(19)
(11) EP 3 300 637 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.04.2018  Patentblatt  2018/14

(21) Anmeldenummer: 17173642.4

(22) Anmeldetag:  31.05.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47F 5/11(2006.01)
A47B 96/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(30) Priorität: 14.07.2016 DE 202016004400 U

(71) Anmelder: Panther Packaging GmbH & Co. KG
25436 Tornesch (DE)

(72) Erfinder:
  • Winkler, Olivier
    14641 Wustermark (DE)

(74) Vertreter: Kossak, Sabine et al
Harmsen Utescher Rechtsanwalts- und Patentanwaltspartnerschaft mbB Neuer Wall 80
20354 Hamburg
20354 Hamburg (DE)

   


(54) EINTEILIGES PRODUKTTRAGENDES TABLAR


(57) Gegenstand der Erfindung ist ein tragendes Tablar aus Pappe oder Wellpappe aufweisend eine Decklage, eine Bodenlage, zwei Längsseitenwände und ggf. Stecklaschen zum Befestigen des Tablars in einem Displaymantel und ein einteiliger Stanzling zur Herstellung des Tablars. Das erfindungsgemäße Tablar hat eine Decklage aus einer äußeren Decklage und einer inneren Decklage, die aufeinander aufliegen, hierdurch wird eine hohe Stabilität erreicht. Das erfindungsgemäße Tablar weist eine Reihe von Vorteilen gegenüber den bekannten Tablaren aus Tablarhülle und Tablareinlage auf. Es kann gestanzt und ohne Weiterverarbeitung direkt auf Palette flachliegend ausgeliefert werden. Die Höhe des erfindungsgemäßen Tablars ist sehr variabel, da die Höhe nicht von der Tablareinlage abhängig ist.




Beschreibung


[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein tragendes Tablar aus Wellpappe aufweisend eine Decklage, eine Bodenlage, zwei Längsseitenwände und ggf. Stecklaschen zum Befestigen des Tablars in einem Displaymantel und ein einteiliger Stanzling zur Herstellung des Tablars.

[0002] Zur Präsentation von Waren am Verkaufsort (Point-of-Sale, POS) werden häufig Displays eingesetzt. Die Displays sind regalartig aufgebaut und weisen üblicherweise einen Displaymantel und Regalböden, in Form von Trays oder Tablaren auf, die in den Displaymantel eingesteckt, eingehängt oder eingelegt werden. Wenn eine höhere Stabilität für die Regalböden gewünscht ist oder wenn keine Aufkantung wie beim Tray notwendig bzw. gewünscht ist, werden Tablare verwendet. Diese bestehen üblicherweise aus einer Tablarhülle und einer Tablareinlage. Durch diese Konstruktion kann eine hohe Steifigkeit und Stabilität erreicht werden. Nachteilig ist, dass zwei Bauteile und somit zwei Zuschnitte benötigt werden. Die Hülle muss verklebt werden und durch die Einlage hat das Tablar ein nennenswertes Eigengewicht.

[0003] Ein solches Tablar mit Tablarhülle und Tablareinlage ist in der EP 1 961 344 A1 beschrieben. Die Tablareinlage besteht aus dreimal gefalteter Wellpappe, die verleimt wird. Diese vierlagige Tablareinlage wird in der Tablarhülle verpackt, festgesteckt und in dieser verklebt. Es sind zwei Zuschnitte notwendig, die mit mehreren aufwändigen Arbeitsschritten verarbeitet werden müssen, um das fertige Tablar zu erhalten.

[0004] Es hat bereits Versuche gegeben ein Tablar weniger aufwendig herzustellen. Aus der DE 20 2011 051 919 U1 ist ein Tablar aus einem Kartonzuschnitt für ein Verkaufsdisplay bekannt. Das Tablar weist nur eine Tablarhülle auf, die auf ergänzende Verstärkungszuschnitte verzichtet. Diese ist sehr aufwendig gefaltet, um die nötige Stabilität zu erreichen.

[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Tablar bereitzustellen, das bei geringem Eigengewicht eine hohe Steifigkeit und hohe Stabilität aufweist. Das Tablar soll weiterhin kostengünstig herstellbar sein, leicht zu transportieren und möglichst universell in verschiedenen Displays einsetzbar sein.

