 7. |
Stromnetz |
| 10. |
Mobile Schachtwinde |
| 11. |
Trägerfahrzeug |
| 12. |
Fahrzeugantrieb |
| 12a. |
LKW-Dieselmotor |
| 13. |
Grundrahmen |
| 14. |
Drehverbindung |
| 15. |
Drehplattform |
| 16. |
Trommelwinde |
| 17. |
Förderseil |
| 18. |
Teleskopanleger |
| 19. |
Umlenkrolle |
| 20. |
Steuer kabine |
| 21. |
Seiltrommel |
| 22. |
Windenantrieb |
| 22a. |
Elektromotor |
| 22b. |
Getriebe |
| 23. |
Steuerung |
| 24. |
Stromnetz |
| 25. |
Generator |
| 26. |
Nebenantrieb |
| 27. |
Hydrauliksystem |
| 28. |
Hydraulikpumpe |
| 29. |
Elektromotor |
| 30. |
Tank |
1. Mobile Schachtwinde (10) umfassend
- ein Trägerfahrzeug (11) mit einem Fahrzeugantrieb (12), der einen Verbrennungsmotor
(12a) aufweist, einem starren Grundrahmen (13) und einer Drehplattform (15), die über
eine Drehverbindung (14) an dem Grundrahmen (13) angeordnet ist,
- eine auf der Drehplattform (15) angeordnete Trommelwinde (16) mit einer von einem
Windenantrieb (22) angetriebenen Seiltrommel (16a), eingerichtet zum Auf- und Abwickeln
eines Förderseils (17),
- eine Steuerung(23) für den Windenantrieb (22),
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Windenantrieb (22) ausschließlich einen Elektromotor (22a) umfasst,
- die Steuerung (23) für einen wahlweisen Betrieb des Elektromotors (22a) an einem
Stromnetz (24) oder einem elektrischen Generator (25) eingerichet ist,
- ein Verbrennungsmotor (12a) den Generator (25) antreibt und
- der Generator (25) und der Verbrennungsmotor (12a) an dem Trägerfahrzeug (11) angeordnet
sind,
- der Verbrennungsmotor (12a) des Fahrzeugantriebs (12) über einen Nebenabtrieb (26)
den Generator (25) antreibt, wobei der Nebenabtrieb (26) als schaltbare Welle an einem
Nebenausgang des Getriebes des Fahrzeugantriebes (12) ausgeführt ist.
2. Mobile Schachtwinde nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- an dem Trägerfahrzeug (11) ein Hydrauliksystem (27) angeordnet ist, das für einen
Betrieb von Nebenfunktionen der mobilen Schachtwinde (10) eingerichet ist, umfassend
- einen Tank (30) zur Aufnahme von Hydraulikflüssigkeit,
- eine elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe (28) mit einer Saug - und einer Druckseite,
- wobei die Saugseite in flüssigkeitsleitender Verbindung mit dem Tank (30) und die
Druckseite in flüssigkeitsleitender Verbindung mit mindestens einem Aktor für den
Betrieb einer Nebenfunktion stehen.
3. Mobile Schachtwinde nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydrauliksystem (27) als Aktoren Hydraulikzylinder und/oder Hydraulikmotoren
aufweist.
4. Mobile Schachtwinde nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe (28) für einen Betrieb an dem elektrischen
Generator (25) eingerichet ist.
5. Mobile Schachtwinde nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe (25) für einen wahlweisen Betrieb an dem
Stromnetz (24) oder dem elektrischen Generator (25) eingerichet ist.
6. Mobile Schachtwinde nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Drehplattform (15) ein Teleskopausleger (18) mit Führungselementen für das
Förderseil angeordnet ist.
7. Mobile Schachtwinde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderseil (17) über Führungselemente läuft, die im Abstand zu der mobilen Schachtwinde
(10) angeordnet sind.
8. Mobile Schachtwinde nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerfahrzeug (11) ausfahrbare hydraulische Stützen aufweist.
9. Mobile Schachtwinde nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (22a) als Servomotor ausgebildet ist.
1. A mobile shaft winch (10), comprising:
- a carrier vehicle (11) having a vehicle drive (12) which comprises an internal combustion
engine (12a), a rigid base frame (13) and a rotary platform (15) arranged on the base
frame (13) via a rotary connection (14),
- a drum winch (16) arranged on the rotary platform (15) with a rope drum (16a) driven
by a winch drive (22) which is adapted to wind on and unwind a haulage rope (17),
- a control system (23) for the winch drive (22),
characterized in that
- the winch drive (22) exclusively comprises an electric motor (22a),
- the control system (23) is adapted to selectively operate the electric motor (22a)
on a mains supply system (24) or on an electric generator (25),
- an internal combustion engine (12a) drives the generator (25) and
- the generator (25) and the internal combustion engine (12a) are arranged on the
carrier vehicle (11)
- the internal combustion engine (12a) of the vehicle drive (12) drives the generator
(25) via a power take-off (26), wherein the power take-off (26) is constructed as
an engageable shaft on an auxiliary output of the transmission of the vehicle drive
(12).
2. The mobile shaft winch according to claim 1,
characterized in that
- a hydraulic system (27) is arranged on the carrier vehicle (11) which is adapted
to operate auxiliary functions of the mobile shaft winch (10), comprising
- a tank (30) for holding hydraulic fluid,
- an electrically driven hydraulic pump (28) having a suction side and a pressure
side,
- wherein the suction side is in fluid conducting communication with the tank (30)
and the pressure side is in fluid conducting communication with at least one actuator
for the operation of the auxiliary function.
3. The mobile shaft winch according to claim 2, characterized in that the hydraulic system (27) comprises hydraulic cylinders and/or hydraulic motors as
actuators.
4. The mobile shaft winch according to claim 2 or 3, characterized in that the electrically driven hydraulic pump (28) is adapted for operation on the electric
generator (25).
5. The mobile shaft winch according to claim 2 or 3, characterized in that the electrically driven hydraulic pump (25) is adapted for selective operation on
the mains supply system (24) or on the electric generator (25).
6. The mobile shaft winch according to one of claims 1 to 5, characterized in that a telescopic jib (18) with guide elements for the haulage rope is arranged on the
rotary platform (15).
7. The mobile shaft winch according to one of claims 1 to 6, characterized in that haulage rope (17) runs over guide elements which are arranged at a distance from
the mobile shaft winch (10).
8. The mobile shaft winch according to one of claims 1 to 7, characterized in that the carrier vehicle (11) has extendable hydraulic supports.
9. The mobile shaft winch according to one of claims 1 to 8, characterized in that the electric motor (22a) is configured as a servo motor.
1. Treuil de puits mobile (10), comprenant
- un véhicule porteur (11) pourvu d'un entraînement de véhicule (12), qui comporte
un moteur à combustion interne (12a), d'un châssis de base (13) rigide et d'une plateforme
rotative (15), qui par l'intermédiaire d'un assemblage rotatif (14) est placée sur
le châssis de base (13),
- un tambour de treuil (16), placé sur la plateforme rotative (15), pourvu d'un tambour
de câble (16a) entraîné par un entraînement de treuil (22), aménagé pour enrouler
et dérouler un câble de treuil (17),
- un système de commande (23) pour l'entraînement de treuil (22),
caractérisé en ce que
- l'entraînement de treuil (22) comprend exclusivement un moteur électrique (22a),
- le système de commande (23) est aménagé pour un fonctionnement au choix du moteur
électrique (22a) sur un réseau électrique (24) ou sur un générateur électrique (25),
- un moteur à combustion interne (12a) entraîne le générateur (25) et
- le générateur (25) et le moteur à combustion interne (12a) sont placés sur le véhicule
porteur (11),
- le moteur à combustion interne (12a) de l'entraînement de véhicule (12) entraîne
le générateur (25) par l'intermédiaire d'un entraînement auxiliaire (26), l'entraînement
auxiliaire (26) étant réalisé sous la forme d'un arbre commutable sur une sortie auxiliaire
de la transmission de l'entraînement de véhicule (12).
2. Treuil de puits mobile selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- sur le véhicule porteur (11) est placé un système hydraulique (27) qui est aménagé
pour actionner des fonctions auxiliaires du treuil de puits mobile (10), comprenant
- un réservoir (30) destiné à recevoir un liquide hydraulique,
- une pompe hydraulique (28) à entraînement électrique, pourvue d'un côté aspiration
et d'un côté pression,
- le côté aspiration étant en liaison conductrice de liquide avec le réservoir (30)
et le côté pression étant en liaison conductrice de liquide avec au moins un actionneur
pour l'actionnement d'une fonction auxiliaire.
3. Treuil de puits mobile selon la revendication 2, caractérisé en ce que le système hydraulique (27) comporte en tant qu'actionneurs des vérins hydrauliques
et/ou des moteurs hydrauliques.
4. Treuil de puits mobile selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la pompe hydraulique (28) à entraînement électrique est aménagée pour fonctionner
sur le générateur électrique (25).
5. Treuil de puits mobile selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la pompe hydraulique (25) à entraînement électrique est aménagée pour un fonctionnement
au choix sur le réseau électrique (24) ou sur le générateur électrique (25).
6. Treuil de puits mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que sur la plateforme rotative (15) est placée une flèche télescopique (18) pourvue d'éléments
de guidage pour le câble de treuil.
7. Treuil de puits mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le câble de treuil (17) passe sur des éléments de guidage, qui sont placés avec un
écart par rapport au treuil de puits mobile (10).
8. Treuil de puits mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le véhicule porteur (11) comporte des supports hydrauliques déployables.
9. Treuil de puits mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le moteur électrique (22a) est conçu sous la forme d'un servomoteur.