[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Staubhaube für ein mit einem Getriebehals
zur Befestigung der Staubhaube ausgestattetem Schleifgerät. Die Staubhaube ist ausgestattet
mit einem Haubenkörper zum Abdecken einer kreisförmigen Schleifscheibe und mit einem
entlang eines Umfangs des Haubenkörpers verlaufenden Vorhang zum zumindest abschnittsweisen
Abdichten des Haubenkörpers gegenüber eines mittels der Schleifscheibe zu bearbeitenden
Untergrunds. Die Staubhaube weist einen Absauganschluss auf, über den ein Untergrundabtrag
aus dem Haubenkörper abgesaugt werden kann.
[0002] Staubhauben der eingangs genannten Art sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik
bekannt. Sie dienen der Vermeidung einer Staubausbreitung bei Schleifarbeiten, um
unter anderem die Gesundheit eines Benutzers des Schleifgeräts zu schützen. Es ist
bekannt, den Haubenkörper mit einem Vorhang in Form eines Bürstenrings oder eines
Lamellenvorhang auszustatten, sodass der Haubenkörper an dem zu bearbeitenden Untergrund
abschließt. Wird der Winkelschleifer leicht schräg auf den zu bearbeitenden Untergrund
aufgesetzt, so kann der Vorhang einen etwaig zwischen Haubenkörper und zu bearbeitenden
Untergrund entstehenden Spalt abdichten, wobei eine Absaugung von Staub typischerweise
optimal verläuft wenn sich zwischen dem Büstenring bzw. Lammellenvorhang und Untergrund
ein Spalt von 1 bis 2 mm einstellt.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Staubhaube bereitzustellen, die verbesserte
Einsatzmöglichkeiten bietet.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Staubhaube einen Stellring aufweist mittels
dem der Haubenkörper relativ, vorzugsweise in axialer Richtung bezogen auf die Rotationsachse
der Schleifscheibe, bezüglich des Getriebehalses und/oder des Stellrings verstellt
werden kann.
[0005] Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, dass sich eine Schleifscheibe über ihre
Lebensdauer typischerweise um ca. 8 mm abträgt und demnach, für eine optimale Absaugung
von Staub, eine Höhe des Büstenrings / Lammellenvorhangs nachstellbar sein sollte.
[0006] Die Erfindung schließt ebenfalls die Erkenntnis ein, dass aus dem Stand der Technik
bekannte Staubhauben entweder gar keine Höhenverstellung oder Gummilippen verwenden,
die den Büstenring bzw. Lammellenvorhang gegen den Untergrund drücken. Beides führt
zu einem starken Verschleiß an eben diesen Elementen, sodass der Büstenring bzw. Lammellenvorhang
typischerweise mit jeder Schleifscheibe gewechselt werden muss. Zudem das Absaugergebnis
nicht optimal, wenn der Büstenring bzw. Lammellenvorhang aufliegt, weil an der Stelle
keine Luft nachströmen kann.
[0007] In Abkehr zu den aus dem Stand der Technik bekannten Staubhauben kann die erfindungsgemäße
Staubhaube an den tatsächlichen Zustand einer Schleifscheibe angepasst werden. Somit
wird eine Staubhaube bereitgestellt, die eine verbesserte Einsatzmöglichkeit bietet.
[0008] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Vorhang als Lammellenvorhang ausgebildet.
Alternativ kann der Vorhang als Bürstenring bzw. als Bürste ausgebildet sein.
[0009] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Stellring einen am Haubenkörper
ausgebildeten Führungshals von außen umfasst. Der Stellring kann ein Griffstück aufweisen,
um eine Bedienung des Stellrings zu erleichtern.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Haubenkörper eine zentrale
Öffnung auf durch die der Getriebehals hindurch ragen kann. Durch den Getriebehals
ist vorzugsweise eine Antriebsspindel geführt, an der die kreisförmige Schleifscheibe
zum Schleifbetrieb anzubringen ist.