[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen einteiligen Stanzling gemäß Anspruch 1 und ein Tablar gemäß Anspruch 9.

[0007] Weitere Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche oder nachfolgend beschrieben.

[0008] Der erfindungsgemäße einteilige Stanzling für ein tragendes Tablar umfasst eine Decklage, eine Bodenlage, mindestens drei Längsseitenwände und ggf. Stecklaschen zum Befestigen des Tablars in einem Displaymantel. Der Stanzling besteht aus Pappe oder Wellpappe, bevorzugt Wellpappe. Bevorzugt besteht der Stanzling aus einwelliger Wellpappe und die Laufrichtung der Welle der Wellpappe verläuft quer über den Stanzling d.h. die Wellentäler und Wellenberge sind parallel zu den Längsseiten der Decklagen und der Bodenlage. Besonders bevorzugt besteht der Stanzling aus EB-Welle, B- Welle, E-Welle oder EE-Welle, insbesondere EE-Welle. Die Decklage des erfindungsgemäßen Stanzlings weist eine äußere Decklage und eine zweite, innere Decklage auf, wobei die innere Decklage bevorzugt zu der äußeren Decklage kongruent ist oder die innere Decklage an den kurzen Seiten nach innen eingezogen ist z.B. um 5-10 mm. In dieser letzten Variante hängen die äußeren Versteifungslaschen bevorzugt an der inneren Decklage und sind dann in den kleinen Schlitzen der Bodenlage arretieren. Die innere Decklage hat zudem mindestens einen Einsteckschlitz zur Aufnahme einer Versteifungslasche. Der Stanzling hat mindestens eine Versteifungslasche, die Teil der Bodenlage und in der Bogenlage auf Höhe des Einsteckschlitzes angeordnet ist. Der erfindungsgemäße Stanzling weist auch zwei Stabilisierungslaschen auf, die jeweils an einer Querseite der Decklage über eine Faltkante angelenkt sind.

[0009] Als Stanzling wird erfindungsgemäß ein Element bezeichnet, das aus Pappe oder Wellpappe ausgestanzt ist.

[0010] Die Decklage und die Bodenlage haben bevorzugt einen rechteckigen Grundriss.

[0011] In einer Ausführungsform weist der erfindungsgemäße Stanzling genau einen Einsteckschlitz und eine korrespondierende Versteifungslasche auf. Der Einsteckschlitz ist bevorzugt mittig in der inneren Decklage angeordnet, besonders bevorzugt parallel zu den Querseiten.

[0012] Die Versteifungslasche verläuft bevorzugt über die gesamte Breite der Bodenlage.

[0013] Bevorzugt weist der erfindungsgemäße Stanzling mindestens eine Verschlusslasche auf, die bevorzugt an eine Längsseite einer Decklage angelenkt ist.

[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform hat der erfindungsgemäße Stanzling an jeder Querseite mindestens eine seitliche Stecklasche und an der hinteren Längsseite mindestens eine hintere Stecklasche, mit der das Tablar in einen geschlitzten Displaymantel eingehängt werden kann.

[0015] Das erfindungsgemäße Tablar aus Wellpappe ist ein produkttragendes Tablar, das in einem Display verwendet wird. Produkttragend im Sinne der Erfindung bedeutet, dass auf dem Tablar Ware bzw. Produkt platziert werden und das Tablar das Geweicht dieser Produkt bzw. Ware trägt. Hierfür muss es eine ausreichende Stabilität, Steifigkeit und Festigkeit haben. Das erfindungsgemäße Tablar kann in einen Displaymantel eingesteckt, eingehängt oder eingelegt werden. Das erfindungsgemäße Tablar weist eine Decklage, eine Bodenlage, zwei Längsseitenwände und ggf. Stecklaschen zum Befestigen des Tablars in einem Displaymantel auf. Das erfindungsgemäße Tablar hat eine Decklage aus einer äußeren Decklage und einer inneren Decklage, die aufeinander aufliegen, wobei die innere Decklage zu der äußeren Decklage bevorzugt kongruent ist. Die innere Decklage weist mindestens einen Einsteckschlitz auf, der zur Aufnahme mindestens einer Versteifungslasche dient. Die Versteifungslasche ist Teil der Bodenlage, wobei die Versteifungslasche an der Bodenlage auf Höhe des Einsteckschlitzes befestigt ist. Die Versteifungslasche ist bevorzugt aus der Bodenlage ausgestanzt und bildet vor dem Auffalten eine Fläche mit der Bodenlage. Die Versteifungslasche greift in den Einsteckschlitz der inneren Decklage ein. Das erfindungsgemäße Tablar weist weiterhin zwei Stabilisierungslaschen auf, die jeweils an einer Querseite des Tablars über eine Faltkante an die untere der beiden Decklagen angelenkt sind, die 90° in das Tablar hineingefaltet und bevorzugt in gegenüberliegenden Schlitzen in der Bodenlage arretiert sind.

