[0001] Die Erfindung betrifft eine Fertigungsanlage und ein Verfahren zur Fertigung von
Werkstücken aus Blech, insbesondere durch Umformung,
Die
US 5,138,865 A beschreibt eine Biegemaschine mit einem unteren und einem oberen Klemmbacken, zwischen
welchen das umzuformende Blech oder das bereits vorgeformte, herzustellende Werkstück
für den Biegevorgang festgeklemmt werden kann. Zur Manipulation des Blechs ist ein
Manipulator vorgesehen, welcher eine feststehende und eine dazu bewegbare Greifzange
aufweist. Die feststehende Greifzange bildet gleichzeitig eine Auflagefläche für das
Blech. Bei einer ersten Ausführungsform des Manipulators sind in Längserstreckung
des Biegebereichs jeweils seitlich neben den Klemmbacken die Greifzangen angeordnet
und können so neben den Klemmbacken vorbeibewegt werden, ohne mit diesen zu kollidieren.
Bei einer weiteren Ausführungsform können die oberhalb und unterhalb des zu haltenden
Blechs angeordneten Greifzangen bis nahe an den Biegebereich hin verstellen werden.
Dazu sind in beiden Klemmbacken auf der vom Biegebereich abgewendeten Seite jeweils
Ausnehmungen vorgesehen. Durch die beidseitig und an den die Form der zangenartigen
Greifer angepassten Ausnehmungsquerschnitt wurden die Klemmbacken in ihren einander
zugewendeten Klemmbereichen zu stark geschwächt
[0002] Aus der
JP 2001 030023 A ist eine Vorrichtung und ein Verfahren bekannt, wobei das Werkzeugwechsel innerhalb
einer Biegemaschine leicht und sicher manuell ausgeführt werden kann.
[0003] Aus der
EP 1 967 300 B1 ist eine Biegemaschine zum Biegen flacher Metallelemente, wie etwa Tafeln, Bleche,
Platten oder ähnlich sowie ein entsprechendes Biegeverfahren bekannt geworden. Die
Biegemaschine weist eine Unterstützungsebene auf, die aus einer Vielzahl von Abschnittsstäben
gebildet ist, die im Wesentlichen zueinander parallel und wechselseitig beabstandet
platziert sind, sowie entlang der Richtung der Zuführung/Entnahme des metallischen
Flachelements ausgerichtet sind. Auf dieser Unterstützungsebene kann das zu biegende
metallische Flachelement positioniert werden. Mittels einer Biegebaugruppe kann ein
Abschnitt des metallischen Flachelements nach oben oder nach unten gebogen werden.
Weiters ist eine Saug-Zuführungsgruppe vorgesehen, welche der Unterstützungsebene
zugeordnet ist und die zum selektiven Zuführen des metallischen Flachelementes zur
Biegegruppe geeignet ist. Die Zuführungsgruppe umfasst ein oder mehrere Saugorgane,
die in einer Richtung im Wesentlichen quer zum zu biegenden metallischen Flachelement
ausgerichtet sind. In deren Ruhelage sind diese unterhalb der Unterstützungsebene
platziert und sind miteinander verbunden, wobei mittels der Saugorgane das metallische
Flachelement an der Unterstützungsebene gehalten wird. Die Saugorgane sind weiters
in einer koplanaren Weise und/oder durch Anheben in Bezug auf die Unterstützungsebene
mittels eines Bewegungsorgans bewegbar, welches Bewegungsorgan unterhalb der Unterstützungsebene
platziert ist. Durch diese Saug-Zuführungsgruppe kann weiters eine Zugkraft auf das
metallische Flachelement in Richtung der Unterstützungsebene ausgeübt werden. Es kann
auch das metallische Flachelement im Wesentlichen koplanar bezüglich der Unterstützungsebene
bewegt werden.
[0004] Aus der
DE 196 21 658 A1 ist eine Bearbeitungsmaschine für plattenförmige Werkstücke, insbesondere zur Erzeugung
von gebogenen Rändern an Blechteilen, bekannt geworden. Die Bearbeitungsmaschine,
insbesondere eine Biegemaschine, erlaubt es, an plattenförmigen Werkstücken vor allem
die Ränder zu biegen und auch zu beschneiden oder zu stanzen. Die Werkstücke können
dabei mit einer zu einem Manipulator gehörenden Klemmzange erfasst und einem Werkzeug
und einer Halterung zugeführt werden. Der Manipulator mit seiner Klemmzange ist oberhalb
der Bearbeitungsebene der Werkstückauflage angeordnet und gelagert. Die Klemmzange
ist zusätzlich zu einer quer- oder rechtwinkelig zu den werkzeugorientierten Verschiebbarkeit
auch parallel dazu verstellbar und außerdem um eine rechtwinkelig zur Werkstückebene
verlaufende Achse drehbar gelagert. Dadurch können die Werkstücke an beliebiger Stelle
erfasst und dann zugeführt werden. Um den unteren Teil der Greifzange an der Unterseite
des zu bearbeitenden Werkstücks platzieren zu können, ist die horizontale Werkstückauflage
durch hochstehende Borsten gebildet, welche nach Bedarf durch den unteren Greifzangenteil
beim Eintauchen in diese umgeformt werden können. Damit konnte zwar aufgrund der relativ
schmalen, vertikalen Ausbildung des vorderen, oberen Greifzangenarmes bereits Werkstücke
beidseitig geklemmt gehalten werden, welche in senkrechter Richtung bezüglich des
Biegebereichs relativ kurz ausgebildet waren. Dies reichte jedoch in manchen Anwendungsfällen
nicht aus.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch noch die Hantierung und
Manipulation von Blechen oder bereits teilweise umgeformten Werkstücken bei sich im
Nahbereich der Frontfläche der Klemmbacken befindlichen Enden von Blechen oder bereits
umgeformter Schenkel von Werkstücken zu ermöglichen, ohne dabei die Festigkeit der
Klemmbacken in deren Klemmbereich zu stark zu schwächen.
[0006] Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass die Manipulationsvorrichtung
weiters zumindest einen plattenförmig ausgebildeten zweiten Manipulator umfasst, welcher
an seinem dem Blech oder dem herzustellenden Werkstück zuwendbaren Seite eine Stützfläche
ausbildet, und in oder an welcher Stützfläche zumindest ein zweites Halteelement angeordnet
oder ausgebildet ist, und dass in einem der Klemmbacken in seiner Klemmfläche zumindest
eine Ausnehmung angeordnet ist, welche Ausnehmung sich ausgehend von der Klemmfläche
über eine Höhe in senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche vertieft in den Klemmbacken
hinein sowie in Richtung eines Biegebereichs erstreckend ausgebildet ist, und dass
der plattenförmig ausgebildete zweiter Manipulator eine Dicke in senkrechter Richtung
bezüglich der Klemmfläche aufweist, welche maximal der Höhe der Ausnehmung entspricht
und zur Manipulation des zu bearbeitenden Blechs oder des herzustellenden Werkstücks
zumindest teilweise in der mindestens eine Ausnehmung aufgenommen ist, und dass die
zumindest eine Ausnehmung in dem oder den unteren Klemmbacken angeordnet ist, wobei
der mindestens eine zweite Manipulator bei seiner in der Ausnehmung aufgenommenen
Position an einer Grundfläche der Ausnehmung in senkrechter Richtung bezüglich der
Klemmfläche daran abgestützt ist.
[0007] Der dadurch erzielte Vorteil liegt darin, dass durch die plattenförmige bzw. in Richtung
des Biegebereichs streifenförmige Ausbildung des zweiten Manipulators eine flache
Baueinheit geschaffen werden kann, welche nur an einer Seite des zu bearbeitenden
Blechs für die Manipulation desselben daran angelegt und über die in oder an der Stützfläche
ausgebildeten eigenen zweiten Halteelemente positioniert gehalten werden kann. So
wird es möglich, bei geöffneten Klemmbacken das zu bearbeitende Blech bzw. das bereits
vorgebogene Werkstück mittels des zweiten Manipulators zwischen die noch voneinander
distanziert angeordneten Klemmflächen zu verbringen. Dabei kann der zumindest eine
zweite Manipulator in die in der jeweiligen Klemmbacke ausgebildete Ausnehmung eingesetzt
werden bzw. in diese hineinragen, wodurch eine Halterung des Blechs im Überdeckungsbereich
mit zumindest einer der Klemmflächen erfolgen kann. Bei entsprechender Wahl der Dicke
des oder der zweiten Manipulatoren in Bezug auf die Höhe der Ausnehmung in vertikaler
Richtung kann so auch das Blech im Bereich der Ausnehmung vom jeweiligen Manipulator
unterstützt und darüber hinaus bei entsprechender maßlicher Abstimmung auch noch eine
Klemmwirkung erzielt werden. Durch das zumindest bereichsweise Hineinragen des zweiten
Manipulators in die Ausnehmung kann so je nach Längserstreckung des oder der Manipulatoren
in Richtung der Längserstreckung des Biegebereiches eine ausreichende Abstützwirkung
sowie gegebenenfalls auch eine Klemmwirkung erzielt werden. Je nach Anordnung der
Ausnehmung in den unteren oder den oberen Klemmbacken können die Abmessungen der Klemmbacken
in "X"-Richtung jenen von üblichen Klemmbacken entsprechen. Da das Blech vom Manipulator
mit dem zumindest einen zweiten Halteelement daran gehalten werden kann, stellt die
Klemmlänge in "X"-Richtung inklusive eines möglichen geringen Spaltabstandes jene
Länge dar, welche dem schmälsten zu klemmenden Bauteil entspricht.
