[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Pulverdichtstrompumpe
im Pulver-Fördermodus sowie eine entsprechende Pulverdichtstrompumpe.
[0002] Im Pulver-Fördermodus ist die Pulverdichtstrompumpe insbesondere ausgebildet, Pulver,
insbesondere Beschichtungspulver, von einem ersten Pulverreservoir zu einem stromabwärts
der Pulverdichtstrompumpe angeordneten zweiten Pulverreservoir oder einer stromabwärts
der Pulverdichtstrompumpe angeordneten Pulversprühbeschichtungspistole oder dergleichen
Einrichtung zum Versprühen von Beschichtungspulver zu fördern.
[0003] Hierzu weist die Pulverdichtstrompumpe mindestens eine und vorzugsweise genau eine
Pulverförderkammer mit einem Pulvereinlass und einem Pulverauslass auf, wobei dem
Pulvereinlass ein Pulvereinlassventil und dem Pulverauslass ein Pulverauslassventil
zugeordnet ist, und wobei die Pulverförderkammer mindestens eine Luftaustauschöffnung
aufweist zum wechselweisigen Beaufschlagen der Pulverförderkammer mit Überdruck (zum
Zuführen von Transportdruckluft) oder Unterdruck (zum Ansaugen von Pulver). Im Pulver-Fördermodus
der Pulverdichtstrompumpe wird abwechselnd während einer Ansaugphase Pulver, insbesondere
Beschichtungspulver, von einem ersten Pulverreservoir in die Pulverförderkammer eingesaugt,
und während einer anschließenden Ausstoßphase das zuvor in die Pulverförderkammer
eingesaugte Pulver zu einem zweiten, stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe angeordneten
Pulverreservoir oder einer stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe angeordneten Einrichtung
zum Versprühen von Pulver ausgestoßen wird. Während der Ansaugphase ist das Pulvereinlassventil
zumindest zeitweilig geöffnet und das Pulverauslassventil zumindest zeitweilig geschlossen,
während die Pulverförderkammer zumindest zeitweilig mit Unterdruck beaufschlagt wird.
Während der Ausstoßphase ist das Pulvereinlassventil zumindest zeitweilig geschlossen
und das Pulverauslassventil zumindest zeitweilig geöffnet, während die Pulverförderkammer
zumindest zeitweilig mit Überdruck beaufschlagt wird, um zumindest einen Teil der
zum Fördern des Pulvers benötigten Transportdruckluft über die Pulverförderkammer
in den Pulverweg einzuspeisen.
[0004] Pulverdichtstrompumpen (engl.: dense phase powder pumps) mit dieser Betriebsweise
sind zumindest dem Prinzip nach aus dem Stand der Technik bekannt.
[0005] Beispielsweise betrifft die Druckschrift
DE102013211536 bzw. die
EP 1 551 558 A1 eine Pulverdichtstrompumpe, welche eine erste Pulverförderkammer und eine parallel
zur ersten Pulverförderkammer angeordnete zweite Pulverförderkammer aufweist. Die
beiden Pulverförderkammern der aus diesem Stand der Technik bekannten Pulverdichtstrompumpe
sind sowohl ansausseitig als auch förderseitig jeweils durch eine mechanisch betätigte
Quetschventilanordnung begrenzt.
[0006] Im Einzelnen ist dabei vorgesehen, dass im ansaugseitigen bzw. förderseitigen Bereich
der Pulverdichtstrompumpe die mit den Pulverförderkammern der Pulverdichtstrompumpe
verbundenen Pulverschläuche mit einem mechanisch betätigten Stempel deformierbar sind,
um den Schlauchabschnitt bei Bedarf abzuquetschen bzw. zu öffnen. Jeder Pulverförderkammer,
der aus diesem Stand der Technik bekannten Pulverdichtstrompumpe ist ein Filterrohr
zugeordnet, welches den Umfang der entsprechenden Pulverförderkammer begrenzt. Das
Filterrohr ist für Luft, jedoch nicht für Beschichtungspulver durchlässig und von
einer Ringkammer umgeben, an die wechselweise Unterdruck oder Druckluft anschließbar
ist.
[0007] Dadurch kann in jede Pulverförderkammer wechselweise Beschichtungspulver eingesaugt
oder mittels Druckluft aus der entsprechenden Pulverförderkammer ausgestoßen werden.
Die beiden zueinander parallel angeordneten Pulverförderammern werden wechselphasig
betrieben, was bedeutet, dass eine der beiden Pulverförderkammern Beschichtungspulver
durch den Pulvereinlass der Pulverdichtstrompumpe ansaugt, während die andere der
beiden Pulverförderkammern eine zuvor in die Pulverförderkammer angesaugt Beschichtungspulverportion
über den Pulverauslass der Pulverdichtstrompumpe abgibt.
[0008] Pulverdichtstrompumpen mit mehreren, insbesondere zwei parallel zueinander geschalteten
Pulverförderkammern sind auch aus der Druckschrift
WO 2005/005060 A2, der Druckschrift
DE 199 59 473 A1 und der Druckschrift
EP 1 752 399 A1 bekannt.
[0009] Die Verwendung von Pulverdichtstrompumpen zum Fördern von Beschichtungspulver zu
entsprechenden Einrichtungen zum Versprühen von Beschichtungspulver, wie insbesondere
Sprühbeschichtungspistolen, ist aus der Druckschrift
DE 196 11 533 B4, der Druckschrift
WO 2004/087331 A1 und der Druckschrift
EP 1 566 352 A2 bekannt.
[0010] Bevor die Verwendung von Pulverdichtstrompumpen zur Förderung von Beschichtungspulver
bekannt wurde, wurden als Injektoren ausgebildete Pulverpumpen verwendet, welche auch
heute noch zur Förderung von Beschichtungspulver eingesetzt werden. Im Unterschied
zur Pulverdichtstrompumpe der eingangs genannten Art weisen als Injektoren ausgebildete
Pulverpumpen jedoch den Nachteil auf, dass die mit als Injektoren ausgebildeten Pulverpumpen
üblicherweise nur eine relativ geringe Menge an Beschichtungspulver pro Zeiteinheit
fördern können.
[0011] Insofern haben sich Pulverdichtstrompumpen der eingangs genannten Art in der Praxis
insbesondere für solche Anwendungen durchgesetzt, bei denen eine relativ große Menge
an Beschichtungspulver pro Zeiteinheit zu fördern ist.
[0012] Die von einer Pulverdichtstrompumpe pro Zeiteinheit geförderte Pulvermenge ist insbesondere
abhängig von der Größe (Volumen) der Förderkammer, von der Frequenz, mit welcher Beschichtungspulver
in der Förderkammer eingesaugt und dann wieder abgegeben wird, von der Stärke des
Vakuums, welches an die Pulverförderkammer angelegt wird, um in einer Ansaugphase
Pulver aus einem Pulverreservoir in die Pulverförderkammer einzusaugen, von der Öffnungszeitdauer
des Pulvereinlassventils während der Saugphase (Ansaug-Teilzyklus) und von den Strömungswiderständen
in den Pulverleitungen stromaufwärts und insbesondere stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe.
Die Strömungswiderstände sind insbesondere von der Länge und dem Innenquerschnitt
der Pulverleitungen, meistens Pulverschläuche, abhängig.
[0013] Die insbesondere während der Ausstoßphase über die Pulverförderkammer der Pulverdichtstrompumpe
in den Pulverförderweg eingebrachte Transportdruckluft vermischt sich nur wenig mit
dem zu fördernden Pulver, insbesondere Beschichtungspulver, und schiebt das Pulver
vor sich her aus der Pulverförderkammer durch das Pulverauslassventil.
[0014] Im praktischen Gebrauch hat sich gezeigt, dass eine Pulverdichtstrompumpe, wie sie
beispielsweise aus der Druckschrift
EP 1 551 558 A1 bekannt ist, im Pulver-Fördermodus zu Verstopfungen neigt. Dies betrifft insbesondere
die Pulvereinlassseite der Pulverdichtstrompumpe und hier das dort vorgesehene Pulvereinlassventil.
[0015] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, im Pulver-Fördermodus einer Pulverdichtstrompumpe
der eingangs genannten Art auf einfache Weise Pulveransammlungen und Pulververstopfungen
insbesondere an der Pulvereinlassseite der Pulverförderkammer der Pulverdichtstrompumpe,
und hier im Bereich des Pulvereinlassventils zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.
Dies soll insbesondere für solche Pulverarten gelten, die bei der Förderung zu Verklumpungen
und/oder Anhaftungen neigen.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Betreiben einer Pulverdichtstrompumpe
gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 bzw. durch eine Pulverdichtstrompumpe gemäß
dem nebengeordneten Patentanspruch 13 gelöst.