[0016] Das erfindungsgemäße Tablar besteht bevorzugt aus doppelseitiger Wellpappe. Die Laufrichtung der Welle der Wellpappe verläuft quer über das Tablar d.h. die Wellen verlaufen parallel zur Längsseite des Tablars. Besonders bevorzugt besteht das erfindungsgemäße Tablar aus zweiwelliger Wellpappe, insbesondere EE-Welle. Das erfindungsgemäße Tablar besteht bevorzugt im Querschnitt aus drei Lagen EE-Welle, die sich durch Wickelung heraus bilden. Zwei Lagen ergeben dann die Decklagen, darunter ist - je nach gewünschter Tablardicke - Luft und eine Lage ergibt die Bodenlage.

[0017] In einer Ausführungsform weist das erfindungsgemäße Tablar genau einen Einsteckschlitz auf und der Einsteckschlitz ist bevorzugt mittig in der inneren Decklage angeordnet, bevorzugt parallel zu den Querseiten (Q). Die Versteifungslasche teilt das Tablar in dieser Ausführungsform in 2 Teile. Abhängig von der Positionierung des Einsteckschlitzes sind die Teile unterschiedlich groß oder gleich groß. In einer alternativen Ausführungsform weist das Tablar mehre Einsteckschlitze und mehrere Versteifungslaschen auf.

[0018] Die Versteifungslasche läuft in einer Ausführungsform über die gesamte Breite der Bodenlage. Sie hat beispielweise einen rechteckigen Grundriss. Bevorzugt ist der Grundriss der Versteifungslasche deckungsgleich zu den Stabilisierungslaschen, wenn diese einwandig ausgebildet sind.

[0019] In einer alternativen Ausführungsform sind die Stabilisierungslaschen doppelt gefaltet ausgeführt Die beiden äußeren Stabilisierungslaschen besitzen eine Rillkante, die dazu dient, die Lasche 90° abwinkeln und so versteifen zu können, da eine gerillte Fläche verwindungssteifer ist. Durch die 90° Abwinkelung ist die Lasche auch besser ein zu führen und zu arretieren. Die Höhe der Stabilisierungslasche entspricht in diesem Fall bevorzugt der Höhe von unterer Decklage zu Bodenlage. Die Höhe der seitlichen Stabilisierungslaschen ist der Abstand zwischen den beiden Rillern, wobei das letzte Laschenteil abgewinkelt wird. Die Stabilisierungslasche weist eine Faltkante auf, die parallel zur Querseite über die gesamte Breite verläuft und die Stabilisierungslasche mittig teilt.

[0020] In einer Ausführungsform weist das erfindungsgemäße Tablar mindestens eine Verschlusslasche auf, die bevorzugt an eine Längsseite einer Decklage angelenkt ist. Die Verschlusslasche dient beim Auffalten des Tablars aus dem Stanzling zum Befestigen der äußeren Deckenwand an der inneren Deckenwand und zum Verschließen des Tablars.

[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das erfindungsgemäße Tablar an jeder Querseite mindestens eine seitliche Stecklasche und/oder an der hinteren Längsseite mindestens eine hintere Stecklasche auf, mit der das Tablar in einen geschlitzten Displaymantel eingehängt werden kann. Bevorzugt hat das erfindungsgemäße Tablar an jeder Querseite mindestens zwei seitliche Stecklaschen. Hintere Stecklaschen werden bevorzugt zusätzlich verwendet, wenn ein hohes Gewicht auf dem Tablar lastet und eine zusätzliche Abstützung gewünscht ist. Das erfindungsgemäße produkttragende Tablar wird bevorzugt mittels seitlicher Stecklaschen in einen geschlitzten Displaymantel eingehängt. Optional tragen im hinteren Bereich zusätzliche hintere Stecklaschen Gewicht.