[0011] Besonders bevorzugt ist innenseitig am Stellring ein Stellgewinde mit einer Gewindesteigung
ausgebildet, das mit einem korrespondierenden Stellgewinde, welches außenseitig am
Führungshals ausgebildet ist, in Eingriff steht. Der Eingriff ist vorzugsweise derart
ausgestaltet, dass ein Verdrehen des Stellrings um die Rotationsachse ein Anheben
oder Absenken des Haubenkörpers relativ zum Getriebehals und/oder des Haubenkörpers
relativ zum Stellring bewirkt. Vorzugsweise sind das Stellgewinde und das korrespondierenden
Stellgewinde als Trapezgewinde ausgebildet.
[0012] Gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform kann es auch möglich sein, dass das Stellgewinde
fest bzw. ortsfest mit dem Getriebehals verbunden ist, sodass sich der Stellring zusammen
mit dem Haubenkörper relativ zu dem Getriebehals bewegt.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Staubhaube ein vorzugsweise U-förmig
ausgebildetes Umgriff-Stück auf. Das Umgriff-Stück kann ausgebildet sein, um einen
am Stellring ausgebildeten Haltekragen zur Sicherung des Stellrings am Getriebehals
zu umgreifen. Besonders bevorzugt umgreift das Umgriff-Stück, bei bestimmungsgemäßer
Anordnung der Staubhaube am Schleifgerät, einen am Getriebehals ausgebildeten Gehäusekragen.
Besonders bevorzugt ist der Stellring, in axialer Richtung formschlüssig, mit dem
Getriebehals des Schleifgeräts verbunden.
[0014] Vorzugsweise ist das Umgriff-Stück bezogen auf die Rotationsachse quer, vorzugsweise
senkrecht, abziehbar vom Getriebehals angeordnet. Dies erleichtert eine Demontage
der Staubhaube beispielsweise zu Reinigungszwecken. Das Umgriff-Stück kann durch wenigstens
eine Halteschraube, vorzugsweise genau zwei Halteschrauben, gegen ein Abziehen vom
Getriebehals gesichert sein. Alternativ oder zusätzlich kann das Umgriff-Stück durch
eine Verriegelung gegen ein Abziehen vom Getriebehals gesichert sein. Die Verriegelung
kann beispielsweise als federbelastete Drucktaste oder als Sperrklinke mit Schnapphaken
ausgebildet sein. Darüber hinaus kann die Verriegelung auch durch Niete, Stifte oder
dergleichen ausgebildet sein.
[0015] Der Haubenkörper kann stufenlos verstellbar sein. Alternativ dazu kann der Haubenkörper
abgestuft verstellbar sein. Dazu kann am Stellring ein vorzugsweise federgelagerter
Raststößel und/oder am Umgriff-Stück eine Mehrzahl von Ausnehmungen vorgesehen sein,
die jeweils mit einer Höhenstufe korrespondieren.
[0016] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Haubenkörper, durch Drehen des
Stellrings um etwa 180 Grad, von einer oberen Haubenposition in eine untere Haubenposition
und umgekehrt verstellbar ist, wobei die obere und untere Haubenposition jeweils einen
Anschlag definieren.
[0017] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn im Gewindegang des Stellgewindes
wenigstens eine Gewindeausnehmung vorgesehen ist. Der Gewindegang des Stellgewindes
kann als unterbrochener Gewindegang ausgebildet sein. Dadurch wird ein Abschlagen
von unerwünschten Staubkrusten erleichtert. Alternativ oder zusätzlich kann zwischen
zwei benachbarten Gewindegängen des korrespondierenden Stellgewindes wenigstens eine
Kernausnehmung vorgesehen ist. Die Kernausnehmung ist vorzugsweise als Durchgangsloch
zum Inneren des Führungshalses ausgebildet. Dies ermöglicht vorteilhafterweise ein
Abführen von Staub aus dem Gewinde.