[0017] Demnach wird insbesondere ein Verfahren zum Betreiben einer Pulverdichtstrompumpe
im Pulver-Fördermodus vorgeschlagen, wobei die Pulverdichtstrompumpe mindestens eine
und vorzugsweise genau eine Pulverförderkammer mit einem Pulvereinlass und einem Pulverauslass
aufweist, wobei dem Pulvereinlass ein Pulvereinlassventil und dem Pulverauslass ein
Pulverauslassventil zugeordnet ist. Die Pulverförderkammer weist mindestens eine Luftaustauschöffnung
auf zum wechselweisigen Beaufschlagen der Pulverförderkammer mit Überdruck (während
einer Ausstoßphase) oder Unterdruck (während einer Ansaugphase). Im Pulver-Fördermodus
wird während der Ansaugphase Pulver, insbesondere Beschichtungspulver, von einem ersten
Pulverreservoir in die Pulverförderkammer eingesaugt und während einer an die Ansaugphase
vorzugsweise unmittelbar anschließenden Ausstoßphase das zuvor eingesaugte Pulver
zu einem zweiten, stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe angeordneten Pulverreservoir
oder einer stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe angeordneten Einrichtung zum Versprühen
von Pulver ausgestoßen.
[0018] Während der Ansaugphase ist das Pulvereinlassventil am Pulvereinlass der Pulverförderkammer
zumindest zeitweilig geöffnet und das Pulverauslassventil am Pulverauslass der Pulverförderkammer
zumindest zeitweilig geschlossen, während die Pulverförderkammer zumindest zeitweilig
mit Unterdruck beaufschlagt wird, um so das Pulver aus dem ersten Pulverreservoir
einsaugen zu können. Während des Ausstoßphase hingegen ist das Pulvereinlassventil
am Pulvereinlass der Pulverförderkammer zumindest zeitweilig geschlossen und das Pulverauslassventil
am Pulverauslass der Pulverförderkammer zumindest zeitweilig geöffnet, während die
Pulverförderkammer zumindest zeitweilig mit Überdruck beaufschlagt wird, um so die
zuvor in die Pulverförderkammer eingesaugte Pulvermenge über den Pulverauslass der
Pulverförderkammer auszustoßen.
[0019] Um eine störende und somit unerwünschte Pulveransammlung (Pulveraggregation) und
eine potentiell damit einhergehende Pulververstopfungen im Pulver-Fördermodus der
Pulverdichtstrompumpe insbesondere beim Pulvereinlassventil der Pulverförderkammer
wirksam verhindern zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass während einer vorab
festgelegten oder festlegbaren Zeitperiode mindestens einer Ausstoßphase einer Vielzahl
von Pumpenzyklen, und vorzugsweise am zeitlichen Ende einer jeden Ausstoßphase mindestens
eine der folgenden Bedingungen vorliegt:
- i) das Pulvereinlassventil ist geöffnet;
- ii) das Pulverauslassventil ist geschlossen; und/oder
- iii) die Beaufschlagung der Pulverförderkammer mit Überdruck ist unterbrochen.
[0020] Auf diese Weise wird erreicht, dass während der Ausstoßphase, und insbesondere am
Ende der Ausstoßphase eine Reinigung und/oder Rückspülung des Ansaugbereiches der
Pulverdichtstrompumpe erfolgt. Insbesondere wird durch das Betätigen des Pulvereinlassventils
und/oder des Pulverauslassventil bewirkt, dass sich kein oder nur eine sehr geringe
Menge an Pulver im Ansaugbereiches der Pulverdichtstrompumpe absetzen kann, da durch
die Ventilbetätigung auch ein Impuls an das Pulver abgegeben und so eine Akkumulation
von Pulverpartikeln verhindert wird.
[0021] Wenn beispielsweise zusätzlich zu einer Ventilbetätigung auch noch Transportdruckluft
in die Pulverförderkammer eingeleitet wird (durch Anlegen eines entsprechenden Überdruckes
an der Pulverförderkammer), kann erreicht werden, dass auf der Pulvereingangsseite
des Pulvereinlassventils ggf. vorhandene Pulverpartikel in die Pulverzufuhrleitung
(Pulveransaugleitung) zurückgespült werden. Damit wird eine Pulveraggregation und
damit einhergehende Verstopfung insbesondere des Pulvereinlassventils noch besser
vermieden oder zumindest reduziert.
[0022] Wenn während der vorab festgelegten oder festlegbaren Zeitperiode der Ausstoßphase,
welche vorzugsweise am zeitlichen Ende des Ausstoßphase liegt, nur das Pulvereinlassventil
geöffnet ist (Bedingung i) findet eine "sanfte" Rückspülung aufgrund des Systemgegendruckes
statt. Insbesondere verhindert auch die Ventilbetätigung wirksam eine Akkumulation
und Aggregation von Pulverpartikeln.
[0023] Wenn vorzugsweise zusätzlich hierzu das Pulverauslassventil zumindest zeitweilig
während der vorab festgelegten oder festlegbaren Zeitperiode geschlossen ist, erfolgt
eine Umleitung der während der Ausstoßphase in die Pulverförderkammer aufgrund der
Beaufschlagung mit Überdruck eingeleiteten Transportdruckluft. Dies verstärkt die
Rückspülung und führt somit zu einem verbesserten Reinigungseffekt.
[0024] Vorzugsweise ist die Zeitperiode, während welcher mindestens eine der genannten Bedingungen
i) bis iii) vorliegt, einstellbar und zwar insbesondere individuell und unabhängig
für alle Bedingungen i) bis iii). Dadurch kann durch entsprechende Variation der den
Bedingungen i) bis iii) zugeordneten Zeitperioden die Intensität des Einflusses der
entsprechenden Bedingungen erhöht werden. Dies ermöglicht eine individuelle Anpassung
des Pulverförderverfahrens an unterschiedliche Pulverarten.
[0025] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betreiben einer
Pulverdichtstrompumpe im Pulver-Fördermodus sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0026] Die Erfindung betrifft ferner eine Pulverdichtstrompumpe zum Fördern von Beschichtungspulver
von einem ersten Pulverreservoir zu einem zweiten stromabwärts angeordneten Pulverreservoir
oder einer stromabwärts angeordneten Pulversprühbeschichtungspistole oder dergleichen
Einrichtung zum Versprühen von Beschichtungspulver. Die Pulverdichtstrompumpe weist
mindestens eine und vorzugsweise genau eine einzige Pulverförderkammer mit einem Pulvereinlass
und einem Pulverauslass auf, wobei dem Pulvereinlass ein Pulvereinlassventil und dem
Pulverauslass ein Pulverauslassventil zugeordnet ist. Die Pulverförderkammer der erfindungsgemäßen
Pulverdichtstrompumpe weist mindestens eine Luftaustauschöffnung auf, über welche
die Pulverförderkammer wechselseitig mit Überdruck oder Unterdruck beaufschlagt werden
kann. Darüber hinaus ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, welche ausgelegt ist,
das Pulvereinlassventil, das Pulverauslassventil und/oder eine Einrichtung zum Anlegen
eines Unterdruckes bzw. Überdruckes an der Pulverförderkammer derart anzusteuern,
dass das erfindungsgemäße Pulverförderverfahren realisiert wird bzw. realisierbar
ist..
[0027] Vorzugsweise sind bei der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe der Pulverauslass
und das Pulverauslassventil bzw. der Pulvereinlass und das Pulvereinlassventil von
der einzigen Pulverförderkammer oder von jeder Pulverförderkammer derart angeordnet,
dass sich ihr Pulverdurchgangskanal in Kammerlängsrichtung erstreckt, vorzugsweise
axial zur Kammermittellinie.
[0028] Das Pulvereinlassventil und das Pulverauslassventil, welches gemäß der Erfindung
verwendet wird, sind vorzugsweise Quetschventile. Bei ihnen wird der Ventilkanal durch
einen flexiblen, elastischen Schlauch gebildet, welcher zum Schließen des Ventils
radial zusammendrückbar ist, entweder durch ein mechanisches Element oder durch den
Druck von Druckluft in einer Pneumatikkammer, welche den Schlauch auf seiner Außenseite
umgibt.
[0029] Gemäß einem zusätzlichen Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass das erfindungsgemäße
Verfahren den Verfahrensschritt des Bereitstellens einer Pulverdichtstrompumpe der
zuvor genannten Art, und den Verfahrensschritt des Durchführens eines bestimmten Betriebszyklus
aufweist, wobei dieser bestimmte Betriebszyklus folgende Zyklusschritte umfasst:
- a) Erzeugen eines Unterdruckes in der vorzugsweise einzigen Pulverförderkammer der
Pulverdichtstrompumpe zum Einsaugen von Beschichtungspulver in die Pulverförderkammer
durch ein geöffnetes Pulvereinlassventil der Pulverdichtstrompumpe, während das Pulverauslassventil
der Pulverdichtstrompumpe geschlossen ist;
- b) Verschließen des Pulvereinlassventils und Öffnen des Pulverauslassventils;
- c) Einleiten von Druckgas in die Pulverförderkammer zum Abgeben des Beschichtungspulvers
aus der Pulverförderkammer durch das offene Pulverauslassventil, während das Pulvereinlassventil
geschlossen ist; und
- d) Verschließen des Pulverauslassventils und Öffnen des Pulvereinlassventils.
[0030] Erfindungsgemäß ist bei dem Verfahren vorgesehen, dass beim Zyklusschritt a) oder
beim Wechsel vom Zyklusschritt d) zum Zyklusschritt a) an mindestens einer Stelle
in den Pulverweg nach dem Pulverauslassventil Zusatzdruckluft als zusätzliche Transportdruckluft
eingespeist wird.
[0031] Die Erfindung betrifft auch eine Pulversprühbeschichtungsvorrichtung, welche eine
Pulverdichtstrompumpe der Erfindung aufweist.
[0032] Gemäß einem weiteren erfinderischen Gedanken ist in dem Pulverströmungsweg stromaufwärts
oder stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe mindestens ein Strömungswiderstand angeordnet,
vorzugsweise eine bzgl. des Strömungswiderstandes veränderbare Strömungsdrossel. Dieser
erfinderische Gedanke hat den Vorteil, dass auch kleine Pulverströmungsmengen pro
Zeiteinheit mit relativ guter Einhaltung eines Sollwertes von der Pulverdichtstrompumpe
gefördert werden können. Der Grund liegt darin, dass der Strömungswiderstand die Pulverströmungsmenge
pro Zeiteinheit reduziert, auch wenn dadurch die Transportdruckluftströmungsmenge
pro Zeiteinheit auf einem so hohen Wert gehalten wird, dass eine Pulverförderung in
der Pulverdichtstrompumpe und stromabwärts von ihr sichergestellt ist, ohne dass in
größeren Umfang nachteilige Pulverablagerungen im Pulverweg entstehen.
[0033] Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen anhand
einer bevorzugten exemplarischen Ausführungsform beschrieben.
[0034] In den Zeichnungen zeigen:
- FIG. 1
- eine Längsschnittdarstellung entlang des Pulverweges durch eine exemplarische Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe; und
- FIG. 2
- ein zeitliches Ablaufdiagramm zur Verdeutlichung einer exemplarischen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Pulverförderverfahrens.
[0035] Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die Darstellungen in den Figuren 1 und 2
exemplarische Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe bzw. des
erfindungsgemäßen Pulverförderverfahrens beschrieben.
[0036] Im Einzelnen ist in FIG. 1 schematisch eine exemplarische Ausführungsform einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen
100 dargestellt, in welcher eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe
1 zum Fördern von Pulver (hier: Beschichtungspulver) von einem ersten Pulverreservoir
101 zu einer stromabwärts von der Pulverdichtstrompumpe 1 angeordneten Pulversprühbeschichtungspistole
102 zum Einsatz kommt. Anstelle der Pulversprühbeschichtungspistole 102 kann auch
eine andere Einrichtung zum Versprühen von Beschichtungspulver auf ein zu beschichtendes
Objekt oder ein zweites Pulverreservoir zum Einsatz kommen.
[0037] Wie in FIG. 1 schematisch dargestellt, weist die dort zum Einsatz kommende exemplarische
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe 1 einen Pulvereinlass
2 auf, der mit Hilfe einer Pulverleitung 103, insbesondere mit Hilfe eines Ansaugrohres
oder dergleichen, strömungsmäßig mit einem ersten Pulverreservoir 101 verbunden oder
verbindbar ist. Am entgegengesetzten Endbereich der Pulverdichtstrompumpe 1 ist ein
Pulverauslass 3 vorgesehen, welcher mit Hilfe einer Pulverleitung 104, insbesondere
mit Hilfe eines Pulverschlauches, mit einem Beschichtungspulvereinlass 105 einer Pulversprühbeschichtungspistole
102 verbunden bzw. verbindbar ist.
[0038] Im Einzelnen sind bei der in FIG. 1 schematisch dargestellten, exemplarischen Ausführungsform
sowohl der Pulvereinlass 2 als auch der Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe
1 jeweils als Schlauchanschlussstutzen ausgebildet, an den die entsprechende Pulverleitung
103 bzw. 104 aufsteckbar und mit einer Schlauchklemme fixierbar ist. Selbstverständlich
kommen aber auch andere Ausführungsformen für den Pulvereinlass 2 bzw. den Pulverauslass
3 in Frage.
[0039] Die in FIG. 1 schematisch gezeigte Pulverdichtstrompumpe 1 ist als Ein-Kammer-Pulverdichtstrompumpe
ausgebildet, wobei zur Förderung von Beschichtungspulver von dem ersten Pulverreservoir
101 zu der Pulversprühbeschichtungspistole 102 bzw. zu einer anderen Einrichtung zur
Sprühbeschichtung von Gegenständen oder zu einem weiteren Pulverreservoir nur eine
einzige Pulverförderkammer 4 vorgesehen ist.
[0040] Allerdings ist die Erfindung nicht auf eine solche als Ein-Kammer-Pulverdichtstrompumpe
ausgebildete Pulverdichtstrompumpe beschränkt. Vielmehr sind die erfindungsgemäßen
Lehren auch bei einer Mehr-Kammer-Pulverdichtstrompumpe anwendbar, wie etwa bei einer
Pulverdichtstrompumpe, wie sie beispielsweise aus der Druckschrift
EP 1 551 558 A1 bekannt ist
[0041] Bei der exemplarischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe
1 gemäß FIG. 1 weist die (einzige) Pulverförderkammer 4 an einem ersten Endbereich
einen Pulvereinlass 5 auf, welcher in Richtung des Pulvereinlasses 2 der Pulverdichtstrompumpe
1 zeigt. Ferner weist die Pulverförderkammer 4 einen in Richtung des Pulverauslasses
3 der Pulverdichtstrompumpe 1 zeigenden Pulverauslass 6 auf. Am Pulvereinlass 5 der
Pulverförderkammer 4 ist unmittelbar angrenzend ein Pulvereinlassventil 7 angeordnet,
und zwar derart, dass dieses Pulvereinlassventil 7 zwischen dem Pulvereinlass 5 der
Pulverförderkammer 4 und dem Pulvereinlass 2 der Pulverdichtstrompumpe 1 liegt. In
gleicher Weise ist unmittelbar angrenzend an den Pulverauslass 6 der Pulverförderkammer
4 ein Pulverauslassventil 8 angeordnet.
[0042] Im Unterschied zu dem Pulvereinlassbereich der Pulverdichtstrompumpe 1 ist am Pulverauslassbereich
der Pulverdichtstrompumpe 1 das Pulverauslassventil 8 jedoch nicht unmittelbar zwischen
dem Pulverauslass 6 der Pulverförderkammer und dem Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe
1 angeordnet; vielmehr ist zwischen dem Pulverauslassventil 8 und dem Pulverauslass
3 der Pulverdichtstrompumpe 1 noch eine Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 angeordnet.
[0043] Wie es anschließend näher beschrieben wird, dient diese Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung
9 zum bedarfsweisen Einspeisen von zusätzlicher Transportdruckluft in den Pulverweg
zwischen dem Pulverauslassventil 8 und dem Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe
1.
[0044] An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass es nicht zwingend erforderlich ist,
überhaupt eine Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 vorzusehen bzw. die ggf. vorgesehene
Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 zwischen dem Pulverauslassventil 8 und dem Pulverauslass
3 der Pulverdichtstrompumpe 1 anzuordnen.
[0045] Sollte jedoch eine Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 vorgesehen sein, so ist anzumerken,
dass die mit dieser Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 erzielbaren Effekte, die
nachfolgend näher beschrieben werden, sich auch dann realisieren, lassen wenn die
Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 hinter dem Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe
1 angeordnet ist.
[0046] Obwohl in FIG. 1 nicht dargestellt, ist bei vorteilhaften Realisierungen der erfindungsgemäßen
Pulverdichtstrompumpe 1 zwischen der Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 und dem
Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe 1 noch ein weiteres Ventil, insbesondere
Quetschventil vorgesehen, welches dann die Funktion des Pulverauslassventils übernimmt,
da es unmittelbar am Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe 1 angeordnet ist.
[0047] Wie es insbesondere aber der Darstellung in FIG. 1 entnommen werden kann, liegen
der Pulvereinlass 2 der Pulverdichtstrompumpe 1, das Pulvereinlassventil 7, der Pulvereinlass
5 der Pulverförderkammer 4, die Pulverförderkammer 4, der Pulverauslass 6 der Pulverförderkammer
4, die (bei dieser exemplarischen Ausführungsform vorgesehene) Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung
9 sowie der Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe 1 entlang einer gemeinsamen
Längsachse.
[0048] Mit anderen Worten, bei der in FIG. 1 schematisch gezeigten, exemplarischen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe 1 ist der Pulvereinlass 2 der Pulverdichtstrompumpe
1 am entgegengesetzten Ende des Pulverauslasses 3 der Pulverdichtstrompumpe 1 vorgesehen.
[0049] Nachfolgend werden der Aufbau und die Funktionsweise insbesondere der einzigen Pulverförderkammer
4 der in FIG. 1 dargestellten exemplarischen Ausführungsform der Pulverdichtstrompumpe
1 näher beschrieben.
