[0001] Die Erfindung betrifft ein Hochfrequenzleitersystem mit leitungsgebundener HF-Durchführung,
insbesondere in Form eines HF-Filters. Ein solches Hochfrequenzleitersystem wird beispielsweise
in funktechnischen Anlagen, insbesondere im Mobilfunkbereich eingesetzt. Dabei wird
häufig für die Sende- und Empfangssignale eine gemeinsame Antenne benutzt. Dabei verwenden
die Sende- und Empfangssignale jeweils unterschiedliche Frequenzbereiche, und die
Antenne muss zum Senden und Empfangen in beiden Frequenzbereichen geeignet sein. Zur
Trennung der Sende- und Empfangssignale ist deshalb eine geeignete Frequenzfilterung
erforderlich, mit der einerseits die Sendesignale vom Sender zur Antenne und andererseits
die Empfangssignale von der Antenne zum Empfänger weitergeleitet werden. Zur Aufteilung
der Sende- und Empfangssignale werden heutzutage Hochfrequenzfilter in Cavity-Bauform
und/oder koaxialer Bauform eingesetzt.
[0002] Beispielweise kann ein Paar von Hochfrequenzfiltern eingesetzt werden, die beide
ein bestimmtes Frequenzband durchlassen (Bandpassfilter). Alternativ kann ein Paar
von Hochfrequenzfiltern verwendet werden, die beide ein bestimmtes Frequenzband sperren
(Bandsperrfilter). Ferner kann ein Paar von Hochfrequenzfiltern verwendet werden,
von denen ein Filter Frequenzen unterhalb einer Frequenz zwischen Sende- und Empfangsband
durchlässt und Frequenzen oberhalb dieser Frequenz sperrt (Tiefpassfilter) und das
andere Filterfrequenzen unterhalb einer Frequenz zwischen Sende- und Empfangsband
sperrt und darüber liegende Frequenzen durchlässt (Hochpassfilter). Auch weitere Kombinationen
aus den soeben genannten Filtertypen sind denkbar.
[0003] Derartige Filter weisen häufig einen koaxialen Aufbau auf, da sie aus Fräs- bzw.
Gussteilen bestehen, wodurch sie einfach herstellbar sind.
[0004] Aus der
US 2014/0055215 A1 ist ein Hochfrequenzfilter bekannt, das eine Leiterbahn aufweist die beabstandet
auf einer Metallschicht angeordnet ist. Die Leiterbahn umfasst Abschnitte mit einem
verbreiterten Durchmesser (Stichleitung), die sich senkrecht zu dem Verlauf der Leiterbahn
in eine oder beide Seiten nach außen hin erstrecken. Ein Gehäuse mit einer Gehäusewand
und einem Gehäusedeckel überdeckt die Leiterbahn und ist bezüglich der Geometrie an
den Verlauf der Leiterbahn angepasst.
[0005] Die
WO 2009/082117 A1 zeigt ein Hochfrequenzfilter in Stripline-Technologie, wobei der Innenleiter mehrere
Stichleitungen aufweist. Die Gehäuseform folgt dem Verlauf des Innenleiters mit seinen
Strichleitungen.
[0006] Aus der
DE 10 2009 031 373 A1 ist ein Hochfrequenzfilter bekannt, das einen Außenleiter und einen Innenleiter aufweist.
Der Innenleiter besteht aus mehreren Innenleiter-Abschnitten, die unter Ausbildung
eines Abstandes zwischen ihnen kapazitiv miteinander gekoppelt sind.
[0007] Aus der
EP 1 562 253 A1 ist ein Hochfrequenzfilter bekannt, bei dem die Resonanzfrequenz im Betrieb verändert
werden kann.
[0008] Anders sieht es bei der
US 6 570 472 B1 aus, die einen Tiefpassfilter beschreibt, der aus Blechstanz- und Biegeteilen besteht.
Der Innenleiter besteht aus plattenartigen Elementen, die über ein Verbindungsstück
miteinander verbunden sind. Die plattenartigen Elemente sind zusammen mit dem Verbindungsstück
einteilig ausgebildet. Zwischen zwei plattenartigen Elementen ist jeweils eine Trennwand,
die Teil des Gehäuses ist, angeordnet, sodass keine direkte Kopplung möglich ist.
Diese Trennwand umfasst eine Öffnung, durch die sich das jeweilige Verbindungsstück
erstreckt. Die plattenartigen Elemente weisen Stirnseiten auf, die in Richtung der
jeweiligen Trennwand zeigen. Die plattenartigen Elemente umfassen außerdem größere
Seitenflächen, die zum Gehäuse zeigen und über die eine kapazitive Kopplung zum Gehäuse
erfolgt.
[0009] Die
DE 12 64 636 B beschreibt ein Hochfrequenzfilter, welches ein zylindrisches Rohr umfasst, in dem
ein Innenleiter angeordnet ist, wobei das zylindrische Rohr eine sprunghafte Erweiterung
seiner Außenleiterabschnitte aufweist. Im Bereich dieser sprunghaften Erweiterung
ist der Innenleiter in Form einer kreisförmigen metallischen Scheibe erweitert.
[0010] Die
GB 1 046 277 A zeigt ein Hochfrequenzfilter, welches ein Filtergehäuse umfasst, in welchem ein Innenleiter
verläuft. Trennwände teilen den Aufnahmeraum im Filtergehäuse in einzelne Kammern
auf, wobei die Trennwände eine Öffnung haben, durch die der Innenleiter hindurchgeführt
wird. Die Trennwände sind an ihren Enden an einem HF absorbierenden Material befestigt.
Der Innenleiter umfasst Segmente mit einem größeren Durchmesser, wobei dieser Durchmesser
dennoch kleiner ist als die Öffnung in den jeweiligen Trennwänden, sodass der Innenleiter
durch die Trennwände hindurch geschoben werden kann.
[0011] In der
US 2003/0184407 A1 ist ein Hochfrequenzfilter beschrieben, dessen Innenleiter in einem Ausführungsbeispiel
Segmente mit einem größeren Durchmesser umfasst.
[0012] Die
KR 100 928 915 B1 beschreibt ebenfalls ein HF-Filter in Cavity-Bauweise. Es sind ein Gehäuseboden und
umlaufende Gehäusewände vorgesehen, die einen Aufnahmeraum umgeben, der von einer
Deckelanordnung verschlossen wird. Dieser Aufnahmeraum wird durch Trennstege in eine
Vielzahl von Resonatorkammern unterteilt. Diese Trennstege umfassen eine Öffnung,
durch die ein Innenleiter mit einem konstanten Innenleiterquerschnitt hindurchgeführt
werden kann.
[0013] Aus dem Stand der Technik, wie er in Figur 9 exemplarisch dargestellt ist, ist ein
Hochfrequenzleitersystem mit mehreren Kammern bekannt, das z.B. zur Filterung von
HF-Signalen verwendet werden kann. Das Hochfrequenzleitersystem 1 ist in Draufsicht
mit geöffnetem Deckel dargestellt. Dieses umfasst ein Hochfrequenzgehäuse 2 eine HF-Durchführung
3 in Form eines Innenleiters und ein Anschlussstück 4 in Form eines koaxialen Steckers.
Die HF-Durchführung 3 wird dabei durch Querverbindungen 5 geführt, die das Hochfrequenzleitersystem
1 in verschiedene Kammern 6
1, bis 6
n unterteilen und abstützen. Diese Querverbindungen 5 weisen eine Aufnahmeöffnung in
axialer Richtung auf. Das Hochfrequenzgehäuse 2 wird bevorzugt aus einem Werkstück
herausgefräst, wobei die Querverbindungen 5 stehen gelassen werden. Ein Teil der HF-Durchführung
3 weist Bereiche 19 auf, die der kapazitiven Kopplung mit dem Hochfrequenzgehäuse
2 dienen. Diese Bereiche 19 sind durch eine Verbreiterung der HF-Durchführung 3 gebildet.
Diese Bereiche 19 haben einen runden Querschnitt in Draufsicht parallel zum Verlauf
der HF-Durchführung. Die kapazitive Kopplung findet an der Seiten-Umfangsfläche dieser
Bereiche 19 hin zu dem Hochfrequenzgehäuse 2 statt.
[0014] Nachteilig an dem Stand der Technik aus Figur 9 ist, dass die kapazitive Kopplung
nicht genau reproduzierbar ist.
[0015] Es ist daher die Aufgabe der hier vorliegenden Erfindung ein Hochfrequenzleitersystem
mit leitungsgebundener HF-Durchführung zu schaffen, das reproduzierbare Eigenschaften
aufweist, einfach herzustellen ist und die Pegel entstehender Intermodulationsprodukte
möglichst niedrig hält.
[0016] Die Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung gemäß dem unabhängigen Anspruch
1 und dem unabhängigen Anspruch 2 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0017] Das erfindungsgemäße Hochfrequenzleitersystem umfasst ein Hochfrequenzgehäuse, das
einen Gehäuseboden, einen vom Gehäuseboden beabstandeten Gehäusedeckel und eine zwischen
dem Gehäuseboden und dem Gehäusedeckel umlaufende Gehäusewand umfasst, wodurch ein
Aufnahmeraum gebildet ist. Die umlaufende Gehäusewand weist eine erste Gehäusewand
und eine zweite Gehäusewand auf, wobei die zweite Gehäusewand der ersten Gehäusewand
gegenüberliegt. Dabei ist zumindest eine leitungsgebundene HF-Durchführung innerhalb
des Aufnahmeraums angeordnet. Diese ist vom Hochfrequenzgehäuse galvanisch getrennt.
Zumindest ein kapazitives Koppelelement ist an zumindest einem Teil des Umfangs der
leitungsgebundenen HF-Durchführung angeordnet und galvanisch mit der leitungsgebundenen
HF-Durchführung verbunden. Jedes kapazitive Koppelelement weist zwei gegenüberliegende
Stirnseiten auf, die quer oder senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der leitungsgebundenen
HF-Durchführung ausgerichtet sind. Zumindest ein erster Koppelsteg ist galvanisch
mit dem Hochfrequenzgehäuse verbunden und ragt zumindest teilweise in den Aufnahmeraum
hinein. Der zumindest eine erste Koppelsteg ist beabstandet zu zumindest einem ersten
Teil zumindest einer der beiden Stirnseiten des kapazitiven Koppelelements zur Erzeugung
einer kapazitiven Kopplung angeordnet. Beispielsweise erfolgt mehr als 50%, oder mehr
als 60%, 70%, 80%, 90%, oder mehr als 95% der gesamten kapazitiven Kopplung zwischen
dem kapazitiven Koppelelement und dem Hochfrequenzgehäuse über eine oder beide Stirnseiten
und den zumindest einen Koppelsteg.
[0018] Erfindungsgemäß ist zumindest ein zweiter Koppelsteg vorgesehen, wobei der zumindest
eine zweite Koppelsteg in Ausbreitungsrichtung der leitungsgebundenen HF-Durchführung
beabstandet von dem jeweiligen ersten Koppelsteg angeordnet ist und wobei zwischen
den beiden Koppelstegen jeweils eine erste Koppelkammer gebildet ist. Erfindungsgemäß
sind noch zumindest ein dritter und zumindest ein vierter Koppelsteg vorgesehen, die
in den Aufnahmeraum ragen und an einer der Gehäusewand, an der die erste Koppelkammer
mit dem ersten und zweiten Koppelsteg angeordnet sind, gegenüberliegenden Gehäusewand
angeordnet sind. Zumindest ein erster Teil des zumindest einen kapazitiven Koppelelements
ragt in die jeweilige erste Koppelkammer zwischen dem jeweiligen ersten und dem jeweiligen
zweiten Koppelsteg, wobei der erste Koppelsteg jeweils zu einer der beiden gegenüberliegenden
Stirnseiten und der zweite Koppelsteg jeweils zu der dazu gegenüberliegenden Stirnseite
des jeweiligen kapazitiven Koppelelements zur Erzeugung einer kapazitiven Kopplung
zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung und dem Hochfrequenzgehäuse über die
beiden Stirnseiten angeordnet sind. Zumindest ein zweiter Teil des zumindest einen
kapazitiven Koppelelements ragt in die jeweilige zweite Koppelkammer zwischen dem
jeweiligen dritten und dem jeweiligen vierten Koppelsteg. Der dritte Koppelsteg ist
jeweils zu einer der beiden gegenüberliegenden Stirnseiten und der vierte Koppelsteg
ist jeweils zu der dazu gegenüberliegenden Stirnseite des jeweiligen kapazitiven Koppelelements
zur Erzeugung einer kapazitiven Kopplung zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung
und dem Hochfrequenzgehäuse über die beiden Stirnseiten angeordnet.
