[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen flexiblen, bogenförmigen Raumteiler insbesondere
als Baukastensystem sowie Systeme zur Bildung einer Raumzelle.
[0002] Der Wandel der Arbeit in allen Branchen hat dazu geführt, dass sich in den letzten
Jahren offene Bürokonzepte durchgesetzt haben. Diese sind mit Begriffen wie z. B.
Open Space Office, Business Club, Lean Office, Flexible Office oder Non-territorial
Office verbunden. Die Bürokonzepte sollen einerseits flexibel, variabel nutzbar und
kommunikationsförderlich, andererseits auch Arbeitsflächen für konzentriertes Arbeiten
(Think Tank, Silent Room, Denkerzelle, Nest... Kleinzellen für privates Arbeiten,
für Rückzug oder vertrauliche Gespräche) bieten. Dies ist häufig mit einem "Ortswechsel"
verbunden.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, je nach Bedarf ein
kommunikatives Arbeiten und ein konzentriertes und/oder privates Arbeiten ohne Wechsel
des Ortes zu ermöglichen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen flexiblen, bogenförmigen Raumteiler,
umfassend eine vertikale Säule, mindestens zwei Raumteilersegmente mit jeweils einem
vertikalen Wandelement und einer oberen Traverse, wobei die Raumteilersegmente über
die jeweilige obere Traverse um die Säule auf einem Kreisbogen drehbar gelagert sind
derart, dass die Raumteilersegmente aus einer ersten Position, in der die Wandelemente
radial nebeneinander angeordnet sind, in eine zweite Position, in der die Wandelemente
umlaufend - ggf. mit seitlichem Versatz und/oder ggf. überlappend - hintereinander
angeordnet sind, bringbar sind.
[0005] Weiterhin wird diese Aufgabe gelöst durch ein System zur Bildung einer Raumzelle,
umfassend einen Raumteiler nach einem der Ansprüche 1 bis 17, eine Bodenplatte mit
einer Einrichtung zur Anordnung und ggf. Befestigung der Säule des Raumteilers und
eine Stellwand aus mindestens einem Plattenelement und zwei seitlichen Pfosten, wobei
deren einer seitlicher Pfosten von der Säule des Raumteilers gebildet wird.
[0006] Darüber hinaus wird diese Aufgabe gelöst durch ein System zur Bildung einer Raumzelle,
welches mindestens zwei Raumteiler nach einem der Ansprüche 1 bis 17 sowie eine Bodenplatte
mit mindestens zwei, vorzugsweise außermittigen, Einrichtungen zur Anordnung und ggf.
auch Befestigung der Säulen der mindestens zwei Raumteiler umfasst.
[0007] Bei der Raumzelle kann es sich beispielsweise um eine Besprechungskabine/zelle/box
und insbesondere eine Rundkabine handeln. Die Raumzelle kann eine Raumzelle nach dem
Raum-in-Raum-System sein.
[0008] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist bei dem Raumteiler
mindestens eines der Wandelemente ein Vorhang. Beispielsweise kann es sich um einen
textilen Vorhang, wie z. B. ein textiles Wandregal, handeln.
[0009] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass der Raumteiler oben und unten jeweils
eine Aufhänge- oder Einzugschiene für den Vorhang umfasst, die mit der Traverse direkt
oder indirekt verbunden ist. Beispielsweise kann die Aufhänge- oder Einzugschiene
in einem oberen und in einem unteren Segmentprofil vorgesehen sein und kann der Vorhang
darin eingezogen sein.
[0010] Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass mindestens eines der Wandelemente
eine Platte ist.
[0011] Insbesondere kann die Platte zumindest teilweise aus Glas oder Kunststoff bestehen.
[0012] Vorteilhafterweise ist das mindestens eine Wandelement, vorzugsweise an seiner oberen
Seite, an oder in einem oberen Profil befestigt, das mit der Traverse direkt oder
indirekt verbunden ist.