[0050] Wie es der Längsschnittdarstellung in FIG. 1 entnommen werden kann, ist die Pulverförderkammer
4 zwischen ihrem Pulvereinlass 5 und ihren Pulverauslass 6 durch die zylindrische
Wand eines rohrartigen Filters 10 gebildet, welche für Luft, jedoch nicht für Beschichtungspulver
durchlässig ist und beispielsweise aus Sintermaterial bestehen kann. Der als Filterrohr
ausgebildete Filter 10 ist von einer Zwischenkammer 11 umgeben, die auf ihren Außenseite
von einem Gehäuse 12 der Pulverförderkammer 4 begrenzt ist.
[0051] Durch das Gehäuse 12 mündet eine Luftaustauschöffnung 13, welche strömungsmäßig an
ein Steuerventil V1 angeschlossen ist. Über das Steuerventil V1 ist die Pulverförderkammer
4 wechselweise mit Transportdruckluft aus einer Druckluftversorgungsleitung 50 versorgbar
oder mit Vakuum bzw. Unterdruck einer Vakuumquelle 52 beaufschlagbar.
[0052] Bei der in FIG. 1 schematisch dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 100 weist die Vakuumquelle 52 einen Injektor 55
auf, welchem Injektordruckluft von einer Druckluftversorgungsleitung 54 bzw. einer
Druckluftquelle 58 , beispielsweise über einen Druckregler 53 und ein weiteres Steuerventil
V2, zugeführt werden.
[0053] Um während einer Saugphase der Pulverdichtstrompumpe 1 über den Pulvereinlass 2 der
Pulverdichtstrompumpe 1 aus dem ersten Pulverreservoir 101 Pulver, insbesondere Beschichtungspulver,
in die Pulverförderkammer 4 einsaugen zu können, wird das am Pulverauslass 6 der Pulverförderkammer
4 angeordnete Pulverauslassventil 8 geschlossen und das zwischen dem Pulvereinlass
2 der Pulverdichtstrompumpe 1 und dem Pulvereinlass 5 der Pulverförderkammer 4 angeordnete
Pulvereinlassventil 7 geöffnet.
[0054] Gleichzeitig mit dem Betätigen des Pulverauslassventils 8 und des Pulvereinlassventils
7 oder unmittelbar anschließend daran wird über das Steuerventil V1 und der damit
verbundenen Luftaustauschöffnung 13 die Pulverförderkammer 4 mit der Vakuumquelle
52 verbunden, so dass in der Pulverförderkammer 4 ein Unterdruck anliegt und Beschichtungspulver
aus dem ersten Pulverreservoir 101 eingesaugt werden kann.
[0055] Nach dem Einsaugen von Beschichtungspulver in die Pulverförderkammer 4 erfolgt ein
Wechsel von der Saugphase zu der Ausstoßphase von Pulver, insbesondere Beschichtungspulver,
aus der Förderkammer 4. Hierzu wird das Pulvereinlassventil 7 geschlossen und das
Pulverauslassventil 8 geöffnet, während das Steuerventil V1 eine strömungsmäßige Verbindung
der Luftaustauschöffnung 13 mit der Druckluftversorgungsleitung 50 bereitstellt, so
dass die während der Saugphase in die Pulverförderkammer 4 zuvor eingesaugte Pulverportion
mittels der über die Luftaustauschöffnung 13 zugeführten Transportdruckluft durch
das offene Pulverauslassventil 8 ausgestoßen wird.
[0056] Gemäß der Erfindung ist eine Steuereinrichtung 90 vorgesehen, welche ausgebildet
ist, bei beispielsweise der in FIG. 1 schematisch dargestellten Pulverdichtstrompumpe
1 das dem Pulvereinlassventil 7 zugeordnete Ventil V3, das dem Pulverauslassventil
8 zugeordnete Ventil V4, die der Pulverförderkammer 4 zugeordneten Ventile V1 und
V6, das der Überdruckluft-Einlassvorrichtung 9 zugeordnete Ventil V5 und/oder das
dem Injektor 55 zugeordnet Ventil V2 gemäß einem vorab festgelegten oder festlegbaren
Programmablauf anzusteuern.
[0057] Eine exemplarische Ausführungsform für solch einen Programmablauf wird später im
Zusammenhang mit dem in FIG. 2 gezeigten Ablaufdiagramm beschrieben.
[0058] Gemäß einem weiteren, vorteilhaften Aspekt der Erfindung ist die Steuereinrichtung
90 derart ausgebildet, dass die Pulsfrequenz der der Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung
9 zugeführten Zusatzdruckluft in Abhängigkeit von der Pulverabgabefrequenz der Pulverförderkammer
4 nach mindestens einer der folgenden Arten einstellbar ist: beispielsweise manuell
einstellbar ist und/oder vorzugsweise automatisch steuerbar oder vorzugsweise regelbar
ist. In vorteilhafter Weise kann dadurch die Zusatzdruckluft-Pulsfrequenz mit zunehmender
Pulverabgabefrequenz erhöht und mit abnehmender Pulverabgabefrequenz reduziert werden.
[0059] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Steuereinrichtung
90 in vorteilhafter Weise derart ausgebildet sein, dass mittels ihr die pro Zeiteinheit
durch die Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 hindurchströmende Zusatzdruckluftmenge
in Abhängigkeit von der geförderten Pulvermenge nach mindestens einer der folgenden
Arten einstellbar ist: beispielsweise manuell einstellbar ist und/oder vorzugsweise
automatisch steuerbar oder vorzugsweise regelbar ist.
[0060] Die Steuereinrichtung 90 der Pulverdichtstrompumpe 1 bzw. der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung
100 kann zur genannten Einstellung der Zusatzdruckluft-Pulsfrequenz oder zu der genannten
Einstellung der Zusatzdruckluftmenge, oder für beide Einstellungen ausgebildet sein.
Die Steuereinrichtung 90 kann alle Steuerelemente enthalten oder es können zwei oder
mehr Steuereinrichtungen vorgesehen werden. Falls es erwünscht ist, die Zusatzdruckluft-Pulsfrequenz
oder die Zusatzdruckluft-Strömungsmenge manuell einzustellen, kann hierfür jeweils
ein manuelles Einstellelement vorgesehen werden.
[0061] Wie bereits angedeutet, ist das Pulvereinlassventil 7 und das Pulverauslassventil
8 der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe 1 jeweils vorzugsweise als Quetschventil
(engl.: pinch valve) ausgeführt, da sich in Quetschventilen weniger Beschichtungspulver
ablagern kann als in anderen Ventilarten, und weil sich Pulverablagerungen durch die
Luftströmung in ihnen leicht reinigen lassen.
[0062] Quetschventile sind mittels Druckluft oder mittels Unterdruck steuerbare Ventile.
Vom Prinzip her sind jedoch auch andere steuerbare Ventile verwendbar. Ferner besteht
auch die Möglichkeit, anstelle von steuerbaren Ventilen selbsttätige Ventile zu verwenden,
beispielsweise Kugelventile oder Klappenventile, welche durch den Differenzdruck zwischen
der Ventileinlassseite und der Ventilauslassseite und damit automatisch von dem Überdruck
und Unterdruck gesteuert werden, welcher in der Pulverförderkammer 4 herrscht.
[0063] Zur Steuerung des Betriebes der Pulverdichtstrompumpe 1 kommt die bereits erwähnte
Steuereinrichtung 90 zum Einsatz, welche in FIG. 1 schematisch angedeutet ist. Die
Steuereinrichtung 90 ist insbesondere ausgebildet, die einzelnen ansteuerbaren Komponenten
der Pulverdichtstrompumpe 1, insbesondere die Steuerventile V1, V2, V3, V4 und V5,
geeignet anzusteuern und deren Betätigung zu koordinieren.
[0064] Bei der in FIG. 1 schematisch dargestellten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Pulverdichtstrompumpe 1 bzw. Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 100 ist noch ein
weiteres Steuerventil V6 vorgesehen, über welches in einem Reinigungszyklus der Pulverdichtstrompumpe
1 die Pulverförderkammer 4 mit Hochdruck beaufschlagbar ist.
[0065] Die Steuereinrichtung 90 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass diese zur Vorbereitung
der Saugphase der Pulverförderkammer 4 das Steuerventil V4 öffnet, so dass die in
dem Druckspeicher 57 bzw. von der Druckluftquelle 58 bereitgestellte Druckluft über
die Druckluftversorgungsleitung 56 und der Luftaustauschöffnung 16 in die Druckkammer
des als Quetschventil ausgebildeten Pulverauslassventils 8 geleitet wird. Als Folge
hiervon wird der flexible elastische Schlauch des als Quetschventil ausgebildeten
Pulverauslassventils 8 zusammengequetscht, infolgedessen der von dem flexiblen elastischen
Schlauch bereitgestellte Pulverweg durch das Pulverauslassventil 8 geschlossen wird.
[0066] Mit dem Schließen des Pulverauslassventils 8 wird mit Hilfe der Steuereinrichtung
90 die in dem Gehäuse 12 der Pulverförderkammer 4 vorgesehene Luftaustauschöffnung
13 strömungsmäßig mit der Vakuumquelle 52 verbunden, um im Inneren der Pulverförderkammer
4 einen Unterdruck zu erzeugen, so dass Beschichtungspulver über den Pulvereinlass
2 der Pulverdichtstrompumpe 1 und das (geöffnete) Pulvereinlassventil 7 sowie den
Pulvereinlass 5 der Pulverförderkammer 4 in die Pulverförderkammer 4 eingesaugt werden
kann.
[0067] Gemäß bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung wird zum Initiieren der Saugphase
der Pulverdichtstrompumpe 1 von der Steuereinrichtung 90 ein Steuersignal zum Erzeugen
des Unterdruckes in der Pulverförderkammer 4 frühestens gleichzeitig wie, oder vorzugsweise
um eine vorbestimmte Verzögerungszeit später als ein Steuersignal zum Öffnen des Pulvereinlassventils
7 erzeugt, so dass der Aufbau des Unterdruckes in der Pulverförderkammer 4 frühestens
gleichzeitig mit dem Öffnen des Pulvereinlassventils 7 beginnt, vorzugsweise um die
genannte vorbestimmte Verzögerungszeit später als das Öffnen des Pulvereinlassventils
7. Die vorbestimmte Verzögerungszeit liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0 ms und
50 ms bei einem Förderzyklus der Pulverförderkammer 4 von ungefähr 200 ms.
[0068] Dadurch wird erreicht, dass der Unterdruck in der Pulverförderkammer 4 einer Öffnungsbewegung
des Pulvereinlassventils 7, insbesondere wenn dieses ein Quetschventil ist, mindestens
zum Zeitpunkt des Beginns der Öffnungsbewegung des Pulvereinlassventils 7, weniger
stark entgegenwirkt als beim Stand der Technik, wo in der Regel bereits vor dem Öffnen
des Pulvereinlassventils in der entsprechenden Pulverförderkammer eine Druckabsenkung
stattfindet.
[0069] Anschließend wird das Steuerventil V3 strömungsmäßig mit der Druckluftversorgungsleitung
56 verbunden, infolgedessen ein Überdruck in der Druckkammer 15.1 des als Quetschventil
ausgebildeten Pulvereinlassventils 7 angelegt wird, der ein Zusammenquetschen des
flexiblen elastischen Schlauches des als Quetschventil ausgebildeten Pulvereinlassventils
7 bewirkt. Auf diese Weise wird das Pulvereinlassventil 7 geschlossen.
[0070] Das Steuerventil V4 schaltet die Luftaustauschöffnung 17 der Druckkammer des als
Quetschventil ausgebildeten Pulverauslassventils 8 drucklos bzw. entlüftet die Druckkammer.
Aufgrund der Elastizität des Schlauches des als Quetschventil ausgebildeten Pulverauslassventils
8 geht dieses dann unmittelbar in seinen geöffneten Zustand über.
[0071] In diesem Augenblick oder unmittelbar danach wird mit Hilfe der Steuereinrichtung
90 das Steuerventil V1 derart geschaltet, dass die in dem Gehäuse 12 der Pulverförderkammer
4 ausgebildete Luftaustauschöffnung 13 strömungsmäßig mit der Druckluftquelle 58 verbunden
wird. Die Druckluft strömt dann über die Druckluftversorgungsleitung 50, das Steuerventil
V1, die Zwischenkammer 11 und das Filterelement 10 in die Pulverförderkammer 4 und
treibt die zuvor eingesaugte Pulverportion aus den Pulverauslass 6 der Pulverförderkammer
4 aus.
[0072] Mit Hilfe der über die Druckluftversorgungsleitung 50 in die Pulverförderkammer 4
eingespeisten Transportdruckluft wird die Pulverportion weiter durch das geöffnete
Pulverauslassventil 8, den Filterrohrkanal 18 der Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung
9 und den Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe 1 transportiert.
[0073] Die Steuereinrichtung 90 ist insbesondere auch ausgelegt, um über die Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung
9 pulsweise Zusatz-Transportdruckluft in den Pulverweg zwischen dem Pulverauslassventil
8 und dem Pulverauslass 3 der Pulverdichtstrompumpe 1 einzuspeisen. Hierbei hat es
sich als Vorteil erwiesen, wenn die über die Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9
pulsweise in den Pulverweg eingespeiste Zusatz-Transportdruckluft immer während der
gesamten oder während einer vorbestimmten oder vorbestimmbaren Teilperiode der Saugphase
der Pulverförderkammer 4 eingespeist wird, um auf diese Weise wirksam Pulsationen
in dem von der Pulverdichtstrompumpe 1 abgegebenen Pulverstrom zu vermeiden bzw. zu
minimieren.
[0074] Im Einzelnen ist zu diesem Zweck die Steuereinrichtung 90 ausgeführt, die Luftaustauschöffnung
21 der Druckluftkammer 19 der Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung 9 immer dann mit
der Druckluftquelle 58 strömungsmäßig zu verbinden, wenn das Pulverauslassventil 8
geschlossen ist.
[0075] Um während der Pulverförderung (im Pulverfördermodus der Pulverdichtstrompumpe 1)
insbesondere auch bei Pulverarten, die dazu neigen, zu verklumpen bzw. zu Verstopfungen
zu führen, wirksam eine Pulveraggregation und eine möglicherweise damit einhergehende
Verstopfung des Pulvereinlassventils 7 verhindern oder zumindest die Gefahr einer
Verstopfung reduzieren zu können, ist bei der exemplarischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Pulverdichtstrompumpe 1 vorgesehen, dass während einer vorab festgelegten oder festlegbaren
Zeitperiode in mindestens einer Ausstoßphase einer Vielzahl von Pumpenzyklen, und
vorzugsweise am zeitlichen Ende einer jeden Ausstoßphase mindestens eine der folgenden
Bedingungen vorliegt:
- i) das Pulvereinlassventil 7 ist geöffnet;
- ii) das Pulverauslassventil 8 ist geschlossen; und/oder
- iii) die Beaufschlagung der Pulverförderkammer 4 mit Überdruck ist unterbrochen.
[0076] Auf diese Weise wird erreicht, dass während der Ausstoßphase, und insbesondere am
Ende der Ausstoßphase eine Reinigung und/oder Rückspülung des Ansaugbereiches der
Pulverdichtstrompumpe 1 erfolgt. Insbesondere wird durch das Betätigen des Pulvereinlassventils
7 und/oder des Pulverauslassventil 8 bewirkt, dass sich kein oder nur eine sehr geringe
Menge an Pulver im Ansaugbereiches der Pulverdichtstrompumpe 1 absetzen kann, da durch
die Ventilbetätigung auch ein Impuls an das Pulver abgegeben und so eine Akkumulation
von Pulverpartikeln verhindert wird.
[0077] Wenn beispielsweise zusätzlich zu einer Ventilbetätigung auch noch Transportdruckluft
in die Pulverförderkammer 4 eingeleitet wird (durch Anlegen eines entsprechenden Überdruckes
an der Pulverförderkammer 4), kann erreicht werden, dass auf der Pulvereingangsseite
des Pulvereinlassventils ggf. vorhandene Pulverpartikel in die Pulverzufuhrleitung
(Pulveransaugleitung) zurückgespült werden. Damit wird eine Pulveraggregation und
damit einhergehende Verstopfung insbesondere des Pulvereinlassventils noch besser
vermieden oder zumindest reduziert.
[0078] Wenn während der vorab festgelegten oder festlegbaren Zeitperiode der Ausstoßphase,
welche vorzugsweise am zeitlichen Ende des Ausstoßphase liegt, nur das Pulvereinlassventil
geöffnet ist (Bedingung i) findet eine "sanfte" Rückspülung aufgrund des Systemgegendruckes
statt. Insbesondere verhindert auch die Ventilbetätigung wirksam eine Akkumulation
und Aggregation von Pulverpartikeln.
[0079] Wenn vorzugsweise zusätzlich hierzu das Pulverauslassventil zumindest zeitweilig
während der vorab festgelegten oder festlegbaren Zeitperiode geschlossen ist, erfolgt
eine Umleitung der während der Ausstoßphase in die Pulverförderkammer aufgrund der
Beaufschlagung mit Überdruck eingeleiteten Transportdruckluft. Dies verstärkt die
Rückspülung und führt somit zu einem verbesserten Reinigungseffekt.
[0080] Diese Rückspülung findet vorzugsweise am Ende einer jeden Ausstoßphase von Beschichtungspulver
aus der Pulverförderkammer 4 statt. Denkbar in diesem Zusammenhang ist es aber auch,
dass die Rückspülung nicht bei jeder Ausstoßphase, sondern nur bedarfsweise oder zyklisch,
insbesondere manuell veranlasst, erfolgt.