[0008] Weiters ist es vorteilhaft, wenn die zumindest eine Ausnehmung ausgehend von einer
von einem Biegebereich der Klemmbacken abgewendeten Frontfläche des Klemmbackens sich
in diesen hinein erstreckt. Damit kann auch der zweite Manipulator im Bereich der
Bedienseite der Biegemaschine angeordnet werden und dabei ein ungehinderter, durchlaufender
Biegebereich an der von der Bedienseite abgewendeten Seite der Klemmbacken geschaffen
werden.
[0009] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Ausnehmung über
die gesamte Längserstreckung der Klemmbacken erstreckt. Damit kann eine in Längserstreckung
des Biegebereichs durchgängige oder aber auch bereichsweise Anordnung des oder der
zweiten Manipulatoren erfolgen. Darüber hinaus kann so aber auch ein vergrößerter
Freiraum für die Positionierung geschaffen werden, wobei auch noch eine Mehrfachanordnung
von Manipulatoren ermöglicht werden kann.
[0010] Erfindungsgemäß ist die zumindest eine Ausnehmung in dem oder den unteren Klemmbacken
angeordnet. Damit wird auf der von der Auflageebene des Auflagetischs abgewendeten
Seite des zu bearbeitenden Blechs ein ausreichender Freiraum geschaffen. Darüber hinaus
sind hier keine störenden Manipulatorenteile angeordnet, da so auch im Bereich des
zweiten Manipulators eine zusätzliche Stützfläche für das Blech geschaffen werden
kann.
[0011] Erfindungsgemäß ist der mindestens eine zweite Manipulator bei seiner in der Ausnehmung
aufgenommenen Position an einer Grundfläche der Ausnehmung in senkrechter Richtung
bezüglich der Klemmfläche daran abgestützt ist. Damit kann auch eine höhere Klemmkraft
bei entsprechend ausgebildeter Dicke bezüglich der Höhe der Ausnehmung an den einander
gegenüberliegenden Klemmflächen der Klemmbacken geschaffen werden.
[0012] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass in Richtung der Längserstreckung
des oder der Klemmbacken mehrere zweite Manipulatoren vorgesehen sind. Durch die Mehrfachanordnung
der zweiten Manipulatoren kann damit nicht nur eine bessere Stützwirkung sondern auch
bei breiteren zu bearbeitenden Blechen eine exaktere Positioniergenauigkeit erzielt
werden.
[0013] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest
eine zweite Halteelement des mindestens einen zweiten Manipulators durch einen Magneten
oder ein auf Unterdruck basierendes Saugelement gebildet ist. Damit kann direkt im
Bereich der vom zweiten Manipulator ausgebildeten Stützfläche auch gleichzeitig eine
ausreichende Halterung bzw. Lagefixierung des zu positionierenden Blechs während des
Positioniervorganges sowie der nachfolgenden Entnahme aus dem Klemmbereich geschaffen
werden.
[0014] Weiters ist es vorteilhaft, wenn der mindestens eine zweite Manipulator mit seiner
Stützfläche von einer sich außerhalb der Auflageebene, insbesondere unterhalb derselben,
befindlichen Position in eine sich in der Auflageebene befindliche Position der Stützfläche
verstellbar, insbesondere verschwenkbar, ist. Damit wird es möglich, den oder die
zweiten Manipulatoren nur bei Bedarf in den Bereich der Auflageebene des Auflagetisches
zu verschwenken und somit auch bei in "X"-Richtung relativ kurzen Blechen trotzdem
eine Positionierung innerhalb des Überdeckungsbereichs der Klemmflächen erzielen zu
können.
[0015] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass der mindestens eine zweite
Manipulator bei sich in der Auflageebene befindlichen Position seiner Stützfläche
am Auflagetisch relativ bezüglich diesem in der Auflageebene verstellbar gehalten
ist. Damit kann der Auflagetisch bzw. sein Grundgestell ortsfest vor der Biegemaschine
abgestellt sein und trotzdem eine ausreichende Manipulationsmöglichkeit durch den
oder die zweiten Manipulatoren erreicht werden.
[0016] Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass ein den Klemmbacken
zugewendeter Endbereich des Auflagetisches mit seiner Auflagefläche von einer sich
in der Auflageebene befindlichen Position in eine sich außerhalb der Auflageebene
befindliche Position verstellbar, insbesondere abklappbar, ausgebildet ist. Damit
kann im Zwischenbereich zwischen dem Auflagetisch und den Klemmbacken des Klemmwerkzeuges
ein ausreichender Arbeitsraum für den oder die zweiten Manipulatoren geschaffen werden,
wenn diese in der Einsatz- bzw. Arbeitsposition befindlich sind. Durch das Abklappen
zumindest des Endbereichs des Auflagetisches kann dann in den freigegebenen Arbeitsbereich
der mindestens eine zweite Manipulator hineinverstellt, insbesondere hineinverschwenkt,
werden, um so einerseits eine ausreichende Unterstützung für das Blech in diesem Bereich
zu schaffen und andererseits die exakte Positionierung durchführen zu können.
[0017] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass der zumindest eine zweite Manipulator durch
einen Teilbereich des Auflagetisches im Bereich seiner Auflageebene gebildet ist.
Durch das entsprechende Ausbilden des der Biegemaschine zugewendeten Teilbereich des
Auflagetisches als eigener Manipulator kann zumindest ein Teilbereich des Auflagetisches
durch eine relative Verlagerung bezüglich der Klemmbacken die entsprechenden Positionier-
und Ausrichtvorgänge des Blechs bezüglich des Biegebereichs durchführen.
[0018] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass in der zumindest einen
Ausnehmung bei einer sich außerhalb der Ausnehmung befindlichen Position des zumindest
einen zweiten Manipulators zumindest ein Unterstützungselement angeordnet oder darin
aufgenommen ist. Damit kann im Normalbetrieb zwischen den einander zugewendeten Klemmbacken
mit ihren daran ausgebildeten Klemmflächen auch im Bereich der zumindest einen Ausnehmung
eine Abstützung für das Blech geschaffen werden.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest
eine Unterstützungselement ebenflächig mit der am Klemmbacken ausgebildeten Klemmfläche
endet und an einer Grundfläche der Ausnehmung abgestützt ist. So kann darüber hinaus
auch noch ein unmittelbar gegenüberliegender Klemmbereich geschaffen werden.
[0020] Die Aufgabe der Erfindung wird aber unabhängig davon auch durch ein Verfahren zur
Fertigung von Werkstücken aus Blech, insbesondere durch dessen Umformung dadurch gelöst,
dass das Blech oder das herzustellenden Werkstück von einem ersten Manipulator einer
Manipulationsvorrichtung auf einer eine Auflageebene definierenden Auflagefläche eines
Auflagetisches abgelegt wird,
anschließend das Blech oder das herzustellenden Werkstück von zumindest einem plattenförmig
ausgebildeten zweiten Manipulator der Manipulationsvorrichtung an seiner dem Blech
oder dem herzustellenden Werkstück zugewendeten Stützfläche von zumindest einem an
oder in der Stützfläche angeordneten oder ausgebildeten Halteelement positioniert
gehalten wird,
dann das Blech oder das herzustellenden Werkstück mittels des zumindest einen zweiten
Manipulators zwischen voneinander distanziert angeordnete Klemmflächen von Klemmbacken
weiter in Richtung auf einen von den Klemmbacken gebildeten Biegebereich verlagert
wird,
und dass dabei der zumindest eine plattenförmig ausgebildete zweite Manipulator zumindest
teilweise in zumindest einer in einem der Klemmbacken in seiner Klemmfläche ausgebildeten
Ausnehmung aufgenommen wird, wobei die zumindest eine Ausnehmung sich ausgehend von
der Klemmfläche über eine Höhe in senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche vertieft
in den Klemmbacken hinein sowie in Richtung des Biegebereichs erstreckend ausgebildet
ist, und dass der plattenförmig ausgebildete zweiter Manipulator mit einer Dicke in
senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche ausgebildet wird, welche maximal der
Höhe der Ausnehmung entspricht,
und dass die zumindest eine Ausnehmung in dem oder den unteren Klemmbacken angeordnet
ist, wobei der mindestens eine zweite Manipulator bei seiner in der Ausnehmung aufgenommenen
Position an einer Grundfläche der Ausnehmung in senkrechter Richtung bezüglich der
Klemmfläche daran abgestützt ist.
[0021] Die aus der Merkmalskombination dieses Anspruches erzielten Vorteile liegen darin,
dass durch die plattenförmige bzw. in Richtung des Biegebereichs streifenförmige Ausbildung
des zweiten Manipulators eine flache Baueinheit geschaffen werden kann, welche nur
an einer Seite des zu bearbeitenden Blechs für die Manipulation desselben daran angelegt
und über die in oder an der Stützfläche ausgebildeten eigenen zweiten Halteelemente
positioniert gehalten werden kann. So wird es möglich, bei geöffneten Klemmbacken
das zu bearbeitende Blech bzw. das bereits vorgebogene Werkstück mittels des zweiten
Manipulators zwischen die noch voneinander distanziert angeordneten Klemmflächen zu
verbringen. Dabei kann der zumindest eine zweite Manipulator in die in der jeweiligen
Klemmbacke ausgebildete Ausnehmung eingesetzt werden bzw. in diese hineinragen, wodurch
eine Halterung des Blechs im Überdeckungsbereich mit zumindest einer der Klemmflächen
erfolgen kann. Bei entsprechender Wahl der Dicke des oder der zweiten Manipulatoren
in Bezug auf die Höhe der Ausnehmung in vertikaler Richtung kann so auch das Blech
im Bereich der Ausnehmung vom jeweiligen Manipulator unterstützt und darüber hinaus
bei entsprechender maßlicher Abstimmung auch noch eine Klemmwirkung erzielt werden.