[0013] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass das mindestens eine Wandelement, vorzugsweise
an seiner unteren Seite, an oder in einem unteren Profil befestigt ist, das über ein
vertikales Profil mit der Traverse direkt oder indirekt verbunden ist. Das vertikale
Profil kann dabei das Wandelement verstärken bzw. versteifen.
[0014] Zweckmäßigerweise sind benachbarte Raumteilersegmente durch einen jeweiligen Mitnehmer
miteinander verbunden.
[0015] Zweckmäßigerweise nimmt die Länge der Traverse vom Raumteilersegment mit dem in der
ersten Position radial innersten Wandelement zu den Raumteilersegmenten mit in der
ersten Position radial weiter außen angeordneten Wandelementen zu.
[0016] Vorteilhafterweise weist das in der ersten Position radial innerste Wandelement einen
Griff auf der radial nach innen gewandten Seite auf.
[0017] Zudem kann vorgesehen sein, dass mindestens eines der Wandelemente mindestens eine
in dem vertikalen Profil integrierte Griffmulde aufweist.
[0018] Günstigerweise sind die mindestens zwei Wandelemente durch Rollen an deren Unterseiten
auf dem Kreisbogen bewegbar. Die Wandelemente können aber in einer alternativen Ausführungsform
auf einer anders verlaufenden Bahn bewegbar sein.
[0019] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist mindestens
eines der Raumteilersegmente ein Deckenelement auf. Dadurch lässt sich der von dem
Raumteilersegment begrenzte Raum oben abschließen.
[0020] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass das Deckenelement zumindest teilweise
aus Textilstoff oder einem festen Material, wie z. B. Glas oder Kunststoff, besteht.
Wenn das Deckenelement aus Textilstoff besteht, so kann es z.B. ein Segelelement bilden.
[0021] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass das Deckenelement dreieckig ist.
[0022] Gemäß einer besonderen Ausführungsform nimmt die Fläche der Deckenelemente vom Raumteilersegment
mit dem in der ersten Position radial innersten Wandelement zu den Raumteilersegmenten
mit den in der ersten Position radial weiter außen angeordneten Wandelementen zu.
[0023] Vorteilhafterweise ist das mindestens eine Deckenelement an einer radial äußeren
Seite an oder in einem Profil befestigt, das mit der Traverse direkt oder indirekt
verbunden ist. Beispielsweise kann das Profil das obere Profil sein, an oder in dem
auch das mindestens eine Wandelement befestigt ist.
[0024] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bilden die Wandelemente
in der zweiten Position der Raumteilersegmente eine Viertelkreiswand. Die Raumteilersegmente
können jedoch auch einen Winkel abdecken, der größer oder kleiner als 90° ist.
[0025] Günstigerweise weist der Raumteiler eine Bodenplatte mit mindestens einer Einrichtung
zur Anordnung und gegebenenfalls auch Befestigung der Säule auf. Beispielsweise kann
eine Aufnahme für die Säule vorgesehen sein.
[0026] Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist die mindestens eine Einrichtung zur Anordnung
und gegebenenfalls Befestigung der Säule mittig auf der Bodenplatte angeordnet.
[0027] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die mindestens eine Einrichtung zur Anordnung
und gegebenenfalls Befestigung der Säule außermittig auf der Bodenplatte angeordnet
ist. Zudem können mehrere Einrichtungen zur Anordnung und gegebenenfalls auch Befestigung
von mehreren Säulen vorgesehen sein. Diese können sowohl mittig als auch außermittig
angeordnet sein.
[0028] Bei dem System können die Traversen des Raumteilers höher als die Oberkante der Stellwand
angeordnet sein. Alternativ können sie nicht höher als die Oberkante der Stellwand
sein.
[0029] Weiterhin kann das System eine weitere Stellwand aus mindestens einem Plattenelement
zwischen zwei seitlichen Pfosten sowie in der Bodenplatte eine Einrichtung zur Anordnung
und gegebenenfalls Befestigung eines der beiden seitlichen Pfosten der weiteren Stellwand
unter Bildung eines Winkels α>0° zwischen den beiden Stellwänden umfassen.
[0030] Bei dem System können die Wandelemente der Raumteilersegmente der mindestens zwei
Raumteiler in der zweiten Position eine Halbkreiswand bilden. Die Wandelemente können
aber auch einen Winkel abdecken, der größer oder kleiner als 180° ist.
[0031] Schließlich kann das System vier Raumteiler nach einem der Ansprüche 1 bis 17 umfassen,
wobei die Wandelemente der Raumteilersegmente der vier Raumteiler in der zweiten Position
eine Vollkreiswand bilden. Selbstverständlich ist aber auch denkbar, dass weniger
als vier Raumteiler oder mehr als vier Raumteiler gemeinsam eine Vollkreiswand bilden.
[0032] Der vorliegenden Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass durch
die spezielle Art des Raumteilers zwei Arbeitsschwerpunkte ohne Ortswechsel am eigenen
Arbeitsplatz möglich sind. Es besteht die Möglichkeit zur Teamarbeit mit Abgrenzungsmöglichkeit.
Mit dem Raumteiler lassen sich Signale setzen:
- Es wird deutlich erkennbar, ob ein Mitarbeiter offen für Kommunikation ist oder aber
ungestört arbeiten will.
- Zudem liefert der Raumteiler Akustiklösungen oder bietet Platz für selbige. Er ermöglicht
auch eine Individualisierung (Mitarbeitermotivation). Zudem lässt er sich z. B. im
Corporate Design einer jeweiligen Firma gestalten. In einer weiteren besonderen Ausführungsform
bietet der auch Wohnlichkeit (vergleiche Küche). Er ist leicht und unkonventionell
und liefert eine gewisse Mobilität und Flexibilität.
- Darüber hinaus lassen sich mit dem Raumteiler hinsichtlich der Raumnutzung und/oder
Mitarbeitereffizienz wirtschaftliche Raumzellen und Raumsysteme schaffen.
[0033] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Ansprüchen
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung, in der mehrere Ausführungsbeispiele anhand
der schematischen Zeichnungen im Einzelnen erläutert werden. Dabei zeigt:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht (oben links) von schräg oben und Detailansichten
eines Raumteilers im Einsatz gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
Figur 2 eine Innenansicht sowie eine Detailansicht des Raumteilers von Figur 1;
Figur 2A eine perspektivische Ansicht (unten rechts) von schräg oben, eine Ansicht
(unten links) von unten, eine perspektivische Ansicht (oben links) von innen und eine
perspektivische Ansicht (oben rechts) von außen des Raumteilers von Figur 1 in einer
Stau/Lager/Nichtgebrauch-Position;
Figur 3 eine perspektivische Ansicht (rechts oben) von einem einzelnen Raumteilersegment
des Raumteilers von Figur 1;
Figur 4 eine Seitenansicht (oben links), eine Außenansicht (oben Mitte), eine Schnittansicht
(oben rechts), eine Schnittansicht (Mitte), eine Detailansicht (Mitte rechts) sowie
eine weitere Detailansicht (unten links) des Raumteilersegments von Figur 3;
Figur 5 eine Ansicht schräg ins Innere des Raumteilersegments und eine Detailansicht;
Figur 6 eine weitere Detailansicht von Figur 5;
Figur 7 eine weitere Schnittansicht (unten links) zu Figur 4, eine Detailansicht (oben
rechts) und eine weitere Detailansicht (unten rechts) vom Raumteilersegment von Figur
3;
Figur 8 eine perspektivische Ansicht (rechts), eine Draufsicht (links unten) und eine
Vorderansicht (links oben) von einem System zur Bildung einer Raumzelle gemäß einer
besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Figur 9 eine perspektivische Ansicht von einem System zur Bildung einer Raumzelle
gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Figur 10 eine perspektivische Ansicht von dem System von Figur 9;
Figur 11 eine perspektivische Innenansicht (oben), eine Detailansicht (unten links)
und eine weitere Detailansicht (unten rechts) des Systems von Figur 9;
Figur 12 eine Draufsicht (oben links), eine Außenansicht (unten links) und eine perspektivische
Ansicht (unten rechts) von einem System zur Bildung einer Raumzelle gemäß einer weiteren
besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Figur 13 eine perspektivische Ansicht von schräg oben von einem einzelnen Raumteilersegment
eines Raumteilers gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung;
Figur 14 eine Ansicht von unten vom Raumteilersegment von Figur 13; und
Figur 15 eine perspektivische Ansicht von einem Raumteiler umfassend mehrere in den
Figuren 13 und 14 gezeigte Raumteilersegmente.