[0018] Besonders bevorzugt weist die Staubhaube einen Vorhangträger auf, mit dem der Vorhang
ortsfest verbunden sein kann. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der
Vorhangträger eine Rastbuchse aufweist, die im Haubenkörper eingerastet werden kann.
Besonders bevorzugt weist die Rastbuchse wenigstens einen Buchsenschlitz auf, der
sich parallel zur Rotationsachse erstrecken kann und vorzugsweise zumindest teilweise
mit der Kernausnehmung überlappt. Somit wird ein Abführen von Staub aus dem Gewinde
weiter verbessert.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Haubenkörper zum Abdecken eines
überwiegenden Teils der Schleifscheibe ausgebildet. Die Staubhaube kann einen in Umfangsrichtung
des Haubenkörpers entlang des Haubenkörpers verschiebbaren Haubensektor aufweisen,
der zum bedarfsweisen graduellen Abdecken und Freigeben eines verbleibenden Teils
der Schleifscheibe vorgesehen ist. Dies ermöglicht einen Trennbetrieb mittels des
verbleibenden Teils der Schleifscheibe, der nicht vom Haubenkörper abgedeckt wird.
[0020] Vorzugsweise ist der Vorhang ortsfest mit dem Haubenkörper verbunden. Die Staubhaube
kann frei von etwaigen zwischen Vorhang und Haubenkörper in axialer Richtung wirkenden
Federelementen sein.
[0021] Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein Schleifgerät mit einem Getriebehals und
mit einer Staubhaube der vorbeschriebenen Art, wobei die Staubhaube am Getriebehals
angeordnet bzw. anzuordnen ist.
[0022] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmässigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0023] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schleifgerät in Form eines Diamantschleifers an dem eine Staubhaube gemäß eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung angeordnet ist, wobei die Staubhaube
im Schnitt dargestellt ist;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels der Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 und 2;
- Fig. 4
- die Staubhaube der Fig. 1 bis 3 in der oberen Haubenposition, wobei das Schleifgerät
nur ausschnittsweise dargestellt ist;
- Fig. 5
- die Staubhaube der Fig. 1 bis 4 in der unteren Haubenposition, wobei das Schleifgerät
nur ausschnittsweise dargestellt ist;
- Fig. 6
- die Staubhaube der Fig. 1 bis 5 in abgenommen Zustand, wobei das Schleifgerät nur
ausschnittsweise dargestellt ist;
- Fig. 7
- die Staubhaube der Fig. 1 bis 6 in teilweise geöffnetem Zustand, wobei das Schleifgerät
nicht dargestellt ist; und
- Fig. 8
- eine bevorzugte Ausgestaltung des Stellrings und des Umgriff-Stücks.
Ausführungsbeispiel:
[0025] Fig. 1 zeigt ein Schleifgerät 100 in Form eines Diamantschleifers. Das Schleifgerät
200 weist einen Getriebehals 210 zur Befestigung einer Staubhaube 100 auf, die ebenfalls
in Fig. 1 dargestellt ist. Aus Gründen der Deutlichkeit ist die Staubhaube 100 im
Schnitt dargestellt.
[0026] Die Staubhaube 100 ist ausgestattet mit einem Haubenkörper 10 zum Abdecken einer
kreisförmigen Schleifscheibe 220, vorliegend einer Diamantscheibe, und mit einem entlang
eines Umfangs U des Haubenkörpers 10 verlaufenden Vorhang 30 zum zumindest abschnittsweisen
Abdichten des Haubenkörpers 10 gegenüber eines mittels der Schleifscheibe 220 zu bearbeitenden
Untergrunds UG. Der Vorhang 30 ist als Lamellenvorhang ausgebildet.
[0027] Über einen Absauganschluss 40 der Staubhaube 100 kann ein Untergrundabtrag S in Form
von Staub aus dem Haubenkörper 10 abgesaugt werden.
