[0001] Die Erfindung betrifft einen Bügeltisch mit einer auf einem Traggestell angeordneten
Bügelplatte, die zwei Längsseiten, eine hintere Schmalseite und eine vordere Seite
aufweist, und mit einer an der hinteren Schmalseite der Bügelplatte angeordneten,
über einen Ablagenhalter an dem Bügeltisch befestigten Geräteablage zum Abstellen
eines Bügeleisens, wobei der Bügeltisch ein Drehlager aufweist, über das die Geräteablage
relativ zur Bügelplatte verdrehbar ist,.
[0002] Ein derartiger Bügeltisch ist aus der
US 6 286 237 B1 bekannt. Bei diesem Bügeltisch ist die Geräteablage drehbar am hinteren Ende der
Bügelplatte gelagert. Ferner ist bei diesem Bügeltisch die Bügelplatte um einen geringen
Winkel von maximal 5° drehbar am Gestell gelagert, um den Bügeltisch sowohl für Rechtshänder
als auch für Linkshänder ergonomisch bedienbar zu machen. Im vorderen Bereich weist
der Bügeltisch eine Ansatzmöglichkeit für ein Erweiterungsteil auf, so dass die Bügelplatte
zum Auflegen von Hemden nach vorn und hinten mit Vorsprüngen versehen werden kann,
in die die Ärmelbereiche der Hemden eingeschoben werden können.
[0003] Das Handling des Zusatzteiles um die Hemden aufzufädeln erfordert nicht nur ein gesondertes
Bauteil sondern ist auch vergleichsweise schwierig zu bedienen. Da der hintere Bereich
des Bügeltisches zwar eine drehbare Geräteablage aufweist, die aber nur um 90° nach
vorne oder 90° nach hinten vertretbar ist, eignet er sich nicht dazu, dass die Hemden
oder sonstige Kleidungsstücke von hinten auf die Bügelplatte aufgefädelt werden können.
Ein ähnlicher Bügeltisch mit drehbare Geräteablage ist aus der
DE 298 21 303 U1 bekannt.
[0004] Aus der
US 2010/0257762 A1 ist ein Bügeltisch bekannt, der an einem Klappgestell drehbar gelagert ist, dass
in einem Wandschrank angeordnet ist. Zum aufstellen dieses Bügeltisches wird zunächst
ein Träger aus dem Schrank herausgeklappt bis er horizontal angeordnet ist. Anschließend
wird die drehbar auf dem trägergelagerte Bügelplatte um 90° verdreht, so dass sie
parallel zur Wand angeordnet ist, an der der Schrank steht. Dieser Bügeltisch kann
zwar beidseitig mit Kleidungsstücken bestückt werden, hat aber den Nachteil, dass
er keine Geräteablage aufweist und nicht frei im Raum aufgestellt werden kann. Gleiches
gilt für den aus der
DE 628 238 A bekannten Küchentisch, der unter der Tischplatte eine ausziehbare Bügeltisch Platte
aufweist.
[0005] Aus der
DE 10 2004 021 314 A1 ist ein weiterer Bügeltisch bekannt. Der dort beschriebene Bügeltisch weist ein hier
höhenvorstellbar ausgebildetes Standgestell auf, auf dem die Bügelplatte befestigt
ist. Wie bei den meisten üblichen Bügeltischen ist die hintere Schmalseite nur geringfügig
gekrümmt und der Bügeltisch weist seitlich neben dieser hinteren Schmalseite die Geräteablage
auf, auf die der Benutzer das Bügeleisen abstellen kann. Die Geräteablage kann auch
zusätzliche Funktionen aufweisen. Die vordere Seite des Bügeltisches ist üblicherweise
V- oder U-förmig ausgebildet, so dass die beiden Längsseiten im vorderen Bereich konvergierend
aufeinander zulaufen. Der Benutzer steht in der Regel beim Bügeln vor einer der beiden
Längsseiten, wobei Wäschestücke auf den vorderen Bereich aufgezogen werden können.