[0022] Das erfindungsgemäße Tablar wird bevorzugt aus einem erfindungsgemäßen Stanzling aufgefaltet.

[0023] Die Steifigkeit des erfindungsgemäßen Tablars ist durch die Laufrichtung der Welle quer über das Tablar gegeben. Die Stabilität der tragenden Decklage wird durch die Stabilisierungslaschen gewährleistet, die 90° in das Tablar hinein gedrückt werden und mit einem Fortsatz in einem Stabilisierungsschlitz arretieren sind. Mittig wird die mindestens eine Versteifungslasche aus der Bodenlage hineingedrückt, wobei optional auch mehre Laschen eingebracht werden können. Diese formen außerdem das Tablar komplett aus. Das erfindungsgemäße Tablar ist so stabil, dass es sich bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht durchbiegt bzw. verformt und nicht eindrücken lässt. Im Randbereich hängen Laschen - später "unsichtbar" - an der inneren Decklage und arretieren in Schlitzen an der Unterseite des Tablars.

[0024] Das erfindungsgemäße Tablar weist eine Reihe von Vorteilen gegenüber den bekannten Tablaren aus Tablarhülle und Tablareinlage auf. Das erfindungsgemäße Tablar kann gestanzt und ohne Weiterverarbeitung direkt auf Palette flachliegend ausgeliefert werden. Es fällt keine Klebearbeit an und es muss nicht ggf. versetzt abgestapelt werden. Die Höhe des erfindungsgemäßen Tablars ist sehr variabel, da die Höhe nicht von der Tablareinlage abhängig ist. So können auch um mehrere Zentimeter höhere Tablare umgesetzt werden. Die Steifigkeit ist vergleichbar mit den herkömmlichen Tablaren, wobei das Gewicht wegen der geringeren Materialmenge geringer ausfällt.

[0025] Die Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen
Figur 1
ein erfindungsgemäßen Stanzling,
Figur 2
ein erfindungsgemäßes Tablar von der Oberseite,
Figur 3
das erfindungsgemäße Tablar aus Figur 2 von der Unterseite und
Figur 4 a-d
das Auffalten des erfindungsgemäßen Tablars aus Figur 2.


[0026] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Stanzling 100. An eine äußere Decklage 2 ist eine erste Längsseitenwand 5 angelenkt. An der gegenüberliegenden Längsseite ist eine Bodenlage 4 angelenkt. Mittig in der Bodenlage 4 ist eine Versteifungslasche 11 erkennbar, die aus der Bodenlage 4 ausgestanzt ist und über eine Faltkante F mit dieser verbunden ist. Die Bodenlage 4 weist an beiden Querseiten Q und Q' seitliche Stecklaschen 8a und 8b auf. An der hinteren Längsseite weist die Bodenlage 4 zwei hintere Stecklaschen 9a und 9b auf. An die hintere Längsseite der Bodenlage 4 ist eine weitere Längsseitenwand 6 über eine Faltkante angelenkt. Diese ist in ihrer gegenüberliegenden Seite über eine weitere Faltkante an die innere Decklage 3 angelenkt.

[0027] Die innere Decklage 3 weist mittig einen Einsteckschlitz 10 auf. An ihrer weiteren Längsseite ist eine weitere Längsseitenwand 7 angelenkt. An den Querseiten der inneren Decklage 3 befinden sich die Stabilisierungslaschen 12 und 13. Die Stabilisierungslaschen sind hier als 90°-Faltung ausgeführt, d.h. die Stabilisierungslaschen weisen eine mittige Faltkante auf entlang derer die beiden Teile der Stabilisierungslaschen 12 a und 12 b bzw. 13 a und 13 b aufeinander gefaltet werden können. In der Mitte der Faltkante befindet sich ein jeweils ein Fortsatz 15, mit dem die Stabilisierungslaschen in Stabilisierungsschlitzen 16 in der Bodenlage 4 arretiert werden. Der Stanzling 100 hat außerdem 2 Verschlusslaschen 14, die an Längsseite der äußeren Decklage 2 angelenkt sind. Der Pfeil(das Wellenlaufsymbol zeigt die Laufrichtung W der Wellen in der Wellenlage, wofür ein Teil Bodenlage 4 geöffnet dargestellt ist.

