[0001] Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit einem Laugenbehälter zur Aufnahme von
Waschflüssigkeit, einer drehbar in dem Laugenbehälter gelagerten Trommel zur Aufnahme
von Wäsche, einem Einspülkasten zur Aufnahme von Waschzusatz und einer Leitung, welche
den Einspülkasten mit einem oberen Bereich des Laugenbehälters, bezogen auf die betriebsgemäße
Aufstellposition der Waschmaschine, verbindet. Der Einspülkasten dient zur Aufnahme
eines Waschzusatzes wie beispielsweise einem Wasch-, Pflege- und/oder Reinigungsmittel,
das während eines Waschprogramms in den Laugenbehälter eingespült werden soll, in
dem zu waschende Wäsche zu waschen und/oder zu pflegen ist oder der zu reinigen ist.
[0002] Um den Waschzusatz in den Laugenbehälter einzuspülen, wird Flüssigkeit insbesondere
Wasser aus einem Versorgungsnetz in den Einspülkasten geleitet und zusammen mit dem
Waschzusatz in den Laugenbehälter geleitet. Die Wasch-, Pflege- und/oder Reinigungsmittel
können unterschiedlicher Art beispielsweise fest oder flüssig oder mehr oder minder
wasserlöslich sein. Daher werden die verschiedenen Waschzusätze aus dem Einspülkasten
unterschiedlich schnell und mit unterschiedlich viel Wasser ausgespült. Nach dem Waschprogramm
können Flüssigkeits- und/oder Waschzusatzreste in dem Einspülkasten verbleiben. Dadurch
können sich nach einem längeren Gebrauch einer Waschmaschine im Einspülkasten Schimmel
und/oder Keime bilden.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem eine Waschmaschine bereitzustellen, bei
der eine Bildung von Schimmel und/oder Keimen im Einspülkasten verhindert oder zumindest
reduziert ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Waschmaschine mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass der Wasserzulaufstrang
der Waschmaschine und insbesondere der Einspülkasten belüftet werden kann. Durch die
Belüftung kann eine Bildung von Schimmel und/oder Keimen im Wasserzulaufstrang und
insbesondere im Einspülkasten vermieden oder zumindest reduziert werden.
[0006] Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine mit einem Laugenbehälter zur Aufnahme von
Waschflüssigkeit, einer drehbar in dem Laugenbehälter gelagerten Trommel zur Aufnahme
von Wäsche, einem Einspülkasten zur Aufnahme von Waschzusatz, einer Leitung, welche
den Einspülkasten mit einem oberen Bereich des Laugenbehälters, bezogen auf die betriebsgemäße
Aufstellposition der Waschmaschine, verbindet und Siphon-frei ausgebildet ist, und
einem Zuluftkanal, welcher mit dem Laugenbehälter und/oder der Trommel verbunden ist.
[0007] Die Waschmaschine weist ferner eines Steuervorrichtung aus, welche ausgebildet ist,
ein Strömen von Luft in der Waschmaschine derart zu steuern, dass die Luft durch den
Zuluftkanal, die Trommel und/oder den Laugenbehälter, durch die Leitung und durch
den Einspülkasten und durch eine in dem Einspülkasten vorhandene Einspülkasten-Öffnung
in dieser oder umgekehrter Reihenfolge geleitet wird. Dadurch wird der vorstehend
beschriebene Waschmaschinenstrang belüftet. Durch die Belüftung des Strangs kann eine
Bildung von Schimmel und/oder Keimen in dem Wasserzulaufstrang und insbesondere im
Einspülkasten verhindert oder zumindest reduziert werden. Positions- und Richtungsangaben
beziehen sich auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine.
[0008] Bei der Leitung, welche den Einspülkasten mit einem oberen Bereich des Laugenbehälters,
bezogen auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine, verbindet, handelt
es sich vorzugsweise um einen Schlauch. Die Leitung ist Siphon-frei ausgebildet, um
ein Strömen der Luft in der Leitung ohne Schwierigkeiten und/oder Spritzen von Wasser
zu ermöglichen.