[0028] Der Haubenkörper 10 in Fig. 1 ist zum Abdecken eines überwiegenden Teils der Schleifscheibe
220 ausgebildet, wobei Staubhaube 100 einen in Umfangsrichtung U des Haubenkörpers
10 entlang des Haubenkörpers 10 verschiebbaren Haubensektor 20 aufweist, der zum bedarfsweisen
graduellen Abdecken und Freigeben eines verbleibenden Teils 220' der Schleifscheibe
220 vorgesehen ist. Im Haubensektor 20 ist ebenfalls ein Vorhang 30' in Form eines
Lamellenvorhangs vorgesehen. Durch Freigeben des verbleibenden Teils 220' der Schleifscheibe
220 kann auch an einer vertikalen Wand geschliffen werden.
[0029] Erfindungsgemäß weist die Staubhaube 100 einen Stellring 50 auf mittels dem der Haubenkörper
10 in axialer Richtung A, bezogen auf die Rotationsachse R der Schleifscheibe 220,
bezüglich des Getriebehalses 210 und des Stellrings 50 verstellt werden kann.
[0030] Der Stellring 50 ist in axialer Richtung A formschlüssig mit dem Getriebehals 210
des Schleifgeräts 200 verbunden. Dies wird erreicht durch ein U-förmig ausgebildetes
Umgriff-Stück 25 (vgl. auch Fig. 6 und 8), das einen am Stellring 50 ausgebildeten
Haltekragen 55 zur Sicherung des Stellrings 50 am Getriebehals 210 umgreift. Bei in
Fig. 1 gezeigter bestimmungsgemäßer Anordnung der Staubhaube 100 am Schleifgerät 200
umgreift das Umgriff-Stück 25 ebenfalls einen am Getriebehals 210 ausgebildeten Gehäusekragen
215.
[0031] Der Haubenkörper 10 weist eine zentrale Öffnung 13 auf, durch die der Getriebehals
210 hindurch- bzw. hineinragen kann. Durch den Getriebehals 210 ist eine Antriebsspindel
(nicht gezeigt) geführt, an der die kreisförmige Schleifscheibe 220 zum Schleifbetrieb
angebracht ist.
[0032] Im Folgenden soll die Verstellbarkeit des Haubenkörpers 10 genauer erläutert werden.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, umfasst der Stellring 50 einen am Haubenkörper 10
ausgebildeten Führungshals 15 von außen.
[0033] Innenseitig am Stellring 50 ist ein Stellgewinde 57 mit einer Gewindesteigung G ausgebildet
(vgl. Fig. 7), das mit einem korrespondierenden Stellgewinde 17, das außenseitig am
Führungshals 15 ausgebildet ist, in Eingriff steht. Derart wird erreicht, dass ein
Verdrehen des Stellrings 50 um die Rotationsachse R ein Anheben oder Absenken des
Haubenkörpers 10 relativ zum Getriebehals 210 und des Haubenkörpers 10 relativ zum
Stellring 50 bewirkt.
[0034] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels der Fig. 1.
Gut zuerkennen in Fig. 2 ist, dass der Stellring 50 ein Griffstück 53 aufweist um
eine Bedienung des Stellrings 30 zu erleichtern.
[0035] Der Haubenkörper 10 ist durch Drehen des Stellrings 50 um etwa 180 Grad, von einer
oberen Haubenposition OP (Fig. 1 bis Fig. 4) in eine untere Haubenposition UP (Fig.
5) und umgekehrt verstellbar, wobei die obere und untere Haubenposition jeweils einen
Anschlag definieren. In Fig. 2 ist eine obere Haubenposition OP des Haubenkörpers
10 gezeigt, weshalb die Schleifscheibe 220, bezogen auf die axiale Richtung A, maximal
über den Haubenkörper 10 hinaussteht.
[0036] Eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 und 2 ist in Fig. 3 dargestellt.
[0037] Fig. 4 zeigt nunmehr die Staubhaube der Fig. 1 bis 3 in der oberen Haubenposition
OP, wobei das Schleifgerät 200 nur ausschnittsweise dargestellt ist. Gut zu erkennen
ist das U-förmig ausgebildete Umgriff-Stück 25.