[0019] In einem anderen unabhängigen Anspruch sind der dritte und der vierte Koppelsteg
dagegen an dem Gehäuseboden oder dem Gehäusedeckel angeordnet.
[0020] Besonders vorteilhaft ist im Rahmen der Erfindung, dass die Kopplung über die Stirnseiten
erfolgt, weil diese eben sind, bzw. jede Stirnseite vollständig in einer Ebene liegt
und sphärisch nicht gekrümmt ist. Eine solche Stirnseite kann viel genauer reproduziert
werden, als wenn diese wie die Seiten-Umfangsfläche zylinderförmig gestaltet wäre.
Gleichzeitig lässt sich die gesamte leitungsgebundene HF-Durchführung weiterhin in
einem Drehprozess herstellen. Mittels des kapazitiven Koppelelements und des zu diesem
korrespondierenden Koppelstegs ist es möglich, innerhalb des Hochfrequenzleitersystems
eine Filterwirkung für Hochfrequenzsignale zu erreichen, die über die leitungsgebundene
HF-Durchführung übertragen werden.
[0021] Das Hochfrequenzleitersystem weist außerdem zumindest ein Anschlussstück, insbesondere
in Form eines koaxialen Steckers auf, welches eine elektrische Kontaktierung der leitungsgebundenen
HF-Durchführung von außerhalb des Hochfrequenzgehäuses ermöglicht. Dies bedeutet,
dass beispielsweise ein Koaxialkabel von außen mit dem Hochfrequenzleitersystem verbunden
werden kann. Die leitungsgebundene HF-Durchführung ist dabei vorzugsweise einzig durch
das zumindest eine Anschlussstück abgestützt und innerhalb des Aufnahmeraums in Position
beabstandet zu dem Hochfrequenzgehäuse gehalten. Dadurch kann auf weitere Halteeinrichtungen
verzichtet werden, wodurch die Herstellung einfach gehalten werden kann.
[0022] Alternativ oder ergänzend zu der Haltung an dem Anschlussstück kann das Hochfrequenzleitersystem
zumindest einen Halte- und Positionssteg vorsehen, der zumindest teilweise in den
Aufnahmeraum hinein ragt und in seiner gesamten Dicke in Ausbreitungsrichtung, also
in Erstreckungsrichtung der leitungsgebundenen HF-Durchführung von einer Aufnahmeöffnung
vollständig durchsetzt ist. Die Aufnahmeöffnung ist ferner zumindest in einer Seitenrichtung
quer zur Ausbreitungsrichtung über die gesamte Dicke des Halte- und Positionssteges
zugänglich. Der Halte- und Positionssteg ist daher quer zur Ausbreitungsrichtung von
außen hin über seine gesamte Dicke hin zur Aufnahmeöffnung geöffnet. Die leitungsgebundene
HF-Durchführung ist innerhalb der Aufnahmeöffnung an dem zumindest einen Halte- und
Positionssteg gelagert. Besonders vorteilhaft dabei ist, dass die leitungsgebundene
HF-Durchführung sehr einfach in das Hochfrequenzgehäuse des Hochfrequenzleitersystems
eingesetzt werden kann. Dies erleichtert insbesondere das Einbringen der leitungsgebundenen
HF-Durchführung in ein Hochfrequenzleitersystem, in dem die leitungsgebundene HF-Durchführung
auch Kurven oder Knicke aufweisen soll.
[0023] Bevorzugt ist außerdem zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung und dem zumindest
einem Halte- und Positionssteg noch ein Isoliermedium angeordnet, wodurch der Halte-
und Positionssteg und die leitungsgebundene HF-Durchführung galvanisch voneinander
getrennt sind. Bei dem Isolationsmedium handelt es sich bevorzugt um eine Isolationshülse,
die zumindest teilweise die leitungsgebundene HF-Durchführung radial an dem Bereich
umschließt, an dem die leitungsgebundene HF-Durchführung an dem Halte- und Positionssteg
gelagert ist bzw. diesen berührt. Die Isolationshülse weist dabei bevorzugt über ihre
gesamte Länge einen Aufnahmeschlitz auf, in dem die leitungsgebundene HF-Durchführung
eingeführt ist. Dieser Aufnahmeschlitz ist bevorzugt auch quer zur Länge über die
gesamte Länge zugänglich. Dies erlaubt, dass die Isolationshülse sehr einfach mit
der leitungsgebundenen HF-Durchführung verbunden werden kann. Die Isolationshülse
kann daher seitlich auf die leitungsgebundene HF-Durchführung aufgesteckt werden.
[0024] Zur verbesserten Befestigung weist die Isolationshülse zumindest an einem Teil ihres
Umfangs zumindest einen Kodiervorsprung und/oder zumindest eine Kodieröffnung auf,
die in zumindest eine Kodieröffnung und/oder zumindest einen Kodiervorsprung an dem
Halte- und Positionssteg eingreift. Dadurch wird ein passgenauer Sitz der Isolationshülse
an dem Halte- und Positionssteg geschaffen, wodurch auch die Lagerung der leitungsgebundenen
HF-Durchführung an dem Halte- und Positionssteg und damit innerhalb des Aufnahmeraums
verbessert wird.
[0025] Bevorzugt ist außerdem an der leitungsgebundenen HF-Durchführung ein über den Querschnitt
der leitungsgebundenen HF-Durchführung überstehendes Positionierungselement angeordnet,
wodurch die Isolationshülse an dem Positionierungselement in Ausbreitungsrichtung
der HF-Durchführung unverschieblich oder nur begrenzt verschieblich anliegt. Natürlich
können auch zwei über den Querschnitt der leitungsgebundenen HF-Durchführung überstehende
Positionierungselemente an dieser angeordnet sein, wobei in diesem Fall die Isolationshülse
zwischen diesen beiden Positionierungselementen in Ausbreitungsrichtung unverschieblich
oder nur begrenzt verschieblich angeordnet ist. Das zumindest eine oder beide Positionierungselemente
wirken in diesem Fall als Anschlagsbegrenzung, was bedeutet, dass die Isolationshülse,
die am Umfang der HF-Durchführung anliegt, bzw. durch die die HF-Durchführung verläuft,
nicht beliebig in Ausbreitungsrichtung, also in Erstreckungsrichtung der HF-Durchführung
auf dieser verschoben werden kann. Das Positionierungselement erstreckt sich in Ausbreitungsrichtung
bevorzugt nur über einen Teil der Länge der HF-Durchführung und weist bevorzugt eine
kleinere Länge auf, als die Isolationshülse, die sich ebenfalls nur über einen Teil
der Länge der HF-Durchführung erstreckt.
[0026] Das Positionierungselement ist bevorzugt einteilig mit der leitungsgebundenen HF-Durchführung
ausgebildet und Bestandteil dieser. Das zumindest eine Positionierungselement kann
dabei einerseits die Form einer Positionierungsnase haben und sich daher nur über
einen Teil des Umfangs der leitungsgebundenen HF-Durchführung in Richtung des Hochfrequenzgehäuses
erstrecken, oder es kann andererseits sich über den gesamten Umfang vorzugsweise gleichmäßig
nach außen, also in Richtung des Hochfrequenzgehäuses, erstrecken. Im einfachsten
Fall kann es sich bei dem Positionierungselement um aufgeschmolzenes und wieder erstarrtes
Lot handeln, durch welches an einer bestimmten Stelle der HF-Durchführung eine für
die Isolationshülse wirkende Anschlagsbegrenzung geschaffen wird.
[0027] Bezüglich eines kapazitiven Koppelelements können neben dem zweiten Koppelsteg auch
noch ein dritter und zumindest ein vierter Koppelsteg ausgebildet sein, die ebenfalls
in den Aufnahmeraum ragen und
- a) an einer zur ersten Gehäusewand, an der die erste Koppelkammer mit dem ersten und
zweiten Koppelsteg angeordnet sind, gegenüberliegenden Gehäusewand angeordnet sind,
und/oder
- b) an dem Gehäuseboden oder an dem Gehäusedeckel angeordnet sind.
[0028] Dies bedeutet, dass beispielsweise ein dritter Koppelsteg, an der, dem ersten Koppelsteg
gegenüberliegenden Längswand des Aufnahmeraums angeordnet ist. Der vierte Koppelsteg
ist dagegen an der dem zweiten Koppelsteg gegenüberliegenden Längswand des Aufnahmeraums
angeordnet. Zwischen dem dritten und vierten Koppelsteg ist ebenfalls eine Koppelkammer,
in diesem Fall eine zweite Koppelkammer, gebildet. In diese zweite Koppelkammer ragt
zumindest ein zweiter Teil des kapazitiven Koppelelements. Durch den Einsatz mehrerer
Koppelstege und durch die Variation des Abstandes zwischen dem jeweiligen Koppelsteg
und dem kapazitiven Koppelelement kann die Höhe der kapazitiven Kopplung verändert
werden. Für den Fall, dass der zumindest eine erste Koppelsteg eine Stirnseite des
kapazitiven Koppelelements auf einer größeren Fläche überlagert, wird eine Erhöhung
der Koppelkapazität erreicht, als wenn die Fläche kleiner wäre. Dies gilt auch für
den Fall, dass der Abstand zwischen dem Koppelsteg zu dem kapazitiven Koppelelement
verringert wird. Es ist auch möglich, dass nicht Luft als Dielektrikum zwischen dem
zumindest einen ersten Koppelsteg und dem kapazitiven Koppelelement verwendet wird,
sondern beispielsweise eine Vergussmasse.
[0029] Der zumindest eine erste Koppelsteg ist, wie bevorzugt auch alle weiteren Koppelstege,
einteilig mit dem Gehäuseboden und/oder der Gehäusewand ausgebildet und Bestandteil
dieser. Dies bedeutet, dass der erste Koppelsteg und der dritte Koppelsteg sich beispielsweise
nicht diametral, vorzugsweise an den beiden sich gegenüberliegenden Gehäusewänden,
befinden müssen, sondern dass der dritte Koppelsteg beispielsweise auch im Gehäuseboden
angeordnet sein kann. Es ist auch möglich, dass einer dieser Koppelstege am Gehäusedeckel
befestigt ist, wobei in diesem Fall die Befestigung vorzugweise mittels einer Schraubverbindung
realisiert wird.
[0030] In diesem Zusammenhang weist der Gehäuseboden und/oder die Gehäusewand zumindest
eine Ausnehmung auf. Die zumindest eine Ausnehmung ist dabei im Bereich einer Umfangs-Seitenfläche
des zumindest einen kapazitiven Koppelelements gebildet, wodurch eine kapazitive Kopplung
zwischen der Umfangs-Seitenfläche des zumindest einen kapazitiven Koppelelements und
dem Hochfrequenzgehäuse reduziert ist. Dies ist insbesondere darauf zurück zu führen,
dass das kapazitive Koppelelement zusammen mit der HF-Durchführung vorzugsweise als
Drehteil hergestellt wird, wobei die Toleranzen zur Herstellung runder Körper ungleich
höher ist, als zur Herstellung ebener Flächen. Diese Ausnehmungen tragen daher Sorge
dafür, dass die kapazitive Kopplung weit überwiegend nur über diejenigen stattfindet,
die mechanisch genauer reproduzierbar sind, wie beispielsweise die ebenen Stirnseiten.
[0031] Zusätzlich ist es möglich, dass das Hochfrequenzgehäuse zumindest eine Öffnung aufweist,
durch die ein Abstimmelement einführbar oder eingeführt ist. Das zumindest eine Abstimmelement
ist dabei radial zu einer Umfangs-Seitenfläche des zumindest einem kapazitiven Koppelelements
angeordnet. Das zumindest eine Abstimmelement kann allerdings auch unter einem anderen
Winkel auf eine Seitenfläche des kapazitiven Koppelelements auftreffen und diese sogar
berühren. Das zumindest eine Abstimmelement ist bevorzugt aus einem dielektrischen
Material gebildet, wobei durch das unterschiedlich weite Einbringen, bzw. Eindrehen
des Abstimmelements in den Aufnahmeraum die Resonanzfrequenzen des Hochfrequenzfilters
verändert werden können. Das zumindest eine Abstimmelement kann auch aus einem Metall
gebildet sein oder mit einem elektrisch leitfähigen Überzug zumindest teilweise versehen
sein.