[0006] Der Nachteil dieser Bügeltische besteht darin, dass der vordere Bereich nicht breit
genug ist, um größere Flächen auflegen zu können, was zum Beispiel beim Bügeln von
Hemden dazu führt, dass das Hemd vergleichsweise häufig neu aufgelegt oder verschoben
werden muss. Der breitere, hintere Bereich, der von der hinteren Schmalseite abgeschlossen
wird, kann dagegen nicht zum Aufziehen von Wäschestücken benutzt werden, da der Abstand
zwischen der Geräteablage und der hinteren Schmalseite zu gering ist und üblicherweise
auch der Ablagenhalter so nah an der Bügelplatte angeordnet ist, dass zwischen ihm
und der Bügelplatte nicht ausreichend Raum vorhanden ist, um ein Wäschestück einzufädeln.
[0007] In der
DE 10 2016 107 066 A1 ist ein Bügeltisch beschrieben, der zur Lösung des oben genannten Problems einen
Ablagenhalter aufweist, der einen ausreichenden Abstand zwischen den oberen Elementen
des Ablagehalters und der Unterseite des der Bügelplatte einerseits sowie auch zwischen
der Geräteablage und der hinteren Schmalseite belässt.
[0008] Diese Lösung erlaubt es zwar, auch hinten Wäschestücke auf die Bügelplatte aufzuziehen,
hat jedoch den Nachteil, dass sich hierdurch die Geräteablage weiter von der Bügelplatte
entfernt, so dass das Bügeleisen gerade für kleinere Personen schwerer zu erreichen
ist. Darüber hinaus erhöhen sich durch den Abstand zwischen dem Gerätehalter und der
Bügelplatte und auch durch den Abstand zwischen dem Ablagenhalter und der Unterseite
der Bügelplatte die Abmessungen des zusammengelegten Bügeltisches, der somit eine
größere Lagerfläche benötigt.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, mit möglichst leicht umsetzbaren Mitteln einen
Bügeltisch zu schaffen, bei dem auf beiden Seiten der Bügelplatte Wäschestücke zum
Bügeln einfacher aufgezogen werden können.
[0010] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch einen Bügeltisch nach Anspruch 1 gelöst.
[0011] Der Bügeltisch weist bei einer Ausgestaltung, wie die meisten Bügeltische, zwei einander
gegenüberliegende Längsseiten und eine vordere und eine hintere Schmalseite auf, wobei
die vordere Schmalseite angespitzt ist, während die hintere Schmalseite gerundet oder
gerade ist. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Bügeltisches wird es nun
möglich, die hintere Schmalseite durch die Drehbewegung der Bügelfläche freizulegen.
Hierzu kann der Benutzer die Bügelplatte relativ zum Traggestell und zum Ablagenhalter
drehen. Der Ablagenhalter ist bevorzugt so am Bügeltisch, insbesondere am Traggestell
gelagert oder befestigt, dass relativ Traggestell nicht oder nur um kleine Winkel
oder Strecken bewegbar ist, so dass insgesamt die relative Lage zum Traggestell annähernd
gleich bleibt und sich der Ablagenhalter nur innerhalb eines Bereiches, der hinter
der hinteren Schmalseite, auch vor vorderen Längsseite oder der hinteren Längsseite,
liegt. Bei einer anderen Ausgestaltung kann der Ablagenhalter, der üblicherweise aber
nicht notwendigerweise bei allen Ausgestaltungen zur Ablage des Bügeleisens oder zum
Aufstellen einer Dampfbügelstation genutzt wird, auf drehbar sein, in diesem Fall
ist dann bevorzugt das Drehlager in dem oben genannten Bereich angeordnet und relativ
zum Bügeltisch in der Lage fixiert.