Durch das zumindest bereichsweise Hineinragen des zweiten Manipulators in die Ausnehmung
kann so je nach Längserstreckung des oder der Manipulatoren in Richtung der Längserstreckung
des Biegebereiches eine ausreichende Abstützwirkung sowie gegebenenfalls auch eine
Klemmwirkung erzielt werden. Je nach Anordnung der Ausnehmung in den unteren oder
den oberen Klemmbacken können die Abmessungen der Klemmbacken in "X"-Richtung jenen
von üblichen Klemmbacken entsprechen. Da das Blech vom Manipulator mit dem zumindest
einen zweiten Halteelement daran gehalten werden kann, stellt die Klemmlänge in "X"-Richtung
inklusive eines möglichen geringen Spaltabstandes jene Länge dar, welche dem schmälsten
zu klemmenden Bauteil entspricht.
[0022] Schließlich ist ein Vorgehen vorteilhaft, bei dem vor dem Hineinverstellen des zumindest
einen zweiten Manipulators in die zumindest eine Ausnehmung aus dieser zumindest ein
darin aufgenommenes Unterstützungselement heraus verstellt wird. Damit kann im Normalbetrieb
zwischen den einander zugewendeten Klemmbacken mit ihren daran ausgebildeten Klemmflächen
auch im Bereich der zumindest einen Ausnehmung eine ausreichende Abstützung für das
Blech sowie gegebenenfalls auch eine Klemmung des Blechs zwischen den Klemmbacken
geschaffen werden.
[0023] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0024] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Biegemaschine einer Fertigungsanlage in Frontansicht, bei entferntem Auflagetisch
sowie entfernter Manipulationsvorrichtung;
- Fig. 2
- die Fertigungsanlage in Seitenansicht, gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Teilabschnitt des Klemmwerkzeugs, in Seitenansicht geschnitten sowie vergrößerter
Darstellung.
[0025] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0026] Der Begriff "insbesondere" wird nachfolgend so verstanden, dass es sich dabei um
eine mögliche speziellere Ausbildung oder nähere Spezifizierung eines Gegenstands
oder eines Verfahrensschritts handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende, bevorzugte
Ausführungsform desselben oder eine Vorgehensweise darstellen muss.
[0027] In den Fig. 1 bis 3 ist eine Fertigungsanlage 1 in stark schematisch vereinfachter
Darstellung gezeigt, welche im vorliegenden Fall insbesondere für das Schwenkbiegen
oder Schwingbiegen von aus Blech zu fertigenden Werkstücken 2 ausgebildet ist. Als
Ausgangsmaterial wird zumeist ein metallischer Werkstoff verwendet, welcher in seinem
unverformten Zustand als Flachmaterial bzw. Flachelement bezeichnet werden kann.
[0028] Die im vorliegenden Fall für das Biegen eingesetzte Fertigungsanlage 1 umfasst eine
Biegemaschine 3, insbesondere eine Presse bzw. Biegepresse, die zur klemmenden Halterung
der aus dem Blech zu fertigenden Werkstücke 2 oder Werkteile zwischen einem relativ
zueinander verstellbaren Klemmwerkzeug 4 ausgebildet ist. Das Klemmwerkzeug 4 umfasst
im vorliegenden Ausführungsbeispiel zumindest eine, zumeist bevorzugt jedoch mehrere
untere Klemmbacken 5 und zumindest eine, zumeist bevorzugt jedoch mehrere damit zusammenwirkende
obere Klemmbacken 6. Der oder die unteren Klemmbacken 5 können auch als Unterwange
und der oder die oberen Klemmbacken 6 können auch als Oberwange bezeichnet werden.
[0029] Als Koordinatensystem wird bei derartigen Biegemaschine 3 grundsätzliches als "X"-Richtung
jene bezeichnet, welche in einer Horizontalebene sowie in senkrechter Ausrichtung
bezüglich der Längserstreckung der Klemmbacken 5, 6 verläuft. Somit ist dies jene
Richtung, welche auch der Zufuhrrichtung oder der Entnahmerichtung entspricht. Als
"Y"-Richtung wird die Vertikalrichtung verstanden, welche somit in Höhenrichtung der
Klemmbacken 5, 6 verläuft. Schließlich wird als "Z"-Richtung jene Richtung verstanden,
welche in Längsrichtung bzw. in der Längserstreckung der Klemmbacken 5, 6 verläuft.
Damit ist auch die Längserstreckung der später noch beschriebenen Biegekante in der
"Z"-Richtung verlaufend ausgerichtet.
[0030] Die zumindest eine obere Klemmbacke 6 ist dabei oberhalb des zu fertigenden Werkstücks
2 an der Biegemaschine 3 angeordnet und dort auch entsprechend gehalten, insbesondere
geklemmt. Auch die zumindest eine untere Klemmbacke 5 ist an der Biegemaschine 3 gehalten,
insbesondere geklemmt.
[0031] Ein Maschinengestell 7 der Biegemaschine 3 umfasst beispielsweise von einer Bodenplatte
8 vertikal aufragend, zueinander beabstandet und parallel zueinander ausgerichtete
Seitenwangen 9, 10. Diese sind bevorzugt durch einen massiven, beispielsweise aus
einem Blechformteil gebildeten Querverband 11 an ihren von der Bodenplatte 8 distanzierten
Endbereichen miteinander verbunden. Beim Maschinengestell 7 handelt es sich zumeist
um einen massiven, bevorzugt auf einem ebenen Hallenboden feststehenden Bauteil der
Biegemaschine 3. Die hier gezeigte Form ist nur beispielhaft für eine Vielzahl anderer
möglicher Ausbildungen gewählt worden.
[0032] Die Seitenwangen 9, 10 können zur Bildung eines Freiraums für das Umformen des Werkstücks
2 bevorzugt in etwa C - förmig ausgebildet sein, wobei an Frontstirnflächen 12 von
bodennahen Schenkeln der Seitenwangen 9, 10 ein feststehender, insbesondere auf der
Bodenplatte 8 aufstehender unterer Klemmbalken 13 befestigt ist, der auch als Pressbalken
bezeichnet werden kann. Dieser bevorzugt ortsfest angeordnete und feststehende untere
Klemmbalken 13 kann auch als Klemmtisch bezeichnet werden, an dem Teile des Biegewerkzeugs
4 angeordnet und auch daran gehalten sind. An Frontstirnflächen 14 ist an von der
Bodenplatte 8 entfernten Schenkel in Klemmbalkenführungen 15 ein zu dem unteren Klemmbalken
13 relativ verstellbarer weiterer oberer Klemmbalken 16, insbesondere ein Druckbalken,
geführt gelagert. Die Klemmbalkenführungen 15 sind zumeist als Linearführungen in
den unterschiedlichsten Ausführungsformen ausgebildet. Auch dieser weitere Klemmbalken
16 kann als Pressbalken bezeichnet werden, welcher jedoch relativ bezüglich des Maschinengestells
7 verlagerbar an diesem geführt ist. Auf einander gegenüberliegenden, parallel zueinander
verlaufenden Stirnflächen 17, 18 der beiden Klemmbalken 13, 16 können Klemmbackenaufnahmen
19, 20 zur Bestückung mit den Klemmwerkzeugen 4 angeordnet sein. Das oder die Klemmwerkzeuge
4 können auch unter Zwischenschaltung eines nicht näher dargestellten Adapters an
den Klemmbackenaufnahmen 19, 20 gehalten sein.
[0033] Die gezeigte Biegemaschine 3 weist als Antriebsanordnung 21 für den verstellbaren
oberen Klemmbalken 16, nämlich den Druckbalken, zumindest ein mit elektrischer Energie
betriebenes Antriebsmittel 22 auf, das mit einer aus einem Energienetz 23 angespeisten
Steuervorrichtung 24 leitungsverbunden sind. Über ein mit der Steuervorrichtung 24
leitungsverbundenes Eingabeterminal 25 kann beispielsweise der Betrieb der Biegemaschine
3 gesteuert werden.
[0034] Bei den Antriebsmitteln 22 handelt es sich bevorzugt um elektromotorisch betriebene
Spindeltriebe 26, wie sie allgemein bekannt sind, von denen Stellmittel 27 für eine
reversible Stellbewegung des durch den Druckbalken gebildeten oberen Klemmbalkens
16 mit diesem, zum Beispiel antriebsverbunden sind. Es können aber auch andere aus
dem Stand der Technik bekannte Antriebsmittel 22, wie z.B. Zylinder-Kolbenanordnungen,
Schrittmotore, Zahnstangenantriebe oder dergleichen, eingesetzt werden.
[0035] Auf weitere für den Betrieb einer derartigen Biegemaschine 3 erforderliche Details,
wie beispielsweise Sicherheitseinrichtungen, Anschlagsanordnungen und/oder Kontrollvorrichtungen
wird in der gegenständlichen Beschreibung zur Vermeidung einer unnötigen Länge der
Beschreibung verzichtet.
[0036] Weiters ist hier noch vereinfacht dargestellt, dass die beiden Klemmbalken 13, 16,
insbesondere deren Werkzeugaufnahmen 19, 20, bzw. das daran gehaltene Klemmwerkzeug
4 mit seinem bzw. seinen unteren und oberen Klemmbacken 5, 6, bei einer Betrachtung
in Längsrichtung der Klemmbalken 13, 16 eine sich dazwischen erstreckende Verstellebene
28 definieren. Die Verstellebene 28 verläuft bevorzugt mittig bezüglich der Klemmbalken
13, 16 bzw. den an diesen angeordneten Klemmbackenaufnahmen 19, 20. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel wird hier eine vertikal ausgerichtete Ebene verstanden. Die beiden
Klemmbacken 5, 6 bilden zwischen sich an einander zugewendeten Enden einen Klemmbereich
29 aus. Einander zugewendete untere und obere Klemmflächen 30, 31 der beiden Klemmbacken
5, 6 sind bevorzugt rechtwinkelig bezüglich der Verstellebene 28 ausgerichtet. Diese
Klemmflächen 30, 31 dienen dazu, das Blech je nach dessen Wandstärke für die Durchführung
des Biegevorgangs zwischen den beiden Klemmbacken 5, 6 positioniert zu halten.