[0038] Fig. 5 zeigt die Staubhaube der Fig. 1 bis 4 in der unteren Haubenposition UP, wobei
das Schleifgerät ebenfalls nur ausschnittsweise dargestellt ist. Unterhalb des Stellrings
50 zu erkennen ist ein Teil des korrespondierenden Stellgewindes 17, das außenseitig
am Führungshals 15 ausgebildet ist.
[0039] Die Staubhaube der Fig. 1 bis 5 in abgenommen Zustand ist in Fig. 6 dargestellt,
wobei das Schleifgerät 200 nur ausschnittsweise gezeigt ist. Das Umgriff-Stück 25,
das bezogen auf die Rotationsachse R senkrecht abziehbar vom Getriebehals 210 ausgebildet
ist, ist in Fig. 6 in abgezogenem Zustand gezeigt. Zwei Halteschrauben 27, die zum
Sichern des Umgriff-Stücks 25 gegen ein Abziehen vom Getriebehals 210 vorgesehen sind,
sind vorliegend gelöst. Gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform können die zwei
Halteschrauben 27 auch in Form von zwei Haltestiften ausgestaltet sein. Darüber hinaus
ist es auch möglich, dass die zwei Halteschrauben 27 auch durch zwei Niete verwirklicht
sind.
[0040] Gut zu erkennen in Fig. 6 sind der am Stellring 50 ausgebildete Haltekragen 55 sowie
der am Getriebehals 210 ausgebildete Gehäusekragen 215, die bei montiertem Umgriff-Stück
25 in axialer Richtung A formschlüssig durch das Umgriff-Stück 25 gehalten werden,
wobei der Stellring 50 drehbar verbleibt.
[0041] Der Haubenkörper 10 weist eine zentrale Öffnung 13 auf, durch die der Getriebehals
210 hindurch- bzw. hineinragen kann. Durch den Getriebehals 210 ist eine Antriebsspindel
230 geführt, an der die kreisförmige Schleifscheibe (nicht gezeigt) zum Schleifbetrieb
angebracht werden kann. Auf der oberen Innenseite des Stellrings 50 zu erkennen ist
ein Teil des Stellgewindes 57, das innenseitig am Führungshals 15 ausgebildet ist.
[0042] In Fig. 7 dargestellt ist die Staubhaube 100 der Fig. 1 bis 6 in teilweise geöffnetem
Zustand, wobei das Schleifgerät nicht dargestellt ist. In Fig. 7 ist insbesondere
eine Maßnahme zur wirksamen Absaugung von Untergrundabtrag (Staub) erkennbar.
[0043] So ist zwischen jeweils zwei benachbarten Gewindegängen 16, 16'; 16', 16" des korrespondierenden
Stellgewindes 17 jeweils eine Kernausnehmung 18, 18' vorgesehen. Die Kernausnehmungen
18, 18' sind als Durchgangslöcher zum Inneren des Führungshalses 15 ausgebildet. Durch
die Kernausnehmungen 18, 18' kann Staub aus dem korrespondierenden Stellgewinde 17
abgesaugt werden.
[0044] Wie der Fig. 7 unten entnommen werden kann, weist die Staubhaube 100 einen Vorhangträger
60 auf, an dem der Vorhang 30 ortsfest verbunden ist, wobei der Vorhangträger 60 eine
Rastbuchse 65 aufweist die im Haubenkörper 10 bzw. im Führungshals 15 eingerastet
werden kann. Die Rastbuchse 65 weist im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel
sechs Buchsenschlitz 67 auf, die sich parallel zur Rotationsachse R erstrecken. Der
Vorhangträger 60 und die Staubhaube 10 können derart zusammengesteckt werden, dass
einer der Buchsenschlitze 67 zumindest teilweise mit der Kernausnehmung 18 überlappt.
Dies ermöglicht eine optimale Staubabsaugung aus dem korrespondierenden Stellgewinde
17.