[0032] Das zumindest eine kapazitive Koppelelement und/oder die zumindest eine Isolationshülse
und/oder das zumindest eine Positionierungselement sind mittig oder außermittig mit
der leitungsgebundenen HF-Durchführung verbunden. Auch die Querschnittsform der zumindest
einen Isolationshülse und/oder des zumindest einen kapazitiven Koppelelements und/oder
des zumindest einen Positionierungselements kann unterschiedlich gewählt werden und
in Draufsicht beispielsweise einem Quadrat oder einem Rechteck oder einem Oval oder
einem Kreis oder einem regelmäßigen oder unregelmäßigen n-Polygon entsprechen oder
diesem angenähert sein.
[0033] Zur besseren Einführung der HF-Durchführung verbreitert sich die Aufnahmeöffnung
innerhalb des Halte- und Positionsstegs vorzugsweise konusförmig in Richtung quer
zur Ausbreitungsrichtung über die gesamte Dicke in Richtung des Hochfrequenzgehäuses.
Ist die Aufnahmeöffnung beispielsweise in Richtung des Gehäusedeckels hin geöffnet,
so kann bei abgenommenem Gehäusedeckel die leitungsgebundene HF-Durchführung sehr
einfach in den Halte- und Positionssteg eingebracht werden. Der Halte- und Positionssteg
ist dabei bevorzugt einteilig an der Gehäusewand und/oder am Gehäuseboden ausgebildet.
Es wäre auch möglich, dass der Halte- und Positionssteg am Gehäusedeckel ausgebildet
ist bzw. mit dem Gehäusedeckel verschraubt ist. Die leitungsgebundene HF-Durchführung
wird in diesem Fall in den Halte- und Positionssteg eingesetzt, bevor beide in das
offene Hochfrequenzgehäuse eingeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass es vorteilhaft
ist, wenn der Halte- und Positionssteg derart weit in den Aufnahmeraum hineinragt,
dass die leitungsgebundene HF-Durchführung zentriert im Aufnahmeraum gelagert ist,
also der Mindestabstand zu dem elektrisch leitfähigen Hochfrequenzgehäuse in etwa
gleich groß ist.
[0034] Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Gleiche Gegenstände weisen dieselben
Bezugszeichen auf. Die entsprechenden Figuren der Zeichnungen zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- eine räumliche Darstellung des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems bei geöffnetem
Gehäusedeckel;
- Figur 2:
- einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Hochfrequenzleitersystem entlang der
Ausbreitungsrichtung der leitungsgebundenen HF-Durchführung;
- Figur 3:
- einen Querschnitt durch ein kapazitives Koppelelement des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems;
- Figur 4:
- einen Querschnitt durch die Isolationshülse, die leitungsgebundenen HF-Durchführung
und den Halte- und Positionssteg des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems;
- Figur 5:
- einen Längsschnitt durch die Isolationshülse, sowie durch einen Teil der leitungsgebundenen
HF-Durchführung und den Halte- und Positionssteg des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems;
- Figur 6:
- eine vereinfachte Draufsicht auf das kapazitive Koppelelement und vier Koppelstege
des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems;
- Figur 7:
- eine räumliche Ansicht des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems mit einem geschlossenen
Gehäusedeckel, das zwei Anschlussstücke aufweist;
- Figur 8:
- einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems,
bei dem die leitungsgebundene HF-Durchführung einzig durch die Anschlussstücke im
Aufnahmeraum gehalten sind; und
- Figur 9:
- eine vereinfachte Draufsicht auf ein Hochfrequenzleitersystem mit mehreren Kammern,
das aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0035] Figur 1 zeigt eine räumliche Darstellung des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems
1 bei geöffnetem Gehäusedeckel 70, wie er in Fig. 7 dargestellt ist. Das Hochfrequenzleitersystem
1 weist ein Hochfrequenzgehäuse 2 auf, das einen Gehäuseboden 7, einem vom Gehäuseboden
7 beabstandeten Gehäusedeckel und eine zwischen dem Gehäuseboden 7 und dem Gehäusedeckel
70 umlaufende Gehäusewand 8,9 umfasst, wodurch ein Aufnahmeraum 10 gebildet ist. Eine
leitungsgebundene HF-Durchführung 3 ist innerhalb des Aufnahmeraums 10 des Hochfrequenzgehäuses
2 angeordnet. Die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 ist von dem Hochfrequenzgehäuse
2 galvanisch getrennt.
[0036] Im Stand der Technik gemäß Figur 9 ist die HF-Durchführung 3 durch Öffnungen in den
Querverbindungen 5 geführt und in diesen galvanisch getrennt gelagert, wobei diese
Öffnungen durch einen in das Anschlussstück 4 eingebrachten Bohrer oder Fräser geschaffen
werden, wobei der Bohrer an der Spitze ein leichtes Spiel, bzw. Schwingen aufweist,
das dazu führt, dass die Querverbindungen 5, die von der Aufnahmeöffnung am weitesten
beabstandet sind, nicht mehr sauber und zentriert durchbohrt werden. Eine Galvanisierung
erfolgt zudem ungleichmäßig und die Schichtdicke kann nicht exakt eingestellt werden.
Auch eine Entgratung um die Oberflächenrauheit zu reduzieren ist nur schwer möglich.
Dadurch verschlechtert sich das Filterverhalten und eine ausreichend hohe Reproduzierbarkeit
bzgl. den elektrischen Eigenschaften ist bei der Herstellung nicht mehr gegeben. Dies
bedeutet, dass aufgrund der unterschiedlichen Lagerung der HF-Durchführung 3 der Abstand
der Bereiche 19 zum Hochfrequenzgehäuse 2 unterschiedlich ist, wodurch die kapazitive
Kopplung unterschiedlich ausfällt und sich damit das Filterverhalten ändert.
[0037] Das Hochfrequenzleitersystem 1 weist hierzu weiterhin noch zumindest einen Halte-
und Positionssteg 11 auf, der zumindest teilweise in den Aufnahmeraum 10 hineinragt
und der in seiner gesamten Dicke, also in seiner gesamten Breite in Ausbreitungsrichtung
12 der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 von einer Aufnahmeöffnung 13 vollständig
durchsetzt ist. Die Aufnahmeöffnung 13, durch die die HF-Durchführung 3 verläuft,
ist ferner zumindest in einer Seitenrichtung quer zur Ausbreitungsrichtung 12 über
die gesamte Dicke, also über die gesamte Breite des Halte- und Positionsstegs 11 zugänglich.
Die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 ist innerhalb der Aufnahmeöffnung 13 an dem
zumindest einen Halte- und Positionssteg 11 gelagert. Die leitungsgebundene HF-Durchführung
3 kann in diesem Ausführungsbeispiel, bei geöffnetem Gehäusedeckel 70 von oben in
Richtung des Gehäusebodens 7 eingesetzt werden, wobei sie zu dem Gehäuseboden 7 sowie
zu beiden Gehäusewänden 8, 9 durch den Halte- und Positionssteg 11 beabstandet gehalten
ist. Der Halte- und Positionssteg 11 ist bevorzugt einteilig an der Gehäusewand 8,
9 und/oder an dem Gehäuseboden 7 ausgebildet. Der Halte- und Positionssteg 11 kann
allerdings auch aus einem separaten Element bestehen, welches bevorzugt mittels einer
Schraubverbindung an der Gehäusewand 8, 9 und/oder an dem Gehäuseboden 7 oder sogar
an dem Gehäusedeckel 70 befestigt werden kann. Der Halte- und Positionssteg 11 kann
in diesem Fall beispielsweise aus Plastik bestehen oder einen Kern aus Plastik aufweisen,
welcher mit einem vorzugsweise elektrisch leitfähigen Medium überzogen ist.
[0038] Der Halte- und Positionssteg 11 ragt derart weit in den Aufnahmeraum 10 hinein, dass
die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 zentriert innerhalb des Aufnahmeraums 10 angeordnet
ist. Dies bedeutet, dass sie in etwa den gleich großen Mindestabstand zu den Gehäusewänden
8, 9, dem Gehäuseboden 7 und dem Gehäusedeckel 70 aufweist. Der Abstand zu den Gehäusewänden
8, 9, dem Gehäuseboden 7 und dem Gehäusedeckel 70 ist allerdings je nach Anwendungsfall
frei bestimmbar und unterschiedlich.
[0039] Zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 und dem zumindest einen Halte-
und Positionssteg 11 ist bevorzugt noch ein Isolationsmedium 14 angeordnet, wodurch
der Halte- und Positionssteg 11 und die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 galvanisch
voneinander getrennt sind. Für den Fall, dass der Halte- und Positionssteg 11 aus
einem Dielektrikum besteht, kann auf ein separates Isolationsmedium 14 verzichtet
werden.
[0040] Das Isolationsmedium 14 kann in Form einer dielektrischen Schicht zumindest auf einen
Teil des Halte- und Positionsstegs 11 ausgebildet sein, wobei an diesem Teil die leitungsgebundene
HF-Durchführung 3 gelagert ist. Es ist alternativ oder zusätzlich dazu auch möglich,
dass das Isolationsmedium 14 in Form einer dielektrischen Schicht zumindest auf dem
Teil der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 ausgebildet ist, der an dem Halte- und
Positionssteg 11 gelagert ist. Eine solche dielektrische Schicht könnte beispielsweise
aus einem Schrumpfschlauch bestehen, der an der HF-Durchführung 3 angebracht ist.
[0041] Bevorzugt ist das Isolationsmedium 14 allerdings, wie auch in Figur 1 ersichtlich,
als Isolationshülse 14 ausgebildet. Diese Isolationshülse 14 umschließt teilweise
die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 radial an dem Bereich, an dem die leitungsgebundene
HF-Durchführung 3 an dem Halte- und Positionssteg 11 gelagert ist.
[0042] In dem Ausführungsbeispiel aus Figur 1 weist die Isolationshülse 14 die Form einer
Hantel auf, wobei in dem Bereich mit einem verringerten Durchmesser die Lagerung an
den Halte- und Positionssteg 11 erfolgt. Dieser Bereich weist Umfangs-Seitenflächen
auf, die parallel zur Ausbreitungsrichtung 12 der leitungsgebundenen HF-Durchführung
3 verlaufen, wobei die Umfangs-Seitenflächen der Isolationshülse 14 in Eingriff mit
dem Halte- und Positionssteg 11 stehen.
[0043] Dabei stehen bevorzugt mehr als 30%, weiter bevorzugt mehr als 40%, weiter bevorzugt
mehr als 50% der Umfangs-Seitenflächen der Isolationshülse 14 in Eingriff mit dem
Halte- und Positionssteg 11.
[0044] An der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 ist bevorzugt noch zusätzlich zumindest
ein Positionierungselement 15 angeordnet. Das zumindest eine Positionierungselement
15 steht bevorzugt über den Querschnitt der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 über.
Der Durchmesser der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 vergrößert sich daher in
dem Bereich, an dem das zumindest eine Positionierungselement 15 angeordnet ist. Das
zumindest eine Positionierungselement 15 ist bevorzugt einteilig mit der leitungsgebundenen
HF-Durchführung 3 ausgebildet bzw. deren Bestandteil. Die leitungsgebundene HF-Durchführung
3 ist bevorzugt als Drehteil hergestellt. Dies bedeutet, dass das zumindest eine Positionierungselement
15 bereits an der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 angeordnet ist, wenn die leitungsgebundene
HF-Durchführung 3 mit der Isolationshülse 14 verbunden, vorzugsweise verklemmt wird.
Das zumindest eine Positionierungselement 15 bewirkt einerseits einen erleichterten
Montageprozess, weil optisch ersichtlich ist, an welcher Stelle die Isolationshülse
14 montiert werden muss. Andererseits ist allerdings auch gewährleistet, dass sich
die Isolationshülse 14 nicht in oder entgegen der Ausbreitungsrichtung 12, also in
Erstreckungsrichtung der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 verschieben kann. Das
zumindest eine Positionierungselement 15 wirkt daher als Anschlagsbegrenzung.