[0028] Figur 2 zeigt eine perspektivische Sicht auf ein erfindungsgemäßes Tablar 1. Die Oberseite wird von der äußeren Decklage 2 gebildet. Gestrichelt angedeutet ist die Position des unterhalb der Decklage befindlichen Einsteckschlitzes 10. An der Längsseite 6 sind vier Stecklaschen 9 erkennbar. Auf der vorderen Seite ist zudem eine seitliche Stecklasche 8 zu sehen. In der Querseite ist außerdem der äußere Teil der Stabilisierungslaschen 13 erkennbar, die in das Innere des Tablars 1 gedrückt ist.

[0029] Figur 3 zeigt die Unterseite des erfindungsgemäßen Tablar 1 aus Figur 2. Die Bodenlage 4 weist mittig eine Ausstanzung auf, die die Form der Versteifungslasche 11 hat. Die Versteifungslasche 11 ist um 90° in das Tablar gefaltet und im Einsteckschlitz 10 (nicht dargestellt) arretiert. An den Querseiten sind die Unterseiten der seitlichen Stecklaschen 8 erkennbar. In der Bodenlage 4 kurz vor den seitlichen Stecklaschen 8 befinden sich zwei Stabilisierungsschlitze 16, in denen die Fortsätze 15 (nicht dargestellt) der Stabilisierungslaschen 12,13 arretiert werden.

[0030] In den Figuren 4a, 4b, 4c und 4d ist dargestellt, wie aus dem erfindungsgemäßen Stanzling 100 das erfindungsgemäße Tablar 1 aufgefaltet wird. Zunächst wird, wie in Figur 4a zu sehen ist, die innere Decklage 3 in Richtung der Bodenlage 4 gefaltet, solange bis die Längsseitenwand 7 die Bodenlage 4 berührt. Im nächsten Schritt (Figur 4b) wird die äußere Decklage 2 in Richtung der inneren Decklage 3 gefaltet. Hierzu sind die Verschlusslasche 14 aufgerichtet und zum Verschließen in die Öffnungen 17 gesteckt zu werden. Figur 4c zeigt das erfindungsgemäße Tablar 1 kurz bevor die Verschlusslasche 14 in die Öffnungen 17 gesteckt werden, um das Tablar zu verschließen. Im nächsten Schritt, dargestellt in Figur 4d, wird die Stabilisierungslasche 12 in das Innere des Tablar 1 gefaltet und dort im Stabilisierungsschlitze 16 fixiert (nicht dargestellt). Abschließend wird die Versteifungslasche 11 aus der Bodenlage 4 aufgerichtet und im Einsteckschlitz 11 eingesteckt.
Bezugszeichenliste
Tablar 1
Stanzling 100
äußere Decklage 2
innere Decklage 3
Bodenlage 4
Längsseitenwand 5, 6, 7
seitliche Stecklaschen 8
hintere Stecklaschen 9
Einsteckschlitz in Decklage 10
Versteifungslasche 11
Stabilisierungslasche 12
Stabilisierungslasche 13
Verschlusslasche 14
Fortsatz 15
Stabilisierungsschlitz 16
Öffnungen 17
Längsseite L
Querseite Q
Laufrichtung der Welle W



Ansprüche

1. Einteiliger Stanzling (100) für ein tragendes Tablar (1) umfassend eine Decklage, eine Bodenlage (4), mindestens drei Längsseitenwände (5, 6, 7) und ggf. Stecklaschen (8,9) zum Befestigen des Tablars (1) in einem Displaymantel, wobei der Stanzling aus Pappe oder Wellpappe besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stanzling (100)

• eine äußere Decklage (2) und eine zweite, innere Decklage (3) aufweist, wobei die innere Decklage (3) mindestens einen Einsteckschlitz (10) aufweist,

• mindestens eine Versteifungslasche (11) hat, die Teil der Bodenlage (4) ist und in der Bogenlage (4) auf Höhe des Einsteckschlitz (10) angeordnet ist und

• zwei Stabilisierungslaschen (12,13) aufweist, die jeweils an einer Querseite (Q) über eine Faltkante an eine der beiden Decklagen (2,3) angelenkt sind.


