[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelungseinrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der
EP 2 594 713 A1 ist eine Riegelbaugruppe bekannt mit einem verschiebbaren Riegel, der über einen
Elektromotor von einer Entriegelungsposition in eine Verriegelungsstellung bewegt
werden kann. Durch einen Elektromagneten wird der Riegel in der Verriegelungsstellung
arretiert. Das Einfahren des Riegels erfolgt mittels einer Rückstellfeder.
[0003] DE 20 2010 015979 U1 zeigt eine Verriegelungseinrichtung mit einem verschiebbaren Riegel, der in einer
Verriegelungsstellung arretierbar ist, wobei die Verriegelungsstellung durch einen
Permanentmagneten in einer Riegelaufnahme erreicht wird.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es eine Verriegelungseinrichtung mit einem einfachen Aufbau
zur Verfügung zu stellen.
[0005] Die Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Bei der erfindungsgemäßen
Lösung handelt es sich um eine Verriegelungseinrichtung für einen in einem Rahmen
bewegbar gelagerten Flügel, vorzugsweise Verriegelungseinrichtung für eine Tür in
einem Gebäude. Die Verriegelungseinrichtung umfasst eine am Rahmen oder am Flügel
montierbare Riegelbaugruppe und eine am Flügel bzw. am Rahmen montierbare Riegelaufnahmeeinrichtung,
wobei vorgesehen ist, dass die Riegelbaugruppe ein beweglich gelagertes, als Falle
oder Riegel ausgebildetes Riegelelement und eine elektrisch schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung
aufweist und das Riegelelement in einer Verriegelungsstellung durch die elektrisch
schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung arretierbar ist. Wesentlich dabei ist, dass
die Riegelaufnahmeeinrichtung eine das Riegelelement in der Verriegelungsstellung
aufnehmende Riegelaufnahme aufweist und die Riegelaufnahmeeinrichtung eine Magneteinrichtung
aufweist. Zur Ausbildung der Verriegelungsstellung des Riegelelements sind die Riegelaufnahmeeinrichtung
und die Riegelbaugruppe derart einander zugeordnet, dass das Riegelelement durch magnetische
Krafteinwirkung der Magneteinrichtung in die Verriegelungsstellung bewegbar und in
einen Eingriff mit der Riegelaufnahme bringbar ist. Zur Ausbildung einer Entriegelungsstellung
des Riegelelements ist bei abgeschalteter elektrischer Verriegelungs-Halteeinrichtung
das Riegelelement aus dem Eingriff der Magneteinrichtung bringbar, indem das Riegelelement
oder/und die Magneteinrichtung betätigbar ist bzw. sind.
[0006] Was den Verriegelungsvorgang betrifft, ist bei der erfindungsgemäßen Lösung wesentlich,
dass zur Ausbildung der Verriegelungsstellung des Riegelelements die Riegelaufnahmeeinrichtung
und die Riegelbaugruppe derart einander zugeordnet sind, dass das Riegelelement durch
magnetische Krafteinwirkung in die Verriegelungsstellung bewegbar und in einen Eingriff
mit der Riegelaufnahme bringbar ist. Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen
das Riegelelement U-förmig ausgebildet ist, und einen Teil der Türe umgreift, wodurch
die Riegelaufnahme durch das eingreifen der Tür in das Riegelelement ausgebildet wird.
[0007] Was den Entriegelungsvorgang betrifft, ist bei der erfindungsgemäßen Lösung wesentlich,
dass zur Ausbildung der Entriegelungsstellung des Riegelelements bei abgeschalteter
elektrischer Verriegelungs-Halteeinrichtung das Riegelelement aus dem Eingriff der
Magneteinrichtung bringbar ist, indem das Riegelelement oder/und die Magneteinrichtung
betätigbar ist bzw. sind.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Magneteinrichtung betätigbar ist, indem
die Magneteinrichtung bewegbar gelagert ist oder/und elektrisch schaltbar ist. Zur
Ausbildung der Entriegelungsstellung kann die Magneteinrichtung durch einen Schieber
oder eine Schlossmechanik bewegbar gelagert sein, oder elektrisch schaltbar ausgebildet
sein. Bei Weiteren Ausführungen ist es vorgesehen, dass zur Ausbildung der Verriegelungsstellung
die Magneteinrichtung durch einen Schieber oder eine Schlossmechanik bewegbar gelagert
ist, oder elektrisch schaltbar ausgebildet ist.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Magneteinrichtung der Riegelaufnahmeeinrichtung
als Elektromagnet ausgebildet ist.
[0010] Der Begriff Verriegelungseinrichtung ist breit zu verstehen, d.h. das Riegelelement
kann als Riegel oder auch als Falle, vorzugsweise federnd gelagerte Falle, ausgebildet
sein. In der Verriegelungsstellung des Riegelelements kann eine einbruchsichere Verriegelung
des Flügels vorliegen oder auch nur eine Arretierung des Flügels. Die Verriegelungseinrichtung
kann so montiert werden, dass die Verriegelungsstellung in der Schließstellung des
Flügels vorliegt. Es kann jedoch auch eine Montage der Verriegelungseinrichtung möglich
sein, bei der die Verriegelungsstellung des Riegelelements in der Offenstellung des
Flügels vorliegt.
[0011] Bevorzugte Anwendungen der Verriegelungseinrichtung sind Anwendungen an Türen, vorzugsweise
Gebäudetüren. Die Tür kann vorzugsweise mit einem in einem Rahmen schwenkbar gelagerten
Flügel ausgebildet sein, wobei die Tür als Anschlagtür oder als Pendeltür ausgebildet
sein kann. Die Tür kann aber auch als ein für einen Rahmen schiebbar gelagerter Flügel
ausgebildet sein.