[0009] In einer ersten Ausführungsvariante ist die Steuereinrichtung vorzugsweise ausgebildet,
ein Gebläse der Waschmaschine zu aktivieren, so dass die Luft durch den Zuluftkanal,
durch die Trommel und/oder den Laugenbehälter, durch die Leitung und durch den Einspülkasten
und durch eine in dem Einspülkasten vorhandene Einspülkasten-Öffnung geleitet wird.
In einer zweiten Ausführungsvariante ist die Steuervorrichtung vorzugsweise ausgebildet,
eine Drehzahl der Trommel zu steuern, so dass die Luft durch den Zuluftkanal, durch
die Trommel und/oder den Laugenbehälter, durch die Leitung und durch den Einspülkasten
und durch eine in dem Einspülkasten vorhandene Einspülkasten-Öffnung geleitet wird,
wobei mittels Ausbildung der Waschmaschine mit einer Laugenbehälter-Öffnung im Laugenbehälter
eine Gebläsewirkung erzielt wird.
[0010] Die Steuervorrichtung ist vorzugsweise ausgebildet, ein Strömen von Luft in der Waschmaschine
derart zu steuern, dass die Luft durch den Zuluftkanal, dann durch die Trommel und/oder
den Laugenbehälter, dann durch die Leitung und dann durch den Einspülkasten und durch
eine in dem Einspülkasten vorhandene Einspülkasten-Öffnung aus der Waschmaschine heraus
geleitet wird.
[0011] Der Zuluftkanal kann beispielsweise auch durch einen Spalt zwischen der Tür und dem
Gehäuse der Waschmaschine gebildet werden. Mit anderen Worten gelangt dann also die
Luft durch einen Spalt zwischen Tür und Gehäuse, insbesondere dann wenn die Tür nicht
geschlossen ist.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist in der ersten Ausführungsvariante an und/oder
in dem Zuluftkanal ein Gebläse angeordnet, welches ausgebildet ist, bei Aktivierung
Luft aus dem Inneren der Waschmaschine und/oder von außerhalb der Waschmaschine in
den Zuluftkanal zu blasen. Durch den Aufbau der Waschmaschine kann der vorstehend
beschriebene Waschmaschinenstrang belüftet werden. Vorzugsweise wird die Luft in die
Trommel geleitet. Vorzugsweise ist das Gebläse angeordnet und/oder ausgebildet, Luft
aus dem Inneren der Waschmaschine in den Zuluftkanal zu blasen. Das Gebläse kann aber
auch angeordnet und/oder ausgebildet sein, Luft von außerhalb der Waschmaschine in
den Zuluftkanal zu blasen. Aus dem Zuluftkanal kann die Luft dann in die Trommel strömen.
[0013] Der Zuluftkanal ist in der ersten Ausführungsvariante vorzugweise an einem und/oder
durch einen Türdichtring angeordnet. Der Türdichtring ist derart angeordnet und ausgebildet,
dass eine Tür der Waschmaschine eine Beladungsöffnung zum Beladen der Trommel mit
Wäsche gas- und flüssigkeitsdicht verschließen kann. Beispielsweise weist der Türdichtring
ein Loch oder eine Aussparung auf, durch das oder die der Zuluftkanal zumindest teilweise
geführt ist und/oder an dem oder der der Zuluftkanal endet.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuervorrichtung in der ersten Ausführungsvariante
ausgebildet, das Gebläse am und/oder nach Ende eines Waschprogramms zu aktivieren.
Die Steuervorrichtung der Waschmaschine oder ggf. eine weitere Steuervorrichtung der
Waschmaschine ist vorzugsweise in der ersten Ausführungsvariante ausgebildet, ein
Waschprogramm automatisch zu steuern, das von einem Nutzer der Waschmaschine einstellbar
ist. Üblicherweise weist ein Waschprogramm eine Waschphase, eine Spülphase und eine
Schleuderphase auf.