[0012] Durch mögliche Drehbewegung der Bügelplatte kann nun auch trotz des fest an seiner
Position angeordneten Ablagenhalters die hintere Schmalseite genutzt werden, um Wäschestücke
hierauf von der Seite aus aufzuziehen. Dies ist insbesondere zum Bügeln von Hemden,
aber auch von rundum geschlossenen Wäschestücken, wie Polohemden oder Pullovern, oder
großflächigen Wäschestücken hilfreich, da über die im Wesentlichen eckige Form der
Rückseite des Bügeltisches das Wäschestück mit einer großen Fläche glatt aufliegt
und so effektiver gebügelt werden kann als an der zugespitzten vorderen Schmalseite.
[0013] Die Erfindung kann auch in Verbindung mit einem Dampfbügeltisch verwendet werden.
In diesem Fall ist dann mit der Bezeichnung Bügeltisch die Wanne des Dampfbügeltisches
oder auch nur die obere Abdeckung dieser Wanne gemeint. Der Ablagenhalter ist dann
entweder die Auflagefläche für die Dampfbügelstation oder die Dampfbügelstation selbst,
auf der dann das Bügeleisen aufliegt. Bei allen Varianten ist bevorzugt das Traggestell
so ausgebildet, dass es auf den Boden eines Raums aufstellbar ist und die Bügelplatte
in Arbeitshöhe hält. Dies kann zum Beispiel über die bekannten Scherengestelle erfolgen,
die zwei im ausgeklappten zustand im Wesentlichen X-förmig angeordnete und scherenartig
zusammenlegbare Beinbereich aufweisen.
[0014] Wird nur die obere Abdeckung der Wanne verdreht muss natürlich durch die Formgebung
der Wanne dafür Sorge getragen werden, dass in allen möglichen Positionen in den beiden
gewünschten Betriebspositionen die Wanne des Dampfbügeltisches vollständig von der
Abdeckung abgedeckt ist. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass der vordere,
konvergierende Bereich der Abdeckung über die Wanne hinausragt und die Wanne selbst
eine eher ovale Form aufweist. Soll dagegen, wie bei handelsüblichen Dampfbügeltischen,
die gesamte Bügelfläche mit Absaugöffnungen versehen sein, wird es bevorzugt sein,
die ganze Wanne zu drehen oder einen schwenkbaren Ablagenhalter vorzusehen.
[0015] Grundsätzlich können bei Bedarf auch beide Lösungen kombiniert werden, so dass sowohl
die Bügelplatte drehbar gelagert ist als auch die Geräteablage verschwenkt werden
kann. Dies erlaubt maximale Flexibilität, insbesondere erlaubt es auch, dass beide
Seiten der Bügelplatte freigelegt werden können, wenn nämlich die Geräteablage zum
Beispiel nur um 90° verschwenkt wird. Damit die beiden Drehbewegungen keine Kollision
auslösen, kann die Ebene, in der sich die Geräteablage beim Verschwenken bewegt, unterhalb
der Ebene angeordnet sein, in der die Bügelplatte verdreht wird.
[0016] Eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung weist ein Tragelement auf, das an der Oberseite
des Traggestells befestigt ist. Dieses Tragelement kann beispielsweise eine Platte
oder eine runde Scheibe mit einer planen Oberfläche sein. Auf dieser Oberfläche liegt
dann die Unterseite der Bügelplatte flächig auf. Über das Drehlager sind beide Bauteile
miteinander verbunden. Das Traggestell wiederum kann ein übliches Gestell eines Bügeltisches
sein, das zusammenklappbar ist und beispielsweise wie bei herkömmlichen Bügeltischen
an der Unterseite des plattenartigen Tragelementes befestigt ist bzw. mit seinen gleitenden
Enden verschiebbar gelagert ist.
[0017] Eine weitere mögliche Gestaltung der Erfindung weist ein plattenartiges Tragelement
auf, das aber keine plane Oberfläche besitzt. Hier können zum Beispiel die beiden
Randbereiche, die im Bereich der Längsseiten der Bügelplatte liegen, sich in Drehrichtung
kontinuierlich bis zu einem mittleren Maximum heben und anschlie-ßend wieder senken.