[0012] Es kann vorgesehen sein, dass die Riegelbaugruppe vorzugsweise seitlich am Rahmen
oder am Flügel angeordnet ist und die Riegelaufnahmeeinrichtung entsprechend gegenüberliegend
vorzugsweise seitlich am Flügel oder am Rahmen. Es sind Ausführungen möglich, bei
denen die Riegelbaugruppe im Bereich des oberen horizontalen Holms des Türrahmens
oder am oberen Bereich des Flügels montiert ist und die Riegelaufnahmeeinrichtung
entsprechend gegenüberliegend am oberen Bereich des Flügels oder im Bereich des oberen
horizontalen Holms des Türrahmens.
[0013] Bei besonders bevorzugten Ausführungen der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung
handelt es sich um ein elektrisches Schloss. Die elektrisch schaltbare Komponente
ist die elektrisch schaltbare Verriegelungseinrichtung. Die Riegelaufnahme weist eine
Magneteinrichtung auf, die das Riegelelement aktiv in die Verriegelungsstellung zieht.
Besonders bevorzugte Ausführungen können herkömmliche elektrisch schaltbare Glastüröffner
und herkömmliche elektrisch schaltbare Pendeltüröffner ersetzen, wobei diese Ersatzprodukte
einen wesentlich einfacheren Komponentenaufbau aufweisen und kostengünstiger gestaltbar
sind.
[0014] Es kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement betätigbar ist, indem das Riegelelement
eine Auslaufschräge aufweist. Durch die Auslaufschräge wird bei nicht arretierter
Verriegelungs-Halteeinrichtung bei der Öffnungsbewegung der Tür zur Ausbildung der
Entriegelungsstellung der Riegel in die Riegelbaugruppe verlagert.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement
betätigbar ist, indem das Riegelelement bewegbar gelagert ist. Die Betätigung des
Riegelelements zur Ausbildung der Entriegelungsstellung kann über eine Schlossmechanik
oder elektronisch erfolgen, wobei das Riegelelement aus der Riegelaufnahmeeinrichtung
bewegt wird.
[0016] Es kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement oder/und die Magneteinrichtung und/oder
die Riegelaufnahme federnd gelagert ist bzw. sind.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen sein, dass die federnde
Lagerung eine Federeinrichtung aufweist, die das Riegelelement oder/und die Magneteinrichtung
und/oder die Riegelaufnahme in Verriegelungsrichtung beaufschlagt.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass der Elektromagnet umpolbar und/oder abschaltbar ausgebildet
ist und das Riegelelement einen Permanentmagnet aufweist. Durch das umpolen des Elektromagneten
kann ein Riegelelement welches sich in Verriegelungsstellung befindet in die Entriegelungsstellung
überführt werden, indem der Elektromagnet den Permanentmanget des Riegelelements abstößt.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement eine Einlaufschräge aufweist.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement
eine Federeinrichtung aufweist, die das Riegelelement in die Entriegelungsstellung
beaufschlagt.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen sein, dass die Riegelaufnahme
eine Auslaufschräge und/oder eine Einlaufschräge aufweist.
[0022] Es kann vorgesehen sein, dass die elektrisch schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung
einen Elektromagneten aufweist.
[0023] Es kann vorgesehen sein, dass zur Ausbildung der Entriegelungsstellung die Riegelbaugruppe
eine elektrisch schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung aufweist, die das Riegelelement
in seiner Entriegelungsstellung arretiert. Vorzugsweise weist die elektrisch schaltbare
Entriegelungs-Halteeinrichtung einen Elektromagneten und/oder einen Anker auf. Der
Anker kann so ausgebildet sein, dass er einen Teil des Riegelelements umgreift, und
das Riegelelement dadurch in seiner Entriegelungsstellung arretiert.
[0024] Es kann vorgesehen sein, dass das Riegelelement oder zumindest ein Abschnitt des
Riegelelements aus magnetisierbarem Material oder permanentmagentischem Material ausgebildet
ist, oder vorzugsweise als Elektromagnet ausgebildet ist.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass die Riegelbaugruppe in einem Schlosskasten gelagert
ist, der in oder auf dem Rahmen oder in oder auf dem Flügel montierbar ist.
[0026] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen sein, dass in dem Schlosskasten
eine Schlossmechanik gelagert ist, wobei die Schlossmechanik zur Steuerung eines Riegels
und/oder einer Falle ausgebildet ist.
[0027] Es kann vorgesehen sein, dass der Riegel und/oder die Falle als das mit der Magneteinrichtung
der Riegelaufnahmeeinrichtung zusammenwirkende Riegelelement ausgebildet ist/sind.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass die Verriegelungseinrichtung elektrisch schaltbar,
vorzugsweise elektrisch freigebbar ist, indem die elektrisch schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung
und/oder die elektrisch schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung die Arretierung
des Riegelelements in der Verriegelungsstellung und/oder der Entriegelungsstellung
aufhebt.
[0029] In weiteren vorteilhaften Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die elektrisch
schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung im Ruhestrom-Modus geschalten werden kann,
wobei im Ruhestrom-Modus durch Anlegen einer Spannung an die Verriegelungs-Halteeinrichtung
das Riegelelement in Verriegelungsstellung arretiert wird.
[0030] Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen vorgesehen ist, dass die elektrisch
schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung im Arbeitsstrom-Modus geschalten werden
kann, wobei im Arbeitsstrom-Modus durch Anlegen einer Spannung an die Verriegelungs-Halteeinrichtung
die Arretierung des Riegelelements freigegeben wird.
[0031] In weiteren vorteilhaften Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die elektrisch
schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung im Ruhestrom-Modus und im Arbeitsstrom-Modus
geschalten werden kann.
[0032] In weiteren vorteilhaften Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die elektrisch
schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung im Ruhestrom-Modus geschalten werden kann,
wobei im Ruhestrom-Modus durch Anlegen einer Spannung an die Entriegelungs-Halteeinrichtung
das Riegelelement freigegeben wird.