[0015] Die Steuervorrichtung oder die weitere Steuervorrichtung ist in der ersten Ausführungsvariante
vorzugsweise ausgebildet, das Strömen der Luft in der Waschmaschine derart zu steuern,
dass die Luft durch den Zuluftkanal, die Trommel und/oder den Laugenbehälter, durch
die Leitung und durch den Einspülkasten und durch eine in dem Einspülkasten vorhandene
Einspülkasten-Öffnung die Waschmaschine in dieser oder umgekehrter Reihenfolge geleitet
wird, wenn die Trommel während oder nach der Schleuderphase mit einer relativ geringen
Drehzahl der Trommel beispielsweise im Bereich von 700 bis 1000 U/min. gedreht wird.
Das Drehen der Trommel im vorstehend beschriebenen Drehzahlbereich am Ende oder nach
der Schleuderphase wird auch als Knitterschutz-Schritt in einem Waschprogramm bezeichnet.
[0016] Alternativ oder zusätzlich kann die Steuervorrichtung oder die weitere Steuervorrichtung
vorzugsweise ausgebildet sein, das Strömen der Luft in der Waschmaschine derart zu
steuern, dass die Luft durch den Zuluftkanal, die Trommel und/oder den Laugenbehälter,
durch die Leitung und durch den Einspülkasten und durch eine in dem Einspülkasten
vorhandene Einspülkasten-Öffnung die Waschmaschine in dieser oder umgekehrter Reihenfolge
geleitet wird, während ein Hygieneprogramm d.h. ein Waschprogramm durchgeführt wird,
bei dem Wasch- und/oder Spülphasen bei erhöhter Temperatur beispielsweise mindestens
50°C, vorzugsweise im Bereich von 55 bis 65°C ausgeführt werden, wobei die Steuervorrichtung
vorzugsweise das Gebläse während der Schleuderphase des Hygieneprogramms zumindest
teilweise aktiviert, um das Strömen der Luft in der vorstehend beschriebenen Weise
zu bewirken.
[0017] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist der Laugenbehälter in der zweiten
Ausführungsvariante eine Laugenbehälter-Öffnung auf, über die er mit dem Zuluftkanal
verbunden ist. Die zweite Ausführungsform ist kostengünstig, weil neben üblichen Bauteilen
der Waschmaschine lediglich der Zuluftkanal zusätzlich notwendig ist. Die Trommelbewegung
während der Schleuderphase eines Waschprogramms wird vorzugsweise zur Erzielung einer
Gebläsewirkung benutzt.
[0018] Die Laugenbehälter-Öffnung ist in der zweiten Ausführungsvariante bevorzugt in einem
Bereich des Laugenbehälters oberhalb einer Drehachse der Trommel angeordnet, bezogen
auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine, und der Zuluftkanal endet
vorzugsweise oberhalb des Niveaus eines Notüberlaufs. Dadurch kann ein Austreten von
Waschflüssigkeit und/oder Schaum aus dem Laugenbehälter vermieden werden.
[0019] Vorzugsweise ist die Laugenbehälter-Öffnung in der zweiten Ausführungsvariante in
einer Rückseite des Laugenbehälters angeordnet, bezogen auf die betriebsgemäße Aufstellposition
der Waschmaschine, und die Trommel über eine Frontseite der Waschmaschine beladbar,
bezogen auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine.