[0037] Ein zusätzlicher Auflagetisch 32 mit seiner eine Auflageebene 33 definierenden Auflagefläche
ist bevorzugt im Bereich der Vorderseite der Biegemaschine 3 angeordnet. Die Auflageebene
33 kann auch als Unterstützungsebene bezeichnet werden. Dabei sei erwähnt, dass die
Auflagefläche nicht vollflächig ausgebildet sein muss sondern auch aus mehreren in
Zuführrichtung des zu bearbeitenden Blechs nebeneinander und/oder hintereinander angeordneten
Auflageteilflächen gebildet sein kann. Die von der Auflageebene 33 definierte Auflagefläche
ist bevorzugt in der gleichen Ebene angeordnet, wie die untere Klemmfläche 30 der
unteren Klemmbacke 5. Diese dient bei großflächigeren Blechen als zusätzliche Unterstützung,
um ein unbeabsichtigtes Abknicken gerade bei dünneren Blechen zu vermeiden.
[0038] Unter einem Biegebereich 34 wird dabei jener Bereich verstanden, welcher dazu dient,
aus dem zumeist ebenflächig vorliegenden noch unverformten Blech das zu fertigende
Werkstück 2 zu bilden bzw. ein bereits vorverformtes Werkstück 2 weiter zu bearbeiten,
indem zumindest eine zusätzliche Abkantung ausgebildet wird.
[0039] Der Biegebereich 34 liegt dabei zumeist beabstandet von der Verstellebene 28 der
Klemmbalken 13, 16 und wird durch einander zugewendete Endabschnitte zumindest einer,
bevorzugt jedoch beider Klemmbacken 5, 6 gebildet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist der Biegebereich 34 auf der vom Auflagetisch 32 oder einer nicht näher dargestellten
Bedienperson abgewendeten Seite der Klemmbalken 13, 16 angeordnet. Damit ist der Biegebereich
34 innerhalb des Maschinengestells 7 verlaufend angeordnet.
[0040] Der Biegebereich 34 bildet am herzustellenden Werkstück 2 zumeist eine bevorzugt
geradlinig verlaufende Biegelinie aus, wobei sich beidseits des Biegebereichs 34 jeweils
Schenkel infolge des durchgeführten Biegevorgangs ausbilden. Einer der Schenkel des
Werkstücks 2 ist in klemmender Stellung zwischen den beiden Klemmflächen 30, 31 der
Klemmbacken 5, 6 gehalten, wobei der zumindest eine weitere Schenkel außerhalb der
Klemmflächen 30, 31 angeordnet ist. Je nach gewünschter bzw. herzustellender Geometrie
des Werkstücks 2 schließen die beiden Schenkel zwischen sich einen Biegewinkel ein.
Dieser Biegewinkel wird in einer senkrecht bezüglich der Biegelinie ausgerichteten
Bezugsebene gemessen. Die Bezugsebene ihrerseits ist weiters bevorzugt auch noch bezüglich
der Verstellebene 28 dazu in senkrechter Richtung verlaufend ausgerichtet.
[0041] Dabei sei erwähnt, dass das Maschinengestell 7 der Biegemaschine 3 nur sehr vereinfacht
dargestellt ist, wobei es auch noch möglich ist, davon abweichende Ausführungsformen
einzusetzen. So könnte z.B. das Maschinengestell 7 bzw. der Maschinenkörper mit einem
freien Ständerdurchgang ausgebildet sein. In diesem Fall würden die Klemmbackenaufnahmen
19, 20 zwischen den Seitenwangen 9, 10 bzw. Seitenteilen aufgenommen werden können.
Bei einer anderen Ausbildung des Maschinengestells 7 bzw. des Maschinenkörpers ist
kein freier Ständerdurchgang möglich, wodurch die Klemmbackenaufnahmen 19, 20 nicht
zwischen den Seitenwangen 9, 10 bzw. Seitenteilen aufgenommen werden können.
[0042] Zur Durchführung des Biegevorgangs umfasst die Biegemaschine 3 der Fertigungsanlage
1 auch noch eine Biegeeinheit 35, welche auch als Abkanteinheit oder Umformeinheit
bezeichnet werden kann. Diese ist vereinfacht in der Fig. 2 angedeutet und kann je
nach durchzuführendem Biegevorgang relativ bezüglich des Maschinengestells 7 dazu
verstellt werden. Der besseren Übersichtlichkeit halber, wurde in der Fig. 1 auf die
Darstellung der Biegeeinheit 35 sowie deren Komponenten verzichtet.
[0043] Dabei kann das zwischen den beiden Klemmbacken 5, 6 vorpositioniert und geklemmt
gehaltene Blech zur Bildung des Werkstücks 2 durch einen Biegevorgang, insbesondere
einen Abkantvorgang, entlang der den Biegebereich 34 bildenden Biegelinie umgeformt,
insbesondere abgekantet werden.
[0044] Je nach durchzuführender Abkantung des zwischen den Klemmbacken 5, 6 geklemmt gehalten
Blechs zur Herstellung des Werkstücks 2 bildet entweder die untere Klemmbacke 5 oder
die obere Klemmbacke 6 den Abkantbereich und damit den Biegebereich 34 aus. So bildet
die untere Klemmbacke 5 eine erste Umformkante aus oder weist diese auf. Die obere
Klemmbacke 6 bildet eine zweite Umformkante aus oder weist diese auf.
[0045] Die beiden zuvor beschriebenen Klemmflächen 30, 31 der Klemmbacken 5, 6 definieren
bei einer aneinander anliegenden Stellung eine Werkstückauflageebene 36 für das herzustellende
Werkstück 2. Bevorzugt ist die Werkstückauflageebene 36 in vertikaler Richtung gesehen
in der gleichen Höhe wie die vom Auflagetisch 32 definierte Auflageebene 33 angeordnet.
Die beiden Ebenen sind zueinander planparallel verlaufend ausgerichtet sowie in einer
gemeinsamen Ebene angeordnet.
[0046] Die Biegeeinheit 35 kann ein oder aber auch mehrere Biegewerkzeuge 37 aufweisen,
welche an einem Biegebalken 38 angeordnet sein können. Der Biegebalken 38 kann an
nicht näher dargestellten Biegebalkenführungen mittels eines Biegebalkenantriebs relativ
bezüglich des Maschinengestells 7 verstellbar sein.
[0047] Weiters ist in den Fig. 2 und 3 im Bereich der einander zugewendeten Klemmflächen
30, 31 der beiden gegenüberliegend angeordneten Klemmbacken 5, 6 noch vereinfacht
dargestellt, dass im vorliegenden Ausführungsbeispiel nur in der unteren Klemmfläche
30 ausgehend von dieser in "Y"-Richtung vertieft zumindest eine Ausnehmung 39 angeordnet
ist. Weiters erstreckt sich die zumindest eine Ausnehmung 39 ausgehend von einer von
der Verstellebene 28 distanziert angeordneten Frontfläche 40 des unteren Klemmbackens
5 in "X"-Richtung in den Klemmbacken 5 in Richtung auf den Biegebereich 34 hinein.
Die Frontfläche 40 ist weiters bei diesem Ausführungsbeispiel auf der vom Biegebereich
34 abgewendeten Seite des oder der Klemmbacken 5, 6 angeordnet und somit der Bedienseite
zugewendet. In dieser Ausnehmung 39 kann zumindest ein in "Z"-Richtung entlang der
Ausnehmung 39 verstellbares Unterstützungselement 41 angeordnet bzw. aufgenommen sein.
Es wäre aber auch ein Herausschwenken des zumindest einen Unterstützungselements 41
aus der Ausnehmung 39 möglich.
[0048] In der Fig. 1 sind beidseits der unteren Klemmbacken 5 jeweils eines der Unterstützungselemente
41 vereinfacht angedeutet. Das oder die Unterstützungselemente 41 enden hier jeweils
an ihren dem oberen Klemmbacken 6 zugewendeten Oberseiten in der durch den unteren
Klemmbacken 5 definierten unteren Klemmfläche 30 und sind somit ebenflächig zu dieser
angeordnet bzw. ausgebildet. Das oder die Unterstützungselemente 41 können bei Bedarf
aus der Ausnehmung 39 heraus verstellt bzw. verlagert werden. Bevorzugt erfolgt die
Verstellung in Richtung der Längserstreckung der Klemmbalken 13, 16, um so zumindest
einen Teilabschnitt der Ausnehmung 39 freigeben zu können. Das oder die Unterstützungselemente
41 dienen dazu, dass die beiden einander zugewendeten Klemmbacken 5, 6 mit ihren Klemmflächen
30, 31 nahezu vollflächig aneinander, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung des Blechs
oder des herzustellenden Werkstücks 2, abgestützt werden können, ohne dass beim Biegevorgang
übermäßig hohe Biegekräfte in die Klemmbacken 5, 6 durch diese Freistellung eingebracht
werden. Somit füllt das Unterstützungselement 41 oder füllen die Unterstützungselemente
41 in deren Arbeitsposition die Ausnehmung 39 zumindest zum überwiegenden Anteil aus
und können weiters an der Grundfläche der Ausnehmung 39 in senkrechter Richtung bezüglich
der Klemmflächen 30, 31 abgestützt sein.
[0049] Weiters umfasst die Fertigungsanlage 1 auch noch eine Manipulationsvorrichtung 42
mit zumindest einem vereinfacht angedeuteten ersten Manipulator 43 für die übliche
Manipulation des Blechs oder des herzustellenden Werkstücks 2 im Front- bzw. Bedienbereich
der Biegemaschine 3. Die Manipulation des Blechs oder des daraus herzustellenden Werkstücks
2 erfolgt im Bereich des Auflagetisches 32 bevorzugt durch den ersten Manipulator
43, von welchem nur ein erstes Halteelement 44 an einem Teil eines Manipulatorarms
gezeigt ist. Das erste Halteelement 44 kann oder die ersten Halteelemente 44 können
z.B. als Saugelement und/oder als Magnet ausgebildet sein, mit welchem das Blech auf
seiner von der Auflageebene 33 des Auflagetisches 32 abgewendeten Seite gehalten und
in weiterer Folge relativ bezüglich des Klemmwerkzeugs 4 bewegt und bezüglich des
Biegebereichs 34 positioniert werden kann. Es wäre aber auch möglich, das erste Halteelement
44 als Greifer mit zusammenwirkenden Greiffingen auszubilden.
[0050] Weiters ist in der Fig. 2 noch angedeutet, dass die eine Manipulationsvorrichtung
42 auch noch zumindest einen zweiten Manipulator 45 umfasst. Der zweite Manipulator
45 ist einerseits in vollen Linien unterhalb des Blechs oder des herzustellenden Werkstücks
2 in einer Stellung noch vor dem Einsetzen in die zuvor beschriebene Ausnehmung 39
in der oder den unteren Klemmbacken 5 und andererseits in einer sich außerhalb davon
befindlichen Ruhestellung in strichlierten Linien gezeigt. Der zumindest eine zweite
Manipulator 45 ist bevorzugt plattenförmig ausgebildet und weist in Richtung des Biegebereichs
- also in "Z"-Richtung - eine Breite auf, welche zumindest einem Teilabschnitt der
Längserstreckung der Klemmbacken 5, 6 entspricht und somit auch eine ausreichend groß
dimensionierte Auflagefläche bildet. Die Tiefenerstreckung in "X"-Richtung ist auch
in einem Ausmaß gewählt, sodass auch hier eine entsprechend dimensionierte Auflagefläche
geschaffen werden kann.
[0051] Die Verstellbewegung des zumindest einen zweiten Manipulators 45 von der nicht in
Eingriff befindlichen Ruhestellung in die sich unmittelbar unterhalb des Blechs oder
des herzustellenden Werkstücks 2 befindliche Manipulationsstellung und vice versa
kann unterschiedlichst erfolgen. Dies kann z.B. durch einen Schwenkvorgang erfolgen,
mittels welchem der zumindest eine zweite Manipulator 45 zwischen den beiden zuvor
beschriebenen Stellungen verstellt wird. Es wäre aber auch noch möglich, dass dazu
auch andere Stellmechanismen eingesetzt werden. Dazu kann der zweite Manipulator 45
mit einem oder mehreren, jedoch nicht näher dargestellten Stellorganen in Antriebsverbindung
stehen. So könnten aber auch unterschiedliche Linearbewegungen zu einem entsprechenden
Bewegungsablauf kombiniert werden, um so die Verlagerung des oder der zweiten Manipulatoren
45 durchzuführen. Es könnten aber auch andere kinematische Stellmechanismen eingesetzt
werden. Dazu zählen z.B. Stellnocken, Kurvenscheiben, Kurbeltriebe, Schwenkhebelanordnungen
oder dergleichen.
[0052] In der Fig. 3 ist ein Teilbereich der Biegemaschine 3 im Bereich von dessen Klemmwerkzeug
4 in Seitenansicht geschnitten sowie in einem vergrößerten Maßstab dargestellt.
[0053] In dieser Ansicht ist die zuvor beschriebene Ausnehmung 39 zu ersehen, welche sich
ausgehend von der Klemmfläche 30 oder 31 über eine Höhe 46 in senkrechter Richtung
bezüglich der Klemmfläche 30 oder 31 vertieft in den Klemmbacken 5 oder 6 hinein erstreckt.
Die Ausnehmung 39 erstreckt sich weiters in Richtung bzw. Längsrichtung des Biegebereichs
34. Eine mögliche abgeklappte, weggeschwenkte oder verstellte Position des zumindest
einen zweiten Manipulators 45 ist in strichlierten Linien angedeutet. Durch diese
Verstellbewegung kann der zumindest eine zweite Manipulator 45 z.B. in eine seitliche
Position verbracht werden, in der der plattenförmig ausgebildete Körper in senkrechter
Richtung bezüglich des Biegebereichs 34 ausgerichtet ist und somit parallel bezüglich
der Zufuhrrichtung angeordnet ist.
[0054] Eine alternative Stellung bzw. Position, in der sich der zweite Manipulator 45 ebenfalls
außerhalb seiner Arbeitsstellung bzw. Manipulationsstellung befindet, ist weiters
in der Fig. 3 in strich-punktierten Linien gezeigt. In dieser weiteren Stellung verläuft
die Längserstreckung des zumindest einen zweiten Manipulators 45 in etwa parallel
bezüglich des Biegebereichs 34 und somit in "Z"-Richtung.
[0055] Weiters ist hier noch zu ersehen, dass die zumindest eine Ausnehmung 39 ausgehend
von einer vom Biegebereich 34 des Klemmbackens 5 oder 6 abgewendeten Frontfläche 40
des Klemmbackens 5 oder 6 angeordnet ist. Damit erstreckt sich die Ausnehmung 39 ausgehend
von der Frontfläche 40 hin in Richtung auf den Biegebereich 34. Die Längserstreckung
der Ausnehmung 39 ist derart zu wählen, dass diese zumindest einer Länge des zumindest
einen zweiten Manipulators 45 in Richtung des Biegebereichs 34 zuzüglich eines Verstell-
und/oder Positionierwegs des zweiten Manipulators 45 in gleicher Richtung entspricht.
Bevorzugt kann sich die Ausnehmung 39 auch noch über die gesamte Längserstreckung
des oder der Klemmbacken 5 oder 6 erstrecken, wie dies in der Fig. 2 vereinfacht angedeutet
ist.
[0056] Um den zumindest einen plattenförmig ausgebildeten zweiten Manipulator 45 in die
dazu vorgesehene Ausnehmung 39 einsetzen zu können, ist das zuvor beschriebene Unterstützungselement
41 oder die Unterstützungselemente 41 zumindest teilweise aus der Ausnehmung 39 hinaus
zu verstellen. Dies ist ebenfalls vereinfacht in der Fig. 2 angedeutet.
[0057] Ist ein ausreichender Freiraum in der Ausnehmung 39 geschaffen, kann nun mittels
des zumindest einen ersten Manipulators 43 das Blech oder das Werkstück 2 in den Bereich
des zumindest einen zweiten Manipulators 45 verbracht werden. Dazu weist der plattenförmig
oder flachprofilartig ausgebildete zweite Manipulator 45 an seinem dem Blech oder
dem herzustellenden Werkstück 2 zugewendeten Seite eine Stützfläche 47 auf.
[0058] Weiters ist in der Fig. 3 vereinfacht dargestellt, dass an oder in der Stützfläche
47 zumindest ein zweites Halteelement 48 angeordnet oder ausgebildet ist. Das oder
die zweiten Halteelemente 48 dienen dazu, das Blech oder das herzustellende Werkstück
im Zuge der Übergabe vom ersten Manipulator 43 am zweiten Manipulator 45 ortsfest
positioniert daran zu halten. Das zumindest eine zweite Halteelement 48 des mindestens
einen zweiten Manipulator 45 kann je nach dem Werkstoff des Werkstücks 2 oder Blechs
durch einen Magneten oder ein auf Unterdruck basierendes Saugelement oder dergleichen
gebildet sein.
[0059] Ist nun das Blech bzw. das herzustellende Werkstück 2 am zweiten plattenförmig ausgebildeten
zweiten Manipulator 45 gehalten und an diesen übergeben, kann das Blech oder das daraus
herzustellende Werkstück 2 mittels des zweiten Manipulators 45 zwischen die voneinander
distanziert angeordneten Klemmflächen 30, 31 und somit zwischen die beiden Klemmbacken
5, 6 weiter hinein verstellt werden. Um eine Kollision sowie ein tiefes Hineinverstellen
des zweiten Manipulators 45 zu ermöglichen, ist zur Aufnahme desselben zwischen den
Klemmbacken 5, 6 die mindestens eine Ausnehmung 39 vorgesehen.
[0060] Der plattenförmig oder flachprofilartig ausgebildete zweite Manipulator 45 weist
eine Dicke 49 in senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche 30 oder 31 auf, welche
maximal der Höhe 46 der Ausnehmung 39 entspricht. Damit kann ein Überragen bzw. ein
Vorragen der Stützfläche 47 des zweiten Manipulators 45 über die Klemmfläche 30 oder
31, insbesondere hier über die Werkstückauflageebene 36, verhindert werden. Bevorzugt
entspricht die Dicke 49 des oder der zweiten Manipulatoren 45 ziemlich exakt oder
exakt der Höhe 46 der Ausnehmung 39. Befindet sich der mindestens eine zweite Manipulator
45 in seiner in der Ausnehmung 39 zumindest bereichsweise aufgenommene Position, kann
dieser an einer Grundfläche der Ausnehmung 39 in senkrechte Richtung bezüglich der
Klemmfläche 30 oder 31 daran abgestützt sein. Damit kann eine Kraftübertragung von
beiden Klemmbacken 5, 6 über deren Klemmlänge in X-Richtung auf das Blech oder das
Werkstück 2 ausgeübt werden. Weiters ist es noch möglich, dass in Richtung der Längserstreckung
der Klemmbacken 5 oder 6 mehrere zweite Manipulatoren 45 vorgesehen sind.
[0061] Damit kann auch im Bereich der Ausnehmung 39, innerhalb welcher der zweite Manipulator
45 hineinragt und das Blech daran positioniert gehalten ist, einerseits eine Unterstützung
für das Blech geschaffen werden und andererseits auch noch eine Klemmwirkung ausgehend
von der dem zweiten Manipulator 45 gegenüberliegenden Klemmfläche 31 oder 30 auf das
Blech und unter Zwischenschaltung des zweiten Manipulators 45 auf den Klemmbacken
5 oder 6 erzielt werden.
[0062] Weiters ist hier noch gezeigt, dass die zumindest eine Ausnehmung 39 nur in dem oder
den unteren Klemmbacken 5 angeordnet ist. Unabhängig davon wäre es aber auch möglich,
die Anordnung der Ausnehmung 39 nur im oberen Klemmbacken 6 bzw. den oberen Klemmbacken
6 vorzusehen. Üblicherweise wird jedoch die Ausnehmung 39 ausschließlich in dem oder
den unteren Klemmbacken 5 ausgebildet.
[0063] Wie nun weiters in der Fig. 2 dargestellt ist, kann ein den Klemmbacken 5, 6 zugewendeter
Endbereich des Auflagetisches 32 mit seiner Auflagefläche von einer sich in der Auflageebene
33 befindlichen Position in eine sich außerhalb der Auflageebene 33 befindliche Position
verstellt werden. Dies kann beispielsweise durch ein Abklappen oder wegschwenken mittels
nicht näher dargestellter Stellmittel bzw. Stellantriebe erfolgen.
[0064] Ist der mindestens eine zweite Manipulator 45 nicht im Einsatz, befindet sich dieser
mit seiner Stützfläche 47 außerhalb der Auflageebene 33 des Auflagetisches 32, wie
dies in der Fig. 3 in strichlierten Linien angedeutet ist. Dabei handelt es sich zumeist
um eine abgeklappte Stellung des zweiten Manipulators 45. Der zumindest eine zweite
Manipulator 45 kann weiters seitlich bezüglich des den Klemmbacken 5, 6 zugewendeten
Endbereichs des Auflagetisches 32 angeordnet sein, welcher oder welche ebenfalls verschwenkbar
oder abklappbar ausgebildet sein können.
[0065] Wird auch der Endbereich des Auflagetisches 32 in die außerhalb der Auflageebene
33 befindliche Position verbracht, wird ein Freiraum geschaffen, in welchen der zumindest
eine zweite Manipulator 45 verbracht werden kann. Da sich der mindestens eine zweite
Manipulator 45 mit seiner Stützfläche 47 zumeist in einer unterhalb und somit außerhalb
der Auflageebene 33 angeordneten Position befindet, kann dieser für seinen Einsatz
mit seiner Stützfläche 47 in eine sich in der Auflageebene 33 befindliche Position
der Stützfläche 47 verstellt, insbesondere verschwenkt werden. Befindet sich nun der
mindestens eine zweite Manipulator 45 mit seiner Stützfläche 47 in der Auflageebene
33, kann dieser relativ bezüglich des Auflagetisches 32 an diesem in der Auflageebene
33 verstellt werden. Dazu kann der mindestens eine zweite Manipulator 45 am Auflagetisch
32 insbesondere einen Gestellrahmen desselben verstellbar gehalten sein und mittels
nicht näher dargestellter Stellmittel verstellt werden.
[0066] Unabhängig davon wäre es aber auch noch möglich, dass der zumindest eine zweite Manipulator
45 durch einen Teilbereich des Auflagetisches 32 im Bereich seiner Auflageebene 33
gebildet ist. Dazu ist zumindest ein Teilbereich des Auflagetisches 32 relativ bezüglich
der Biegemaschine 3 unabhängig vom restlichen Auflagetisch 32 mittels weiterer Stellmittel
verstellbar in der Auflageebene 33 auszubilden.
[0067] Aus der Darstellung der Fig. 3 ist ersichtlich, dass zwischen dem vor der Frontfläche
40 aufragenden Schenkel des herzustellenden Werkstücks 2 und dem Klemmbacken 6 kein
ausreichender Platz für das in der Fig. 2 gezeigte erste Halteelement 44 des ersten
Manipulators 43 im Bereich der Oberseite des Blechs bzw. Werkstücks 2 vorhanden ist.
Der Spalt zwischen dem oberen Klemmbacken 6 und dem vom Werkstück 2 aufragenden Schenkel
ist relativ schmal, sodass mit einer Greifzange oder einem anderen beidseitig am Blech
angreifenden Manipulator keine Hantierung mehr möglich ist. Durch das Vorsehen des
zweiten Manipulators 45 in seiner plattenförmigen oder streifenförmigen Ausbildung
und der hier im unteren Klemmbacken 5 ausgebildeten oder angeordneten Ausnehmung 39
kann trotzdem das Blech oder das Werkstück 2 an seiner der Werkstückauflageebene 36
zugewendeten Unterseite von diesem gehalten und auch manipuliert werden. Die Klemmlänge
zwischen den Klemmbacken 5, 6 in "X"-Richtung bleibt nahezu unverändert, da der zweite
Manipulator 45 in seiner in die Ausnehmung 39 eingesetzten Stellung und bei entsprechend
aufeinander abgestimmten Abmessungen (Höhe 46 der Ausnehmung 39 und Dicke 49 des zweite
Manipulators 45) auch im Bereich der Ausnehmung 39 eine Klemmung des Blechs oder des
Werkstücks 2 zwischen den Klemmbacken 5, 6 möglich ist.
[0068] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0069] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Fertigungsanlage 1, insbesondere deren Manipulationsvorrichtung 42
sowie der dafür entsprechend ausgebildeten Klemmbacken 5 oder 6, diese bzw. deren
Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt
wurden.
Bezugszeichenaufstellung
| 1 |
Fertigungsanlage |
31 |
obere Klemmfläche |
| 2 |
Werkstück |
32 |
Auflagetisch |
| 3 |
Biegemaschine |
33 |
Auflageebene |
| 4 |
Klemmwerkzeug |
34 |
Biegebereich |
| 5 |
untere Klemmbacke |
35 |
Biegeeinheit |
| 6 |
obere Klemmbacke |
36 |
Werkstückauflageebene |
| 7 |
Maschinengestell |
37 |
Biegewerkzeug |
| 8 |
Bodenplatte |
38 |
Biegebalken |
| 9 |
Seitenwange |
39 |
Ausnehmung |
| 10 |
Seitenwange |
40 |
Frontfläche |
| 11 |
Querverband |
41 |
Unterstützungselement |
| 12 |
Frontstirnfläche |
42 |
Manipulationsvorrichtung |
| 13 |
Klemmbalken |
43 |
erster Manipulator |
| 14 |
Frontstirnfläche |
44 |
erstes Halteelement |
| 15 |
Klemmbalkenführung |
45 |
zweiter Manipulator |
| 16 |
Klemmbalken |
46 |
Höhe |
| 17 |
Stirnfläche |
47 |
Stützfläche |
| 18 |
Stirnfläche |
48 |
zweites Halteelement |
| 19 |
Klemmbackenaufnahme |
49 |
Dicke |
| 20 |
Klemmbackenaufnahme |
|
|
| 21 |
Antriebsanordnung |
|
|
| 22 |
Antriebsmittel |
|
|
| 23 |
Energienetz |
|
|
| 24 |
Steuervorrichtung |
|
|
| 25 |
Eingabeterminal |
|
|
| 26 |
Spindeltrieb |
|
|
| 27 |
Stellmittel |
|
|
| 28 |
Verstellebene |
|
|
| 29 |
Klemmbereich |
|
|
| 30 |
untere Klemmfläche |
|
|
1. Fertigungsanlage (1) zur Fertigung von Werkstücken (2) aus Blech, insbesondere durch
Umformung, umfassend
eine Biegemaschine (3) mit einem feststehenden Maschinengestell (7), einem unteren
Klemmbalken (13) mit zumindest einer daran gehaltenen unteren Klemmbacke (5), sowie
einem oberen Klemmbalken (16) mit zumindest einer daran gehaltenen oberen Klemmbacke
(6), wobei einer der Klemmbalken (13, 16) relativ bezüglich des Maschinengestells
(7) verstellbar ist, um das herzustellende Werkstück (2) zwischen den beiden Klemmbacken
(5, 6) klemmend zu halten, und die zumindest eine untere Klemmbacke (5) an ihrem der
oberen Klemmbacke (6) zugewendeten Endbereich eine untere Klemmfläche (30) aufweist
und die zumindest eine obere Klemmbacke (6) an ihrem der unteren Klemmbacke (5) zugewendeten
Endbereich eine obere Klemmfläche (31) aufweist, wobei die beiden Klemmflächen (30,
31) bei einer aneinander anliegenden Stellung eine Werkstückauflageebene (36) für
das herzustellende Werkstück (2) definieren, sowie mit einer Biegeeinheit (35),
einen Auflagetisch (32), welcher mit seiner Auflagefläche eine Auflageebene (33) für
das Blech oder das herzustellende Werkstück (2) definiert,
eine Manipulationsvorrichtung (42) mit zumindest einem ersten Manipulator (43) mit
zumindest einem ersten Halteelement (44) für die Manipulation des Blechs oder des
herzustellenden Werkstücks (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Manipulationsvorrichtung (42) weiters zumindest einen plattenförmig ausgebildeten
zweiten Manipulator (45) umfasst, welcher zweite Manipulator (45) an seinem dem Blech
oder dem herzustellenden Werkstück (2) zuwendbaren Seite eine Stützfläche (47) ausbildet,
und in oder an welcher Stützfläche (47) zumindest ein zweites Halteelement (48) angeordnet
oder ausgebildet ist,
und dass in einem der Klemmbacken (5, 6) in seiner Klemmfläche (30, 31) zumindest
eine Ausnehmung (39) angeordnet ist, welche Ausnehmung (39) sich ausgehend von der
Klemmfläche (30, 31) über eine Höhe (46) in senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche
(30, 31) vertieft in den Klemmbacken (5, 6) hinein sowie in Richtung eines Biegebereichs
(34) erstreckend ausgebildet ist,
und dass der plattenförmig ausgebildete zweiter Manipulator (45) eine Dicke (49) in
senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche (30, 31) aufweist, welche maximal der
Höhe (46) der Ausnehmung (39) entspricht und zur Manipulation des zu bearbeitenden
Blechs oder des herzustellenden Werkstücks (2) zumindest teilweise in der mindestens
einen Ausnehmung (39) aufgenommen ist,
und dass die zumindest eine Ausnehmung (39) in dem oder den unteren Klemmbacken (5)
angeordnet ist, wobei der mindestens eine zweite Manipulator (45) bei seiner in der
Ausnehmung (39) aufgenommenen Position an einer Grundfläche der Ausnehmung (39) in
senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche (30, 31) daran abgestützt ist.
2. Fertigungsanlage (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausnehmung (39) ausgehend von einer von einem Biegebereich (34)
der Klemmbacken (5, 6) abgewendeten Frontfläche (40) des Klemmbackens (5, 6) sich
in diesen hinein erstreckt.
3. Fertigungsanlage (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausnehmung (39) über die gesamte Längserstreckung der Klemmbacken (5, 6)
erstreckt.
4. Fertigungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Längserstreckung des oder der Klemmbacken (5, 6) mehrere zweite Manipulatoren
(45) vorgesehen sind.
5. Fertigungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine zweite Halteelement (48) des mindestens einen zweiten Manipulators
(45) durch einen Magneten oder ein auf Unterdruck basierendes Saugelement gebildet
ist.
6. Fertigungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Manipulator (45) mit seiner Stützfläche (47) von einer
sich außerhalb der Auflageebene (33), insbesondere unterhalb derselben, befindlichen
Position in eine sich in der Auflageebene (33) befindliche Position der Stützfläche
(47) verstellbar, insbesondere verschwenkbar, ist.
7. Fertigungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Manipulator (45) bei sich in der Auflageebene (33) befindlichen
Position seiner Stützfläche (47) am Auflagetisch (32) relativ bezüglich diesem in
der Auflageebene (33) verstellbar gehalten ist.
8. Fertigungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein den Klemmbacken (5, 6) zugewendeter Endbereich des Auflagetisches (32) mit seiner
Auflagefläche von einer sich in der Auflageebene (33) befindlichen Position in eine
sich außerhalb der Auflageebene (33) befindliche Position verstellbar, insbesondere
abklappbar, ausgebildet ist.
9. Fertigungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine zweite Manipulator (45) durch einen Teilbereich des Auflagetisches
(32) im Bereich seiner Auflageebene (33) gebildet ist.
10. Fertigungsanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der zumindest einen Ausnehmung (39) bei einer sich außerhalb der Ausnehmung (39)
befindlichen Position des zumindest einen zweiten Manipulators (45) zumindest ein
Unterstützungselement (41) angeordnet oder darin aufgenommen ist.
11. Fertigungsanlage (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Unterstützungselement (41) ebenflächig mit der am Klemmbacken
(5, 6) ausgebildeten Klemmfläche (30, 31) endet und an einer Grundfläche der Ausnehmung
(39) abgestützt ist.
12. Verfahren zur Fertigung von Werkstücken (2) aus Blech, insbesondere durch dessen Umformung,
bei dem
das Blech oder das herzustellenden Werkstück (2) von einem ersten Manipulator (43)
einer Manipulationsvorrichtung (42) auf einer eine Auflageebene (33) definierenden
Auflagefläche eines Auflagetisches (32) abgelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
anschließend das Blech oder das herzustellenden Werkstück (2) von zumindest einem
plattenförmig ausgebildeten zweiten Manipulator (45) der Manipulationsvorrichtung
(42) an seiner dem Blech oder dem herzustellenden Werkstück (2) zugewendeten Stützfläche
(47) von zumindest einem an oder in der Stützfläche (47) angeordneten oder ausgebildeten
Halteelement (48) positioniert gehalten wird,
dann das Blech oder das herzustellenden Werkstück (2) mittels des zumindest einen
zweiten Manipulators (45) zwischen voneinander distanziert angeordnete Klemmflächen
(30, 31) von Klemmbacken (5, 6) weiter in Richtung auf einen von den Klemmbacken (5,
6) gebildeten Biegebereich (34) verlagert wird,
und dass dabei der zumindest eine plattenförmig ausgebildete zweite Manipulator (45)
zumindest teilweise in zumindest einer in einem der Klemmbacken (5, 6) in seiner Klemmfläche
(30, 31) ausgebildeten Ausnehmung (39) aufgenommen wird, wobei die zumindest eine
Ausnehmung (39) sich ausgehend von der Klemmfläche (30, 31) über eine Höhe (46) in
senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche (30, 31) vertieft in den Klemmbacken
(5, 6) hinein sowie in Richtung des Biegebereichs (34) erstreckend ausgebildet ist,
und dass der plattenförmig ausgebildete zweiter Manipulator (45) mit einer Dicke (49)
in senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche (30, 31) ausgebildet wird, welche
maximal der Höhe (46) der Ausnehmung (39) entspricht,
und dass die zumindest eine Ausnehmung (39) in dem oder den unteren Klemmbacken (5)
angeordnet ist, wobei der mindestens eine zweite Manipulator (45) bei seiner in der
Ausnehmung (39) aufgenommenen Position an einer Grundfläche der Ausnehmung (39) in
senkrechter Richtung bezüglich der Klemmfläche (30, 31) daran abgestützt ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Hineinverstellen des zumindest einen zweiten Manipulators (45) in die zumindest
eine Ausnehmung (39) aus dieser zumindest ein darin aufgenommenes Unterstützungselement
(41) heraus verstellt wird.
1. A production system (1) for producing workpieces (2) from sheet metal, in particular
by reshaping it, comprising
a bending machine (3) with a stationary machine frame (7), a lower clamping bar (13)
with at least one lower clamping jaw (5) held on it, as well as an upper clamping
bar (16) with at least one upper clamping jaw (6) held on it, wherein one of the clamping
bars (13, 16) is adjustable with relation to the machine frame (7) in order to hold
the workpiece (2) to be produced between the two clamping jaws (5, 6) clamped, and
the at least one lower clamping jaw (5) comprises a lower clamping surface (30) on
its end region facing the upper clamping jaw (6) and the at least one upper clamping
jaw (6) comprises an upper clamping surface (31) on its end region facing the lower
clamping jaw (5), wherein both clamping surfaces (30, 31) define a workpiece supporting
plane (36) for the workpiece (2) to be produced in the case of a position abutting
each other, as well as a bending unit (35),
a supporting table (32), which, with its contact surface, defines a supporting plane
(33) for the sheet metal or the workpiece (2) to be produced,
a manipulation apparatus (42) with at least one manipulator (43) with at least one
first holding element (44) for the manipulation of the sheet metal or the workpiece
(2) to be produced,
characterized in that
the manipulation apparatus (42) furthermore comprises at least one plate-shaped second
manipulator (45), which second manipulator (45) forms a supporting surface (47) on
its side which can face the sheet metal or the workpiece (2) to be produced, and in
or on which supporting surface (47) at least one second holding element (48) is arranged
or formed,
and that, in one of the clamping jaws (5, 6), at least one recess (39) is arranged
in its clamping surface (30, 31), which recess (39) is designed to extend starting
from the clamping surface (30, 31) across a height (46) in a perpendicular direction
with respect to the clamping surface (30, 31) and to be recessed into the clamping
jaws (5, 6), as well as in the direction of a bending region (34),
and that the plate-shaped second manipulator (45) has a thickness (49) in a perpendicular
direction with respect to the clamping surface (30, 31), which corresponds to the
height (46) of the recess (39) as a maximum and is at least partially received in
the at least one recess (39) for the manipulation of the sheet metal to be processed
or the workpiece (2) to be produced,
and that the at least one recess (39) is arranged in the lower clamping jaw(s) (5),
wherein, in its position received in the recess (39), the at least one second manipulator
(45) is supported on a base surface of the recess (39) in a perpendicular direction
with respect to the clamping surface (30, 31).
2. The production system (1) according to claim 1, characterized in that the at least one recess (39) extends starting from a front surface (40) of the clamping
jaw (5, 6) facing away from a bending region (34) of the clamping jaws (5, 6) into
it.
3. The production system (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the recess (39) extends across the entire longitudinal extension of the clamping
jaws (5, 6).
4. The production system (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a plurality of second manipulators (45) are provided in the direction of the longitudinal
extension of the clamping jaw(s) (5, 6).
5. The production system (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least one second holding element (48) of the at least one second manipulator
(45) is formed by a magnet or a negative-pressure-based extraction element.
6. The production system (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least one second manipulator (45) with its supporting surface (47) is adjustable,
in particular pivotable, from a position located outside of the supporting plane (33),
in particular under it, into a position of the supporting surface (47) located in
the supporting plane (33).
7. The production system (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that, in the case of being in the position of its supporting surface (47) located in the
supporting plane (33), the at least one second manipulator (45) is held in an adjustable
manner on the supporting table (32) in relation to it in the supporting plane (33).
8. The production system (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that an end region of the supporting table (32) facing the clamping jaws (5, 6) with its
contact surface is adjustable, in particular foldable down, from a position located
in the supporting plane (33) into a position located outside of the supporting plane
(33).
9. The production system (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least one second manipulator (45) is formed by a subsection of the supporting
table (32) in the region of its supporting plane (33).
10. The production system (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that, in the case of a position of the at least one second manipulator (45) located outside
of the recess (39), at least one supporting element (41) is arranged in the at least
one recess (39) or received therein.
11. The production system (1) according to claim 10, characterized in that the at least one supporting element (41) ends in a planar manner with the clamping
surface (30, 31) formed on the clamping jaws (5, 6) and is supported on a base surface
of the recess (39).
12. A method for producing workpieces (2) made of sheet metal, in particular by reshaping
it, in which the sheet metal or the workpiece (2) to be produced is placed on a contact
surface of a supporting table (32) defining a supporting plane (33) by a first manipulator
(43) of a manipulation apparatus (42), characterized in that
subsequently, the sheet metal or the workpiece (2) to be produced is held in position
by at least one plate-shaped second manipulator (45) of the manipulation apparatus
(42) on its supporting surface (47) facing the sheet metal or the workpiece (2) to
be produced by at least one holding element (48) arranged or formed on or in the supporting
surface (47),
then, the sheet metal or the workpiece (2) to be produced is further shifted in the
direction towards a bending region (34) formed by the clamping jaws (5, 6) by means
of the at least one second manipulator (45) between clamping surfaces (30, 31) of
the clamping jaws (5, 6) arranged at a distance from one another,
and that, in this regard, the at least one plate-shaped second manipulator (45) is
at least partially received in at least one recess (39) formed in one of the clamping
jaws (5, 6) in its clamping surface (30, 31), wherein the at least one recess (39)
is designed to extend from the clamping surface (30, 31) across a height (46) in a
perpendicular direction with respect to the clamping surface (30, 31) and to be recessed
into the clamping jaws (5, 6) as well as in the direction of a bending region (34),
and that the plate-shaped second manipulator (45) is formed with a thickness (49)
in a perpendicular direction with respect to the clamping surface (30, 31), which
corresponds to the height (46) of the recess (39) as a maximum,
and that the at least one recess (39) is arranged in the lower clamping jaw(s) (5),
wherein, in its position received in the recess (39), the at least one second manipulator
(45) is supported on a base surface of the recess (39) in a perpendicular direction
with respect to the clamping surface (30, 31).
13. The method according to claim 12, characterized in that, prior to inwardly adjusting the at least one second manipulator (45) into the at
least one recess (39), at least one supporting element (41) received therein is adjusted
out of it.
1. Installation de fabrication (1) pour la fabrication de pièces (2) en tôle, plus particulièrement
par formage, comprenant
une machine de pliage (3) avec un châssis de machine fixe (7), une barre de serrage
inférieure (13) avec au moins une mâchoire de serrage inférieure (5) qui y est maintenue,
ainsi qu'une barre de serrage supérieure (16) avec au moins une mâchoire de serrage
supérieure (6) qui y est maintenue, une des barres de serrage (13, 16) pouvant être
déplacée par rapport au châssis de machine (7) afin de maintenir la pièce à fabriquer
(2) serrée entre les deux mâchoires de serrage (5, 6) et l'au moins une mâchoire de
serrage inférieure (5) comprenant, au niveau de son extrémité orientée vers la mâchoire
de serrage supérieure (6), une surface de serrage inférieure (30) et l'au moins une
mâchoire de serrage supérieure (6) comprenant, au niveau de son extrémité orientée
vers la mâchoire de serrage inférieure (5), une surface de serrage supérieure (31),
les deux surfaces de serrage (30, 31) définissant, lorsqu'elles sont appuyées l'une
contre l'autre, un plan de support de pièce (36) pour la pièce à fabriquer (2), ainsi
qu'avec une unité de pliage (35),
une table de support (32) qui définit, avec sa surface de support, un plan de support
(33) pour la tôle ou la pièce à fabriquer (2),
un dispositif de manipulation (42) avec au moins un premier manipulateur (43) avec
au moins un premier élément de maintien (44) pour la manipulation de la tôle ou de
la pièce à fabriquer (2),
caractérisée en ce que
le dispositif de manipulation (42) comprend en outre au moins un deuxième manipulateur
(45) en forme de plaque, ce deuxième manipulateur (45) formant, au niveau de son côté
pouvant être orienté vers la tôle ou la pièce à fabriquer (2), une surface d'appui
(47) et dans ou sur cette surface d'appui (47), est disposé ou réalisé au moins un
deuxième élément de maintien (48),
et en ce que, dans une des mâchoires de serrage (5, 6), dans sa surface de serrage (30, 31), est
disposé au moins un évidement (39), cet évidement (39) étant réalisé de façon à s'étendre,
à partir de la surface de serrage (30, 31), sur une hauteur (46) dans la direction
perpendiculaire à la surface de serrage (30, 31), profondément vers les mâchoires
de serrage (5, 6) ainsi qu'en direction d'une zone de pliage (34),
et en ce que le deuxième manipulateur (45) en forme de plaque présente une épaisseur (49) dans
la direction perpendiculaire à la surface de serrage (30, 31) qui correspond au maximum
à la hauteur (46) de l'évidement (39) et, pour la manipulation de la tôle à usiner
ou de la pièce à fabriquer (2), est logé au moins partiellement dans l'au moins un
évidement (39),
et en ce que l'au moins un évidement (39) est disposé dans le ou les mâchoires de serrage inférieures
(5), l'au moins un deuxième manipulateur (45) étant appuyé contre celui-ci, dans sa
position logée dans l'évidement (39), au niveau d'une surface de base de l'évidement
(39) dans la direction perpendiculaire à la surface de serrage (30, 31).
2. Installation de fabrication (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'au moins un évidement (39) s'étend, à partir d'une surface frontale (40) de la
mâchoire de serrage (5, 6), opposée à une zone de pliage (34) des mâchoires de serrage
(5, 6), à l'intérieur de celles-ci.
3. Installation de fabrication (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'évidement (39) s'étend sur toute l'extension longitudinale des mâchoires de serrage
(5, 6).
4. Installation de fabrication (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, dans la direction de l'extension longitudinale de la ou des mâchoires de serrage
(5, 6), sont prévus plusieurs deuxièmes manipulateurs (45).
5. Installation de fabrication (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'au moins un deuxième élément de maintien (48) de l'au moins un deuxième manipulateur
(45) est constitué d'un aimant ou d'un élément d'aspiration basé sur une dépression.
6. Installation de fabrication (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'au moins un deuxième manipulateur (45) peut être déplacé, plus particulièrement
pivoté, avec sa surface d'appui (47), d'une position se trouvant hors du plan de support
(33), plus particulièrement en dessous de celui-ci, vers une position de la surface
d'appui (47) se trouvant dans le plan de support (33).
7. Installation de fabrication (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'au moins un deuxième manipulateur (45), lorsque sa surface d'appui (47) est dans
une position se trouvant dans le plan de support (33) sur la table de support (32),
est maintenu de manière mobile par rapport à celle-ci dans le plan de support (33).
8. Installation de fabrication (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une partie d'extrémité de la table de support (32), orientée vers les mâchoires de
serrage (5, 6), est conçue de manière mobile, plus particulièrement de façon à pouvoir
être rabattue, avec sa surface de support, d'une position se trouvant dans le plan
de support (33) vers une position se trouvant à l'extérieur du plan de support (33).
9. Installation de fabrication (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'au moins un deuxième manipulateur (45) est constitué d'une partie de la table de
support (32) au niveau de son plan de support (33).
10. Installation de fabrication (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, dans l'au moins un évidement (39), lorsque le deuxième manipulateur (45) se trouve
dans une position à l'extérieur de l'évidement (39), est disposé ou est logé au moins
un élément de soutien (41).
11. Installation de fabrication (1) selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'au moins un élément de soutien (41) se termine par une surface plane avec la surface
de serrage (30, 31) réalisée sur la mâchoire de serrage (5, 6) et est appuyé contre
une surface de base de l'évidement (39).
12. Procédé de fabrication de pièces (2) en tôle, plus particulièrement par formage, dans
lequel
la tôle ou la pièce à fabriquer (2) est posée par un premier manipulateur (43) d'un
dispositif de manipulation (42) sur une surface de support d'une table de support
(32) définissant un plan de support (33), caractérisé en ce que
la tôle ou la pièce à fabriquer (2) est ensuite maintenue positionnée par au moins
un deuxième manipulateur (45) en forme de plaque du dispositif de manipulation (42)
contre sa surface d'appui (47) orientée vers la tôle ou la pièce à fabriquer (2) par
au moins un élément de maintien (48) disposé ou réalisé sur ou dans la surface d'appui
(47),
puis la tôle ou la pièce à fabriquer (2) est déplacée, au moyen de l'au moins un deuxième
manipulateur (45), entre des surfaces de serrage (30, 31), écartées entre elles, de
mâchoires de serrage (5, 6), en direction d'une zone de pliage (34) formée par les
mâchoires de serrage (5, 6),
et en ce que l'au moins un deuxième manipulateur (45) en forme de plaque est logé au moins partiellement
dans au moins un évidement réalisé dans une des mâchoires de serrage (5, 6) dans sa
surface de serrage (30, 31), l'au moins un évidement (39) étant conçu de façon à s'étendre
à partir de la surface de serrage (30, 31) sur une hauteur (46) dans la direction
perpendiculaire à la surface de serrage (30, 31) profondément dans les mâchoires de
serrage (5, 6) ainsi qu'en direction de la zone de pliage (34),
et en ce que le deuxième manipulateur (45) en forme de plaque est réalisé avec une épaisseur (49)
dans la direction perpendiculaire à la surface de serrage (30, 31), qui correspond
au maximum à la hauteur (46) de l'évidement (39),
et en ce que l'au moins un évidement (39) est disposé dans le ou les mâchoires de serrage inférieures
(5), l'au moins un deuxième manipulateur (45) étant appuyé contre celui-ci, dans sa
position logée dans l'évidement (39), au niveau d'une surface de base de l'évidement
(39) dans la direction perpendiculaire à la surface de serrage (30, 31).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que, avant le déplacement de l'au moins un deuxième manipulateur (45) vers l'intérieur
de l'au moins un évidement (39), un élément de soutien (41) logé à l'intérieur de
celui-ci est déplacé hors de celui-ci.