[0045] Um eine Verschiebung der Isolationshülse 14 in beiden Ausbreitungsrichtungen der
HF-Durchführung 3 zu verhindern und die Montage weiter zu vereinfachen, werden bevorzugt
zwei Positionierungselemente 15 an den Stellen der HF-Durchführung 3 angebracht, zwischen
denen die Isolationshülse 14 im späteren Montageprozess eingesetzt wird. Die beiden
Positionierungselemente 15 sind in Ausbreitungsrichtung 12, also in Erstreckungsrichtung
der HF-Durchführung 3 derart weit voneinander beabstandet, dass die Isolationshülse
14 benachbart zu diesen anliegt, vorzugsweise dass je eine Stirnseite der Isolationshülse
an je einem Positionierungselement 15 anliegt.
[0046] Das Hochfrequenzleitersystem 1 weist zumindest ein kapazitives Koppelelement 20 auf,
welches an zumindest einem Teil des Umfangs der leitungsgebundenen HF-Durchführung
3 angeordnet ist. Das zumindest eine kapazitive Koppelelement 20 ist galvanisch mit
der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 verbunden. Das zumindest eine kapazitive
Koppelelement 20 weist zwei Stirnseiten 21
1, 21
2 auf, die quer oder senkrecht zur Ausbreitungsrichtung 12, also zur Erstreckungsrichtung
der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 ausgerichtet sind, also quer oder senkrecht
zu dieser verlaufen.
[0047] Für das Zusammenspiel mit diesem zumindest einen kapazitiven Koppelelement 20 sieht
das Hochfrequenzleitersystem 1 noch zumindest einen ersten Koppelsteg 22
1 vor, der galvanisch mit dem Hochfrequenzgehäuse 2 verbunden ist. Dieser zumindest
eine erste Koppelsteg 22
1 ragt zumindest teilweise in den Aufnahmeraum 10 hinein. Der zumindest eine erste
Koppelsteg 22
1 ist beabstandet zu zumindest einem ersten Teil einer Stirnseite 21
1 des kapazitiven Koppelelements 20 angeordnet. Die Erfindung hat dabei zum Ziel, dass
die kapazitive Kopplung zwischen dem kapazitiven Koppelelement 20 und dem Hochfrequenzgehäuse
2 überwiegend über die Stirnseiten 21
1, 21
2 des kapazitiven Koppelelements 20 stattfindet. Diese Stirnseiten 21
1, 21
2 sind bevorzugt planar, also eben herstellbar, sie weisen also nur eine Komponente
auf, die senkrecht zur Ausbreitungsrichtung 12 verläuft. Kapazitive Kopplungen an
abgerundeten Stellen sind schwieriger reproduzierbar, auch wenn diese abgerundeten
Stellen in einem Drehprozess hergestellt werden.
[0048] Innerhalb von Figur 1 ist noch ein zweiter, ein dritter und ein vierter Koppelsteg
22
2, 22
3, 22
4 dargestellt, über die ebenfalls eine kapazitive Kopplung zwischen den ersten und/oder
zweiten Stirnseiten 21
1, 21
2 und dem Hochfrequenzgehäuse 2 stattfindet.
[0049] Der zweite Koppelsteg 22
2 ist in Ausbreitungsrichtung 12 beabstandet von dem ersten Koppelsteg 22
1 angeordnet. Zwischen den beiden Koppelstegen 22
1, 22
2 ist eine erste Koppelkammer 23
1 gebildet. In diese erste Koppelkammer 23
1 ragt dabei ein erster Teil des kapazitiven Koppelelements 20.
[0050] Die zu dem ersten und zweiten Koppelsteg 22
1, 22
2 gemachten Ausführungen treffen auch auf den dritten und vierten Koppelsteg 22
3, 22
4 zu.
[0051] Um eine kapazitive Kopplung einer Umfangs-Seitenfläche 26 mit dem Hochfrequenzgehäuse
2 soweit wie möglich reduzieren zu können, ist in dem Gehäuseboden 7 und/oder in einer
oder beiden der Gehäusewänden 8 oder 9 zumindest eine Ausnehmung 24 eingebracht. Dadurch
vergrößert sich der mit einem Dielektrikum, vorzugsweise mit Luft gefüllte Raum zwischen
der Umfangs-Seitenfläche 26 des kapazitiven Koppelelements 20 und dem Hochfrequenzgehäuse
2, wodurch die kapazitive Kopplung über die Seiten-Umfangsfläche 26 reduziert wird.
[0052] Der zumindest eine erste Koppelsteg 22
1, sowie auch die weiteren Koppelstege 22
2, 22
3, 22
4 sind bevorzugt einteilig mit dem Gehäuseboden 7 und/oder mit der Gehäusewand 8, 9
ausgebildet oder Bestandteil dieser.
[0053] Bevorzugt wird das Hochfrequenzleitersystem 1 aus Aluminium hergestellt. Der Aufnahmeraum
10 wird bevorzugt mittels eines Fräsprozesses geschaffen, wobei in diesem Fall die
Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 und/oder der Halte- und Positionssteg 11 stehen gelassen werden.
[0054] Es ist auch möglich, dass die Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 separat hergestellt werden und beispielsweise über eine Schraubverbindung fest mit
dem Hochfrequenzgehäuse 2 verbunden werden. Die Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 bestehen bevorzugt aus einem Metall, können aber auch aus einem Dielektrikum bestehen,
welches zumindest teilweise mit einer elektrisch leitfähigen Schicht überzogen worden
ist.
[0055] Die Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 können eine Höhe aufweisen, die vom Gehäuseboden 7 bis hin zum Gehäusedeckel 70 reicht.
Die Höhe entspricht daher der Höhe der Gehäusewände 8, 9.
[0056] Aufgrund der Tatsache, dass die Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 zur Herstellung einer kapazitiven Kopplung benötigt werden, die einen genau vorherberechneten
Wert aufweisen muss, können sich die Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 sowohl in ihrer Höhe, als auch in ihrer Breite voneinander teilweise oder vollständig
unterscheiden. Mit Hinblick auf Figur 6 wird die kapazitive Kopplung zwischen der
leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 und dem Hochfrequenzgehäuse 2 im Folgenden noch
weiter erläutert.
[0057] Innerhalb von Figur 1 sind außerdem noch weitere kapazitive Koppelelemente 20 dargestellt,
die axial beabstandet voneinander an der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 angeordnet
sind. Die weiteren kapazitiven Koppelelemente 20 können sich bzgl. ihrer Abmessungen
teilweise oder vollständig voneinander unterscheiden. Jedes dieser weiteren kapazitiven
Koppelelemente 20 umfasst einen oder mehrere Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4, die wie bereits erläutert angeordnet sind.
[0058] Figur 1 zeigt außerdem noch, dass das Hochfrequenzgehäuse 2 zumindest eine Öffnung
25 aufweist. Diese zumindest eine Öffnung 25 kann, wie in Figur 1 dargestellt, am
Gehäusedeckel 70 ausgebildet sein. Diese zumindest eine Öffnung 25 kann allerdings
auch an den Gehäusewänden 8,9 oder am Gehäuseboden 7 ausgebildet sein. Durch die zumindest
eine Öffnung 25 ist ein nicht dargestelltes Abstimmelement in den Aufnahmeraum 10
einbringbar oder eingebracht. Das zumindest eine Abstimmelement ist dabei radial zu
einer Seiten-Umfangsfläche 26 des zumindest einen kapazitiven Koppelelements 20 angeordnet.
Das zumindest eine Abstimmelement kann allerdings auch unter einem anderen Winkel
auf die Seiten-Umfangsfläche 26 auftreffen bzw. in ihre Richtung zeigen. Das zumindest
eine Abstimmelement kann bevorzugt über eine Schraubverbindung mehr oder weniger tief
in den Aufnahmeraum 10 eingeführt werden. Dadurch kann die Resonanzfrequenz des Hochfrequenzfilters,
der innerhalb des Hochfrequenzleitersystems 1 ausgebildet ist, genau nachgestellt
werden. Es ist dabei auch möglich, dass das Abstimmelement das kapazitive Koppelelement
20 berührt oder gar in dieses eintaucht. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Abstimmelement
aus einem Dielektrikum besteht.
[0059] Figur 2 zeigt einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Hochfrequenzleitersystem
1 entlang der Ausbreitungsrichtung 12 der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3.
[0060] Die Isolationshülse 14 weist die Form einer Hantel auf. Der zumindest eine Halte-
und Positionssteg 11 umfasst die Aufnahmeöffnung 13 auf, die diesen in Ausbreitungsrichtung
12 vollständig durchsetzt. Diese Aufnahmeöffnung 13 ist ferner zumindest in einer
Seitenrichtung quer zur Ausbreitungsrichtung 12 über die gesamte Dicke des Halte-
und Positionsstegs 11 zugänglich. Dies bedeutet, dass der Halte- und Positionssteg
11 sich weiter in Richtung des Gehäusedeckels erstreckt, als die durch ihn gehaltene
Isolationshülse 14. Der Halte- und Positionssteg 11 weist daher beispielsweise eine
U-förmige Form bzw. eine Berg-Tal-Berg-Form auf, wobei die Isolationshülse 14 im Tal
oder näher im Tal als am Berg angeordnet ist.
[0061] Die Isolationshülse 14, die hier im Längsschnitt, also in Ausbreitungsrichtung 12
dargestellt ist, weist Bereiche mit einem vergrößerten Durchmesser und Bereiche mit
einem verkleinerten Durchmesser auf. In dem Bereich mit einem verkleinerten Durchmesser
greift das Halte- und Positionselement 11 ein. Die Isolationshülse 14 könnte allerdings
auch genau anders herum gestaltet sein, so dass der Bereich mit einem vergrößerten
Durchmesser in eine Ausnehmung des Halte- und Positionssteges 11 eingreift.
[0062] Dargestellt ist ebenfalls noch die einteilige Ausbildung des kapazitiven Koppelelements
20 zusammen mit der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3. Das kapazitive Koppelelement
20 ist beabstandet von dem Gehäuseboden 7 angeordnet. Die Ausbreitung des kapazitiven
Koppelelements 20 in Richtung des Gehäusebodens 7 weist vorzugsweise eine kürzere
Länge auf, als die Summe der Länge des Halte- und Positionierstegs 11 zusammen mit
dem Radius der Isolationshülse 14.
[0063] Die Öffnung 25 zur Aufnahme des Abstimmelements durchsetzt den Gehäusedeckel 70 bevorzugt
senkrecht, so dass das Abstimmelement senkrecht zur Ausbreitungsrichtung 12 in den
Aufnahmeraum 10 einführbar oder eingeführt ist.
[0064] Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch das kapazitive Koppelelement 20 des erfindungsgemäßen
Hochfrequenzleitersystems 1. Das kapazitive Koppelelement 20 weist einen runden Querschnitt
auf. Andere Querschnitte sind allerdings ebenfalls denkbar. Es ist von den Gehäusewänden
8, 9 und vom Gehäuseboden 7 beabstandet. Im Hintergrund ist noch der erste und dritte
Koppelsteg 22
1, 22
3 erkennbar. Die Öffnung 25 zur Aufnahme des Abstimmelements durchsetzt einen in dieser
Figur nicht dargestellten Gehäusedeckel 70 senkrecht zur Ausbreitungsrichtung 12 der
leitungsgebundenen HF-Durchführung 3.
[0065] Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch die Isolationshülse 14 und den Halte- und Positionssteg
11 des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems 1. Die Isolationshülse 14 weist
über ihre gesamte Länge einen Aufnahmeschlitz 40 auf, in dem die leitungsgebundene
HF-Durchführung 3 eingeführt ist. Dieser Aufnahmeschlitz 40 ist, wie in Figur 4 dargestellt,
in einer Seitenrichtung quer zur Ausbreitungsrichtung 12 über die gesamte Länge der
Isolationshülse 14 zugänglich.
[0066] Die Aufnahmeöffnung 13 des Halte- und Positionsstegs 11 vergrößert sich im Querschnitt
in Richtung des Hochfrequenzgehäuses 2. Diese Vergrößerung ist vorzugsweise konus-
oder parabelförmig. Über diese Aufnahmeöffnung 13, die in der Seitenrichtung quer
zur Ausbreitungsrichtung 12 über die gesamte Dicke des Halte- und Positionsstegs 11
zugänglich ist, kann die Isolationshülse 14 zusammen mit der leitungsgebundenen HF-Durchführung
3 eingeführt werden.
