[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schlüssel für einen Schließzylinder, wobei
der Schlüssel einen sich entlang einer Längsrichtung erstreckenden Schlüsselschaft
mit zwei einander gegenüberliegenden Schlüsselbreitseitenflächen aufweist, wobei der
Schlüsselschaft eine Aussparung durch die Schlüsselbreitseitenflächen aufweist, wobei
sich eine Welle quer zu der Längsrichtung durch die Aussparung erstreckt, und wobei
die Welle drehfest in dem Schlüsselschaft angeordnet ist. Des Weiteren betrifft die
vorliegende Erfindung eine Schließvorrichtung mit einem Schlüssel und einen Schließzylinder.
[0002] Derartige Schlüssel und Schließzylinder sind beispielsweise aus der Druckschrift
DE 100 58 590 C1 bekannt.
[0003] Diese Druckschrift zeigt einen Schlüssel für einen Schließzylinder mit einem mit
den Kernstiften des Schließzylinders zusammenwirkende Schließaussparungen aufweisenden
Schlüsselschaft, in welchem ein Distanzstück beweglich gelagert ist, dessen Bewegungsrichtung
um einen Winkel von ca. 45° zur Schlüsselbreitseitenfläche geneigt ist. Dabei ist
das Distanzstück ein in einem Schrägschlitz des Schlüsselbartes angeordneter Ring,
welcher von einem in einer Schrägbohrung der Schlüsselbreitseitenfläche steckenden
Zapfen mit Bewegungsspiel durchsetzt ist.
[0004] Derartige Schlüssel mit beweglichen Elementen sind im Stand der Technik grundsätzlich
bekannt. Sie dienen dazu, die Fälschungssicherheit des Schlüssels zu erhöhen. Des
Weiteren dienen sie dazu, die Sicherheit einer aus dem Schlüssel und einem zugeordneten
Schließzylinder bestehenden Schließvorrichtung zu erhöhen. Die beweglichen Elemente
erhöhen die Möglichkeit der sicherheitsrelevanten Abfragen in dem Schließzylinder
und erhöhen somit die Sicherheit gegenüber einem unbefugten Entsperren des Schließzylinders.
[0005] Beispielsweise zeigt des Weiteren die Druckschrift
EP 1 662 077 A1 einen Schlüssel mit einer bewegbar angeordneten Ring, die auf einem Stift drehbar
gelagert ist.
[0006] Des Weiteren zeigen die Druckschriften
DE 699 16 570 T2 und
DE 699 20 530 T2 einen Schlüssel, in dem ebenfalls eine Ring drehbar auf einer Welle gelagert ist.
[0007] Darüber hinaus zeigt die Druckschrift
EP 2 754 792 A1 einen weiteren Schlüssel mit einer Aussparung, wobei sich mehrere Wellen quer durch
die Aussparung und den Schlüsselschaft erstrecken, und wobei auf jeder Welle genau
eine Ring drehbar spielfrei gelagert ist.
[0008] Des Weiteren zeigt die Druckschrift
EP 2 762 345 A1 einen Schlüssel mit zwei Aussparungen, wobei jede der Aussparungen von einer jeweiligen
Welle durchsetzt ist und in jeder der Aussparungen ein einziges bewegbares Element
angeordnet ist.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen verbesserten Schlüssel und eine verbesserte Schließvorrichtung bereitzustellen,
die eine höhere Sicherheit der Schließvorrichtung gegenüber einem unbefugten Entsperren
ermöglichen und die Sicherheit des Schlüssels gegenüber einem unbefugten Vervielfältigen
erhöhen.
[0010] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird daher ein Schlüssel für einen Schließzylinder
bereitgestellt, wobei der Schlüssel einen sich entlang einer Längsrichtung erstreckenden
Schlüsselschaft mit zwei Schlüsselbreitseitenflächen aufweist, wobei der Schlüsselschaft
eine Aussparung durch die Schlüsselbreitseitenflächen aufweist, wobei sich eine Welle,
insbesondere quer zu der Längsrichtung, durch die Aussparung erstreckt, und wobei
die Welle drehfest in dem Schlüsselschaft angeordnet oder gelagert ist, und wobei
in der Aussparung mindestens zwei Ringe auf der Welle nebeneinander angeordnet sind.
Insbesondere ist dabei ein Innendurchmesser jedes Rings größer als ein Au-βendurchmesser
der Welle, insbesondere ein größter Außendurchmesser der Welle.
[0011] Insbesondere sind somit in der Aussparung mindestens zwei Ringe auf der Welle nebeneinander
oder benachbart zueinander angeordnet, wobei ein Innendurchmesser jedes Rings größer
als ein Außendurchmesser der Welle ist.
[0012] Dabei bezeichnet der Begriff "Ring" ein rotationssymmetrisches Element mit konstantem
Ringquerschnitt, einem Außendurchmesser und einem Innendurchmesser. Der Innendurchmesser
gibt den Durchmesser der Öffnung durch den Ring an. Der Ringquerschnitt kann grundsätzlich
beliebig ausgestaltet sein, beispielsweis auch asymmetrisch zu einer sogenannten Ringmittelebene.
Die Ringmittelebene bezeichnet dabei eine senkrecht zu einer Rotationssymmetrieachse
auf halber Breite des Rings verlaufende Ebene. Der Innendurchmesser des Rings ist
größer als ein Außendurchmesser der Welle. Die Welle - die auch als Stift oder Bolzen
bezeichnet werden kann - muss nicht zwingend rotationssymmetrisch ausgestaltet sein.
Beispielsweise kann ein Außenumfang der Welle einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
Beispielsweise kann ein Außenumfang der Welle aber auch einen elliptischen Querschnitt
aufweisen. Der Begriff "Außendurchmesser" gibt also den größten Außendurchmesser des
Außenumfangs der Welle an. Mit anderen Worten ist es der Durchmesser eines Außenkreises
um den Außenumfang der Welle. Ist die Außenumfangskontur der Welle kreisförmig ausgebildet,
ist der Außendurchmesser konstant und entspricht folglich dem größten Außendurchmesser
der Welle. Folglich kann der Ring um die Welle rotieren und ist mit einem Spiel auf
der Welle gelagert, das eine Bewegung des Rings auch translatorisch relativ zu der
Welle ermöglicht.
[0013] Es sind mindestens zwei Ringe auf der Welle nebeneinander angeordnet. Insbesondere
sind die Ringe jeweils unmittelbar nebeneinander angeordnet. "Nebeneinander" bedeutet
dabei, dass die Ringe benachbart, insbesondere unmittelbar benachbart, zueinander
angeordnet sind. Zwischen den Ringen befinden sich somit keinerlei Hülsenelemente,
Abstandshalter oder andere Elemente. Die Ringe können insbesondere aneinander anliegen.
Es versteht sich dabei, dass ein gewisses Spiel eingehalten wird, um ein Rotieren
der Ringe relativ zueinander oder eine translatorische Bewegung der Ringe relativ
zueinander zu ermöglichen. Die mindestens zwei Ringe sind auf der gemeinsamen Welle
nebeneinander angeordnet. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können die Ringe
unabhängig voneinander auf der Welle rotieren. Des Weiteren können die Ringe unabhängig
voneinander senkrecht zu einer Längsachse der Welle bewegt werden. Dies wird ermöglicht,
da ihr Innendurchmesser größer als der Außendurchmesser der Welle ist. Das Maß, um
das ein Ring senkrecht zu der Längsachse der Welle bewegt werden kann, bemisst sich
dabei darüber, um wie viel größer der Innendurchmesser des Rings als der Außendurchmesser
der Welle ist. Insbesondere kann der Innendurchmesser des Rings das 1,25-fache des
Außendurchmessers der Welle betragen, insbesondere das 1,5-fache, insbesondere das
2-fache, weiter insbesondere das 2,5-fache.
[0014] Insbesondere erstreckt sich die Welle "quer" zu der Längsrichtung durch die Aussparung.
Die Welle kann sich also senkrecht zu der Längsachse oder mit einem Winkel α mit 0
< α < 90 zu der Längsrichtung erstrecken, beispielsweise ist ein Winkel α = 45° möglich.
[0015] Die Anordnung von mindestens zwei Ringen nebeneinander auf derselben Welle ermöglicht
es, die beiden Ringe separat voneinander in Sperrsicherungen, insbesondere Stiftzuhaltungen,
abzufragen. Nur wenn beide Ringe separat voneinander erfolgreich abgefragt und ausgelenkt
werden, kann jede der zugeordneten Sperrsicherungen entsperrt werden. Zwei Ringe direkt
benachbart oder nebeneinander vorzusehen, kann zum einen die Sicherheit der Schließvorrichtung
erhöhen, zum anderen kann, wie im Folgenden noch detaillierter erläutert wird, auch
die Eigenschaft als Wendeschlüssel beibehalten werden. Hinsichtlich der Möglichkeit,
den Schlüssel unbefugt zu vervielfältigen, wird ebenfalls die Sicherheit erhöht. Mittels
üblicher Maschinen zum Nacharbeiten von Schlüsselprofilen und Schlüsseleinschnitten
erfolgt beispielsweise im Rahmen von 3D-Druckverfahren zunächst ein Scannen des Schlüssels,
um die Merkmale des Schlüssels zu erfassen und nachbilden zu können. Bewegbare Elemente
können dabei zwar statisch erfasst, jedoch nicht hinsichtlich ihrer Bewegbarkeit ausgelesen
werden. Der vorgeschlagene Schlüssel erschwert dies durch die Anordnung von zwei Ringen
nebeneinander auf derselben Welle zusätzlich, da die zwei Ringe nicht ohne Weiteres
als separate Bewegungselemente erfasst werden können, die sich unabhängig voneinander
bewegen können. Der vorgeschlagene Schlüssel ermöglicht es jedoch, die mindestens
zwei Ringe separat voneinander und insbesondere auch auf verschiedene Arten, das heißt
beispielsweise in verschiedene Richtungen, relativ zueinander auszulenken und sicherheitsrelevant
abzufragen.
[0016] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Schließvorrichtung mit einem
Schlüssel gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung oder einer seiner Ausgestaltungen
und mit einem Schließzylinder vorgeschlagen, wobei der Schließzylinder ein Gehäuse
und einen Zylinderkern aufweist, wobei der Schließzylinder eine mindestens der Anzahl
von Ringen entsprechende Mehrzahl von Sperrsicherungen, insbesondere Stiftzuhaltungen,
aufweist, wobei jede Sperrsicherung, insbesondere Stiftzuhaltung, zwischen einem Sperrzustand
und einem Freigabezustand bewegbar ist und eine Drehbewegung des Zylinderkerns gegenüber
dem Gehäuse in dem Sperrzustand sperrt und in dem Freigabezustand freigibt, wobei
jedem Ring eine der Sperrsicherungen, insbesondere Stiftzuhaltungen, zugeordnet ist,
und wobei der Schließzylinder durch vollständiges Einführen des Schlüssels in einen
Schlüsselkanal des Zylinderkerns von dem Sperrzustand in den Freigabezustand überführbar
ist, wobei der Zylinderkern für jeden Ring einen der jeweiligen Sperrsicherung, insbesondere
Stiftzuhaltung, zugeordneten Stützstift aufweist, und wobei durch Einführen jedes
der Ringe zwischen den jeweiligen zugeordneten Stützstift und die jeweilige zugeordnete
Sperrsicherung, insbesondere Stiftzuhaltung, die jeweilige zugeordnete Sperrsicherung,
insbesondere Stiftzuhaltung, in den Freigabezustand bewegbar ist.
[0017] Mittels der vorgeschlagenen Schließvorrichtung ist es möglich, aufgrund der mindestens
der Anzahl von Ringen entsprechenden Mehrzahl von Sperrsicherungen, jeden der Ringe
einzeln bzw. die Ringe separat voneinander abzufragen. Die Mehrzahl von Sperrsicherungen
entspricht mindestens der Anzahl von Ringen. Dies bedeutet, dass für jeden der Ringe
eine Sperrsicherung zugeordnet ist. Bei einer Sperrsicherung kann es sich insbesondere
um eine Stiftzuhaltung handeln.Darüber hinaus können jedoch noch weitere Sperrsicherungen
oder Stiftzuhaltungen zur Abfrage anderer Merkmale des Schlüssels in der Schließvorrichtung
vorgesehen sein. Ein "Stützstift" bezeichnet dabei einen Stift, der fest in dem Zylinderkern
angeordnet ist, beispielsweise durch Einpressen. Der Stift ist somit nicht bewegbar
und lenkt den jeweiligen zugeordneten Ring in der vollständig eingeschobenen Stellung
des Schlüssels aus. Er stützt den Ring dann gegenüber der jeweiligen zugeordneten
Sperrsicherung oder Stiftzuhaltung ab, so dass die Sperrsicherung oder Stiftzuhaltung
mittels des über den Stützstift abgestützten Rings in den Freigabezustand bewegt wird.
Statt des Begriffs "Stützstift" kann beispielsweise auch der Begriff "Umlenkstift"
verwendet werden. Die Schließvorrichtung ist somit nur dann von dem Sperrzustand in
den Freigabezustand bewegbar, wenn der Schlüssel tatsächlich eine entsprechende Anzahl
von separaten Ringen auf der Welle aufweist, die unabhängig voneinander durch die
Stützstifte abgelenkt werden können. Die Sicherheit der Schließvorrichtung wird somit
weiter erhöht.
[0018] Die eingangs gestellte Aufgabe wird somit vollkommen gelöst.
[0019] In einer Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass der Schlüssel genau
zwei Ringe aufweist. Insbesondere können die Ringe benachbart zueinander auf der Welle
angeordnet sein.
[0020] In dieser Ausgestaltung sind somit genau zwei Ringe vorgesehen, die benachbart zueinander
auf der Welle angeordnet sind. Bis auf ein übliches Spiel liegen die Ringe direkt
aneinander an. Die Ringe können relativ zueinander auf der Welle drehen und relativ
zu der Welle translatorisch bewegt werden. Die Ausgestaltung mit zwei Ringen stellt
die erfindungsgemäßen Vorteile bereit und bietet darüber hinaus einen einfachen Aufbau,
der aufgrund der geraden Anzahl von Ringen eine symmetrische Anordnung auf der Welle
und Bereitstellung des Schlüssels als Wendeschlüssel vereinfacht.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass die Ringe
identisch ausgebildet sind. Insbesondere können die Ringe dabei eine identische Form
und Dimensionierung aufweisen.
[0022] Grundsätzlich ist es möglich, dass die Ringe verschieden voneinander ausgebildet
sind. Zur Vereinfachung der Herstellung der einzelnen Elemente des Schlüssels und
zur Bereitstellung des Schlüssels als Wendeschlüssel kann jedoch vorgesehen sein,
dass die Ringe identisch sind. Dies bedeutet nicht zwingend, dass die Ringe jeweils
zu einer Ringmittelebene symmetrisch ausgebildet sind. Wie im Folgenden noch erläutert
wird, können die Ringquerschnitte auch zu einer Ringmittelebene asymmetrisch ausgebildet
sein.
[0023] Demgemäß kann in einer Ausgestaltung des Schlüssels vorgesehen sein, dass die Ringe
jeweils zu einer Rotationssymmetrieachse symmetrisch ausgebildet sind, und relativ
zu einer senkrecht zu der Rotationssymmetrieachse verlaufenden Ringmittelebene asymmetrisch
ausgebildet sind. Dabei kann insbesondere eine Außenumfangsfläche des Rings asymmetrisch
zu der Ringmittelebene ausgebildet sein.
[0024] Die asymmetrische Ausgestaltung kann es beispielsweise ermöglichen, den Ringquerschnitt
als zusätzliches Abfragemittel einzusetzen. Beispielsweise kann ein derartiger asymmetrischer
Ringquerschnitt, insbesondere die Außenumfangsfläche, mit einer entsprechenden Ausnehmung
in einem Schlüsselkanal korrespondieren, so dass nur entsprechend ausgestaltete asymmetrische
Ringe das Einführen des Schlüssels in den Schlüsselkanal ermöglichen.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass die Aussparung
symmetrisch zu einer sich senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen und parallel
zu einer sich in Längsrichtung erstreckenden Mittelebene des Schlüsselschafts angeordnet
ist.
[0026] Der Schlüsselschaft weist die einander gegenüberliegenden Schlüsselbreitseitenflächen
und zwei einander ebenfalls gegenüberliegende Schlüsselschmalseitenflächen auf, die
die Schlüsselbreitseitenflächen verbinden. Der Schlüsselschaft ist im Querschnitt
im Wesentlichen rechteckig. Die beiden längeren Seiten des Rechtecks sind die "Schlüsselbreitseitenflächen".
Die beiden kürzeren Seiten sind die "Schlüsselschmalseitenflächen". Folglich verläuft
die Mittelebene genau mittig zwischen den Schlüsselschmalseitenflächen und parallel
zu diesen. Daraus folgt, dass sich die Mittelebene parallel zu der Längsrichtung erstreckt.
Die Aussparung ist symmetrisch zu dieser Mittelebene angeordnet. Dies bedeutet, dass
die Aussparung einen Querschnitt aufweist, der zu der Mittelebene symmetrisch ausgebildet
ist. Es liegt folglich genau eine Hälfte der Aussparung auf jeder Seite der Mittelebene.
Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht die im Folgenden beschriebene Anordnung der
mindestens zwei Ringe symmetrisch zu der Mittelebene.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass die Ringe
symmetrisch zu einer sich senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen und parallel
zu der Längsrichtung erstreckenden Mittelebene des Schlüsselschafts angeordnet sind.
[0028] Hinsichtlich der Lage der Mittelebene gilt das voranstehend Gesagte. Die Ringe sind
in diesem Fall symmetrisch zu der Mittelebene ausgerichtet. Liegen genau zwei Ringe
vor, ist jeweils ein Ring auf jede Seite der Mittelebene angeordnet. Entsprechendes
gilt bei einer anderen geraden Anzahl von Ringen, beispielsweise sind bei vier Ringen
jeweils zwei zu jeder Seite der Mittelebene angeordnet. Bei einer ungeraden Anzahl
von Ringen, beispielsweise drei Ringen, ist der mittlere Ring derart angeordnet, dass
er mittig auf der Mittelebene liegt. Der mittlere Ring hat dann bezüglich der Mittelebene
symmetrisch ausgestaltet zu sein, um insgesamt eine symmetrische Anordnung der Ringe
auf der Welle bezüglich der Mittelebene zu erzielen.
[0029] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass jeweils
einer der Ringe auf jeder Seite einer sich senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen
und parallel zu der Längsrichtung erstreckenden Mittelebene des Schlüsselschafts angeordnet
ist.
[0030] Dies bezeichnet den voranstehend beschriebenen Spezialfall, dass genau zwei Ringe
vorgesehen sind. Jeweils einer der Ringe ist dann auf jeder Seite der Mittelebene
angeordnet. Auf diese Weise kann der Schlüssel als Wendeschlüssel ausgestaltet werden.
Unabhängig von seiner Orientierung im Schlüsselkanal ist jeweils einer der Ringe auf
jeder Seite der Mittelebene angeordnet und kann eine entsprechende Sperrsicherung
aktuieren.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass die Ringe
spiegelbildlich zueinander auf der Welle angeordnet sind. Insbesondere können die
Ringe dabei spiegelbildlich zu der Mittelebene angeordnet sein.
[0032] Wie voranstehend beschrieben wurde, können die Ringe jeweils einen asymmetrischen
Ringquerschnitt aufweisen. Sind die Ringe identisch ausgebildet, können diese jedoch
trotz allem symmetrisch bezüglich der Mittelebene angeordnet sein. Ihre Ringquerschnitte
sind dann bezüglich der Mittelebene symmetrisch oder spiegelbildlich zueinander angeordnet.
Die beiden Ringe sind dann sozusagen "Rücken an Rücken" auf der Welle angeordnet.
[0033] In einer Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass die Aussparung derart
dimensioniert ist, dass die Ringe senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen geführt
und auf der Welle drehbar sind.
[0034] Mit anderen Worten umgibt die Aussparung die Ringe mit einem gewissen Spiel, das
eine Rotation und Bewegung der Ringe senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen
ermöglicht, jedoch Bewegungen parallel zu den Schlüsselbreitseitenflächen über das
Spiel hinaus verhindert. Das übliche Spiel kann beispielsweise 0,05 mm, 0,1 mm oder
0,2 mm zu jeder Seite betragen.
[0035] Somit kann in einer Ausgestaltung des Schlüssels vorgesehen sein, dass eine Breite
der Aussparung etwas größer als eine Gesamtbreite der nebeneinander angeordneten Ringe
ist, so dass eine durch die Aussparung und den jeweils anderen Ring geführte Bewegung
jedes Rings senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen ermöglicht ist. Des Weiteren
kann eine Länge der Aussparung parallel zu der Längsrichtung etwas größer als ein
jeweiliger Außendurchmesser der Ringe sein.
[0036] Jeweils voranstehend ausgeführt kann beispielsweise die Länge der Aussparung um 0,05
mm oder 0,1 mm oder 0,2 mm oder 0,3 mm oder 0,4 mm größer als ein jeweiliger Außendurchmesser
der Ringe sein. Mit anderen Worten kann die Länge der Aussparung um 0,05 mm bis 0,4
mm größer als der jeweilige Außendurchmesser eines Rings ausgebildet sein. Entsprechend
kann die Breite der Aussparung um 0,05 mm bis 0,4 mm, insbesondere 0,05 mm, 0,1 mm,
0,2 mm, 0,3 mm oder 0,4 mm, größer als eine Gesamtbreite der nebeneinander angeordneten
Ringe ausgebildet sein. Diese Gesamtbreite bezeichnet somit die Summe der Breiten
der individuellen Ringe. Sind beispielsweise genau zwei Ringe vorgesehen, die identisch
ausgebildet sind, so entspricht die Gesamtbreite genau dem Doppelten der Breite eines
einzelnen Rings.
[0037] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass die Welle
parallel zu den Schlüsselbreitseitenflächen in dem Schlüsselschaft angeordnet ist.
[0038] Mit anderen Worten liegt die Welle in diesem Fall nicht schräg in dem Schlüsselschaft,
sondern eine Längsachse der Welle erstreckt sich parallel zu der Schlüsselbreitseitenfläche.
Daraus ergibt sich dann, dass die Ringe senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen
angeordnet sind. Auf diese Weise wird eine symmetrische Anordnung der Ringe zu einer
Mittelebene des Schlüsselschafts und die Bereitstellung als Wendeschlüssel vereinfacht.
[0039] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass der Schlüsselschaft
mindestens eine parallel zu der Längsrichtung verlaufende Längsnut in mindestens einer
der Schlüsselbreitseitenflächen aufweist.
[0040] Grundsätzlich kann natürlich auch in jeder der Breitseitenflächen mindestens eine
Längsnut bereitgestellt sein. Im Falle eines Wendeschlüssels beispielsweise ist dies
bereitzustellen. Mittels der Längsnuten kann das Querschnittsprofil des Schlüsselbarts
eingestellt werden und weitere Abfragen werden ermöglicht, beispielsweise durch entsprechende
Ausgestaltungen eines Querschnittsprofils eines Schlüsselkanals in einem Zylinderkern
des Schließzylinders.
[0041] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass der Schlüsselschaft
in mindestens einer der Schlüsselbreitseitenflächen mindestens eine Vertiefung zur
Abfrage eines Profilstifts aufweist.
[0042] Auf diese Weise kann mittels der Vertiefung und ein weiteres Sicherheitsmerkmal in
den Schlüssel implementiert werden, um die Sicherheit des Schlüssels weiter zu erhöhen.
[0043] In einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Aussparung in einem
einem Schlüsselkopf abgewandten vorderen Drittel, insbesondere einem vorderen Viertel,
des Schlüsselschafts angeordnet ist.
[0044] Auf diese Weise wird erzielt, dass die Ringe tief in den Schlüsselkanal eingeführt
werden müssen, um den Schlüssel vollständig in einen Zylinderkern eines Schließzylinders
einzuführen. Hierdurch kann beispielsweise die Bewegbarkeit der Ringe abgefragt werden,
indem während eines Einführens des Schlüssels in den Schließzylinder die Ringe jeweils
ein Labyrinth zu durchfahren haben. Auf diese Weise kann die Sicherheit der Schließvorrichtung,
die durch den Schlüssel bereitgestellt wird, weiter erhöht werden.
[0045] In einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Schlüssel als Wendeschlüssel
ausgebildet ist.
[0046] Die Ausbildung als Wendeschlüssel zeichnet sich dadurch aus, dass die Orientierung,
in der der Schlüssel in den Schlüsselkanal eingeführt wird, keine Rolle spielt. Es
kann beispielsweise durch eine symmetrische, insbesondere eine punktsymmetrische,
Ausgestaltung der sicherheitsrelevanten Merkmale des Schlüsselschafts bezüglich einer
Mittelebene des Schlüsselschafts bereitgestellt sein. Natürlich kann der Schlüssel
auch als Nlchtwendeschlüssel ausgebildet sein.
[0047] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass die Welle
sich durch den gesamten Schlüsselschaft erstreckt, und wobei der Schlüsselschaft zwei
einander gegenüberliegende Schlüsselschmalseitenflächen aufweist, und wobei jede Schlüsselschmalseitenfläche
eine Öffnung zum Einpressen der Welle aufweist.
[0048] Auf diese Weise wird eine Montage der Welle und der Ringe deutlich vereinfacht. Die
Ringe können in der Aussparung gehalten und dann durch Einpressen der Welle von außen
montiert werden. Es kann alternativ auch vorgesehen sein, dass der Schlüssel nur auf
einer der Schlüsselschmalseitenflächen eine Öffnung aufweist. Insbesondere kann diese
Öffnung dann als Sackloch ausgeführt sein.
[0049] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass ein Außendurchmesser
jedes Rings größer als ein Abstand zwischen den Schlüsselbreitseitenflächen ist.
[0050] Auf diese Weise steht jeder Ring in jedem Fall aus dem Querschnittsprofil des Schlüsselschafts
hervor. Auf diese Weise kann beispielsweise sichergestellt werden, dass eine Außenquerschnittskontur
jedes Rings bei einem Einführen in einen Schlüsselkanal abgefragt werden muss.
[0051] In einer weiteren Ausgestaltung des Schlüssels kann vorgesehen sein, dass der Schlüsselschaft
in mindestens einer der Schlüsselbreitseitenflächen mindestens eine Spitzenvertiefung
aufweist, und wobei die mindestens eine Spitzenvertiefung an die Aussparung angegrenzt.
[0052] Auf diese Weise können weitere sicherheitsrelevante Merkmale bereitgestellt werden
und darüber hinaus das Auslenken der Ringe mittels entsprechender Stützstifte vereinfacht
werden, ohne dass diese mit der Schlüsselbreitseitenfläche kollidieren. Auch dienen
die mittels der mindestens einen Spitzenvertiefung bereitgestellte Durchbrechungen
der Kanten der Aussparung dazu, beispielsweis ein besseres Abgleiten von in dem Schließzylinder
vorgesehenen Profilstiften zu vereinfachen.
[0053] In einer weiteren Ausgestaltung der Schließvorrichtung kann vorgesehen sein, dass
der Schlüssel genau einen ersten Ring und einen zweiten Ring aufweist, wobei der Schließzylinder
zumindest eine dem ersten Ring zugeordnete erste Sperrsicherung, insbesondere Stiftzuhaltung,
und eine dem zweiten Ring zugeordnete zweite Sperrsicherung, insbesondere Stiftzuhaltung,
aufweist, wobei der Zylinderkern einen der ersten Sperrsicherung, insbesondere Stiftzuhaltung,
zugeordneten ersten Stützstift aufweist und einen der zweiten Sperrsicherung, insbesondere
Stiftzuhaltung, zugeordneten zweiten Stützstift aufweist, wobei der erste Stützstift
in dem Freigabezustand den ersten Ring gegen die erste Sperrsicherung, insbesondere
Stiftzuhaltung, abstützt, und wobei der zweite Stützstift in dem Freigabezustand den
zweiten Ring gegen die zweite Sperrsicherung, insbesondere Stiftzuhaltung, abstützt.
[0054] In diesem Fall der Ausgestaltung mit genau zwei Ringen sind somit zumindest zwei
Sperrsicherungen vorgesehen. Die erste Sperrsicherung ist dabei dem ersten Ring zugeordnet,
die zweite Sperrsicherung ist dabei dem zweiten Ring zugeordnet. Bei den Sperrsicherungen
kann es sich jeweils um eine Stiftzuhaltung handeln. Des Weiteren ist ein der ersten
Sperrsicherung zugeordneter erster Stützstift auf einer der ersten Sperrsicherung
gegenüberliegenden Seite des Schlüsselkanals angeordnet. Entsprechend ist ein zweiter
Stützstift auf einer der zweiten Sperrsicherung gegenüberliegenden Seite des Schlüsselkanals
angeordnet. In der vollständig eingeschobenen Stellung des Schlüssels in den Schlüsselkanal
stützt ein jeweiliger Stützstift den entsprechenden Ring ab und lenkt ihn in Richtung
der gegenüberliegenden Sperrsicherung aus. Auf diese Weise wird die Sperrsicherung
bewegt und begibt sich in den Freigabezustand.
[0055] In einer weiteren Ausgestaltung der Schließvorrichtung kann vorgesehen sein, dass
der erste Stützstift und der zweite Stützstift auf gegenüberliegenden Seiten des Schlüsselkanals
angeordnet sind.
[0056] Auf diese Weise ergibt sich, dass bei einer Bewegung in den Freigabezustand die beiden
Ringe in entgegengesetzter Richtung ausgelenkt werden. Dies bedingt die relative Bewegbarkeit
der Ringe zueinander und erhöht die Sicherheit der Schließvorrichtung.
[0057] In einer weiteren Ausgestaltung der Schließvorrichtung kann vorgesehen sein, dass
der erste Stützstift und der zweite Stützstift auf derselben Seite des Schlüsselkanals
angeordnet sind.
[0058] Dabei können der erste Stützstift und der zweite Stützstift insbesondere verschieden
weit in den Schlüsselkanal hineinragen. Insbesondere können der auf derselben Seite
des Schlüsselkanals angeordnete erste Stützstift und der zweite Stützstift derart
ausgelegt sein, dass sie eine Auslenkung des ersten Rings bewirken, die verschieden
von einer Auslenkung des zweiten Rings ist. Insbesondere können dabei die Distanzen,
um die der erste Ring und der zweite Ring ausgelenkt werden, verschieden lang sein.
[0059] In einer weiteren Ausgestaltung der Schließvorrichtung kann vorgesehen sein, dass
der erste Stützstift und der zweite Stützstift schräg zu dem Schlüsselkanal angeordnet
sind. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass der erste Stützstift und der zweite
Stützstift jeweils unter einem Winkel von 45° relativ zu dem Schlüsselkanal angeordnet
sind. Auf diese Weise kann ein weiteres Sicherheitsmerkmal bereitgestellt werden.
Um einen Ring entsprechend auszulenken, hat dieser eine Außenumfangsfläche aufzuweisen,
die sich nicht an einem Stützstift oder einem Profilstift verfangen kann. Beispielsweise
bei einem Winkel des Stützstifts von 45° zum Schlüsselkanal kann an einem jeweiligen
Ring eine Außenumfangskontur von ebenfalls 45° oder eine halbkreisförmige Außenumfangskontur
bereitgestellt werden, um entlang des entsprechenden Stützstifts ohne Blockierung
umgelenkt zu werden.
[0060] In einer weiteren Ausgestaltung der Schließvorrichtung nach vorgesehen sein, dass
der Schlüsselkanal eine mindestens der Anzahl von Ringen entsprechende Mehrzahl von
Längsnuten aufweist, wobei jedem Ring eine Längsnut zugeordnet ist, deren Querschnittskontur
komplementär zu einer Außenquerschnittskontur des jeweiligen Rings ausgebildet ist.
[0061] Auf diese Weise kann die Außenquerschnittskontur des Rings als weiteres Sicherheitsmerkmal
dienen, das mittels des Schlüsselkanals abgefragt wird. Der jeweilige Ring rollt dann
während des Einführens des Schlüssels in der jeweils komplementär ausgebildeten Querschnittskontur
des Schlüsselkanals ab und wird an dessen Ende durch den jeweiligen Stützstift umgelenkt
bzw. ausgelenkt. Auf diese Weise kann ein Labyrinth ausgebildet werden, das als weiteres
Sicherheitsmerkmal dient.
[0062] In einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass dem ersten Ring eine erste
Längsnut zugeordnet ist und dem zweiten Ring eine zweite Längsnut zugeordnet ist,
und wobei die erste Längsnut und die zweite Längsnut in einander gegenüberliegenden
Flächen des Schlüsselkanals ausgebildet sind.
[0063] Auf diese Weise werden entgegengesetzt zueinander verlaufende Labyrinthe für den
ersten Ring und den zweiten Ring ausgebildet. Bei einem Einführen des Schlüssels in
den Schließkanal werden die Ringe in unterschiedliche Richtungen ausgelenkt, um das
Vorschieben des Schlüssels in den Schlüsselkanal freizugeben. An dessen Ende werden
sie durch die einander gegenüberliegenden Stützstifte dann in entgegengesetzte Richtungen
umgelenkt. Auf diese Weise wird die Bewegbarkeit der beiden Ringe entgegengesetzt
zueinander und in beide Richtungen bezogen auf eine unausgelenkte Stellung abgefragt,
was die Sicherheit weiter erhöht. Es kann auch vorgesehen sein, dass dem ersten Ring
eine erste Längsnut zugeordnet ist und dem zweiten Ring eine zweite Längsnut zugeordnet
ist, und wobei die erste Längsnut und die zweite Längsnut in derselben Fläche des
Schlüsselkanals ausgebildet sind. Diese Ausgestaltung kann insbesondere vorgesehen
sein, wenn beide Stützstifte auf derselben Seite des Schlüsselkanals angeordnet sind.
[0064] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0065] Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine isometrische Ansicht auf eine Ausführungsform eines Schlüssels,
- Fig. 2
- eine entgegengesetzt isometrische Ansicht des Schlüssels in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Schlüssel in der Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht entlang einer Linie IV-IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht entlang einer Linie V-V in Fig. 3,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht eines einzelnen Rings,
- Fig. 7
- eine Querschnittsansicht, in der der Ring in einer Ringmittelebene geschnitten ist,
- Fig. 8
- eine isometrische Ansicht eines Rings,
- Fig. 9
- eine geschnittene isometrische Ansicht eines Rings,
- Fig. 10
- eine Baugruppendarstellung zweier Ringe auf einer Welle, wobei in gestrichelten Linien
eine Aussparung in der Draufsicht dargestellt ist,
- Fig. 11
- eine isometrische Ansicht der entgegengesetzt zueinander ausgelenkten Ringe, wenn
sie senkrecht zu der in Fig. 10 dargestellten Zeichnungsebene ausgelenkt sind,
- Fig. 12
- eine Explosionsdarstellung zur Erläuterung einzelner Elemente des Schlüssels und der
Schließvorrichtung,
- Fig. 13
- eine isometrische Darstellung einer zusammengebauten Schließvorrichtung,
- Fig. 14
- eine Seitenansicht der Schließvorrichtung in Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Querschnittsansicht der Schließvorrichtung entlang einer Linie XV-XV in Fig.
14,
- Fig. 16a
- eine Draufsicht in Richtung des Pfeils XVI in Fig. 13, wobei kein Schlüssel im Schlüsselkanal
angeordnet ist, um dessen Profilquerschnitt zu verdeutlichen, die Ringe befinden sich
in einem in den Schlüsselkanal eingeführten Zustand am Beginn des Schlüsselkanals,
- Fig. 16b
- eine Draufsicht in Richtung des Pfeils XVI in Fig. 13, wobei kein Schlüssel im Schlüsselkanal
angeordnet ist, um dessen Profilquerschnitt zu verdeutlichen, die Ringe befinden sich
hier in einem aus- bzw. umgelenkten Zustand,
- Fig. 17
- freigeschnittene Elemente der Schließvorrichtung, um eine Auslenkung der Ringe zur
Bereitstellung des Freigabezustands zu verdeutlichen, und
- Fig. 18
- eine isometrische Darstellung der Anordnung in Fig. 17.
[0066] Die Fig. 1 zeigt eine isometrische Ansicht einer Ausführungsform eines Schlüssels
10. Der Schlüssel weist einen Schlüsselkopf 12 auf, der auch Schlüsselreide genannt
wird. Der Schlüsselkopf 12 dient zum manuellen Greifen des Schlüssels 10. Ausgehend
von dem Schlüsselkopf 12 erstreckt sich ein Schlüsselschaft 14. An dem Schlüsselschaft
14 sind verschiedene Sicherheitsmerkmale angeordnet, die bei einem Einschieben des
Schlüssels 10 in eine entsprechende Schließvorrichtung abgefragt werden. Bei positiver
Abfrage wird ein Verbringen der Schließvorrichtung von einem Sperrzustand in einen
Freigabezustand ermöglicht.
[0067] Der Schlüsselschaft 14 erstreckt sich entlang einer Längsrichtung 16. Der Schlüsselschaft
14 weist ein rechteckiges oder im Wesentlichen rechteckiges Querschnittsprofil auf.
Die beiden längeren Seiten dieses Rechtecks werden als Schlüsselbreitseitenflächen
18, 18' bezeichnet. Die beiden kürzeren Seiten des Rechtecks im Querschnitt werden
im Folgenden als Schlüsselschmalseitenflächen 20, 20' bezeichnet. Die Schlüsselbreitseitenflächen
18, 18' und die Schlüsselschmalseitenflächen 20, 20' sind folglich entgegengesetzt
zueinander angeordnet. Jede der Schlüsselbreitseitenflächen 18, 18' kann mindestens
eine Erhebung 22 aufweisen, des Weiteren kann mindestens eine Längsnut 24 vorgesehen
sein. Sowohl die mindestens eine Erhebung 22 als auch die mindestens eine Längsnut
24 dienen als weitere Sicherheitsmerkmale des Schlüsselschafts 14, das mit einer entsprechenden
komplementären Ausgestaltung eines Querschnittsprofils eines Schlüsselkanals der Schließvorrichtung
zusammenwirkt, um nur bei passenden Querschnittsprofilen das Einführen des Schlüssels
10 zu ermöglichen.
[0068] Quer zu der Längsrichtung 16 verläuft eine Welle 26. Diese ist in den Schlüsselschaft
14 eingepresst und somit fest, insbesondere drehfest, in dem Schlüsselschaft 14 angeordnet.
Auf der Welle 26 sind zwei Ringe 28, 30 bzw. ein erster Ring 30 und ein zweiter Ring
28 angeordnet. Die Dimensionierung der Ringe 28, 30 wird im Folgenden noch detaillierter
erläutert. Ein Innendurchmesser jedes der Ringe 28, 30 ist größer als ein Außendurchmesser
der Welle 26. Dies ermöglichte in Spiel der Ringe 28, 30 auf der Welle 26 und somit
eine Bewegung jedes der Ringe 28, 30 relativ zu der Welle 26.
[0069] Folglich ist eine Aussparung 32 vorgesehen, die sich durch den gesamten Schlüsselschaft
14 und die Schlüsselbreitseitenflächen 18, 18' erstreckt. Die Welle 26 erstreckt sich
durch die Aussparung 32. In der dargestellten Ausführungsform weist die Aussparung
32 eine längliche Form auf und erstreckt sich parallel zu der Längsrichtung 16. Auf
der Welle 26 und in der Aussparung 32 sind die Ringe 28, 30 angeordnet. Hinsichtlich
der Dimensionierung der Aussparung 32 relativ zu den Ringen 28, 30 wird im Folgenden
ebenfalls noch detailliert ausgeführt. Die Aussparung 32 ist etwas größer als eine
zusammengenommene Breite der beiden Ringe 28, 30 ausgeführt und weist eine Längserstreckung
parallel zur Längsrichtung 16 auf, die etwas größer als der Außendurchmesser der Ringe
ist. Auf diese Weise sind die Ringe 28, 30 mit einem geringen Spiel durch die Aussparung
32 geführt. Die Ringe können sich abgesehen von dem Spiel nicht in Längsrichtung 16
bewegen und auch nicht quer zur Längsrichtung 16 auf der Welle 26 bewegen, abgesehen
von einem bereitgestellten Spiel. Das Spiel ermöglicht ein Rotieren der Ringe 28,
30 auf der Welle 26. Dadurch wird insbesondere ein Reibungswiderstand durch die Ringe
28, 30 bei einem Einführen des Schlüssels 10 verringert. Des Weiteren ist jedoch eine
Bewegung senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen 18, 18' bzw. der Längsrichtung
16 und parallel zu den Schlüsselschmalseitenflächen 20 ermöglicht. Die Ringe 28, 30
können somit separat voneinander geführt durch die Aussparung 32 relativ zu der Welle
26 und dem Schlüsselschaft 14 bewegt werden.
[0070] In der dargestellten Ausführungsform sind genau zwei Ringe 28, 30 vorgesehen. Grundsätzlich
können jedoch auch mehr als zwei Ringe 28, 30 vorgesehen sein. Beispielsweise kann
eine gerade Anzahl von Ringen, beispielsweise vier oder sechs Ringe, auf der Welle
26 angeordnet sein. Es kann aber auch eine ungerade Anzahl, beispielsweise drei Ringe,
auf der Welle 26 angeordnet sein. Die Ringe 28, 30 sind nebeneinander auf der Welle
angeordnet. Das heißt sie weisen zwischen sich keinerlei Distanzstücke, Hülsenelemente
oder Ähnliches zu ihrer Beabstandung auf. Die Ringe 28, 30 liegen somit unmittelbar
nebeneinander. In der dargestellten Ausführungsform sind der erste Ring 28 und der
zweite Ring 30 benachbart zueinander auf der Welle 26 angeordnet.
[0071] Die Aussparung mit den Ringen 28, 30 ist in einem vorderen Drittel 15 des Schlüsselschafts
14 angeordnet. Als vorderes Drittel 15 wird hiermit ein dem Schlüsselkopf 12 abgewandtes
Drittel 15 des sich ausgehend von dem Schlüsselkopf 12 überstreckenden Schlüsselschafts
14 verstanden.
[0072] Die Fig. 2 zeigt den Schlüssel 10 in der Fig. 1 in einer isometrischen Ansicht aus
entgegengesetzter Perspektive. Gezeigt ist somit die der Schlüsselbreitseitenfläche
18 entgegengesetzte Schlüsselbreitseitenfläche 18'. Gleiche Elemente sind mit gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet und werden nicht erneut erläutert. Wie zu erkennen ist,
weist jede der Schlüsselschmalseitenflächen 20, 20' eine Öffnung 42 auf, durch die
die Welle 26 in den Schlüsselschaft eingepresst werden kann. Des Weiteren weist in
der dargestellten Ausführungsform die Schlüsselbreitseitenfläche 18' eine Mehrzahl
von Vertiefungen 34 auf, die durch Profilstifte eines Schließzylinders abgefragt werden
können und als weitere Sicherheitsmerkmale dienen.
[0073] Die Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den in der Fig. 2 dargestellten Schlüssel. Gleiche
Elemente sind wiederum mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und werden nicht
erneut erläutert. In dieser Draufsicht sind die Geometrie der Aussparung 32 und die
Lage der Ringe 28, 30 gezeigt. Der Schlüssel 10 oder der Schlüsselschaft 14 weist
eine Mittelebene 36 auf. Die Mittelebene 36 liegt auf halber Breite zwischen den Schlüsselschmalseitenflächen
20, 20'. Die Aussparung 32 ist symmetrisch zu der Mittelebene 36 angeordnet. Jeweils
einer der Ringe 28, 30 ist zu jeder Seite der Mittelebene 36 angeordnet. Auf diese
Weise wird durch die symmetrische Anordnung der Ringe 28, 30 insbesondere eine Funktion
des Schlüssels 10 als Wendeschlüssel möglich. Ein derartiger Wendeschlüssel kann unabhängig
von seiner Orientierung in dem Schlüsselkanal einer Schließvorrichtung eine Verbringung
in den Freigabezustand bewirken. Dies wird durch die entsprechende Ausgestaltung der
Merkmale, insbesondere der Schlüsselbreitseitenflächen 18, 18' bereitgestellt. Insofern
können entsprechende Merkmale, wie beispielsweise die Vertiefungen 34, auch entgegengesetzt
der Schlüsselbreitseitenfläche 20 in der Schlüsselbreitseitenfläche 20' angeordnet
sein, auch wenn diese aus zeichnerischen Gründen in der dargestellten Ausführungsform
nicht ausgeführt sind, um eine Funktionalität als Wendeschlüssel bereitzustellen.
[0074] Des Weiteren kann die Schlüsselbreitseitenfläche 18' zumindest eine Spitzenvertiefung
38, in der dargestellten Ausführungsform zwei Spitzenvertiefungen 38 aufweisen. Dabei
geht eine Spitzenvertiefung 38 in die Aussparung 32 über. Dies ermöglicht es beispielsweise,
ein Abgleiten eines Profilstifts an einer Kante der Aussparung 32 während des Einführen
des Schlüssels 10 zu vereinfachen.
[0075] Die Fig. 4 zeigt eine Querschnittsansicht entlang einer Linie IV-IV in der Fig. 3.
Gezeigt ist folglich ein Querschnitt entlang der Längsrichtung 16 in der Mittelebene
36 durch den Schlüssel 10. Im Querschnitt gezeigt ist die Aussparung 32 und die in
der Aussparung 32 angeordnete Welle 26, deren Längsrichtung quer zu der Längsrichtung
16 und senkrecht zu der Mittelebene 36 in der dargestellten Ausführungsform verläuft.
Ein Abstand zwischen den Schlüsselbreitseitenflächen 18' und 18 ist mit dem Bezugszeichen
41 bezeichnet. Wie zu erkennen ist, weist der Ring 28, und ebenfalls der in der dargestellten
Ausführungsform identisch ausgebildete Ring 30, einen Außendurchmesser auf, der größer
als dieser Abstand 41 ist. Folglich ragt der Ring 28 über die Schlüsselbreitseitenfläche
18 hinaus in der in der Fig. 4 dargestellten ausgelenkten Position. Der Ring 28 ist
in der dargestellten Position in Richtung des Richtungspfeils 40, der innerhalb der
Ebene 36 senkrecht zu der Längsrichtung 16 verläuft, ausgelenkt. Geführt wird diese
Bewegung durch die Aussparung 32, die nur etwas größer, beispielsweise 0,05 mm, 0,1
mm, 0,15 mm, 0,2 mm, 0,25 mm, 0,3 mm, größer in ihrer Erstreckung parallel zu der
Längsrichtung 16 als ein Außendurchmesser des Rings 28 ist. Auf diese Weis wird eine
Auslenkung des Rings 28 parallel zur Richtung 40 möglich. Gleiches gilt für den Ring
30. Die beiden Ringe 28, 30 können unabhängig voneinander ausgelenkt werden.
[0076] Die Fig. 5 zeigt eine Querschnittsansicht entlang einer Linie V-V in der Fig. 3.
Erkennbar ist, dass sich die Welle 26 durch den gesamten Schlüsselschaft 14 erstreckt.
Wie bereits erwähnt, weist jede der Schlüsselschmalseitenflächen 20 eine Öffnung 42
auf. Auf diese Weise kann die Welle 26 quer durch den Schlüsselschaft 14 eingepresst
werden. Die übrigen Elemente sind mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und werden
nicht erneut erläutert.
[0077] Gezeigt ist des Weiteren die Auslenkung der Ringe 28, 30 in entgegengesetzte Richtungen.
Der Ring 28 ragt folglich über die Schlüsselbreitseitenfläche 18 hinaus. Der Ring
30 ragt über die Schlüsselbreitseitenfläche 18' heraus. Somit ist nicht nur eine gleichgerichtete
Bewegung der Ringe 28, 30 möglich, sondern Bewegungen in entgegengesetzte Richtungen.
Dies erhöht weiter die mittels des Schlüssels 10 bereitstellbare Sicherheit einer
Schließvorrichtung.
[0078] In den Fig. 6 bis 9 ist ein einzelner Ring 28 dargestellt. Die Fig. 6 zeigt eine
Seitenansicht des Rings. Die Fig. 7 zeigt eine Querschnittsansicht des Rings. Die
Fig. 8 zeigt eine isometrische Darstellung des Rings 28 der Fig. 6. Die Fig. 9 zeigt
eine isometrische Darstellung einer freigeschnittenen Hälfte des Rings 28.
[0079] Der Ring weist einen Innendurchmesser 50 und einen Außendurchmesser 52 auf. Der Ring
28 ist rotationssymmetrisch um eine Rotationssymmetrieachse 62 ausgebildet. An einem
äußeren Umfang weist der Ring eine Außenumfangsfläche 56 auf. Eine Breite des Rings
in der Fig. 7 ist mit dem Bezugszeichen 51 bezeichnet. Auf der halben Breite des Rings
liegt die sogenannte Ringmittelebene 64. Der Ring 28 ist hinsichtlich der Ringmittelebene
64 asymmetrisch ausgebildet. Insbesondere ist eine Außenumfangsfläche 56 des Rings
28 asymmetrisch ausgebildet. Die Außenumfangsfläche 56 weist einen Abschnitt 58 auf.
Dieser ist in der dargestellten Ausführungsform in etwa um 45° zu der Ringmittelebene
64 geneigt. Grundsätzlich sollt dieser Abschnitt 58 derart ausgestaltet sein, dass
er sich nicht an einem Profilstift oder Stützstift des Schließzylinders verfangen
kann. Des Weiteren weist die Außenumfangsfläche 56 einen konkaven Abschnitt 60 auf.
Ein derartiger konkaver Abschnitt 60 kann beispielsweise vorgesehen sein, um mittels
des durch ihn bereitgestellten Freiraums das Vorschieben des Rings 28 in dem Schlüsselkanal
zu ermöglichen. Aufgrund der durch den konkaven Abschnitt 60 bereitgestellte geringere
Querschnittsfläche des Rings 28 können so Kollisionen vermieden bzw. mehr Platz für
andere Sicherheitsmerkmale einer Schließvorrichtung bereitgestellt sein.
[0080] Die Fig. 10 zeigt die Welle 26 und die darauf angeordneten, identisch ausgebildeten
Ringe 28 und 30. Es ist eine Draufsicht gezeigt, diese Richtung entspricht derjenigen
der Fig. 3. Die Welle 26 erstreckt sich dabei, wie durch den Pfeil 66 bezeichnet ist,
quer zu der Längsrichtung 16 des Schlüssels und senkrecht zu der Mittelebene 36. Ein
Außendurchmesser der Welle ist mit dem Bezugszeichen 54 bezeichnet. Wie bereits beschrieben
wurde, ist der Innendurchmesser 50 der Ringe 28, 30 größer als der Außendurchmesser
54 der Welle 26. Eine Länge der Aussparung parallel zur Längsrichtung 16 ist mit dem
Bezugszeichen 74 bezeichnet. Eine Breite der Aussparung 32 ist mit dem Bezugszeichen
76 bezeichnet. Wie bereits erwähnt ist die Breite 76 der Aussparung 32 etwas größer
als eine Gesamtbreite 72 der Ringe 28, 30. Mit Gesamtbreite ist dabei die zusammengenommene
Breite der Ringe 28, 30 gemeint. Im Falle der dargestellten Ausführungsform von zwei
identisch ausgebildeten Ringen 28, 30 ist die Gesamtbreite 72 somit das Zweifache
der Breite 51. Die Länge 74 der Aussparung 32 ist etwas größer als der Außendurchmesser
52 der Ringe 28, 30. Insbesondere um eine Funktion als Wendeschlüssel zu ermöglichen,
sind die Ringe 28, 30 bezüglich der Mittelebene 36 symmetrisch angeordnet. Die Ringe
28, 30 sind somit identisch ausgebildet, aber in entgegengesetzten Orientierungen
auf der Welle 26 angeordnet. Somit ergibt sich eine Lage quasi "Rücken an Rücken".
Das bedeutet, dass die konkaven Abschnitte 60 einander zugewandt sind. Auf diese Weise
ergibt sich trotz der asymmetrischen Ausgestaltung jedes der Ringe bezüglich seiner
Ringmittelebene 74 eine insgesamt symmetrische Anordnung hinsichtlich der Mittelebene
36.
[0081] Die Fig. 11 zeigt erneut eine isometrische Ansicht der Darstellung der Fig. 10. Aus
der in der Fig. 10 dargestellten "Neutralstellung", in der die Ringe 28, 30 nicht
ausgelenkt sind, zeigt die Fig. 11 einen ausgelenkten Zustand, in dem der Ring 30
in Richtung 68 und der Ring 28 in die entgegengesetzte Richtung 70 ausgelenkt ist.
Wie im Folgenden noch erläutert wird, ist dieser Auslegungszustand insbesondere sicherheitsrelevant
für eine Schließvorrichtung, um diese in den Freigabezustand zu verbringen.
[0082] Die Fig. 12 zeigt eine Explosionsansicht einer Schließvorrichtung 80. Die Schließvorrichtung
80 weist den Schlüssel 10 auf, wie er voranstehend im Zusammenhang mit den Fig. 1
bis 11 beschrieben wurde. Gleiche Elemente sind daher mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und werden nicht erneut erläutert. Darüber hinaus weist die Schließvorrichtung 80
einen Schließzylinder 81 auf. In der dargestellten Ausführungsform ist der Schließzylinder
81 ein Profilzylinder. Es kann jedoch auch eine andere Form sein, beispielsweise ein
Rundzylinder oder Ovalzylinder.
[0083] Der Schließzylinder 81 weist ein Gehäuse 82 und einen Zylinderkern 84 auf. Der Zylinderkern
84 ist mittels eines Sprengrings 86 in dem Gehäuse 82 montiert. Das Gehäuse 83 ist
ansonsten beispielsweise mit einer Montagebohrung 87 oder Gewindebohrung versehen,
um den Schließzylinder 81 in einer Tür verschrauben zu können. Des Weiteren kann das
Gehäuse 82 und auch der Zylinderkern 84 eine Vielzahl von Bohrungen aufweisen, in
denen jeweils Sperrsicherungen, insbesondere Stiftzuhaltungen, geführt sind, um verschiedene
Sicherheitsmerkmale eines Schlüssels 10 abzufragen. Dargestellt und im Folgenden erläutert
werden lediglich die im Zusammenhang mit den Ringen 28 und 30 stehenden Sperrsicherungen,
insbesondere Stiftzuhaltungen, die mit den Ringen 28, 30 zusammenwirken.
[0084] Der Zylinderkern 84 weist einen Schlüsselkanal 88 auf. Der Schlüssel 10 wird in diesen
Schlüsselkanal 88 eingeführt. Nachdem der Schlüssel 10 vollständig eingeführt wurde
und alle Sicherheitsmerkmale des Schlüssels 10 positiv abgefragt wurden, sind sämtliche
Sperrsicherungen in eine Position bewegt, die ein Drehen des Zylinderkerns relativ
zu dem Gehäuse 82 ermöglichen. Dies ist der Freigabezustand. Wenn der Schlüssel 10
nicht vollständig in den Schlüsselkanal 88 eingeschoben oder gänzlich aus diesem herausgezogen
wird, ist ein Drehen des Zylinderkerns 81 relativ zu dem Gehäuse 82 nicht möglich.
Dies wird als Sperrzustand bezeichnet.
[0085] In dem Schließzylinder 80 sind, wie bereits voranstehend beschrieben, mehrere Profilstifte
90 vorgesehen, die dazu dienen können, Vertiefungen 34 in dem Schlüsselschaft 14 abzufragen.
Diese sind jedoch bezüglich der Funktionalität der Ringe 28, 30 nicht von herausgehobener
Bedeutung. Mit den Ringen 28, 30 zusammenwirken ein erster Stützstift 92 und ein zweiter
Stützstift 94. Die Stützstifte 92, 94 sind in den Zylinderkern 84 eingepresst. Sie
sind nicht bewegbar. Die Stützstifte 92, 94 lenken einen jeweiligen Ring 28, 30 in
die in der Fig. 11 angedeutete Lage aus und stützen diesen gegenüber einer jeweiligen
Sperrsicherung oder Stiftzuhaltung 104, 106 ab. Eine erste Sperrsicherung oder Stiftzuhaltung
ist mit dem Bezugszeichen 104 bezeichnet. Diese wirkt mit dem ersten Stützstift 92
zusammen. Die erste Sperrsicherung ist schematisch angedeutet und weist üblicherweise
einen Kernstift 96 auf. Ein Gehäusestift 98 ist mittels eines Federelements 100 oder
Stützfeder gegenüber einem Stützelement 102 abgestützt. In dem Sperrzustand verhindert
ein Hineinragen des Gehäusestifts 98 in den Zylinderkern 84 eine Drehung des Zylinderkerns
84. In dem Freigabezustand ist eine Kontaktfläche zwischen dem Kernstift 96 und dem
Gehäusestift 98 derart angeordnet, dass der Gehäusestift 98 nicht in den Zylinderkern
84 hereinragt, wobei auch der Kernstift 96 nicht in das Gehäuse 82 hineinragt. Auf
diese Weise wird die Drehung des Zylinderkerns 84 gegenüber dem Gehäuse 82 ermöglicht.
Lediglich schematisch angedeutet ist darüber hinaus die zweite Sperrsicherung oder
Stiftzuhaltung 106 anhand eines Kernstift 98. Die übrigen Elemente dieser Sperrsicherung
sind aus Übersichtsgründen nicht dargestellt. Diese zweite Sperrsicherung 106 wirkt
mit dem zweiten Stützstift 94 zusammen.
[0086] Die Fig. 13 zeigt eine isometrische zusammengebaute Ansicht der Schließvorrichtung
80. Der Schlüssel 10 ist dabei vollständig in den Zylinderkern 84 eingeführt. Der
Zylinderkern ist mittels des Sprengrings 86 in dem Gehäusemund 82 montiert.
[0087] Die Fig. 14 zeigt eine entsprechende Seitenansicht der Zusammenbauansicht der Fig.
13. Gleiche Elemente sind dabei mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0088] Die Fig. 15 zeigt eine Querschnittsansicht entlang einer Linie XV-XV der Fig. 14.
Gleiche Elemente wie in der Explosionsdarstellung der Fig. 12 sind mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet und werden nicht erneut erläutert. In der dargestellten Ansicht befindet
sich die Schließvorrichtung 80 in einem Freigabezustand. Der Schlüssel 10 ist vollständig
in den Schlüsselkanal 88 eingeführt. In dieser Stellung lenkt der erste Stützstift
92 den Ring 30 aus und bewegt dadurch den Kernstift 96. Dieser wiederum verschiebt
den Gehäusestift 98 entgegen der Kraft der Feder 100, die an dem Stützelement 102
abgestützt ist. Wie zu erkennen ist, liegt somit eine Berührungsfläche zwischen dem
Kernstift 96 und dem Gehäusestift 98 direkt an einer Umfangsfläche des Zylinderkerns
84, so dass dieser in dem Gehäuse 82 gedreht werden kann. Eine entsprechende Auslenkung
ergibt sich aufgrund einer Auslenkung des Rings 28 an dem zweiten Stützstift 94, so
dass der Kernstift 99 ausgelenkt wird. Wie bereits ausgeführt, ist die weitere Seite
der Sperrsicherung oder Stiftzuhaltung 106 lediglich schematisch angedeutet. Jeder
der Stützstifte 92 und 94 ist etwa um einen Winkel von 45° schräg zu dem Schlüsselkanal
angeordnet. Jeder der Stützstifte 92 und 94 weist eine Kegelspitze auf, die an der
jeweiligen Außenumfangsfläche 56 jedes Rings 28, 30 entlang gleitet, um diesen beim
Einführen des Schlüssels 10 auszulenken. Die Stützstifte 92 und 94 sind auf gegenüberliegenden
Seiten des Schlüsselkanals 88 angeordnet. Entsprechend sind auch die erste Stiftzuhaltung
104 und die zweite Stiftzuhaltung 106 auf gegenüberliegenden Seiten des Schlüsselkanals
88 angeordnet.