[0033] Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen vorgesehen ist, dass die elektrisch
schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung im Arbeitsstrom-Modus geschalten werden
kann, wobei im Arbeitsstrom-Modus durch Anlegen einer Spannung an die Entriegelungs-Halteeinrichtung
das Riegelelement in seiner Entriegelungsstellung arretiert.
[0034] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die elektrisch schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung
im Ruhestrom-Modus und im Arbeitsstrom-Modus geschalten werden kann.
[0035] Es kann vorgesehen sein, dass die Verriegelungseinrichtung über ein Terminal ansteuerbar
ist, wobei das Terminal am Rahmen oder an der Tür oder in der Nähe des Rahmens angeordnet
ist. Vorzugsweise kann die Verriegelungs-Halteeinrichtung und/oder die Entriegelungs-Halteeinrichtung
über das Terminal angesteuert werden.
[0036] Es kann vorgesehen sein, dass die Verriegelungseinrichtung für eine Tür mit einem
Flügel aus Glas ausgebildet ist, indem das Riegelelement zum Umgreifen eines Randbereichs
des Flügels ausgebildet ist und die Riegelaufnahme flügelseitig als in der Verriegelungsstellung
vom Riegelelement umgriffener Bereich ausgebildet ist.
[0037] Es kann vorgesehen sein, dass die Verriegelungseinrichtung für eine Tür mit einem
Pendelflügel ausgebildet ist, indem die Riegelaufnahme eine Auslaufschräge und eine
Einlaufschräge aufweist.
[0038] Eine Lösung der Erfindung stellt auch eine Glastür dar. Es handelt sich dabei um
eine Glastür mit einem vorzugsweise ortsfest anordenbaren Rahmen mit einem daran bewegbar
gelagerten aus Glas ausgebildeten Flügel, wobei die Glastür mit der Verriegelungseinrichtung
ausgestattet ist.
[0039] Eine Lösung der Erfindung stellt auch eine Pendeltür dar. Es handelt sich dabei um
eine Pendeltür mit einem vorzugsweise ortsfest anordenbaren Rahmen mit einem daran
bewegbar gelagerten als Pendelflügel ausgebildeten Flügel, wobei die Pendeltür mit
der Verriegelungseinrichtung ausgestattet ist.
[0040] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibungen
von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Die Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Anordnung der Verrieglungseinrichtung in einer Anschlag-Drehtür;
- Fig. 2
- Verrieglungseinrichtung in Entriegelungsstellung mit in der Entriegelungsstellung
nicht arretiertem Riegelelement 32;
- Fig. 2a
- Verrieglungseinrichtung in Entriegelungsstellung mit in der Entriegelungsstellung
arretiertem Riegelelement 32;
- Fig. 2b
- Verrieglungseinrichtung in Verriegelungsstellung mit in der Verriegelungsstellung
nicht arretiertem Riegelelement 32;
- Fig. 2c
- Verrieglungseinrichtung in Verriegelungsstellung mit in der Verriegelungsstellung
arretiertem Riegelelement 32;
- Fig. 3
- Anordnung der Verrieglungseinrichtung in einer Schiebetür;
- Fig. 4
- ein Riegelelement zum Einsatz in einer Pendeltür;
- Fig. 4a
- ein Riegelelement zum Einsatz in einer Anschlagdrucktür;
- Fig. 4b
- ein Riegelelement zum universellen Einsatz in einer linken und rechten Schiebetür;
- Fig. 4c
- ein Riegelelement zum Einsatz in einer linken oder rechten Schiebetür;
- Fig. 4d
- ein Riegelelement zum universellen Einsatz in einer Pendeltür und einer Schiebetür.
[0041] Im Folgenden ist anhand von zeichnerischen Darstellungen die Erfindung näher erläutert.
Dabei zeigt Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der Verrieglungseinrichtung
1 montiert an einer Anschlag-Drehtür. Fig. 2 zeigen den Aufbau der Verrieglungseinrichtung
1 in vergrößerter Darstellung.
[0042] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 umfasst die Anschlag-Drehtür einen Rahmen 5
und einen Flügel 6, der an Bändern 2 drehbar um die vertikale Türachse gelagert ist.
Die am Rahmen montierte Verrieglungseinrichtung 1 umfasst eine Riegelbaugruppe 3 und
eine Riegelaufnahmeeinrichtung 4. Die Riegelbaugruppe 3 ist im dargestellten Fall
seitlich am Rahmen 5 montiert. Die Montage ist vorzugsweise im Rahmen 5 innenliegend
ausgeführt. Die Riegelaufnahmeeinrichtung 4 ist flügelseitig der Riegelbaugruppe 3
gegenüberliegend montiert, ebenfalls vorzugsweise innenliegend.
[0043] Die Riegelbaugruppe 3 weist ein Gehäuse 31 auf mit einem darin in vertikaler Richtung
verschiebbar gelagerten Riegelelement 32, das durch eine erste Feder 33 in Entriegelungsstellung
beaufschlagt ist. In der Entriegelungsstellung ist der Riegelelement 32 in das Gehäuse
31 eingezogen und steht mit seinem freien Ende nicht über das Gehäuse 31 vor (Fig.
2 und 2a). Die erste Feder 33 ist im dargestellten Fall als Schenkelfeder ausgebildet,
die an einem gehäusefesten Lagerpunkt 33d drehbar gelagert ist und stützt sich mit
ihrem ersten Schenkel 33a an einem Gehäuseanschlag und mit ihrem zweiten Schenkel
33b an einem Mitnehmer 32m des Riegelelements 32 ab.
[0044] In dem Gehäuse 31 ist als weitere Komponente eine elektrische schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung
34 angeordnet. Diese weist einen Elektromagneten 34m auf, der mit einem am Riegelelement
32 angeordneten Stift 32s zusammenwirkt. Der Elektromagneten 34m umfasst eine Spule
34s die mit einem schwenkbar im Gehäuse 31 gelagerten Anker 34a zusammenwirkt. Der
Anker 34a ist als einarmiger Hebel um eine Drehachse 34d derart schwenkbar gelagert,
dass er eine am Elektromagneten 34m anliegende Freigabestellung (Fig. 2) und eine,
im dargestellten Fall im Uhrzeigersinn geschwenkte, Sperrstellung (Fig. 2a) einnehmen
kann. Zwischen dem Elektromagneten 34m und dem Anker 34a ist eine Schraubendruckfeder
angeordnet, der den Anker 34a in seine Sperrstellung (Fig. 2a) beaufschlagt. Der Anker
34a weist einen vorspringenden Anschlag auf, mit dem er in der Sperrstellung des Ankers
34a den Stift 32s hintergreift und damit das Riegelelement 32 in seiner Entriegelungsstellung
arretiert. In der Freigabestellung des Ankers 34a ist der Anker 34a gegen Uhrzeigersinn
geschwenkt und damit außer Eingriff mit dem Stift 32s.
[0045] Als weitere Komponente ist im Gehäuse 31 eine Verriegelungs-Halteeinrichtung 35 angeordnet.
Sie umfasst einen ersten einarmigen Hebel 35h. Dieser erste Hebel 35h ist in einen
Lager 32d am Riegelelement 32 schwenkbar gelagert und weist in der Mitte einen Haltebolzen
35n und an seinem freien Ende eine Rolle 35r auf (Fig. 2 und 2a). In dem Riegelelement
ist eine zweite Feder 35f angeordnet, die im Lager 32d gelagert ist, und sich mit
ihrem ersten Lagerarm am Riegelelement 32 abstützt und mit ihrem zweiten Lagerarm
am Haltebolzen 35n des ersten Hebels 35h abstützt. Der erste Hebel 35h wird beim Ausfahren
des Riegelelements 32 durch die zweite Feder 35f derart beaufschlagt, dass die Rolle
35r des ersten Hebels 35h an einer Linearführung in der stulpabgewandten Innenseite
des Gehäuses 31 entlangläuft (Fig. 2b und 2c), in der Darstellung in Fig. 2 dreht
sich der erste Hebel 35h in Uhrzeigersinn. Zusätzlich umfasst die Verriegelungs-Halteeinrichtung
35 einen zweiten einarmigen Hebel 35i, der im Gehäuse 31 im Lagerpunkt 33d drehbar
gelagert ist. Der zweite Hebel 35i weist in der Mitte eine Einkerbung 35k und an seinem
freien Ende eine Halteplatte 35p auf. Im dargestellten Fall schwenkt der zweite Hebel
35i zur Sicherung des ersten Hebels 35h gegen den Uhrzeigersinn (Fig. 2b) und wird
durch den zweiten Elektromagneten 35m der Verriegelungs-Halteeinrichtung 35 durch
Einwirkung auf die Halteplatte 35p in dieser geschwenkten Position gehalten (Fig.
2c). In dieser Position erfolgt der Eingriff des Haltebolzens 35n des ersten Hebels
35h in die Einkerbung 35k des zweiten Hebels 35i. Die Verriegelungs-Halteeinrichtung
35 kann so ausgebildet sein, dass sie im Ruhestrom oder Arbeitsstrom betrieben werden
kann. Für den Betrieb im Ruhestrom wird der zweite Elektromagnet 35m mit Spannung
versorgt, um den zweiten Hebel 35i zur Sicherung des ersten Hebels 35h zu verschwenken.
Im Arbeitsstrom-Betrieb bewegt der zweite Elektromagnet 35m durch Bestromung seiner
Spule den zweiten Hebel 35i, um die Sicherung des ersten Hebels 35h aufzuheben, wobei
der zweite Hebel 35i im Arbeitsstrom-Betrieb so ausgebildet ist dass er durch eine
Federbeaufschlagung den ersten Hebel 35h dauerhaft sichert. Im Arbeitsstrom-Betrieb
kann für eine Notfallentriegelung z.B. ein Profilzylinder unterhalb des zweiten Elektromagneten
35m im Gehäuse 31 angeordnet sein, welcher über einen Schieber oder ein Gestänge auf
den zweite Hebel 35i zur Freigabe des ersten Hebels 35h einwirkt.
[0046] Die am Flügel gelagerte Riegelaufnahmeeinrichtung 4 weist eine im Stuplblech angeordnete
Riegelaufnahme 41 auf, in die das Riegelelement in die Verriegelungsstellung eingreift
(Fig. 2b und 2c). In der Riegelaufnahme ist eine Magneteinrichtung 42 angeordnet (Fig.
2 bis 2c). Diese weist im dargestellten Fall einen Permanentmagneten auf, der derart
ausgebildet ist, dass er in der Schließstellung der Tür das Riegelelement 32 in die
Verriegelungsposition in Eingriff zieht, sobald die Entriegelungs-Halteeinrichtung
34 des Riegelelements 32 freigeschaltet ist, und damit das Riegelelement 32 freigebbar
ist (Fig. 2b). Um das Riegelelement 32 in der Verriegelungsstellung sicher zu halten
arretiert die Verriegelungs-Halteeinrichtung 35 das Riegelelement 32 in der Verriegelungsstellung
(Fig. 2c). Hierfür wird die Verriegelungs-Halteeinrichtung 35 entsprechend elektrisch
geschaltet.
[0047] Für den Entriegelungsvorgang ist die Voraussetzung, dass zunächst die Verriegelungs-Halteeinrichtung
35 elektrisch freigeschalten wird. Der Entriegelungshub des Riegelelements 32 wird
im dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass beim manuellen Öffnen
des Flügels 6 das Riegelelement 32 über eine am freien Ende des Riegelelements 32
ausgebildete Auslaufschräge (Fig. 4 bis 4d), außer Eingriff kommt. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel handelt es sich um den Einsatz an einer Anschlag-Drehtür.
[0048] Die erste Feder 33 beaufschlagt das Riegelelement 32 in Entriegelungsrichtung. Sobald
das Riegelelement 32 aufgrund der Öffnungsstellung des Flügels 6 außer Eingriff der
Magneteinrichtung 42 ist, erfolgt unter Wirkung der ersten Feder 33 die vollständige
Einfahrbewegung des Riegelelements 32 in seine Entriegelungsstellung. In der Entriegelungsstellung
bei vollständig eingezogenem Riegelelements 32 kommt das Riegelelement 32 mit dem
Stift 32s in Eingriff mit dem Anker 34a der Entriegelungs-Halteeinrichtung 34. Die
Entriegelungs-Halteeinrichtung 34 arretiert in der Sperrstellung des Ankers 34a das
Riegelelemente 32s (Fig. 2a).
[0049] Bei einem abgewandelten Ausführungsbespielt kann die Verriegelungseinrichtung 1 auch
an einer Pendeltüre eingesetzte werden. In diesen Fall muss das Riegelelement 32 zusätzlich
zu der Auslaufschräge auch eine Einlaufschräge aufweisen (Fig. 4). Das Riegelelement
32 weist an seinem Ende dann eine symmetrische Gestaltung auf, so dass der Türflügel
6 als Pendeltürflügel aus der Verriegelungsstellung sowohl nach links als auch nach
rechts gedreht werden kann. Das Riegelelement 32 wirkt bei freigeschalteter Entriegelungs-Halteeinrichtung
34 in Art einer federnden Falle, die den Türflügel 6 in der Schließlage zentriert,
indem das Riegelelement 32 in der Schließlage durch die Magneteinrichtung 42 ausgefahren
wird. Bei besonderen Ausführungen der Pendeltüranwendung kann zusätzlich zu dem Riegelelement
3 eine federnde Falle vorgesehen sein, so dass der Pendeltürbetrieb erfolgen kann,
ohne dass die auf das Riegelelement einwirkende Entriegelungs-Halteeinrichtung 34
freigeben ist. Die Zentrierung der Pendeltür in der Nulllage erfolgt dann ausschließlich
über die federnde Falle bei in Entriegelungsstellung arretiert gehaltenem Riegelelement.
[0050] Bei abgewandelten Ausführungen kann die Riegelbaugruppe 3 auch im horizontalen Holm
des Rahmens 5 montiert sein und die Riegelaufnahmeeinrichtung 4 in entsprechender
Position flügelseitig montiert sein.
[0051] Ferner kann die Verriegelungseinrichtung 1 bei umgekehrter Montage eingebaut werden,
nämlich die Riegelbaugruppe 3 flügelseitig und die Riegelaufnahmeeinrichtung 4 rahmenseitig.
[0052] Ferner sind abgewandelte Ausführungen möglich, bei denen die Magneteinrichtung 41
als elektro-magnetische Einrichtung ausgebildet ist. Bei diesen Ausführungen kann
das Riegelelement 32 auch ohne Auslaufschräge bzw. Einlaufschräge eingebildet sein.
[0053] Weitere Anwendungsmöglichkeiten von abgewandelten Ausführungen sind an Schiebetüren
mögliche wie in Fig. 3 gezeigt. In diesen Fall ist das Riegelelement 32 mit stirnseitig
angeordneter Auslaufschräge bzw. Einlaufschräge auszuführen. Die Figuren 4b, 4c, 4d
zeigen solche Ausführungen. Auch in diesen Fall kann die Riegelbaugruppe 3 rahmenseitig
am oberen Holm vorzugsweise in der Laufschiene des Schiebeflügels angeordnet sein
und die Riegelaufnahmeeinrichtung 4 flügelseitig. Auch hier ist die umgekehrte Montage
möglich. Die Bewegungsrichtung der Schiebetür ist in der Figur 3 durch einen Pfeil
dargestellt.
[0054] Fig. 4d zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Riegelelements 32, welches universell
sowohl für Schwenktüren als auch für Schiebetüren einsetzbar ist, indem es eine Auslaufschräge
und/oder eine Einlaufschräge für eine Schiebetür und eine Auslaufschräge und/oder
eine Einlaufschräge für eine Drehtür aufweist.
[0055] Die dargestellten Riegelelemente 32 mit Einlaufschrägen und Auslaufschrägen sind
auch mit herkömmlichen Verriegelungseinrichtungen und herkömmlichen elektrischen Türöffnern
einsetzbar. Dies gilt insbesondere auch für universelle Riegelelemente der Fig. 4d,
die sowohl für Schiebetüren als auch für Drehtüren einsetzbar sind. Ferner gilt dies
auch für abgewandelte Riegelelemente, die lediglich Einlaufschrägen oder lediglich
Auslaufschrägen aufweisen, und zwar jeweils für Drehtüren oder für Schiebetüren. Diese
herkömmlichen Verriegelungseinrichtungen können einen auf oder in dem Rahmen oder
auf oder in dem Flügel montierbaren Schlosskasten aufweisen, in welchem eine vorzugsweise
herkömmliche Schlossmechanik gelagert ist. Der Schlosskasten kann bei solchen Ausführungen
für innenliegende Montage als Schlosskasten eines Einsteckschlosses ausgebildet sein.
Die Schlossmechanik kann bei all diesen verschiedenen Ausführungen einen Riegel und/oder
eine Falle steuern, wobei der Riegel und/oder die Falle in der Schließstellung der
Tür in die Riegelaufnahme ausfahrbar und/oder in dieser ausgefahren sind bzw. ist
und in der Offenstellung der Tür der Riegel und/oder die Falle in den Schlosskasten
eingezogen sind bzw. ist. Bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass zumindest der Riegel
im Schlosskasten eingezogen ist. Der Riegel und/oder die Falle können bzw. kann mit
der in der Riegelaufnahme 41 angeordneten Magneteinrichtung 42 zusammenwirken.
[0056] Im Falle von Ausführungen als herkömmliche Verrieglungseinrichtung mit Schlossmechanik
in einem Schlosskasten kann die Schlossmechanik mit einer elektrisch schaltbaren Verriegelungs-Halteeinrichtung
35 und einer elektrisch schaltbaren Entriegelungs-Halteeinrichtung 34 ausgestattet
sein, vorzugsweise im Schlosskasten angeordnet. Bei abgewandelten Ausführungen können
bzw. kann die elektrisch schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung 35 und/oder die
elektrisch schaltbaren Entriegelungs-Halteeinrichtung 34 auch außerhalb des Schlosskastens
in oder angrenzend an die Riegelaufnahmeeinrichtung 4 angeordnet sein.
[0057] Besonders vorteilhaft ist bei den verschiedenen Ausführungen, dass das Riegelelement
32 mit einer Auslaufschräge und/oder einer Einlaufschräge ausgebildet ist und im Falle
der Auslaufschräge ein Öffnen der Tür durch Aufdrücken und/oder Aufziehen der Tür
unter Zusammenwirken mit der Riegelaufnahme möglich ist, ohne dass es erforderlich
ist, das Riegelelement über eine separate Betätigungseinrichtung aktiv einzuziehen.
[0058] Die erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele können für Anschlagtüren, Pendeltüren
oder Schiebetüren ausgebildet sein. Hierbei kann in bevorzugten Ausführungen der Flügel
aus Glas ausgebildet sein, sodass es sich um sog. Glastüren handelt. Die in der vorangehenden
Figurenbeschreibung in Verbindung mit den Ausführungsbeispielen beschriebene Entriegelungs-Halteeinrichtung
34 sowie die Einlaufschräge und Auslaufschräge des Riegelelements 32 ist bei den erfindungsgemäßen
Ausführungen optional. Wesentlich bei den erfindungsgemäßen Ausführungen ist, dass
eine elektrische Verriegelungs-Halteeinrichtung und eine Magneteinrichtung vorgesehen
ist, wobei die Magneteinrichtung so ausgebildet ist, dass zum Ausbilden der Verriegelungsstellung
des Riegelelements 32 die Riegelaufnahmeeinrichtung 4 und die Riegelbaugruppe 3 derart
einander zugeordnet sind, dass das Riegelelement 32 durch magnetische Krafteinwirkung
der Magneteinrichtung 42 in die Verriegelungsstellung bewegbar und in Verriegelungseingriff
mit der Riegelaufnahme bringbar ist. Zum Ausbilden der Entriegelungsstellung des Riegelelements
32 bei abgeschalteter elektrischer Verriegelungs-Halteeinrichtung ist das Riegelelement
32 aus dem Eingriff der Magneteinrichtung 42 bringbar, indem das Riegelelement 32
oder/und die Magneteinrichtung 42 betätigbar ist bzw. sind. Diese Betätigung der Magneteinrichtung
kann, da die Magneteinrichtung einen Elektromagneten aufweist, durch elektrische Schaltung
des Elektromagneten erfolgen. Sie kann aber auch durch Verlagerung der Magneteinrichtung
durch eine entsprechende manuelle oder auch elektrische Betätigungseinrichtung erfolgen,
die als Antriebseinrichtung ausgebildet ist, die die Magneteinrichtung in die Entriegelungsstellung
verlagert. In entsprechender Weise kann zusätzlich auch eine manuelle oder elektrische
Betätigungseinrichtung für das Riegelelement ausgebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1
- Verriegelungseinrichtung
- 2
- Band
- 3
- Riegelbaugruppe
- 4
- Riegelaufnahmeeinrichtung
- 5
- Rahmen
- 6
- Flügel
- 31
- Gehäuse
- 32
- Riegelelement
- 32m
- Mitnehmer
- 32s
- Stift
- 32d
- Lager im Riegel
- 33
- erste Feder
- 33d
- Lagerpunkt
- 33a
- erster Schenkel
- 33b
- zweiter Schenkel
- 34
- Entriegelungs-Halteeinrichtung
- 34a
- Anker
- 34m
- Elektro-Magnet der Entriegelungs-Halteeinrichtung
- 34d
- Drehachse
- 34s
- Spule
- 35
- Verriegelungs-Halteeinrichtung
- 35h
- erster Hebel
- 35i
- zweiter Hebel
- 35r
- Rolle
- 35k
- Einkerbung
- 35n
- Haltebolzen
- 35f
- zweite Feder
- 35p
- Halteplatte
- 35m
- zweiter Elektromagnet
- 41
- Riegelaufnahme
- 42
- Magneteinrichtung
1. Verriegelungseinrichtung (1) für einen in einem Rahmen (5) bewegbar gelagerten Flügel
(6), vorzugsweise Verriegelungseinrichtung für eine Tür in einem Gebäude,
umfassend eine am Rahmen (5) montierbare Riegelbaugruppe (3) und eine am Flügel (6)
montierbare Riegelaufnahmeeinrichtung (4), wobei vorgesehen ist,
- dass die Riegelbaugruppe (3) ein beweglich gelagertes, als Falle oder Riegel ausgebildetes
Riegelelement (32) und eine elektrisch schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung (35)
aufweist und das Riegelelement (32) in einer Verriegelungsstellung durch die elektrisch
schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung (35) arretierbar ist,
- dass die Riegelaufnahmeeinrichtung (4) eine das Riegelelement (32) in der Verriegelungsstellung
aufnehmende Riegelaufnahme (41) aufweist,
- dass die Riegelaufnahmeeinrichtung (4) eine Magneteinrichtung (42) aufweist,
- dass zur Ausbildung der Verriegelungsstellung des Riegelelements (32) die Riegelaufnahmeeinrichtung
(4) und die Riegelbaugruppe (3) derart einander zugeordnet sind, dass das Riegelelement
(32) durch magnetische Krafteinwirkung der Magneteinrichtung (42) in die Verriegelungsstellung
bewegbar und in einen Eingriff mit der Riegelaufnahme (41) bringbar ist, und
- dass zur Ausbildung einer Entriegelungsstellung des Riegelelements (32) bei abgeschalteter
elektrischer Verriegelungs-Halteeinrichtung (35) das Riegelelement (32) aus dem Eingriff
der Magneteinrichtung (42) bringbar ist, indem das Riegelelement (32) oder/und die
Magneteinrichtung (42) betätigbar ist bzw. sind, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Magneteinrichtung (42) der Riegelaufnahmeeinrichtung (4) als Elektromagnet ausgebildet
ist, und
- dass die Magneteinrichtung (42) betätigbar ist, indem die Magneteinrichtung (42) bewegbar
gelagert ist oder/und elektrisch schaltbar ist.
2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Riegelelement (32) betätigbar ist, indem das Riegelelement (32) eine Auslaufschräge
aufweist.
3. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Riegelelement (32) betätigbar ist, indem das Riegelelement (32) bewegbar gelagert
ist.
4. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Riegelelement (32) oder/und die Magneteinrichtung (42) und/oder die Riegelaufnahme
(41) federnd gelagert ist bzw. sind, wobei vorzugsweise vorgesehen ist,
dass die federnde Lagerung eine Federeinrichtung aufweist, die das Riegelelement (32)
oder/und die Magneteinrichtung (42) und/oder die Riegelaufnahme (41) in Verriegelungsrichtung
beaufschlagt.
5. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Riegelelement (32) eine Einlaufschräge aufweist.
6. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Riegelelement (32) eine Federeinrichtung aufweist, die das Riegelelement (32)
in die Entriegelungsstellung beaufschlagt.
7. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Riegelaufnahme (41) eine Auslaufschräge und/oder eine Einlaufschräge aufweist.
8. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Ausbildung der Entriegelungsstellung die Riegelbaugruppe (3) eine elektrisch
schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung (34) aufweist, die das Riegelelement (32)
in seiner Entriegelungsstellung arretiert, wobei vorzugsweise vorgesehen ist,
dass die elektrisch schaltbare Entriegelungs-Halteeinrichtung (34) einen Elektromagneten
aufweist.
9. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungseinrichtung (1) elektrisch freigebbar ist, indem die elektrisch
schaltbare Verriegelungs-Halteeinrichtung (35) und/oder die elektrisch schaltbare
Entriegelungs-Halteeinrichtung (34) die Arretierung des Riegelelements (32) aufhebt.
10. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungseinrichtung (1) über ein Terminal ansteuerbar ist, wobei das Terminal
am Rahmen (5) oder an dem Flügel (6) oder in der Nähe des Rahmens (5) anordenbar ist.
11. Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungseinrichtung (1) für eine Tür mit einem Pendelflügel ausgebildet
ist, indem die Riegelaufnahme (41) eine Auslaufschräge und eine Einlaufschräge aufweist.
12. Glastür mit einem vorzugsweise ortsfest anordenbaren Rahmen mit einem daran bewegbar
gelagerten aus Glas ausgebildeten Flügel, wobei die Glastür mit einer Verriegelungseinrichtung
ausgestattet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet
ist.
13. Pendeltür mit einem vorzugsweise ortsfest anordenbaren Rahmen mit einem daran bewegbar
gelagerten als Pendelflügel ausgebildeten Flügel, wobei die Pendeltür mit einer Verriegelungseinrichtung
ausgestattet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet
ist.
1. Locking device (1) for a leaf (6) moveably mounted in a frame (5), preferably locking
device for a door in a building,
comprising a bolt assembly (3) mountable on the frame (5) and a bolt receiving device
(4) mountable on the leaf (6),
wherein it is provided that
- the bolt assembly (3) has a moveably mounted bolt element (32), designed as a latch
or a bolt, and an electrically switchable locking-holding device (35), and the bolt
element (32) is lockable in a locking position by means of the electrically switchable
locking-holding device (35),
- the bolt receiving device (4) has a bolt receiver (41) receiving the bolt element
(32) in the locking position,
- the bolt receiving device (4) has a magnet device (42),
- to form the locking position of the bolt element (32), the bolt receiving device
(4) and the bolt assembly (3) are assigned to each other in such a way that the bolt
element (32) is movable into the locking position by magnetic force of the magnet
device (42) and can be brought into engagement with the bolt receiver (41), and
- to form an unlocking position of the bolt element (32) in the case of a switched-off
electrical locking-holding device (35), the bolt element (32) can be brought out of
engagement with the magnet device (42) by the bolt element (32) and/or the magnet
device (42) being actuatable, characterised in that
- the magnet device (42) of the bolt receiving device (4) is designed as an electromagnet,
and
- the magnet device (42) is actuatable by the magnet device (42) being moveably mounted
and/or electrically switchable.
2. Locking device according to claim 1,
characterised in that
the bolt element (32) is actuatable by the bolt element (32) having an outlet bevel.
3. Locking device according to claim 1 or 2,
characterised in that
the bolt element (32) is actuatable by the bolt element (32) being moveably mounted.
4. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bolt element (32) and/or the magnet device (42) and/or the bolt receiver (41)
is/are mounted elastically, wherein it is preferably provided that the elastic mounting
has a spring device which impinges the bolt element (32) and/or the magnet device
(42) and/or the bolt receiver (41) in the locking direction.
5. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bolt element (32) has an inlet bevel.
6. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bolt element (32) has a spring device which impinges the bolt element (32) in
the unlocking position.
7. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bolt receiver (41) has an outlet bevel and/or an inlet bevel.
8. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that,
to form the unlocking position, the bolt assembly (3) has an electrically switchable
unlocking-holding device (34) which locks the bolt element (32) in its unlocking position,
wherein it is preferably provided that
the electrically switchable unlocking-holding device (34) has an electromagnet.
9. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking device (1) is electrically releasable by the electrically switchable locking-holding
device (35) and/or the electrically switchable unlocking-holding device (34) releasing
the locking of the bolt element (32).
10. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking device (1) is controllable via a terminal, wherein the terminal is arrangeable
on the frame (5) or on the leaf (6) or near the frame (5).
11. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking device (1) is designed for a door having a swing leaf, by the bolt receiver
(41) having an outlet bevel and an inlet bevel.
12. Glass door having a preferably stationarily arrangeable frame with a leaf made of
glass moveably mounted thereon, wherein the glass door is equipped with a locking
device,
characterised in that
the locking device is designed according to one of the preceding claims 1 to 11.
13. Swing door having a preferably stationarily arrangeable frame with a leaf designed
as a swing leaf moveably mounted thereon, wherein the swing door is equipped with
a locking device,
characterised in that
the locking device is designed according to one of the preceding claims 1 to 11.
1. Dispositif de verrouillage (1) pour un battant (6) monté de manière mobile dans un
cadre (5), de préférence un dispositif de verrouillage pour une porte dans un bâtiment,
comprenant un sous-ensemble de verrou (3) pouvant être monté sur le cadre (5) et un
dispositif de logement de verrou (4) pouvant être monté sur le battant (6),
dans lequel il est prévu que
- le sous-ensemble de verrou (3) comprend un élément de verrou (32) monté de manière
mobile, conçu comme un pêne ou un verrou et un dispositif de maintien de verrouillage
(35) commutable électriquement et l'élément de verrou (32) peut être bloqué dans une
position de verrouillage par le dispositif de maintien de verrouillage (35) commutable
électriquement,
- le dispositif de logement de verrou (4) comprend un logement de verrou (41) logeant
l'élément de verrou (32) dans la position de verrouillage,
- le dispositif de logement de verrou (4) comprend un dispositif magnétique (42),
- pour la formation de la position de verrouillage de l'élément de verrou (32), le
dispositif de logement de verrou (4) et le sous-ensemble de verrou (3) correspondent
entre eux de façon à ce que l'élément de verrou (32) puisse être déplacé par l'action
d'une force magnétique du dispositif magnétique (42) vers la position de verrouillage
et puisse être emboîté avec le logement de verrou (41) et
- pour la formation d'une position de déverrouillage de l'élément de verrou (32),
lorsque le dispositif de maintien de verrouillage électrique (35) est désactivé, l'élément
de verrou (32) peut être déboîté du dispositif magnétique (42), grâce au fait que
l'élément de verrou (32) et/ou le dispositif magnétique (42) peuvent être actionnés,
caractérisé en ce que
- le dispositif magnétique (42) du dispositif de logement de verrou (4) est conçu
comme un électro-aimant et
- le dispositif magnétique (42) peut être actionné grâce au fait que le dispositif
magnétique (42) est monté de manière mobile et/ou est commutable électriquement.
2. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1
caractérisé en ce que
l'élément de verrou (32) peut être actionné grâce au fait que l'élément de verrou
(32) présente un chanfrein de sortie.
3. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'élément de verrou (32) peut être actionné grâce au fait que l'élément de verrou
(32) est monté de manière mobile.
4. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de verrou (32) ou/et le dispositif magnétique (42) et/ou le logement de
verrou (41) sont montés de manière élastique, dans lequel il est prévu de préférence
que le montage élastique comprend un dispositif à ressort qui sollicite l'élément
de verrou (32) ou/et le dispositif magnétique (42) et/ou le logement de verrou (41)
dans la direction du verrouillage.
5. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de verrou (32) présente un chanfrein d'entrée.
6. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de verrou (32) comprend un dispositif à ressort qui sollicite l'élément
de verrou (32) vers la position de déverrouillage.
7. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le logement de verrou (41) présente un chanfrein de sortie et/ou un chanfrein d'entrée.
8. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour la formation de la position de déverrouillage, le sous-ensemble de verrou (3)
comprend un dispositif de maintien de déverrouillage (34) commutable électriquement
qui bloque l'élément de verrou (32) dans sa position de déverrouillage,
moyennant quoi il est prévu de préférence
que le dispositif de maintien de verrouillage (34) commutable électriquement comprend
un électro-aimant.
9. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de verrouillage (1) peut être libéré électriquement grâce au fait que
le dispositif de maintien de verrouillage (35) commutable électriquement et/ou le
dispositif de maintien de déverrouillage (34) commutable électriquement annule le
blocage de l'élément de verrou (32).
10. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de verrouillage (1) peut être contrôlé par l'intermédiaire d'un terminal,
dans lequel le terminal peut être disposé sur le cadre (5) ou sur le battant (6) ou
à proximité du cadre (5).
11. Dispositif de verrouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de verrouillage (1) est conçu pour une porte avec un battant pendulaire,
grâce au fait que le logement de verrou (41) comprend un chanfrein de sortie et un
chanfrein d'entrée.
12. Porte en verre avec un cadre pouvant être disposé de préférence de manière fixe, avec
un battant constitué de verre monté de manière mobile sur celui-ci, dans lequel la
porte en verre est équipée d'un dispositif de verrouillage,
caractérisée en ce que
le dispositif de verrouillage est conçu selon l'une des revendications précédentes
1 à 11.
13. Porte battante avec un cadre pouvant être disposé de préférence de manière fixe, avec
un battant conçu comme un battant pendulaire monté de manière mobile sur celui-ci,
dans lequel la porte battante est équipée d'un dispositif de verrouillage,
caractérisée en ce que
le dispositif de verrouillage est conçu selon l'une des revendications précédentes
1 à 11.