[0081] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf das zeitliche Ablaufdiagramm gemäß FIG. 2 eine
exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Förderverfahrens näher beschrieben,
welches beispielsweise mit Hilfe der Steuereinrichtung 90 bei der in FIG. 1 schematisch
dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe 1 realisierbar
ist.
[0082] Im Einzelnen ist in dem Ablaufdiagramm gemäß FIG. 2 schematisch dargestellt, wie
bei einer exemplarischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung mit Hilfe einer
Steuereinrichtung 90 bei beispielsweise der in FIG. 1 schematisch dargestellten Pulverdichtstrompumpe
1 das dem Pulvereinlassventil 7 zugeordnete Ventil V3, das dem Pulverauslassventil
8 zugeordnete Ventil V4, die der Pulverförderkammer 4 zugeordneten Ventile V1 und
V6, das der Überdruckluft-Einlassvorrichtung 9 zugeordnete Ventil V5 und das dem Injektor
55 zugeordnet Ventil V2 angesteuert werden.
[0083] Das Ablaufdiagramm zeigt dabei einen Pumpenzyklus bestehend aus einer Saugphase (Ansaug-Halbzyklus)
und einer anschließenden Ausstoßphase (Ausstoß-Halbzyklus).
[0084] Bei der exemplarischen Ausführungsform sind die Zeitdauer der Ansaugphase und die
Zeitdauer der Ausstoßphase gleich bzw. im Wesentlichen gleich. Selbstverständlich
ist es aber auch denkbar, für die Ansaugphase und die Ausstoßphase unterschiedliche
Zeitdauern zu wählen.
[0085] Um auch bei einer Pulverdichtstrompumpe 1, die - wie in FIG. 1 schematisch angedeutet
- nur eine einzige Pulverförderkammer 4 aufweist, Pulsationen im abgegebenen Pulverstrom
zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren, sollte die Ansaugphase und die Ausstoßphase
vorzugsweise jeweils nicht länger als 250 ms betragen. Insbesondere ist gemäß Weiterbildungen
der Erfindung vorgesehen, dass die Ansaugphase bzw. die Ausstoßphase insgesamt jeweils
100 bis 250 ms, vorzugsweise insgesamt jeweils 120 bis 200 ms, und noch bevorzugter
insgesamt 160 bis 180 ms beträgt.
[0086] Zur Verkürzung der Reaktionszeit der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe 1 und
somit zum Erhöhen der Förderfrequenz dieser ist gemäß einem Aspekt der Erfindung vorgesehen,
dass während der Saugphase der Pulverförderkammer ein Unterdruck in der Pulverförderkammer
4 frühestens gleichzeitig wie, oder vorzugsweise um eine bestimmte Verzögerungszeit
später als ein Steuersignal zum Öffnen des am Pulvereinlass der Pulverförderkammer
angeordneten Pulvereinlassventils angelegt wird, so dass der Aufbau des Unterdrucks
in der Pulverförderkammer 4 frühestens gleichzeitig mit dem Öffnen des Pulvereinlassventils
beginnt, vorzugsweise aber um die genannte vorbestimmte Verzögerungszeit später als
das Öffnen des Pulvereinlassventils. Die vorbestimmte Verzögerungszeit liegt vorzugsweise
in einem Bereich zwischen 0 ms und 50 ms bei einem Förderzyklus der Pulverförderkammer
(= Pumpenzyklus der Pulverdichtstrompumpe) von ungefähr 200 ms. Dieses Beispiel schließt
jedoch nicht aus, andere Verzögerungszeiten und Zykluszeiten für die Pulverdichtstrompumpe
zu verwenden.
[0087] Dadurch, dass bei vorteilhaften Realisierungen der erfindungsgemäßen Lösung während
der Saugphase der Pulverdichtstrompumpe in der Pulverförderkammer erst dann ein Unterdruck
angelegt wird, wenn bereits das Pulvereinlassventil geöffnet ist bzw. frühestens gleichzeitig
mit dem Öffnen des Pulvereinlassventils, kann erreicht werden, dass der Unterdruck
in der Pulverförderkammer eine Öffnungsbewegung des Pulvereinlassventils, insbesondere
wenn dieses als Quetschventils ausgeführt ist, zumindest zum Zeitpunkt des Beginns
der Öffnungsbewegung des Pulvereinlassventils weniger stark entgegenwirkt als bei
aus dem Stand der Technik bekannten Pulverdichtstrompumpen ausgebildeten Lösungen.
[0088] Dieses verzögerte Anlegen eines Unterdrucks in der Pulverförderkammer ist in dem
zeitlichen Ablaufdiagramm gemäß FIG. 2 in dem ersten Ansaug-Halbzyklus (linke Seite)
angedeutet.
[0089] Die rechte Seite des zeitlichen Ablaufdiagramms gemäß FIG. 2 zeigt den Ausstoß-Halbzyklus
bei einer exemplarischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung.
[0090] Wie in FIG. 2 exemplarisch dargestellt, ist während des Ausstoß-Halbzyklus (Ausstoßphase)
das Pulvereinlassventil 7 bis zum Zeitpunkt t1 geschlossen und das Pulverauslassventil
8 geöffnet, während die Pulverförderkammer 4 mit Überdruck beaufschlagt und Transportdruckluft
in die Pulverförderkammer 4 eingespeist wird.
[0091] Zum Zeitpunkt t1 wird dann beispielsweise bei der in FIG. 1 schematisch dargestellten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pulverdichtstrompumpe 1 das Pulvereinlassventil
7 geöffnet, das Pulverauslassventil 8 geschlossen und die Beaufschlagung der Pulverförderkammer
4 mit Überdruck (das Zuführen von Transportdruckluft) unterbrochen. Auf diese Weise
wird erreicht, dass am Ende der Ausstoßphase eine Reinigung des Ansaugbereiches der
Pulverdichtstrompumpe erfolgt. Insbesondere wird durch das Betätigen des Pulvereinlassventils
7 und des Pulverauslassventil 8 bewirkt, dass sich kein oder nur eine sehr geringe
Menge an Pulver im Ansaugbereiches der Pulverdichtstrompumpe 1 absetzen kann, da durch
die Ventilbetätigung auch ein Impuls an das Pulver abgegeben und so eine Akkumulation
und Aggregation von Pulverpartikeln wirksam verhindert wird.
[0092] Wenn beispielsweise zusätzlich zu einer Ventilbetätigung auch noch Transportdruckluft
in die Pulverförderkammer eingeleitet wird (durch Anlegen eines entsprechenden Überdruckes
an der Pulverförderkammer), kann erreicht werden, dass auf der Pulvereingangsseite
des Pulvereinlassventils ggf. vorhandene Pulverpartikel in die Pulverzufuhrleitung
(Pulveransaugleitung) zurückgespült werden. Damit wird eine Pulveraggregation und
damit einhergehende Verstopfung insbesondere des Pulvereinlassventils noch besser
vermieden oder zumindest reduziert.
[0093] Obgleich bei der in FIG. 2 gezeigten Ausführungsform zeitgleich das Pulvereinlassventil
7 geöffnet, das Pulverauslassventil 8 geschlossen und die Beaufschlagung der Pulverförderkammer
4 mit Überdruck unterbrochen werden, ist dies nicht als Einschränkung zu verstehen.
Selbstverständlich ist es denkbar, die jeweiligen Zeitpunkte zum Öffnen des Pulvereinlassventils
7, zum Schließen des Pulverauslassventils 8 und/oder zum Unterbrechen der Beaufschlagung
der Pulverförderkammer 4 mit Überdruck unterschiedlich am Ende der Ausstoßphase zu
wählen.
[0094] Auch ist es nicht zwingend erforderlich, dass am Ende der Ausstoßphase alle der genannten
Bedingungen (Pulvereinlassventil 7 ist geöffnet; Pulverauslassventil 8 ist geschlossen;
Beaufschlagung der Pulverförderkammer 4 mit Überdruck ist unterbrochen) vorliegen.
[0095] Gemäß bevorzugten Realisierungen der erfindungsgemäßen Lösung wird mindestens eine
der genannten Bedingungen mit maximal 50 ms und vorzugsweise maximal 30 ms vor dem
(zeitlichen) Ende des Ausstoß-Halbzyklus initiiert.
[0096] Die Erfindung ist nicht auf die in den Figuren schematisch dargestellten exemplarischen
Ausführungsbeispielen beschränkt, sondern ergibt sich aus einer Zusammenschau sämtlicher
hierin offenbarter Merkmale.