 
2. Stanzling (100) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stanzling aus einwelliger Wellpappe besteht und die Laufrichtung (W) der Welle quer zur Längsrichtung der Bodenlage (4) und quer zur Längsrichtung der Decklagen (2,3) verläuft.
 
3. Stanzling (100) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stanzling (100) einen Einsteckschlitz (10) und eine Versteifungslasche (11) aufweist.
 
4. Stanzling (100) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsteckschlitz (10) mittig in der inneren Decklage (3) angeordnet ist, bevorzugt parallel zu den Querseiten (Q).
 
5. Stanzling (100) gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungslasche (11) über die gesamte Breite der Bodenlage (4) verläuft.
 
6. Stanzling (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Höhe der Stabilisierungslasche (12,13) der Höhe von unterer Decklage zu Bodenlage entspricht und die Stabilisierungslasche (12,13) eine Faltkante aufweist, die parallel zur Querseite (Q) über die gesamte Breite verläuft und die Stabilisierungslasche (12,13) mittig teilt.
 
7. Stanzling (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stanzling (100) mindestens eine Verschlusslasche (14) aufweist, die bevorzugt an eine Längsseite (L) einer Decklage (2,3) angelenkt ist.
 
8. Stanzling (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stanzling (100) an jeder Querseite (Q) mindestens eine seitliche Stecklasche (8) und/oder an einer Längsseite (L) mindestens eine hintere Stecklasche (9) aufweist, mit der das Tablar in einen geschlitzten Displaymantel eingehängt werden kann.
 
9. Tragendes Tablar (1) aus Wellpappe aufweisend eine Decklage, eine Bodenlage (4), zwei Längsseitenwände (5, 6) und ggf. Stecklaschen (8,9) zum Befestigen des Tablars (1) in einem Displaymantel,
dadurch gekennzeichnet, dass das Tablar (1)

• eine Decklage aus einer äußeren Decklage (2) und eine innere Decklage (3) aufweist, die aufeinander aufliegen, wobei die innere Decklage (3) zu der äußeren Decklage (2) bevorzugt kongruent ist und die innere Decklage (3) mindestens einen Einsteckschlitz (10) aufweist,

• mindestens eine Versteifungslasche (11) aufweist, der Teil der Bodenlage (4) ist und an der Bodenlage (4) auf Höhe des Einsteckschlitz (10) angeordnet ist und in den Einsteckschlitz (10) der inneren Decklage (3) eingreift und

• zwei Stabilisierungslaschen (12,13) aufweist, die jeweils an einer Querseite (Q) über eine Faltkante an einen der beiden Decklagen (2,3) angelenkt sind und die 90° in das Tablar (1) hinein gefaltet sind und bevorzugt in gegenüberliegenden Schlitzen (15) in der Bodenlage arretiert sind.


 
10. Tablar (1) gemäß Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass das Tablar (1) aus doppelseitiger Wellpappe besteht und die Laufrichtung (W) der Welle der Wellpappe quer über das Tablar (1) verläuft.
 
11. Tablar (1) gemäß Anspruch 9 oder 10 dadurch gekennzeichnet, dass das Talar einen Einsteckschlitz (10) aufweist und der Einsteckschlitz (10) bevorzugt mittig in der inneren Decklage (3) angeordnet ist, bevorzugt parallel zu den Querseiten (Q).
 
12. Tablar (1) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11 dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungslasche (11) über die gesamte Breite der Bodenlage (4) verläuft.
 
13. Tablar (1) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12 dadurch gekennzeichnet, das Tablar mindestens eine Verschlusslasche (14) aufweist, die bevorzugt an eine Längsseite (L) einer Decklage angelenkt ist.
 
14. Tablar (1) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 13 dadurch gekennzeichnet, das Tablar (1) an jeder Querseite mindestens eine seitliche Stecklasche (8) und/oder an der hinteren Längsseite (L) mindestens eine hintere Stecklasche (9) aufweist, mit der das Tablar (1) in einen geschlitzten Displaymantel eingehängt werden kann.
 
15. Tablar (1) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 14 aufgefaltet aus einem Stanzling gemäß der Ansprüche 1 bis 8.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht












Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente