[0001] Die Erfindung betrifft ein fluidisches Bauteil nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und Vorrichtungen, die ein solches fluidisches Bauteil umfassen.
[0002] Fluidische Bauteile sind zur Erzeugung eines sich bewegenden Fluidstrahls vorgesehen.
Dabei wird am Bauteilauslass ein gewünschtes Fluidfließmuster erzeugt, ohne dass das
fluidische Bauteil bewegliche Elemente umfasst. Beispiele für solche Fluidfließmuster
sind, Strahloszillationen, rechteckige, sägezahnförmige oder dreieckige Strahlverläufe,
räumliche oder zeitliche Strahlpulsationen und Schaltvorgänge. Oszillierende Fluidstrahlen
werden eingesetzt, um beispielsweise einen Fluidstrahl (oder Fluidstrom) auf ein Zielgebiet
gleichmäßig zu verteilen. Der Fluidstrom kann ein Flüssigkeitsstrom, ein Gasstrom
oder ein Mehrphasenstrom (zum Beispiel Nassdampf) sein.
[0003] Fluidische Bauteile sind beispielsweise aus der
US2010276521 der
US 8,702,020 B2 oder der
US 8,733,401 B2 bekannt. Diese Bauteile weisen eine Strömungskammer auf, die von einer Hauptströmung
eines Fluides durchströmbar ist. Die Strömungskammer wird auch als Wechselwirkungskammer
bezeichnet.
[0004] Die Strömungskammer weist mindestens eine Einlassöffnung, über die das Fluid in das
fluidische Bauteil eintritt, und mindestens eine Auslassöffnung, über die das Fluid
aus dem fluidischen Bauteil austritt, auf. Für eine oszillierende Fluidumlenkung an
der Auslassöffnung des fluidischen Bauteils ist ein Mittel zur gezielten Richtungsänderung
des Fluidstroms vorgesehen. Bei den fluidischen Bauteilen aus der
US 8,702,020 B2 und der
US 8,733,401 B2 ist dieses Mittel als mindestens ein zusätzlicher Strömungskanal (auch als Feedback-Kanal
bezeichnet) ausgebildet. Dieser Feedback-Kanal ist ein Mittel zum Umschlagen einer
Hauptströmung, die die Strömungskammer von der Einlassöffnung zur Auslassöffnung durchströmt.
Das Mittel zur gezielten Richtungsänderung kann auch als Sacckammer ausgebildet sein.
[0005] Wenn das fluidische Bauteil von einem partikelbehafteten Fluid durchströmt wird,
können sich Partikel (zum Beispiel Fremdkörper oder Verschmutzungen) in Abschnitten
des fluidischen Bauteils ansammeln, so dass das fluidische Bauteil seine Funktion
nicht mehr oder nur verschlechtert ausüben kann. Um eine solche Ansammlung von Partikeln
in einem fluidischen Bauteil zu vermeiden, ist aus dem Stand der Technik bekannt,
entweder stromaufwärts der Einlassöffnung des fluidischen Bauteils gesonderte Filterelemente
zur Abschirmung von Fremdkörpern einzusetzen oder direkt an der Einlassöffnung des
fluidischen Bauteils integrierte Filterelemente zu verwenden. Das partikelbehaftete
Fluid umströmt (passiert) somit die Filterelemente, die sich stromaufwärts oder an
der Einlassöffnung des fluidischen Bauteils befinden und die die Partikel vor Eintritt
des Fluids in das fluidische Bauteil herausfiltern.
[0006] Der Einsatz von stromaufwärts der Einlassöffnung angeordneten zusätzlichen Hilfsmitteln
zur Fluidfilterung verursacht einerseits höhere Kosten als ein fluidisches Bauteil
ohne Filterelemente und erhöht anderseits die Komplexität der Systeme. Werden die
Filterelemente an der Einlassöffnung des fluidischen Bauteils (wie beispielsweise
bekannt aus der
EP 1 513 711 B1,
EP 1 053 059 B1 oder
EP 1 827 703 B1) angeordnet, so kann das fluidische Bauteil seine Funktion verlieren, wenn das Filterelement
aufgrund von Fremdkörpern verstopft ist. Außerdem erhöht sich bei derartigen Bauteilen
oder durch stromabwärts der Einlassöffnung angeordnete zusätzliche Hilfsmittel zur
Fluidfilterung der Druckverlust gegenüber einem fluidischen Bauteil ohne Filterelemente.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein fluidisches Bauteil zu
schaffen, das insbesondere gegenüber Verschmutzungen durch Partikel oder Fremdkörper
aus einem partikel- oder fremdkörperbeladenen Fluid robust ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein fluidisches Bauteil mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen.
[0009] Danach umfasst das fluidische Bauteil eine Strömungskammer mit mindestens einer Einlassöffnung
und mindestens einer Auslassöffnung, wobei die Strömungskammer von einer Hauptströmung
eines Fluids von der mindestens einen Einlassöffnung zu der mindestens einen Auslassöffnung
durchstrombar ist. Die Hauptströmung weist also eine Grundrichtung auf, die von der
mindestens einen Einlassöffnung zu der mindestens einen Auslassöffnung gerichtet ist.
Das fluidische Bauteil umfasst ferner mindestens ein Mittel zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung. Das Mittel zur gezielten Richtungsänderung kann insbesondere ein
Mittel zum periodischen Umschlagen der Hauptströmung sein. Das fluidische Bauteil
zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens ein Filterelement vorgesehen ist, das zwischen
dem Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung und der Strömungskammer
angeordnet ist. Insbesondere kann das mindestens eine Filterelement zwischen einem
Mittel zur Erzeugung einer variierenden Anströmungsrichtung für die Hauptströmung
und der Strömungskammer angeordnet sein. Das Mittel zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung kann also ein Mittel zur Erzeugung einer variierenden Anströmungsrichtung
für die Hauptströmung sein.
[0010] Das mindestens eine Filterelement ist damit nicht stromaufwärts oder an der Einlassöffnung
des fluidischen Bauteils angeordnet, so dass nur ein Teil des Fluidstroms (nämlich
die Nebenströmung wie später erläutert wird) das mindestens eine Filterelement passiert.
Hierdurch kann ein starker Druckabfall durch die Anwesenheit des mindestens einen
Filterelements vermieden werden. Das mindestens eine Filterelement verhindert nicht
generell, dass Partikel in das fluidische Bauteil gelangen. Jedoch kann das mindestens
eine Filterelement verhindern/erschweren, dass Partikel in das Mittel zur gezielten
Richtungsänderung der Hauptströmung gelangen. Insbesondere wenn das Mittel zur gezielten
Richtungsänderung der Hauptströmung einen kleineren Innendurchmesser aufweist als
die Strömungskammer, kann durch das mindestens eine Filterelement, das zwischen dem
Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung und der Strömungskammer angeordnet
ist, vermieden werden, dass sich Partikel in dem Mittel zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung ablagern/ansammeln und damit die Funktion dieses Mittels derart
beinträchtigen, dass der Fluidstrom an der Auslassöffnung des fluidischen Bauteils
nicht mehr als sich bewegender Fluidstrom austritt.
[0011] Für die Funktionserhaltung des fluidischen Bauteils, das mit einem partikelbehaftetem
Fluid durchströmt wird, ist eine Filterfunktion für das Mittel zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung ausreichend. Demnach ist es nicht erforderlich, dass der gesamte
Fluidstrom das mindestens eine Filterelement passiert. Dies wurde wahrscheinlich bisher
nicht realisiert, da man davon ausging, dass die Funktion der fluidischen Bauteile
dadurch zu stark beeinflusst würde. Vielleicht ist man davon ausgegangen, dass die
zusätzlichen Filterelemente eine Erhöhung der Oberfläche mit sich ziehen, und somit
das Risiko erhöht wird, dass eine schnellere Verschmierung oder Verkalkung der fluidischen
Bauteile stattfindet.
[0012] Im Bereich zwischen dem Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
und der Strömungskammer zweigt sich eine Nebenströmung von der Hauptströmung ab, wobei
die Nebenströmung und die Hauptströmung in unterschiedliche Richtungen strömen können.
Während die Hauptströmung die Strömungskammer durchströmt, durchströmt die Nebenströmung
das Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung. Partikel, die durch
die Nebenströmung auf das mindestens eine Filterelement gelenkt werden und sich dort
sammeln, können durch die Hauptströmung mitgerissen werden und das fluidische Bauteil
durch die Auslassöffnung verlassen. Damit kann verhindert werden, dass das mindestens
eine Filterelement durch eine Ansammlung von Partikeln verstopft und damit die Funktion
des Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung derart beeinträchtigt
wird, dass der Fluidstrom an der Auslassöffnung des fluidischen Bauteils nicht mehr
als sich bewegender (oszillierender) Fluidstrom austritt.
[0013] So kann das mindestens eine Filterelement insbesondere derart zwischen der Strömungskammer
und dem mindestens einen Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
angeordnet sein, dass das mindestens eine Filterelement im Betrieb (das heißt während
ein Fluidstrom das fluidische Bauteil durchströmt) Strömung mit wechselnder Strömungsrichtung
ausgesetzt ist. Diese Strömung kann insbesondere die Hauptströmung sein, die aufgrund
des Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung oszilliert. Durch die
wechselnde Strömungsrichtung kann ein Freispülen des mindestens einen Filterelements
erreicht werden. Das mindestens eine Filterelement unterliegt im Betrieb damit einer
selbstreinigenden Wirkung.
[0014] Vorzugsweise kann das mindestens eine Filterelement entlang beziehungsweise parallel
zu einer der Stromlinien der Hauptströmung angeordnet sein. Zudem kann die Ausrichtung
entlang solcher Stromlinien vorgesehen sein, die sich im (wandnahen) Randbereich der
Hauptströmung befinden, wenn die Hauptströmung an eine Seitenwand der Strömungskammer
gedrückt wird, beziehungsweise an dieser anliegt. Unter einem wandnahen Randbereich
der Hauptströmung ist ein Bereich der Hauptströmung zu verstehen, der sich näher an
einer Seitenwand der Strömungskammer befindet als an einer Achse, die sich mittig
durch die Strömungskammer entlang der Grundrichtung der Hauptströmung erstreckt.
[0015] Auch kann das mindestens eine Filterelement in einem Bereich entlang oder parallel
einer Stromlinie der Hauptströmung angeordnet sein, in dem die Hauptströmung zumindest
zeitweise eine im Vergleich zu anderen Stromlinien oder Bereichen große (oder größte)
Strömungsgeschwindigkeitskomponente im Wesentlichen senkrecht zu der Grundrichtung
der Hauptströmung (die von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung des fluidischen
Bauteils definiert ist) aufweist. Ein solcher Bereich ist beispielsweise ein Bereich,
in dem sich zeitweise (aufgrund des Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung)
ein Rezirkulationsgebiet ausbildet, das zwei Strömungsgeschwindigkeitskomponenten
im Wesentlichen senkrecht der Grundrichtung der Hauptströmung aufweist, wobei die
eine Komponente auf das mindestens eine Filterelement gerichtet ist und die andere
Komponente von dem mindestens einen Filterelement weg gerichtet ist. Hierdurch kann
eine Ansammlung von Partikeln von dem mindestens einen Filterelement gelöst werden.
[0016] Auch kann das mindestens eine Filterelement in einem Bereich entlang oder parallel
einer Stromlinie der Hauptströmung angeordnet sein, in dem die Hauptströmung zumindest
zeitweise eine im Vergleich zu anderen Stromlinien oder Bereichen große (oder größte)
Strömungsgeschwindigkeitskomponente im Wesentlichen entlang der Grundrichtung der
Hauptströmung aufweist. Ein solcher Bereich ist beispielsweise ein Bereich, in dem
zeitweise die Hauptströmung von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung des fluidischen
Bauteils strömt. Hierdurch können die von dem mindestens einen Filterelement gelösten
Partikel zur Auslassöffnung des fluidischen Bauteils transportiert werden.
[0017] Der Begriff zeitweise ist dahingehend zu verstehen, dass eine Strömungsgeschwindigkeitskomponente
nur über einen begrenzten Zeitraum vorliegt, der beispielsweise im Bereich von einigen
Millisekunden liegt.
[0018] Vorzugsweise kann das mindestens eine Filterelement in einem Bereich (zwischen dem
mindestens einen Filterelement und dem Mittel zur gezielten Richtungsänderung der
Hauptströmung) angeordnet sein, in dem die Hauptströmung über einen ersten Zeitraum
eine im Vergleich zu anderen Bereichen große (oder größte) Strömungsgeschwindigkeitskomponente
im Wesentlichen senkrecht zu der Grundrichtung der Hauptströmung aufweist und über
einen zweiten Zeitraum eine im Vergleich zu anderen Bereichen große (oder größte)
Strömungsgeschwindigkeitskomponente im Wesentlichen entlang der Grundrichtung der
Hauptströmung aufweist. Dabei können sich der erste und der zweite Zeitraum (mehrfach
nacheinander) abwechseln. Diesen Bereich kann der Fachmann mittels der üblichen aus
dem Stand der Technik bekannten Methoden beispielsweise für ein fluidisches Bauteil
ohne Filterelemente ermitteln.
[0019] Je größer eine erste Geschwindigkeitskomponente, die sich (im Wesentlichen) senkrecht
zur Hauptströmung erstreckt, ist, desto besser kann die Reinigungswirkung für das
mindestens eine Filterelement sein. Diese Wirkung kann durch eine zweite (zeitlich
versetzt vorliegende) Geschwindigkeitskomponente mit größter Schwingungsamplitude,
die sich (im Wesentlichen) entlang der Hauptströmung erstreckt, für das mindestens
eine Filterelement verstärkt werden, da dieses mindestens eine Filterelement somit
ständig aus unterschiedlichen Richtungen angespült wird. Durch die hohe Schwingungsamplitude
der ersten und zweiten Geschwindigkeitskomponente werden störende Partikel in Richtung
der Hauptströmung transportiert und mit der Hauptströmung aus dem Bauteil entfernt.
[0020] Das mindestens eine Filterelement kann auch an einer Position (in einem Bereich)
zwischen der Strömungskammer und dem mindestens einen Mittel zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung angeordnet sein, an der sich die absolute Strömungsgeschwindigkeitsänderung
(quer zur Grundrichtung der Hauptströmung) maximal ändert. Das Maximum kann ein lokales
oder ein globales Maximum sein. Ferner kann das mindestens eine Filterelement auch
an einer Position (in einem Bereich) zwischen der Strömungskammer und dem mindestens
einen Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung angeordnet sein, an
der der für die Strömung effektive Querschnitt der Strömungskammer beziehungsweise
des Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung minimal ist. Hierbei
kann es sich um ein lokales oder globales Minimum handeln. Bei falscher Positionierung
des mindestens einen Filterelements hingegen kann das fluidische Bauteil seine Funktion
verlieren.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform kann das mindestens eine Mittel zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung einen oder mehrere Feedback-Kanäle aufweisen, als Feedback-Kanal
ausgebildet sein oder als Sackkammer ausgebildet sein. Der Feedback-Kanal beziehungsweise
die Sackkammer stehen dabei in Fluidverbindung mit der Strömungskammer. Hierfür weist
der Feedback-Kanal einen Eingang und einen Ausgang mit jeweils einer Öffnung auf.
Die Sackkammer hingegen weist eine Öffnung auf, die sowohl den Eingang als auch den
Ausgang bildet.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform kann das mindestens eine Filterelement an einer Öffnung
des mindestens einen Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung (des
mindestens einen Feedback-Kanals oder der Sackkammer) angeordnet sein. Insbesondere
kann das mindestens eine Filterelement nur am Eingang, nur am Ausgang oder am Eingang
und am Ausgang des mindestens einen Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
angeordnet sein. Beispielsweise kann das mindestens eine Filterelement nur am Eingang,
nur am Ausgang oder am Eingang und am Ausgang des Feedback-Kanals angeordnet sein.
In dem Fall, dass sowohl am Eingang als auch am Ausgang des Feedback-Kanals mindestens
ein Filterelement vorgesehen ist, können sich die Filterelemente derart voneinander
unterscheiden, dass das mindestens eine eingangsseitige Filterelement die Öffnung
des Feedback-Kanals am Eingang stärker verringert als das mindestens eine auslassseitige
Filterelement die Öffnung des Feedback-Kanals die Öffnung am Auslass.
[0023] Beispielsweise kann das mindestens eine Filterelement zylinderförmig, pyramidenförmig
oder kegelförmig ausgebildet sein oder einen rechteckigen, dreieckigen, ovalen, runden
oder polygonalen Querschnitt aufweisen. Durch Wahl der Form, der Größe, der Anzahl
und der Anordnungsdichte der Filterelemente kann die Verringerung des Querschnitts
der jeweiligen Öffnung (des Feedback-Kanals oder der Sackkammer) eingestellt werden.
Diese Parameter sind beispielsweise in Abhängigkeit von der Art des Fluids sowie der
Menge, Form und Größe der Partikel, mit denen das Fluid beladen ist, wählbar. Mehrere
Filterelemente können in einer Filterelementanordnung aneinander gereiht sein, wobei
jeweils ein Abstand zwischen den einzelnen Filterelementen vorgesehen ist und die
Filterelemente sich aneinander reihen. Die Filterelemente können dabei entlang einer
Geraden verlaufen, einer Krümmung folgen oder einen anderen beliebigen Verlauf aufweisen.
Der Verlauf kann von der Geometrie des fluidischen Bauteils, der Art des Fluids (zum
Beispiel Viskosität, Dichte, Oberflächenspannung, Temperatur) und/oder der Art der
Partikel (zum Beispiel Größe, Form, Verformbarkeit) abhängen. Die genaue Position
der Filterelemente im Bereich der Feedback-Kanäle beziehungsweise Sackkammer kann
variiert werden.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform erfolgt die Filterelementanordnung in einer gedanklichen
Fortführung der seitlich begrenzenden Wände des fluidischen Bauteils (der Strömungskammer),
an einer Position zwischen der Strömungskammer und dem mindestens einen Mittel zur
gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung.
[0025] Die Filterelemente können sich über sie gesamte Bauteiltiefe erstrecken. Dabei ist
die Bauteiltiefe im Wesentlichen senkrecht zu der Ebene definiert, in der der austretende
Fluidstrom oszilliert. Die Filterelemente können von Seitenwänden der Strömungskammer
und des Mittels zur gezielten Richtungsänderung des Hauptstroms beabstandet angeordnet
sein. Es kann eine Filterelementanordnung (eine Gruppe von Filterelementen) vorgesehen
sein, die sich beispielsweise über die gesamte (oder einen Teil der) Breite einer
Öffnung des Mittels zur gezielten Richtungsänderung des Fluidstroms erstreckt. Die
Filterelementanordnungen erstrecken sich im Wesentlichen quer (damit ist nicht zwingend
ein Winkel von 90° gemeint) zu der Strömungsrichtung der Nebenströmungen. Bei Feedback-Kanälen
können Filterelemente oder Filterelementanordnungen derart gewählt werden, dass der
Querschnitt des Feedback-Kanals an seinem Eingang stärker verringert wird als der
Querschnitt des Feedback-Kanals an seinem Ausgang. So kann beispielsweise der Abstand
zwischen Filterelementen im Eingangsbereich kleiner als der Abstand zwischen Filterelementen
im Ausgangsbereich sein. Auch können bei Feedback-Kanälen Filterelemente nur im Eingangsbereich
(und nicht im Ausgangsbereich) vorgesehen sein.
[0026] Alternativ kann das mindestens eine Filterelement eine Gitterstruktur und / oder
eine Netzstruktur aufweisen. Diese Struktur kann sich über die gesamte Öffnung am
Eingang/Ausgang des Feedback-Kanals beziehungsweise der Sackkammer erstrecken und
dabei die Partikel wie ein Sieb zurückhalten. Dabei kann durch Wahl der Dichte und
der Stärke der Gitter- beziehungsweise Netzlinien des mindestens einen Filterelements
die Verringerung der Größe der jeweiligen Öffnung eingestellt werden.
[0027] Das mindestens eine Filterelement kann je nach der genauen Positionierung zwischen
der Strömungskammer und dem Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
(im Eingangs- beziehungsweise Ausgangsbereich des Mittels) die Funktion des fluidischen
Bauteils und damit den Fluidverlauf an der Auslassöffnung des fluidischen Bauteils
beeinflussen. Die Filterelemente können den Austrittswinkel und/oder die Oszillationsfrequenz
des austretenden Fluidstrahls gegenüber einem fluidischen Bauteil ohne Filterelemente
verändern. Durch Wahl der Geometrieparameter des mindestens einen Filterelements beziehungsweise
der Filterelementanordnung und/oder des fluidischen Bauteils können die Frequenz-
und/oder Austrittswinkeländerungen des Fluidstroms, die an der Auslassöffnung des
fluidischen Bauteils durch die Filterelemente hervorgerufen werden können, gemindert
beziehungsweise abgestellt werden. Die Filterelemente können auch aktiv zur Beeinflussung
des austretenden Fluidstroms angewandt werden. Damit kann gezielt die Abstrahlcharakteristik,
z.B. den Austrittswinkel des Fluidstrahls oder die Frequenz beeinflusst werden.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann eine Antihaftbeschichtung vorgesehen sein,
die das Ablagern von Partikeln verhindert/erschwert beziehungsweise das Wegspülen
der Partikel erleichtert. Diese Antihaftbeschichtung kann insbesondere auf dem mindestens
einen Filterelement aufgebracht sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Antihaftbeschichtung
auch auf der Innenoberfläche der Strömungskammer und/oder des Mittels zur gezielten
Richtungsänderung der Hauptströmung aufgebracht sein.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das mindestens eine Filterelement als starrer
Körper ausgebildet sein. Alternativ kann das mindestens eine Filterelement zumindest
teilweise flexibel und / oder elastisch verformbar ausgebildet sein.
[0030] Fluidische Bauteile gemäß mindestens einer Ausführungsform der Erfindung können in
verschiedenen Vorrichtungen, insbesondere Haushaltsgeräten, Industriegeräten oder
gewerblichen Geräten zum Einsatz kommen. Solche Vorrichtungen sind beispielsweise
Spülmaschinen, Geschirrspülgeräte, Waschmaschinen, Dampfreinigungsgeräte, Dampfgarer,
Konvektomaten, Pasteurisieranlagen, Wäschetrockner, Geräte mit Dampffunktion, Sterilisierungsanlagen,
Desinfektionsanlagen. Auch in Reinigungsgeräten, insbesondere in der Nassreinigungsverfahrenstechnik,
wie beispielsweise in Hochdruckreinigern, Niederdruckreinigern, Waschstraßen, Spritzreinigungsanalgen,
Entzunderungsanlagen, Enteisungsanlagen kann das erfindungsgemäße fluidische Bauteil
eingesetzt werden.
[0031] Ferner sind Bewässerungsvorrichtungen beispielsweise in der Landwirtschaft und Agrartechnik,
Vorrichtungen zur Verteilung von Pflanzenschutzmitteln, Strahltechnikvorrichtungen
(Vorrichtungen zur Erzeugung von Kugelstrahlen, die beim sogenannten Shot Peening
zum Einsatz kommen, Vorrichtungen zur Erzeugung von CO
2-, Schnee- beziehungsweise Trockeneisstrahlen, Strahlen mit mineralischen Medien,
Druckluftstrahlen) Oberflächenbehandlungsvorrichtungen in Lackieranlagen und in Galvanikanlagen,
Whirlpools, Mischungssysteme (Verbrennungsgeräte, Verbrennungskraftmaschinen, Heizanlagen,
Einspritzsysteme, Mischanlagen, Bio-/Chemische Reaktoren), Kühlsysteme, Löschsysteme,
insbesondere für Anlagen die mit Flusswasser, Meerwasser oder Seewasser arbeiten,
und Wasseraufbereitungssysteme eine potentielles Anwendungsgebiet für das erfindungsgemäße
fluidische Bauteil.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in den Teilbildern a), b) und c) schematisch drei bekannte fluidische Bauteile mit
zusätzlichen Strömungskanälen und integrierten Filterelementen jeweils im Bereich
der Einlassöffnung jedes fluidischen Bauteils;
- Fig. 2
- in den Teilbildern a), b) und c) schematisch drei bekannte fluidische Bauteile mit
integrierten Filterelementen jeweils im Bereich der Einlassöffnung jedes fluidischen
Bauteils;
- Fig. 3
- eine Strömungssimulation für das fluidische Bauteil aus Figur 4, wobei in Teilbild
a) die Geschwindigkeitsverteilung und in Teilbild b) die Geschwindigkeitsverteilung
und die Strömungslinien dargestellt sind;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 7
- drei Momentaufnahmen (Abbildungen a) bis c)) innerhalb eines Oszillationszyklus eines
Fluidstroms zur Veranschaulichung der Lage der Filterelemente des fluidischen Bauteils
aus Figur 4 bezüglich der Hauptströmung, der Nebenströmung und der Rezirkulationsgebiete;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 12:
- drei schematische Darstellungen fluidischer Bauteile gemäß weiterer Ausführungsformen
der Erfindung;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 16
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 17
- zwei schematische Darstellungen fluidischer Bauteile gemäß weiterer Ausführungsformen
der Erfindung;
- Fig. 18
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung; und
- Fig. 19
- eine schematische Darstellung eines fluidischen Bauteils gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung; und
- Fig. 20
- drei Momentaufnahmen (Abbildungen a) bis c)) eines Oszillationszyklus eines Fluidstroms
zur Veranschaulichung der Strömungsrichtung des Fluidstroms, der das fluidische Bauteil
aus Figur 4 durchströmt.
[0033] In den Figuren 1 und 2 sind verschiedene fluidische Bauteile dargestellt, die aus
dem Stand der Technik bekannt sind. Das fluidische Bauteil aus Figur 1, Teilbild a)
ist in der
US 8,702,020 B2 offenbart, die fluidischen Bauteile aus Figur 1, Teilbilder b) und c) und aus Figur
2, Teilbild b) in der
EP 1 053 059 B1, das fluidische Bauteil aus Figur 2, Teilbild a) in der
EP 1 513711 B1 und das fluidische Bauteil aus Figur 2, Teilbild c) in der
EP 2 102 922 B1.
[0034] Die fluidischen Bauteile sind generell mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnet. Die
fluidischen Bauteile 1 weisen jeweils eine Strömungskammer MC auf, die von einem (partikelbeladenen)
Fluid durchströmbar ist. Das Fluid tritt über eine Einlassöffnung PN in die Strömungskammer
MC ein und über eine Auslassöffnung EX aus der Strömungskammer MC wieder aus. Die
fluidischen Bauteile 1 aus Figur 1 weisen als Mittel zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung des Fluidstroms jeweils zwei Feedback-Kanäle FC auf. Die fluidischen
Bauteile 1 aus Figur 2 weisen als Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
des Fluidstroms jeweils zwei Kollisionskanäle auf, die derart zueinander ausgerichtet
sind, dass die aus den Kollisionskanälen austretenden Ströme miteinander kollidieren,
um so eine Oszillation zu erzeugen.
[0035] Im Bereich der Einlassöffnung PN der fluidischen Bauteile 1 aus den Figuren 1 und
2 sind zur Filterung von Partikeln, mit denen das in die fluidischen Bauteile 1 eintretende
Fluid beladen sein könnte, jeweils Filterelemente FE angeordnet. Die Filterelemente
FE weisen dabei unterschiedliche Formen und Anordnungen auf. Den fluidischen Bauteilen
1 aus den Figuren 1 und 2 ist jedoch gemein, dass die Filterelemente FE stets derart
angeordnet sind, dass das gesamte Fluid die Filterelemente FE passieren muss, um die
Auslassöffnung erreichen zu können.
[0036] Im Folgenden werden verschiedene Ausführungsformen der Erfindung anhand der Figuren
3 bis 19 beschrieben.
[0037] In Figur 4 ist ein fluidisches Bauteil 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
dargestellt. Figur 3 zeigt im Teilbild a) die Geschwindigkeitsverteilung eines Fluidstroms,
der das fluidische Bauteil 1 aus Figur 4 durchströmt. Im Teilbild b) der Figur 3 sind
zusätzlich die Strömungslinien des Fluidstroms dargestellt.
[0038] Das fluidische Bauteil 1 aus Figur 4 umfasst eine Strömungskammer MC, die von einem
Fluidstrom 10, 20 durchströmbar ist (Figuren 3, 7 und 20). Die Strömungskammer MC
wird auch als Wechselwirkungskammer bezeichnet.
[0039] Die Strömungskammer MC umfasst eine Einlassöffnung PN, über die der Fluidstrom in
die Strömungskammer MC eintritt, und eine Auslassöffnung EX, über die der Fluidstrom
aus der Strömungskammer MC austritt. Die Einlassöffnung PN und die Auslassöffnung
EX sind auf zwei sich gegenüberliegenden Seiten des fluidischen Bauteils 1 angeordnet.
Der Fluidstrom bewegt sich in der Strömungskammer MC im Wesentlichen entlang einer
Längsachse A des fluidischen Bauteils 1 (die die Einlassöffnung PN und die Auslassöffnung
EX miteinander verbindet) von der Einlassöffnung PN zu der Auslassöffnung EX.
[0040] Die Längsachse A bildet eine Symmetrieachse des fluidischen Bauteils 1. Die Längsachse
A ist die Schnittgerade von zwei senkrecht zueinander stehenden Symmetrieebenen, gegenüber
denen das fluidische Bauteil 1 spiegelsymmetrisch ist. Dabei ist eine der Symmetrieebenen
parallel zu der Zeichenebene der Figur 4. Alternativ kann die Geometrie des fluidischen
Bauteils 1 nicht (spiegel)symmetrisch beziehungsweise achsensymmetrisch aufgebaut
sein.
[0041] Zur gezielten Richtungsänderung des Fluidstroms sind neben der Strömungskammer MC
zwei Nebenstromkanäle (Feedback-Kanäle) FC vorgesehen, wobei die Strömungskammer MC
(quer zur Längsachse A betrachtet) zwischen den zwei Nebenstromkanälen FC angeordnet
ist. Alternativ kann/können auch nur ein Nebenstromkanal oder mehr als zwei Nebenstromkanäle
vorgesehen sein. Unmittelbar hinter (stromabwärts) der Einlassöffnung PN zweigen die
zwei Nebenstromkanäle FC von der Strömungskammer MC ab. Unmittelbar vor (stromaufwärts)
der Auslassöffnung EX werden sie dann wieder zusammengeführt. Die zwei Nebenstromkanäle
FC sind symmetrisch bezüglich der Längsachse A angeordnet. Gemäß einer nicht dargestellten
Alternative sind die Nebenstromkanäle nicht symmetrisch angeordnet.
[0042] Die Strömungskammer MC verbindet im Wesentlichen geradlinig die Einlassöffnung PN
und die Auslassöffnung EX miteinander, so dass der Fluidstrom im Wesentlichen entlang
der Längsachse A des fluidischen Bauteils 1 strömt. Die Nebenstromkanäle FC erstrecken
sich ausgehend von der Einlassöffnung PN in einem ersten Abschnitt jeweils zunächst
in einem Winkel von im Wesentlichen 90° zu der Längsachse A in entgegengesetzte Richtungen.
Anschließend biegen die Nebenstromkanäle FC ab, so dass sie sich jeweils im Wesentlichen
parallel zu der Längsachse A (in Richtung auf die Auslassöffnung EX) erstrecken (zweiter
Abschnitt). Um die Nebenstromkanäle FC und die Strömungskammer MC wieder zusammenzuführen,
ändern die Nebenstromkanäle FC am Ende des zweiten Abschnitts nochmals ihre Richtung,
so dass sie jeweils im Wesentlichen in Richtung auf die Längsachse A gerichtet sind
(dritter Abschnitt). In der Ausführungsform der Figur 4 ändert sich die Richtung der
Nebenstromkanäle FC beim Übergang vom zweiten in den dritten Abschnitt um einen Winkel
von ca. 120°. Jedoch können für die Richtungsänderung zwischen diesen beiden Abschnitten
der Nebenstromkanäle FC auch andere als der hier genannte Winkel gewählt werden.
[0043] Die Nebenstromkanäle FC sind ein Mittel zur Beeinflussung der Richtung des Fluidstromes,
der die Strömungskammer MC durchströmt. Die Nebenstromkanäle FC weisen hierfür jeweils
einen Eingang 6a, 6b, der durch das der Auslassöffnung EX zugewandte Ende der Nebenstromkanäle
FC gebildet wird, und jeweils einen Ausgang 8a, 8b auf, der durch das der Einlassöffnung
PN zugewandte Ende der Nebenstromkanäle FC gebildet wird. Durch die Eingänge 6a, 6b
fließt ein kleiner Teil des Fluidstroms, die Nebenströmung 20 (Figur 20), in die Nebenstromkanäle
FC. Der restliche Teil des Fluidstroms (die sogenannte Hauptströmung 10) tritt über
die Auslassöffnung EX aus dem fluidischen Bauteil 1 aus (Figur 20). Der austretende
Fluidstrom wird in Figur 20 mit dem Bezugszeichen 15 gekennzeichnet. Die Nebenströmungen
20 treten an den Ausgängen 8a, 8b aus den Nebenstromkanälen FC aus, wo sie einen seitlichen
(quer zur Längsachse A) Impuls auf den durch die Einlassöffnung PN eintretenden Fluidstrom
ausüben können. Dabei wird die Richtung des Fluidstromes derart beeinflusst, dass
der an der Auslassöffnung EX austretende Fluidstrom 15 räumlich oszilliert, und zwar
in der Ebene, in der die Strömungskammer MC und die Nebenstromkanäle FC angeordnet
sind. Figur 20, die den oszillierenden Fluidstrom darstellt, wird später näher erläutert.
[0044] Die Nebenstromkanäle FC weisen jeweils eine Querschnittsfläche auf, die über die
gesamte Länge (vom Eingang 6a, 6b bis zum Ausgang 8a, 8b) der Nebenstromkanäle FC
nahezu konstant ist. Demgegenüber nimmt die Größe der Querschnittsfläche der Strömungskammer
MC in Strömungsrichtung der Hauptströmung 10 (also in Richtung von der Einlassöffnung
PN zu der Auslassöffnung EX) stetig zu, wobei die Form der Strömungskammer MC spiegelsymmetrisch
zu den beiden Symmetrieebenen ist.
[0045] Die Strömungskammer MC ist von jedem Nebenstromkanal FC durch einen Block 11a, 11b
getrennt. Die zwei Blöcke 11a, 11b sind in der Ausführungsform aus Figur 4 identisch
in Form und Größe und symmetrisch bezüglich der Längsachse A angeordnet. Prinzipiell
können sie jedoch auch unterschiedlich ausgebildet und nicht symmetrisch ausgerichtet
sein. Bei nicht symmetrischer Ausrichtung ist auch die Form der Strömungskammer MC
nicht symmetrisch. Die Form der Blöcke 11a, 11b, die in Figur 4 dargestellt ist, ist
nur beispielhaft und kann variiert werden. Die Blöcke 11a, 11b aus Figur 4 weisen
abgerundete Kanten auf.
[0046] Am Eingang 6a, 6b der Nebenstromkanäle FC sind zudem Separatoren 105a, 105b in Form
von Einbuchtungen vorgesehen. Dabei ragt am Eingang 6a, 6b jedes Nebenstromkanals
FC jeweils eine Einbuchtung 105a, 105b über einen Abschnitt der Umfangskante des Nebenstromkanals
FC in den jeweiligen Nebenstromkanal FC und verändert an dieser Stelle unter Verkleinerung
der Querschnittsfläche dessen Querschnittsform. In der Ausführungsform der Figur 4
ist der Abschnitt der Umfangskante so gewählt, dass jede Einbuchtung 105a, 105b (unter
anderem auch) auf die Einlassöffnung PN (im Wesentlichen parallel zu der Längsachse
A ausgerichtet) gerichtet ist. Alternativ können die Separatoren 105a, 105b anders
ausgerichtet sein. Durch die Separatoren 105a, 105b wird die Abtrennung der Nebenströmungen
20 von der Hauptströmung 10 beeinflusst und gesteuert. Durch Form, Größe und Ausrichtung
der Separatoren 105a, 105b kann die Menge, die aus dem Fluidstrom in die Nebenstromkanäle
FC strömt, sowie die Richtung der Nebenströmungen 20 beeinflusst werden. Das führt
wiederum zu einer Beeinflussung des Austrittswinkels des austretenden Fluidstroms
15 an der Auslassöffnung EX des fluidischen Bauteils 1 (und damit zu einer Beeinflussung
des Oszillationswinkels) sowie der Frequenz, mit der der austretende Fluidstrom 15
an der Auslassöffnung EX oszilliert. Durch Wahl der Größe, Orientierung und/oder Form
der Separatoren 105a, 105b kann somit gezielt das Profil des an der Auslassöffnung
EX austretenden Fluidstroms 15 beeinflusst werden. Alternativ kann auch nur am Eingang
eines der beiden Nebenstromkanäle ein Separator vorgesehen sein. Der Einlassöffnung
PN ist stromaufwärts ein trichterförmiger Ansatz 106 vorgeschaltet, der sich in Richtung
auf die Einlassöffnung PN (stromabwärts) verjüngt. Auch die Strömungskammer MC verjüngt
sich, und zwar im Bereich der Auslassöffnung EX. Die Verjüngung wird von einem Auslasskanal
107 gebildet, der sich zwischen den Separatoren 105a, 105b und der Auslassöffnung
EX erstreckt. Dabei verjüngen sich der trichterförmige Ansatz 106 und der Auslasskanal
107 derart, dass nur deren Breite (das heißt deren Ausdehnung in der Zeichenebene
in Figur 4 senkrecht zu der Längsachse A) jeweils stromabwärts abnimmt. Die Verjüngung
wirkt sich nicht auf die Tiefe (das heißt die Ausdehnung senkrecht zur Zeichenebene
in Figur 4) des Ansatzes 106 und des Auslasskanals 107 aus. Alternativ können sich
der Ansatz 106 und der Auslasskanal 107 auch jeweils in der Breite und in der Tiefe
verjüngen. Ferner kann sich nur der Ansatz 106 in der Tiefe oder in der Breite verjüngen,
während sich der Auslasskanal 107 sowohl in der Breite als auch in der Tiefe verjüngt,
und umgekehrt. Das Ausmaß der Verjüngung des Auslasskanals 107 beeinflusst die Richtcharakteristik
des aus der Auslassöffnung EX austretenden Fluidstroms 15 und somit dessen Oszillationswinkel.
Die Form des trichterförmigen Ansatzes 106 und des Auslasskanals 107 sind in Figur
4 nur beispielhaft gezeigt. Hier nimmt deren Breite stromabwärts jeweils linear ab.
Andere Formen der Verjüngung sind möglich.
[0047] Im Bereich der Eingänge 6a, 6b und der Ausgänge 8a, 8b der Nebenstromkanäle FC sind
jeweils Filterelemente FE angeordnet. Dabei erstrecken sich die Filterelemente FE
im Bereich der Eingänge 6a, 6b in Strömungsrichtung der Nebenströmungen betrachtet
vor den Separatoren 105a, 105b. In Figur 4 sind schematisch gestrichelte Linien abgebildet,
die eine im Wesentlichen lineare Anordnung einzelner Filterelemente FE in jedem Eingangs-
und Ausgangsbereich 6a, 6b, 8a, 8b andeuten. Dabei entspricht nicht jeder Punkt der
gestrichelten Linien zwangsweise einem Filterelement FE. Vielmehr sollen die gestrichelten
Linien lediglich den prinzipiellen Verlauf (im Ausführungsbeispiel aus Figur 4 linear)
der Filterelemente FE zeigen. Die Filterelemente FC erstrecken sich über die gesamte
Bauteiltiefe. Die Filterelemente FE sind von den Blöcken 11a, 11b und von den Seitenwänden
der Strömungskammer MC und der Nebenstromkanäle FC beabstandet angeordnet. Eine Filterelementanordnung
(eine Gruppe von Filterelementen) erstreckt sich über die gesamte Breite der Nebenstromkanäle
FC, kann jedoch auch weniger breit sein. Die Filterelementanordnungen erstrecken sich
im Wesentlichen quer (damit ist nicht zwingend ein Winkel von 90° gemeint) zu der
Strömungsrichtung der Nebenströmungen 20. Die Form, Größe und Anzahl der Filterelemente
FE ist nach verschiedenen Kriterien wählbar. So können die Art des Fluids sowie die
Menge, Form und Größe der Partikel, mit denen das Fluid beladen ist, die Form, Größe
und Anzahl der Filterelemente FE beeinflussen. Vorzugsweise ist der Abstand zwischen
den Filterelementen FE in den Eingangsbereichen 6a, 6b kleiner als der Abstand zwischen
den Filterelementen FE in den Ausgangsbereichen 8a, 8b. Alternativ sind die Filterelemente
FE nur in den Eingangsbereichen 6a, 6b vorgesehen und nicht in den Ausgangsbereichen
8a, 8b.
[0048] Die Filterelemente FE können gemäß einer gedanklichen Fortführung der seitlichen
Wände 4a, 4b der Blöcke 11a, 11b (beziehungsweise der Strömungskammer MC) positioniert
werden. Im Gegensatz zu der dargestellten Filterposition können die Filterelemente
FE auch entlang der Stromlinien positioniert werden, die in der Strömungssituation
entstehen, bei der die Hauptströmung an einer der seitlichen Wände 4a, 4b der Blöcke
11a, 11b (beziehungsweise der Strömungskammer MC) anliegt. Ferner können die Filterelemente
FE im Bereich des Eingangs 6a, 6b des Nebenstromkanals FC und / oder im Bereich des
Ausgangs 8a, 8b des Nebenstromkanals FC an einer Position angeordnet werden, an der
die größten Strömungsgeschwindigkeitskomponenten (der Hauptströmung), die sich abwechselnd
entlang und quer zur Hauptströmung befinden, auftreten. Diese Position kann der Fachmann
mittels der üblichen aus dem Stand der Technik bekannten Methoden beispielsweise für
ein fluidisches Bauteil ohne Filterelemente ermitteln. Auch ist es möglich, die Filterelemente
FE im Bereich des engsten Querschnittes der Nebenstromkanäle FC zu positionieren.
Bei fluidischen Bauteilen mit einem Separator 105a, 105b ist diese Position häufig
zwischen dem Separator 105a, 105b und dem Block 11a, 11b, der die Strömungskammer
vom Nebenstromkanal FC trennt.
[0049] In Figur 20 sind drei Momentaufnahmen eines Fluidstroms zur Veranschaulichung der
Strömungsrichtung (Stromlinien) des Fluidstroms in dem fluidischen Bauteil 1 aus Figur
4 während eines Oszillationszyklus dargestellt (Abbildungen a) bis c)). In den Abbildungen
a) und c) sind die Stromlinien für zwei Auslenkungen des austretenden Fluidstroms
15 dargestellt, die annähernd den maximalen Auslenkungen entsprechen. Der Winkel,
den der austretende Fluidstrom 15 zwischen diesen beiden Maxima überstreicht ist der
Oszillationswinkel α (Figur 20). Abbildung b) zeigt die Stromlinien für eine Position
des austretenden Fluidstroms 15, die ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Maxima
aus den Abbildungen a) und c) liegt. Im Folgenden werden die Strömungen innerhalb
des fluidischen Bauteils 1 während eines Oszillationszyklus beschrieben. Dabei werden
die Begriffe "oberer Nebenstromkanal" und "unterer Nebenstromkanal" verwendet. Diese
beziehen sich lediglich auf die relative Anordnung der zwei Nebenstromkanäle in Figur
4 (nicht auf zwingend erforderliche Anordnung) und dienen dem besseren Verständnis.
[0050] Zunächst wird der Fluidstrom unter Druck über die Einlassöffnung PN in das fluidische
Bauteil 1 geleitet. Der Fluidstrom erfährt im Bereich der Einlassöffnung PN kaum einen
Druckverlust, da er ungestört in die Strömungskammer MC strömen kann. Die Hauptströmung
10 des Fluidstroms strömt zunächst entlang der Längsachse A in Richtung auf die Auslassöffnung
EX (Abbildung a)).
[0051] Durch Einbringen einer einmaligen zufälligen oder gezielten Störung wird der Fluidstrom
seitlich in Richtung der der Strömungskammer MC zugewandten Seitenwand des einen Blockes
11a ausgelenkt, so dass die Richtung des Fluidstroms zunehmend von der Längsachse
A abweicht bis der Fluidstrom maximal ausgelenkt ist. Durch den sogenannten Coandä-Effekt
legt sich der größte Teil des Fluidstroms, die sogenannte Hauptströmung 10, dabei
an die Seitenwand des einen Blockes 11a an und strömt dann entlang dieser Seitenwand.
Im Bereich zwischen der Hauptströmung 10 und dem anderen Block 11b bildet sich ein
Rezirkulationsgebiet 30 aus. Dabei wächst das Rezirkulationsgebiet 30 je mehr sich
die Hauptströmung 10 an die Seitenwand des einen Blockes 11a anlegt. Die Hauptströmung
10 tritt unter einem sich zeitlich ändernden Winkel bezüglich der Längsachse A aus
der Auslassöffnung EX aus. In Figur 20a) liegt die Hauptströmung 10 an der Seitenwand
des einen Blockes 11a an und das dem Block 11b zugewandte Rezirkulationsgebiet 30
weist seine maximale Größe auf. Zudem tritt der Fluidstrom 15 mit annähernd größtmöglicher
Auslenkung aus der Auslassöffnung EX aus.
[0052] Ein kleiner Teil des Fluidstroms, die sogenannte Nebenströmung 20, trennt sich von
der Hauptströmung 10 und strömt in die Nebenstromkanäle FC über deren Eingänge 6a,
6b. In der in Figur 20a) dargestellten Situation ist (aufgrund der Auslenkung des
Fluidstroms in Richtung des Blockes 11a) der Teil des Fluidstroms, der in den Nebenstromkanal
FC fließt, der an den Block 11b grenzt, an dessen Seitenwand sich die Hauptströmung
10 nicht anlegt, deutlich größer als der Teil des Fluidstroms, der in den Nebenstromkanal
FC fließt, der an den Block 11a grenzt, an dessen Seitenwand sich die Hauptströmung
10 anlegt. In Figur 20a) ist also die Nebenströmung 20 in dem oberen Nebenstromkanal
FC deutlich größer als die Nebenströmung 20 in dem unteren Nebenstromkanal FC, die
nahezu vernachlässigbar ist. In der Regel kann die Umlenkung des Fluidstroms in die
Nebenstromkanäle FC mit Separatoren beeinflusst und gesteuert werden. Die Nebenströmungen
20 (insbesondere die Nebenströmung 20 in dem unteren Nebenstromkanal FC) fließen durch
die Nebenstromkanäle FC zu deren jeweiligen Ausgängen 8a, 8b und geben damit dem an
der Einlassöffnung PN eintretenden Fluidstrom einen Impuls. Da die Nebenströmung 20
in dem unteren Nebenstromkanal FC größer ist als die Nebenströmung 20 in dem oberen
Nebenstromkanal FC, überwiegt die Impulskomponente, die aus der Nebenströmung 20 in
dem unteren Nebenstromkanal FC resultiert.
[0053] Die Hauptströmung 10 wird also durch den Impuls (der Nebenströmung 20 in dem unteren
Nebenstromkanal FC) an die Seitenwand des Blockes 11a gedrückt. Gleichzeitig bewegt
sich das dem Block 11b zugewandte Rezirkulationsgebiet 30 in Richtung auf den Eingang
8b des unteren Nebenstromkanals FC, wodurch die Zufuhr von Fluid in den unteren Nebenstromkanal
FC gestört wird. Die Impulskomponente, die von der Nebenströmung 20 in dem unteren
Nebenstromkanal FC resultiert, nimmt damit ab. Gleichzeitig verkleinert sich das dem
Block 11b zugewandte Rezirkulationsgebiet 30, während sich ein weiteres (anwachsendes)
Rezirkulationsgebiet 30 zwischen der Hauptströmung 10 und der Seitenwand des Blockes
11a ausbildet. Hierbei nimmt auch die Zufuhr von Fluid in den oberen Nebenstromkanal
FC zu. Die Impulskomponente, die von der Nebenströmung 20 in dem oberen Nebenstromkanal
FC resultiert, nimmt damit zu. Die Impulskomponenten der Nebenströmungen 20 nähern
sich im weiteren Verlauf immer weiter an, bis sie gleich groß sind und sich gegenseitig
aufheben. In dieser Situation wird der eintretende Fluidstrom nicht abgelenkt, so
dass sich die Hauptströmung 10 ungefähr mittig zwischen den beiden Blöcken 11a, 11b
bewegt und ein Fluidstrom 15 nahezu ohne Auslenkung aus der Auslassöffnung EX austritt.
Figur 20b) zeigt nicht exakt diese Situation, sondern eine Situation kurz zuvor.
[0054] Im weiteren Verlauf nimmt die Zufuhr von Fluid in den oberen Nebenstromkanal FC immer
weiter zu, so dass die Impulskomponente, die von der Nebenströmung 20 in dem oberen
Nebenstromkanal FC resultiert, die Impulskomponente, die von der Nebenströmung 20
in dem unteren Nebenstromkanal FC resultiert, übersteigt. Die Hauptströmung 10 wird
dadurch immer weiter von der Seitenwand des Blockes 11a weggedrängt bis er an der
Seitenwand des gegenüberliegenden Blockes 11b aufgrund des Coandä-Effekts anliegt
(Figur 20c)). Das Rezirkulationsgebiet 30, das dem Block 11b zugewandt ist, löst sich
dabei auf, während das Rezirkulationsgebiet 30, das dem Block 11a zugewandt ist, zu
seiner maximalen Größe anwächst. Die Hauptströmung 10 tritt nun mit maximaler Auslenkung,
die im Vergleich zu der Situation aus Figur 20a) ein umgekehrtes Vorzeichen aufweist,
aus der Auslassöffnung EX aus.
[0055] Anschließend wird das Rezirkulationsgebiet 30, das dem Block 11a zugewandt ist, wandern
und den Eingang 6a des oberen Nebenstromkanals FC blockieren, so dass die Zufuhr von
Fluid hier wieder sinkt. In der Folge wird die Nebenströmung 20 in dem unteren Nebenstromkanal
FC die dominierende Impulskomponente liefern, so dass die Hauptströmung 10 wieder
von der Seitenwand des Blocks 11b weggedrückt wird. Die beschriebenen Änderungen erfolgen
nun in umgekehrter Reihenfolge.
[0056] Durch den Aufbau des fluidischen Bauteils und den beschriebenen Vorgang oszilliert
der an der Auslassöffnung EX austretende Fluidstrom 15 um die Längsachse A in einer
Ebene, in der die Strömungskammer MC und die Nebenstromkanäle FC angeordnet sind,
so dass ein zyklisch hin- und her schweifender Fluidstrahl erzeugt wird. Um den beschriebenen
Effekt zu erreichen, ist ein symmetrischer Aufbau des fluidischen Bauteils 1 nicht
zwingend notwendig.
[0057] In Figur 3 ist in den Teilbildern a) und b) jeweils eine Momentaufnahme des instationären
Strömungsvorgangs innerhalb des fluidischen Bauteils 1 aus Figur 4 dargestellt, wobei
in beiden Teilbildern der Zeitpunkt der Aufnahme gleich ist. Die Geschwindigkeit des
Fluidstroms innerhalb des fluidischen Bauteils ist durch Graustufen kodiert. Dabei
stellt das Geschwindigkeitsfeld innerhalb des fluidischen Bauteils die normierte Geschwindigkeit
des Fluidstroms in Hauptströmungsrichtung (von der Einlassöffnung PN zur Auslassöffnung
EX) mit der maximalen Geschwindigkeit in Hauptströmungsrichtung dar. Die Farbe schwarz
entspricht der normierten Geschwindigkeit u/u
max 0 und die Farbe weiß entspricht der normierten Geschwindigkeit u/u
max 1 und somit der maximalen Geschwindigkeit in Hauptströmungsrichtung.
[0058] In Teilbild b) der Figur 3 sind zur zusätzlichen Visualisierung außerdem Strömungslinien
dargestellt. Zwischen der Auslassöffnung EX und den Filterelementen FE am Eingang
6b des in Figur 3 rechten Nebenstromkanals FC ist ein Bereich zur erkennen, wo eine
Stromlinie eine geschlossene Kurve (Rezirkulationsgebiet) bildet. In dieser momentanen
Strömungssituation wirken auf die Filterelemente FE Querkräfte beziehungsweise weist
die Strömung hier hohe Querkomponenten bezüglich der Hauptströmungsrichtung auf. Durch
den Oszillationsmechanismus wird das in Figur 3 gezeigte Rezirkulationsgebiet aufgelöst,
wobei ein anderes Rezirkulationsgebiet zwischen der Auslassöffnung EX und den Filterelementen
FE am Eingang 6a des in Figur 3 linken Nebenstromkanals FC entsteht. Durch diese Dynamik
werden die einzelnen Filterelemente FE quer bezüglich der Hauptströmungsrichtung abwechselnd
angeströmt. Diese Strömungssituation sorgt dafür, dass eventuell an einem Filterelement
FE anliegende Partikel wieder in Richtung der Hauptströmung befördert werden und dann
von der Hauptströmung mitgerissen werden. Damit kann die selbstreinigende Wirkung
des fluidischen Bauteils erreicht werden.
[0059] In Figur 7 sind drei Momentaufnahmen während eines Oszillationszyklus in den Teilbildern
a) bis c) dargestellt. Dabei sind nicht alle Stromlinien, sondern nur Stromlinien
mit hoher Strömungsgeschwindigkeit gezeigt. Prinzipiell können die Filterelemente
FE durch die Hauptströmung 10 (am Eingang 6a, 6b), die Nebenströmung 20 (am Ausgang
8a, 8b) sowie durch die sich ständig ändernden Rezirkulationsgebiete 30 (am Eingang
6a, 6b) gereinigt werden. In den Teilbildern b) und c) ist beispielhaft gezeigt, wie
sich Rezirkulationsgebiete 30 an den Filterelementen FE am Eingang 6a, 6b der Feedback-Kanäle
FC entlang bewegen und dabei ihre Form ändern. Dabei erfährt ein gefilterter Fremdkörper
eine aus unterschiedlichen Richtungen angreifende Kraft. Diese Kraft kann dafür sorgen,
dass der Fremdkörper sich wieder löst und dann von der Hauptströmung 10 oder von dem
Rezirkulationsgebiet 30 selbst abgeführt wird. Fremdkörper, die am Ausgang 8a, 8b
der Feedback-Kanäle FC gefiltert werden, können durch die Nebenströmung 20 entfernt
werden, die aus dem Feedback-Kanal FC austritt. Daher kann ein höherer Abstand der
Filterelemente FE im Ausgangsbereich 8a, 8b als im Eingangsbereich 6a, 6b vorgesehen
sein, damit Fremdkörper, die durch die Filterelemente FE im Eingangsbereich6a, 6b
durchfließen konnten, auch den Feedback-Kanal FC verlassen können.
[0060] Das fluidische Bauteil aus Figur 4 kann auch als fluidischer Oszillator aufgefasst
werden, wobei die (einmalige) gezielte Richtungsänderung der Hauptströmung 10 zu einer
Oszillation der Hauptströmung 10 in der Strömungskammer MC und des austretenden Fluidstroms
15 führt. Das fluidische Bauteil 1 aus Figur 4 kann trotz Partikeln beziehungsweise
Fremdkörpern, mit denen das das fluidische Bauteil 1 durchströmende Fluid behaftetet
ist, seine Funktion nicht verlieren. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass
der Druckverlust bei dem fluidischen Bauteil aus Figur 4 gegenüber den bekannten fluidischen
Bauteilen mit Filterelementen FE, die sich im Bereich des Einlassbereiches PN befinden
(Figuren 1 und 2), geringer ist, da bei der bekannten Bauform der gesamte Fluidstrom
die Filterelemente FE durchströmen muss.
[0061] Durch die Filterelemente FE kann eine Querschnittsverengung am Eingang 6a, 6b der
Feedback-Kanäle FC oder beziehungsweise und am Ausgang 8a, 8b der Feedback-Kanäle
FC geschaffen werden. Die Filterelemente können als durch voneinander beabstandete
einzelne Körper ausgebildet sein, wodurch eine Verringerung des Querschnitts des Feedback-Kanäle
FC generiert wird, um eine Filterfunktion zu erreichen. Die einzelnen (Filter)Körper
können einen Abstand zueinander haben, der nicht so klein ist, dass kein Fluid mehr
durchpasst und/oder nicht so groß ist, dass keine Filterwirkung mehr erreicht wird.
Durch die Filterelemente FE im Bereich der Feedback-Kanäle FC wird verhindert, dass
eine größere Menge an Partikeln oder Fremdkörpern in die Feedback-Kanäle FC eindringen
kann. Somit wird die Ablagerung von Fremdkörpern in den Feedback-Kanälen FC verringert
oder verhindert. Dieses Risiko der Ablagerung in den Feedback-Kanälen FC würde ohne
die Filterelemente bestehen, da die Strömungsgeschwindigkeit in einem Feedback-Kanal
FC meist erheblich geringer ist, als die Strömungsgeschwindigkeit in der Strömungskammer
MC. Die Fremdkörper könnten sich somit in den Feedback-Kanälen festsetzen und könnten
nicht freigespült werden.
[0062] Durch eine Anordnung der Filterelemente FE beispielsweise im Bereich einer Strömung
mit einem periodischen Richtungswechsel kann das Fluid die Filterelemente FE selbstständig
reinigen. Durch ein Rezirkulationsgebiet 30 (am Eingang eines Nebenstromkanals) und
/ oder durch die Nebenströmung 20 (am Ausgang des Nebenstromkanals) werden die Partikel
oder Ablagerungen vom Filterelement FE gelöst, die dann mit der Hauptströmung 10 abtransportiert
werden können.
[0063] Das fluidische Bauteil 1 aus Figur 5 unterscheidet sich von jenem aus Figur 4 insbesondere
durch die Anordnung der Filterelemente FE. Auch hier sind im Bereich der Eingänge
6a, 6b und der Ausgänge 8a, 8b der Nebenstromkanäle FC jeweils Filterelemente FE angeordnet.
Jedoch sind die Filterelemente FE in Figur 5 nicht geradlinig (linear) angeordnet,
sondern folgen jeweils einem gekrümmten Verlauf (gestrichelte Linien in Figur 5).
Dabei ist der Verlauf an den beiden Eingängen 6a, 6b und an den beiden Ausgängen 8a,
8b jeweils spiegelsymmetrisch, wobei sich der Verlauf an den Eingängen 6a, 6b von
dem Verlauf an den Ausgängen 8a, 8b unterscheidet. So sind die Filterelemente FE an
den Eingängen 6a, 6b in Strömungsrichtung der Nebenströmungen 20 betrachtet (also
in Richtung von einem Eingang 6a, 6b zu dem entsprechenden Ausgang 8a, 8b) gemäß einer
konkaven Krümmung angeordnet und die Filterelemente FE an den Ausgängen 8a, 8b in
Strömungsrichtung der Nebenströmungen 20 betrachtet gemäß einer konvexen Krümmung
angeordnet. Die Krümmungsradien der konvexen und der konkaven Krümmung sind unterschiedlich
und in Figur 5 nur beispielhaft dargestellt. Je nach Anwendungsfall (Art des Fluids
(beispielsweise Viskosität, Dichte, Oberflächenspannung, Temperatur), Art (Größe,
Form, Verformbarkeit) und Menge der Partikel) können die Krümmungsradien unterschiedlich
gewählt werden. So können beispielsweise an beiden Eingängen 6a, 6b und an beiden
Ausgängen 8a, 8b die Krümmungsradien identisch oder jeweils unterschiedlich (beispielsweise
bei nicht symmetrischer Ausgestaltung des fluidischen Bauteils) sein. Auch können
alle Krümmungen konvex beziehungsweise konkav sein.
[0064] Figur 6 zeigt weitere Beispiele für den Verlauf der Filterelemente FE. Das fluidische
Bauteil 1 aus Figur 6 unterscheidet sich von jenem aus Figur 4 ebenfalls insbesondere
durch die Anordnung der Filterelemente FE. So sind die Filterelemente FE an den Eingängen
6a, 6b in Strömungsrichtung der Nebenströmungen 20 betrachtet (also in Richtung von
einem Eingang 6a, 6b zu dem entsprechenden Ausgang 8a, 8b) jeweils gemäß einer konvexen
Krümmung angeordnet, wobei sich die beiden konvexen Krümmungen jedoch voneinander
unterscheiden. Die Filterelemente FE an dem Ausgang 8a ist in Strömungsrichtung der
Nebenströmungen 20 betrachtet gemäß einer konkaven Krümmung angeordnet. Die Filterelemente
FE an dem Ausgang 8b ist gemäß einer Zickzacklinie angeordnet. Weitere Geometrien
für die Anordnung der Filterelemente FE sind vorstellbar. Je nach Anwendungsfall (Art
des Fluids (beispielsweise Viskosität, Dichte, Oberflächenspannung, Temperatur), Art
(Größe, Form, Verformbarkeit) und Menge der Partikel) können unterschiedliche Geometrien
gewählt werden. Dabei wird die Geometrie für die Anordnung der Filterelemente FE beispielsweise
derart gewählt, dass sich die Filterelemente FE entlang der Stromlinien des Fluidstroms
erstrecken.
[0065] Die Figuren 8 und 10 zeigen zwei weitere Ausführungsformen des fluidischen Bauteils
1. Diese beiden Ausführungsformen unterscheiden sich von jener aus Figur 4 insbesondere
dadurch, dass in dem Auslasskanal 107 ein Strömungsteiler (auch Splitter genannt)
3 vorgesehen ist. An den Eingängen 6a, 6b der Nebenstromkanäle FC des fluidischen
Bauteils 1 aus Figur 8 ist kein Separator vorgesehen. In Figur 10 haben die Separatoren
105a, 105b eine (im Vergleich zu der Ausführungsform aus Figur 4) in Richtung auf
die Einlassöffnung PN spitz zulaufende Form. Auch ist die Form der Blöcke 11a, 11b
unterschiedlich zu der Form in Figur 4. Die grundsätzlichen geometrischen Eigenschaften
dieser beiden Ausführungsformen stimmen jedoch mit denen des fluidischen Bauteils
1 aus Figur 4 überein.
[0066] Der Strömungsteiler 3 hat jeweils die Form eines dreieckigen Keils, der sich in Fluidstromrichtung
verbreitert. Auch verbreitert sich der Auslasskanal 107 in Fluidstromrichtung. Der
Keil hat eine Tiefe, die der Bauteiltiefe entspricht. (Die Bauteiltiefe ist über das
gesamte fluidische Bauteil 1 konstant.) Damit teilt der Strömungsteiler 3 den Auslasskanal
107 in zwei Subkanäle mit zwei Auslassöffnungen EX und den Fluidstrom in zwei Subströme,
die aus dem fluidischen Bauteil 1 austreten. Durch den im Zusammenhang mit der Figur
4 beschriebenen Oszillationsmechanismus treten die zwei Subströme gepulst aus den
beiden Auslassöffnungen EX aus.
[0067] In der Ausführungsform aus Figur 8 erstreckt sich der Strömungsteiler 3 im Wesentlichen
in dem Auslasskanal 107, während er in der Ausführungsform aus Figur 10 bis in die
Strömungskammer MC hineinragt. Die Form und Größe des Strömungsteilers 3 ist prinzipiell
je nach der gewünschten Anwendung frei wählbar. Auch können mehrere Strömungsteiler
(quer zur Längsachse A in der Oszillationsebene oder auch quer zur Oszillationsebene
des Fluidstroms) vorgesehen sein, um den austretenden Fluidstrahl in mehr als zwei
Subströme zu unterteilen.
[0068] Die Figuren 8 und 10 zeigen auch zwei weitere Ausführungsformen für die Blöcke 11a,
11b. Jedoch sind diese Formen nur beispielhaft und nicht ausschließlich im Zusammenhang
mit dem Strömungsteiler 3 zu verstehen. Ebenso können die Blöcke 11a, 11b bei Verwendung
eines Strömungsteilers 3 anders ausgebildet sein. Die Blöcke 11a, 11b aus Figur 8
weisen eine im Wesentlichen trapezförmige Grundform auf, die sich stromabwärts (in
der Breite) verjüngt und von deren Enden jeweils ein dreieckiger Vorsprung in die
Strömungskammer MC hineinragt. Die Blöcke 11a, 11b aus Figur 10 ähneln denen aus Figur
4, weisen jedoch keine abgerundeten Ecken auf.
[0069] Die Filterelemente FE sind in den Figuren 8 und 10 (wie auch in Figur 4) entlang
einer geraden Linie (gestrichelte Linie) im Bereich der Eingänge 6a, 6b und der Ausgänge
8a, 8b der Nebenstromkanäle FC angeordnet.
[0070] Das fluidische Bauteil aus Figur 9 entspricht jenem aus Figur 10 und unterscheidet
sich von letzterem insbesondere darin, dass kein Strömungsteiler vorgesehen ist.
[0071] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 11 dargestellt. In dieser
Ausführungsform werden die Nebenstromkanäle FC von der Strömungskammer MC durch die
Blöcke11a, 11b getrennt, wobei die Blöcke 11a, 11b im Wesentliche rechteckig sind
und jeweils einen dreieckigen Vorsprung aufweisen, der an dem der Einlassöffnung PN
zugewandten Ende der Blöcke 11a, 11b in die Strömungskammer MC hineinragt. Damit weist
die Strömungskammer (mit Ausnahme des Bereichs, in dem die dreieckigen Vorsprünge
ausgebildet sind) eine im Wesentlichen konstante Breite auf. Aufgrund der Form der
Blöcke 11a, 11b erstrecken sich die einzelnen Abschnitte der Nebenstromkanäle FC im
Wesentlichen parallel beziehungsweise senkrecht zu der Strömungskammer MC. Separatoren
sind in der Ausführungsform aus Figur 11 nicht vorgesehen. Im Bereich der Eingänge
6a, 6b der Nebenstromkanäle FC sind Filterelemente FE vorgesehen, die jeweils entlang
einer gekrümmten Linie angeordnet sind. Dabei ist die Linie in Strömungsrichtung der
Nebenströmungen 20 betrachtet (also in Richtung von einem Eingang 6a, 6b zu dem entsprechenden
Ausgang 8a, 8b) gemäß einer konvexen Krümmung angeordnet. Im Bereich der Ausgänge
8a, 8b der Nebenstromkanäle FC sind Filterelemente FE vorgesehen, die jeweils entlang
einer geraden Linie angeordnet sind. Die Filterelementanordnungen erstrecken sich
im Wesentlichen quer (damit ist nicht zwingend ein Winkel von 90° gemeint) zu der
Strömungsrichtung der Nebenströmungen 20.
[0072] In den Figuren 12 bis 19 sind verschiedene bekannte fluidische Bauteile dargestellt,
die zusätzlich Filterelemente FE aufweisen. Dabei sind die Filterelemente FE erfindungsgemäß
an den Eingängen und Ausgängen der Nebenstromkanäle FC angeordnet (Figuren 12-17,
19). In Figur 15 ist der Nebenstromkanal FC kurzgeschlossen. Somit fungiert eine Öffnung
des Nebenstromkanals in zeitlichem Wechsel als Ein- und Auslass. In einem ersten Schritt,
ist beispielsweise die in Figur 15 dargestellte obere Öffnung des Nebenstromkanals
FC ein Einlass und somit die in Figur 15 dargestellte untere Öffnung des Nebenstromkanals
FC ein Auslass, und zwar so lange bis die (Haupt)Strömung auf die andere Wandseite
der Strömungskammer MC gedrückt wird. Danach tauschen die jeweiligen Öffnungen ihre
Funktion.
[0073] In Figur 17, Teilbild b) sind mehrere Feedback-Kanäle FC vorgesehen. Der Feedback-Kanal
FC im Bereich der Auslassöffnung EX verstärkt die zeitliche Pulsation, wirkt hier
jedoch nicht als Mittel zur Änderung der Hauptströmungsrichtung. Die Filterelemente
FE sichern die Funktion des zusätzlichen Feedback-Kanals FC.
[0074] In Figur 18 ist als Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung eine
Sacckammer SK vorgesehen. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Eingang der Sackkammer
SK auch gleichzeitig der Ausgang der Sackkammer SK. Die Filterelemente FE sind in
dem Eingangs-/Ausgangsbereich der Sackkammer SK angeordnet.
[0075] Die fluidischen Bauteile aus den Figuren 12 bis 19 sind ohne Filterelemente (beziehungsweise
mit Filterelementen im Bereich / stromabwärts der Einlassöffnung der fluidischen Bauteile)
aus folgenden Offenbarungen bekannt:
EP 1 053 059 B1 (Figur 12, Teilbilder a) und b)),
WO 80/00927 (Figur 12, Teilbild c), Figur 13),
EP 1 658 209 B1 (Figur 14),
DE 2 051 804 (Figur 15),
DE 2 414 970 (Figur 16),
US 8,733,401 B2 (Figur 17, Teilbilder a) und b)), Review of some fluid oscillators, Harry Diamond
Laboratories, Washington, 1969 (Figur 18),
A review of Fluidic Oscillator Development and Application for Flow Control, 43rd
Fluid Dynamic Conference, 24-27 Juni 2013.
[0076] Das erfindungsgemäße fluidische Bauteil (1) ist für mit Partikeln oder Fremdkörpern
behaftete beziehungsweise verschmutzte Fluide geeignet, wobei es trotz der Partikel
beziehungsweise Fremdkörper, die in das fluidische Bauteil eindringen, seine Funktion
(Ausbildung eines oszillierenden Fluidstroms) behält und durch die Partikel nicht
verstopft. Das erfindungsgemäße fluidische Bauteil (1) hat zusätzlich eine selbstreinigende
Wirkung, da die Filterelemente vom (unter Druck stehenden) Fluid wieder freigespült
werden. So können die Filterelemente FE durch die Hauptströmung 10, die Nebenströmung
20 sowie durch die sich ständig ändernden Rezirkulationsgebiete 30 gereinigt werden.
Die sich ändernde Richtung der Hauptströmung 10 und insbesondere der Rezirkulationsgebiete
30 während des Oszillationsvorgangs umspült und reinigt die Filterelemente FE entsprechend.
Somit erfährt ein gefilterter Fremdkörper eine aus unterschiedlichen Richtung angreifende
Kraft. Diese Kraft kann dafür sorgen, dass der Fremdkörper sich wieder löst und dann
von der Hauptströmung 10 beziehungsweise von einem Rezirkulationsgebiet 30 abgeführt
wird. Diese Wirkung ist insbesondere am Eingang 6a, 6b der Feedback-Kanäle FC stark
ausgeprägt (vergleiche Figur 7). Fremdkörper, die im Ausgangsbereich 8a, 8b der Feedback-Kanäle
FC gefiltert werden, können durch die Nebenströmung 20 entfernt werden.
[0077] Die Anwesenheit der Filterelemente verursacht nur einen geringeren Druckverlust,
da im Wesentlichen nur die Nebenströmung durch die Querschnittsverengung strömen muss.
Das fluidische Bauteil weist eine erhöhte Lebensdauer auf, da die integrierten Filterelemente
(und die Nebenstromkanäle beziehungsweise Sackkammern) nicht verstopfen. Ferner werden
durch die erfindungsgemäße Anordnung der Filterelemente die Kosten und Komplexität
gegenüber Systemen mit vorgeschalteten (stromaufwärts der Einlassöffnung der fluidischen
Bauteile angeordnete) Filtersystemen reduziert.
[0078] Das erfindungsgemäße fluidische Bauteil ist für jedes Anwendungsgebiet geeignet,
das mit Fluiden arbeitet. Beispielsweise kann das erfindungsgemäße fluidische Bauteil
für die Reinigungstechnik verwendet werden. Ein anderes Anwendungsgebiet ist die Oberflächenbenetzung,
die Oberflächenbehandlung beziehungsweise die Änderung der Oberflächenbeschaffenheit
durch Pulverauftrag oder durch Partikelkollision mit der Oberfläche. Typische Verfahren
dafür sind Strahlverfahren, wie beispielsweise das Kugelstrahlverfahren (Shot Peening).
Das erfindungsgemäße fluidische Bauteil kann aber auch in Anwendungsbereichen eingesetzt
werden, die mit faserbehafteten Fluiden zu tun haben, wie zum Beispiel in der Papierindustrie.
[0079] Für alle Ausführungsformen der Erfindung gilt: Die Filterelemente FE können zur Beeinflussung
der Spraycharakteristik des austretenden Fluidstroms (Austrittswinkel des austretenden
Fluidstroms, Oszillationsfrequenz des austretenden Fluidstroms) dienen. Die Beabstandung
der Filterelemente in den einzelnen Eingangs- und/oder Ausgangsbereichen der Mittel
zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung darf gleich aber auch unterschiedliche
sein. Beispielsweise kann der Abstand der Filterelemente FE am Eingang 6a, 6b eines
Feedback-Kanals FC geringer sein als der Abstand zwischen den Filterelementen FE,
die sich am Ausgang 8a, 8b dieses Feedback-Kanals FC befinden. Die Geometrie der fluidischen
Bauteile ist grundsätzlich frei gestaltbar. Die Erfindung ist auf alle fluidischen
Bauteile anwendbar, die mindestens einen Feedback-Kanal FC oder eine Sacckammer aufweisen.
Bezugszeichen
[0080]
- 1
- Fluidisches Bauteil
- 3
- Strömungsteiler (Splitter)
- 4
- seitliche Wand der Strömungskammer
- 6a, 6b
- Eingang Feedback-Kanal
- 8a, 8b
- Ausgang Feedback-Kanal
- 10
- Hauptströmung
- 11a, 11b
- Block
- 15
- Fluidstrahl an Ausgangsöffnung
- 20
- Nebenströmung
- 30
- Rezirkulationsgebiet
- 105a, 105b
- Separator
- 106
- trichterförmiger Ansatz
- 107
- Auslasskanal
- EX
- Auslassöffnung
- FC
- Feedback-Kanal (Nebenstromkanal), Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
- FE
- Filterelemente
- MC
- Strömungskammer
- PN
- Einlassöffnung
1. Fluidisches Bauteil (1) mit einer
a) Strömungskammer (MC) mit mindestens einer Einlassöffnung (PN) und mindestens einer
Auslassöffnung (EX), wobei die Strömungskammer (MC) von einer Hauptströmung (10) eines
Fluides von der mindestens einen Einlassöffnung (PN) zur mindestens einen Auslassöffnung
(EX) durchstrombar ist,
b) mindestens einem Mittel (FC) zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung,
(10) insbesondere einem periodischen Umschlagen der Hauptströmung (10),
gekennzeichnet durch
mindestens ein Filterelement (FE) zwischen dem Mittel (FC) zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung (10) und der Strömungskammer (MC), insbesondere einem Mittel zur
Erzeugung einer variierenden Anströmungsrichtung für die Hauptströmung (10),
wobei das mindestens eine Filterelement nicht stromaufwärts von der Strömungskammer
(MC) oder an der Einlassöffnung (PN) der Strömungskammer (MC) angeordnet ist, so dass
nur ein Teil des Fluidstroms das mindestens eine Filterelement (FE) passiert.
2. Fluidisches Bauteil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Mittel (FC) zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
(10) einen Feedback-Kanal aufweist, als Feedback-Kanal (FC) ausgebildet ist oder als
Sackkammer ausgebildet ist.
3. Fluidisches Bauteil (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) zwischen der Strömungskammer (MC) und dem
mindestens einem Mittel (FC) zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung (10)
im Betrieb Strömung mit wechselnder Strömungsrichtung ausgesetzt ist.
4. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) entlang oder parallel einer Stromlinie der
Hauptströmung angeordnet ist, wobei das mindestens eine Filterelement (FE) insbesondere
in einem Bereich entlang oder parallel einer Stromlinie der Hauptströmung angeordnet
ist, in dem die Hauptströmung zumindest zeitweise eine im Vergleich zu anderen Stromlinien
oder Bereichen große Strömungsgeschwindigkeitskomponente im Wesentlichen entlang einer
Grundrichtung der Hauptströmung aufweist.
5. Fluidisches Bauteil (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) in einem Bereich entlang oder parallel einer
Stromlinie der Hauptströmung angeordnet ist, in dem die Hauptströmung zumindest zeitweise
eine im Vergleich zu anderen Stromlinien oder Bereichen große Strömungsgeschwindigkeitskomponente
im Wesentlichen senkrecht zu einer Grundrichtung der Hauptströmung aufweist.
6. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) an einer Position zwischen der Strömungskammer
(MC) und dem mindestens einen Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
angeordnet ist, an der sich die absolute Strömungsgeschwindigkeitsänderung quer zur
Hauptströmung maximal ändert.
7. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement an einer Position zwischen der Strömungskammer
(MC) und dem mindestens einen Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
angeordnet ist, an der der für die Strömung effektive Querschnitt der Strömungskammer
(MC) beziehungsweise des Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung
minimal ist.
8. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) an einer Öffnung (6a, 6b, 8a, 8b) des mindestens
einen Mittels zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung angeordnet ist, insbesondere
nur am Eingang (6a, 6b), nur am Ausgang (8a, 8b) des Mittels zur gezielten Richtungsänderung
der Hauptströmung oder am Eingang (6a, 6b) und am Ausgang (8a, 8b).
9. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) in einer gedanklichen Fortführung eines Abschnittes
der Strömungskammer (MC) an einer Position zwischen der Strömungskammer (MC) und dem
mindestens einen Mittel zur gezielten Richtungsänderung der Hauptströmung angeordnet
ist.
10. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) zylinderförmig, kegelförmig, rechteckig, dreieckig,
pyramidenförmig, ovalförmig, rund oder polygonal ausgebildet ist.
11. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) eine Gitterstruktur und / oder ein Netz aufweist.
12. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) im Betrieb durch eine wechselnde Strömungsrichtung
einer selbstreinigenden Wirkung unterliegt.
13. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Antihaftbeschichtung, insbesondere eine Antihaftbeschichtung auf dem mindestens
einen Filterelement.
14. Fluidisches Bauteil (1) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Filterelement (FE) mindestens teilweise flexibel und / oder elastisch
verformbar ausgebildet ist.
15. Vorrichtung mit einem fluidischen Bauteil (1) nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 14, wobei die Vorrichtung mindestens eine der folgenden Vorrichtungen ist:
Haushaltsgeräte/Industriegeräte bzw. gewerbliche Geräte
• Spülmaschinen
• Geschirrspülgeräte
• Waschmaschinen
• Dampfreinigungsgeräte
• Dampfgarer
• Konvektomaten
• Pasteurisieranlagen
• Wäschetrockner
• Geräte mit Dampffunktion
• Sterilisierungsanlagen
• Desinfektionsanlagen
Reinigungsgeräte insbesondere in der Nassreinigungsverfahrenstechnik
• Hochdruckreiniger
• Niederdruckreiniger
• Waschstraßen
• Spritzreinigungsanalgen
• Entzunderungsanlagen
• Enteisungsanlagen
Bewässerungsvorrichtung
• Landwirtschaft & Agrartechnik
• Pflanzenschutzmittelverteilung
Strahltechnikvorrichtung
• Kugelstrahlverfahren (Shot Peening)
• CO2-, Schnee bzw. Trockeneisstrahlen
• Strahlen mit mineralischen Medien
• Druckluftstrahlen
Oberflächenbehandlungsvorrichtung
• Lackieranlagen
• Galvanikanlagen
Whirlpools
Mischungssysteme
• Verbrennungsgeräte
• Verbrennungskraftmaschinen
• Heizanlagen
• Einspritzsystemen
• Mischanlagen
• Bio-/Chemische Reaktoren
Kühlsysteme
Löschsysteme, insbesondere für Anlagen die mit Flusswasser, Meerwasser oder Seewasser
arbeiten
Wasseraufbereitungssysteme.
1. Fluidic component (1) having
a) a flow chamber (MC) which has at least one inlet opening (PN) and has at least
one outlet opening (EX), wherein the flow chamber (MC) is able to be flowed through
from the at least one inlet opening (PN) to the at least one outlet opening (EX) by
a main flow (10) of a fluid,
b) at least one means (FC) for the targeted change in direction of the main flow (10),
in particular for a periodic reversal of the main flow (10),
characterized by
at least one filter element (FE) between the means (FC) for the targeted change in
direction of the main flow (10) and the flow chamber (MC), in particular a means for
producing a varying incident flow direction for the main flow (10),
wherein the at least one filter element is arranged not upstream of the flow chamber
(MC) or at the inlet opening (PN) of the flow chamber (MC), with the result that only
one part of the fluid stream passes through the at least one filter element (FE).
2. Fluidic component (1) according to Claim 1, characterized in that the at least one means (FC) for the targeted change in direction of the main flow
(10) has a feedback channel, is in the form of a feedback channel (FC) or is in the
form of a blind chamber.
3. Fluidic component (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that, during operation, the at least one filter element (FE) between the flow chamber
(MC) and the at least one means (FC) for the targeted change in direction of the main
flow (10) is exposed to flow with changing flow direction.
4. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (FE) is arranged along or parallel to a streamline
of the main flow, wherein the at least one filter element (FE) is arranged along or
parallel to a streamline of the main flow in particular in a region in which the main
flow, at least intermittently, has, substantially along a basic direction of the main
flow, a flow speed component which is large in comparison with other streamlines or
regions.
5. Fluidic component (1) according to Claim 4, characterized in that the at least one filter element (FE) is arranged along or parallel to a streamline
of the main flow in a region in which the main flow, at least intermittently, has,
substantially perpendicular to a basic direction of the main flow, a flow speed component
which is large in comparison with other streamlines or regions.
6. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (FE) is arranged between the flow chamber (MC) and
the at least one means for the targeted change in direction of the main flow at a
position at which there is a maximum change in the absolute change in flow speed perpendicular
to the main flow.
7. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element is arranged between the flow chamber (MC) and the
at least one means for the targeted change in direction of the main flow at a position
at which the cross section, effective for the flow, of the flow chamber (MC) or of
the means for the targeted change in direction of the main flow is minimal.
8. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (FE) is arranged at an opening (6a, 6b, 8a, 8b) of
the at least one means for the targeted change in direction of the main flow, in particular
only at the inlet (6a, 6b) or only at the outlet (8a, 8b) of the means for the targeted
change in direction of the main flow, or at the inlet (6a, 6b) and at the outlet (8a,
8b) thereof.
9. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (FE) is arranged at a position between the flow chamber
(MC) and the at least one means for the targeted change in direction of the main flow
in a conceptual continuation of a section of the flow chamber (MC) .
10. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (FE) is of cylindrical, conical, rectangular, triangular,
pyramid-shaped, oval, round or polygonal form.
11. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (FE) has a grid structure and/or a mesh.
12. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that, during operation, the at least one filter element (FE) is subjected to self-cleaning
action by way of a changing flow direction.
13. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized by an anti-adhesion coating, in particular an anti-adhesion coating on the at least
one filter element.
14. Fluidic component (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one filter element (FE) is at least partially of flexible and/or elastically
deformable form.
15. Apparatus having a fluidic component (1) according to at least one of Claims 1 to
14, wherein the apparatus is at least one of the following apparatuses:
household appliances/industrial appliances or commercial appliances
• washers
• dishwashers
• washing machines
• steam cleaners
• steam cookers
• convection ovens
• pasteurization units
• tumble dryers
• appliances with steam function
• sterilization units
• disinfection units
cleaning appliances, in particular in wet cleaning technology
• high-pressure cleaners
• low-pressure cleaners
• car washes
• spray cleaning units
• de-scaling units
• de-icing units
irrigation apparatus
• farming and agricultural technology
• crop protection agent distribution
blasting technology
• shot peening
• CO2, snow or dry ice blasting
• blasting with mineral media
• compressed-air blasting
surface treatment apparatus
• painting units
• electroplating units
whirlpools
mixing systems
• combustion appliances
• internal combustion engines
• heating units
• injection systems
• mixing units
• bioreactors/chemical reactors
cooling systems
extinguishing systems, in particular for units which work with river water, marine
water or sea water water treatment systems.
1. Composant fluidique (1) comprenant
a) une chambre d'écoulement (MC) pourvue d'au moins une ouverture d'entrée (PN) et
d'au moins une ouverture de sortie (EX), un écoulement principal (10) d'un fluide
pouvant s'écouler à travers la chambre d'écoulement (MC) de l'au moins une ouverture
d'entrée (PN) à l'au moins une ouverture de sortie (EX),
b) au moins un moyen (FC) destiné à modifier de manière ciblée la direction de l'écoulement
principal (10), en particulier pour changer périodiquement l'écoulement principal
(10),
caractérisé par
au moins un élément filtrant (FE) situé entre le moyen (FC) destiné à modifier de
manière ciblée la direction de l'écoulement principal (10) et la chambre d'écoulement
(MC), en particulier un moyen destiné à générer une direction d'afflux variable de
l'écoulement principal (10),
l'au moins un élément filtrant n'étant pas disposé en amont de la chambre d'écoulement
(MC) ou au niveau de l'ouverture d'entrée (PN) de la chambre d'écoulement (MC) de
sorte que seule une partie du courant de fluide passe à travers au moins un élément
filtrant (FE).
2. Composant fluidique (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un moyen (FC) destiné à modifier de manière ciblée la direction de l'écoulement
principal (10) comporte un conduit de rétroaction, est conçu comme un conduit de rétroaction
(FC) ou est conçu comme une chambre sans issue.
3. Composant fluidique (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) situé entre la chambre d'écoulement (MC) et l'au
moins un moyen (FC) destiné à modifier de manière ciblée la direction de l'écoulement
principal (10) est soumis en fonctionnement à un écoulement à des directions d'écoulement
variables.
4. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est disposé le long d'une ligne de courant de
l'écoulement principal ou parallèle à celle-ci, l'au moins un élément filtrant (FE)
étant disposé en particulier dans une région située le long d'une ligne de courant
de l'écoulement principal ou parallèle à celle-ci, région dans laquelle l'écoulement
principal comporte au moins temporairement une composante de vitesse d'écoulement,
qui est grande par rapport à d'autres lignes de courant ou régions, sensiblement le
long d'une direction de base de l'écoulement principal.
5. Composant fluidique (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est disposé dans une région située le long d'une
ligne de courant de l'écoulement principal ou parallèle à celle-ci, région dans laquelle
l'écoulement principal comporte au moins temporairement une composante de vitesse
d'écoulement, qui est grande par rapport à d'autres lignes de courant ou régions,
qui est sensiblement perpendiculaire à une direction de base de l'écoulement principal.
6. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est disposé à une position qui est située entre
la chambre d'écoulement (MC) et l'au moins un moyen destiné à modifier de manière
ciblée la direction de l'écoulement principal et à laquelle la variation absolue de
la vitesse d'écoulement transversalement à l'écoulement principal change maximalement.
7. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant est disposé à une position qui est située entre la
chambre d'écoulement (MC) et l'au moins un moyen destiné à modifier de manière ciblée
la direction de l'écoulement principal et à laquelle la section transversale, efficace
pour l'écoulement, de la chambre d'écoulement (MC) ou du moyen destiné à modifier
de manière ciblée la direction de l'écoulement principal est minimale.
8. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est disposé au niveau d'une ouverture (6a, 6b,
8a, 8b) de l'au moins un moyen destiné à modifier de manière ciblée la direction de
l'écoulement principal, notamment seulement à l'entrée (6a, 6b), seulement à la sortie
(8a, 8b) du moyen destiné à modifier de manière ciblée la direction de l'écoulement
principal ou à l'entrée (6a, 6b) et à la sortie (8a, 8b).
9. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est disposé dans une continuation imaginaire
d'une portion de la chambre d'écoulement (MC) à une position située entre la chambre
d'écoulement (MC) et l'au moins un moyen destiné à modifier de manière ciblée la direction
de l'écoulement principal.
10. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est cylindrique, conique, rectangulaire, triangulaire,
pyramidal, ovale, rond ou polygonal.
11. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) comporte une structure en treillis et/ou un réseau.
12. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est soumis à un effet autonettoyant lors du fonctionnement
en raison d'une direction d'écoulement alternée.
13. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé par un revêtement anti-adhérent, notamment un revêtement anti-adhérent placé sur l'au
moins un élément filtrant.
14. Composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élément filtrant (FE) est au moins partiellement souple et/ou déformable
élastiquement.
15. Dispositif comprenant un composant fluidique (1) selon l'une au moins des revendications
1 à 14, le dispositif étant l'un au moins des dispositifs suivants :
appareils électroménagers/appareils industriels ou appareils commerciaux
• machine à laver
• lave-vaisselle
• lave-linge
• appareils de nettoyage à vapeur
• appareils de cuisson à vapeur
• appareils de convection automatiques
• installations de pasteurisation
• sèche-linge
• appareils avec fonction vapeur
• installations de stérilisation
• installations de désinfection
appareils de nettoyage, en particulier dans la technologie des procédés de nettoyage
par voie humide
• nettoyeurs à haute pression
• nettoyeurs à basse pression
• lave-autos
• installations de nettoyage par pulvérisation
• installations de détartrage
• installations de dégivrage
dispositif d'irrigation
• agriculture et génie agricole
• distribution de pesticides,
dispositif de projection
• procédé de grenaillage (Shot-peening)
• projection de CO2, de neige ou de glace sèche
• projection de milieux minéraux
• projection d'air comprimé
dispositif de traitement de surface
• installations de peinture
• installations de galvanisation
bassins à remous
systèmes de mélange
• appareils à combustion
• moteurs à combustion interne
• installations de chauffage
• systèmes d'injection
• installations de mélange
• réacteurs bio/chimiques
systèmes de refroidissement
systèmes d'extinction, en particulier pour installations fonctionnant à l'eau de rivière,
l'eau de mer ou l'eau de lac
systèmes de traitement de l'eau.