[0034] Nachfolgend soll anhand i. W. der Figuren 1 bis 7 ein Ausführungsbeispiel eines Raumteilers
gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben werden.
Es ist zu beachten, dass nicht alle Merkmale vorhanden sein müssen und auch anders
kombiniert werden können.
[0035] Der bogenförmige, insbesondere kreisförmige, Raumteiler 10 umfasst eine vertikale
Säule 12 auf einer, vorzugsweise kreisförmigen, Bodenplatte 14 sowie in diesem Beispiel
vier Raumteilersegmente 16 mit jeweils einem vertikalen Wandelement 18 und einer oberen
Traverse 20, wobei die Raumteilersegmente über die jeweilige obere Traverse 20 um
die Säule 12 auf einem Kreisbogen 22 bzw. einer kreisbogenähnlichen Bahn drehbar gelagert
sind derart, dass die Raumteilersegmente 16 aus einer ersten Position (siehe Figur
2A), in der die Wandelemente 18 im Wesentlichen radial nebeneinander angeordnet sind,
in eine zweite Position (siehe z. B. Figur 1 oben links), in der die Wandelemente
18 umlaufend mit leichtem seitlichen Versatz hintereinander angeordnet sind, bringbar
sind. Dazu weist jede Traverse 20 an ihrem inneren Ende einen Rohrabschnitt 24 (siehe
beispielsweise Figuren 1 und 3) zum Aufsetzen auf die oben verjüngte Säule 12 (siehe
z. B. Figur 3) auf.
[0036] Wie sich beispielsweise unter Hinzuziehung der Figur 11 ergibt, weist die Bodenplatte
14 fünf Bohrungen 26, von denen eine mittig und die übrigen außermittig angeordnet
sind, zur Befestigung einer jeweiligen Säule 12 mittels Schrauben (nicht gezeigt)
auf. In der in den Figuren 1 bis 7 gezeigten Ausführungsform ist die Säule 12 mittels
der mittigen Bohrung 26 befestigt.
[0037] Wie sich beispielsweise anhand der Figur 1 ergibt, weist jedes Raumteilersegment
16 auch ein Deckenelement 28, in diesem Beispiel unterhalb der jeweiligen Traverse
20 auf. Die Deckenelemente sind jeweils dreieckig ausgebildet. Sie können beispielsweise
aus Stoff bestehen und/oder parallel zur jeweiligen Traverse 20 geschlitzt sein. Jedes
Deckenelement 28 ist mittels einer Spanneinrichtung 30 an seiner inneren Spitze spannbar.
[0038] Die Wandelemente 18 können in Übereinstimmung mit dem oder in Anlehnung an den Kreisbogen
gebogen oder aber plan (linear) sein. Zudem sind sie, wie sich beispielsweise aus
den Figuren 2 und 3 ergibt, in einem oberen, sich horizontal erstreckenden Profil
32, das in seiner Mitte mit der jeweiligen Traverse 20 verbunden ist, und in einem
unteren, sich horizontal erstreckenden Profil 34 gehaltert. Die oberen und unteren
Profile 32 und 34 sind in diesem Beispiel auf der Innenseite des jeweiligen Wandelements
18 mittig über ein vertikales Profil 36 miteinander verbunden. Das Profil 36 kann
z. B. aus zwei Segmentprofilen bestehen. Es kann z. B. 10 gestaltet sein, dass es
gleichzeitig als Griff dient bzw. mindestens eine Griffmulde liefert.
[0039] Das obere Profil 32 dient auch gleichzeitig zur Befestigung des jeweiligen Deckenelements
28.
[0040] An der Unterseite jedes der unteren Profile 34 sind in diesem Beispiel jeweils zwei
voneinander beabstandete Rollen 38 vorgesehen.
[0041] Sowohl die Deckenelemente 28 als auch die Wandelemente 18 können aus einem Textilstoff
gebildet sein, der jeweils über einen Keder 40 und eine Kederschiene 42 (siehe Figuren
5 und 6) in den oberen und unteren Profilen 32 und 34 befestigt und gegebenenfalls
gespannt ist. Der Textilstoff kann beim Deckenelement zum Spannen auch beispielsweise
Kausche (nicht gezeigt) enthalten.
[0042] In mindestens einer der Traversen 20 kann z. B. eine Beleuchtungseinrichtung (nicht
gezeigt), wie z. B. eine große LED-Beleuchtung, integriert sein.
[0043] Des Weiteren weisen die Raumteilersegmente 16 vorteilhafterweise Mitnehmer (nicht
gezeigt) auf, um durch Bewegen eines Raumteilersegments, vorzugsweise des radial innersten,
die übrigen Raumteilersegmente mitzunehmen. Dazu ist es auch sinnvoll, dass das vorgenannte
Raumteilersegment einen Griff, insbesondere Mittelgriff (nicht gezeigt), aufweist.
[0044] Wie sich anhand der Figuren 1 und 2 ergibt, ist das radial innerste Raumteilersegment
das niedrigste und nimmt die Höhe der radial weiter außen angeordneten Raumteilersegmente
von Raumteilersegment zu Raumteilersegment zu. Mit anderen Worten werden die vertikalen
Profile 36 immer länger und nimmt die Höhe der Traversen 20 radial nach außen zu.
[0045] Figur 8 zeigt eine perspektivische Ansicht (rechts), eine Draufsicht (links unten)
und eine Vorderansicht (links oben) von einem System 44 zur Bildung einer Raumzelle
46. Das System 44 umfasst einen Raumteiler 10, beispielsweise wie in den Figuren 1
bis 7 gezeigt, sowie zwei Stellwände 48 und 50, die unter einem Winkel α von ca. 90°
zueinander angeordnet sind. Mit anderen Worten lässt sich mit dem System 44 eine viertelkreisförmige
Raumzelle nach dem Raum-in-Raum-System bilden bzw. abgrenzen. Die Stellwand 48 weist
drei nicht gekennzeichnete Plattenelemente auf und die Stellwand 50 weist zwei nicht
gekennzeichnete Plattenelemente auf. Die Säule 12 des Raumteilers 10 dient gleichzeitig
als Pfosten 52 bzw. Standprofil der Stellwand 48. Ein Pfosten 54 der Stellwand 50
ist ebenfalls auf der Bodenplatte 14 mittels einer der Bohrungen 26 befestigt. Genauer
gesagt sind hier außermittige der Bohrungen 26 verwendet worden.
[0046] Im vorliegenden Beispiel erstrecken sich die Traversen 20 der Raumteilersegmente
16 unterhalb der Oberkanten der Stellwände 48 und 50, sodass der Raumteiler 10 vor
den Stellwänden 48 und 50 endet. Alternativ zu den Stellwänden 48 und 50 könnten auch
die Wände eines Raumes einbezogen werden.
[0047] Die Figuren 9 bis 11 zeigen eine weitere besondere Ausführungsform eines Systems
56 zur Bildung einer Raumzelle 58. In diesem Ausführungsbeispiel weist das System
56 im Prinzip zwei Raumteiler 10 gemäß den Figuren 1 bis 7, aber nur eine Bodenplatte
14 auf. Dadurch lässt sich eine halbkreisförmige Raumzelle 58 bilden bzw. abgrenzen.
Die Rückseite kann, wie in der Figur 10 angedeutet, von einer Raumwand 60, aber alternativ
auch von zwei Stellwänden (nicht gezeigt) gebildet werden.
[0048] In der Figur 10 ist ein Raumteilersegment 16 geöffnet. Es ergibt sich aus der Figur
11, dass die Säulen 12 der Raumteiler 10 mittels außermittiger Bohrungen 26 auf der
Bodenplatte 14 befestigt sind.
[0049] Weiterhin zeigt die Figur 12 ein System 62 zur Bildung einer Raumzelle 64, die die
Gestalt eines Vollkreises aufweist. Dazu umfasst das System 62 im Prinzip vier Raumteiler
10 gemäß den Figuren 1 bis 7, aber mit nur einer Bodenplatte 14. Die vier Säulen 12
der Raumteiler 10 sind auf der einzigen Bodenplatte 14 mittels außermittiger Bohrungen
26 befestigt.
[0050] Bei dem in den Figuren 13 und 14 gezeigten Raumteilersegment 16 ist das Deckenelement
28 nicht aus Stoff, sondern aus einer oder mehreren Platten.
[0051] In der Figur 15 umfasst der Raumteiler 10 vier der in den Figuren 13 und 14 gezeigten
Raumteilersegmente 16. Im "geschlossenen" Zustand wird damit ein Viertelkreis-Raumteiler
gebildet. Im vorliegenden Beispiel wird der geschlossene Raumteiler 10 durch zwei
Wände 60 seitlich begrenzt bzw. abgeschlossen. Anstelle einer oder beider der Wände
60 könnte auch je eine Stellwand verwendet werden.
[0052] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in den beliebigen
Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
1. Flexibler, bogenförmiger Raumteiler (10), umfassend
eine vertikale Säule (12),
mindestens zwei Raumteilersegmente (16, 16) mit jeweils einem vertikalen Wandelement
(18) und einer oberen Traverse (20), wobei die Raumteilersegmente über die jeweilige
obere Traverse um die Säule auf einem Kreisbogen (22) drehbar gelagert sind derart,
dass die Raumteilersegmente aus einer ersten Position, in der die Wandelemente radial
nebeneinander angeordnet sind, in eine zweite Position, in der die Wandelemente umlaufend
- ggf. mit seitlichem Versatz und/oder ggf. überlappend - hintereinander angeordnet
sind, bringbar sind.
2. Raumteiler (10) nach Anspruch 1, wobei mindestens eines der Wandelemente (18) ein
Vorhang ist.
3. Raumteiler (10) nach Anspruch 2, umfassend oben und unten jeweils eine Aufhänge- oder
Einzugschiene für den Vorhang, die mit der Traverse direkt oder indirekt verbunden
ist.
4. Raumteiler (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens eines der Wandelemente
(18) eine Platte ist.
5. Raumteiler (10) nach Anspruch 4, wobei die Platte zumindest teilweise aus Glas oder
Kunststoff besteht.
6. Raumteiler (10) nach Anspruch 4 oder 5, wobei das mindestens eine Wandelement (18),
vorzugsweise an seiner oberen Seite, an oder in einem oberen Profil (32) befestigt
ist, das mit der Traverse (20) direkt oder indirekt verbunden ist.
7. Raumteiler (10) nach Anspruch 6, wobei das mindestens eine Wandelement (18), vorzugsweise
an seiner unteren Seite an oder in einem unteren Profil (34) befestigt ist, das über
ein vertikales Profil (36) mit der Traverse (20) direkt oder indirekt verbunden ist.
8. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei benachbarte Raumteilersegmente
(16) durch einen jeweiligen Mitnehmer miteinander verbunden sind.
9. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Länge der Traverse
(20) vom Raumteilersegment (16) mit dem in der ersten Position radial innersten Wandelement
zu den Raumteilersegmenten mit in der ersten Position radial weiter außen angeordneten
Wandelementen zunimmt.
10. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das in der ersten Position
radial innerste Wandelement (16) einen Griff auf der radial nach innen gewandten Seite
aufweist.
11. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der
Wandelemente (16) mindestens eine in dem vertikalen Profil (36) integrierte Griffmodule
aufweist.
12. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die mindestens zwei
Wandelemente (16, 16) durch Rollen (38) an deren Unterseiten auf dem Kreisbogen (22)
bewegbar sind.
13. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der
Raumteilersegmente (16) ein Deckenelement (28) aufweist.
14. Raumteiler (10) nach Anspruch 13, wobei das Deckenelement (28) zumindest teilweise
aus Textilstoff oder einem festen Material, wie zum Beispiel Glas oder Kunststoff,
besteht.
15. Raumteiler (10) nach Anspruch 13 oder 14, wobei das Deckenelement (28) dreieckig ist.
16. Raumteiler (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei die Fläche der Deckenelemente
(28) vom Raumteilersegment (16) mit dem in der ersten Position radial innersten Wandelement
zu den Raumteilersegmenten mit den in der ersten Position radial weiter außen angeordneten
Wandelementen zunimmt.
17. Raumteiler (10) nach einem der Ansprüche 13 bis 16, wobei das mindestens eine Deckenelement
(28) an einer radial äußeren Seite an oder in einem Profil (32) befestigt ist, das
mit der Traverse (20) direkt oder indirekt verbunden ist.
18. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Wandelemente (28)
in der zweiten Position der Raumteilersegmente (16) eine Viertelkreiswand bilden.
19. Raumteiler (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche , wobei er eine Bodenplatte
(14) mit mindestens einer Einrichtung zur Anordnung und ggf. auch Befestigung der
Säule (12) aufweist.
20. Raumteiler (10) nach Anspruch 19, wobei die mindestens eine Einrichtung zur Anordnung
und ggf. auch Befestigung der Säule (12) mittig auf der Bodenplatte (14) angeordnet
ist.
21. Raumteiler (10) nach Anspruch 19, wobei die mindestens eine Einrichtung zur Anordnung
und ggf. auch Befestigung der Säule (12) außermittig auf der Bodenplatte (14) angeordnet
ist.
22. System (44) zur Bildung einer Raumzelle (46), umfassend
einen Raumteiler (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
eine Bodenplatte (14) mit einer Einrichtung zur Anordnung und ggf. Befestigung der
Säule des Raumteilers und
eine Stellwand (48) aus mindestens einem Plattenelement und zwei seitlichen Pfosten,
wobei deren einer seitlicher Pfosten (52) von der Säule (12) des Raumteilers (10)
gebildet wird.
23. System (44) nach Anspruch 22, wobei die Traversen (20) des Raumteilers (16) höher
oder niedriger als die Oberkante der Stellwand angeordnet sind.
24. System (44) nach Anspruch 22 oder 23, ferner umfassend eine weitere Stellwand (50)
aus mindestens einem Plattenelement und zwei seitlichen Pfosten sowie in der Bodenplatte
(14) eine Einrichtung zur Anordnung und ggf. Befestigung eines (54) der beiden seitlichen
Pfosten der weiteren Stellwand unter Bildung eines Winkels α > 0° zwischen den beiden
Stellwänden.
25. System (56; 62) zur Bildung einer Raumzelle (58 bzw. 64), umfassend
mindestens zwei Raumteiler (10, 10) nach einem der Ansprüche 1 bis 18 sowie
eine Bodenplatte (14) mit mindestens zwei, vorzugsweise außermittigen, Einrichtungen
zur Anordnung und ggf. auch Befestigung der Säulen (12) der mindestens zwei Raumteiler
(10, 10).
26. System (56; 62) nach Anspruch 25, wobei die Wandelemente (18) der Raumteilersegmente
(16) der mindestens zwei Raumteiler (10, 10) in der zweiten Position eine Halbkreiswand
bilden.
27. System (62) nach Anspruch 25, umfassend vier Raumteiler (10, 10, 10, 10) nach einem
der Ansprüche 1 bis 18, wobei die Wandelemente (18) der Raumteilersegmente (16) der
vier Raumteiler in der zweiten Position eine Vollkreiswand bilden.