1. Verfahren zum Betreiben einer Pulverdichtstrompumpe (1) in einem PulverFördermodus,
wobei die Pulverdichtstrompumpe (1) mindestens eine und vorzugsweise genau eine Pulverförderkammer
(4) mit einem Pulvereinlass und einem Pulverauslass aufweist, wobei dem Pulvereinlass
ein Pulvereinlassventil (7) und dem Pulverauslass ein Pulverauslassventil (8) zugeordnet
ist, und wobei die Pulverförderkammer (4) mindestens eine Luftaustauschöffnung (13)
aufweist zum wechselweisigen Beaufschlagen der Pulverförderkammer (4) mit Überdruck
oder Unterdruck,
wobei im Pulver-Fördermodus der Pulverdichtstrompumpe (1) abwechselnd während einer
Ansaugphase Pulver, insbesondere Beschichtungspulver, von einem ersten Pulverreservoir
(101) in die Pulverförderkammer (4) eingesaugt wird, und während einer anschließenden
Ausstoßphase das zuvor eingesaugte Pulver zu einem zweiten, stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe
(1) angeordneten Pulverreservoir oder einer stromabwärts der Pulverdichtstrompumpe
(1) angeordneten Einrichtung zum Versprühen von Pulver ausgestoßen wird,
wobei während der Ansaugpase das Pulvereinlassventil (7) zumindest zeitweilig geöffnet
und das Pulverauslassventil (8) zumindest zeitweilig geschlossen ist, während die
Pulverförderkammer (4) zumindest zeitweilig mit Unterdruck beaufschlagt wird,
wobei während der Ausstoßphase das Pulvereinlassventil (7) zumindest zeitweilig geschlossen
und das Pulverauslassventil (8) zumindest zeitweilig geöffnet ist, während die Pulverförderkammer
(4) zumindest zeitweilig mit Überdruck beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
während einer vorab festlegbaren oder festgelegten Zeitperiode in mindestens einer
Ausstoßphase einer Vielzahl von Pumpenzyklen mindestens eine der folgenden Bedingungen
vorliegt:
i) das Pulvereinlassventil (7) ist geöffnet;
ii) das Pulverauslassventil (8) ist geschlossen; und/oder
iii) die Beaufschlagung der Pulverförderkammer (4) mit Überdruck ist unterbrochen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
wobei am zeitlichen Ende einer jeden Ausstoßphase mindestens eine der folgenden Bedingungen
vorliegt:
i) das Pulvereinlassventil (7) ist geöffnet;
ii) das Pulverauslassventil (8) ist geschlossen; und/oder
iii) die Beaufschlagung der Pulverförderkammer (4) mit Überdruck ist unterbrochen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
wobei während der vorab festlegbaren oder festgelegten Zeitperiode am zeitlichen Ende
des Ausstoßphase alle Bedingungen i) bis iii) vorliegen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei die Ansaugphase und/oder die Ausstoßphase jeweils insgesamt 100 bis 250 ms,
vorzugsweise jeweils insgesamt 120 bis 200 ms und noch bevorzugter jeweils insgesamt
160 bis 180 ms dauert.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei die Zeitdauer der Ansaugphase und die Zeitdauer des Ausstoßphase gleich sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei die Zeitdauer der Ansaugphase und/oder die Zeitdauer des Ausstoßphase einstellbar
sind/ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei die Zeitperiode, während welcher mindestens eine der Bedingungen i) bis iii)
vorliegt, maximal 50 ms und vorzugsweise maximal 30 ms beträgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
wobei die Zeitperiode, während welcher mindestens eine der Bedingungen i) bis iii)
vorliegt, einstellbar ist, vorzugsweise individuell jeweils für alle Bedingungen i)
bis iii).
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei während der Ansaugphase das Pulvereinlassventil (7) für eine erste Zeitperiode
geschlossen, für eine an die erste Zeitperiode anschließende zweite Zeitperiode geöffnet
und für eine an die zweite Zeitperiode anschließende dritte Zeitperiode wieder geschlossen
ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
wobei die erste und/oder dritte Zeitperiode 10 bis 50 ms, vorzugsweise 20 bis 40 ms
und noch bevorzugter etwa 30 ms dauern/dauert; und/oder
wobei die zweite Zeitperiode 80 bis 150 ms, vorzugsweise 100 bis 130 ms und noch bevorzugter
etwa 120 ms dauert.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
wobei die Zeitdauer der ersten, zweiten und/oder dritten Zeitperiode der Ansaugphase
einstellbar sind/ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
wobei während der gesamten Ansaugphase das Pulverauslassventil (8) geschlossen ist;
und/oder
wobei während der gesamten Ansaugphase die Pulverförderkammer (4) mit Unterdruck beaufschlagt
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
wobei die Pulverdichtstrompumpe (1) ferner eine Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung
(9) aufweist, welche an mindestens einer Stelle in den Pulverweg nach dem Pulverauslassventil
(8) mündet zum bedarfsweisen Zuführen von Zusatzdruckluft als zusätzliche Transportdruckluft,
und
wobei das Verfahren ferner die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
- während der Ansaugphase wird von der Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung (9) zumindest
zeitweilig Zusatzdruckluft als zusätzliche Transportdruckluft in den Pulverweg eingespeist;
und
- während vorzugsweise der gesamten Ausstoßphase wird von der Zusatzdruckluft-Einlassvorrichtung
(9) keine Zusatzdruckluft als zusätzliche Transportdruckluft in den Pulverweg eingespeist.
14. Pulverdichtstrompumpe (1) zum Fördern von Pulver, insbesondere Beschichtungspulver,
von einem ersten Pulverreservoir (101) zu einem zweiten stromabwärts angeordneten
Pulverreservoir oder einer stromabwärts angeordneten Pulversprühbeschichtungspistole
(102) oder dergleichen Einrichtung zum Versprühen von Pulver, wobei die Pulverdichtstrompumpe
(1) mindestens eine Pulverförderkammer (4) und vorzugsweise genau eine einzige Pulverförderkammer
(4) mit einem Pulvereinlass und einem Pulverauslass aufweist, wobei dem Pulvereinlass
ein Pulvereinlassventil (7) und dem Pulverauslass ein Pulverauslassventil (8) zugeordnet
ist, und wobei die Pulverförderkammer (4) mindestens eine Luftaustauschöffnung aufweist
zum wechselseitigen Beaufschlagen der Pulverförderkammer (4) mit Überdruck oder Unterdruck,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pulverdichtstrompumpe (1) ferner eine Steuereinrichtung (90) aufweist, welche
ausgelegt ist zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
1. A method for operating a dense phase powder pump (1) in a powder-conveying mode, wherein
the dense phase powder pump (1) comprises at least one and preferably exactly one
powder conveying chamber (4) having a powder inlet and a powder outlet, wherein a
powder inlet valve (7) is allocated to the powder inlet and a powder outlet valve
(8) is allocated to the powder outlet, and wherein the powder conveying chamber (4)
comprises at least one air exchange opening (13) for alternatingly subjecting the
powder conveying chamber (4) to positive pressure or negative pressure,
wherein powder, in particular coating powder, is alternatingly suctioned into the
powder conveying chamber (4) from a first powder reservoir (101) during an intake
phase of the powder-conveying mode of the dense phase powder pump (1) and the powder
previously drawn in is discharged into a second powder reservoir arranged downstream
of the dense phase powder pump (1) or to a device for spraying powder arranged downstream
of the dense phase powder pump (1) during a subsequent discharge phase, wherein during
the intake phase, the powder inlet valve (7) is at least temporarily opened and the
powder outlet valve (8) at least temporarily closed, while the powder conveying chamber
(4) is at least temporarily subjected to negative pressure,
wherein during the discharge phase, the powder inlet valve (7) is at least temporarily
closed and the powder outlet valve (8) at least temporarily opened, while the powder
conveying chamber (4) is at least temporarily subjected to positive pressure,
characterized in that
at least one of the following conditions exists for a predefinable or definable period
of time in at least one discharge phase of a plurality of pump cycles:
i) the powder inlet valve (7) is open;
ii) the powder outlet valve (8) is closed; and/or
iii) the pressurizing of the powder conveying chamber (4) with positive pressure is
interrupted.
2. The method according to claim 1,
wherein at least one of the following conditions exists at the end of a respective
discharge phase:
i) the powder inlet valve (7) is open;
ii) the powder outlet valve (8) is closed; and/or
iii) the pressurizing of the powder conveying chamber (4) with positive pressure is
interrupted.
3. The method according to claim 1 or 2,
wherein all the conditions i) to iii) exist during the predefinable or defined time
period at the end of the discharge phase.
4. The method according to one of claims 1 to 3,
wherein the intake phase and/or the discharge phase each last a respective total of
100 to 250 ms, preferably respectively a total of 120 to 200 ms, and even further
preferentially, respectively 160 to 180 ms in total.
5. The method according to one of claims 1 to 4,
wherein the duration of the intake phase and the duration of the discharge phase are
identical.
6. The method according to one of claims 1 to 5,
wherein the duration of the intake phase and/or the duration of the discharge phase
is/are variable.
7. The method according to one of claims 1 to 6,
wherein the period of time during which at least one of conditions i) to iii) exists
amounts to a maximum of 50 ms and preferably a maximum of 30 ms.
8. The method according to one of claims 1 to 7,
wherein the period of time during which at least one of conditions i) to iii) exists
is variable; preferably individually for all the respective conditions i) to iii).