Die Bügelplatte ist dann über eine Zugfeder mit dem Tragelement verbunden, die in
das Drehlager integriert sein kann. Bei dieser Ausgestaltung hebt sich also unter
Spannen der Zugfeder während des Drehens die Bügelplatte um einige Zentimeter. Bei
Erreichen des maximalen Drehwinkels, beispielsweise 180°, ist die Feder dann wieder
entlastet. Dies führt dazu, dass sich der Bügeltisch automatisch in die gewünschten
Extrempositionen einstellt. Natürlich ist eine ähnliche Funktion auch in das Drehlager
integrierbar.
[0018] Die Drehbewegung kann auf 90°, bevorzugt 180° oder auch einen beliebigen anderen
Winkel begrenzt sein. Hierzu können dann zum Beispiel Anschläge vorgesehen sein, gegen
die korrespondierende Anschläge in den Extrempositionen anstoßen. Ferner können Rastmittel
vorgesehen sein, die nach Erreichen des gewünschten Drehwinkels die Position sichern.
Sofern die Bügelplatte gedreht wird, können diese Rastmittel zum Beispiel an der Bügelplatte
und an dem Tragelement vorgesehen sein und gleichzeitig auch die Anschläge bilden.
[0019] Alternativ kann das Drehlager auch eine Drehspindel aufweisen, die während des Drehens
auch eine Höhenverstellung mit sich bringt. So kann der Benutzer durch mehrfaches
Drehen die Höhe der Bügelplatte auf seine gewünschte Höhe einstellen. Ferner kann
er, ohne dass sich eine wesentliche Höhenänderung ergibt, die Bügelplatte über den
gleichen Mechanismus erfindungsgemäß um beispielsweise 180° drehen, um beide Schmalseiten
nutzen zu können.
[0020] Das Drehlager ist bevorzugt in der Mitte der Bügelplatte angeordnet, so dass beispielsweise
die um 180° drehbare Bügelplatte in beiden Positionen um gleiche Längen von dem Drehlager
parallel zur Längsseite hervorsteht. Ferner kann der Bügeltisch auch eine Feder aufweisen,
die infolge der Drehbewegung gespannt wird. Hier sind dann bevorzugt Feststellmittel
vorgesehen, die bevorzugt selbsttätig in der Drehstellung, in der die Feder gespannt
ist, das gedrehte Bauteil festhalten und über Lösemittel lösbar sind. Nach Lösen der
Lösemittel wird das Drehlager dann wieder freigegeben und die Bügelplatte stellt sich
selbsttätig in die Ausgangsposition zurück. Gleichzeitig drängt die Feder die Bügelplatte
in eine definierte Position, so dass ein drehendes Ausweichen der Bügelplatte beim
Bügeln in Querrichtung unterdrückt wird.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
[0022] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Bügeltisch,
- Fig. 2
- den in Figur 1 dargestellten Bügeltisch mit gedrehter Bügelplatte,
- Fig. 3
- eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Bügeltischs und
- Fig. 4
- den in Figur 3 dargestellten Bügeltisch mit gedrehter Geräteablage.
[0023] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Bügeltisch dargestellt. Der Bügeltisch weist
eine Bügelplatte 1 auf, die klassisch, d.h. wie bei den meisten herkömmlichen Bügeltischen,
geformt ist. Hierzu weist sie einen im vorderen Bereich sich verjüngenden Abschnitt
auf. Die Bügelplatte 1 weist zwei gegenüberliegende Längsseiten auf, wobei der Benutzer
während des Bügelns üblicherweise vor einer dieser Längsseiten steht. Der hintere
Bereich der Bügelplatte 1 verjüngt sich nicht oder nur unwesentlich, Die hintere Schmalseite
kann geradlinig oder leicht gebogen sein. Neben der hinteren Schmalseite ist eine
Geräteablage 3 vorgesehen. Der ganze Bügeltisch steht auf einem als Standgestell ausgebildeten
Traggestell 2.