[0020] Die Steuervorrichtung der Waschmaschine oder ggf. eine weitere Steuervorrichtung
der Waschmaschine ist vorzugsweise in der zweiten Ausführungsvariante ausgebildet,
ein Waschprogramm automatisch zu steuern, das von einem Nutzer der Waschmaschine einstellbar
ist. Üblicherweise weist ein Waschprogramm eine Waschphase, eine Spülphase und eine
Schleuderphase auf. Die oder die weitere Steuervorrichtung ist in der zweiten Ausführungsvariante
vorzugsweise ausgebildet, das Strömen der Luft in der Waschmaschine derart zu steuern,
dass die Luft durch den Zuluftkanal, die Trommel und/oder den Laugenbehälter, durch
die Leitung und durch den Einspülkasten und durch eine in dem Einspülkasten vorhandene
Einspülkasten-Öffnung in dieser oder umgekehrter Reihenfolge geleitet wird, wenn die
Trommel während die Schleuderphase mit einer relativ hohen Drehzahl beispielsweise
im Bereich von 1200 bis 1800 U/Min, bevorzugter 1400 bis 1600 U/Min. gedreht wird.
Vorzugsweise wird ein Endabschnitt der Schleuderphase mit der relativ hohen Drehzahl
der Trommel durchgeführt.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann die Steuervorrichtung oder die weitere Steuervorrichtung
vorzugsweise ausgebildet sein, das Strömen der Luft in der Waschmaschine derart zu
steuern, dass die Luft durch den Zuluftkanal, die Trommel und/oder den Laugenbehälter,
durch die Leitung und durch den Einspülkasten und durch eine in dem Einspülkasten
vorhandene Einspülkasten-Öffnung die Waschmaschine in dieser oder umgekehrter Reihenfolge
geleitet wird, während ein Hygieneprogramm d.h. ein Waschprogramm durchgeführt wird,
bei dem Wasch- und/oder Spülphasen bei erhöhter Temperatur beispielsweise mindestens
50°C, vorzugsweise im Bereich von 55 bis 65°C durchgeführt werden, wobei vorzugsweise
die Schleuderphase des Hygieneprogramms mit der relativ hohen Drehzahl der Trommel
durchgeführt wird. Insbesondere bei einer hohen Drehzahl der Trommel wird durch den
Aufbau der Waschmaschine eine Gebläsewirkung erzielt, die dazu führt, dass Luft durch
den Zuluftkanal, die Trommel und/oder den Laugenbehälter, durch die Leitung und durch
den Einspülkasten und durch eine in dem Einspülkasten vorhandene Einspülkasten-Öffnung
strömt. Dadurch wird dieser Waschmaschinenstrang insbesondere der Einspülkasten belüftet.
[0022] Vorzugsweise weist der Einspülkasten eine Griffplatte mit mindestens einer Einspülkasten-Öffnung
auf, welche ausgebildet ist, Luft aus dem Inneren der Waschmaschine aus der Waschmaschine
hinaus oder hinein strömen zu lassen. Der Einspülkasten ist vorzugsweise im Frontbereich
der Waschmaschine angeordnet. Die Luft kann dadurch die Waschmaschine im Falle eines
Frontladers in ihrem Frontbereich verlassen oder hineintreten, bezogen auf die betriebsgemäße
Aufstellposition der Waschmaschine, was vorteilhaft ist, weil der Frontbereich der
Waschmaschine üblicherweise nicht bedeckt oder anderweitig zugestellt ist. Vorzugsweise
ist der Einspülkasten mit einem Einschubfach ausgebildet, in das ein einschiebbarer
Einschub eingeführt wird.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Luft unbeheizt. D.h., die Luft, die
durch den vorstehend beschriebenen Strang strömt, ist unbeheizt. Dies ist kostengünstig.
[0024] Vorzugsweise weist die Waschmaschine eine automatische Dosiereinrichtung auf, die
mit dem Einspülkasten derart verbunden ist, dass Waschmittel aus der automatischen
Dosiereinrichtung über den Einspülkasten und dann über die Leitung in den Laugenbehälter
zuführbar ist. Bei einer Waschmaschine mit einem automatischen Dosiersystem wird der
Einspülkasten und insbesondere der Einschub des Einspülkastens in der Regel nicht
geöffnet, daher ist die Belüftung des vorstehend beschriebenen Strangs in diesem Falle
besonders vorteilhaft.