[0067] Figur 5 zeigt einen Längsschnitt durch die Isolationshülse 14 und einen Teil der
leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 sowie durch den Halte- und Positionssteg 11 des
erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems 1. Über den Aufnahmeschlitz 40 ist die
leitungsgebundene HF-Durchführung 3 in die Isolationshülse 14 eingeführt. Der Aufnahmeschlitz
40 ist bevorzugt etwas kleiner als der Durchmesser der HF-Durchführung 3, wobei die
Isolationshülse 14 vorzugsweise zumindest teilweise elastisch ausgebildet ist, wodurch
eine Klemmverbindung zwischen der Isolationshülse 14 und der leitungsgebundenen HF-Durchführung
3 entsteht.
[0068] Anstatt eines Aufnahmeschlitzes 40, der in einer Seitenrichtung quer zur Ausbreitungsrichtung
12 über die gesamte Länge der Isolationshülse 14 zugänglich ist, kann die Isolationshülse
14 auch derart aufgebaut sein, dass sie beispielsweise aus zwei an einer Seite miteinander
beweglich verbundenen Hülsenhälften besteht, in denen die leitungsgebundene HF-Durchführung
3 angeordnet ist, wobei die beiden Hülsenhälften an ihrer anderen Seite miteinander
verklemmt, verclipst, verschraubt oder verklebt werden.
[0069] Diese Isolationshülse 14, die auch hier im Querschnitt die Form einer Hantel aufweist,
weist Bereiche mit einem größeren und Bereiche mit einem kleineren Durchmesser auf.
Generell lässt sich sagen, dass die Isolationshülse 14 zumindest an einem Teil ihres
Umfangs zumindest einen Kodiervorsprung 50 und/oder zumindest eine Kodieröffnung 51
aufweist, die in zumindest eine Kodieröffnung 52 und/oder zumindest einem Kodiervorsprung
53 an dem Halte- und Positionssteg 11 eingreift.
[0070] Die Isolationshülse 14 steht, im Querschnitt betrachtet, bevorzugt über einen Bereich,
der mehr als 90°, bevorzugt mehr als 120°, bevorzugt mehr als 150°, bevorzugt mehr
als 180° beträgt, mit dem Halte- und Positionssteg 11 in Eingriff.
[0071] Der Kodiervorsprung 50 und/oder die Kodieröffnung 51 können über die gesamte Länge
der Isolationshülse 14 ausgebildet sein.
[0072] Das Positionierungselement 15, von dem bevorzugt zwei voneinander beabstandet in
einteiliger Ausbildung mit der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 an dieser ausgebildet
sind, dient als Anschlagsbegrenzung für die Isolationshülse 14 in Ausbreitungsrichtung
12. Das Positionierungselement 15 weist eine kleinere Länge und bevorzugt einen kleineren
Durchmesser auf, als die Isolationshülse 14. Dargestellt ist, dass sich das Positionierungselement
15 über den gesamten Umfang der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 erstreckt. Es
ist allerdings auch möglich, dass das zumindest eine Positionierungselement 15 die
Form einer Positionierungsnase besitzt und sich folglich nur über einen Teil des Umfangs
der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 erstreckt. Letzteres kann allerding nichtmehr
einzig mittels eines Fräsprozesses hergestellt werden.
[0073] Die Isolationshülse 14 besteht bevorzugt aus Plastik oder einem Gummi.
[0074] Die Isolationshülse 14 und/oder das zumindest eine Positionierungselement 15 sind
mittig oder außermittig mit der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 verbunden.
[0075] Figur 6 zeigt eine vereinfachte Draufsicht auf das kapazitive Koppelelement 20 und
vier Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems 1. Die Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 sind einteilig mit den Gehäusewänden 8, 9 und dem Gehäuseboden 7 ausgebildet. Das
kapazitive Koppelelement 20 ist galvanisch von den Koppelstegen 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 getrennt. Der erste und der zweite Koppelsteg 22
1, 22
2 sind in Ausbreitungsrichtung 12 versetzt zueinander an der gleichen Gehäusewand 8
angeordnet. Dadurch bildet sich zwischen beiden Koppelstegen 22
1, 22
2 eine erste Koppelkammer 23
1. Eine zusätzliche Ausnehmung 24 ist im Bereich einer Seiten-Umfangsfläche 26 des
zumindest einen kapazitiven Koppelelements 20 gebildet, wodurch die kapazitive Kopplung
zwischen der Seiten-Umfangsfläche 26 des zumindest einen kapazitiven Koppelelements
20 und dem Hochfrequenzgehäuse 2 reduziert ist. Die erste Koppelkammer 23
1 wird dadurch vergrößert.
[0076] Wie der erste und zweite Koppelsteg 22
1, 22
2 sind auch der dritte und der vierte Koppelsteg 22
3, 22
4 voneinander beabstandet an einer Gehäusewand 9 angeordnet. Zwischen dem dritten und
vierten Koppelsteg 22
3, 22
4 ist eine zweite Koppelkammer 23
2 gebildet. Auch diese zweite Koppelkammer kann durch eine Ausnehmung 24 vergrößert
werden. Die Ausnehmung 24 kann sich auch in den Gehäuseboden 7 hinein erstrecken.
Über eine solche Ausnehmung 24 im Gehäuseboden 7 sind die erste Koppelkammer 23
1 und die zweite Koppelkammer 23
2 noch weiter miteinander verbunden. Genauso wie die ersten und zweiten Koppelstege
22
1, 22
2 am Gehäuseboden 7 und/oder an einer Gehäusewand 8 angeordnet sind, so sind auch die
dritten oder vierten Koppelstege 22
3, 22
4 symmetrisch dazu an dem Gehäuseboden 7 oder einer Gehäusewand 9 angeordnet. Bevorzugt
ist der dritte Koppelsteg 22
3 an einer der Gehäusewand 8, 9, an der die erste Koppelkammer 23
1 mit dem ersten Koppelsteg 22
1 angeordnet ist, gegenüberliegenden Gehäusewand 8, 9 angeordnet. Gleiches gilt für
den vierten Koppelsteg 22
4 und den zweiten Koppelsteg 22
2. Es ist allerdings auch möglich, dass der dritte Koppelsteg 22
3 am Gehäuseboden 7 oder an dem erst in Figur 7 dargestellten Gehäusedeckel 70 angeordnet
ist und in den Aufnahmeraum 10 hinein entspringt. Gleiches würde in diesem Fall auch
für den vierten Koppelsteg 22
4, bezogen auf den zweiten Koppelsteg 22
2 gelten. Die Dicke der Koppelstege 22
1, 22
2, 22
3, 22
4 kann untereinander beliebig gewählt werden, wie auch die Anordnung und der Abstand
an und von dem Gehäuseboden 7, den Gehäusewänden 8, 9 und dem Gehäusedeckel 70.
[0077] Die HF-Durchführung 3 kann auch einen Knick oder eine Kurve aufweisen, wodurch sich
in diesem Punkt die Ausbreitungsrichtung 12 ändert.
[0078] Figur 7 zeigt eine räumliche Ansicht des erfindungsgemäßen Hochfrequenzleitersystems
1 mit einem geschlossenen Gehäusedeckel 70, wobei das Hochfrequenzleitersystems 1
zwei Anschlussstücke 4
1, 4
2 aufweist. Die Anschlussstücke 4
1, 4
2 dienen zur Verbindung des Hochfrequenzleitersystems 1 mit weiteren Komponenten, wie
beispielsweise einer Antenneneinheit. Hierzu kann an die Anschlussstücke 4
1, 4
2 ein Kabel, vorzugsweise ein Koaxialkabel angeschlossen werden. Der Gehäusedeckel
70 ist mittels einer Vielzahl von Schraubverbindungen 71 mit den Gehäusewänden 8,
9 verbunden. Das Hochfrequenzgehäuse 2 ist dadurch vorzugsweise hochfrequenzdicht
verschlossen. Dies bedeutet, dass keine Störstrahlung in dieses eintreten kann und
dass ebenfalls keine Signale aus dem Hochfrequenzgehäuse 2 austreten können, mit der
Ausnahme an den beiden Anschlussstücken 4
1, 4
2.
[0079] Figur 8 zeigt einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Hochfrequenzleitersystems 1, bei dem die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 einzig
durch die Anschlussstücke 4
1, 4
2 im Aufnahmeraum 10 gehalten ist. Die Anschlussstücke 4
1, 4
2, bei denen es sich vorzugsweise einen koaxialen Stecker handelt, sind z.B. mit den
Gehäusewänden 8, 9 und/oder mit dem Gehäuseboden 7 verschraubt. Die Anschlussstücke
4
1, 4
2 weisen ein HF-Innenleiteraufnahmeelement auf, welches zur Aufnahme und Kontaktierung
eines Innenleiters des aufzunehmenden Koaxialkabels dient. Dieses HF-Innenleiteraufnahmeelement
ist elektrisch leitend mit einem Halteelement 72 verbunden, welches vorzugsweise eine
Aufnahmebohrung 73 aufweist, in die die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 eingeführt
ist. Die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 ist an seinen Enden vorzugsweise vollständig
radial von dem hülsen- oder z.B. hülsenfederförmigen Halteelement 72 umschlossen.
Dabei handelt es sich vorzugsweise um einen Kraftschluss und/oder Formschluss und/oder
Stoffschluss. Zusätzlich ist die HF-Durchführung 3 vorzugsweise noch mit dem Anschlussstück
4
1, 4
2, genauer gesagt mit dem Halteelement 72 verlötet.
[0080] Die leitungsgebundene HF-Durchführung 3 ist durch das zumindest eine Anschlussstück
4
1, 4
2 abgestützt und innerhalb des Aufnahmeraums 10 in Position beabstandet zu dem Hochfrequenzgehäuse
2 gehalten. Die Haltung der HF-Durchführung 3 kann einzig durch das zumindest eine
Anschlussstück 4
1, 4
2 erfolgen, wie in Figur 8 gezeigt. Die Haltung der HF-Durchführung 3 kann allerdings
auch einzig durch den Halte- und Positionssteg 11 erfolgen, wie er in den vorherigen
Ausführungsbeispielen erläutert wurde. Schließlich kann die Halterung auch zusammen,
also durch das zumindest eine Anschlussstück 4
1, 4
2 und durch zumindest einen Halte- und Positionssteg 11 erfolgen.
[0081] Abschließend wird noch darauf hingewiesen, dass weitere Vorteile der Erfindung im
Rahmen bevorzugter Ausführungsformen realisiert werden können, wenn beispielsweise
eines oder mehrere der nachfolgenden Merkmale zusätzlich oder in Kombination verwirklicht
werden:
- die Isolationshülse 14 weist zumindest an einem Teil ihres Umfangs zumindest einen
Kodiervorsprung 50 und/oder zumindest eine Kodieröffnung (51) auf, die in zumindest
eine Kodieröffnung 52 und/oder zumindest einen Kodiervorsprung 53 an dem Halte- und
Positionssteg 11 eingreift;
- die Isolationshülse 14 weist Stirnseiten und Umfangs-Seitenflächen auf, wobei die
Stirnseiten quer oder senkrecht zur Ausbreitungsrichtung 12 verlaufen, wobei zumindest
Abschnitte der Umfangs-Seitenflächen in Eingriff mit dem Halte- und Positionssteg
11 stehen;
- das zumindest eine kapazitive Koppelelement 20 und/ oder die zumindest eine Isolationshülse
14 und/oder das zumindest eine Positionierungselement 15 sind mittig oder außermittig
mit der leitungsgebundenen HF-Durchführung 3 verbunden; und/oder
- die Querschnittsform der zumindest einen Isolationshülse 14 und/oder des zumindest
einen kapazitiven Koppelelements 20 und/oder des zumindest einen Positionierungselements
15 in Draufsicht entspricht oder ist angenähert an
- ein Quadrat; oder
- ein Rechteck; oder
- ein Oval; oder
- einen Kreis; oder
- ein regelmäßiges oder unregelmäßiges n-Polygon.