[0089] Die Fig. 16a zeigt einen Blick auf den Schlüsselkanal 88. Die Blickrichtung ist in
der Fig. 13 gezeigt. Der Schlüssel 10 ist jedoch hier bis auf die Welle 26 und die
Ringe 28, 30 herausgeschnitten. Es wurde bereits erläutert, dass die Außenumfangsfläche
56 bezüglich einer jeweiligen Ringmittelebene 64 asymmetrisch ausgebildet ist. Wie
zu erkennen ist, weist jeder Schlüsselkanal 88 in einander gegenüberliegenden Flächen
ein jeweils komplementäres Querschnittsprofil auf, um diesen asymmetrischen Außenumfangsquerschnitt
jedes Rings 28, 30 abzufragen. Es ist somit zu erkennen, dass der Ring 28 zunächst
auf einer Neutralstellung in der Fig. 16a "nach oben" versetzt in den Schlüsselkanal
88 geführt wird. Der Ring 30 wird entsprechend "nach unten" versetzt durch den Schlüsselkanal
88 geführt. Die jeweiligen asymmetrischen Außenumfangsquerschnitte fügen sich dabei
in die komplementäre Profilquerschnitte 109 und 110. Die komplementären Profilquerschnitte
109, 110 erstrecken sich als Längsnuten vollständig durch den Schlüsselkanal 88 und
führen die Ringe während des Einführens des Schlüssels 10 bis an ein hinteres Ende
des Schlüsselkanals 88, in dem die Ringe 28, 30 durch die Stützstifte 92 und 94 ausgelenkt
werden.
[0090] Die Fig. 16b zeigt einen Blick auf den Schlüsselkanal 88. In der in der Fig. 16b
dargestellten Stellung befindet sich die Schließvorrichtung 80 in einem Freigabezustand.
Wie in der Fig. 16b erkennbar ist, werden die Ringe hier dann in entsprechend entgegengesetzte
Richtungen weg von ihren jeweiligen komplementären Profilquerschnitten 109, 110 ausgelenkt.
Auf diese Weise ist ein Labyrinth bereitgestellt, durch das die Ringe 28, 30 als bewegliche
Elemente geführt werden müssen, um den Freigabezustand zu erreichen. Es ist somit
zwingend notwendig, dass die Ringe 28, 30 separat oder unabhängig voneinander auf
der Welle 26 bewegt werden können. Auf diese Weise lässt sich die Sicherheit der dargestellten
Schließvorrichtung 80 deutlich erhöhen. Des Weiteren ist eine Sicherheit des Schlüssels
10 vor unbefugten Nacharbeitungen bzw. Kopien deutlich erhöht, weil die Ringe 28,
30 als separat voneinander bewegbare Elemente bekannt und nachgefertigt werden müssen.
[0091] Des Weiteren sind weitere Längsnuten 112, 112', 113, 113'dargestellt, die mit entsprechenden
Erhebungen 22 des Schlüssels zusammenwirken und ebenfalls als sicherheitsrelevante
Abfrage dienen. Es ist erkennbar, dass der Schlüsselkanal 88 in seinem Querschnitt
punktsymmetrisch ausgebildet ist, um die Funktion des Schlüssels 10 als Wendelschlüssel
zu unterstützen. Die komplementären Profilquerschnitte 109, 110 sind entsprechend
auf einer gegenüberliegenden Seite 115, 117 des Schlüsselkanals 88 angeordnet.
[0092] Die Fig. 17 und 18 zeigen noch einmal eine freie Sicht auf die an dem Freigabezustand
und im Zusammenwirken mit den Ringen 28 und 30 beteiligten Elemente des Schließzylinders
81. Deutlich erkennbar ist noch einmal das Auslenken der Ringe 28 und 30 in entgegengesetzte
Richtung. Ausgelenkt werden diese über die um den Winkel 108, insbesondere einen Winkel
von 45°, gegenüber dem Schlüsselkanal 88 bzw. einer Längserstreckung der Welle 26
geneigten Stützstifte 92 und 94. Diese lenken jeweils einen der Ringe 28, 30 aus und
stützen diesen gegen einen jeweiligen Kernstift 96, 99 ab. Durch das Einführen des
Schlüssels 10 wird somit jeder der Ringe 28, 30 zwischen einen zugeordneten Stützstift
und Kernstift geschoben. Der Ring 30 wird zwischen den Stützstift 92 und den Kernstift
96 geschoben. Der Ring 28 wird zwischen den Stützstift 94 und den Kernstift 99 geschoben.
Aufgrund der festen Anordnung der Stützstifte 92, 94 wird dabei ein jeweiliger Ring
29, 30 ausgelenkt und bewegt einen entsprechenden Kernstift 96, 99, so dass eine dazugehörige
Sperrsicherung 104, 106 in den Freigabezustand bewegt wird. Wie bereits voranstehend
ausgeführt erfolgt dabei insbesondere die Bewegung der Ringe 28, 30 in zueinander
entgegengesetzte Richtungen.
[0093] Die vorliegende Offenbarung umfasst des Weiteren die folgenden Sätze:
Satz 1. Schlüssel (10) für einen Schließzylinder (81), wobei der Schlüssel (10) einen
sich entlang einer Längsrichtung (16) erstreckenden Schlüsselschaft (14) mit zwei
Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') aufweist, wobei der Schlüsselschaft (14) eine
Aussparung (32) durch die Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') aufweist, wobei sich
eine Welle (26) durch die Aussparung (32) erstreckt, und wobei die Welle (26) drehfest
in dem Schlüsselschaft (14) angeordnet ist, und dadurch gekennzeichnet, dass in der
Aussparung (32) mindestens zwei Ringe (28, 30) auf der Welle (26) nebeneinander angeordnet
sind, wobei ein Innendurchmesser (50) jedes Rings (28, 30) größer als ein Außendurchmesser
(54) der Welle (26) ist.
Satz 2. Schlüssel (10) nach Satz 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (10)
genau zwei Ringe (28, 30) aufweist, insbesondere wobei die Ringe (28, 30) benachbart
zueinander auf der Welle (26) angeordnet sind.
Satz 3. Schlüssel (10) nach Satz 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe
(28, 30) identisch ausgebildet sind, insbesondere wobei die Ringe (28, 30) eine identische
Form und Dimensionierung aufweisen.
Satz 4. Schlüssel (10) nach Satz 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe
(28, 30) jeweils zu einer Rotationssymmetrieachse (62) symmetrisch ausgebildet sind,
und relativ zu einer senkrecht zu der Rotationssymmetrieachse (62) verlaufenden Ringmittelebene
(64) asymmetrisch ausgebildet sind, insbesondere wobei eine Außenumfangsfläche (56)
des Rings (28, 30) asymmetrisch zu der Ringmittelebene (64) ausgebildet ist.
Satz 5. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussparung (32) symmetrisch zu einer sich senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen
(18, 18') und parallel zu einer sich in Längsrichtung (16) erstreckenden Mittelebene
(36) des Schlüsselschafts (14) angeordnet ist.
Satz 6. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ringe (28, 30) symmetrisch zu einer sich senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen
(18, 18') und parallel zu der Längsrichtung (16) erstreckenden Mittelebene (36) des
Schlüsselschafts (14) angeordnet sind.
Satz 7. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
jeweils einer der zwei Ringe (28, 30) auf jeder Seite einer sich senkrecht zu den
Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') und parallel zu der Längsrichtung (16) erstreckenden
Mittelebene (36) des Schlüsselschafts (14) angeordnet ist.
Satz 8. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ringe (28, 30) spiegelbildlich zueinander auf der Welle (26) angeordnet sind.
Satz 9. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussparung (32) derart dimensioniert ist, dass die Ringe (28, 30) senkrecht zu
den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') geführt und auf der Welle (26) drehbar sind.
Satz 10. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Breite (76) der Aussparung (32) etwas größer als eine Gesamtbreite (72) der nebeneinander
angeordneten Ringe (28, 30) ist, so dass eine durch die Aussparung (32) und den jeweils
anderen Ring (30, 28) geführte Bewegung (68, 70) jedes Rings (28, 30) senkrecht zu
den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') ermöglicht ist, insbesondere wobei eine
Länge (74) der Aussparung (32) parallel zu der Längsrichtung (16) etwas größer als
ein jeweiliger Außendurchmesser (52) der Ringe (28, 30) ist.
Satz 11. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die Welle (26) parallel zu den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') in dem Schlüsselschaft
(14) angeordnet ist.
Satz 12. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlüsselschaft (14) mindestens eine parallel zu der Längsrichtung (16) verlaufende
Längsnut (24) in mindestens einer der Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') aufweist.
Satz 13. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlüsselschaft (14) in mindestens einer der Schlüsselbreitseitenflächen (18,
18') mindestens eine Vertiefung (34) zur Abfrage eines Profilstifts (90) aufweist.
Satz 14. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aussparung (32) in einem einem Schlüsselkopf (12) abgewandten vorderen Drittel
(15) des Schlüsselschafts (14) angeordnet ist.
Satz 15. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlüssel (10) als Wendeschlüssel ausgebildet ist.
Satz 16. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass
die Welle (26) sich durch den gesamten Schlüsselschaft (14) erstreckt, und wobei der
Schlüsselschaft (14) zwei einander entgegengesetzte Schlüsselschmalseitenflächen (20,
20') aufweist, und wobei jede Schlüsselschmalseitenfläche eine Öffnung (42) zum Einpressen
der Welle (26) aufweist.
Satz 17. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Außendurchmesser (52) jedes Rings (28, 30) größer als ein Abstand (41) zwischen
den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') ist.
Satz 18. Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlüsselschaft (14) in mindestens einer der Schlüsselbreitseitenflächen (18,
18') mindestens eine Spitzenvertiefung (38) aufweist, und wobei die mindestens eine
Spitzenvertiefung (38) an die Aussparung (32) angrenzt.
Satz 19. Schließvorrichtung (80) mit einem Schlüssel (10) nach einem der Sätze 1 bis
18 und einem Schließzylinder (81), wobei der Schließzylinder (81) ein Gehäuse (82)
und einen Zylinderkern (84) aufweist, wobei der Schließzylinder (81) eine mindestens
der Anzahl von Ringen (28, 30) entsprechende Mehrzahl von Sperrsicherungen (104, 106)
aufweist, wobei jede Sperrsicherung (104, 106) zwischen einem Sperrzustand und einem
Freigabezustand bewegbar ist und eine Drehbewegung des Zylinderkerns (84) gegenüber
dem Gehäuse (82) in dem Sperrzustand sperrt und in dem Freigabezustand freigibt, wobei
jedem Ring (28, 30) eine der Sperrsicherungen (104, 106) zugeordnet ist, und wobei
der Schließzylinder (81) durch vollständiges Einführen des Schlüssels (10) in einen
Schlüsselkanal (88) des Zylinderkerns (84) von dem Sperrzustand in den Freigabezustand
überführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkern (84) für jeden Ring
(28, 30) einen der jeweiligen Sperrsicherung (104, 106) zugeordneten Stützstift (92,
94) aufweist, und wobei durch Einführen jedes der Ringe (28, 30) zwischen den jeweiligen
zugeordneten Stützstift (92, 94) und die jeweilige zugeordnete Sperrsicherung (104,
106) die jeweilige zugeordnete Sperrsicherung (104, 106) in den Freigabezustand bewegbar
ist.