[0045] Fig. 8 zeigt schließlich eine bevorzugte Ausgestaltung des Stellrings 50 und des
Umgriff-Stücks 25. Zwecks abgestufter Höhenverstellbarkeit des Haubenkörpers (nicht
gezeigt) ist am Stellring 50 ein vorzugsweise federgelagerter Raststößel 59 vorgesehen.
Am Umgriff-Stück 25 ist eine Mehrzahl von Ausnehmungen 29, 29', 29" ausgebildet, die
jeweils mit einer Höhenstufe korrespondieren. Wie ebenfalls aus Fig. 8 ersichtlich
ist, sind im Gewindegang 56 des Stellgewindes 57 mehrere Gewindeausnehmungen 58 vorgesehen,
die einen unterbrochenen Gewindegang 56 definieren. Dadurch wird ein Abschlagen von
unerwünschten Staubkrusten erleichtert.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 10
- Haubenkörper
- 13
- zentrale Öffnung
- 15
- Führungshals
- 16, 16', 16"
- benachbarte Gewindegänge des korrespondierenden Stellgewindes
- 17
- korrespondierendes Stellgewinde
- 18, 18'
- Kernausnehmung
- 20
- verschiebbarer Haubensektor
- 25
- Umgriff-Stück
- 27
- Halteschraube
- 29, 29', 29"
- Ausnehmungen
- 30, 30'
- Vorhang
- 40
- Absauganschluss
- 50
- Stellring
- 53
- Griffstück
- 55
- Haltekragen
- 56
- Gewindegang des Stellgewindes
- 57
- Stellgewinde
- 58
- Gewindeausnehmung
- 59
- Raststößel
- 60
- Vorhangträger
- 65
- Rastbuchse
- 67
- Buchsenschlitz
- 100
- Staubhaube
- 200
- Schleifgerät
- 210
- Getriebehals
- 215
- Gehäusekragen
- 220
- Schleifscheibe
- 220'
- verbleibender Teil der Schleifscheibe
- 230
- Antriebsspindel
- A
- axiale Richtung
- G
- Gewindesteigung
- OP
- obere Haubenposition
- R
- Rotationsachse
- S
- Untergrundabtrag
- U
- Umfang bzw. Umfangsrichtung
- UG
- Untergrund
- UP
- untere Haubenposition
1. Staubhaube (100) für ein mit einem Getriebehals (210) zur Befestigung der Staubhaube
(100) ausgestattetem Schleifgerät (200), mit einem Haubenkörper (10) zum Abdecken
einer kreisförmigen Schleifscheibe (220) und mit einem entlang eines Umfangs (U) des
Haubenkörpers (10) verlaufenden Vorhang (30) zum zumindest abschnittsweisen Abdichten
des Haubenkörpers (10) gegenüber eines mittels der Schleifscheibe (220) zu bearbeitenden
Untergrunds (UG), und mit einem Absauganschluss (40) über den ein Untergrundabtrag
(S) aus dem Haubenkörper (10) abgesaugt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass die Staubhaube (100) einen Stellring (50) aufweist mittels dem der Haubenkörper (10)
relativ, vorzugsweise in axialer Richtung (A) bezogen auf die Rotationsachse (R) der
Schleifscheibe (220), bezüglich des Getriebehalses (210) und/oder des Stellrings (50)
verstellt werden kann.
2. Staubhaube (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stellring (50) einen am Haubenkörper (10) ausgebildeten Führungshals (15) von
außen umfasst.
3. Staubhaube (100) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass innenseitig am Stellring (50) ein Stellgewinde (57) mit einer Gewindesteigung (G)
ausgebildet ist, das mit einem korrespondierenden Stellgewinde (17), das außenseitig
am Führungshals (15) ausgebildet ist, in Eingriff steht, derart, dass ein Verdrehen
des Stellrings (50) um die Rotationsachse (R) ein Anheben oder Absenken des Haubenkörpers
(10) relativ zum Getriebehals (210) und/oder des Haubenkörpers (10) relativ zum Stellring
(50) bewirkt.
4. Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Staubhaube (100) ein vorzugsweise u-förmig ausgebildetes Umgriff-Stück (25) aufweist,
dass einen am Stellring (50) ausgebildeten Haltekragen (55) zur Sicherung des Stellrings
(50) am Getriebehals (210) umgreift, wobei das Umgriff-Stück (25), bei bestimmungsgemäßer
Anordnung der Staubhaube (100) am Schleifgerät (200), ebenfalls einen am Getriebehals
(210) ausgebildeten Gehäusekragen (215) umgreift.
5. Staubhaube (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Umgriff-Stück (25) bezogen auf die Rotationsachse (R) quer, vorzugsweise senkrecht,
abziehbar vom Getriebehals (210) angeordnet ist.
6. Staubhaube (100) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Umgriff-Stück (25) durch wenigstens eine Halteschraube (27) und/oder eine Verriegelung
gegen ein Abziehen vom Getriebehals (210) gesichert ist.
7. Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenkörper (10) stufenlos verstellbar ist.
8. Staubhaube (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenkörper (10) abgestuft verstellbar ist, wobei dazu am Stellring (50) ein
vorzugsweise federgelagerter Raststößel (59) und am Umgriff-Stück (25) eine Mehrzahl
von Ausnehmungen (29, 29', 29"), die jeweils mit einer Höhenstufe korrespondieren,
vorgesehen ist.
9. Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenkörper (10), durch Drehen des Stellrings (50) um etwa 180 Grad, von einer
oberen Haubenposition (OP) in eine untere Haubenposition (UP) und umgekehrt verstellbar
ist, wobei die obere und untere Haubenposition (UP; OP) jeweils einen Anschlag definieren.
10. Staubhaube (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stellring (50), in axialer Richtung (A) formschlüssig, mit dem Getriebehals (210)
des Schleifgeräts (200) verbunden ist.
11. Staubhaube (100) nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass im Gewindegang (56) des Stellgewindes (57) wenigstens eine Gewindeausnehmung (58)
vorgesehen ist und/oder zwischen zwei benachbarten Gewindegängen (16, 16') des korrespondierenden
Stellgewindes (17) wenigstens eine Kernausnehmung (18) vorgesehen ist.
12. Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Staubhaube (100) einen Vorhangträger (60) aufweist, an dem der Vorhang (30) ortsfest
verbunden ist, wobei der Vorhangträger (60) eine Rastbuchse (65) aufweist die im Haubenkörper
(10) eingerastet werden kann.
13. Staubhaube (100) nach Anspruch 11 und 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rastbuchse (65) wenigstens einen Buchsenschlitz (67) aufweist, der sich parallel
zur Rotationsachse (R) erstreckt und zumindest teilweise mit der Kernausnehmung (18)
überlappt.
14. Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Haubenkörper (10) zum Abdecken eines überwiegenden Teils der Schleifscheibe (200)
ausgebildet ist und die Staubhaube (100) einen in Umfangsrichtung (U) des Haubenkörpers
(10) entlang des Haubenkörpers (10) verschiebbaren Haubensektor (20) aufweist, der
zum bedarfsweisen graduellen Abdecken und Freigeben eines verbleibenden Teils der
Schleifscheibe (220) vorgesehen ist, und wobei im Haubensektor (20) ebenfalls ein
Vorhang (30') vorgesehen ist.
15. Staubhaube (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Vorhang (20) ortsfest mit dem Haubenkörper (10) verbunden ist und die Staubhaube
(100) frei von etwaigen zwischen Vorhang (20) und Haubenkörper (10) in axialer Richtung
(A) wirkender Federelementen ist.
16. Schleifgerät (200) mit einem Getriebehals (210) und mit einer Staubhaube (100) nach
einen der vorangehenden Ansprüche, wobei die Staubhaube (100) am Getriebehals (210)
angeordnet bzw. anzuordnen ist.