1. Hochfrequenzleitersystem (1) mit leitungsgebundener HF-Durchführung (3) mit den folgenden
Merkmalen:
- einem Hochfrequenzgehäuse (2), das einen Gehäuseboden (7), einen vom Gehäuseboden
beabstandeten Gehäusedeckel und eine zwischen dem Gehäuseboden und dem Gehäusedeckel
umlaufende Gehäusewand (8, 9) umfasst, wodurch ein Aufnahmeraum (10) gebildet ist,
wobei die umlaufende Gehäusewand (8, 9) eine erste Gehäusewand (8) und eine zweite
Gehäusewand (9) aufweist, wobei die zweite Gehäusewand (9) der ersten Gehäusewand
(8) gegenüberliegt;
- zumindest einer leitungsgebundenen HF-Durchführung (3), die innerhalb des Aufnahmeraums
(10) des Hochfrequenzgehäuses (2) angeordnet ist;
- die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) ist von dem Hochfrequenzgehäuse (2) galvanisch
getrennt;
- zumindest ein kapazitives Koppelelement (20) ist an zumindest einem Teil des Umfangs
der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) angeordnet;
- das zumindest eine kapazitive Koppelelement (20) ist galvanisch mit der leitungsgebundenen
HF-Durchführung (3) verbunden;
- jedes kapazitive Koppelelement (20) weist zwei gegenüberliegende Stirnseiten (211 , 212) auf, die quer oder senkrecht zur Ausbreitungsrichtung (12) der leitungsgebundenen
HF-Durchführung (3) ausgerichtet sind;
- zumindest einem ersten Koppelsteg (221), der galvanisch mit dem Hochfrequenzgehäuse (2) verbunden ist und zumindest teilweise
in den Aufnahmeraum (10) hineinragt;
- zumindest einem zweiten Koppelsteg (221), wobei der zumindest eine zweite Koppelsteg (222) in Ausbreitungsrichtung (12) der leitungsgebundenen HF-Durchführung beabstandet
von dem jeweiligen ersten Koppelsteg (221) angeordnet ist, wobei zwischen dem zumindest einen ersten Koppelsteg(221) und dem zumindest einen zweiten Koppelsteg (222) jeweils eine erste Koppelkammer (231) gebildet ist, wobei der zumindest eine erste Koppelsteg (221) und der zumindest eine zweite Koppelsteg (221) an der ersten Gehäusewand (8) angeordnet sind;
- zumindest einem dritten und zumindest einem vierten Koppelsteg (223 , 224), die in den Aufnahmeraum (10) ragen und an der zweiten Gehäusewand (9) angeordnet
sind, wobei zwischen dem zumindest einen dritten Koppelsteg (223) und dem zumindest einen vierten Koppelsteg (224) jeweils eine zweite Koppelkammer (232) gebildet ist;
- wobei zumindest ein erster Teil des zumindest einen kapazitiven Koppelelements (20)
in die jeweilige erste Koppelkammer (231) zwischen dem jeweiligen ersten und dem jeweiligen zweiten Koppelsteg (221, 222) ragt, wobei der erste Koppelsteg (221) jeweils zu einer der beiden gegenüberliegenden Stirnseiten (211) und der zweite Koppelsteg (222) jeweils zu der dazu gegenüberliegenden Stirnseite (212) des jeweiligen kapazitiven Koppelelements (20) zur Erzeugung einer kapazitiven Kopplung
zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) und dem Hochfrequenzgehäuse (2)
über die beiden Stirnseiten (211, 212) angeordnet sind;
- wobei zumindest ein zweiter Teil des zumindest einen kapazitiven Koppelelements
(20) in die jeweilige zweite Koppelkammer (232) zwischen dem jeweiligen dritten und dem jeweiligen vierten Koppelsteg (223, 224) ragt, wobei der dritte Koppelsteg (223) jeweils zu einer der beiden gegenüberliegenden Stirnseiten (211) und der vierte Koppelsteg (224) jeweils zu der dazu gegenüberliegenden Stirnseite (212) des jeweiligen kapazitiven Koppelelements (20) zur Erzeugung einer kapazitiven Kopplung
zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) und dem Hochfrequenzgehäuse (2)
über die beiden Stirnseiten (211, 212) angeordnet sind.
2. Hochfrequenzleitersystem (1) mit leitungsgebundener HF-Durchführung (3) mit den folgenden
Merkmalen:
- einem Hochfrequenzgehäuse (2), das einen Gehäuseboden (7), einen vom Gehäuseboden
beabstandeten Gehäusedeckel und eine zwischen dem Gehäuseboden und dem Gehäusedeckel
umlaufende Gehäusewand (8, 9) umfasst, wodurch ein Aufnahmeraum (10) gebildet ist;
- zumindest einer leitungsgebundenen HF-Durchführung (3), die innerhalb des Aufnahmeraums
(10) des Hochfrequenzgehäuses (2) angeordnet ist;
- die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) ist von dem Hochfrequenzgehäuse (2) galvanisch
getrennt;
- zumindest ein kapazitives Koppelelement (20) ist an zumindest einem Teil des Umfangs
der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) angeordnet;
- das zumindest eine kapazitive Koppelelement (20) ist galvanisch mit der leitungsgebundenen
HF-Durchführung (3) verbunden;
- jedes kapazitive Koppelelement (20) weist zwei gegenüberliegende Stirnseiten (211 , 212) auf, die quer oder senkrecht zur Ausbreitungsrichtung (12) der leitungsgebundenen
HF-Durchführung (3) ausgerichtet sind;
- zumindest einem ersten Koppelsteg (221), der galvanisch mit dem Hochfrequenzgehäuse (2) verbunden ist und zumindest teilweise
in den Aufnahmeraum (10) hineinragt;
- zumindest einem zweiten Koppelsteg (221), wobei der zumindest eine zweite Koppelsteg (222) in Ausbreitungsrichtung (12) der leitungsgebundenen HF-Durchführung beabstandet
von dem jeweiligen ersten Koppelsteg (221) angeordnet ist, wobei zwischen dem zumindest einen ersten Koppelsteg (221) und dem zumindest einen zweiten Koppelsteg (222) jeweils eine erste Koppelkammer (231) gebildet ist;
- zumindest einem dritten und zumindest einem vierten Koppelsteg (223 , 224), die in den Aufnahmeraum (10) ragen und an dem Gehäuseboden (7) oder Gehäusedeckel
angeordnet sind, wobei zwischen dem zumindest einen dritten Koppelsteg (223) und dem zumindest einen vierten Koppelsteg (224) jeweils eine zweite Koppelkammer (232) gebildet ist;
- wobei zumindest ein erster Teil des zumindest einen kapazitiven Koppelelements (20)
in die jeweilige erste Koppelkammer (231) zwischen dem jeweiligen ersten und dem jeweiligen zweiten Koppelsteg (221, 222) ragt, wobei der erste Koppelsteg (221) jeweils zu einer der beiden gegenüberliegenden Stirnseiten (211) und der zweite Koppelsteg (222) jeweils zu der dazu gegenüberliegenden Stirnseite (212) des jeweiligen kapazitiven Koppelelements (20) zur Erzeugung einer kapazitiven Kopplung
zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) und dem Hochfrequenzgehäuse (2)
über die beiden Stirnseiten (211, 212) angeordnet sind;
- wobei zumindest ein zweiter Teil des zumindest einen kapazitiven Koppelelements
(20) in die jeweilige zweite Koppelkammer (232) zwischen dem jeweiligen dritten und dem jeweiligen vierten Koppelsteg (223, 224) ragt, wobei der dritte Koppelsteg (223) jeweils zu einer der beiden gegenüberliegenden Stirnseiten (211) und der vierte Koppelsteg (224) jeweils zu der dazu gegenüberliegenden Stirnseite (212) des jeweiligen kapazitiven Koppelelements (20) zur Erzeugung einer kapazitiven Kopplung
zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) und dem Hochfrequenzgehäuse (2)
über die beiden Stirnseiten (211, 212) angeordnet sind.
3. Hochfrequenzleitersystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch das folgende Merkmal:
- zumindest einer oder alle Koppelstege (221, 222, 223, 224) sind einteilig mit dem Gehäuseboden (7) und/oder der Gehäusewand (8, 9) ausgebildet
und Bestandteil dieser.
4. Hochfrequenzleitersystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- der Gehäuseboden (7) und/oder die Gehäusewand (8, 9) weist zumindest eine Ausnehmung
(24) auf;
- die zumindest eine Ausnehmung (24) ist im Bereich einer Seiten-Umfangsfläche (26)
des zumindest einen kapazitiven Koppelelements (20) gebildet, wodurch eine kapazitive
Kopplung zwischen der Seiten-Umfangsfläche (26) des zumindest einen kapazitiven Koppelelements
(20) und dem Hochfrequenzgehäuse (2) reduziert ist.
5. Hochfrequenzleitersystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- das Hochfrequenzgehäuse (2) weist zumindest eine Öffnung (25) auf;
- durch die zumindest eine Öffnung (25) ist ein Abstimmelement einführbar oder eingeführt;
- das zumindest eine Abstimmelement ist radial oder unter einem Winkel zu einer Seiten-Umfangsfläche
(26) des zumindest einen kapazitiven Koppelelements (20) angeordnet.
6. Hochfrequenzleitersystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- zumindest einem Anschlussstück (41, 42), welches eine elektrische Kontaktierung der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3)
von außerhalb des Hochfrequenzgehäuses (2) erlaubt;
- die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) ist durch das zumindest eine Anschlussstück
(41, 42) abgestützt und innerhalb des Aufnahmeraums (10) in Position beabstandet zu dem Hochfrequenzgehäuse
(2) gehalten.
7. Hochfrequenzleitersystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- zumindest einem Halte- und Positionssteg (11), der zumindest teilweise in den Aufnahmeraum
(10) hineinragt und der in seiner gesamten Dicke in Ausbreitungsrichtung (12) der
leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) von einer Aufnahmeöffnung (13) vollständig
durchsetzt ist;
- die Aufnahmeöffnung (13) ist ferner zumindest in einer Seitenrichtung quer zur Ausbreitungsrichtung
(12) über die gesamte Dicke des Halte- und Positionssteges (11) zugänglich; und
- die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) ist innerhalb der Aufnahmeöffnung (13)
an dem zumindest einen Halte- und Positionssteg (11) gelagert.
8. Hochfrequenzleitersystem nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch das folgende Merkmal:
- die Aufnahmeöffnung (13) innerhalb des Halte- und Positionsstegs (11) verbreitert
sich konusförmig in Richtung quer zur Ausbreitungsrichtung (12) über die gesamte Dicke
in Richtung des Hochfrequenzgehäuses (2) ;
9. Hochfrequenzleitersystem nach Anspruch 7 oder 8,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- der Halte- und Positionssteg (11) ist einteilig an der Gehäusewand (8, 9) und/oder
dem Gehäuseboden (7) oder am Gehäusedeckel ausgebildet; und/oder
- der Halte- und Positionssteg (11) ragt derart weit in den Aufnahmeraum (10) hinein,
dass die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) zentriert im Aufnahmeraum (10) gelagert
ist.
10. Hochfrequenzleitersystem nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- zwischen der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) und dem zumindest einen Halte-
und Positionssteg (11) ist noch ein Isolationsmedium (14) angeordnet, wodurch der
Halte- und Positionssteg (11) und die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) voneinander
galvanisch getrennt sind;
- das Isolationsmedium (14) ist vorzugsweise in Form einer dielektrischen Schicht
zumindest auf dem Teil des Halte- und Positionsstegs (11) ausgebildet an dem die leitungsgebundene
HF-Durchführung (3) gelagert ist; und/oder das Isolationsmedium (14) ist vorzugsweise
in Form einer dielektrischen Schicht zumindest auf dem Teil der leitungsgebundenen
HF-Durchführung (3) ausgebildet, der an dem Halte- und Positionssteg (11) gelagert
ist; und/oder
- das Isolationsmedium (14) ist vorzugsweise als Isolationshülse (14) ausgebildet,
die zumindest teilweise die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) radial an dem Bereich
umschließt, an dem die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) an dem Halte- und Positionssteg
(11) gelagert ist.
11. Hochfrequenzleitersystem nach Anspruch 10,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- die Isolationshülse (14) weist über ihre gesamte Länge einen Aufnahmeschlitz (40)
auf, in den die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) eingeführt ist; oder
- die Isolationshülse (14) besteht aus zwei an einer Seite miteinander beweglich verbunden
Hülsenhälften, in der die leitungsgebundene HF-Durchführung (3) angeordnet ist, wobei
beide Hülsenhälften an ihrer anderen Seite vorzugsweise miteinander verclipst, verpresst,
verschraubt oder verklebt sind.