9. The method according to one of claims 1 to 8,
wherein the powder inlet valve (7) is closed for a first period of time during the
intake phase, open for a second period of time subsequent the first period, and closed
again for a third period of time subsequent the second period.
10. The method according to claim 9,
wherein the first and/or third time period lasts for 10 to 50 ms, preferably 20 to
40 ms, and even further preferentially approximately 30 ms; and/or wherein the second
time period lasts for 80 to 150 ms, preferably 100 to 130 ms, and even further preferentially
approximately 120 ms.
11. The method according to claim 9 or 10,
wherein the duration of the first, second and/or third time period of the intake phase
is/are variable.
12. The method according to one of claims 1 to 11,
wherein the powder outlet valve (8) is closed during the entire intake phase; and/or
wherein the powder conveying chamber (4) is subjected to negative pressure during
all of the intake phase.
13. The method according to one of claims 1 to 12,
wherein the dense phase powder pump (1) further comprises a supplemental compressed
air intake device (9) which opens into the powder path at least at one point downstream
of the powder outlet valve (8) to supply supplemental compressed air as additional
compressed conveying air when needed, and wherein the method further comprises the
following method steps:
- the supplemental compressed air intake device (9) at least intermittently feeding
supplemental compressed air into the powder path as additional compressed conveying
air during the intake phase; and
- the supplemental compressed air intake device (9) preferably feeding no supplemental
compressed air into the powder path as additional compressed conveying air during
the entire discharge phase.
14. A dense phase powder pump (1) for conveying powder, in particular coating powder,
from a first powder reservoir (101) to a second powder reservoir arranged downstream
thereof or a powder spray coating gun (102) or similar device for spraying powder
arranged downstream thereof, wherein the dense phase powder pump (1) comprises at
least one powder conveying chamber (4) and preferably exactly one single powder conveying
chamber (4) having a powder inlet and a powder outlet, wherein a powder inlet valve
(7) is allocated to the powder inlet and a powder outlet valve (8) is allocated to
the powder outlet, and wherein the powder conveying chamber (4) comprises at least
one air exchange opening for alternatingly subjecting the powder conveying chamber
(4) to positive pressure or negative pressure,
characterized in that
the dense phase powder pump (1) further comprises a control device (90) designed to
implement the method according to one of claims 1 to 13.
1. Procédé pour faire fonctionner une pompe à poudre en phase dense (1) dans un mode
de fonctionnement de convoyage de poudre, la pompe à poudre en phase dense (1) comprenant
au moins une et de préférence précisément une chambre de convoyage (4) pourvue d'une
entrée de poudre et d'une sortie de poudre, une vanne d'entrée de poudre (7) étant
associée à l'entrée de poudre et une vanne de sortie de poudre (8) étant associée
à la sortie de poudre, et la chambre de convoyage de poudre (4) présentant au moins
une ouverture d'échange d'air (13) pour alimenter la chambre de convoyage de poudre
(4) en alternance avec une surpression ou avec une dépression,
dans lequel
en mode de convoyage de poudre de la pompe à poudre en phase dense (1), en alternance,
pendant une phase d'aspiration, une poudre, en particulier une poudre de revêtement
est aspirée depuis un premier réservoir à poudre (101) vers la chambre de convoyage
de poudre (4), et pendant une phase d'expulsion qui suit la poudre aspirée auparavant
est expulsée vers un second réservoir à poudre disposé en aval de la pompe à poudre
en phase dense (1) ou vers un dispositif disposé en aval de la pompe à poudre en phase
dense (1) et destiné à pulvériser la poudre,
pendant la phase d'aspiration, la vanne d'entrée de poudre (7) est ouverte au moins
temporairement et la vanne de sortie de poudre (8) est fermée au moins temporairement,
alors que la chambre de convoyage de poudre (4) est alimentée au moins temporairement
avec la dépression,
pendant la phase d'expulsion, la vanne d'entrée de poudre (7) est au moins temporairement
fermée et la vanne de sortie de poudre (8) est au moins temporairement ouverte, alors
que la chambre de convoyage de poudre (4) est au moins temporairement alimentée avec
la surpression,
caractérisé en ce que
pendant une période temporelle définie ou définissable préalablement, au moins pendant
une phase d'expulsion d'une multitude de cycles de pompage, l'une au moins des conditions
suivantes est satisfaite :
i) la vanne d'entrée de poudre (7) est ouverte ;
ii) la vanne de sortie de poudre (8) est fermée ; et/ou
iii) l'alimentation de la chambre de convoyage de poudre (4) avec la surpression est
interrompue.
2. Procédé selon la revendication 1,
dans lequel, à l'issue de chaque phase d'expulsion, l'une au moins des conditions
suivantes est satisfaite :
i) la vanne d'entrée de poudre (7) est ouverte ;
ii) la vanne de sortie de poudre (8) est fermée ; et/ou
iii) l'alimentation de la chambre de convoyage de poudre (4) avec la surpression est
interrompue.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel, pendant la période temporelle définie ou définissable préalablement,
toutes les conditions i) à iii) sont satisfaites à l'issue de la phase d'expulsion.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
dans lequel la phase d'aspiration et/ou la phase d'expulsion dure chacune au total
100 à 250 ms, de préférence chacune au total 120 à 200 ms et de manière particulièrement
préférée chacune au total 160 à 180 ms.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
dans lequel la durée temporelle de la phase d'aspiration et la durée temporelle de
la phase d'expulsion sont identiques.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
dans lequel la durée temporelle de la phase d'aspiration et/ou la durée temporelle
de la phase d'expulsion est/sont réglable(s).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
dans lequel la période temporelle pendant laquelle l'une au moins des conditions i)
à iii) est satisfaite dure au maximum 50 ms et de préférence au maximum 30 ms.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
dans lequel la période temporelle pendant laquelle l'une au moins des conditions i)
à iii) est satisfaite est réglable, de préférence individuellement pour chacune des
toutes les conditions i) à iii).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
dans lequel pendant la phase d'aspiration, la vanne d'entrée de poudre (7) est fermée
pendant une première période temporelle, elle est ouverte pendant une seconde période
temporelle qui suit la première période temporelle, et elle est de nouveau fermée
pendant une troisième période temporelle qui suit la seconde période temporelle.
10. Procédé selon la revendication 9,
dans lequel la première et/ou troisième période temporelle dure(nt) 10 à 50 ms, de
préférence 20 à 40 ms et de manière particulièrement préférée environ 30 ms ; et la
seconde période temporelle dure 80 à 150 ms, de préférence 100 à 130 ms et de manière
particulièrement préférée environ 120 ms.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
dans lequel la durée temporelle de la première, de la seconde et/ou de la troisième
période temporelle de la phase d'aspiration est/sont réglable(s).
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11,
dans lequel pendant toute la phase d'aspiration, la vanne de sortie de poudre (8)
est fermée ; et/ou
pendant toute la phase d'aspiration, la chambre de convoyage de poudre (4) est alimentée
avec la dépression.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12,
dans lequel la pompe à poudre en phase dense (1) comprend en outre un dispositif d'entrée
d'air comprimé supplémentaire (9) qui débouche dans le chemin d'écoulement de poudre
en aval de la vanne de sortie de poudre à au moins un emplacement en vue d'alimenter
selon les besoins de l'air comprimé supplémentaire à titre d'air comprimé supplémentaire
de transport, et
le procédé comprend en outre les étapes suivantes consistant à :
- pendant la phase d'aspiration, à alimenter au moins temporairement de l'air comprimé
supplémentaire à titre d'air comprimé supplémentaire de transport dans le chemin d'écoulement
de poudre à l'aide du dispositif d'entrée d'air comprimé supplémentaire (9) ; et
- de préférence pendant toute la phase d'expulsion, aucun air comprimé supplémentaire
n'est alimenté à titre d'air comprimé supplémentaire de transport dans le chemin d'écoulement
de poudre à l'aide du dispositif d'entrée d'air comprimé supplémentaire (9).
14. Pompe à poudre en phase dense (1) pour convoyer une poudre, en particulier une poudre
de revêtement, depuis un premier réservoir à poudre (101) vers un second réservoir
à poudre disposé en aval ou vers un pistolet de revêtement de poudre par pulvérisation
(102) disposé en aval ou vers un dispositif similaire destiné à pulvériser la poudre,
la pompe à poudre en phase dense (1) comprenant au moins une chambre de convoyage
de poudre (4) et de préférence précisément une seule chambre de convoyage de poudre
(4) pourvue d'une entrée de poudre et d'une sortie de poudre, une vanne d'entrée de
poudre (7) étant associée à l'entrée de poudre et une vanne de sortie de poudre (8)
étant associée à la sortie de poudre, et la chambre de convoyage de poudre (4) présentant
au moins une ouverture d'échange d'air pour alimenter la chambre de convoyage de poudre
(4) en alternance avec la surpression ou avec la dépression,
caractérisée en ce que
la pompe à poudre en phase dense (1) comprend en outre un dispositif de commande (90)
qui est conçu pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications 1 à
13.