Satz 20. Schließvorrichtung nach Satz 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel
(10) genau einen ersten Ring (30) und einen zweiten Ring (28) aufweist, wobei der
Schließzylinder (81) zumindest eine dem ersten Ring (30) zugeordnete erste Sperrsicherung
(104) und eine dem zweiten Ring (28) zugeordnete zweite Sperrsicherung (106) aufweist,
wobei der Zylinderkern (84) einen der ersten Sperrsicherung (104) zugeordneten ersten
Stützstift (92) aufweist und einen der zweiten Sperrsicherung (106) zugeordneten zweiten
Stützstift (94) aufweist, wobei der erste Stützstift (92) in dem Freigabezustand den
ersten Ring (30) gegen die erste Sperrsicherung (104) abstützt, und wobei der zweite
Stützstift (94) in dem Freigabezustand den zweiten Ring (28) gegen die zweite Sperrsicherung
(106) abstützt.
Satz 21. Schließvorrichtung nach Satz 20, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stützstift
(92) und der zweite Stützstift (94) auf gegenüberliegenden Seiten des Schlüsselkanals
(88) angeordnet sind.
Satz 22. Schließvorrichtung nach Satz 20, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stützstift
(92) und der zweite Stützstift (94) auf derselben Seite des Schlüsselkanals (88) angeordnet
sind.
Satz 23. Schließvorrichtung nach einem der Sätze 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Stützstift (92) und der zweite Stützstift (94) schräg zu dem Schlüsselkanal
(88) angeordnet sind, insbesondere unter einem Winkel (108) von 45° relativ zu dem
Schlüsselkanal (88) angeordnet sind.
Satz 24. Schließvorrichtung nach einem der Sätze 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlüsselkanal (88) eine mindestens der Anzahl von Ringen (28, 30) entsprechende
Mehrzahl von Längsnuten (109, 110) aufweist, wobei jedem Ring (28, 30) eine Längsnut
(109, 110) zugeordnet ist, deren Querschnittskontur komplementär zu einer Außenumfangsfläche
(56) des jeweiligen Rings (28, 30) ausgebildet ist.
Satz 25. Schließvorrichtung nach den Sätzen 21 und 24, dadurch gekennzeichnet, dass
dem ersten Ring (30) eine erste Längsnut (109) zugeordnet ist und dem zweiten Ring
(28) eine zweite Längsnut (110) zugeordnet ist, und wobei die erste Längsnut (109)
und die zweite Längsnut (110) in einander gegenüberliegenden Flächen (115, 117) des
Schlüsselkanals (88) ausgebildet sind.
[0094] Es wird das Folgende beansprucht:
1. Schlüssel (10) für einen Schließzylinder (81), wobei der Schlüssel (10) einen sich
entlang einer Längsrichtung (16) erstreckenden Schlüsselschaft (14) mit zwei Schlüsselbreitseitenflächen
(18, 18') aufweist, wobei der Schlüsselschaft (14) eine Aussparung (32) durch die
Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') aufweist, wobei sich eine Welle (26) durch die
Aussparung (32) erstreckt, und wobei die Welle (26) drehfest in dem Schlüsselschaft
(14) angeordnet ist, und dadurch gekennzeichnet, dass in der Aussparung (32) mindestens zwei Ringe (28, 30) auf der Welle (26) nebeneinander
angeordnet sind, wobei ein Innendurchmesser (50) jedes Rings (28, 30) größer als ein
Außendurchmesser (54) der Welle (26) ist, und wobei der Schlüssel (10) als Wendeschlüssel
ausgebildet ist.
2. Schlüssel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (10) genau zwei Ringe (28, 30) aufweist, insbesondere wobei die Ringe
(28, 30) benachbart zueinander auf der Welle (26) angeordnet sind.
3. Schlüssel (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (28, 30) identisch ausgebildet sind, insbesondere wobei die Ringe (28,
30) eine identische Form und Dimensionierung aufweisen.
4. Schlüssel (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (28, 30) jeweils zu einer Rotationssymmetrieachse (62) symmetrisch ausgebildet
sind, und relativ zu einer senkrecht zu der Rotationssymmetrieachse (62) verlaufenden
Ringmittelebene (64) asymmetrisch ausgebildet sind, insbesondere wobei eine Außenumfangsfläche
(56) des Rings (28, 30) asymmetrisch zu der Ringmittelebene (64) ausgebildet ist.
5. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (32) symmetrisch zu einer sich senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen
(18, 18') und parallel zu einer sich in Längsrichtung (16) erstreckenden Mittelebene
(36) des Schlüsselschafts (14) angeordnet ist.
6. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (28, 30) symmetrisch zu einer sich senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen
(18, 18') und parallel zu der Längsrichtung (16) erstreckenden Mittelebene (36) des
Schlüsselschafts (14) angeordnet sind.
7. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils einer der zwei Ringe (28, 30) auf jeder Seite einer sich senkrecht zu den
Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') und parallel zu der Längsrichtung (16) erstreckenden
Mittelebene (36) des Schlüsselschafts (14) angeordnet ist.
8. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (28, 30) spiegelbildlich zueinander auf der Welle (26) angeordnet sind.
9. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (32) derart dimensioniert ist, dass die Ringe (28, 30) senkrecht zu
den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') geführt und auf der Welle (26) drehbar sind.
10. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite (76) der Aussparung (32) etwas größer als eine Gesamtbreite (72) der
nebeneinander angeordneten Ringe (28, 30) ist, so dass eine durch die Aussparung (32)
und den jeweils anderen Ring (30, 28) geführte Bewegung (68, 70) jedes Rings (28,
30) senkrecht zu den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') ermöglicht ist, insbesondere
wobei eine Länge (74) der Aussparung (32) parallel zu der Längsrichtung (16) etwas
größer als ein jeweiliger Außendurchmesser (52) der Ringe (28, 30) ist.
11. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (26) parallel zu den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') in dem Schlüsselschaft
(14) angeordnet ist.
12. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (32) in einem einem Schlüsselkopf (12) abgewandten vorderen Drittel
(15) des Schlüsselschafts (14) angeordnet ist.
13. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (26) sich durch den gesamten Schlüsselschaft (14) erstreckt, und wobei
der Schlüsselschaft (14) zwei einander entgegengesetzte Schlüsselschmalseitenflächen
(20, 20') aufweist, und wobei jede Schlüsselschmalseitenfläche eine Öffnung (42) zum
Einpressen der Welle (26) aufweist.
14. Schlüssel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Außendurchmesser (52) jedes Rings (28, 30) größer als ein Abstand (41) zwischen
den Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') ist.
15. Schließvorrichtung (80) mit einem Schlüssel (10) für einen Schließzylinder (81), wobei
der Schlüssel (10) einen sich entlang einer Längsrichtung (16) erstreckenden Schlüsselschaft
(14) mit zwei Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') aufweist, wobei der Schlüsselschaft
(14) eine Aussparung (32) durch die Schlüsselbreitseitenflächen (18, 18') aufweist,
wobei sich eine Welle (26) durch die Aussparung (32) erstreckt, und wobei die Welle
(26) drehfest in dem Schlüsselschaft (14) angeordnet ist, und dadurch gekennzeichnet, dass in der Aussparung (32) mindestens zwei Ringe (28, 30) auf der Welle (26) nebeneinander
angeordnet sind, wobei ein Innendurchmesser (50) jedes Rings (28, 30) größer als ein
Außendurchmesser (54) der Welle (26) ist, und einem Schließzylinder (81), wobei der
Schließzylinder (81) ein Gehäuse (82) und einen Zylinderkern (84) aufweist, wobei
der Schließzylinder (81) eine mindestens der Anzahl von Ringen (28, 30) entsprechende
Mehrzahl von Sperrsicherungen (104, 106) aufweist, wobei jede Sperrsicherung (104,
106) zwischen einem Sperrzustand und einem Freigabezustand bewegbar ist und eine Drehbewegung
des Zylinderkerns (84) gegenüber dem Gehäuse (82) in dem Sperrzustand sperrt und in
dem Freigabezustand freigibt, wobei jedem Ring (28, 30) eine der Sperrsicherungen
(104, 106) zugeordnet ist, und wobei der Schließzylinder (81) durch vollständiges
Einführen des Schlüssels (10) in einen Schlüsselkanal (88) des Zylinderkerns (84)
von dem Sperrzustand in den Freigabezustand überführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkern (84) für jeden Ring (28, 30) einen der jeweiligen Sperrsicherung
(104, 106) zugeordneten Stützstift (92, 94) aufweist, und wobei durch Einführen jedes
der Ringe (28, 30) zwischen den jeweiligen zugeordneten Stützstift (92, 94) und die
jeweilige zugeordnete Sperrsicherung (104, 106) die jeweilige zugeordnete Sperrsicherung
(104, 106) in den Freigabezustand bewegbar ist, wobei der Schlüssel (10) genau einen
ersten Ring (30) und einen zweiten Ring (28) aufweist, wobei der Schließzylinder (81)
zumindest eine dem ersten Ring (30) zugeordnete erste Sperrsicherung (104) und eine
dem zweiten Ring (28) zugeordnete zweite Sperrsicherung (106) aufweist, wobei der
Zylinderkern (84) einen der ersten Sperrsicherung (104) zugeordneten ersten Stützstift
(92) aufweist und einen der zweiten Sperrsicherung (106) zugeordneten zweiten Stützstift
(94) aufweist, wobei der erste Stützstift (92) in dem Freigabezustand den ersten Ring
(30) gegen die erste Sperrsicherung (104) abstützt, und wobei der zweite Stützstift
(94) in dem Freigabezustand den zweiten Ring (28) gegen die zweite Sperrsicherung
(106) abstützt.