12. Hochfrequenzleitersystem nach einem der Ansprüche 10 und 11,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) an der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) ist ein über den Querschnitt der
leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) überstehendes Positionierungselement (15) angeordnet,
wobei die Isolationshülse (14) an dem Positionierungselement (15) in Ausbreitungsrichtung
(12) der HF-Durchführung (3) unverschieblich oder nur begrenzt verschieblich anliegt;
oder
b) an der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) sind zwei über den Querschnitt der
leitungsgebundenen HF-Durchführung (3) überstehende Positionierungselemente (15) angeordnet,
wobei die Isolationshülse (14) zwischen beiden Positionierungselementen (15) in Ausbreitungsrichtung
(12) der HF-Durchführung (3) unverschieblich oder nur begrenzt verschieblich angeordnet
ist.
13. Hochfrequenzleitersystem nach Anspruch 12,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) das zumindest eine Positionierungselement (15) ist einteilig mit der leitungsgebundenen
HF-Durchführung (3) ausgebildet und Bestandteil dieser; und/oder
b) das zumindest eine Positionierungselement (15) hat die Form einer Positionierungsnase
und erstreckt sich nur über einen Teil des Umfangs der leitungsgebundenen HF-Durchführung
(3), oder
das zumindest eine Positionierungselement (15) erstreckt sich über den gesamten Umfang
der leitungsgebundenen HF-Durchführung (3).
1. High-frequency conductor system (1) with a cable-bound RF bushing (3), having the
following features:
- a high-frequency housing (2) which comprises a housing base (7), a housing cover
which is at a distance from the housing base, and a housing wall (8, 9) which extends
peripherally between the housing base and the housing cover, as a result of which
an accommodation space (10) is formed, wherein the peripheral housing wall (8, 9)
has a first housing wall (8) and a second housing wall (9), wherein the second housing
wall (9) is opposite the first housing wall (8);
- at least one cable-bound RF bushing (3), which is arranged within the accommodation
space (10) of the high-frequency housing (2);
- the cable-bound RF bushing (3) is galvanically separated from the high-frequency
housing (2);
- at least one capacitive coupling element (20) is arranged on at least part of the
periphery of the cable-bound RF bushing (3);
- the at least one capacitive coupling element (20) is galvanically connected to the
cable-bound RF bushing (3);
- each capacitive coupling element (20) has two opposing end faces (211, 212) which are oriented transverse or perpendicular to the propagation direction (12)
of the cable-bound RF bushing (3);
- at least one first coupling web (221), which is galvanically connected to the high-frequency housing (2) and projects
into the accommodation space (10) at least in part;
- at least one second coupling web (221), wherein the at least one second coupling web (222) is arranged spaced apart from the particular first coupling web (221) in the propagation direction (12) of the cable-bound RF bushing, wherein a first
coupling chamber (231) is formed in each case between the at least one first coupling web (221) and the at least one second coupling web (222), wherein the at least one first coupling web (221) and the at least one second coupling web (221) are arranged on the first housing wall (8);
- at least a third and at least a fourth coupling web (223, 224), which project into the accommodation space (10) and are arranged on the second
housing wall (9), wherein a second coupling chamber (232) is formed in each case between the at least a third coupling web (223) and the at least a fourth coupling web (224);
- wherein at least a first part of the at least one capacitive coupling element (20)
projects into the particular first coupling chamber (231) between the particular first and the particular second coupling web (221, 222), wherein the first coupling web (221) is arranged in each case on one of the two opposing end faces (211) and the second coupling web (222) is arranged in each case on the opposite end face (212) of the particular capacitive coupling element (20) to generate a capacitive coupling
between the cable-bound RF bushing (3) and the high-frequency housing (2) via the
two end faces (211, 212);
- wherein at least a second part of the at least one capacitive coupling element (20)
projects into the particular second coupling chamber (232) between the particular third and the particular fourth coupling web (223, 224), wherein the third coupling web (223) is arranged in each case on one of the two opposing end faces (211) and the fourth coupling web (224) is arranged in each case on the opposite end face (212) of the particular capacitive coupling element (20) to generate a capacitive coupling
between the cable-bound RF bushing (3) and the high-frequency housing (2) via the
two end faces (211, 212).
2. High-frequency conductor system (1) with a cable-bound RF bushing (3), having the
following features:
- a high-frequency housing (2) which comprises a housing base (7), a housing cover
which is at a distance from the housing base, and a housing wall (8, 9) which extends
peripherally between the housing base and the housing cover, as a result of which
an accommodation space (10) is formed;
- at least one cable-bound RF bushing (3), which is arranged within the accommodation
space (10) of the high-frequency housing (2);
- the cable-bound RF bushing (3) is galvanically separated from the high-frequency
housing (2);
- at least one capacitive coupling element (20) is arranged on at least part of the
periphery of the cable-bound RF bushing (3);
- the at least one capacitive coupling element (20) is galvanically connected to the
cable-bound RF bushing (3);
- each capacitive coupling element (20) has two opposing end faces (211, 212) which are oriented transverse or perpendicular to the propagation direction (12)
of the cable-bound RF bushing (3);
- at least one first coupling web (221), which is galvanically connected to the high-frequency housing (2) and projects
into the accommodation space (10) at least in part;
- at least one second coupling web (221), wherein the at least one second coupling web (222) is arranged spaced apart from the particular first coupling web (221) in the propagation direction (12) of the cable-bound RF bushing, wherein a first
coupling chamber (231) is formed in each case between the at least one first coupling web (221) and the at least one second coupling web (222);
- at least a third and at least a fourth coupling web (223, 224), which project into the accommodation space (10) and are arranged on the housing
base (7) or housing cover, wherein a second coupling chamber (232) is formed in each case between the at least a third coupling web (223) and the at least a fourth coupling web (224);
- wherein at least a first part of the at least one capacitive coupling element (20)
projects into the particular first coupling chamber (231) between the particular first and the particular second coupling web (221, 222), wherein the first coupling web (221) is arranged in each case on one of the two opposing end faces (211) and the second coupling web (222) is arranged in each case on the opposite end face (212) of the particular capacitive coupling element (20) to generate a capacitive coupling
between the cable-bound RF bushing (3) and the high-frequency housing (2) via the
two end faces (211, 212);
- wherein at least a second part of the at least one capacitive coupling element (20)
projects into the particular second coupling chamber (232) between the particular third and the particular fourth coupling web (223, 224), wherein the third coupling web (223) is arranged in each case on one of the two opposing end faces (211) and the fourth coupling web (224) is arranged in each case on the opposite end face (212) of the particular capacitive coupling element (20) to generate a capacitive coupling
between the cable-bound RF bushing (3) and the high-frequency housing (2) via the
two end faces (211, 212).
3. High-frequency conductor system according to either of the preceding claims,
characterised by the following feature:
- at least one or all of the coupling webs (221, 222, 223, 224) are formed integrally with the housing base (7) and/or the housing wall (8, 9) and
are a part thereof.
4. High-frequency conductor system according to any of the preceding claims,
characterised by the following features:
- the housing base (7) and/or the housing wall (8, 9) comprise at least one recess
(24);
- the at least one recess (24) is formed in the region of a peripheral side face (26)
of the at least one capacitive coupling element (20), reducing a capacitive coupling
between the peripheral side face (26) of the at least one capacitive coupling element
(20) and the high-frequency housing (2).
5. High-frequency conductor system according to any of the preceding claims,
characterised by the following features:
- the high-frequency housing (2) comprises at least one opening (25);
- a tuning element can be or is inserted through the at least one opening (25);
- the at least one tuning element is arranged radially or at an angle to a peripheral
side face (26) of the at least one capacitive coupling element (20).
6. High-frequency conductor system according to any of the preceding claims,
characterised by the following features:
- at least one connector (41, 42), which makes electrical contacting of the cable-bound RF bushing (3) possible from
outside the high-frequency housing (2);
- the cable-bound RF bushing (3) is supported by the at least one connector (41, 42) and held in position within the accommodation space (10) at a distance from the
high-frequency housing (2).
7. High-frequency conductor system according to any of the preceding claims,
characterised by the following features:
- at least one holding and positioning web (11), which projects at least in part into
the accommodation space (10) and is passed through by an accommodation opening (13)
over the entire thickness thereof in the propagation direction (12) of the cable-bound
RF bushing (3);
- the accommodation opening (13) is further accessible at least in a lateral direction
transverse to the propagation direction (12) over the entire thickness of the holding
and positioning web (11); and
- the cable-bound RF bushing (3) is mounted within the accommodation opening (13)
on the at least one holding and positioning web (11).
8. High-frequency conductor system according to claim 7,
characterised by the following feature:
- the accommodation opening (13) within the holding and positioning web (11) widens,
preferably conically, in the direction transverse to the propagation direction (12)
over the entire thickness in the direction of the high-frequency housing (2).
9. High-frequency conductor system according to either claim 7 or claim 8,
characterised by the following features:
- the holding and positioning web (11) is formed integrally on the housing wall (8,
9) and/or on the housing base (7) or on the housing cover; and/or
- the holding and positioning web (11) projects sufficiently far into the accommodation
space (10) that the cable-bound RF bushing (3) is mounted centred in the accommodation
space (10).
10. High-frequency conductor system according to any of claims 7 to 9,
characterised by the following features:
- an insulating medium (14) is also arranged between the cable-bound RF bushing (3)
and the at least one holding and positioning web (11), meaning that the holding and
positioning web (11) and the cable-bound RF bushing (3) are galvanically separated
from one another;
- the insulating medium (14) is preferably in the form of a dielectric layer at least
on the part of the holding and positioning web (11) on which the cable-bound RF bushing
(3) is mounted; and/or the insulating medium (14) is preferably in the form of a dielectric
layer at least on the part of the cable-bound RF bushing (3) which is mounted on the
holding and positioning web (11); and/or
- the insulating medium (14) is preferably formed as an insulating sleeve (14), which
radially encloses the cable-bound RF bushing (3) at least in part in the region in
which the cable-bound RF bushing (3) is mounted on the holding and positioning web
(11).
11. High-frequency conductor system according to claim 10,
characterised by the following features:
- the insulating sleeve (14) has an accommodation slit (40) over the entire length
thereof, into which the cable-bound RF bushing (3) is inserted; or
- the insulating sleeve (14) consists of two sleeve halves which are movably interconnected
on one face and in which the cable-bound RF bushing (3) is arranged, the two sleeve
halves preferably being clamped, clipped, screwed or glued to one another on the other
face thereof.
12. High-frequency conductor system according to either claim 10 or claim 11,
characterised by the following features:
a) a positioning element (15) protruding beyond the cross section of the cable-bound
RF bushing (3) is also arranged on the cable-bound RF bushing (3), the insulating
sleeve (14) being positioned on the positioning element (15) so as to be undisplaceable
or only displaceable to a limited extent in the propagation direction (12) of the
RF bushing (3); or
b) two positioning elements (15) protruding beyond the cross section of the cable-bound
RF bushing (3) are arranged on the cable-bound RF bushing (3), the insulating sleeve
(14) being arranged between the two positioning elements (15) so as to be undisplaceable
or only displaceable to a limited extent in the propagation direction (12) of the
RF bushing (3).
13. High-frequency conductor system according to claim 12,
characterised by the following features:
a) the at least one positioning element (15) is formed integrally with the cable-bound
RF bushing (3) and is a part thereof; and/or
b) the at least one positioning element (15) is in the form of a positioning tab and
only extends over part of the periphery of the cable-bound RF bushing (3), or
the at least one positioning element (15) extends over the entire periphery of the
cable-bound RF bushing (3).