[0025] Die Waschmaschine kann weiterhin eine Umfluteinrichtung aufweisen, welche ausgebildet
ist, Waschflüssigkeit aus einem ersten vorzugsweise unteren Bereich des Laugenbehälters
in einen zweiten vorzugsweise oberen Bereich des Laugenbehälters zu fördern.
[0026] Bei der Waschmaschine kann es sich um einen Waschautomaten, welcher ausgebildet ist,
Wasch-, Spül- und Schleuderphasen automatisch in Abhängigkeit eines eingestellten
Waschprogramms durchzuführen, oder ein Kombigerät wie einen Waschtrockner handeln.
Vorzugsweise handelt es sich bei der Waschmaschine um einen Waschautomaten, welcher
ausschließlich zum Waschen von Wäsche ausgebildet ist. Die Waschmaschine kann ein
Haushaltsgerät oder gewerblich genutztes Gerät sein. Vorzugsweise ist die Waschmaschine
als Frontlader ausgebildet.
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch und nicht
maßstabsgerecht dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Waschmaschine gemäß einer ersten Ausführungsvariante;
- Fig. 2
- eine weitere schematische Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Waschmaschine; und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Waschmaschine gemäß einer zweiten Ausführungsvariante.
[0028] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Waschmaschine gemäß einer ersten
Ausführungsvariante. Die Waschmaschine 1 weist einen Laugenbehälter 2 zur Aufnahme
von Waschflüssigkeit 11 und eine in diesem drehbar gelagerte, an eine Antriebsvorrichtung
(nicht gezeigt) gekoppelte Trommel 3 zur Aufnahme von Wäsche (nicht gezeigt) auf.
Unterhalb des Laugenbehälters 2 ist eine Ablaufeinrichtung 10 mit einer Laugenpumpe
10a angeschlossen. An den Laugenbehälter 2 ist weiterhin ein Einspülkasten 4 über
eine Leitung 5 angeschlossen. Die Leitung 5 ist Siphon-frei ausgebildet. Weiterhin
ist an den Laugenbehälter 2 ein Zulaufkanal 6 angeschlossen, der an ein Gebläse 7
angeschlossen ist. Die Waschmaschine 1 weist weiterhin eine Steuervorrichtung 12 auf,
die ausgebildet ist, das Gebläse 7 zu aktivieren und zu deaktivieren und ein Waschprogramm
zu steuern.
[0029] Fig. 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Waschmaschine.
Die in Fig. 2 gezeigte Waschmaschine 1 entspricht der in Fig. 1 gezeigten Waschmaschine
1, wobei der Übersichtlichkeit halber die Ablaufeinrichtung 10 mit der Laugenpumpe
10a und die Steuervorrichtung 12 in Fig. 2 nicht dargestellt sind. In der in Fig.
2 gezeigten Darstellung der Waschmaschine 1 sind ein Türdichtring 14 und eine Tür
15 der Waschmaschine 1 sichtbar, welche ein Frontlader ist. Die Tür 15 verschließt
in der gezeigten geschlossenen Stellung eine Beladungsöffnung (nicht gezeigt) zum
Beladen der Trommel 3 mit Wäsche (nicht gezeigt). Der Türdichtring 14 ist derart angeordnet
und ausgebildet, dass die Tür 15 die Beladungsöffnung gas- und flüssigkeitsdicht verschließt.
Der Türdichtring 14 weist eine Türdichtring-Öffnung (nicht gezeigt) auf, an die der
Zuluftkanal 6 angeschlossen ist. Das Gebläse 7 ist ausgebildet, so dass bei Aktivierung
des Gebläses 7 Luft in den Zuluftkanal 6 durch die Türdichtring-Öffnung (nicht gezeigt)
in den Laugenbehälter 2 und/oder die Trommel 3 und dann durch den Einspülkasten 4
und die Einspülkasten-Öffnung 9 geleitet wird. Der Einspülkasten 4 weist einen Einschub
16 auf, in den ein Waschzusatz (nicht gezeigt) einfüllbar ist. Bei Betrieb der Waschmaschine
1 ist der Einschub 16 in ein Einschubfach (nicht gezeigt) eingeführt.
[0030] Bei Betrieb der Waschmaschine 1 steuert die Steuervorrichtung 12 ein von einem Nutzer
an der Waschmaschine 1 eingestelltes Waschprogramm, welches eine Waschphase, eine
Spülphase und eine Schleuderphase aufweist. In einem Endabschnitt der Schleuderphase
aktiviert die Steuervorrichtung 12 das Gebläse 7, wodurch Luft durch den Zuluftkanal
6, dann die Trommel 3 und/oder den Laugenbehälter 2, dann durch die Leitung 5 und
durch den Einspülkasten 4 entlang des Einschubs 16 und durch eine in dem Einspülkasten
4 vorhandene Einspülkasten-Öffnung 9 in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung
geleitet wird bzw. strömt.
[0031] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Waschmaschine gemäß einer zweiten
Ausführungsvariante. Die Waschmaschine 1 weist einen Laugenbehälter 2 zur Aufnahme
von Waschflüssigkeit (nicht gezeigt) und eine in diesem drehbar gelagerte, an eine
Antriebsvorrichtung (nicht gezeigt) gekoppelte Trommel 3 zur Aufnahme von Wäsche (nicht
gezeigt) auf. An den Laugenbehälter 2 ist weiterhin ein Einspülkasten 4 über eine
Leitung 5 angeschlossen. Die Leitung 5 ist Siphon-frei ausgebildet. Weiterhin ist
an den Laugenbehälter 2 ein Zulaufkanal 6 angeschlossen. Der Zuluftkanal 6 mündet
an einer Laugenbehälter-Öffnung 8 in den Laugenbehälter 2.
[0032] Die Waschmaschine 1 weist weiterhin eine Steuervorrichtung (nicht gezeigt) auf, die
ausgebildet ist, ein Waschprogramm und insbesondere eine Drehzahl der Trommel 3 während
eines Waschprogramms zu steuern. Die Waschmaschine 1 weist weiterhin einen Türdichtring
14 und eine Tür 15 auf. Die Tür 15 verschließt in der gezeigten geschlossenen Stellung
eine Beladungsöffnung (nicht gezeigt) zum Beladen der Trommel 3 mit Wäsche. Der Türdichtring
14 ist derart angeordnet, dass die Tür 15 die Beladungsöffnung gas- und flüssigkeitsdicht
verschließt. Die Waschmaschine 1 ist ein Frontlader. Der Einspülkasten 4 weist einen
Einschub 16 auf, in den ein Waschzusatz (nicht gezeigt) einfüllbar ist. Bei Betrieb
der Waschmaschine 1 ist der Einschub 16 in ein Einschubfach (nicht gezeigt) eingeführt.
[0033] Bei Betrieb der Waschmaschine 1 steuert die Steuervorrichtung (nicht gezeigt) ein
von einem Nutzer an der Waschmaschine 1 eingestelltes Waschprogramm, welches eine
Waschphase, eine Spülphase und eine Schleuderphase aufweist. In einem Endabschnitt
der Schleuderphase wird die Trommel 3 mit einer Drehzahl gedreht, so dass eine Gebläsewirkung
erzeugt wird, die dazu führt, dass Luft durch den Zuluftkanal 6, dann die Trommel
3 und/oder den Laugenbehälter 2, dann durch die Leitung 5 und durch den Einspülkasten
4 entlang des Einschubs 16 und durch eine in dem Einspülkasten 4 vorhandene Einspülkasten-Öffnung
9 in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung geleitet wird bzw. strömt.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Waschmaschine
- 2
- Laugenbehälter
- 3
- Trommel
- 4
- Einspülkasten
- 5
- Leitung
- 6
- Zuluftkanal
- 7
- Gebläse
- 8
- Laugenbehälter-Öffnung
- 9
- Einspülkasten-Öffnung
- 10
- Ablaufeinrichtung
- 10a
- Laugenpumpe
- 11
- Waschflüssigkeit
- 12
- Steuervorrichtung
- 14
- Türdichtring
- 15
- Tür
- 16
- Einschub
1. Waschmaschine (1) mit einem Laugenbehälter (2) zur Aufnahme von Waschflüssigkeit (11),
einer drehbar in dem Laugenbehälter (2) gelagerten Trommel (3) zur Aufnahme von Wäsche,
einem Einspülkasten (4) zur Aufnahme von Waschzusatz, einer Leitung (5), welche den
Einspülkasten (4) mit einem oberen Bereich des Laugenbehälters (2), bezogen auf die
betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine (1), verbindet und Siphon-frei ausgebildet
ist, einem Zuluftkanal (6), welcher mit dem Laugenbehälter (2) und/oder der Trommel
(3) verbunden ist, und einer Steuervorrichtung, welche ausgebildet ist, ein Strömen
von Luft in der Waschmaschine (1) derart zu steuern, dass die Luft durch den Zuluftkanal
(6), die Trommel (3) und/oder den Laugenbehälter (2), durch die Leitung (5) und durch
den Einspülkasten (4) und durch eine in dem Einspülkasten (4) vorhandene Einspülkasten-Öffnung
(9) die Waschmaschine (1) in dieser oder umgekehrter Reihenfolge geleitet wird.
2. Waschmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an und/oder in dem Zuluftkanal (6) ein Gebläse (7) angeordnet ist, welches ausgebildet
ist, bei Aktivierung Luft aus dem Inneren der Waschmaschine (1) und/oder von außerhalb
der Waschmaschine (1) in den Zuluftkanal (6) zu blasen.
3. Waschmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft in die Trommel (3) geleitet wird.
4. Waschmaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung ausgebildet ist, das Gebläse (7) am und/oder nach Ende eines
Waschprogramms zu aktivieren.
5. Waschmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Laugenbehälter (2) eine Laugenbehälter-Öffnung (8) aufweist, über die er mit
dem Zuluftkanal (6) verbunden ist.
6. Waschmaschine (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Laugenbehälter-Öffnung (8) in einem Bereich des Laugenbehälters (2) oberhalb
einer Drehachse der Trommel (3) angeordnet ist, bezogen auf die betriebsgemäße Aufstellposition
der Waschmaschine (1), und der Zuluftkanal (6) oberhalb des Niveaus eines Notüberlaufs
endet.
7. Waschmaschine (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Laugenbehälter-Öffnung (8) in einer Rückseite des Laugenbehälters (2) angeordnet
ist, bezogen auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine (1), und die
Trommel (3) über eine Frontseite der Waschmaschine (1) beladbar ist, bezogen auf die
betriebsgemäße Aufstellposition der Waschmaschine (1).
8. Waschmaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einspülkasten (4) eine Griffplatte mit mindestens einer Einspülkasten-Öffnung
(9) aufweist, welche ausgebildet ist, Luft aus dem Inneren der Waschmaschine (1) aus
der Waschmaschine (1) hinaus oder hinein strömen zu lassen.
9. Waschmaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft unbeheizt ist.
10. Waschmaschine (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine automatische Dosiereinrichtung, die mit dem Einspülkasten (4) derart verbunden
ist, dass Waschmittel aus der automatischen Dosiereinrichtung über den Einspülkasten
(5) und dann über die Leitung (5) in den Laugenbehälter (2) zuführbar ist.