[0024] Insoweit unterscheidet sich der Bügeltisch nicht von den herkömmlichen Bügeltischen.
In dieser beispielhaften Ausgestaltung weist er jedoch als Neuerung nun ein plattenartiges
Tragelement 4 auf, das mit dem Traggestell 2 verbunden ist. Hier ist das Traggestell
2 zusammenklappbar, wobei die das Traggestell 2 bildenden Stangen auf einer Seite
der Unterseite des Tragelementes 4 verschiebbar gelagert sind. Das Tragelement 4 ist
wiederum über ein Drehlager 5 mit der Bügelplatte 1 verbunden. Dieses Drehlager 5
erlaubt es, die Bügelplatte 1 in Pfeilrichtung um die Drehachse D zu verdrehen. Natürlich
kann auch eine Drehung in die entgegengesetzte Richtung bzw. beide Richtungen möglich
sein.
[0025] Nachdem die Bügelplatte 1 um 180° gedreht wurde, wird die frühere hintere Seite nun
zur vorderen Seite. Hierdurch ist der breitere Bereich der Hinterseite nun freiliegend
und steht zum Aufziehen von Wäschestücken zur Verfügung. Dieser Zustand ist in Figur
2 dargestellt und hat zusätzlich den Vorteil dass der ehemals hintere Bereich bei
der Nutzung von dem im Bereich der Geräteablage herunterhängenden Kabel entfernt und
leicht zugänglich ist. In Figur 2 ist ferner der nun freigelegte hintere Bereich des
plattenartigen Tragelementes 4 zu erkennen. Dieser Bereich muss nicht über die Bügelplatte
1 im gedrehten Zustand hervorragen, das Tragelement 4 kann auch korrespondierend zur
Form der Bügelplatte 1 geformt sein oder auch kleiner als die Bügelplatte 1 sein,
so dass es in jeder Drehposition der Bügelplatte 1 vollständig unterhalb der Bügelplatte
1 liegt.
[0026] In den Figuren 3 und 4 ist eine andere Ausgestaltung der Erfindung dargestellt. Die
neue Funktion des Bügeltisches soll ja den Benutzer in die Lage versetzen, den hinteren
Bereich der Bügelplatte 1, also die hintere Schmalseite zum Aufziehen von Wäschestücken
bzw. leichteren Auflegen von Wäschestücken freizulegen. Dies kann, wie oben beschrieben,
über die Drehung der Bügelplatte 1 erfolgen. Alternativ kann dies natürlich auch dadurch
geschehen, dass die Geräteablage 3 von der hinteren Schmalseite weg bewegt wird. Figur
3 zeigt eine beispielhafte Ausgestaltung.
[0027] Die Geräteablage 3 ist hier über einen um das Drehlager 5 verschwenkbaren Ablagenhalter
6 an dem Bügeltisch gelagert. Um eine ähnliche Funktion wie bei der zuvor beschriebenen
Ausgestaltung zu realisieren, kann nun der Ablagenhalter 6 um 180° gedreht werden,
so dass sich im Ergebnis die Geräteablage 3 in der gleichen Position relativ zur Bügelplatte
1 befindet, wie bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausgestaltung. Sofern
die Geräteablage eine spezielle Form oder Anbauten aufweist, kann es zweckmäßig sein,
diese um eine vertikale Achse drehbar auf dem Ablagenhalter zu lagern.
[0028] Diese Vorrichtung hat allerdings den Nachteil, dass unterhalb der Bügelplatte 1 die
Beweglichkeit für den schwenkbaren Ablagenhalter 6 hergestellt werden muss. Hierzu
dürfen die Beine des Traggestells 2 nicht im Bewegungsbereich des Ablagenhalters 6
liegen. Den hierzu notwendigen Raum kann beispielsweise eine Bügelplatte 1 schaffen,
die als doppelte Platte ausgebildet ist, wobei der Ablagenhalter 6 und das Drehlager
5 zwischen diesen beiden Teilplatten angeordnet sind. In diesem Fall kann das Traggestell
2 an der unteren Platte befestigt werden, während die obere Platte die eigentliche
Bügelfläche der Bügelplatte 1 bildet.