1. Système conducteur haute fréquence (1) doté d'une traversée HF (3) filaire avec les
caractéristiques suivantes :
- un boitier haute fréquence (2), qui comprend un fond de boitier (7), un couvercle
de boitier espacé du fond de boitier et une paroi de boitier (8, 9) périphérique entre
le fond de boitier et le couvercle de boitier, ce par quoi un espace de réception
(10) est formé, où la paroi de boitier (8, 9) périphérique présente une première paroi
de boitier (8) et une deuxième paroi de boitier (9), où la deuxième paroi de boitier
(9) se situe en face de la première paroi de boitier (8) ;
- au moins une traversée HF (3) filaire qui est disposée à l'intérieur de l'espace
de réception (10) du boitier haute fréquence (2) ;
- la traversée HF (3) filaire est séparée de manière galvanique du boitier haute fréquence
(2);
- au moins un élément de couplage (20) capacitif est disposé sur au moins une partie
de la périphérie de la traversée HF (3) filaire ;
- l'au moins un élément de couplage (20) capacitif est relié de manière galvanique
avec la traversée HF (3) filaire ;
- chaque élément de couplage (20) capacitif présente deux faces frontales (211, 212) opposées qui sont orientées transversalement ou perpendiculairement par rapport
à la direction d'extension (12) de la traversée HF (3) filaire ;
- au moins un premier pontage de couplage (221) qui est relié de manière galvanique avec le boitier haute fréquence (2) et pénètre
au moins partiellement dans l'espace de réception (10);
- au moins un deuxième pontage de couplage (221), où l'au moins un deuxième pontage de couplage (222) est disposé dans la direction d'extension (12) de la traversée HF filaire espacé
du premier pontage de couplage (221) respectif, où respectivement une première chambre de couplage (231) est formée entre l'au moins un premier pontage de couplage (221) et l'au moins un deuxième pontage de couplage (222), où l'au moins un premier pontage de couplage (221) et l'au moins un deuxième pontage de couplage (221) sont disposés sur la première paroi de boitier (8) ;
- au moins un troisième et au moins un quatrième pontage de couplage (223, 224) qui pénètrent dans l'espace de réception (10) et sont disposés sur la deuxième paroi
de boitier (9), où respectivement une deuxième chambre de couplage (232) est formée entre l'au moins un troisième pontage de couplage (223) et l'au moins un quatrième pontage de couplage (224) ;
- où au moins une première partie de l'au moins un élément de couplage (20) capacitif
pénètre dans la première chambre de couplage (231) respective entre le premier pontage respectif et le deuxième pontage de couplage
(221, 222) respectif, où le premier pontage de couplage (221) est respectivement disposé par rapport à l'une des deux faces frontales (211) opposées et le deuxième pontage de couplage (222) est respectivement disposé par rapport à la face frontale (212) opposée de l'élément de couplage (20) capacitif respectif pour la création d'un
couplage capacitif entre la traversée HF (3) filaire et le boitier haute fréquence
(2) par le biais des deux faces frontales (211, 212) ;
- dans lequel au moins une deuxième partie de l'au moins un élément de couplage (20)
capacitif pénètre dans la deuxième chambre de couplage (232) respective entre le troisième pontage respectif et le quatrième pontage de couplage
(223, 224) respectif, où le troisième pontage de couplage (223) est disposé respectivement par rapport à une des deux faces frontales (211) opposées et le quatrième pontage de couplage (224) est disposé respectivement par rapport à la face frontale (212) lui étant respectivement opposée de l'élément de couplage (20) capacitif respectif
pour la création d'un couplage capacitif entre la traversée HF (3) filaire et le boitier
de haute fréquence (2) par le biais des deux faces frontales (211, 212).
2. Système conducteur haute fréquence (1) doté d'une traversée HF (3) filaire avec les
particularités suivantes :
- un boitier haute fréquence (2), qui comprend un fond de boitier (7), un couvercle
de boitier espacé du fond de boitier et une paroi de boitier (8, 9) périphérique entre
le fond de boitier et le couvercle de boitier, ce par quoi un espace de réception
(10) est formé ;
- au moins une traversée HF (3) filaire qui est disposée à l'intérieur de l'espace
de réception (10) du boitier haute fréquence (2) ;
- la traversée HF (3) filaire est séparée de manière galvanique du boitier haute fréquence
(2);
- au moins un élément de couplage (20) capacitif est disposé au niveau d'au moins
une partie de la périphérie de la traversée HF (3) filaire ;
- l'au moins un élément de couplage (20) capacitif est relié de manière galvanique
avec la traversée HF (3) filaire ;
- chaque élément de couplage (20) capacitif présente deux faces frontales (211, 212) opposées qui sont orientées transversalement ou perpendiculairement par rapport
à la direction d'extension (12) de la traversée HF (3) filaire ;
- au moins un premier pontage de couplage (221) qui est relié de manière galvanique avec le boitier haute fréquence (2) et pénètre
au moins partiellement dans l'espace de réception (10);
- au moins un deuxième pontage de couplage (221), où l'au moins un deuxième pontage de couplage (222) est disposé dans la direction d'extension (12) de la traversée HF filaire espacé
du premier pontage de couplage (221) respectif, où respectivement une première chambre de couplage (231) est formée entre l'au moins un premier pontage de couplage (221) et l'au moins un deuxième pontage de couplage (222) ;
- au moins un troisième et au moins un quatrième pontage de couplage (223, 224) qui pénètrent dans l'espace de réception (10) et sont disposés sur le fond de boitier
(7) ou sur le couvercle de boitier, où respectivement une deuxième chambre de couplage
(232) est formée entre l'au moins un troisième pontage de couplage (223) et l'au moins un quatrième pontage de couplage (224) ;
- où au moins une première partie de l'au moins un élément de couplage (20) capacitif
pénètre dans la première chambre de couplage (231) respective entre le premier pontage respectif et le deuxième pontage de couplage
(221, 222) respectif, où le premier pontage de couplage (221) est respectivement disposé par rapport à l'une des deux faces frontales (211) opposées et le deuxième pontage de couplage (222) est respectivement disposé par rapport à la face frontale (212) opposée de l'élément de couplage (20) capacitif respectif pour la création d'un
couplage capacitif entre la traversée HF (3) filaire et le boitier haute fréquence
(2) par le biais des deux faces frontales (211, 212) ;
- dans lequel au moins une deuxième partie de l'au moins un élément de couplage (20)
capacitif pénètre dans la deuxième chambre de couplage (232) respective entre le troisième pontage respectif et le quatrième pontage de couplage
(223, 224) respectif, où le troisième pontage de couplage (223) est disposé respectivement par rapport à une des deux faces frontales (211) opposées et le quatrième pontage de couplage (224) est disposé respectivement par rapport à la face frontale (212) lui étant respectivement opposée de l'élément de couplage (20) capacitif respectif
pour la création d'un couplage capacitif entre la traversée HF (3) filaire avec le
boitier de haute fréquence (2) par le biais des deux faces frontales (211, 212).
3. Système conducteur haute fréquence selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par la particularité suivante :
- au moins un ou tous les pontages de couplage (221, 222, 223, 224) sont conçus d'un seul tenant avec le fond de boitier (7) et/ou la paroi de boitier
(8, 9) et en sont des composants.
4. Système conducteur haute fréquence selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par les particularités suivantes :
- le fond de boitier (7) et/ou la paroi de boitier (8, 9) présentent au moins une
cavité (24) ;
- l'au moins une cavité (24) est formée dans la région d'une surface périphérique
latérale (26) de l'au moins un élément de couplage (20) capacitif, ce par quoi un
couplage capacitif est réduit entre la surface périphérique latérale (26) de l'au
moins un élément de couplage (20) capacitif et le boitier haute fréquence (2).
5. Système conducteur haute fréquence selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par les particularités suivantes :
- le boitier haute fréquence (2) présente au moins un orifice (25) ;
- un élément d'estimation peut être introduit ou est introduit par l'au moins un orifice
(25) ;
- l'au moins un élément d'estimation est disposé radialement ou sous un angle par
rapport à une surface périphérique latérale (26) de l'au moins un élément de couplage
(20) capacitif.
6. Système conducteur haute fréquence selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par les particularités suivantes :
- au moins une pièce de raccordement (41, 42), laquelle permet une mise en contact électrique de la traversée HF (3) filaire à
partir de l'extérieur du boitier haute fréquence (2) ;
- la traversée HF (3) filaire est supportée par l'au moins une pièce de raccordement
(41, 42) et est maintenue en position espacée par rapport au boitier haute fréquence (2)
à l'intérieur de l'espace de réception (10).
7. Système conducteur haute fréquence selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par les particularités suivantes :
- au moins un pontage de maintien et de positionnement (11) qui pénètre au moins partiellement
dans l'espace de réception (10) et qui est totalement traversé par un orifice de réception
(13) dans toute son épaisseur dans la direction d'extension (12) de la traversée HF
(3) filaire ;
- l'orifice de réception (13) est en outre accessible au moins dans une direction
latérale transversale par rapport à la direction d'extension (12) sur l'épaisseur
totale du pontage de maintien et de positionnement (11) ; et
- la traversée HF (3) filaire est logée à l'intérieur de l'orifice de réception (13)
sur l'au moins un pontage de maintien et de positionnement (11).
8. Système conducteur haute fréquence selon la revendication 7,
caractérisé par la particularité suivante :
- l'orifice de réception (13) se déplie en forme de cône en direction transversale
par rapport à la direction d'extension (12) à l'intérieur du pontage de maintien et
de positionnement (11) sur l'épaisseur totale en direction du boitier haute fréquence
(2) ;
9. Système conducteur haute fréquence selon la revendication 7 ou la revendication 8,
caractérisé par les particularités suivantes :
- le pontage de maintien et de positionnement (11) est formé en une seule pièce sur
la paroi de boitier (8, 9) et/ou sur le fond de boitier (7), ou sur le couvercle de
boitier ; et/ou
- le pontage de maintien et de positionnement (11) pénètre profondément à l'intérieur
de l'espace de réception (10) de sorte que la traversée HF (3) filaire est logée centrée
dans l'espace de réception (10).
10. Système conducteur haute fréquence selon l'une des revendications 7 à 9,
caractérisé par les particularités suivantes :
- un milieu isolant (14) est également disposé entre la traversée HF (3) filaire et
l'au moins un pontage de maintien et de positionnement (11), ce par quoi le pontage
de maintien et de positionnement (11) et la traversée HF (3) filaire sont séparés
de manière galvanique l'un de l'autre ;
- le milieu isolant (14) est conçu de préférence sous forme d'une couche diélectrique
au moins sur la partie du pontage de maintien et de positionnement (11) sur laquelle
est logée la traversée HF (3) filaire ; et/ou le milieu isolant (14) est de préférence
conçu sous la forme d'une couche diélectrique au moins sur une partie de la traversée
HF (3) filaire, qui est logé sur le pontage de maintien et de positionnement (11)
; et/ou
- le milieu isolant (14) est de préférence conçu en tant que manchon isolant (14),
qui entoure au moins partiellement la traversée HF (3) filaire de manière radiale
sur une région, sur laquelle la traversée HF (3) filaire est logée sur le pontage
de maintien et de positionnement (11).
11. Système conducteur haute fréquence selon la revendication 10,
caractérisé par les particularités suivantes :
- le manchon isolant (14) présente une fente de réception (40) sur toute sa longueur,
dans laquelle est insérée la traversée HF (3) filaire ; ou
- le manchon isolant (14) est constitué de deux moitiés de manchon reliées ensemble
sur un côté en étant mobiles, dans lesquelles la traversée HF (3) filaire est disposée,
où les deux moitiés de manchon sont de préférence clipsées, pressées, vissées ou collées
ensemble sur leur autre côté.
12. Système conducteur haute fréquence selon l'une des revendications 10 et 11,
caractérisé par les particularités suivantes :
a) un élément de positionnement (15) dépassant par-dessus la section transversale
de la traversée HF (3) filaire est disposé sur la traversée HF (3) filaire, où le
manchon isolant (14) se plaque, sans pouvoir coulisser, ou en ne pouvant coulisser
que de manière limitée, sur l'élément de positionnement (15) dans la direction d'extension
(12) de la traversée HF (3) ; ou
b) deux éléments de positionnement (15) dépassant par-dessus la section transversale
de la traversée HF (3) filaire sont disposés sur la traversée HF (3) filaire, où le
manchon isolant (14) est disposé sans pouvoir coulisser, ou en ne pouvant coulisser
que de manière limitée, entre les deux éléments de positionnement (15) dans la direction
d'extension (12) de la traversée HF (3).
13. Système conducteur haute fréquence selon la revendication 12,
caractérisé par les particularités suivantes :
a) l'au moins un élément de positionnement (15) est conçu en une seule pièce avec
la traversée HF (3) filaire ou en est un composant ; et/ou
b) l'au moins un élément de positionnement (15) a la forme d'une proéminence de positionnement
et s'étend uniquement sur une partie de la périphérie de la traversée HF (3) filaire,
ou
l'au moins un élément de positionnement (15) s'étend sur le périmètre total de la
traversée HF (3) filaire.