[0029] Das Traggestell kann alternativ auch auf einer oder beiden Seiten der Bügelplatte
1 an parallel zu den Längsseiten verlaufenden Haltestangen befestigt sein, die wiederum
an den Enden der Bügelplatte 1 befestigt sein können. Damit auch hier die Geräteablage
3 vollständig auf die Seite der Schmalseiten verdreht werden kann, kann der Ablagenhalter
6 entsprechend geformt sein, so dass er in den beiden Betriebspositionen um eine der
beiden Haltestangen herum verläuft.
[0030] Letztlich sind die gezeigten Beispiele nur beispielhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Grundgedankens, den Bügeltisch derart auszubilden, dass sich die Geräteablage 3 von
der hinteren Seite der Bügelplatte 1 wegbewegen lässt. Dies kann auf verschiedene
Formen geschehen, bei einer weniger komfortablen Ausgestaltung könnte sogar auf das
Drehlager verzichtet werden und stattdessen die lose oder lösbare Bügelplatte 1 hochgehoben
und manuell verdreht wieder in Steckverbindungen eingesetzt werden.
[0031] Unterhalb der Bügelplatte 1 kann ferner ein kleineres, verschiebbares Ärmelbügelbrett
7 angeordnet sein. Dieses kann zum Beispiel wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt,
im Bereich der hinteren Schmalseite verschiebbar unter der Bügelplatte 1 gelagert
sein. Um dieses zu benutzen, kann der Benutzer zunächst die Geräteablage 3 von der
Schmalseite weg bewegen und anschließend das Ärmelbügelbrett 7 herausziehen, das in
der herausgezogen Position über eine Rastverbindung gehalten sein kann.
[0032] Auch eine Verdrehung der Geräteablage 3 nur um 90° oder einen anderen Winkel kann
schon den erfindungsgemäßen Nutzen des Freilegens der hinteren Schmalseite mit sich
bringen. In diesem Fall müsste allerdings der Benutzer zum Greifen oder Abstellen
des Bügeleisens über die Bügelplatte 1 herüber greifen.
[0033] Schließlich kann das Drehlager auch so ausgebildet sein, dass sich die Bügelplatte
1 bzw. die Geräteablage 3 während der Drehung nicht nur dreht sondern auch in einer
zu den Längsseiten parallelen Richtung verlagert. Dies kann beispielsweise über eine
exzentrische Lagerung oder eine entsprechende Ausgestaltung des Drehlagers 5 erfolgen.
[0034] Die Erfindung erlaubt es nun, den Spalt zwischen der Geräteablage 3 und der Bügelplatte
1 weiterhin gering zu halten, bei schrittweise weniger als 100 mm oder noch weiter
bevorzugt weniger als 50 mm. Hierdurch ist die Geräteablage 3 auch für kleinere Benutzer
leicht erreichbar und das hierauf abgestellte Bügeleisen leicht greifbar. Im Gegensatz
zu einer herunterklappbaren Geräteablage 3 kann der Benutzer allerdings weiterhin
diese Geräteablage 3 benutzen.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1
- Bügelplatte
- 2
- Traggestell
- 3
- Geräteablage
- 4
- Tragelement
- 5
- Drehlager
- 6
- Ablagenhalter
- 7
- Ärmelbügelbrett
- D
- Drehachse
1. Bügeltisch mit einer auf einem Traggestell (2) angeordneten Bügelplatte (1), die zwei
Längsseiten, eine hintere Schmalseite und eine vordere Seite aufweist, und mit einer
an der hinteren Schmalseite der Bügelplatte (1) angeordneten, über einen Ablagenhalter
(6) an dem Bügeltisch befestigten Geräteablage (3) zum Abstellen eines Bügeleisens,
wobei der Bügeltisch ein Drehlager (5) aufweist, über das die Geräteablage (3) relativ
zur Bügelplatte (1) verdrehbar ist, wobei der Ablagenhalter (6) derart mit dem Bügeltisch
verbunden ist, dass er hinter der hinteren Schmalseite angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Bügeltisch derart ausgebildet ist, dass die Bügelplatte (1) um eine von der Oberfläche
der Bügelplatte (1) gebildeten Bügelfläche rechtwinklige Drehachse (D) drehbar ist,
wobei die Bügelplatte (1) um die Drehachse (D) um einen Winkel von zumindest 90°,
bevorzugt zwischen 150° bis 200° und insbesondere um 180° relativ zur Geräteablage
(3) drehbar an dem Bügeltisch gelagert ist.
2. Bügeltisch nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügeltisch ein Tragelement (4) aufweist, das an dem Traggestell (2) befestigt
ist und das drehbar mit der Bügelplatte (1) über das Drehlager (5) verbunden ist.
3. Bügeltisch nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (4) plattenförmig mit einer planen Oberfläche ausgebildet ist, wobei
die Unterseite der Bügelplatte (1) und die Oberseite des Tragelements (4) flächig
aneinander anliegen und während der Drehbewegung aufeinander abzugleiten vermögen.
4. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager (5) derart exzentrisch ausgebildet ist, dass sich die Bügelplatte (1)
durch die Drehung um eine Distanz parallel zur Längsseite der Bügelplatte (1) zwangsweise
verlagert.
5. Bügeltisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager (5) eine Drehspindel aufweist, über die die Bügelplatte (1) mit dem
Tragelement (4) verbunden ist, wobei durch die Drehung der Bügelplatte (1) die Bügelplatte
(1) in der Höhe verstellbar ist.
6. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablagenhalter (6) am Drehlager (5) drehbar gelagert ist, so dass die Geräteablage
(3) relativ zu den übrigen Teilen des Bügeltisches um das Drehlager (5) schwenkbar
ist.
7. Bügeltisch nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Geräteablage (3) um eine vertikale Achse drehbar am Ablagenhalter (6) gelagert
ist.
8. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager (5) in der Mitte der Bügelplatte (1) angeordnet ist.
9. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feder vorgesehen ist, die einseitig mit der Bügelplatte (1) und mit der anderen
Seite mit einem nicht drehbaren Bereich des Bügeltisches verbunden ist und durch die
Drehbewegung gespannt wird, wobei eine Feststellvorrichtung vorgesehen ist, über die
nach Drehung der Bügelplatte (1) unter Spannung der Feder die Bügelplatte (1) in der
gewünschten Position feststellbar ist.
10. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Anschläge vorgesehen sind, die die Drehbewegung begrenzen.
11. Bügeltisch nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel vorgesehen sind, die bei Anlage an den Anschlägen die Bügelplatte
(1) oder den Ablagenhalter (6) rastend zu halten vermögen und sich nach Überwindung
einer Rastkraft lösen.
12. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Traggestell (2) ein Standgestell ist.
13. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Geräteablage und der hinteren Seite des der Bügelplatte
(1) kleiner als 100 mm, bevorzugt kleiner als 50 mm, ist.
14. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Bügelplatte (1) ein Ärmelbügelbrett (7) derart verschiebbar gelagert
ist, dass es seitlich unter Freilegung seiner Oberfläche herausziehbar ist.
15. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablagenhalter (3) fest mit einem nicht drehbaren Bereich des Bügeltisches, insbesondere
mit dem Traggestell (2) verbunden ist und hinter der hinteren Schmalseite mit einer
flächigen Ablage angeordnet ist, wobei die Ablage eine der Bügelplatte (1) zugewandte
gerade oder gebogene Vorderseite aufweist und zwischen der hinteren Schmalseite des
Bügeltisches und der Vorderseite der Ablage ein Spalt vorgesehen ist, der kleiner
als 10cm ist.